{"id":3762,"date":"2009-02-11T15:47:34","date_gmt":"2009-02-11T14:47:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3762"},"modified":"2014-01-29T14:49:06","modified_gmt":"2014-01-29T13:49:06","slug":"hallo-sozialdemokraten-wenn-ihr-nicht-aufwacht-landet-die-spd-noch-da-wo-die-israelische-schwesterpartei-schon-gelandet-ist-in-der-bedeutungslosigkeit-von-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3762","title":{"rendered":"Hallo, Sozialdemokraten! Wenn Ihr nicht aufwacht, landet die SPD noch da, wo die israelische Schwesterpartei schon gelandet ist: in der Bedeutungslosigkeit von 11%."},"content":{"rendered":"<p>Die Deutsche Welle (siehe unten Anhang) meldet heute: &bdquo;Gro&szlig;er Wahlverlierer ist Verteidigungsminister Ehud Barak mit seiner Arbeitspartei, die mit 13 Sitzen das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte erzielte.&ldquo; 13 Sitze von 120, das sind knapp 11 %. Die Arbeitspartei hatte Israel ma&szlig;geblich aufgebaut und bis in die Siebzigerjahre Regierungen und Pr&auml;sidenten gestellt. Ihr Niedergang ist wesentlich auch mit ihrer Anpassung an konservative und nationalistische Tendenzen verbunden. Meinungsf&uuml;hrend ist sie wie die SPD hierzulande schon lange nicht mehr. Albrecht M&uuml;ller<br>\n<!--more--><br>\nDer Niedergang der SPD in Deutschland auf zurzeit <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/flash\/0,5532,17440,00.html\">nach Umfragen<\/a> zwischen 25 % Infratest und 23 % Forsa ist kein Wunder. Man muss sich nur die letzten Meldungen anschauen: da macht sie eine so genannte Schuldenbremse mit, die katastrophale Folgen f&uuml;r das Land und auch f&uuml;r die Gestaltungsm&ouml;glichkeit einer potenziell linken Mehrheit hat. Siehe dazu den <a href=\"?p=3758\">Beitrag in kritischen Tagebuch<\/a>. Oder: Die SPD ist unf&auml;hig, die Abl&ouml;sung von Bahnchef Mehdorn zu verlangen. Oder: Die SPD macht an f&uuml;hrender Stelle n&auml;mlich in der Person ihres Bundesfinanzministers Steinbr&uuml;ck an der so genannten Rettung von Banken mit, die dies schon lange nicht mehr verdient haben. 100 Milliarden Euro werden schon zur Rettung der vergleichsweise kleinen Bank Hypo Real Estate (HRE) bereitgestellt. Die letzte Meldung dazu <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-606895,00.html\">hier<\/a>. Beim Konjunkturpaket II mit einem kleines Investitionsprogramm von ca. 20 Milliarden meckerte der SPD-Finanzminister, weil das angeblich zu viele Schulden bringt. Hunderte von Milliarden f&uuml;r die Bankster, Bruchteile f&uuml;r den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Die SPD l&auml;sst ihren Bundesfinanzminister gew&auml;hren, obwohl mit den Bankern, die sich verzockt haben, ganz anders umgegangen werden m&uuml;sste. &Uuml;ber die Empfehlungen eines wirklichen Sozialdemokraten, des US-amerikanischen Professors Galbraith <a href=\"?p=3761\">haben wir heute gerade berichtet<\/a>. In Insolvenz gehen lassen und das Management radikal austauschen. Im Falle der HRE wurde es sinnigerweise durch ein Management ersetzt, das der Deutschen Bank nahe steht. Der Bundesfinanzminister und seine ma&szlig;gebliche Mitarbeiter sind genauso wie die Bundeskanzlerin mit der Finanzindustrie verschw&auml;gert. Steinbr&uuml;ck gilt aber als ein ma&szlig;geblicher Sozialdemokrat, immerhin ist er stellvertretender Parteivorsitzender. Mit solchen Personen und mit ihrer an die Oberschicht angepassten Politik wird die SPD um die 25 % landen. Und dann geht es weiter in Richtung der Ergebnisse der Arbeitspartei in Israel. Wenn nichts geschieht.<br>\nIm Unterschied zu manchen andern Beobachtern glaube ich nicht, dass es in Deutschland ohne die SPD eine politisch wirksame linke Mehrheit geben wird. Deshalb deprimiert ihre Entwicklung. Und deshalb appellieren wir an alle Sozialdemokraten, endlich aufzuwachen und sich wieder eigene Gedanken &uuml;ber die Probleme unseres Landes zu machen. Ich appelliere an die Sozialdemokraten unter unseren Lesern, ihre Abgeordneten und sonstigen Mandatstr&auml;ger aufzuwecken und sie zur Rechenschaft zu ziehen. <\/p><p><strong>Anhang:<\/strong><\/p><p>Israel&nbsp;|&nbsp;11.02.2009<br>\n<strong>&Auml;u&szlig;erst knapper Wahlausgang in Israel <\/strong><br>\nDie Kadima-Partei mit ihrer Spitzenkandidatin, der amtierenden Au&szlig;enministerin Zipi Livni, hat die Parlamentswahl &auml;u&szlig;erst knapp gewonnen. Wie die Wahlkommission am Mittwochmorgen (11.02.2009) mitteilte, erreichte die Kadima 28&nbsp;der insgesamt 120 Sitze in der Knesset. Der Likud-Block von Oppositionsf&uuml;hrer Benjamin Netanjahu kommt demnach auf 27 Mandate.&nbsp;Drittst&auml;rkste politische Kraft im Parlament wurde&nbsp;mit 15&nbsp;Sitzen die Partei &ldquo;Israel Beitenu&rdquo; des Ultranationalisten Avigdor Lieberman. Gro&szlig;er Wahlverlierer ist Verteidigungsminister Ehud Barak mit seiner Arbeitspartei, die mit 13 Sitzen das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte erzielte. Knapp dahinter konnte sich die streng religi&ouml;se Schas-Partei mit 11 Mandaten platzieren. Damit vollzog sich der erwartete Rechtsruck in Israel, auch wenn dieser nicht so stark ausfiel wie erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw-world.de\/dw\/article\/0,,4017820,00.html\">DW-WORLD.DE<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Deutsche Welle (siehe unten Anhang) meldet heute: &bdquo;Gro&szlig;er Wahlverlierer ist Verteidigungsminister Ehud Barak mit seiner Arbeitspartei, die mit 13 Sitzen das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte erzielte.&ldquo; 13 Sitze von 120, das sind knapp 11 %. Die Arbeitspartei hatte Israel ma&szlig;geblich aufgebaut und bis in die Siebzigerjahre Regierungen und Pr&auml;sidenten gestellt. 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