{"id":3796,"date":"2009-02-26T09:08:34","date_gmt":"2009-02-26T08:08:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3796"},"modified":"2009-03-06T11:55:41","modified_gmt":"2009-03-06T10:55:41","slug":"hinweise-des-tages-840","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3796","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Japans Exporte brechen um fast die H&auml;lfte ein<\/li>\n<li>Horn: Deflationsgefahr deutlich gr&ouml;&szlig;er als Inflationsrisiken<\/li>\n<li>Selbst&auml;ndigkeit reicht oft nicht zum Leben<\/li>\n<li>EU bastelt am Bad-Bank-Konzept<\/li>\n<li>Eine Bank des Vertrauens: Geld als &ouml;ffentliches Gut<\/li>\n<li>Kein Ende der Finanz-Kleinstaaterei<\/li>\n<li>Einseitige Expertengruppen zur Finanzkrise<\/li>\n<li>Wrackt die Landesbanken ab!<\/li>\n<li>Heribert Prantl: Urteil gegen Kassiererin &ndash; Justiz und kleine Leute<\/li>\n<li>Mitbestimmung: Zonen der Ratlosigkeit<\/li>\n<li>Gemeinsame Presse-Erkl&auml;rung der Gesellschafter der Schaeffler Gruppe und der IG Metall<\/li>\n<li>Peter Grottian: Tarifpolitik und Konjunkturpaket verbandeln<\/li>\n<li>Mit einer europ&auml;ischen Lohnpolitik die W&auml;hrungsunion retten <\/li>\n<li>Vorsicht Riester <\/li>\n<li>Schweizer Altersvorsorge: Die zweite S&auml;ule geradebiegen<\/li>\n<li>Viele deutsche EU-Abgeordnete tricksen f&uuml;r die zweite Rente<\/li>\n<li>Finanzkrise Niederlande: Jetzt wackeln die Pensionsfonds &ndash; dem Vorbild der Riester-Rente droht die Insolvenz<\/li>\n<li>Wer zahlt f&uuml;r Sanierung von Asse II? <\/li>\n<li>Kindern den Stempel aufdr&uuml;cken<\/li>\n<li>Mit dem Zweiten sieht&rsquo;s nicht besser aus <\/li>\n<li>Nobel Prize-Winning Economist Joseph Stiglitz: Obama Has Confused Saving the Banks with Saving the Bankers<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3796&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Japans Exporte brechen um fast die H&auml;lfte ein<\/strong><br>\nJapan verzeichnete das gr&ouml;&szlig;te Handelsdefizit seit 1980, als die zweite &Ouml;lkrise im Nahen Osten die Wirtschaft l&auml;hmte. Die Exporte des Landes sind wegen der weltweiten Wirtschaftskrise so stark eingebrochen wie nie zuvor. Im Januar verminderten sich die Ausfuhren im Jahresvergleich um nahezu die H&auml;lfte. Vor allem eine Branche erf&auml;hrt einen drastischen Einbruch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/_b=2172815,_p=31,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jetzt wissen wir in etwa, was auf uns, den Exportweltmeister, zukommt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Horn: Deflationsgefahr deutlich gr&ouml;&szlig;er als Inflationsrisiken<\/strong><br>\nDas Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in einer lange andauernden Rezession mit deflation&auml;ren Tendenzen stecken bleibt, ist derzeit deutlich gr&ouml;&szlig;er als die Wahrscheinlichkeit einer mittelfristig stark steigenden Inflation. Trotz aktuell hoher Kreditaufnahme ist die staatliche Konjunkturstabilisierung auch nach dem Abflauen der Krise mit der Geldwertstabilit&auml;t vereinbar. Darauf weist Prof. Dr. Gustav A. Horn hin, der Wissenschaftliche Direktor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\n&ldquo;Die aktuellen Daten liefern keine Basis f&uuml;r Warnungen, der Staat treibe die Inflationsgefahr hoch, wenn er zur Stabilisierung der Wirtschaft zus&auml;tzliche Kredite aufnimmt&rdquo;, sagt Horn. &ldquo;Und das hat einen sehr grunds&auml;tzlichen Grund: Solche Bef&uuml;rchtungen beruhen auf einem Denkfehler.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_94369.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Selbst&auml;ndigkeit reicht oft nicht zum Leben<\/strong><br>\nIn den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Selbst&auml;ndigen mit Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen mehr als verdreifacht. Jeder zweite der bed&uuml;rftigen Kleinunternehmer kommt aus den neuen Bundesl&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Selbstaendigkeit-Arbeitslosengeld-II;art271,2738547\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>EU bastelt am Bad-Bank-Konzept<\/strong><br>\nDie EU-Kommission schaltet sich in die Debatte um Bad Banks ein: Weil faule Wertpapiere die Bilanzen vieler Geldh&auml;user belasten, dringt Br&uuml;ssel auf eine rasche Entsorgung der Finanztitel.<br>\nDie Kommission pl&auml;diert f&uuml;r EU-weite Regeln beim Aufbau sogenannter Bad Banks, die ausfallgef&auml;hrdete Kredite und andere Risikopapiere von Finanzkonzernen &uuml;bernehmen. &ldquo;Wenn wir diese Sache nicht angehen, verl&auml;ngern wir die Krise mit Zombie-Banken, die keine n&uuml;tzliche Rolle in der Wirtschaft mehr spielen k&ouml;nnen&rdquo;, warnte Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy.<br>\nUnter anderem will die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde einheitliche Prinzipien daf&uuml;r, welche Finanztitel entsorgt werden k&ouml;nnen und wie diese bewertet werden sollen. Zentrale Voraussetzung daf&uuml;r sei, dass die Banken die Papiere v&ouml;llig offenlegen, hei&szlig;t es in den am Mittwoch pr&auml;sentierten Leitlinien.<br>\nDie EU-Staaten sollen den Geldh&auml;usern daf&uuml;r ein Zeitfenster von sechs Monaten einr&auml;umen, das nur in Ausnahmef&auml;llen verl&auml;ngert werden k&ouml;nnte. Die Aktion w&uuml;rde neben den US-Papieren auch noch andere Kategorien von Finanztiteln einschlie&szlig;en, die EU-weit festgelegt werden sollen.<br>\nAuch die Bewertung der Wertpapiere soll einheitlichen Regeln folgen, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Um die Banken zu entlasten, sei es unvermeidlich, einen Preis &uuml;ber dem aktuellen Marktwert anzusetzen, hie&szlig; es weiter. Schlie&szlig;lich werden viele Papiere gar nicht mehr gehandelt.<br>\nDie Banken m&uuml;ssen dem Konzept zufolge strikte Auflagen erf&uuml;llen, wenn sie das Angebot annehmen. So w&auml;ren sie dazu verpflichtet, das Kreditgesch&auml;ft in Gang zu bringen und mit dem neu gewonnenen Spielraum nicht etwa eine Wachstumsstrategie zu verfolgen. Auch f&uuml;r Dividenden und Managergeh&auml;lter sollen Einschr&auml;nkungen gelten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,609948,00.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"upload\/pdf\/090225_EU_Bad_Banks_Assets.pdf\">Das Original: &ldquo;TREATMENT OF IMPAIRED ASSETS IN THE EU BANKING SECTOR&rdquo; [PDF &ndash; 168 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Auch die EU-Kommission pl&auml;diert f&uuml;r eine Bad Bank. Die Berechtigung kann ich auch hier nicht einsehen. Wenn faule Forderungen von den Banken auf Staatskosten beziehungsweise pro forma auf eine gesonderte Bank &uuml;bernommen werden, entsorgt werden, wie es beim Spiegel hei&szlig;t, dann ist das eine Best&auml;tigung ihres unverantwortlichen spekulativen Verhaltens. Der gesamte Ansatz hat einen nicht akzeptablen Beigeschmack. Hier wollen einzelne Unternehmen ihre Verluste auf der Allgemeinheit abladen, damit sie so weitermachen k&ouml;nnen wie bisher. Ob das auf nationaler Ebene oder auf EU-Ebene geschieht, ist gleichg&uuml;ltig.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung unseres Lesers T.B.:<\/strong> Dazu passt der folgende Beitrag aus dem Krisenticker des Manager Magazins, wenn es um die Umverteilung verzockter Milliarden geht und die Politik gegen&uuml;ber den Banken so sch&ouml;n unverbindlich bleibt. O-Ton:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>16.40 Uhr: Die Europ&auml;ische Kommission hat erstmals Leitlinien zum Umgang mit faulen Wertpapieren verabschiedet. Demnach d&uuml;rfen Banken das Risiko f&uuml;r Ramschanleihen nicht &uuml;berwiegend auf die Steuerzahler abw&auml;lzen, hie&szlig; es laut Mitteilung aus Br&uuml;ssel. Hintergrund: Die EU will Banken die Auslagerung fauler Wertpapiere erm&ouml;glichen, um eine Kreditklemme zu verhindern. &ldquo;Europa ist voll von Zombie-Banken&rdquo;, sagte Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy mit Blick auf die Risiko-Wertpapiere zahlreicher Institute. Der Ire zeigt dabei echten Sinneswandel: Lange Zeit hatte sich McCreevy gegen eine st&auml;rkere Regulierung des Finanzsektors in Europa gewehrt. Bei der Auslagerung der toxischen Papiere m&uuml;sse es eine &ldquo;faire Lastenverteilung zwischen Banken und Steuerzahlern geben&rdquo;, betonte Wirtschaftskommissar Joaqu&iacute;n Almunia. Eine Mindesthaftung der Banken ist nicht vorgesehen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,609755-6,00.html\">Manager Magazin<\/a><\/p>\n<p><em>Ich weiss ja nicht, worum diese Herren nachts tr&auml;umen, aber dass der dumme Steuerzahler diesen Mist bezahlt, das muss ein Traum bleiben!!!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Dieser Meinung sind auch andere:<\/strong><\/em><\/p>\n<blockquote><p>@hobbysniffer:<br>\nZur Info: Bereits 2003 dachte man &uuml;ber die Einrichtung einer Bad Bank nach (auch wenn man die nicht so nannte), die schlechten Risiken der HypoVereinsbank lagerte man auf die HRE aus, um lukrativ an die italienische Bank UniCreditGroup verkaufen zu k&ouml;nnen, <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/archiv\/bad-bank-sorgt-fuer-aufregung;6060\">siehe Handelsblatt<\/a>. D.h. man wusste von Anbeginn von unkalkulierbaren Risiken, die wissentlich und billigend und bei vollem Bewusstsein in Kauf genommen wurden.<br>\nUnd nun sollen wir Steuerzahler das ausbaden.<br>\nNein!<br>\nDas ist ganz klar ein Fall f&uuml;r den Staatsanwalt!!!<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Eine Bank des Vertrauens: Geld als &ouml;ffentliches Gut<\/strong><br>\nPl&auml;doyer f&uuml;r eine grundlegende Neuausrichtung des Bankenwesens: Anstatt die Verluste von Banken aufzufangen, sollte man diese selbst vergesellschaften und unter demokratische Kontrolle bringen.<br>\nDie sich auswachsende Krise bietet eine historische Chance, die Finanzm&auml;rkte neu zu ordnen und dabei auch gleich das Bank- und Geldwesen gr&uuml;ndlich zu reformieren. Banken haben am besten funktioniert, als sie &ndash; in den Nachkriegsjahrzehnten &ndash; nicht gewinnorientiert waren.<br>\nIhr oberstes Ziel war die Versorgung der klein- und mittelst&auml;ndischen Wirtschaft mit g&uuml;nstigem Kreditgeld. Durch Liberalisierung (EU, WTO) und Privatisierung (Nationalstaaten) &auml;ndern Banken diese Priorit&auml;t. Ihr oberstes Ziel ist nunmehr Gewinn. Dieses neue strategische Ziel liefert das Motiv f&uuml;r fast alle Ingredienzien der gegenw&auml;rtigen Krise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/?url=\/?id=1234508016889\">der Standard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Kein Ende der Finanz-Kleinstaaterei<\/strong><br>\nDie Vorschl&auml;ge von Ex-IWF-Chef Jacques de Larosi&egrave;re zur Reform der EU-Finanzarchitektur sind mutlos. Zwar soll es neue Gremien zur grenz&uuml;berschreitenden Aufsicht geben &ndash; doch die k&ouml;nnen nur funktionieren, wenn sie mehr Macht &uuml;ber nationale Aufseher bekommen. Doch das, was die Gruppe am Mittwoch nach monatelangen Beratungen vorgelegt hat, ist nur ein Ref&ouml;rmchen. Larosi&egrave;re geht aus R&uuml;cksicht vor den Befindlichkeiten der Mitgliedsstaaten nur Trippelschritte auf dem Weg zu einer einheitlichen Finanzaufsicht in der EU. Die soll nach Larosi&egrave;res Ansicht national organisiert bleiben. Einen integierten EU-Finanzkontrolleur mit einer zentralen, m&auml;chtigen Institution nach dem Vorbild der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) soll es nicht geben. Stattdessen sollen sich die nationalen Aufseher in einem Europ&auml;ischen System der Finanzaufsicht organisieren und untereinander besser austauschen. Das ist nur wenig mehr als der Status quo.<br>\nF&uuml;r eine neue EU-Finanzaufsicht m&uuml;ssten die Mitgliedsstaaten aber ihre Vertr&auml;ge &auml;ndern. Da die meisten Regierungen keine Aufsichtsrechte abgeben wollen, scheint es Larosi&egrave;re und der EU-Kommission wohl aussichtslos zu sein, so etwas &uuml;berhaupt vorzuschlagen. Doch von einer unabh&auml;ngigen Expertengruppe w&auml;re eine mutigere Vision zu erwarten gewesen. Diese tiefe Krise h&auml;tte die Chance geboten, die Mitgliedsstaaten zu einer ehrgeizigeren Reform anzutreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Kein-Ende-der-Finanz-Kleinstaaterei\/479241.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie sagt Frau Merkel doch immer: &bdquo;Wir brauchen internationale Regeln.&ldquo; Damit lenkt sie davon ab, dass im Inland viel Handlungsbedarf ist. Der Druck der Bundesregierung auf Europa f&uuml;r solche Regeln scheint sich allerdings sehr in Grenzen zu halten. Umso unglaubw&uuml;rdiger ist, dass sich Merkel bei den G 20-Staaten f&uuml;r eine sch&auml;rfere Finanzaufsicht stark macht.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Einseitige Expertengruppen zur Finanzkrise<\/strong><br>\nDie EU-Kommission verl&auml;sst sich bei der Bew&auml;ltigung der Finanzkrise zu einseitig auf Experten aus der Finanzindustrie, kritisiert eine Kurzstudie von Corporate Europe Observatory, Friends of the Earth Europe, LobbyControl und Spinwatch. Die Studie &bdquo;Would You Bank on Them?&ldquo; (pdf, englisch) untersucht die Zusammensetzung und Hintergr&uuml;nde der sogenannten de Larosi&egrave;re Expertengruppe, die der EU-Kommission heute Vorschl&auml;ge f&uuml;r die Reform der Finanzm&auml;rkte unterbreiten soll. Diese Vorschl&auml;ge sollen die Grundlage f&uuml;r eine gemeinsame europ&auml;ische Position beim Fr&uuml;hjahrstreffen des Europ&auml;ischen Rates sein und wesentlich die Verhandlungen beim G20-Finanzgipfel am 2. April in London beeinflussen. Die achtk&ouml;pfige Expertengruppe ist extrem einseitig besetzt. Vier Mitglieder haben direkte Verbindungen zu den Gro&szlig;en der Finanzbranche: Jacques de Larosi&egrave;re war lange als Berater von BNP Parisbas t&auml;tig, Otmar Issing ist Berater von GoldmanSachs, Onno Ruding ber&auml;t CitiGroup. Mit Rainer Masera ist auch der ehemalige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von Lehman Brothers Italy in der Gruppe vertreten. Einem f&uuml;nften, Callum McCarthy, wird in seiner Rolle als Chef der britischen Finanzaufsicht FSA grobes Versagen vorgeworfen. Ein weiterer, Leszek Balcerowicz, gilt als marktradikaler Gegner von Regulierung. Kritische Perspektiven fehlen in der Gruppe.<br>\nDie deutsche Expertenkommission der Bundesregierung zur Reform der internationalen Finanzm&auml;rkte, genannt &bdquo;Neue Finanzarchitektur&ldquo;, weist ein &auml;hnliches Muster auf. Ihr Vorsitzender ist Otmar Issing &ndash; neben der bereits erw&auml;hnten Beratert&auml;tigkeit f&uuml;r GoldmanSachs Pr&auml;sident des Center of Financial Studies, einem von der Finanzbranche gesponsorten Institut an der Universit&auml;t Frankfurt. Mit Klaus Regling ist ein weiterer knallharter Monetarist in der Gruppe, der auch schon in der Finanzbranche arbeitete (f&uuml;r Moore Capital Strategy Group, einen Hedge-Fond). Au&szlig;erdem geh&ouml;rt der deutschen Gruppe Jan Pieter Krahnen an, der neben seiner T&auml;tigkeit als Professor an der Goethe Universit&auml;t Frankfurt Direktor des Center of Financial Studies ist und im Beirat der DZ Bank sitzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/02\/einseitige-expertengruppen-zur-finanzkrise\/\">LobbyControl<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass die Neigung, eine effektive Bankenaufsicht zu installieren, nicht sehr gro&szlig; ist, verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass zum Vorsitzenden dieser Expertengruppe Jacques de Larosi&egrave;re berufen wurde, der zuletzt Berater des einst weltgr&ouml;&szlig;ten US-Versicherers AIG war, welcher gerade den gr&ouml;&szlig;ten Quartalsverlust in der Wirtschaftsgeschichte mit einem <a href=\"http:\/\/www.nachrichten.at\/nachrichten\/wirtschaft\/art15,114980\">Minus von 60 Milliarden Doller eingefahren<\/a> hat. Er stand u.a. von 1978 bis 1987 als Chief Executive Director an der Spitze des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IMF), nach leitenden Positionen bei BNB Paribas, France T&eacute;l&eacute;com, Mid Europa und zuletzt auch beim US-Versicherer AIG. Dort war er 2005 bis 2007 im &bdquo;international advisory board&ldquo; und hat die katastrophalen Wetten auf Kreditderivate mit zu verantworten.<br>\nSolche &bdquo;Experten&ldquo;, die tief in die Finanzkrise verstrickt sind, sollen nun also auf europ&auml;ischer Ebene Vorschl&auml;ge f&uuml;r die k&uuml;nftige Finanzmarktaufsicht machen?<br>\n&Auml;hnliches gilt f&uuml;r Ottmar Issing, den die Bundeskanzlerin zum Vorsitzenden ihres Beratergremiums gemacht hat. Er war zuletzt Berater des Wall-Street-Hauses Goldman Sachs, der weltgr&ouml;&szlig;ten Investmentbank.<br>\nWer sich von solchen Experten beraten l&auml;sst, kann gleich B&ouml;cke in seinem Garten als G&auml;rtner besch&auml;ftigten, sie werden vollends verschlingen, was noch nicht kahl gefressen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wrackt die Landesbanken ab!<\/strong><br>\nWer braucht eigentlich die Landesbanken? Die Frage ist rein rhetorisch &ndash; ihren Sinn haben diese Institute schon lang verloren. Die spannendere Frage ist: Warum gibt es die Landesbanken &uuml;berhaupt noch?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-609920,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;ber die Aufgabe von Landesbanken und ggf. auch &uuml;ber eine Fusion k&ouml;nnte man vern&uuml;nftig debattieren. Aber das ist mal wieder so ein unbedarfter Kommentar, der kein anderes Ziel hat, als die Landesbanken als das gr&ouml;&szlig;te &Uuml;bel darzustellen, um damit gleichzeitig von dem gr&ouml;&szlig;eren Versagen der Privatbanken abzulenken (HRE, Commerzbank etc.). Mit keinem Wort wird z.B. erw&auml;hnt, dass der Finanzinvestor J.C. Flowers mit knapp 26 % an der  HSH Nordbank beteiligt war und warum er &uuml;berhaupt beteiligt wurde. Ich verweise auf <a href=\"?p=3510\">&bdquo;Die Landesbanken sind die schlimmsten&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl: Urteil gegen Kassiererin &ndash; Justiz und kleine Leute<\/strong><br>\nEin Gericht hat die K&uuml;ndigung einer Supermarktkassiererin wegen Pfandbons im Wert von 1,30 Euro best&auml;tigt &ndash; ein ma&szlig;loses Urteil.<br>\nEs ist dies ein Urteil ohne Ma&szlig;, ein ma&szlig;loses Urteil. Es liegt aber nicht au&szlig;erhalb der Rechtsprechung. Immer wieder best&auml;tigen die Gericht fristlose K&uuml;ndigungen wegen kleiner und kleinster Fehltritte, nicht selten mit der Folge von Dauerarbeitslosigkeit.<br>\nHelmut Kramer, ein fr&uuml;herer Richter am Oberlandesgericht, hat solche F&auml;lle zusammengetragen in einem Beitrag f&uuml;r das soeben erschienene &ldquo;Schwarzbuch Deutschland&rdquo;, Untertitel: &ldquo;Das Handbuch der vermissten Informationen&rdquo;. Dort finden sich auch die Urteile, die belegen, wie man die Gro&szlig;en laufen l&auml;sst.<br>\nDie Gro&szlig;en sind beileibe nicht nur die Ackerm&auml;nner aus der Wirtschaft. Der fr&uuml;here Oberlandesrichter Kramer analysiert auch eine ganze Reihe von Ladendiebstahls- und Schwarzfahrer-F&auml;llen und kommt zu dem Schluss: &ldquo;Was einfachen B&uuml;rgern vorenthalten wird, n&auml;mlich Verst&auml;ndnis f&uuml;r situativ bedingte Ausnahmesituationen, wird gutbetuchten Beschuldigten nicht selten gro&szlig;z&uuml;gig zuteil.&rdquo;<br>\nDie Strafma&szlig;unterschiede bei U-Bahn-Schwarzfahrern einerseits und bei Steuerhinterziehung oder Korruption andererseits sind krass: Massenf&auml;lle hier, Sonderf&auml;lle dort. Strafrecht gilt deshalb in besseren Kreisen immer noch als Spezialrechtsgebiet gegen das Prekariat und den unteren Mittelstand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/923\/459564\/text\/print.html\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>&Uuml;brigens:<\/strong> Interessante Hintergr&uuml;nde zum Urteil werden in den Kommentaren von &bdquo;epunion.de&ldquo; (24.02.2009,  11:27:33 Uhr und 11:52:17 Uhr) zu einem <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/Gewerkschaft-Emmely-Kassiererin-Kuendigung;art270,2737774\">Artikel im Tagesspiegel<\/a> erl&auml;utert:<\/em><\/p>\n<p><em>Die f&uuml;r das Urteil verantwortliche Richterin, Daniel R., gibt u. a. Seminare f&uuml;r das &acute;FORUM &middot; Institut f&uuml;r Management GmbH&acute;. Dort hei&szlig;t es auf der <a href=\"http:\/\/www.forum-institut.de\/\">Webpr&auml;senz<\/a>  (Zitat):<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Das Forum Institut f&uuml;r Management ist eine internationale Institutsgruppe, die sich mit der Weiterbildung von Fach- und F&uuml;hrungskr&auml;ften der Wirtschaft befasst.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Am 17. und 18. Oktober 2008 referierte die Richterin u. a. f&uuml;r das Institut zu folgenden Themen:<\/em> <\/p>\n<blockquote><p><strong>AGG<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Annahmeverzug\/b&ouml;swilliges Unterlassen<\/li>\n<li>Tarifvertragliche Bezugnahmeklauseln<\/li>\n<li>Neuere Rechtsprechung des 4. Senats<\/li>\n<li>Zielvereinbarungen und deren Fehlen<\/li>\n<li>Betriebs&uuml;bergang: Von der eigenwirtschaftlichen Nutzung<\/li>\n<li>zum Kern des zur Wertsch&ouml;pfung erforderlichen Funktionszusammenhangs<\/li>\n<li>Wie weit gehen die Informationspflichten des Arbeitgebers?; Widerspruchsrecht des Arbeitnehmers; Verwirkung<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>K&uuml;ndigungsrecht allgemein: Schriftform; Vertretung; Zur&uuml;ckweisung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Europarechtswidrigkeit von K&uuml;ndigungsfristen<\/li>\n<li>Verdachtsk&uuml;ndigung: Dringender Tatverdacht und<\/li>\n<li>Anh&ouml;rung des Arbeitnehmers<\/li>\n<li>Verhaltensbedingte K&uuml;ndigung wegen Internetnutzung<\/li>\n<li>K&uuml;ndigung wegen Minderleistung<\/li>\n<li>Betriebsbedingte K&uuml;ndigung: Sozialauswahl und Altersdiskriminierung<\/li>\n<li>Wegfall der Dominotheorie<\/li>\n<li>Betriebsbedingte &Auml;nderungsk&uuml;ndigung<\/li>\n<li>Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit und Sozialauswahl<\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote>\n<p><em>Am 01.04.2009 organisiert das &acute;FORUM &ndash; Institut f&uuml;r Management GmbH&acute; u. a. ein Seminar in Frankfurt. Titel: <strong>&bdquo;Die besten K&uuml;ndigungsstrategien &ndash; So beenden Sie effektiv Arbeitsverh&auml;ltnisse&ldquo;<\/strong>.<\/em> <\/p>\n<blockquote><p><strong>Die Themen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Geeignete K&uuml;ndigungsgr&uuml;nde identifizieren<\/li>\n<li>Au&szlig;erordentliche K&uuml;ndigung<\/li>\n<li>Alternativen zur K&uuml;ndigung<\/li>\n<li>Prozessvorbereitung<\/li>\n<li>Vermeidung typischer Fehler<\/li>\n<li>Wie k&uuml;ndigt man &acute;Unk&uuml;ndbare&acute;?<\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote>\n<p><em><strong>Hinweis WL:<\/strong> Damit Sie sich von der haarstr&auml;ubenden Argumentation der Richterin selbst &uuml;berzeugen k&ouml;nnen, hier noch aus der Pressemitteilung des Berliner Landesarbeitsgerichts:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Das oft gebrauchte Argument der &bdquo;Unschuldsvermutung&ldquo; greife hier im &Uuml;brigen nicht; es gehe nicht um eine Verurteilung aufgrund des Strafrechts, vielmehr werde das (arbeitsrechtliche) K&uuml;ndigungsrecht vom &bdquo;Prognoseprinzip&ldquo; beherrscht, das danach frage, ob dem Arbeitgeber die Fortsetzung des Arbeitsverh&auml;ltnisses angesichts dringender Verdachtsmomente f&uuml;r das Vorliegen einer Straftat des Arbeitnehmers noch zumutbar sei oder nicht. Das sei etwas v&ouml;llig anderes als eine strafgerichtliche Verurteilung wegen eines begangenen Verm&ouml;gensdeliktes.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.berlin.de\/sen\/arbeit\/gerichte\/presse\/07_09.html\">Arbeitsgericht Berlin<\/a><\/p>\n<p><em>W&uuml;rde man dieses sog. Prognoseprinzip auf Bankmanager &uuml;bertragen, m&uuml;sste es an fristlosen K&uuml;ndigungen nur so hageln.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wie mobbt man ungeliebte Mitarbeiter?<\/strong><br>\nDer Personalvorstand der Telekom Austria, Gernot Schieszler, hat daf&uuml;r eine klare Anleitung geliefert. Die Aufzeichnung landet bei Youtube und sorgt f&uuml;r so gro&szlig;e Emp&ouml;rung, dass der Manager sein Ressort abgeben muss. FTD.de zeigt das Video.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/technik\/it_telekommunikation\/:Telekom-Austria-Wie-mobbt-man-ungeliebte-Mitarbeiter\/479396.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Mitbestimmung: Zonen der Ratlosigkeit<\/strong><br>\nWelche Unternehmen haben keinen Betriebsrat? Soziologen der TU M&uuml;nchen unterscheiden vier Unternehmens-Typen ohne Interessenvertretung. Es zeigt sich: Betriebsr&auml;te fehlen gerade da, wo sie am n&ouml;tigsten w&auml;ren.<br>\n<strong>Zone 1: Prek&auml;re Dienstleistung<\/strong><br>\nDer Mangel an Arbeitnehmervertretung ist besonders misslich f&uuml;r die meist prek&auml;r Besch&auml;ftigten von Discountern, Wachdiensten, von Betrieben der Geb&auml;udereinigung und im Gastgewerbe.<br>\n<strong>Zone 2: Familienunternehmen<\/strong><br>\nEtwas besser sind die Bedingungen in patriarchalisch gef&uuml;hrten Familienunternehmen, wo die Gunst des Chefs wichtiger ist als eine objektive Leistungsbewertung.<br>\n<strong>Zone 3: New Economy<\/strong><br>\nBetriebsr&auml;te sind in der Computer-Branche bislang noch rar. Das Management lehnt betriebliche Interessenvertretungen in der Regel ab, auch Tarifvertr&auml;ge bilden nicht einmal einen entfernten Bezugspunkt f&uuml;r die Arbeitsvertr&auml;ge. Die Soziologen sprechen in einigen F&auml;llen von einem &ldquo;neopaternalistischen Orientierungsmuster&rdquo;.<br>\n<strong>Zone 4: Hochspezialisierte Industrie<\/strong><br>\nEin Sonderfall sind sehr spezialisierte Industrieunternehmen, die eine Nische am Weltmarkt gefunden haben. Oft in l&auml;ndlichen Gebieten angesiedelt, haben sie kaum mehr als 100 Besch&auml;ftigte, &uuml;berwiegend gut qualifizierte m&auml;nnliche Facharbeiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_94341.html\">B&ouml;ckler Impuls 03\/2009<\/a><\/li>\n<li><strong>Gemeinsame Presse-Erkl&auml;rung der Gesellschafter der Schaeffler Gruppe und der IG Metall <\/strong><br>\nIG Metall und Schaeffler Gesellschafter vereinbaren wesentliche Eckpunkte zur Zukunftssicherung der Conti\/Schaeffler Gruppe: \n<ul>\n<li>Unternehmensgruppe Schaeffler\/Conti wird Mitbestimmung einf&uuml;hren<\/li>\n<li>Schaeffler Gesellschafter wiederholen Bereitschaft zur Abgabe von Anteilen an der Schaeffler Gruppe<\/li>\n<li>Unternehmerfamilie Schaeffler soll auch zuk&uuml;nftig wesentlicher Ankergesellschafter der Conti\/Schaeffler Gruppe bleiben<\/li>\n<li>Schaeffler Gesellschafter werden ein Beteiligungsprogramm f&uuml;r die Mitarbeiter auflegen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xbcr\/internet\/docs_ig_metall_xcms_142855__2.pdf\">IG Metall [PDF &ndash; 34 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In der gemeinsamen Erkl&auml;rung l&auml;sst sich IG Metall zwar nicht ausdr&uuml;cklich f&uuml;r staatliche Hilfen vereinnahmen, aber Schaeffler wird schon daf&uuml;r sorgen, dass das so interpretiert wird. Bei allem Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Arbeitsplatzinteressen der Arbeitnehmer der Conti\/Schaeffler Gruppe, werden sich die Zusicherungen nicht als Linsengericht herausstellen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Peter Grottian: Tarifpolitik und Konjunkturpaket verbandeln<\/strong><br>\nEin Prozent oder 880 Millionen Euro des Tarifverhandlungsvolumens sollen f&uuml;r &bdquo;Brennpunkte im Kita- und Schulbereich&ldquo; mit 30 000 Vollzeit- und Teilzeitstellen eingesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wissen_und_bildung\/aktuell\/?em_cnt=1681341&amp;\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bei aller Sympathie f&uuml;r die &Uuml;berlegung von Grottian, sie folgt der Logik, dass Lohnverzicht im &Ouml;ffentlichen Dienst zu Mehreinstellungen f&uuml;hren k&ouml;nnten. Die letzten Jahre beweisen das Gegenteil. Die Wirkung wird sein, dass die Kampfkraft der Gewerkschaften in diesem Tarifkonflikt geschw&auml;cht wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mit einer europ&auml;ischen Lohnpolitik die W&auml;hrungsunion retten<\/strong><br>\nDeutschland hat Mitschuld an der Malaise der Euro-Zone. Berlin sollte Euro-Anleihen mittragen, um angeschlagene Nachbarstaaten zu st&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1681398&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Einwand m&ouml;ge gestattet sein. Jenseits der Lohnst&uuml;ckkosten bleibt die Frage offen, auf welche Industrien sich der Export Griechenlands, Portugals oder Spaniens st&uuml;tzen k&ouml;nnte. Chemie, Maschinenbau, Fahrzeuge?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Risikozuschl&auml;ge, die die s&uuml;dlichen L&auml;nder der Euro-Zone an den Finanzm&auml;rkten bezahlen m&uuml;ssen, st&uuml;tzen sich auch nach wie vor auf die Bewertungen von Rating-Agenturen wie Moody&rsquo;s, Standard &amp; Poor&rsquo;s und Fitch, die auch die Kreditw&uuml;rdigkeit von Staaten bewerten. Obwohl sie durch ihre falschen (und gekauften) Bewertungen wesentliche Beihilfe zur Finanzkrise geleistet haben, k&ouml;nnen diese Agenturen weiter schalten und walten, ohne dass man ihnen das Handwerk legt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Vorsicht Riester<\/strong><br>\nWas haben Hessens Riester-Sparer eigentlich wirklich auf dem Konto? Was viele nicht wissen: Fast alle Vertr&auml;ge sind im Minus &ndash; und das trotz staatlicher Zulagen.<br>\nDass Fazit nach einem Tag Riester-Beratung: Nicht einer hat auf die Kosten hingewiesen. Und dass wir die allesamt in den ersten Jahren zahlen m&uuml;ssen, davon war keine Rede. Mit dem Experten Brunne schauen wir uns an, wie lange es dauert, bis ein Riester-Vertrag endlich Gewinne verzeichnet. Beispiel Branchenriese DWS und seine Premium-Rente: Wir geben unsere Daten ein und im Jahr 2020 kommen wir endlich in die Gewinnzone. Links oben Beitr&auml;ge und Zulagen, rechts unten das Guthaben. Erstmals im Plus nach elf Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/fernsehen\/sendungen\/index.jsp?rubrik=33608&amp;key=standard_document_36451030\">hr-fernsehen<\/a><\/li>\n<li><strong>Schweizer Altersvorsorge: Die zweite S&auml;ule geradebiegen<\/strong><br>\nDie 2. S&auml;ule hat bisher dazu beigetragen, die Schweizer Wirtschaft zu destabilisieren, weil sie die Krisen versch&auml;rft. Das muss jetzt anders werden. SonntagsBlick zeigt wie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blick.ch\/news\/wirtschaft\/vontobel\/wir-muessen-die-2-saeule-geradebiegen-112733\">Blick (CH)<\/a><\/li>\n<li><strong>Viele deutsche EU-Abgeordnete tricksen f&uuml;r die zweite Rente<\/strong><br>\nZahlreiche deutsche Europaabgeordnete sind oder waren Mitglieder in einem umstrittenen Luxemburger Pensionsfonds, der ihnen eine Altersversorgung von monatlich bis zu 5575 Euro sichern kann. Das berichtet das Hamburger Magazin stern in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Die deutschen EU-Parlamentarier haben allerdings bereits das gleiche Anrecht auf eine Altersentsch&auml;digung wie Bundestagsabgeordnete. Zahlungen aus dem EU-Fonds, der von einem Luxemburger Verein verwaltet wird, m&uuml;ssen laut Gesetz mit der deutschen Pension verrechnet werden. Allerdings ist nach Recherchen des stern nicht gew&auml;hrleistet, dass die Bundestagsverwaltung von allen Anwartschaften aus dem Luxemburger Fonds erf&auml;hrt. Er wird zu zwei Dritteln mit Steuergeldern finanziert und stie&szlig; mehrfach auf Kritik seitens des EU-Rechnungshofes.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6329\/1358802\/gruner_jahr_stern\">Presseportal<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6329\/1358894\/gruner_jahr_stern\">Presseportal<\/a><\/li>\n<li><strong>Finanzkrise Niederlande: Jetzt wackeln die Pensionsfonds &ndash; dem Vorbild der Riester-Rente droht die Insolvenz<\/strong><br>\nEntweder stark steigende Beitragszahlungen oder aber Absenkung der Altersbez&uuml;ge &ndash; das ist die Perspektive hunderttausender Niederl&auml;nder im Ruhestand. Nicht in zehn oder 20 Jahren, sondern schon sehr bald. Der Countdown l&auml;uft, sagt der niederl&auml;ndische Arbeits- und Sozialminister Piet Hein Donner. Die niederl&auml;ndischen Pensionsfonds waren einmal das Vorbild f&uuml;r die deutsche Riester-Rente. Und einige von ihnen stehen nun vor dem Bankrott.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/info.kopp-verlag.de\/news\/finanzkrise-niederlande-jetzt-gehts-an-die-pensionsfonds-die-reserven-schmelzen-weg.html\">Kopp Verlag e.K.<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer zahlt f&uuml;r Sanierung von Asse II?<\/strong><br>\nBerechnungen von Greenpeace auf Basis eines Inventarberichts zeigen, dass gut zwei Drittel der Radioaktivit&auml;t in dem maroden Atomm&uuml;ll&#8209;Lager Asse II auf das Konto der kommerziellen Stromerzeugung gehen. Offiziell r&auml;umen die Stromkonzerne bisher nur ein, f&uuml;r einen kleinen Teil der eingelagerten Strahlenbelastung verantwortlich zu sein. Mit der Argumentation geht es vor allem darum, die Milliardenkosten f&uuml;r die Sanierung des absaufenden &ldquo;Versuchs&#8209;Endlagers&rdquo; auf die Steuerzahler abzuw&auml;lzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29801\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Kindern den Stempel aufdr&uuml;cken<\/strong><br>\nBerlin hat die zentrale Speicherung von Sch&uuml;lerdaten beschlossen, um Schulschw&auml;nzer besser zu finden. Von Datenmissbrauch hat man in der Hauptstadt noch nie etwas geh&ouml;rt<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/0908-schueler-datenbank-berlin\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Mit dem Zweiten sieht&rsquo;s nicht besser aus<\/strong><br>\nIn die Debatte um die Vertragsverl&auml;ngerung von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender hat sich nun auch der hessische Ministerpr&auml;sident Roland Koch eingeschaltet. Wie viel Einfluss hat die Politik beim &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen? W&auml;re Roland Koch nicht so eindimensional in seiner Denke &ndash; Brender muss weg! &ndash;, k&ouml;nnte er die richtige Diskussion bef&ouml;rdern. Wo soll, wo muss ein &ouml;ffentlich-rechtliches Programm seine Informationssendungen platzieren? Das &bdquo;Auslandsjournal&ldquo; ist so lange durch das zweite Programm auf einen sp&auml;ten Sendeplatz am Mittwoch getrieben worden, bis ein Gutteil des Publikums die Spur verloren hat. Wie man Zuschauer h&auml;lt, zeigt die ARD mit dem &bdquo;Weltspiegel&ldquo;, der am Sonntag erstklassig um 19.20 Uhr platziert worden ist. Das interessierte Publikum dankt es mit erstklassigen Quoten von mehr als 2,5 Millionen Zuschauern. Das ZDF-Gremienmitglied Koch sollte seine Mitgremienmitglieder daran erinnern, dass der Fernsehrat das Programm zu &uuml;berwachen hat. Wo sind sie alle, wenn es um das Kulturmagazin &bdquo;Aspekte&ldquo; geht? Gerade mit Flei&szlig; scheinen es die ZDF-Programmplaner darauf anzulegen, dass diese Sendung ausf&auml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages-ZDF-Chefredakteur;art693,2738956?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/medien\/?em_cnt=1680746&amp;em_loc=91\">Wie bilanzierte der Chef der US-Milit&auml;rregierung, General Lucius Clay<\/a>, die Versuche der Besatzungsm&auml;chte, die westdeutschen Politiker von der Notwendigkeit eines freien Rundfunks und einer freien Presse zu &uuml;berzeugen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die deutsche Unf&auml;higkeit, demokratische Freiheit wirklich zu erfassen, hat sich wohl auf keinem anderen Gebiet &hellip; so deutlich gezeigt. Es schien unm&ouml;glich zu sein, zu einer Gesetzgebung zu gelangen, in der die Presse der regierenden Macht nicht auf Gnade oder Ungnade ausgeliefert war &hellip; Beim Rundfunk war es fast genauso schwierig.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Nobel Prize-Winning Economist Joseph Stiglitz: Obama Has Confused Saving the Banks with Saving the Bankers<\/strong><br>\nWe get reaction to President Obama&rsquo;s speech from Nobel economics laureate and former World Bank chief economist, Joseph Stiglitz. Stiglitz says the Obama administration has failed to address the structural and regulatory flaws at the heart of the financial crisis that stand in the way of economic recovery. Stiglitz also talks about why he thinks Obama&rsquo;s strategy on Afghanistan is wrong and that Obama&rsquo;s plan to keep a &ldquo;residual force&rdquo; in Iraq will be &ldquo;very expensive.&rdquo; On health care, Stiglitz says a single-payer system is &ldquo;the only alternative.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.democracynow.org\/2009\/2\/25\/stieglitz#\">Democracy Now <\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Japans Exporte brechen um fast die H&auml;lfte ein<\/li>\n<li>Horn: Deflationsgefahr deutlich gr&ouml;&szlig;er als Inflationsrisiken<\/li>\n<li>Selbst&auml;ndigkeit reicht oft nicht zum Leben<\/li>\n<li>EU bastelt am Bad-Bank-Konzept<\/li>\n<li>Eine Bank des Vertrauens: Geld als &ouml;ffentliches Gut<\/li>\n<li>Kein Ende der Finanz-Kleinstaaterei<\/li>\n<li>Einseitige Expertengruppen zur Finanzkrise<\/li>\n<li>Wrackt die Landesbanken ab!<\/li>\n<li>Heribert Prantl: Urteil gegen<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3796\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3796","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3796","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3796"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3796\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3796"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3796"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3796"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}