{"id":37399,"date":"2017-03-15T08:12:28","date_gmt":"2017-03-15T07:12:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399"},"modified":"2017-03-15T08:47:06","modified_gmt":"2017-03-15T07:47:06","slug":"hinweise-des-tages-2834","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h01\">Analyse: So gef&auml;hrlich ist das neue Hate-Speech-Gesetz f&uuml;r die Meinungsfreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h02\">Linker Heilsbringer im H&auml;rtetest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h03\">Sender ver&ouml;ffentlicht Trumps Steuererkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h04\">Schluss mit der N&ouml;rgelei &uuml;ber die EU!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h05\">&bdquo;Eine Schande f&uuml;r reiches Deutschland&ldquo;: Agenda 2010 bef&ouml;rdert Armut und Nationalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h06\">Ermittlungen gegen Fran&ccedil;ois Fillon eingeleitet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h07\">Warum Manager Obergrenzen beim Gehalt f&uuml;rchten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h08\">Was beim G20-Treffen auf der Agenda steht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h09\">Zypries will weniger Steuern f&uuml;r mittlere Einkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h10\">Panama Papers: Eine lange Liste der Unwilligen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h11\">LuxLeaks-Prozess: Berufungsurteil gegen Whistleblower<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h12\">Wohnkosten: Mehr als Umverteilen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h13\">Obdachlose in Deutschland: Ignoriert, ausgeschlossen, beschimpft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h14\">&bdquo;Das Wichtigste heute ist, die Mutlosigkeit zu stoppen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h15\">Der IPPNW-Body Count im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h16\">Das Anti-CIA-Organizing-Manual<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h17\">Wohin mit den Milliarden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37399#h18\">Zu guter Letzt: Rezeptfreies gegen Fluchtsymptome<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Analyse: So gef&auml;hrlich ist das neue Hate-Speech-Gesetz f&uuml;r die Meinungsfreiheit<\/strong><br>\nHeiko Maas hat heute einen Gesetzenwurf gegen Hate Speech und Fake News vorgestellt. Das geplante Gesetz w&uuml;rde Facebook zum Richter &uuml;ber die Meinungsfreiheit machen und eine ausgefeilte Zensurinfrastruktur etablieren. (&hellip;) W&uuml;rde der Entwurf Gesetz werden, macht man die betroffenen Netzwerke ohne vorhergehende richterliche &Uuml;berpr&uuml;fung zu Ermittler, Richter und Henker &uuml;ber die Meinungsfreiheit. Nutzer k&ouml;nnten sich nur noch im Nachhinein gerichtlich gegen eine L&ouml;schung ihrer Inhalte wehren. Dass sich die Nutzer prinzipiell gegen L&ouml;schentscheidungen wehren k&ouml;nnen ist gut, doch eine zeitliche Verschiebung bis zum Gerichtstermin kann dazu f&uuml;hren, dass ein Inhalt dann nicht mehr relevant ist. Gleichzeitig w&uuml;rde das Gesetz zu einer Ausweitung automatischer und gef&auml;hrlicher Zensurmechanismen f&uuml;hren. Diese k&ouml;nnen die beanstandeten Inhalte auf der kompletten Plattform aufsp&uuml;ren und l&ouml;schen, sowie ein erneutes Hochladen verhindern. Diese Filter existierten schon gegen Kinderpornografie und neuerdings gegen nicht n&auml;her-definierte &bdquo;Terrorpropaganda&ldquo;. Nun werden diese Filter mit dem Gesetzentwurf auf weitere Straftatbest&auml;nde ausgeweitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/analyse-so-gefaehrlich-ist-das-neue-hate-speech-gesetz-fuer-die-meinungsfreiheit\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Linker Heilsbringer im H&auml;rtetest<\/strong><br>\nSPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz setzt vor allem auf ein Thema: die soziale Gerechtigkeit. Doch passt sein Hauptwahlkampfthema von heute zu seinen Aktivit&auml;ten in der Vergangenheit?<br>\nDa staunt so mancher EU-Parlamentarier nicht schlecht: Das sei ein v&ouml;llig neuer Martin Schulz im deutschen Wahlkampf, &ldquo;da haben sie quasi ein neues Produkt eingef&uuml;hrt in der SPD&rdquo;, sp&ouml;ttelt Fabio de Masi von der Linken im Europ&auml;ischen Parlament. Seiner Erfahrung nach hatte Schulz als Pr&auml;sident des EU-Parlaments weniger arbeitnehmerfreundliche T&ouml;ne angeschlagen, zum Beispiel im sogenannten &ldquo;F&uuml;nf Pr&auml;sidentenbericht&rdquo; von 2015 mit dem Titel: &ldquo;Die Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion vollenden&ldquo;.<br>\nAls Mitautor empfiehlt Schulz darin die Einrichtung einer nationalen Stelle pro Mitgliedsstaat, die beobachten soll, ob sich die L&ouml;hne &ldquo;entsprechend der Produktivit&auml;t entwickeln&rdquo;. Die Stellungnahmen dieser Einrichtungen sollten &ldquo;bei Tarifverhandlungen als Richtschnur zugrunde liegen&ldquo;. Europaparlamentarier Fabio De Masi ist entsetzt, dass damit &ldquo;Technokraten im Prinzip die Lohnverhandlungen &uuml;berwachen und Empfehlungen abgeben. Und wenn sich L&auml;nder nicht an diese Empfehlungen oder die Gewerkschaften halten, dass es dann keine Unterst&uuml;tzung im Krisenfall gibt.&rdquo;<br>\nAuf schriftliche Anfrage von report M&uuml;nchen wiegelt die SPD ab, bekr&auml;ftigt den Schulterschluss mit den Gewerkschaften: Der sogenannte F&uuml;nf-Pr&auml;sidenten-Bericht hebe hervor, dass die Tarifautonomie nicht unterh&ouml;hlt werden d&uuml;rfe. SPD-Kanzlerkandidat Schulz jedenfalls sieht sich gen&ouml;tigt, die Gewerkschaften zu beruhigen, sie k&ouml;nnten &ldquo;sich darauf verlassen, dass wir an ihrer Seite stehen&rdquo;, ruft er den Genossen beim politischen Aschermittwoch Anfang Februar dieses Jahres zu. Das mag er als besonders wichtig erachten, denn die Gewerkschaften nahmen ihm damals seine Arbeitsnehmerfreundlichkeit nicht ab.<br>\nBei der Ver&ouml;ffentlichung des Berichts hatten sie entsetzt reagiert und scharf kritisiert, diese Vorschl&auml;ge w&uuml;rden Arbeitnehmerrechte aush&ouml;hlen, die Tarifautonomie untergraben, weil den Tarifparteien die Richtschnur vorgegeben w&uuml;rde. Damit w&uuml;rde, so der DGB &ldquo;faktisch ein Wettlauf nach unten bei den L&ouml;hnen institutionalisiert&rdquo;.<br>\nSchulz doch &bdquo;Genosse der Bosse&ldquo;?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/fernsehen\/das-erste\/sendungen\/report-muenchen\/videos-und-manuskripte\/report-schulz-gerechtigkeit-102.html\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Offenbar glaubt die SPD, sie sei besonders pfiffig im Erz&auml;hlen des M&auml;rchens von des Kaisers neue Kleider. Es kristallisiert sich immer mehr heraus: Schulz ist ein Fake-Kandidat, der dem Publikum vorgaukeln soll, die SPD habe die soziale Gerechtigkeit wieder entdeckt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sender ver&ouml;ffentlicht Trumps Steuererkl&auml;rung<\/strong><br>\nDer TV-Kanal MSNBC hat die Steuerkl&auml;rung des amerikanischen Pr&auml;sidenten aus dem Jahr 2005 ver&ouml;ffentlicht. Demnach zahlte Trump f&uuml;r ein Einkommen von 150 Millionen Dollar rund 38 Millionen Dollar Steuern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/amerika-sender-veroeffentlicht-trumps-steuererklaerung-14925303.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Und da waren sich die meisten Kommentatoren amerikanischer und deutscher Medien doch so sicher, dass Donald Trump <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-in-der-krise-zeit-des-zorns-a-1114986.html\">&bdquo;fast 20 Jahre lang keine Steuern bezahlt&ldquo; haben soll<\/a>. Als Quelle wurde damals die hoch seri&ouml;se New York Times ins Feld gef&uuml;hrt. Fake News von der New York Time? Der Zeitung, die sich selbst zum obersten der Verteidiger der Qualit&auml;tsmedien im Kampf gegen die Fake News erkl&auml;rt hat? Verst&auml;ndlich, dass der zweite Mustermedienkonzern im Bunde, die Washington Post, der NYT beisteht und die Steuerakten nun als &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/news\/the-fix\/wp\/2017\/03\/14\/this-2005-donald-trump-tax-return-is-a-total-nothingburger\/?utm_term=.9403cc38c5e2\">total nothingburger<\/a>&ldquo; bezeichnet. Trump himself w&uuml;rde dies wohl mit einem sonoren &bdquo;Wrong!&ldquo; kontern. Und wie reagieren die deutschen Leitmedien? Die lenken von der Fake-News-Frage ab und sehen &ndash; ohne ein einziges Indiz &ndash; die zweiseitige Steuerakte als Beleg daf&uuml;r, <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article162858915\/Trump-zahlte-alternative-Mindeststeuer-die-er-abschaffen-will.html\">dass Trump abh&auml;ngig von russischen Oligarchen sei<\/a>. Was f&uuml;r ein Kasperletheater!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schluss mit der N&ouml;rgelei &uuml;ber die EU!<\/strong><br>\nJunge Menschen, die f&uuml;r Europa demonstrieren? Die sonntags in 50 St&auml;dten auf die Stra&szlig;e gehen, damit ihr Kontinent offen bleibt? Die Bewegung Pulse of Europe kontrastiert endlich mal die Untergangsges&auml;nge, die beim Thema EU sonst permanent erklingen. Schon klar, um die EU steht es ernst; doch gerade deshalb sollte die Gemeinschaft selbstbewusst werben mit dem, was sie erreicht hat. Gerade was den Wohlstand angeht, den sie ihren B&uuml;rgern f&uuml;r jeden sichtbar beschert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/europaeische-union-schluss-mit-der-noergelei-ueber-die-eu-1.3417488\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Die Gedanken der EU B&uuml;rger sind ja ganz sch&ouml;n durcheinander. Sie k&ouml;nnen den Wohlstand, den sie nicht haben, tats&auml;chlich nicht in den richtigen Zusammenhang mit dem Markt und offenen Grenzen bringen. Da hilft es auch nicht, wenn man die SZ liest.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die Bewegung &bdquo;Pulse of Europe&ldquo;, von der im Artikel die Rede ist, und die seit kurzem jeden Sonntag in vielen St&auml;dten Demonstrationen veranstaltet, erscheint als ein weiteres Symptom f&uuml;r die Sprachlosigkeit zwischen den Lagern. Ich war am vergangenen Sonntag auf der Durchreise zuf&auml;llig selbst Zeuge einer dieser <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Hannover\/Aus-der-Stadt\/Uebersicht\/250-Demonstranten-wollen-Zusammenhalt-in-Europa\">Demonstrationen am Bahnhof von Hannover<\/a>. Einige hundert freundliche und sympathisch wirkende Menschen schwenkten EU-Fahnen und wollten offenkundig &bdquo;Gutes tun&ldquo; angesichts von Trump, Brexit etc. Nur &ndash; welcher AfD-W&auml;hler wird sich durch das freundliche Schwenken von Fahnen und <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/daniel-roeder-von-pulse-of-europe-europa-ist-eine-frage-von.1008.de.html?dram:article_id=378820\">pauschale Absichtserkl&auml;rungen<\/a> argumentativ &uuml;berzeugen lassen? Wo ist der ernsthafte Dialog mit der Gegenseite, wo das Bewusstsein f&uuml;r diejenigen gesellschaftlichen Probleme, welche Trump oder der AfD die W&auml;hler zutreiben? Es scheint &ndash; leider &ndash; alles sehr oberfl&auml;chlich und naiv.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Eine Schande f&uuml;r reiches Deutschland&ldquo;: Agenda 2010 bef&ouml;rdert Armut und Nationalismus<\/strong><br>\nDie L&ouml;hne in Deutschland m&uuml;ssten deutlicher als bisher steigen, meint der &Ouml;konom Heiner Flassbeck. Nur so k&ouml;nne die Ungleichheit hierzulande abgebaut werden. In einem Sputnik-Interview warnte er zugleich vor den Folgen der Agenda-Politik f&uuml;r Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/wirtschaft\/20170313314871787-deutschland-armut-nationalismus\/\">Sputnik News<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ermittlungen gegen Fran&ccedil;ois Fillon eingeleitet: Pariser Politaff&auml;re bringt Fitch-Eigner ins Zwielicht<\/strong><br>\nEr ist reich, diskret und exzellent vernetzt: In der Aff&auml;re um den konservativen franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten Fran&ccedil;ois Fillon spielt der Unternehmer Marc Ladreit de Lacharri&egrave;re eine wichtige Rolle. Wenn Fillon am Mittwoch vor den Untersuchungsrichtern erscheint, die an diesem Dienstag ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet haben, k&ouml;nnte die Sprache auch auf den 76-j&auml;hrigen Milliard&auml;r an seiner Seite kommen. (&hellip;) Tats&auml;chlich ist der Unternehmer, der laut dem Magazin &ldquo;Forbes&rdquo; auf Rang 23 der reichsten Franzosen steht, keiner politischen Richtung zuzuordnen. Er gilt als Vertrauter des fr&uuml;heren konservativen Staatschefs Jacques Chirac, mit dem er die Liebe zur Kunst teilt. Er unterh&auml;lt aber auch enge Beziehungen zu dem sozialistischen Amtsinhaber Fran&ccedil;ois Hollande. Sein Verm&ouml;gen hat &ldquo;MLL&rdquo; vor allem seiner Holding Fimalac zu verdanken, die an der B&ouml;rse mit drei Milliarden Euro bewertet wird. Unter deren Dach sind zahlreiche Beteiligungen versammelt: Unter anderem an der Ratingagentur Fitch, die der Unternehmer 1997 kaufte und an der Fimalac nach dem Verkauf der Mehrheit an US-Verlag Hearst noch 20 Prozent h&auml;lt. Neben Standard &amp; Poor&rsquo;s und Moody&rsquo;s z&auml;hlt Fitch mit Sitz in New York und London zu den drei gro&szlig;en Richtern &uuml;ber die Kreditw&uuml;rdigkeit von Unternehmen und Staaten. Dazu kommen Immobilien, die Mediengruppe Webedia sowie rund hundert Konzert- und Theaters&auml;le in Frankreich. Ladreit de Lacharri&egrave;re stammt aus einer einflussreichen Familie: Nach seiner Geburt im November 1940 wuchs er als Sohn eines Generals in einem Schloss im Departement Ard&egrave;che im S&uuml;dosten Frankreichs auf. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und absolvierte eine Ausbildung an der ENA, der Kaderschmiede f&uuml;r Verwaltungsbeamte. Ein politisches Amt strebte er aber nie an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/koepfe\/marc-ladreit-de-lacharriere-der-milliardaer-hinter-fran-ois-fillon-a-1138739.html\">Manager Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Diese Art von Elitenetzwerken zwischen Politik und Geldadel kommen bei Aff&auml;ren mal kurz ans Tageslicht, werden ansonsten aber medial eher ignoriert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum Manager Obergrenzen beim Gehalt f&uuml;rchten<\/strong><br>\nDie besten Manager gehen dorthin, wo am meisten gezahlt wird, sagen diejenigen, die hohe Spitzengeh&auml;lter verteidigen. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Das Gehalt sei nur einer von vielen Faktoren bei der Besetzung von Vorstandsposten, meint Michael Hartmann. (&hellip;) Es bleibt die Frage, warum es &uuml;berhaupt so eine heftige Diskussion mit so erstaunlich vielen Bef&uuml;rwortern hoher Geh&auml;lter gibt, obwohl es hier nur um eine sehr kleine Gruppe von nicht einmal 200 Personen geht? Die Erkl&auml;rung ist ganz einfach. Sie bilden mit ihren Einkommen die Messlatte f&uuml;r die Geh&auml;lter der anderen hohen F&uuml;hrungskr&auml;fte, eine ungleich gr&ouml;&szlig;ere Personengruppe. Ob es sich um die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von mittelst&auml;ndischen Unternehmen handelt, die Vorst&auml;nde von Sparkassen, die Chefs der gro&szlig;en Krankenkassen oder den Vorsitzenden der Kassen&auml;rztlichen Bundesvereinigung, sie alle haben von dem drastischen Anstieg der DAX-Geh&auml;lter profitiert. Heute verdienen sie mit 250.000 bis knapp 400.000 Euro pro Jahr fast so viel wie die DAX-Vorst&auml;nde Anfang der 1990er Jahre. Damals lag deren Durchschnittseinkommen bei einer halben Million, heute fast sieben Mal so hoch. Das Durchschnittseinkommen der Besch&auml;ftigten insgesamt ist im gleichen Zeitraum dagegen nominal nur um 50 Prozent gestiegen, real sogar um weniger als zehn Prozent. Die DAX-Vorst&auml;nde repr&auml;sentieren in punkto soziale Ungleichheit also die ber&uuml;hmte Spitze des Eisbergs, und der aktuelle Vorsto&szlig; von VW l&auml;sst das Eis nur um ein paar Millimeter abschmelzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/spitzengehaelter-warum-manager-obergrenzen-beim-gehalt.1005.de.html?dram:article_id=381150\">Michael Hartmann im Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Was beim G20-Treffen auf der Agenda steht<\/strong><br>\nEs k&ouml;nnte gut sein, dass bei dem Treffen der G20-Staaten am Freitag und Samstag im Kurort Baden-Baden die Fetzen fliegen. (&hellip;) Dabei hat sich Sch&auml;uble einiges vorgenommen. Reden m&ouml;chte er &uuml;ber ein Lieblingsthema der Deutschen, die Widerstandsf&auml;higkeit gegen Krisen. Hier geht es darum, wie stark eine Volkswirtschaft w&auml;chst und ob sie ihre M&ouml;glichkeiten ausreizt. Oder darum, wie hoch in einem Land Unternehmen und die &ouml;ffentlichen Kassen verschuldet sind und wie stabil die Finanzlage ist. Bei diesen Punkten sieht die Bundesrepublik gut aus und kann ihrerseits andere Staaten mit hohen Defiziten ermahnen, statt sich immer nur f&uuml;r die gewaltigen Ungleichgewichte zwischen Ex- und Importen rechtfertigen zu m&uuml;ssen. Die Minister sollen eine Liste von Prinzipien besprechen, die einzelne Regierungen als Leitschnur f&uuml;r Reformen nehmen k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/baden-baden-was-beim-g20-treffen-auf-der-agenda-steht-a-1206332\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Da versucht der Autor tats&auml;chlich, die Schulden der einen von den &Uuml;bersch&uuml;ssen der anderen gedanklich zu trennen. Und dann versteht er nicht, dass die Ungleichgewichte nicht einfach zwischen Ex- und Importen bestehen, sondern zwischen den Leistungsbilanzen der jeweiligen Volkwirtschaften und deren Finanzierungsalden. Die Widerstandsf&auml;higkeit gegen logische Zusammenh&auml;nge ist ein Grund f&uuml;r die Krise. Also: FR lesen hilft auch nicht weiter.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zypries will weniger Steuern f&uuml;r mittlere Einkommen<\/strong><br>\nDas Wirtschaftsministerium arbeitet laut einem Zeitungsbericht an einem Zehn-Punkte-Plan f&uuml;r mehr soziale Gerechtigkeit. Besonders brisant sind offenbar die Ideen f&uuml;r Steuerreformen. Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hat offenbar einen Plan zur Reform der Wirtschaftspolitik in Deutschland erstellen lassen. In dem 17-seitigen Papier, aus dem das &ldquo;Handelsblatt&rdquo; zitiert, werden Ideen des Ministeriums f&uuml;r ein sogenanntes inklusives Wachstum vorgestellt. Gemeint ist damit ein Wachstum, von dem alle B&uuml;rger gleicherma&szlig;en profitieren &ndash; also das Hauptwahlkampfthema der SPD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/steuern-zypries-erwaegt-entlastungen-fuer-mittlere-einkommen-a-1138616.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die SPD ist eine merkw&uuml;rdige Partei. So &ldquo;sozial gerecht&rdquo; will auch die CDU <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/cdu-schaeuble-fuer-steuersenkungen-in-den-naechsten-jahren\/13621396.html\">die Steuern senken<\/a>, und Sch&auml;uble w&uuml;rde ebenfalls die <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/wirtschaft\/finanzen\/geforderte-abschaffung-der-abgeltungsteuer-sparern-drohen-neue-belastungen-aid-1.6189636\">Abgeltungssteuer abschaffen<\/a>. Die Senkung der Sozialabgaben auf niedrigere L&ouml;hne wird seit vielen Jahren auch schon bei den Gr&uuml;nen <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/gruene-wollen-niedrige-loehne-aufwerten\/584668.html\">diskutiert<\/a>, immer mit der Absicht, durch mehr Niedrigl&ouml;hne &ldquo;mehr Arbeitspl&auml;tze&rdquo; zu schaffen &ndash; so wie hier (&ldquo;Arbeitsanreize zur Aufnahme [&hellip;] einer Erwerbsbesch&auml;ftigung&rdquo;), weil &ldquo;Arbeit in Deutschland zu teuer&rdquo; sei. Ein &ldquo;Kinderfreibetrages in der Rentenversicherung [w&auml;re denkbar]&rdquo;. Mit anderen Worten, Neoliberalismus 3.0, Arbeit mu&szlig; billig bleiben und noch billiger werden. Echte Lohnsteigerungen beim Bruttolohn, dringend notwendig, sind nicht erw&uuml;nscht. Die R&uuml;cknahme der unz&auml;hligen Steuergeschenke an Kapitalgesellschaften und Unternehmenserben wird nicht mal diskutiert. Die SPD leugnet weiter die Realit&auml;t der Exportexzesse durch Lohndumping und bietet keinerlei Alternative zur herrschenden CDU. Warum SPD w&auml;hlen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Panama Papers: Eine lange Liste der Unwilligen<\/strong><br>\nDer Untersuchungsausschuss des Europaparlaments, der sich mit den Enth&uuml;llungen befasst, st&ouml;&szlig;t an Grenzen. Denn viele Zeugen verweigern die Aussage. Ihr k&ouml;nnt mir ja eh nichts. Das scheint sich mancher potenzielle Zeuge gedacht zu haben, als ihn eine Einladung des Untersuchungsausschusses des Europ&auml;ischen Parlamentes zu den sogenannten Panama Papers erreichte. Jene Dokumente also, die von der SZ und anderen internationalen Zeitungen ausgewertet wurden &ndash; und die ein gigantisches System von Geldw&auml;sche und Steuerhinterziehungen offenbarten, das vielfach &uuml;ber eine Kanzlei in Panama abgewickelt wurde. Viele der geladenen Zeugen sagten den Parlamentariern n&auml;mlich einfach ab oder reagierten &uuml;berhaupt nicht. Und genau das ist auch das Dilemma der Abgeordneten des Europaparlaments: Sie scheinen f&uuml;r diese Arbeit nicht das passende Werkzeug zu haben. Denn die Aufkl&auml;rer k&ouml;nnen Zeugen nur freundlich bitten zu kommen, nicht aber verpflichtend vorladen. Das Recht dazu bleibt den nationalen Parlamenten vorbehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/panama-papers-eine-lange-liste-der-unwilligen-1.3416206\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>LuxLeaks-Prozess: Berufungsurteil gegen Whistleblower<\/strong><br>\nAm 15. M&auml;rz 2017 wird in Luxemburg das Urteil im Berufungsprozess gegen die ehemaligen PwC Angstellten und LuxLeaks-Whistleblower Antoine Deltour und Rapha&euml;l Halet sowie den Journalisten Edouard Perrin verk&uuml;ndet. Perrin war erstinstanzlich freigesprochen worden, wogegen die Luxemburger Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt hatte. Deltour und Halet waren zu Geldstrafen sowie Freiheitsstrafen auf Bew&auml;hrung verurteilt worden, was die Verteidigung angefochten hatte.Der stellvertretende Vorsitzende des Panama Papers Untersuchungsausschusses des Europ&auml;ischen Parlaments, Fabio De Masi (DIE LINKE.), kommentiert vor der Urteilsverk&uuml;ndung: &bdquo;Die Whistleblower und der Journalist, die faule Steuerdeals von Luxemburg mit Konzernen &ouml;ffentlich machten, sitzen wieder auf der Anklagebank. Statt Strafverfolgung verdienen sie aber einen Orden. Die Menschen in der EU verlieren jedes Jahr hunderte Milliarden Euro durch Steuertricks der Reichen und Konzerne. Ohne LuxLeaks und andere Ver&ouml;ffentlichungen w&uuml;rde dies weiter hinter verschlossenen T&uuml;ren totgeschwiegen. Deltour, Halet und Perrin gilt unsere Solidarit&auml;t und wir werden sie notfalls bis vor europ&auml;ische Gerichte unterst&uuml;tzen.&ldquo; De Masi, im letztj&auml;hrigen Hauptprozess als Zeuge der Verteidigung aufgerufen, abschlie&szlig;end: &bdquo;Die EU-Kommission ignoriert weiter die Forderung nach einem angemessenen Schutz von Whistleblowern in der EU. Dies ist eine Schande. Hier werden die Ehrlichen bestraft w&auml;hrend die Trickser freies Geleit genie&szlig;en. Rechenschaft ablegen m&uuml;sste zudem Kommissionpr&auml;sident Jean-Claude Juncker, der Luxemburg zu einer der gr&ouml;&szlig;ten Steueroasen der Welt machte und dessen Regierung systematisch Reformen f&uuml;r Steuergerechtigkeit in Br&uuml;ssel untergraben hat.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dielinke-europa.eu\/article\/11126.luxleaks-prozess-berufungsurteil-gegen-whistleblower.html\">Die Linke. im Europaparlament<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wohnkosten: Mehr als Umverteilen<\/strong><br>\nSimon Poelchau &uuml;ber den Anteil der Wohnkosten an den Konsumausgaben und die dadurch entstehende Spaltung der Gesellschaft. Seit Martin Schulz als SPD-Kandidat im Rennen um das Kanzleramt ist, wird wieder viel &uuml;ber die soziale Frage geredet. Doch diese bemisst sich nicht allein daran, wie weit die Agenda 2010 zur&uuml;ck gedreht wird oder wieder etwas von Oben nach Unten zur&uuml;ckverteilt wird. So sind die Wohnkosten der gr&ouml;&szlig;te Ausgabenposten, den die privaten Haushalte hierzulande bewerkstelligen m&uuml;ssen. Im Schnitt 859 Euro &ndash; 36 Prozent ihres Budgets gaben sie 2015 f&uuml;r die eigenen vier W&auml;nde aus, wie das Statistische Bundesamt bekanntgab. Und nicht nur das: Hinter dieser Statistik steckt, wie so oft, wenn es um das liebe Geld geht, eine Klassenfrage: Die &Auml;rmsten m&uuml;ssen fast die H&auml;lfte ihres Budgets f&uuml;rs Wohnen reservieren, die Reichsten kommen mit nicht mal einem Drittel aus. Wer also verhindern will, dass die Gesellschaft sich weiter spaltet, der darf nicht nur umverteilen, der muss auch die Wohnungsfrage stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1044695.mehr-als-umverteilen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin H.K.:<\/strong> Wohnen ist ein Menschenrecht und darf nicht l&auml;nger als Spekulationsobjekt dienen, mit dem die Reichen hierzulande ihr &uuml;berfl&uuml;ssiges Geld vermehren. Um die Menschen aus der Abh&auml;ngigkeit von Investoren und Vermietern zu befreien, bietet sich vielleicht eine Besitzform des Wohnens an, die sich nicht am sozialen Wohnungsbau, sondern am genossenschaftlichen Wohnen orientiert, bei dem der Mieter Mitbesitzer ist und auch Einfluss auf alle wichtigen Fragen hat, die beim Wohnungsbau und bei der Gestaltung des Wohnens auftreten. Auch hat sich das genossenschaftliche Wohnen schon in der Weimarer Republik bew&auml;hrt. Hier k&ouml;nnte man also zwei wichtige Aufgaben einer neuen Sozialpolitik miteinander verbinden, die Umverteilung von oben nach unten durch eine gerechte Besteuerung des gemeinsam erarbeiteten Reichtums und einen st&auml;rkeren Einfluss der Bewohner auf die Kosten und die Gestaltung des Wohnens. Dabei w&auml;re auch eine Novellierung des Genossenschaftsrechts notwendig, das in den siebziger Jahren den Einfluss der Bewohner zu Gunsten der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung eingeschr&auml;nkt hat und dadurch den Kerngedanken des Genossenschaftsrechts schwer beeintr&auml;chtigt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Obdachlose in Deutschland: Ignoriert, ausgeschlossen, beschimpft<\/strong><br>\nNicht die K&auml;lte oder der Hunger z&auml;hlen f&uuml;r viele Obdachlose zu den h&auml;rtesten Erfahrungen auf der Stra&szlig;e, sondern das Gef&uuml;hl, nicht dazuzugeh&ouml;ren. Passanten gehen achtlos an ihnen vorbei, oft werden sie beschimpft oder verpr&uuml;gelt. Der Weg zur&uuml;ck in ein geregeltes Leben gelingt den wenigsten. (&hellip;) Schlimmer als die Gleichg&uuml;ltigkeit ist die wachsende Gewalt. Viele Obdachlose werden bel&auml;stigt, verpr&uuml;gelt, oder sogar angez&uuml;ndet. Die Zahlen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe sprechen eine deutliche Sprache: &Uuml;ber 500 obdachlose Frauen und M&auml;nner sind seit 1989 ums Leben gekommen oder durch Gewalt auf der Stra&szlig;e gestorben. &ldquo;Das sind nat&uuml;rlich Taten, die sehr selten aufgedeckt werden. &Uuml;bergriffe auf Obdachlose werden halt auch strafrechtlich selten verfolgt. Viele nehmen es dann auch irgendwie so hin.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/obdachlose-in-deutschland-ignoriert-ausgeschlossen.1773.de.html?dram:article_id=381154\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Gelder f&uuml;r Bankenrettungen, f&uuml;r milit&auml;rische Aufr&uuml;stung und Eins&auml;tze weltweit ist da, aber f&uuml;r sozial Benachteiligte, da ist das Ehrenamt zust&auml;ndig!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Das Wichtigste heute ist, die Mutlosigkeit zu stoppen&ldquo;<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit dem Kulturminister Kubas erinnert uns daran dass wir in einer Welt, in der einige uns weismachen, dass das revolution&auml;re Denken ins Museum geh&ouml;re &bdquo;die Schlacht um das Bewusstein und um die Ideen gewinnen m&uuml;ssen&ldquo;. (&hellip;) &bdquo;Wir sehen jetzt, dass viele vom Pendel sprechen. Eine der d&uuml;stersten Dinge w&auml;re es zu akzeptieren, dass es ein Pendel g&auml;be, das nach links ausgeschlagen habe und das jetzt ein Pendel k&auml;me, das rechts schl&auml;gt. Das ist verr&uuml;ckt, denn die Geschichte bewegt sich nicht in Pendelbewegungen. Die Geschichte machen die M&auml;nner, die Frauen, die V&ouml;lker und ich denke, dass es heute am wichtigsten ist, die Demoralisierung, die Mutlosigkeit aufzuhalten, die es innerhalb der progressiven Kr&auml;fte gibt, die Idee zu stoppen, dass es jetzt zu einem Fatalismus kommen werde, dass anstelle der Ideen von Bolivar, Mart&iacute;, Fidel und Ch&aacute;vez, der kubanischen und lateinamerikanischen Revolution uns weitere zehn Jahre Neoliberalismus bevorstehen w&uuml;rden. Alles was geschieht, h&auml;ngt unweigerlich von unserer F&auml;higkeit ab, effektiv, tiefgehend und ernsthaft miteinander in Verbindung zu treten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.granma.cu\/cultura\/2017-03-10\/das-wichtigste-heute-ist-die-mutlosigkeit-zu-stoppen\">Granma<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der IPPNW-Body Count im Bundestag<\/strong><br>\nAm 26. Januar 2016 befasste sich der Bundestag in einer Plenardebatte mit der Gro&szlig;en Anfrage an die Bundesregierung zu den &bdquo;Erfahrungen aus 14 Jahren Krieg gegen den Terror &ndash; eine Bilanz in Irak, Afghanistan, Pakistan&ldquo;. Die Anfrage wurde durch die Fraktion der &bdquo;Linken&ldquo; eingebracht. Den Ansto&szlig; dazu gab die 2015 international publizierte <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Frieden\/BodyCount_internationale_Auflage_deutsch_2015.pdf\">IPPNW-Metaanalyse: &bdquo;Body Count &ndash; Opferzahlen nach zehn Jahren &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo;<\/a>. (&hellip;) Trotz weitaus l&auml;ngerer Redezeit konnten die Beitr&auml;ge aus der Regierungskoalition nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass der Frage nach den Opferzahlen durch westliche Kriegseins&auml;tze keine Bedeutung beigemessen wird &ndash; und zwar deshalb, weil die Bundesregierung in keiner Weise Interesse zeigt, die Konsequenzen der Milit&auml;rinterventionen im Krieg gegen den Terror aktiv zu untersuchen und damit auch die Politik der milit&auml;rischen Terrorbek&auml;mpfung in Regierungsentscheidung in Frage zu stellen. (&hellip;) In der volumin&ouml;sen, aber inhaltlich d&uuml;nnen schriftlichen Antwort der Bundesregierung hei&szlig;t es: &bdquo;Die Bundesregierung f&uuml;hrt keine eigenen quantitativen Studien und Statistiken zu Opfern in L&auml;ndern, in denen die Bundeswehr milit&auml;risch beteiligt ist.&ldquo; In den Redebeitr&auml;gen gaben sich die Redner der Regierungskoalition zwar kritisch gegen&uuml;ber Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr &ndash; dies erscheint angesichts der konformen Entscheidungen der Regierungen seit dem Jugoslawienkrieg mit den tats&auml;chlich wirksamen Kriegszielen unglaubw&uuml;rdig. Die Kriegsziele der NATO &ndash; und damit auch der Bundeswehrbeteiligungen: Eind&auml;mmung Russlands und Chinas, Sicherung von NATO-Marionettenregimen in rohstoff- und opiumreichen Regionen, Sicherung des Dollar als Leitw&auml;hrung und ungehinderter Zugriff f&uuml;r westliche Konzerne werden weiterhin verheimlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.ippnw.de\/der-ippnw-body-count-im-bundestag\/#more-2385\">IPPNW Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Anti-CIA-Organizing-Manual<\/strong><br>\nWie die Studentenbewegung der 80er Jahre den Geheimdienst aus den Unis ekeln wollte. In den USA des Ronald Reagan organisierten vor allem die Studenten den Protest gegen das Establishment. Dies schmerzte die CIA vor allem deshalb, weil sie ihr Personal traditionell an den Universit&auml;ten rekrutierte. In einem nun freigegebenen Memo f&uuml;r den CIA-Direktor von 1986 ist ein Handbuch der Geheimdienstgegner f&uuml;r Subversion auf dem Campus enthalten, das nun ironischerweise die CIA selbst auf ihrem Server ver&ouml;ffentlicht. (&hellip;) Die Sorge der Geheimdienste, sie k&ouml;nnten ihren Kampf ausgerechnet an der Heimatfront an den Universit&auml;ten verlieren, war nicht unberechtigt, denn jene Untersuchungsaussch&uuml;sse der 1970er waren neben dem Watergate-Skandal auch das Resultat studentischer Subversion. So wurde 2014 bekannt, dass der ber&uuml;hmte Einbruch in ein FBI-B&uuml;ro in Philadelphia von 1971 von friedensbewegten Studenten durchgef&uuml;hrt wurde. Die erbeuteten Dokumente bewiesen der &Ouml;ffentlichkeit, dass die US-Regierung in gro&szlig;em Stil die eigene Bev&ouml;lkerung ausspionierte und Organisationen unterwanderte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Das-Anti-CIA-Organizing-Manual-3650034.html\">Markus Kompa bei Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wohin mit den Milliarden?<\/strong><br>\nDas Kabinett wird heute einen kr&auml;ftig wachsenden Wehretat auf den Weg bringen. Eigentlich ein Grund zur Freude f&uuml;r Verteidigungsministerin von der Leyen. Doch eine sinnvolle Verwendung f&uuml;r das Geld ist gar nicht so leicht zu finden.<br>\n(&hellip;)<br>\nDie neue Finanzplanung des Bundes sieht bis 2021 gar eine Steigerung um insgesamt 8,3 Milliarden im Vergleich zu den aktuellen Pl&auml;nen vor. F&uuml;r von der Leyen also Grund zum Jubeln? Nicht ganz. Denn selbst mit dieser kr&auml;ftigen Aufstockung bleibt die Bundesrepublik noch weit hinter der NATO-Vorgabe von zwei Prozent der Wirtschaftsleistung f&uuml;r Verteidigung zur&uuml;ck. (&hellip;) selbst viele Millionen Patronen f&uuml;r Sturmgewehre werden nicht reichen, um die Milliarden Euro in der Kasse auszugeben. (&hellip;)<br>\nProjekte, die wirklich teuer sind und f&uuml;r die von der Leyen das zus&auml;tzliche Steuergeld einsetzen k&ouml;nnte, verz&ouml;gern sich indes. (&hellip;) Ben Hodges (&hellip;) US-Drei-Sterne-General befehligt die US-Landstreikr&auml;fte in Europa. Er sei angewiesen auf die F&auml;higkeiten der Alliierten, etwa bei Br&uuml;cken oder Flugabwehr. Doch es gebe zu wenig leistungsf&auml;hige Systeme, so Hodges im Gespr&auml;ch mit tagesschau.de&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/verteidigungsetat-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.J.:<\/strong> Hat die Bundesregierung wirklich Milliarden in das Milit&auml;r gesteckt und wei&szlig; nicht mal wieso? W&auml;hrenddessen verfallen Infrastruktur-, Renten- und Sozialsysteme. Aber daf&uuml;r ist nat&uuml;rlich kein Geld dar. Die Schlussfolgerung aus den zu hohen Wehretat ist nicht die Ausgaben zur&uuml;ckzufahren. Nein, es gibt immer noch nicht genug Geld, denn das meinen die NATO und ein drei-Sterne-General! Echt zum heulen! <\/em><br>\n<em>Und daf&uuml;r werden GeZ-Geb&uuml;ren erhoben?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Rezeptfreies gegen Fluchtsymptome<\/strong><br>\nAusschnitt aus Mann, Sieber! Tobias Mann und Christoph Sieber pr&auml;sentieren politische Late Night im ZDF. Zwei Blickwinkel auf eine Wirklichkeit, ein kabarettistischer Schlagabtausch. Schnell, geistreich, witzig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/mann-sieber\/mann-sieber-clip-3-104.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Carsten Weikamp:<\/strong> Gro&szlig;artig!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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