{"id":37628,"date":"2017-03-30T13:27:12","date_gmt":"2017-03-30T11:27:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37628"},"modified":"2017-03-30T19:49:24","modified_gmt":"2017-03-30T17:49:24","slug":"lesermails-zu-im-kampf-gegen-die-rechts-populisten-werden-die-reihen-geschlossen-100-prozentig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37628","title":{"rendered":"Lesermails zu &#8230; Im Kampf gegen die (Rechts-) Populisten werden die Reihen geschlossen. 100-prozentig."},"content":{"rendered":"<p>Meiner Bitte zur <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37572\">Pr&uuml;fung der Beobachtung<\/a>, dass die gel&auml;ufige Aggression gegen die &bdquo;Populisten&ldquo; auch dem Ziel dient, die eigenen Reihen zu verkl&auml;ren und zu schlie&szlig;en, l&ouml;ste eine Reihe von weiterf&uuml;hrenden Mails von NachDenkSeiten-Leserinnen und Lesern aus. Danke vielmals &ndash; die NachDenkSeiten haben bewundernswerte Freunde. Im Folgenden einige der Mails. Lesenswert. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_413\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-37628-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170330_Lesermails_zum_Kampf_gegen_Rechts_Populisten_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170330_Lesermails_zum_Kampf_gegen_Rechts_Populisten_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170330_Lesermails_zum_Kampf_gegen_Rechts_Populisten_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170330_Lesermails_zum_Kampf_gegen_Rechts_Populisten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=37628-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170330_Lesermails_zum_Kampf_gegen_Rechts_Populisten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170330_Lesermails_zum_Kampf_gegen_Rechts_Populisten_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><blockquote><p>\n<strong>Zu: Eine Beobachtung mit der Bitte um Pr&uuml;fung: Im Kampf gegen die (Rechts-) Populisten werden die Reihen geschlossen. 100-prozentig.<\/strong><\/p>\n<p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\nvielen Dank f&uuml;r die Webseite Ihres Teams. Ich w&uuml;sste nicht, was ich sonst morgens lesen sollte.<\/p>\n<p>Das derzeitige journalistische Modewort Populismus gibt mir auch zu denken. Die Damen und Herren der selbst ernannten Qualit&auml;tsmedien bezeichnen damit meistens politische Str&ouml;mungen am linken oder rechten demokratischen Rand, die sie nicht als faschistisch oder kommunistisch bezeichnen k&ouml;nnen oder wollen. Und da h&auml;ufig der Zusatz &ldquo;rechts&rdquo; zu populistisch fehlt, l&auml;sst sich schnell die von Mitte-Rechts-Parteien praktizierte Gleichsetzung von Kommunismus\/ Bolschewismus und Faschismus\/ Nationalsozialismus herstellen. Gleichgesetzt wird dabei im &uuml;brigen auch die Kritik sehr rechter und wirklich linker Politiker an Eliten und Establishment (zu denen sich Qualit&auml;tsmedienjournalisten ja gern selber z&auml;hlen, obwohl sie nur deren Sprachrohre sind).<\/p>\n<p>Das ist nat&uuml;rlich eine Manipulation durch Sprache. Wenn man sich westeurop&auml;ische Rechtsparteien anschaut, mit weniger Propaganda und Denkfaulheit, wird man eines erkennen, was sie verbindet und vieles, was sie trennt. Es verbindet sie das Wort &ldquo;national&rdquo;, es trennt sie ihre wirtschaftlichen und sozialen Vorstellungen. So wie ich Le Pens Front National einsch&auml;tze, m&uuml;sste man ihn gem&auml;&szlig; seiner Kritik am Neoliberalismus als nationalistisch-sozial bezeichnen, Frauke Petrys AfD hingegen eher als nationalistisch-konservativ und nationalistisch-neoliberal. Da bliebe auch von der angeblichen Gleichheit von links und rechts nichts &uuml;brig. Das Charakteristische der Rechtsparteien von Le Pen im Westen bis zur polnischen PIS oder der lettischen Nationalen Allianz ist ihr Nationalismus, nicht ihr Populismus.<\/p>\n<p>Ich kenne keine gr&ouml;&szlig;eren Populisten als Volksparteien selbst. Der Struktur nach m&uuml;ssen sie die sozialen Widerspr&uuml;che in ihrer W&auml;hlerschaft mit flotten Spr&uuml;chen verbergen. Ich erinnere an den Oberspr&uuml;cheklopfer Franz M&uuml;ntefering, der die Agenda-Politik seiner Partei mit den Worten rechtfertigte: &ldquo;Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.&rdquo;<\/p>\n<p>Damit ist auch die eigentliche Definition von Populismus erfasst: Wenn sich Politiker an eine vermeintliche Mehrheit richten, um auf Kosten von Minderheitenrechte Politik zu machen. Ich kenne das auch aus Riga. Als 2006 Schwule und Lesben dort auf die Stra&szlig;e gingen, um gegen ihre Diskriminierung zu protestieren, hatten die Parlamentarier nichts Besseres zu tun, als kurze Zeit sp&auml;ter das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe in die lettische Verfassung aufzunehmen. Die Beispiele M&uuml;ntefering und der lettischen Politiker sind Populismus in Reinform.<\/p>\n<p>Mit freundlichem Gru&szlig;<br>\nUdo Bongartz\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n<strong>Betrifft: Eine Beobachtung mit der Bitte um Pr&uuml;fung<\/strong><\/p>\n<p>Ihre Beobachtungen sind wie stets aufschluss- und hilfreich.<\/p>\n<p>In ihren Interviews mit Sarah Wagenknecht kommt das Thema der Kampagnenf&auml;higkeit zur Sprache. Hier sehe ich f&uuml;r wahre Demokratie und soziale Politik zum Wohle aller das gr&ouml;&szlig;te Problem.<\/p>\n<p>Mir scheint, dass auch positiv kritische Kreise in einer Blase gefangen sind. Dies ist keine Blase der inneren Selbstbest&auml;tigung und -Verst&auml;rkung, denn es wird begierig aus allen externen Quellen gesch&ouml;pft. Aber es dringt wenig nach au&szlig;en. Obwohl der Eindruck besteht, dass potentiell viele Menschen erreichbar w&auml;ren.<\/p>\n<p>Ich kann das nur aus meiner bescheidenen Perspektive angehen. Also bin ich zum Beispiel im Forum von ZON (Zeit online, AM) unterwegs. Hier f&auml;llt mir zweierlei auf. Es fehlen Mitstreiter. Und es fehlt Material.<\/p>\n<p>Zum Beispiel werden bestimmte Quellen quasi generell von ZON gel&ouml;scht. Will man also den Filmbericht &ldquo;Zensur&rdquo; als Quelle verlinken, steht dieser derzeit nur &uuml;ber KenFM zur Verf&uuml;gung. KenFM ist aber als Quelle ungeeignet, da ZON das dann sofort l&ouml;scht, man solle auf seri&ouml;se Quellen verweisen, und weil viele den bereits als Verschw&ouml;rungstheoretiker und Neurechten abgestempelt haben. Ich war selber lange unsicher.<\/p>\n<p>Bei den Nachdenkseiten finde ich gelegentlich Quellen. Danke daf&uuml;r. Auch finde ich St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck andere brauchbare Quellen. Das ist aber m&uuml;hselig und bremst daher.<\/p>\n<p>Der Kampagnenf&auml;higkeit des neoliberalen Kapitalismus muss man etwas entgegen setzen. Als M&ouml;glichkeit sehe ich da nur so was wie eine Graswurzelbewegung. Da br&auml;uchte es aber logistische Unterst&uuml;tzung. Zum Beispiel durch Quellen.<\/p>\n<p>MfG<br>\nSascha Schneider\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n<strong>Zu: Eine Beobachtung mit der Bitte um Pr&uuml;fung: Im Kampf gegen die (Rechts-) Populisten werden die Reihen geschlossen. 100-prozentig.<\/strong><\/p>\n<p>&ldquo;Mir scheint, der Gebrauch des Wortes dient als Bindemittel.&rdquo; &ndash; genau. Die Technik der Verklammerung ist wunderbar erkl&auml;rt in Rainer Mausfelds Vortrag &ldquo;Die Angst der Machteliten vor dem Volk&rdquo;, <a href=\"http:\/\/www.hgeiss.de\/fremde\/rainer-mausfeld-die-angst-der-machtelite.pdf\">zu finden hier<\/a>. <\/p>\n<p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en und voller Dankbarkeit f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dliche Arbeit<br>\nAnke Wodtke\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n<strong>Betrifft Populismus<\/strong><\/p>\n<p>Volle Zustimmung, Herr M&uuml;ller!<br>\nHabe in meinem linken Gespr&auml;chskreis neulich nur hochgezogene Augenbrauen geerntet, als ich gegen den Begriff argumentierte.<br>\nVielleicht hilft nun ein Link auf Ihre Seite!<\/p>\n<p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nBernhard Meyer\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n<strong>Betrifft: Eine Beobachtung mit der Bitte um Pr&uuml;fung<\/strong><\/p>\n<p>die 100% f&uuml;r Martin Schulz haben m.E. nichts mit den Debatten &uuml;ber Populismus zu tun. Gabriel h&auml;tte keine 100% bekommen, obwohl er sich zu Populisten vermutlich &auml;hnlich &auml;u&szlig;ern w&uuml;rde, wie Schulz. Ich halte die Wahl von Schulz eher f&uuml;r eine Verzweiflungsreaktion. Die Mitglieder der SPD sind m.E. seit Hartz-IV und Basta in der Mehrheit zunehmend verzweifelt &uuml;ber die Abkehr von sozialdemokratischen Idealen (auch ich als Ex-Mitglied). Viele W&auml;hler haben sich abgewendet, die H&auml;lfte der Mitglieder ist schon ausgetreten. Aus den Reihen der verbliebenen Mitglieder gab es wohl Bem&uuml;hungen um eine Umkehr in der Politik, die aber die fest im Sattel sitzende Parteif&uuml;hrung nicht beeindrucken konnte.<br>\nJetzt kommt einer daher, der seit vielen Jahren au&szlig;erhalb der SPD agiert hat, und verspricht Korrekturen an der verfehlten SPD-Politik der letzten 15 Jahre. Der wird jetzt anscheinend als der Heilsbringer angesehen, der die SPD wieder zu alter Gr&ouml;&szlig;e bringen soll. Ringsum ist keine Alternative zu sehen, zumindest keine, die von der alten F&uuml;hrungsriege akzeptiert w&uuml;rde, und es wurde auch nicht danach gefragt! Deshalb 100%.<br>\nNiemand hat sich anscheinend angesehen, welche Politik Schulz in der EU betrieben hat. Die Entt&auml;uschung ist m.E. vorprogrammiert.<br>\nPassend dazu: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/03\/hochamt-mit-nebelkerzen\/\">Makroskop &ndash; Hochamt mit Nebelkerzen<\/a><\/p>\n<p>Zum Thema &ldquo;Populismus&rdquo;:<br>\nWenn ich das Wort h&ouml;re, stellen sich bei mir die Haare auf! Was ist Populismus? Bei Wikipedia finde ich zu dem Begriff unter &ldquo;Umgangssprache&rdquo; u.a.: &ldquo;opportunistische Politik, die die Gunst der Massen zu gewinnen sucht&rdquo;, &ldquo;Kampfbegriff (Schlagwort), um eine Manipulation und Instrumentalisierung der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r eigene Zwecke zu kritisieren&rdquo;, &ldquo;mit leeren oder unrealistischen Versprechungen W&auml;hlerstimmen gewinnen zu wollen&rdquo;, &ldquo;sagen ihnen dabei oft pers&ouml;nliches Machtstreben, mangelnde Verantwortung f&uuml;r die politische Zukunft des Landes, fehlende Nachhaltigkeit der politischen Ziele und fehlende L&ouml;sungen f&uuml;r aktuelle Probleme nach&rdquo;. Das sind doch Elemente, die sich in jeder Partei finden lassen! Der Begriff &ldquo;Populismus&rdquo; ist m.E. einfach nur ein beliebig verwendbarer Kampfbegriff f&uuml;r alle die Parteien, die jemand als unw&auml;hlbar darstellen m&ouml;chte.<\/p>\n<p>Ich habe den Eindruck, dass zunehmend Begriffe emotional besetzt werden und damit dann Politik gemacht wird. So, wie ein dressiertes Tier auf ein bestimmtes Zeichen hin reagiert, so reagieren inzwischen Menschen, wenn sie nur oft genug durch die Wiederholung eines Begriffes abgerichtet wurden. &ldquo;Pr&auml;sident&rdquo; ist was ehrenhaftes, &ldquo;Machthaber&rdquo; ist b&ouml;se. &ldquo;Islamist&rdquo; ist b&ouml;se, &ldquo;gem&auml;&szlig;igter Rebell&rdquo; ist ein K&auml;mpfer f&uuml;r das Gute. &ldquo;Westliche Werte&rdquo; sind etwas Gutes, auch wenn wir im Namen dieser &ldquo;Werte&rdquo; Krieg f&uuml;hren. Und &ldquo;Populisten&rdquo; (also diejenigen, die die Meinungsmacher als &ldquo;Populisten&rdquo; diffamieren), sind &ldquo;out&rdquo; . Und wer will schon &ldquo;out&rdquo; sein? Ach wie gut, dass niemand wei&szlig;, dass diese Meinungsmacher die schlimmsten Populisten sind!<\/p>\n<p>Wenn jemand nicht mehr zu bieten hat, als seine Meinung einfach mit einem dieser Kampfbegriffe zu rechtfertigen, dann ist Vorsicht geboten!<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nWilhelm M.\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n<strong>Betrifft: Im Kampf gegen die (Rechts-) Populisten werden die Reihen geschlossen.<\/strong><\/p>\n<p>Hier geht es doch nur um Eines:<\/p>\n<p>Der Niedergang der Partij van de Arbeid h&auml;lt alle Sozialdemokraten zusammen. Das nennt man &ldquo;Stockholm-Syndrom&rdquo;.<\/p>\n<p>Ich sehe das so: Das ist eines der Urinstinkte des Menschen, wenn einem die Ahnung durchzuckt, dass es zu Ende geht. Man r&uuml;ckt zusammen. Einen rationalen Grund gibt es f&uuml;r mich nicht. Alleine der Ausspruch eines Sozialdemokraten in die Kamera, Schulz sei der beste Parteivorsitzende den die SPD je hatte, macht micht so fassungslos, dass ich schon wieder lachen kann.<\/p>\n<p>Ich sehe die SPD im Herbst 2017 zwischen 10% und 20%.<\/p>\n<p>Ich w&uuml;nsche es ihr.<\/p>\n<p>Denn wahrhaft Neues entsteht erst, wenn das Alte zu Ende geht.<\/p>\n<p>Mein Urgro&szlig;vater war verfolgter Sozialdemokrat unter Bismarck. Die Erinnerung daran zeigt mir auf, dass sich etwas in einem ganz gro&szlig;en Stile ver&auml;ndern muss. Sonst kommt man in der Gesellschaft nicht voran.<\/p>\n<p>Wie &ldquo;vernichtet&rdquo; man eine Partei? In dem man sie erstmal &ldquo;hochschreibt&rdquo; um sie dann im richtigen Moment abst&uuml;rzen zu lassen. Vor der Wahl.<\/p>\n<p>Wir werden es sehen.<\/p>\n<p>&ldquo;<a href=\"https:\/\/erkennepsychopathie.wordpress.com\/2013\/09\/26\/wenn-sie-die-person-die-sie-missbraucht-lieben-stockholm-syndrom-und-trauma-bindungen\/\">Ein Opfer des Stockholm-Syndroms h&auml;lt entgegen aller Vernunft an der Vorstellung fest, dass der T&auml;ter letzten Endes zur Erleuchtung kommt, wenn sie sich nur genug anstrengt und ihn bedingungslos liebt.<\/a>&rdquo;<\/p>\n<p>Ein Leser aus G&ouml;rlitz.\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n<strong>Betr.: Eine Beobachtung mit der Bitte um Pr&uuml;fung: Im Kampf gegen die (Rechts-) Populisten werden die Reihen geschlossen. 100-prozentig.<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt Begriffe, die immer wieder anscheinend zu diffamierenden Abwatsche herhalten m&uuml;ssen. Ich selbst w&uuml;rde mich in allen Ehren als &ldquo;Rechtspopulist&rdquo; bezeichnen. Gut so!<br>\nAber ich f&uuml;ge auch gleich hinzu, dass das Wort sich aus dem lat. &ldquo;populus&rdquo; herleitet und durchaus Vorraussetzung f&uuml;r &ldquo;D&auml;mos&rdquo; (griech.) und damit f&uuml;r Demokratie und damit f&uuml;r Andersdenkende steht. Und sicherlich: Wenn die Reihen in so unanst&auml;ndiger, in solch undemokratischer Weise geschlossen werden, um Andersdenkende bzw. Kritik zu unterbinden, dann haben wir das klassische Muster von Diktatur. Insofern stehen mir die Linken als Rechtspopulist n&auml;her, als dieser Einheitsbrei der Etablierten, die von den Massenmedien hochgeschrieben werden.  Anscheinend aber h&auml;lt man Merkels Fortsetzung so f&uuml;r notwendig, dass man Schulz in allen T&ouml;nen lobsingt. Obwohl man wissen m&uuml;sste, dass Schulz eine ziemlich zwielichtige Gestalt ist und alles andere als jemand, der Armut in allen Facetten bek&auml;mpfen will.\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n<strong>Betrifft: Beobachtungen zu Populisten und Guten<\/strong><br>\nSehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nIhre Beobachtung kann ich teilen. In der Tat f&uuml;hrt das Abgrenzen von sog.<\/p>\n<p>Populisten zum Schulterschluss der Guten. Dadurch werden Unterschiede zwischen den Guten aufgehoben. So stand in den Niederlanden Wilders allen anderen gegen&uuml;ber. Rutte konnte sich benehmen wie der letzte L&ouml;ffel und war doch einer der Guten.<\/p>\n<p>Hinzuf&uuml;gen m&ouml;chte ich meine Beobachtung der Demoskopie. Wieder einmal lag sie weit daneben. Wilders und Rutte wurden gleichauf vorhergesagt. Am Ende trennten sie 7 Prozentpunkte. Wilders Stimmengewinne konnten in eine Niederlage umgedeutet werden. Die Wahlvorhersagen sind mittlerweile ein weiteres Instrument der Manipulation. Dass sie mehrfach total fehlgingen, st&ouml;rt niemanden. F&uuml;r heute wird im Saarland wieder ein enges Rennen vorhergesagt. Es sollte mich nicht wundern, wenn am Ende Kramp-Karrenbauer doch f&uuml;nf Punkte vor Rehlinger liegt.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nThorsten Peitzmeier<\/p>\n<p>Lesetip: <a href=\"https:\/\/tosulit.wordpress.com\">tosulit<\/a><br>\nEs gibt etwas Wunderbares beim Braille-Lesen, das sehende Menschen nicht kennen.<br>\nWir ber&uuml;hren die Worte, die uns ber&uuml;hren.\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n<strong>Betrifft: Die Rechtspopulisten in den eigenen Reihen \/ Albrecht M&uuml;ller am 24.3.<\/strong><\/p>\n<p>Mein Kommentar dazu:<br>\n&ldquo;Bezeichnend eben auch die Entwicklung in der Fl&uuml;chtlingspolitik: Von der Willkommenskultur bis zum sch&auml;rfsten Asylrecht aller Zeiten -Stichworte: Abschiebungen, sichere Herkunftsl&auml;nder, Eingeschr&auml;nkte Arbeitserlaubnis, unterbundener Familiennachzug, Residenzpflicht). Das ist so wie mit dem Frosch, den man ins kalte Wasser setzt und dann die Temperatur langsam erh&ouml;ht &ndash; damit sich das Volk an den Prozess der Abschottung und Desintegration langsam und fast unbemerkt gew&ouml;hnt.<br>\nDabei hat ein Mann in den Niederlanden (Jesse Klaver) mit einem Programm f&uuml;r eine offene Gesellschaftspolitik (Steuerreform zugunsten der unteren Einkommen, mehr Engagement f&uuml;r den Klimaschutz, mehr Mit- statt Gegeneinander in der Gesellschaft, offene Grenzen \/ siehe <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/portrait-klaver-101.html\">hier<\/a>) aus dem Stand fast 10% der Stimmen gewonnen.&rdquo; <\/p>\n<p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;sse, Ludger Elmer\n<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meiner Bitte zur <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37572\">Pr&uuml;fung der Beobachtung<\/a>, dass die gel&auml;ufige Aggression gegen die &bdquo;Populisten&ldquo; auch dem Ziel dient, die eigenen Reihen zu verkl&auml;ren und zu schlie&szlig;en, l&ouml;ste eine Reihe von weiterf&uuml;hrenden Mails von NachDenkSeiten-Leserinnen und Lesern aus. Danke vielmals &ndash; die NachDenkSeiten haben bewundernswerte Freunde. Im Folgenden einige der Mails. Lesenswert. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist<\/em><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37628\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,123,103,125,191],"tags":[835,1191,1193],"class_list":["post-37628","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-kampagnentarnworteneusprech","category-leserbriefe","category-rechte-gefahr","category-spd","tag-nationalismus","tag-populismus","tag-schulz-martin"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37628","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37628"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37628\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37636,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37628\/revisions\/37636"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37628"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37628"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37628"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}