{"id":37618,"date":"2017-03-30T09:01:27","date_gmt":"2017-03-30T07:01:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618"},"modified":"2017-03-30T09:01:27","modified_gmt":"2017-03-30T07:01:27","slug":"hinweise-des-tages-2845","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h01\">Zivile Opfer in Syrien: Bundeswehr in verheerenden Luftschlag involviert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h02\">Wie bei einer echten Scheidung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h03\">Gewerkschaftschef gegen Deckel f&uuml;r Managergeh&auml;lte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h04\">Lobbyisten-Paradies Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h05\">Vorschlag f&uuml;r ein magisches Vieleck der aktiven Arbeitsmarktpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h06\">De Maizi&egrave;re: T&uuml;rkische Spionage wird nicht geduldet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h07\">Das BMI gibt zu: Zahl der ausreisepflichtigen Fl&uuml;chtlinge deutlich geringer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h08\">Rechnungshof kritisiert Deutschkurse f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h09\">Abschiebungen aus Schweden: &bdquo;Man kippt sie einfach in Kabul ab&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h10\">Gro&szlig;e Koalition will neues Datenschutzgesetz diese Woche verabschieden &ndash; Sachverst&auml;ndige &auml;u&szlig;ern massive Kritik [Update]<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h11\">Neuer Entwurf des &ldquo;Netzwerkdurchsetzungsgesetzes&rdquo;: Frontalangriff auf das Vertrauen im Internet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h12\">Strahlender Profit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h13\">Richard Lutz, der Stellschraubendreher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h14\">Proteste in Russland &ndash; Druck im Kessel (Deutschlandfunk &lsquo;Zur Diskussion&rsquo;, 29.3.)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h15\">&ldquo;Der globale Kampf um Erd&ouml;l und Erdgas: Warum die erneuerbaren Energien einen Beitrag zum Frieden sind&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37618#h16\">Das Letzte: Russisch &ndash; Rollenspieler \/innen f&uuml;r NATO &Uuml;bungen gesucht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zivile Opfer in Syrien: Bundeswehr in verheerenden Luftschlag involviert<\/strong><br>\nBei einem Luftangriff der Anti-IS-Koalition in Syrien wurden im M&auml;rz offenbar viele Zivilisten get&ouml;tet. Nach Informationen von NDR, WDR und SZ k&ouml;nnten daf&uuml;r Aufkl&auml;rungsbilder von Bundeswehr-Tornados eine Rolle gespielt haben.<br>\nErstmals haben Aufkl&auml;rungsbilder der Bundeswehr eine Rolle bei einem Luftangriff in Syrien gespielt, der zu einer sehr hohen Zahl ziviler Opfer gef&uuml;hrt haben soll. Nach Recherchen von NDR und WDR hatten deutsche Tornados am 19. M&auml;rz 2017 Bilder eines Geb&auml;udekomplexes in der syrischen Ortschaft al-Mansoura, westlich von Rakka, aufgenommen und an die internationale Koalition im Einsatz gegen den sogenannten IS geliefert. Diese Bilder sollen dann einen Tag sp&auml;ter mit verwendet worden sein, um den Geb&auml;udekomplex zu bombardieren. Dar&uuml;ber informierte das Bundesverteidigungsministerium heute in geheim tagender Sitzung Abgeordnete des Verteidigungsausschusses des Bundestages.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/luftangriffe-syrien-aufklaerungsbilder-bundeswehr-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p>dazu: <strong>Hunderte tote Zivilisten in Mosul: Wir t&ouml;ten nicht mit Absicht. Die anderen schon!<\/strong><br>\nNehmt euch bitte ein paar Minuten Zeit und h&ouml;rt, wie die Bundesregierung den massenhaften Tod von Hunderten unschuldigen Menschen in Mosul (Irak) als &ldquo;Ungl&uuml;ck&rdquo; bewertet. Diese &ldquo;Ungl&uuml;cke&rdquo; der Anti-ISIS-Koalition w&uuml;rden nicht mit Absicht geschehen &ndash; anders als Taten von Assad &amp; den Russen zB in Aleppo. Dass die Bundeswehr-Tornados im Irak im Einsatz sind um &ldquo;aufzukl&auml;ren&rdquo; und Zivilisten zu sch&uuml;tzen, wird kleingeredet&hellip;<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 27. M&auml;rz 2017<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ABjWSs7Ekjw\">Jung und naiv via YouTube<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>In Syrien nicht den Krieg befeuern, sondern den Frieden f&ouml;rdern!<\/strong><br>\nDie US-Administration schickt im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat 1.000 zus&auml;tzliche Soldaten nach Syrien und weitet die Luftangriffe aus, was zu einer erh&ouml;hten Zahl ziviler Opfer f&uuml;hrt. Spiegel Online berichtet, seit Januar dieses Jahres seien &bdquo;mehr Zivilisten in Syrien durch amerikanische als durch russische Luftschl&auml;ge get&ouml;tet worden&ldquo;. Anl&auml;sslich der Aufforderung von Donald Trump an die europ&auml;ischen Regierungen, sich an dieser Milit&auml;rpolitik zu beteiligen, warnt die Kampagne &bdquo;MACHT FRIEDEN. Zivile L&ouml;sungen f&uuml;r Syrien&ldquo; vor der Intensivierung der gescheiterten Politik und fordert von der Bundesregierung, stattdessen den Friedensprozess unter UN-Verantwortung zu st&auml;rken und auf zivile L&ouml;sungen zu setzen. Dazu legt sie ein umfangreiches Forderungspapier vor, in dem  zivile Alternativen beschrieben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/news.ippnw.de\/index.php?id=1317\">IPPNW<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wie bei einer echten Scheidung<\/strong><br>\nSeit neun Monaten war klar, dass der Scheidungsbrief kommen w&uuml;rde. Doch als die britische Premierministerin Theresa May den Brexit-Bescheid am Mittwoch endlich nach Br&uuml;ssel schickte, l&ouml;ste das einen unglaublichen Hype aus. Der britische Botschafter Tim Barrow wurde auf Schritt und Tritt gefilmt, wie er sich auf den Weg ins neue Br&uuml;sseler EU-Ratsgeb&auml;ude machte, um den Antrag zu &uuml;berreichen. Ratspr&auml;sident Donald Tusk pr&auml;sentierte den sechsseitigen Brief vor laufenden Kameras der Presse.<br>\n&bdquo;Hier ist er&ldquo;, sagte der Pole in gebrochenem Englisch. Es gebe keinen Grund so zu tun &bdquo;als wenn dies ein gl&uuml;cklicher Tag w&auml;re&ldquo;, f&uuml;gte er hinzu. Der B-Day, wie die britische Presse den Brexit-Tag nennt, sei ein harter Einschnitt. &bdquo;Wir vermissen Euch schon jetzt&ldquo;, rief Tusk den Briten zu. Gleichzeitig habe der Austritt aber auch etwas Positives, so Tusk weiter: &bdquo;Wir sind entschlossener und einiger denn je&ldquo;, sagte er mit Blick auf den Jubil&auml;umsgipfel von Rom am vergangenen Wochenende, an dem die Rest-EU feierlich Solidarit&auml;t gelobte.<br>\nIn der Praxis ist es mit der Einheit allerdings noch nicht weit her. W&auml;re es anders, dann k&ouml;nnten die 27 EU-Staaten die Verhandlungen mit Gro&szlig;britannien sofort beginnen. Doch so l&auml;uft das nicht in Br&uuml;ssel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Brexit-Verfahren-beginnt\/!5397046\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die Brexit-Verhandlungsstrategie der EU<\/strong><br>\nNach der &Uuml;bergabe des offiziellen Austrittsgesuchs des Vereinigten K&ouml;nigreichs an die EU soll ab Freitag &uuml;ber die Grundprinzipien der Verhandlungen beraten werden. Brexit-Chefunterh&auml;ndler der EU ist Michel Barnier. F&uuml;r Barnier haben drei Fragen oberste Priorit&auml;t: die Rechte europ&auml;ischer B&uuml;rger zu wahren, die Erf&uuml;llung bereits eingegangener finanzieller Verpflichtungen und Nordirland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/brexit-die-brexit-verhandlungsstrategie-der-eu-1.3441606\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gewerkschaftschef gegen Deckel f&uuml;r Managergeh&auml;lte<\/strong><br>\nIn der Koalitionsklausur will die SPD noch einmal f&uuml;r ihr Konzept zur Begrenzung der Geh&auml;lter f&uuml;r Manager werben. Der Widerstand ist gro&szlig; &ndash; auch in Teilen der Gewerkschaften.<br>\nAus der Gewerkschaftswelt kommt Widerspruch gegen die vor allem von der SPD vorangetriebenen Gesetzespl&auml;ne zur Eind&auml;mmung hoher Managergeh&auml;lter. Der Chef der Industrie-Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis, sagte vor dem Koalitionsgipfel an diesem Mittwoch in Berlin: &ldquo;Den Vorsto&szlig;, die Hauptversammlung &uuml;ber die Verg&uuml;tung des Vorstands abstimmen zu lassen, halte ich f&uuml;r Unsinn.&rdquo;<br>\nVassiliadis sagte, die Debatte werde zu stark auf Spitzenmanager b&ouml;rsennotierter Unternehmen verengt. &ldquo;Was ist mit GmbH-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern oder Fu&szlig;ballern?&rdquo; Die H&ouml;he des Gehalts sei nicht automatisch ein Gradmesser daf&uuml;r, ob es ungerecht in einem Unternehmen zugehe. &ldquo;Ein guter Manager darf auch gut verdienen, wenn er das Unternehmen erfolgreich f&uuml;hrt und damit neue Arbeitspl&auml;tze schafft oder bestehende sichert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/managergehaelter-gewerkschaftschef-michael-vassiliadis-gegen-deckel-a-1140897.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nun, gerade die IG BCE hatte schon immer ihre eigene Definition der Gewerkschaftsarbeit und sah und sieht sich als &ldquo;Partner&rdquo; der &ouml;konomischen Eliten. Die Plattit&uuml;den des Gewerkschaftsvorsitzenden Michael Vassiliadis, &ldquo;ein guter Manager darf auch gut verdienen &hellip;.&rdquo;, k&ouml;nnten dabei ohne weiteres aus einer Pressemeldung des BDI stammen. Was nicht unbedingt &uuml;berrascht, sitzt dieser doch im Aufsichtsrat des weltgr&ouml;&szlig;ten Chemie-Konzerns BASF.<br>\nEs ist allerdings ein Problem, das gerade in den gro&szlig;en Industriegewerkschaften mehr und mehr um sich greift. Man sieht sich nur noch als Vertreter der privilegierten Stammbelegschaften, der exportorientierten Gro&szlig;konzerne und tritt ganz unverhohlen, verbr&auml;mt &uuml;ber Floskeln, wie &ldquo;f&uuml;r ein Europa der offenen Grenzen&rdquo;, f&uuml;r den Freihandel ein &ndash; ohne R&uuml;cksicht auf die Kollegen in anderen L&auml;ndern. Ein besonders trauriger Beleg daf&uuml;r ist diese <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/europaeische-union\/wir-alle-brauchen-europa-50998200.bild.html\">Meldung<\/a>: &bdquo;Wir alle brauchen Europa! &ndash; Appel des DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann und des BDA-Cefs Ingo Kramer&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lobbyisten-Paradies Deutschland<\/strong><br>\nIn Deutschland versuchen sch&auml;tzungsweise 4.000 Verb&auml;nde sowie hunderte von Einzellobbyisten, Politikberatern und Unternehmensvertretern Einfluss auf die Politik zu nehmen. So manches Gesetz tr&auml;gt ihre Handschrift. Und sie haben ein leichtes Spiel.<br>\nAbgeordnete sind, laut Verfassung, ihrem Gewissen verpflichtet. Lobbyisten nicht. Kontrolliert werden sie in Deutschland trotzdem fast gar nicht. Hierzulande gibt es kein Lobbyregister. Es gibt nur die &Ouml;ffentliche Liste &uuml;ber die Registrierung von Verb&auml;nden und deren Vertretern, die der Bundestag 1972 eingef&uuml;hrt hat. Die Eintragung ist freiwillig, Rechte und Pflichten sind damit nicht verbunden. Durch die Liste bekommt man einen Einblick dar&uuml;ber, wer als Sachverst&auml;ndiger zu Anh&ouml;rungen im Bundestag geladen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/lobbyismus-lobbyisten-kontrolle-100~_node-203af9ae-619d-4828-b28b-a6c20fc61235_-9b3a76910b6a22c237c7ea12f95e7b425b989156.html\">Bayern 2<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vorschlag f&uuml;r ein magisches Vieleck der aktiven Arbeitsmarktpolitik<\/strong><br>\nAngesichts der Rekordarbeitslosigkeit (siehe z.&nbsp;B. im Blog Marterbauer, Tamesberger) herrscht eine widerspr&uuml;chliche Diskussion &uuml;ber die Arbeitsmarktpolitik vor. Zum einem wird die Arbeitsmarktpolitik f&uuml;r immer mehr Herausforderungen als L&ouml;sungsstrategie herangezogen. Zum anderen wird ihre Wirksamkeit infrage gestellt. Hintergrund ist das Fehlen von klaren Ma&szlig;st&auml;ben bzw. Vorstellungen dar&uuml;ber, was Arbeitsmarktpolitik leisten soll und kann. In einem aktuellen Artikel bieten wir eine humane und &ouml;konomisch vern&uuml;nftige Orientierung auf Basis eines erweiterten Zielkanons an. (&hellip;)<br>\nVor diesem Hintergrund schlagen wir einen Kanon von zumindest acht Zielen der Arbeitsmarktpolitik vor, die es im Rahmen eines magischen Vieleckes zu vereinen gilt:\n<ul>\n<li>Senkung der Arbeitslosigkeit<\/li>\n<li>Ver&auml;nderung des Arbeitsangebots (nicht nur der Anzahl der Personen, sondern auch der Anzahl der Bewerbungen beim Suchprozess)<\/li>\n<li>Bew&auml;ltigung des Strukturwandels (Verbesserung der qualifikatorischen Passungen von Arbeitsangebot und &ndash;nachfrage)<\/li>\n<li>Beseitigung von Vermittlungseinschr&auml;nkungen (pers&ouml;nliche Defizite [z.&nbsp;B. fehlende Sprachkenntnisse, Gesundheitseinschr&auml;nkungen] vs. fehlende generelle Rahmenbedingungen [z.&nbsp;B. Kinderbetreuungseinrichtungen])<\/li>\n<li>Erh&ouml;hung der Chancengleichheit (Diskriminierungen entgegenwirken, aber auch die Aufw&auml;rtsmobilit&auml;t in einem Unternehmen f&ouml;rdern)<\/li>\n<li>Linderung der Folgen von Arbeitslosigkeit (Folgen von Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern)<\/li>\n<li>Verbesserung des Matchingprozesses (Beratung und Informationen, die ArbeitgeberInnen und Arbeitslose schneller zueinander finden lassen)<\/li>\n<li>Erh&ouml;hung der Produktivit&auml;t (gemessen am quantitativen und qualitativen Output der ArbeitnehmerInnen)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/vorschlag-fuer-ein-magisches-vieleck-der-aktiven-arbeitsmarktpolitik\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>De Maizi&egrave;re: T&uuml;rkische Spionage wird nicht geduldet<\/strong><br>\nDie Bundesregierung verwahrt sich entschieden gegen das Bespitzeln mutma&szlig;licher Gegner von Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdo&#287;an durch den t&uuml;rkischen Geheimdienst in Deutschland. &ldquo;Spionageaktivit&auml;ten auf deutschem Boden sind strafbar und werden von uns nicht geduldet&rdquo;, sagte Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) am Dienstag in Passau. &ldquo;Es kann nicht sein, dass diejenigen, die der T&uuml;rkei irgendwie missliebig sind, Sorge haben m&uuml;ssen, in die T&uuml;rkei zu fahren&rdquo;, sagte er mit Blick auf eine Liste des t&uuml;rkischen Geheimdienstes MIT, die dem Bundesnachrichtendienst (BND) offenbar in der Erwartung von Amtshilfe &uuml;bergeben worden war. Der Generalbundesanwalt hat inzwischen wegen des Spionageverdachts Ermittlungen aufgenommen.<br>\nDie Beh&ouml;rde best&auml;tigte auf Anfrage von S&uuml;ddeutscher Zeitung, NDR und WDR, dass sich das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Spionage gegen bisher unbekannte Angeh&ouml;rige des MIT richte. Eine Sprecherin der Beh&ouml;rde sagte: &ldquo;Der Erfolg unserer Ermittlungen wird wesentlich von den Erkenntnissen abh&auml;ngen, die uns von den deutschen Spionage-Abwehrbeh&ouml;rden mitgeteilt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/geheimdienste-de-maizire-tuerkische-spionage-wird-nicht-geduldet-1.3440211\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> Wie schnell und unkompliziert doch ein Ermittlungsverfahren gegen Spionageaktivit&auml;ten eines NATO-Partnerstaates in Deutschland er&ouml;ffnet werden kann! Die eklatanten Widerspr&uuml;che zur Reaktion der Bundesregierung auf die viel umfassenderen Aussp&auml;haktivit&auml;ten der NSA, CIA und Co. in Deutschland sind offensichtlich. Aber keiner der deutschen Politiker, die sich &uuml;ber die T&auml;tigkeit des t&uuml;rkischen MIT entr&uuml;stet &auml;u&szlig;ern, findet diese &lsquo;doppelten Standards&rsquo; noch erw&auml;hnenswert &ndash; anscheinend werden die Sonderrechte der US-Dienste tats&auml;chlich als legal eingestuft.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Zur&uuml;ck auf NATO-Weg<\/strong><br>\nDer Chef des t&uuml;rkischen Geheimdienstes, Hakan Fidan, ist ein NATO-Mann, der sein Gesch&auml;ft als Verbindungsoffizier in M&ouml;nchengladbach lernte. Von NATO-Geheimdienst zu NATO-Geheimdienst &uuml;bergab er denn auch am Rande der M&uuml;nchner &raquo;Sicherheitskonferenz&laquo; dem BND-Chef Bruno Kahl eine Liste mit G&uuml;len-Anh&auml;ngern, die es in Deutschland zu verfolgen gelte. Die Existenz dieser Liste wie auch das Treffen wurden jetzt wahrscheinlich vom BND selbst durchgestochen. Bemerkenswert ist zudem, dass die gesammelten Informationen auf ein engmaschiges t&uuml;rkisches Agentennetz in Deutschland verweisen, das sogar eigene &Uuml;berwachungs&shy;kameras gegen potentielle Erdogan-Kritiker einsetzt.<br>\nW&auml;hrend die an den deutschen Geheimdienst &uuml;bergebenen Listen von angeblichen PKK-Anh&auml;ngern hierzulande akribisch abgearbeitet werden, ist Fidan mit seiner G&uuml;len-Liste zu weit gegangen. Die BND-Aktion soll dazu dienen, die T&uuml;rken wieder auf den NATO-Weg zur&uuml;ckzubringen. Die Verfolgung potentieller G&uuml;len-Anh&auml;nger liegt nicht im Interesse Washingtons und Berlins, die angeblicher PKK-Anh&auml;nger dagegen schon &ndash; allein, um ihren Plan einer v&ouml;lligen Kontrolle der kurdisch-syrischen YPG durch Washington zur Verwirklichung geopolitischer Interessen im Nahen Osten umsetzen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/308021.zur%C3%BCck-auf-nato-weg.html\">Sevim Dagdelen (MdB, die Linke) auf junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Das BMI gibt zu: Zahl der ausreisepflichtigen Fl&uuml;chtlinge deutlich geringer<\/strong><br>\nNa sowas! Seit Monaten treiben Politiker &ndash; auch aus Regierungsparteien &ndash; die gleiche Sau durchs Dorf: Konsequentere Abschiebungen! Erst ging es um eine halbe Million abgelehnte Asylbewerber, dann war die Rede von &uuml;ber 200.000 Ausreisepflichtigen. Nun zeigt sich: Auch diese Zahl taugt nicht, es handelt sich dabei nicht mal zur H&auml;lfte um Fl&uuml;chtlinge.<br>\nOb Hans-Peter Friedrich (CSU), der saarl&auml;ndische Innenminister Klaus Bouillon (CDU), sein Kollege aus Baden-W&uuml;rttemberg, Thomas Strobl (CDU) oder der unvermeidbare Rainer Wendt (Deutsche Polizeigewerkschaft) &ndash; sie alle sprachen Ende 2016 von einer halben Million abgelehnter Asylbewerber, die Deutschland verlassen m&uuml;ssten und beklagten sich &uuml;ber inakzeptable Abschiebungshindernisse. (&hellip;)<br>\nDamit spielten sie nicht nur den Rechtspopulisten der AfD in die H&auml;nde, sie hantierten mit diesen Zahlen auch in Umgehung der Realit&auml;t: Recht schnell wurde vorgerechnet, dass die &uuml;berwiegende Mehrheit dieser 500.000 Menschen &uuml;ber ein (in fast der H&auml;lfte der F&auml;lle sogar unbefristetes) Aufenthaltsrecht in Deutschland verf&uuml;gt.<br>\nUnd auch sonst h&auml;lt die Verwendung der Zahlen einer genaueren Pr&uuml;fung kaum stand &ndash; nur ein Beispiel: &Uuml;ber 12.000, vor Ewigkeiten abgelehnte, Asylantr&auml;ge von polnischen Staatsb&uuml;rgern flie&szlig;en in die Statistik ein, obwohl diese l&auml;ngst die EU-Freiz&uuml;gigkeit genie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/das-bmi-gibt-zu-zahl-der-ausreisepflichtigen-fluechtlinge-deutlich-geringer\/\">Pro Asyl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rechnungshof kritisiert Deutschkurse f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nDer Bundesrechnungshof wirft der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Verschwendung im Zusammenhang mit Deutschkursen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge vor. In einem Pr&uuml;fbericht, &uuml;ber den der NDR am Dienstag berichtete, stellt der Rechnungshof erhebliche M&auml;ngel bei der Ausf&uuml;hrung und Abrechnung der Kurse fest. Die Pr&uuml;fer monieren unter anderem eine unzureichende Erfolgskontrolle, schlechtes Lernmaterial sowie fehlerhafte Abrechnungen. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) r&auml;umte die M&auml;ngel teilweise ein, erkl&auml;rte sie jedoch mit dem hohen Zeitdruck, unter dem die Kurse Ende 2015 angeboten wurden.<br>\nGepr&uuml;ft wurden vom Rechnungshof sogenannte Einstiegskurse, die die Arbeitsagentur auf dem H&ouml;hepunkt der Fl&uuml;chtlingskrise im Herbst 2015 veranlasst hatte und f&uuml;r die bis zu 400 Millionen Euro ausgegeben wurden. Es sei davon auszugehen, &bdquo;dass ein gro&szlig;er Teil der eingesetzten Mittel de facto ins Leere lief&ldquo;, hei&szlig;t es laut NDR in dem Bericht. Auch bei den Abrechnungen habe es Unstimmigkeiten gegeben. So seien einige F&auml;lle von Doppelf&ouml;rderungen und Doppelabrechnungen entdeckt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2017\/03\/29\/falsch-abgrechnet-rechnungshof-kritisiert-deutschkurse-fuer-fluechtlinge\/\">Migazin<\/a>\n<p>dazu: <strong>Deutlich weniger als 400 Millionen Euro! Ausgaben der BA f&uuml;r Sprachkurse nach &sect; 421 SGB III<\/strong><br>\nIn den Medienberichten vom 28. M&auml;rz 2017 &uuml;ber die &ldquo;Abschlie&szlig;ende Mitteilung (des Bundesrechnungshofs) an den Vorstand der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit &uuml;ber die Pr&uuml;fung von Sprachkursen nach &sect; 421 SGB III (Einstiegskurse)&rdquo; (hier) werden weit &uuml;berh&ouml;hte Daten zu den beitragsfinanzierten Ausgaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) f&uuml;r die &ldquo;F&ouml;rderung der Teilnahme an Sprachkursen&rdquo; (gem&auml;&szlig; &sect; 421 SGB III) genannt. Die bisherigen Gesamtausgaben f&uuml;r die F&ouml;rderung nach &sect; 421 SGB III betrugen bis Ende Februar 2017 insgesamt 311,7 Millionen Euro. Die Entwicklung in den vergangenen sechs Monaten zeigt: Ein weiterer nennenswerter Anstieg aufgrund sp&auml;ter Endabrechnungen ist nicht zu erwarten. Die in den Medien genannten Ausgaben in H&ouml;he von 400 Millionen Euro treffen nicht zu. (siehe die BIAJ-Abbildung unten) Warum der Bundesrechungshof (BRH) in seiner R&uuml;ge (auf die hier ansonsten nicht eingegangen werden soll) diese Ausgabenentwicklung nicht nennt und den Eindruck h&ouml;herer Ausgaben erweckt, bleibt offen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170330_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170330_01_s.gif\" alt=\"Deutlich weniger als 400 Millionen Euro! Ausgaben der BA f&uuml;r Sprachkurse nach &sect; 421 SGB III\" title=\"Deutlich weniger als 400 Millionen Euro! Ausgaben der BA f&uuml;r Sprachkurse nach &sect; 421 SGB III\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/905-deutlich-weniger-als-400-millionen-euro-ausgaben-der-ba-fuer-sprachkurse-nach-421-sgb-iii.html\">BIAJ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Abschiebungen aus Schweden: &bdquo;Man kippt sie einfach in Kabul ab&ldquo;<\/strong><br>\nAm Wochenende war bekannt geworden, dass am Dienstag unter Regie der EU-Agentur Frontex eine neue Abschiebung nach Kabul stattfinden sollte, f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge, deren Asylantrag in Schweden abgelehnt worden war. Rund 20 junge Afghanen, die teilweise als alleinreisende Jugendliche vor ein- bis zweieinhalb Jahren ins Land gekommen waren, waren in das bei G&ouml;teborg liegende Lager K&aring;llered gebracht worden.<br>\nMit 14 von ihnen habe man Kontakt gehabt, berichtet Skoglund: &bdquo;Sie sprechen Schwedisch, sind ambitioniert, teilweise Mustersch&uuml;ler, haben beste Voraussetzungen, eine wertvolle Ressource f&uuml;r unsere Gesellschaft zu werden.&ldquo; Bei vielen h&auml;tte Migrationsverket das &bdquo;amtliche&ldquo; Alter auf &uuml;ber 18 Jahre hochgesetzt &ndash; minderj&auml;hrige abgelehnte Asylbewerber werden derzeit nicht abgeschoben. Man wisse, dass die meisten keine Familie oder ein Netzwerk in Afghanistan h&auml;tten, einige h&auml;tten vor ihrer Flucht lange in Iran oder anderen L&auml;ndern gelebt: &bdquo;Man kippt sie einfach in Kabul ab.&ldquo;<br>\nMehr als 35.000 unbegleitete Minderj&auml;hrige waren 2014 und 2015 nach Schweden gekommen, bevor Stockholm die Grenzen dicht machte, 23.000 aus Afghanistan. Laut einer Studie der Universit&auml;t Upsala zeigen 76 Prozent der untersuchten unbegleiteten minderj&auml;hrigen Fl&uuml;chtlinge posttraumatische Stresssymptome, ein Drittel habe aktive Selbstmordgedanken. Eine offizielle Statistik gibt es nicht, aber laut Vi st&aring;r inte ut haben sich in den letzten drei Monaten mindestens sieben minderj&auml;hrige Fl&uuml;chtlinge das Leben genommen. Der letzte am Montag. &bdquo;Sie sterben lieber, als zur&uuml;ckzum&uuml;ssen&ldquo;, sagt Skoglund.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Abschiebungen-aus-Schweden\/!5396993\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Koalition will neues Datenschutzgesetz diese Woche verabschieden &ndash; Sachverst&auml;ndige &auml;u&szlig;ern massive Kritik [Update]<\/strong><br>\nAuch wenn die Gro&szlig;e Koalition kurzfristig etwas nachbessert: Die gestrige Bundestagsanh&ouml;rung zur eiligen Datenschutzreform hat so viel Kritik zusammengebracht, dass sie bis Donnerstag unm&ouml;glich aufgenommen werden kann. Wenn das Parlament sich selbst ernst nimmt, darf es das Gesetz so nicht verabschieden.<br>\nDie Gro&szlig;e Koalition macht beim neuen Datenschutzgesetz weiter Tempo: Trotz erheblicher Kritik von Bundesrat, Datenschutzbeh&ouml;rden, Zivilgesellschaft und Bundestagsopposition soll das Datenschutzanpassungs- und Umsetzungsgesetz (DSAnpUG) &uuml;berraschend noch in dieser Woche verabschiedet werden. Eine &ouml;ffentliche Anh&ouml;rung des Innenausschusses fand erst gestern Vormittag statt. [Update: Die Abstimmung wird laut Bundestagsquellen nun doch &bdquo;erst&ldquo; Ende April stattfinden. Gr&uuml;ne und Linke haben die M&ouml;glichkeiten der Gesch&auml;ftsordnung genutzt und einem Fristverzicht nicht zugestimmt, der f&uuml;r das Schnellverfahren n&ouml;tig gewesen w&auml;re.]<br>\nDabei &auml;u&szlig;erten sich die acht Sachverst&auml;ndigen mehrheitlich kritisch zu relevanten Aspekten des Gesetzes. Die meisten von ihnen betonten das Anliegen einer EU-weiten Rechtssicherheit im Datenschutz. Mehrfach fielen die Begriffe verfassungs- und vor allem europarechtswidrig. Nachbesserungsbedarf wurde unter anderem bei der geplanten Beschr&auml;nkung von Betroffenenrechten, der Datenschutzaufsicht und dem Thema Video&uuml;berwachung deutlich. Mit einem &Auml;nderungsantrag [PDF], den Ausschussmitglieder und Sachverst&auml;ndige erst direkt vor der Sitzung erhielten, wollen Union und SPD zumindest bei den Betroffenenrechten nachbessern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/grosse-koalition-will-neues-datenschutzgesetz-diese-woche-verabschieden-sachverstaendige-aeussern-massive-kritik\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neuer Entwurf des &ldquo;Netzwerkdurchsetzungsgesetzes&rdquo;: Frontalangriff auf das Vertrauen im Internet<\/strong><br>\nDas Justizministerium legt einen neuen Entwurf des &ldquo;Netzwerkdurchsetzungsgesetzes&rdquo; zum Kampf gegen &ldquo;Hatespeech&rdquo; vor. Dieser versch&auml;rft die vorgesehene Rechtslage noch einmal und k&ouml;nnte zu nicht weniger als zum Ende der Anonymit&auml;t im Internet f&uuml;hren.<br>\nViele Freunde hatte sich Heiko Maas (SPD) mit seinem Entwurf eines &ldquo;Netzwerkdurchsetzungsgesetzes&rdquo; zum Kampf gegen so genannten &ldquo;Hatespeech&rdquo; in den sozialen Medien nicht gemacht. Branchenverb&auml;nde, Datensch&uuml;tzer und B&uuml;rgerrechtler sahen darin &uuml;bereinstimmend ein verfassungs- und europarechtswidriges &ldquo;Zensurinstrument&rdquo;, das zu einer regelrechten &ldquo;L&ouml;schorgie&rdquo; bei Anbietern f&uuml;hren werde. (&hellip;)<br>\nW&auml;hrend Verb&auml;nde und Interessenvertreter noch an ihren Stellungnahmen zu dem ersten Entwurf arbeiten, legt das Justizministerium nun in der daf&uuml;r noch laufenden Frist heimlich still und leise eine &uuml;berarbeitete Version vor. Dies ist bereits ein eher ungew&ouml;hnliches Vorgehen im Gesetzgebungsprozess und d&uuml;rfte von den Beteiligten bereits als grobes Foul bewertet werden. Schlimmer noch: Die &uuml;berarbeitete Version wurde sogar ohne jede Absprache bereits der EU-Kommission zur Notifikation vorgelegt.<br>\nEnthalten sind zwei offenkundige &Auml;nderungen. Zun&auml;chst ist die Liste der Straftaten, bei denen das Gesetz zur Anwendung kommen soll, erheblich erweitert worden. So finden sich dort nun auch Vorschriften aus dem Sexualstrafrecht. Das &uuml;berrascht insoweit, als dass wohl kaum jemand Facebook &amp; Co vorgeworfen hat, bei der L&ouml;schung von Nacktheit oder gar Pornografie nicht schnell oder energisch genug reagiert zu haben.<br>\nZudem kommt der Neuentwurf Kritikern entgegen, in dem der Teil gel&ouml;scht wurde, nach dem ein Anbieter &ldquo;wirksame Ma&szlig;nahmen gegen die erneute Speicherung des rechtswidrigen Inhalts&rdquo; zu treffen hatte. Kritiker sahen hierin eine Zensur-Verpflichtung, hochgeladene Inhalte zu &uuml;berwachen und gegebenenfalls zu l&ouml;schen. Ohnehin d&uuml;rfte diese Regelung kaum mit europ&auml;ischen Vorgaben zu vereinbaren gewesen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Neuer-Entwurf-des-Netzwerkdurchsetzungsgesetzes-Frontalangriff-auf-das-Vertrauen-im-Internet-3668533.html\">Heise online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Hate-Speech-Gesetzentwurf heimlich ge&auml;ndert<\/strong><br>\nDurch die EU-Notifizierung wurde bekannt, dass der Bundesjustizminister sein Vorhaben um eine indirekte Klarnamenspflicht erweitert hat.<br>\nBei der Suche nach Ursachen daf&uuml;r, warum die SPD bei der saarl&auml;ndischen Landtagswahl schlechter abschnitt als erwartet, sollte man den bundesweit bekanntesten saarl&auml;ndischen Sozialdemokraten nicht vergessen, der in Sozialen Medien so unbeliebt ist, wie wahrscheinlich kein zweiter Sozialdemokrat nach Ralf Stegner: Bundesjustizminister Heiko Maas. Er erzeugt gerade viel Aufmerksamkeit, weil ausgerechnet &uuml;ber den Umweg der (nicht unbedingt f&uuml;r Transparenz bekannten) EU herauskam, dass er seinen vor zwei Wochen vorgestellten verfassungsrechtlich fragw&uuml;rdigen Entwurf f&uuml;r ein &ldquo;Netzwerkdurchsetzungsgesetz&rdquo; (vgl. Juristen halten Maas&rsquo; Gesetz gegen &ldquo;Fake News und Hate Speech&rdquo; f&uuml;r verfassungs- und europarechtswidrig) massiv versch&auml;rfte, ohne die &Ouml;ffentlichkeit dar&uuml;ber zu informieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Hate-Speech-Gesetzentwurf-heimlich-geaendert-3669364.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Strahlender Profit<\/strong><br>\nDoppelz&uuml;ngig: Umweltministerin fordert, rissige Reaktoren in Belgien vom Netz zu nehmen, aber ihr unterstellte Beh&ouml;rde erteilt Exportgenehmigungen f&uuml;r Brennelemente in die AKW<br>\nEs ist schon ein starkes St&uuml;ck: Vor einem Jahr prangerten Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und andere Politiker aus der gro&szlig;en Koalition das belgische Atomkraftwerk Tihange 2 als Sicherheitsrisiko an. Gleichzeitig beliefert die Brennelementefabrik im nieders&auml;chsischen Lingen mit Billigung des Bundesumweltministeriums den Pannenreaktor bei L&uuml;ttich mit frischem Brennstoff.<br>\nHendricks leiste damit &raquo;aktive Beihilfe&laquo; zum weiteren Betrieb von Tihange 2, erkl&auml;rten am Dienstag mehrere B&uuml;rgerinitiativen. Sie beriefen sich auf die aktuelle Transportliste des Bundesamtes f&uuml;r kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), Antworten der Bundesregierung auf eine Anfrage der Partei Die Linke sowie Recherchen des Westdeutschen Rundfunks.<br>\nHendricks selbst habe im vergangenen Jahr die belgische Regierung um die Abschaltung des Reaktors Tihange 2 gebeten, sagt J&ouml;rg Schellenberg vom &raquo;Aachener Aktionsb&uuml;ndnis gegen Atomenergie&laquo;. Jetzt lasse sie genau diesen Reaktor erstmals mit Brennelementen beliefern. Auch Matthias Eickhoff vom &raquo;Aktionsb&uuml;ndnis M&uuml;nsterland gegen Atomanlagen&laquo; ist emp&ouml;rt: &raquo;Vor einem Jahr machte Umweltministerin Hendricks als engagierte Kritikerin der belgischen Pannenreaktoren von sich reden&laquo;, sagte er. &raquo;Nun tritt sie durch die frischen Exportgenehmigungen f&uuml;r Brennelemente als wichtigste Garantin f&uuml;r deren Weiterbetrieb auf. Das ist ein Skandal!&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/307986.strahlender-profit.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Richard Lutz, der Stellschraubendreher<\/strong><br>\nIn Stuttgart schaffte sich der neue Bahnchef Richard Lutz schon Geh&ouml;r mit seiner &ldquo;finsteren Entschlossenheit&rdquo;, Stuttgart 21 durchzusetzen. Doch wof&uuml;r steht er sonst? Unser Autor portr&auml;tiert ihn anhand dreier Eigenschaften: als Rationalisierer, Privatisierer und Sesselw&auml;rmer.<br>\nJetzt also Richard Lutz. Seit dem 22. M&auml;rz ist er der f&uuml;nfte Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG seit deren Gr&uuml;ndung 1994. Und in jedem Fall ein besonderer Bahnchef. Er ist zun&auml;chst keiner aus der Daimler-Kader-Schmiede, was auf seine Vorg&auml;nger D&uuml;rr, Mehdorn und Grube zutraf. Direkte &ldquo;Fremdinteressen&rdquo; sind mit ihm nicht erkennbar verbunden. Er ist allerdings auch kein Eisenbahner. Er teilt mit allen bisherigen Bahnchefs , dass auch er hinsichtlich seines Studiums nichts mit Eisenbahnwesen, Eisenbahnbau oder wenigstens Maschinenbau und Technik zu tun hat. Der st&auml;ndige Verweis, Lutz&rsquo; Vater sei Eisenbahner gewesen, ist l&auml;cherlich, weil dynastisch-feudal gedacht. Stehen lassen kann man allerdings die Aussage: Lutz kennt die Bahn. Jemand, der seit 1994 bei der Deutschen Bahn AG besch&auml;ftigt und seit 15 Jahren in f&uuml;hrenden Positionen t&auml;tig ist, ja, der kennt den Laden. Aber er kennt ihn halt als Finanzer, als Controller, als Betriebswirtschaftler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/313\/richard-lutz-der-stellschraubendreher-4283.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Proteste in Russland &ndash; Druck im Kessel (Deutschlandfunk &lsquo;Zur Diskussion&rsquo;, 29.3.)<\/strong><br>\nIn vielen russischen St&auml;dten kam es am Wochenende zu Protesten. Zehntausende sind dem Aufruf des Oppositionellen Alexej Nawalny gefolgt, um gegen Korruption und Vetternwirtschaft zu protestieren. Die Polizei reagierte mit H&auml;rte. Ist die Protestbewegung damit am Ende?<br>\nEs waren die gr&ouml;&szlig;ten Proteste in Russland seit 2012. Zehntausende waren landesweit auf den Stra&szlig;en, um ihren Unmut gegen&uuml;ber der Politik zum Ausdruck zu bringen. Darunter vor allem Sch&uuml;ler, Jugendliche und Studenten.<br>\nDie Regierung schien &uuml;berrascht vom Ausma&szlig; der Proteste und die Sicherheitskr&auml;fte griffen hart durch. Allein in Moskau wurden zeitweise mehr als Tausend Menschen festgenommen, Oppositionsaktivist Nawalny ist zu 15 Tagen Arrest verurteilt worden. Nicht wenige Regierungskritiker rechnen jetzt mit neuen staatlichen Einsch&uuml;chterungsversuchen.<br>\nIst die Protestbewegung damit am Ende? Wie wird sich die Regierung bei weiteren Kundgebungen verhalten? Droht eine Repressionswelle? Woher kommt die Wut der Menschen? Und wie reagiert der Westen?<br>\nDar&uuml;ber diskutierten:<br>\nGesine Dornbl&uuml;th, freie Journalistin und ehemalige Deutschlandradio-Korrespondentin in Moskau<br>\nAndrej Hunko, Mitglied des Bundestages f&uuml;r Die Linke<br>\nManfred Sapper, Chefredakteur der Zeitschrift Osteuropa<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/proteste-in-russland-druck-im-kessel.2011.de.html?dram:article_id=382474\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen von Leser D. G.:<\/strong> Proteste in Russland als Aufh&auml;nger f&uuml;r verbale Agitation &ndash; ein Lieblingsthema der regierungsnahen deutschen Medien. Der DLF liefert ja immer wieder Musterbeispiele f&uuml;r die doppelten Standards in der Bewertung von verb&uuml;ndeten und missliebigen Regierungen, diesmal auf niedrigem Niveau. Gesine Dornbl&uuml;ht kritisiert angebliches Verdrehen von Kausalit&auml;ten in russlandfreundlichen Darstellungen und praktiziert dies gleichzeitig selbst. Die Unterstellungen von Manfred Sapper w&auml;ren wesentlich zutreffender gewesen, wenn er in seiner Aufz&auml;hlung von Beispielen f&uuml;r aggressive Aktivit&auml;ten und Missst&auml;nden &lsquo;Russland&rsquo; bzw. &lsquo;Putin&rsquo; durch &lsquo;USA&rsquo; bzw. &lsquo;Obama&rsquo; ersetzt h&auml;tte. Kritische R&uuml;ckfragen der Moderatorin? Fehlanzeige. Auch Andrej Hunkos ausgewogene Sichtweise war da nicht gefragt. Die Sendung sollte nur anh&ouml;ren, wer keine fundierte Analyse erwartet, sondern ein Negativbeispiel einer Diskussionssendung studieren will.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Der globale Kampf um Erd&ouml;l und Erdgas: Warum die erneuerbaren Energien einen Beitrag zum Frieden sind&rdquo;<\/strong><br>\nDie &ldquo;Friedenskoordination Cottbus &ndash; B&uuml;ndnis f&uuml;r Frieden und soziale Gerechtigkeit&rdquo;, zu der auch der NachDenkSeiten-Lesekreis der attac- Gruppe Cottbus geh&ouml;rt, l&auml;dt ein: Dr. phil. Daniele Ganser spricht am Freitag dem 7.04.2017 20:00 Uhr im Weltspiegel Cottbus (Kino) zum Thema: &ldquo;Der globale Kampf um Erd&ouml;l und Erdgas: Warum die erneuerbaren Energien einen Beitrag zum Frieden sind&rdquo; http:\/\/www.weltspiegel-cottbus.de\/programm\/aktuell?view=detail&amp;eventid=1660956167<br>\nDie Erfahrung mit Vortr&auml;gen von Dr. Ganser lehrt, dass an der Abendkasse kaum noch Karten verf&uuml;gbar sein werden.<br>\nVorverkauf unter: <a href=\"https:\/\/www.kinoheld.de\/kino-cottbus\/filmtheater-weltspiegel\/vorstellung\/1660980679?mode=widget#panel-seats\">Kinoheld.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: Russisch &ndash; Rollenspieler \/innen f&uuml;r NATO &Uuml;bungen gesucht<\/strong><br>\nGesucht werden Statisten f&uuml;r Rollenspiele bei Trainingseins&auml;tzen der U.S. Army. Durch die Statisten wird die Zivilbev&ouml;lkerung in Krisengebieten dargestellt. Dadurch wird ein realit&auml;tsnahes &Uuml;bungsszenario f&uuml;r die Soldaten und somit eine optimale Vorbereitung f&uuml;r deren Auslandsmissionen erreicht. [&hellip;]<br>\nDie Teilnehmer spielen kleine Statistenrollen wie z. B. ein Viehz&uuml;chter, Ladenbesitzer oder auch der B&uuml;rgermeister eines Dorfes in Afghanistan der hin und wieder auch mit den anwesenden U.S. Streitkr&auml;ften vermittelt und verhandelt. Auf dem &Uuml;bungsgel&auml;nde sind bis zu 10 D&ouml;rfer k&uuml;nstlich angelegt die jeweils aus 10 bis 30 H&auml;usern bestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlin.de\/special\/jobs-und-ausbildung\/stellenangebote\/index.php\/de\/detail\/10000-1152039603-S\">Berlin.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-37618","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37618","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37618"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37618\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37622,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37618\/revisions\/37622"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37618"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37618"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37618"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}