{"id":37763,"date":"2017-04-10T08:22:54","date_gmt":"2017-04-10T06:22:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763"},"modified":"2017-04-10T08:22:54","modified_gmt":"2017-04-10T06:22:54","slug":"hinweise-des-tages-2852","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763#h01\">US-Angriff auf Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763#h02\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763#h03\">Ostern auf die Stra&szlig;e &ndash; Osterma&#776;rsche fu&#776;r Frieden in Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763#h04\">Sahra Wagenknecht &uuml;ber Atomwaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763#h05\">Au&szlig;enseiter M&eacute;lenchon &uuml;berholt Fillon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763#h06\">Das Zynische am inszenierten Streit &uuml;ber das Pensionsantrittsalter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763#h07\">Die Neuen H&auml;ndler des Todes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763#h08\">Neue Zahlen: Wie umk&auml;mpft Afghanistan wirklich ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763#h09\">Willkommenskultur mit Rissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763#h10\">Unkeusche Begr&uuml;ndungen im Entwurf zum neuen BKA-Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763#h11\">Thomas Bach verkauft alles<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763#h12\">Was deutsche Medien alles nicht verschweigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763#h13\">Das ideale Ministerium f&uuml;r Wahrheit wurde gefunden: Google<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37763#h14\">Der letzte Journalist<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>US-Angriff auf Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>The Spoils of War: Trump Lavished With Media and Bipartisan Praise For Bombing Syria<\/strong><br>\nIN EVERY TYPE of government, nothing unites people behind the leader more quickly, reflexively or reliably than war. Donald Trump now sees how true that is, as the same establishment leaders in U.S. politics and media who have spent months denouncing him as a mentally unstable and inept authoritarian and unprecedented threat to democracy are standing and applauding him as he launches bombs at Syrian government targets.<br>\nTrump, on Thursday night, ordered an attack that the Pentagon said included the launching of 59 Tomahawk missiles which &ldquo;targeted aircraft, hardened aircraft shelters, petroleum and logistical storage, ammunition supply bunkers, air defense systems, and radars.&rdquo; The governor of Homs, the Syrian province where the attack occurred, said early this morning that the bombs killed seven civilians and wounded nine. [&hellip;]<br>\nEven if it is contained, there are endless implications from Trump&rsquo;s initiation of military force against the Syrian Government. For now, here are ten critical points highlighted by all of this:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2017\/04\/07\/the-spoils-of-war-trump-lavished-with-media-and-bipartisan-praise-for-bombing-syria\/\">Glenn Greenwald auf The Intercept<\/a><\/li>\n<li><strong>Sahra Wagenknecht zum Raketenangriff der USA<\/strong><br>\nMassiver Raketenangriff der USA auf eine syrische Luftwaffenbasis! Pr&auml;sident Trump stimmt damit jetzt wieder in den Chor der EU-Politiker ein, die den Sturz von Al-Assad als wichtigstes Ziel ihrer Syrien-Intervention deklarieren. Wer immer f&uuml;r den verbrecherischen Giftgaseinsatz in Idlib die Verantwortung tr&auml;gt: klar ist, er hat eine fatale Wende seitens der US-Politik bewirkt. Fatal deshalb, weil auf diese Weise schon der Irak und Libyen kaputt gebombt und zerst&ouml;rt wurden. In beiden F&auml;llen hat der Sturz unliebsamer Regime nur die islamistischen Dschihadisten gest&auml;rkt. Inzwischen herrscht in Teilen dieser L&auml;nder der Islamische Staat, der den Terror bis nach Europa tr&auml;gt. Ist das tats&auml;chlich das Ziel von Trump, Merkel und Gabriel auch f&uuml;r Syrien? Ich finde: Schluss muss sein mit dieser verantwortungslosen Politik!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/videos\/1656488371035220\/?pnref=story%20\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: US-Luftangriffe auf Syrien verurteilen<\/strong><br>\nDie Bombardierung eines syrischen Luftwaffenst&uuml;tzpunktes mit 60 Tomahawk-Raketen durch die USA ist ein durch nichts zu rechtfertigender v&ouml;lkerrechtswidriger Akt der Aggression. Ich erwarte von der internationalen Gemeinschaft und der Bundesregierung, eine unzweideutige Verurteilung dieser weiteren Eskalation des Syrien-Krieges.<br>\nDer Einsatz von Giftgas stellt ein Kriegsverbrechen dar und ich verurteile ihn, egal wer ihn verantwortet. Noch ist jedoch v&ouml;llig unklar, wer f&uuml;r den j&uuml;ngsten verheerenden Giftgas-Vorfall in Syrien verantwortlich ist. Dieser muss r&uuml;ckhaltlos aufgekl&auml;rt werden, bevor weitere Ma&szlig;nahmen im Rahmen des V&ouml;lkerrechts ergriffen werden. Die Erfahrung der vergangenen Jahre mahnt, mit vorschnellen Schuldzuweisungen zur&uuml;ckhaltend zu sein.<br>\nV&ouml;llig inakzeptabel sind die &Auml;u&szlig;erungen Sigmar Gabriels und Angela Merkels, die Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Bombardierung ge&auml;u&szlig;ert haben. Ich begr&uuml;&szlig;e die Aussage des franz&ouml;sischen Au&szlig;enministers Ayrault, Trump nicht auf einen m&ouml;glichen Kriegspfad gegen Assad folgen zu wollen. Ich erwarte von der Bundesregierung, die Beteiligung an einer m&ouml;glichen weiteren Eskalation in Syrien auszuschlie&szlig;en und die Soldaten und Tornados aus dem Einsatz in Incirlik abzuziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/andrej-hunko.de\/start\/aktuell\/3527-us-luftangriffe-auf-syrien-verurteilen\">Andrej Hunko<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>The media loved Trump&rsquo;s show of military might. Are we really doing this again?<\/strong><br>\nThe cruise missiles struck, and many in the mainstream media fawned.<br>\n&ldquo;I think Donald Trump became president of the United States last night,&rdquo; Fareed Zakaria declared on CNN, after the firing of 59 missiles at a Syrian military airfield late Thursday night. (His words sounded familiar, since CNN&rsquo;s Van Jones made a nearly identical pronouncement after Trump&rsquo;s first address to Congress.)<br>\n&ldquo;On Syria attack, Trump&rsquo;s heart came first,&rdquo; read a New York Times headline.<br>\n&ldquo;President Trump has done the right thing and I salute him for it,&rdquo; wrote the Wall Street Journal&rsquo;s Bret Stephens &mdash; a frequent Trump critic and Pulitzer Prize-winning conservative columnist. He added: &ldquo;Now destroy the Assad regime for good.&rdquo;<br>\nBrian Williams, on MSNBC, seemed mesmerized by the images of the strikes provided by the Pentagon. He used the word &ldquo;beautiful&rdquo; three times and alluded to a Leonard Cohen lyric &mdash; &ldquo;I am guided by the beauty of our weapons&rdquo; &mdash; without apparent irony.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.washingtonpost.com\/lifestyle\/style\/the-media-loved-trumps-show-of-military-might-are-we-really-doing-this-again\/2017\/04\/07\/01348256-1ba2-11e7-9887-1a5314b56a08_story.html?utm_term=.875e5f1bae5b&amp;wpisrc=nl_evening&amp;wpmm=1\">Washington Post<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&laquo;&hellip; dann wird es brandgef&auml;hrlich&raquo;<\/strong><br>\nNahostexperte Michael L&uuml;ders h&auml;lt die Politik der USA im Nahen Osten f&uuml;r falsch. Im Interview erkl&auml;rt er, warum, und fordert ein Umdenken Europas. (&hellip;)<br>\nIm syrischen Khan Sheikhoun kamen bei Giftgasangriffen am Dienstag erneut bis zu 70 Menschen ums Leben. Deutet dieses Mal vieles auf die T&auml;terschaft des Assad-Regimes hin?<br>\nWir wissen zum jetzigen Zeitpunkt nicht genau, was in Khan Sheikhoun geschehen ist. Dennoch hat die US-Politik eine rasante Wende vollzogen: F&uuml;r Pr&auml;sident Trump, der das Regime als Schuldigen benannt hat, sind jetzt, was Assad angeht, wieder alles Optionen. Das haben wir in der Nacht auf gestern erlebt.<br>\nWaren die US-Marschflugk&ouml;rperangriffe ein einmaliger Warnschuss, oder m&uuml;ssen wir mit weiteren Milit&auml;raktionen rechnen, die von den regionalen Verb&uuml;ndeten gefordert werden?<br>\nAuch unter Trump folgt die US-Politik in Syrien keiner durchdachten Strategie. Die Gefahr einer Konfrontation mit Russland ist jetzt gewaltig. Wenn ein russischer Soldat get&ouml;tet oder ein russisches Flugzeug abgeschossen wird, dann wird es in Syrien brandgef&auml;hrlich.<br>\n&laquo;Regime Change&raquo;, betonen Sie in ihrem Buch, ist das moderne Gesicht des klassischen Staatsstreichs, der in Syrien durch die Instrumentalisierung der Jihadisten erreicht werden sollte. Ist das Ziel &laquo;Regime Change&raquo; nach der Eroberung Aleppos und dem Machtwechsel in Washington nun vom Tisch?<br>\nNein, das Szenario eines Regimewechsels gibt es immer noch. Das ist nach dem erneuten Strategiewechsel in Washington offensichtlich. In den USA gibt es Machtzentren, die weiterhin den Showdown mit Russland in Syrien und auch in der Ukraine wollen. Daher ist davon auszugehen, dass der Krieg in Syrien weitergeht. Erst vor einigen Wochen haben die USA 500 Elitesoldaten in Ostsyrien stationiert, denen einige Tausend folgen sollen. Ihr Ziel ist die Eroberung der sogenannten Kalifatshauptstadt Raqqa. Doch was geschieht, wenn dieses Ziel erreicht worden ist? Abziehen werden diese Soldaten ebenso wenig wie die in Syrien stationierten russischen Soldaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bernerzeitung.ch\/ausland\/amerika\/-dann-wird-es-brandgefaehrlich\/story\/15264718%20\">Berner Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der Krieg in Syrien und die blinden Flecken des Westens<\/strong><br>\nKriege werden erz&auml;hlt, nicht anders als Geschichten. Die jeweiligen Erz&auml;hlungen bestimmen das Bild in unseren K&ouml;pfen, unsere Sicht auf Konflikte. Wir wissen, oder wir glauben zu wissen, wer schuldig ist und wer nicht, wer die Guten sind und wer die B&ouml;sen. Im Falle Syriens ist die vorherrschende Sichtweise in etwa diese: Das verbrecherische Assad-Regime f&uuml;hrt Krieg gegen das eigene Volk, unterst&uuml;tzt von den nicht minder skrupellosen Machthabern in Moskau und Teheran. Die syrische Opposition, gerne als &bdquo;gem&auml;&szlig;igt&ldquo; bezeichnet oder als &bdquo;das&ldquo; syrische Volk schlechthin wahrgenommen, befindet sich in einem verzweifelten Freiheitskampf, dem sich der Westen nicht verschlie&szlig;en kann. Andernfalls st&uuml;nde seine Glaubw&uuml;rdigkeit auf dem Spiel, w&uuml;rde er seine &bdquo;Werte&ldquo; aufgeben, ja verraten. L&auml;ngst h&auml;tten wenigstens die USA milit&auml;risch intervenieren sollen, im Namen der Freiheit!<br>\nLeider greift diese Rahmenerz&auml;hlung, das Narrativ hiesiger Politik wie auch der Medien, viel zu kurz. Die Verbrechen Assads sind offenkundig, die Enth&uuml;llungen von Amnesty International &uuml;ber massenhafte Hinrichtungen in den Foltergef&auml;ngnissen von Saydnaya sind daf&uuml;r nur der j&uuml;ngste Beleg.[1] Doch ersetzt die moralische Anklage nicht die politische Analyse. Die Berichterstattung &uuml;ber Syrien ersch&ouml;pft sich vielfach in der Darstellung menschlichen Leids als Ergebnis der Kriegsf&uuml;hrung Assads und seines russischen Verb&uuml;ndeten. Deren Verantwortung f&uuml;r Tod und Zerst&ouml;rung ist aber nur ein Teil der Geschichte. Die &uuml;brigen, die fehlenden Teile werden meist gar nicht erst erz&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2017\/maerz\/der-krieg-in-syrien-und-die-blinden-flecken-des-westens\">Michael L&uuml;ders in Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;L&ouml;sungen kann man nur gemeinsam mit Russland finden&rdquo;<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here NATO-General Klaus Naumann pl&auml;diert f&uuml;r milit&auml;rische Zur&uuml;ckhaltung in Syrien. Auch eine m&ouml;gliche Flugverbotszone sieht er skeptisch. Angesichts der Unkalkulierbarkeit des Konflikts k&ouml;nne man &ldquo;nur mit Russland L&ouml;sungen finden&rdquo;, die Rede von der unmittelbaren Gefahr eines Weltkriegs sei gleichwohl &ldquo;dummes Geschw&auml;tz&rdquo;, sagte Naumann im DLF.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nach-us-luftangriffen-in-syrien-loesungen-kann-man-nur.694.de.html?dram:article_id=383391\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Trump Still Wants to Keep Syria&rsquo;s &ldquo;Beautiful Babies&rdquo; Out of the US<\/strong><br>\nThese refugees are fleeing precisely the type of violence we are seeing this week in Syria.&rdquo;<br>\nThe graphic images of the youngest victims of the recent sarin attack on Khan Sheikoun, Syria, apparently prompted President Donald Trump to have a change of heart about the regime of Syrian President Bashar al-Assad. &ldquo;I will tell you that attack on children yesterday had a big impact on me&mdash;big impact,&rdquo; Trump said in the White House Rose Garden on Thursday. &ldquo;My attitude toward Syria and Assad has changed very much.&rdquo; In a statement last night, after he gave orders to strike the Syrian air base from which the chemical weapon attack originated, Trump said, &ldquo;Assad choked out the lives of helpless men, women, and children. It was a slow and brutal death for so many. Even beautiful babies were cruelly murdered in this very barbaric attack.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.motherjones.com\/politics\/2017\/04\/trump-refugees-syria-chemical-attack\">Mother Jones<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ostern auf die Stra&szlig;e &ndash; Osterma&#776;rsche fu&#776;r Frieden in Syrien<\/strong><br>\nTrump bombt &ndash; Merkel, Hollande und Erdogan klatschen Beifall<br>\nIn Syrien ist eine rote Linie u&#776;berschritten: Von den USA. Der Bombenangriff, den Trump befahl, wird von Hillary Clinton, Saudi-Arabien, Netanjahu, Hollande, Merkel, Erdogan, May und der NATO unterstu&#776;tzt. Die neue Kriegskoalition formiert sich. Syrien steht schon am politischen und humanita&#776;ren Abgrund, jetzt kann es zum Ausgangspunkt eines neuen, gro&szlig;en Krieges werden. Menschen aus aller Welt warnen vor der Gefahr eines Dritten Weltkrieges.<br>\nDer konnte im September 2013 gerade noch abgewendet werden. Auch damals wurde der Regierung Assad ein Chemiewaffenangriff mit 1.200 Toten unterstellt und Hillary Clinton wollte bomben. Das konnte in letzter Minute durch eine politische Initiative zur Vernichtung aller syrischen Chemiewaffen verhindert werden. Hartna&#776;ckig halten sich Informationen, dass die Islamisten Besta&#776;nde von Chemiewaffen aus Libyen nach Syrien (mit der Unterstu&#776;tzung der Tu&#776;rkei) brachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/170410-ostern-auf-die-strasse-signed.pdf\">Ostermarsch 2017<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht &uuml;ber Atomwaffen<\/strong><br>\nDie USA spielt wieder Weltpolizei und provoziert die n&auml;chste Eskalation &ndash; dieses Mal im Atomkonflikt mit Nordkorea. Wie gef&auml;hrlich und wie verkehrt! Und f&uuml;r mich zeigt das wieder einmal, wie wichtig es ist, dass die deutsche Bundesregierung endlich zu einer souver&auml;nen Au&szlig;enpolitik findet. Insbesondere m&uuml;ssen wir die Pl&auml;ne stoppen, dass die noch immer stationierten US-Atomwaffen auf deutschem Boden im US-Fliegerhorst in B&uuml;chel modernisiert und aufger&uuml;stet werden. Jetzt unterschreiben: Abzug statt Aufr&uuml;stung der Atomwaffen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&amp;fref=nf\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<p><strong>Dazu: Petition: Taten statt leerer Worte &ndash; Abzug statt Aufr&uuml;stung der Atomwaffen!<\/strong><br>\nAuf dem Fliegerhorst B&uuml;chel (Eifel) lagern noch immer ca. 20 US-Atomwaffen. In den kommenden Jahren ist geplant, diese durch weiter entwickelte und zielgenauere Typen zu ersetzen, womit die Hemmschwelle f&uuml;r einen Atomwaffeneinsatz sinkt. Dies ist eine klare nukleare Aufr&uuml;stung, die von der deutschen Regierung unterst&uuml;tzt wird und an der sich Deutschland finanziell beteiligen soll. International unterst&uuml;tzt die Bundesregierung die ablehnende Haltung der Atomwaffenstaaten gegen&uuml;ber einem Verbotsvertrag, der von der Mehrheit der UNO-Staaten angestrebt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.friedenskooperative.de\/aktion\/petition\/abzug-statt-aufruestung-der-atomwaffen%20\">Netzwerk Friedenskooperative<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Au&szlig;enseiter M&eacute;lenchon &uuml;berholt Fillon<\/strong><br>\nKurz vor der Wahl in Frankreich scheint der Linksau&szlig;enpolitiker Jean-Luc M&eacute;lenchon beliebter zu sein als sein konservativer Konkurrent Fran&ccedil;ois Fillon. Dieser wiederum will seine W&auml;hler gar nicht um Zuneigung bitten.<br>\nIm Kampf um das franz&ouml;sische Pr&auml;sidentenamt holt der Linksau&szlig;enpolitiker Jean-Luc M&eacute;lenchon auf. Der j&uuml;ngsten Umfrage von Kantar Sofres zufolge kommt M&eacute;lenchon mit 18 Prozent in der ersten Runde erstmals auf Rang drei und verweist den Konservativen Fran&ccedil;ois Fillon auf den vierten Platz.<br>\nDamit hat der 65-J&auml;hrige seit Mitte M&auml;rz acht Punkte zugelegt. Vor allem in den beiden Fernsehdebatten konnte er mit seinen Argumenten die Zuschauer &uuml;berzeugen. Fillon erh&auml;lt der Erhebung f&uuml;r &bdquo;Le Figaro&ldquo;, LCI und RTL zufolge 17 Prozent. Favoriten bleiben der unabh&auml;ngige Kandidat Emmanuel Macron und die Chefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen. Sie liegen mit 24 Prozent in der ersten Wahlrunde gleichauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/frankreich-melenchon-in-umfragen-vor-fillon-14965625.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Fehlertoleranz solcher Umfragen liegt meist bei rund 2,5%. Es ist also nicht vollkommen auszuschlie&szlig;en, dass der linke Kandidat M&eacute;lenchon am Wahlsonntag vor Emmanuel Macron oder Marine Le Pen liegt. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Luc M&eacute;lenchon gegen Le Pen<\/strong><br>\nK&ouml;nnte der Albtraum der Etablierten in Frankreich Realit&auml;t werden?<br>\nDie &ouml;koliberale Taz schlug einen Tag nach dem TV-Talk der Pr&auml;sidentschaftswahlen in Frankreich Alarm. &ldquo;Die Talk-Runde vor den Pr&auml;sidentschaftswahlen nutzt nur den Populisten. Argumente dringen nicht durch. Die linke Mitte k&ouml;nnte scheitern&rdquo; zeterte der Kommentator.<br>\nWas war geschehen? In einer wichtigen Fernsehdebatte hatte der linkssozialdemokratische Kandidat Jean-Luc M&eacute;lenchon viele Zuschauer &uuml;berzeugt und ging zumindest aus der Fernsehdebatte als Sieger hervor. Prompt stiegen auch seine Umfragewerte wieder und manche sehen ihn sogar in die Stichwahl kommen. Der Hauch einer Hoffnung also, dass gegen die Rechtsnationalistin Le Pen wenigstens ein Sozialdemokrat alter Schule antritt, der bestimmt nicht den Kapitalismus abschaffen, aber den Kapital einige Grenzen anlegen will und kein Freund der deutschdominierten EU ist.<br>\nOb ein solches Unterfangen nicht naiv und schon mehrmals gescheitert ist, w&auml;re nat&uuml;rlich zu fragen. Doch das werden sich die W&auml;hler von Jean-Luc M&eacute;lenchon sicher auch fragen, falls er die Wahlen gewinnt und er seine Versprechen nicht umsetzen kann oder will. Und daraus k&ouml;nnen Radikalisierungs- und Lernprozesse entstehen, beispielsweise die Erkenntnis, dass man den Kapitalismus nicht einfach abw&auml;hlen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Luc-Melenchon-gegen-Le-Pen-3679010.html\">Peter Nowak auf Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das Zynische am inszenierten Streit &uuml;ber das Pensionsantrittsalter<\/strong><br>\nDie Pensionsreformen der letzten Jahre greifen, die Finanzierung steht so gut da wie lange nicht und in Deutschland boomt das &bdquo;Modell &Ouml;sterreich&ldquo; gar als Referenzsystem.<br>\nDas sind sehr gute Nachrichten, aber anstatt diese positive Entwicklung zur Kenntnis zu nehmen, versuchen ein paar unbeirrte &bdquo;apokalyptische Reiter&ldquo; weiterhin unser Pensionssystem schlechtzureden. Der Bundeszuschuss zu den Pensionen gibt als Reizthema so gut wie nichts mehr her, denn hier ist die tats&auml;chliche Entwicklung gleich um Milliarden (und das ist nicht einmal &uuml;bertrieben) besser als noch die Prognosen von vor 2 Jahren. Jetzt reitet man auf dem Pensionsantrittsalter herum. Worum geht es nun bei diesem inszenierten Streit &uuml;ber das Antrittsalter und warum ist die Argumentation letztlich zutiefst destruktiv und zynisch?<br>\nWieso ist das Antrittsalter f&uuml;r die aktuelle politische Debatte so bedeutsam?<br>\nDer Streit &uuml;ber das Antrittsalter hat eine hohe politische Dimension erreicht, weil im Arbeitsprogramm der Bundesregierung (S 63) die Anhebung des faktischen Pensionsalters von 58,4 Jahre (2012) auf 60,1 Jahre (2018) vereinbart wurde. Wird das Ziel von 60,1 Jahren nicht erreicht, so soll laut Arbeitsprogramm eine Pensionsreform kommen. Die &uuml;blichen Agitatoren f&uuml;r eine gro&szlig;e Pensionsreform haben nun allergr&ouml;&szlig;tes Interesse daran, Zweifel zu streuen, ob denn das Ziel von 60,1 Jahren tats&auml;chlich erreicht wurde. Als &bdquo;Framing&ldquo; dazu dient, dem Sozialministerium (BMASK) &bdquo;Zahlentricksereien&ldquo; zu unterstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/das-zynische-am-inszenierten-streit-ueber-das-pensionsantrittsalter\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Neuen H&auml;ndler des Todes<\/strong><br>\nWie S&ouml;ldnerfirmen die Demokratie unterwandern<br>\nDie wenig erz&auml;hlte Geschichte von privaten S&ouml;ldnerfirmen ist eine Geschichte &uuml;ber alles durchdringende Korruption, &uuml;ber die Ausnutzung des selbstgeschaffenen Chaos eines unendlichen &bdquo;Kriegs gegen den Terror.&ldquo; Sie handelt von Kriegsverbrechen und der schrittweisen Aush&ouml;hlung der Demokratie. Soziale Bewegungen sollten private S&ouml;ldnerfirmen daher ins Zentrum ihrer breiteren Kritik am autorit&auml;ren Neoliberalismus und der permanenten amerikanischen Kriegs&ouml;konomie stellen.<br>\nIm August 2016 verk&uuml;ndete das Pentagon, dass Six3 Intelligence Solutions, ein privater Geheimdienstanbieter, der j&uuml;ngst vom California Analysis Center Incorporated (CACI) angeheuert wurde, das wiederum in den Abu Ghraib-Skandal verwickelt war, einen nicht&ouml;ffentlich ausgeschriebenen 10 Millionen Dollar Milit&auml;rvertrag gewonnen hat, der geheimdienstliche Datenauswertung in Deutschland, Italien und Syrien umfasst. Sie sollten Seite an Seite mit den ungef&auml;hr 300 US-Soldaten arbeiten, die gegen den sogenannten Islamischen Staat k&auml;mpfen und um das von Russland gest&uuml;tzte syrische Staatsoberhaupt Baschar al-Assad zu st&uuml;rzen.<br>\nSp&auml;ter wurde jedoch eine Plan&auml;nderung bekanntgegeben, dass die Dienstleistung nicht mehr in Syrien, sondern im Kosovo ausge&uuml;bt werden sollte. CACI hat seitdem abgestritten, in Syrien zu arbeiten.<br>\nEine Firma mit einem solch kontroversen Ruf wie CACI anzuheuern, ruft zwangsl&auml;ufig heftige Gegenreaktionen gegen US-Interventionen in Syrien hervor, sodass am Ende eher diejenigen Kr&auml;fte gest&auml;rkt werden, die die USA vermeintlich bek&auml;mpfen. Die Logik, welcher der Gebrauch von privaten Milit&auml;runternehmen (PMCs) folgt, sowie mehr oder weniger die gesamte US-amerikanische Au&szlig;enpolitik im Nahen Osten, ist nicht rational. Sie wird von politischen Strukturen geformt, die sich der Unterst&uuml;tzung von Interessen verbunden f&uuml;hlen, welche in politischer Instabilit&auml;t und endlosem Krieg ihren Vorteil sehen. Im CACI-Vorstand sind ein ehemaliger stellvertretender CIA-Direktor, der nach 9\/11 auch Chef der Geheimoperation der Agency war, ein Lockheed-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, sowie ein Befehlshaber &uuml;ber Milit&auml;rausbildungskommandos vertreten. Die Firma gibt j&auml;hrlich &uuml;ber 200.000 Dollar f&uuml;r Lobbying aus, allein 180.634 Dollar im letzten Wahlkampf, wovon laut OpenSecret.org 77 Prozent an die Republikaner flossen, sowie 162.021 Dollar im Wahlkampf 2012 (85 Prozent an Republikaner).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/die-neuen-haendler-des-todes\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neue Zahlen: Wie umk&auml;mpft Afghanistan wirklich ist<\/strong><br>\nDie Situation am Hindukusch verbessert sich keineswegs, wie neue Berichte zeigen. Die afghanische Regierung hat nur noch in etwas mehr als der H&auml;lfte des Landes &uuml;berhaupt die Kontrolle oder ma&szlig;geblichen Einfluss. Deutschland r&uuml;ckt trotzdem nicht von Abschiebungen nach Afghanistan ab.<br>\nNeue Berichte oder Zahlen aus Afghanistan haben in letzter Zeit immer eines gemeinsam: Sie zeigen, dass die Lage im Land immer schlechter wird. Nun wurde der Vierteljahresreport des Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction (SIGAR) &ndash; einer US-Beh&ouml;rde, die dem Kongress Bericht &uuml;ber den Stand des &raquo;Wiederaufbaus&laquo; erstattet &ndash; ver&ouml;ffentlicht. (&hellip;)<br>\nIm Detail hei&szlig;t es darin, dass von den 407 Distrikten Afghanistans nur noch 20 Prozent von der Regierung kontrolliert und weitere 37 Prozent ma&szlig;geblich von ihr beeinflusst seien. Das sind satte 15 Prozent weniger als im November 2015! Ein Drittel der Distrikte wird im Bericht als &raquo;umk&auml;mpft&laquo; beschrieben, zehn Prozent sind gar bereits unter voller Kontrolle oder &uuml;berwiegendem Einfluss von Aufst&auml;ndischen. (S.89\/90 des Reports).<br>\nInteressant dabei: Selbst diese alarmierenden Zahlen d&uuml;rften bereits veraltet sein. Der Bericht stammt urspr&uuml;nglich bereits aus dem Januar und umfasst teilweise noch &auml;ltere Zahlen. In den vergangenen sechs Monaten d&uuml;rfte die Lage sich weiter verschlechtert haben &ndash; daf&uuml;r spricht auch ein von den Taliban selbst ver&ouml;ffentlichter Report, in dem sie zusammenfassen, in welchen Gebieten sie nach eigener Aussage wieviel Kontrolle aus&uuml;ben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/neue-zahlen-wie-umkaempft-afghanistan-wirklich-ist\/\">Pro Asyl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Willkommenskultur mit Rissen<\/strong><br>\nDie Bereitschaft zur Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen sinkt offenbar. Eine Bertelsmann-Studie kommt zu dem Schluss, dass die Willkommenskultur l&auml;ngst nicht mehr so stark ist wie noch vor zwei Jahren. Viele der Befragten sehen die Belastungsgrenze erreicht.<br>\nIm Herbst 2015 beeindruckten Tausende Menschen in Deutschland mit ihrer Bereitschaft, Fl&uuml;chtlinge zu unterst&uuml;tzen. Nun geht die Bereitschaft zur Aufnahme offenkundig zur&uuml;ck. Wie die Bertelsmann Stiftung in G&uuml;tersloh berichtete, sehen mehr als die H&auml;lfte der Bundesb&uuml;rger (54 Prozent) Deutschland an seiner Belastungsgrenze angekommen. Bei der Vorstellung einer Studie zur Willkommenskultur hie&szlig; es, dass vor zwei Jahren lediglich 40 Prozent der B&uuml;rger dieser Meinung waren. 37 Prozent vertraten nun die Ansicht, Deutschland k&ouml;nne und solle mehr Fl&uuml;chtlinge aufnehmen, weil es humanit&auml;r geboten ist. Im Jahr 2015 waren noch 51 Prozent dieser Ansicht.<br>\nHingegen sprechen sich zunehmend mehr B&uuml;rger f&uuml;r die bislang nicht umgesetzte EU-Regelung aus, dass jedes Land eine feste Zahl an Fl&uuml;chtlingen aufnehmen m&uuml;sse. Die Zahl der Menschen, die dem zustimmen, ist von 76 Prozent auf 81 Prozent gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/fluechtlinge-willkommenskultur-103.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es wird doch wohl keinen Zusammenhang zwischen medialer Berichterstattung, den inzwischen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge und Migranten versch&auml;rften Gesetzen und den Ergebnissen dieser Umfrage geben, oder? Wundert es ernsthaft, wenn die Bereitschaft zur Hilfe f&uuml;r Menschen in Not angesichts derartiger Stimmungsmache schwindet? Was sollen z.B. die Bev&ouml;lkerungen von L&auml;ndern wie Jordanien oder Libanon sagen, die vielmehr Fl&uuml;chtlinge aufgenommen haben?<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Kann es sein, dass Deutschland &bdquo;dank&ldquo; des jahrzehntelangen neoliberalen Kurses und der &bdquo;schwarzen Null&ldquo; dieser und vorheriger Bundesregierungen &ndash; z.B. durch Personal- und Kosteneinsparungen &ndash; &uuml;berfordert ist?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Unkeusche Begr&uuml;ndungen im Entwurf zum neuen BKA-Gesetz<\/strong><br>\nDie polizeilichen Informationssysteme beim BKA und in den L&auml;ndern, insbesondere die Fallbearbeitungssysteme, m&uuml;ssen neu aufgesetzt werden. Das wird, allein beim Bund, rund eine halbe Milliarde Euro kosten. Im Entwurf zum neuen BKA-Gesetz versucht die Bundesregierung, mit irref&uuml;hrenden Aussagen die &bdquo;Schuld&ldquo; daf&uuml;r einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu geben. (&hellip;)<br>\nMit seinem Urteil vom 20. April 2016 [1] hat das Bundesverfassungsgericht das aktuell geltende Bundeskriminalamtsgesetz [2] in erheblichen Teilen f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt. Das war einerseits eine gute Nachricht f&uuml;r die Bundesregierung, konnte das BKA doch seit dem Inkrafttreten des Gesetzes am 25.12.2008 auf der Grundlage dieser Gesetzesfassung arbeiten und kann dies auch weiterhin, n&auml;mlich l&auml;ngstens bis zum 30. Juni 2018. Gesetzliche Befugnisse, die das Verfassungsgericht f&uuml;r nicht vereinbar mit dem Grundgesetz erkl&auml;rt hat, durften bzw. d&uuml;rfen also nahezu zehn Jahre lang angewendet werden. (&hellip;)<br>\nEine schlechte Nachricht ist das Urteil f&uuml;r die Bundesregierung dennoch: Denn das Verfassungsgericht verlangt, dass die m&ouml;glichen, ganz erheblichen Eingriffsbefugnisse des Bundeskriminalamtes in das Privatleben des betroffenen Einzelnen &bdquo;verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig&ldquo; sein m&uuml;ssen, d.h. auf den Schutz entsprechend gewichtiger Rechtsg&uuml;ter beschr&auml;nkt sind und dass eine Gef&auml;hrdung dieser Rechtsg&uuml;ter konkret absehbar sein muss. Zu diesen Eingriffsbefugnissen z&auml;hlen insbesondere die heimlichen &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen, wie Wohnraum&uuml;berwachung, Online-Durchsuchungen, Telekommunikations&uuml;berwachungen, Telekommunikationsverkehrsdatenerhebungen und &Uuml;berwachungen au&szlig;erhalb von Wohnungen mit besonderen Mitteln der Datenerhebung wie z.B. durch verdeckte Ermittler. Das sind all die schlagkr&auml;ftigen Werkzeuge, die sich die Bundesregierung erst im Zuge der Gesetzes&auml;nderung von 2008 ins Gesetz geschrieben hatte (&sect;&sect;20a ff).<br>\nDass das Bundesverfassungsgericht die weitgehenden Befugnisse im BKA-Gesetz einschr&auml;nken w&uuml;rde, war f&uuml;r viele Beobachter absehbar, f&uuml;r das Bundesinnenministerium allerdings ein herber Schlag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/police-it.org\/unkeusche-begruendungen-im-entwurf-zum-neuen-bka-gesetz\">Police-IT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Thomas Bach verkauft alles<\/strong><br>\nDer IOC-Pr&auml;sident stand von 2005 bis 2009 auf der Gehaltsliste des Industriekonzerns Ferrostaal<br>\nDer heutige IOC-Pr&auml;sident Thomas Bach stand von 2005 an auf der Gehaltsliste des Industriekonzerns Ferrostaal. Laut dem Beratervertrag, der dem Recherchezentrum CORRECTIV vorliegt, kassierte Bach im Jahr 125.000 Euro daf&uuml;r, dass er Ferrostaal international T&uuml;ren &ouml;ffnete. Zur Zeit, als er den Beratungsvertrag mit Ferrostaal aus&uuml;bte, war Bach IOC-Vizepr&auml;sident und Pr&auml;sident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).<br>\nIm Vertrag steht, dass zu Bachs Aufgaben geh&ouml;rte die &bdquo;Herstellung von Kontakten und, falls erforderlich, Teilnahme an Verhandlungen mit Regierungen, Beh&ouml;rden, Verb&auml;nden sowie Unternehmen&ldquo;. Neben seinem Mindesthonorar von 125.000 Euro pro Jahr f&uuml;r maximal 20 Arbeitstage wurde dem Sportfunktion&auml;r eine zus&auml;tzliche Pauschale von 5000 Euro pro Tag bei Auslandsreisen zugesagt.<br>\nFerrostaal war in der alten Bundesrepublik f&uuml;r viele Firmen das Tor zur Welt. Das Unternehmen stellte selbst nichts her, sondern beschaffte deutschen Firmen Auftr&auml;ge im Ausland, k&uuml;mmerte sich um die Finanzierung von Gesch&auml;ften und wickelte als Generalunternehmer in vielen L&auml;ndern Gro&szlig;projekte wie den Bau von Kraftwerken ab.<br>\nBei vielen dieser Gesch&auml;fte floss Schmiergeld. In den 2000er Jahren zum Beispiel schmierte Ferrostaal Amtstr&auml;ger in Griechenland und Portugal, um den Verkauf von Thyssen-Krupp U-Booten zu unterst&uuml;tzen. 2011 verurteilte das Landgericht M&uuml;nchen Ferrostaal zur Zahlung von rund 140 Millionen Euro Geldbu&szlig;e. Au&szlig;erdem war die Firma im R&uuml;stungsbereich aktiv. Dass Bach ausgerechnet f&uuml;r diesen Konzern aktiv war, &uuml;berrascht. Allein schon, weil die R&uuml;stungsgesch&auml;fte kaum zum olympischen Gedanken der V&ouml;lkerverst&auml;ndigung passen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/recherchen\/wirtschaft\/artikel\/2017\/04\/06\/thomas-bach-verkauft-alles\/\">correctiv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein IOC-Chef als Berater eines R&uuml;stungsunternehmens? Darauf muss man auch erst mal kommen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Was deutsche Medien alles nicht verschweigen<\/strong><br>\nMuss man ausl&auml;ndische Medien lesen, wenn man dar&uuml;ber informiert sein will, was wirklich an islamistischen Gewalttaten passiert? Weil die deutschen Medien die ganzen entsprechenden Berichte frisieren und um die entscheidenden Tatsachen bereinigt, vor allem den Migrationshintergrund der T&auml;ter?<br>\nDas scheint eine weit verbreitete &Uuml;berzeugung zu sein, nicht nur in rechten und ganz rechten Kreisen: der Glaube, dass eine vermeintliche &bdquo;Political Correctness&ldquo; in Deutschland zu einer gef&auml;hrlichen Selbstzensur f&uuml;hre. Deshalb w&uuml;rden sich die Menschen dann aus anderen Quellen informieren &ndash; oder die angenommenen Leerstellen im Kopf selbst ausf&uuml;llen. Dabei h&auml;lt die behauptete Unterdr&uuml;ckung vermeintlich relevanter Tatsachen einer &Uuml;berpr&uuml;fung regelm&auml;&szlig;ig nicht stand.Nehmen wir beispielhaft den Artikel &bdquo;Die neue Kunst: Zwischen den Zeilen lesen&ldquo;, der gestern im rechten Provo-Magazin &bdquo;Achse des Guten&ldquo; erschien, heute auch von &bdquo;Tichys Einblick&ldquo; ver&ouml;ffentlicht wurde und von AfD-Chefin Frauke Petry empfohlen wurde. Der Autor, ein am Bodensee lebender promovierter Informatiker im Ruhestand namens Jochen Heistermann, schreibt dort unter der Abbildung einer Ausgabe der fr&uuml;heren sowjetischen Parteizeitung &bdquo;Prawda&ldquo;, dass er seit einiger Zeit die &bdquo;Kunst&ldquo; entwickelt habe, vor allem bei Nachrichten &uuml;ber Gewaltverbrechen &bdquo;die eigentliche Botschaft eines Artikels zu entschl&uuml;sseln&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/uebermedien.de\/14187\/was-deutsche-medien-alles-nicht-verschweigen\/\">&Uuml;berMedien<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das ideale Ministerium f&uuml;r Wahrheit wurde gefunden: Google<\/strong><br>\nAfter assessing feedback from both users and publishers, we&rsquo;re making the Fact Check label in Google News available everywhere, and expanding it into Search globally in all languages. For the first time, when you conduct a search on Google that returns an authoritative result containing fact checks for one or more public claims, you will see that information clearly on the search results page. The snippet will display information on the claim, who made the claim, and the fact check of that particular claim.<br>\n&laquo;Nach dem Auswerten von Feedback sowohl von Nutzern als auch von Anbietern werden wir die &ldquo;Faktencheck&rdquo;-Kennzeichnung &uuml;berall verf&uuml;gbar machen, und sie in der Suchmaschine global in allen Sprachen ausrollen. Zum ersten Mal werden Sie gleich auf der Suchergebnisseite sehen, wenn eine Suche ein autoritatives Suchergebnis hat, mit Faktenchecks f&uuml;r eine oder mehrere der &ouml;ffentlichen Behauptungen. Das Snippet wird Informationen &uuml;ber die jeweilige Behauptung anzeigen, wer die Behauptung aufstellt, und den Faktencheck zur jeweiligen Behauptung.&raquo;<br>\nWer schliesslich w&auml;re besser geeignet, als ein Konzern, der sich die totale Kontrolle &uuml;ber alle Information zur Aufgabe gemacht hat? Die Ver&ouml;ffentlichung von Google gibt&rsquo;s hier.<br>\nWenn die Leute das schlucken, ist Google eine weltweite politische Macht. Passend dazu: Google rollt ein massives Zensur-System aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blog.fdik.org\/2017-04\/s1491587655%20\">&gt;b&rsquo;s weblog<\/a>\n<p><strong>Dazu: Liebe Tagesschau-Redaktion,<\/strong><br>\nSie haben dazu aufgerufen, Fake News im Internet an faktenfinder@tagesschau.de zu melden. Gerne komme ich diesem Aufruf nach; ich habe Fake News <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/syrien-konferenz-125.html\">hier im Internet entdeckt<\/a>. Dort steht:<br>\nDazu geh&ouml;rt auch eine besonders heikle Aufgabe: der Beginn einer nationalen Vers&ouml;hnung. Eine Herausforderung, die aus Mogherinis Sicht Europa besser als jede andere Macht bew&auml;ltigen kann: &ldquo;Wir sind f&uuml;r Syrer und alle Akteure in der Region ein glaubw&uuml;rdiger, zuverl&auml;ssiger Partner. Weil wir bereits humanit&auml;re Hilfe vor Ort leisten und damit die Auss&ouml;hnung unterst&uuml;tzen k&ouml;nnen. Weil wir helfen, nicht bombardieren, wenn ich mal so direkt sein darf.&rdquo;<br>\nEin diplomatischer Seitenhieb auch auf die USA, von deren au&szlig;enpolitischem Kurs in Syrien sich Mogherini zuletzt immer deutlicher absetzte. Eines aber steht f&uuml;r die EU-Au&szlig;enbeauftragte fest: Erst wenn die UN-Friedensgespr&auml;che Erfolg haben, soll die EU ihre Syrien-Strategie umsetzen.<br>\nDie Nachricht, die Frau Mogherini hier unkommentiert verbreiten darf, ist Fake News. Von Anfang an bombardiert die EU mit in Syrien. Und damit meine ich nicht nur Frankreich, das Syrien bombardiert hat. Sondern ich meine auch Deutschland, das die Luftaufkl&auml;rung f&uuml;r Bombardierungen in Syrien fliegt.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;ssen<br>\nIhr aufmerksamer Leser<br>\nVolker Birk<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blog.fdik.org\/2017-04\/s1491377604\">&gt;b&rsquo;s weblog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der letzte Journalist<\/strong><br>\nUnbestritten ist: Die westlich gef&ouml;rderten Dschihadisten &ndash; obwohl l&auml;ngst als Terrors&ouml;ldner identifiziert &ndash; k&ouml;nnen im Angesicht des angeblichen Giftgas-M&ouml;rders Assad von der medialen westlichen Wertegemeinschaft nun wieder zur relativ humanen &raquo;Opposition&laquo; hochgeschrieben werden. Und niemand w&uuml;rde diesen wahlweise schmerzhaft naiven oder gnadenlos kriegstreiberischen Propagandisten in die Parade fahren &ndash; au&szlig;er einem: Seymour Hersh. Der hoch geachtete US-Journalist, der unter anderem das Massaker von My Lai und die Folter in Abu Ghuraib aufdeckte, hat fast im Alleingang die westliche L&uuml;ge von &raquo;Assads Giftgas&laquo; von 2013 ersch&uuml;ttert. An diesem Sonnabend wird Hersh 80 Jahre alt.<br>\nEs z&auml;hlt zu den unertr&auml;glichen Erscheinungen des aktuellen Journalismus, dass mit gro&szlig;em Aufwand verbreitete Falschmeldungen sehr oft nicht mehr richtiggestellt werden: Selbst wenn schlie&szlig;lich Fakten verf&uuml;gbar sind, die Stunden nach einem Vorfall inszenierte Schuldzuweisungen als falsch entlarven, werden diese von vielen Medien dann nicht mehr pr&auml;sentiert. Zum einen, um das eigene Versagen nicht in Erinnerung zu rufen. Zum anderen, um das einmal etablierte Narrativ weiterhin nutzen zu k&ouml;nnen, wobei man getrost auf die Vergesslichkeit der Konsumenten spekulieren kann. So muss man in vielen deutschen Medien bis heute ertragen, dass der dubiose Giftgas-Angriff im syrischen Ghouta von 2013 (entgegen aller Indizien) ebenso eindeutig Assad zugeschrieben wird wie nun der j&uuml;ngste in Idlib. Dadurch wird nicht nur eine (mindestens) fragw&uuml;rdige Version gefestigt. Es wird au&szlig;erdem nicht thematisiert, was denn 2013 statt dessen passiert sein k&ouml;nnte: dass das NATO-Land T&uuml;rkei mutma&szlig;lich die Al-Qaida in Syrien mit Giftgas versorgte, um durch die Bilder vergaster Kinder eine Milit&auml;rinvasion gegen Assad zu rechtfertigen. Je monstr&ouml;ser diese Vorstellung erscheint, umso dringender w&auml;ren seri&ouml;se Recherchen durch Journalisten dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1047465.der-letzte-journalist.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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