{"id":37969,"date":"2017-04-21T16:22:26","date_gmt":"2017-04-21T14:22:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969"},"modified":"2017-04-21T16:22:26","modified_gmt":"2017-04-21T14:22:26","slug":"hinweise-des-tages-ii-291","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h01\">Didier Eribon: &ldquo;Wer Macron w&auml;hlt, w&auml;hlt Le Pen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h02\">Griechenland: Wenn Kreditgeber sich streiten &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h03\">Germany Saved &euro;145 billion in Interest since 2008<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h04\">Tim Engartner: &ldquo;Betriebswirtschaftliche Rechnungen &uuml;ber politische Ziele gestellt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h05\">Befristete Arbeitsvertr&auml;ge nehmen stark zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h06\">Steuergerechtigkeit statt &ldquo;Steuersenkungen f&uuml;r alle&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h07\">Stellungnahme f&uuml;r die Anh&ouml;rung im Finanzausschuss: Umsetzungsgesetz zur EU-Geldw&auml;scherichtlinie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h08\">Steuertricks unter staatlicher Aufsicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h09\">Bundeswehr: Kaputte Truppe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h10\">&ldquo;Die Abschaffung des Doppelpasses ist das falsche Rezept&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h11\">T&uuml;rkei sperrt Folterbericht des Europarats<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h12\">Brasilien: Arbeiten bis zum Tod?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h13\">Kliniken in Libyen: &Auml;rzte mit leeren H&auml;nden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h14\">Schlappe f&uuml;r Kiew vor dem Internationalen Gerichtshof<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h15\">Der Fall Milagro Sala in Argentinien &ndash; ein Beispiel f&uuml;r postfaktische Justiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h16\">Trumps Mutter aller Bomben &ndash; &bdquo;eine Beleidigung f&uuml;r uns alle&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h17\">Giftgas in Syrien: Don&acute;t shoot the messenger &ndash; listen to him<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h18\">Sein Name ist Hase<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h19\">Anschlag auf den BVB &ndash; Polizei fasst Tatverd&auml;chtigen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Didier Eribon: &ldquo;Wer Macron w&auml;hlt, w&auml;hlt Le Pen&rdquo;<\/strong><br>\nDen bekannten franz&ouml;sischen Soziologen irritiert die deutsche Euphorie gegen&uuml;ber Emmanuel Macron. Er sagt: Wird der fr&uuml;here Sozialist zum franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt, folgt in f&uuml;nf Jahren Le Pen.<br>\nDidier Eribon hat mit seiner pers&ouml;nlichen Sozialstudie &ldquo;R&uuml;ckkehr nach Reims&rdquo; im vergangenen Jahr in Deutschland einen gro&szlig;en Erfolg gelandet &ndash; sieben Jahre, nachdem das Buch in Frankreich erschienen war. 2017 ist der autobiografische Essay des Soziologen aktueller denn je. Denn er erkl&auml;rt, warum die Linke in Frankreich ein gro&szlig;es Problem hat, der rechtsradikale Front National hingegen seit Jahren eine stetig wachsende W&auml;hlerschaft verbuchen kann. [&hellip;]<br>\nUm es auf den Punkt zu bringen: Es seien die Linken selbst, die sich ihrer W&auml;hlerschaft beraubt haben, so Eribon, und zwar in ganz Europa. Die Schr&ouml;ders und Blairs, die mit ihrer Verbeugung vor dem Neoliberalismus die Grunds&auml;tze von Sozialismus und Sozialdemokratie verraten h&auml;tten. Die damit das Band zwischen der Arbeiterklasse und den linken Parteien zerschnitten h&auml;tten und den Raum frei machten, der dann von den Rechtsradikalen besetzt werden konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/praesidentschaftswahl-in-frankreich-didier-eribon-wer-macron-waehlt-waehlt-le-pen-1.3470851\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: Emmanuel Macron: Der Freund der Finanz<\/strong><br>\nBei einem seiner j&uuml;ngsten Wahlkampfauftritte verbat es sich der franz&ouml;sische Pr&auml;sidentschaftskandidat, als &ldquo;Kandidat das Finanzoligarchie&rdquo; bezeichnet zu werden. Sieht man sich seine Vorschl&auml;ge jedoch genauer an, erkennt man vieles, das vor allem die Banken begeistern wird [&hellip;]<br>\nF&uuml;r Macron hat die europ&auml;ische Finanztransaktionssteuer &ldquo;keine Priorit&auml;t&rdquo;. Die Brexit-Verhandlungen w&uuml;rden seiner Meinung nach ihr Ende einl&auml;uten. Das ist ein schlechtes Omen in einer Phase, in der die europ&auml;ischen Verhandlungen &uuml;ber die &ndash; vor allem von franz&ouml;sischen Banken gef&uuml;rchteten &ndash; Steuer immer ins Stocken geraten.<br>\nAuch bei Finanzregulierungen bezieht Macron klar Position. So k&uuml;ndigt er im Wahlkampf an, dass er jene Regulierungen lockern will, die nach der Finanzkrise f&uuml;r Banken und Versicherungen eingef&uuml;hrt wurden. Diese h&auml;tten &ldquo;nur das Ziel das Risiko zu verringern&rdquo;, b&ouml;ten aber &ldquo;keinen Anreiz die Wirtschaft zu finanzieren&rdquo;. Dies entspricht genau der Argumentationslinie der Finanzlobbies. Sie denunzieren neue Regulierungen, um von den verh&auml;ngnisvollen Folgen der Spekulation und der aus der Finanzkrise folgenden K&uuml;rzungspolitik abzulenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000056213912\/Emmanuel-Macron-Der-Freund-der-Finanz\">der Standard<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland: Wenn Kreditgeber sich streiten &hellip;<\/strong><br>\nJeder gegen jeden, aber alle gegen die griechischen Rentner<br>\nDie Fr&uuml;hjahrstagung des Internationalen W&auml;hrungsfonds zeigt auf, dass es immer noch keine Einigkeit der Kreditgeber hinsichtlich des dritten Kreditpakets gibt. Der IWF stellt fest, dass die griechische Schuldenlast nicht tragbar ist, und stellt somit erneut die Forderung nach einem Schuldenschnitt in welcher Form auch immer in den Raum. Erst kurz vor Ostern hatte sich die griechische Regierung mit den europ&auml;ischen Kreditgebern auf Malta geeinigt, zum Abschluss der seit einem Jahr offenen zweiten Inspektion des dritten Rettungspakets neue K&uuml;rzungen im Parlament zu beschlie&szlig;en.<br>\nNoch bevor die letzte Rentenk&uuml;rzung Geburtstag feiern kann, steht somit die n&auml;chste, die insgesamt 13. seit Mai 2010 fest. Dar&uuml;ber hinaus werden &ndash; mal wieder &ndash; Steuern erh&ouml;ht, diesmal, indem der Steuerfreibetrag erheblich gesenkt wird. Die griechische Regierung musste als Kompromiss hinnehmen, dass die von ihr stetig verlangte L&ouml;sung des Problems der Tragf&auml;higkeit der Schulden auf das Ende des gesamten Programms zu verschieben.<br>\nEigentlich hatte die griechische Regierung hinsichtlich der Einigung von Malta bereits ihre n&auml;chsten Schritte geplant. Ein Vier-Punkte-Plan wurde vorgelegt. Nach dem Fr&uuml;hjahrskongress des IWF vom 21. bis 23. April sollten die technischen Berater der Kreditgeber nach Athen kommen und dabei ein technisches Positionspapier, Staff Level Agreement, ausarbeiten. Darin sollen die notwendigen Gesetze f&uuml;r die K&uuml;rzungen festgeschrieben werden. Die Regierung ging davon aus, dass dies nur wenige Tage in Anspruch nehmen w&uuml;rde.<br>\nDirekt danach ist geplant, die Gesetze durch das Parlament zu bringen. Daran anschlie&szlig;end soll in einem au&szlig;erordentlichen Treffen der Eurogruppe das Ende der zweiten Inspektion und somit die Auszahlung der ausstehenden Tranche beschlossen werden. Es sieht nun wieder danach aus, als ob der Zeitplan der griechischen Regierung erneut in Frage gestellt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Griechenland-Wenn-Kreditgeber-sich-streiten-3690056.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Plansoll &uuml;bererf&uuml;llt &ndash; trotzdem keine Hilfe<\/strong><br>\nAlles Nebelkerzen, wie sich nun herausstellt. Die Eurogruppe hat noch nicht einmal ihre Aufseher nach Athen geschickt &ndash; eine Grundvoraussetzung f&uuml;r die Auszahlung von Hilfsgeldern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/athen-erfuellt-plansoll-trotzdem-keine-hilfe\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Germany Saved &euro;145 billion in Interest since 2008<\/strong><br>\nPersistent low interest rates have paid off for the German budget, which has seen savings of more than &euro;100 billion in the past eight years. Thanks to low interest rates, the German government has saved &euro;145.7 billion ($156.8 billion) in interest expenses since 2008 compared with its own budget predictions. That&rsquo;s according to a response from the finance ministry to a request from the Greens, which Handelsblatt has obtained.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/global.handelsblatt.com\/finance\/low-interest-rates-save-german-government-billions-751858\">Handelsblatt Global<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Offenbar nur eine Randnotiz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Tim Engartner: &ldquo;Betriebswirtschaftliche Rechnungen &uuml;ber politische Ziele gestellt&rdquo;<\/strong><br>\nTim Engartner &uuml;ber zur&uuml;ckliegende und bevorstehende Privatisierungen in Deutschland. Engartner ist Professor f&uuml;r Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universit&auml;t Frankfurt am Main. Im vergangenen Jahr hat er ein Buch zum Thema ver&ouml;ffentlicht.<br>\nWirtschaften Private effizienter?<br>\nTim Engartner: Tats&auml;chlich sind private Unternehmen h&auml;ufig effizienter, weil sie beispielsweise k&uuml;rzere Planungs- und Entscheidungswege haben. Ich wehre mich nur dagegen, wenn der Staat f&uuml;r Fehler kritisiert wird, die faktisch von Privatunternehmen zu verantworten sind. Ein Beispiel ist der Bau der Elbphilharmonie. Sollte der Bau die Stadt urspr&uuml;nglich 77 Millionen Euro kosten, schnellten die Kosten auf zuletzt knapp 800 Millionen Euro in die H&ouml;he. Ein wesentlicher Grund f&uuml;r die Verzehnfachung der Kosten: Private Investoren sprangen ab, weil die Kosten explodierten. Die Vertr&auml;ge erlaubten ihnen das. Deshalb musste die Stadt als Schuldnerin auch f&uuml;r diese abgesprungenen Privatinvestoren einspringen. Allgemein gilt, dass allzu h&auml;ufig auf die  betriebswirtschaftliche und nicht auf die volkswirtschaftliche Effizienz geschaut wird, das hei&szlig;t immer dann, wenn der Staat die Entscheidungs- und Handlungshoheit auf Privatunternehmen &uuml;bertr&auml;gt, werden rein betriebswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Rechnungen &uuml;ber volkswirtschaftliche oder langfristige politische Ziele gestellt. So werden zum Beispiel die Negativfolgen der privatisierten Bundespost politisch und medial tabuisiert. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/2048\">annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Befristete Arbeitsvertr&auml;ge nehmen stark zu<\/strong><br>\nZahl der prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt<br>\nRund 2,8 Millionen Menschen in Deutschland haben nach Auskunft der Bundesregierung einen befristeten Job. Vor allem Frauen und junge Menschen arbeiten demnach mit befristeten Vertr&auml;gen. W&auml;hrend 7,6 Prozent der weiblichen Besch&auml;ftigten einen Arbeitsvertrag auf Zeit haben, sind es bei den M&auml;nnern 6,5 Prozent. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der &raquo;Rheinischen Post&laquo; (Freitag) vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1048689.befristete-arbeitsvertraege-nehmen-stark-zu.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steuergerechtigkeit statt &ldquo;Steuersenkungen f&uuml;r alle&rdquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Steuersenkungen f&uuml;r alle&ldquo; zu fordern, ist der falsche Weg. Denn die reichsten 10% oder gar die obersten 0,1%, die mindestens 37.000 Euro im Monat verdienen, brauchen nicht noch mehr Netto vom Brutto! Vielmehr m&uuml;ssen sie sich st&auml;rker an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligen. Wir brauchen &bdquo;Steuergerechtigkeit&ldquo; statt &bdquo;Steuersenkungen f&uuml;r alle&ldquo;. Der DGB-klartext.<br>\nDas arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat wieder einmal Zahlen in DIE WELT gesetzt: 4,2 Millionen Menschen seien vom Spitzensteuersatz betroffen und 48% des Aufkommens aus der Einkommensteuer und dem Solidarit&auml;tszuschlag stammten vom bestverdienenden Zehntel der Bev&ouml;lkerung, so das IW. Diese Meldung kam den Marktschreiern der Springer-Presse gerade recht. L&auml;sst sich mit ihr doch der Eindruck erwecken, durchweg alle Einkommensteuerpflichtigen h&auml;tten eine Entlastung verdient.<br>\nFakt ist aber: Von einer generellen Senkung der Einkommensteuer h&auml;tte die H&auml;lfte der deutschen Haushalte gar nichts. Denn 50% bezahlen bereits heute keine Einkommensteuer, weil sie zu wenig verdienen. Sie finanzieren den Staat vielmehr &uuml;ber indirekte Steuern wie Mehrwert-, Mineral&ouml;l- oder Stromsteuer und &uuml;ber Sozialabgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++8e9aeb16-2661-11e7-946b-525400e5a74a\">DGB Klartext<\/a>\n<p><strong>dazu: 4,2 Millionen Deutsche zahlen den Spitzensteuersatz<\/strong><br>\nFast zehn Prozent der Deutschen zahlen den Spitzensteuersatz von 42 Prozent. Damit sind laut einer Studie 4,2 Millionen Personen f&uuml;r fast die H&auml;lfte des Einkommensteueraufkommens verantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/einkommensteuer-jeder-elfte-zahlt-den-spitzensteuersatz-a-1143624.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.J.:<\/strong> Was hier in diesem Artikel an Bl&ouml;dsinn verzapft worden ist, geht auf keine Kuhhaut und grenzt schon an Alternative Facts. Und egal wo man schaut, TAZ.de, SZ.de, FAZ.de steht der gleiche Artikel; mehr oder weniger &uuml;berall stehen solche Halbwahrheiten, wie: der Spitzensteuersatz greift bei 54000&euro;. Wenn man 56000&euro; verdient werden 2000&euro; davon tats&auml;chlich mit 42% versteuert, die &uuml;brigen 54000&euro; aber nicht. [&hellip;]<\/em><br>\n<em>Und alleingelassen damit: der Leser. Wie soll der Leser hier mitbekommen was Lobbyquatsch ist und was eine tats&auml;chliche Information? Wenn es Journalisten nicht schaffen, offensichtliche Unwahrheiten in einem Artikel als solche zu kennzeichnen, sind sie keine Journalisten; nur noch Stenographen der &ldquo;M&auml;chtigen und Wichtigen&rdquo;. [&hellip;]<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stellungnahme f&uuml;r die Anh&ouml;rung im Finanzausschuss: Umsetzungsgesetz zur EU-Geldw&auml;scherichtlinie<\/strong><br>\nTax Justice Network und Netzwerk Steuergerechtigkeit haben eine Stellungnahme eingereicht f&uuml;r die &ouml;ffentliche Anh&ouml;rung des Finanzausschusses zum dem &bdquo;Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Vierten EU-Geldw&auml;scherichtlinie, zur Ausf&uuml;hrung der EU-Geldtransferverordnung und zur Neuorganisation der Zentralstelle f&uuml;r Finanztransaktionsuntersuchungen&ldquo; (BTDrucksache 18\/11555) am 24. April 2017.<br>\nIn seiner derzeitigen Fassung w&auml;re das deutsche Transparenzregister nicht wirkungsvoll genug im Kampf gegen Steuerhinterziehung, Geldw&auml;sche und Korruption. Daf&uuml;r br&auml;uchte es ein &ouml;ffentlich einsehbares Register der wahren Eigent&uuml;mer_innen von allen Firmen. Doch genau das verhindert das Gesetz durch den beschr&auml;nkten Zugang zu Informationen. Zugleich enth&auml;lt der Entwurf eine verw&auml;sserte Definition der &bdquo;wirtschaftlich Berechtigten&ldquo;, die teils eine Meldung der F&uuml;hrungsebene statt der Berechtigten gestattet und auf eine Pflicht der Firmen zur Ermittlung der gesamten Beteiligungs- und Kontrollkette verzichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2017\/04\/stellungnahme-fur-die-anhorung-im.html\">Blog Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steuertricks unter staatlicher Aufsicht<\/strong><br>\nEine interne Banken-Vorlage zeigt: Die DekaBank hat sich offenbar systematisch an Cum\/Cum-Aktiengesch&auml;ften zulasten des deutschen Fiskus beteiligt. Und das unter staatlicher Aufsicht. Denn die DekaBank wird als Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts unter anderem vom Bundesfinanzministerium beaufsichtigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/cum-deka-bank-steuertricks-aktiengeschaefte-100.html\">BR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bundeswehr: Kaputte Truppe<\/strong><br>\nDie Bundeswehr kann nur 30 bis 70 Prozent ihrer Waffensysteme einsetzen, der Rest ist defekt und wartet auf Reparatur. Wir zeigen, was noch f&auml;hrt, fliegt und schwimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-04\/bundeswehr-bestand-ausruestung-panzer\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.Z.:<\/strong> Dieser Artikel erzeugt bei mir den b&ouml;sen Beigeschmack, dass Ursula von der Leyen und Wolfgang Sch&auml;uble damit eine Rechtfertigung erhalten, die unz&auml;hligen Milliarden mehr im Kriegs-, pardon, &ldquo;Verteidigungsetat&rdquo; zu verbuchen, so wie es Herr Trump und andere fordern. [&hellip;]<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Die Abschaffung des Doppelpasses ist das falsche Rezept&rdquo;<\/strong><br>\nViele der in Deutschland lebenden T&uuml;rken haben beim Referendum f&uuml;r &ldquo;Ja&rdquo; gestimmt. Die Union will deswegen die Regelungen f&uuml;r den Doppelpass &auml;ndern. Die Linken-Politikerin Sevim Dagdelen lehnt das ab. Das sei &ldquo;purer Rechtspopulismus&rdquo;, sagte sie im DLF. Der wahre Grund f&uuml;r die hohe Zustimmung zur Verfassungs&auml;nderung sei die Tatsache, dass die Bundesregierung das Erdogan-Netzwerk jahrelang in Deutschland habe arbeiten lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kritik-an-deutschtuerken-die-abschaffung-des-doppelpasses.694.de.html?dram:article_id=384113\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>T&uuml;rkei sperrt Folterbericht des Europarats<\/strong><br>\nDas Antifolterkomitee des Europarats darf das Ergebnis der Gespr&auml;che mit Hunderten Insassen t&uuml;rkischer Gef&auml;ngnisse nicht ver&ouml;ffentlichen. Der Pr&auml;sident des Verbands der t&uuml;rkischen Anwaltskammern, Metin Feyzioglu, f&uuml;rchtet um die Existenz des Staates.<br>\nWegen eines Einspruchs der T&uuml;rkei bleibt der j&uuml;ngste Bericht des Antifolterkomitees des Europarats zur T&uuml;rkei unver&ouml;ffentlicht. Der Leiter des Gremiums, Mykola Gnatovskyy, sagte am Donnerstag in Stra&szlig;burg: &bdquo;Nat&uuml;rlich w&uuml;rde ich sehr gerne &uuml;ber unsere Erkenntnisse reden. Aber ich darf kein Wort dar&uuml;ber verlieren.&ldquo; Die Regierung eines vom Antifolterkomitee besuchten Staates muss der Ver&ouml;ffentlichung zustimmen. Die T&uuml;rkei, die dem Europarat 1990 beitrat, hat diese Freigabe zum dritten Mal in Folge verweigert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/tuerkei-verhindert-veroeffentlichung-von-folterbericht-des-europarats-14980298.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Brasilien: Arbeiten bis zum Tod?<\/strong><br>\nEine gro&szlig;e Reform der Sozialversicherung soll die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge in Brasilien drastisch reduzieren<br>\n&Uuml;ber eine &ldquo;Br&uuml;cke in die Zukunft&rdquo; m&ouml;chte Brasiliens Staatschef Michel Temer seine Landsleute f&uuml;hren. Diesen Namen gab der damalige Vizepr&auml;sident von der rechtsopportunistischen Partei der Demokratischen Bewegung (PMDB) dem Programm, das Ende 2015 den Bruch der Koalition mit der Arbeiterpartei (PT) ank&uuml;ndigte. Nur auf dessen Kurs eines &ldquo;schlanken Staates&rdquo; sei ein Ende der Jahrhundertrezession zu erreichen und die Wirtschaft des Landes wieder in Fahrt zu bringen, hie&szlig; es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/174233\/brasilien-arbeiten-tod\">amerika21<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Korruption in Brasilien hat Hochkonjunktur, wie auch gro&szlig;e Privatisierungen von staatlichen Unternehmen zu Gunsten der finanzkr&auml;ftigen Oberschicht und div. US-Konzernen. Selbstverst&auml;ndlich passt es dann, Milliardenk&uuml;rzungen bei Bildung, Soziales und Gesundheit vorzunehmen. Hier soll eine gro&szlig;e Reform der Sozialversicherung vorgenommen werden und die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge deutlich heruntergefahren werden. K&uuml;nftig soll gelten: mindestens 49 Jahre Sozialversicherungsbeitr&auml;ge einzahlen, um dann in den Genuss der vollen Rente zu kommen (falls nicht irgend ein juristischer Trick auch das aushebelt!).<\/em><br>\n<em>Ich habe den Eindruck, dass sich die soziale Kriegsmaschine warml&auml;uft; siehe Griechenland in Europa; siehe Chile, Brasilien etc. in S&uuml;damerika. L&auml;nder wo man es doch einmal &ldquo;testen&rdquo; kann, wohin die sozialen Abstriche dann laufen.<\/em><br>\n<em>So richtig in Deutschland scheinen es aber die meisten nicht zu merken, trotz steigender Kinder- und Altersarmut, trotz steigender Obdachlosenzahlen, trotz Zuwachs bei den Tafeln (zur Not kann man von Bundes-Regierungsseite einen &ldquo;Armutsbericht&rdquo; durch weglassen versch&ouml;nern!).<\/em><br>\n<em>Ja, so lange noch Krimis auf den meisten Kan&auml;len und gedopte bzw. verschobene Spiele im Fernsehen gezeigt werden, ist die Welt vor der T&uuml;r weit, weit weg und betrifft mich nicht!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kliniken in Libyen: &Auml;rzte mit leeren H&auml;nden<\/strong><br>\nWie operieren &ndash; ohne Verb&auml;nde, ohne Spritzen, ohne Medikamente? Diese Frage stellen sich &Auml;rzte in der libyschen Hauptstadt Tripolis t&auml;glich. Denn die K&auml;mpfe nehmen kein Ende, aber f&uuml;r die Versorgung der Kliniken fehlt das n&ouml;tige Geld.<br>\nDrei Regierungen ringen um die Macht in Libyen, doch nur eine Regierung ist von der Staatengemeinschaft anerkannt. Dazu kommen die vielen Milizen: Rund 30 allein in der Hauptstadt Tripolis. Manche unterst&uuml;tzen eine der politischen Fraktionen, andere k&auml;mpfen nur, um die Oberhand in ihrem Viertel zu behalten. Zudem treiben Verbrecherbanden ihr Unwesen: Kidnapping, Schmuggel von Drogen, Waffen und Fl&uuml;chtlingen.<br>\nH&auml;ufig ist in Tripolis Feuer zu h&ouml;ren: aus Granatwerfern, Panzern, Maschinengewehren. Manchmal ziehen sich die Gefechte &uuml;ber mehrere Tage hin. An manchen Tagen &ndash; mit besonders schweren K&auml;mpfen &ndash; sind die &Auml;rzte in den Krankenh&auml;usern von Tripolis &uuml;berlastet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/libyen-krieg-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schlappe f&uuml;r Kiew vor dem Internationalen Gerichtshof<\/strong><br>\nDie Ukraine habe keine Beweise f&uuml;r die russische Unterst&uuml;tzung von Terrorgruppen geliefert, anerkannt wurde der Schutz der Krimtataren und der ukrainischen Sprache auf der Krim<br>\nDie Ukraine hat zumindest vorl&auml;ufig eine Schlappe vor dem Internationalen Gerichtshof (ICJ) der Vereinten Nationen in Den Haag einstecken m&uuml;ssen. In einer vorl&auml;ufigen Entscheidung hat der ICJ zwar die Klage der Ukraine angenommen, aber lediglich einen Punkt provisorisch bis zur endg&uuml;ltigen Entscheidung &uuml;bernommen, n&auml;mlich dass Russland die Tartaren auf der Krim nicht diskriminieren darf und die M&ouml;glichkeit garantieren muss, dass es Unterricht in ukrainischer Sprache gibt.<br>\nAbgelehnt wurde jedoch, vorl&auml;ufige Ma&szlig;nahmen gegen Russland zu verh&auml;ngen, wie dies von Kiew gefordert wurde. So sollte Russland aufgefordert werden, jede Handlung zu vermeiden, die den Streit verst&auml;rkt oder ausweitet, was auch die Lieferung von Waffen, Geld oder Personal einschlie&szlig;en sollte. Der Gerichtshof h&auml;tte auch keine Mittel, ein Urteil durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Schlappe-fuer-Kiew-vor-dem-Internationalen-Gerichtshof-3689815.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Fall Milagro Sala in Argentinien &ndash; ein Beispiel f&uuml;r postfaktische Justiz<\/strong><br>\nDer Fall Milagro Sala steht beispielhaft daf&uuml;r, wie die Strategie des politischen Feindes mit dem Instrumentarium des Postfaktischen verbunden wird. Die Anf&uuml;hrerin aus Jujuy hat bereits &uuml;ber 440 Tage in der Strafjustizanstalt von Alto Comedero in San Salvador de Jujuy verbracht, und zwar aufgrund einer willk&uuml;rlichen Entscheidung der Provinzjustizbeh&ouml;rden und auf Bitten des Gouverneurs Gerardo Morales, der zu Macris und den Anh&auml;ngern der Radikalen Partei z&auml;hlt.<br>\nDie Motive, weshalb die Mercosur-Abgeordnete ihrer Freiheit beraubt wurde, spielen keine Rolle. Die Mehrheit der Gr&uuml;nde wurden konstruiert, um die Vertreterin von T&uacute;pac Amaru weiter in Haft zu halten. Selbst internationale Institutionen wie die zur OAS geh&ouml;rende Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) haben von Pr&auml;sident Macri ihre sofortige Freilassung gefordert. Aber selbst der Oberste Bundesgerichtshof nimmt die Beurteilung der CIDH nicht zur Kenntnis, obwohl ihre Beschl&uuml;sse Vorrang vor der argentinischen Verfassung haben.<br>\nMilagro Sala bleibt hinter Gittern, und selbst Pr&auml;sident Macri bem&uuml;hte das Postfaktische, als er auf einer Pressekonferenz von sich gab, dass &ldquo;es der Mehrheit der Argentinier scheint, dass es eine Menge wichtiger Vergehen gab, die von Sala begangen wurden&rdquo;.<br>\nUnter leichter Abwandlung des ber&uuml;hmten Ausspruchs des irrationalen Philosophen Friedrich Nietzsche k&ouml;nnten wir sagen, dass in diesem Falle &ldquo;keine Tatsachen existieren, sondern nur Meinungen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/blog\/2017\/04\/173978\/fall-milagro-sala\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Trumps Mutter aller Bomben &ndash; &bdquo;eine Beleidigung f&uuml;r uns alle&ldquo;<\/strong><br>\nDer 13. April 2017 wird als der Tag in die Geschichtsb&uuml;cher eingehen, an dem Kriegsverbrecher Trump die gr&ouml;&szlig;te nichtnukleare Bombe aller Zeiten auf Menschen abgeworfen hat. Ein afghanischer Arzt findet die passenden Worte: &bdquo;All die Bomben, die die Amerikaner in Afghanistan und &uuml;berall auf der Welt abgeworfen haben, f&uuml;hrten dazu, dass der Terrorismus zunimmt und nicht abnimmt. Warum also? Warum sollten wir sie abwerfen? Warum sollten wir die &bdquo;Mutter aller Bomben&ldquo; abwerfen? Es ist solch eine Beleidigung f&uuml;r uns alle.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/trumps-mutter-aller-bomben-eine-beleidigung-fuer-uns-alle\/\">die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Giftgas in Syrien: Don&acute;t shoot the messenger &ndash; listen to him<\/strong><br>\nIn den Medien herrscht gro&szlig;e Aufregung um den Nahost-Experten und Autor Michael L&uuml;ders, der eine vom Mainstream abweichende Sicht zum Syrien-Konflikt vertritt. Was vielen gar nicht passt. (&hellip;) L&uuml;ders wird dabei vorgeworfen, er st&uuml;tze sich im Streit um die Verantwortung f&uuml;r Giftgasangriffe in Syrien vor allem auf den US-Autor Seymour Hersh. Dieser sei aber selbst &bdquo;umstritten&ldquo;, mithin also auch L&uuml;ders Darstellung. Dieses Argumentationsmuster ist in den Leitmedien beliebt und gleicht einer sich selbst erf&uuml;llenden Prophezeiung: Wer vom Mainstream abweicht ist &ndash; logisch &ndash; umstritten und muss daher sehr kritisch gesehen werden, besser gleich ausgegrenzt und gar nicht erst angeh&ouml;rt. Was mit solcher Rhetorik bewiesen wird, ist allerdings weniger journalistische Kompetenz, als vielmehr eine Anbetung des Konformismus. (&hellip;) Da das Lesen der dokumentieren Realit&auml;t &ndash; zumindest ihres &bdquo;unpassenden&ldquo; Teils &ndash; vielen Kollegen offenbar tats&auml;chlich schwer f&auml;llt, anbei ein lehrreiches und informatives halbst&uuml;ndiges Interview mit Seymour Hersh, insbesondere zum Giftgasangriff in Syrien von 2013, aber auch zu weiteren spannenden Einblicken in konkrete Machtpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/paulschreyer.wordpress.com\/2017\/04\/21\/giftgas-in-syrien-dont-shoot-the-messenger-listen-to-him\/\">Paul Schreyer<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Sein Name ist Hase<\/strong><br>\nImmer wenn es brenzlig wird f&uuml;r die AfD, wenn es um Rechtsextremisten in den eigenen Reihen geht, gibt sich J&ouml;rg Meuthen ahnungslos. Der Fraktionsvorsitzende im Stuttgarter Landtag wird am Wochenende beim Bundesparteitag in K&ouml;ln wieder ganz vorne neben Frauke Petry sitzen.<br>\nEs war im Februar 2016, kurz vor der Landtagswahl in Baden-W&uuml;rttemberg, da fragte auf einer Wahlveranstaltung in Sulz am Neckar ein Gast den Redner J&ouml;rg Meuthen: &ldquo;Wie schafft es die Partei, zu Rechtsradikalen eine deutliche Distanzierung zu gewinnen?&rdquo; Und Meuthen, offensichtlich genervt von so viel Dreistigkeit, fragte zur&uuml;ck: &ldquo;Haben Sie den Eindruck, hier seien Rechtsradikale?&rdquo; Der Professor hat den Eindruck nicht. Rechtsradikale? Antisemitische &Auml;u&szlig;erungen? Sein Name ist Hase, davon wei&szlig; er nichts.<br>\nDabei ist der Mann Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion in Baden-W&uuml;rttemberg, Bundessprecher, Co-Vorsitzender der AfD. Zweiter Mann hinter, nein, neben Frauke Petry, aber immerhin. Da k&ouml;nnte man manchmal schon ein wenig mehr wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/316\/sein-name-ist-hase-4321.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Anschlag auf den BVB &ndash; Polizei fasst Tatverd&auml;chtigen<\/strong><br>\nOffenbar handelt es sich bei dem Mann nicht um einen Extremisten. Vielmehr soll er aus Habgier gehandelt haben. Laut Informationen der Generalbundesanwaltschaft wollte er mit dem Anschlag einen Kurssturz der BVB-Aktie bewirken, um damit Millionen zu verdienen. Der 28-J&auml;hrige soll am Tag des Anschlags 15.000 Verkaufsoptionen, sogenannte Put-Optionen, erworben und damit auf fallende Kurse der BVB-Aktie spekuliert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/panorama\/anschlag-auf-bvb-mannschaftsbus-polizei-fasst-tatverdaechtigen-aid-1.6769147\">RP Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein sehr zeitgen&ouml;ssisches Motiv. Und was wurde &ndash; auch seitens der Beh&ouml;rden &ndash; alles spekuliert: Erst waren es Islamisten, dann Rechtsradikale und nun stellt sich heraus, dass wir es mit einem Anschlag aus dem Milieu der radikalen Mitte zu tun haben. Die Verantwortlichen in den Beh&ouml;rden sollten nun erst mal tief durchatmen und sich dann ernsthaft &uuml;berlegen, wie man die Kommunikationspolitik ein wenig seri&ouml;ser machen k&ouml;nnte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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