{"id":37520,"date":"2017-03-22T08:28:08","date_gmt":"2017-03-22T07:28:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520"},"modified":"2017-03-22T08:28:08","modified_gmt":"2017-03-22T07:28:08","slug":"hinweise-des-tages-2839","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/AM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h01\">Russland k&uuml;rzt Milit&auml;retat um mehr als 25 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h02\">Kreative Buchhaltung f&uuml;r Nato-Zweifler Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h03\">Rede von Ministerpra&#776;sident a.D. Dr. Edmund Stoiber anla&#776;sslich der Festveranstaltung des Deutsch-Russischen Forums e.V. <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h04\">Leak: EU verhandelt TTIP-Zwilling mit Japan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h05\">&Uuml;ber 30.000 SPD-Mitglieder unterst&uuml;tzen Aufruf gegen Autobahnprivatisierung. 100-Prozent-Schulz nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h06\">Dividenden: BMW sch&uuml;ttet eine Milliarde Euro an die Quandts aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h07\">Export-Wachstum ohne Limit? Wenn die Bundesregierung auf stur schaltet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h08\">S&ouml;der warnt Griechenland vor Rausschmiss aus Eurozone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h09\">Demografie-L&uuml;ge: Die niedrige Geburtenrate ist ein gro&szlig;er Gewinn f&uuml;r uns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h10\">SUVs d&uuml;rften nur f&uuml;r Bauern und J&auml;ger erlaubt sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h11\">Dreimal blau gegen zweimal farblos &ndash; die franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten im Marathon-Talk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h12\">J&auml;hrliche Statistik: Der BND &uuml;berwacht angeblich nur eine E-Mail pro Woche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h13\">Krieg im Weltraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h14\">T&uuml;rkei: Wer ist hier eigentlich der Terrorist?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h15\">Niedergang der italienischen Linken: Das Ende der Hoffnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h16\">Fischer, Frauen und die taz: Thomas Fischer zur Geschichte eines gescheiterten Interviews<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37520#h17\">Die Chefs von FBI und NSA zu den vermeintlichen Interventionen aus Russland in den US-Wahlkampf und zum Vorwurf des neuen Pr&auml;sidenten, sein Vorg&auml;nger Obama habe ihn abh&ouml;ren lassen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Russland k&uuml;rzt Milit&auml;retat um mehr als 25 Prozent<\/strong><br>\nDie vermeintliche russische Aggression muss k&uuml;nftig mit kargen Mitteln auskommen. Die Budgetplanung der russischen Regierung sieht bis 2019 stark abgespeckte Verteidigungsetats vor. Dem westlichen Mainstream hat es darob die Sprache verschlagen. [&hellip;] Wie selbst das den US-Demokraten nahestehende Onlineportal Salon bemerkte, hat die Russische F&ouml;deration ihre Milit&auml;rausgaben nicht etwa, wie es sich f&uuml;r einen Aggressor eigentlich geh&ouml;rt, massiv nach oben geschraubt, sondern f&uuml;r 2017 um satte 25,5 Prozent gek&uuml;rzt. Wie die Zahlen aus dem Finanzministerium der Russischen F&ouml;deration zeigen, ist der Verteidigungsetat nur noch mit 2,8 Trillionen Rubel veranschlagt, was 48 Milliarden US-Dollar entspricht, w&auml;hrend es im Jahr 2016 noch 3,8 Trillionen Rubel, etwa 65 Milliarden US-Dollar, gewesen waren. Das US-Fachmagazin IHS Jane&rsquo;s spricht in diesem Zusammenhang vom &ldquo;gr&ouml;&szlig;ten Schnitt bei den Milit&auml;rausgaben seit den fr&uuml;hen 1990ern&rdquo;. Nat&uuml;rlich l&auml;sst sich relativierend darauf hinweisen, dass die K&uuml;rzung lediglich bei etwa sieben Prozent liegt, rechnet man die R&uuml;ckzahlung von Verbindlichkeiten an Unternehmen der Verteidigungsindustrie mit ein. Auch ist der Milit&auml;retat der Russischen F&ouml;deration immer noch um 14,4  Prozent h&ouml;her als noch 2014. Seit 2011 war Moskaus R&uuml;stungsbudget im Schnitt um 19,8 Prozent im Jahr angewachsen. [&hellip;] Infolge der K&uuml;rzungen im Milit&auml;retat f&uuml;r 2017 f&auml;llt die Russische F&ouml;deration, was den Milit&auml;retat anbelangt, weltweit vom vierten auf den achten Rang zur&uuml;ck und damit unter anderem hinter Indien und Frankreich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/amerika\/47918-aggression-light-russland-kurzt-militaretat\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger: F&uuml;rs Protokoll:<\/strong> Der komplette russische Milit&auml;retat ist kleiner als die von Trump angek&uuml;ndigte Erh&ouml;hung des amerikanischen Milit&auml;retats. Russland gib 48 Milliarden Dollar f&uuml;r sein Milit&auml;r aus, Trump will die US-Milit&auml;rausgaben in diesem Jahr um weitere 54 Milliarden Dollar erh&ouml;hen. Haben Sie eigentlich von diesen Zahlen irgendetwas in den deutschen Massenmedien mitbekommen? Er handelt sich ja hierbei nicht um eine Randmeldung. Das Verschweigen dieser Meldung ist f&uuml;r mich die Manipulation des Monats, wenn nicht sogar schon jetzt die Manipulation des Jahres!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kreative Buchhaltung f&uuml;r Nato-Zweifler Trump<\/strong><br>\nAu&szlig;en- und Verteidigungspolitiker warnen davor, den Streit um die Nato-Verteidigungsausgaben zum Wahlkampfthema zu machen. Derweil machen neue Ideen zur Erreichung des Zwei-Prozent-Ziels die Runde. (&hellip;) Die Vereinbarung der Nato-Partner 2014 in Wales, ihre Verteidigungsausgaben bis 2024 auf &bdquo;einen Richtwert&ldquo; von zwei Prozent der jeweiligen Bruttoinlandsprodukte (BIP) &bdquo;zuzubewegen&ldquo;, wie es in der Abschlusserkl&auml;rung hei&szlig;t, regt indes seit Wochen die kreative Phantasie im politischen Berlin an. Derzeit erreicht der deutsche Verteidigungsetat 1,23 Prozent des BIP. Um ihn auf zwei Prozent hochzuschrauben, m&uuml;ssten bis 2024 rund 20 Milliarden Euro zus&auml;tzlich investiert werden. &bdquo;Illusorisch&ldquo; nennen das Politiker aller Parteien. (&hellip;) F&uuml;r deren Berechnung (gemeint sind die Verteidigungsausgaben) tun sich in Berlin nun ebenfalls neue Interpretationsspielr&auml;ume auf. So will Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) &bdquo;natof&auml;hige&ldquo; Ausgaben anderer Ressorts ber&uuml;cksichtigt sehen. Laut Verteidigungsministerium z&auml;hlen dazu unter anderem Minenr&auml;umprojekte, die das Ausw&auml;rtige Amt finanziert, sowie die Ausgaben f&uuml;r den Wehrbeauftragten des Bundestages und Versorgungsausgaben f&uuml;r ehemalige NVA-Soldaten. Alles in allem kommen so noch einmal 2,5 Milliarden Euro zusammen, was f&uuml;r die BIP-Quote jedoch kaum etwas bringt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/debatte-ueber-verteidigungsausgaben-kreative-buchhaltung-fuer-nato-zweifler-trump\/19545544.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Was in der &bdquo;2 Prozent&ldquo;-Debatte meist unter den Tisch f&auml;llt: Es wird &uuml;berhaupt kein inhaltlich vern&uuml;nftiger Grund daf&uuml;r pr&auml;sentiert, einem Ressort eine feste Quote in Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt zuzuweisen. Schon so zu rechnen, ist eigentlich absurd. Der taktische Grund liegt wohl darin, dass &bdquo;2 Prozent&ldquo; nach relativ wenig klingt. Rechnet man es einmal um, entsprechen 2 Prozent des BIP derzeit aber 18 (!) Prozent des Bundeshaushalts. Zum Vergleich: In diesem Jahr werden 11 Prozent des Bundeshaushalts f&uuml;r Verteidigung (bzw. f&uuml;r Krieg) ausgegeben. Diesen Betrag nahezu verdoppeln zu wollen, was die Regierung ja nun &ndash; verr&uuml;ckterweise &ndash; anstrebt, wird sich kaum allein mit Buchhaltungstricks bewerkstelligen lassen. Dazu muss anderswo im Haushalt massiv gek&uuml;rzt werden. Fragt sich nur wo.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Abstimmungsergebnis des Entschlie&szlig;ungsantrags 18\/11429<\/strong><br>\nDer Bundestag wolle beschlie&szlig;en: Der Deutsche Bundestag lehnt die auf den NATO-Gipfeln in Wales und Warschau beschlossene, auf dem Europ&auml;ischen Rat am 15. Dezember 2016 debattierte und im &bdquo;Bericht &uuml;ber die europ&auml;ische Verteidigungsunion&ldquo; des Europaparlaments geforderte Erh&ouml;hung der Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) bis 2024 ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/parlament\/plenum\/abstimmung\/abstimmung?id=454\">Bundestag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.K.:<\/strong> Mit der avisierten Erh&ouml;hung hat die Bundesrepublik alleine mit dem R&uuml;stungshaushalt von Russland gleichgezogen. Die Ausgaben der USA, Frankreichs und Gro&szlig;britanniens sind auch heute schon mehr als 10 mal so hoch und kommen hinzu. Von wem geht eigentlich die Bedrohung aus? Was ist nur aus der Brandt&lsquo;schen Friedenspartei SPD geworden. Alle SPD-Abgeordneten haben sich f&uuml;r eine massive Erh&ouml;hung des R&uuml;stungshaushalts ausgesprochen. 100% SPD und 100% Martin Schulz, wie passt das zusammen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Und: Die Sicherheit wird teurer<\/strong><br>\nDeutschlands Sicherheit wird teurer. Das Zwei-Prozent-Ziel der Nato geht in die richtige Richtung. Dass die SPD da bremst, ist falsch, kommentiert B&auml;rbel Krau&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.streit-ueber-ruestungsausgaben-die-sicherheit-wird-teurer.9821a8e7-ec73-4431-9292-34d3a49517a7.html%20\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Auf diese Aufr&uuml;stungspropaganda einer kalten Kriegerin der Stuttgarter Zeitung kann man eigentlich nur ein Interview mit Edmund Stoiber setzen. Noch vorweg: Die fr&uuml;heren und alten Kalten Krieger wie Stoiber (Jahrgang 1941) haben dazugelernt, die j&uuml;ngeren wie B&auml;rbel Krau&szlig; (Jahrgang 1961) von der Stuttgarter Zeitung offensichtlich nicht. <\/em><\/p>\n<p><em>Nun zum Interview mit Edmund Stoiber:<\/em><\/p>\n<p><strong>&bdquo;So was habe ich von Putin nie geh&ouml;rt&ldquo; &ndash; Stoiber &uuml;ber seinen Kreml-Besuch<\/strong><br>\nDer Westen hat als vermeintlicher Sieger des Kalten Krieges Moskaus &bdquo;tolle Signale&ldquo; seit 2001 nicht aufgegriffen. Das kritisiert Bayerns Ex-Ministerpr&auml;sident Edmund Stoiber nach seinem Besuch mit seinem Nachfolger Horst Seehofer bei Wladimir Putin. Nach seiner Rede beim Deutsch-Russischen Forum am Montag in Berlin sprach er dar&uuml;ber mit Sputnik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20170321314981119-stoiber-kreml-besuch-exklusiv\/\">Sputnik News<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Weitere Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Man muss erg&auml;nzend fragen, wo eigentlich die Wirkung der einsichtigen CSU und vielleicht auch CDU-Leute auf ihre Parteif&uuml;hrung und insbesondere auf die Verteidigungsministerin von der Leyen und ihre R&uuml;stungspolitik ist. Gute Reden beim deutsch-russischen Forum oder im Interview mit Sputnik alleine reichen nicht. Wenn die Auseinandersetzung mit Merkel und ihren Gesinnungsgenossinnen nicht dazu kommt, muss man den Verdacht hegen, dass hier nach dem Motto verfahren wird: Getrennt marschieren, vereint schlagen. Oder auf W&auml;hlerpotenziale &uuml;bertragen: Die Friedensfreunde und die Milit&auml;rfreunde einsammeln.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Rede von Ministerpra&#776;sident a.D. Dr. Edmund Stoiber anla&#776;sslich der Festveranstaltung des Deutsch-Russischen Forums e.V. am 20.03.2017 im Hotel Adlon, Berlin<\/strong><br>\nWa&#776;hrend Sie, Herr Platzeck, sich damit sozusagen in die ostpolitische Tradition von Willy Brandt stellen, bin ich als Bayerischer Ministerpra&#776;sident ja seinerzeit einem der vermeintlich ka&#776;ltesten  Kalten Krieger nachgefolgt, der eher dafu&#776;r bekannt war, ein Gegner der Entspannungspolitik zu sein &ndash; Franz Josef Strau&szlig;, mein Lehrmeister und Vorbild.<br>\nAllerdings sagte Strau&szlig; schon 1974 in Bonn beim Treffen mit dem damaligen Generalsekreta&#776;r der Kommunistischen Partei der Sowjetunion Leonid Breschnew: &bdquo;Es war immer eine gute Zeit fu&#776;r Europa, wenn Deutschland und Russland gute Beziehungen hatten und es waren bittere Zeiten fu&#776;r Europa, wenn das nicht der Fall war.&ldquo;<br>\n1987 begleitete ich Strau&szlig; auf seinem Besuch in die damalige Sowjetunion. Wie Sie vielleicht wissen, sa&szlig; Strau&szlig; selbst am Steuerknu&#776;ppel eines kleinen Flugzeugs. Der Flug fand unter widrigsten Bedingungen statt: Schneetreiben, der Flughafen Domodedowo in Moskau war gesperrt. Nachdem wir dann alle glu&#776;cklich gelandet waren und Franz Josef Strau&szlig; spa&#776;ter dem damaligen Generalsekreta&#776;r der Kommunistischen Partei Michail Gorbatschow die Hand schu&#776;ttelte, fragte dieser, ob er &ndash; Strau&szlig; &ndash; zum ersten Mal in der Sowjetunion sei. Strau&szlig; meinte trocken: &bdquo;Nein, beim ersten Mal bin ich nur bis Stalingrad gekommen!&ldquo; [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/170322_Rede_DrEdmund-Stoiber_Festveranstaltung-Deutsch-Russisches-Forum-eV_.pdf\">Deutsch-Russisches Forum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Leak: EU verhandelt TTIP-Zwilling mit Japan<\/strong><br>\nHeute geleakte Verhandlungsdokumente geben erstmals Einblick in das seit 2013 v&ouml;llig geheim verhandelte Handels-und Investitionsabkommen zwischen der EU und Japan (hier JEFTA). Die Dokumente zeigen, dass es sich dabei in weiten Teilen um einen TTIP-Zwilling handelt. &ldquo;Das Abkommen zwischen der EU und Japan enth&auml;lt Sonderklagerechte f&uuml;r Konzerne und r&auml;umt Konzernlobbyisten direkten Einfluss auf geplante Gesetze ein. Wie TTIP und CETA gef&auml;hrdet es Regulierungen im &ouml;ffentlichen Interesse, beschneidet die Rechte von Parlamenten sowie B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern und h&ouml;hlt die Demokratie aus. Damit wird klar: EU-Kommission und Regierungen behaupten zwar, aus dem Protest gegen TTIP und CETA gelernt zu haben. Doch egal, mit wem sie neue Handelsvertr&auml;ge aushandeln &ndash; es dominiert stets die gleiche Konzernagenda&rdquo;, sagt Roland S&uuml;&szlig; vom Attac-Koordinierungskreis. Attac fordert die Bundesregierung auf, sich daf&uuml;r einzusetzen, dass der EU-Kommission das (weiterhin geheime) Mandat f&uuml;r die Verhandlungen mit Japan entzogen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/leak-eu-verhandelt-ttip-zwilling-mit-japan\/\">attac<\/a>\n<p><strong>Dazu: So stark k&ouml;nnte Deutschland von einem Japan-Abkommen profitieren<\/strong><br>\nWenn die EU mit Japan ein weitreichendes Freihandelsabkommen schlie&szlig;t, d&uuml;rfte sich das besonders f&uuml;r Deutschland lohnen. Einer Studie zufolge k&ouml;nnte das Bruttoinlandsprodukt hierzulande kr&auml;ftig zulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/freihandel-mit-japan-deutschlands-bip-koennte-pro-jahr-um-20-milliarden-steigen-a-1139597.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Dass auch Japan als Land, das ebenso gro&szlig;e Export&uuml;bersch&uuml;sse wie Deutschland verbucht, f&uuml;r den Freihandelsfetisch eintritt, sollte niemand &uuml;berraschen. Interessant ist allerdings, dass die Verhandlungen &uuml;ber das Freihandelsabkommen mit Japan praktisch unbemerkt durch die &Ouml;ffentlichkeit stattfinden. Nach dem massiven &ouml;ffentlichen Widerstand gegen TTIP und Ceta hat man sich in Br&uuml;ssel mit Unterst&uuml;tzung der &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;, die offensichtlich auf eine Berichterstattung weitgehend verzichtet haben, wohl dazu entschlossen, das sogenannte EPA nicht an die gro&szlig;e Glocke zu h&auml;ngen. Eine Frage w&auml;re hier, ob dieses Freihandelsabkommen ebenfalls eine Sondergerichtsbarkeit und weitgehende Mitspracherechte der Gro&szlig;konzerne bei Gesetzgebungsvorhaben vorsieht? &Uuml;ber die Stichhaltigkeit und Objektivit&auml;t einer Studie, mit der ein neoliberaler Think Tank, die Bertelsmann Stiftung, ein neoliberales Wirtschaftsforschungsinstitut, das Ifo-Institut, beauftragt hat, muss wohl nicht diskutiert werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&Uuml;ber 30.000 SPD-Mitglieder unterst&uuml;tzen Aufruf gegen Autobahnprivatisierung. 100-Prozent-Schulz nicht<\/strong><br>\nWie h&auml;lt es Martin Schulz mit dem drohenden Ausverkauf der deutschen Autobahnen? Die Berliner SPD-Politikerin Gerlinde Schermer wollte dies pers&ouml;nlich vom neuen Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten der Sozialdemokraten wissen. Daf&uuml;r hatte sie eine Rede vorbereitet, die sie als Delegierte auf dem Berliner &raquo;Kr&ouml;nungsparteitag&laquo; am Sonntag verlesen wollte. (&hellip;) Daraus wurde nichts. Die Parteitagsregie lie&szlig; Schermer nicht zum Parteivolk sprechen. (&hellip;) Wie Schermer gestern beklagte, begriffen viele SPD-Mandatstr&auml;ger diese Zusammenh&auml;nge gar nicht. &raquo;Viele glauben noch immer Gabriels Ansage vom November, dass eine Privatisierung vom Tisch w&auml;re.&laquo; Dabei h&auml;tten l&auml;ngst auch die Gewerkschaften die Zeichen der Zeit erkannt. In ihrer nicht gehaltenen Rede stellte Schermer entsprechend die Frage: &raquo;Warum geht die SPD stillschweigend dar&uuml;ber hinweg, dass die Vorsitzenden aller Mitgliedsgewerkschaften des DGB im M&auml;rz den Aufruf gegen die Privatisierung der Autobahnen unterschrieben haben? Unsere B&uuml;ndnispartner.&laquo; Ja, warum eigentlich? Weil man die Sache vor der Wahl unbedingt eint&uuml;ten will, weil ein neoliberales Projekt dieser Tragweite, mit all den daf&uuml;r n&ouml;tigen Grundgesetz&auml;nderungen, nur eine gro&szlig;e Koalition mit ihrer parlamentarischen &Uuml;bermacht im Bundestag ins Werk setzen kann? Dazu passt: Am Rande des Sonderparteitags gab es am Sonntag ein Treffen des SPD-Parteivorstands, bei dem Fraktionschef Thomas Oppermann seine Mitstreiter noch einmal darauf einschwor, das Vorhaben bis zum Urnengang im Herbst durchzubringen. Danach wird sich daf&uuml;r kaum noch eine Mehrheit finden, zumal bei einer dann st&auml;rker sensibilisierten &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/307537.kandidat-der-konzerne.html\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Dividenden: BMW sch&uuml;ttet eine Milliarde Euro an die Quandts aus<\/strong><br>\nDer Autohersteller BWM verdient Milliarden. Das merken besonders auch seine gro&szlig;en Anteilseigner. Die Geschwister Stefan Quandt und Susanne Klatten erhalten von BMW in K&uuml;rze mehr als eine Milliarde Euro Dividende. Der Autokonzern hat im vergangenen Jahr 6,9 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Nach dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat soll genau ein Drittel davon als Dividende an die Aktion&auml;re ausgesch&uuml;ttet werden. Die Familie Quandt besitzt 46,7 Prozent der BMW-Stammaktien. Von den 2,3 Milliarden Euro Dividende entfallen damit 1,074 Milliarden Euro auf die Quandts. Das sind 93 Millionen mehr als im Vorjahr. Die Bez&uuml;ge des BMW-Vorstandsvorsitzenden Harald Kr&uuml;ger haben sich ebenfalls erh&ouml;ht. Kr&uuml;ger erhielt laut Gesch&auml;ftsbericht 7,6 Millionen Euro. Das sind etwa 1,4 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/autokonzern-verdient-gut-bmw-schuettet-eine-milliarde-euro-an-die-quandts-aus-14935810.html\">FAZ.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> An dieser einzigen Meldung kann man wunderbar demonstrieren, wie viel Geld die Steuersenkungen der Regierung Schr&ouml;der uns noch heute zu stehen kommen. Dank der Neufassung der Abgeltungssteuer m&uuml;ssen die Quandts in diesem Jahr maximal 268 Millionen Euro auf ihre Eink&uuml;nfte durch die BMW-Beteiligung zahlen &hellip; maximal, wenn sie keinen Cent absetzen. Nach dem alten Steuerrecht w&auml;ren es indes 483 Millionen Euro &hellip; ebenfalls maximal, ohne weitere Abz&uuml;ge. Das hei&szlig;t, lediglich der Steuerfall Quandt bringt dem Staat dank Rot-Gr&uuml;n in diesem Jahr ein Defizit von 215 Millionen Euro! Was k&ouml;nnte der Staat mit diesem Geld nicht alles Sinnvolles machen?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Da kommt Freunde auf &ndash; zumindest bei den Anteilseignern &ndash; und es passt zu den Meldungen, dass die DAX-Firmen f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr 2016 31,7 Mrd. Euro Dividenden aussch&uuml;tten und die 8 Mrd. Euro an zus&auml;tzlichen Steuermitteln f&uuml;r die Ost-Rentenanpassung p.a. eine unverantwortliche Steuerverschwendung sei, laut &bdquo;Bund der Steuerzahler&ldquo; in der FAZ. Bofinger hat schon recht, wenn er als Einziger im Rat der &bdquo;Wirtschaftsweisen&ldquo; feststellt, dass die Lohnsteigerungen in Deutschland zu niedrig und damit der Export&uuml;berschuss zu hoch sind. Aber, was schert es die Aktion&auml;re, wenn die Aussch&uuml;ttungen stimmen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Export-Wachstum ohne Limit? Wenn die Bundesregierung auf stur schaltet<\/strong><br>\nDeutschland steht wegen seines hohen Export&uuml;berschusses in der Kritik &ndash; doch die Wirtschaftsweisen k&ouml;nnen darin kein Problem erkennen. H&ouml;rt die Bundesregierung auf den Rat der &Ouml;konomen, w&auml;re das gef&auml;hrlich. Eine Analyse. (&hellip;) Protektionistische Ideen der USA und anderer L&auml;nder werden so immer wahrscheinlicher. Das w&uuml;rde Deutschland mit seinem exportorientierten Wirtschaftsmodell extrem treffen. Und selbst wenn es dazu nicht kommt, steigt mit jedem Jahr hoher deutscher &Uuml;bersch&uuml;sse die Verschuldung des Auslands bei Deutschland immer mehr an. Immer mehr Staaten, Unternehmen oder Finanzinstituten aus dem Ausland droht die Zahlungsunf&auml;higkeit. F&uuml;r Deutschland bedeutet das Forderungsausf&auml;lle &ndash; die Schulden werden nicht bedient. Oder die Forderungen werden durch Abwertung im Auslands entwertet. In der Vergangenheit war das regelm&auml;&szlig;ig der Fall &ndash; in betr&auml;chtlichem Umfang. Im Zusammenhang mit der Euro-Krise k&ouml;nnte diese Entwertung deutscher Forderungen sogar besonders schnell, krisenhaft und radikal geschehen &ndash; wenn die W&auml;hrungsunion zerf&auml;llt. Dieses Risiko sollte nicht unn&ouml;tig gesteigert werden, indem man darauf beharrt, die anderen sollten noch st&auml;rker an der Wettbewerbsf&auml;higkeitsschraube drehen als Deutschland. Das kann leicht das eine oder andere Land &uuml;berfordern. (&hellip;) Wenn nach Jahren unterdurchschnittlichen Verdienstzuwachses in Deutschland die Arbeitnehmer f&uuml;r einige Zeit h&ouml;here Lohnsteigerungen bek&auml;men als der Durchschnitt des Euroraums, dann w&uuml;rde es der EZB entschieden leichter fallen, ihre expansive Geldpolitik etwas zu straffen &ndash; und damit auch dem Rat der Weisen folgen. Und das w&auml;re f&uuml;r das wirtschaftliche Gleichgewicht in Deutschland und im Euroraum sehr hilfreich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/export-wachstum-ohne-limit-wenn-die-bundesregierung-auf-stur-schaltet\/19543008.html\">Norbert H&auml;ring im Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.Z.:<\/strong> Norbert H&auml;ring r&auml;umt in seinem Beitrag f&uuml;r das Handelsblatt auch mit dem Scheinargument (mit dem vornehmlich Unionspolitiker allzu leichte Talkshow-Punkte machen) auf, dass die Politik keinen Einfluss auf die Lohnfindung habe, da dieser Prozess den Tarifpartnern vorbehalten ist: &ldquo;Dass der Sachverst&auml;ndigenrat eine &bdquo;au&szlig;ergew&ouml;hnlich hohe preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; bei gleichzeitiger &Uuml;berauslastung der Produktionskapazit&auml;ten diagnostiziert, deutet darauf hin, dass die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer nachhaltig reduziert wurde. Denn die Sachverst&auml;ndigen bezweifeln auch nicht, dass die Agenda 2010 und das B&uuml;ndnis f&uuml;r Arbeit aus Regierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften die Wettbewerbsf&auml;higkeit Deutschlands kr&auml;ftig verbessert hat. Ganz so machtlos ist die Regierung also nicht, wenn es darum geht das Ergebnis von Tarifverhandlungen zu beeinflussen.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>S&ouml;der warnt Griechenland vor Rausschmiss aus Eurozone<\/strong><br>\nBayerns Finanzminister Markus S&ouml;der (CSU) hat erneute Warnungen in Richtung der griechischen Linkspartei SYRIZA ausgesprochen und Zweifel an einem Verbleib Athens in der Euro-Zone ge&auml;u&szlig;ert. &raquo;Was Griechenland angeht, m&uuml;ssen wir uns ehrlich machen und &uuml;ber einen Plan B diskutieren&laquo;, sagte S&ouml;der dem &raquo;Handelsblatt&laquo; angesichts neuer Konflikte in den Kreditverhandlungen. &raquo;Griechenland wird es wohl dauerhaft in der Euro-Zone nicht schaffen.&laquo; Der Minister erkl&auml;rte weiter, die europ&auml;ische Finanzpolitik werde im Bundestagswahlkampf wohl eine gro&szlig;e Rolle spielen. &raquo;Die Union hat ein Urversprechen abgegeben: Der Euro wird so stabil wie die Deutsche Mark&laquo;, so S&ouml;der. Das unterscheide die CDU\/CSU von der SPD.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1045489.soeder-warnt-griechenland-vor-rausschmiss-aus-eurozone.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn die Situation in Griechenland nicht so dramatisch und traurig f&uuml;r viele Betroffene w&auml;re, k&ouml;nnte &uuml;ber die Aussagen von Herrn S&ouml;der &ndash; und sein kaum vorhandenes &ouml;konomisches Verst&auml;ndnis &ndash; gelacht werden. Wie z.B. soll der Euro stark sein, wenn permanent Anl&auml;sse &ndash; wie eben jetzt durch die Aussage des bayerischen Finanzministers &ndash; gefunden werden k&ouml;nnen, die T&uuml;r und Tor f&uuml;r Spekulanten an den Finanzb&ouml;rsen &ouml;ffnen? W&auml;re es keine St&auml;rkung des Euros, wenn Personen wie Herr S&ouml;der sich klipp und klar zur europ&auml;ischen W&auml;hrung und ihren (derzeitigen) Teilnehmerstaaten bekennen w&uuml;rden? <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.kooperationsstelle-osnabrueck.de\/fileadmin\/user\/Aktivitaeten\/Jahrestagungen\/2017\/Beitrag_Heise.pdf\">Europa neu erfinden<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Demografie-L&uuml;ge: Die niedrige Geburtenrate ist ein gro&szlig;er Gewinn f&uuml;r uns<\/strong><br>\nEs werden zu wenige Kinder geboren, hei&szlig;t es. BILANZ-Kolumnist Wolfgang Kaden ist skeptisch gegen&uuml;ber dem angeblich dramatischen Geburtendefizit und h&auml;lt weniger f&uuml;r mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/bilanz\/article162954750\/Die-niedrige-Geburtenrate-ist-ein-grosser-Gewinn-fuer-uns.html\">Welt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Erfreulich sachliche Abhandlung, die dann doch leider mit einem Pl&auml;doyer f&uuml;r ein h&ouml;heres Rentenalter endet. Sch&ouml;n herausgearbeitet ist auch die &ldquo;v&ouml;lkische&rdquo; Komponente in der Diskussion. Dem demagogischen Marktgeschrei der Pseudo-Demographen um Lichtjahre voraus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>SUVs d&uuml;rften nur f&uuml;r Bauern und J&auml;ger erlaubt sein<\/strong><br>\nSie hat es wieder getan: Nachdem sich Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) im politischen Kampf f&uuml;r die Natur schon mit Kohlekumpeln und Landwirten angelegt hat, kritisiert sie nun Fahrer dicker Autos.<br>\n&ldquo;Eigentlich d&uuml;rften SUVs nur f&uuml;r Bauern und J&auml;ger erlaubt sein&rdquo;, sagte Hendricks beim Treffen der G20-Staaten zum Thema Ressourceneffizienz am Donnerstag in Berlin. Vorweg stellte sie allerdings gleich klar: &ldquo;Ich sage das jetzt nicht als Vorschlag, sonst werde ich wieder aufgespie&szlig;t.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/autoindustrie\/suv-boomen-ministerin-barbara-hendricks-aergert-sich-a-1139088.html\">Manager Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was war noch mal die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung des Abendlandes? Der Populismus? Was ist die Forderung, h&ouml;hergelegte Automobile, die vorwiegend von Rentnern gefahren werden, de facto verbieten zu wollen, aber anderes als Populismus in Reinkultur? Es ist an der Zeit das Thema &bdquo;Individualmobilit&auml;t&ldquo; einmal grunds&auml;tzlich zu debattieren und dabei sollte man schon &uuml;ber groteske Symptome wie den SUV-Boom hinauskommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Dreimal blau gegen zweimal farblos &ndash; die franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten im Marathon-Talk<\/strong><br>\nIch habe mir gestern Abend 2 &frac34; Stunden lang (es ging noch l&auml;nger!) den F&uuml;nfkampf der franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten im franz&ouml;sischen Fernsehen angetan &ndash; und es war ein Fehler. Drei Stunden Schlaf w&auml;ren sicher ertragreicher gewesen. Das lag auch am Format dieser Sendung, bei dem die Kandidaten jeweils maximal zwei Minuten hatten, um ihre Position zu drei Themenbl&ouml;cken (mit einem Eingangsblock zu der Frage, welche Art von Pr&auml;sident man sein werde und einigen Unterbl&ouml;cken) kundzutun. Au&szlig;er staatsm&auml;nnischen Leerformeln und allgemeinsten Appellen an die Instinkte der W&auml;hler kann man in zwei Minuten nichts Sinnvolles sagen. Dennoch, &uuml;ber die gesamte Sendezeit gesehen hatte jeder Kandidat mehr als 30 Minuten Redezeit (was genau gestoppt wurde) und man h&auml;tte erwarten k&ouml;nnen, den einen oder anderen Satz zu h&ouml;ren, der aufhorchen l&auml;sst. Doch Fehlanzeige, das Ergebnis war eine einzige Entt&auml;uschung. Besonders entt&auml;uschend fand ich den in Deutschland auch nach der Diskussion hochgejubelten &bdquo;unabh&auml;ngigen&ldquo; Kandidaten Emmanuel Macron, der sich tapfer bem&uuml;hte, nichts zu sagen und bei der Frage, wer seine Kampagne finanziert, ungeheuer ins Schlingern geriet. Insbesondere seine &ouml;konomischen &bdquo;Ideen&ldquo; wollte Macron an diesem Abend partout nicht preisgeben. Irgendwo befindet er sich zwischen Fillon (dem Konservativen), der eine zum Schreien absurde Austerit&auml;ts-Agenda hat und Jean-Luc M&eacute;lenchon (dem ganz Linken), der immerhin der Einzige war, der das Wort Nachfrage (explizit als Gegensatz zu Angebotspolitik) in den Mund nahm. Was Macron aber will au&szlig;er mehr Investitionen, war beim besten Willen nicht festzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/03\/dreimal-blau-gegen-zweimal-farblos-die-franzoesischen-praesidentschaftskandidaten-im-marathon-talk\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>J&auml;hrliche Statistik: Der BND &uuml;berwacht angeblich nur eine E-Mail pro Woche<\/strong><br>\nDer BND hat letztes Jahr nur 52 Mal E-Mails oder Telefonante abgeh&ouml;rt und ausgewertet. Das sagt die offizielle Statistik zur &Uuml;berwachung nach Artikel 10-Gesetz. Der Haken: Dabei wird nur gez&auml;hlt, wenn der Auslandsgeheimdienst Inl&auml;nder abh&ouml;rt. Das hat der BND in der Vergangenheit missbraucht. Als Teil der parlamentarischen Aufsicht der Geheimdienste ver&ouml;ffentlicht das Parlamentarische Kontrollgremium jedes Jahr einen Bericht &uuml;ber deren &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen nach Artikel 10-Gesetz. Im Februar wurde der aktuelle Bericht &uuml;ber das Jahr 2015 ver&ouml;ffentlicht.<br>\nObwohl das Dokument aus nur zehn Seiten besteht, gab es au&szlig;er einer Meldung auf bundestag.de keine nennenswerte Berichterstattung. Das liegt auch daran, dass die eigentlichen Neuigkeiten in einer Textw&uuml;ste untergehen und nicht eingeordnet werden. Auf Basis der Arbeit von J&uuml;rgen Scheele haben wir die Zahlen extrahiert, aufbereitet (ODS, CSV) und visualisiert.<br>\nDabei beschr&auml;nken wir uns auf die so genannte &bdquo;strategische &Uuml;berwachung&ldquo; des BND, also nicht das Abh&ouml;ren konkreter Zielpersonen, sondern das Abschnorcheln ganzer Kommunikationsleitungen wie Glasfaser-Kabeln, um sie mit &bdquo;Selektoren&ldquo; zu rastern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/jaehrliche-statistik-der-bnd-ueberwacht-angeblich-nur-eine-e-mail-pro-woche\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Krieg im Weltraum<\/strong><br>\nDas Bundesverteidigungsministerium (BMVg) hat eine geheime &ldquo;strategische Leitlinie&rdquo; &uuml;ber die milit&auml;rische Nutzung des Weltraums beschlossen. Das berichtet die deutsche Tagespresse. Demnach versteht das BMVg den Orbit als &ldquo;milit&auml;rischen Operationsraum&rdquo;, der f&uuml;r die &ldquo;moderne Kriegsf&uuml;hrung&rdquo; unerl&auml;sslich sei. Verwiesen wird unter anderem auf die Bek&auml;mpfung von &ldquo;Flugk&ouml;rpern&rdquo; sowie auf die Spionage und Truppenf&uuml;hrung via Satellit. Letztere sei eine zentrale &ldquo;Voraussetzung&rdquo; f&uuml;r Kriegsoperationen im Ausland, weshalb dem &ldquo;Schutz von Weltraumsystemen&rdquo; besondere Bedeutung zukomme, hei&szlig;t es. Entsprechend hat sich das Planungsamt der Bundeswehr schon vor mehreren Jahren ge&auml;u&szlig;ert. In einer Studie warnte die Einrichtung davor, &ldquo;nicht-staatliche Akteure&rdquo; k&ouml;nnten sich in die Steuerungsnetzwerke eines Satellitensystems &ldquo;einhacken&rdquo;, dieses &ldquo;kapern&rdquo; und wahlweise f&uuml;r eigene Zwecke einsetzen oder zerst&ouml;ren. Denkbar sei zudem, dass &ldquo;Kriminelle&rdquo; oder &ldquo;Terroristen&rdquo; Satelliten &ldquo;&uuml;bernehmen&rdquo;, um von deren Betreibern &ldquo;L&ouml;segeld zu erpressen&rdquo;. Nicht zuletzt solche Szenarien werden jetzt offenbar herangezogen, um die Militarisierung des Weltraums weiter voranzutreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59565\">German-Foreign-Policy.com<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>T&uuml;rkei: Wer ist hier eigentlich der Terrorist?<\/strong><br>\n&bdquo;Der F&uuml;hrer der PKK, der seit 18 Jahren streng bewacht in einem t&uuml;rkischen Knast gefangen gehalten wird &ndash; oder der Pr&auml;sident der T&uuml;rkei, der zehntausende Oppositionelle verfolgen und inhaftieren l&auml;sst, darunter auch die Parlamentarier der prokurdischen Partei HDP?&ldquo;<br>\nTagesthemen-Kommentar von Georg Restle &uuml;ber die Rolle Erdogans<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/videos\/10155203499919407\/?pnref=story\">ARD Monitor via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Niedergang der italienischen Linken: Das Ende der Hoffnungen<\/strong><br>\nIn den 60er- und 70er-Jahren war Italien ein Labor linker K&auml;mpfe und linker Theorie. In Zeitschriften wie Quaderni Rossi und Classe operaia wurde der Marxismus neu gedacht und dem Ist-Zustand der Arbeiterklasse angepasst. Die Fabrikarbeiter probierten neue Streikformen aus und brachten den Klassenkampf auf die Stra&szlig;en. 1968 schlossen sich ihnen Studenten und Intellektuelle an. Die Kommunistische Partei Italiens (PCI) hatte sich schon 1945 zur parlamentarischen Demokratie als italienischen Weg zum Sozialismus bekannt. 34,4 Prozent der Wahlstimmen erlangte die Partei bei den Parlamentswahlen 1976 &ndash; auch dank der Popularit&auml;t ihres Vorsitzenden Enrico Berlinguer. In den 80er-Jahren wurde die au&szlig;erparlamentarische Bewegung durch die Abspaltung bewaffneter Gruppen und die immer h&auml;rtere polizeiliche Repression auseinandergetrieben. Und 1991 l&ouml;ste sich die PCI auf. Bei alledem ist das linke Volk Italiens nicht verschwunden, aber v&ouml;llig desillusioniert. Die Aktivisten von damals setzen ihre einzige Hoffnung in die Kunst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/niedergang-der-italienischen-linken-das-ende-der-hoffnungen.1247.de.html?dram:article_id=380113\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Fischer, Frauen und die taz: Thomas Fischer zur Geschichte eines gescheiterten Interviews<\/strong><br>\n[&hellip;] Zur&uuml;ck zum Anfang. Alles begann damit, dass die Journalistin mitteilte, man habe sie beauftragt, ein &bdquo;Portrait&ldquo; des Kolumnisten zu verfassen. Hierzu sei ein ausf&uuml;hrliches Gespr&auml;ch erforderlich, m&ouml;glichst am Wohnsitz des zu Portraitierenden. Als Thema w&uuml;nschte sie sich &bdquo;Das Frauenbild von Fischer&ldquo;: einen Bereich, der von der Forschung noch unber&uuml;hrt ist und dem kritischen Journalismus die maximale Enth&uuml;llung versprach. [&hellip;]<br>\nKaum war das Gespr&auml;ch gef&uuml;hrt, sollte  es &ndash; jetzt aber mal eine ganz neue Format-Idee &ndash; als Interview ver&ouml;ffentlicht werden. Allerdings brachte die Verschrifterin eine autorisierbare Fassung nicht zustande, so lange sie auch r&auml;tselte, imaginierte und k&uuml;rzte. Frau Schmollack findet es seither &bdquo;leider &uuml;blich hierzulande&ldquo;, dass das Opfer eines Interviews frecherweise das Recht hat, der Ver&ouml;ffentlichung tendenzi&ouml;s zusammengeschreibselter  Ausz&uuml;ge die Autorisierung zu verweigern. Ich finde diesen Umstand eher beruhigend.<br>\nDas Versemmeln eines Interviews ist ja nun nicht weiter schlimm und passiert jedem und jeder Journalistin einmal. Deshalb ist der Umstand, dass dieser Erfahrung im genderm&auml;&szlig;ig beispielhaften Zentralorgan der Pressefreiheit eine ganze Seite in der schlichten Gestalt eines &bdquo;offenen Briefs&ldquo; gewidmet wurde  &ndash;  bis hin zur peinlichen Zitierung von E-Mail-Anreden und der Offenbarung einer Journalistin, was sie ihrem unwilligen Opfer &bdquo;wirklich &uuml;bel nimmt&ldquo; &ndash;, ein deprimierendes Dokument zum Stand journalistischer Selbstgewissheit. [&hellip;]<br>\nSagen wir es vereinfacht: Die Interviewerin reiste mit einem Haufen alberner Vorurteile im Gep&auml;ck an, kriegte nicht die Antworten, die ihr zur Best&auml;tigung ihrer Stereotype geeignet erscheinen, und trat deshalb beleidigt und ziemlich unterirdisch nach. So weit, so gut. Journalisten sind so neutral, intelligent und souver&auml;n wie Fu&szlig;ballfreunde, Musikkritiker, Pal&auml;ontologen, Orthop&auml;den oder Richter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/03\/21\/fischer-frauen-und-die-taz-thomas-fischer-zur-geschichte-eines-gescheiterten-interviews\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Diese am&uuml;sante Lekt&uuml;re sagt mehr &uuml;ber die taz und einen sich selbst als linksliberal empfindenden Teil der Branche aus als es so manche dicke wissenschaftliche Analyse je k&ouml;nnte. Dennoch muss Thomas Fischer sich die Frage gefallen lassen, warum er sich &uuml;berhaupt auf ein derartiges Interview eingelassen hat. Dass Frau Schmollack ihm intellektuell nicht gewachsen ist und kein ernsthaftes Interesse an seiner Person hat, sondern ihn nur als b&ouml;sen &bdquo;Sexisten&ldquo; blo&szlig;stellen wollte, h&auml;tte Herrn Fischer ja wohl klar sein m&uuml;ssen. Nun stellt er sich als &bdquo;Opfer&ldquo; dar, dabei h&auml;tte er es nicht nur besser wissen k&ouml;nnen, sondern besser wissen m&uuml;ssen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Chefs von FBI und NSA zu den vermeintlichen Interventionen aus Russland in den US-Wahlkampf und zum Vorwurf des neuen Pr&auml;sidenten, sein Vorg&auml;nger Obama habe ihn abh&ouml;ren lassen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Tagesschau\/tagesschau-20-00-Uhr\/Das-Erste\/Video?bcastId=4326&amp;documentId=41658042\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Schauen Sie sich diese Tagesschau vom 20. M&auml;rz nur von Sekunde 15 bis Minute 1 Sekunde 50 an. Der Chef des FBI erweckt den Eindruck, die Intervention Russlands in den US-amerikanischen Wahlkampf sei zweifelsfrei erwiesen und er weist den &ndash; vermutlich falschen &ndash; Vorwurf Trumps zur&uuml;ck, Obama habe ihn im Wahlkampf abh&ouml;ren lassen. Wenn der FBI-Chef so offen auch reine Vermutungen wie die Intervention Russlands und das Zusammenspiel mit Trumps Leuten best&auml;tigt und dabei insinuiert, es handle sich um Landesverrat, dann wird die Erwartung wahrscheinlicher, dass dieser Pr&auml;sident Trump in absehbarer Zeit das Amt verlassen muss. Offenbar haben die Geheimdienste viel in der Hand. Zugegeben eine Vermutung, aber anders kann man sich diese offene Aggression von hohen Beamten gegen den gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten nicht erkl&auml;ren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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