{"id":37387,"date":"2017-03-14T08:37:48","date_gmt":"2017-03-14T07:37:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387"},"modified":"2017-03-14T08:37:48","modified_gmt":"2017-03-14T07:37:48","slug":"hinweise-des-tages-2833","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387#h01\">Der Ausverkauf der Autobahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387#h02\">T&uuml;rkei will diplomatische Beziehungen zu den Niederlanden aussetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387#h03\">Solider Erdogan &ndash; Ankara kann sich auf Berlin verlassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387#h04\">Halbhoch die internationale Solidarit&auml;t!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387#h05\">Merkel besucht Trump &ndash; Es ist der Handel, Dummkopf!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387#h06\">Italien wird zur Steueroase f&uuml;r Superreiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387#h07\">Wenn Zentralbanken die zentralen Schattenbanken werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387#h08\">Die Mittelschicht wird zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387#h09\">MEMORANDUM-Kurzfassung 2017 verschickt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387#h10\">Bundesregierung will Kindergeld f&uuml;r 15 EU-Staaten k&uuml;rzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387#h11\">Wir haben nicht genug Facharbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387#h12\">Das Versagen der Wohnungspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387#h13\">Wikipedia-Manipulation &ndash; Stille Helfer der AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387#h14\">Die den Sturm ernten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37387#h15\">Das Letzte &ndash; To-Do-Liste gegen Populismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Ausverkauf der Autobahn<\/strong><br>\nAm 31. M&auml;rz dieses Jahres kommt es zum Schwur: Dann stimmt der Bundestag &uuml;ber mehrere Grundgesetz&auml;nderungen ab, die allen anderslautenden Bekundungen zum Trotz Privatisierungen beim Bau und Betrieb von Autobahnabschnitten und Schulgeb&auml;uden erm&ouml;glichen. Die Regierung lie&szlig; den Abgeordneten nur wenig Zeit zur gr&uuml;ndlichen Pr&uuml;fung und Diskussion: Ihnen liegen der Entwurf zur Grundgesetz&auml;nderung und das Begleitgesetz erst seit knapp drei Monaten vor. Offenbar ahnen die betroffenen Ministerien &ndash; Verkehr, Finanzen und Wirtschaft &ndash;, dass das umstrittene Vorhaben nur noch unter der Gro&szlig;en Koalition verabschiedet werden kann.<br>\nSicher ist, dass keiner mit diesem unpopul&auml;ren Thema in den Wahlkampf ziehen will. Denn in den letzten Jahren hat sich die Einstellung der Bev&ouml;lkerung zu Privatisierungen grundlegend ge&auml;ndert: W&auml;hrend in den 1990er Jahren noch eine Mehrheit dem Verkauf der &ouml;ffentlichen Infrastruktur in der Hoffnung zustimmte, alles w&uuml;rde effizienter, glaubt das heute kaum noch jemand. Laut Forsa-Umfragen im Auftrag des Deutschen Beamtenbundes sprechen sich inzwischen 70 bis 80 Prozent der Befragten gegen Privatisierungen im Bereich der Daseinsvorsorge aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2017\/maerz\/der-ausverkauf-der-autobahn\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wenn die SPD den Grundgesetz&auml;nderung zustimmen, sind damit auch alle Versprechungen des SPD-Kanzlerkandidaten, er wolle eine andere Politik, konterkariert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>T&uuml;rkei will diplomatische Beziehungen zu den Niederlanden aussetzen<\/strong><br>\nBotschafter der Niederlande darf nicht mehr in die T&uuml;rkei reisen. Merkel weist Nazi-Vergleich t&uuml;rkischer Politiker zur&uuml;ck. Die T&uuml;rkei setzt im Streit mit den Niederlanden &uuml;ber Wahlkampfauftritte von Politikern immer st&auml;rker auf Konfrontation. Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan k&uuml;ndigte am Montag an, den Fall vor den Europ&auml;ischen Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte zu bringen. Die Regierung will zudem die diplomatischen Beziehungen auf h&ouml;chster Ebene aussetzen und den niederl&auml;ndischen Botschafter nicht mehr einreisen lassen. Ministerpr&auml;sident Mark Rutte sagte, solange sein Land bedroht werde, gebe es mit der t&uuml;rkischen Regierung keine Verhandlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000054088209\/Tuerkischer-Europaminister-fuer-Revision-des-Fluechtlingsabkommens\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es ist Wahlkampf und Ruttes marktliberale VVD liegt in den Umfragen Kopf an Kopf mit der christdemokratischen CDA und der rechten PVV. Offenbar versucht Rutte nun den W&auml;hlern der rechten Konkurrenz durch &Uuml;bernahme der Slogans von Gert Wilders W&auml;hler abzujagen. Solche Man&ouml;ver sind in der Vergangenheit immer nach hinten losgegangen, da die W&auml;hler im Zweifel stets das Original und nicht die Kopie w&auml;hlen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Solider Erdogan &ndash; Ankara kann sich auf Berlin verlassen<\/strong><br>\nDer t&uuml;rkische Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan ist ein Massenm&ouml;rder und Terrorpate &ndash; und wird von Angela Merkel unterst&uuml;tzt. Die Mainstreammedien beschweigen das. Sie befassen sich gern mit seiner Rhetorik, reden aber ungern von den Massakern, die seine &raquo;Sicherheitskr&auml;fte&laquo; im Osten der T&uuml;rkei unter der kurdischen Bev&ouml;lkerung anrichten. Von den gemeinsam gef&uuml;hrten Kriegen in Syrien und im Nordirak ganz zu schweigen. (&hellip;)<br>\nDas methodische Ausblenden von Kriegsursachen ist Voraussetzung f&uuml;r mediale Erzeugung von Wahn, etwa der Behauptung, die blutige Merkel sei durch den blutigen Erdogan wegen des Fl&uuml;chtlingsabkommens erpressbar. Daf&uuml;r ist das gemeinsame Interesse an der Zertr&uuml;mmerung von unbotm&auml;&szlig;igen Staaten, an der NATO-Mitgliedschaft der T&uuml;rkei &uuml;berhaupt, denn doch zu stark und zu stabil. Freundschaftsbekundungen Ankaras gegen&uuml;ber Moskau &auml;ndern daran nichts.<br>\nDarauf kann Erdogan bauen und darf sich relativ sicher f&uuml;hlen. Das bedeutet: F&uuml;r die rhetorische Eskalation &uuml;ber den l&auml;ppischen Nazivorwurf hinaus ist noch einiges drin. Da das Ja f&uuml;r das Referendum, das ihn zum Beherrscher aller staatlichen Gewalten in der T&uuml;rkei machen soll, offenkundig gef&auml;hrdet ist, wird er noch einiges drauflegen. Sein Auftritt in der Bundesrepublik d&uuml;rfte l&auml;ngst verabredet sein. Ob er stattfindet oder nicht, ob er gewinnt oder nicht, am gemeinsamen Krieg wird sich nichts &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/307032.solider-erdogan.html\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Halbhoch die internationale Solidarit&auml;t!<\/strong><br>\nSPD-Chef Sigmar Gabriel inszeniert sich als Unterst&uuml;tzer von in der T&uuml;rkei inhaftierten Oppositionspolitikern (&hellip;)<br>\nAm Montag hat sich Gabriel einen letzten gro&szlig;en Auftritt in der Parteizentrale gesichert. Er h&auml;lt eine Rede beim Kongress der Progressiven Allianz. Die Gr&uuml;ndung dieses weltweiten B&uuml;ndnisses sozialdemokratischer Parteien hatte Gabriel im Mai 2013 ma&szlig;geblich vorangetrieben. Die Allianz ist ein Gegenprojekt zur Sozialistischen Internationale (SI), von der in den vergangenen Jahren ohnehin kaum noch jemand Notiz genommen hatte. Sie war erst wieder in die Schlagzeilen geraten, als sie die Parteien der autorit&auml;r in Tunesien und &Auml;gypten herrschenden Pr&auml;sidenten Zine el-Abidine Ben Ali und Husni Mubarak erst dann ausgeschlossen hatte, als diese in ihren L&auml;ndern w&auml;hrend des sogenannten Arabischen Fr&uuml;hlings im Jahr 2011 abgesetzt worden waren. Gabriel hatte damals beklagt, dass die SI &raquo;keine Stimme der Freiheit mehr in der Welt&laquo; sei. Deswegen hielt er eine Neugr&uuml;ndung f&uuml;r notwendig. (&hellip;)<br>\nGabriels Initiative sieht auf den ersten Blick wie ein Akt der internationalen Solidarit&auml;t aus. Der deutsche Au&szlig;enminister will sich auch mit Blick auf den Wahlkampf von t&uuml;rkischen Regierungsvertretern, die in ihrem Land durch ein Pr&auml;sidialsystem die faktisch bereits bestehende Diktatur festigen wollen, vor seinen sozialdemokratischen Freunden aus aller Welt als K&auml;mpfer f&uuml;r Demokratie und Menschenrechte inszenieren.<br>\nDieses Vorhaben steht jedoch im Widerspruch zur Politik, die Gabriel in den vergangenen drei Jahren als Bundeswirtschaftsminister betrieben hat. In dieser Zeit wurde das Regime in Ankara weiter aufger&uuml;stet. Der Sozialdemokrat trug hierf&uuml;r ma&szlig;geblich die Verantwortung. Entgegen seinem Versprechen, &raquo;insbesondere dort, wo R&uuml;stungsg&uuml;ter zur inneren Repression, schlimmstenfalls zur Verfolgung von Bev&ouml;lkerungsgruppen missbraucht werden&laquo;, keine Genehmigungen erteilen zu k&ouml;nnen, lag die T&uuml;rkei im ersten Halbjahr 2016 auf dem achten Platz der unr&uuml;hmlichen Hitliste von Staaten, die aus der Bundesrepublik Kriegsmaterial erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1044557.halbhoch-die-internationale-solidaritaet.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es sind solche Widerspr&uuml;che, die Herrn Gabriel nicht als Mann mit Glaubw&uuml;rdigkeit, sondern als Politiker mit einem &ldquo;Finger im Wind&rdquo; bzw. als wendigen Opportunist erscheinen lassen. Wohl auch deshalb d&uuml;rften nicht wenige Mitglieder der SPD froh sein, dass er demn&auml;chst nicht mehr ihr Parteivorsitzender sein wird und auf die Kanzlerkandidatur verzichtet hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Merkel besucht Trump &ndash; Es ist der Handel, Dummkopf!<\/strong><br>\nAngela Merkel fliegt zu Donald Trump. Erstere ist nach dem Wahlsieg von Letzterem von der internationalen Presse gelegentlich als diejenige ausgemacht worden, die nun die freie Welt verteidigen m&uuml;sse. Dass Angela Merkel mit einer amerikanischen Pr&auml;sidentin Hillary Clinton schneller eine gemeinsame Basis gefunden h&auml;tte, d&uuml;rfte eine wenig gewagte These sein &ndash; so ist es aber nicht gekommen. Zu besprechen haben die beiden, Merkel und Trump, nun ziemlich viel. Wom&ouml;glich geht es um die Reaktion auf die vielen nach Europa kommenden Fl&uuml;chtlinge der Kanzlerin, die Trump &ouml;ffentlich mehrmals als falsch bezeichnet hatte.<br>\nAber gerade auch in wirtschaftlichen Belangen ist das Verh&auml;ltnis zwischen der neuen F&uuml;hrung im Wei&szlig;en Haus und Berlin mutma&szlig;lich eher angespannter als unter dem Vorg&auml;nger Obama. Trump hatte seinen Handelsberater Peter Navarro zun&auml;chst &uuml;ber die britische &bdquo;Financial Times&ldquo; und sp&auml;ter dann &uuml;ber andere Medienkan&auml;le ausrichten lassen, dass Deutschland wirtschaftlich ein &bdquo;Problem&ldquo; sei f&uuml;r das Wei&szlig;e Haus. Dabei behauptete Navarro gar, dass die Bundesrepublik &uuml;ber die EU die anderen europ&auml;ischen L&auml;nder &bdquo;ausbeute&ldquo; und der Euro quasi eine &bdquo;D-Mark&ldquo; sei. Danach teilte er mit, seine Regierung wolle mit Berlin bilateral dar&uuml;ber sprechen, wie der hohe deutsche Export&uuml;berschuss gegen&uuml;ber den Vereinigten Staaten verringert werden k&ouml;nne.<br>\nDas ist nicht nur eine schwierige Bitte im Hinblick darauf, dass nach allgemeinem wirtschaftlichen Verst&auml;ndnis weder ein Export&uuml;berschuss noch ein Handelsdefizit generell ein Problem darstellen. Es gibt zudem in Berlin nicht einfach einen &bdquo;Knopf&ldquo;, auf den die deutsche Kanzlerin dr&uuml;cken m&uuml;sste und schon verschw&auml;nde der &Uuml;berschuss. Das hat das Bundeswirtschaftsministerium als Antwort an Navarro mitgeteilt und zuvor bereits Ludger Schuknecht, der Chefvolkswirt im Finanzministerium von Wolfgang Sch&auml;uble, in einem Beitrag f&uuml;r die Frankfurter Allgemeine Zeitung klargemacht.<br>\nVor allem aber ist der amerikanische Wunsch auch als Provokation deutbar insofern, als die Mitgliedsl&auml;nder der EU schon vor Jahren Handelsfragen nach Br&uuml;ssel delegiert haben. Handelsabkommen macht die EU-Kommission mit anderen L&auml;ndern aus, zuletzt brachte sie das Ceta-Abkommen mit Kanada auf den Weg. Das mit Trumps Vorg&auml;nger Obama verhandelte TTIP-Abkommen liegt auf Eis, weil Trump es nicht will und viele Menschen in Europa im Grunde auch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/merkel-besucht-trump-es-ist-der-handel-dummkopf-14922392.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &rdquo; &hellip; die Mitgliedsl&auml;nder der EU [haben] schon vor Jahren Handelsfragen nach Br&uuml;ssel delegiert [..]. Handelsabkommen macht die EU-Kommission mit anderen L&auml;ndern aus, zuletzt brachte sie das Ceta-Abkommen mit Kanada auf den Weg&rdquo; &ndash; das ist zum Einen sachlich nicht ganz richtig, weil Ceta und TTIP inzwischen als gemischte Abkommen definiert wurden, bei denen die Nationalstaaten ein Mitentscheidungsrecht haben, und zum Anderen und vor allem in diesem Zusammenhang irrelevant, denn es geht nicht um ein Handelsabkommen, sondern um das krasse Mi&szlig;verh&auml;ltnis zwischen Export und Import sowohl in Deutschland als auch in den USA. Aber was m&uuml;ssen wir zu dem wirklich relevanten Thema lesen: &ldquo;nach allgemeinem wirtschaftlichen Verst&auml;ndnis [stellen] weder ein Export&uuml;berschuss noch ein Handelsdefizit generell ein Problem dar&rdquo;. Reiner Bullshit. Ein gelegentlicher &Uuml;berschu&szlig; oder ein Defizit von 1 oder 2 Prozent des BSP, der sich mittelfristig ausgleicht, ist kein Problem, aber ein au&szlig;ergew&ouml;hnlich hohes Defizit &uuml;ber viele Jahre (wie in den USA) oder ein langj&auml;hriger extrem hoher &Uuml;berschu&szlig; wie der Deutschlands ist &ldquo;nach allgemeinem wirtschaftlichen Verst&auml;ndnis&rdquo; ein Riesenproblem. Und interessanterweise hat die FAZ die hohen Au&szlig;enhandelsdefizite der USA &ndash; zu Recht &ndash; schon vor vielen Jahren kritisch thematisiert (<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/konjunktur-amerikanisches-aussenhandelsdefizit-gestiegen-191765.html\">hier 2003<\/a>) und nat&uuml;rlich auch den anderen Euro-L&auml;ndern ihre Au&szlig;enhandelsdefizite als Zeichen mangelnder Wettbewerbsf&auml;higkeit vorgeworfen (<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/kommentar-nicolas-sarkozys-letzte-chance-11511447.html\">franz&ouml;sisches &ldquo;Au&szlig;enhandelsdefizit von 75 Milliarden Euro&rdquo;<\/a> , <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland-hilfen-oekonomen-sehen-verstoss-gegen-maastricht-vertrag-1970452.html\">&ldquo;Griechenland hat [&hellip;] vor allem [ein Problem] mit dem Au&szlig;enhandelsdefizit, das riesige Dimensionen hat&rdquo;<\/a>, <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/fazit\/2012\/12\/03\/das-spanische-paradox-warum-steigen-die-exporte-obgleich-die-wirtschaft-angeblich-nicht-wettbewerbsfaehig-ist-663\/\">Spanien<\/a>).  Merkw&uuml;rdig, wenn Au&szlig;enhandelsdefizite &ldquo;nach allgemeinem wirtschaftlichen Verst&auml;ndnis [&hellip;] kein Problem darstellen&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Italien wird zur Steueroase f&uuml;r Superreiche<\/strong><br>\nAls die &ldquo;Fabbrica Italiana Automobili Torino&rdquo; beschloss, den Sitz ihrer Holdinggesellschaften von Italien in die Niederlande zu verlegen, war das f&uuml;r viele Italiener ein Schock: Fiat sagt &ldquo;Ciao&rdquo; und verl&auml;sst Italien! L&auml;sst sich in Holland nieder, mit einem Zweitsitz in Gro&szlig;britannien &ndash; um Steuern zu sparen! [&hellip;]<br>\n&ldquo;Paperoni&rdquo; werden in Italiens Medien die Superreichen gern genannt, nach dem steinreichen Onkel Dagobert in den Donald-Duck-Heftchen, der dort &ldquo;Paperone&rdquo;, &uuml;bersetzt etwa: der gro&szlig;e G&auml;nserich, hei&szlig;t. F&uuml;r diese gro&szlig;en G&auml;nseriche brechen jetzt steuerlich sommerliche Zeiten an. Sofern sie Ausl&auml;nder sind und in Italien nicht arbeiten, sondern Geld ausgeben und genie&szlig;en wollen.<br>\nEin Beispiel: Wer 40 Millionen Euro in Aktien investiert hat, w&uuml;rde bei einer Rendite von vier Prozent im Jahr etwa 1,6 Millionen Euro brutto einnehmen und davon &ndash; als normaler italienischer Steuerzahler &ndash; dem Finanzamt ein bisschen mehr als 400.000 Euro &uuml;berlassen m&uuml;ssen. Der &Auml;rmste.<br>\nDer Million&auml;r aus dem Ausland zahlt dagegen nur 100.000 Euro und basta. Wenn er statt 40 Millionen 400 Millionen auf dem Sparbuch h&auml;tte, w&uuml;rde er auch nur 100.000 Euro Steuern zahlen. Und wenn er ein Viel-Milliarden-Paperone aus dem Morgenland w&auml;re auch.<br>\nH&auml;tte der gro&szlig;e reiche G&auml;nserich eine G&auml;nsefamilie mit wom&ouml;glich ebenso gut gef&uuml;llten Investment-Taschen, m&uuml;sste er dem italienischen Staat pro Kopf noch einmal 25.000 Euro &uuml;berlassen. Daf&uuml;r d&uuml;rfen auch die soviel verdienen, wie sie wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/italien-wird-zur-steueroase-fuer-superreiche-a-1138466.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Steuervermeidung und Steuerhinterziehung f&uuml;gen allen Volkswirtschaften der EU immensen Schaden zu. Sch&auml;tzungen zufolge verliert Deutschland j&auml;hrlich rund 100 Milliarden Euro an Steuereinnahmen durch Steuerhinterziehung. All dies ist politisch gewollt oder wird mindestens politisch geduldet, wie obiger Bericht belegt, wie die skandal&ouml;se Privilegierung millionenschwerer Firmenerben in Deutschland belegt. Mit den Niederlanden und Luxemburg sind zwei der gr&ouml;&szlig;ten Steueroasen Mitglieder der EU. Mit Jean-Claude Juncker als Kommissionspr&auml;sident steht der Architekt des Luxemburger Steuerparadieses an der Spitze der EU. Nur nebenbei sei erw&auml;hnt, dass mit Martin Schulz, derjenige Kanzlerkandidat der SPD ist, der als Pr&auml;sident des EU-Parlaments durch die Blockade des parlamentarischen Untersuchungs-Ausschusses, seinen Busenfreund Juncker vor unangenehmen Befragungen &uuml;ber der Entwicklung Luxemburgs zum Steuerparadies, bewahrt hat. Letztendlich sind alle Bekenntnisse der Politik gegen den grassierenden Steuerbetrug vorgehen zu wollen hohle Wahlkampfphrasen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wenn Zentralbanken die zentralen Schattenbanken werden<\/strong><br>\nDie Finanzkrise von 2007-2009 demonstrierte anschaulich die Gefahren des neuen marktbasierten Bankensystems. Anf&auml;llig f&uuml;r eine &Uuml;berexpansion durch Kredite im Aufschwung und inh&auml;rent fragil im Abschwung. (&hellip;)<br>\n&Uuml;ber verschiedene Kan&auml;le (unter welchen zum Beispiel market accounting und der Repo-Markt z&auml;hlen) ist die Kreditsch&ouml;pfung der Banken inzwischen direkt von Liquidit&auml;t der Kapitalm&auml;rkte abh&auml;ngig und zunehmend der Kontrolle der Zentralbanken entzogen. Wirkte Zentralbankgeld fr&uuml;her zumindest noch teilweise disziplinierend auf Banken, so haben sich diese gr&ouml;&szlig;tenteils &uuml;ber den Mechanismus des Repos (d.h. der kurzfristigen, durch Aktiva besicherten Kreditaufnahme bei anderen Finanzmarktakteuren) von der Kontrolle der Zentralbanken befreit. Im Wesentlichen basiert das neue System auf der Liquidit&auml;t von Schulden in den Sekund&auml;rm&auml;rkten, die dort nicht nur gehandelt, sondern auch zur kurzfristigen Kreditaufnahme &uuml;ber Repos verwendet werden. Damit ist die M&ouml;glichkeit gemeint, m&ouml;glichst einfach Verm&ouml;genswerte in Geld oder andere Aktiva umzutauschen (sprich die Verschiebbarkeit der Verm&ouml;genswerte). Solche Sekund&auml;rmarkt-Liquidit&auml;t der Schulden wird durch Broker-Dealer erzeugt, die f&uuml;r ebendiese Schuldtitel sowohl Preise f&uuml;r deren Kauf als auch Verkauf bereitstellen und diese notfalls auch selber kaufen beziehungsweise verkaufen. Broker-Dealer spielen damit eine wesentliche Rolle f&uuml;r das Funktionieren des Systems, welche ohne die Nutzung des Repo-Marktes unm&ouml;glich w&auml;re. Broker-Dealer greifen auf diesen Markt, auf dem Verm&ouml;genswerte als Kollateral zirkulieren, zur&uuml;ck, um entweder den Kauf von Schuldtiteln &uuml;ber Repos kurzfristig zu finanzieren, oder aber kurzfristig Schuldtitel zu erwerben, die man dann verkaufen kann.<br>\nAls dieses private System der Liquidit&auml;tserzeugung mit dem Zusammenbruch des Broker-Dealers Lehman Brothers im Jahr 2008 schwer belastet wurde, sprangen die Zentralbanken in die Bresche, um die Liquidit&auml;t des Marktes zu decken und die Funktion des dealers selbst zu &uuml;bernehmen, wodurch sie zum &bdquo;dealer of last resort&ldquo; selbst wurden. Seitdem wurden zahlreiche Reformen umgesetzt, um die Systemstabilit&auml;t zu erh&ouml;hen und eine Wiederholung dieser Ereignisse zu verhindern. Insbesondere hat die G20 im Jahr 2010 dem Financial Stability Board (FSB) und dem Baseler Ausschuss den Auftrag erteilt, sich mit den Risiken des Schattenbanksystems auseinanderzusetzen (dazu z&auml;hlen Geldmarktfonds, Investmentfonds und sonstige Finanzinstitute au&szlig;erhalb des regul&auml;ren Bankensystems).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/03\/wenn-zentralbanken-die-zentralen-schattenbanken-werden\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Mittelschicht wird zahlen<\/strong><br>\nEs gibt verschiedene Versionen des bedingungslosen Grundeinkommens (BGE). Den neoliberal inspirierten Modellen geht es darum, den Sozialstaat zu schleifen. Bei den Vorschl&auml;gen von weiter links steht der Plan im Zentrum, Menschen von Hartz-IV-Repressionen zu befreien. Kann man die verschiedenen Ans&auml;tze &uuml;berhaupt vergleichen?<br>\nEs gibt eine Reihe von Vorschl&auml;gen, die in der Tat sehr unterschiedliche Ziele haben. Das BGE von Thomas Straubhaar, dem ehemaligen Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, ist eine negative Einkommenssteuer. Er will ein Grundeinkommen einf&uuml;hren und zugleich alle Sozialversicherungen einschlie&szlig;lich der Krankenversicherung wie auch Mindestlohn und K&uuml;ndigungsschutz abschaffen. Viele Aktivisten haben jedoch ganz andere Vorstellungen, insbesondere in Bezug auf die Sozialversicherungen. Den Vorschl&auml;gen ist gemein, dass alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger grunds&auml;tzlich und unabh&auml;ngig von ihren Bed&uuml;rfnissen einen Anspruch auf staatliche Transferleistungen haben. (&hellip;)<br>\nW&auml;re ein BGE nicht ein probates Mittel gegen die zunehmende Ungleichheit? Es b&ouml;te die Gelegenheit, das Steuersystem so ver&auml;ndern, dass auch die Reichen einen angemessenen Beitrag zahlen.<br>\nEs gab schon viele Vorschl&auml;ge, das Steuersystem radikal zu ver&auml;ndern. Man erinnere sich an die Steuermodelle, die auf einen Bierdeckel passen sollten. Tats&auml;chlich wird das Steuersystem immer komplizierter und in den letzten zwanzig Jahren immer ungerechter. Die Steuers&auml;tze f&uuml;r hohe Einkommen wurden gesenkt, die unteren Einkommen nicht dementsprechend entlastet. Wir schaffen es noch nicht einmal, eine gerechte Erbschaftssteuer einzuf&uuml;hren. Die Hoffnung, dass bei der Einf&uuml;hrung des BGEs das Steuersystem gerechter gestaltet w&uuml;rde, ist mehr als naiv. Drogerie-Unternehmer und BGE-Bef&uuml;rworter G&ouml;tz Werner m&ouml;chte das BGE &uuml;ber eine Konsumsteuer finanzieren; das ist die Steuer, die niedrige Einkommen viel st&auml;rker trifft als hohe. Thomas Straubhaar schl&auml;gt eine proportionale Einkommenssteuer von 50 Prozent vor. Die Verteilungswirkung h&auml;ngt stark von der Ausgestaltung einer dann rein privaten Kranken- und Rentenversicherung ab. Selbst wenn eine so radikale Steuervereinfachung politisch durchsetzbar w&auml;re, lassen sich damit die 1.000 Euro f&uuml;r alle aber nicht finanzieren. In jedem Fall wird die Mittelschicht f&uuml;r das Grundeinkommen zahlen. Da sollte man sich nichts vormachen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/107575_107598.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>\n<p><strong>dazu: Das Grundeinkommen ersetzt den Sozialstaat<\/strong><br>\n1000 Euro pro Monat, f&uuml;r jeden: Thomas Straubhaar ist &uuml;berzeugt vom bedingungslosen Grundeinkommen. Im Interview erz&auml;hlt der &Ouml;konom, warum dieser Betrag den Sozialstaat ersetzen k&ouml;nnte.<br>\nKindergeld, gesetzliche Renten, Arbeitslosen &ndash;und Krankenversicherung &ndash; all das ist dann weg?<br>\nDas Grundeinkommen ersetzt den heutigen Sozialstaat im Prinzip vollst&auml;ndig. Gesetzliche Altersabsicherung, Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung werden abgeschafft. Wer etwas haben m&ouml;chte &uuml;ber das Grundeinkommen hinaus, muss sich selbst privat versichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/geld\/grundeinkommen--warum-oekonom-thomas-straubhaar-ans-grundeinkommen-glaubt-7330376.html\">Stern<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Straubhaar ist wenigstens ehrlich. Das Interview liefert tiefe Einblicke in das Denken eines Neoliberalen, das bedingungslosen Grundeinkommens soll das Vehikel zur v&ouml;lligen Abschaffung des Sozialstaates sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>MEMORANDUM-Kurzfassung 2017 verschickt<\/strong><br>\nDie Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik hat in den vergangenen Tagen die Kurzfassung des MEMORANDUM 2017 an ihre Unterst&uuml;tzerinnen und Unterst&uuml;tzer versandt. Wer sich f&uuml;r die MEMORANDUM-Kurzfassung 2017 und die M&ouml;glichkeit der Unterst&uuml;tzung (durch Unterschrift und Spende) interessiert, kann sie am einfachsten <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/wer_wir_sind\/unterstuetzung\/index.html\">&uuml;ber diesen Link<\/a> anfordern (kostenlos)\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bundesregierung will Kindergeld f&uuml;r 15 EU-Staaten k&uuml;rzen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will nach einem Bericht des &ldquo;Handelsblatts&rdquo; das Kindergeld f&uuml;r Kinder in 15 EU-Staaten k&uuml;rzen. Diese gehe aus einer neuen Aufstellung des Bundesfinanzministeriums hervor, meldet die Zeitung am Sonntag. Betroffen seien vor allem Ost- und S&uuml;deuropa. Bislang erhalten im EU-Ausland lebende Kinder, deren Eltern in Deutschland arbeiten, Kindergeld in voller H&ouml;he. Dies wolle die Bundesregierung &auml;ndern, schreibt das Blatt. So solle die staatliche Hilfe f&uuml;r f&uuml;nf Staaten &ndash; Bulgarien, Kroatien, Polen, Rum&auml;nien und Ungarn &ndash; halbiert werden. Zehn weitere EU-L&auml;nder, darunter Griechenland, sollten nur noch 75 Prozent des &uuml;blichen Satzes bekommen.<br>\nDie K&uuml;rzungen sollten Sozialmissbrauch vorbeugen und sicherstellen, dass EU-Ausl&auml;nder beim Kindergeld nicht gegen&uuml;ber in Deutschland lebenden Eltern bevorteilt w&uuml;rden, hei&szlig;t es im &ldquo;Handelsblatt&rdquo;. Deshalb solle das Kindergeld an die Lebenshaltungskosten in den jeweiligen L&auml;ndern angepasst werden. Au&szlig;erdem habe die Bundesregierung die EU-Kommission aufgefordert, rechtliche H&uuml;rden f&uuml;r die Gesetzes&auml;nderung abzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/medienbericht-bundesregierung-will-kindergeld-fuer-15-eu-staaten-kuerzen\/19506666.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu erneut Bundesregierung beharrt auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37272#h10\">Kindergeldk&uuml;rzung f&uuml;r EU-Ausl&auml;nder<\/a> mit der Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wir haben nicht genug Facharbeiter<\/strong><br>\nDas Deutsche Handwerk beklagt einen Mangel an Nachwuchskr&auml;ften. &ldquo;Wir haben nicht genug Facharbeiter, obwohl wir uns sehr bem&uuml;hen um die Facharbeiter&rdquo;, sagte der Pr&auml;sident des Zentralverbandes Deutsches Handwerk, Hans Peter Wollseifer, im DLF. Als Konsequenz forderte er eine bessere Berufsorientierung an Schulen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/deutsches-handwerk-wir-haben-nicht-genug-facharbeiter.694.de.html?dram:article_id=381086\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Wenn Herr Wollseifer den Mangel an Nachwuchskr&auml;ften im Handwerk beklagt, dann mu&szlig; er sich zuerst an die Handwerksbetriebe wenden. Viele Betriebe suchen zwar Auszubildene, haben aber in den zur&uuml;ckliegenden Jahren oftmals nur den vermeintlich leistungsst&auml;rksten Jugendlichen eine Ausbildung angeboten. Zudem ist auch im Handwerk die Zahl der Ausbildungsvertr&auml;ge r&uuml;ckl&auml;ufig. Warum haben im Jahr 2016 wieder 300.000 ausbildungsf&auml;hige Jugendliche keinen Ausbildungsplatz bekommen? <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/-\/QU5\">Siehe DGB<\/a>. Eine Berufsorientierung an den allgemeinbildenen Schulen ist sicher hilfreich. Aber das allein reicht nicht. Denn nicht nur manchen Jugendlichen mangelt es an Ausbildungsreife, sondern manchen Ausbildungsbetrieben ebenso. Darauf sollte Herr Wollseifer sein Augenmerk richten, wie auch auf die Ausbildungsverg&uuml;tung und die Gesellenentlohnung. Wenn dazu noch mehr Eltern der gesuchten Nachwuchskr&auml;fte im Handwerk besch&auml;ftigt w&auml;ren, dann br&auml;uchte Herr Wollsiefer seine mediale Klage nicht so vernehmlich zu erheben.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37361#h01\">Das M&auml;rchen vom Fachkr&auml;ftemangel<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das Versagen der Wohnungspolitik<\/strong><br>\nDeutschland ist ein Volk von Mietern. In kaum einem anderen Land lebt ein so gro&szlig;er Anteil der Bev&ouml;lkerung zur Miete &ndash; mehr als 50 Prozent. Noch vor kurzer Zeit schien die Wohnungsfrage in Deutschland gel&ouml;st. Dank staatlicher Wohnungspolitik und Wohnungsbauf&ouml;rderung geh&ouml;rte es zum Selbstverst&auml;ndnis des Landes, dass man unabh&auml;ngig vom Einkommen in einer bezahlbaren Mietwohnung leben kann.<br>\nDoch das hat sich grundlegend ge&auml;ndert. Heute herrscht besonders in Gro&szlig;st&auml;dten wieder Wohnungsnot. Bezahlbarer Wohnraum ist knapp und umk&auml;mpft, das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis von Mietern und Vermietern ger&auml;t mehr und mehr in Schieflage. Das Problem wird noch dadurch versch&auml;rft, dass gro&szlig;e Investoren aus dem In- und Ausland mit hohen Renditeerwartungen massiv Wohnungsbest&auml;nde aufkaufen. Wohnungen werden zu einer Anlageform wie Aktien. Die derzeit explodierenden Mietpreise entwickeln sich zu einer Bedrohung f&uuml;r den sozialen Frieden im Land.<br>\n&ldquo;Akte D&rdquo; geht der Frage nach, warum das Wohnen in Deutschland eigentlich immer teurer wird. Wann hat sich die Wohnungspolitik grundlegend ver&auml;ndert? Aus welchen Gr&uuml;nden und zu welchem Zweck? Und gibt es sogar Profiteure der zunehmenden Wohnungsnot?<br>\nDazu unternehmen die Autorinnen in ihrer Dokumentation eine historische Spurensuche, beginnend mit dem Wohnungselend im Kaiserreich, &uuml;ber die Gr&uuml;ndung der ersten Wohnungsbaugenossenschaften und den staatlich gef&ouml;rderten Massenwohnungsbau der Weimarer Republik, die staatlichen Ma&szlig;nahmen gegen die Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg in Ost und West, die Entwicklung von Vorst&auml;dten und Innenst&auml;dten in den 60er und 70er Jahren bis hin zu den Deregulierungen und Privatisierungsexzessen der 90er Jahre und den Auswirkungen der liberalisierten Finanzm&auml;rkte seit der Jahrtausendwende.<br>\nDie Dokumentation fragt vor allem nach den entscheidenden Weichenstellungen durch die Politik, den Motiven und Erfolgen von gemeinn&uuml;tzigem und sozialem Wohnungsbau und den Gr&uuml;nden f&uuml;r sein faktisches Verschwinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/akte-d-folge-2-100.html\">Das Erste<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wikipedia-Manipulation &ndash; Stille Helfer der AfD<\/strong><br>\nAfD-Freund &bdquo;Lukati&ldquo; tilgt negative Eintr&auml;ge zur Partei auf Wikipedia &ndash; und ist damit nur ein Extrembeispiel daf&uuml;r, was jeder politisch engagierte Nutzer in der Enzyklop&auml;die tut.<br>\nWenn in der Wikipedia die ehemalige Dresdner Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling von einer &bdquo;Rechtspopulistin&ldquo; zur &bdquo;politischen Aktivistin&ldquo; umbenannt oder im Eintrag von AfD-Politikerin Beatrix von Storch die Bez&uuml;ge ihrer Verwandten zur NS-Vergangenheit getilgt werden, dann war mit einiger Wahrscheinlichkeit &bdquo;Lukati&ldquo; am Werk. In einem ausf&uuml;hrlichen Artikel zeigte der Journalist Marvin Oppong in der FR auf, wie der Wikipedia-Nutzer Eintr&auml;ge zur AfD systematisch von jeglichen Vorw&uuml;rfen des Rechtspopulismus und Rechtsextremismus befreit und damit in Verdacht ger&auml;t, bezahlte Auftragsarbeit f&uuml;r die Partei zu leisten, was nach den Regeln der Online-Enzyklop&auml;die unzul&auml;ssig w&auml;re. Eine nachweisbare Verbindung l&auml;sst sich auf der Basis eines Wikipedia-Pseudonyms freilich nicht herstellen.<br>\nGenau dieser fehlende Nachweis wird Oppong jedoch in der hitzigen Diskussion &uuml;ber seinen Artikel auf Wikipedia vorgeworfen. Auch &bdquo;Lukati&ldquo; selbst meldet sich dabei zu Wort, nachdem er sich zum Zeitpunkt der &uuml;ber Crowdfunding finanzierten Recherche f&uuml;r einige Zeit zur&uuml;ckgezogen hatte: &bdquo;Man kann mir sicher vorwerfen, versucht zu haben (und ich habe das auch weiter vor), Artikel im Umfeld der AfD unseren Regeln entsprechend neutral und ausgewogen zu halten.&ldquo; &bdquo;Neutral und ausgewogen&ldquo; bedeutet f&uuml;r &bdquo;Lukati&ldquo; etwa, im Eintrag des AfD-Politikers Holger Arppe dessen Verh&ouml;hnung des Vaters der ermordeten Studentin in Freiburg ersatzlos zu entfernen. Mit seiner Beharrlichkeit setzt sich der Nutzer in etlichen Editierkriegen oft durch. Dabei geht er &auml;u&szlig;erst geschickt vor, tarnt ideologische &Auml;nderungen mitunter als K&uuml;rzungen oder stilistische Ausbesserungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/wikipedia-manipulation-stille-helfer-der-afd-a-1137859\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em>Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37340\">Willkommen in Absurdistan &ndash; wie die Wikipedia sich selbst zerst&ouml;rt<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nach den Kriterien der Wikipedia ist die Kritik der FR &uuml;brigens relevant, da die FR ja eine &bdquo;reputable&ldquo; Zeitung ist. Passieren wird dennoch nichts. Leider scheint die Sekte &bdquo;Wikipedia&ldquo; sich in all ihren selbstreferentiellen Debatten rund um ihre Richtlinien bereits so weit vom Rest der Welt entfernt zu haben, dass das Paralleluniversum &bdquo;Wikipedia&ldquo; f&uuml;r Normalsterbliche nicht mehr zu fassen ist. Es ist jammerschade mit Anschauen zu m&uuml;ssen, wie ein Haufen von Technokraten eine wirklich gute Idee zugrunde richtet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die den Sturm ernten<\/strong><br>\nEin Diktator im Kampf gegen sein Volk &ndash; und der Westen, der auf die Eskalation nur reagieren kann: Dieses Bild vom Syrienkrieg ist falsch, so Nahost-Experte Michael L&uuml;ders. Die USA und Europa sind Akteure in der Vorgeschichte dieses Krieges.<br>\nWenn &ldquo;der Westen&rdquo; auf den Krieg in Syrien blickt, dann sehr oft mit Blick auf die Wirkungen, die dieser Krieg auf eben diesen Westen hat. Er hat Millionen aus ihrer Heimat vertrieben, die als Fl&uuml;chtlinge auch in Europa und Nordamerika eine sichere Bleibe suchen. Und er hat als Eskalation in der Region auch den islamistischen Terror eskaliert &ndash; der durch Attentate in Br&uuml;ssel oder Paris Gewalt und Verunsicherung in europ&auml;ische St&auml;dte getragen hat. Aus dieser Perspektive &ldquo;importiert&rdquo; sich also ein ferner Konflikt in unsere Gesellschaften. Aber hat nicht auch umgekehrt der Westen eine wesentliche Rolle in der Vorgeschichte des Syrienkriegs gespielt?<br>\nHat er, so lautet die These des neuen Buchs von Michael L&uuml;ders. Die USA und ihre Verb&uuml;ndeten belieferten zu Beginn der Revolte ausgerechnet Dschihadisten mit Waffen, so L&uuml;ders, denn ihr Ziel war schon lange, das Assad-Regime zu st&uuml;rzen. Diese durchaus problematische Zusammenarbeit hat offenbar keine &ldquo;Auswirkungen auf die westliche Rahmenerz&auml;hlung der Ereignisse in Syrien&rdquo;, schreibt L&uuml;ders. [&hellip;]<br>\nMichael L&uuml;ders<br>\n&ldquo;Die den Sturm ernten. Wie der Westen Syrien ins Chaos st&uuml;rzte&rdquo;<br>\nVerlag C.H. Beck<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/kultur\/kulturjournal\/michael-lueders-die-den-sturm-ernten-syrien-westen-100.html\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Lekt&uuml;re des Buches von L&uuml;ders kann man nur w&auml;rmstes empfehlen. L&uuml;ders bring damit das Propagandageb&auml;ude der &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; komplett zum Einsturz und bringt es auf den Punkt: Es k&auml;mpfen nicht &bdquo;gute&ldquo; Rebellen gegen den &bdquo;b&ouml;sen&ldquo; Assad und die &bdquo;b&ouml;sen&ldquo; Russen, sondern der syrische B&uuml;rgerkrieg ist die Folge eines Regime Chance Versuches der USA.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Als die Briten in Bagdad einmarschierten<\/strong><br>\nKriege und Terror ruinieren den Irak, Autobomben explodieren regelm&auml;&szlig;ig, Menschen sterben. Vor 100 Jahren beginnt die Geschichte des modernen Staates &ndash; ebenfalls mit Krieg.<br>\nDer Einmarsch der Briten am 11. M&auml;rz 1917 sollte f&uuml;r Bagdad und den heutigen Irak nicht nur ein Wendepunkt in der Geschichte sein, sondern auch Fakten schaffen, die bis heute im Kampf um das Land eine gewichtige Rolle spielen.<br>\nIhre Herrschaft nutzten die Briten gleichzeitig dazu, um den modernen Staat Irak zu schaffen. Dabei legten sie Grenzen fest, die vor allem den Interessen der Kolonialmacht dienten &ndash; die W&uuml;nsche der Bev&ouml;lkerung aber weitgehend ignorierten. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nutzt die damalige Politik der Kolonialmacht heute f&uuml;r ihre Propaganda gegen die &ldquo;ungl&auml;ubigen Kreuzfahrer&rdquo;. Als die Extremisten im Sommer 2014 im Irak und in Syrien das &ldquo;Kalifat&rdquo; ausriefen, wollten sie nicht nur das einst m&auml;chtige islamische Reich wieder auferstehen lassen, sondern zugleich die Grenzen aufl&ouml;sen, die die Briten zusammen mit Frankreich nach dem Ersten Weltkrieg in der Region gezeichnet hatten.<br>\nDie Briten entdeckten ihr Interesse f&uuml;r das Gebiet des heutigen Irak zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ihnen ging es darum, die Verbindung zwischen Britisch-Indien und Europa zu sichern. Zudem zeichnete sich schon damals ab, dass es in der Region gr&ouml;&szlig;ere &Ouml;lvorr&auml;te geben k&ouml;nnte, die London vor allem f&uuml;r die eigene Flotte nutzen wollte. Als sich die Osmanen nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs am 3. November 1914 offiziell mit dem Deutschen Reich verb&uuml;ndeten, z&ouml;gerten die Briten nicht lange und legten drei Tage sp&auml;ter im s&uuml;dirakischen Fao an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Als-die-Briten-in-Bagdad-einmarschierten-article19739376.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; To-Do-Liste gegen Populismus<\/strong><br>\nRalf F&uuml;cks gilt als intellektueller Vordenker der Gr&uuml;nen. In diesem Sinne sollte man auch sein neues Buch lesen: Es geht darin um die Krise der liberalen Demokratie und den Aufstieg von Demagogen und Populisten. Wie der Kampf um die offene Gesellschaft zu gewinnen ist, schreibt F&uuml;cks in seinem Buch mit dem Titel &ldquo;Freiheit verteidigen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/liberale-demokratie-in-der-krise-to-do-liste-gegen.1310.de.html?dram:article_id=380853\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sabine Adler und Ralf F&uuml;cks Arm in Arm auf dem Weg zur Rettung der Freiheit. Das ist zu viel des Guten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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