{"id":37950,"date":"2017-04-23T08:00:41","date_gmt":"2017-04-23T06:00:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37950"},"modified":"2017-04-21T13:28:52","modified_gmt":"2017-04-21T11:28:52","slug":"hinweise-der-woche-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37950","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37950#h01\">Ein neuer Geist von &rsquo;68<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37950#h02\">Frankreich: Macron, Lichtgestalt und Retter ohne Programm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37950#h03\">Michael L&uuml;ders am Pranger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37950#h04\">Dobrindts Beirat warnt vor privaten Beteiligungen an Autobahnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37950#h05\">Armutsbericht: Wie arm ist Deutschland wirklich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37950#h06\">&bdquo;Wir m&uuml;ssen uns nicht f&uuml;r unsere Exporterfolge entschuldigen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37950#h07\">Armut und Reichtum im Zerrspiegel des am vergangenen Mittwoch vorgestellten Regierungsberichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37950#h08\">Macron, Schulz und andere Heilsbringer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37950#h09\">Redebeitrag von Norman Paech f&uuml;r den Ostermarsch Hamburg am 17. April 2017<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37950#h10\">Regierung kennt keine einzige strafbare Falschnachricht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ein neuer Geist von &rsquo;68<\/strong><br>\nDie Pr&auml;sidentschaftswahl in Frankreich f&uuml;hrt uns vor Augen, in welcher Krise sich das linke Denken befindet. Sie zeigt aber auch, wie wir es erneuern k&ouml;nnen. Ein Gastbeitrag von Didier Eribon. Zehn Jahre ist es her. Im April 2007, mitten in einem anderen Pr&auml;sidentschaftswahlkampf, erschien mein Buch &bdquo;&Uuml;ber eine konservative Revolution und ihre Wirkung auf die franz&ouml;sische Linke&ldquo;. Ich wollte zeigen, dass wir unsere damalige Situation nur verstehen konnten, wenn wir sie in einen gr&ouml;&szlig;eren historischen Zusammenhang stellten. Ich beschrieb den spektakul&auml;ren Rechtsrutsch, der in den achtziger und neunziger Jahren im politischen und intellektuellen Feld Frankreichs stattgefunden hatte. Diese historische Entwicklung war nicht spontan eingetreten. Technokraten, Wissenschaftler, Journalisten, Banker und Industrievertreter, die sich in Think Tanks zusammentaten, um ihre selbsternannte &bdquo;Modernisierung&ldquo; voranzutreiben &ndash; im Grunde war das die Aufhebung der Grenze zwischen rechts und links &ndash;, hatten das linke Denken gezielt demoliert. Als ihren Feind machten diese Diskurse nicht nur den Marxismus aus, sondern all die Referenzen, die bis dahin das linke Denken bestimmt hatten, die Existenz sozialer Klassen, der soziale Determinismus, die antagonistische Struktur der Gesellschaft. Indem man die Unterteilung in links und rechts aufhob, wollte man die politische Entscheidungsfindung ganz und gar den Experten &uuml;berlassen und die Herrschaft der Finanzm&auml;rkte als das einzige unverhandelbare Prinzip durchsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/didier-eribon-zur-krise-der-linken-in-frankreich-14973605.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Didier Eribon bei FAZ.net<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Frankreich: Macron, Lichtgestalt und Retter ohne Programm<\/strong><br>\nDer Lieblingskandidat der Leitmedien wirbt mit der Idee einer &ldquo;gl&uuml;cklichen Globalisierung&rdquo; und kapitalfreundlicher Politik, seine sozialen Umbaupl&auml;ne bleiben undeutlich (&hellip;) Seine ersten Schritte in der etablierten Politik unternahm Macron, damals noch als Gesch&auml;ftsbanker, allerdings im Jahr 2008. (&hellip;) der damals erst 30j&auml;hrige wurde im selben Jahr von Jacques Attali entdeckt, einem mond&auml;nen Vordenker der franz&ouml;sischen Eliten und ehemaligen Berater von Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Mitterrand, der unter seinem Nachfolger Nicolas Sarkozy mit der Leitung einer &ldquo;Zukunftskommission&rdquo; beauftragt worden war. Der junge Emmanuel Macron wurde zu ihrem &ldquo;Berichterstatter&rdquo; eingesetzt. Die Kommission unterbreitete 316 Vorschl&auml;ge daf&uuml;r, wie Frankreich auf m&ouml;glichst kapitalkompatible Weise &ldquo;zukunftsf&auml;hig&rdquo; gestaltet, sprich: durch eine ordentliche Portion Reformterror durchmodernisiert werden solle. Dies alles kam dem konservativ-wirtschaftsliberalen Nicolas Sarkozy sehr zupass, und der von 2007 bis 2012 amtierende Pr&auml;sident zeigte sich bem&uuml;ht, zumindest eine Reihe der Vorschl&auml;ge aus der Kommission umzusetzen. Doch auch dessen sozialdemokratischer Nachfolger Fran&ccedil;ois Hollande trat in die Fu&szlig;stapfen eben dieser Politik. (&hellip;) Macrons Ernennung zum Wirtschaftsminister im Hochsommer 2014 erfolgte just, um die Kapitalverb&auml;nde &uuml;ber die Absichten der sozialdemokratischen Regierung zu beruhigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Frankreich-Macron-Lichtgestalt-und-Retter-ohne-Programm-3686498.html\">Bernard Schmid auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Diese biographischen Hintergr&uuml;nde sind interessant und zeigen, wo die Wurzeln dieser Karriere liegen &ndash; und was von einem m&ouml;glichen Pr&auml;sidenten Macron tats&auml;chlich zu erwarten sein d&uuml;rfte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Michael L&uuml;ders am Pranger<\/strong><br>\nIn den vergangenen Tagen habe ich mir immer mal wieder den Amazon-Verkaufsrang von Michael L&uuml;ders&lsquo; aktuellem Buch &bdquo;Die den Sturm ernten&ldquo; angeschaut. Im Moment (17. April, 9 Uhr) steht es unter den Top Ten. Auch L&uuml;ders&lsquo; Vorg&auml;ngerbuch &bdquo;Wer den Wind s&auml;t&ldquo; (inzwischen in der 23. Auflage!) rangiert nur unwesentlich schlechter.<br>\nEine gute Nachricht, oder? Die Versuche der &bdquo;Anne Will&ldquo;-Sendung, den Autor Michael L&uuml;ders zu diskreditieren, haben offenbar nicht gefruchtet. Im Gegenteil.<br>\nVor dem Hintergrund dieses enorm breiten Publikumserfolges macht sich der Deutschlandfunk (DLF) geradezu l&auml;cherlich, wenn er behauptet, L&uuml;ders werde insbesondere &bdquo;in den sozialen Netzwerken gefeiert&ldquo; &ndash; und zwar &bdquo;vor allem von denen, die die so genannten &sbquo;Systemmedien&lsquo; ablehnen und glauben, dass der Westen sich gegen Putin und Assad verschworen hat&ldquo;.<br>\nObendrein, so der DLF, werde L&uuml;ders von &bdquo;der Community der Nahost-Experten&ldquo; schon seit l&auml;ngerem kritisch be&auml;ugt.<br>\nDer DLF bietet gleich zwei Kronzeugen der &bdquo;Community&ldquo; auf: Zum einen Sylke Tempel von der regierungsnahen und au&szlig;enamtsfinanzierten &bdquo;Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik&ldquo;, zum anderen &ndash; man glaubt es nicht &ndash; einen Nachrichtenredakteur des eigenen Hauses, also des DLF. Der Nachrichtenredakteur hei&szlig; Thorsten G. Schneiders, hat Islamwissenschaft studiert und durch einen besonders fachkundigen Beitrag von sich Reden gemacht: Auf Twitter verglich er Michael L&uuml;ders mit Erich von D&auml;niken [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/augenaufunddurch.net\/2017\/04\/17\/keine-argumente-nur-miese-tricks\/#more-1775\">Augen auf! Und durch<\/a>\n<p><strong>dazu: Ist Michael L&uuml;ders als &bdquo;Fake-News-Verbreiter&ldquo; &uuml;berf&uuml;hrt?<\/strong><br>\n[&hellip;] Doch so einfach ist die Sache nicht. In einem Interview mit den &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo; r&auml;umte L&uuml;ders diese Woche zwar eine &bdquo;Ungenauigkeit&ldquo; ein, als er bei &bdquo;Markus Lanz&ldquo; sagte, dass D&uuml;ndar solche Berichte verfasst h&auml;tte. D&uuml;ndar selbst habe tats&auml;chlich nur &uuml;ber konventionelle Waffenlieferungen an islamistische Rebellen berichtet. &bdquo;In seiner Zeitung &sbquo;Cumhuriyet&lsquo; sind aber sehr wohl Artikel zu diesem Thema erschienen, auch zu der Zeit, als er Chefredakteur war&ldquo;, sagt L&uuml;ders. &bdquo;Nur aus seiner Feder eben &sbquo;leider nicht&lsquo;, wie er [D&uuml;ndar] mir gegen&uuml;ber erkl&auml;rte.&ldquo;<br>\nWenn es so war, w&auml;re L&uuml;ders Aussage bei &bdquo;Markus Lanz&ldquo; tats&auml;chlich nicht der gro&szlig;e, ihn endg&uuml;ltig als unseri&ouml;s entlarvende Fehler, sondern nur eine Ungenauigkeit. Nach Angaben von L&uuml;ders betonte D&uuml;ndar ihm gegen&uuml;ber auch, dass auch die Zeitung &bdquo;H&uuml;rriyet&ldquo; Ende vergangenen Jahres &uuml;ber die Lieferung von Chemikalien aus der T&uuml;rkei an den &bdquo;Islamischen Staat&ldquo; berichtet habe.<br>\nDas w&uuml;rde aber bedeuten, dass die Darstellung der FAS, die von so vielen geteilt wurde, irref&uuml;hrend war, weil D&uuml;ndar eben nur der pers&ouml;nlichen Autorenschaft der entsprechenden Berichte in der von ihm verantworteten Zeitung widersprach.<br>\nAuf Anfrage von &Uuml;bermedien best&auml;tigt D&uuml;ndar nun L&uuml;ders Version: &bdquo;Meine Geschichte hatte nichts mit Chemiewaffen zu tun. Aber meine Zeitung hat einige entsprechende Behauptungen ver&ouml;ffentlicht, w&auml;hrend ich Chefredakteur war. Bei der telefonischen Anfrage der FAS habe er nicht genau verstanden, um wen es ging. Er sei nur gefragt worden, ob sein eigener Artikel von Chemiewaffen handelte. Mehr habe die FAS nicht gefragt.&ldquo;<br>\nD&uuml;ndar sagt uns noch, er verstehe nicht, warum das so ein gro&szlig;es Thema geworden sei, und nat&uuml;rlich ist die eigentliche Frage nicht, wer was gesagt oder berichtet hat, sondern von wem Chemiewaffen in Syrien eingesetzt wurden oder h&auml;tten eingesetzt werden k&ouml;nnen. Die Berichte &uuml;ber Waffenlieferungen, auf die sich L&uuml;ders bezieht, existieren aber nach Aussage D&uuml;ndars wirklich &ndash; er hat nur den falschen Autor genannt. Als Beweis daf&uuml;r, dass ihm nicht zu trauen ist, taugt die ganze Episode nicht.<br>\nDie &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung aber holt heute zum ganz gro&szlig;en Schlag gegen L&uuml;ders [&euro;] aus. Sie stellt ihn als Putin-Propagandist dar, bezichtigt ihn einer &bdquo;glatten L&uuml;ge&ldquo;, unterstellt ihm &bdquo;abstruse Verschw&ouml;rungstheorien&ldquo; und kritisiert, dass der &bdquo;&uuml;berf&uuml;hrte Fake News-Verbreiter&ldquo; vom &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk &uuml;berhaupt noch eingeladen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/uebermedien.de\/14739\/ist-michael-lueders-als-fake-news-verbreiter-ueberfuehrt\/\">&Uuml;bermedien<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man kann sich nicht des Eindrucks verwehren, dass hier eine breit aufgestellte Kampagne gegen L&uuml;ders gefahren wird. Anders sind die seltsam formulierten Fragen der FAS an D&uuml;ndar kaum zu erkl&auml;ren. Und anders ist es auch nicht zu erkl&auml;ren, dass BILD mit vollem Vorsatz wieder einmal mit haltlosen Unterstellungen gegen L&uuml;ders agiert. Danke an die Kollegen von &Uuml;bermedien f&uuml;r die Folgerecherechen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Dobrindts Beirat warnt vor privaten Beteiligungen an Autobahnen<\/strong><br>\nGegen wichtige Teile des umstrittenen Plans der Bundesregierung, eine Bundesautobahngesellschaft zu errichten, hat sich am Dienstag ausgerechnet der Wissenschaftliche Beirat von Verkehrsminister Alexander Dobrindt ausgesprochen. In einer Stellungnahme, die in der Fachzeitschrift &bdquo;Wirtschaftsdienst&ldquo; ver&ouml;ffentlicht wurde, loben die &Ouml;konomen, Verkehrswissenschaftler und Juristen zwar die Errichtung einer Gesellschaft in Bundesverantwortung als effizienzsteigernd. Doch sie sprechen sich entschieden gegen die Einbeziehung privaten Kapitals aus. &bdquo;Es besteht kein objektiver Bedarf an erg&auml;nzender privater Finanzierung der Infrastrukturgesellschaft &uuml;ber Eigenkapital bzw. Eigenkapitalsurrogate, da hierdurch lediglich h&ouml;here Renditeerwartungen privater Anleger zu befriedigen sind&ldquo;, schreiben die Wissenschaftler. Ausgesprochen kritisch stehen Dobrindts Experten auch der M&ouml;glichkeit gegen&uuml;ber, im Rahmen von &Ouml;ffentlich-Privaten-Partnerschaften (&Ouml;PP) projektbezogen Private am Ausbau und Erhalt des Verkehrsnetzes zu beteiligen. Sinn und Zweck w&auml;re ihrer Meinung nach nur die Anziehung eigentlich nicht ben&ouml;tigten aber teuren privaten Kapitals. Der Beirat verweist auf schlechte Erfahrungen in Frankreich mit Autobahnkonzessionsgesellschaften &bdquo;wo erhebliche Fehlentwicklungen zu beobachten sind, insbesondere &uuml;berh&ouml;hte Geb&uuml;hren und Gewinne der Autobahngesellschaften.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/gegen-gesetzesvorschlag-dobrindts-beirat-warnt-vor-privaten-beteiligungen-an-autobahnen\/19684124.html\">Norbert H&auml;ring bei Handelsblatt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Armutsbericht: Wie arm ist Deutschland wirklich?<\/strong><br>\nIm Armutsbericht der Regierung wurde unsere Studie zum Einfluss der Reichen auf die Politik entsch&auml;rft. Dies sind unsere ungefilterten Ergebnisse. [&hellip;]<br>\nDer vergangene Woche vom Kabinett verabschiedete Bericht enth&auml;lt viele aufschlussreiche Beitr&auml;ge. Aber stark gek&uuml;rzt und entsch&auml;rft wurden die aus unserer Studie entnommenen Passagen, in denen wir beschreiben, wie sehr politische Entscheidungen in Deutschland zulasten der Armen verzerrt sind. Im ersten, vom Arbeitsministerium erstellten Entwurf waren die entsprechenden Passagen noch ausf&uuml;hrlich dargestellt. Dann aber fielen sie der Ressortabstimmung zum Opfer &ndash; vermutlich, weil die Ergebnisse im Wahljahr 2017 politisch zu brisant waren. [&hellip;]<br>\nDabei betreffen die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Einkommensgruppen keine nebens&auml;chlichen Fragen. So spricht sich immer wieder eine Mehrheit der Einkommens&auml;rmeren gegen die Hartz-Reformen oder gegen die St&auml;rkung der privaten Altersvorsorge aus. In wirtschaftlichen Krisenzeiten bef&uuml;rworten sie eher staatliche Eingriffe, etwa durch Konjunkturpakete. Auch die Verm&ouml;gensteuer, die Forderung nach Asyl f&uuml;r Edward Snowden oder ein schneller Abzug aus Afghanistan finden in den unteren Einkommensgruppen eine Mehrheit, in den oberen dagegen nicht.<br>\nWenn aber nicht alle Gruppen dieselbe Chance haben, dass ihre Anliegen im politischen Prozess ber&uuml;cksichtigt werden, wird das Gleichheitsversprechen liberaler Demokratien verletzt. Hier nur darauf zu verweisen, dass sich Besserverdienende nun mal st&auml;rker f&uuml;r Politik interessieren und besser informierte Pr&auml;ferenzen haben, reicht nicht aus.<br>\nDie unteren Einkommensgruppen sprechen sich nicht f&uuml;r utopische oder nicht finanzierbare Vorschl&auml;ge aus. Die von uns ausgewerteten Sachfragen beruhen h&auml;ufig auf Reformvorschl&auml;gen der Regierung oder einer Bundestagsfraktion. Sie sind vor allem eine Frage des politischen Willens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/17\/armutsbericht-deutschland-einkommen-politik-wahlen\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Toll! Der zynische Hase im Pfeffer<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170421-hwt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/politik\/frontal-21\/satire-toll-der-zynische-hase-im-pfeffer-100.html\">frontal21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Wir m&uuml;ssen uns nicht f&uuml;r unsere Exporterfolge entschuldigen&ldquo;<\/strong><br>\nBundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hat die zunehmende internationale Kritik am hohen deutschen Export&uuml;berschuss energisch zur&uuml;ckgewiesen.<br>\n&bdquo;Deutschlands Volkswirtschaft ist wettbewerbsf&auml;hig und stark. Dass unsere hochwertigen Maschinen und Anlagen auch im Ausland gerne gekauft werden, daf&uuml;r muss sich niemand entschuldigen&ldquo;, sagte Zypries unserer Redaktion. Sie reagierte auf kritische &Auml;u&szlig;erungen unter anderem von der Chefin des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), Christine Lagarde, zum deutschen Leistungsbilanz&uuml;berschuss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/brigitte-zypries-wir-muessen-uns-nicht-fuer-unsere-exporterfolge-entschuldigen-aid-1.6764706\">RP Online&bdquo;Wir m&uuml;ssen uns nicht f&uuml;r unsere Exporterfolge entschuldigen&ldquo;<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Eine Entschuldigung f&uuml;r Exporterfolge verlangt auch niemand, sondern schlichtweg die Einhaltung eines bundesdeutschen Gesetzes zur F&ouml;rderung der Stabilit&auml;t und des Wachstums der Wirtschaft, kurz <a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/stabg\/BJNR005820967.html\">StabG<\/a>, das es seit 1967 gibt. Darin steht gleich als erstes:<\/em><\/p>\n<p><em>Bund und L&auml;nder haben bei ihren wirtschafts- und finanzpolitischen Ma&szlig;nahmen die Erfordernisse des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts zu beachten. Die Ma&szlig;nahmen sind so zu treffen, da&szlig; sie im Rahmen der marktwirtschaftlichen Ordnung gleichzeitig zur Stabilit&auml;t des Preisniveaus, zu einem hohen Besch&auml;ftigungsstand und au&szlig;enwirtschaftlichem Gleichgewicht bei stetigem und angemessenem Wirtschaftswachstum beitragen.<\/em><\/p>\n<p><em>Nun aber leugnet die Bundesregierung angesichts eines Leistungsbilanz&uuml;berschusses von rund 8 Prozent erst, dass es eine St&ouml;rung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts &uuml;berhaupt gibt (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34559\">Export&uuml;bersch&uuml;sse sind ja prima<\/a>) und wenn sie, wie jetzt vor dem G20-Treffen in Washington von allen Seiten in die Enge getrieben wird, erfindet sie Ausreden. Aktuell gilt: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-04\/handelspolitik-wolfgang-schaeuble-ezb-christine-lagarde-handelsueberschuss\">Die EZB sei schuld<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Armut und Reichtum im Zerrspiegel des am vergangenen Mittwoch vorgestellten Regierungsberichts<\/strong><br>\nEinw&auml;nde des Bundeskanzleramtes und des Finanzministeriums, beide von Unionspolitikern gef&uuml;hrt, hatten eine Streichung zentraler Aussagen des urspr&uuml;nglichen Berichtsentwurfs aus dem Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales zur Folge. Beanstandet wurden Passagen, in denen es um die Negativeffekte der sozialen Ungleichheit, die Notwendigkeit einer Minderung der Verteilungsungerechtigkeit, die M&ouml;glichkeit der Einflussnahme wohlhabender Bev&ouml;lkerungsgruppen auf politische bzw. Regierungsentscheidungen und die Beeintr&auml;chtigung der politischen Repr&auml;sentation durch eine sinkende Wahlbeteiligung armer Bev&ouml;lkerungsschichten ging. (&hellip;) Hier liegt das wohl entscheidende Manko s&auml;mtlicher Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung: Nach den gesellschaftlichen, sozio&ouml;konomischen und politischen Ursachen der Einkommens- und Verm&ouml;gensspreizung wird nicht gefragt. H&ouml;chstens die Ausl&ouml;ser pers&ouml;nlicher Notlagen wie Erwerbslosigkeit, Trennung bzw. Scheidung vom (Ehe-)Partner oder (Fr&uuml;h-)Invalidit&auml;t sind Gegenstand der Betrachtung. Die strukturellen Determinanten sozialer Auf- und Abstiege bleiben weitgehend im Dunkeln, weil die bestehenden Herrschafts-, Eigentums- und Machtverh&auml;ltnisse ausgeblendet werden. Sobald man &ndash; wie bei den Aussagen der Ursprungsfassung &uuml;ber den Zusammenhang von Reichtum und politischen Entscheidungen &ndash; trotzdem in die N&auml;he der realen Wirkungszusammenh&auml;nge kommt, verhindert das Kanzleramt die Ver&ouml;ffentlichung solcher Aussagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/309120.lagen-der-ungleichheit.html\">Christoph Butterwegge in Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Macron, Schulz und andere Heilsbringer<\/strong><br>\nNoch neuer als die Herren Renzi und Schulz ist Emmanuel Macron, der franz&ouml;sische Politmessias. Die Hillary-Clinton-Biographin und -Hasserin Diana Johnstone nennt ihn &raquo;das Roboter&auml;hnlichste, was jemals als ernsthafter Pr&auml;sidentschaftskandidat pr&auml;sentiert wurde&laquo; (The Counterpunch, 17.2.17). Macron, der f&uuml;r die Yellow Press seine deutlich &auml;ltere Frau zu bieten hat &ndash; Merke: Frankreich! Ergo: l&lsquo;amour &ndash;, scheint in den Planungsabteilungen des Silicon Valley entworfen und nach deren Algorithmen fabriziert zu sein. Sein Aussehen, sein Alter und die immer wieder taufrischen &raquo;Reform&laquo;- und &raquo;Weder-links-noch-rechts&laquo;-Parolen &ndash; die Ingredienzen der neoliberalen Sp&auml;tmoderne, in Deutschland noch von Gerhard Schr&ouml;der in bester Erinnerung, sollen ein weiteres Mal Erfolg garantieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/58edb896103c9\/1.phtml\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Redebeitrag von Norman Paech f&uuml;r den Ostermarsch Hamburg am 17. April 2017<\/strong><br>\nIch gr&uuml;&szlig;e alle Friedensfreundinnen und Friedensfreunde zum Ostermarsch in Hamburg,<br>\nwir leben in grausigen Zeiten. Die Welt wird von Psychopathen und Kriminellen regiert. Sie schlagen um sich, ob gegen fremde V&ouml;lker oder gegen die eigene Bev&ouml;lkerung. Sie k&uuml;mmern sich weder um Moral noch Recht. Sie pochen auf Werte, die sie permanent mit ihrem Milit&auml;r vernichten &ndash; und sie bekommen auch noch Beifall, wie US-Pr&auml;sident Trump f&uuml;r seinen sinnlosen Raketen- und Bombenkrieg, oder man duldet die Kriege Erdogans gegen die Kurden und Netanjahus gegen die Pal&auml;stinenser.<br>\nLassen wir uns nicht t&auml;uschen. Trumps Raketenangriff auf Luftwaffenst&uuml;tzpunkt Shayrat nahe der Stadt Homs war v&ouml;lkerrechtswidrig, ein Kriegsverbrechen, wer immer auch Sarin in Khan Sheikhoun in der Provinz Idlib eingesetzt hat. Der Angriff zielte auch gar nicht gegen diese Verbrecher, er zielte auf Russland. Die Botschaft lautet: Syrien ist unsere Beute, die lassen wir uns nicht entrei&szlig;en. Wir werden es nicht dulden, dass Russland mit Iran unsere Interessen st&ouml;ren und uns in die Quere kommen. Wir sind zu allem bereit, keine Macht und kein V&ouml;lkerrecht werden uns aufhalten, unsere Vorstellung von der Ordnung dieser Welt durchzusetzen.<br>\nErinnern wir uns der Resolution Nr. 758, die der US-Kongress im Dezember 2014 mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit verabschiedet hat und die immer noch g&uuml;ltig ist. Sie kommt einer Kriegserkl&auml;rung gegen Russland nahe. Sie ruft dazu auf, Russland zu isolieren und das US-Milit&auml;r umfassend fu&#776;r eine milit&auml;rische Konfrontation zu ru&#776;sten &ndash; eine milit&auml;rische Konfrontation in Europa, die zu einer atomaren Katastrophe fu&#776;hren kann.<br>\nDies ist die alte Politik der Konfrontation, die George F. Kennan schon 1997 in der New York Times als &bdquo;den schicksalhaftesten Irrtum der amerikanischen Politik in der ganzen Nach-Kalte-Kriegs &Auml;ra&ldquo; beschrieb. Drei Jahre zuvor hatte sich US-Pr&auml;sident Bill Clinton f&uuml;r eine &bdquo;stetige, bewusste und offene&ldquo; Ausdehnung der NATO nach Osten ausgesprochen und damit das Versprechen zur&uuml;ckgenommen, das Au&szlig;enminister James Baker im Februar 1990 dem damaligen Pr&auml;sidenten Gorbatschow gegeben hatte, keine Ausweitung nach Osten zu unternehmen. Erinnern wir uns genau: 1999 bombardierte die NATO Ex-Jugoslawien, traten Polen, Ungarn und die Tschechische Republik der NATO bei. 2004 folgten Estland, Lettland, Litauen, Slowenien, Slowakei, Bulgarien und Rum&auml;nien. Albanien und Kroatien kamen 2009 hinzu, Kosovo wurde 2008 endg&uuml;ltig von Serbien getrennt. Dann standen Georgien und Ukraine zur Aufnahme an. Putin hat beide Staaten als rote Linien bezeichnet, die nicht &uuml;berschritten werden d&uuml;rften. Den Zugriff auf die Ukraine hat er mit die Aufnahme der Krim in die Russische F&ouml;deration gekontert. Aber die Frage bleibt: bis wohin wollen die USA die Isolation noch weiter treiben? J&uuml;ngst hat der US-Kongress Mazedonien zur Aufnahme in die NATO vorgeschlagen. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.friedenskooperative.de\/ostermarsch-2017\/reden\/norman-paech-hamburg\">Netzwerk Friedenskooperative<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Regierung kennt keine einzige strafbare Falschnachricht<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die Verbreitung strafbarer Falschnachrichten im Internet per Gesetz eind&auml;mmen. Auf Nachfrage kann sie aber kein einziges Beispiel f&uuml;r solche Fake-News nennen.<br>\nMit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz will die Bundesregierung offenbar ein Ph&auml;nomen bek&auml;mpfen, das es in diesem Sinne gar nicht gibt. Auf Anfrage von Golem.de konnte das Bundesjustizministerium kein einziges Beispiel f&uuml;r strafbare Falschnachrichten nennen, deren Verbreitung &uuml;ber soziale Netzwerke mit dem Gesetz bek&auml;mpft werden soll. Dabei hei&szlig;t es gleich zu Beginn des Gesetzentwurfes: &bdquo;Nach den Erfahrungen im US-Wahlkampf hat auch in der Bundesrepublik Deutschland die Bek&auml;mpfung von strafbaren Falschnachrichten (&sbquo;Fake News&lsquo;) in sozialen Netzwerken hohe Priorit&auml;t gewonnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/hate-speech-gesetz-regierung-kennt-keine-einzige-strafbare-falschnachricht-1704-127370.html\">golem<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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