{"id":3794,"date":"2009-02-25T09:46:08","date_gmt":"2009-02-25T08:46:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3794"},"modified":"2009-02-25T09:47:19","modified_gmt":"2009-02-25T08:47:19","slug":"hinweise-des-tages-839","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3794","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Gefahr der Krisenwiederholung: Zur&uuml;ck zur guten alten Bank<\/li>\n<li>Finanzkrise: Gierige Pleitebanker. Politik behindert Aufkl&auml;rung<\/li>\n<li>Von einer Krise zur anderen<\/li>\n<li>Hedgefonds frieren Kundengelder ein<\/li>\n<li>Jean Ziegler: Wirtschaftsdelikte wie Kriegsverbrechen verfolgen!<\/li>\n<li>B&uuml;rger m&uuml;ssen Milliardenverluste tragen<\/li>\n<li>Werner R&uuml;gemer: Bankrott w&auml;re besser<\/li>\n<li>Und es geht noch weiter abw&auml;rts<\/li>\n<li>Kein Halten bei Finanzbetrug<\/li>\n<li>Flexibility gives way to rigidity&rsquo;s virtues<\/li>\n<li>Finanzbranche zieht gegen Aufsicht vor Gericht<\/li>\n<li>Kaiser&rsquo;s-Kassiererin:&nbsp;K&uuml;ndigung wegen 1,30 Euro wirksam<\/li>\n<li>Arge darf kein Lohndumping f&ouml;rdern<\/li>\n<li> Fein R.I.P. &ndash; Wie Missmanagement Schiesser in die Pleite trieb<\/li>\n<li>DGB-Kampagne: &bdquo;Rente muss zum Leben reichen&ldquo;<\/li>\n<li>Immer mehr &Auml;rzte proben den Aufstand<\/li>\n<li>Norbert Walter: Der verfolgte Schwarzseher<\/li>\n<li>Bertelsmann Management-Index: Deutschland im Mittelfeld<\/li>\n<li>&bdquo;Andrea Ypsilanti tritt zur&uuml;ck!&ldquo;<\/li>\n<li>Die R&auml;umung des Waldcamps im Kelsterbacher Wald mit allen (Kampf-)Mitteln<\/li>\n<li>Lehrermangel in Niedersachsen: Problem-Ministerin vergr&auml;tzt Referendare<\/li>\n<\/ul><p><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3794&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Gefahr der Krisenwiederholung: Zur&uuml;ck zur guten alten Bank<\/strong><br>\nDer europ&auml;ische Top&ouml;konom de Grauwe hat eine klare Meinung zu den Vorhaben, die die G20 planen: Sie drohten zu scheitern. Damit sich die Finanzkrise nicht wiederholt, fordert er viel radikalere Reformen. &ldquo;Die Banken sollten so weit wie m&ouml;glich daran gehindert werden, Risiken aufzunehmen, die &uuml;ber ihr traditionelles Kreditgesch&auml;ft hinausgehen&rdquo;, sagte der Wirtschaftswissenschaftler von der belgischen Universit&auml;t in Leuven. Er widersprach Kritikern der US-Notenbank, die den Ursprung der Krise in einer zu laxen Geldpolitik sehen. Zwar h&auml;tten die Leitzinsen eine Zeit lang zu niedrig gelegen. &ldquo;Das fundamentale Problem ist aber die mangelnde Regulierung der Banken&rdquo;, sagte Grauwe. &ldquo;Selbst wenn die US-Notenbank Fed ihre Zinsen st&auml;rker angehoben h&auml;tte, w&auml;re das Bankensystem fr&uuml;her oder sp&auml;ter in Schwierigkeiten geraten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Gefahr-der-Krisenwiederholung-Zur%FCck-zur-guten-alten-Bank\/478560.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Finanzkrise: Gierige Pleitebanker. Politik behindert Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\nExperten und Politikern zufolge wird die Bankenkrise nicht richtig aufgekl&auml;rt und Banker k&ouml;nnen sich aus der Verantwortung stehlen. Eine Sonderpr&uuml;fung zu Milliarden-Verlusten bei der IKB etwa soll jetzt nach knapp einem Jahr ausgesetzt werden. &ldquo;Man will am Ende vertuschen&rdquo;, wirft der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Sch&auml;ffler der Bank und der Bundesregierung vor.\n<p>Sch&auml;ffler, der f&uuml;r die FDP Mitglied im Finanzausschuss des Bundestages ist, h&auml;lt die Aussetzung der Sonderpr&uuml;fung durch die neue IKB-Eigent&uuml;merin Lone Star f&uuml;r eine Absprache. &ldquo;Ich glaube, das war ein Teil des Deals mit der Bundesregierung und das ist ein skandal&ouml;ser Vorgang. Denn diese Sonderpr&uuml;fung haben die Kleinaktion&auml;re auf Druck in der Hauptversammlung durchgesetzt und nur auf Druck der Kleinaktion&auml;re haben die Bundesregierung und die KfW am Ende dieser Sonderpr&uuml;fung zugestimmt.&rdquo; Das Finanzministerium bestreitet dagegen eine solche Absprache. Jetzt werde nicht aufgekl&auml;rt, inwieweit der Aufsichtsrat oder der Vorstand Verantwortung f&uuml;r Fehler im Unternehmen tragen, kritisiert Sch&auml;ffler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/11\/0,1872,7527435,00.html\">frontal 21<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Dass ausgerechnet ein FDP Mitglied im Finanzausschuss die Vertuschung in Sachen IKB beklagt, ist schon erstaunlich. Schlie&szlig;lich hat seine Partei die Zustimmung zum Untersuchungsausschuss verweigert, den Linke und Gr&uuml;ne einsetzen wollten, aber ohne FDP nicht realisieren konnten. <\/em><\/p>\n<p>&Uuml;ber den gesamten Vorgang IKB und die Vernetzung mit dem Bundesfinanzministerium haben wir seit Juli 2007 ausf&uuml;hrlich berichtet. Sie finden in den NachDenkSeiten wie auch in den beiden kritischen Jahrb&uuml;chern viel Material dazu, z.B. <a href=\"?page_id=3577\">&ldquo;Das kritische Jahrbuch 2007&rdquo;<\/a> und <a href=\"?page_id=2867\">&ldquo;Das kritische Jahrbuch 2008&rdquo;<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><strong>Von einer Krise zur anderen<\/strong><br>\nDie Finanz- und Wirtschaftskrise trifft osteurop&auml;ische L&auml;nder besonders hart. Wie schlimm ist die Lage?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages;art693,2738274?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Hedgefonds frieren Kundengelder ein<\/strong><br>\nMassenhaft sitzen Investoren in Hedgefonds fest. Andrew Baker, Leiter des Branchenverbandes Alternative Investment Managers Association (AIMA), sch&auml;tzt, dass bis zu 40 Prozent der etwa 1000 von London aus verwalteten Einzelfonds so genannte Sperren (&bdquo;Gates&ldquo;) gegen den Abzug von Kundengeldern verh&auml;ngt haben. Die Sperren seien ein Schutz f&uuml;r verbleibende Investoren, sagt ein Berater f&uuml;r Hedgefonds-Investments bei einer deutschen Privatbank, &bdquo;damit nicht die verbleibenden Anleger auf den illiquidesten Werten sitzen bleiben&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/hedgefonds-frieren-kundengelder-ein-387969\/\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Den Hedgefonds-Managern die Schuld f&uuml;r die Bankenkrise zuzuschieben ist so, als wenn man die Passagiere f&uuml;r den Busunfall verantwortlich macht&ldquo;, sagt einer der &bdquo;Hedgies&ldquo;. So haben sich die Mitl&auml;ufer schon immer herausgeredet: die Schlimmen waren immer die anderen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Jean Ziegler: Wirtschaftsdelikte wie Kriegsverbrechen verfolgen!<\/strong><br>\nDie Katastrophenbanker haben nicht nur die westlichen Volkswirtschaften ruiniert. Woanders morden sie. Das ist keine Hypothese, sondern eine Tatsache&rdquo;, sagte Ziegler.<br>\nWirtschaftsdelikte m&uuml;ssten wie Kriegsverbrechen verfolgt werden, forderte der UN-Berater. &ldquo;Die Banker haben mehr Menschen auf dem Gewissen als mancher afrikanische Warlord.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/170751\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>B&uuml;rger m&uuml;ssen Milliardenverluste tragen<\/strong><br>\nAuch Hamburg wird nun &ndash; zusammen mit Schleswig-Holstein &ndash; von der Finanzkrise schwer getroffen und muss milliardenschwere Verluste durch Fehlspekulationen verdauen. Die Verluste scheinen nach den vorliegenden Indizien au&szlig;erordentlich gravierend zu sein mit der Konsequenz, dass von Seiten des Bankenrettungsfonds SoFFin die Hilfe verweigert wurde. Es ist die Rede von einer Kapitalerh&ouml;hung der Landesbank HSH um 3 Milliarden sowie 10 Milliarden an Kreditb&uuml;rgschaften f&uuml;r faule Wertpapiere.\n<p>Damit muss jeder Hamburger, vom S&auml;ugling bis zum Greis, mit ca. 3000 Euro zugunsten der Rettung der HSH-Bank eintreten.<\/p>\n<p>Es scheint sich inzwischen herauszusch&auml;len, dass die Funktion des &ldquo;Bad Banking&rdquo; durch die Hypo Real Estate, die IKB und viele Landesbanken &uuml;bernommen worden war, die die Papiere insbesondere von der Deutschen Bank &uuml;bernahmen. Steinbr&uuml;cks Staatssekret&auml;r J&ouml;rg Asmussen, der f&uuml;r diesen Gesch&auml;ftsbereich zust&auml;ndig war, hatte im Jahr 2005 eine Empfehlung herausgegeben, in der er das Investment der Banken in die Papiere, die sich nun als &ldquo;toxic waste&rdquo; herausstellen, bef&uuml;rwortete. Entsprechend war auch im Koalitionsvertrag der Bundesregierung festgelegt worden, dass der Markt dieser Papiere zu f&ouml;rdern und von Regulierungen zu befreien sei.<\/p>\n<p>Das zust&auml;ndige Ressort im Bundesfinanzministerium wird weiterhin von Asmussen betreut. Auch die Festlegung des Koalitionsvertrages wurde bisher nicht zur&uuml;ckgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.meta-info.de\/?site=metainfo&amp;lid=32960\">meta-info<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man denke nur einmal um ein halbes Jahr zur&uuml;ck: Da lassen zwei arme L&auml;nder &uuml;ber Nacht einfach so mal 3 Milliarden Cash und 10 Milliarden B&uuml;rgschaften springen &ndash; ohne dass die Parlamente &uuml;berhaupt vorher gefragt worden w&auml;ren. Haben Ole van Beust oder Peter Harry Carstensen konkret erkl&auml;ren k&ouml;nnen, warum sie ihre B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger haften lassen wollen?<\/em><\/p>\n<p>Und noch etwas: Wie &uuml;blich wird es jetzt wieder hei&szlig;en, die Landesbanken seien die schlimmsten. Knapp 26 Prozent an der HSH h&auml;lt der auch bei der HRE mit einer Sperrminorit&auml;t beteiligte Finanzinvestor J.C. Flowers. Er war vor knapp drei Jahren bei der HSH eingestiegen, mit dem Ziel diese Bank an die B&ouml;rse zu bringen. Es w&auml;re interessant zu wissen, wie sich in dieser Zeit die Gesch&auml;ftspolitik der HSH ge&auml;ndert hat.<\/p>\n<p>Dass Hypo Real Estate, die IKB und viele Landesbanken mit Unterst&uuml;tzung des Bundesfinanzministeriums als sog. Bad Banks fungierten, konnten Sie auf den NachDenkSeiten schon vielfach lesen.<\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>HRE von Anfang an eine &raquo;Bad Bank&laquo;<\/strong><br>\nSchon rot-gr&uuml;ne Bundesregierung wusste &uuml;ber hohe Risiken deutscher Banken Bescheid. Der Verkauf fauler Kredite trug ma&szlig;geblich zur Finanzkrise bei und wird seit langem von Staat und Regierung gedeckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/144407.hre-von-anfang-an-eine-bad-bank.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Werner R&uuml;gemer: Bankrott w&auml;re besser<\/strong><br>\nDie Kanzlei Freshfields schrieb die Gesetzesvorlage zur Hypo Real Estate. Ordentliche Enteignung und Insolvenz des maroden Finanzinstituts sollen verhindert werden<br>\nBei einer genauen Pr&uuml;fung der Verbindlichkeiten der HRE w&uuml;rde sich somit herausstellen, dass sie eben keine &raquo;systemische&laquo; Bedeutung hat. Es geht um spekulative Interbankengesch&auml;fte und um Kredite, die von anderen Banken ohne die &uuml;bliche Pr&uuml;fung und aus spekulativer Gier an die HRE vergeben wurden. Die Erf&uuml;llung dieser Verpflichtungen entspricht gerade nicht dem &raquo;Wohl der Allgemeinheit&laquo;. Ihre Abwicklung in einem Insolvenzverfahren h&auml;tte keine Auswirkungen auf die Realwirtschaft, sondern w&uuml;rde einen Beitrag zur Gesundung der Wirtschaft und insbesondere des Finanzsektors darstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/02-25\/036.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Und es geht noch weiter abw&auml;rts<\/strong><br>\n&ldquo;Das Wachstum der Verm&ouml;genswerte war eine Illusion, nicht aber das Wachstum der Schulden&rdquo;, schreibt Wirtschafts-Nobelpreistr&auml;ger Paul Krugman in seinem j&uuml;ngsten Gastkommentar f&uuml;r die &ldquo;New York Times&rdquo;. Es werde Jahre dauern, bis der Berg wieder abgetragen ist. Wer noch immer an einen raschen Umschwung wie zuletzt nach dem Terror des 11. September 2001 glaubt, sollte zwei aktuelle Befunde untersuchen, die im t&auml;glich gelieferten Zahlensalat zwischen allzu vielen Nullen leicht untergehen.\n<p>Erstens: Amerikas Haushalte haben durch die Einbr&uuml;che an den Immobilien- und Finanzm&auml;rkten inzwischen rund 15 Billionen Dollar verloren: Konsumieren war gestern, Sparen ist das Gebot der Stunde. Damit f&auml;llt der bisherige Dynamo der Weltwirtschaft aus, vermutlich f&uuml;r lange Zeit.<\/p>\n<p>Zweitens: Finanzexperten taxieren den verbliebenen Abschreibungsbedarf im US-Bankensystem auf mindestens weitere zwei Billionen Dollar &ndash; eine Summe, die das Eigenkapital aller Institute bei weitem &uuml;bersteigt. Zwar wird der Staat systemkritische Banken weiter vor dem Kollaps sch&uuml;tzen, wie bereits bei Citigroup und Bank of America zu besichtigen. Beruhigend ist das freilich nur auf den ersten Blick. Die Rezession und insbesondere der einbrechende US-Jobmarkt mit seinen R&uuml;ckkopplungen auf die Kreditportfolien der Banken fachen vielmehr Spekulationen um eine Verstaatlichung gro&szlig;er Institute an.<\/p>\n<p>Der Anteil der deutschen Exporte in die USA sank zwar von 2001 bis 2007 von 10,6 auf 7,6 Prozent. Dennoch ist die USA nach Frankreich der bedeutendste Absatzmarkt f&uuml;r hiesige Exporteure. 2007 gingen Waren im Wert von mehr als 73 Mrd. Euro &uuml;ber den Atlantik. Das Genick gebrochen hat der hiesigen Wirtschaft aber nicht allein die wegbrechende Nachfrage aus den USA. Es sind vielmehr die indirekten Auswirkungen: Wenn die Amerikaner weniger Konsumg&uuml;ter nachfragen, zieht das auch China und kleinere asiatische L&auml;nder nach unten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur-nachrichten\/und-es-geht-noch-weiter-abwaerts;2169381\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Typisch f&uuml;r das Handelsblatt allerdings, da wird die Ursache der Krise auf die &bdquo;billigen Schulden&ldquo; verk&uuml;rzt. Man tut so, als seien die &bdquo;Schuldenmacher&ldquo;, also die kleinen Kreditnehmer die Schuldigen. Zum Schuldenmachen geh&ouml;ren allerdings immer zwei: Einer, der die Kredite nimmt und ein anderer, der die (faulen) Kredite gibt und sie dann als Kettenbriefe verpackt mit H&ouml;chstrenditen auf den Finanzmarkt wirft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kein Halten bei Finanzbetrug<\/strong><br>\nErst Madoff, jetzt Stanford &ndash; fast jede Woche fliegt in den USA ein neues Schneeballsystem auf. Den Betr&uuml;gern gelingt es nicht mehr, an frisches Kapital zu kommen, um ihre Tricks zu vertuschen. In ihrer Panik tauchen viele einfach ab &ndash; und hinterlassen ein Tr&uuml;mmerfeld.\n<p>Reihenweise fliegen Schwindler auf, weil ihre wackligen Gesch&auml;ftsmodelle nur in guten Zeiten funktionieren. &ldquo;Nur bei Ebbe l&auml;sst sich feststellen, wer nackt schwimmt&rdquo;, witzelte Investorenlegende Warren Buffett k&uuml;rzlich. Die Zahl der Finanzjongleure ohne Badehose alarmiert auch die Beh&ouml;rden. &ldquo;Es herrscht absolute Ebbe an der Wall Street&rdquo;, sagt John Coffee von der Columbia University in New York, &ldquo;und die SEC f&auml;ngt an, genauer als fr&uuml;her nach den Nackten zu suchen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Agenda-Kein-Halten-bei-Finanzbetrug\/478536.html?p=1\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Flexibility gives way to rigidity&rsquo;s virtues<\/strong><br>\nThe economic paradigm developed during the boom years was based on the idea of flexibility. The economically successful countries were those that allowed flexibility in goods and labour markets. Rapid growth lay ahead of them if they permitted companies to hire and fire without restrictions; if wage contracts made it possible for companies to adjust wages up and down quickly to changing economic conditions.\n<p>The opposite is true. Today, rigidities in wages, employment and social security allow countries to deal better with the great rigidity that the fixed levels of debt impose on households and companies. We should cherish these rigidities.<\/p>\n<p>Today it is becoming increasingly clear that flexibility may not be a quality at all, but a serious handicap. Let us analyse why that is.<br>\nIt follows that the most flexible economies will suffer most from this. In countries where companies can easily fire workers, or where they can cut their wages on a whim, these same workers will be hit harder by the debt deflation dynamics. They will have to sell their houses and their other assets more quickly, thereby threatening others (including banks) with bankruptcy.<\/p>\n<p>When economies are hit by debt deflation they need circuit breakers. You guessed it: rigidities in wages, prices and employment contracts are such circuit breakers. They slow down the debt deflation dynamics, allowing for a more orderly retreat. Workers do not immediately lose their jobs; their wages are not cut instantaneously, giving some respite in the orderly winding down of debt levels.<\/p>\n<p>Of course, these circuit breakers do not eliminate the debt deflation dynamics; they slow them down. There is one ultimate circuit breaker, however, that has the capacity to stop the dynamics. This is the social security system.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/cms\/s\/0\/f9e3fee4-0117-11de-8f6e-000077b07658.html\">Financial Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Finanzbranche zieht gegen Aufsicht vor Gericht<\/strong><br>\nDie gesamte Finanzwirtschaft will juristisch gegen die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgehen. Nach Informationen des Handelsblatts soll gerichtlich gekl&auml;rt werden, wer f&uuml;r etwaige Schadensersatzforderungen bei einem Fehlverhalten von BaFin-Mitarbeitern haften soll.\n<p>Das Bundesfinanzministerium (BMF) als Fach- und Rechtsaufsicht der BaFin steht auf dem Standpunkt, dass Schadensersatzforderungen letztlich von der Finanzwirtschaft zu tragen seien, weil sie die BaFin vollst&auml;ndig finanziere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/finanzbranche-zieht-gegen-aufsicht-vor-gericht;2168204\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant sind weniger die Haftungsfrage, als die Information, dass die Finanzwirtschaft ihre Aufsicht selbst finanziert. Braucht man sich da noch &uuml;ber die laxe Aufsicht der vergangenen Jahre zu wundern. Merke: Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kaiser&rsquo;s-Kassiererin:&nbsp;K&uuml;ndigung wegen 1,30 Euro wirksam<\/strong><br>\nEine Supermarkt-Kassiererin ist auch in zweiter Instanz mit der Klage gegen ihre Entlassung gescheitert. Sie soll Pfandbons im Wert von 1,30 Euro unterschlagen haben. Das Landesarbeitsgericht Berlin gab dem Arbeitgeber Recht, der das Vertrauensverh&auml;ltnis gest&ouml;rt sah. \n<p>Die fristlose K&uuml;ndigung einer langj&auml;hrigen Supermarkt-Kassiererin wegen der Unterschlagung von zwei Leergutbons im Wert von 1,30 Euro ist rechtens. Mit einem entsprechenden Urteil zog das Landesarbeitsgericht Berlin am Dienstag einen Schlussstrich unter den Fall der 50-j&auml;hrigen Barbara E., deren Entlassung zu teils heftigen Protesten gef&uuml;hrt hatte. Der DGB nannte das Urteil einen &ldquo;schwarzen Tag f&uuml;r Arbeitnehmer&rdquo; und eine &ldquo;Abstrafung f&uuml;r eine Gewerkschafterin&rdquo;.<\/p>\n<p>Die Kassiererin, von ihren Unterst&uuml;tzern &ldquo;Emmely&rdquo; gerufen, war seit 1977 in einer gro&szlig;en Supermarkt-Kette besch&auml;ftigt. Anfang 2008 hatte sie nach Auffassung des Gerichts zwei Leergutbons im Wert von 48 und 82 Cent aus dem Kassenb&uuml;ro genommen und f&uuml;r sich selbst eingel&ouml;st. Es folgte die fristlose K&uuml;ndigung. Barbara E. zog vor das Arbeitsgericht und verlor zun&auml;chst in erster, am Dienstag in zweiter Instanz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/arbeit-karriere\/:Kaiser%27s-Kassiererin-K%FCndigung-1%2C30-Euro\/655761.html\">stern<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man muss sich nur einmal diese schreiende Ungerechtigkeit vor Augen halten:<br>\nDa wird eine Niedrigl&ouml;hnerin ihrer beruflichen Existenz beraubt, weil sie einen Pfandbonus von 1,30 Euro (in Worten: ein Euro und 30 Cent) unterschlagen haben soll, und andere, die in krimineller Weise Milliarden veruntreut haben, bekommen daf&uuml;r noch Millionen an Boni hinterhergeworfen. Kaum einer wurde fristlos entlassen, im Gegenteil, wenn sie &uuml;berhaupt ihre Posten abgegeben haben, wurden ihnen noch Millionen an Abfindungen gezahlt. Kein Gericht hat sich damit besch&auml;ftigt, wie eine gro&szlig;e Zahl von Bankern das Vertrauensverh&auml;ltnis zu ihrem Arbeitgeber und vor allem zu ihren Kunden zerst&ouml;rt hat. Kaum ein Staatsanwalt hat strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Eine derartige Ungleichbehandlung zerst&ouml;rt das Vertrauen in den Rechtsstaat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arge darf kein Lohndumping f&ouml;rdern<\/strong><br>\nWeigert sich ein Langzeitarbeitsloser, zu Dumpingl&ouml;hnen zu arbeiten, darf das Arbeitslosengeld II nicht gek&uuml;rzt werden. Das entschied das Sozialgericht Dortmund jetzt im Fall einer Frau aus Bochum, die bei einem Textildiscounter f&uuml;r einen Stundenlohn von 4,50 Euro brutto besch&auml;ftigt werden sollte.\n<p>Auf die Klage der Arbeitslosen hob das Sozialgericht Dortmund die Leistungsk&uuml;rzung wieder auf. Es entschied, dass ein Stundenlohn von 4,50 Euro bei einem untersten Tariflohn von 9,82 Euro unzumutbar sei. <\/p>\n<p>Solche Stundenl&ouml;hne seien sittenwidrig. Arbeitslosen derartige Stellen mit Hilfe von Sanktionen aufzuzwingen, hie&szlig;e, Lohndumping zu unterst&uuml;tzen und das Lohngef&uuml;ge weiter nach unten zu schrauben, urteilte das Gericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1680544_Arge-darf-kein-Lohndumping-foerdern.html\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Fein R.I.P. &ndash; Wie Missmanagement Schiesser in die Pleite trieb<\/strong><br>\nDer W&auml;schehersteller Schiesser ist kein Opfer der Finanzkrise. Grausiges Missmanagement, so interne Unterlagen, trieb die Unterhosen-Ikone in die Pleite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmer-maerkte\/fein-r-i-p-wie-missmanagement-schiesser-in-die-pleite-trieb-388082\/print\/\">WiWo<\/a><\/li>\n<li><strong>DGB-Kampagne: &bdquo;Rente muss zum Leben reichen&ldquo;<\/strong><br>\nUnter dem Motto &bdquo;Rente muss zum Leben reichen&ldquo; hat der DGB seine Kampagne zur St&auml;rkung der solidarischen Alterssicherung in Deutschland gestartet. Ziel ist es, die Ursachen der drohenden Altersarmut deutlich zu machen und die Politik dazu zu bewegen, die notwendigen Reformen rasch auf den Weg zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltderarbeit.de\/\">Welt der Arbeit.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Immer mehr &Auml;rzte proben den Aufstand<\/strong><br>\nImmer mehr Krankenversicherte im S&uuml;dwesten melden Probleme mit Praxis&auml;rzten, die sie aus Protest gegen die Honorarreform nicht behandeln wollen. Bei der DAK sind in Baden-W&uuml;rttemberg 200 F&auml;lle bekannt, bei der Techniker Krankenkasse 115 und beim Verband der Betriebskrankenkassen 76. \n<p>Dabei handelt es sich um ganz unterschiedliche Erfahrungen der Patienten: Einmal sollen sie nur gegen Vorkasse behandelt werden, einmal werden ihnen Leistungen g&auml;nzlich verweigert, weil das Budget der &Auml;rzte schon ausgesch&ouml;pft sei. Dann werden sie auf die Warteliste gesetzt. Betroffen sind vor allem die Fachgruppen der Magen-Darm-Spezialisten und der Haut&auml;rzte, die wegen aus ihrer Sicht zu niedriger Verg&uuml;tung von Magenspiegelungen beziehungsweise Hautkrebsfr&uuml;herkennungs-Untersuchungen rebellieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/1956001_0_2147_kampf-um-honorare-immer-mehr-aerzte-proben-den-aufstand.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Leider habe ich bisher keine Ver&ouml;ffentlichung der Honorars&auml;tze und &uuml;ber die Einbu&szlig;en gefunden, damit man mehr Klarheit gewinnt &uuml;ber die tats&auml;chlichen Einkommensverluste der &Auml;rzte. Irgendwo m&uuml;ssen doch die zus&auml;tzlichen 2,75 Milliarden Euro oder die Erh&ouml;hung der Honorare um 10 % gelandet sein. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Norbert Walter: Der verfolgte Schwarzseher<\/strong><br>\nEs kommt noch schlimmer: Um 5 Prozent werde die deutsche Wirtschaft dieses Jahr schrumpfen, hat Norbert Walter gerade verk&uuml;ndet. Ein noch gr&ouml;&szlig;eres Minus sei nicht auszuschlie&szlig;en, falls die Konjunktur nicht sp&auml;testens vom Sommer an wieder anziehe. Walters rabenschwarze Prognose l&auml;sst viele erschauern.\n<p>Schon im Dezember hatte der Chefvolkswirt der Deutschen Bank Aufsehen erregt, als er &bdquo;minus 4 Prozent&ldquo; voraussagte. Die Meldung in der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung schlug ein wie eine Bombe. Danach habe man versucht, ihn zum Schweigen zu bringen, berichtet ein sichtlich entnervter Walter im Gespr&auml;ch. Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck habe pers&ouml;nlich zum Telefon gegriffen und beim Deutsche-Bank-Chef Ackermann interveniert. Doch ein Norbert Walter l&auml;sst sich den Mund nicht verbieten, sagt Walter und schaut gequ&auml;lt.<\/p>\n<p>Lautete fr&uuml;her sein Credo &bdquo;Mehr Markt&ldquo;, so fordert er nun entschiedene staatliche Eingriffe. Hoffnung setzt er auf einen globalen Rettungsplan unter Anleitung von Barack Obama. Jetzt sei nicht die Zeit f&uuml;r ordnungspolitische Bedenkentr&auml;gerei. &bdquo;Wenn es brennt, muss die Feuerwehr l&ouml;schen, da kann man nicht &uuml;ber die richtige Organisation sprechen.&ldquo; Alles, was die Nachfrage st&auml;rke, sei richtig. &bdquo;Die Abwrackpr&auml;mie ist gut, wir k&ouml;nnten sie noch auf viel mehr G&uuml;ter bis hin zu Haushaltsger&auml;ten und K&uuml;chenm&ouml;beln ausdehnen&ldquo;, sagt er.<\/p>\n<p>Noch im Herbst 2008 hat allerdings auch Norbert Walter die Lage weit weniger dramatisch eingesch&auml;tzt. Damals sah er &ndash; wie die meisten Institute &ndash; eine Rezession in Deutschland &bdquo;nicht als das Hauptszenario&ldquo;. Und weiter: &bdquo;Konjunkturprogramme sind falsch. Das ist alles verbranntes Geld.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E617BFE8545C44C9DA9CFDE32A312CC12~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser D.R.:<\/strong> Es darf doch nicht sein, dass dem neoliberalen Chefvolkswirt Walter der &ldquo;Verfolgtenkranz&rdquo; von der &ldquo;Zeitung f&uuml;r Deutschland&rdquo; geflochten wird, nur weil er durch nichts bewiesene Untergangsszenarien als unumst&ouml;&szlig;liche wissenschaftliche Gewissheiten prognostiziert! <\/em><\/p>\n<p>Von der jetzigen finanz&ouml;konomischen Krise hatte Herr Walter vor einem halben Jahr noch nichts, aber rein gar nichts gewusst! Wozu taugt eigentlich dessen jetziges Horrorszenario? Finanzwissenschaftlich zu gar nichts. Wenn sich aber Herr Walter aufgrund seiner Katastrophenvision so durch das Volk und die Leitung der Deutschen Bank bedroht f&uuml;hlen muss, dass er f&uuml;r um sein Leben bangt,&nbsp;ja dann bleibt ihm eigentlich nur noch die Emigration. Wer f&uuml;hlte sich hier nicht an den Prof. Sinnschen Wahnsinnsvergleich: Bankiers = Juden = Verfolgte wie im &ldquo;Dritten Reich&rdquo; erinnert? Gewiss, Herr Walter ist ein ehrenwerter Mann, der sich gegen diese Laudatio der &ldquo;Zeitung f&uuml;r Deutschland&rdquo; nicht wehren kann, nicht wahr?! Aber wir, Sie, die NDS&hellip; und ich k&ouml;nnen das. <\/p>\n<p>Herr Walter und seine Zunft tragen die Hauptverantwortung f&uuml;r das jetzige\/zuk&uuml;nftige durch die Rezession bewirkte Massenelend, und zwar ein weltweites! Wie dr&uuml;ckt sich nun die pers&ouml;nliche Verantwortungs&uuml;bernahme des &ldquo;Chefvolkswirtes&rdquo; aus? Durch nichts, durch gar nichts! Wer die neoliberale Gesellschafts-\/Wirtschaftsdoktrin zum Gesetz seines beruflichen Handelns gemacht hat, sollte jetzt Farbe bekennen und sich in den Ruhestand verabschieden, wobei der Prozess wegen ideologischer Beihilfe zur Vernichtung von Volksverm&ouml;gen noch ausst&uuml;nde.<\/p>\n<p>Sehe ich das alles ganz falsch? Bin ich zu &ldquo;d&uuml;nnh&auml;utig&ldquo;(Neusprech)?<\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Von Chefvolkswirten und SED-Funktion&auml;ren<\/strong><br>\nDampfplauderer mit Hang zum Horrorszenario: Noch bis vor kurzem erkl&auml;rte Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Walter den Tanz ums goldene Derivate-Kalb als rational. Er erinnert ein wenig an jene SED-Funktion&auml;re, die vor 1989 die DDR betrieben haben, aber nach der Wende wortreich erkl&auml;rten, warum der Sozialismus scheitern musste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/897\/459538\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das sind diese typischen Spielernaturen, denen wir den ganzen Schlammassel verdanken. Walter war &uuml;brigens immer schon auch Zulieferer von Gabor Steingart (vom SPIEGEL). <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bertelsmann Management-Index: Deutschland im Mittelfeld<\/strong><br>\nF&uuml;r die Herausforderungen durch die Globalisierung ist Deutschland unter allen westlichen Industriestaaten vergleichsweise gut aufgestellt. Allerdings weist das &ouml;ko&shy;nomische und politische Leistungsniveau gerade im Vergleich zu den skandinavischen Staaten erhebliche Defizite auf. Dies ist das Ergebnis einer internationalen Vergleichsstudie &uuml;ber die Zu&shy;kunftsf&auml;higkeit in allen 30 OECD-Staaten der Bertelsmann Stiftung (Sustainable Governance Indicators &ndash; SGI).\n<p>Die von einem weltweiten Netzwerk renommierter Wissenschaftler durchgef&uuml;hrte Untersuchung analysiert anhand von 149 Indikatoren den Reformbedarf und die Reformf&auml;higkeit der jeweiligen Staaten in Politikfeldern, die f&uuml;r die Frage der Nachhaltigkeit einer Gesellschaft einen zentralen Stellenwert besitzen. F&uuml;r Deutschland benennt die Studie deutliche Defizite. Insbesondere bei den Themen Arbeitsmarkt, Bildung, Integration und Wirtschaft. <\/p>\n<p>Besonders hervorgehoben werden dabei eine wenig nachhaltige Gesundheitsreform, die M&auml;ngel in der Kleinkinderbetreuung, die hohe Arbeitslosigkeit, geringe Bildungschancen von Menschen mit Migrationshintergrund sowie ein kompliziertes und undurchsichtiges Steuersystem. Vorreiter ist Deutschland dagegen bei der Umweltpolitik sowie in der Forschung und Entwicklung, obwohl die Experten hier noch weiteres Steigerungspotenzial ausmachen. An der Spitze der Vergleichserhe&shy;bung stehen die skandinavischen Staaten, w&auml;hrend Deutschland bei den meisten Indikatoren im oberen Drittel rangiert. <\/p>\n<p>Als einen entscheiden Faktor bei der Bew&auml;ltigung der Herausforderungen durch die Globalisierung machten die Forscher in der Vergleichsstudie allerdings nicht wirtschaftliche oder soziale Gege&shy;benheiten aus, sondern &ldquo;die Kunst des Regierens&rdquo;: Staaten mit einer hohen Demokratiequalit&auml;t und einer wirksamen Einbeziehung gesellschaftlicher Akteure erzielen demnach eindeutig nach&shy;haltigere Politikergebnisse. Die L&auml;nder der Spitzengruppe zeichnen sich zudem durch hervorra&shy;gende Management-Leistungen ihrer Regierungen aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-0A000F0A-6635D95A\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_93282.htm\">Bertelsmann Stiftung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Bertelsmann-&bdquo;Wissenschaftler&ldquo; scheinen wenigstens einen Teil ihrer bisherigen &bdquo;Reform&ldquo;-Indikatoren ausgewechselt zu haben. Pl&ouml;tzlich stehen nicht mehr Entstaatlichung, Privatisierung, Steuer- oder Abgabensenkungen im Vordergrund.<br>\nDennoch scheinen sie von der Entwicklung &uuml;berrollt worden zu sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu eine Anmerkung von J.A.:<\/strong> Man fragt sich schon, &bdquo;was soll das&ldquo;? Und wer soll das ernst nehmen??? Nur ein paar Beispiele:<\/p>\n<ul>\n<li>Island (!!!) steht im internationalen Vergleichsindex bei mit 7,4 von 10 m&ouml;glichen was-auch-immer-Punkten auf Rang 5 (!!!) &ndash; und steckt mitten im Staatsbankrott. Die &bdquo;Reformf&auml;higkeit&ldquo; im Sinne Bertelsmanns d&uuml;rfte erheblich gelitten haben.\n<\/li>\n<li>Dito Irland: steht mit 7,0 auf Rang 7 (!!) und ebenfalls kurz vor dem Staatsbankrott<\/li>\n<li>&Ouml;sterreich: 6,5 Punkte, Rang 10, akut bedroht durch die Wirtschaftskrise in Osteuropa <\/li>\n<li>Die USA und die Schweiz, ebenfalls 6,5 Punkte, Rang 12 und 13: mitten in der Rezession, vom Staatsbankrott bedroht.<\/li>\n<li>Deutschland hat 6,3 Punkte, hinter allen anderen genannten L&auml;ndern. Dieses Land ist trotz miserabler Wirtschaftspolitik immer noch eines der wettbewerbsf&auml;higsten und jedenfalls weit weniger verschuldet.\n<\/li>\n<li>Gro&szlig;britannien mit 6,1 Punkten immerhin direkt hinter Deutschland.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dar&uuml;ber schreibt der Spiegel:<\/p>\n<p><strong>Gro&szlig;britannien: Land voller Angst<\/strong><br>\nKaum ein Land erlebt durch die Wirtschaftskrise einen so brutalen Absturz wie das Vereinigte K&ouml;nigreich. Im einstigen wirtschaftlichen Musterland macht sich tiefe Verunsicherung breit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,609019,00.html\">SPIEGEL<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n<em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Wie viele Belege braucht der SPIEGEL noch, bis er erkennt, dass die &bdquo;anscheinend richtige&ldquo; &bdquo;Reform&ldquo;-Politik vollkommen falsch war und sie zur offensichtlichen Ursache der wirtschaftlichen Katastrophe erkl&auml;ren kann? Immerhin wird hier Blair nicht zum Sozialdemokraten verkl&auml;rt, sondern sein Politikansatz pr&auml;zise beschrieben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Andrea Ypsilanti tritt zur&uuml;ck!&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Andrea Ypsilanti tritt zur&uuml;ck!&ldquo; &ndash; Wie gerne h&auml;tte ich diese Schlagzeile gelesen! So viele Tritte, so viele davon unter die G&uuml;rtellinie, hat Frau Ypsilanti einstecken m&uuml;ssen. Meine Wut dar&uuml;ber schwoll t&auml;glich an und ist noch lange nicht verebbt. Nat&uuml;rlich ist es sehr ehrenwert, dass Andrea Ypsilanti nicht Gleiches mit Gleichem vergilt und nun ihrerseits zum Tritt ausholt. Und klug ist es vielleicht auch, so kann sie eventuell noch eine andere Karriere machen. Das halten Sie f&uuml;r ausgeschlossen? Kann sein. Ich setze aber durchaus Hoffnung darauf, dass Andrea Ypsilantis Partei, die sich ja dem Gender Mainstreaming verschrieben hat, die Parteipolitik des letzten Jahres in Hessen unter geschlechtsspezifischen Gesichtspunkten aufarbeiten wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fembio.org\/biographie.php\/frau\/comments\/andrea-ypsilanti-tritt-zurueck\/\">Fembio<\/a><\/li>\n<li><strong>Als w&auml;re nichts geschehen &hellip; die R&auml;umung des Waldcamps im Kelsterbacher Wald mit allen (Kampf-)Mitteln<\/strong><br>\nIn den Morgenstunden des 18.2.2009 r&auml;umten &uuml;ber 100 Polizeibeamte, mit Unterst&uuml;tzung eines vermummten Sondereinsatzkommandos\/SEK das Waldcamp im Kelsterbacher Wald. Gegen 37 der FlughafenausbaugegnerInnen stellte die FRAPORT Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch.\n<p>Die FRAPORT hatte sich tags zuvor, im 24-Stunden-Service, einen R&auml;umungstitel besorgt, die Polizei hatte Wochen zuvor alle Waldcamp-BewohnerInnen identifiziert und aufgelistet. So konnte die FRAPORT die R&auml;umung gegen namentlich aufgef&uuml;hrte BewohnerInnen erwirken.<\/p>\n<p>Auch der Sicherheitsdienst der FRAPORT war gut vorbereitet und bewies geheimdienstliches Potenzial im rechtsfreien Raum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wolfwetzel.wordpress.com\/2009\/02\/20\/bild-beherrschung\/#more-870\">wolfwetzel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Lehrermangel in Niedersachsen: Problem-Ministerin vergr&auml;tzt Referendare<\/strong><br>\nNiedersachsens Ministerpr&auml;sident Wulff hat ein Problem: Dem Land fehlen mindestens 1500 Lehrer. Und Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann steht massiv in der Kritik. Jetzt will sie Referendare schneller zum Examen treiben, fr&uuml;her einsetzen &ndash; und schlechter bezahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/schulspiegel\/0,1518,609437,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Gefahr der Krisenwiederholung: Zur&uuml;ck zur guten alten Bank<\/li>\n<li>Finanzkrise: Gierige Pleitebanker. Politik behindert Aufkl&auml;rung<\/li>\n<li>Von einer Krise zur anderen<\/li>\n<li>Hedgefonds frieren Kundengelder ein<\/li>\n<li>Jean Ziegler: Wirtschaftsdelikte wie Kriegsverbrechen verfolgen!<\/li>\n<li>B&uuml;rger m&uuml;ssen Milliardenverluste tragen<\/li>\n<li>Werner R&uuml;gemer: Bankrott w&auml;re besser<\/li>\n<li>Und es geht noch weiter abw&auml;rts<\/li>\n<li>Kein Halten bei Finanzbetrug<\/li>\n<li>Flexibility<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3794\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3794","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3794","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3794"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3794\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3794"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3794"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3794"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}