{"id":37817,"date":"2017-04-13T08:40:29","date_gmt":"2017-04-13T06:40:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817"},"modified":"2017-04-13T12:34:43","modified_gmt":"2017-04-13T10:34:43","slug":"hinweise-des-tages-2855","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h01\">Osterm&auml;rsche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h02\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h03\">Trump nennt Nato &ldquo;nicht l&auml;nger obsolet&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h04\">Michael L&uuml;ders nach Talkshow-Aussagen in der Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h05\">Jean-Luc M&eacute;lenchon &ndash; das Geheimnis seines Erfolgs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h06\">Armuts- und Reichtumsbericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h07\">Gratiswerbung f&uuml;r die AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h08\">Dossier &ldquo;Wachsende Ungleichheit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h09\">Der Bund spart am Nahverkehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h10\">Der Bauer in der technologischen Tretm&uuml;hle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h11\">Europas fatale Abh&auml;ngigkeit von Microsoft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h12\">Die Welt braucht Abru&#776;stung &ndash; Mehr Ru&#776;stung kann weder aktuelle noch zuku&#776;nftige Probleme lo&#776;sen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h13\">Die Neuen H&auml;ndler des Todes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h14\">Saudi-Arabien: 200 Millionen US-Dollar t&auml;glich f&uuml;r den Krieg im Jemen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h15\">Der junge Karl Marx &ndash; Eine Inspiration im Kino<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h16\">Eine Leserzuschrift zu unserem gestrigen Hinweis #4 (Obama auf dem Kirchentag)<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Osterm&auml;rsche<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Osterm&auml;rsche 2017<\/strong><br>\nVom 14.-17. April 2017 finden zahlreiche Ostermarschaktionen statt<br>\nMit Demonstrationen, Kundgebungen, Fahrradtouren, Wanderungen und Friedensfesten wird auch in diesem Jahr die Friedensbewegung in den Ostermarschaktionen ihre Themen in die &Ouml;ffentlichkeit bringen. Die Osterm&auml;rsche finden traditionell in regionaler und lokaler Verantwortung statt.<br>\nDas Netzwerk Friedenskooperative stellt zu den Osterm&auml;rschen eine umfangreiche &Uuml;bersicht zu den Aktionen zur Verf&uuml;gung:<br>\n<a href=\"http:\/\/www.friedenskooperative.de\/termine\/ostermarsch\">Alle Termine der Osterm&auml;rsche 2017<\/a><br>\nIn unserem Kalender findet Ihr alle Termine der Osterm&auml;rsche und -aktionen. Bis Mitte April werden nach und nach alle uns bekannten Termine eingestellt. Sollte Euer Termin noch nicht dabei sein, k&ouml;nnt Ihr diesen auf unserer Website auch selber eintragen oder Ihr schreibt uns eine Mail mit allen wichtigen Angaben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.friedenskooperative.de\/ostermarsch-2017\">Friedenskooperative<\/a><\/li>\n<li><strong>Stell dir vor, es ist Krieg und keiner protestiert<\/strong><br>\nKurz vor den Osterm&auml;rschen gibt es genug Gr&uuml;nde f&uuml;r Friedensdemonstrationen &ndash; doch die Bewegung lahmt \/ LINKE: Viele haben aufgegeben<br>\nFrankfurt am Main. Der Krieg in Syrien, Aufr&uuml;stung an allen Orten und blutige Konflikte in der Welt: F&uuml;r die Friedensbewegung gibt es 2017 so viele Gr&uuml;nde wie lange nicht, auf die Stra&szlig;e zu gehen. &raquo;Der Stellvertreterkrieg in Syrien droht sich zu einem Weltkrieg zu entwickeln&laquo;, warnt Sevim Dagdelen, Sprecherin f&uuml;r Internationale Beziehungen der Linksfraktion im Bundestag. &raquo;Ich hoffe, dass nun mehr Menschen f&uuml;r den Frieden Position beziehen.&laquo; Dutzende Ostermarsch-Aktionen sind in diesem Jahr wieder geplant, mit Schwerpunkten an der Ruhr und in gro&szlig;en St&auml;dten wie Frankfurt am Main. Doch die Friedensbewegung schw&auml;chelt seit Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1047562.stell-dir-vor-es-ist-krieg-und-keiner-protestiert.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Drei Tage unterwegs: Die ersten Osterm&auml;rsche<\/strong><br>\n&ldquo;Es war ein ganz scheu&szlig;licher Tag, mit Schneematsch und K&auml;lte. Wir standen in  Braunschweig mit einer Gruppe von etwas mehr als 20 Leuten zwischen den Pfeilern der Kirche, der Pfarrer gab uns noch gute Worte auf den Weg und dann mussten wir hinaus. Ich w&auml;re damals gern dort stehen geblieben zwischen den Pfeilern. Dann sind wir drei Tage lang marschiert&rdquo;. So erinnerte sich der 2016 verstorbene Politikwissenschaftler Andreas Buro an den allerersten Ostermarsch in Deutschland im Jahr 1960. Aus Bremen, Hamburg, Braunschweig und Hannover brachen kleine Gruppen von Protestierenden auf. Ziel ihres Sternmarsches: der NATO-Truppen&uuml;bungsplatz Bergen-Hohne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/kultur\/geschichte\/chronologie\/Peace-Die-Anfaenge-der-Ostermarschbewegung,ostermarsch2.html\">NDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ehemalige Offiziere der US-Geheimdienste an Trump: &ldquo;Es gab keinen Angriff mit chemischen Waffen&rdquo;<\/strong><br>\nUngef&auml;hr zwei Dutzend ehemaliger Mitarbeiter von amerikanischen Geheimdiensten verfassen einen offenen Brief an Donald Trump. Darin bitten sie den Pr&auml;sidenten eindringlich, seine Anschuldigung zu &uuml;berdenken, die syrische Regierung Schuld sei verantwortlich f&uuml;r die Giftgasopfern in Idlib. Sie fordern Trump zudem auf, den gef&auml;hrlichen Konfrontations-Kurs gegen&uuml;ber Russland zu beenden. [&hellip;]<br>\n2.Unsere Kontakte bei der US-Armee in der Gegend haben uns gesagt, dass dies nicht der Fall war. Es gab keinen &ldquo;Angriff mit chemischen Waffen&rdquo; durch Syrien. Stattdessen bombardierte ein syrisches Flugzeug ein al-Qaida Munitionsdepot in Syrien. Dieses erwies sich voll mit sch&auml;dlichen Chemikalien. Ein starker Wind wehte diese chemisch beladene Wolke &uuml;ber ein nahes gelegenes Dorf. Viele Leute starben.<br>\n3.Dies best&auml;tigen die russische und die syrische Regierung, was wichtiger ist, als dass, was sie zu glauben scheinen.<br>\n4.Sollen wir noch hinzuf&uuml;gen, dass das Wei&szlig;e Haus unseren Gener&auml;len Vorgaben machte, was diese zu berichten haben?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/49078-ehemalige-offiziere-us-geheimdienste-trump\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Zu den &bdquo;Veteran Intelligence Professionals for Sanity&ldquo; geh&ouml;ren u.a. Ray McGovern, William Binney, Larry Johnson,Elizabeth Murray und Kirk Wiebe. Das Memorandum ist also durchaus ernst zu nehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Trump Withholds Syria-Sarin Evidence<\/strong><br>\nDespite President Trump&rsquo;s well-known trouble with the truth, his White House now says &ldquo;trust us&rdquo; on its Syrian-sarin charges while withholding the proof that it claims to have, reports Robert Parry.<br>\nAfter making the provocative and dangerous charge that Russia is covering up Syria&rsquo;s use of chemical weapons, the Trump administration withheld key evidence to support its core charge that a Syrian warplane dropped sarin on a northern Syrian town on April 4.<br>\nA four-page white paper, prepared by President Trump&rsquo;s National Security Council staff and released by the White House on Tuesday, claimed that U.S. intelligence has proof that the plane carrying the sarin gas left from the Syrian military airfield that Trump ordered hit by Tomahawk missiles on April 6.<br>\nThe paper asserted that &ldquo;we have signals intelligence and geospatial intelligence,&rdquo; but then added that &ldquo;we cannot publicly release all available intelligence on this attack due to the need to protect sources and methods.&rdquo;<br>\nI&rsquo;m told that the key evidence was satellite surveillance of the area, a body of material that U.S. intelligence analysts were reviewing late last week even after the Trump-ordered bombardment of 59 Tomahawk missiles that, according to Syrian media reports, killed seven or eight Syrian soldiers and nine civilians, including four children.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2017\/04\/12\/trump-withholds-syria-sarin-evidence\/\">Robert Parry auf Consortiumnews<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Trump nennt Nato &ldquo;nicht l&auml;nger obsolet&rdquo;<\/strong><br>\nBei einem Treffen mit Nato-Generalsekret&auml;r Stoltenberg hat US-Pr&auml;sident Trump seine Kritik revidiert, die Nato sei &uuml;berholt. Die Allianz sei ein &ldquo;Bollwerk&rdquo; des Friedens &ndash; zugleich ermahnte er die B&uuml;ndnispartner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-nach-treffen-mit-jens-stoltenberg-nato-nicht-laenger-obsolet-a-1143173.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein &bdquo;Bollwerk des Friedens&ldquo;? Oh jeh. Aber wie schnell sich die Welt doch &auml;ndern kann. Noch vor einer Woche war Trump f&uuml;r SPON und Co. der Irre, der Spinner und der Unzuverl&auml;ssige und nun ist er ein echter US-Pr&auml;sident von bestem Schrot und Korn: Er bombardiert fremde L&auml;nder ohne sich um das V&ouml;lkerrecht zu k&uuml;mmern, huldigt der Spannungspolitik des Kalten Krieges und l&auml;sst die Europ&auml;er &bdquo;mitspielen&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Michael L&uuml;ders nach Talkshow-Aussagen in der Kritik<\/strong><br>\nDer Blick in den Nahen Osten wird in der Politik-Berichterstattung regelm&auml;&szlig;ig und viel geworfen. Regelm&auml;&szlig;ig und viel sitzt zu diesem Thema auch der Nahost-Experte Michael L&uuml;ders auf den deutschen Talkshow-Sesseln. Nun ist der langj&auml;hrige Beobachter und Berichterstatter &uuml;ber den Nahen Osten in die Kritik geraten und bezieht im Deutschlandfunk Stellung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/diskussion-um-giftgas-anschlag-michael-lueders-nach.2907.de.html?dram:article_id=383697\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Im Laufe des Tages erscheint auch auf den NachDenkSeiten ein exklusives ausf&uuml;hrliches Interview mit Michael L&uuml;ders.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Jean-Luc M&eacute;lenchon &ndash; das Geheimnis seines Erfolgs<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlen haben einen neuen Star: Jean-Luc M&eacute;lenchon. Der alte Bekannte der franz&ouml;sischen Politik setzt dabei auf neue Methoden &ndash; und kommt gerade bei Jungen an. [&hellip;]<br>\nDas ist M&eacute;lenchons Erfolgsrezept:\n<ul>\n<li>Moderne Technik: M&eacute;lenchon fasziniert viele Zuschauer mit High Tech. Bei Kundgebungen zeigt er sich mit Hilfe eines Hologramms, einer 3D-Projektion, an mehreren Orten gleichzeitig. Ausgerechnet das 65-j&auml;hrige Urgestein unter den Kandidaten nutzt besonders innovative Wahlkampfmethoden.<\/li>\n<li>Moderner Stil: M&eacute;lenchon h&auml;lt seine Reden ohne Manuskript, locker l&auml;uft er &uuml;ber die B&uuml;hne und spricht seine Zuh&ouml;rer direkt an. Auch das kommt vor allem bei j&uuml;ngeren W&auml;hlern gut an. Bei Auftritten versammelt er Hunderttausende enthusiastische Anh&auml;nger, nach TV-Debatten &uuml;berzeugt der charismatische und humorvolle Redner die Zuschauer mehr als seine Rivalen.<\/li>\n<li>Moderne Medien: M&eacute;lenchon f&uuml;ttert ausgiebig die sozialen Netzwerke, seinen Blog und einen eigenen YouTube-Kanal, der 270&thinsp;000 Abonnenten z&auml;hlt. F&uuml;r seinen rabiaten Umgang ist er bei Journalisten ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigt, die er bisweilen als &bdquo;faschistische Spione&ldquo; bezeichnet. Wenn m&ouml;glich, umgeht er die klassischen Medien.<\/li>\n<li>Radikale Positionen: M&eacute;lenchon fordert eine radikale Umverteilung von Wohlstand, eine Besteuerung bis zu 100 Prozent und eine R&uuml;ckkehr zur Rente mit 60 auf Pump. Au&szlig;erdem will er einen Total-Umbau der Institutionen. Mit einer vom Volk abgesegneten neuen Verfassung verspricht M&eacute;lenchon, die &bdquo;Pr&auml;sidenten-Monarchie&ldquo; abzuschaffen und das Parlament zu st&auml;rken. Dank einer &bdquo;gr&uuml;nen Regel&ldquo; soll der Umweltschutz Vorrang bekommen. Au&szlig;erdem will M&eacute;lenchon die &bdquo;Rolle Frankreichs f&uuml;r den Frieden&ldquo; in der Verfassung festschreiben.<\/li>\n<li>Kritik an der EU und an Deutschland: M&eacute;lenchon, der f&uuml;r seine Partei im EU-Parlament sitzt, steht der Europ&auml;ischen Union skeptisch gegen&uuml;ber, er will aus den europ&auml;ischen Vertr&auml;gen ebenso aussteigen wie aus der Nato. Sein Hauptgegner ist aber das konservative Deutschland. In seinem Buch &bdquo;Bismarcks Hering &ndash; Deutsches Gift&ldquo; kritisierte er 2015 scharf das in seinen Augen &uuml;berm&auml;chtige, unsoziale Nachbarland. &bdquo;Maul halten, Frau Merkel!&ldquo;, twitterte er nach einer Ermahnung aus Berlin um mehr Reformbem&uuml;hungen.<\/li>\n<li>Kritik am &bdquo;System&ldquo;: M&eacute;lenchon sagt, er habe &bdquo;das franz&ouml;sische Volk selten derma&szlig;en orientierungslos gesehen&ldquo; &ndash; und meint den Wahlkampf, bei dem die traditionellen Volksparteien nur mit M&uuml;he mobilisieren. Es sieht darin eine Chance, mit Kritik am &bdquo;System&ldquo; und an den &bdquo;Eliten-Kaste&ldquo; zu punkten. Er verspricht einen echten Wandel, ja eine Revolution.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/Nachrichten\/Politik\/Deutschland-Welt\/Jean-Luc-Melenchon-das-Geheimnis-seines-Erfolgs\">Hannoversche Allgemeine<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man kann hier deutliche Parallelen zu Jeremy Corbyn und &ndash; nat&uuml;rlich ohne die EU-Thematik &ndash; auch mit Bernie Sanders feststellen.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Frankreich: Linker Kandidat M&eacute;lenchon auf der &Uuml;berholspur<\/strong><br>\nFrankreichs Pr&auml;sidentschaftswahlen galten als entschieden, zumindest f&uuml;r die Medien schien es sicher, dass die Franzosen den neoliberalen Macron und die neofaschistische Le Pen in die Stichwahl w&auml;hlen. Nach den letzten Umfragen scheint es, dass ein dritter Kandidat das Rennen um die Pr&auml;sidentschaft aufmischen k&ouml;nnte, die Rede ist von Jean-Luc M&eacute;lenchon, dem Kandidaten der franz&ouml;sischen Linken.<br>\nMelenchon, der vor wenigen Wochen noch bei 11 Prozent lag, hat in allen Umfragen der letzten Tage massiv hinzugewonnen. Schuld an seinen starken Werten ist die letzte TV-Debatte aller franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten, die M&eacute;lenchon f&uuml;r sich entscheiden konnte. Aus der Blitzumfrage, die nach der Debatte durchgef&uuml;hrt wurde, ging M&eacute;lenchon mit 25 Prozent klar als Sieger hervor und verwies Macron mit 21 Prozent auf Platz 2 und Le Pen auf die unteren R&auml;nge. Sein Sieg in der Debatte sorgte infolgedessen auch f&uuml;r einen Anstieg in anderen Umfragen, nach denen er inzwischen bei 19 Prozent und somit nur 4 Punkte hinter Macron und Le Pen liegt. Wenn es um den beliebtesten franz&ouml;sischen Politiker geht, dann liegt er sogar auf Platz 1, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. 38 Prozent der Franzosen k&uuml;rten ihn zu ihrem Lieblingspolitiker, Le Pen und Macron liegen bei nur 25 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/frankreich-linker-kandidat-melenchon-auf-der-ueberholspur\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Armuts- und Reichtumsbericht<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>So verharmlost die Bundesregierung die Kinderarmut<\/strong><br>\nNun steht endg&uuml;ltig fest, wie die schwarz-rote Bundesregierung die soziale Lage in Deutschland bewertet. Am Mittwoch hat das Kabinett den Armuts- und Reichtumsbericht beschlossen &ndash; ohne die umstrittenen Passagen zum Zusammenhang zwischen Einkommensreichtum und politischen Entscheidungen, die im vergangenen Dezember f&uuml;r Aufregung gesorgt hatten.<br>\nAuch ohne sie ist der Bericht durchaus ausf&uuml;hrlich: Rund 650 Seiten umfasst allein der eigentliche Hauptteil, gef&uuml;llt mit teils bereits bekannten, teils eigens erhobenen Daten und Studienergebnissen. Vorangestellt ist eine 44 Seiten lange Kurzfassung. Hier finden sich die wichtigsten Befunde verdichtet, jeweils erg&auml;nzt um die Abs&auml;tze &ldquo;Was bereits getan wird&rdquo; und &ldquo;Was noch zu tun ist&rdquo;. In dem Bericht werde nichts verschwiegen oder gek&uuml;rzt, sagte Sozialministerin Andrea Nahles (SPD).<br>\nTrotz diesem Anspruch und der F&uuml;lle des Textes werfen Experten dem Bericht der Bundesregierung Leerstellen und Besch&ouml;nigung vor &ndash; zumindest, was die Kinderarmut betreffe. Christoph Butterwegge spricht von einer &ldquo;Verharmlosung der Finanzn&ouml;te vieler Familien&rdquo;. Der Armutsforscher steht der Linken nahe und trat vor Kurzem als deren Bundespr&auml;sidentschaftskandidat an. Dass er die soziale Lage grunds&auml;tzlich anders einsch&auml;tzt als die Bundesregierung, ist also erst einmal keine &Uuml;berraschung.<br>\nGesundheit, Wohnen, Bildung &ndash; arme Kinder sind deutlich benachteiligt<br>\nDoch auch Butterwegge lobt durchaus, dass sich der Bericht der schwarz-roten Koalition ausf&uuml;hrlich und umfassend mit Kinderarmut befasst. Tats&auml;chlich ist vieles in dem Bericht stimmig und greift den aktuellen Stand der Armutsforschung auf: Auf 75 Seiten wird die existierende Kinderarmut nicht allein am fehlenden Geld, sondern an verschiedenen Dimensionen durchdekliniert, in denen sie den Alltag pr&auml;gen &ndash; Besitz, Gesundheit, Wohnen, Gewalterfahrung, vor allem auch Bildung.<br>\nDie zahlreichen Befunde im Bericht sind eindeutig: Arme Kinder haben nicht nur weniger Geld &ndash; sie\n<ul>\n<li>weisen auch deutlich h&auml;ufiger psychische Auff&auml;lligkeiten auf,<\/li>\n<li>sind deutlich h&auml;ufiger &uuml;bergewichtig oder gar fettleibig, [&hellip;]<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/kinderarmut-im-regierungsbericht-das-verharmloste-problem-a-1141672.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.: Ehre, wem Ehre geb&uuml;hrt:<\/strong> in SPIEGEL-Sprache eine &ldquo;Abrechnung&rdquo;, und zwar wohlfundiert und mit Zahlen und Fakten unterlegt. Danke f&uuml;r die klaren Worte. Da&szlig; gleich der erste Kommentar die Lage noch st&auml;rker leugnet als die Bundesregierung (&ldquo;Kinderarmut gibt es in Deutschland nicht. Weder m&uuml;ssen Kinder hungern, noch sind Kinder obdachlos. Die &auml;rztliche Versorgung der Kinder ist gesichert, der Schulbesuch auch. Und die meisten Kinder haben sogar ein internetf&auml;higes Handy.&rdquo;, http:\/\/www.spiegel.de\/forum\/wirtschaft\/armuts-und-reichtumsbericht-so-verharmlost-die-bundesregierung-die-kinderarmut-thread-590339-1.html#postbit_53956939 ), ist peinlich, aber zum Gl&uuml;ck die Ausnahme.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zensiert und gesch&ouml;nt<\/strong><br>\nKurz vor knapp hat die gro&szlig;e Koalition ihren Armutsbericht fertig. Doch viel ist vom Ursprungsentwurf nicht &uuml;brig. Das Werk ist an entscheidender Stelle entsch&auml;rft.<br>\nJede Regierung soll zur Mitte der Wahlperiode einen Armuts- und Reichtumsbericht vorlegen. So hat es 2001 der Bundestag beschlossen. Wie ihre schwarz-gelbe Vorg&auml;ngerregierung lie&szlig; sich die seit Dezember 2013 regierende gro&szlig;e Koalition damit aber sehr viel Zeit. Mit einer Rekordversp&auml;tung von anderthalb Jahren billigt das Bundeskabinett heute endlich das Dokument &uuml;ber die Lebenslagen in Deutschland.<br>\nWas sich ebenfalls glich: Wieder wurden schon vor der endg&uuml;ltigen Ressortabstimmung zentrale Aussagen im ersten Entwurf des Berichts gestrichen, den das Arbeits- und Sozialministerium hatte erarbeiten lassen. Schon unter Schwarz-Gelb waren im Sp&auml;tsommer 2012 nach einer Intervention des FDP-Wirtschaftsministers und Vizekanzlers Philipp R&ouml;sler mehrere Passagen des Ursprungsentwurfs getilgt oder abgeschw&auml;cht worden: Sie betrafen den ausufernden Niedriglohnsektor, die zunehmende Lohnspreizung und die extreme Schieflage der Verteilung des Privatverm&ouml;gens. Das trug der Bundesregierung den Vorwurf ein, intern Zensur ausge&uuml;bt und den Bericht gesch&ouml;nt zu haben.<br>\nDoch diesmal waren die Eingriffe noch gravierender. Auf Initiative des Bundeskanzleramts wurden im Ursprungsentwurf des von der Sozialdemokratin Andrea Nahles gef&uuml;hrten Arbeits- und Sozialministeriums gleich mehrere Kernpunkte herausgenommen:\n<ul>\n<li>Es entfielen die theoretischen &Uuml;berlegungen zum Verh&auml;ltnis von Armut, Reichtum und (repr&auml;sentativer) Demokratie.<\/li>\n<li>Ebenfalls gestrichen wurde das Unterkapitel &ldquo;Einfluss von Interessensvertretungen und Lobbyarbeit&rdquo;.<\/li>\n<li>Erheblich k&uuml;rzer fiel die Darstellung des Ergebnisses einer Untersuchung aus, wonach die Wahrscheinlichkeit f&uuml;r eine Politik&auml;nderung wesentlich h&ouml;her ist, wenn diese von vielen Befragten mit h&ouml;herem Einkommen unterst&uuml;tzt wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-04\/armutsbericht-grosse-koalition-schoenung-kritik?google_editors_picks=true\">Christoph Butterwegge in der ZEIT<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gratiswerbung f&uuml;r die AfD<\/strong><br>\nMit seiner kontraproduktiven Austerit&auml;tspolitik verspielt Wolfgang Sch&auml;uble international seinen Ruf. In Deutschland st&auml;rkt er die euroskeptische AfD.<br>\nEs ist erstaunlich: Die Union macht den gleichen Fehler zweimal. Wieder st&auml;rkt sie kurz vor einer Bundestagswahl die AfD &ndash; indem sie die Eurokrise katastrophal managt. Statt diplomatisch hinter den Kulissen zu agieren, wird jeder Konflikt mit den Euro-Krisenl&auml;ndern lustvoll inszeniert. Vor allem Griechenland wird permanent geg&auml;ngelt.<br>\nBei den W&auml;hlern muss sich der Eindruck aufdr&auml;ngen, dass der Euro nicht funktioniert, was Gratiswerbung f&uuml;r die AfD ist. Sie hat einst als Anti-Euro-Partei begonnen, und seitdem die &bdquo;Fl&uuml;chtlingskrise&ldquo; eher undramatisch wirkt, kommt das alte Thema sehr gelegen.<br>\nBesonders sch&ouml;n f&uuml;r die AfD: Das Thema Eurokrise wird garantiert nicht verschwinden, denn Finanzminister Sch&auml;uble hat sich in eine Falle man&ouml;vriert. Er m&ouml;chte unbedingt, dass sich der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) an den Rettungsprogrammen f&uuml;r Griechenland beteiligt. Gleichzeitig will er aber einen Schuldenschnitt vermeiden, den der IWF schon seit Jahren fordert. Denn f&uuml;r alle Experten ist offensichtlich, dass Griechenland seine Kredite nicht zur&uuml;ckzahlen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Schaeuble-und-Griechenland\/!5396078\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Dossier &ldquo;Wachsende Ungleichheit&rdquo;<\/strong><br>\nEine der wichtigsten Debatten sollte sich um die Fragen drehen: Warum w&auml;chst trotz Wachstum die Schere zwischen Arm und Reich? Warum steigt die Zahl von Kindern, die in Armut aufwachsen, von Senioren, die von Altersarmut bedroht sind, obwohl Deutschland so reich ist?<br>\nMit dem Dossier &ldquo;Wachsende Ungleichheit&rdquo; m&ouml;chte ich Fakten auff&uuml;hren, Anst&ouml;&szlig;e geben und mithelfen, das Thema der sozialen Gleich- bzw. Ungleichheit in Deutschland endlich ins Zentrum der politischen Auseinandersetzung zu bef&ouml;rdern.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.marco-buelow.de\/neuigkeiten\/meldung\/artikel\/2017\/maerz\/dossier-wachsende-ungleichheit.html\">Marco B&uuml;low, MdB\/SPD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.marco-buelow.de\/fileadmin\/marco-buelow.de\/PDFs\/4_Arbeit_Wirtschaft\/Marco_Bu__low_-_DOSSIER_Wachsende_Ungleichheit_Feb_2017.pdf\">Wachsende Ungleichheit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Bund spart am Nahverkehr<\/strong><br>\nBerlin hatte zus&auml;tzliche Millionen f&uuml;r Bus und Bahn in Aussicht gestellt &ndash; daraus wird nun doch nichts. Im Gegenteil, trotz zus&auml;tzlicher Nutzer sollen die Mittel in den kommenden Jahren gedeckelt werden.<br>\nDas Statistische Bundesamt vermeldete gerade einen neuen Rekord: Fast 11,4 Milliarden Menschen stiegen vergangenes Jahr in &ouml;ffentliche Verkehrsmittel &ndash; so viele wie nie zuvor. Und es k&ouml;nnten noch mehr werden. Fast die H&auml;lfte der Autofahrer, die mit dem Wagen zur Arbeit kommen, kann sich einer aktuellen Studie des Umweltministeriums zufolge vorstellen, auf Busse und Bahnen umzusteigen. In den St&auml;dten l&ouml;st das derzeit allerdings mehr Sorgen als Freude aus. Denn beim Zuzug der Bev&ouml;lkerung h&auml;lt die Infrastruktur vielerorts nicht mit. Dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) zufolge br&auml;uchten Kommunen etwa vier Milliarden Euro mehr, um ihre Nahverkehrssysteme etwa mit zus&auml;tzlichen Linien wieder flott zu bekommen. Die Bundesregierung gestand gravierende Probleme ein und k&uuml;ndigte schon vor Monaten an, Abhilfe zu schaffen. In Zukunft solle mehr Geld aus Berlin in den Nahverkehr flie&szlig;en. Doch eine erhoffte Finanzspritze bleibt aus. F&uuml;r Frust bei Stadtplanern und Verkehrsexperten sorgt derzeit ein regelrechtes Wortunget&uuml;m: Das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Noch im November hatte der zust&auml;ndige Staatssekret&auml;r im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann, unter Verweis auf die steigenden Nutzerzahlen im Nahverkehr auch h&ouml;here GVFG-Zahlungen in Aussicht gestellt. Der Betrag von derzeit etwa 330 Millionen Euro, den der Bund j&auml;hrlich f&uuml;r Gro&szlig;projekte im Rahmen des GVFG zur Verf&uuml;gung stellt, solle aufgestockt werden. Inoffiziell war die Rede von 70 Millionen Euro mehr. Keine Riesensumme und trotzdem eine fast historische Z&auml;sur in der deutschen Verkehrspolitik: Denn seit 1997 hat der Bund diese Zahlungen f&uuml;r den Nahverkehr nicht erh&ouml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/zuschuesse-der-bund-spart-am-nahverkehr-1.3462411\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> Skandal&ouml;s &ndash; viele Gro&szlig;st&auml;dte stehen vor dem Autokollaps, der Bund gibt Milliarden und Abermilliarden f&uuml;r Autobahnen. &Ouml;konomisch, &ouml;kologisch, gesundheitlich etc. sinnvolle Alternativen zum mobilen Individualverkehr werden kaputtgespart. Insofern es auch viele Menschen gibt, die sich gar kein Auto leisten k&ouml;nnen, ist dies auch ein massives Gerechtigkeitsproblem.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Bauer in der technologischen Tretm&uuml;hle<\/strong><br>\nOhne Bauern keine Landwirtschaft &ndash; doch die Landwirte befinden sich in der Krise: Der technologische Fortschritt erh&ouml;ht das Pensum, senkt aber die Ums&auml;tze. Das stellt insbesondere kleine Betriebe vor die Existenzfrage.<br>\nIn derLandwirtschaft vollzieht sich ein rasanter Strukturwandel. Acker und Stall werden nach und nach zum Hightech-Sektor. Die Bauern jedoch stecken in der &ldquo;technologischen Tretm&uuml;hle&rdquo;. Produktivit&auml;tsfortschritte f&uuml;hren zu mehr Produktion, mehr Produktion f&uuml;hrt zu sinkenden Preisen, von denen die Verbraucher profitieren. Die Landwirte aber verdienen unterm Strich weniger. Und k&ouml;nnen ihre Einnahmeverluste nur durch eine Steigerung der Produktion ausgleichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/landwirtschaft-in-der-krise-der-bauer-in-der.976.de.html?dram:article_id=383606\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Europas fatale Abh&auml;ngigkeit von Microsoft<\/strong><br>\nAlle europ&auml;ischen Staaten nutzen Software von Microsoft f&uuml;r ihre Verwaltungen &ndash; und geraten immer tiefer in die Abh&auml;ngigkeit des US-Konzerns. Warum das technisch und politisch h&ouml;chst riskant ist.<br>\nWenn der M&uuml;nchner Stadtrat tagt, dann interessiert das meist kaum jemanden jenseits der Stadtgrenze. Aber an diesem Tag im Februar ist alles anders. Die Presse- und Zuschauerb&auml;nke im gro&szlig;en Saal des pr&auml;chtigen neogotischen Rathauses sind bis auf den letzten Platz besetzt. Wer keinen Platz findet, steht in den G&auml;ngen. Abgeordnete berichten von E-Mails und Medienanfragen aus ganz Deutschland und dem europ&auml;ischen Ausland.<br>\nDer Anlass ist scheinbar rein technisch. Zehn Jahre lang haben Fachleute daran gearbeitet, das EDV-System der Stadt auf freie und offene Software umzustellen. Die teuren Programme des US-Konzerns Microsoft kommen nur noch f&uuml;r Ausnahmen zum Einsatz. Das hat nicht nur einen zweistelligen Millionenbetrag an Lizenzkosten gespart, sondern das System auch sicherer gemacht &ndash; &bdquo;ein gro&szlig;er Erfolg&ldquo;, wie die Stadtregierung 2014 bekannte. Doch nun wollen Oberb&uuml;rgermeister Dieter Reiter und seine gro&szlig;e Koalition aus SPD und CSU mit allen 24 000 B&uuml;rorechnern der Stadt zur&uuml;ck zu Microsoft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/it-in-der-oeffentlichen-verwaltung-europas-fatale-abhaengigkeit-von-microsoft\/19628246.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Welt braucht Abru&#776;stung &ndash; Mehr Ru&#776;stung kann weder aktuelle noch zuku&#776;nftige Probleme lo&#776;sen!<\/strong><br>\nErkla&#776;rung des Willy-Brandt-Kreises zur aktuellen Diskussion um Aufru&#776;stung in der NATO<br>\nAuf der Mu&#776;nchner Sicherheitskonferenz wurde im Februar 2017 wiederholt die Notwendigkeit unterstrichen, dass jedes NATO-Mitglied 2 Prozent der Wirtschaftsleistung fu&#776;r Ru&#776;stung und Milita&#776;r ausgeben sollte. Fu&#776;r Deutschland ka&#776;me dies fast einer Verdopplung des Verteidigungs- etats gleich.<br>\nWir halten dieses von der Trump-Administration ultimativ geforderte Ziel fu&#776;r falsch. Neu auf- gelegt wurde dieses Ziel auf dem NATO-Gipfel von Wales 2014 unter dem Eindruck der Uk- raine-Krise und begru&#776;ndet als Reaktion auf und Schutz vor Russland. Als Antwort auf Russland ist eine au&szlig;erordentliche Erho&#776;hung der westlichen Ru&#776;stungsanstrengungen jedoch schwer nachvollziehbar, sieht man sich die aktuellen Zahlen der Ru&#776;stungsetats an. Laut SIPRI 2016 gaben die USA 2015 etwa das 10-fache fu&#776;r Milita&#776;r aus als Russland &ndash; und das seit Jahren. Die Verteidigungsetats der drei wichtigsten europa&#776;ischen NATO-Partner sind allein mehr als dop- pelt so hoch wie der Russlands.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.willy-brandt-kreis.de\/pdf_17\/170327-Erklaerung-des-WBK.pdf\">Willy-Brandt-Kreis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lekt&uuml;re empfehlenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Neuen H&auml;ndler des Todes<\/strong><br>\nDie wenig erz&auml;hlte Geschichte von privaten S&ouml;ldnerfirmen ist eine Geschichte &uuml;ber alles durchdringende Korruption, &uuml;ber die Ausnutzung des selbstgeschaffenen Chaos eines unendlichen &bdquo;Kriegs gegen den Terror.&ldquo; Sie handelt von Kriegsverbrechen und der schrittweisen Aush&ouml;hlung der Demokratie. Soziale Bewegungen sollten private S&ouml;ldnerfirmen daher ins Zentrum ihrer breiteren Kritik am autorit&auml;ren Neoliberalismus und der permanenten amerikanischen Kriegs&ouml;konomie stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/die-neuen-haendler-des-todes\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Saudi-Arabien: 200 Millionen US-Dollar t&auml;glich f&uuml;r den Krieg im Jemen<\/strong><br>\nDas WFP br&auml;uchte etwa das F&uuml;nffache f&uuml;r den Rest des Jahres gegen die Hungersnot. Die Spendenbereitschaft der kriegf&uuml;hrenden L&auml;nder ist gering<br>\n&Uuml;ber die genauen Kosten der 59 Tomahawk-Marschflugk&ouml;rper, die am 6. April auf den syrischen Milit&auml;rflughafen abgefeuert wurden, gibt es unterschiedliche Angaben. Manche beziffern die Kosten auf 1 Million Dollar pro Rakete. Im Budget der Navy schlagen die neuesten Versionen mit 1,5 Millionen US-Dollar zu Buche.<br>\nNimmt man den niedrigeren Preis, obwohl die &auml;lteren Raketen wahrscheinlich durch neuere Modelle ersetzt werden, so kommt man bei einer konservativen Sch&auml;tzung auf materielle Gesamtkosten des Luftangriffs von etwa 60 Millionen Dollar.<br>\nDas liegt rund 7 Millionen Dollar unter der Jemen-Hilfe, wie sie das &ldquo;Geber-Profil USA&rdquo; des Weltern&auml;hrungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) f&uuml;r das Jahr 2017 ausweist. Die Supermacht stellt demnach in diesem Jahr 66.865.626 Dollar f&uuml;r &ldquo;sofortige, umfassende und nachhaltige Hungerhilfe&rdquo; im Jemen zur Verf&uuml;gung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Saudi-Arabien-200-Millionen-US-Dollar-taeglich-fuer-den-Krieg-im-Jemen-3684940.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der junge Karl Marx &ndash; Eine Inspiration im Kino<\/strong><br>\nRegisseur Raoul Peck hat sich an das Portrait eines Mannes gewagt, dessen Ideen die Welt ver&auml;ndert haben,die Rede ist von Karl Marx. Marx hat mit dem &bdquo;Kommunistischen Manifest&ldquo; und dem &bdquo;Kapital&ldquo; der Welt B&uuml;cher hinterlassen, die bis heute hunderte Millionen inspirieren und den Weg in eine Zukunft zeigen ohne Armut und Ausbeutung.<br>\nEin junger Mann, der sich nicht nur mit den staatlichen (preu&szlig;ischen) Autorit&auml;ten anlegt, sondern auch mit den bewunderten Lichtgestalten der jungen Arbeiterbewegung wie Proudhon oder auch seinen vorsichtigen Journalisten-Kollegen bei der &bdquo;Rheinischen Zeitung&ldquo;. Der Film besch&auml;ftigt sich mit dem jungen Karl Marx (August Diehl) in den Jahren vor der Revolution von 1848, einem feurigen Revolution&auml;r und damals schon genialen Denker.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/kultur\/der-junge-karl-marx-eine-inspiration-im-kino\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Geschichte eines Trios, das die Welt ver&auml;nderte &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Raoul Peck<\/strong><br>\nEs hat lange gedauert, aber endlich ist es da: Das Interview mit Raoul Peck, Regisseur und Produzenten von &bdquo;Der junge Karl Marx&bdquo;. Wir haben ihm wichtige Fragen gestellt: Sind Marx Analysen heute noch aktuell? Gibt es Klassen? Und wie kommt es, dass Jenny Marx im Film so prominent vertreten ist?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/kultur\/40650\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Eine Leserzuschrift zu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37805#h04\">unseren gestrigen Hinweis #4 (Obama auf dem Kirchentag)<\/a><\/strong><br>\ndazu schreibt uns unser Leser Thomas Konradt: In den Hinweisen des Tages heute unterstellen Sie der evangelischen Kirche in Ihrer Kommentierung des Berichts &uuml;ber den Auftritt des ehemaligen Pr&auml;sidenten der USA Barack Obama beim Kirchentag im Mai, ein im Rahmen des &uuml;blichen liegendes Honorar von 250.000 $ zu zahlen und fordern Kirchenmitglieder wegen einer solchen Verwendung von Kirchensteuergeldern zum Austritt auf.<br>\nNach der Berichterstattung meiner lokalen Tageszeitung, dem K&ouml;lner Stadtanzeiger, aber tritt Barack Obama ohne Gage auf. Haben Sie, lieber Herr Berger, hier wirklich sauber recherchiert oder instinktiv aus der H&uuml;fte geschossen?<br>\nIm &Uuml;brigen halte ich &ndash; wie der von Ihnen zitierte Leser &ndash; die Einladung von Obama in der Tat f&uuml;r skandal&ouml;s.<br>\nEs &auml;rgert mich, dass Amtstr&auml;ger der Kirche wie Herr Bedford-Strohm durch ihr Reden und Tun immer wieder Beleg daf&uuml;r sind, dass die Kirche als Institution Staatskirche ist, die der Stabilisierung bestehender politischer Verh&auml;ltnisse dient und sich den politisch M&auml;chtigen andient.<br>\nIm vorliegenden Fall kommt erschwerend hinzu, dass hier wenige Tage nach bedeutenden Landtagswahlen und unmittelbar vor Beginn der hei&szlig;en Phase des Bundestagswahlkampfes der Kirchentag der Bundeskanzlerin ein bedeutendes und weit beachtetes Forum bietet. Das angek&uuml;ndigte Thema des Spannungsverh&auml;ltnisses zwischen aus dem christlichen Glauben geborenen Idealen einerseits und den Notwendigkeiten der Realpolitik andererseits, l&auml;sst zudem ein Reinwaschen f&uuml;r die &ldquo;Realpolitik&rdquo; der Bundeskanzlerin erahnen wie wir es ja bereits im Zusammenhang mit dem T&uuml;rkei-Deal durch die Parteinahme f&uuml;r Frau Merkel durch Herrn Bedford-Strohm erleben mussten. Und ein solches &lsquo;Sich gemein machen&rsquo; mit den M&auml;chtigen durch einen Kirchenmann ist f&uuml;r mich in der Tat ein Skandal.<br>\nEs ist mir aber auch wichtig zu betonen, dass die evangelische &ndash; wie auch nat&uuml;rlich die katholische &ndash; Kirche in ihren Gemeinden und Institutionen Herausragendes im diakonischen und seelsorgerlichen Bereich leisten und wichtige Beitr&auml;ge liefern, was das Wirken des Menschen individuell und in Gemeinschaft in und f&uuml;r die Welt (Polis) ausmacht.<br>\nOhne dieses Engagement von Menschen in der Kirche w&auml;re unsere Gesellschaft um einiges &auml;rmer und k&auml;lter. Und deswegen werde ich, lieber Herr Berger, Ihrer Aufforderung, aus der Kirche auszutreten auch nicht Folge leisten. Stattdessen werde ich mich verst&auml;rkt damit besch&auml;ftigen, was ich pers&ouml;nlich tun kann, um den Bedford-Strohms in der Kirche nicht das Feld zu &uuml;berlassen.\n<p>Es gr&uuml;&szlig;t Sie herzlich,<br>\nThomas Konradt<\/p>\n<p>PS: Sollte Obama tats&auml;chlich wie vom K&ouml;lner Stadtanzeiger berichtet ohne Gage auftreten, w&auml;re die Frage nach seinem Motiv f&uuml;r den Auftritt doch sicher eine eigene Recherche wert, oder ?<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Herr Konradt hat nat&uuml;rlich Recht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-37817","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37817","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37817"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37817\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37830,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37817\/revisions\/37830"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37817"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37817"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37817"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}