{"id":3776,"date":"2009-02-17T09:13:28","date_gmt":"2009-02-17T08:13:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3776"},"modified":"2009-02-17T09:13:28","modified_gmt":"2009-02-17T08:13:28","slug":"hinweise-des-tages-833","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3776","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Steuerzahler st&uuml;tzen Wirtschaft mit 11.000 Milliarden Franken<\/li>\n<li>DIW: Deutsche Wirtschaft schrumpft um 4,5 Prozent<\/li>\n<li>Japans Wirtschaft schrumpft um 13 Prozent<\/li>\n<li>Bundesagentur widerspricht Jobprognose<\/li>\n<li>Guttenberg der &ldquo;Think positive-Minister&rdquo;<\/li>\n<li>&Uuml;ber die Probleme von Rentenfonds, Privatversicherungen und &uuml;ber die Werbung f&uuml;r die Privatvorsorge<\/li>\n<li>Warum darf die HRE nicht pleitegehen?<\/li>\n<li>Lucas Zeise: Schrumpft sie!<\/li>\n<li>Harald Schumann:  Recht und billig<\/li>\n<li>Wie Staaten anderswo enteignen<\/li>\n<li>Lafontaine: Sinnlose Verschleuderung von Milliarden<\/li>\n<li>Manager &ndash; Ein Fall f&uuml;rs Gericht<\/li>\n<li>Gerettet wird immer<\/li>\n<li>L&auml;nder spielen Opel-Rettung durch<\/li>\n<li>Regierung verordnet &Ouml;lwechsel<\/li>\n<li>Zeitenwende im schweizer Banking<\/li>\n<li>Wer sich Verbrechen leisten kann<\/li>\n<li>Private Uni Witten\/Herdecke: Staatsanwalt nimmt ehemalige Chefs ins Visier<\/li>\n<li>VGH Baden-W&uuml;rttemberg: Hochschulen d&uuml;rfen Studiengeb&uuml;hren erheben<\/li>\n<li>Marius Reiser: &ldquo;Ein deutliches Zeichen der Ablehnung setzen&rdquo;<\/li>\n<li>Abitur 2009 &ndash; 2011 in Deutschland<\/li>\n<li>Sieg f&uuml;r Hugo Ch&aacute;vez<\/li>\n<li>Kosovo: Der morsche Balkan<\/li>\n<li>Zum Tod des ehemaligen Chefredakteurs des Handelsblatts Hans Mundorf<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3776&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Steuerzahler st&uuml;tzen Wirtschaft mit 11.000 Milliarden Franken<\/strong><br>\nEs ist die teuerste Rechnung aller Zeiten. W&uuml;rde sie unter der Weltbev&ouml;lkerung aufgeteilt, m&uuml;sste sich jeder Bewohner mit 1665 Franken daran beteiligen. Bisher haben weltweit 37 Staaten, die EU sowie der Internationale W&auml;hrungsfonds Rettungsmassnahmen f&uuml;r Banken und andere Firmen in der H&ouml;he von 11 324 Milliarden Franken beschlossen. Dies ergibt eine Aufstellung der &laquo;NZZ am Sonntag&raquo;, die mit Hilfe von Research-Abteilungen internationaler Grossbanken entstanden ist. Die Summe ist hundertmal so gross wie die j&auml;hrliche Entwicklungshilfe derselben Industriestaaten, die nun ihre taumelnde Wirtschaft zu retten versuchen. Und sie entspricht 18 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts von 2007. Rund ein F&uuml;nftel von dem, was die Weltwirtschaft vor etwas mehr als einem Jahr erarbeitet hat, wollen die Staaten also nun f&uuml;r deren Rettung ausgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/steuerzahler_stuetzen_wirtschaft_mit_1_1_000_milliarden_franken_1.2003347.html?printview=true\">NZZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Und das alles, damit z.B. im noch ungetr&uuml;bten&nbsp;Jahr 2006 allein die Angestellten der Credit Suisse und der UBS 20 Milliarden Franken Boni&nbsp; erhielten &ndash; bei Eigenkapitalrenditen von 30 Prozent und mehr.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> Die damalige Berechnung der Gewinne, die die Basis der Boni waren, basierte auf falschen Vorstellungen des Wertes der Schrottpapiere. Eigentlich bed&uuml;rfte es einer R&uuml;ckabwicklung, aber dar&uuml;ber denken die politisch Verantwortlichen nicht einmal nach.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>DIW: Deutsche Wirtschaft schrumpft um 4,5 Prozent<\/strong><br>\nDas Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet f&uuml;r das laufende Jahr mit dem schwersten Konjunktureinbruch in der Geschichte der Bundesrepublik.<br>\nAngesichts des schlechten Starts ins neue Jahr sei ein R&uuml;ckgang der Wirtschaftsleistung 2009 von &bdquo;deutlich mehr als drei Prozent nunmehr im wahrscheinlichen Bereich&ldquo;, teilte das DIW mit. Im ersten Quartal rechne man mit einem Schrumpfen von 4,5 Prozent!Ein derart massiver R&uuml;ckgang w&auml;re &bdquo;bislang einmalig&ldquo; in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Bundesregierung rechnete f&uuml;r 2009 bislang mit einem R&uuml;ckgang der Wirtschaftsleistung um 2,25 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/wirtschaft\/2009\/02\/16\/diw-deutsche-wirtschaft-schrumpft-um\/drei-prozent.html\">Bild<\/a><\/li>\n<li><strong>Japans Wirtschaft schrumpft um 13 Prozent<\/strong><br>\nDie japanische Wirtschaft ist angesichts eines beispiellosen Exporteinbruchs so stark eingebrochen wie seit der &Ouml;lkrise vor 35 Jahren nicht mehr. Es w&auml;chst die Bef&uuml;rchtung, die 40-Mrd.-Euro-Geldspritze zur Ankurbelung der Konjunktur k&ouml;nnte ohne Wirkung verpuffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:Einbruch-in-Fernost-Japans-Wirtschaft-schrumpft-um-13-Prozent\/474882.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesagentur widerspricht Jobprognose<\/strong><br>\nDurch die Konjunktur- und Finanzkrise droht nach Einsch&auml;tzung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) ein deutlich st&auml;rkerer Abbau von Arbeitspl&auml;tzen, als von der Bundesregierung erwartet.<br>\nIn seinen internen Szenarien meldet das BA-eigene Forschungsinstitut IAB Zweifel an der offiziellen Prognose an, wonach die Arbeitslosenzahl von Dezember 2008 bis Dezember 2009 um eine halbe Million auf 3,6 Millionen steigen wird.<br>\nDa sich die Lage erst von Monat zu Monat verschlimmern d&uuml;rfte, rechnet die Regierung im Jahresschnitt sogar gerade mit 250.000 zus&auml;tzlichen Arbeitslosen.<br>\n&ldquo;Die Prognosen im Jahreswirtschaftsbericht &uuml;ber die Arbeitslosenzahl halte ich f&uuml;r optimistisch&rdquo;, sagte IAB-Chef Joachim M&ouml;ller der Frankfurter Rundschau. &ldquo;Die Werte sind nur unter g&uuml;nstigen Bedingungen erreichbar.&rdquo;<br>\nDoch die sieht der Forscher nicht gegeben, da seiner Ansicht nach auch die offiziellen Wachstumsvorhersagen die konjunkturelle Talfahrt nicht hinreichend widerspiegeln. &ldquo;Die Annahmen des Wirtschaftsministeriums f&uuml;r eine Erholung schon im zweiten Quartal sind aus meiner Sicht zu optimistisch&rdquo;, betonte M&ouml;ller.<br>\nDen &ldquo;maximalen Besch&auml;ftigungsverlust&rdquo; in 2009 beziffert er &ldquo;laut einer Faustregel&rdquo; auf drei Prozent, was dem Abbau von ann&auml;hernd einer Million sozialversicherungspflichtiger Jobs entspr&auml;che. &ldquo;Der tats&auml;chliche Besch&auml;ftigungsabbau d&uuml;rfte jedoch deutlich geringer sein, n&auml;mlich nach einer weiteren Faustregel nur etwa ein Drittel bis halb so gro&szlig;.&rdquo; Damit gingen im Jahresschnitt knapp eine halbe Million Stellen verloren. Andere Experten rechnen mit krasseren Einschnitten.<br>\nDer Leiter des gewerkschaftsnahen Forschungsinstituts IMK, Gustav Horn, bef&uuml;rchtet einen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf vier Millionen bis Ende 2009.<br>\n&ldquo;Ich bin pessimistisch, da die stabilisierenden Faktoren immer mehr an Kraft verlieren, je l&auml;nger die Konjunkturkrise andauert&rdquo;, sagte Horn der FR.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1675939_Bundesagentur-widerspricht-Jobprognose.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Der &ldquo;Think positive-Minister&rdquo; <\/strong><br>\nWenn jemand den B&uuml;rgern wohlige M&auml;rchen erz&auml;hlt, wenn jemand ihnen Heilsgeschichten und ein kleines Utopia vorbetet, wenn jemand Erleichterungen und neue Werte verk&uuml;ndet, wenn jemand nicht schonungslos realpolitische Sachzw&auml;nge konstruiert, die er den Menschen dann in gem&auml;&szlig;igter Form an den Kopf wirft, dann gilt er im bundesdeutschen Politikalltag als Populist. Nach der offiziellen Lesart des Begriffes ist ein solcher Mensch verabscheuungsw&uuml;rdig, weil er falsche Hoffnungen sch&uuml;rt, in Kauf nimmt B&uuml;rger zu entt&auml;uschen, weil er h&ouml;chst unmoralisch die Notwendigkeiten verleugnet, um stattdessen eine kleine heile Welt zu propagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/02\/der-think-positive-minister.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum dem US-Pensionsfonds Calpers Milliarden fehlen<\/strong><br>\nDas California Public Employees&rsquo; Retirement Systems, kurz Calpers, ist der gr&ouml;&szlig;te staatliche Pensionsfonds der USA. Er verwaltet das Geld f&uuml;r die Altersvorsorge der &uuml;ber 1,6 Millionen Beamten Kaliforniens. Durch Fehlspekulationen auf dem Immobilienmarkt droht Calpers nun der gr&ouml;&szlig;te Verlust seit der Gr&uuml;ndung im Jahr 1932. Das Verm&ouml;gen des Fonds hat seit dem Start des laufenden Gesch&auml;ftsjahrs am 1. Juli 2008 ein Viertel seines Wertes verloren: rund 50 Milliarden Dollar.<br>\nAls Calpers im vergangenen Sommer noch knapp 240 Milliarden Dollar verwaltete, war sein Portfolio gr&ouml;&szlig;er als das der Staatsfonds Russlands, S&uuml;dkoreas, Dubais und Chiles zusammen. Dabei waren die Kalifornier in den vergangenen Jahren bei ihren Investments zunehmend aggressiver vorgegangen und steckten immer mehr Geld in Immobilien, ausl&auml;ndische Aktien oder Waldbesitz.<br>\nCalpers warnt die kalifornischen Kommunen und Schulen bereits, dass sie f&uuml;r ihre Angestellten m&ouml;glicherweise ab dem kommenden Jahr h&ouml;here Sozialabgaben f&uuml;r den Fonds abf&uuml;hren m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/fondsnachrichten\/warum-dem-us-pensionsfonds-calpers-milliarden-fehlen;2157760;0\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Milliardenl&ouml;cher bei Betriebsrenten <\/strong><br>\nAngels&auml;chsische Firmen stecken das Geld f&uuml;r ihre betriebliche Altersvorsorge traditionell in Fonds mit hohem Aktienanteil. Dass auch deutsche Unternehmen diesem Vorbild folgten, r&auml;cht sich nun. Betroffen sind vor allem Gro&szlig;konzerne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/:Folge-der-Krise-Milliardenl%F6cher-bei-Betriebsrenten\/475101.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Finanzvertrieb MLP verbucht Gewinneinbruch<\/strong><br>\nDer Finanz- und Versicherungsmakler MLP zieht Konsequenzen aus einem Gewinneinbruch und zieht sich aus dem verlustreichen Gesch&auml;ft in &Ouml;sterreich und den Niederlanden zur&uuml;ck. Der &Uuml;berschuss ging im vergangenen Jahr um 60 Prozent auf 24,8 Millionen Euro zur&uuml;ck, was die schlimmsten Erwartungen vieler Analysten noch &uuml;bertraf. Die Gesamtertr&auml;ge schrumpften um f&uuml;nf Prozent auf 598 Millionen Euro, wie MLP am Montag in Wiesloch bei Heidelberg mitteilte. Die Dividende sinkt auf 28 von 50 Cent je Aktie, womit MLP aber mehr als den Konzern&uuml;berschuss an die Aktion&auml;re weiterreicht.<br>\nIm Privatkundengesch&auml;ft, der Vermittlung von Versicherungen und Altersvorsorge-Produkten vor allem an Akademiker, werde sich MLP k&uuml;nftig auf das Deutschland-Gesch&auml;ft konzentrieren, erkl&auml;rte Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/deEuroRpt\/idDELG11170520090216\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In Deutschland hat man ja Raffelh&uuml;schen und R&uuml;rup als Werbetr&auml;ger und beide haben ja mit der Riester- und R&uuml;rup-Rente ein einigerma&szlig;en sicheres Gesch&auml;ftsfeld f&uuml;r MLP geschaffen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Siehe auch nochmals:<\/strong> <a href=\"?p=3222\">Was Sie beachten sollten, wenn Sie (als junger Akademiker\/Student) einem Finanzdienstleister gegen&uuml;bersitzen?<\/a><\/em>  <\/p>\n<p><em>Dagegen jedoch:<\/em><\/p>\n<p><strong>R&uuml;rup warnt vor &ldquo;Horrorszenarien&rdquo; bei Renten<\/strong><br>\nSachverst&auml;ndiger der Regierung: Einbruch ist tempor&auml;r<br>\nBert R&uuml;rup im Gespr&auml;ch mit Silvia Engels<br>\nBert R&uuml;rup, Vorsitzender des Sachverst&auml;ndigenrates der Bundesregierung, relativiert Bef&uuml;rchtungen um die Stabilit&auml;t des Rentensystems. Risiken bei Renten und Betriebsrenten g&auml;be es, doch diese Risiken seien in Deutschland &ldquo;nicht relevant&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/920245\/\">DLF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> ist es einfach Dummheit oder aber dummdreist, dass R&uuml;rup von der Redaktion des DLF immer noch als Vorsitzender des Sachverst&auml;ndigenrats und nicht als k&uuml;nfitger Chef-&Ouml;konom des Finanzdienstleister AWD und als fr&uuml;herer Werbetr&auml;ger von MLP vorgestellt wird?<br>\nDie Interviewpartnerin gibt nicht den kleinsten Hinweis, dass R&uuml;rup nichts anderes als ein Lobbyist f&uuml;r die private Altersversorgung ist, der nun Beruhigungspillen verteilt. Dieses Interview ist unbezahlte (ja sogar unbezahlbare) Werbung f&uuml;r die Finanzdienstleister und wohl vor allem aus diesem Grund hat AWD-Chef Maschmeyer R&uuml;rup auch eingekauft.<br>\nR&uuml;rup hat sich damals heftig gegen eine Untergrenzen-Sicherung f&uuml;r die Riester-Renten-Sparer gewehrt, es ist deshalb schon ziemlich heuchlerisch, wenn er jetzt pl&ouml;tzlich die Einzahlungsgarantie bei der Riester-Rente betont.<\/em> <\/p>\n<p><em>Dass Werbung f&uuml;r die private Vorsorge beim DLF &uuml;blich ist, dazu vgl.:<\/em><\/p>\n<p><strong>Angst um die Rente &ndash; Altersvorsorge in Zeiten der Finanzkrise<\/strong><br>\nWeil die staatliche Rente nicht mehr f&uuml;r einen sorgenfreien Lebensabend ausreicht, haben viele Menschen in den vergangenen Jahren in eine private Altersvorsorge investiert. Doch angesichts von Kurseinbr&uuml;chen an den Aktienm&auml;rkten und drohenden Bankenpleiten machen sich viele Sorgen um ihre Einlagen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/919874\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2009\/02\/13\/dlf_20090213_1840_4f32278b.mp3\">Deutschlandradio (Audio-Podcast)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Akkustische Publikumsverdummung. Die demographische Entwicklung mache private und betriebliche Altersvorsorge unverzichtbar. Da werde ohne Nachfrage oder Hintergrundberichterstattung die letzte Studie des <a href=\"http:\/\/www.dia-vorsorge.de\/institut.htm\">Deutschen Instituts f&uuml;r Altersvorsorge<\/a>, dessen Sprecher Bernd Katzenstein und die <a href=\"http:\/\/www.dvag.com\/ueberuns\/unternehmensstruktur\">Deutsche Verm&ouml;gensberatung<\/a> zitiert. Auch der Versicherungslobbyist mit Professorentitel Axel B&ouml;rsch-Supan kommt zu Wort: &bdquo;Beide Verfahren sind gef&auml;hrlich. Das eine ist gef&auml;hrlich, weil der Kapitalmarkt in die Knie gehen kann, wie wir es gerade jetzt sehen. Das andere ist gef&auml;hrlich, weil uns die Demografie mit Sicherheit in die Knie geht. Und jetzt ist das Logische, was man macht, wenn man zwei Systeme hat, die sehr verschiedene Risiken tragen, dass man daraus mischt. Es w&auml;re verantwortungslos, sich nur auf das Umlageverfahren zu st&uuml;tzen, aber genau so verantwortungslos, sich nur auf das Kapitaldeckungsverfahren zu st&uuml;tzen. Man braucht eine Mischung aus beidem.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Riester-Rente verliert in der Sparergunst<\/strong><br>\nDie Nachfrage nach Riester-Vertr&auml;gen hat abgenommen. Wie die B&ouml;rsenzeitung vor dem Wochenende berichtete, konnten die Fondsgesellschaften im vergangenen Jahr knapp eine halbe Million neue Vertr&auml;ge verkaufen. Im Jahr 2007 waren es noch etwa 700.000 gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.all4finance.de\/index.php;do=show\/site=vm\/sid=96fdde738f265f1ca2676a5ea27e115f\/alloc=195\/id=11443\">Versicherungsmagazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum darf die HRE nicht pleitegehen?<\/strong><br>\nDie Bundesregierung sucht nach Wegen, wie sie die angeschlagene Hypo Real Estate kontrollieren kann. Warum ist das so wichtig?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages-Hypo-Real-Estate;art693,2732315\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieser Beitrag ist wirklich nicht lesenswert. Den Inhalt konnten Sie so oder so schon in jeder Zeitung lesen. Der Text ist typisch f&uuml;r den &uuml;blich geworden Journalismus: Man spricht oder telefoniert mit ein paar Bankern, vielleicht mit dem Sprecher des Bundesfinanzministeriums und mit einigen Parlamentariern, die sich dazu ge&auml;u&szlig;ert haben. Und man plappert das einfach nach. Haben Sie erfahren, warum die HRE &bdquo;systemrelevant&ldquo; sein soll, haben sie gelernt welche Auswirkungen eine Pleite haben w&uuml;rde? Da wurde von &bdquo;verheerender Wirkung auf die Aktion&auml;re&ldquo; geschrieben, wenn die Bank Pleite ginge. Die Tochter Depfa sei Staatsfinanzierer. Welche Staaten, wie viele und wie hohe Kredite? Die HRE finanziere Investitionsprojekte und habe Pfandbriefe einer ganzen Reihe von Krankenkassen, Kommunen etc. gezeichnet. Selbst wenn man die einzelnen Institutionen nicht nennen k&ouml;nnte, so k&ouml;nnte man wenigstens Fragen, wie hoch die Anleihen sind oder wenigstens, ob sie aus dem Inland oder Ausland gezeichnet wurden. So geht es immer weiter. Man erweckt den Eindruck, man sei Insider, weil man &uuml;ber Spekulationen berichtet, wie man den Einfluss des Finanzinvestor Flowers umgehen k&ouml;nnte.<br>\nMit solchen oberfl&auml;chlichen und abwiegelnden Informationen will man dem Steuerzahler wei&szlig; machen, warum er f&uuml;r &uuml;ber 100 Milliarden gerade stehen soll. Man muss sich einmal vor Augenhaben, dass ist ein Volumen, das mehr als ein Drittel des gesamten Bundeshaushalts ausmacht. Dar&uuml;ber kann einfach so verf&uuml;gt werden und die Presse, die ja eigentlich auch die Interessen ihrer Leser wahrnehmen sollten, l&auml;sst sich mit Andeutungen und Spekulationen abspeisen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Was man fragen m&uuml;sste, und wo man nachhaken m&uuml;sste, lesen Sie dazu nochmals:<\/strong> <a href=\"?p=3743\">&Uuml;ber das Zusammenspiel von Medien, Finanzwirtschaft und Politik &ndash; auch bei HRE sichtbar<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung AM:<\/strong> Auf diesen Beitrag wird hingewiesen, weil er prototypisch zusammenfasst, was es an Behauptungen g&auml;ngiger Art gibt. Diese sind jedoch sehr fragw&uuml;rdig: Wenn man international verabredet hat, dass kein Land mehr eine Bank pleite gehen l&auml;sst, warum ist dann nicht Irland in der Pflicht? Dorthin ist mit Depfa, die verlustreiche Tochter der HRE, doch vor der hiesigen Steuerpflicht geflohen. &ndash; Interessant auch das Argument von Steinbr&uuml;ck, bei einer Insolvenz seien auch die Garantien des Bundes gefragt und damit die 102 Milliarden in Gefahr. Es sieht so aus, dass diese ohnehin in Gefahr sind, in Anspruch genommen zu werden. <\/em><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Drecksbank<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/finanzen-versicherung\/finanzen\/:Hypo-Real-Estate-Die-Drecksbank\/654302.html\">Stern<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Hier erf&auml;hrt man wenigstens dass die Hypovereinsbank rund 20 Milliarden Euro mit ostdeutschen Plattenbauten verloren und  gro&szlig;e Teile ihres Immobiliengesch&auml;fts in die HRE auslagerte, um das eigene &Uuml;berleben zu sichern. Ansonsten auch nur ein paar Episoden &uuml;ber die Gier einiger Banken.<br>\nMan muss den Eindruck gewinnen, als habe es ein sog. &bdquo;Hintergrundgespr&auml;ch&ldquo; gegeben, in dem Journalisten &bdquo;gebrieft&ldquo; worden sind und alle kr&auml;ftig mitgeschrieben haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise: Schrumpft sie!<\/strong><br>\nKurz, wenn Staatsgeld an die Banken verteilt wird, steht nicht das systemische Risiko, das von ihnen ausgeht, im Vordergrund, sondern die relative St&auml;rke deutscher gegen&uuml;ber ausl&auml;ndischen Banken.<br>\nIch bezweifle, dass diese Politik im Interesse der B&uuml;rger und Steuerzahler ist. Nein, ich bin mir sogar sicher, dass dies nicht der Fall ist. Auch der Hinweis, dass die Regierungen im b&ouml;sartigen Ausland ganz genauso handeln, &auml;ndert daran nichts. Wenn diese Finanzkrise ihren eigentlichen Grund darin hat, dass der Finanzsektor sich weltweit &uuml;berproportional zur Realwirtschaft aufgebl&auml;ht hat, dann liegt die &Uuml;berlegung nahe, dem Finanzsektor eine Schrumpfkur zu verordnen. Die Krise selbst ist dabei, in dieser Richtung einiges zu tun. Alle Aktionen, die die nationalen Finanzinstitutionen jeweils st&auml;rken, sind aber kontraproduktiv.<br>\nSoll man also insolvente Banken pleitegehen lassen? Immerhin gehen vom Crash einer gr&ouml;&szlig;eren Bank gro&szlig;e Gefahren f&uuml;r die Realwirtschaft aus. Zum einen droht eine Lawine von Kreditausf&auml;llen. Zum anderen besteht die M&ouml;glichkeit, dass der Zahlungsverkehr zusammenbricht. Beide Ereignisse sind inakzeptabel. Um sie zu verhindern, m&uuml;ssen Pleiten systemrelevanter Banken vermieden werden. Die betroffene Bank muss vom Staat &uuml;bernommen, ihre Funktion im Zahlungsverkehr gew&auml;hrleistet werden. Dann m&uuml;ssen ihre Schulden zur&uuml;ckgefahren werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Lucas-Zeise-Schrumpft-sie\/475218.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Statt einer Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu Albrecht M&uuml;ller schon Anfang Januar: <a href=\"?p=3689\">Den Kapitalmarkt effizienter organisieren &ndash; Konversion ist angesagt<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Harald Schumann:  Recht und billig<\/strong><br>\nNoch keine Woche ist es her, dass Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) die Leitung des Bundeswirtschaftsministeriums &uuml;bernommen hat. Aber schon demonstriert er &uuml;berzeugend, dass er mit dem politischen Management der Bankenkrise genauso &uuml;berfordert ist wie sein Vorg&auml;nger Michael Glos. Da ringen die Kanzlerin und ihr Finanzminister verzweifelt darum, die inzwischen mit mehr als 80 Milliarden Euro Staatsgarantien ausgestattete Pfandbriefbank HRE der vollen Kontrolle durch staatlich bestallte Manager zu unterwerfen, um die Interessen der Steuerzahler zu sch&uuml;tzen. Doch dem Wirtschaftsminister und seinem Parteichef Horst Seehofer f&auml;llt nichts Besseres ein, als dagegen Front zu machen, weil eine solche &ldquo;Enteignung&rdquo; der Aktion&auml;re ja nur &ldquo;schwer ertr&auml;glich&rdquo; sei und &ldquo;Ludwig Erhard sich sonst im Grabe umdrehen w&uuml;rde.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/auf-den-punkt\/Bankenkrise;art15890,2732093\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie Staaten anderswo enteignen<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien, Niederlande, Belgien, USA: Die Debatte um Enteignungen bei Banken ist international nichts Neues. Dabei zeigt sich zweierlei: Der Staat als Eigner ist kein Patentrezept. Und klagende Aktion&auml;re k&ouml;nnen einiges verderben.<br>\nW&auml;hrend in Deutschland noch dar&uuml;ber diskutiert wird, ob und wie die Aktion&auml;re des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) enteignet werden k&ouml;nnten, sind andere L&auml;nder schon weiter. Investoren haben in Staaten wie Gro&szlig;britannien, den Benelux-L&auml;ndern und den USA allerdings unterschiedliche Erfahrungen gemacht.<br>\nDie britische Regierung hat bislang mit Northern Rock nur ein Institut komplett verstaatlicht. Vom Hypothekenfinanzierer Bradford &amp; Bingley &uuml;bernahm sie das Kreditportfolio; Lloyds TSB und HBOS dr&auml;ngte sie zur Fusion und h&auml;lt nun 43 Prozent an der Gruppe, die Royal Bank of Scotland kontrolliert sie zu 70 Prozent.<br>\nDie Verstaatlichung von Northern Rock versuchte die Regierung lange zu umgehen. Zu besorgt war die regierende Labour-Partei, sie k&ouml;nne ihr m&uuml;hsam aufgebautes marktfreundliches Image verlieren. Zudem war klar, dass die Verstaatlichung die Verschuldung des Landes enorm in die H&ouml;he treiben w&uuml;rde.<br>\n&nbsp;Monatelang bem&uuml;hte sich Premierminister Gordon Brown daher um einen Verkauf an private Investoren. Interessenten gab es auch: die Investmentfirma Olivant, Virgin und ein Konsortium aus Northern Rock selbst. Keiner von ihnen konnte jedoch die hohen Anforderungen an die Kapitalausstattung der Bank erf&uuml;llen.<br>\nEs folgte die erste Verstaatlichung im Zuge der Finanzkrise &uuml;berhaupt &ndash; die die Aktion&auml;re mit leeren H&auml;nden zur&uuml;cklie&szlig;. Dazu wurde vor rund einem Jahr ein Gesetz erlassen, das es der Regierung erlaubt, Banken zu verstaatlichen, um die Stabilit&auml;t des britischen Finanzsystems zu sichern. Ein unabh&auml;ngiger Konkursverwalter muss demnach berechnen, ob und wie die Aktion&auml;re entsch&auml;digt werden.<br>\nIm Fall Northern Rock standen die Chancen allerdings von Anfang an schlecht: Die Aktie notierte vor der Verstaatlichung bei gerade einmal 90 Cent, daher waren die Hoffnungen gering. Gro&szlig;aktion&auml;re wie die Hedge-Fonds RAGB und SRM Global, die gemeinsam 20 Prozent des Aktienkapitals der Bank hielten, sowie gut 150.000 Kleinaktion&auml;re klagten dennoch vor dem britischen High Court auf eine Entsch&auml;digung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:Debatte-um-HRE-Wie-Staaten-anderswo-enteignen\/475109.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Sinnlose Verschleuderung von Milliarden<\/strong><br>\nIn der Debatte zum Konjunkturpaket kritisiert Oskar Lafontaine die Regierung f&uuml;r ihre Unt&auml;tigkeit: &raquo;Wenn ein Fl&auml;chenbrand festgestellt wird, dann muss man l&ouml;schen. Die Bundesregierung setzt die L&ouml;schfahrzeuge aber nicht ein.&laquo; Er erinnert an der schwedische Modell zur Bew&auml;ltigung der Finanzkrise: &raquo;Der Bundesfinanzminister hat gesagt, es g&auml;be kein Drehbuch: es gibt aber Erfahrungen und Ma&szlig;nahmen, die andernorts gewirkt haben, auf die wir jetzt zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen&laquo;. Es gibt Vorschl&auml;ge, die Rentnerinnen und Rentner zur Kasse zu bitten. Lafontaine h&auml;lt dies f&uuml;r asozial und fordert, dass &raquo;die zahlen sollen, die das Ganze verbrochen haben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/rede.php?artikel=1377173587\">Linksfraktion<\/a><br>\nRede  auf YouTube: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=StGb2BicA2c\">Oskar Lafontaine, DIE LINKE: Verschleuderung von Milliarden<\/a><\/li>\n<li><strong>Manager &ndash; Ein Fall f&uuml;rs Gericht<\/strong><br>\nWie eine Bombe hat soeben der Aufsatz des Doyens des deutschen Gesellschaftsrechts, Marcus Lutter aus Bonn, in der Finanzwelt eingeschlagen. Denn die weltweite Finanz- und Bankenkrise betrachtet er nicht nur als &bdquo;Ungl&uuml;ck&ldquo;, sozusagen als vom Himmel gefallenes Unheil, das wie die Plagen Gottes &uuml;ber &Auml;gypten hereingebrochen ist. Nein, er stellt vielmehr die harte Frage nach der pers&ouml;nlichen Haftung der Bankvorst&auml;nde. Er will das Schweigen brechen. Und er hat hierf&uuml;r sehr gute, rechtlich abgesicherte Gr&uuml;nde, die pers&ouml;nliche Haftung der Manager einzufordern, um den Schaden abzumildern, den sonst ja im Ergebnis auf Cent und Euro der Staat und der am Skandal unbeteiligte Steuerzahler zu begleichen h&auml;tte.<br>\nWenn es aber, wie Marcus Lutter meint, nicht ganz von der Hand zu weisen ist, dass die Bankmanager wegen des angerichteten Unrechts pers&ouml;nlich auf Ersatz des Schadens haften, weil sie ihre Pflichten schuldhaft verletzt haben, und wenn die daran ankn&uuml;pfende Strafbarkeit ihres Tuns sehr, sehr naheliegt, dann stellt sich f&uuml;r die Politik die &auml;u&szlig;erst heikle Frage: Ist sie nicht schon jetzt zum stillschweigenden Komplizen eines riesengro&szlig;en Unrechts geworden?<br>\nSie war und ist ja bereit, ohne diesen Sachverhalt &uuml;berhaupt &ouml;ffentlich anzusprechen, den Schirm finanzieller Gro&szlig;herzigkeit aufzuspannen, um das Finanzsystem zu retten. Dass dieser Gro&szlig;mut dann nichts anderes ist als ein klassischer (unzul&auml;ssiger) Vertrag zulasten Dritter &ndash; n&auml;mlich: des Steuerzahlers und nachfolgender Generationen &ndash;, beleuchtet die Schieflage der Politik nochmals. Das Mindeste, was die Politik dem Steuerb&uuml;rger schuldet, ist, dass sie gnadenlos die pers&ouml;nliche Haftung der Manager einfordert und rigoros die Staatsanwaltschaft einschaltet. Auch in einer Krise muss Unrecht wie normales Unrecht behandelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.merkur.de\/2009_07_Ein_Fall_fuers_Ge.32552.0.html?&amp;no_cache=1\">Rheinischer Merkur<\/a>\n<p><em>Ganz im Gegensatz zu einer Strafverfolgung:<\/em><\/p>\n<p><strong>M&uuml;ntefering ruft Banker zur &ldquo;Selbstreinigung&rdquo; auf<\/strong><br>\nDer Druck wird gr&ouml;&szlig;er, die Kritik lauter: Die Bundesregierung verlangt von Bankern den Verzicht auf Bonuszahlungen &ndash; das diene der &ldquo;Selbstreinigung&rdquo;. Kein Betroffener m&uuml;sse dadurch &ldquo;ein Butterbrot weniger essen&rdquo;, sagte SPD-Chef M&uuml;ntefering.<br>\nBerlin &ndash; Im Streit &uuml;ber millionenschwere Bonuszahlungen hat SPD-Chef Franz M&uuml;ntefering eine &ldquo;Selbstreinigung&rdquo; der Banken gefordert. Die Menschen, die zum Teil mit sittenwidrigen Niedrigl&ouml;hnen auskommen m&uuml;ssten, seien zu Recht dar&uuml;ber emp&ouml;rt, dass sich Manager aus Steuert&ouml;pfen die Taschen vollstopfen wollten, sagte der Parteichef am Montag nach einer Pr&auml;sidiumssitzung in Berlin. Durch Verzicht auf solche &ldquo;unglaublichen&rdquo; Zusatzzahlungen brauche kein Beg&uuml;nstigter &ldquo;ein Butterbrot weniger zu essen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,607885,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Selbstreinigung? Wieso das? Die Boni w&uuml;rden nicht gezahlt werden k&ouml;nnen, wenn nicht Steuergelder fl&ouml;ssen. In einer solchen Situation kann man doch nicht nach &bdquo;Selbstreinigung&ldquo; rufen. Die Reinigung muss durch jene betrieben werden, die das Geld geben. Also von uns und jenen, die den Staat vertreten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gerettet wird immer<\/strong><br>\nDie Angst vor einem Zerfall der Euro-Zone ist &uuml;bertrieben. Im Zweifel w&uuml;rden die anderen EU-Mitglieder Problemstaaten wie Griechenland vor dem Bankrott bewahren.<br>\nvon Daniela Schwarzer und Sebastian Dullien<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1842&amp;blogId=16\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur geht es hier nicht einfach um einen einmaligen Bankrott, sondern um Wettbewerbsf&auml;higkeit auf lange Sicht. Auch ohne Lohndumping&nbsp; von deutscher Seite&nbsp; ist davon auszugehen, dass Griechenland, Portugal und Spanien (Italien?), weniger produktiv als der europ&auml;ischer Kern, weiterhin hohe Handelsbilanzdefizite einfahren und auf lange Sicht eine h&ouml;here Inflation aufweisen werden. Da mit dem Verzicht auf eine eigene W&auml;hrung eine &auml;u&szlig;ere Anpassung &uuml;ber den Wechselkurs nicht mehr m&ouml;glich ist, ist theoretisch nur eine innere Anpassung dieser L&auml;nder an ihr realwirtschaftliches Potenzial denkbar. Allerdings d&uuml;rfte eine solche Austerity-Politik&nbsp; nicht durchsetzbar sein. D.h. es w&uuml;rde f&uuml;r die leistungsbilanz- und kapitalstarken &Uuml;berschussl&auml;nder nicht bei einem einmaligen &ldquo;bail out&rdquo; bleiben, sondern&nbsp; sie m&uuml;ssten sich auf einen dauerhaften Transfer einrichten, welcher aber auch diese Volkswirtschaften &uuml;berfordern w&uuml;rde. Die gegenw&auml;rtige Krise zeigt in aller Deutlichkeit auf, dass die gegenw&auml;rtige Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion kein optimaler W&auml;hrungsraum ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>L&auml;nder spielen Opel-Rettung durch<\/strong><br>\nOhne die Mutter geht es besser: Die L&auml;nder erarbeiten angeblich ein Modell zur Herausl&ouml;sung von Opel aus dem GM-Konzern. Diese &Uuml;berlegung ist nicht neu, aber popul&auml;r. Das wei&szlig; auch SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/autoindustrie\/:GM-in-Insolvenzgefahr-L%E4nder-spielen-Opel-Rettung-durch\/475023.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vermutlich wird es in diesem Jahr zu einem erneuten Pleiterekord in Deutschland kommen. Es ist zu hoffen, dass die Politik bei eventuellen Hilfsma&szlig;nahmen nicht nur die Autoindustrie und die Zulieferbetriebe im Auge beh&auml;lt, sondern auch industriepolitisch agiert. So ist wenig verst&auml;ndlich, warum&nbsp; der Speicherchiphersteller Qimonda in Insolvenz gehen musste. Angesichts der Tatsache, dass die Chiphersteller in einem weltweiten Preisunterbietungswettlauf&nbsp; gefangen sind, und allesamt&nbsp; staatlicherseits subventioniert werden, ist es unverst&auml;ndlich warum Deutschland bzw. Europa sich von dieser wichtigen&nbsp; Schl&uuml;sseltechnologie in Dresden verabschieden wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Regierung verordnet &Ouml;lwechsel<\/strong><br>\nDer Ende Januar gesetzlich erh&ouml;hte Bioanteil am Dieselkraftstoff zwingt Fahrer von Diesel-Fahrzeugen offenbar zu mehr Vorsicht als bisher angenommen. Denn der Kraftstoff kann dem Motor schaden &ndash; und den Konzernen n&uuml;tzen.<br>\nAm 31. Januar war eine neue Verordnung in Kraft getreten, die vorsieht, dass Mineral&ouml;lgesellschaften den Anteil von Biodiesel im herk&ouml;mmlichen Dieselkraftstoff von f&uuml;nf auf sieben Prozent erh&ouml;hen. Tankstellenbetreiber haben in den vergangenen Wochen Aufkleber an den Zapfs&auml;ulen angebracht, um auf diesen als &bdquo;B7&ldquo; bezeichneten neuen Kraftstoffmix hinzuweisen. Der bisher verkaufte Diesel mit der Bezeichnung &bdquo;DIN EN 590&ldquo; (&bdquo;B5&ldquo;) wird durch den neuen Kraftstoff &bdquo;DIN 51 628&ldquo; ersetzt.<br>\nIn der Brosch&uuml;re steht, dass beim Fahren immer etwas Kraftstoff ins Motor&ouml;l gelangt. Reiner Diesel verdampfe wieder. Anders der Biodiesel: Er bleibt auch beim l&auml;ngeren Fahren, wodurch das Motor&ouml;l zunehmend verd&uuml;nnt wird. Das Problem: &bdquo;Ab einem gewissen Grad entsteht kein ausreichender Schmierfilm mehr. Dies wiederum kann langfristig zu einem h&ouml;heren Verschlei&szlig; am Motor f&uuml;hren.&ldquo;<br>\nVon der Erh&ouml;hung des Biodieselanteils d&uuml;rften vor allem die gro&szlig;en Mineral&ouml;lfirmen profitieren, die zugleich Tankstellen betreiben. Sie verkaufen Motor&ouml;le, die k&uuml;nftig von Diesel-Fahrern verst&auml;rkt nachgefragt werden d&uuml;rften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Diesel-Biodiesel;art271,2731503\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Zeitenwende im Banking<\/strong><br>\nF&uuml;r das klassische Schweizer Private Banking, das auf Steuerhinterziehung abzielt, wird es eng. Viele Banken bereiten sich auf die Zeit danach vor<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/zeitenwende_im_banking_1.2003564.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auch wenn allgemein bekannt ist, dass die Schweizer Banken&nbsp; in nicht geringen Umfang von der feinsinnigen Unterscheidung von Steuerhinterziehung (l&ouml;st keine Strafverfolgung aus) und Steuerbetrug&nbsp; profitiert, ist es doch geradezu sensationell, dass eine Schweizer Zeitung, dazu die NZZ, einr&auml;umt, dass das klassische Schweizer Private Banking auf Steuerhinterziehung abzielt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wer sich Verbrechen leisten kann<\/strong><br>\nDer Fall des Steuerhinterziehers Zumwinkel hat es wieder gezeigt: Je wohlhabender der Delinquent und je trickreicher die Tat, desto milder die Justiz. Das soll jetzt Gesetz werden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F02%2F16%2Fa0086&amp;cHash=47484b8730&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Private Uni Witten\/Herdecke: Staatsanwalt nimmt ehemalige Chefs ins Visier<\/strong><br>\nStrafverfolger in Witten\/Herdecke: Weil die &auml;lteste Privatuni Deutschlands wegen ihrer chaotischen Leitung in die Krise rutschte, ermittelt nun der Staatsanwalt gegen die ehemaligen Chefs. Betrug, lautet der Vorwurf. Die k&uuml;nftige Finanzierung durch das Land bleibt dennoch gesichert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,607985,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es war schon immer so, dass die Privatuni mit windigen Finanzierungen und zweifelhaften Kalkulationen arbeiten musste. Die einzig sichere Einnahmequelle war der Staat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Verwaltungsgerichtshof Baden-W&uuml;rttemberg: Hochschulen d&uuml;rfen Studiengeb&uuml;hren erheben<\/strong><br>\nNach Ansicht des VGH verst&ouml;&szlig;t das Landeshochschulgeb&uuml;hrengesetz nicht gegen h&ouml;herrangiges Recht. Die Einf&uuml;hrung der Studiengeb&uuml;hr kollidiere nicht mit Zielen des Bundesausbildungsf&ouml;rderungsgesetzes. Nach dem Landeshochschulgeb&uuml;hrengesetz habe jeder Studierende das Recht, bei der L-Bank ein Darlehen zur Finanzierung der w&auml;hrend des Studiums anfallenden Studiengeb&uuml;hren aufzunehmen. Dadurch werde verhindert, dass Studierende BAf&ouml;G-Mittel zur Zahlung der Studiengeb&uuml;hr aufwenden m&uuml;sse.<br>\nDas Gesetz stehe ferner mit der durch Art. 12 GG gew&auml;hrleisteten Berufs- und Ausbildungsfreiheit in Einklang. Das Recht des Einzelnen, zum Hochschulstudium seiner Wahl zugelassen zu werden, beinhalte nicht den Anspruch, kostenfrei studieren zu d&uuml;rfen.<br>\nArt. 12 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip d&uuml;rfte es den L&auml;ndern allerdings gebieten, bei der Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren eine Regelung zu treffen, die den Belangen einkommensschwacher Bev&ouml;lkerungskreise angemessen Rechnung trage. Dieser Verpflichtung werde jedoch mit dem Landeshochschulgeb&uuml;hrengesetz entsprochen, da jeder Studierende das bereits erw&auml;hnte Recht zur Aufnahme eines Darlehens habe, das er im Regelfall erst zwei Jahre nach Abschluss seines Studiums in monatlichen Raten von h&ouml;chstens 150 &euro; zur&uuml;ckzahlen m&uuml;sse. Die Verpflichtung zur R&uuml;ckzahlung des Darlehens sei zudem einkommensabh&auml;ngig. Sie setze bei einem Alleinstehenden nur ein, wenn dieser ein Einkommen von mindestens 1.060 &euro; habe. Das Darlehen m&uuml;sse allerdings verzinst werden. Der Zinssatz sei gesetzlich nicht auf einen bestimmten Betrag festgelegt, seine H&ouml;he sei vielmehr von der Entwicklung des allgemeinen Zinsniveaus abh&auml;ngig. Mit der Inanspruchnahme eines Darlehens sei deshalb eine erhebliche zus&auml;tzliche finanzielle Belastung verbunden. F&uuml;r Studierende, die ein BAf&ouml;G-Darlehen sowie ein Studiengeb&uuml;hrendarlehen aufgenommen h&auml;tten, sei die H&ouml;he der R&uuml;ckzahlungspflicht jedoch auf 15.000 &euro; begrenzt. Das Studiengeb&uuml;hrendarlehen stelle sich danach f&uuml;r einen erheblichen Teil der BAf&ouml;G-Empf&auml;nger als zinsloses Darlehen dar. Au&szlig;erdem bestehe die M&ouml;glichkeit der Stundung, des Erlasses oder der Niederschlagung.<br>\nDer Senat hat wegen der grunds&auml;tzlichen Bedeutung des Verfahrens die Revision zum Bundesverwaltungsgericht zugelassen. Die Entscheidungen sind daher zun&auml;chst nicht rechtskr&auml;ftig (Az.: 2 S 1855\/07, 2 S 2554\/07, 2 S 2833\/07, 2 S 1527\/08).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/vghmannheim.de\/servlet\/PB\/menu\/1239373\/index.html?ROOT=1153033\">VGH B.-W.<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sozialstaat auf Kredit?<br>\nDass Studiengeb&uuml;hren in H&ouml;he von 500 Euro sozialvertr&auml;glich w&auml;ren, das entspricht reinem &bdquo;Oberschichtendenken&ldquo;. Man halte doch nur einmal dagegen, dass das Durchschnittseinkommen einer Arbeiterfamilie bei netto 2.200 Euro liegt, selbst, wenn man einen Baf&ouml;G-Satz von 439 Euro f&uuml;r das studierende Kind unterstellt, sind 1.000 Euro (bzw. 3.000 Euro f&uuml;r einen Master) zus&auml;tzliche Ausbildungskosten f&uuml;r die betreffende Familie ein sehr hoher Anteil am Jahreseinkommen. Das gilt auch noch f&uuml;r die das Durchschnittseinkommen einer Angestelltenfamilie mit netto 2.700 Euro (Baf&ouml;G dann 214 Euro).<br>\nDie Finanzierung des Studiums gilt in Deutschland weit &uuml;berwiegend (80%) als moralische Pflicht der Eltern.<br>\nNach einer Studie der Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau beeinflussen &bdquo;der famili&auml;re Hintergrund und das verf&uuml;gbare Familieneinkommen entscheidend die H&ouml;he der Mittel, die in die Ausbildung von Kindern investiert werden k&ouml;nnen. So wirkt sich die soziale Herkunft auch unmittelbar auf die verf&uuml;gbare Geldmenge eines Studenten aus.&ldquo;<br>\nWenn derzeit von 100 Kindern hoher sozialer Herkunft, 84 der &Uuml;bergang in die gymnasiale Oberstufe und 72 die Aufnahme eines Studiums gelingt, von 100 Kindern unterer sozialen Herkunft aber nur 33 der &Uuml;bergang in eine weiterf&uuml;hrende Schule und nur noch 8 von 100 die &Uuml;berwindung der Schwelle zum Studium gelingt (DSW Sozialerhebung), dann ist das weder volkswirtschaftlich vertretbar noch sozial vertr&auml;glich, sondern ein &bdquo;sozial unertr&auml;glicher&ldquo; bildungspolitischer Skandal, dem man aktiv entgegensteuern m&uuml;sste. Mit der Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren wird aber gerade umgekehrt eine weitere finanzielle Barriere f&uuml;r die Aufnahme eines Studiums gerade f&uuml;r junge Menschen aus bildungsferneren und sozial schw&auml;cheren Schichten aufgerichtet.<br>\nWer meint die &bdquo;Unentgeltlichkeit&ldquo; durch die Einf&uuml;hrung eines Darlehens fingieren zu k&ouml;nnen, verkennt die Funktion des Zinses f&uuml;r das geborgte Geld. Studierende die gezwungen sind ein Darlehen aufzunehmen, zahlen nicht nur die Geb&uuml;hr sondern zus&auml;tzlich den &bdquo;Preis&ldquo; f&uuml;r das Darlehen.<br>\n&bdquo;Der Elternanteil an der Studienfinanzierung macht bei Studierenden aus einer hohen gesellschaftlichen Gruppe rund 64 Prozent aus, bei Studierenden aus niedrigeren Schichten betr&auml;gt dieser Anteil lediglich 27 Prozent.&ldquo; (KfW-Studie). Das hei&szlig;t, dass Studierende aus unteren Einkommensschichten einen erheblich h&ouml;heren Preis f&uuml;r ihr Studium bezahlen m&uuml;ssen, als die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit der Studierenden aus einkommensst&auml;rkeren Gesellschaftsschichten.<br>\nDie &bdquo;nachgelagerte Geb&uuml;hr&ldquo; schreibt die Benachteiligung der Studierenden aus niedrigen Einkommensverh&auml;ltnissen und aus Familien mit Kindern als Start- und Einkommensnachteil in die Berufsphase fort. Wer reiche Eltern hat, startet ohne Hypothek.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>Die UBS sitzt auf Milliarden geplatzter Studentenkredite<\/strong><br>\nDie lukrativen Gesch&auml;fte mit Darlehen an US-Studenten kamen 2008 abrupt zu Ende. Die UBS sitzt heute auf Papieren, die noch 8,4 Mrd. $ wert sein k&ouml;nnten &minus; oder weniger. Der Zusammenbruch des Marktes f&uuml;r Studentenkredite erh&ouml;ht f&uuml;r junge Amerikaner die Barriere zu einer guten Ausbildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/die_ubs_sitzt_auf_milliarden_geplatzter_studentenkredite_1.2003560.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ein deutliches Zeichen der Ablehnung setzen&rdquo;<\/strong><br>\nMarius Reiser &uuml;ber die Entscheidung, seine Professur aus Protest gegen die Ver&auml;nderungen der Universit&auml;ten durch den Bologna-Prozess niederzulegen<br>\nMarius Reiser, seit 1991 Lehrstuhlinhaber f&uuml;r Neues Testament an der Johannes Gutenberg Universit&auml;t in Mainz, legt zum Ende des laufenden Semesters seine Professur nieder. Damit reagiert er auf die Ver&auml;nderungen im Hochschulwesen in Folge des &ldquo;Bologna-Prozesses&rdquo;, wie er in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schrieb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29660\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Abitur 2009 &ndash; 2011 in Deutschland<\/strong><br>\nVon M&uuml;nchen bis Flensburg und Berlin wird das hohe Lied auf Bildungsstandards, Kompetenzorientierung und selbstgesteuertes Lernen&nbsp; gesungen; korrespondierend setzen die bildungspolitisch Verantwortlichen auf die gepriesene &lsquo; Selbstverantwortliche Schule&rsquo;,&nbsp; auf das Engagement der Schulgemeinde &ndash; Sch&uuml;ler, Lehrer, Eltern. Das Abitur &ndash; inzwischen in 15 Bundesl&auml;ndern zentral gestellt &ndash; gilt immer noch als Aush&auml;ngeschild, als Gipfel des deutschen Schulwesens. Gerade deshalb bedarf es dringender Korrekturen beim Zentralabitur, wenn man auf der H&ouml;he der p&auml;dagogisch-didaktischen Diskussion sein will.<br>\nMachen wir uns das am Schl&uuml;ssel-Fach Deutsch n&auml;her klar, schauen wir uns etwas in Hessen, NRW und Niedersachsen 2008 bis 2011 um.<br>\nDie verordneten Pflichtlekt&uuml;ren, Willk&uuml;rlisten der Vor-Vorgestrigen, die f&uuml;r neue Lehrer von Altlehrern und deren Altlehrern gemacht wurden, lassen f&uuml;r subjektive Pr&auml;ferenzen der Lernenden kaum eine Option offen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildungswirt.de\/2009\/02\/16\/806\">Bildungswirt<\/a><\/li>\n<li><strong>Sieg f&uuml;r Hugo Ch&aacute;vez<\/strong><br>\nReferendum zur &Auml;nderung der Verfassung in Venezuela wurde angenommen. Begrenzung der Amtzeiten kann aufgehoben werden<br>\nTrotz des Sieges hat Ch&aacute;vez nun mit einigen Problemen zu k&auml;mpfen. Im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise sind die f&uuml;r Venezuela nach wie vor enorm wichtigen &Ouml;leinnahmen massiv eingebrochen, das Wirtschaftswachstum ging im Fiskaljahr 2008 um 3,5 Punkte auf 4,9 Prozent zur&uuml;ck. Die Inflationsrate stieg auf 30 Prozent.<br>\nVon der Bew&auml;ltigung dieser Krise h&auml;ngt es ab, ob der Anf&uuml;hrer der so genannten bolivarischen Revolution &ndash; eines umfassenden sozialen, politischen und kulturellen Reformprozesses &ndash; die kommende Abstimmung im Jahr 2012 gewinnen wird. Dies indes unterscheidet Venezuela nicht von Deutschland. Auch hierzulande existiert schlie&szlig;lich keine Beschr&auml;nkung der Amtszeiten. Auch wenn sich das mancher Bundesb&uuml;rger gew&uuml;nscht h&auml;tte, als sich der Christdemokrat Helmut Kohl sich nach 16 Jahren und vier aufeinander folgenden Amtszeiten 1998 erneut f&uuml;r das Amt als Regierungschef bewarb. Ein Problem sah darin damals niemand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29746\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Kosovo: Der morsche Balkan<\/strong><br>\nVor einem Jahr erkl&auml;rte sich die serbische Provinz Kosovo f&uuml;r unabh&auml;ngig. Die Hoffnungen damals waren hochfliegend. Mittlerweile sind die Menschen dabei zu lernen, dass Fortschritt seine Zeit braucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Die-Dritte-Seite-Balkan-Kosovo;art705,2732223?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Zum Tod des ehemaligen Chefredakteurs des Handelsblatts Hans Mundorf<\/strong><br>\nMit den von der Globalisierung erzwungenen Anpassungsprozessen tat er sich ebenso schwer wie mit einem Neoliberalismus, unter dem das Soziale der Marktwirtschaft verk&uuml;mmerte. Wie sehr ihn die Sorge um die soziale Gerechtigkeit umtrieb, wurde in seinem 2006 in Kooperation mit der IG Metall herausgegebenen Buch <a href=\"http:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/publikationen\/obs-schriftenreihe\/produktdetail\/100\/backpid\/142.html\">&bdquo;Nur noch Markt, das ist zu wenig&ldquo;<\/a> deutlich. Es sorgte unter Arbeitgebern f&uuml;r Irritationen. Nach der Finanzkrise wird mancher Kritiker sein Urteil differenzieren.<br>\nHans Mundorfs Lebensweg und manche pers&ouml;nlich erlittene Ungerechtigkeit erkl&auml;ren sein entschiedenes, streitbares Pl&auml;doyer f&uuml;r Gerechtigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/koepfe\/hans-mundorf-streiter-fuer-gerechtigkeit;2157249\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Pers&ouml;nlicher Nachruf:<\/strong> Wir haben Hans Mundorf als Leser der NachDenkSeiten kennen und sch&auml;tzen gelernt. Er hat f&uuml;r uns geschrieben und er stand uns mit seinem fachkundigen Rat stets zur Seite. Hans Mundorf war ein liberaler &Ouml;konom mit einem zunehmend leidenschaftlichen Engagement f&uuml;r soziale Gerechtigkeit. Er war ein wirklicher Streiter f&uuml;r die &bdquo;soziale&ldquo; Marktwirtschaft. Sein bewundernsw&uuml;rdiges Ged&auml;chtnis und seine immense Sachkenntnis &uuml;ber die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik hinterlassen eine unersetzliche L&uuml;cke. Er war ein engagierter Journalist und unerbittlicher Aufkl&auml;rer, wie man das heute in diesem Berufsstand kaum noch findet. Wir haben mit Hans Mundorf nicht nur einen gro&szlig;en Journalisten, der immer auch die Zusammenh&auml;nge im Auge hatte, sondern einen unersch&ouml;pflichen Fundus an wirtschaftlichem Wissen und wirtschaftspolitischer Erfahrung verloren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Steuerzahler st&uuml;tzen Wirtschaft mit 11.000 Milliarden Franken<\/li>\n<li>DIW: Deutsche Wirtschaft schrumpft um 4,5 Prozent<\/li>\n<li>Japans Wirtschaft schrumpft um 13 Prozent<\/li>\n<li>Bundesagentur widerspricht Jobprognose<\/li>\n<li>Guttenberg der &ldquo;Think positive-Minister&rdquo;<\/li>\n<li>&Uuml;ber die Probleme von Rentenfonds, Privatversicherungen und &uuml;ber die Werbung f&uuml;r die Privatvorsorge<\/li>\n<li>Warum darf die HRE nicht pleitegehen?<\/li>\n<li>Lucas Zeise:<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3776\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3776","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3776","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3776"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3776\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3776"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3776"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3776"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}