{"id":37600,"date":"2017-03-28T08:31:14","date_gmt":"2017-03-28T06:31:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600"},"modified":"2017-03-28T08:31:14","modified_gmt":"2017-03-28T06:31:14","slug":"hinweise-des-tages-2843","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h01\">Eine &bdquo;Mehrheit diesseits der Union&ldquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h02\">Wahlergebnis im Saarland: Viele Medien sind auf die letzten Umfragen gar nicht eingegangen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h03\">Podemos: Iglesias gegen Rot-Rot-Gr&uuml;n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h04\">&bdquo;Sparpolitik ist eine Ideologie, keine erfolgreiche Wirtschaftsstrategie&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h05\">F&uuml;r Erleichterung &uuml;ber das Wahlergebnis in den Niederlanden gibt es keinen Grund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h06\">US-Versicherungen verklagen Saudi-Arabien auf sechs Milliarden Dollar Entsch&auml;digung f&uuml;r 9\/11<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h07\">Angebots&ouml;konomie: wenig Innovation &ndash; viele Jobs!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h08\">Blackbox Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h09\">Die Wut der verarmten Rentner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h10\">Sinkendes Rentenniveau &ndash; die ganze Wahrheit nach Steuerabzug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h11\">Eine Kleinstadt in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h12\">Ausverkauf &ndash; Die Gefahren der Privatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h13\">Autobahn AG: Vollgas f&uuml;r die Privatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h14\">Pulse of Europe &ndash; Es ist f&uuml;r uns wie der Kirchgang geworden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h15\">Die Eliten betreiben eine Sprachwaschmaschine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h16\">Atomwaffenverbot: &ldquo;Bundesregierung macht sich unglaubw&uuml;rdig&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h17\">Hochamt mit Nebelkerzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37600#h18\">Die konservative Agenda wackelt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eine &bdquo;Mehrheit diesseits der Union&ldquo;?<\/strong><br>\nDie saarl&auml;ndische LINKE hat bei der Wahl ein gutes Ergebnis erzielt. Wie schon bei den vergangenen Wahlen wird eine solch hohe Zustimmung f&uuml;r die Partei DIE LINKE in keinem anderen westdeutschen Bundesland erreicht. Gemessen an den Resultaten der LINKEN im vergangenen Jahr (Rheinland-Pfalz: 2,8 Prozent, Baden-W&uuml;rttemberg: 2,9 Prozent) konnten wir im Saarland prozentual viermal mehr W&auml;hlerinnen und W&auml;hler gewinnen. Es war auch richtig, unse&hellip;re Absicht, mit der SPD und wenn notwendig den Gr&uuml;nen in einer Regierung zusammenzuarbeiten, als Ziel zu benennen, da viele W&auml;hlerinnen und W&auml;hler sehr wohl wissen wollen, mit wem man seine politischen Vorstellungen umsetzen will.<br>\nAuch auf Bundesebene ist DIE LINKE bereit, ihre Ziele mit der SPD und den Gr&uuml;nen zu realisieren, wenn ihre wichtigsten Forderungen (Beendigung von Lohndr&uuml;ckerei und Rentenk&uuml;rzungen, keine Waffenlieferungen in Spannungsgebiete, keine Interventionskriege) von diesen Parteien mitgetragen werden.<br>\nVor allem die SPD muss sich entscheiden. Die jetzige Wahlkampfstrategie, sich hinsichtlich des Koalitionspartners und des Programms nicht festzulegen, wird scheitern. Willy Brandt suchte f&uuml;r seine Reformpolitik die &sbquo;Mehrheit diesseits der Union&lsquo;. Seine wichtigsten politischen Ziele (Frieden und Entspannung mit Russland, &sbquo;mehr Demokratie wagen&lsquo;, starker Sozialstaat, Gleichstellung der Frau und die &ouml;kologische Erneuerung der Industriegesellschaft) waren nur mit einer &sbquo;Mehrheit diesseits der Union&lsquo; zu verwirklichen.<br>\nDie hoffnungsfrohe Botschaft des Kampagnenjournalismus, die Saarl&auml;nderinnen und Saarl&auml;nder h&auml;tten Rot-Rot eine Absage erteilt, findet nur Resonanz, weil jeder unter Rot-Rot etwas anderes versteht. Die schlichte Angabe einer Parteienkonstellation f&uuml;hrt in die Irre. DIE LINKE versteht unter Rot-Rot die Beendigung der Lohndr&uuml;ckerei und der Rentenk&uuml;rzungen, keine Waffenlieferungen in Spannungsgebiete, keine Interventionskriege. Schlagzeilen wie: &ldquo;Die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler haben den Forderungen nach Beendigung der Lohndr&uuml;ckerei und Rentenk&uuml;rzungen, nach einem Stopp der Interventionskriege und der Waffenlieferungen in Spannungsgebiete eine Absage erteilt&rdquo;, w&uuml;rden bei den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern Kopfsch&uuml;tteln verursachen. Es zeigt sich wieder, in der Politik f&uuml;hren klischeehafte Begriffe wie Rot-Rot, die bewusst eingesetzt werden, nicht weiter. Ohne die Benennung politischer Ziele kann keine ernsthafte politische Debatte gef&uuml;hrt werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&amp;fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<p><strong>und: Lieber Martin Schulz,<\/strong><br>\ndas war&rsquo;s dann ja schon fast mit Ihrem Rebellenbonus bei der SPD. Klar, das Saarland ist klein und die Gegner waren gro&szlig; &ndash; und trotzdem: Dass es inklusive Schulz-Effekt nicht mal f&uuml;r 30% reichte, l&auml;sst sich allein damit nicht erkl&auml;ren. Dabei hatten Sie in der BamS noch schnell ihr 100-Tage-Programm f&uuml;r soziale Gerechtigkeit platziert: Deckelung von Manager-Geh&auml;ltern, mehr Lohngerechtigkeit f&uuml;r Frauen; das klang doch alles ganz gut. Allein, es &uuml;berzeugte die W&auml;hler nicht. Und wird es wohl auch in Zukunft nicht. Denn f&uuml;r einen wirklichen Wandel reicht dieses Programm bei weitem nicht aus.<br>\nWer wirklich Gerechtigkeit schaffen will im Land, darf sich eben nicht mit Symbolpolitik begn&uuml;gen, zumal Manager- und Frauenl&ouml;hne nur sehr begrenzt politisch bestimmt werden k&ouml;nnen. Anderswo dagegen k&ouml;nnte tats&auml;chlich umgesteuert werden: Bei der Renten- und Gesundheitspolitik etwa, und bei den Steuern sowieso. Denn gerade hier wurde in den letzten Jahren soziale Gerechtigkeit begraben. Die Privatisierung der Altersvorsorge, h&ouml;here Eigenbeteiligungen f&uuml;r Krankenversicherte, die Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer: All dies hat die Gerechtigkeitsl&uuml;cke wachsen lassen &ndash; allesamt Entscheidungen, f&uuml;r die SPD-Minister verantwortlich waren. Von Hartz4 ganz zu schweigen.<br>\nUnd da w&auml;ren wir schon beim Kernproblem: Wenn Sie tats&auml;chlich im September Kanzler werden wollen, m&uuml;ssten Sie Ihre Partei wirklich auf neuen Kurs bringen &ndash; und deutlich machen, warum die 15 Jahre, in denen die SPD seit 1998 mitregiert hat, alles andere als eine Erfolgsgeschichte waren. Jedenfalls nicht in Sachen sozialer Gerechtigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/1346602542045349?pnref=story\">Georg Restle via Monitor<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wahlergebnis im Saarland: Viele Medien sind auf die letzten Umfragen gar nicht eingegangen<\/strong><br>\nF&uuml;r den Parteien- und Wahlforscher Oskar Niedermayer war das CDU-Wahlergebnis bei der Landtagswahl in Saarland keine &Uuml;berraschung. Viele Medien seien auf die positiven Wahltrends f&uuml;r die CDU gar nicht eingegangen. Das habe auch die SPD nicht wahrhaben wollen und weiter von einem Kopf-an-Kopf-Rennen gesprochen, &ldquo;was &uuml;berhaupt nicht stimmte&rdquo;.<br>\nDobovisek: Herr Niedermayer, die CDU zehn Prozentpunkte vor der SPD. F&uuml;r viele gestern eine gro&szlig;e &Uuml;berraschung. F&uuml;r Sie auch?<br>\nNiedermayer: Vielleicht in der H&ouml;he ein bisschen. Aber dass die CDU deutlich vor der SPD liegen w&uuml;rde, war mir klar.<br>\nDobovisek: Warum?<br>\nNiedermayer: Weil die letzten Umfragen, die halbwegs in der N&auml;he des Wahlsonntags waren, gerade die Forschungsgruppe Wahlen zum Beispiel, schon sehr, sehr nahe am Ergebnis waren. Wenn man die Fehlertoleranz abzieht, haben sie fast alle richtig gesch&auml;tzt. Es war nur so, dass viele Medien darauf gar nicht eingegangen sind und nat&uuml;rlich die SPD das auch nicht wahrhaben wollte und immer noch davon geredet haben, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen ist, was &uuml;berhaupt nicht stimmte.<br>\nDobovisek: Aber wir k&ouml;nnen generell festhalten: Umfrageergebnisse, die kurz vor der Wahl noch ver&ouml;ffentlicht werden, haben einen Einfluss auf die Wahl?<br>\nNiedermayer: Sie haben einen Einfluss, aber sie haben f&uuml;r verschiedene Gruppen der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger unterschiedlichen Einfluss, sodass man nicht sagen kann, sie haben einen ganz bestimmten Einfluss, der eine Partei auf jeden Fall benachteiligt oder die andere bef&uuml;rwortet, sondern es kommt darauf an, ist man ein strategischer W&auml;hler, welcher Partei h&auml;ngt man an und so weiter und so fort.<br>\nDobovisek: Strategische W&auml;hler, sagen Sie, kurz entschlossene W&auml;hler, das ist kein neues Ph&auml;nomen, aber es wird st&auml;rker, es wird messbar st&auml;rker.<br>\nNiedermayer: Richtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wahlergebnis-im-saarland-viele-medien-sind-auf-die-letzten.694.de.html?dram:article_id=382360\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Niedermayer hat im Grunde Recht. Die Abweichungen zu <a href=\"http:\/\/www.wahlrecht.de\/umfragen\/landtage\/saarland.htm\">den letzten Ergebnissen der Umfragen<\/a> liegen nur marginal und bei der CDU au&szlig;erhalb des angegebenen Fehlerbereichs. Die Schelte sollte also den Medien gelten, die einfach nicht wiedergegeben haben, dass die Zahlen so etwas wie einen Schulz-Effekt in den Umfragen einfach nicht hergeben. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Podemos: Iglesias gegen Rot-Rot-Gr&uuml;n<\/strong><br>\nDer Chef der spanischen Linkspartei Podemos (Wir K&ouml;nnen), Pablo Iglesias, hat sich gegen ein rot-rot-gr&uuml;nes Regierungsb&uuml;ndnis in Deutschland nach der Bundestagswahl im Herbst ausgesprochen. Der 38-J&auml;hrige begr&uuml;ndete dies vor allem mit Kritik an den Sozialdemokraten. Auch deren neuen Spitzenkandidaten Martin Schulz bezog er mit ein. &raquo;Schulz ist Teil einer SPD, die vor Angela Merkel in die Knie gegangen ist.&laquo;<br>\nAuf die Frage, ob Schulz oder die amtierende Kanzlerin besser f&uuml;r die Republik und f&uuml;r Europa seien, sagte Iglesias: &raquo;Ich will nicht zwischen Pest und Cholera w&auml;hlen m&uuml;ssen.&laquo; CDU und SPD h&auml;tten das selbe Strategieprojekt. Es gebe politische Kr&auml;fte in Deutschland, mit denen er sich mehr identifiziere. &raquo;Die Linkspartei und die Gr&uuml;nen sind unsere nat&uuml;rlichen Allierten in diesem Land&laquo;, sagte er. &raquo;Wir ziehen es vor, dass nur LINKE und Gr&uuml;ne eine Koalition bilden&laquo;, so Iglesias gegen&uuml;ber der Deutschen Presse-Agentur.<br>\nAus dem Europaparlament kenne er Schulz als netten Menschen, sagte Iglesias weiter. &raquo;Aber ich stelle fest, dass er in den letzten Wochen seinen Diskurs ge&auml;ndert hat.&laquo; Er habe dem fr&uuml;heren Chef der Euro-Gruppe und heutigen Pr&auml;sidenten der Europ&auml;ischen Kommission Jean-Claude Juncker sehr nahe gestanden und &raquo;mit den Konservativen alles vereinbart. Und nun benutzt mein guter Freund Martin einen linkeren Diskurs&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1046040.podemos-iglesias-gegen-rot-rot-gruen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Sparpolitik ist eine Ideologie, keine erfolgreiche Wirtschaftsstrategie&ldquo;<\/strong><br>\nSollte Martin Schulz die Bundestagswahlen gewinnen, w&auml;re dies eine Chance f&uuml;r Europa, die erfolglose Sparpolitik zu beenden und wieder f&uuml;r soziale Gerechtigkeit zu sorgen, betont Thomas Oppermann (SPD) im Interview mit EURACTIV Br&uuml;ssel in Rom. Thomas Oppermann ist Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. [&hellip;]<br>\nEURACTIV: Ihnen zufolge ist die Sparpolitik der letzten Jahre also gescheitert?<br>\nWas wir brauchen, ist vern&uuml;nftige Konsolidierung. Nach der internationalen Finanzkrise sind die Staatsschulden explosionsartig in die H&ouml;he geschossen. Damals waren wir auf Instrumente zur Ausgabenbegrenzung angewiesen, aber Sparpolitik ist eine Ideologie, keine erfolgreiche Wirtschaftsstrategie. Wir m&uuml;ssen mehr Investitionen t&auml;tigen und diese Sparideologie hinter uns lassen.<br>\nStellen die Bundestagswahlen in dieser Hinsicht eine Chance f&uuml;r Europa dar?<br>\nJa. Martin Schulz ist eine gro&szlig;e Chance f&uuml;r Europa wie auch Emmanuel Macron.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.euractiv.de\/section\/europakompakt\/interview\/sparpolitik-ist-eine-ideologie-keine-erfolgreiche-wirtschaftsstrategie\/\">Euractiv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist wirklich ein Knaller, dass Oppermann, Macron, einen knallharten Neoliberalen und Elitez&ouml;gling, Gegenkandidaten zu Beno&icirc;t Hamon, dem Pr&auml;sidentschaftskandidaten der Schwesterpartei der SPD, der PS, der nun wirklich mit einem dezidiert linken Programm antritt, als &bdquo;eine gro&szlig;e Chance f&uuml;r Europa&ldquo; anpreist. Das ist die SPD wie sie leibt und lebt. Wer wirklich glaubt mit Schulz w&uuml;rde sich an der herrschenden neoliberalen Politik etwas &auml;ndern, dem ist nicht mehr zu helfen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.B.:<\/strong> Dazu f&auml;llt einem nichts mehr ein. Oppermann ist einer derjenigen, der die Troika-Politik in der EU immer bef&uuml;rwortet hat, f&uuml;r die Schuldenbremse ist, offenbar keine Verm&ouml;genssteuer mehr will, die PKW-Maut miteinf&uuml;hrt und die Autobahnen privatisieren will, quasi nichts gegen Leiharbeit und Befristung in Deutschland getan hat, f&uuml;r TTIP und CETA ist. Dieser redet davon, dass K&uuml;rzungspolitik eine Ideologie ist und nicht wirtschaftspolitisch sinnvoll&hellip;, das ist doch der Postillon, oder? Und wenn K&uuml;rzungspolitik eine Ideologie ist, warum ergreift Oppermann dann f&uuml;r Macron das Wort, dem die K&uuml;rzungspolitik Hollandes in Frankreich eher nicht weit genug ging. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>F&uuml;r Erleichterung &uuml;ber das Wahlergebnis in den Niederlanden gibt es keinen Grund<\/strong><br>\nZu Hochzeiten der Diskussion um Gefl&uuml;chtete und Asyl lag Wilders in Umfragen noch haushoch in F&uuml;hrung. Doch w&auml;hrend der letzten Wahlkampfwochen zeichnete sich ab, dass die PVV nicht die st&auml;rkste Fraktion im Parlament stellen d&uuml;rfte. Sowohl ein Nexit, ein Ausstieg der Niederlande aus der EU, als auch ein Ministerpr&auml;sident Wilders waren au&szlig;erdem mehr als unwahrscheinlich, da alle Parteien jegliche Zusammenarbeit vehement ablehnten. Nun gilt Wilders als Wahlverlierer. Das ist zumindest eine gewagte Analyse, konnte die PVV im Vergleich zu den vergangenen Wahlen 2012 etwa drei Prozent zulegen. Angesichts der gestiegenen Wahlbeteiligung und der immer hemmungsloseren rassistischen Aussagen Wilders ist das durchaus bemerkenswert &ndash; zumal Wilders au&szlig;er via Twitter kaum Wahlkampf gemacht hat.<br>\nBeunruhigend ist auch der starke Wind von rechts. Nicht nur Wilders ist f&uuml;r dieses gesellschaftliche Klima verantwortlich. St&auml;rkste Partei wurde trotz Verlusten die Volkspartei f&uuml;r Freiheit und Demokratie (VVD) des Ministerpr&auml;sidenten Mark Rutte. Dieser hatte in den Tagen vor den Wahlen durch die diplomatischen Verstimmungen mit der T&uuml;rkei f&uuml;r Aufsehen gesorgt.<br>\nRutte erkl&auml;rte der Regierung in Ankara, Wahlkampfauftritte zum anstehenden Referendum seien nicht erw&uuml;nscht. Der t&uuml;rkische Au&szlig;enminister Mevl&uuml;t &Ccedil;avusoglu wollte dennoch in den Niederlanden f&uuml;r ein Ja bei der Volksabstimmung werben, erhielt aber keine Landeerlaubnis. Die Polizei stoppte den Dienstwagen der t&uuml;rkischen Familienministerin Fatma Bet&uuml;l Sayan Kaya und brachte sie zur&uuml;ck zur deutsch-niederl&auml;ndischen Grenze, sie sei eine &raquo;unerw&uuml;nschte Ausl&auml;nderin&laquo;. Es ist unwahrscheinlich, dass Rutte &auml;hnlich gehandelt h&auml;tte, wenn er sich nicht im Wahlkampfmodus befunden h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/2027\">annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>US-Versicherungen verklagen Saudi-Arabien auf sechs Milliarden Dollar Entsch&auml;digung f&uuml;r 9\/11<\/strong><br>\nEin von Barack Obama blockiertes Gesetz hat eine neue Rechtslage geschaffen<br>\nMehrere US-Versicherungskonzerne &ndash; darunter Liberty Mutual und Safeco &ndash; haben beim Bundesbezirksgericht Manhattan eine Klage eingereicht, in der sie dem &Ouml;lk&ouml;nigreich Saudi-Arabien und einer saudischen Stiftung eine Mitschuld an den Terrorattacken am 11. September 2001 geben, bei dem sunnitische Extremisten Flugzeuge entf&uuml;hrten und damit die beiden T&uuml;rme des New Yorker World Trade Center zum Einsturz brachten.<br>\nDiese Mitschuld ergibt sich den Kl&auml;gern nach durch eine Beteiligung hochgestellter Pers&ouml;nlichkeiten aus Saudi-Arabien an der Finanzierung der sunnitischen Extremisten. Deshalb, so die Klageschrift, sei Saudi-Arabien den Versicherungen mindestens sechs Milliarden Dollar schuldig.<br>\nDie Versicherer hatten in der Vergangenheit schon einmal versucht, den Wahabitengottesstaat zu verklagen, waren aber im September 2015 an der damaligen Rechtslage gescheitert. Daraufhin verabschiedete der US-Senat den Justice Against Sponsors of Terrorism Act (JASTA) der Privatklagen von US-B&uuml;rgern gegen ausl&auml;ndische Staaten erlaubt. Voraussetzung f&uuml;r eine Klage ist, dass solche Staaten begr&uuml;ndet verd&auml;chtigt werden, an der Planung, Durchf&uuml;hrung oder Finanzierung von Terroranschl&auml;gen beteiligt gewesen zu sein (was Saudi-Arabien weiter bestreitet). Die US-Regierung kann solche Klagen der Gesetzesnovelle nach nur dann unterbinden, wenn sie vor Gericht eigene ernsthafte L&ouml;sungsanstrengungen nachweist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/US-Versicherungen-verklagen-Saudi-Arabien-auf-sechs-Milliarden-Dollar-Entschaedigung-fuer-9-11-3665312.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Angebots&ouml;konomie: wenig Innovation &ndash; viele Jobs!<\/strong><br>\nAuf der Suche nach Erkl&auml;rungen f&uuml;r die Produktivit&auml;tskrise dienen sich mehrere Kandidaten an. So hat Richard Koo die These einer &ldquo;Bilanzrezession&rdquo; formuliert. Vor der Finanzkrise 2007\/2008 haben viele (Finanz-)Unternehmen und Privatpersonen Verm&ouml;genswerte (oft auf Kredit) in der Hoffnung auf (weitere) Wertsteigerungen angeschafft. Seit dem Platzen der Verm&ouml;genspreisblasen 2008 haben viele Verm&ouml;genswerte an Wert verloren. Verluste lassen sich nur ausgleichen, wenn die Einnahmen gr&ouml;&szlig;er als die Ausgaben sind. Was auf Mikroniveau vern&uuml;nftig ist, funktioniert jedoch leider nicht auf Makroniveau: Im makro&ouml;konomischen Kreislauf sind nun einmal die Ausgaben des einen die Eink&uuml;nfte eines anderen. Wollen viele zugleich mehr einnehmen als ausgeben, dann kann das nicht funktionieren. Keynesianische Politikans&auml;tze k&ouml;nnen hier sinnvoll sein: Irgendjemand (z.B. der Staat) muss schlie&szlig;lich bereit sein, mehr auszugeben als einzunehmen, damit andere mehr einnehmen k&ouml;nnen als sie ausgeben. Austerit&auml;tspolitik ist hier keine L&ouml;sung.<br>\nEine zweite interessante Erkl&auml;rung kommt von David Gordon. Der IT-Boom in den USA, der zwischen 1995 und 2005 die Wachstumsraten der Arbeitsproduktivit&auml;t (und der totalen Faktorproduktivit&auml;t) deutlich erh&ouml;ht hat, ist &uuml;ber seinen H&ouml;hepunkt hinaus. Inzwischen arbeiten relativ weniger Menschen in jungen Betrieben, es gibt weniger Start-ups und auch der Einsatz von Wagniskapital hat deutlich abgenommen. Auch das &ldquo;Gesetz von Moore&rdquo; gilt nicht mehr. Die Verdoppelung der Rechenkraft eines Computerchips dauert inzwischen nicht mehr zwei Jahre (oder weniger), sondern vier bis sechs Jahre. Das Silicon Valley leidet unter abnehmenden Grenzertr&auml;gen.<br>\nDieser Beitrag konzentriert sich auf eine dritte Erkl&auml;rung: das Pl&auml;doyer der Angebotstheoretiker f&uuml;r durch Strukturreformen deregulierte und flexibilisierte Arbeitsm&auml;rkte. Aus Sicht der neoklassischen Theorie (insbesondere der Angebotstheorie) ist es naheliegend, f&uuml;r unternehmerische Freiheit und damit f&uuml;r die Flexibilisierung von Arbeitsm&auml;rkten zu pl&auml;dieren. Kernpunkte sind dabei die Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes und Lohnflexibilit&auml;t (nach unten) sowie der Abbau von als zu gro&szlig;z&uuml;gig eingestuften Sozialleistungen. Je mehr Flexibilit&auml;t, desto leichter k&ouml;nne der Arbeitsmarkt sich an ver&auml;ndernde Umst&auml;nde anpassen und ins Gleichgewicht finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/archiv.wirtschaftsdienst.eu\/jahr\/2017\/13\/angebotsoekonomie-wenig-innovation-viele-jobs\/\">Wirtschaftsdienst<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Blackbox Hartz IV<\/strong><br>\nArbeitsministerin Andrea Nahles hat j&uuml;ngst ein Konzept f&uuml;r ein sogenanntes Arbeitslosengeld Q vorgelegt. Das Arbeitslosengeld I soll um bis zu zwei Jahre l&auml;nger gew&auml;hrt werden, wenn sich Arbeitslose in dieser Zeit weiterqualifizieren. Auch diejenigen, die immer mal wieder arbeitslos und zwischendrin nur kurzzeitig besch&auml;ftigt sind, sollen nicht mehr nur mit Arbeitslosengeld II (&raquo;Hartz IV&laquo;) abgespeist werden. Zudem soll die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit einen anderen Namen erhalten: Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und Qualifikation, denn &ndash; so Nahles auf einer Pressekonferenz Anfang M&auml;rz in Berlin &ndash; das Problem sei heute nicht mehr in erster Linie Massenarbeitslosigkeit, sondern zunehmender Fachkr&auml;ftemangel.<br>\nMassenarbeitslosigkeit &ndash; kein Problem mehr? Das sehen nicht alle so. Der Sozialberater Harald Thom&eacute; zum Beispiel. Er ist eines der Gr&uuml;ndungsmitglieder des Erwerbslosen- und Sozialhilfevereins Tacheles in Wuppertal und ber&auml;t seit Jahrzehnten Erwerbslose und einkommensschwache Menschen. Thom&eacute; bemerkt hinsichtlich der Nahles-&Auml;u&szlig;erung gegen&uuml;ber ak: &raquo;Aus Sicht der Betroffenen sieht die Welt anders aus. Durch die Armut von Hartz IV ist eine Vielzahl von Menschen aus dem regul&auml;ren Arbeitsmarkt abgekoppelt.<br>\nDass Massenarbeitslosigkeit kein vordringliches Problem mehr sei, d&uuml;rfte nicht nur f&uuml;r Thom&eacute; wie blanker Hohn klingen. Laut einer aktuellen Analyse des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der Forschungseinrichtung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit in N&uuml;rnberg, waren zwischen 2005 und 2014 etwa eine Million Menschen ununterbrochen auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen. Es gibt in diesem Land offensichtlich massenhaft Langzeitarbeitslosigkeit.<br>\nZu Hartz IV sagen Schulz, Nahles und Co. also lieber gar nichts. Einzig das Schonverm&ouml;gen soll von 150 Euro pro Lebensjahr auf 300 Euro verdoppelt werden. Das ist zwar grunds&auml;tzlich zu begr&uuml;&szlig;en, aber zielt wiederum nur auf diejenigen, die &uuml;berhaupt &uuml;ber ein solches verf&uuml;gen. Die, die ohnehin nichts haben, h&auml;tten von dieser &Auml;nderung gar nichts. Eine Verbesserung f&uuml;r viele Menschen w&auml;re es hingegen, die Sanktionspraxis im Hartz-System aufzugeben. Nach offiziellen Zahlen der Bundesregierung haben Jobcenter bundesweit allein im Jahr 2016 monatlich* 134.390 Sanktionen ausgesprochen. Sanktionierte werden Teile des Regelsatzes vorenthalten, in einigen F&auml;llen gibt es sogar Vollsanktionen. Ob Sanktionen gegen die Verfassung versto&szlig;en, kl&auml;rt m&ouml;glicherweise bald das Bundesverfassungsgericht. Doch auch nach jetzigem Recht sind die verh&auml;ngten Sanktionen h&auml;ufig nicht rechtens. Die Bundesregierung erkl&auml;rte, dass Gerichte im Jahr 2016 fast 38 Prozent der Klagen gegen Sanktionen mindestens teilweise stattgegeben haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.akweb.de\/ak_s\/ak625\/32.htm\">analyse&amp;kritik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Wut der verarmten Rentner<\/strong><br>\nDas private Rentenversicherungssystem schafft in Chile Altersarmut. Dagegen gehen nun Hunderttausende auf die Stra&szlig;e und fordern eine Reform.<br>\nAm Sonntag haben in Chile Hunderttausende Menschen gegen das private Rentenversicherungssystem protestiert. Dazu aufgerufen hatte das B&uuml;ndnis No+AFP. Nach dessen Angaben beteiligten sich landesweit rund zwei Millionen Menschen. In der Hauptstadt Santiago seien 800.000 auf die Stra&szlig;e gegangen. Die Polizei gab die Zahl mit 50.000 an.<br>\nEgal wie viele letztlich wirklich demonstriert haben: Unter den Beitragszahlenden und RentnerInnen rumort es gewaltig. Eine staatliche Rentenversicherung gibt es nicht, und das private Rentenversicherungssystem ist ein profitables Gesch&auml;ft f&uuml;r die beteiligten Unternehmen.<br>\nAFP steht f&uuml;r Administradoras de Fondos de Pensiones, Verwaltung der Pensionsfonds. Sechs Privatunternehmen verwalten die Renten der Besch&auml;ftigten, die monatlich rund zehn Prozent ihres Einkommens in einen von f&uuml;nf Fonds einzahlen. Die Fonds sind mit Investmentfonds vergleichbar. Die Gelder werden in Wertpapieren angelegt, aus deren Renditen die Renten und Pensionen gezahlt werden. Gleichzeitig kassieren die Verwalter satte Geb&uuml;hren.<br>\nW&auml;hlen k&ouml;nnen die Einzahlenden lediglich zwischen den spekulativen Risiken der f&uuml;nf Fonds. Je h&ouml;her das Risiko, desto h&ouml;her sp&auml;ter die Auszahlung, die bei dem Gros der Rentner jedoch monatlich 155.000 Pesos nicht &uuml;bersteigt, umgerechnet knapp 220 Euro. Damit aber kommt auch in Chile niemand bis ans Monatsende. Pikanterweise verf&uuml;gen Milit&auml;r und Polizei &uuml;ber eine eigene Rentenversicherung, bei der deutlich mehr ausgezahlt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Massenproteste-in-Chile\/!5392433\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wieder einmal haltlose Versprechen von den Vorteilen der Privatisierung, f&uuml;r die hinterher niemand haftbar zu machen ist. Angesichts der radikalen Rentenk&uuml;rzungen seit 2001 k&ouml;nnen wir in 20 Jahren &auml;hnliche Entwicklungen in Deutschland erwarten, wenn Neurentner nur noch 43 Prozent des lebenslangen Netto-Durchschnittslohns erhalten (bzw. weniger, wenn sie keine 45 Jahre Arbeitsjahre nachweisen), <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2017-03\/deutschland-umfrage-rentner-zukunft-pessimismus\">aber trotz gro&szlig;er und berechtigter Sorgen vor Altersarmut<\/a> w&auml;hlen die Deutschen weiterhin die Rentenk&uuml;rzungsparteien und werden wohl erst in 20 Jahren aktiv werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sinkendes Rentenniveau &ndash; die ganze Wahrheit nach Steuerabzug<\/strong><br>\nDie zunehmende nachgelagert Besteuerung wird das Nettorentenniveau um weitere 9% absenken.<br>\nBekannt ist: das Rentenniveau (netto vor Steuerabzug) sinkt. Von 2000 bis 2015 ist es von 53% auf 47,6% gedr&uuml;ckt worden. Es wird bei unver&auml;nderten Gesetzen im Jahr 2030 auf ca. 44% bis 43% gesunken sein.<br>\nDie Absenkung betr&auml;gt also &uuml;ber einen Zeitraum von 30 Jahren ca. 20%. Sie ist tats&auml;chlich aber noch deutlich h&ouml;her. Daf&uuml;r wird die zunehmende Besteuerung der Renten sorgen. Vorsichtig gerechnet sinkt das Rentenniveau bei dem sogenannten Eckrentner noch einmal um weitere 9%.<br>\nReales Nettoeinkommen ist das, was ich auf meinem Konto oder in meinem Portmonee zur Verf&uuml;gung habe. Das Rentenniveau wird aber seit 2005 mit &bdquo;netto vor Steuern&ldquo; angegeben. Das gro&szlig;e Geheimnis der verschwiegenen Besteuerung hat es aber in sich. Die Steuerabz&uuml;ge nehmen f&uuml;r Rentner zu (weil der Altersfreibetrag bis 2040 auf 0&euro; heruntergefahren wird), w&auml;hrend sie f&uuml;r Arbeitende abnehmen (weil die Altersvorsorgeaufwendungen bis 2025 zu 100% ber&uuml;cksichtigt werden).<br>\nUm die Auswirkung zu verdeutlichen, sind im Folgenden die Verh&auml;ltnisse aus dem Jahr 2015 dargestellt (Durchschnittseinkommen, Eckrente, Sozialversicherungsbeitr&auml;ge, Steuern). Diese werden fixiert und es werden f&uuml;r die folgenden Jahre nur die bekannten Steuer&auml;nderungen eingerechnet. Der Vollst&auml;ndigkeit halber sei erw&auml;hnt, dass die Absenkungen nur die in den jeweiligen Jahren neu in Rente gehenden voll trifft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/sinkendes-rentenniveau-die-ganze-wahrheit\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Eine Kleinstadt in der Krise<\/strong><br>\nIn Ch&acirc;lette-sur-Loing ist die franz&ouml;sische Krise zu sp&uuml;ren: hohe Arbeitslosigkeit, viel Leerstand, wachsende Aggressionen. In der kommunistisch regierten Kleinstadt f&uuml;hlen sich viele Menschen von der Politik allein gelassen. Einst m&auml;chtige Gewerkschaften verlieren an Boden &ndash; selbst Landwirte wandern zum rechtsextremen Front National ab.<br>\nVier Wochen vor den Pr&auml;sidentenwahlen ist von hitzigen politischen Debatten in der 14.000-Einwohner-Stadt wenig zu sp&uuml;ren. Dabei sind die Probleme gro&szlig; in Ch&acirc;lette. Der Leerstand w&auml;chst in der Stadt, alteingesessene B&uuml;rger klagen &uuml;ber wachsende Aggressionen. Und dann ist da noch der gro&szlig;e Arbeitgeber, die Kautschukfabrik Hutchinson. Jeder in Ch&acirc;lette kennt jemanden, der dort arbeitet. Doch die rund 1.400 Arbeiter und Angestellten f&uuml;rchten um ihre Jobs.<br>\nDominque Clergue kennt die Sorgen der Arbeiter, von denen viele aus Afrika, Asien und Osteuropa in die Stadt gekommen sind. Als Gewerkschaftssekret&auml;rin der den Kommunisten nahestehenden CGT z&auml;hlt sie zu ihren wichtigsten Ansprechpartnern. Die Leute sind entt&auml;uscht von der Politik, sagt Clergue, als sie die bauf&auml;llige Gewerkschaftsh&uuml;tte am Rande des riesigen Fabrikgel&auml;ndes mit einem kr&auml;ftigen Tritt &ouml;ffnet:<br>\n&ldquo;Diejenigen, die geglaubt haben, dass eine Stimme f&uuml;r die Linke sich f&uuml;r sie positiv auswirken w&uuml;rde, die an die Magie des Wahlzettels geglaubt haben, die sind nun extrem entt&auml;uscht und desillusioniert von der Politik.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nationalstrasse-7-eine-kleinstadt-in-der-krise.795.de.html?dram:article_id=382314\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ausverkauf &ndash; Die Gefahren der Privatisierung<\/strong><br>\nHohe Preise f&uuml;r Wasser, Strom und Gas, bauf&auml;llige Schulgeb&auml;ude, die kaum noch zu benutzen sind, immer schlechtere Verbindungen der Deutschen Bahn auf dem Land, Krankenh&auml;user in der Krise &ndash; all das sind Folgen einer jahrzehntelang betriebenen Privatisierung. Der Staat zieht sich aus bestimmten Bereichen immer mehr zur&uuml;ck. Die Gefahren dieser Entwicklung beschreibt Tim Engartner, Professor f&uuml;r Didaktik der Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt schulische Politische Bildung an der Goethe-Universit&auml;t Frankfurt am Main.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/wissen\/privatisierung-gefahren\/-\/id=660374\/did=19001370\/nid=660374\/1l0wtf1\/index.html\">SWR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Autobahn AG: Vollgas f&uuml;r die Privatisierung<\/strong><br>\nIn der kommenden Woche wird &uuml;ber Optionen zu einer m&ouml;glichen Autobahnprivatisierung abgestimmt. Die Parteien innerhalb der Gro&szlig;en Koalition sind derzeit noch uneinig. Kritiker f&uuml;rchten den Ausverkauf deutscher Fernstra&szlig;en und unangemessene Nutzungsgeb&uuml;hren.<br>\nEnde dieser Woche, am 31. M&auml;rz, stimmt der Bundestag &uuml;ber mehrere Vorschl&auml;ge zu einer Grundgesetz&auml;nderung ab. Diese soll Wege zur Privatisierung beim Bau und Betrieb von Autobahnen erm&ouml;glichen. Das Thema war im Februar zum Streitpunkt in Bundesrat und im Bundestag geworden.<br>\nEine Grundgesetz&auml;nderung, welche f&uuml;r ein solches Projekt notwendig w&auml;ren, k&ouml;nnte nur in der derzeitigen politischen Konstellation, also von einer gro&szlig;en Koalition mit deutlicher parlamentarischer Mehrheit im Bundestag, vorangebracht werden. Doch ist das Thema Privatisierung bei B&uuml;rgern nach einigen schlechten Erfahrungen unbeliebt. Die Regierung ist daher im Wahljahr gut beraten, diese Thematik &auml;u&szlig;erst diskret voranzutreiben. [&hellip;]<br>\nDie Privatisierungsstrategie sei zwar gegen die SPD-Politik, geben Pragmatiker zu bedenken, l&auml;ge aber in der Natur einer gro&szlig;en Koalition, in der die Koalitionsdisziplin Kompromisse abverlange, um das k&uuml;nftige Durchwinken eigener Vorschl&auml;ge zu erm&ouml;glichen. Auch die Linkspartei hatte sich gegen eine Autobahnprivatisierung und Gr&uuml;ndung einer Bundesfernstra&szlig;engesellschaft ausgesprochen. Sven-Christian Kindler, haushaltspolitischer Sprecher B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN im Bundestag wies darauf hin, dass derzeitige Gesetzesentw&uuml;rfe eine Privatisierung durch die Hintert&uuml;r erlauben.<br>\nAlexander Dobrindt (CDU) hatte bereits zus&auml;tzliche Mittel von bis zu zehn Millionen Euro f&uuml;r externe Berater aus dem Haushalt des Bundestages veranschlagt, nachdem die EU Korrekturen bez&uuml;glich der Mautpl&auml;ne gefordert hatte. Angesichts der fehlenden &ouml;ffentlichen Debatte bietet der Verein &ldquo;Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand&rdquo; (GiB) weitere Informationen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/48289-autobahn-ag-vollgas-fur-privatisierung\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em>Angesichts der fehlenden &ouml;ffentlichen Debatte bietet der Verein &ldquo;Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand&rdquo; (GiB) <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/erklaervideo-niemand-hat-die-absicht-eine-autobahn-zu-privatisieren\/\">weitere Informationen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Pulse of Europe &ndash; Es ist f&uuml;r uns wie der Kirchgang geworden<\/strong><br>\nWer sonntags um kurz vor zwei &uuml;ber den Goetheplatz spaziert, kann sich auf ein Spektakel gefasst machen: Riesige Europa-Flaggen werden geschwenkt, gerne auch auf Kopfh&ouml;he. Die Wartenden tauschen sich &uuml;ber die besten Online-Shops f&uuml;r den Kauf einer Fahne aus. Kinder quetschen sich durch die Menge und testen ihre Trillerpfeifen, blaue Luftballons mit gelben Sternen schweben durch die Luft. Mehr als 3500 Menschen sind an diesem sonnigen Tag zur &bdquo;Pulse of Europe&ldquo;-Demonstration gekommen, sch&auml;tzt die Polizei. Die Bewegung w&auml;chst immer weiter: Bei der ersten Demonstration im Januar kamen rund 200 Menschen ins Europaviertel, inzwischen ziehen jeden Sonntag Tausende durch die Innenstadt. Wer sind diese Menschen? Und warum verbringen sie ihren Sonntag nicht im Park oder am Main?<br>\nDa ist zum Beispiel Gabriele M&uuml;ller. Die Zweiundf&uuml;nfzigj&auml;hrige ist seit der zweiten Demonstration immer dabei gewesen. Sie hat im Internet von den Kundgebungen erfahren und wollte mitmachen, um Europa zu besch&uuml;tzen. Mit einer selbstbemalten Leinwand um den Hals jubelt sie den Rednern zu, die auf der B&uuml;hne am Goetheplatz f&uuml;r die Europ&auml;ische Union werben. Auf der Leinwand steht &bdquo;Zusammen stark&ldquo; &ndash; das ist die Botschaft, die M&uuml;ller allen Europa-Zweiflern schicken will. Sie will, dass die Europ&auml;ische Union bestehen bleibt. Zu gut kann sie sich an die Grenzkontrollen zur ehemaligen DDR erinnern, die sie &uuml;ber sich ergehen lassen musste, wenn sie Verwandte in Ostdeutschland besuchen wollte. &bdquo;Das war traumatisierend&ldquo;, sagt sie, und erz&auml;hlt, wie die Grenzbeamten das komplette Auto auseinander genommen haben. Damit keine neuen Schlagb&auml;ume in Europa auftauchen, demonstriert sie jetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/frankfurt\/pulse-of-europe-in-frankfurt-zaehlt-3500-teilnehmer-14943935.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man vergleiche die Berichterstattung &uuml;ber Pulse of Europe mit jener &uuml;ber den Widerstand gegen die Freihandelsabkommen TTIP und Ceta. Obwohl im Oktober 2015 in Berlin &uuml;ber 200.000 Menschen gegen das TTIP demonstrierten wurde dar&uuml;ber in den &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; nur am Rande oder in &auml;u&szlig;erst diffamierender Weise berichtet (<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ttip-bei-der-demo-marschieren-(rechte-mit-kommentar-a-1057131.html\">Schauerm&auml;rchen vom rechten Rand<\/a>). &Auml;hnlich mager die Information &uuml;ber weitere Proteste gegen die Freihandelsabkommen, die im September 2016 in sieben deutschen Gro&szlig;st&auml;dten mit mehr als 300.000 Teilnehmern stattfanden. Das Thema war bereits nach einem Tag aus den Einstiegsseiten der Leitmedien verschwunden. Der Spiegel hingegen gew&auml;hrt der Sprecherin von Pulse of Europe, ebenfalls Rechtsanw&auml;ltin aus einer gro&szlig;en Frankfurter Kanzlei, sogleich breiten Raum f&uuml;r einen Gastbeitrag (<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/europaeische-union-und-pulse-of-europe-wir-wollen-die-freude-zurueck-a-1140281.html\">Wir wollen die Freude zur&uuml;ck!<\/a>).<\/em><br>\n<em>Die grunds&auml;tzliche politische Positionierung von Pulse of Europe geht dabei &uuml;ber Plattit&uuml;den, wie &ldquo;Europa muss erhalten werden, damit es verbessert werden kann&rdquo;, nicht hinaus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Eliten betreiben eine Sprachwaschmaschine<\/strong><br>\nGefl&uuml;chtete statt Fl&uuml;chtlinge: Sprache wird immer wieder angepasst, um Menschen nicht zu verletzen oder herabzusetzen. Der Sprachwissenschaftler J&uuml;rgen Trabant nennt das &ldquo;Sprachreinigung&rdquo;. Dahinter stecke meist ein politisches Motiv, sagte er im DLF. Ihm gehen solche &ldquo;semantischen Zw&auml;nge&rdquo; oft zu weit.<br>\nSch&auml;fer-Noske: Nun gibt es aber auch politische Motive, warum man Sprache reinigen kann. Hat denn Donald Trump eine Sprachwaschmaschine?<br>\nTrabant: Nein, &uuml;berhaupt nicht. Im Gegenteil: Donald Trump ist sozusagen die Maschine gegen die Sprachreinigung. Trump und die ganze populistische Bewegung ist ja eine Bewegung gegen diejenigen, die die Sprachwaschmaschine betreiben. Um das noch mal ganz deutlich zu sagen: Die Sprachwaschmaschine wird von den Eliten betrieben, wird von den Wissenschaftlern betrieben, wird von Leuten betrieben, die die Wahrheit haben. Und der politische Moment, an dem die Wahrheit und die Wissenschaft und die Philosophie an die Macht gekommen sind in Europa, ist die Franz&ouml;sische Revolution. Da war endlich die Philosophie an der Macht und die Philosophen, die die franz&ouml;sischen Revolution&auml;re waren, haben dann darauf bestanden, dass die V&ouml;lker oder das franz&ouml;sische Volk dann auch richtig spricht, und hat dann versucht, tats&auml;chlich die Sprache zu reinigen.<br>\nIch wei&szlig; nicht, ob Sie den franz&ouml;sischen revolution&auml;ren Kalender kennen. Der Kalender begann mit dem ersten Tag der Republik und dann wurden die sieben Tage abgeschafft, weil sieben ist unordentlich, es muss eine Zehnerstaffelung sein. Erster Tag, zweiter Tag, dritter Tag und so weiter, und der zehnte Tag war der Sonntag. Und auch die Monate wurden nicht mehr wie bei uns Februarius, Januarius, Julius und so was vielleicht nach G&ouml;ttern und Kaisern genannt, Augustus, sondern es wurden Monatsnamen eingef&uuml;hrt, die der Realit&auml;t entsprachen: der Hei&szlig;monat, der Keimmonat, der Kaltmonat, der Nebelmonat und so. Das ist eine typische Sprachreinigungsaktivit&auml;t, dass man etwas richtig macht, richtig stellt, die Semantik richtig stellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/politisch-korrekte-sprache-die-eliten-betreiben-eine.691.de.html?dram:article_id=381780\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Atomwaffenverbot: &ldquo;Bundesregierung macht sich unglaubw&uuml;rdig&rdquo;<\/strong><br>\nInterview mit dem Friedensforscher Sascha Hach zu Deutschlands Weigerung, an UN-Verhandlungen zum Verbot von Atomwaffen teilzunehmen (&hellip;) &ldquo;Atomwaffen sind in ihren Auswirkungen nicht beherrschbar. Es gibt also keinen rationalen Grund daf&uuml;r, dass Atomwaffen nicht verboten sind. Es ist wider den Verstand. Die Frage, warum das noch nicht geschehen ist, f&uuml;hrt vielleicht mehr in den psychologischen Bereich. Atomwaffen bedeuten eben Macht, &Uuml;berlegenheit, Status, Wettbewerb &ndash; das sind anscheinend die Gr&uuml;nde. (&hellip;) Laut einer Forsa-Erhebung stimmen 93 Prozent der Bundesb&uuml;rger f&uuml;r ein Atomwaffenverbot. 85 Prozent haben sich f&uuml;r einen Abzug der Atomwaffen aus Deutschland ausgesprochen. Und 88 Prozent waren gegen eine Modernisierung der Atomwaffen, die in Deutschland stationiert sind. Das ist eine ganz klare Haltung der deutschen &Ouml;ffentlichkeit. (&hellip;) Die Federf&uuml;hrung f&uuml;r die Teilnahme der Bundesregierung an Verhandlungen hat der Au&szlig;enminister. Und die Entscheidung hat unserer Kenntnis nach auch Bundesau&szlig;enminister Steinmeier kurz vor der abschlie&szlig;enden Abstimmung im Dezember getroffen. Aber wir wissen auch, dass er vonseiten des Verteidigungsministeriums und des Bundeskanzleramtes hierf&uuml;r Unterst&uuml;tzung erhalten hat. Das Bundeskanzleramt soll sich eindeutig gegen eine Teilnahme an Verhandlungen ausgesprochen haben. (&hellip;) Das ist nat&uuml;rlich &uuml;berhaupt nicht glaubw&uuml;rdig, wenn sie in der Frage von Atomwaffen nicht mal bereit ist, an Gespr&auml;chen zur Abr&uuml;stung teilzunehmen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Atomwaffenverbot-Bundesregierung-macht-sich-unglaubwuerdig-3664775.html\">Stefan Korinth bei Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Siehe dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37528\">dieser NDS-Text von letzter Woche<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Hochamt mit Nebelkerzen<\/strong><br>\nDie SPD zelebrierte am vergangenen Sonntag eine Kr&ouml;nungsmesse ohne ihr Buch der B&uuml;cher: Das Programm. Wie konnte das passieren?<br>\nDas Wahlprogramm der SPD &bdquo;erscheint&ldquo;, so sieht es die Planung vor, erst kurz vor der Sommerpause, damit weder Mitglieder noch W&auml;hler nach der Sommerpause ausf&uuml;hrlich dar&uuml;ber diskutieren k&ouml;nnen, denn da wird ja schon gew&auml;hlt. Aber was soll auch das st&ouml;rende Gefasel &uuml;ber die inhaltliche Orientierung, wenn es um den blo&szlig;en Machterhalt geht?<br>\nWann wir schreiten Seit an Seit&hellip;&hellip;aber wohin blo&szlig;? (&hellip;)<br>\nStattdessen war das Hochamt mit Gewerkschaftsspitzen im Chorgest&uuml;hl garniert, die bei geistreichen Hinweisen auf das Freihandelsabkommen mit Kanada (CETA) weitsichtig nickten. Bei SPD-Kongressen dieser Art wurden fr&uuml;her auch schon mal gerne Gastredner aus dem Ausland zu vision&auml;ren Vortr&auml;gen eingeladen. Die gab es damals auch tats&auml;chlich und durchaus wirkungsm&auml;chtig. Nur leider, Charismatiker kann man sich nicht backen. Wie h&auml;tte man seinen Delegierten und G&auml;sten auch erkl&auml;ren sollen, dass aus aktuellem Anlass ein aussichtsloser Kandidat aus Frankreich, ein g&auml;nzlich unbekannter Repr&auml;sentant der Sozialdemokratie aus Italien oder ein wenig erfolgreicher Wahlk&auml;mpfer aus den Niederlanden (PvdA 5,7 % letzten Mittwoch) zu Wort kommen sollten? Da bleibt man doch lieber unter sich.<br>\n&Uuml;berw&auml;ltigend viel war jedoch von Tradition und heroischen Taten, an denen man selbst nie beteiligt war, die Rede. 154 Jahre SPD! Und vermittelt &uuml;ber die Ahnengalerie der wirklich aufrechten Vordenker und Widerstandsk&auml;mpfer sollte deren klares Licht den neuen Kandidaten und Vorsitzenden erhellen. Was f&uuml;r eine vordergr&uuml;ndige und oberfl&auml;chliche Scharade. Die alten Meister m&uuml;ssen ausgegraben werden, damit nicht nur die Verfehlungen der Lehrlinge aus der j&uuml;ngeren Vergangenheit &uuml;berstrahlt werden k&ouml;nnen, sondern dem Hochamt ein k&uuml;mmerlicher Rest an W&uuml;rde zuteil wird. So missbraucht die SPD gewachsene Tradition f&uuml;r spontane kollektive Masturbation im fahlen Schein tr&uuml;gerischer Umfragewerte.<br>\nAls Eduard Bernstein das Prinzip und die Leitlinien eines aufgeschlossenen Revisionismus in der Sozialdemokratischen Partei an der Schnittstelle von Programmatik und Realpolitik begr&uuml;ndete, war das keine Aufforderung an die Parteispitze, sich jedem Trend vor die F&uuml;&szlig;e zu schmei&szlig;en und Ursache-Wirkungs-Zusammenh&auml;nge perfekt zu ignorieren. Ganz im Gegenteil. Kritische Reflexion des Programms und sorgf&auml;ltige Abw&auml;gung von realpolitischen Alternativen sollten auf der Basis einer offenen und kontroversen Diskussion immer wieder neu bewertet und justiert werden. Aber das war fr&uuml;her. Heute gibt es TINA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/03\/hochamt-mit-nebelkerzen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die konservative Agenda wackelt<\/strong><br>\nWas k&ouml;nnen die Republikaner im US-Kongress erreichen? Hinter dieser Frage versteckt sich noch eine weitere: Gibt es die Republikaner dort &uuml;berhaupt, in halbwegs handlungsf&auml;higer Form zumindest?<br>\nAcht Jahre lang hatte die gemeinsame Opposition gegen Barack Obama die unterschiedlichen Orthodoxien und Interessen der Konservativen verdeckt. In den Verhandlungen zur Gesundheitsreform kamen sie nun sehr schnell wieder zum Vorschein: Hardliner treffen auf Harder-Liner, gem&auml;&szlig;igte Pragmatiker auf Ideologen. Und der unerfahrene US-Pr&auml;sident Donald Trump, Augenzeugen zufolge ein charmanter wie inhaltlich blanker Verhandler, konnte sich bislang noch nicht als einende Figur pr&auml;sentieren.<br>\nGerade die Ultras des &ldquo;Freedom Caucus&rdquo; &ndash; jene radikale Abgeordnetengruppe im Repr&auml;sentantenhaus, die Trump und Sprecher Paul Ryan die Gefolgschaft verweigerte &ndash; stehen jetzt unter Beobachtung: Entdecken die gelernten Fundamental-Oppositionellen so etwas wie Disziplin in der Regierungsverantwortung oder f&uuml;hlen sie sich nun erst recht ermutigt, auch in anderen Fragen kompromisslos zu bleiben? Und auch Donald Trump und sein Team werden bald zeigen m&uuml;ssen, ob die herbe Ryancare\/Trumpcare-Niederlage zu einer Lernkurve f&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/usa-unter-trump-die-konservative-agenda-wackelt-1.3439556\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die viel ger&uuml;hmten Checks &amp; Balances funktionieren zwar offenbar, aber in einem vollkommen anderen Sinn als eigentlch gedacht. Dass unter dem Dach der Republikaner eine heterogene Masse wabert, die von libert&auml;ren Radikalkapitalisten &uuml;ber religi&ouml;se Fundamentalisten bis hin zu Make-America-great-again-Chauvinisten reicht. Von diesem Haufen eine Mehrheit zu bekommen, ist schon ein Kunstst&uuml;ck. Anh&auml;nger einer progressiven Politik k&ouml;nnen sich dar&uuml;ber nat&uuml;rlich nur freuen. 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