{"id":37719,"date":"2017-04-06T08:39:51","date_gmt":"2017-04-06T06:39:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719"},"modified":"2017-04-06T08:39:51","modified_gmt":"2017-04-06T06:39:51","slug":"hinweise-des-tages-2850","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h01\">In Gabriels Tradition: Oppermann t&auml;uscht im ARD-Interview zu Autobahnprivatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h02\">Bundesregierung hat &ldquo;die Armut stark vergr&ouml;&szlig;ert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h03\">Giftgaseinsatz in Syrien: So sieht Russland den Angriff auf Chan Scheichun<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h04\">Geldmarktfonds: Schattenbanken bleiben Systemrisiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h05\">Dubiose Rolle: Martin Zeil und ein Bankenskandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h06\">Deutsche Waffen f&uuml;r Arabiens Autokraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h07\">Siemens stattet US-Milit&auml;r mit Medizintechnik aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h08\">Onlineoffensive: Die Bundeswehr im Cyber- und Informationsraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h09\">Frankreichs Selbstmitleid ist &uuml;bertrieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h10\">Marathon der Emp&ouml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h11\">Wo sind Macrons Millionen hin?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h12\">Schluss mit der Bestrafung von Lebensmittelrettern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h13\">Widerstand gegen Bargeldgrenzen w&auml;chst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h14\">Freiheit nur auf dem Arm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h15\">Solidarit&auml;t mit Russland &ldquo;Hier geht es nicht um Putin, sondern um die Menschen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h16\">Flammenzeichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37719#h17\">Tief unten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>In Gabriels Tradition: Oppermann t&auml;uscht im ARD-Interview zu Autobahnprivatisierung<\/strong><br>\nLetzten Sonntag berichtete die ARD im &bdquo;Bericht aus Berlin&ldquo; &uuml;ber die geplante Grundgesetz&auml;nderung und Autobahnprivatisierung. Der kritische und sehenswerte Beitrag von Ulla Fiebig findet sich <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video-274999~_bab-sendung-361.html\">hier<\/a>. Auch GiB kommt zu Wort (ab Minute 6:00) &ndash; gefolgt von SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann. Seine Aussagen stellen eine massive T&auml;uschung der FernsehzuschauerInnen dar, deswegen haben wir die einzelnen Aussagen im Folgenden kommentiert:<br>\nOppermann: &bdquo;Das Eigentum an den Bundesautobahnen bleibt im &ouml;ffentlichen Eigentum&ldquo;, &bdquo;Der Bund bleibt Eigent&uuml;mer.&ldquo;<br>\nKommentar: Das wird seit Weihnachten st&auml;ndig wiederholt und ist auch schon l&auml;ngst nicht mehr Gegenstand der Auseinandersetzung. Der Satz, dass das Eigentum an den Autobahnen im &ouml;ffentlichen Eigentum bleibt, schlie&szlig;t aber die zahlreichen Privatisierungsm&ouml;glichkeiten weiterhin nicht aus, insbesondere nicht die k&uuml;nftig schrankenlosen &Ouml;ffentlich-Privaten Partnerschaften (&Ouml;PP), eine Gr&uuml;ndungsverschuldung der Infrastrukturgesellschaft und ebenso wenig stille Beteiligungen und andere eigenkapital&auml;hnliche Anlageformen. Die Infrastrukturgesellschaft kann weiterhin das wirtschaftliche Eigentum an den Stra&szlig;en anderen &uuml;bertragen sich zur Erf&uuml;llung ihrer Aufgaben &bdquo;Dritter&ldquo; bedienen. 60 Milliarden Euro oder mehr k&ouml;nnen jenseits des Bundeshaushalts an versteckten (und teuren) Schulden aufgenommen werden. An dieser Stelle im geplanten Gesetz hat sich seit Weihnachten &uuml;berhaupt nichts ge&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/in-gabriels-tradition-oppermann-taeuscht-im-ard-interview-zu-autobahnprivatisierung\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a>\n<p><strong>dazu: Von der wundersamen Verwandlung von Autobahnen in Finanzprodukte<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will Autobahnen und andere Infrastruktur endg&uuml;ltig an private Investoren verschachern<br>\nIm November 2016 zelebrierte die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; einen historischen Wendepunkt: Nach fast zwei Jahrzehnten hartn&auml;ckiger Bem&uuml;hungen gab die Bundesregierung ein- f&uuml;r allemal ihre Pl&auml;ne auf, die 13.000 Kilometer deutscher Autobahnen zu privatisieren. Alle Beobachter der gespenstischen Szene atmeten erleichtert auf: endlich. Es war geschafft. Bis dahin hatten alle Bundesregierungen von Gerhard Schr&ouml;der bis Angela Merkel unbeirrbar an ihrem Ziel festgehalten, gro&szlig;e Teile der deutschen Infrastruktur, vor allem aber die Autobahnen, zu privatisieren. Das war nun auf ewig vom Tisch. So kann man sich irren.<br>\nNoch w&auml;hrend die Privatisierungsgegner ihren &ldquo;Sieg&rdquo; feierten, arbeitete das Bundesverkehrsministerium l&auml;ngst an neuen Pl&auml;nen, die deutschen Autobahnen doch noch privaten Investoren in die H&auml;nde zu spielen. Es tat das v&ouml;llig unbeeindruckt davon, dass um die 80 Prozent der deutschen Bev&ouml;lkerung, der Bundesrechnungshof und alle 16 Landesrechnungsh&ouml;fe und so gut wie alle Verkehrsexperten entschieden dagegen sind. Das geht der Bundesregierung v&ouml;llig am R&uuml;cken vorbei.<br>\nF&uuml;r diese Verstocktheit gibt es eine einfache Erkl&auml;rung. Es sind die Lockungen des auf dem Markt vagabundierenden Kapitals, dem die Politik sich widerstandslos unterwirft. In Banken und Versicherungen hat sich in Zeiten der Nullzinspolitik ungemein viel Kapital angesammelt. Das giert geradezu nach Anlagem&ouml;glichkeiten. Rentablen Anlagem&ouml;glichkeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Von-der-wundersamen-Verwandlung-von-Autobahnen-in-Finanzprodukte-3674871.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.G.:<\/strong> Ein ziemlich langer, sehr empfehlenswerter Artikel.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Kein Halten mehr<\/strong><br>\nDie Linke will keine &raquo;roten Linien&laquo; f&uuml;r eine Regierungsbeteiligung &uuml;bertreten. Th&uuml;ringens Regierungschef hat das bei der Bundesratsabstimmung zur Pkw-Maut gerade getan [&hellip;]<br>\nKein Wort verlor Ramelow dar&uuml;ber, dass nach der &raquo;Ausl&auml;ndermaut&laquo; die allgemeine Maut kommen wird, die wiederum zwingende Voraussetzung und unerl&auml;sslicher Bestandteil der geplanten Autobahnprivatisierung ist (jW berichtete). Dabei ist man sich dar&uuml;ber in seiner Partei v&ouml;llig im klaren. So hat Herbert Behrens von der Linksfraktion im Bundestag vor drei Wochen konstatiert: &raquo;Wer diese Maut heute nicht ablehnt, beschlie&szlig;t die &rsaquo;Maut f&uuml;r alle&lsaquo; von morgen.&laquo; Und seine Fraktionskollegin Sabine Leidig hielt Dobrindt am 10. M&auml;rz vor: &raquo;Sie wollen mehr Geld f&uuml;r Autobahnen, und zwar in Verbindung mit der geplanten Infrastruktur-GmbH, die den Weg f&uuml;r Privatisierungen &ouml;ffnet. Damit haben Sie k&uuml;nftig einen Riesenbatzen Geld m&ouml;glicherweise in die Kassen von gro&szlig;en Versicherungen und Banken umgelenkt (&hellip;).&laquo;<br>\nRamelow wei&szlig; um diese Gefahr, und er wei&szlig; ebenso um die W&uuml;nsche von Investoren, dass neben Fernstra&szlig;en k&uuml;nftig gef&auml;lligst auch Kinderg&auml;rten und Schulen als Anlageobjekte via Infrastrukturgesellschaft vermarktet werden. Und er wei&szlig; sehr genau, dass die SPD-Fraktion, die aktuell noch gegen die Autobahn-GmbH aufmuckt, in der Vergangenheit am Ende noch so ziemlich jede &raquo;Zumutung&laquo; mitgemacht hat. H&auml;tte er all das zum Wohle der B&uuml;rger bedacht, w&auml;re ein &raquo;Nein&laquo; zur Dobrindt-Maut im Bundesrat unverhandelbar gewesen.<br>\nSo muss er demn&auml;chst wohl &raquo;hilflos&laquo; mitansehen, wie die Bundesregierung im Bundestag ein neoliberales Mammutprojekt eint&uuml;tet, das er per einfachem Fingerzeig vielleicht nicht h&auml;tte verhindern, aber doch f&uuml;r unbestimmte Zeit aufhalten k&ouml;nnen. Denn: Mit &raquo;Haltelinien&laquo; l&auml;sst sich manchmal richtig und greifbar Politik machen. Man muss sich nur dran halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/308472.kein-halten-mehr.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bundesregierung hat &ldquo;die Armut stark vergr&ouml;&szlig;ert&rdquo;<\/strong><br>\nEurop&auml;ische Kommission erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen deutsche Politik<br>\n&ldquo;Von 2008 bis 2014 stach Deutschland durch eine Politik hervor, die stark die Armut vergr&ouml;&szlig;erte.&rdquo; Diese Aussage stammt nicht etwa aus dem Armutsbericht des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes, sondern direkt von hoher politischer Stelle: der Europ&auml;ischen Kommission.<br>\nIn ihrem L&auml;nderbericht, der bereits im Februar ver&ouml;ffentlicht wurde, aber bisher keinen Eingang in die mediale &Ouml;ffentlichkeit gefunden hat, hebt die Europ&auml;ische Kommission das hervor, was Sozialverb&auml;nde schon seit Jahren anprangern: Die Bundesregierung unternimmt viel zu wenig, um den Armen in Deutschland zu helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bundesregierung-hat-die-Armut-stark-vergroessert-3675653.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Was stimmt nun, die Behauptung von Frau Merkel: &bdquo;Deutschland geht es gut&ldquo; oder die Feststellung der EU-Kommission: &bdquo;Die Bundesregierung hat die Armut vergr&ouml;&szlig;ert&ldquo;? Wenn Albrecht M&uuml;ller &uuml;ber die Sendung &bdquo;Anstalt&ldquo; vom 4.4.2017 im ZDF, mit der m&ouml;glichen Privatisierung des Stra&szlig;ennetzes und dem Absenken der Renten in Richtung staatlich verordneter Armut zum Nutzen Weniger&ldquo; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37710\">schreibt<\/a>, dass die CDU, CSU und SPD keine W&auml;hlerstimmen erhalten d&uuml;rften, best&auml;tigt die EU-Kommission diese Feststellung eindrucksvoll.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Minijobs verdr&auml;ngen keine regul&auml;ren Stellen<\/strong><br>\nIn Deutschland ist die Auffassung weit verbreitet, Vollzeitjobs w&uuml;rden von Teilzeitarbeit und Minijobs verdr&auml;ngt. Arbeitsmarktforscher k&ouml;nnen das nun widerlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/minijobs-verdraengen-keine-regulaeren-stellen-a-1142006.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H. K.:<\/strong> Der Spiegel und die Nebelkerze unterhalb der G&uuml;rtellinie. Dass Minijobs regul&auml;re Arbeit verdr&auml;ngen war nie das Thema. Die <strong>Umwandlung<\/strong> von regul&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen in Minijobs und Leiharbeit ist und war das Thema. Dass der Anteil der Minijobber an der Gesamtbesch&auml;ftigung nach wie vor steigt, zeigt, dass der m&ouml;gliche Anteil an Normalarbeitsverh&auml;ltnissen erheblich h&ouml;her sein k&ouml;nnte, als es momentan der Fall ist. Dieser hier unternommene primitive Versuch Besch&auml;ftigte, die auf dem Arbeitsmarkt einen unterschiedlichen Status haben, gegeneinander auszuspielen, ist wirklich das Letzte. Welches Honorar bekommen Schreiberlinge f&uuml;r so etwas?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Giftgaseinsatz in Syrien: So sieht Russland den Angriff auf Chan Scheichun<\/strong><br>\nRussland erkl&auml;rte, die syrische Luftwaffe habe bei dem Angriff auf Chan Scheichun eine Chemiewaffenfabrik getroffen. Es sei ein gro&szlig;es Munitionslager der &bdquo;Terroristen&ldquo; und eine Ansammlung milit&auml;rischer Ger&auml;te ins Visier genommen worden, teilte das Verteidigungsministerium laut Nachrichtenagentur Tass mit. Das gehe aus den Aufnahmen der russischen Luftraumbeobachtungssysteme hervor. Auf dem Gebiet der Lagerst&auml;tte h&auml;tten sich Werkst&auml;tten befunden, in denen Geschosse mit chemischen Kampfstoffen produziert worden seien, hie&szlig; es weiter. Aus diesem gro&szlig;en Waffenlager seien Chemiewaffen an K&auml;mpfer in den Irak geliefert worden. Rebellen h&auml;tten &auml;hnliche Geschosse bereits in Aleppo eingesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/giftgaseinsatz-so-sieht-russland-den-angriff-in-syrien-14958054.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Mutma&szlig;licher Giftgasangriff: Vorw&uuml;rfe der USA und der EU gegen die Regierung Assad<\/strong><br>\nSyrischer Informationsnebel: Kritiker bem&auml;ngeln wenig verl&auml;ssliche Quellen<br>\nMit &ldquo;Gift f&uuml;r das syrische Volk&rdquo; &uuml;berschreibt der Spiegel am Dienstagabend, um 18 Uhr 41 einen Bericht &uuml;ber einen Chemiewaffenangriff auf Chan Schaichun (auch: Khan Sheikhoun). &ldquo;Dutzende Menschen wurden get&ouml;tet&rdquo;, erf&auml;hrt der Leser in der Unterzeile und: &ldquo;Alles deutet darauf hin, dass das Assad-Regime verantwortlich ist.&rdquo;<br>\nWieder einmal Assad, wieder einmal gegen das syrische Volk und wieder einmal mit Gift. Der Mann hat, so der Eindruck nach nur wenigen Sekunden, ganz offensichtlich seine Menschlichkeit verloren. Dem Bericht vorangestellt ist das Foto eines Kleinkinds.* Es illustriert, worum es in dem Bericht geht: Dass Unschuldige angegriffen wurden &ndash; und zwar allem Anschein nach mit Gas. [&hellip;]<br>\nEvident ist, dass die Nachricht vom Giftgasangriff als &ouml;ffentliches Druckmittel gegen die syrische Regierung, gegen Russland und Iran eingesetzt wird. Morgen steht eine Syrienkonferenz der EU an. Auch die EU-Au&szlig;enbeauftragte Mogherini kritisierte die syrische Regierung: Laut heute\/ZDF soll sie gesagt haben, dass die Verantwortung f&uuml;r die Tat &ldquo;offensichtlich&rdquo; beim &ldquo;Regime&rdquo; Assads liege, weil es die Verantwortung habe, &ldquo;sein Volk zu sch&uuml;tzen und nicht sein Volk anzugreifen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mutmasslicher-Giftgasangriff-Vorwuerfe-der-USA-und-der-EU-gegen-die-Regierung-Assad-3675216.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Geldmarktfonds: Schattenbanken bleiben Systemrisiko<\/strong><br>\n&ldquo;Fast ein Jahrzehnt nach Ausbruch der globalen Finanzkrise ist in der EU nichts zur Regulierung des Schattenbankensektors passiert. Die jetzt erreichte Regulierung ist eine gute Nachricht f&uuml;r die Betreiber von Geldmarktfonds. Alle, die f&uuml;r eine bessere Regulierung des Schattenbankensektors k&auml;mpfen, m&uuml;ssen entt&auml;uscht sein&rdquo;, kommentiert der Europaabgeordnete Fabio De Masi (DIE LINKE.) die heutige Abstimmung zur Regulierung von Geldmarktfonds im Europ&auml;ischen Parlament.<br>\nDer Schattenberichterstatter f&uuml;r die GUE\/NGL Fraktion weiter: &ldquo;Zuletzt hatte der Rat unter Vorsitz der bekannten Finanzoasen Luxemburg und Niederlande den Regulierungsvorschlag ein Jahr lang liegen gelassen. Der danach erzielte Kompromiss schw&auml;cht den EP-Vorschlag an entscheidenden Stellen ab. Die Sunset-Klausel f&uuml;r LVNAV-Fonds ist ebenso gefallen wie strengere Vorgaben f&uuml;r CNAV-Fonds (die &auml;hnlich einem Sparkonto einen konstanten Anlagebetrag versprechen, aber riskante Gesch&auml;fte t&auml;tigen) und das Verbot von Investitionen in andere Geldmarkfonds, um Ansteckungsrisiken zu verringern.<br>\nSelbst der Europ&auml;ische Ausschuss f&uuml;r Systemrisiken (ESRB) unter Vorsitz von Mario Draghi, warnt vor der Gefahr, die von CNAV-Fonds ausgehen. Diese haben in nicht unerheblicher Weise zum Entstehen der Finanzkrise beigetragen. Auch die Bundesregierung forderte urspr&uuml;nglich ein EU-weites Verbot. &rdquo;<br>\nDer deutsch-italienische Wirtschaftspolitiker abschlie&szlig;end: &ldquo;Die Abstimmung passt zum derzeitigen R&uuml;ckw&auml;rts-Trend: Nach einigen bescheidenen Versuchen, Banken und Finanzm&auml;rkte sch&auml;rfer zu regulieren, soll das Zocken und unseri&ouml;se Gesch&auml;ft an den Finanzm&auml;rkten wieder erleichtert werden. DIE LINKE. fordert eine scharfe Regulierung von Geldmarkfonds und die Austrocknung von Schattenbanken. Zudem brauchen wir echte Strukturreformen im Bankensektor, etwa die strikte Trennung des Investmentbankings vom seri&ouml;sen Einlagen- und Kreditgesch&auml;ft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dielinke-europa.eu\/article\/11190.geldmarktfonds-schattenbanken-bleiben-systemrisiko.html\">Die Linke. im Europaparlament<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Dubiose Rolle: Martin Zeil und ein Bankenskandal<\/strong><br>\nDer ehemalige bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) ist nach Recherchen des BR-Politikmagazins &bdquo;Kontrovers&ldquo; in einen internationalen Bankenskandal verwickelt. Es geht um dubiose Vertr&auml;ge und einen umstrittenen Deal.<br>\nEin Untersuchungsbericht im Auftrag des isl&auml;ndischen Parlaments, erst vor wenigen Tagen ver&ouml;ffentlicht, wird derzeit auf den Stra&szlig;en der der isl&auml;ndischen Hauptstadt Reykjav&iacute;k diskutiert. In dem Bericht wird die Beteiligung von &ldquo;Hauck &amp; Aufh&auml;user&rdquo; an der Privatisierung der staatlichen Landwirtschaftsbank im Jahr 2003 aufgearbeitet. Ein Name zieht sich durch den gesamten Bericht: Martin Zeil, FDP-Politiker, ehemaliger bayerischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpr&auml;sident. Der Vorwurf an Martin Zeil ist drastisch: vors&auml;tzliche T&auml;uschung. Und er kommt nicht von irgendjemand, sondern vom isl&auml;ndischen Finanzminister Benedikt Johannesson im Interview mit dem BR-Politikmagazin Kontrovers:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/martin-zeil-bankenskandal-100.html\">BR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Waffen f&uuml;r Arabiens Autokraten<\/strong><br>\nMilliardenauftr&auml;ge in Kairo, steigende Nachfrage an deutschen R&uuml;stungsg&uuml;tern in Riad und Abu Dhabi: Der Schmusekurs der Bundesregierung mit den autorit&auml;ren Regimes des Nahen Ostens hat in erster Linie wirtschaftliche Gr&uuml;nde<br>\nMit energischen Handbewegungen hakt die Ministerin nach. Ab und an streut Ursula von der Leyen ein gewinnendes L&auml;cheln ein, nur um nachdenklich mit der Stirn zu runzeln, wenn einer der Herren in dunklem Anzug etwas nachfragt. Und immer wieder zeigt sie mit der Hand auf die vier Hightech-Geschosse, die publikumswirksam am Stand von Diehl Defence aufgestellt sind: Iris-T, LaGS und GILA hei&szlig;en die akkurat auf Metallpfeilern montierten Lenkraketen, auch ein Exemplar des Flugprofilrekorders FPR f&uuml;r Man&ouml;ver der Luftwaffe wird in der gro&szlig;en Ausstellerhalle pr&auml;sentiert.<br>\nVerst&auml;ndnisvoll nicken die Vertreter der F&uuml;hrungsriege des s&uuml;ddeutschen Traditionsunternehmens mit den K&ouml;pfen, als sich die Bundesverteidigungsministerin zu ihnen hin&uuml;berbeugt. Im Schein der Deckenbeleuchtung gl&auml;nzen helle Farbkleckse auf den modernen T&ouml;tungsmaschinen.<br>\nEs ist ein hei&szlig;er Nachmittag, an dem die kurze Begegnung der Ministerin mit den Vertretern des Diehl-Konzerns stattfindet, Deutschlands f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;tem R&uuml;stungs-produzenten.1 Ein Pulk aus Fotografen und Reportern folgt von der Leyen auf ihrem Rundgang &uuml;ber die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA), die Berlin Air Show. Kein Schritt der nach Bundeskanzlerin Angela Merkel m&auml;chtigsten CDU-Politikerin bleibt unbeobachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Deutsche-Waffen-fuer-Arabiens-Autokraten-3673041.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Siemens stattet US-Milit&auml;r mit Medizintechnik aus<\/strong><br>\nSiemens kann sich &uuml;ber zwei Gro&szlig;auftr&auml;ge aus den USA und Indien freuen. Zum einen erhielt die vor dem B&ouml;rsengang stehende Medizintechniksparte eine ungew&ouml;hnlich gro&szlig;e Bestellung vom US-Verteidigungsministerium f&uuml;r Radiologie-Systeme, wie die Beh&ouml;rde in der Nacht zum Mittwoch mitteilte. Das Pentagon orderte demnach Technik, Zubeh&ouml;r und Schulungseinheiten zu einem Festpreis von 4,1 Milliarden Dollar. Die Bestellung ist damit eine der gr&ouml;&szlig;ten in der Siemens-Geschichte.<br>\nDie Medizintechnik, die unter dem Namen Healthineers firmiert, ist eines der gr&ouml;&szlig;ten und profitabelsten Gesch&auml;ftsfelder der M&uuml;nchner, Auftr&auml;ge in einer derartigen Gr&ouml;&szlig;enordnung sind allerdings &auml;u&szlig;ert selten, zumal eher eine Bestellung der US-Regierung unter Donald Trump beim heimischen Rivalen General Electric (GE) erwartet wurde.<br>\nF&uuml;r den geplanten B&ouml;rsengang der Sparte Healthineers h&auml;lt sich Siemens-Chef Joe Kaeser weiter alle Optionen offen. &bdquo;Wir haben vieles durchdacht, aber es ist noch nichts entschieden&ldquo;, sagte er dem Schweizer Blatt &bdquo;Finanz &amp; Wirtschaft&ldquo; Sowohl die Platzierung neuer Aktien in einem B&ouml;rsengang als auch ein Teil-Spin-Off sind m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/milliardenauftrag-siemens-stattet-us-militaer-mit-medizintechnik-aus\/19584030.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn es um zu erwartende Gewinne geht, ist insbesondere dem Siemens-Konzern nahezu alles recht &ndash; ein Blick in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Siemens#Zwischenkriegszeit_und_Zweiter_Weltkrieg\">Wikipedia<\/a> scheint diese (moralisch fragw&uuml;rdige!) Unternehmenstradition zu best&auml;tigen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Onlineoffensive: Die Bundeswehr im Cyber- und Informationsraum<\/strong><br>\nDie Gef&auml;hrdung der Zivilgesellschaft durch Attacken im Cyberraum war im vergangenen Jahr ein &auml;u&szlig;erst pr&auml;sentes Thema in der deutschen Presse. Die Angriffsszenarien reichten dabei von einer wirtschaftlichen Bedrohung durch &bdquo;Hackerangriff[e] auf [&hellip;] deutsche Banken&rdquo;[1] bis hin zu einer existenziellen Gefahr f&uuml;r das Individuum &bdquo;durch Cyber-Angriffe [&hellip;] [auf] Krankenh&auml;user oder die Energieversorgung&rdquo;[2]. Oft sind die Herkunft und die Intention der Attacken unbekannt &ndash; milit&auml;rische Einheiten bestimmter Staaten oder Staatenb&uuml;ndnisse k&ouml;nnten geopolitische Interessen verfolgen, nationale Geheimdienste k&ouml;nnten Spionage betreiben oder kriminelle Organisationen k&ouml;nnten privatwirtschaftliche Akteur_innen anvisieren. Diese Unsicherheit eignet sich allerdings gut f&uuml;r den Aufbau und die Festigung von Feindbildern; die Sprache wird dabei suggestiver: &bdquo;Warnung vor russischen Cyberattacken: Angriffsziel Deutschland&rdquo;[3] oder &bdquo;Massiver Hacker-Angriff auf Thyssen-Krupp &ndash; waren es Chinesen?&rdquo;[4]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/04\/03\/onlineoffensive-die-bundeswehr-im-cyber-und-informationsraum\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><strong>dazu: Die f&uuml;nfte Dimension<\/strong><br>\nDas neue &ldquo;Kommando Cyber- und Informationsraum&rdquo; (CIR) der Bundeswehr wird F&auml;higkeiten f&uuml;r deutsche Cyberangriffe entwickeln und bei Bedarf offensiv t&auml;tig sein. Dies hat Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen am gestrigen Mittwoch bei der offiziellen Indienststellung des Kommandos CIR angek&uuml;ndigt. Demnach d&uuml;rfe die Bundeswehr, sobald ihre &ldquo;Funktions- und Einsatzf&auml;higkeit&rdquo; gef&auml;hrdet werde, sich selbstverst&auml;ndlich &ldquo;offensiv verteidigen&rdquo;. Bereits der &ldquo;Aufbaustab&rdquo; des Verteidigungsministeriums f&uuml;r die Gr&uuml;ndung der Cybertruppe hatte erkl&auml;rt, es sei unverzichtbar, &ldquo;die gesamte Kette&rdquo; an Handlungsoptionen bis hin zu &ldquo;komplexen Angriffen zu beherrschen&rdquo;. Schwierigkeiten bereitet der Bundeswehr bislang allerdings noch die Gewinnung geeigneten Personals. Die Cybertruppe wird deshalb unter anderem die Anforderungen an die Fitness ihrer IT-Krieger senken &ndash; in der Hoffnung, dann &ldquo;Nerds&rdquo; besser als bisher f&uuml;r den Dienst in den Streitkr&auml;ften gewinnen zu k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hinaus soll eine &ldquo;Cyber-Reserve&rdquo; aufgebaut werden, &uuml;ber die die Bundeswehr Zivilisten einbinden will. Nur so k&ouml;nne das gesellschaftlich verf&uuml;gbare Wissen genutzt werden, um im schnelllebigen IT-Bereich Schritt zu halten, hei&szlig;t es im Verteidigungsministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59577\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Frankreichs Selbstmitleid ist &uuml;bertrieben<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Volkswirtschaft ist, gemessen an ihrem Bruttoinlandsprodukt, seit dem Beginn der W&auml;hrungsunion 1999 um drei Prozent st&auml;rker gewachsen als die deutsche. Die Produktivit&auml;t hat sich in Frankreich besser entwickelt als in Deutschland. Franzosen haben eine der h&ouml;chsten Geburtenraten in Europa, Deutschland dagegen eine der niedrigsten. Frankreich hat viele Gr&uuml;nde, hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen.<br>\nDas Land befindet sich aber gleichzeitig in einer &auml;hnlichen wirtschaftlichen Lage wie Deutschland im Jahr 2000: Damals litt auch unser Land unter einer mentalen Depression, es redete sich schlecht, das Vertrauen von B&uuml;rgern und Unternehmen war gering, die Arbeitslosigkeit hoch und die Einkommen gingen zur&uuml;ck. Gerade Deutschlands Erfahrung als &ldquo;kranker Mann Europas&rdquo; vor 15 Jahren kann Frankreich als Beispiel daf&uuml;r dienen, wie wichtig und hilfreich mutige Reformen sind. Deutschland aus jenen Jahren ist das beste Beispiel daf&uuml;r, dass ein Land h&auml;ufig erst mit dem R&uuml;cken zur Wand stehen muss, bevor seine Regierung die notwendigen mutigen Reformen umsetzt, wie Deutschland es damals tat.<br>\nDie Agenda 2010 zum Beispiel war deutlich weniger ma&szlig;geblich f&uuml;r die wirtschaftliche Erholung Deutschlands, als viele heute glauben. Aber sie diente als wichtiger Weckruf und Ausl&ouml;ser f&uuml;r einen Mentalit&auml;tswandel, der zu einer ungew&ouml;hnlich starken Kooperation zwischen Staat, Unternehmen und gesellschaftlichen Gruppen gef&uuml;hrt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/frankreich-und-die-praesidentschaftswahl-das-selbstmitleid-ist-uebertrieben-a-1141201.html\">Marcel Fratzscher auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Fratzscher empfiehlt Reformen, die zwar nicht ma&szlig;geblich f&uuml;r die wirtschaftliche Entwicklung sind, aber daf&uuml;r gegen eine mentale Depression helfen w&uuml;rden, die das Land nur habe, weil es sich schlecht rede. Das ist schon eine sehr seltsame Argumentation und erinnert ein wenig an die K&uuml;chenpsychologie eines Oliver Kahn. Und wer redet denn Frankreich schlecht? Das ist doch wohl vor allem ein deutscher Finanzminister <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/paris-empoert-sich-ueber-wolfgang-schaeuble-13544196.html\">gewesen<\/a>, der den ganzen Tag von schwarzen Nullen tr&auml;umt und anderen gern einmal mangelnden Reformwillen unterstellt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Marathon der Emp&ouml;rung<\/strong><br>\nDie Talk-Runde vor den Pr&auml;sidentschaftswahlen nutzt nur den Populisten. Argumente dringen nicht durch. Die linke Mitte k&ouml;nnte scheitern. Wer h&auml;tte das gedacht? Die Altlinken, sie k&ouml;nnen es noch. Am Dienstagabend jedenfalls ging einer von ihnen als klarer Sieger der gro&szlig;en Fernsehdebatte vor der franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentenwahl hervor. Jean-Luc M&eacute;lenchon, der Vorsitzende des sozialistischen Parti de Gauche, wetterte nach allen Seiten und riss die Debatte so derma&szlig;en an sich, dass der Linksliberale Emmanuel Macron nur noch dreinschauen konnte wie ein verst&ouml;rtes Kaninchen.<br>\nMacron kann gut zuh&ouml;ren, er kann Dialog, ist kein Starrkopf. Aber gerade das d&uuml;rfte dazu beigetragen haben, dass er in den sp&auml;tabendlichen Umfragen nur auf Platz zwei landete hinter M&eacute;lenchon, der ein gutes Gesp&uuml;r f&uuml;r die Schw&auml;chen seiner Gegner hat &ndash; weshalb er auch den sozialdemokratischen Kollegen Beno&icirc;t Hamon in die Bedeutungslosigkeit versenkte &ndash; und sich gleichzeitig nicht zu schade f&uuml;r Pathos ist: &bdquo;Ich habe mein Leben dem franz&ouml;sischen Volk gewidmet.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-TV-Debatte-in-Frankreich\/!5399767\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dass sich die taz Sorgen macht wegen einer m&ouml;glichen Pr&auml;sidentin Marine Le Pen, verstehe ich &ndash; dass sie einen durch und durch Neoliberalen, n&auml;mlich Macron, der durch sein gleichnamiges Gesetz (&ldquo;Loi Macron&rdquo;) zur Einschr&auml;nkung von Arbeitnehmerrechten bekannt geworden ist, als &ldquo;linke Mitte&rdquo; oder gar &ldquo;Linksliberalen&rdquo; hofiert und sich um dessen Wahlaussichten Gedanken macht, k&ouml;nnte aber irritieren. Als ob Macron nicht genauso &ldquo;linksliberal&rdquo; w&auml;re wie Schr&ouml;der oder die heutigen Gr&uuml;nen, n&auml;mlich wirtschaftsliberal und arbeitgeberfreundlich. Dieselbe Richtung in dem <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5393889\/\">aktuellen Artikel<\/a>, der vor Rot-Rot-Gr&uuml;n warnt und allen Ernstes den unter dem Kommunisten Helmut Kohl 16 Jahre lang g&uuml;ltigen Spitzensteuersatz von 53 Prozent als &ldquo;Maximalforderung&rdquo; bezeichnet, mit dem Die Linke nicht &ldquo;regierungsf&auml;hig&rdquo; sei, und die Beteiligung an Milit&auml;reins&auml;tzen im Ausland zur Staatsr&auml;son erkl&auml;rt. Mich wundert nur, dass eine so ahistorisch argumentierende (?) und offen wirtschaftsliberale Zeitung weiterhin als &ldquo;links&rdquo; gilt. Diese Tendenz, (mit den Gr&uuml;nen?) nach ganz weit rechts zu laufen, gibt es schon seit mehreren Jahren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wo sind Macrons Millionen hin?<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sidentschaftskandidat Emmanuel Macron beantwortet nicht alle Fragen zu seinen Finanzen. (&hellip;) In zwei seiner vier Jahre bei der Investmentbank Rothschild war er Partner und damit eine Art Miteigent&uuml;mer. (&hellip;) Macrons Verm&ouml;genserkl&auml;rung ist indes kein Inbegriff an Transparenz und Stimmigkeit. Gegen&uuml;ber der Hohen Beh&ouml;rde f&uuml;r die Transparenz des &ouml;ffentlichen Lebens (HAVT) gab er an, dass er zwischen 2009 und 2014 3,3 Millionen Euro verdiente, davon 2,8 Millionen Euro bei Rothschild. Bei der j&uuml;ngsten Aufstellung Anfang dieses Jahres, die f&uuml;r alle Kandidaten &ouml;ffentlich im Internet pr&auml;sentiert wird, gab Macron aber lediglich ein Nettoverm&ouml;gen von rund 200.000 Euro an, das sich aus einem Bruttoverm&ouml;gen von 1,2 Millionen Euro und Krediten von einer Million Euro zusammensetzt. Wo ist all das Geld hin?, wollte eine Lobbygruppe zur Korruptionsbek&auml;mpfung wissen und beauftragte die HAVT mit einer neuen Pr&uuml;fung. (&hellip;) Nach den j&uuml;ngsten Umfragen liegt er f&uuml;r den ersten Wahlgang knapp hinter der Front-National-Kandidatin Marine Le Pen, in der Stichwahl aber uneinholbar vor ihr. Da kann er es sich auch leisten, nicht alle Details seiner pers&ouml;nlichen Finanzen zu enth&uuml;llen. &bdquo;Ich werde bis zum Ende gegen die Politik des permanenten Verdachts und des Voyeurismus k&auml;mpfen&ldquo;, sagt er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/emmanuel-macron-wo-ist-sein-vermoegen-hin-14957496.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schluss mit der Bestrafung von Lebensmittelrettern<\/strong><br>\n&bdquo;Bundesminister Schmidt muss endlich daf&uuml;r sorgen, dass Lebensmittelretter nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden. W&auml;hrend das Wegwerfen essbarer Lebensmittel durch den Handel aus Profitgr&uuml;nden erlaubt ist, steht das Retten genie&szlig;barer Lebensmittel, das sogenannte Containern, unter Strafe. Damit muss Schluss sein&ldquo;, erkl&auml;rt Karin Binder, ern&auml;hrungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der heutigen Auslobung eines Preises f&uuml;r das Engagement gegen Lebensmittelverschwendung durch Bundesern&auml;hrungsminister Christian Schmidt (CSU) in Berlin. Binder weiter:<br>\n&bdquo;Lebensmittelabf&auml;lle m&uuml;ssen als herrenlose Sache gelten. Der Handel muss verpflichtet werden, genie&szlig;bare Waren, die aus dem Verkauf genommen wurden, kostenfrei an interessierte Personen, Kunden und Personal oder auch an gemeinn&uuml;tzige Einrichtungen weiterzureichen.<br>\nJ&auml;hrlich werden nach Angaben des WWF Deutschland 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, obwohl ein Gro&szlig;teil davon noch genie&szlig;bar ist. Das entspricht fast einem Drittel des aktuellen Nahrungsmittelverbrauchs in Deutschland. Ein Viertel der vermeidbaren Nahrungsmittelverluste fallen im Lebensmittelhandel an. Hier wird genie&szlig;bares Essen vor allem aus Marketinggr&uuml;nden wie Optik oder Frische weggeworfen.<br>\nMenschen, die vom Handel entsorgte genie&szlig;bare Lebensmittel aus dem M&uuml;ll fischen, m&uuml;ssen mit Strafanzeigen des Lebensmittelh&auml;ndlers wegen Diebstahl und Hausfriedensbruch rechnen und werden teils zu hohen Geldstrafen verurteilt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/schluss-mit-der-bestrafung-von-lebensmittelrettern\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Widerstand gegen Bargeldgrenzen w&auml;chst<\/strong><br>\nDie wissenschaftlichen Berater von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) lehnen die Bargeldbeschr&auml;nkungen ab, die Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) vor gut einem Jahr ins Spiel gebracht hat. &bdquo;Es ist zu bef&uuml;rchten, dass solche Obergrenzen vor allem normale B&uuml;rger und normale Aktivit&auml;ten betreffen, da Schattenwirtschaft und Kriminalit&auml;t sich der &Uuml;berwachung leichter entziehen beziehungsweise alternative Zahlungsmethoden aufbauen k&ouml;nnen&ldquo;, schreibt der Wissenschaftliche Beirat in seinem neuesten Gutachten, das der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt. Ein solcher Eingriff in die Freiheit normaler B&uuml;rger w&auml;re nach seinen Worten unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Die Studie wird an diesem Mittwoch ver&ouml;ffentlicht. (&hellip;) Den Politikern schreiben die &Ouml;konomen ins Stammbuch: &bdquo;Die Aufhebung jeglicher Anonymit&auml;t von Zahlungen r&uuml;hrt an die Grundlagen einer freiheitlichen Gesellschaft.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/bargeldgrenze-wissenschaftlicher-beirat-von-zypries-warnt-14957411.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Freiheit nur auf dem Arm<\/strong><br>\nIn Diyarbak&#305;r drohen dem deutscht&uuml;rkischen Fu&szlig;baller Deniz Naki bis zu f&uuml;nf Jahre Gef&auml;ngnis. Ihm wird Terrorpropaganda vorgeworfen. [&hellip;]<br>\nNaki ist vor 27 Jahren in D&uuml;ren geboren, gewann 2008 mit der Deutschen U19-Nationalmannschaft den Europameistertitel und kickte sp&auml;ter f&uuml;r den FC St. Pauli und den SC Paderborn. Als Deutscher Staatsb&uuml;rger h&auml;tte er die T&uuml;rkei verlassen k&ouml;nnen, aber er stellt sich den Anschuldigungen. Ihm wird Propaganda f&uuml;r die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vorgeworfen, im schlimmsten Fall drohen bis zu f&uuml;nf Jahre Haft.<br>\nNach einem Pokalsieg seines Klubs gegen den Erstligisten Bursaspor Anfang 2016 hatte Naki unter anderem auf Facebook gepostet, er widme den Sieg denen, &bdquo;die bei den Grausamkeiten, die seit &uuml;ber 50 Tagen auf unserem Boden stattfinden, get&ouml;tet oder verletzt wurden&ldquo;. Naki spielte damit auf die auch vor allem zivilen Opfer an, die die blutigen Auseinandersetzungen zwischen t&uuml;rkischen Sicherheitskr&auml;ften und der PKK im kurdischen S&uuml;dosten fordern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5394146\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Solidarit&auml;t mit Russland &ldquo;Hier geht es nicht um Putin, sondern um die Menschen&rdquo;<\/strong><br>\nBei seinem Besuch in St. Petersburg habe er nur sehr schwer erkl&auml;ren k&ouml;nnen, warum nach dem Anschlag das Brandenburger Tor in Berlin nicht aus Solidarit&auml;t in den russischen Farben angestrahlt worden sei, sagte der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck, im DLF. Das n&auml;hre das Gef&uuml;hl, dass die russischen Toten nicht so viel Wert seien wie Opfer in Paris, Br&uuml;ssel oder London.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/solidaritaet-mit-russland-hier-geht-es-nicht-um-putin.694.de.html?dram:article_id=383101\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Flammenzeichen<\/strong><br>\nVor 100 Jahren gr&uuml;ndeten die Kriegsgegner in der SPD eine eigene Partei, die USPD. Nie wieder ist die deutsche Linke seither vereint gewesen.<br>\nDie Gr&uuml;ndung von Gotha ist die Konsequenz jenes Tages im Vorjahr, an dem die latente Feindseligkeit der Mehrheit gegen die Parteilinke sich explosiv entladen hat. Am 24. M&auml;rz 1916 hielt Haase, der kleine, z&auml;he, oft etwas melancholisch erscheinende Mann, im Reichstag die Rede seines Lebens. Unter sich sah er die Menge seiner Feinde, er h&ouml;rte Stimmen voller Niedertracht und Zorn, Zwischenrufe, Gejohle. Viele im Reich, sagte Haase unbeirrt, forderten nun &ldquo;als Ziel des Krieges die Ausdehnung unserer Weltmacht, die Erringung der Weltherrschaft&rdquo;, doch: &ldquo;Man sollte annehmen, dass nur komplette Narren oder gewissenlose Verbrecher solche Pl&auml;ne verfolgen.&rdquo; Die Rede endete in Tumulten und Geschrei. SPD-Chef Friedrich Ebert, mit rotem Kopf, die kr&auml;ftige Gestalt bebend vor Zorn, schrie Haase an: &ldquo;Schamloser Kerl! Frecher Halunke!&rdquo; Haase und seine Unterst&uuml;tzer wurden kurzerhand aus der Fraktion hinausgeworfen. [&hellip;]<br>\nVon da aus f&uuml;hrte der Weg direkt nach Gotha &ndash; der Stadt des legend&auml;ren Parteitages von 1875, der die Str&ouml;mungen der organisierten Arbeiterschaft zusammenf&uuml;hrte. Schon die Wahl des Ortes soll 42 Jahre sp&auml;ter deutlich machen: Hier versammelt sich die wahre Sozialdemokratie. Hier gr&uuml;nden sie am 6. und 7. April die USPD, die Unabh&auml;ngige Sozialdemokratische Partei. Sie ruft sogleich zum Frieden auf, in seiner Grundsatzrede verk&uuml;ndet Haase, es gehe darum, die Sozialdemokratie zu erneuern, die alte SPD habe sich, weil sie den Krieg unterst&uuml;tzt, moralisch vollkommen diskreditiert. Und schon in Gotha versucht Haase, die ganz radikale Linke einzuhegen, die es zur Aktion dr&auml;ngt, er lehnt jede undemokratische Vorgehensweise ab. Ende desselben Jahres hat die USPD bereits gut 100.000 Mitglieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/leben\/sozialdemokratie-flammenzeichen-1.3443729\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.K.:<\/strong> Gr&uuml;ndung der USPD vor 100 Jahren am 06. April 1917.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Tief unten<\/strong><br>\nDer neue Bahnchef Richard Lutz ist wild entschlossen, Stuttgart 21 p&uuml;nktlich zu Ende zu bringen. Doch da ist der Nesenbachd&uuml;ker vor. Denn ohne den geht gar nichts, und soviel ist schon jetzt sicher: Er wird nicht rechtzeitig fertig. [&hellip;]<br>\n23 Meter tief reicht der Schacht unter das Erdbodenniveau an der Schillerstra&szlig;e, die an der Grube entlangf&uuml;hrt. Ein Haus, das so hoch ist, h&auml;tte ungef&auml;hr acht Stockwerke. Damit reicht der Kanal nahe, sehr nahe an die Grundgipsschichten heran. An jene Schichten also, die das Mineralwasser, das darunter zum Leuzebad str&ouml;mt, am Aufsteigen hindern. Wie viel Abstand noch bleibt oder wie weit der D&uuml;ker bereits in den Grundgips eingreift, l&auml;sst sich nicht exakt angeben, denn die Schichten sind nicht gleichm&auml;&szlig;ig dick &ndash; etwa zwischen drei und sieben Meter. Und es gibt Verwerfungen, also H&ouml;henspr&uuml;nge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/314\/tief-unten-4288.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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