{"id":37355,"date":"2017-03-11T08:00:59","date_gmt":"2017-03-11T07:00:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37355"},"modified":"2017-03-10T13:31:40","modified_gmt":"2017-03-10T12:31:40","slug":"hinweise-der-woche-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37355","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37355#h01\">Dein Fernseher h&ouml;rt mit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37355#h02\">Erdogan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37355#h03\">Die EU-Kommission spielt mit dem Feuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37355#h04\">Frankreich: More To Macron Than Ideological Ambiguity<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37355#h05\">Nahles will nachw&auml;ssern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37355#h06\">Internationaler Handel: Kein Treiber f&uuml;r globales Wirtschaftswachstum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37355#h07\">L&ouml;hne in Deutschland: Sind die Gewerkschaften zu Lohndumping-Leugnern geworden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37355#h08\">Wagenknecht: Mit &raquo;Lobbykraten hat die EU keine Zukunft&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37355#h09\">Bundesregierung beharrt auf Kindergeldk&uuml;rzung f&uuml;r EU-Ausl&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37355#h10\">Das Letzte: An Oscar for a Propaganda Flick<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Dein Fernseher h&ouml;rt mit<\/strong><br>\nWikileaks erkl&auml;rte, der am Dienstag ver&ouml;ffentlichte Datensatz &raquo;Vault 7&laquo; mit 7.818 Dokumenten und 943 Anh&auml;ngen sei nur die erste Tranche einer gr&ouml;&szlig;eren Sammlung. Im Gegensatz zu fr&uuml;heren Ver&ouml;ffentlichungen von geheimen Dokumenten reichte die Enth&uuml;llungsplattform Dokumente nicht unver&auml;ndert weiter, sondern machte bestimmte Passagen wie E-Mail-Adressen oder Programmiercodes unsichtbar.<br>\nEin langj&auml;hriger externer Geheimdienstmitarbeiter sagte Reuters, bei der CIA mit Sitz in Virginia und beim Nachrichtendienst NSA in Maryland herrsche Emp&ouml;rung &uuml;ber die neuen Lecks. &raquo;Die Leute auf beiden Seiten des Flusses rasen vor Wut&laquo;, sagte er. Der Fall sei nicht mit den Enth&uuml;llungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden vergleichbar: &raquo;Dies wurde &uuml;ber eine lange Zeit gesammelt und an Wikileaks &uuml;bergeben.&laquo; (&hellip;)<br>\nIn einigen Dokumenten wird beschrieben, wie die CIA Informationen &uuml;ber Sicherheitsl&uuml;cken mit der US-Bundespolizei FBI oder befreundeten Geheimdiensten wie dem britischen GCHQ austauscht. Dabei wird auch immer wieder auf Firmen verwiesen, die ihr Wissen &uuml;ber sofort ausnutzbare Sicherheitsl&uuml;cken (&raquo;Zero day exploits&laquo;) kommerziell anbieten.<br>\nBeim Projekt &raquo;Weeping Angel&laquo; entwickelten die CIA-Programmierer in Zusammenarbeit mit Experten des britischen Geheimdienstes MI5 einen &raquo;Fake-Off-Modus&laquo;, bei dem bestimmte Fernsehermodelle von Samsung scheinbar ausgeschaltet sind, in Wirklichkeit aber in den Raum lauschen &ndash; je nach Modell sogar mit eingeschalteter Webcam.<br>\nFachleute widersprachen am Mittwoch der Einsch&auml;tzung, wonach der Geheimdienst die Verschl&uuml;sselung von Nachrichtendiensten wie Whatsapp, Signal oder Telegram aushebeln k&ouml;nne. Die von Wikileaks ver&ouml;ffentlichten Dokumente lieferten keine Anhaltspunkte daf&uuml;r, betonten die Experten von Open Whisper Systems. Vielmehr gehe es dort darum, die Software der Telefone zu hacken. Damit k&ouml;nnten dann Informationen vor der Verschl&uuml;sselung oder nach der Entschl&uuml;sselung abgegriffen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/306808.dein-fernseher-h%C3%B6rt-mit.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37327\">Wikileaks ver&ouml;ffentlicht beunruhigende Daten &uuml;ber Hacker bei der CIA und niemanden interessiert es<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: LINKE: An Spionage beteiligte US-Diplomanten ausweisen<\/strong><br>\nNach den Wikileaks-Enth&uuml;llungen zu den Hackerangriffen der CIA auf Smartphones, Fernseher und andere Ger&auml;te sieht der Geheimdienst CIA das Leben von US-B&uuml;rgern in Gefahr. Derartige Enth&uuml;llungen &raquo;bringen nicht nur US-Personal und Eins&auml;tze in Gefahr, sondern statten unsere Gegner auch mit Werkzeugen und Informationen aus, um uns zu schaden&laquo;, sagte eine CIA-Sprecherin am Mittwoch in Washington. Deutsche Politiker forderten Konsequenzen. (&hellip;)<br>\nDer Gr&uuml;nen-Geheimdienstexperte Hans-Christian Str&ouml;bele forderte von der Bundesregierung ein hartes Durchgreifen gegen US-Spione. &raquo;Die Regierung muss deutlich machen, dass bestimmte Geheimdienst-Mitarbeiter, die an der Spionage beteiligt sind, hier nichts zu suchen haben&laquo;, sagte Str&ouml;bele der &raquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&laquo; vom Donnerstag. &raquo;Sie k&ouml;nnten des Landes verwiesen werden. Man k&ouml;nnte auch die Zentrale der &Uuml;berwachung in Frankfurt schlie&szlig;en.&laquo;<br>\n&raquo;Seit Jahren wird Spionage und &Uuml;berwachung durch Geheimdienste der USA von der Bundesregierung geduldet, in einigen F&auml;llen sogar unterst&uuml;tzt. Dass Bundeskanzlerin Merkel so naiv war, der Obama-Administration nur besten Willen bei ihrer Spionage in der Bundesrepublik zu unterstellen, war schlimm genug. Sp&auml;testens jetzt muss sie Stellung beziehen&laquo;, forderte der Vizefraktionsvorsitzende der LINKEN, Jan Korte. Anders als in der Vergangenheit m&uuml;ssten Kanzleramt und die Geheimdienstspitzen &raquo;sofort alles auf den Tisch legen, was sie von der CIA-Spionage wussten, und erkl&auml;ren, ob sie diese unterst&uuml;tzt haben&laquo;, forderte der LINKEN-Politiker. Er forderte: &raquo;Wenn der Verfassungsschutz, der ja angeblich f&uuml;r Spionageabwehr zust&auml;ndig ist, seine Arbeit gemacht hat, m&uuml;sste die Ausweisung der an der Spionage beteiligten Diplomaten ja nur eine Formsache sein.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1044242.linke-an-spionage-beteiligte-us-diplomanten-ausweisen.html\">neues deutschland<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Haltet den Dieb<\/strong><br>\nSo kann man es auch sehen. &Uuml;ber Wikileaks wird wieder einmal &ouml;ffentlich, wie uns unsere amerikanischen Alliierten massenhaft, mit allen erdenklichen Mitteln aussp&auml;hen und dabei jede Menge ihnen bekannter gef&auml;hrlicher Sicherheitsl&uuml;cken unserer digitalen Infrastruktur f&uuml;r Kriminelle zug&auml;nglich lassen, nur um sie selbst m&ouml;glichst lange gebrauchen und missbrauchen zu k&ouml;nnen. F&uuml;r den Digital-Chefredakteur der FAZ ist das ein Grund, Wikileaks zu verdammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/793-haltet-den-dieb\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Erdogan<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Showdown Erdogan gegen Merkel n&uuml;tzt beiden Regierungen<\/strong><br>\nFast f&uuml;hlt man sich an die Zeiten des Stalinismus erinnert, wo Oppositionelle als trotzkistisch-faschistische Agenten diffamiert und verfolgt wurden, wenn der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Erdogan den Journalisten Deniz Y&uuml;cel gleich zum &ldquo;deutschen Agenten und PKK-Mitglied&rdquo; stempelt.<br>\nDie Message von Erdogan ist klar, er spielt die nationalistische Karte und will bei den rechten W&auml;hlern Stimmen f&uuml;r sein Referendum sammeln. Da helfen starke Worte gegen Deutschland immer. Deniz Y&uuml;cel ist da nur das Opfer, auf dessen R&uuml;cken der Streit ausgetragen wird. Es ist auch die Rache von t&uuml;rkischen Nationalisten und Islamisten an einer Merkel-Regierung, die eigentlich schon immer deutlich gemacht hatte, dass sie die T&uuml;rkei nicht in der EU haben will. [&hellip;]<br>\nDoch auch in Deutschland kann zun&auml;chst die Union von dem Konflikt profitieren. Diejenigen, welche die T&uuml;rkei schon immer f&uuml;r nicht EU-kompatibel bezeichnet haben, k&ouml;nnen sich best&auml;tigt f&uuml;hlen. Es gab noch vor einigen Jahren vor allem bei den Gr&uuml;nen und den Sozialdemokraten Stimmen, die sich f&uuml;r weitere Kontakte zwischen der EU und der T&uuml;rkei aussprachen und darauf hinwiesen, dass die Rechte in der T&uuml;rkei von einer ablehnenden Haltung profitieren kann.<br>\nDiese Kr&auml;fte bezogen sich vor allem auf liberale Gruppen, Reformlinke und Teile der kurdischen Bewegung, die sich von einer Ann&auml;herung der T&uuml;rkei an die EU eine St&auml;rkung der Menschenrechtsposition erhofften. Linke Gruppen in und au&szlig;erhalb der T&uuml;rkei haben bereits seit Langem darauf hingewiesen, dass diese Vorstellung illusion&auml;r ist. [&hellip;]<br>\nHeute sind aber auch bei den Linksliberalen kaum noch Stimmen zu h&ouml;ren, die eine EU-Option f&uuml;r die T&uuml;rkei f&uuml;r m&ouml;glich halten. Heute dominiert in Deutschland eine ganz gro&szlig;e Koalition von der Linkspartei bis weit rechts von der Union, die Erdogan in die Schranken weisen wollen. Oft wird sogar ein propagandistisches Bild projiziert, als w&uuml;rde Erdogan in Deutschland mitregieren und Merkel wurde aufgefordert, sich nicht von ihm erpressen zu lassen. Da werden aber die Machtverh&auml;ltnisse auf groteske Weise umgekehrt. Tats&auml;chlich kann Erdogan gegen&uuml;ber den Deutschen auf dem R&uuml;cken von Deniz Y&uuml;cel den starken Mann markieren. Viel mehr Macht hat er aber auch nicht. Selbst nach der Zuspitzung der Auseinandersetzung wird beispielsweise das Fl&uuml;chtlingsabkommen nicht infrage gestellt. Denn die T&uuml;rkei will den Eindruck vermeiden, man k&ouml;nne sich auf sie als Pf&ouml;rtner der Festung Europas nicht mehr verlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Showdown-Erdogan-gegen-Merkel-nuetzt-beiden-Regierungen-3644447.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Auftritte t&uuml;rkischer Politiker zu verbieten ist diplomatisch heikel, aber machbar<\/strong><br>\nEin Versammlungsverbot mit offenem Visier: kein t&uuml;rkischer Wahlkampf auf deutschem Boden? Ralf Poscher, Professor an der Universit&auml;t Freiburg und ausgewiesener Fachmann f&uuml;r Versammlungsrecht, h&auml;lt das f&uuml;r juristisch machbar. Und er ben&ouml;tigt daf&uuml;r nur zwei Vorschriften.<br>\nErstens ist dies Artikel 8 Grundgesetz: &bdquo;Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.&ldquo; Die Versammlungsfreiheit gilt nicht f&uuml;r jeden, sondern ist ein &bdquo;Deutschen-Grundrecht&ldquo;. Den Grund daf&uuml;r findet Poscher in Situationen von der Art, mit denen die deutschen Beh&ouml;rden nun konfrontiert sind. &bdquo;Das Grundgesetz wollte eine M&ouml;glichkeit schaffen, um zu verhindern, dass innenpolitische Konflikte anderer Staaten auf unseren Stra&szlig;en ausgetragen werden.&ldquo;<br>\nEin Demoverbot f&uuml;r Ausl&auml;nder? Das deutsche Versammlungsrecht ist erzliberal, Kundgebungen k&ouml;nnen nur unter sehr engen Voraussetzungen verboten werden &ndash; wenn konkrete, nicht anders abwendbare Gefahren vorliegen. Von Pegida bis zur NPD mussten die Beh&ouml;rden z&auml;hneknirschend zahllose Demonstrationen erlauben &ndash; oftmals erst nach gerichtlicher Anordnung. Und nun soll das so einfach sein?<br>\nHier bringt Poscher eine zweite Norm ins Spiel, Paragraf 47 Aufenthaltsgesetz. Danach kann die politische Bet&auml;tigung von Ausl&auml;ndern zum Beispiel dann beschr&auml;nkt oder untersagt werden, wenn sie &bdquo;das friedliche Zusammenleben von Deutschen und Ausl&auml;ndern oder von verschiedenen Ausl&auml;ndergruppen im Bundesgebiet (&hellip;) beeintr&auml;chtigt oder gef&auml;hrdet&ldquo;. Eine blo&szlig;e Beeintr&auml;chtigung gen&uuml;gt &ndash; das ist in der Gedankenwelt der Juristen nicht besonders viel. Das passe exakt auf die geplanten Auftritte t&uuml;rkischer Politiker in Deutschland, findet Poscher: &bdquo;Es gibt die rechtliche M&ouml;glichkeit, genau gegen diese Art von Veranstaltungen vorzugehen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/versammlungsfreiheit-auftritte-tuerkischer-politiker-zu-verbieten-ist-diplomatisch-heikel-aber-machbar-1.3403787\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D. G.:<\/strong> Die deutschen Medien, Politikerinnen und Politiker, die sich in diesen Tagen &uuml;ber das Auftreten t&uuml;rkischer Politiker an Veranstaltungen in Deutschland aufregen, demonstrieren wieder einmal ihre einseitige und manipulative Argumentationsweise. Und wie &uuml;blich wird auch, wie z.B. vom CDU Politiker Uhl, sehr schnell ein Verbot gefordert. Man kann das Auftreten t&uuml;rkischer Minister nat&uuml;rlich als st&ouml;rend empfinden und ablehnen, aber Tatsache ist, dass die t&uuml;rkischen Politiker wegen ihrer m&ouml;glichen Einflussnahme in Deutschland auf die Meinung von t&uuml;rkischen Staatsangeh&ouml;rigen zu einer t&uuml;rkischen Wahlentscheidung kritisiert werden. Von einer gesetzwidrigen Einflussnahme der t&uuml;rkischen Regierungsmitglieder auf deutsche B&uuml;rger und deutsche Wahlen kann keine Rede sein.<\/em><br>\n<em>Demgegen&uuml;ber ist es nicht lange her, dass deutsche Politikerinnen und Politiker wie z.B. Steinmeier, Westerwelle, Harms und andere bei den Protesten auf dem Maidan in Kiew aufgetreten sind und offensichtlich den Sturz einer gew&auml;hlten Regierung gef&ouml;rdert haben, nicht zuletzt auch zusammen mit den USA durch finanzielle Unterst&uuml;tzung der gewaltsamen Proteste. Die schwerwiegenden Folgen des vom Westen bef&ouml;rderten gewaltsamen Regierungswechsels in der Ukraine sind allgemein bekannt. Jedoch waren kritische Stimmen &uuml;ber diese nach deutschen Recht offenbar illegale Auftritte deutscher Politiker im Ausland und ihre einseitige Parteinahme in Angelegenheiten eines anderen Staates kaum zu vernehmen, weder aus der Politik noch von unseren &lsquo;Qualit&auml;tsmedien&rsquo;. Auch ernsthafte und deutliche Forderungen an die Bundesregierung sind bisher ausgeblieben, das Verbot der Unterst&uuml;tzung gewaltsamer Regierungswechsel in anderen Staaten konsequent einzuhalten und umsetzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Was der Fall Deniz Y&uuml;cel mit der Datenhehlerei und der EU-Anti-Terror-Richtlinie zu tun hat<\/strong><br>\nWir fordern die Freilassung von Deniz Y&uuml;cel und aller anderen inhaftierten Journalisten in der T&uuml;rkei. Gleichzeitig m&ouml;chten wir an Einschr&auml;nkungen der Pressefreiheit in Deutschland und der EU erinnern, mit denen sich &ndash; bei ver&auml;nderter politischer Lage &ndash; &auml;hnliche Vorw&uuml;rfe konstruieren lassen k&ouml;nnten.<br>\nDer Fall Deniz Y&uuml;cel zeigt sehr deutlich, dass Pressefreiheit in der T&uuml;rkei nur noch auf dem Papier existiert. Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten sind in Erdogans Regime in Haft, zahlreiche kritische Medien geschlossen und Stimmen jenseits der regierenden AKP mittlerweile weitgehend verstummt. Bis nach Deutschland hinein werden zudem Menschen eingesch&uuml;chtert, die den versiegenden Fluss von alternativen Informationen aus der T&uuml;rkei durchbrechen. [&hellip;]<br>\nWas der Fall Deniz Y&uuml;cel mit der Datenhehlerei und der EU-Anti-Terror-Richtlinie zu tun hat von Markus Reuter am 28. Februar 2017, 16:55 in Pressefreiheit \/ 36 Kommentare<br>\nWir fordern die Freilassung von Deniz Y&uuml;cel und aller anderen inhaftierten Journalisten in der T&uuml;rkei. Gleichzeitig m&ouml;chten wir an Einschr&auml;nkungen der Pressefreiheit in Deutschland und der EU erinnern, mit denen sich &ndash; bei ver&auml;nderter politischer Lage &ndash; &auml;hnliche Vorw&uuml;rfe konstruieren lassen k&ouml;nnten.<br>\nDer Fall Deniz Y&uuml;cel zeigt sehr deutlich, dass Pressefreiheit in der T&uuml;rkei nur noch auf dem Papier existiert. Mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten sind in Erdogans Regime in Haft, zahlreiche kritische Medien geschlossen und Stimmen jenseits der regierenden AKP mittlerweile weitgehend verstummt. Bis nach Deutschland hinein werden zudem Menschen eingesch&uuml;chtert, die den versiegenden Fluss von alternativen Informationen aus der T&uuml;rkei durchbrechen.<br>\nGegen die Einschr&auml;nkung der Pressefreiheit und f&uuml;r die Freilassung von Deniz Y&uuml;cel wird heute in zw&ouml;lf St&auml;dten in Deutschland, &Ouml;sterreich und der Schweiz demonstriert. Als Redaktion unterst&uuml;tzen wir die Proteste und fordern die Freilassung von Deniz Y&uuml;cel und allen anderen inhaftierten Journalistinnen und Journalisten in der T&uuml;rkei.<br>\nDas Vorgehen des t&uuml;rkischen Staates gegen einen kritischen Kollegen, der nicht vor hei&szlig;en Eisen wie durch einen Hack herausgekommene Verwicklung von Erdogans Schwiegersohn in t&uuml;rkische Troll-Armeen, einem Interview mit dem Chef der als Terrororganisation eingestuften PKK, den zivilen Opfern von Armeeeins&auml;tzen gegen die Kurden, den Verwicklungen des t&uuml;rkischen Staates in Waffengesch&auml;fte mit dem Islamischen Staat sowie vielen weiteren kritischen Themen zur&uuml;ckschreckt, erinnert uns daran, wohin kontinuierliche Einschr&auml;nkungen der Pressefreiheit f&uuml;hren k&ouml;nnen.<br>\nEinschr&auml;nkungen der Pressefreiheit auch in Deutschland und der EU<br>\nNun ist die Situation hierzulande nat&uuml;rlich eine sehr andere, doch Einschr&auml;nkungen der Pressefreiheit sind in den letzten Jahren auch in Deutschland und anderen L&auml;ndern der EU zu beobachten. Auch sie w&auml;ren bei einer ver&auml;nderten politischen Lage geeignet, um &auml;hnliche Vorw&uuml;rfe gegen Journalisten zu konstruieren: Mit dem BND-Gesetz ist beispielsweise eine &Uuml;berwachung ausl&auml;ndischer Journalisten m&ouml;glich, der Datenhehlerei-Paragraph kann den Umgang mit rechtswidrig erworbenen Daten (bspw. durch einen Hack) bestrafen und die neue EU-Anti-Terror-Richtlinie ist so schwammig formuliert, dass sie Journalisten in die N&auml;he einer Terror-Verherrlichung stellen k&ouml;nnte.<br>\n Wir wollen deswegen mit diesem Artikel ein bisschen vor der eigenen Haust&uuml;re zu kehren &ndash; und die Gesetze, Richtlinien und Pl&auml;ne vorstellen, welche die Pressefreiheit hier bedrohen: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/was-der-fall-deniz-yuecel-mit-der-datenhehlerei-und-der-eu-anti-terror-richtlinie-zu-tun-hat\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> L&ouml;blich, dass netzpolitik.org aus dem Chor derer ausschert, die den Fall Y&uuml;cel nutzen, um sich selbst in einem besseren Licht darzustellen. Lesen Sie dazu bitte auch die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37267\">Gedanken zum Wochenende von Albrecht M&uuml;ller<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die EU-Kommission spielt mit dem Feuer<\/strong><br>\nObwohl die EZB st&auml;ndig Geld verteilt, schw&auml;chelt die Realwirtschaft in Europa. Die EU-Kommission will das mit einer Kapitalmarktunion l&ouml;sen. Das ist ein schwerer Fehler.<br>\nDie Europ&auml;ische Kommission beklagt die anhaltend schwachen Investitionen in Europa &ndash; und hat die vermeintliche L&ouml;sung daf&uuml;r schon parat: Die Unternehmen sollen ihre Investitionen in Zukunft unabh&auml;ngiger von Bankkrediten finanzieren k&ouml;nnen. Denn, so die Argumente der Kommission, die Banken verg&auml;ben wegen der faulen Papiere in ihren Bilanzen zu wenige Kredite an Unternehmen. Au&szlig;erdem erschwerten zu strenge Regeln die Finanzierung von Investitionen.<br>\nNun sollen die aus der US-Immobilienkrise ber&uuml;chtigten Verbriefungen &ndash; die B&uuml;ndelung, Verpackung und der Verkauf von Krediten unterschiedlicher Qualit&auml;t &ndash; neu belebt werden. Sie sollen es erm&ouml;glichen, Kreditrisiken &uuml;ber L&auml;ndergrenzen hinweg zu verteilen. Das mache die Unternehmensfinanzierung unabh&auml;ngiger von der nationalen Konjunktur, argumentiert die EU-Kommission. Ihr Ziel ist also eine Kapitalmarktunion.<br>\n&Uuml;ber die Verbriefung von Krediten k&ouml;nnten sich Banken zudem fauler Papiere entledigen. Institutionelle Investoren wie Pensionsfonds oder Schattenbanken k&ouml;nnten Verbriefungen kaufen, Liquidit&auml;t erh&ouml;hen und somit den Banken die Kreditvergabe erleichtern, erkl&auml;rt die Kommission. Darum w&uuml;rden insbesondere kleine und mittelst&auml;ndische Unternehmen (KMU) von der Kapitalmarktunion profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-03\/ezb-kapitalmarktunion-eu-kommission-konjunktur\/komplettansicht\">Sahra Wagenknecht und Fabio De Masi in der ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller :<\/strong> Sehr interessant; nebenbei:wo bleiben die anderen Parteien und ihre Fachleute?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Frankreich: More To Macron Than Ideological Ambiguity<\/strong><br>\nWhen asked where he stands on the left-right axis, Emmanuel Macron givesa long answer along these lines: &ldquo;I come from the left, but I don&rsquo;tbelieve the left-right divide is the right one today. Look at how boththe left and the right are divided, and how primaries have reinforcedradicals from each side. Look at the number of issues on which there isa left-right consensus. I believe in another axis, which matters moretoday: the opposition between progressives and conservatives.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.socialeurope.eu\/2017\/03\/macron-ideological-ambiguity\/\">SocialEurope.eu<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.K.:<\/strong> Wenn man sich den gesamten Artikel durchliest, kommt man wohl nicht umhin, dort den franz&ouml;sischen Agenda-Politiker zu erkennen. Am Ende des Artikels ist eine tabellarische Gegen&uuml;berstellung der drei Kandidaten (Fillon, Macron, Hamon) zu wichtigen politischen Themen. Der Eindruck des Artikels wird damit best&auml;tigt, so finde ich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nahles will nachw&auml;ssern<\/strong><br>\nNiedrigl&ouml;hne, prek&auml;re Jobs, Hartz-IV-Sanktionen und ein Leben auf k&uuml;mmerlichem Sozialhilfeniveau bereits nach kurzer Erwerbslosigkeit: Das hat die &raquo;Agenda 2010&laquo; den Lohnabh&auml;ngigen in Deutschland beschert. Doch nun ist Wahlkampf, und deren Mitinitiatorin SPD will ihren kompletten Abstieg verhindern und hat deshalb angek&uuml;ndigt, die Stellschrauben ein wenig zu lockern. Aber die sozialdemokratische Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles machte am Montag deutlich, dass die geplanten Korrekturen weder am Lohndumping noch an den Repressalien gegen Langzeiterwerbslose r&uuml;tteln sollen. [&hellip;]<br>\nSo plant die SPD vor allem minimale Korrekturen beim Arbeitslosengeld I. Die Versicherungsleistung, f&uuml;r welche monatlich drei Prozent des Bruttolohns f&auml;llig werden &ndash; die H&auml;lfte davon zahlt das Unternehmen &ndash; k&ouml;nnen unter 50j&auml;hrige derzeit lediglich ein Jahr beanspruchen. Wer &auml;lter ist, dessen Anspruch auf ALG I steigt schrittweise auf 24 Monate. Nach dem Willen der SPD sollen Betroffene diesen Zeitraum verl&auml;ngern k&ouml;nnen, indem sie sich qualifizieren, so Nahles. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) soll Betroffenen nach drei Monaten ein solches Angebot unterbreiten. F&uuml;r die Dauer der Ma&szlig;nahme soll es ein &raquo;Arbeitslosengeld Q&laquo; geben. Damit k&ouml;nne jemand die Leistung maximal 48 Monate lang beziehen. Eine solche Umschulungsbeihilfe gab es schon einmal. Sie wurde eingestampft.<br>\nDie Schwelle f&uuml;r den Bezug der Versicherungsleistung will die SPD ebenfalls senken. Bisher f&auml;llt jeder sofort in Hartz IV, der in den vergangenen beiden Jahren nicht mindestens zw&ouml;lf Monate sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt war. K&uuml;nftig sollen zehn Monate innerhalb von drei Jahren ausreichen. Diese Reform soll die BA nach Berechnung des Ministeriums eine Milliarde Euro j&auml;hrlich mehr kosten als bisher. Allerdings verf&uuml;gt sie derzeit &uuml;ber R&uuml;cklagen von mehr als elf Milliarden Euro. Das Geld stammt von den Beitragszahlern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/306648.nahles-will-nachw%C3%A4ssern.html\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie nicht anders zu erwarten versucht die SPD das Publikum mit Taschenspielertricks zu beeindrucken. Die Diskussion um die Verl&auml;ngerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I ist ein Ablenkungsman&ouml;ver. Man kann sich hier nur wiederholen, ob nun jemand erst nach 12, 15 oder mehr Monate den Schikanen und Dem&uuml;tigungen des Hartz-IV Sanktionsregimes anheimf&auml;llt, ist im Prinzip nebens&auml;chlich. In einem erhellenden Kommentar zu den Hartz-IV Gesetzen in der taz stand vor kurzem zu lesen, &bdquo;ALG II ist eine kafkaesk durchb&uuml;rokratisierte Armutsmaschine.&ldquo; Pr&auml;ziser l&auml;sst es sich nicht formulieren. Hartz-IV und die menschenverachtende Sanktionierungspraxis sind ein Kernelement der Agenda 2010. Es geht Schulz und der SPD erkennbar darum jede Diskussion dar&uuml;ber zu vermeiden. Darauf zielt auch die Kritik an den Pl&auml;nen der SPD aus dem Arbeitgeberlager und der CDU. Die Drohkulisse des Hartz-VI-Sanktionsregimes soll unter allen Umst&auml;nden erhalten bleiben. Diese fungiert nicht nur als Repressionsinstrument gegen die unteren Schichten, sondern sie tr&auml;gt die Furcht vor dem sozialen Absturz bis in die Mittelschicht. Gerade wer mit Mitte 50 in die Arbeitslosigkeit rutscht, droht seine gesamte Lebensleistung zu verlieren und wird damit fast zu jeder Konzession f&uuml;r eine neue Arbeitsstelle bereit sein.<\/em><br>\n<em>Zudem verdr&auml;ngt der Vorschlag einer verl&auml;ngerten Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer den Blick auf einen weiteren skandal&ouml;sen Vorgang auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Die Tatsache, dass Arbeitnehmer bereits mit Ende vierzig, unbenommen ihrer beruflichen Qualifikation, faktisch keine Chance auf eine ad&auml;quate neue Stelle haben, z.B. ablesbar am stark gestiegenen Anteil an &auml;lteren Arbeitslosen. Gerade in den exportorientierten Gro&szlig;konzernen gilt das ungeschriebene Gesetz, auch im Bereich der Ingenieure und Naturwissenschaftler, dass niemand der &auml;lter als 45 ist, eingestellt werden darf. Gel&ouml;st wird diese absurde Vorgabe dann durch die teilweise exzessive Auslagerung von Aufgabenbereichen an Dienstleister &ndash; aber das nur am Rande. Dies alles hat dann oft nichts mit mangelnder Qualifikation zu tun, wie die Vorschl&auml;ge der SPD suggerieren, die einen l&auml;ngeren Bezug des Arbeitslosengeldes mit der Verpflichtung zur Qualifikation verkn&uuml;pft. Es &uuml;berrascht nicht, dass die SPD dann in diesem Zusammenhang auch noch das Propagandam&auml;rchen der Arbeitgeberlobby vom Fachkr&auml;ftemangel nachplappert. G&auml;be es diesen d&uuml;rften qualifizierte Fachkr&auml;fte auch jenseits der f&uuml;nfzig keine Probleme haben eine neue Stelle zu finden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Internationaler Handel: Kein Treiber f&uuml;r globales Wirtschaftswachstum<\/strong><br>\nUnter den Standardannahmen der klassischen (und neoklassischen) Handelstheorie sollten die Liberalisierung des Handels und reduzierte Handelskosten nicht nur &bdquo;mehr Handel&ldquo; nach sich ziehen, sondern auch zu h&ouml;heren Wohlstandsgewinnen aufgrund des vermehrten Handels f&uuml;hren. Wobei der zus&auml;tzliche Netto-Output allen am Handel beteiligten L&auml;ndern &ndash; wenn auch nicht in gleichem Ausma&szlig; &ndash; zugute kommen sollte, was am Ende zu h&ouml;herem globalen Output f&uuml;hrt. Die &bdquo;neuen&ldquo; Theorien des internationalen Handels unterst&uuml;tzen in der Regel die Sichtweise, dass &bdquo;mehr Handel&ldquo; auch zur Generierung von &bdquo;mehr Wirtschaftsleistung&ldquo; f&uuml;r alle beteiligten Parteien f&uuml;hren sollte. Allerdings ist es keine Seltenheit, auf kritische Stimmen zu sto&szlig;en, welche die Vorteile f&uuml;r individuelle L&auml;nder durch den Freihandel in Zweifel ziehen (und dabei oft auf die Vorteile von gewissen protektionistischen Ma&szlig;nahmen verweisen, wobei diese Kritiker vor allem bei jenen zu finden sind, die zu Entwicklungsl&auml;ndern forschen (beginnend bei Baghwati, 1958 bis Stiglitz, 2001 oder, mit j&uuml;ngerem Erscheinungsdatum, Thirlwall, Pacheco-Lopez 2008). Interessanterweise brachte selbst Paul Samuelson &ndash; der &bdquo;Papst&ldquo; der neoklassischen Handelstheorie &ndash; ketzerische Zweifel an jener Doktrin zum Ausdruck, die er lange gepredigt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/03\/internationaler-handel-kein-treiber-fuer-globales-wirtschaftswachstum\/\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36763#h08\">Freihandel bremst Wirtschaftswachstum<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>L&ouml;hne in Deutschland: Sind die Gewerkschaften zu Lohndumping-Leugnern geworden?<\/strong><br>\nDeutsches Lohndumping kann man nicht bestreiten und selbst einige konservative Kommentatoren beginnen das zu begreifen. Nun aber drehen die deutschen Gewerkschaften durch, bestreiten, was nicht zu bestreiten ist und setzen ihre europ&auml;ischen Kollegen unter Druck.<br>\nKaum hatte der neue amerikanische Pr&auml;sident seine Vorstellungen vom internationalen Handel und seine Parole von &bdquo;America first&ldquo; in die Welt gesetzt, begann der Neoliberalismus, und insbesondere seine deutsche Variante, die Neoliberalismus mit Merkantilismus verbindet, wild um sich zu schlagen. Kein Argument war und ist einigen Mainstreammedien zu bl&ouml;de, um nicht im Kampf gegen diesen schrecklichen Gegner eingesetzt zu werden (ich bin hier schon auf einige eingegangen).<br>\nBei dieser wilden Pr&uuml;gelei sind aber die Fronten schon jetzt ganz sch&ouml;n verschoben worden. W&auml;hrend auf der rechten Seite immer weniger Unbelehrbare das Unbestreitbare verleugnen, sind nun auf der Linken die Leugner und Bestreiter stark gewachsen. Bei einigen deutschen Gewerkschaftlern scheint regelrecht Panik ausgebrochen zu sein, die darin m&uuml;ndet, dass diejenigen, die schon seit einiger Zeit in den Industriegewerkschaften das Sagen haben, n&auml;mlich die Betriebsratsvorsitzenden der gro&szlig;en deutschen Automobilunternehmen, nun direkt an die &Ouml;ffentlichkeit gehen, um den &bdquo;Freihandel&ldquo; und den deutschen Merkantilismus zu verteidigen und jede deutsche Schuld an der Eurokrise zu leugnen (hier).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/03\/loehne-deutschland-sind-die-gewerkschaften-zu-lohndumping-leugnern-geworden\/\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Leider ist es so wie Heiner Flassbeck schreibt, die Betriebsr&auml;te der gro&szlig;en exportorientierten Unternehmen haben nur noch die eigne Klientel, sprich die bestens bezahlten und abgesicherten Stammbelegschaften, im Fokus. Von gewerkschaftlicher Solidarit&auml;t ist da nicht mehr viel zu sp&uuml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wagenknecht: Mit &raquo;Lobbykraten hat die EU keine Zukunft&laquo;<\/strong><br>\nLinksfraktionschefin fordert vor Gipfeltreffen in Br&uuml;ssel einen demokratischen Neuanfang in Europa (&hellip;)<br>\n&raquo;Wenn die Kanzlerin die soziale Marktwirtschaft in Europa verbreiten will, sollte sie zun&auml;chst in Deutschland anfangen&laquo;, forderte Wagenknecht. Knapp die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung habe laut dem Wirtschaftsforschungsinstitut DIW heute ein geringeres Einkommen als 1999. &raquo;Was ist daran sozial?&laquo; Angesichts unterschiedlicher Traditionen sei es auch falsch, allen EU-L&auml;ndern die gleiche Wirtschaftspolitik aufzwingen zu wollen. Italien etwa habe sich mit der inflation&auml;ren Lira besser entwickelt als mit dem harten Euro. &raquo;Das Signal, alle m&uuml;ssten alles so machen wie Deutschland, provoziert nur Aversionen und Ablehnung&laquo;, so die Politikerin. (&hellip;)<br>\n&raquo;Wir haben zur Regierungserkl&auml;rung der Kanzlerin einen Antrag eingebracht, in dem die deutsche Regierung aufgefordert wird, sich von dem aberwitzigen Zwei-Prozent-Ziel bei den R&uuml;stungsausgaben zu verabschieden und daf&uuml;r auch bei den europ&auml;ischen Partnern zu werben&laquo;, k&uuml;ndigte Wagenknecht an. Ein Nato-Beschluss verlangt, dass die Mitgliedstaaten bis 2024 mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts f&uuml;rs Milit&auml;r ausgeben. Wagenknecht forderte: &raquo;Statt Milliarden f&uuml;r Kriegsger&auml;t zu verschleudern, sollte das Geld lieber in Bildung und eine gute &ouml;ffentliche Infrastruktur investiert werden.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1044241.wagenknecht-mit-lobbykraten-hat-die-eu-keine-zukunft.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Abstimmung &uuml;ber den Antrag der Linken verlief erwartungsgem&auml;&szlig;. Sie war allerdings namentlich. So k&ouml;nnen Sie ja einmal <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/parlament\/plenum\/abstimmung\/abstimmung?id=454\">selbst nachschauen<\/a>, ob sich auch ihr Wahlkreisabgeordneter unter denjenigen befindet, die eher einen Drang zur Auf- statt zur Abr&uuml;stung versp&uuml;ren. Wieso eigentlich Drang? Nun ja, zur gleichen Zeit als die Abstimmung im Deutschen Bundestag lief, warb Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel in Moskau f&uuml;r Abr&uuml;stung, nein er dr&auml;ngte sogar darauf, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/gabriel-moskau-101.html\">wie zu lesen ist<\/a>. Er sorge sich gar um eine neuerliche Aufr&uuml;stungsspirale in Europa. Das Abstimmungsergebnis im Bundestag zeigt, seine Sorge ist berechtigt, wird aber offensichtlich von seiner eigenen Fraktion nicht geteilt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bundesregierung beharrt auf Kindergeldk&uuml;rzung f&uuml;r EU-Ausl&auml;nder<\/strong><br>\nDie Bundesregierung erh&ouml;ht in dem Streit &uuml;ber die geplante K&uuml;rzung des Kindergelds f&uuml;r im Heimatland lebende Kindern von EU-Ausl&auml;ndern den Druck auf die Europ&auml;ische Kommission. In einem gemeinsamen Brief haben Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) und Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) die zust&auml;ndige EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen aufgefordert, die EU-Regeln zu &auml;ndern, um eine Indexierung des Kindergelds, sprich eine Anpassung an die Lebenshaltungskosten im Heimatland des Kindes, zu erm&ouml;glichen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.\/Samstagsausgabe). Das auf den 13. Februar datierte Schreiben liegt der Zeitung vor.<br>\nDie Minister argumentieren in dem Brief, Ziel des Kindergelds sei es, f&uuml;r die Eltern &bdquo;unvermeidbare Sonderbelastungen durch das Aufziehen von Kindern&ldquo; auszugleichen. Entscheidend daf&uuml;r sei das Preisniveau des Lands, in dem die Kinder lebten. Wenn die Regeln f&uuml;r die Freiz&uuml;gigkeit in der EU nicht angepasst w&uuml;rden, sei die Akzeptanz dieses Prinzips gef&auml;hrdet, hei&szlig;t es weiter. Politisch sei eine &Auml;nderung m&ouml;glich. Schlie&szlig;lich h&auml;tten die EU-Staats- und Regierungschefs den Briten im Februar 2016 genau das zugestanden, um den Brexit zu verhindern. Mit dem Votum der Briten f&uuml;r den Austritt aus der EU war diese Zusage allerdings hinf&auml;llig geworden. Die EU-Kommission argumentiert bisher, die Indexierung des Kindergelds f&uuml;hre zu B&uuml;rokratie und stelle eine europarechtswidrige Diskriminierung dar. Au&szlig;erdem werde das Problem &uuml;berbewertet. Die Einsparungen f&uuml;r Deutschland w&auml;ren geringer als 0,1 Prozent der j&auml;hrlichen Kindergeldausgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/f-a-z-exklusiv-bundesregierung-beharrt-auf-kindergeldkuerzung-fuer-eu-auslaender-14908813.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wir erinnern uns &ndash; die M&ouml;glichkeit, das Kindergeld f&uuml;r EU-Ausl&auml;nder zu k&uuml;rzen, wurde vor ziemlich genau einem Jahr geschaffen und uns von den Medien als &bdquo;Briten-Bonus&ldquo; verkauft. Die Geschichte wurde folgenderma&szlig;en erz&auml;hlt: Um den Rechtspopulisten in Gro&szlig;britannien ein Z&uuml;ckerli zu geben und damit die Brexit-Wahrscheinlichkeit zu senken, stimmen wir, also die &bdquo;guten Europ&auml;er&ldquo;, dieser Forderung zu. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31548\">Schon damals wiesen wir von den NachDenkSeiten darauf hin<\/a>, dass dies ein abgekartetes Spiel der Deutschen ist, die exakt diese Forderung gegen klassische Gastarbeiterl&auml;nder wie Polen auf dem R&uuml;cken der Brexit-Debatte durchdr&uuml;cken wollten. Und siehe da: Ein Jahr sp&auml;ter ist Gro&szlig;britannien in den Brexit-Verhandlungen und &bdquo;ausgerechnet&ldquo; Deutschland k&auml;mpft f&uuml;r die Kindergeldk&uuml;rzung. Aber wir glauben ja immer noch, dass wir die &bdquo;Guten&ldquo; sind und wundern uns dann immer, wenn die Solidarit&auml;t der Europ&auml;er mit uns ihre Grenzen hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das Letzte: An Oscar for a Propaganda Flick<\/strong><br>\nLast Sunday night, &ldquo;The White Helmets,&rdquo; directed by Orlando von Einsiedel and Joanna Natasegara, took home an Academy Award for best documentary short. But this was not a conventional documentary film. The footage was provided by a terrorist-affiliated NGO based in Turkey, operating in Syria, and which is primarily funded by the U.S. State Department, the British Foreign Office, the Netherlands, and other NATO members and Gulf states to the tune of over $150 million and whose chief remit is producing U.S.-led &ldquo;coalition&rdquo; propaganda images for mass media consumption. (&hellip;) In an article in Counterpunch in April 2015, Rick Sterling summarized the White Helmet roll-out and basic agenda: &ldquo;In reality the White Helmets is a project created by the UK and USA. Training of civilians in Turkey has been overseen by former British military officer and current contractor, James Le Mesurier. Promotion of the program is done by &lsquo;The Syria Campaign&rdquo; supported by the foundation of billionaire Ayman Asfari. The White Helmets is clearly a public relations project which has received glowing publicity from HuffPo to Nicholas Kristof at the NYT. (&hellip;) Any researcher working on a White Helmets documentary would have had access to all of this information, through a simple key word search.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2017\/03\/03\/an-oscar-for-a-propaganda-flick\/\">Consortiumnews.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Carsten Weikamp:<\/strong> Ein sehr interessanter Beitrag, leider in Englisch, &uuml;ber &bdquo;The White Helmets&ldquo;, den Film, der in diesem Jahr den Oscar f&uuml;r den besten Dokumentar-Kurzfilm erhalten hat. &bdquo;Normalerweise, meint man, dass Dokumentarfilme der Wahrheit mehr Kraft verleihen wollen, hier aber ist es genau umgekehrt&ldquo;, schreibt der Autor Patrick Hennigsen. Er legt zum einen mit erschreckender Klarheit dar, dass &bdquo;White Helmets&ldquo; eine NGO ist, die einzig zum Zwecke der Produktion von Bild- und Filmmaterial f&uuml;r die Massenmedien gegr&uuml;ndet wurde im Sinne des westlichen Narrativs &uuml;ber den Krieg in Syrien. Der Beitrag beleuchtet aber auch die Rolle, die Hollywood, Netflix und insbesondere die Produzenten des &bdquo;Dokumentarfilms&ldquo; dabei spielen. Letzteren geht es nach eigenen Aussagen keineswegs um historisch saubere Dokumentation, sondern darum, politisch Einfluss zu nehmen. Netflix als Streaming-Anbieter des Films und dem Komitee der Academy Awards, das den Filmemachern den Oscar zugesprochen hat, kann im Angesicht der erdr&uuml;ckenden Sachlage wohl kaum Unwissenheit zugebilligt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37355\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-37355","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37355","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37355"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37355\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37358,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37355\/revisions\/37358"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37355"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37355"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37355"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}