{"id":37470,"date":"2017-03-20T08:50:42","date_gmt":"2017-03-20T07:50:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470"},"modified":"2017-03-20T08:50:42","modified_gmt":"2017-03-20T07:50:42","slug":"hinweise-des-tages-2837","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h01\">Schulz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h02\">Merkel m&ouml;chte TTIP neu lancieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h03\">Auf diesen Pr&auml;sidenten ist kein Verlass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h04\">Es geht um ein verzweifeltes R&uuml;ckzugsgefecht der klassischen Massenmedien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h05\">G20<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h06\">Wahl in den Niederlanden: Die Revolution, die keine sein darf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h07\">Autobahnprivatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h08\">Gewerkschaftliche Raser auf der Autobahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h09\">Kein Personal: Mindestlohn wird immer seltener kontrolliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h10\">Made in Germany: Lobbyisten &ndash; Strippenzieher im Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h11\">Eribon: Wer spricht f&uuml;r die, die hart schuften?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h12\">In Historic Report, U.N. Agency Says Israel Is Imposing an &ldquo;Apartheid Regime&rdquo; on Palestinian People<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h13\">BND sieht G&uuml;len nicht hinter T&uuml;rkei-Putsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h14\">Afrika vor einer neuen Schuldenkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h15\">Motto: Aus dem Auge, aus dem Sinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h16\">Is Donald Trump a Manchurian Candidate?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37470#h17\">Experten: Gesetz zu &bdquo;Hatespeech&ldquo; und &bdquo;Fake News&ldquo; in Social Media bringt nur wenig<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schulz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Ausreden der SPD<\/strong><br>\nKaum zeigt eine aktuelle Umfrage an, dass es doch wieder knapp f&uuml;r eine rot-rot-gr&uuml;ne Mehrheit im Bundestag reichen k&ouml;nnte, melden sich die strategischen Leuchten aus dem Willy Brandt-Haus zu Wort und bezeichnen die Linken, wie so oft, als teilweise chaotisch. Lieber ist den Leuchten das schwache Licht der FDP. Die SPD bleibt damit die Partei, die zwar immer wieder von Gerechtigkeit redet, aber genauso oft Ausreden erfindet, um sie zu verhindern. Oder anders ausgedr&uuml;ckt. Die SPD ist immer dann f&uuml;r ein linkes B&uuml;ndnis und Ver&auml;nderungen, wenn es rein rechnerisch nicht m&ouml;glich ist. (&hellip;)<br>\nAuf der gro&szlig;en Kr&ouml;nungsmesse der SPD, betonte Martin Schulz, dass es mit ihm keine Herabw&uuml;rdigung der politischen Konkurrenz geben werde. &bdquo;Mit mir wird es im Wahlkampf keine Herabw&uuml;rdigung des politischen Wettbewerbers geben.&ldquo; Nun ja, dass hei&szlig;t ja nicht, dass die Generalsekret&auml;rin der SPD, die Linken nicht als Chaoten bezeichnen d&uuml;rfe. Aber das ist nur eine Posse. Es geht ja in der Sache darum, dass bei den Sozialdemokraten nach wie vor Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander klaffen.<br>\nEine andere Politik ist l&auml;ngst m&ouml;glich, doch die SPD tut so, als m&uuml;sse sie immer erst die Union &uuml;berzeugen. Der Mindestlohn ist nur ein Beispiel. Er h&auml;tte schon vor zehn Jahren mit Mehrheit im Bundestag beschlossen werden k&ouml;nnen. Doch die SPD zog es lieber vor, jahrelang mit der Union dar&uuml;ber zu verhandeln, w&auml;hrend man die Linken als Chaoten beschimpfte. Jetzt hat Deutschland einen Mindestlohn, der, weil viel zu niedrig, zum Leben kaum reicht und auch noch Altersarmut produziert. Dar&uuml;ber hinaus sieht das SPD gef&uuml;hrte Arbeitsministerium tatenlos dabei zu, wie Arbeitgeber ihn umgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/170319die-ausreden-der-spd%20\">TauBlog<\/a><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknecht zur Schulz-Wahl<\/strong><br>\n100 Prozent f&uuml;r Schulz, aber leider noch lange nicht 100 Prozent sozial: Auf dem SPD-Parteitag heute gab es wieder viele sch&ouml;ne Worte &uuml;ber soziale Gerechtigkeit. Aber klar wurde auch: an Lohndr&uuml;ckerei, Rentenk&uuml;rzungen und Hartz IV soll sich nach den Pl&auml;nen von Martin Schulz nicht allzu viel &auml;ndern. Auch die Wiedereinf&uuml;hrung einer Verm&ouml;genssteuer f&uuml;r Multimillion&auml;re oder h&ouml;here Erbschaftssteuern scheinen f&uuml;r die SPD unver&auml;ndert tabu zu sein. Das bleibt noch hinter dem Wahlprogramm von 2013 zur&uuml;ck. Und es stellt sich die Frage, wie ohne angemessene Besteuerung der Superreichen all die sch&ouml;nen (und richtigen!) Forderungen nach besserer Bildung und geb&uuml;hrenfreier Kita finanziert werden sollen. Es bleibt dabei: Ohne Druck von links wird das nichts mit der versprochenen Gerechtigkeit. Meine Position ist klar: Nicht 100 Prozent f&uuml;r Schulz, sondern 100 Prozent sozial &ndash; und dabei konsequent, k&auml;mpferisch und glaubw&uuml;rdig, auch nach der Wahl!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/photos\/a.220243721326366.71218.206307219386683\/1634372203246837\/?type=3&amp;theater%20\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wagenknecht: Hoch f&uuml;r Schulz beruht auf dem Prinzip Hoffnung<\/strong><br>\nSie gilt als Hindernis f&uuml;r Rot-Rot-Gr&uuml;n, ist selbst in den eigenen Reihen eine Reizfigur &ndash; und gleichzeitig popul&auml;r wie keine andere Linke. Sahra Wagenknecht &uuml;ber den Schulz-Hype und die Bundestagswahl.<br>\nMartin Schulz und das SPD-Hoch bringen Spannung in den beginnenden Bundestagswahlkampf. Gibt es bald eine rot-rot-gr&uuml;ne Regierung?<br>\nDie Spitzenkandidatin der Linken, Sahra Wagenknecht, zeigt sich durchaus offen. Doch es gebe Bedingungen, sagt sie der Deutschen Presse-Agentur im Interview.<br>\nSp&uuml;ren Sie eine Wechselstimmung in Deutschland?<br>\nWagenknecht: &bdquo;Eine Wechselstimmung gibt es seit Langem in dem Sinne, dass sich die Mehrheit eine andere Politik w&uuml;nscht: Eine Politik, die sich mehr um sozialen Ausgleich und Gerechtigkeit k&uuml;mmert. Diese Stimmung hat sich nur lange nicht in den Umfrageergebnissen der Parteien niedergeschlagen. Die Linke hatte zwar relativ gute Werte, aber die Menschen wissen nat&uuml;rlich, dass wir nicht allein eine Regierung bilden k&ouml;nnen. SPD und Gr&uuml;nen dagegen standen wie die Union f&uuml;r die Politik der letzten 20 Jahre, die dieses Land immer unsozialer gemacht hat. Martin Schulz hat es geschafft, Adressat einer Wechselstimmung zu werden, indem er die Agenda 2010 kritisiert und den Eindruck vermittelt, er habe mit der Regierungspolitik der SPD in der gro&szlig;en Koalition nichts zu tun. Die SPD sei wieder bei ihren Wurzeln, ist seine zentrale Botschaft, aber diese Botschaft ist bisher nicht untersetzt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/2017-03\/17\/parteien-wagenknecht-hoch-fuer-schulz-beruht-auf-dem-prinzip-hoffnung-17083602\">ZEIT<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Schulz will an Hartz-IV-Sanktionen festhalten<\/strong><br>\nSPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will die Sanktionen gegen Hartz-IV-Bezieher beibehalten, die ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. &ldquo;Bei den Sanktionen geht es ja nicht um Schikanen&rdquo;, sagte Schulz der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo; vom Freitag. Vielmehr gehe es darum, &ldquo;dass sich selbstverst&auml;ndlich auch Bezieher von Hartz IV an bestimmte Spielregeln halten und etwa verabredete Gespr&auml;chstermine einhalten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/2017-03\/17\/deutschland-schulz-will-an-hartz-iv-sanktionen-festhalten-17134205\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Merkel m&ouml;chte TTIP neu lancieren<\/strong><br>\nDie USA wie Deutschland m&ouml;chten &laquo;fairen&raquo; Handel. Andere gemeinsame Nenner fehlen noch. Immerhin will man aber die Gespr&auml;che vertiefen.<br>\nMit Deutschland war am Freitag der f&uuml;nftgr&ouml;sste Handelspartner der USA im Weissen Haus zu Gast. Schon nur deshalb stand beim ersten Treffen Pr&auml;sident Donald Trumps mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel die Handelspolitik im Zentrum des Interesses. Aus amerikanischer Sicht ist der G&uuml;terhandel mit Deutschland hochdefizit&auml;r; Amerika erzielt nur gegen&uuml;ber China und Japan gr&ouml;ssere Fehlbetr&auml;ge. Das macht Deutschland in den Augen der Trump-Regierung suspekt.<br>\nAllerdings mochte Washington die hohen &Uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands auch zu Obama-Zeiten nicht. Der damalige Finanzminister Jack Lew hielt Berlin immer wieder dazu an, die Staatsausgaben zu erh&ouml;hen, um die Weltwirtschaft zu stimulieren und die globalen Ungleichgewichte abzubauen.<br>\nIn der neuen &laquo;America first&raquo;-&Auml;ra hat das kritische Schielen auf die Handels&uuml;bersch&uuml;sse von Partnerl&auml;ndern freilich einen anderen Hintergrund. Trump sagte in der gemeinsamen Pressekonferenz, Amerika sei in der Vergangenheit ausgenutzt worden und der freie Handel habe zu schlechten Resultaten f&uuml;r das Land gef&uuml;hrt. Millionen Amerikaner seien deswegen zur&uuml;ckgeblieben &ndash; das werde nun aufh&ouml;ren. (&hellip;)<br>\nDeutschland habe offensichtlich in der Vergangenheit viel besser verhandelt als die USA und daher bessere Handelsabkommen erzielt, meinte Trump. Merkel ging auf dieses Kompliment nicht ein, sondern erkl&auml;rte, dass im Falle Deutschlands die Europ&auml;ische Kommission f&uuml;r Handelsvertr&auml;ge zust&auml;ndig sei, wenn auch die EU-Mitgliedstaaten Mitspracherecht h&auml;tten. Sie glaube an diesen Ansatz, der beispielsweise im j&uuml;ngsten Abkommen mit S&uuml;dkorea zu guten Resultaten f&uuml;r beide Seiten gef&uuml;hrt und auch Stellen geschaffen habe. Sie hoffe deshalb auch, dass die Verhandlungen mit den USA &uuml;ber eine Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) bald wiederaufgenommen w&uuml;rden, sagte Merkel. Sie r&auml;umte ein, dass das Thema auch in Deutschland nicht immer auf Anklang gestossen sei. Aber sie stelle diesbez&uuml;glich einen gewissen Stimmungswechsel fest.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/treffen-merkel-trump-in-washington-merkel-moechte-ttip-neu-lancieren-ld.152090\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Sahra Wagenknecht &uuml;ber das Treffen Merkel-Trump<\/strong><br>\nHabt ihr Euch von Frau Merkel gestern in Washington eigentlich gut vertreten gef&uuml;hlt? Das kann ich mir kaum vorstellen. Denn wof&uuml;r sie die Reise unternommen hatte, zeigte schon ihre Begleit-Delegation von f&uuml;hrenden Konzernvertretern. Die sorgen sich seit der Wahl von Trump um ihre Profite, hier wollte Merkel offenbar Abhilfe schaffen&hellip; In diesem Sinne warb sie f&uuml;r einen neuen Anlauf zu einem deutsch-amerikanischen Konzernschutzabkommen &agrave; la TTIP, f&uuml;r die Bereitschaft zu mehr NATO-Milit&auml;rausgaben und f&uuml;r die aktuelle EU, in der Konzerne dominieren und nicht Demokratie und soziale Rechte. Wirklich schade, dass Frau Merkel im Wei&szlig;en Haus auf Trump und nicht auf Bernie Sanders traf. Der h&auml;tte ihr bei solchen Aussagen deutlich Kontra gegeben!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/?ref=page_internal&amp;hc_ref=PAGES_TIMELINE&amp;fref=nf\">Sahra Wagenknecht via Facebok<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Auf diesen Pr&auml;sidenten ist kein Verlass<\/strong><br>\nDeutschland schulde der NATO und den USA &ldquo;riesige Summen&rdquo;, twitterte Donald Trump einen Tag nach dem Besuch von Angela Merkel. Der Tweet gibt vor allem &uuml;ber eines Auskunft: &uuml;ber Donald Trump. Auf diesen Pr&auml;sidenten sei so kein Verlass. Das gelte f&uuml;r Deutschland, aber auch f&uuml;r Europa, meint Thilo K&ouml;&szlig;ler.<br>\nDas ist der Stil, der im politischen Miteinander so gar nicht weiterf&uuml;hrt und deshalb auch von der Kanzlerin &uuml;berhaupt nicht goutiert werden d&uuml;rfte. Einen Tag nach dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der US-Pr&auml;sident &uuml;ber sein Leib- und Magenmedium Twitter den Vorwurf erhoben, Deutschland schulde der NATO und den USA riesige Summen an Verteidigungskosten.<br>\nAbgesehen von der Stilfrage, die jenseits von Gut und B&ouml;se ist und alles andere als klug &ndash; diese &Auml;u&szlig;erung entspricht erstens nicht den diplomatischen Gepflogenheiten, zweitens entspricht sie nicht der Wahrheit und drittens ist sie ebenso unhistorisch wie unpolitisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/merkel-trifft-trump-auf-diesen-praesidenten-ist-kein-verlass.720.de.html?dram:article_id=381616\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das Ganze scheint wirklich vor allem eine &bdquo;Stilfrage&ldquo; zu sein. Kommen die Forderungen nach einer Erh&ouml;hung der Milit&auml;rausgaben von Angela Merkel und Ursula von der Leyen steht v.a. die ZEIT voll hinter diesen Forderungen. Kommt der selbst Unsinn von Donald Trump, hagelt es Kritik. Es w&auml;re ja sehr l&ouml;blich, wenn die ZEIT wirklich inhaltliche Kritik vorbringt und auch diese Linie weiterf&uuml;hren w&uuml;rde. Genau hier ist jedoch Zweifel angebracht, da es offenbar doch eher um &bdquo;Stilfragen&ldquo; und &bdquo;diplomatisch Gepflogenheiten&ldquo; geht. Warten wir doch mal. Schon sehr bald wird Angela Merkel den USA sicher ein &bdquo;Gegenangebot&ldquo; machen und von sich aus eine &bdquo;st&auml;rkere Beteiligung Deutschlands&ldquo; anbieten. Dann werden ZEIT und Co. wieder vor lauter Freude aus dem H&auml;uschen sein und jubeln; klar, dann stimmt ja sicher auch der Stil. Und Trump lacht sich ins F&auml;ustchen, hat er doch bekommen, was er wollte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Es geht um ein verzweifeltes R&uuml;ckzugsgefecht der klassischen Massenmedien<\/strong><br>\nMedienwissenschaftler Norbert Bolz &uuml;ber Echokammern und Betroffenheitsapostel<br>\nSchlagen Journalisten die Wirklichkeit platt? F&uuml;hren sich viele von ihnen wie Oberlehrer auf? Im Interview mit Telepolis findet Norbert Bolz klare Worte. Der Professor f&uuml;r Medienwissenschaft an der Technischen Universit&auml;t Berlin hat vor kurzem in einer bemerkenswerten &ldquo;Ph&ouml;nix Runde&rdquo; zum Thema &ldquo;alternative Fakten&rdquo; auch eine zentrale Medienkritik angebracht. Im Interview f&uuml;hrt er die Kritik fort und stellt fest, dass Medien, egal wie oft hochrangige Vertreter aus dem journalistischen Feld dies auch wiederholen, gar nicht &ldquo;zeigen k&ouml;nnen, was ist.&rdquo; Medien, so Bolz, &ldquo;konstruieren die Wirklichkeit, die sie darstellen und sind dabei hochselektiv&rdquo;. [&hellip;]<br>\nNeben dem Ausdruck &ldquo;alternative Fakten&rdquo; h&ouml;ren und lesen wir seit geraumer Zeit den Begriff &ldquo;Echokammer&rdquo;. Sie haben vor kurzem in der &ldquo;Ph&ouml;nix Runde&rdquo; gesagt, dass nicht nur &ldquo;die B&ouml;sen&rdquo; das h&ouml;ren wollen, was in ihrer Echokammer vor und zur&uuml;ck schallt, sondern dass man den Eindruck gewinnen kann, dass sich auch viele andere so verhalten. Wie genau meinen Sie das?<br>\nNorbert Bolz: Das hat mir viel &Auml;rger eingebracht. Aber tats&auml;chlich sehe ich keinen Unterschied zwischen rechten und linken Echokammern. In den rechten h&ouml;rt man nur von der Gef&auml;hrdung durch kriminelle Fl&uuml;chtlinge, in den linken h&ouml;rt man nur vom Untergang der Demokratie durch Trump und Pegida.<br>\nEs kann keinen Konflikt zwischen Medien und Nutzern geben, weil man die Medien durch Liebesentzug ganz einfach vernichten k&ouml;nnte. Der Konflikt, den ich sehe, verl&auml;uft zwischen &ldquo;Rechtspopulismus&rdquo; und &ldquo;Political Correctness&rdquo;. Hier zeichnet sich schon jetzt ein kultureller B&uuml;rgerkrieg ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Es-geht-um-ein-verzweifeltes-Rueckzugsgefecht-der-klassischen-Massenmedien-3650691.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.J.:<\/strong> Bolz gibt die Selbstverst&auml;ndlichkeit zu Protokoll, dass die Etablierten ihre eigene Echokammer sind und erntet Emp&ouml;rung. Die Infantilit&auml;t der Diskussion ist atemberaubend.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>G20<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sch&auml;uble und G20-Kollegen setzen weiter auf Deregulierung, Sparpolitik und ungerechten Welthandel<\/strong><br>\nDas Finanzministertreffen in Baden-Baden hat nach Ansicht von Attac erneut deutlich gemacht, dass von der G20 keine demokratischen und gerechten Antworten auf globale Probleme zu erwarten sind.<br>\n&ldquo;Auch dieses Mal haben die G20-Finanzminister es verpasst, entscheidende Schritte hin zu einer gerechten Weltwirtschaft einzuleiten&rdquo;, sagte Alfred Eibl vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. &ldquo;Unter F&uuml;hrung von Sch&auml;uble setzen sie weiter auf Deregulierung, Sparpolitik und ungerechten Welthandel &ndash; statt endlich entschieden gegen Steueroasen und den Steuerunterbietungswettbewerb vorzugehen und eine wirksame Regulierung der Finanzm&auml;rkte voranzutreiben.&rdquo;<br>\nBeim Thema Welthandel ist ebenfalls keine Besserung zu erkennen. &ldquo;Ob Trumps &lsquo;fairer&rsquo; Handel oder so genannter Freihandel im Sinne der deutschen Exportwirtschaft: Es geht um ungerechte Handelsregeln zu Lasten der Schwachen&rdquo;, sagte Alexis Passadakis von der Attac-Projektgruppe G20. &ldquo;Stattdessen wollen wir kooperativen Welthandel mit gerechten Regeln f&uuml;r alle. Davon sind die Handelskrieger &agrave; la Trump ebenso weit entfernt wie die neoliberalen Freih&auml;ndler &agrave; la Merkel und Sch&auml;uble.&rdquo;<br>\nDer Ansatz der G20-Finanzminister, durch verst&auml;rkte private Investitionen die Entwicklung Afrikas zu beschleunigen, geht f&uuml;r Attac ebenfalls am Problem vorbei. Christian Blank vom Attac-Koordinierungskreis: &ldquo;Damit will die G20 dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass ein Gro&szlig;teil der armen L&auml;nder von ihren Treffen ausgeschlossen ist. Angesichts der zunehmenden globalen Ungleichheit ist es h&ouml;chste Zeit, alle L&auml;nder des S&uuml;dens mit an den Tisch zu holen.&rdquo; Attac fordert eine UN-Steuerbeh&ouml;rde, die auf demokratische Weise global gerechte Steuernormen festlegt und die internationale Steuerkooperation f&ouml;rdert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/schaeuble-und-g20-kollegen-setzen-weiter-auf-deregulierung-sparpolitik-und-ungerechten-welthandel\/\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Heuschrecken raus aus Afrika!<\/strong><br>\nStatt den Finanzsektor zu sch&uuml;tzen, muss die G 20 Gemeinwohlinteressen st&auml;rken<br>\nOb spekulationsgetriebene Immobilienpreise im Norden oder Nahrungsmittelpreise im S&uuml;den: &Uuml;berall tragen Banken, Fonds und Versicherungen mit ihrem Eigengesch&auml;ft zu Preisblasen bei. Steigende Nahrungsmittelpreise von wichtigen Grundnahrungsmitteln wie Getreide bewirken oft Hunger und Armut. Wirksame Obergrenzen f&uuml;r Finanzinvestoren, die den Anteil, den diese an einem Wertpapiermarkt f&uuml;r Nahrungsmittel halten k&ouml;nnen, beschr&auml;nken, w&uuml;rden deren Marktmacht eind&auml;mmen. Eine entsprechende Abstimmung ist im Februar im EU-Parlament knapp gescheitert. Weiterhin k&ouml;nnen allein drei H&auml;ndlerinnen und H&auml;ndler einen gesamten Markt dominieren. Es muss eine Toppriori&auml;t f&uuml;r die G 20 sein, diesen eklatanten Missstand zu beenden.<br>\nPrivate-Equity-Fonds wie der weltweit agierende und billionenschwere Fonds BlackRock verst&auml;rken wiederum die Ungleichheit zwischen Lohn- und Kapitaleinkommen. Indem sich diese Fonds direkt an Unternehmen unterschiedlichster Branchen beteiligen, nehmen sie unmittelbar Einfluss auf Entscheidungen. Dividenden auf Kredit sind keine Seltenheit. Ziel der Fonds ist es, in rund drei bis sieben Jahren einen h&ouml;chstm&ouml;glichen Investorengewinn zu erzielen. L&auml;ngerfristige Investitionen werden dadurch ausgebremst. Die Fonds waren einst als Heuschrecken, die alles abgrasen und dann weiterziehen, bekannt geworden. Zunehmend sind sie auch in Afrika aktiv. Hinzu kommt eine enorme Machtkonzentration. Ohne starke Mitbestimmungsrechte f&uuml;r die Besch&auml;ftigten verursachen Private-Equity-Fonds deutlich mehr Schaden als Nutzen. Auch das sollte ein zentrales Thema f&uuml;r die G 20 sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Archiv-Suche\/!5390043&amp;s=suleika&amp;SuchRahmen=Print\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wahl in den Niederlanden: Die Revolution, die keine sein darf<\/strong><br>\nDie W&auml;hler in dem Nachbarland, das Deutschland in Sachen Wirtschaftspolitik am &auml;hnlichsten ist, haben eine gro&szlig;e von den Konservativen beherrschte Koalition krachend scheitern lassen. Der Untergang der &bdquo;Partei der Arbeit&ldquo; ist spektakul&auml;r. Doch die deutschen Medien feiern das Ergebnis.<br>\nStellen sie sich doch einmal vor, es w&auml;ren am Mittwoch Wahlen in Deutschland gewesen und die gro&szlig;e Koalition h&auml;tte, sage und schreibe, fast die H&auml;lfte ihrer Sitze und damit die Mehrheit verloren. Die Sozialdemokraten w&auml;ren vom Status der mit Abstand zweitgr&ouml;&szlig;ten Partei (nur wenige Punkte hinter den Konservativen) auf das Niveau einer Splitterpartei abgest&uuml;rzt. Eine nationalistische Partei h&auml;tte klar hinzugewonnen und sei nun zweitst&auml;rkste Kraft hinter den Konservativen, die auch kr&auml;ftig verloren haben. M&uuml;sste man nicht sagen, es sei mit dieser Wahl ein revolutionsartiger Schock im gesamten politischen System ausgel&ouml;st worden, der offensichtlich macht, wie marode das System ist?<br>\nAm Mittwoch hat es tats&auml;chlich eine revolutionsartige Verschiebung im Parlament der Niederlande gegeben. Eine Revolution in einem kleinen nordeurop&auml;ischen Land, das der wichtigste Partner Deutschlands bei der europaweiten Durchsetzung einer merkantilistischen und radikal neoklassischen Position ist. Doch es darf nicht wahr sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/03\/wahl-den-niederlanden-die-revolution-die-keine-sein-darf\/\">Heiner Flassbeck in Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Autobahnprivatisierung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Resolution f&uuml;r eine zukunftsfeste Verkehrsinfrastruktur und gegen eine Privatisierung der Autobahnen<\/strong><br>\nEine moderne und intakte Verkehrsinfrastruktur ist ein zentraler Faktor f&uuml;r nachhaltige Mobilit&auml;t und inklusives Wachstum. Doch Deutschlands Verkehrsinfrastruktur ist marode. Sie wird zunehmend zu einem Risiko f&uuml;r Wirtschaft und Gesellschaft. Allein die Kosten f&uuml;r ihre nachholende Sanierung belaufen sich inzwischen auf 45 Milliarden Euro. Deshalb muss schnellstm&ouml;glich der Investitionsstau real abgebaut und ein Fahrplan f&uuml;r eine moderne und intakte Verkehrsinfrastruktur entwickelt werden.<br>\nKeine Privatisierung unserer Autobahnen und Bundesstra&szlig;en<br>\nWir fordern den Deutschen Bundestag und den Bundesrat auf, jede Form der Privatisierung der Autobahnen zu verhindern, Besch&auml;ftigung zu sichern und eine leistungsf&auml;hige Infrastruktur f&uuml;r den Wirtschaftsstandort Deutschland zu schaffen.<br>\nUNTERST&Uuml;TZEN SIE UNSERE FORDERUNG MIT IHRER STIMME<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/uber-uns\/dgb-heute\/dgb-fachabteilungen\/struktur-industrie-und-dienstleistungspolitik\/unsere-autobahn\/%20\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die komplette Resolution <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/uber-uns\/dgb-heute\/dgb-fachabteilungen\/struktur-industrie-und-dienstleistungspolitik\/unsere-autobahn\/++co++4dd84ecc-fdab-11e6-9da5-525400e5a74a\">finden Sie hier<\/a>. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37460\">Eine Bitte an die Sozialdemokratinnen\/en unter NachDenkSeiten-Lesern: JETZT Bundesfernstra&szlig;engesellschaft und damit die Privatisierung der Autobahnen verhindern!<\/a> <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Erste Reaktion auf das Erkl&auml;rvideo<\/strong><br>\nVor drei Wochen hat GiB ein Erkl&auml;rvideo zur Autobahnprivatisierung online gestellt. Jetzt gibt es dazu eine erste Reaktion aus einer der Regierungsfraktionen: Norbert Brackmann, Bundestagsabgeordneter der CDU, ist Obmann der CDU\/CSU-Fraktion f&uuml;r den Haushaltsausschuss und Hauptberichterstatter f&uuml;r den Verkehrshaushalt. Herr Brackmann war per E-mail gefragt worden:<br>\n&bdquo;Sehr geehrter Herr Brackmann, meine Wahlentscheidung f&uuml;r die Wahl in Schleswig Holstein und zur Bundestagswahl mache ich davon abh&auml;ngig wie Sie pers&ouml;nlich zu dieser Grundgesetz&auml;nderung im Mai abstimmen werden. Zur Information empfehle ich Ihnen <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/erklaervideo-niemand-hat-die-absicht-eine-autobahn-zu-privatisieren\/\">dieses Video<\/a>. Auf Ihre Antwort bin ich gespannt.&ldquo;<br>\nDarauf hat Herr Brackmann schon einen Tag sp&auml;ter geantwortet (das ganze Schreiben finden Sie hier: Seite 1 und Seite 2). Er nimmt darin Stellung zu Ausagen, die im Video gemacht werden. Im Einzelnen schreibt er:<br>\n&bdquo;Eine Teilprivatisierung mit Netz-&Ouml;PPs wie in Frankreich ist [&hellip;] ausgeschlossen.&ldquo;<br>\nDer ADAC war zuvor zu einer ganz anderen Auffassung gekommen. Im Positionspapier des ADAC vom Februar heisst es:<br>\n&bdquo;Gegen umfangreiche funktionale Privatisierungen (Teilnetzbezogene &Ouml;PP &ndash; und Konzessionsgesellschaften) sollten aus Sicht der Nutzer ebenfalls grundgesetzliche Schutzmechanismen normiert werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/erste-reaktion-auf-das-erklaervideo\/\">GiB<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gewerkschaftliche Raser auf der Autobahn<\/strong><br>\nDie Gesamtbetriebsr&auml;te der Automobilindustrie &uuml;bernehmen offenbar die Steuerung der IG Metall. Die Verbetrieblichung der gewerkschaftlichen Denkweisen und Handlungsmuster nimmt immer markantere Formen an.<br>\nSehen so illegale Auto-Rennen im Gewerkschaftslager aus? Da ver&ouml;ffentlicht die IG Metall in ihrem Intranet einen Beitrag zur Handelspolitik (hier) auf der Basis einer Erkl&auml;rung der Gesamtbetriebsratsvorsitzenden der deutschen Automobilindustrie. Die Erkl&auml;rung (hier zu finden) ist auf IG Metall-Papier gedruckt und wurde bereits hier diskutiert. In der ersten Zeile wird die IG Metall auch kurz erw&auml;hnt und spielt dann keine Rolle mehr. Bei den Unterschriften am Ende des Dokuments fehlt sie v&ouml;llig. Das liegt wohl auch daran, dass die Wirtschaftsabteilung der IG Metall an der Formulierung dieses Textes nicht beteiligt war.<br>\nDas ist, gemessen am Inhalt des Textes, eigentlich ein gutes Zeichen. Es zeigt aber auch, dass diese ehemalige Strategieabteilung des ersten Vorsitzenden der IG Metall, als es in der Organisation noch gesamtwirtschaftliches Denken gab, innerhalb der Vorstandsverwaltung im Zust&auml;ndigkeitsbereich der Concierge angekommen sein muss.<br>\nWillkommen im Reich der Oligarchen<br>\nNun ist offensichtlich die Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r die Handels- und Au&szlig;enpolitik der IG Metall bei den Betriebsr&auml;ten angesiedelt. Willkommen im Reich der Oligarchen. Sie bestimmen jetzt die Richtung, das Tempo auf der Gewerkschaftsautobahn und gleichzeitig die Dosierung innergewerkschaftlicher Abgase. Einer solchen Erkl&auml;rung h&auml;tte die IG Metall zu Zeiten, als es noch gesamtwirtschaftliches Denken gab, einen funktionst&uuml;chtigen Katalysator vorgeschaltet und die Manipulation der Steuerungselektronik untersagt. Und das aus einer ganzen Reihe von guten Gr&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/03\/gewerkschaftliche-raser-auf-der-autobahn\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kein Personal: Mindestlohn wird immer seltener kontrolliert<\/strong><br>\nPlanungsversagen oder schlicht Desinteresse? F&uuml;r die Kontrollen zur Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns hat die Bundesregierung v&ouml;llig unzureichende Vorkehrungen getroffen. Der Effekt: Zu wenig Personal sowie zu wenig und zur&uuml;ckgehende Pr&uuml;fungen. So kann der Mindestlohn auch weiterhin viel zu leicht umgangen werden.<br>\n&ldquo;Wenn ein Mindestlohn gilt, dann muss er auch kontrolliert werden&rdquo;. So &auml;u&szlig;erte sich Claudia Weinkopf 2015 in einem Interview zu den ersten Erfahrungen mit dem Mindestlohn in Deutschland. Es d&uuml;rfte wohl unmittelbar einleuchten, dass ein Gesetz, das Betriebe zu einer Mindestentlohnung verpflichtet, nur dann greift, wenn es in der Praxis auch durchgesetzt wird, der Glaube an das selbstorganisierte Wohlverhalten von Unternehmen reicht da nicht aus. Rechtspflege statt Compliance, so k&ouml;nnte man das Prinzip auch zuspitzen.<br>\nAber die stellvertretende gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Direktorin des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) verweist noch auf eine weitere Dimension wirksamer Kontrollen bei der Entlohnung: Laut Weinkopf belegten die Erfahrungen mit Mindestl&ouml;hnen im In- und Ausland, dass Unternehmen ihren Frieden mit dem Mindestlohn schlie&szlig;en, wenn sie sicher sein k&ouml;nnen, dass sich auch die Konkurrenz daran h&auml;lt. Vertrauen allein reicht da nicht aus. Sich auf die Einhaltung des Mindestlohns verlassen zu k&ouml;nnen, hei&szlig;t nicht nur, sich selbst an die Regeln zu halten, sondern auch darauf vertrauen zu d&uuml;rfen, dass Verst&ouml;&szlig;e von Mitkonkurrenten entdeckt und geahndet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/2023\">annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Made in Germany: Lobbyisten &ndash; Strippenzieher im Hintergrund<\/strong><br>\nWenn Gesetze entstehen, dann nehmen sie Einfluss: Lobbyisten. Sie vertreten die Interessen gro&szlig;er Konzerne. Made in Germany erkl&auml;rt, wie sie sich einbringen, und begleitet die Strippenzieher bei der Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/made-in-germany-lobbyisten-strippenzieher-im-hintergrund\/av-37884676\">DW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Eribon: Wer spricht f&uuml;r die, die hart schuften?<\/strong><br>\nWarum stimmen dieselben ArbeiterInnen, die noch vor 25 Jahren selbstverst&auml;ndlich linke Parteien w&auml;hlten, heute f&uuml;r den rechtsextremen &bdquo;Front National&ldquo;? Dieser Frage geht der franz&ouml;sische Soziologe Didier Eribon nach, der k&uuml;rzlich im Wiener Kreisky Forum seine viel diskutierte Autobiografie &bdquo;R&uuml;ckkehr nach Reims&ldquo; vorstellte.<br>\n&bdquo;Erinnere dich, woher du kommst!&ldquo;, wurde Didier Eribon von seiner Mutter vielfach eingepr&auml;gt. Eribon ist ein Aufsteiger, ein sozialer &Uuml;berl&auml;ufer. Er versuchte, seine soziale Herkunft aus einer klassischen ArbeiterInnenfamilie abzustreifen. Und dennoch ist eben diese Herkunft ein immerw&auml;hrender Abdruck, den keiner seiner Entwicklungsschritte und Wandlungen je auszul&ouml;schen vermochte. Denn die Spuren dessen, wie man sozialisiert wurde, wirken fort, selbst wenn sich die Lebensumst&auml;nde &auml;ndern. Zu sehr pr&auml;gt einen die eigene soziale Vergangenheit als Angeh&ouml;riger einer Bev&ouml;lkerungsgruppe, deren Lebensrealit&auml;t von Perspektivlosigkeit und Armut gepr&auml;gt war. Wo verblichene Hoffnungen auf einen bescheidenen sozialen Aufstieg auf der Tagesordnung standen. Zerplatzte Tr&auml;ume. Gebrochener Stolz. Wiederkehrende Entt&auml;uschungen und Verzweiflung.<br>\nVon Geburt an tragen wir die Geschichte unserer Familie, unseres Milieus in uns. Schon fr&uuml;h entscheidet sich das soziale Schicksal. Eribons Eltern, ein Hilfsarbeiter und eine Putzfrau, sp&auml;ter angestellt in einer Fabrik. Stumpfe zu wiederholende Bewegungen, Flie&szlig;bandarbeit, zerm&uuml;rbende T&auml;tigkeiten. L&auml;rm und Hitze &ndash; abends kehrten sie zerschunden, ausgelaugt und m&uuml;de nach Hause. Ihre ausgewrungenen K&ouml;rper stehen f&uuml;r die Brutalit&auml;t sozialer Ungleichheit. Mit Mitte 50 wurden sie &ndash; wie so viele &ndash; ungefragt in Fr&uuml;hrente geschickt. Von einem System ausgesto&szlig;en, das sie ein Leben lang schamlos ausgebeutet hatte. Verordnete Unt&auml;tigkeit und eine Rente, die kaum zum &Uuml;berleben reicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast-blog.at\/eribon-wer-spricht-fuer-die-die-hart-schuften\/\">Kontrast Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>In Historic Report, U.N. Agency Says Israel Is Imposing an &ldquo;Apartheid Regime&rdquo; on Palestinian People<\/strong><br>\nFor the first time, a United Nations agency has directly accused Israel of imposing an &ldquo;apartheid regime&rdquo; on the Palestinian people. The report also urges governments to &ldquo;support boycott, divestment and sanctions [BDS] activities and respond positively to calls for such initiatives.&rdquo; The findings come in a new report published by the U.N. Economic and Social Commission for Western Asia, which is comprised of 18 Arab states. For more, we speak with the co-author of the report, Richard Falk. He&rsquo;s professor emeritus of international law at Princeton University and previously served as the U.N. special rapporteur on Palestinian human rights. (&hellip;)<br>\nProfessor Falk, welcome to Democracy Now! Can you talk about the main findings of your report and how unusual this report is within the United Nations?<br>\nRICHARD FALK: Yes. As the head of the commission indicated, this is the first time that a comprehensive and systematic inquiry has been carried out into the allegation that Israel is responsible for maintaining an apartheid regime in relation to the Palestinian people. One of the distinctive features of the report is to treat the Palestinians as a whole, and that&rsquo;s quite innovative as far as the discussions of the applicability of apartheid to the Palestinian circumstances is concerned. And that means distinguishing between Palestinians that live under occupation in the West Bank and Gaza or as permanent residents in Jerusalem or as a Palestinian minority in the state of Israel, and, finally, as refugees or involuntary exiles.<br>\nWhat the report argues is that Israel has pursued a policy of fragmenting the Palestinian people in order to maintain the domination of a Jewish state over these different categories of Palestinians, and has done so in a way that is systematically discriminatory and is responsible for deep suffering over a very long period of time, with no end in sight. Unlike other forms of international criminality, this is an ongoing crime, according to the analysis in the report, and there is no end in sight, nor no political process that can adequately challenge this set of policies and structures that have been applied to the Palestinian people.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.democracynow.org\/2017\/3\/16\/in_historic_report_un_agency_says\">Democracy now!<\/a>\n<p><strong>Dazu: Nach Ver&ouml;ffentlichung ihres Berichtes tritt ESCWA-Exekutivsekret&auml;rin Rima Khalaf zur&uuml;ck<\/strong><br>\nIn dem am Mittwoch  ver&ouml;ffentlichten UN-Bericht mit dem Titel &ldquo;Israelische Praktiken gegen&uuml;ber dem pal&auml;stinensischen Volk und die Frage der Apartheid&ldquo; erl&auml;uterte   die stellvertretende UNO-Generalsekret&auml;rin und ESCWA-Exekutivsekret&auml;rin Rima Khalaf, dass es sich um den ersten Bericht von einem UNO-Gremium handelt, dass &bdquo;klar und deutlich zu dem Schluss kommt, dass Israel ein rassistischer Staat ist, der ein Apartheid-System gegr&uuml;ndet hat, um das pal&auml;stinensische Volk zu unterdr&uuml;cken&ldquo;.<br>\nUN-Generalsekret&auml;r Antoni&oacute; Guterres  wies den  ESCWA-Bericht  zur&uuml;ck und forderte die Kommission auf, den Bericht von  Websites zu nehmen.<br>\nOffenbar war der Druck auf Khalaf so stark und massiv, dass sie zur&uuml;cktrat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/parstoday.com\/de\/news\/world-i24992-nach_ver%C3%B6ffentlichung_ihres_berichtes_tritt_escwa_exekutivsekret%C3%A4rin_rima_khalaf_zur%C3%BCck%20\">Pars Today<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>BND sieht G&uuml;len nicht hinter T&uuml;rkei-Putsch<\/strong><br>\nSteht der Prediger Fetullah G&uuml;len hinter dem Umsturzversuch im Sommer 2016 in der T&uuml;rkei? BND-Chef Kahl verneint dies. F&uuml;r ihn ist die G&uuml;len-Bewegung keine islamisch-extremistische oder gar terroristische Bewegung.<br>\nDer Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, hat der t&uuml;rkischen Regierung bei der Beurteilung des Putschversuchs vom Juli 2016 widersprochen. Er sehe keine Anzeichen daf&uuml;r, dass die Bewegung des Predigers Fetullah G&uuml;len hinter dem Putschversuch gesteckt habe, sagte er dem &ldquo;Spiegel&rdquo;.<br>\nDer BND-Chef Kahl wirft dagegen dem t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan vor, unter einem Vorwand mehr als 100.000 Beamte entlassen und Tausende Menschen inhaftiert zu haben. Die T&uuml;rkei habe auf den verschiedensten Ebenen versucht, &ldquo;uns davon zu &uuml;berzeugen. Das ist ihr aber bislang nicht gelungen&rdquo;, so Kahl. Auch sei die G&uuml;len-Bewegung nicht wie behauptet eine islamisch-extremistische oder gar terroristische Bewegung, sondern eine &ldquo;zivile Vereinigung zur religi&ouml;sen und s&auml;kularen Weiterbildung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/BND-sieht-Guelen-nicht-hinter-Tuerkei-Putsch-article19752790.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Festhalten der deutschen Bundesregierung an Erdogan trotz solcher Erkenntnisse einerseits und das Spinnen des Feindbildes gegen Russland andererseits, obwohl die deutschen Geheimdienste &ndash; einschlie&szlig;lich des BND &ndash; zum Analyseergebnis kommen, dass es z.B. <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-02\/bnd-russland-desinformationskampagne-wladimir-putin-geheimdienste\">Keine Beweise f&uuml;r russische Desinformationskampagne<\/a> gibt, scheint also auf rein ideologischen Grundlagen zu basieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Afrika vor einer neuen Schuldenkrise<\/strong><br>\nMit Mosambik ist bereits das erste gro&szlig;e afrikanische Land zahlungsunf&auml;hig. Andere Staaten haben sich stark verschuldet. Zehn Jahre nach dem letzten gro&szlig;en Schuldenerlass droht in Afrika erneut eine Krise. (&hellip;)<br>\nInternationales Insolvenzverfahren als L&ouml;sung?<br>\nDoch wird ein Staat wie Mosambik zahlungsunf&auml;hig, gibt es derzeit kein international g&uuml;ltiges Entschuldungsverfahren. Solche Mechanismen existieren f&uuml;r &uuml;berschuldete Firmen und in vielen L&auml;ndern auch f&uuml;r Privatpersonen. Doch alle Vorschl&auml;ge f&uuml;r ein Insolvenzverfahren von Staaten wurden bisher von einer Lobby um Banken und L&auml;nder wie den USA und Deutschland blockiert. So lehnten die USA beispielsweise 2001 eine Initiative der stellvertretenden IWF-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Anne Krueger ab. Ebenso wenig wurde bisher ein Beschluss der Generalversammlung der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2014 umgesetzt. Deutschland geh&ouml;rte zu den 11 Staaten, die dagegen gestimmt hatten.<br>\n&ldquo;Das w&auml;re eindeutig das Instrument, das uns jetzt weiterhelfen k&ouml;nnte&rdquo;, sagt J&uuml;rgen Kaiser angesichts der drohenden Schuldenkrise in Afrika. &ldquo;Ein Insolvenzverfahren w&uuml;rde bedeuten, dass nicht mehr die Gl&auml;ubiger dar&uuml;ber entscheiden w&uuml;rden, ob es Schuldenerlasse gibt oder nicht. Das hat in der Vergangenheit immer dazu gef&uuml;hrt, dass Schuldenerleichterungen, wenn &uuml;berhaupt dann zu sp&auml;t und in zu geringem Ausma&szlig;e gew&auml;hrt wurden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/afrika-vor-einer-neuen-schuldenkrise\/a-37951262\">DW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Motto: Aus dem Auge, aus dem Sinn<\/strong><br>\nDer EU-Fl&uuml;chtlingsdeal mit der T&uuml;rkei stehe in der Tradition der europ&auml;ischen Fl&uuml;chtlingspolitik, sagte der Migrationsforscher Jochen Oltmer im Deutschlandfunk. Von jeher sei es der Staatengemeinschaft darum gegangen, Fl&uuml;chtlinge von den europ&auml;ische Grenzen fernzuhalten. (&hellip;)<br>\nHeuer: Herr Oltmer, jetzt habe ich den Vertrag oder den Pakt oder das Abkommen auch nicht w&ouml;rtlich vorliegen, aber ich habe das immer so verstanden, dass die T&uuml;rkei Fl&uuml;chtlinge aus Europa wegh&auml;lt und die Europ&auml;er geben daf&uuml;r Geld, f&uuml;r die Versorgung dieser Fl&uuml;chtlinge in der T&uuml;rkei, und sie versprechen Visa-Freiheit f&uuml;r T&uuml;rken. Ist ja eigentlich eine klare Verabredung?<br>\nOltmer: Ja, ist eine klare Verabredung, wobei ja in diesem Zusammenhang dann diverse Elemente noch nicht umgesetzt sind. Also, beispielsweise diese Frage der Visa-Freiheit ist nicht umgesetzt. Aber ich denke, wichtig ist in diesem Zusammenhang nat&uuml;rlich, sich vor Augen zu halten, welche Konsequenzen dieser Vertrag ganz explizit hat. Erstens, auch im Beitrag schon deutlich geworden, wir wissen, dieser Vertrag, dieser Pakt h&auml;ngt zusammen ganz explizit mit dem Schlie&szlig;en der sogenannten Balkan-Route, und das beides passiert ja tats&auml;chlich vor einem Jahr mehr oder minder innerhalb eines relativ engen Zeitraums von wenigen Tagen beziehungsweise wenigen Wochen. Also, da, um diesen Dreh herum, M&auml;rz, April 2016, da werden tats&auml;chlich Wege nach Europa in die EU, auch in die Bundesrepublik Deutschland zugemacht. Wir wissen gleichzeitig ja auch, dass sich im Blick auf die globale Situation von Fl&uuml;chtlingen, auch im Blick auf die Situation der Fl&uuml;chtlinge in Syrien oder aus Syrien nichts ge&auml;ndert hat. Das hei&szlig;t also, wir haben es hier explizit mit einer EU-Strategie der Externalisierung zu tun, es geht darum, dass m&ouml;glichst wenig oder m&ouml;glichst keine Schutzsuchenden Europa, die EU erreichen. Und diese Externalisierung bedeutet gleichzeitig auch, dass wir es hier mit einer Strategie, so w&uuml;rde ich argumentieren, zu tun haben, die da zusammengefasst werden kann mit dem Motto: Aus dem Auge, aus dem Sinn. Wir haben tats&auml;chlich heute kaum mehr Berichterstattung etwa &uuml;ber die Situation von syrischen Fl&uuml;chtlingen in der T&uuml;rkei, im Libanon, in Jordanien oder in Syrien selbst. Das hei&szlig;t also, tats&auml;chlich sehen wir, Externalisierung ist nicht nur in gewisser Weise Weghalten von Schutzsuchenden, sondern es ist auch eine Strategie &ndash; ein St&uuml;ck weit scheint es ja zu funktionieren &ndash;, dieses Thema einfach schlichtweg auch aus der Diskussion in Europa zu holen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluechtlingspolitik-der-eu-motto-aus-dem-auge-aus-dem-sinn.694.de.html?dram:article_id=381592\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Is Donald Trump a Manchurian Candidate?<\/strong><br>\nDer US-amerikanische Politikwissenschaftler Richard Hofstadter attestierte 1963 in seinem zum Klassiker avancierten Vortrag &ldquo;The Paranoid Style in American Politics&rdquo; seinem Land einen geschichtlich tief verwurzelten Hang zum politischen Verschw&ouml;rungsdenken. Der dominante zeitgen&ouml;ssische &ldquo;paranoide Stil&rdquo;, der sich Hofstadter zufolge bis weit ins 19. Jahrhundert zur&uuml;ckverfolgen l&auml;sst, wo wahlweise Illuminaten, Freimaurer oder Jesuiten als finstere Konspiranten fungierten, spiegelte sich f&uuml;r ihn vor allem in der antikommunistischen Verschw&ouml;rungshysterie wider. Diese fand einige Jahre zuvor in der sogenannten McCarthy-&Auml;ra ihren H&ouml;hepunkt.<br>\nSeit einigen Jahren, insbesondere seit der Annexion der Krim durch Russland, scheint dieser Denkstil im politischen und medialen Diskurs des Westens eine Renaissance in Gestalt eines ausgepr&auml;gten antirussischen Verschw&ouml;rungsdenkens zu erfahren. Nicht nur die geopolitischen Vorzeichen haben sich dabei seit Hofstadters Vortrag ver&auml;ndert. W&auml;hrend er den Ort der politischen Paranoia vor allem bei den &ldquo;radical rights&rdquo; sah, hat sich das derzeitige Verschw&ouml;rungsdenken offenkundig auch auf das linksliberal-progressive Lager ausgedehnt oder gar verlagert.<br>\nAugenscheinlichstes Zeugnis davon legt die nun schon mehreren Monaten schwelende Debatte um das konspirative Wirken Russlands im Kontext der US-Wahlen und der Pr&auml;sidentschaft von Donald Trump ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Is-Donald-Trump-a-Manchurian-Candidate-3654424.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.J.:<\/strong> Politische Paranoia ist sicherlich eine treffende Beschreibung f&uuml;r die aktuelle Verschw&ouml;rungsthysterie gg&uuml;. Russland. Auch hier wird &ndash; wie bei Bolz &ndash; den Etablierten der Spiegel vorgehalten. Verschw&ouml;rungstheorien gedeihen nicht nur im Netz, sondern auch in den klassischen Medien. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Eine lesenswerte Analyse zum (verr&uuml;ckten) Zustand der Medien. Insbesondere der Hinweis darauf, dass die gegenw&auml;rtig grassierenden Theorien zu Russlands Rolle in der US-Politik vom Mainstream nicht als Verschw&ouml;rungstheorien benannt werden und daher der Begriff &ldquo;Verschw&ouml;rungstheorie&rdquo; in den Leitmedien weniger einen konkreten Denkstil beschreibt (wie immer behauptet wird), als vielmehr die Nichtkonformit&auml;t einer Aussage, ist von gro&szlig;er Bedeutung. Es l&auml;sst sich immer klarer nachweisen, dass die Verwendung dieses Begriffes keiner konsistenten Definition folgt, sondern der willk&uuml;rlichen Ausgrenzung von Unerw&uuml;nschtem dient. Demnach kann eine von einflussreichen Kreisen verbreitete Sichtweise von vornherein niemals verschw&ouml;rungstheoretisch sein. Es geht bei diesem Begriff somit nicht, wie oft nahegelegt wird, um einen Konflikt zwischen Irrationalit&auml;t und Vernunft, sondern allein um Deutungshoheit bei brisanten Fragen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Experten: Gesetz zu &bdquo;Hatespeech&ldquo; und &bdquo;Fake News&ldquo; in Social Media bringt nur wenig<\/strong><br>\nDer Name des Gesetzentwurfs lautet in der Kurzform: &bdquo;Netzwerkdurchsetzungsgesetz&ldquo;. Sein vollst&auml;ndiger Name: &bdquo;Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken&ldquo;. Es geht um die Rechte der Einzelnen in Deutschland gegen&uuml;ber Plattformen wie Facebook, Youtube und Twitter effektiver durchzusetzen.<br>\nDie internationalen Unternehmen, meist aus den USA, m&uuml;ssen bereits die deutschen Gesetze achten. Aber wenn sie keine Ansprechperson in Deutschland f&uuml;r Rechtsfragen und &mdash;probleme einsetzen, dann k&ouml;nnen individuelle Anspr&uuml;che hierzulande bisher nicht durchgesetzt werden. Das neue Gesetz soll da Abhilfe schaffen. &Uuml;ber Schw&auml;chen und St&auml;rken des Entwurfs sprach Sputnik mit zwei Medienrechtsexperten. (&hellip;)<br>\nMisslungen ist aber nach M&ouml;nikes&lsquo; Ansicht, &bdquo;dass hier eine Art Strafrecht zweiter Ordnung erfunden werden soll.&ldquo; Am Beispiel der Beleidigung des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan mit bestimmten Begriffen durch den deutschen TV-Moderator Jan B&ouml;hmermann erkl&auml;rte der Rechtsanwalt: Dies k&ouml;nne strafbar sein, m&uuml;sse es aber nicht. Der Kontext entscheide. Das w&auml;re aber eine Sache der Gerichte. Im Zweifel gehe das Recht der Meinungsfreiheit vor. Das f&uuml;hre regelm&auml;&szlig;ig dazu, dass in F&auml;llen von &bdquo;Hatespeech&ldquo; oder &bdquo;Fake News&ldquo; die Gerichte anders entschieden als erwartet, auch wenn das dem allgemeinen Gef&uuml;hl widerspreche. (&hellip;)<br>\nDer Gesetzentwurf erkl&auml;re solche Straftatbest&auml;nde nun als &bdquo;ordnungswidrig&ldquo;, erl&auml;uterte der Medienrechtsexperte, &bdquo;jedenfalls f&uuml;r den Betreiber einer Plattform&ldquo;. &bdquo;Das hei&szlig;t, jemand kann weiterhin straffrei sich &auml;u&szlig;ern auf einer Plattform. Die Plattform soll aber bestraft werden k&ouml;nnen, wenn eine Beh&ouml;rde der Meinung ist, dass das vielleicht nicht strafbar ist, aber zumindest so wirkt, als ob es strafbar sein k&ouml;nnte und deswegen eine L&ouml;schung verlangt. Wenn das Unternehmen dieser L&ouml;schung nicht nachkommt, will dann der Staat mit einem erheblichen Bu&szlig;geld von bis zu mehreren Millionen Euro die entsprechenden Verantwortlichen bei dieser Plattform bestrafen.&ldquo;<br>\nDamit werde das bisherige grunds&auml;tzliche Prinzip umgekehrt, so dass die Meinung und Information frei verbreitet werden darf zulasten von Plattformen. Die k&ouml;nnten und sollten &ndash; &bdquo;anders als jetzt zum Beispiel Sputniknews oder eine Zeitung&ldquo; &ndash; f&uuml;r den Inhalt der Nutzer in der Regel gar nicht verantwortlich sein, so M&ouml;nikes. (&hellip;)<br>\nDer K&ouml;lner Medienrechtsanwalt Christian Solmecke beschrieb im Gespr&auml;ch mit Sputnik die sogenannten Uploadfilter als Schwachstelle des Gesetzentwurfs: &bdquo;Facebook und die anderen Plattformen m&uuml;ssen sicherstellen, dass einmal illegale Inhalte in Zukunft nicht noch einmal hochgeladen werden d&uuml;rfen. Nehmen wir einmal das Bild des Syrers Anas Modamani, der gegen Facebook geklagt hat. Da war klar, dass er mit seinem Merkel-Selfie-Bild verunglimpft worden ist, weil das Ganze in den Kontext von Bombenattentaten in Berlin gestellt worden ist. Er hat beantragt, dass das Bild rauskommt und Facebook hat gel&ouml;scht. Zuk&uuml;nftig m&uuml;sste Facebook das Bild auch bei einem erneuten Hochladen l&ouml;schen.&ldquo;<br>\nProblematisch sei es, so Solmecke, wenn zum Beispiel Medien sich dann mit solch einem Bild auseinandersetzen wollen und es deswegen nochmal hochgeladen haben. &bdquo;Dann ist die Frage: Muss Facebook jetzt den Medienbeitrag bewerten, feststellen, dass es nur ein Zitat ist, und darf das Bild dann nicht l&ouml;schen? Oder muss immer und in jedem Fall gel&ouml;scht werden?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/gesellschaft\/20170318314934507-hatespeech-fake-news-social-media\/\">Sputnik<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-37470","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37470","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37470"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37470\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37473,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37470\/revisions\/37473"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37470"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37470"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}