{"id":37656,"date":"2017-03-31T16:27:26","date_gmt":"2017-03-31T14:27:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656"},"modified":"2017-03-31T16:27:26","modified_gmt":"2017-03-31T14:27:26","slug":"hinweise-des-tages-ii-290","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h01\">Warum der Widerstand gegen die Maut erloschen ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h02\">Die Bundesregierung l&auml;sst im M&auml;rz mehr als eine Million Erwerbslose aus der Statistik schummeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h03\">Soziale Ungleichheit: Im Villengl&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h04\">Leck im Verteidigungsausschuss: &ldquo;Wir pr&uuml;fen nun die Konsequenzen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h05\">Externe Berater des Verteidigungsministeriums: Einfallstor f&uuml;r R&uuml;stungslobbyisten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h06\">Schon wieder &Auml;rger mit dem BKA-Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h07\">No, wealth isn&rsquo;t created at the top. It is merely devoured there<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h08\">Sinkende Kaufkraft &ndash; Briten gehen an ihr Erspartes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h09\">From Great Britain to Little England?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h10\">Portugal zeigt Alternativen zur Austerit&auml;tspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h11\">Pr&auml;sidentschaftswahl in Frankreich: Heiliger Zorn gegen die Regierenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h12\">Fl&uuml;chtlinge in Serbien: Ungarns Grenzregime und die Folgen auf der Balkanroute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h13\">Asylgrund Klimawandel: Umweltkatastrophen treiben Menschen zur Flucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h14\">Die EU ist nicht Europa &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Andrej Hunko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h15\">Die Kriegszulieferer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h16\">Spitzen von SPD und FDP werben f&uuml;r Ampelkoalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37656#h17\">Das Letzte: Aufr&uuml;stungsfreunde des Tages: FDP<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Warum der Widerstand gegen die Maut erloschen ist<\/strong><br>\nMehrere Bundesl&auml;nder hatten gedroht, die Autobahn-Abgabe im Bundesrat scheitern zu lassen. Doch dazu kommt es nicht: Die Pkw-Maut ist nicht mehr zu bremsen. Ein Grund daf&uuml;r ist SPD-Chef Martin Schulz.<br>\nBis gestern Abend, also kurz vor der Sitzung des Bundesrates in Berlin, war nicht klar, ob sich die Kritiker der Pkw-Maut am Ende nicht doch durchsetzen &ndash; hing die von der CSU getriebene Autobahnabgabe am seidenen Faden. Dann kamen die Spitzen von SPD und Union in getrennten Sitzungen mit den L&auml;ndernchefs zusammen. Und danach war der letzte Widerstand gegen die Pkw-Maut erloschen. [&hellip;]<br>\nDie Kanzlerin wollte zuletzt nur noch Ruhe an der Maut-Front. Aber die CSU lie&szlig; nicht locker, drohte damit andere Vorhaben in der Koalition zu blockieren. Die SPD schwenkte schlie&szlig;lich ein, widerwillig, gegen den Willen der SPD-L&auml;nderf&uuml;rsten. &bdquo;Es sollte offenbar nicht der Eindruck entstehen, der neue Parteichef Martin Schulz habe mit seiner Bundespartei die SPD in den L&auml;ndern nicht im Griff&ldquo;, sagt der Vertreter einer Landesregierung ver&auml;rgert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article163294307\/Warum-der-Widerstand-gegen-die-Maut-erloschen-ist.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> An ihren Taten sollt ihr sie erkennen. Und Martins Schulz erste gr&ouml;&szlig;ere Amtshandlung als SPD-Vorsitzender ist das &bdquo;Auf-Linie-Bringen&ldquo; der SPD-L&auml;nder f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer PKW-Maut, die man auch als <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37613\">Vorstufe zur Privatisierung der Fernstra&szlig;en begreifen muss<\/a>. So viel zum Thema &bdquo;Schulz-Effekt&ldquo;. Man muss schon ein sehr &uuml;berzeugter SPD-Anh&auml;nger sein, wenn man immer noch dem PR-Rummel der Partei auf den Leim geht.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine weitere H&uuml;rde in Richtung Autobahnprivatisierung ist genommen. Man fragt sich nur, was geht in den K&ouml;pfen der politisch Verantwortlichen vor, wenn sie ohne jede Notwendigkeit &ouml;ffentliches Eigentum, das mit Milliarden Steuergeldern aufgebaut wurde, gegen die Mehrheit der B&uuml;rger, an die Finanzindustrie verscherbeln?<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Martin Schulz und die Krankenschwester: Soziale Gerechtigkeit &agrave; la SPD<\/strong><br>\nDie unterbezahlte Krankenschwester, in vielen Wahlkampfreden der SPD war sie in den letzten Jahren das Symbol f&uuml;r die hart arbeitende Mitte der Gesellschaft, die jetzt auch Martin Schulz immer wieder bem&uuml;ht. Doch wer die Situation einer Krankenschwester vor 20 Jahren mit heute vergleicht, merkt: Obwohl sie jetzt brutto erheblich mehr verdient, bleibt ihr am Ende fast genauso wenig wie damals. Wesentlich verantwortlich daf&uuml;r: Die SPD in 15 Jahren Regierungsbeteiligung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/videos\/video-martin-schulz-und-die-krankenschwester-soziale-gerechtigkeit-a-la-spd-100.html\">WDR Monitor<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Bundesregierung l&auml;sst im M&auml;rz mehr als eine Million Erwerbslose aus der Statistik schummeln<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170331-hwt2_02.png\" alt=\"\" title=\"\">\n<p><strong>dazu: Nahles&lsquo; Arbeitsmarkt-Vorschl&auml;ge sind billiges Wahlkampfman&ouml;ver<\/strong><br>\n&bdquo;Seit Jahren m&uuml;ssen wir einen Kahlschlag in der Arbeitsmarktpolitik mitansehen. Dass Ministerin Nahles ausgerechnet jetzt die vielen langzeiterwerbslosen Menschen &sbquo;neu&lsquo; entdeckt und verst&auml;rkt f&ouml;rdern will, ist ein durchsichtiges Wahlkampfman&ouml;ver, bei dem unterm Strich nicht viel herauskommen wird. Notwendig ist ein ausreichend ausgestatteter &ouml;ffentlich gef&ouml;rderter Besch&auml;ftigungssektor mit existenzsichernden L&ouml;hnen, der echte Perspektiven schafft&ldquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE zum aktuellen Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sowie den j&uuml;ngsten Vorschl&auml;gen von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zur Bek&auml;mpfung der Langzeiterwerbslosigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/nahles-arbeitsmarkt-vorschlaege-sind-billiges-wahlkampfmanoever\/\">Die Linke im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Arbeitsuchende, Arbeitslose, erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte: L&auml;ndervergleich M&auml;rz 2017<\/strong><br>\n4,805 Millionen Arbeitsuchende im M&auml;rz 2017: davon 2,662 Millionen als Arbeitslose registrierte Arbeitsuchende (183.000 weniger als im M&auml;rz 2016) und 2,143 Millionen nichtarbeitslose Arbeitsuchende (150.000 mehr als im M&auml;rz 2016). 4,400 Millionen erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte (ELB: Arbeitslosengeld II) im M&auml;rz 2017, 72.000 mehr als ein Jahr zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/906-arbeitsuchende-arbeitslose-erwerbsfaehige-leistungsberechtigte-laendervergleich-maerz-2017.html\">BIAJ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Soziale Ungleichheit: Im Villengl&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Reichen werden immer reicher &ndash; an kaum einem anderen Ort in Deutschland wird das so deutlich wie am Starnberger See. Hier feiert der Neoliberalismus seinen Triumph. [&hellip;]<br>\nWer beim Immobilien-Monopoly rund um den Starnberger See mitspielt, kann es sich leisten, eine Million jahrelang herumliegen zu lassen.<br>\nV&ouml;llig anders wird im Rathaus von Pirmasens gerechnet, Deutschlands h&ouml;chstverschuldeter Stadt, in der jedes dritte Kind unter 15 von Hartz IV lebt. B&uuml;rgermeister Bernhard Matheis kalkuliert ganz vorsichtig, wenn es um sein F&ouml;rderprojekt f&uuml;r sozial schwache Familien und ihre Kinder geht. In seinem B&uuml;ro im Rathaus w&uuml;rde es der B&uuml;rgermeister schon f&uuml;r einen Erfolg halten, wenn jedes vierte betreute Kind &uuml;berhaupt eine Ausbildung schafft.<br>\nIn ihrem B&uuml;ro in Berg-Kempfenhausen wartet die Maklerin Carmen Gottschalk darauf, dass die n&auml;chsten Anfragen hereinkommen. Vielleicht f&uuml;r den &ldquo;repr&auml;sentativen Familien und Firmensitz&rdquo; f&uuml;r 3,3 Millionen? Oder den &ldquo;Meister der Form &ndash; Villa in Bestlage Starnberg&rdquo; f&uuml;r 3,85 Millionen? Oder doch f&uuml;r das &ldquo;Meisterst&uuml;ck f&uuml;r Wohn&auml;stheten und Autoliebhaber&rdquo; f&uuml;r 8,4 Millionen?<br>\nGeld war immer da in Deutschland, aber seit einiger Zeit entwickelt sich das Land auseinander. Das Verm&ouml;gen der oberen 20 Prozent stieg nach der Jahrtausendwende deutlich, w&auml;hrend die unteren 30 Prozent nichts haben oder sogar Schulden. In keinem deutschen Landkreis sind die Bewohner so kaufkr&auml;ftig wie in Starnberg: Jeder hat monatlich knapp 3.000 Euro zum Ausgeben, fast doppelt so viel wie ein Durchschnittsdeutscher. In Pirmasens sind es noch weniger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-03\/soziale-ungleichheit-starnberger-see-villa-vermoegen-reichtum\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was sind das pl&ouml;tzlich f&uuml;r T&ouml;ne im Zentralorgan der oberen Mittelschicht? Hier sei aber nochmals darauf hingewiesen, dass gerade die Zeit, die Durchsetzung der neoliberalen Agenda immer publizistisch massiv unterst&uuml;tzt hat. Gerade auch der Autor Hagel&uuml;cken als leitender Wirtschaftsredakteur der SZ.  <\/em><br>\n<em>Es w&auml;re nun naiv zu glauben, die Kritik an den herrschenden Verh&auml;ltnissen w&uuml;rde aus Einsicht in den Aberwitz der neoliberalen Ideologie erfolgen. Es geht schlicht darum die soziale Polarisierung mit Pseudokritik etwas zu verschleiern, nicht dass die B&uuml;rger am Ende noch in ihrer Wut &uuml;ber eine Politik, die ihre Lebensverh&auml;ltnisse seit Jahren permanent verschlechtert Dummheiten begehen &ndash; Trump l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en. Das zeigt schon der aktuelle Zeit-Titel mit dem zum x-ten Male das Gespenst der Inflation h&ouml;herer Bildungsabschl&uuml;sse an die Wand gemalt wird. Die Intention ist einfach zu entlarven, die obere Mittelschicht f&uuml;rchtet einfach um ihre Privilegien.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Leck im Verteidigungsausschuss: &ldquo;Wir pr&uuml;fen nun die Konsequenzen&rdquo;<\/strong><br>\nSPD-Politiker kritisiert Weitergabe von Informationen im Zusammenhang mit Luftschlag in Rakka<br>\nDie Nachricht, die gestern aus der geheimen Sitzung des Verteidigungsausschusses des Bundestages ihren Weg in die Medien fand, hat es in sich: Laut Recherchen von NDR, WDR und SZ soll die Bundeswehr an dem folgenschweren Luftschlag nahe der syrischen Stadt Rakka (Raqqa) beteiligt gewesen sein.<br>\nNun hat sich der Vorsitzendes des Verteidigungsausschusses, Wolfgang Hellmich (SPD) gegen&uuml;ber Focus Online zu Wort gemeldet und kritisiert, dass die Information aus der geheimen Sitzung, bei der die Teilnehmer zuvor auch ihre Mobilfunktelefone abgeben mussten, nach au&szlig;en gedrungen ist. &ldquo;Es ist mehr als fragw&uuml;rdig&rdquo;, sagt Hellmich, &ldquo;wenn Informationen aus einer geheimen Sitzung direkt an die Medien gelangten. Das ist Geheimnisverrat und wir pr&uuml;fen nun die Konsequenzen.&rdquo; Einen derartigen Vorfall habe der Ausschussvorsitzende noch nicht erlebt. &ldquo;Das hat eine besondere Brisanz. Ich rede heute mit den Obleuten der Fraktionen und diese werden dann eine Entscheidung &uuml;ber m&ouml;gliche Konsequenzen treffen.&rdquo;<br>\nDieses Vorgehen, so der SPD-Mann weiter, habe sowohl eine strafrechtliche als auch eine moralische Dimension: &ldquo;Es gibt Informationen, die, wenn man sie verr&auml;t, das Leben unserer Soldaten und Soldatinnen im Einsatz gef&auml;hrden k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Leck-im-Verteidigungsausschuss-Wir-pruefen-nun-die-Konsequenzen-3671733.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.J.:<\/strong> Klar, dass es f&uuml;r die Bef&uuml;rworter deutscher Milit&auml;reinsatze im Ausland ein Problem darstellt, wenn Zivilopfer zum &ouml;ffentlichen Thema werden. Flugs wird dann &ndash; wie bei Whistleblowern &uuml;blich &ndash; der &Uuml;berbringer der Botschaft in durchschaubarer Absicht zum lebensgef&auml;hrlichen T&auml;ter erkl&auml;rt. Tats&auml;chlich formuliert der SPD-Politiker Wolfgang Hellmich ein Paradox, das, wenn es stimmte, zum sofortigen Abbruch des Syrieneinsatzes f&uuml;hren m&uuml;sste. Wenn in Deutschland der Bundestag das letzte Wort &uuml;ber Milit&auml;reins&auml;tze hat, der Bundestag in seiner Gesamtheit &ndash; also so wie er abstimmt &ndash; und mit ihm die gesamte &Ouml;ffentlichkeit aber nichts &uuml;ber die konkreten Folgen dieser Eins&auml;tze wissen darf, weil das das Leben deutscher Soldaten gef&auml;hrdet, dann ist die demokratische Kontrolle von Kriegseins&auml;tzen, weil lebensgef&auml;hrlich f&uuml;r die Soldaten, strukturell unm&ouml;glich. Die einzige Konsequenz f&uuml;r den deutschen Bundestag, der sein demokratisches Mandat und die Gefahr f&uuml;r das Leben der Soldaten ernst nimmt, kann daher sein, die Soldaten gar nicht erst in den Einsatz zu schicken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Externe Berater des Verteidigungsministeriums: Einfallstor f&uuml;r R&uuml;stungslobbyisten?<\/strong><br>\nR&uuml;stungsprojekte der Bundeswehr hatten in den letzten Jahren vor allem eins gemeinsam: Sie dauerten l&auml;nger als gedacht, wurden teurer und waren am Ende meist nicht so leistungsf&auml;hig wie erhofft. Um die Beschaffung von R&uuml;stungsg&uuml;tern zu verbessern, hat Verteidigungsministerin von der Leyen daf&uuml;r externe Berater angeheuert. MONITOR hat sich die Verbindungen zwischen den neuen Beratern des Ministeriums und der R&uuml;stungsindustrie genauer angeschaut und ist dabei auf enge personelle und finanzielle Verbindungen gesto&szlig;en. Ein neues Einfallstor f&uuml;r R&uuml;stungslobbyisten, wenn k&uuml;nftig milliardenschwere Auftr&auml;ge erteilt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/ruestungslobbyisten-102.html\">Monitor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schon wieder &Auml;rger mit dem BKA-Gesetz<\/strong><br>\nEs ist noch nicht lange her, da pr&auml;sentierte Innenminister de Maizi&egrave;re stolz die &uuml;berarbeitete Version des BKA-Gesetzes. Darin die Idee einer neuen gro&szlig;en Datenbank, auf die BKA und Polizei zugreifen k&ouml;nnen. Doch nun hagelt es Kritik.<br>\nAngefangen hat der &Auml;rger im April vergangenen Jahres. Damals urteilte das Bundesverfassungsgericht, einige der Kompetenzen des Bundeskriminalamts seien grundgesetzwidrig. Die Karlsruher Richter mahnten unter anderem einen besseren Datenschutz an. Der Bundesinnenminister war damals sichtlich ver&auml;rgert. Seine Bef&uuml;rchtung: Die neuen Vorgaben aus Karlsruhe k&ouml;nnten den Kampf gegen den internationalen Terrorismus erschweren.<br>\nSchnell machte sich Thomas de Maizi&egrave;re an die &Uuml;berarbeitung des BKA-Gesetzes. Schon im Februar war die Neufassung im Kabinett. Kurz darauf pr&auml;sentierte er sie stolz in der ersten Lesung im Bundestag. Ein Punkt: eine gro&szlig;e neue Datenbank, auf die das BKA und alle Polizeibeh&ouml;rden bundesweit zugreifen k&ouml;nnen.<br>\n&ldquo;Der Polizeibeamte in einem Bundesland muss wissen, dass sein Kollege in einem anderen Bundesland gegen die gleiche Person ermittelt, und beide m&uuml;ssen wissen, welche Informationen &uuml;ber diese Person beim Bundeskriminalamt bekannt sind&rdquo;, sagte der Innenminister im Bundestag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bka-gesetz-119.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>No, wealth isn&rsquo;t created at the top. It is merely devoured there<\/strong><br>\nBut such a revolution will require a wholly different narrative about the origins of our wealth. It will require ditching the old-fashioned faith in &ldquo;solidarity&rdquo; with a miserable underclass that deserves to be borne aloft on the market-level salaried shoulders of society&rsquo;s strongest. All we need to do is to give real hard-working people what they deserve. And, yes, by that I mean the waste collectors, the nurses, the cleaners &ndash; theirs are the shoulders that carry us all.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2017\/mar\/30\/wealth-banks-google-facebook-society-economy-parasites\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sinkende Kaufkraft &ndash; Briten gehen an ihr Erspartes<\/strong><br>\nDie britische Wirtschaft ist trotz des bevorstehenden Brexit erneut deutlich gewachsen. Zugleich fiel die Sparquote jedoch auf den niedrigsten Stand seit 1963 &ndash; auch weil die Briten den sinkenden Pfund-Kurs ausgleichen mussten.<br>\nDie britische Wirtschaft bleibt neuen Zahlen zufolge auf Wachstumskurs, zeigt angesichts des nahenden Brexit aber auch bedenkliche Tendenzen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von Oktober bis Dezember 2016 gegen&uuml;ber dem Vorquartal um 0,7 Prozent. Deutschland kam im selben Zeitraum auf 0,4 Prozent. Mit den Zahlen best&auml;tigte das britische Statistikamt ONS eine fr&uuml;here Sch&auml;tzung. [&hellip;]<br>\nDie Sparquote fiel auf den niedrigsten Wert seit Beginn der Statistik 1963. Das lag einem ONS-Statistiker zufolge aber auch daran, dass die R&uuml;cklagen von Pensionfonds an Wert verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/brexit-sparquote-sinkt-auf-niedrigsten-stand-seit-1963-a-1141332.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Und wieder einmal haben die Kollegen von SPIEGEL Online nicht verstanden, was die Statistiker eigentlich sagen. Durch den Wertverlust des Pfunds gegen&uuml;ber dem Euro mussten offenbar die Positionen der Pensionsfonds neu bewertet werden, was wiederum Einfluss auf den statistischen Wert der Sparquote hat. Sch&ouml;n und gut. Aber was hat das bitte damit zu tun, dass die Briten angeblich &bdquo;den sinkenden Pfund-Kurs ausgleichen m&uuml;ssen&ldquo;? Da wird nichts &bdquo;ausgeglichen&ldquo;, sondern lediglich neu bewertet. Das kann deutschen Kunden von Lebensversicherungen, Pensionsfonds etc., die in fremden W&auml;hrungen angelegt haben, genau so passieren. Und die &Uuml;berschrift &bdquo;Briten gehen an ihr Erspartes&ldquo; ist vollkommen falsch und irref&uuml;hrend. Die Kombination mit einem Symbolbild auf dem Briten einen EC-Automaten leer r&auml;umen, macht die Sache noch schlimmer. <\/em><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170331-hwt2_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170331-hwt2_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>From Great Britain to Little England?<\/strong><br>\nBritish Prime Minister Theresa May blinked more than once as she prepared to invoke Article 50 of the Treaty of Lisbon and initiate Britain&rsquo;s exit from the European Union. According to May, Brexit will transform the United Kingdom into what she calls &ldquo;Global Britain.&rdquo; But what lies ahead is really anyone&rsquo;s guess. The UK has long been shorn of its empire; now it will be shorn of Europe, too.<br>\nSingapore, Switzerland, and Norway are often mentioned as models for the UK to follow as it pursues its own trade policies outside of the EU. This is ironic (or perhaps fitting), given that all three are small countries that do not share Great Britain&rsquo;s sense of self-importance in world affairs.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/uk-post-brexit-small-economy-model-by-michael-o-sullivan-and-david-skilling-1-2017-03\">Project Syndicate<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Portugal zeigt Alternativen zur Austerit&auml;tspolitik<\/strong><br>\nPortugal, Italien, Griechenlands und Spanien das waren die s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder, die in den vergangenen Jahren im Fokus der europ&auml;ischen Aufmerksamkeit standen, wenn es um sogenannte &bdquo;Sparprogramme&ldquo; und Austerit&auml;t ging. W&auml;hrend Griechenland aktuell wieder in den Medien ist, weil die Schulden weiter steigen, und Spanien von sich Reden machte, weil es keine Regierung bilden konnte, ist Portugal aus dem Fokus der &Ouml;ffentlichkeit verschwunden, dabei w&auml;re ein Blick auf die Erfolge der portugiesischen Regierung spannend, f&uuml;r alle, die immernoch am Dogma des Sozialabbaus als Mittel zum Wachstum festhalten.<br>\nMehrere Jahre regierten rechte und neoliberale Parteien Portugal w&auml;hrend der Krise und setzten harte Austerit&auml;tspolitik durch. Diese &auml;nderte sich mit den Wahlen 2015, das neue geschmiedete neoliberale B&uuml;ndnis Portugal a Frente, bestehend aus den beiden vorherigen Regierungsparteien PSD und CDS-PP, verlor seine Mehrheit. Doch auch die portugiesischen Sozialdemokraten hatten keine eigene Mehrheit und hatten nur die Auswahl einer gro&szlig;en Koalition, in der sie Juniorpartner w&auml;ren, und einem Mitte-Links-B&uuml;ndnis mit der Coliga&ccedil;&atilde;o Democr&aacute;tica Unit&aacute;ria (CDU) und dem Bloco de Esquerda. Besonders daer Linksblock (Bloco des Esquerda) konnte sich als Siegerin der Wahlen sehen, da sie ihre Stimmenzahl verdoppelten. Die sozialdemokratische PS entschied sich nach dem Scheitern der Gespr&auml;che f&uuml;r eine Tolerierung durch die linken Parteien, welche durch Vertr&auml;ge klare Richtlinien erhielt. Catarina Principe, Mitglied des Linksblock, erkl&auml;rte wie die neue Regierung funktioniert: &bdquo;Die Linke w&uuml;rde dem Haushaltsentwurf und einigen anderen Gesetzen zustimmen, jedoch au&szlig;erhalb der Regierung bleiben und sich vorbehalten, auch weiterhin alternative Politiken zu verfolgen. So war es ihr m&ouml;glich, die verbreitete Forderung nach einer Beendigung der schlimmsten Sparma&szlig;nahmen aufzugreifen, ohne sich der PS zu sehr anzun&auml;hern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/portugal-zeigt-alternativen-zur-austeritaetspolitik\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Pr&auml;sidentschaftswahl in Frankreich: Heiliger Zorn gegen die Regierenden<\/strong><br>\nIn der einstigen Arbeiterhochburg Le Havre f&uuml;hlt sich der linksrevolution&auml;re Jean-Luc M&eacute;lenchon in seinem Element. Und er benennt sein Vorbild.<br>\nEchten Grund zum Optimismus hat Jean-Luc M&eacute;lenchon (La France insoumise &ndash; das unbeugsame Frankreich). Er hat in den Prognosen von 10 auf 14 Prozent zugelegt und liegt vor dem Sozialisten Beno&icirc;t Hamon. Sein erkl&auml;rtes Ziel ist es, im Rennen um die Pr&auml;sidentschaft den Konservativen Fran&ccedil;ois Fillon zu &uuml;berrunden und zum Spitzenduo Le Pen und Emmanuel Macron aufzuschlie&szlig;en. &bdquo;Seinen Rang verdient man in der Schlacht&ldquo;, verk&uuml;ndet er siegesgewiss in Le Havre, wo er im Hafen ankommt. Die Kommunisten des PCF, die seine Kandidatur trotz Differenzen unterst&uuml;tzen, haben ihm ein Treffen mit den Dockern organisiert. Sie sind immer noch eine Avantgarde in Sozialkonflikten wie im Kampf gegen die Arbeitsrechtsreform von 2015.<br>\nM&eacute;lenchon verspricht den Hafenarbeitern, er werde als Pr&auml;sident dieses Gesetz widerrufen. Von den Dockern bekommt er einen orangefarbenen Helm, den er stolz wie eine Troph&auml;e vorzeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5393610\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge in Serbien: Ungarns Grenzregime und die Folgen auf der Balkanroute<\/strong><br>\nVor Monaten noch lie&szlig; Ungarn bis zu 35 Menschen pro Tag aus Serbien &uuml;ber seine Grenze kommen, mittlerweile sind es nur noch zehn. Seit Ungarn der brutale Vorposten der Festung EU geworden ist, droht Serbien vom Transitland zur gr&ouml;&szlig;ten Wartehalle f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge im Herzen Europas zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluechtlinge-in-serbien-ungarns-grenzregime-und-die-folgen.1773.de.html?dram:article_id=382695\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Asylgrund Klimawandel: Umweltkatastrophen treiben Menschen zur Flucht<\/strong><br>\nD&uuml;rreperioden, St&uuml;rme, &Uuml;berflutungen &ndash; der Klimawandel ist f&uuml;r Menschen in vielen Teilen der Welt bereits zur Bedrohung geworden. Immer mehr verlieren aufgrund von Umweltkatastrophen ihre Lebensgrundlage und sind gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen. Hilfsorganisationen wie Oxfam fordern daher die Schaffung des Asylgrunds &ldquo;Klimafl&uuml;chtling&rdquo;.<br>\nEs gibt Mitb&uuml;rger auf diesem Erdball, f&uuml;r die ist der Klimawandel bereits Teil ihrer Lebenswirklichkeit. Zwei Beispiele. Nummer eins: Tschinma George aus Nigeria. Die 30-j&auml;hrige ist selbstst&auml;ndige Beraterin mit Studienabschl&uuml;ssen in Wirtschaft und Umweltmanagement und dazu noch Klimaaktivistin mit Erfahrung an internationalen Konferenztischen.<br>\nIn Nigeria realisierte man den Klimawandel vor f&uuml;nf Jahren richtig bewusst, sagt sie. &ldquo;2012 gab es bei uns enorme Regenf&auml;lle. Monatelang. Ununterbrochen. Das f&uuml;hrte zu &Uuml;berflutungen. &Uuml;ber sieben Millionen Menschen waren betroffen, im ganzen Land gab es &Uuml;berflutungen, 30 von 36 Bundesstaaten waren betroffen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/asylgrund-klimawandel-umweltkatastrophen-treiben-menschen.697.de.html?dram:article_id=382755\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die EU ist nicht Europa &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Andrej Hunko<\/strong><br>\nSeit einigen Wochen demonstrieren im Rahmen der &bdquo;Pulse of Europe&ldquo;-Bewegung in Deutschland Menschen f&uuml;r die EU. Bisher ist der Charakter der Bewegung nicht klar, abseits ihrer pro-EU-Position. Wir haben mit dem linken Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko, der zusammen mit anderen Abgeordneten einen Brief an die Bewegung geschrieben hat, &uuml;ber Pulse of Europe, den Charakter der EU und den Brexit gesprochen. [&hellip;]<br>\nMein Eindruck ist, dass bei vielen Menschen aufgrund dieser Entwicklungen das eher unspezifische Bed&uuml;rfnis entstanden ist, etwas zu tun. Den Zulauf zu den Pro-EU-Kundgebungen von Pulse of Europe erkl&auml;re ich mir damit, dass &bdquo;Europa&ldquo;, das meist mit der EU gleichgesetzt wird, als Symbol f&uuml;r liberale gesellschaftliche Werte gesehen wird, die es gegen den Rechtsruck zu verteidigen gilt. Dazu geh&ouml;rt die Ablehnung der Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder sexueller Identit&auml;t genauso wie das Ende der Grenzkontrollen zwischen den Schengen-Staaten. Aber auch der Wunsch nach Frieden wird h&auml;ufig mit der EU verbunden. Es scheint mir insgesamt eher eine emotionale Reaktion zu sein.<br>\nDie von den OrganisatorInnen formulierten Forderungen laufen im Wesentlichen auf den Erhalt des Status Quo heraus, also die weitgehend unkritische Verteidigung der EU. Es ist der Versuch, die EU in der aktuellen Krise zu retten &ndash; mit allen negativen wie positiven Dingen, f&uuml;r die sie steht. Zugleich nehmen die Menschen aber sicherlich aus den verschiedensten Motivationen an den Kundgebungen teil.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/die-eu-ist-nicht-europa-im-gespraech-mit-andrej-hunko\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Kriegszulieferer<\/strong><br>\nDie beginnende Aufstockung des deutschen Milit&auml;rhaushalts auf bis zu zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts f&uuml;hrt zu Wachstumssch&uuml;ben in der deutschen R&uuml;stungsindustrie. Exemplarisch belegen dies die j&uuml;ngsten Gesch&auml;ftszahlen der Waffenschmiede Rheinmetall. Demnach ist der Umsatz im Gesch&auml;ftsbereich &ldquo;Defence&rdquo; im vergangenen Jahr um rund 14 Prozent auf fast drei Milliarden Euro gestiegen &ndash; und das Unternehmen rechnet mit weiterem Wachstum: Es verzeichnet einen Auftragsbestand von mehr als 6,6 Milliarden Euro, hofft im n&auml;chsten Jahr auf R&uuml;stungsauftr&auml;ge aus Berlin in H&ouml;he von weiteren zwei Milliarden Euro und geht davon aus, auf dem deutschen Heimatmarkt langfristig Auftr&auml;ge im Wert von zehn Milliarden Euro einwerben zu k&ouml;nnen. Hinzu kommen boomende Gesch&auml;fte auf dem weltgr&ouml;&szlig;ten R&uuml;stungsmarkt &ndash; in den USA &ndash; sowie Bem&uuml;hungen, zwei Joint Ventures zur Produktion von Munition und Panzern in der T&uuml;rkei zu gr&uuml;nden. Die saudischen Streitkr&auml;fte werden schon heute von Rheinmetall-Tochterfirmen au&szlig;erhalb der Bundesrepublik beliefert &ndash; mit Munition, die sie im Jemen-Krieg einsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59573\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Ex-Verteidigungsminister soll Rheinmetall kontrollieren<\/strong><br>\nAuf der Hauptversammlung des R&uuml;stungskonzerns soll Franz Josef Jung in den Aufsichtsrat des Unternehmens gew&auml;hlt werden. Er w&auml;re dann nicht der einzige Ex-Minister in den Reihen von Rheinmetall. Der fr&uuml;here Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung soll in den Rheinmetall-Aufsichtsrat einziehen. Der 68-j&auml;hrige CDU-Politiker, der von 2005 bis 2009 an der Spitze des Verteidigungsministeriums stand und danach kurz Bundesarbeitsminister war, soll nach Recherchen der &bdquo;Welt&ldquo; auf der Hauptversammlung am 9. Mai in das Kontrollgremium gew&auml;hlt werden. Ein Rheinmetall-Sprecher begr&uuml;ndete die geplante Berufung mit der besonderen Expertise von Jung im Verteidigungsbereich. Der Rheinmetall-Konzern mit 5,6 Milliarden Euro Umsatz (2016) besitzt zwei nahezu gleich gro&szlig;e Umsatzs&auml;ulen aus Automobiltechnik sowie R&uuml;stung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article163294020\/Ex-Verteidigungsminister-soll-Rheinmetall-kontrollieren.html\">Welt Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Spitzen von SPD und FDP werben f&uuml;r Ampelkoalition<\/strong><br>\nWer mit wem nach der Bundestagswahl? F&uuml;hrende Politiker von SPD und FDP sprechen sich im SPIEGEL f&uuml;r eine gemeinsame Koalition mit den Gr&uuml;nen aus. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r beide Parteien, SPD und FDP, k&ouml;nnte die Ampel-Option Sinn machen. Die SPD entginge so dem Gerede &uuml;ber ein rot-rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis mit der Linkspartei, das sie zuletzt im Saarland wohl Stimmen gekostet hat. Die FDP k&ouml;nnte unter Beweis stellen, dass sie sich inzwischen vom fr&uuml;heren Koalitionspartner, den Unionsparteien, emanzipiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-und-fdp-werben-fuer-ampel-koalition-mit-den-gruenen-a-1141297.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Zun&auml;chst einmal ist das keine Neuigkeit. Eine Ampel wird immer wieder gerade von den SPD F&uuml;hrungsleuten ins Gespr&auml;ch gebracht, zuletzt von Katarina Barley. Interessant ist aber, wie wohlwollend &uuml;ber solch ein B&uuml;ndnis geschrieben wird, obwohl laut <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/13399\/3599184\">Umfragen<\/a> solch eine Konstellation am wenigsten von den W&auml;hlern gewollt wird (7 Prozent). Auf der anderen Seite wird aber behauptet, dass die Option Rot-Rot-Gr&uuml;n, die laut derselben Umfragen auf immerhin 20 Prozent Zustimmung in der Bev&ouml;lkerung k&auml;me, der SPD schon Stimmen gekostet habe. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die FDP &ndash; was wollen die noch mal? Radikale Steuersenkungen, die Verl&auml;ngerung und weitere &ldquo;Flexibilisierung&rdquo; der Arbeitszeiten, die &ldquo;Entfesselung&rdquo; eines schon lange deregulierten Arbeitsmarktes, das gesetzliche Rentenalter streichen, noch mehr &ldquo;private&rdquo;, &ldquo;kapitalgedeckte&rdquo; Vorsorge anstelle der funktionierenden Umlagesysteme, oder w&ouml;rtlich und dezidiert: &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article163288085\/Die-FDP-setzt-auf-ein-Anti-Schulz-Programm.html\">Die FDP setzt auf ein Anti-Schulz-Programm<\/a>&ldquo;. <\/em><br>\n<em>Also der perfekte Koalitionspartner&hellip; [&hellip;]<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die SPD in einer Koalition mit zwei dezidiert neoliberalen Parteien. So gelingt der Politikwechsel garantiert &ndash; nicht. Wobei damit immer deutlicher wird, dass mit Schulz eine Abkehr von der neoliberalen Agenda nie ernsthaft geplant war.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Aufr&uuml;stungsfreunde des Tages: FDP<\/strong><br>\nZum letzteren &auml;u&szlig;erte sich FDP-Pr&auml;sidiumsmitglied Alexander Graf Lambsdorff dahingehend, dass man einen &raquo;umfassenderen Sicherheitsbegriff&laquo; vertrete. Zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts f&uuml;r das Milit&auml;r, wie von NATO-Strategen 2014 als Ziel vorgegeben, reichten daher nicht aus. Die Zahl m&uuml;sse vielmehr bei drei Prozent liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/308155.aufr%C3%BCstungsfreunde-des-tages-fdp.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Unglaublich. Und mit so einer Partei will die SPD am liebsten koalieren. Dabei hat Sigmar Gabriel gerade heute beim Nato-Au&szlig;enministertreffen in Br&uuml;ssel das Zwei-Prozent-Ziel noch einmal kritisiert und <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/nato-aussenministertreffen-tillerson-kritisiert-russische-aggression-in-der-ukraine-und-andernorts-14951039.html\">gesagt<\/a>: &bdquo;Ich halte es f&uuml;r v&ouml;llig unrealistisch zu glauben, dass Deutschland einen Milit&auml;rhaushalt von &uuml;ber 70 Milliarden Euro pro Jahr erreicht.&ldquo; Und weiter sagte er: &bdquo;Ich kenne keinen Politiker in Deutschland, der glaubt, dass das in unserem Land erreichbar oder auch nur w&uuml;nschenswert w&auml;re.&ldquo; Da scheint er aber den Wunschpartner f&uuml;r eine Koalition im Bund noch gar nicht richtig zu kennen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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