{"id":37859,"date":"2017-04-18T08:26:37","date_gmt":"2017-04-18T06:26:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859"},"modified":"2017-04-18T08:31:47","modified_gmt":"2017-04-18T06:31:47","slug":"hinweise-des-tages-2856","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h01\">Redebeitrag von Norman Paech f&uuml;r den Ostermarsch Hamburg am 17. April 2017<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h02\">Michael L&uuml;ders am Pranger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h03\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h04\">Ein offener Brief an Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h05\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h06\">Autoritarismus und wirtschaftlicher Niedergang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h07\">Steuervermeidung ist ein Volkssport<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h08\">Griechenland: So trickst der IWF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h09\">Welthandel: Der Ton wird rauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h10\">Wohnen nur f&uuml;r Reiche?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h11\">Du wei&szlig;t, dass du wenig haben wirst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h12\">Deutsche f&uuml;rchten Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h13\">Leuchtturm oder Fehlschlag?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h14\">Investoren-Klagen gegen Kolumbien und der Friedensprozess<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h15\">&bdquo;Fachkr&auml;ftemangel ist ein Kassenschlager&ldquo; &ndash; Martin Gaedt im Interview<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h16\">Neue Shadow Brokers Dokumente: NSA spioniert Banken aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h17\">Reisst euch am Riemen, statt zu jammern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37859#h18\">&bdquo;Zuweilen bedenkt Sch&auml;uble nicht die Folgen seiner Aussagen&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Redebeitrag von Norman Paech f&uuml;r den Ostermarsch Hamburg am 17. April 2017<\/strong><br>\nIch gr&uuml;&szlig;e alle Friedensfreundinnen und Friedensfreunde zum Ostermarsch in Hamburg,<br>\nwir leben in grausigen Zeiten. Die Welt wird von Psychopathen und Kriminellen regiert. Sie schlagen um sich, ob gegen fremde V&ouml;lker oder gegen die eigene Bev&ouml;lkerung. Sie k&uuml;mmern sich weder um Moral noch Recht. Sie pochen auf Werte,  die sie permanent mit ihrem Milit&auml;r vernichten &ndash; und sie bekommen auch noch Beifall, wie US-Pr&auml;sident Trump f&uuml;r seinen sinnlosen Raketen- und Bombenkrieg, oder man duldet die Kriege Erdogans gegen die Kurden und Netanjahus gegen die Pal&auml;stinenser.<br>\nLassen wir uns nicht t&auml;uschen. Trumps Raketenangriff auf Luftwaffenst&uuml;tzpunkt Shayrat nahe der Stadt Homs war v&ouml;lkerrechtswidrig, ein Kriegsverbrechen, wer immer auch Sarin in Khan Sheikhoun in der Provinz Idlib eingesetzt hat. Der Angriff zielte auch gar nicht gegen diese Verbrecher, er zielte auf Russland. Die Botschaft lautet: Syrien ist unsere Beute, die lassen wir uns nicht entrei&szlig;en. Wir werden es nicht dulden, dass Russland mit Iran unsere Interessen st&ouml;ren und uns in die Quere kommen. Wir sind zu allem bereit, keine Macht und kein V&ouml;lkerrecht werden uns aufhalten, unsere Vorstellung von der Ordnung dieser Welt durchzusetzen.<br>\nErinnern wir uns der Resolution Nr. 758, die der US-Kongress im Dezember 2014 mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit verabschiedet hat und die immer noch g&uuml;ltig ist. Sie kommt  einer Kriegserkl&auml;rung gegen Russland nahe. Sie ruft dazu auf, Russland zu isolieren und das US-Milit&auml;r umfassend fu&#776;r eine milit&auml;rische Konfrontation zu ru&#776;sten &ndash; eine milit&auml;rische Konfrontation in Europa, die zu einer atomaren Katastrophe fu&#776;hren kann.<br>\nDies ist die alte Politik der Konfrontation, die George F. Kennan schon 1997 in der New York Times als &bdquo;den schicksalhaftesten Irrtum der amerikanischen Politik in der ganzen Nach-Kalte-Kriegs &Auml;ra&ldquo; beschrieb. Drei Jahre zuvor hatte sich US-Pr&auml;sident Bill Clinton f&uuml;r eine &bdquo;stetige, bewusste und offene&ldquo; Ausdehnung der NATO nach Osten ausgesprochen und damit das Versprechen zur&uuml;ckgenommen, das Au&szlig;enminister James Baker im Februar 1990 dem damaligen Pr&auml;sidenten Gorbatschow gegeben hatte, keine Ausweitung nach Osten zu unternehmen. Erinnern wir uns genau: 1999 bombardierte die NATO Ex-Jugoslawien, traten Polen, Ungarn und die Tschechische Republik der NATO bei. 2004 folgten Estland, Lettland, Litauen, Slowenien, Slowakei, Bulgarien und Rum&auml;nien. Albanien und Kroatien kamen 2009 hinzu, Kosovo wurde 2008 endg&uuml;ltig von Serbien getrennt. Dann standen Georgien und Ukraine zur Aufnahme an. Putin hat beide Staaten als rote Linien bezeichnet, die nicht &uuml;berschritten werden d&uuml;rften. Den Zugriff auf die Ukraine hat er mit die Aufnahme der Krim in die Russische F&ouml;deration gekontert. Aber die Frage bleibt: bis wohin wollen die USA die Isolation noch weiter treiben? J&uuml;ngst hat der US-Kongress Mazedonien zur Aufnahme in die NATO vorgeschlagen. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.friedenskooperative.de\/ostermarsch-2017\/reden\/norman-paech-hamburg\">Netzwerk Friedenskooperative<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Michael L&uuml;ders am Pranger<\/strong><br>\nIn den vergangenen Tagen habe ich mir immer mal wieder den Amazon-Verkaufsrang von Michael L&uuml;ders&lsquo; aktuellem Buch &bdquo;Die den Sturm ernten&ldquo; angeschaut. Im Moment (17. April, 9 Uhr) steht es unter den Top Ten. Auch L&uuml;ders&lsquo; Vorg&auml;ngerbuch &bdquo;Wer den Wind s&auml;t&ldquo; (inzwischen in der 23. Auflage!) rangiert nur unwesentlich schlechter.<br>\nEine gute Nachricht, oder? Die Versuche der &bdquo;Anne Will&ldquo;-Sendung, den Autor Michael L&uuml;ders zu diskreditieren, haben offenbar nicht gefruchtet. Im Gegenteil.<br>\nVor dem Hintergrund dieses enorm breiten Publikumserfolges macht sich der Deutschlandfunk (DLF) geradezu l&auml;cherlich, wenn er behauptet, L&uuml;ders werde insbesondere &bdquo;in den sozialen Netzwerken gefeiert&ldquo; &ndash; und zwar &bdquo;vor allem von denen, die die so genannten &sbquo;Systemmedien&lsquo; ablehnen und glauben, dass der Westen sich gegen Putin und Assad verschworen hat&ldquo;.<br>\nObendrein, so der DLF, werde L&uuml;ders von &bdquo;der Community der Nahost-Experten&ldquo; schon seit l&auml;ngerem kritisch be&auml;ugt.<br>\nDer DLF bietet gleich zwei Kronzeugen der &bdquo;Community&ldquo; auf: Zum einen Sylke Tempel von der regierungsnahen und au&szlig;enamtsfinanzierten &bdquo;Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik&ldquo;, zum anderen &ndash; man glaubt es nicht &ndash; einen Nachrichtenredakteur des eigenen Hauses, also des DLF. Der Nachrichtenredakteur hei&szlig; Thorsten G. Schneiders, hat Islamwissenschaft studiert und durch einen besonders fachkundigen Beitrag von sich Reden gemacht: Auf Twitter verglich er Michael L&uuml;ders mit Erich von D&auml;niken [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/augenaufunddurch.net\/2017\/04\/17\/keine-argumente-nur-miese-tricks\/#more-1775\">Augen auf! Und durch<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Quittung f&uuml;r eine Politik des Regime-Change<\/strong><br>\nEine erhebliche Mitschuld des Westens am Syrien-Krieg beklagt der Nahost-Experte Michael L&uuml;ders in seinem neuen Buch &ldquo;Die den Sturm ernten&rdquo;. Er fordert einen Politikwechsel, der den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts eher entspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/neues-syrien-buch-des-nahost-experten-michael-lueders-die.1270.de.html?dram:article_id=383879\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkel, der Krieg und das V&ouml;lkerrecht<\/strong><br>\nAls Angela Merkel von den Journalisten des Youtube-Kanals Jung &amp; Naiv auf der Bundespressekonferenz gefragt wurde, ob sie es mittlerweile bedauere, den Irakkrieg von George W. Bush unterst&uuml;tzt zu haben, log sie schamlos: &bdquo;Ich unterst&uuml;tze nie einen Krieg, ich habe auch den Irakkrieg nicht unterst&uuml;tzt.&ldquo; Mittlerweile beteiligt sie die Bundeswehr am v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg in Syrien und unterst&uuml;tzt den<br>\nv&ouml;lkerrechtswidrigen Milit&auml;rschlag Trumps, der einen angeblichen Einsatz von Chemiewaffen durch Assad bestrafen sollte &ndash; bis heute gibt es keine gesicherte Information dar&uuml;ber, wer diesen Giftgasanschlag zu verantworten hat. Selbstverst&auml;ndlich unterst&uuml;tzte Merkels Regierung auch die Propagandal&uuml;ge der US-Regierung, nach der Assad als Verursacher dieses Kriegsverbrechens zweifelsfrei feststehe.<br>\nDer Zyniker Churchill sagte einst: &bdquo;Im Krieg ist die Wahrheit so<br>\nkostbar, dass sie stets von einer Leibgarde von L&uuml;gen umstellt sein muss.&ldquo;<br>\nDer Krieg wird immer mehr zum Mittel der Politik. Die L&uuml;ge dient immer mehr zur Rechtfertigung von Kriegsverbrechen. Und das V&ouml;lkerrecht wird durch das Recht das St&auml;rken ersetzt.<br>\nMerkel ist schon deshalb als Bundeskanzlerin untragbar, weil sie als treue Vasallin der USA v&ouml;lkerrechtswidrige Kriege und die dazugeh&ouml;renden L&uuml;gen ohne Skrupel unterst&uuml;tzt.<br>\nDeutschland und Europa brauchen wieder eine eigenst&auml;ndige<br>\nAu&szlig;enpolitik, die nicht auf Krieg, L&uuml;gen und Bruch des V&ouml;lkerrechts setzt, sondern auf Abr&uuml;stung, Frieden und Bewahrung des V&ouml;lkerrechts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1382732155121581\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Giftgas-Angriff in Chan Scheichun: Die Fakten des Wei&szlig;en Hauses sind keine<\/strong><br>\nDer ehemalige MIT-Professor Theodore A. Postol zum &ldquo;Geheimdienst-Bericht&rdquo; der US-Regierung: &ldquo;Fehlerhaft&rdquo;, ohne Beweise und &ldquo;ohne konkrete Kenntnisse&rdquo; &uuml;ber die behauptete T&auml;terschaft der syrischen Regierung (&hellip;)<br>\nEs sind in der Hauptsache zwei grundlegende Annahmen, auf die sich der Vorwurf gegen die syrische Regierung richtet: einmal, dass der Angriff aus der Luft ausge&uuml;bt wurde; zum anderen, dass nur die syrische Armee die M&ouml;glichkeit habe, sich Sarin zu beschaffen. (&hellip;)<br>\nVon dem mittlerweile emeritierten MIT-Professor Theodore A. Postol kommen nun beachtenswerte Einw&auml;nde zur ersten Annahme. Er meldet in seiner Einsch&auml;tzung des US-Geheimdienstpapiers vom Wei&szlig;en Haus erhebliche Zweifel an der darin vorgetragenen Gewissheit an, dass der chemische Kampfstoff notwendigerweise &uuml;ber einen Angriff aus der Luft freigesetzt wurde.<br>\nDas Giftgas k&ouml;nnte auch am Boden platziert worden sein und dort mit einem Sprengsatz freigesetzt worden sein, lautet Postols Einwand, den er mit einer genaueren Analyse der Fotos und Informationen im &ldquo;Geheimdienst-Bericht&rdquo; begr&uuml;ndet. &Uuml;ber die fachlichen Qualit&auml;ten von Postol, der als Wissenschafter mit Waffentechnologie auseinandersetzte, kl&auml;rt seine MIT-Kurzbiographie auf (zu Postol s.a.: Raketenabwehr schie&szlig;t scharf).<br>\nUm es kurz zu machen, die Details lassen sich in Postols Bericht nachlesen: Der Spezialist f&uuml;r Dynamiken von Fl&uuml;ssigkeiten &ndash; Sarin ist eine fl&uuml;ssige, leichtfl&uuml;chtige Verbindung &ndash; konzentriert sich auf den Beh&auml;lter, woraus nach Angaben der Geheimdienste Sarin freigesetzt wurde. Als Fundstelle wird ein kleines kraterartiges Loch in einer Stra&szlig;e von Chan Scheichun angegeben. Dieses Loch, so die Schlussfolgerung der US-Geheimdienste, k&ouml;nne nur von einer Rakete herbeigef&uuml;hrt worden sein, die den Giftgasbeh&auml;lter transportierte.<br>\nPostol widerspricht. Der markante Riss auf dem Beh&auml;lter deute auf eine Gewalt-Einwirkung, wie sie etwa bei einem Schlag mit einem Hammer auf eine Zahnpasta-Tube zu beobachten ist. Weswegen vieles daf&uuml;r spreche, dass eine Sprengladung, die zuvor auf dem zerplatzten Beh&auml;lter angebracht worden war, einen solchen Effekt auf das Material ausge&uuml;bt und solche Spuren hinterlassen haben k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Giftgas-Angriff-in-Chan-Scheichun-Die-Fakten-des-Weissen-Hauses-sind-keine-3685499.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: MIT Rocket Scientist: White House Claims on Syria Chemical Attack &ldquo;Cannot Be True&rdquo;<\/strong><br>\nOne of the world&rsquo;s leading rocket scientists, national security advisor and MIT Professor Theodore Postol, who has won awards for debunking claims about missile defense systems and has been a scientific adviser to the US Chief of Naval Operations, says today in a nine-page report that a four-page report released by the Trump administration yesterday intended to blame the recent chemical attack in Syria on the Syrian government &ldquo;does not provide any evidence whatsoever that the US government has concrete knowledge that the government of Syria was the source of the chemical attack&rdquo;.<br>\nPostol notes the &ldquo;only source the document cites as evidence that the attack was by the Syrian government is the crater&rdquo; left by a munition.<br>\nPostol located the crater via satellite and examined it himself, concluding it reveals &ldquo;absolutely no evidence that the crater was created by a munition designed to disperse sarin after it is dropped from an aircraft&rdquo;.<br>\nThe &ldquo;data cited by the White House&rdquo;, he says, &ldquo;is more consistent with the possibility that the munition was placed on the ground rather than dropped from a plane.&rdquo;  He says the evidence indicates that a tube of chemical agent was placed on the ground in the al Qaeda held area and then an explosive was placed on top of that and detonated, dispersing the chemical agent.<br>\nTrump&rsquo;s claim that a chemical weapon was dropped from a plane is &ldquo;erroneous&rdquo;, and &ldquo;no competent analyst&rdquo; could avoid that conclusion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonsblog.com\/2017\/04\/66712.html\">Washington&acute;s Blog<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein bisschen Krieg<\/strong><br>\nEben galt Donald Trump der H&auml;lfte der Menschheit noch als wirre Witzfigur im Wei&szlig;en Haus. Jetzt genie&szlig;t er pl&ouml;tzlich die Anerkennung des sogenannten liberalen Establishments. Warum? Weil er Bomben geworfen hat. Wenn Trump klug ist, lernt er daraus &ndash; und wirft noch mehr Bomben. Da m&uuml;ssen sich dann k&uuml;nftig weder unsere Kommentatoren noch unsere Politiker wundern, wenn die Welt immer mehr dem Krieg verf&auml;llt.<br>\nSie sorgen ja daf&uuml;r, dass es immer noch der Krieg ist, der den Mann zum Mann macht.<br>\nIst das jetzt die gro&szlig;e Vers&ouml;hnung? Es sieht tats&auml;chlich so aus, als h&auml;tten Donald Trump und die sogenannte liberale &Ouml;ffentlichkeit zueinander gefunden. Es brauchte nur 59 &ldquo;Tomahawks&rdquo; &ndash; das ist irgendeine beschissene Waffe aus dem unendlichen Arsenal beschissener amerikanischer Waffen &ndash; und selbst Trumps sch&auml;rfste Kritiker konnten sich vor Begeisterung pl&ouml;tzlich nicht mehr halten.<br>\nDer SPIEGEL lobt: &ldquo;Donald Trump hat es richtig gemacht.&rdquo; Die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; stellt pl&ouml;tzlich fest: Man m&uuml;sse &ldquo;Trump zumindest zugestehen, dass sein Instinkt stimmt&rdquo;. Und die &ldquo;New York Times&rdquo; feiert Trump f&uuml;r seinen Angriff auf Syrien: &ldquo;Trumps Herz kam zuerst&rdquo;, schrieb die Zeitung in einer sp&auml;ter dann doch noch abge&auml;nderten &Uuml;berschrift. Sie rief &ldquo;eine Wende in seiner Pr&auml;sidentschaft&rdquo; aus. Zur Erinnerung: Das ist Trumps &ldquo;Fake News &lsquo;NYT&rsquo;, very sad!&rdquo;-&ldquo;New York Times&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trump-gegen-baschar-al-assad-ein-bisschen-krieg-kolumne-a-1143227.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dass Herr Augstein in diesem Zusammenhang auch Medien kritisiert, ist gut. Aber h&auml;tte er nicht ein wenig mehr Einfluss auf den ebenfalls kritisierten &bdquo;Spiegel&ldquo; nehmen k&ouml;nnen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170418_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikaturen\/2017\/normal_kol_b.jpg\">Klaus Stuttmann<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein offener Brief an Europa<\/strong><br>\nLiebes Europa,<br>\nin diesen schweren Stunden denke ich oft an dich. Du tust mir aufrichtig leid. Dein Zustand ist schlimm und deswegen schreibe ich dir heute einen &ouml;sterlichen und hoffentlich auch tr&ouml;stlichen Brief.<br>\nIch kann leider nicht sagen, von wem der kluge Spruch stammt, dass derjenige, der die &bdquo;richtigen&ldquo; Freunde hat, keine Feinde mehr braucht. Das aber ist es genau, woran du so schwer leidest.<br>\nEs ist n&auml;mlich gerade die Zeit der Europafreunde. Auf allen Kan&auml;len gibt es kein anderes Thema mehr als dich. Jede Partei sucht alle ihre Europafreunde zusammen und sie schreiben sich die Finger wund, um zu zeigen, was f&uuml;r gute Europ&auml;er sie sind. Bundespr&auml;sidenten, Kanzler und Minister werden vor allem in Deutschland nicht m&uuml;de zu betonen, wie sehr sie vom europ&auml;ischen Geist beseelt sind. Selbst im deutschen Regionalradio wird man fast t&auml;glich aufgefordert, zur n&auml;chsten Demonstration von &bdquo;Pulse of Europe&ldquo; zu gehen, lustig blaue F&auml;hnchen zu schwenken und laut und fr&ouml;hlich die Europahymne zu singen.<br>\nEuropa &uuml;ber alles sozusagen. Nur genau da, das wei&szlig;t du besser als jeder andere, wird es gef&auml;hrlich. Nehmen wir nur Pulse of Europe. Da hat offenbar jemand viel Geld in die Hand genommen, um den Europ&auml;ern das eigenst&auml;ndige Denken abzugew&ouml;hnen. Jubeln sollen die Freunde Europas, aber nicht nachdenken. Vor ein paar Jahren noch haben Leute mit &auml;hnlichen Motiven den Deutschen in gro&szlig;formatigen Anzeigen einreden wollen, &bdquo;du bist Deutschland&ldquo;. Was sie wirklich wollten, war, die Deutschen stillzustellen, ihnen eine wei&szlig;e Salbe zu verabreichen, damit sie nicht nach wirklichen Verbesserungen rufen.<br>\nZwar wird dieser Unsinn so schnell verpuffen wie alle &auml;hnlichen Kampagnen vorher, aber es kommt den Leuten, die dahinter stehen, ja offenbar nur drauf an, das kritische Denken an einem entscheidenden Zeitpunkt von so viel besoffener Freude zu &uuml;berlagern, dass keine wirklichen Verbesserungen in Gang kommen. Denn Verbesserungen brauchen Kritik, sie brauchen ein klare Diagnose und auf keinen Fall hohles Gerede.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/04\/ein-offener-brief-europa\/\">Heiner Flassbeck auf makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Jean-Luc M&eacute;lenchon: Der franz&ouml;sische Bernie Sanders<\/strong><br>\nSeit der linke Pr&auml;sidentschaftskandidat in Umfragen aufholt, brandmarkt ihn die Konkurrenz als bedrohlichen Kommunisten. Wer ist Jean-Luc M&eacute;lenchon?<br>\nEr, der von einigen als begabtester Redner Frankreichs bezeichnet wird, legt bei seinem Wahlkampfauftritt im historischen Hafen von Marseille eine Gedenkminute ein. Rund 70.000 Anh&auml;nger harren lautlos aus, gedenken der Fl&uuml;chtlinge, die im Wasser des Mittelmeeres ihr Leben verloren haben. Vielleicht ist die gr&ouml;&szlig;te Gabe von Jean-Luc M&eacute;lenchon nicht das Reden, sondern auch schweigen zu k&ouml;nnen.<br>\nM&eacute;lenchon tritt bei der Pr&auml;sidentschaftswahl am 23. April f&uuml;r die linke Partei La France Insoumise (Unbeugsames Frankreich) an. In den vergangenen Wochen ist er spektakul&auml;r in den Umfragen aufgestiegen. Pl&ouml;tzlich scheint es m&ouml;glich, dass er es in die Stichwahl schafft. M&eacute;lenchons Gegner sind die rechtspopulistische Marine Le Pen, der Konservative Fran&ccedil;ois Fillon und der Liberale Emmanuel Macron. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Wer nicht teilen will, muss dazu gezwungen werden&rdquo;, sagt M&eacute;lenchon. &Uuml;bersteigt ein Gehalt das 20-fache des durchschnittlichen franz&ouml;sischen Einkommens, soll es ab dieser Summe mit 100 Prozent Steuern belegt werden.<br>\n&ldquo;Ja, ich bin ein Populist&rdquo;, sagte er einmal. Denn Populismus sei die Abneigung gegen Eliten, die es nicht besser verdient h&auml;tten.<br>\nDabei war M&eacute;lenchon unter der Jospin-Regierung von 2000 bis 2002 noch ein gem&auml;&szlig;igter sozialistischer Bildungsminister &ndash; und selbst Teil der Elite. Erst 2008 brach er mit den Sozialisten, die er nun als zu sehr &ldquo;an die Wirtschaft angepasst&rdquo; kritisiert. Ja, der Vergleich zum damaligen Vorsitzenden der Linken, Oskar Lafontaine, ist angebracht. Der Deutsche ist ein politischer Freund und Weggef&auml;hrte von M&eacute;lenchon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-04\/praesidentschaftswahlen-frankreich-jean-luc-melenchon-aufsteiger-umfragen-feinde\">ZEIT<\/a>\n<p><strong>dazu: Jean-Luc M&eacute;lenchon will radikalen Kurswechsel<\/strong><br>\nDer Chef der Linkspartei holt vor der Wahl in Frankreich in Umfragen auf und besitzt durchaus Chancen, die Stichwahl zu erreichen.<br>\nEr bewundert den verstorbenen kubanischen Revolutionsf&uuml;hrer Fidel Castro. Er kann sich f&uuml;r den fr&uuml;heren venezolanischen Pr&auml;sidenten Hugo Chavez begeistern. F&uuml;r Bundeskanzlerin Angela Merkel dagegen hat er wenig Zeit: Jean-Luc M&eacute;lenchon, linker Kandidat bei der Pr&auml;sidentenwahl in Frankreich.<br>\nSollte der Chef der eigens f&uuml;r die Wahl von ihm gegr&uuml;ndeten Linkspartei La France insoumise (Das aufst&auml;ndische Frankreich) gew&auml;hlt werden, w&uuml;rde er 100 Milliarden Euro Schulden aufnehmen und sie in den Wohnungsbau und erneuerbare Energien stecken. Damit sollen die Wirtschaft angekurbelt und neue Stellen geschaffen werden. Wer mehr als 400.000 Euro pro Jahr verdient, m&uuml;sste unter einem Pr&auml;sidenten M&eacute;lenchon mit einer Supersteuer von 90 Prozent rechnen. Er lehnt die EU-Defizitgrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts ab. Sollten Merkel und andere EU-Regierungschefs sich einem radikalen Kurswechsel weg von der Sparpolitik widersetzen, will Melenchon ein &bdquo;Frexit&ldquo;-Referendum &uuml;ber einen Austritt aus der EU abhalten lassen.[&hellip;]<br>\nMit seinen extrem linken Positionen sah sich M&eacute;lenchon bei den Sozialisten nicht mehr gut aufgehoben; 2009 verlie&szlig; er nach drei Jahrzehnten die Partei des amtierenden Pr&auml;sidenten Francois Hollande, der nicht mehr kandidiert.<br>\nDer im marokkanischen Tanger geborene M&eacute;lenchon gewann zuletzt immer mehr Anh&auml;nger. In TV-Debatten pr&auml;sentierte er sich als ein Politiker mit klaren und eindeutigen Positionen. Weil er der Presse misstraut, setzt er auf die sozialen Medien, um W&auml;hler direkt zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/praesidentenwahl-in-frankreich-jean-luc-melenchon-will-radikalen-kurswechsel-a-1261300\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Warnung vor &ldquo;Versuchung der Revolte&rdquo;<\/strong><br>\nDer Soziologe Alfred Grosser beobachtet im franz&ouml;sischen Wahlkampf eine zunehmende Tendenz zu Extremen. Er sagte im DLF, man zittere bei der Idee, der linksextreme Kandidat Jean-Luc M&eacute;lenchon k&ouml;nne gegen die rechtsextreme Marine Le Pen in die Stichwahl kommen. Vor allem f&uuml;r junge Leute sei die Versuchung gro&szlig;, &ldquo;Revolte mit dem Wahlzettel zu machen&rdquo;.<br>\nDie Gefahr, dass die beiden Kandidaten es wirklich in die Stichwahl schaffen, bestehe zurzeit noch nicht, so Grosser. Aber M&eacute;lenchon hatte zuletzt in den Umfragen zugelegt und wird von den Instituten derzeit auf dem dritten oder vierten Platz gesehen.<br>\nGrosser betonte, er selbst unterst&uuml;tze den unabh&auml;ngigen Kandidaten Emmanuel Macron. Dieser sei ein Kandidat der Mitte, &ldquo;eine Gro&szlig;e Koalition in sich selbst&rdquo;. Dies sei f&uuml;r einen franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten sehr ungew&ouml;hnlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wahlkampf-in-frankreich-warnung-vor-versuchung-der-revolte.694.de.html?dram:article_id=383759\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Selten so einen Unsinn geh&ouml;rt. Dass ist die &uuml;bliche Rhetorik, die sich letztendlich immer nur gegen eine linke politische Alternative richtet. Weshalb soll man vor Jean-Luc M&eacute;lechon zittern? Zudem was soll bei M&eacute;lechon &bdquo;linksextrem&ldquo; sein? Dessen Positionen w&auml;ren in fr&uuml;heren Zeiten nicht radikal, sondern &ldquo;nur&rdquo; sozialdemokratisch gewesen. Hier sieht man wie sich die politische Perspektive inzwischen verschoben hat. Alle Positionen, die nicht neoliberal sind, gelten inzwischen als &ldquo;radikal&rdquo;.  Wichtig ist zudem nicht zu vergessen, der Rechtspopulismus ist die genuine Ausgeburt des Neoliberalismus. H&auml;tte die Durchsetzung der neoliberalen Agenda nicht &uuml;ber die vergangenen zwanzig Jahre hinweg die Lebensverh&auml;ltnisse einer Vielzahl von Menschen verschlechtert, g&auml;be es den Rechtspopulismus in seiner aktuellen Auspr&auml;gung nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hoffen auf die republikanische Vernunft<\/strong><br>\nWenn sich im entscheidenden zweiten Wahlgang Marine Le Pen und Jean-Luc Melanchon gegen&uuml;ber st&uuml;nden, sei es &ldquo;mit der republikanischen Vernunft vorbei&rdquo;, sagte Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble im DLF. F&uuml;r die Europa-Abgeordnete Sylvie Goulard ist Emmanuel Macron der geeignete Kandidat. Er habe verstanden, dass Frankreich eine &ldquo;aktive Europapolitik&rdquo; brauche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/frankreich-waehlt-hoffen-auf-die-republikanische-vernunft.2011.de.html?dram:article_id=383552\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sch&auml;uble als Lordsiegelbewahrer der neoliberalen Austerit&auml;tspolitik beherrscht dieses Narrativ nat&uuml;rlich ebenso gut wie Alfred Grosser. Man beachte die Suggestion neoliberal = vern&uuml;nftig:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>France Rebels<\/strong><br>\nJean-Luc M&eacute;lenchon isn&rsquo;t seeking leadership of a marginalized left. He&rsquo;s aiming to transform the whole of French politics.<br>\nJean-Luc M&eacute;lenchon&rsquo;s campaign for the French presidency has exploded in recent weeks &mdash; reaching third, within touching distance of the second round in some polls. In addition to sending jitters through the financial markets, the success has transformed the French election, offering a left alternative to the battle between the establishment and the far right.<br>\nBut what are the politics of the campaign? And what is behind its success? The movement behind it, France Insoumise (&ldquo;Rebellious France&rdquo;), borrows from the Latin American and Spanish populist experience, most prominently exemplified by Podemos.<br>\nRaquel Garrido, one of its national spokespeople, is a long-time comrade of Jean-Luc M&eacute;lenchon, having cofounded the Left Front with him in 2008. In this interview, translated by David Broder, she speaks to journalist Cole Stangler about the campaign and its aspirations for a Sixth Republic.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jacobinmag.com\/2017\/04\/france-insoumise-melenchon-elections-sixth-republic-national-front\/\">Jacobin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben k&uuml;rzlich auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37817#h05\">Jean-Luc M&eacute;lenchon &ndash; das Geheimnis seines Erfolgs<\/a> hingewiesen. Noch besser ist es jedoch, einen Politiker im Original zu h&ouml;ren bzw. nachlesen zu k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>Interessant ist auch <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/international\/das-programm-von-jean-luc-melenchon\">diese Zusammenfassung seines Programms<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Autoritarismus und wirtschaftlicher Niedergang<\/strong><br>\nVom Liebling milliardenschwerer Investitionsgesellschaften zum gr&ouml;&szlig;ten Sorgenkind aufstrebender Volkswirtschaften &ndash; so oder so &auml;hnlich wird die Entwicklung der T&uuml;rkei seit dem Regierungsantritt der Partei f&uuml;r Aufschwung und Gerechtigkeit (AKP) im Jahre 2002 in der deutschen und internationalen Presse in aller K&uuml;rze nachgezeichnet.<br>\nDiese &ouml;konomische Fixierung mag seine Berechtigung haben, aber mit dem wirtschaftlichen Niedergang geht auch ein verst&auml;rkter autorit&auml;rer Regierungsstill der AKP und des amtierenden Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan einher. Seit dem gescheiterten Putschversuch im Juli 2016 steuert das Land unaufhaltsam auf eine Diktatur zu &hellip;<br>\nEine tickende Zeitbombe ohne klaren Ausgang ist die hohe Verschuldung vieler t&uuml;rkischer Unternehmen in sogenannten Devisenkrediten, die vornehmlich in Dollar abgeschlossen werden. Sie stellt ein immenses Problem f&uuml;r die &ouml;konomische Stabilit&auml;t des Landes dar, weil durch den Wertverlust der t&uuml;rkischen Lira innerhalb eines Jahres die R&uuml;ckzahlungskosten extrem angestiegen sind. Hat ein Unternehmen einen Millionenkredit in Dollar Anfang des Jahres 2016 aufgenommen, so hatte dieser einen Gegenwert in t&uuml;rkischer Lira von ca. 2,91 Millionen. Das selbe Unternehmen m&uuml;sste zwischenzeitlich zum Jahresende aber 3,52 Millionen Lira aufbringen, also zus&auml;tzliche 601.000 Lira, um die Dollarschuld von einer Million zu tilgen. Der Wertverlust der Lira nagt am Kapital der Unternehmen.<br>\nUnter Ber&uuml;cksichtigung der markt&uuml;blichen Zinsen erh&ouml;ht sich die Belastung um ca. 25% &ndash; ein realer Zinssatz, der das Aus f&uuml;r viele Unternehmen und Besch&auml;ftigte bedeutet. Die Arbeitslosenrate liegt derzeit bei 12,3%. Nach Angaben der t&uuml;rkischen Zentralbank haben 27.000 t&uuml;rkische Unternehmen (Banken inklusive) in ihren Portfolios Devisenkredite in H&ouml;he von 213 Mrd. US-Dollar, die teilweise innerhalb eines Jahres f&auml;llig sind. Wie diese gef&auml;hrdeten Unternehmen das entsprechende Kapital zur Schuldentilgung aufbringen sollen, ist bisher nicht bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/theorieblog.attac.de\/2017\/04\/autoritarismus-und-wirtschaftlicher-niedergang\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steuervermeidung ist ein Volkssport<\/strong><br>\nKurztext: Die 50 gr&ouml;&szlig;ten Firmen in den USA schaffen immer mehr Geld am Fiskus vorbei. Wie die Entwicklungsorganisation Oxfam berichtet, haben sie im Jahr 2015 insgesamt 1,6 Billionen Dollar in Steueroasen gebracht &ndash; vollkommen legal.<br>\nUS-Unternehmen schleusen laut einer Studie der Entwicklungsorganisation Oxfam gigantische Geldbetr&auml;ge am Fiskus vorbei. Der heute ver&ouml;ffentlichten Untersuchung zufolge haben die 50 gr&ouml;&szlig;ten US-Konzerne 2015 mit Hilfe eines Netzwerks von 1751 Tochterfirmen und Zweigniederlassungen zusammen rund 1,6 Billionen Dollar (1,5 Billionen Euro) in Steueroasen verschoben. Das entspricht laut Oxfam einem Anstieg um 200 Milliarden Dollar seit 2014 und in etwa der j&auml;hrlichen Wirtschaftsleistung Kanadas.<br>\nDie Organisation betont, dass sich die Firmen mit diesen Strategien im legalen Rahmen bewegten. Die Analyse zeige jedoch, dass das Steuersystem es Konzernen erm&ouml;gliche, sich um ihren fairen Beitrag zum Gemeinwohl zu dr&uuml;cken. Statt des gesetzlich vorgeschriebenen US-Steuersatzes von 35 Prozent h&auml;tten die untersuchten Unternehmen dank verschiedener Schlupfl&ouml;cher im Schnitt nur 25,9 Prozent gezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/steuerhinterziehung-oxfamstudie-101.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist eines der gr&ouml;&szlig;ten und dr&auml;ngendsten Probleme &uuml;berhaupt. Dadurch werden den Staaten und ihren B&uuml;rgern dringend notwendige finanzielle Mittel entzogen. In der &ouml;ffentlichen Diskussion ist das Thema bestenfalls am Rande pr&auml;sent. Der Kunstrasen-Kanzlerkandidat Martin Schulz redet zwar gro&szlig;spurig dar&uuml;ber, auf konkrete Vorschl&auml;ge wie Steuervermeidung und Steuerflucht wirksam zu bek&auml;mpfen sind hofft man bisher aber vergebens. Auch in seinen zwanzig Jahren im EU-Parlament ist Schulz nie durch besondere Initiative gegen Steuerflucht aufgefallen. Im Gegenteil, er bewahrte seinen Busenfreund und Architekten der Steueroase Luxemburg, den EU-Kommissionspr&auml;sidenten Jean-Claude Juncker, vor einem peinlichen Untersuchungsausschuss im Rahmen der Aufkl&auml;rung der Luxemburger Steueraff&auml;re.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"https:\/\/www.oxfam.de\/ueber-uns\/aktuelles\/2017-03-27-neuer-bericht-deckt-banken-druecken-um-beitrag-gemeinwohl\">Neuer Bericht deckt auf: Banken dr&uuml;cken sich um Beitrag zum Gemeinwohl<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Griechenland: So trickst der IWF<\/strong><br>\nFast eine Woche nach dem &ldquo;Durchbruch&rdquo; zwischen Griechenland und seinen Gl&auml;ubigern ist immer noch nicht klar, ob sich der IWF am laufenden Bailout beteiligt. Wenn nein, h&auml;tte Finanzminister Sch&auml;uble ein Problem.<br>\nF&uuml;r den Insider-Dienst &ldquo;Eurointelligence&rdquo;, der neuerdings auch diesen Blog zitiert (thanks!) ist der Fall klar: Der IWF habe klein bei gegeben &ndash; Erleichterungen bei den Schulden kommen (wenn &uuml;berhaupt) erst 2018.<br>\nDas w&auml;re nach dem Ende des laufenden Bailouts &ndash; und damit sp&auml;t genug, um Sch&auml;ubles Hinhalte-Taktik zu gen&uuml;gen. Der IWF k&ouml;nnte sich doch noch am laufenden Programm beteiligen, l&auml;stige Details w&uuml;rden sp&auml;ter gekl&auml;rt.<br>\nDoch so hat es IWF-Chefin Lagarde nicht gesagt. Wenn man &ldquo;Reuters&rdquo; glauben darf, will sie vor einer m&ouml;glichen Beteiligung erst die Modalit&auml;ten einer Umschuldung kl&auml;ren. Und das &ldquo;upfront&rdquo;, also bald. (&hellip;)<br>\nDie gro&szlig;e Frage ist nun, wann die &ldquo;terms&rdquo; gekl&auml;rt werden. Wenn die Eurogruppe das auf die lange Bank schiebt, wie bisher &uuml;blich, dann wird es in diesem Jahr nichts mehr mit der IWF-Beteiligung.<br>\nSch&auml;uble h&auml;tte dann sein Versprechen gebrochen, dass sich der IWF an der St&uuml;tzung beteiligt &ndash; und das mitten im Bundestags-Wahlkampf. Streng genommen m&uuml;sste Deutschland sogar aus der Hilfe aussteigen.<br>\nSollte sich die Kl&auml;rung bis Mitte 2018 hinziehen, so w&auml;re das aktuelle Hilfsprogramm bereits abgelaufen, bevor der IWF noch irgendeine Entscheidung getroffen hat. Der Fonds w&auml;re (fein) raus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/griechenland-so-trickst-der-iwf\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope%29\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Welthandel: Der Ton wird rauer<\/strong><br>\n&bdquo;Hunde, die bellen, bei&szlig;en nicht&ldquo; &ndash; das war bislang die gelassene Reaktion vieler auf die Androhung protektionistischer Ma&szlig;nahmen durch den US-Pr&auml;sidenten. Doch jetzt wird der Ton rauer: Donald Trump ergeht sich nicht mehr nur in &bdquo;virtuellem Gezwitscher&ldquo;, sondern unterschreibt mehr und mehr konkrete pr&auml;sidiale Dekrete.<br>\nErste Zeitungen sprechen schon vom aufziehenden Handelskrieg zwischen USA und EU, nachdem Pr&auml;sident Trump letzte Woche mit Strafz&ouml;llen f&uuml;r die deutschen Stahlproduzenten Salzgitter AG und Dillinger H&uuml;tte drohte, denen er &bdquo;unfaire Handelspraktiken&ldquo; vorwirft. Noch ist die Ank&uuml;ndigung nicht umgesetzt worden. Per Dekret veranlasste Donald Trump zun&auml;chst nur die &Uuml;berpr&uuml;fung aller US-Handelsbeziehungen auf unfaire Praktiken, um so Gr&uuml;nde f&uuml;r die US-Handelsdefizite ausfindig zu machen. Vor allem die Handelsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands und Chinas gegen&uuml;ber den USA sind Trump ein Dorn im Auge.<br>\nEin zweites Dekret soll die Durchsetzung bereits bestehender Handelssanktionen versch&auml;rfen. Denn nach Angaben des Nationalen Handelsrats des Wei&szlig;en Hauses seien Strafz&ouml;lle in den letzten 15 Jahren nur unregelm&auml;&szlig;ig eingenommen worden und der Staatskasse damit 2,8 Milliarden US-Dollar entgangen.<br>\nDie EU auf der anderen Seite droht bereits mit Klagen vor der Welthandelsorganisation (WTO), sollte Trump seine protektionistische Agenda fortsetzen. Doch das Wechselspiel aus Abschottung auf der einen und Klagen auf der anderen Seite kann nicht die L&ouml;sung sein. Vielmehr muss es darum gehen, die tats&auml;chlich bestehenden Probleme der Globalisierung zu l&ouml;sen und den Welthandel so am Laufen zu halten.<br>\nDie Vorteile des Handels und der Globalisierung wurden bislang keineswegs gerecht verteilt. W&auml;hrend die Superreichen weltweit profitierten und auch Menschen in Schwellenl&auml;ndern ihre Einkommen (von niedrigem Niveau aus) steigerten, geh&ouml;ren die global &Auml;rmsten der Armen und die untere Mittelschicht in manchen Industriel&auml;ndern tendenziell zu den Verlierern<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++21766736-203f-11e7-a149-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wohnen nur f&uuml;r Reiche?<\/strong><br>\nNirgendwo in Deutschland leben mehr Million&auml;re als am Starnberger See: Seit eh und je der Treffpunkt der Sch&ouml;nen, Reichen und Ber&uuml;hmten. F&uuml;r ein Grundst&uuml;ck in der gleichnamigen Gemeinde zahlen sie Rekordpreise. Das setzt die Einheimischen unter Druck.<br>\nDer Starnberger See ist nichts f&uuml;r Neureiche und M&ouml;chtegern-Wannabes. Auch wenn es nat&uuml;rlich der ein oder andere immer mal probiert, auf Fritz H&auml;rings exklusive Fotowand zu kommen. Der Wirt vom Tutzinger Seeufer posiert da unter anderem mit Schauspielstar G&eacute;rard Depardieu, mit Kanzlerin Angela Merkel und Daimler-Chef Dieter Zetsche. Alle wollen sie zu dem Wirt mit der Depardieu-Nase &ndash; und dem etwas scheuen Blick. Auch die weniger bekannten &ndash; und umso Reicheren. Wie SAP-Milliard&auml;r Hasso Plattner.<br>\n&ldquo;Mei, der kommt rein, der klopft dir auf die Schulter: Was hast du denn heute gescheites gemacht? Hast du eine gescheite Rindsroulade und so? Sag ich: Ja. Hab ich. Okay, hat er gesagt. Dann setze ich mich da hinten hin, und dann mag ich erst mal eine Pfannenkuchensuppe und dann eine Rindsroulade. Da siehst du auch, wie die ticken. Das ist eigentlich&hellip; Dann ist er zum Segeln gegangen, nachher. Der hat auch bei mir gewohnt. Das sind auch so Typen, wo du sagst: Wahnsinn, das ist einer von den zehn Reichsten der Welt. Klar. Ist schon eine Ansage.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/wohnen-nur-fuer-reiche-reich-reicher-starnberger-see.976.de.html?dram:article_id=383658\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Du wei&szlig;t, dass du wenig haben wirst<\/strong><br>\nDoris May ist seit Kurzem Rentnerin. Schon fr&uuml;h hat sie R&uuml;cklagen gebildet, Zusatzversicherungen abgeschlossen und f&uuml;r den Notfall vorgesorgt. Dennoch muss sie jetzt mit einem 450-Euro-Job ihre Rente aufstocken. Denn mit einem hatte die 63-J&auml;hrige nicht gerechnet.<br>\nBeim Teekochen h&ouml;rt Doris May den Deutschlandfunk. Ein Interview behandelt das Thema Rente; seit Kurzem ist sie Rentnerin und kennt sich aus. Mit einem 450 Euro Job muss sie aufstocken. Je l&auml;nger sie zuh&ouml;rt, desto mehr regt sie sich auf. Noch vor dem Fr&uuml;hst&uuml;ck schreibt sie uns eine E-Mail:<br>\n&ldquo;Ich fand, es wurde nicht kritisch genug hinterfragt.&rdquo;<br>\n&ldquo;Wenn Sie ein solches Interview f&uuml;hren, sollten Sie besser vorbereitet sein.&rdquo;<br>\nSchreibt die in Gro&szlig;britannien geborene Frau, und weiter: &ldquo;Sch&auml;men Sie sich, dass Sie den Herren so haben dahinreden lassen&rdquo;.<br>\nAu&szlig;erdem kritisiert sie: Zu viele Journalisten gingen unwissend an das Thema Rente heran. (&hellip;)<br>\nIm Vergleich zu britischen Journalisten h&auml;lt sie uns deutsche Journalisten f&uuml;r recht schwach. Im Deutschlandfunk vermisse sie bisweilen die Neutralit&auml;t bei den Redakteuren:<br>\n&ldquo;Man merkt sehr wohl an der Tonalit&auml;t, an der Stimme, wie ein Reporter vom Deutschlandfunk zu den Interviewenden steht. Ich denke, es ist kritischer geworden, aber ich w&uuml;rde den Herren auch raten, ab und zu BBC-Fernsehen anzuschauen: &lsquo;Hardtalk&rsquo;, harte Interviews, aber es ist in einem bestimmten Tonfall. Man muss neutral bleiben, die Neutralit&auml;t fehlt manchmal.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/frau-may-und-ihre-rente-du-weisst-dass-du-wenig-haben-wirst.862.de.html?dram:article_id=383816\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> &hellip; &bdquo;Die Anstalt&ldquo; brachte in ihrer letzten Sendung u.a. auch die Rentenproblematik sehr gut unter das Publikum; die NachDenkSeiten thematisieren aufkl&auml;rend dieses Thema schon sehr lange;<\/em><br>\n<em>Hier ein Praxis-Bericht einer Rentnerin Stand April 2017!<\/em><br>\n<em>Aber was wird das Wahlvolk trotz pers&ouml;nlicher Zukunftsnachteile bei den Land- und Bundestagswahlen machen &ndash; Augen zu und durch nach dem Motto: keine Experimente, die GroKo-Fortsetzung ist eh schon ausgekl&uuml;ngelt.<\/em><br>\n<em>Die nachteilige Rentenpolitik mit der Demontage der gesetzlichen Rente, dieses schmutzige Gesch&auml;ft wird schon lange von Seiten der Politik auf dem R&uuml;cken Millionen Besch&auml;ftigter zum Wohle der Finanzindustrie vollzogen. &bdquo;Wissenschaftlich&ldquo; begr&uuml;ndet u.d. von Raffelh&uuml;schen und sonstigen Lobbyisten.<\/em><br>\n<em>Nur vor lauter bunter und st&auml;ndiger Medienberieselung merken es die Nichtleser der NachDenkSeiten nicht, wie sie get&auml;uscht werden bzw. sie werden zu sp&auml;t aufwachen. Die Verschleierungstaktik der Parteien &ndash; au&szlig;er der LINKEN &ndash; das Thema &bdquo;RENTE&ldquo; aus wahltaktischen Gr&uuml;nden nicht zu erw&auml;hnen, das sagt doch eigentlich alles &uuml;ber die F&uuml;rsorge der Politik gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung aus!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutsche f&uuml;rchten Altersarmut<\/strong><br>\nEiner Umfrage zufolge rechnen viele Menschen in Deutschland mit einer steigenden Altersarmut. Im Osten gibt es zudem Zweifel am gesellschaftlichen Zusammenhalt im Land.<br>\nEine gro&szlig;e Mehrheit der Deutschen f&uuml;rchtet, dass sich die Altersarmut in Deutschland in den kommenden zehn Jahren ausweiten wird. Das geht aus einer repr&auml;sentativen Umfrage des Forsa-Instituts f&uuml;r den Lions-Club hervor.<br>\nIn der Umfrage stimmten 50 Prozent der Aussage &ldquo;voll und ganz zu&rdquo;, dass die Altersarmut in Deutschland weiter zunehmen wird. Weitere 35 Prozent gaben an, sie w&uuml;rden dem &ldquo;eher&rdquo; zustimmen. Das Forsa-Institut hatte vom 28. M&auml;rz bis zum 4. April 1.001 B&uuml;rger ab 18 Jahren befragt.<br>\nVier von f&uuml;nf dieser Befragten teilen au&szlig;erdem die Sorge, dass Kinder aus sozial schwachen Familien im Bildungssystem k&uuml;nftig vernachl&auml;ssigt werden. Fast die H&auml;lfte glaubt, dass diese Kinder in zehn Jahren schlechtere Bildungschancen haben werden als Kinder aus bessergestellten Familien.<br>\nAus der Forsa-Umfrage geht auch hervor, dass die Menschen in Ostdeutschland wesentlich st&auml;rker am gesellschaftlichen Zusammenhalt zweifeln, als die Westdeutschen. Insgesamt sch&auml;tzt zwar etwas mehr als jeder Dritte in Deutschland den gesellschaftlichen Zusammenhalt als sehr stark ein. Doch in Ostdeutschland bewerten vier von f&uuml;nf Befragten den Zusammenhalt als eher gering oder sehr gering. Unter den Westdeutschen liegt diese Quote bei drei von f&uuml;nf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-04\/altersarmut-deutschland-wachstum-forsa\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> 85 Prozent der Deutschen rechnen mit mehr Altersarmut, 80 Prozent f&uuml;rchten, da&szlig; &ldquo;Kinder aus sozial schwachen Familien im Bildungssystem k&uuml;nftig vernachl&auml;ssigt werden&rdquo;, und etwa zwei Drittel sch&auml;tzen den sozialen Zusammenhalt als schwach ein. Das ist zum Einen ein Teil Realit&auml;tsverleugnung, weil der soziale Zusammenhalt in den letzten 20, 30 Jahren schon stark abgenommen und die Altersarmut deutlich zugenommen hat. Zum Anderen fragt man sich doch, wenn solche &uuml;bergro&szlig;en Mehrheit Angst vor sozialer Ungerechtigkeit haben, warum sie nichts dagegen tun, sondern weiterhin 60 Prozent und mehr diejenigen Parteien w&auml;hlen, die f&uuml;r Altersarmut, wachsende Ungleichheit und soziale Ungerechtigkeit verantwortlich sind und die Spaltung weiter vorantreiben wollen. Welcher Erkenntnisschritt fehlt hier?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Leuchtturm oder Fehlschlag?<\/strong><br>\nM&uuml;nchen galt lange als das Vorzeige-Beispiel der Open-Source Bewegung. Nun steht die Stadt kurz vor der R&uuml;ckkehr zu Microsoft. Wie kam es dazu?<br>\nSeit mehr als zehn Jahren galt die M&uuml;nchner Stadtverwaltung weltweit als Vorbild. Unter F&uuml;hrung des fr&uuml;heren SPD-Oberb&uuml;rgermeisters Christian Ude hatte die Stadt rund 60 Millionen Euro in den Umstieg auf offene Software investiert. Das eigene Betriebssystem &bdquo;Limux&ldquo; (Linux + M&uuml;nchen), zahlreiche Spezialprogramme und die Formularsammlung namens &bdquo;Wollmux&ldquo; machten M&uuml;nchen zum Leuchtturm zur Open-Source-Bewegung.<br>\nDie Stadt sparte bis 2012 mehr als zehn Millionen Euro.<br>\nDoch M&uuml;nchen gelang nie der vollst&auml;ndige Umstieg, weil Unterst&uuml;tzung fehlte. Einige Spezialprogramme waren nicht auf Linux anzupassen. Die Pass- oder Finanz&auml;mter sind mit den Bundes- und L&auml;nderbeh&ouml;rden vernetzt, die nur mit Microsoft-Programmen arbeiten. Darum laufen rund 4000 der 25 000 Rechner noch immer mit Windows. Gleichzeitig ist das IT-Management zersplittert &ndash; der daraus folgende Wildwuchs wurde zum Einfallstor f&uuml;r ein m&ouml;gliches Rollback.<br>\nDas betreibt Udes Nachfolger Dieter Reiter seit 2014 mit aller Macht. Kaum im Amt, nannte er die Forderung nach Unabh&auml;ngigkeit &bdquo;ideologisch&ldquo;. Sodann beauftrage er den Beratungskonzern Accenture mit einer Studie &ndash; ein fragw&uuml;rdiger Gutachter. Der Software-Riese zeichnete Accenture gleich neun Mal als &bdquo;Gesch&auml;ftspartner des Jahres&ldquo; aus, nicht zuletzt, weil beide gemeinsam mit dem Unternehmen &bdquo;Avanade&ldquo; weltweit Microsoft-Produkte vermarkten. Reiter beteuert zwar, diese Verbindungen seien ihm &bdquo;nicht bekannt&ldquo;. Daf&uuml;r kamen die Gutachter zu dem Schluss, M&uuml;nchens Verwaltung ben&ouml;tige wieder einen &bdquo;einheitlichen Windows Client&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/limux-projekt-muenchen-leuchtturm-oder-fehlschlag\/19628244.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Schelm wer B&ouml;ses dabei denkt, dass Microsoft seine deutsche Zentral von Unterschlei&szlig;heim nach M&uuml;nchen verlegte, hat mit dieser Entscheidung sicher rein gar nichts zu tun. Isch schw&ouml;r. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Microsoft macht Europa zu seiner Software-Kolonie<\/strong><br>\nKommt man um Microsoft herum? Apple- und Unix-User sind wie Asterix und Obelix, die mit ihrem kleinen gallischen Dorf gegen den US-Konzern k&auml;mpfen. Jetzt schl&auml;gt das Recherchenetzwerk Investigate Europe Alarm: Europa ist so abh&auml;ngig von Microsoft, dass es fast zu sp&auml;t ist, sich von dem Kraken noch einmal zu befreien. Europa ist Microsoft-Kolonie.<br>\nDer Bundestag ist laufend Objekt von Hackerangriffen, die Netze der Telekom werden immer wieder lahm gelegt oder von Hackern angegriffen, Privat-User schlagen sich mit zahllosen M&auml;ngeln des Windows-Betriebssystems herum, das zu allem &Uuml;berfluss auch noch Lieblingsziel von Viren und Schadsoftware ist. 2014 gab es sogar ein offizielles Windows-Update, das dann die Rechner abst&uuml;rzen lie&szlig;. Und selbst Krankenh&auml;user m&uuml;ssen sich zunehmend mit Hackerangriffen auseinandersetzen, die sogar medizinische Ger&auml;te lahm legen.<br>\nUnd trotzdem tun St&auml;dte und Staaten seit Jahrzehnten so, als g&auml;be es keine Alternative zu Windows und Microsofts Gelddruckmaschine Office.<br>\nMit der Ausnahme von einigen wenigen Mohikanern wie der Stadt M&uuml;nchen, Freiburg und Rom, die es mit Unix als Betriebssystem versucht haben, nutzen s&auml;mtliche St&auml;dte und Verwaltungen in Europa Windows und die Programme von Microsoft. Das ist praktisch, jedenfalls f&uuml;r Hacker und Geheimdienste wie die NSA.<br>\nUnd f&uuml;r Microsoft. Der Konzern nimmt allein &uuml;ber Lizenzgeb&uuml;hren j&auml;hrlich 50 Milliarden Dollar ein, so das Recherchenetzwerk Investigate Europe, dem auch der Berliner Tagesspiegel angeh&ouml;rt, in einem aktuellen Bericht. Und selbst M&uuml;nchen will wieder zur&uuml;ck zu Microsoft wechseln. Freiburg hat es schon getan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ingenieur.de\/Themen\/Software\/Microsoft-Europa-zu-Software-Kolonie\">ingenieur.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Investoren-Klagen gegen Kolumbien und der Friedensprozess<\/strong><br>\nWie Schiedsverfahren zwischen Investoren und Staat Kolumbiens Suche nach Frieden und sozialer Gerechtigkeit unterminieren k&ouml;nnten.<br>\nIm Jahr 2016 wurde Kolumbien erstmals mit Investoren-Klagen vor dem Weltbank- Schiedsgericht ICSID konfrontiert, daf&uuml;r gleich mehrfach. Diese richten sich gegen staatliche Ma&szlig;nahmen, die das Gesundheitssystem entlasten, die Umwelt sch&uuml;tzen oder indigenen Gemeinschaften das Land restituieren sollen. Die Klagem&ouml;glichkeiten f&uuml;r multinationale Konzerne drohen Kolumbiens M&ouml;glichkeiten, vergangene Fehler zu korrigieren und Ma&szlig;nahmen f&uuml;r Frieden und mehr soziale Gerechtigkeit zu ergreifen, massiv einzuschr&auml;nken. Auch Schweizer Unternehmen sind involviert.<br>\nNovartis droht Kolumbien mit einer Klage vor dem Weltbank-Schiedsgericht.<br>\nSeit l&auml;ngerem schwelt der Konflikt zwischen Novartis und Kolumbien wegen des Preises des Krebsmedikamentes Glivec. Nichtregierungsorganisationen beantragten eine Zwangslizenz, damit g&uuml;nstigere Generika produziert werden k&ouml;nnen. Verhandlungen zwischen dem Gesundheitsminister Alejandro Gaviria und Novartis &uuml;ber eine deutliche Preisreduktion scheiterten im April 2016. Novartis hielt fest, die Drohung mit einer Zwangslizenz sei ein ungeb&uuml;hrliches Druckmittel. Am 14. Juni 2016 erkl&auml;rte Gaviria, dass mit einer Verf&uuml;gung das &ouml;ffentliche Interesse &uuml;ber das Medikament Glivec erkl&auml;rt, vorderhand jedoch keine Zwangslizenz erteilt werde. Gaviria begr&uuml;ndete es damit, dass eine Preisreduktion durch die Nationale Kommission f&uuml;r Medikamentenpreise schneller zum Ergebnis f&uuml;hre.<br>\nIm September folgte die ministerielle Ank&uuml;ndigung einer Preissenkung um 45 Prozent f&uuml;r Glivec. Dann, hie&szlig; es, dass in der Woche vom 24. Oktober eine definitive Preisreduktion von 330 kolumbianischen Pesos auf 206 pro Milligramm bekanntgegeben werde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/167552\/investoren-verklagen-kolumbien\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Fachkr&auml;ftemangel ist ein Kassenschlager&ldquo; &ndash; Martin Gaedt im Interview<\/strong><br>\nFachkr&auml;ftemangel ist ein hei&szlig;diskutiertes Thema in Deutschland. Erst Anfang der Woche gab Steffen Zoller, CEO von kununu, seine Einsch&auml;tzung zu diesem Thema ab. Experte und Autor Martin Gaedt vertritt hingegen die Meinung, der Fachkr&auml;ftemangel sei ein Mythos.<br>\nkununu: &bdquo;Herr Gaedt, Sie bezeichnen den Fachkr&auml;ftemangel in Deutschland als Mythos &ndash; was stimmt und was stimmt den nicht zum Thema Fachkr&auml;ftemangel?<br>\nMehr als vier Millionen Deutsche arbeiten im Ausland. Damit sind wir Vize-Europameister direkt hinter Polen. Von allen Deutschen haben 15,1 Prozent einen akademischen Abschluss, von allen im Ausland arbeitenden Deutschen hingegen 84 Prozent. Wer geht, ist gut gebildet und flexibler. Weltweit tobt der sogenannte &bdquo;war for talents&ldquo; um Software-Entwickler, &Auml;rzte und Hoteliers. Warum gehen vier Millionen Fachkr&auml;fte weg? Meistens wegen befristeter Vertr&auml;ge oder schlechterer Bezahlung in Deutschland. Fachkr&auml;ftemangel? Oder mangelhafte Vertr&auml;ge?<br>\nDie Zahl der Erwerbst&auml;tigen ist 2016 in Deutschland auf einen neuen Rekordwert von &uuml;ber 43 Millionen gestiegen. Mehr Fachkr&auml;fte denn je werden also gefunden und eingestellt. Ist es also legitim, den Fachkr&auml;ftemangel zu behaupten bei einem absoluten Rekord? Seit 33 Jahren behaupten Verb&auml;nde und Medien t&auml;glich den Fachkr&auml;ftemangel. Der Personalchef eines gro&szlig;en Unternehmens sagte mir k&uuml;rzlich, er k&ouml;nne mir seinen Fachkr&auml;ftemangel belegen: 300 unbesetzte Ingenieursstellen. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass Bewerber in dieser Firma zehn Jahre Berufserfahrung haben m&uuml;ssen.<br>\nEs mangelte also nicht pauschal an Ingenieuren, sondern an Ingenieuren mit zehn Jahre Berufserfahrung, die bereit waren, zu diesem Unternehmen zu wechseln und umzuziehen. Ein enger Filter und selbst produzierter Mangel. Als zum ersten Mal in der Firmengeschichte 30 Trainee-Stellen ausgeschrieben wurden, bekamen sie 2.000 Bewerbungen. Kann man da pauschal von Fachkr&auml;ftemangel sprechen?<br>\nkununu: Wieso h&auml;lt sich das &bdquo;Ger&uuml;cht&ldquo; des Fachkr&auml;ftemangels so hartn&auml;ckig?<br>\nFachkr&auml;ftemangel ist ein Kassenschlager. Meinungsforschungsinstitute machen Umfragen in immer mehr Landkreisen und Branchen und belegen das Wachsen des Fachkr&auml;ftemangels. Bl&ouml;d nur, dass &bdquo;weniger Bewerbungen&ldquo; immer als sinkende Zahl von Fachkr&auml;ften ausgelegt werden. Bekommt ein Unternehmen weniger Bewerbungen, ist die einfachste Begr&uuml;ndung: Fachkr&auml;ftemangel. Das reden uns ja alle Verb&auml;nde und Medien so ein. Seit 1984 lesen wir nichts anderes. Dabei kann ein Mangel an Fachkr&auml;ften 1001 Gr&uuml;nde haben: Unattraktive Angebote, befristete Vertr&auml;ge, langweilige Stellenanzeigen, viel zu sp&auml;te Reaktionen auf Bewerbungen, Ideenmangel, Marketing aus dem letzten Jahrtausend, Unbekanntheit im Bewerbermarkt, schlechte Bezahlung oder eine mangelhafte Unternehmenskultur, &uuml;ber die Mitarbeiter sprechen. (&hellip;)<br>\nkununu: Was sagt es &uuml;ber den deutschen Arbeitsmarkt aus, wenn Studien, die einen akuten Fachkr&auml;ftemangel diagnostizieren, von Personaldienstleistern ver&ouml;ffentlicht werden?<br>\nGrunds&auml;tzlich gilt: Jeder verfolgt seine eigenen Interessen. Ich will, dass Sie meine B&uuml;cher kaufen und lesen. Meinungsforschungsinstitute wollen Geld verdienen. Spiegel Online hat 2015 mehrere offizielle Prognosen zum Fachkr&auml;ftemangel untersucht. Was wurde in 2009 f&uuml;r das Jahr 2015 prognostiziert? Welche der Szenarien trafen nach sechs Jahren tats&auml;chlich ein? Das Fazit: Nichts. Keine einzige Prognose der Meinungsforschungsinstitute ist bis 2015 eingetroffen. Aber dieselben falschen Zahlen werden jetzt f&uuml;r 2022 vorausgesagt. V&ouml;llig schamlos.<br>\nUngebremst verdienen Meinungsforschungsinstitute viel Geld mit falschen Zahlen und warnenden Prognosen. Das Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln (IW) ist auch zust&auml;ndig daf&uuml;r, dass der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) jahrelang die Zahl der offenen Stellen mit sieben, sp&auml;ter mit f&uuml;nf multipliziert hat, die Zahl der arbeitslosen Ingenieure aber nur mit eins. Dieser Rechenweg wird immer eine riesige L&uuml;cke an Ingenieuren aufzeigen. Im Juli 2014 deckte die ARD diesen Trick in der Reportage &bdquo;Das M&auml;rchen vom Fachkr&auml;ftemangel&ldquo; auf. Die entscheidende Frage lautet: G&auml;be es tats&auml;chlich einen Ingenieursmangel, m&uuml;ssten VDI und IW dann so tricksen? Unseri&ouml;se Zahlen werden in Hunderten Medien blind kopiert und verbreitet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/news.kununu.com\/fachkraeftemangel-ist-ein-kassenschlager-martin-gaedt\/\">kununu Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neue Shadow Brokers Dokumente: NSA spioniert Banken aus<\/strong><br>\nDie Hacker-Gruppe Shadow Brokers ver&ouml;ffentlichte Dokumente, nach denen der US-Geheimdienst NSA die Zahlungsverkehre vorwiegend nah&ouml;stlicher Banken &uuml;berwacht hat.<br>\nDie Hacker-Gruppe Shadow Brokers beschuldigt den US-Geheimdienst NSA, er habe nicht nur Windows-Computer im Visier, sondern auch Banken. In einem am Freitag ver&ouml;ffentlichten Blogbeitrag findet sich als Beleg daf&uuml;r ein Link auf ein Archiv in der Cloud des russischen Suchmaschinenanbieters Yandex. In der Datensammlung befinden sich nicht nur angebliche Angriffswerkzeuge der NSA auf Windows, sondern auch ein Ordner namens SWIFT. Die Gruppe gab den Zugriff auf das gesamte Archiv frei &ndash; samt Passwort. Eine entpackte Version der Daten ist in einem Repository auf Github gelandet. (&hellip;)<br>\nIm Archiv sind unter anderem SQL-Scripte enthalten, die Datenbanken nach SWIFT-Transaktionen durchsuchten. Au&szlig;erdem findet sich ein Hinweis, der zumindest nahelegt, dass der US-Geheimdienst sich in die Firma EastNets aus Dubai gehackt habe. Sie wickelt Zahlungsverkehre Dutzender nah&ouml;stlicher Banken ab, auch internationale &Uuml;berweisungen. Diese sind f&uuml;r Geheimdienste besonders interessant. Sie hoffen, mit der &Uuml;berwachung der Zahlungsverkehre terroristische Aktivit&auml;ten leichter bek&auml;mpfen zu k&ouml;nnen. Eine Liste enth&auml;lt bereits attackierte, aber auch potenziell angriffsw&uuml;rdige Computer zahlreicher Banken aus L&auml;ndern wie Abu Dhabi, Katar, Dubai, Syrien, Jemen und den pal&auml;stinensischen Autonomiegebieten. In einem Tweet dementierte EastNets, gehackt worden zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Neue-Shadow-Brokers-Dokumente-NSA-spioniert-Banken-aus-3686184.html\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Diese Meldung soll den Eindruck erwecken, dass amerikanische Unternehmen sich gegen die Schn&uuml;ffelmethoden der NSA wehren, was sie aber bekanntlich nicht k&ouml;nnen. Endscheidungen amerikanischer Gerichte zwingen die Unternehmen nicht nur zur Herausgabe alle vorhanden Information, sondern legen ihnen zus&auml;tzlich eine Schweigepflicht &uuml;ber den ganzen Vorgang und die  Umst&auml;nde der Datenspionage auf. Keine Daten in US-amerikanischen Besitz sind in irgendeiner Form &bdquo;vertraulich und sicher&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Reisst euch am Riemen, statt zu jammern<\/strong><br>\nIch bin nicht der einzige britische Linke, der genug davon hat, immer auf der Verliererseite zu stehen. Und nur allzu oft sind es unsere eigenen Parteig&auml;nger, die uns mit ihren Exzessen aus dem Sattel heben &ndash; insbesondere diejenigen, die mit d&uuml;mmlicher Identit&auml;tspolitik hausieren, statt ernsthafte politische Debatten in Gang zu setzen. Jede Woche bringt uns eine neue Litanei von Petitionen, Artikeln und Social-Media-Posts, die allesamt den Eindruck vermitteln, die Linke sei zu einem Verein eitler Moralisten geworden, denen jede F&auml;higkeit zur Selbstreflexion abgeht. [&hellip;]<br>\nEs ist einzig und allein Sache der Linken, dieses Problem anzugehen und ihr Haus von den Termiten zu befreien, die an seinem Fundament nagen. Wir kommen nirgendwohin, wenn so viele, die sich als Linksliberale bezeichnen, de facto weder liberal noch links sind. Vielmehr sind sie Eindringlinge, die sich dann arrogant als unsere Botschafter ausgeben. Sie sind Philister in Reinkultur. K&uuml;nstlerische Freiheit bemessen sie anhand ihrer eigenen engen Weltsicht, die Redefreiheit ist in ihren Augen eher eine Unannehmlichkeit denn ein fundamentales Prinzip der Demokratie. Nat&uuml;rlich machen sie sich damit l&auml;cherlich, aber sie sind entr&uuml;stet, wenn das geschieht. Sie benehmen sich wie ein Dorftrottel, der sich freiwillig an den Pranger stellt und dann jammert, weil ihn die Leute mit faulem Obst beschmeissen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/appell-an-die-linke-reisst-euch-am-riemen-statt-zu-jammern-ld.1086056\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&bdquo;Zuweilen bedenkt Sch&auml;uble nicht die Folgen seiner Aussagen&ldquo;<\/strong><br>\nAu&szlig;enstaatsminister Michael Roth (SPD) kritisiert Politiker, die buchhalterisch &uuml;ber Europa reden oder oberlehrerhaft gegen&uuml;ber Partnern auftreten. Auch zum Giftgas in Syrien und zu Trumps Wende hat er eine klare Meinung. (&hellip;)<br>\nDie Welt: Gabriel will etwas &bdquo;Unerh&ouml;rtes&ldquo; tun und mehr Geld in die EU-Kasse zahlen. Ist diese Haltung mehrheitsf&auml;hig in Deutschland?<br>\nRoth: Sigmar Gabriel will einen Mentalit&auml;tswechsel der politischen Elite, v&ouml;llig zu Recht. Ich halte das f&uuml;r &uuml;berf&auml;llig. Viele Politiker diskutieren &uuml;ber Europa kaufm&auml;nnisch, buchhalterisch, kleinkariert. Die Nettozahler-Debatte bringt nichts. Wir wollen mehr Geld investieren, aber eben in ein besseres Europa. Alle fordern, Europa solle mehr tun f&uuml;r Verteidigung, Entwicklungszusammenarbeit, Migrationspolitik und Arbeitspl&auml;tze. Das wird nicht mit dem Budget von heute funktionieren. Da muss die gesamte EU mehr beitragen. Deutschland sollte vorangehen, weil wir von einem handlungsf&auml;higen Europa immens profitieren.<br>\nDie Welt: Betrachtet Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) die EU buchhalterisch?<br>\nRoth: Zuweilen bedenkt Herr Sch&auml;uble nicht, was die Folgen seiner Aussagen sind. &Uuml;berzeugte Europ&auml;er m&uuml;ssen die EU zusammenhalten, den Teamgeist st&auml;rken. Da schadet es, wenn mancher in Deutschland allzu oberlehrerhaft auftritt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article163664479\/Zuweilen-bedenkt-Schaeuble-nicht-die-Folgen-seiner-Aussagen.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der Staatssekret&auml;r argumentiert zu Recht gegen Sch&auml;ubles &ldquo;oberlehrerhafte&rdquo; Aussagen &ndash; da&szlig; er dann selber Frankreich w&uuml;nscht, &ldquo;seine Reformen gegen massive Proteste durchzusetzen&rdquo; (also die radikalen Unternehmensteuer- und Sozialk&uuml;rzungen plus weitere Verschlechterungen f&uuml;r Arbeitnehmer durch den neoliberalen Macron), zeigt leider die eigene &ldquo;oberlehrerhafte Attit&uuml;de&rdquo;, gepaart mit der Rechtfertigung der v&ouml;llig falschen &ldquo;Agenda 2010&rdquo;-Politik. &ldquo;Alle fordern, Europa solle mehr tun f&uuml;r Verteidigung&rdquo; &ndash; vielleicht alle Regierungen, aber sicher die allerwenigsten EU-B&uuml;rger. Gemeinsame Milit&auml;reins&auml;tze im Rest der Welt sind also f&uuml;r die SPD der &ldquo;gro&szlig;e[n] konzeptionelle[n] Wurf&rdquo;, der die EU wieder zusammenbringt? Gleichzeitig tut die SPD exakt nichts, um die Austerit&auml;tspolitik in Deutschland, die sie ja schon unter Schr&ouml;der massiv forciert hat, zu beenden oder die viel zu hohe preisliche deutsche Wettbewerbsf&auml;higkeit, immerhin die Hauptursache f&uuml;r die sogenannte Eurokrise, durch Lohnerh&ouml;hungen und Wiederherstellung des Sozialstaats zu reduzieren. Stattdessen wird unter dem Deckmantel, nur das beste f&uuml;r die EU zu wollen, die EU zerst&ouml;rt. Zwischen SPD und Union, die voraussichtlich auch die n&auml;chste Bundesregierung bilden werden, pa&szlig;t tats&auml;chlich kein Blatt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> K&ouml;nnte es sein, dass Albrecht M&uuml;llers &Uuml;berzeugung des &bdquo;Getrennt marschieren, vereint gewinnen&ldquo; nicht lediglich f&uuml;r eine Fraktion gilt, sondern inzwischen fraktions&uuml;bergreifend (n&auml;mlich zwischen Unionsparteien und SPD) zu wirken scheint?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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