{"id":3797,"date":"2009-02-27T08:52:47","date_gmt":"2009-02-27T07:52:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3797"},"modified":"2009-02-27T08:52:47","modified_gmt":"2009-02-27T07:52:47","slug":"hinweise-des-tages-841","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3797","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(MB\/WL\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Zur Lage auf dem Arbeitsmarkt<\/li>\n<li>108.000 Selbstst&auml;ndige nahmen im September 2008 ALG II in Anspruch<\/li>\n<li>Die Allianz saniert sich, der Staat zahlt<\/li>\n<li>Im Commerzbank-Aufsichtsrat keine Vertreter des Bundes<\/li>\n<li>Opel braucht wohl neun Milliarden Euro<\/li>\n<li>Arbeitsagentur pr&uuml;ft VW-Vorgehen bei Kurzarbeit<\/li>\n<li>Mediale Offensive &ndash; Politiker inszenieren sich als Firmenretter<\/li>\n<li>Leiharbeiter und befristet Besch&auml;ftigte tragen besonders hohe Arbeitsmarkt-Risiken<\/li>\n<li>Einen Euro f&uuml;r Hamburgs Kultur!<\/li>\n<li>Nochmals: Fristlose K&uuml;ndigung wegen 1,30 Euro<\/li>\n<li>Paul de Grauwe: Lob der Unbeweglichkeit<\/li>\n<li>London im Auge des Sturms<\/li>\n<li>AOK-Studie &ndash; Fehlzeiten wegen psychischer Beschwerden seit 1995 drastisch gestiegen<\/li>\n<li>Bildungszentrum Ostend kostet mehr<\/li>\n<li>Hohe Wasserpreise: Geb&uuml;hrenzahler finanzieren Gewinne<\/li>\n<li>In den Regionalz&uuml;gen wird es enger<\/li>\n<li>Schr&ouml;der inspiriert CDU-Politiker: R&ouml;ttgen weist Union Dritten Weg<\/li>\n<li>Aufruhr im Osten<\/li>\n<li>Wie schlimm steht es um das Vereinigte K&ouml;nigreich?<\/li>\n<li>&ndash; Hinweis auf die unerm&uuml;dliche Aufkl&auml;rungsarbeit des Erlanger Instituts f&uuml;r Medienverantwortung<\/li>\n<li>Alles Schmarotzer! &ndash; Vom Leben auf Kosten anderer<\/li>\n<li>Vier von f&uuml;nf wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Hochschulen haben heute einen Zeitvertrag <\/li>\n<li>Hessen: Schul-Kosten explodieren<\/li>\n<li>Hamburg jagt Berlin die Lehrer ab<\/li>\n<li>Glosse eines Lehrers<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3797&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>5,952 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (Alg und Alg II). 5,794 Millionen Arbeitsuchende, darunter 3,552 Millionen Arbeitslose<\/strong><br>\nIn vier L&auml;ndern wurden im Februar 2009 mehr Arbeitslose registriert als im Februar 2008. Differenziert nach Geschlecht: In allen 16 L&auml;ndern wurden&nbsp;weniger arbeitslose Frauen registriert als ein Jahr zuvor &ndash; noch. Dagegen wurden bereits in 11 der 16 L&auml;nder mehr arbeitslose M&auml;nner registriert als im Februar 2008. Nur in den ostdeutschen L&auml;ndern Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern und im westdeutschen Land Bremen wurden noch weniger arbeitslose M&auml;nner registriert als im Februar 2008.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090227_alo0209t.pdf\">Bremer&nbsp;Institut&nbsp;f&uuml;r&nbsp;Arbeitsmarktforschung und&nbsp;Jugendberufshilfe&nbsp;(BIAJ) [PDF &ndash; 376 KB]<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Februar 2009<\/strong><br>\n&bdquo;Die schwierige Wirtschaftslage wirkt sich auch im Februar auf den Arbeitsmarkt aus. Die drei wichtigsten Indikatoren des Arbeitsmarktes entwickelten sich negativ: Die Arbeitslosigkeit stieg, die Erwerbst&auml;tigkeit nahm ab und die Arbeitskr&auml;ftenachfrage ging weiter zur&uuml;ck. Allerdings hat Kurzarbeit dem stabilisierend entgegengewirkt.&ldquo;, erkl&auml;rte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), Frank-J. Weise.<\/p>\n<ul>\n<li>Arbeitslosenzahl im Februar:  +63.000 auf 3.552.000<br>\nArbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:  -66.000<br>\nArbeitslosenquote im Februar:  +0,2 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent<\/li>\n<li>Im Dezember 2008 wurden an insgesamt 270.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsagentur.de\/nn_27030\/zentraler-Content\/Pressemeldungen\/2009\/Presse-09-019.html\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>108.000 Selbstst&auml;ndige nahmen im September 2008 ALG II in Anspruch<\/strong><br>\nDie Zahl der selbstst&auml;ndig erwerbst&auml;tigen Bezieher von Arbeitslosengeld II (ALG II) ist seit Einf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende im Januar 2005 kontinuierlich gestiegen. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16\/12021) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16\/11830) mit. Seien im Einf&uuml;hrungsmonat rund 34.000 Selbstst&auml;ndige (gleich 0,8 Prozent aller ALG-II-Bezieher) registriert worden, die gleichzeitig Leistungen aus der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitssuchende bezogen h&auml;tten, so habe sich diese Zahl auf 108.000 (2,2 Prozent) im September vorigen Jahres erh&ouml;ht. Die Regierung weist darauf hin, dass in den Daten alle selbstst&auml;ndig erwerbst&auml;tigen ALG-II-Bezieher erfasst seien, unabh&auml;ngig von der Frage, ob Einkommen aus der selbstst&auml;ndigen T&auml;tigkeit ber&uuml;cksichtig worden sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_056\/04.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Allianz saniert sich, der Staat zahlt<\/strong><br>\nGl&uuml;ck f&uuml;r die Allianz: Gerade rechtzeitig hat der Versicherungsriese 2008 die Dresdner Bank verkauft. F&uuml;r die kommt jetzt der Steuerzahler auf.<br>\nDie Allianz h&auml;tte das Problem Dresdner im Zweifel selbst heben k&ouml;nnen. Daf&uuml;r spricht, dass jetzt allein die Aktion&auml;re 1,6 Milliarden Euro Dividende bekommen. Der Versicherer profitiert davon, dass er im letzten Moment einen Abnehmer f&uuml;r seine marode Bank gefunden hat. Michael Diekmann muss sich nicht in Demut &uuml;ben &ndash; er darf sich ins F&auml;ustchen lachen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/finanzkrise\/finanzkrise-die-allianz-saniert-sich-der-staat-zahlt_aid_375159.html?drucken=1\">Focus<\/a><\/li>\n<li><strong>Im Commerzbank-Aufsichtsrat keine Vertreter des Bundes<\/strong><br>\nBei den Hilfsma&szlig;nahmen des Bankenrettungsfonds f&uuml;r die Commerzbank AG hat es sich nicht um eine Absicherung der &Uuml;bernahme der Dresdner Bank AG gehandelt. Dies stellt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16\/11999) auf eine Kleine Anfrage (16\/11803) der Fraktion Die Linke fest. Wie die Regierung weiter mitteilt, hat der Aufsichtsrat der Commerzbank derzeit keine auf Veranlassung des Bundes gew&auml;hlten Mitglieder. Daher entfalle die Beantwortung der Fragen nach Kenntnissen der Aufsichtsratsmitglieder &uuml;ber Aktivit&auml;ten der Bank in Steueroasen und Aktivit&auml;ten im Bereich spekulativer Finanzinstrumente.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_056\/06.html\">Deutscher Bundestag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/16\/119\/1611999.pdf\">Antwort der Bundesregierung [PDF &ndash; 50 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da gibt der Staat 33,2 Mrd. &euro; Garantien, davon 18,2 Mrd. &euro; direkte Staatsbeteiligung, da h&auml;lt der Bund 25 Prozent plus eine Aktie der Commerzbank AG doch  &bdquo;derzeit hat der Aufsichtsrat der Commerzbank AG keine Mitglieder, die auf Veranlassung des Bundes gew&auml;hlt oder entsandt worden sind. Ebenso wenig ist ein Termin f&uuml;r die Abhaltung der Hauptversammlung der Commerzbank AG festgelegt.&ldquo;<br>\nDie Bundesregierung ist deshalb nicht in der Lage sich Kenntnisse &uuml;ber die Kredite, &uuml;ber die Aktivit&auml;ten der Commerzbank in verschiedenen Steueroasen zu verschaffen, geschweige denn zu korrigieren noch ist sie in der Lage die Aktivit&auml;ten der Bank im Bereich spekulativer Finanzinstrumente zu verschaffen.<br>\nDie Antwort der Bundesregierung: &bdquo;Eine Beantwortung scheidet daher aus.&ldquo;<br>\nEs ist unfassbar, jeder Sachbearbeiter im &Ouml;ffentlichen Dienst muss einen Verwendungsnachweis &uuml;ber jeden Bleistift, den er braucht, zu liefern, aber die Bundesregierung steht mit Milliarden bereit, ohne sich darum zu k&uuml;mmern, wof&uuml;r sie eingesetzt werden.<br>\nDer Verdacht verdichtete sich immer mehr, dass hier unvorstellbare Mengen Steuergeld in schwarze L&ouml;cher gepumpt werden, ohne dass sich die Regierung auch nur ein Bild dar&uuml;ber verschafft hat, wohin dieses Geld flie&szlig;t, geschweige denn das sie wei&szlig; (oder  wissen will?), welche (kriminellen?) Gesch&auml;fte damit abgesichert werden.<br>\nMan muss den Eindruck gewinnen, dass die ganzen Begr&uuml;ndungen (&bdquo;systemische Risiken&ldquo;) f&uuml;r die Rettungsschirme und die direkten Staatshilfen reines Geschw&auml;tz sind. Man k&ouml;nnte ja noch verstehen, wenn damit Pensionsfonds oder die Zahlungsf&auml;higkeit von Firmen abgesichert w&uuml;rden. Was unertr&auml;glich w&auml;re, das ist, dass mit Steuerzahlergeldern auch noch die Kettenbriefe der Zocker bedient w&uuml;rden. Bisher haben wir in keinem Fall konkrete Nachweise, was mit den Staatsgeldern geschieht. Das ist nicht nur Staatsversagen, sondern kommt in die N&auml;he zur Beihilfe zu kriminellen Machenschaften.<\/em><\/p>\n<p>Es ist eine Missachtung des Parlaments, wenn auch parlamentarische Anfragen &ndash; auch wenn sie von der Linkspartei gestellt werden &ndash; mit nichts sagenden Antworten abgespeist werden. Man meint wohl durch Ignoranz oder Arroganz sich kritischen Fragen entziehen zu k&ouml;nnen.<br>\n<strong>Deshalb ein Hinweis auf den politischen Aschermittwoch der Linkspartei im Saarland<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iHMfw-CnKqs&amp;feature=related\">YouTube<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8GIW9Tm5JA0&amp;feature=related\">YouTube<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Heribert Prantl: Experten f&uuml;r Verantwortung<\/strong><br>\nPolitiker m&uuml;ssen keine &Ouml;konomen sein. Die Vorstellung, von Hans-Werner Sinn vom M&uuml;nchner Ifo-Institut regiert zu werden, ist mindestens so furchtbar wie die, dass aus Leitartikeln Gesetze gemacht werden. Nat&uuml;rlich sollen Politiker Fachleute sein &ndash; zuvorderst aber Fachleute f&uuml;r Verantwortung. Demokratie hat viel mit Verantwortung zu tun.<br>\nDas bedeutet, dass erstens nicht die Interessen der Kapitalverwertung, sondern die Interessen der B&uuml;rger Grundlage f&uuml;r Entscheidungen sind. Das bedeutet zweitens, dass dem Markt neue Regeln gesetzt werden m&uuml;ssen. Demokratien k&ouml;nnen nicht Geld im Umfang von halben Staatshaushalten in eine Satansm&uuml;hle werfen und dann zuschauen, wie sich die auf die alte Weise weiterdreht.<br>\nVerantwortung bedeutet, Rechenschaft abzulegen. Bei den Beinahe-Konkursen der Landesbanken im S&uuml;den und im Norden der Republik passiert das Gegenteil. Politiker, die in den Aufsichtsgremien dieser Banken zur &Uuml;berwachung von Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Vorstand eingesetzt waren, verweigern diese Rechenschaft. Bayerns Ex-Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) hat schon vor einiger Zeit gestanden, &ldquo;dem Heer der blinden Lemminge&rdquo; gefolgt zu sein; aber pers&ouml;nlich vorzuwerfen habe er sich nichts.<br>\nGenauso redet jetzt Ralf Stegner, der SPD-Landeschef von Schleswig-Holstein. Die Frage nach der politischen Verantwortung f&uuml;r das Milliardendesaster der Nordbank diskreditiert er als sinnlose Suche nach einem &ldquo;Buhmann&rdquo;. Die Weigerung, &uuml;ber Verantwortung auch nur nachzudenken, ist demokratiesch&auml;dlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/12\/459651\/text\/\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Opel braucht wohl neun Milliarden Euro <\/strong><br>\nEine Zukunft ohne General Motors wird f&uuml;r Opel teuer &ndash; oder den Staat. Denn um auf eigenen Beinen stehen zu k&ouml;nnen, ben&ouml;tigt Opel langfristig eine deftige Finanzspritze. Wie aus gut informierten Kreisen zu h&ouml;ren ist, wird der Kapitalbedarf auf bis zu neun Milliarden Euro gesch&auml;tzt.<br>\nDie Trennung des Autoherstellers Opel von seiner ums &Uuml;berleben ringenden US-Mutter General Motors (GM) kann die deutschen Steuerzahler bis zu 9 Milliarden Euro kosten. Diesen langfristigen Kapitalbedarf nannten GM &ndash; und Opel-Manager in Verhandlungen mit Bund und L&auml;ndern &uuml;ber m&ouml;gliche Staatshilfen, wie die Deutsche Presse-Agentur dpa am Donnerstag erfuhr. Die Bundesregierung ist zunehmend ver&auml;rgert und mahnte in den USA tragf&auml;hige Konzepte an, um die mehr als 25 000 Arbeitspl&auml;tze an den vier deutschen Standorten zu bewahren. Mehrere Tausend Opel &ndash; Besch&auml;ftigte demonstrierten in Europa f&uuml;r ihre Jobs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/opel-braucht-wohl-neun-milliarden-euro;2175270\">Handelsblatt <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das ist schlicht Erpressung. Am hohen Betrag von 9 Milliarden f&uuml;r nur ein Unternehmen erkennt man auch schon, dass jedes Ma&szlig; verloren gegangen ist. 9 Milliarden, das ist die H&auml;lfte des gesamten Konjunktur-Investitionsprogramms, das f&uuml;r die gesamte deutsche Wirtschaft reichen muss. Dar&uuml;ber hat man unendlich lamentiert. Aber: bei den Subventionen und Rettungsaktionen orientiert man sich offensichtlich inzwischen an den &uuml;ber 100 Milliarden f&uuml;r eine einzige kleine Bank, die HRE, &uuml;brigens auch zum Teil im Eigentum eines amerikanischen Investors.<br>\nHier m&uuml;sste von den Fachleuten in den Ministerien &ndash; oder auch bei den Gewerkschaften &ndash; schon lange gepr&uuml;ft sein, welche M&ouml;glichkeit es gibt, das Unternehmen Opel zu &uuml;bernehmen und dann notfalls mit einem anderen zu integrieren.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Opel plant eigene Zerschlagung<\/strong><br>\nDer Rettungsplan f&uuml;r den angeschlagenen Autohersteller Opel nimmt konkrete Formen an. Nach FTD-Informationen pr&uuml;ft das Unternehmen den Verkauf seines Werks in Eisenach. Als m&ouml;glicher K&auml;ufer ist der Autokonzern Daimler im Gespr&auml;ch &ndash; erste Kontakte zwischen den Unternehmen haben bereits stattgefunden. Ungewiss ist dagegen die Zukunft des Werks Bochum. &ldquo;Bochum ist das gr&ouml;&szlig;te Problem&rdquo;, hie&szlig; es in Kreisen der Bundesregierung. Die Werke R&uuml;sselsheim und Kaiserslautern k&ouml;nnten dagegen als Teil eines neuen europ&auml;ischen Opel-Konzerns erhalten bleiben. Die deutsche Fahrzeugproduktion w&uuml;rde damit in R&uuml;sselsheim konzentriert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/autoindustrie\/:Zukunftsplan-des-Autobauers-Opel-plant-eigene-Zerschlagung\/480066.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitsagentur pr&uuml;ft VW-Vorgehen bei Kurzarbeit<\/strong><br>\nWenn ein Unternehmen Kurzarbeit anmeldet, bekommt es Geld von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Aber nur dann, wenn die Kurzarbeit durch sinkende Nachfrage auch wohlbegr&uuml;ndet ist. Die Agentur hat bei Volkswagen nun Zweifel, ob die wirtschaftliche Situation wirklich so schlecht ist, dass Kurzarbeit notwendig ist. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) habe von Volkswagen &ldquo;erg&auml;nzende Informationen&rdquo; angefordert, sagte ein Sprecher der Regionaldirektion am Donnerstag in Hannover. Dies sei aber nicht ungew&ouml;hnlich. Anlass seien Medienberichte gewesen, dass es bei VW wegen der Abwrackpr&auml;mie eine starke Nachfrage nach Kleinwagen-Modellen gebe. Bei VW stehen in dieser Woche wegen Kurzarbeit die B&auml;nder still. Davon sind in den deutschen Werken rund 61 000 Besch&auml;ftigte betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/arbeitsagentur-prueft-vw-vorgehen;2175281\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Verdacht, dass hier nur ein &bdquo;Mitnahmeeffekt&ldquo; vorliegt, ist mehr als nahe liegend.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mediale Offensive &ndash; Politiker inszenieren sich als Firmenretter <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/sendungen\/zapp\/media\/zapp3174.html\">NDR-Zapp (Video, ca. 5 min)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass allerdings gerade ein Spiegel-Journalist als Kronzeuge gegen mediale Inszenierungen der Politiker auftritt ist schon merkw&uuml;rdig, geh&ouml;rt doch dieses Magazin zu den Hauptgehilfen der Inszenierung neoliberaler Konzepte.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Steinmeier gibt in R&uuml;sselsheim den Kumpel<\/strong><br>\nVon Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist man n&uuml;chterne Auftritte gewohnt. Vor mehr als 10.000 Opelanern zeigt er sich jedoch in einer neuen Rolle: K&auml;mpferisch, mit scharfer Kritik Richtung USA und mit den Besch&auml;ftigten auf Augenh&ouml;he. Bei den Mitarbeitern kam das an. Wenig Konkretes sagte Steinmeier zu m&ouml;glichen Staatshilfen f&uuml;r Opel, macht jedoch vorsichtige Andeutungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/public\/druckversion\/aktuelles\/politik\/deutschland\/677992\/Steinmeier-gibt-in-Ruesselsheim-den-Kumpel.html\">RP Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Nachdenkseiten-Lesers:<\/strong> Ich habe mir die Rede Steinmeiers vor den Opelwerken in R&uuml;sselshein in voller L&auml;nge angeh&ouml;rt. Ich kann nur sagen, dass mir das Geheuchel und Honig-ums-Maul-schmieren Seitens unseres Au&szlig;enministers und Vizekanzlers Frank-Walter Steinmeier von Anfang an auf die Nerven gegangen ist, zumal er selbst als Regierungsmitglied und Vertreter des &ldquo;Seeheimer Kreises&rdquo; mitverantwortlich f&uuml;r die Gesamtsituation ist, und sich nun vor den Opelanern &ldquo;solidarisch&rdquo; und &ldquo;kumpelhaft&rdquo; aufspielt! Ein &ldquo;Poser&rdquo;, wie er im Buche steht! Der Gipfel der Groteske ist, dass Steinmeier den Opelanern eine unverbindliche politische Hilfe zugesagt hat, aus der man keinerlei klare Stellung seinerseits oder der Partei herauslesen kann. Weder wurde staatliche Finanzhilfe, noch Losl&ouml;sung Opel vom GM-Konzern durch Teilverstaatlichung, noch irgendein anderer Vorschlag konkretisiert. Die Mitarbeiter von Opel stehen auch nach Steinmeiers unverbindlichem Geschw&auml;tz im Unklaren, und werden es vermutlich bleiben m&uuml;ssen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Leiharbeiter und befristet Besch&auml;ftigte tragen besonders hohe Arbeitsmarkt-Risiken<\/strong><br>\nLeiharbeiter und befristet Besch&auml;ftigte tragen unter den so genannten atypisch Besch&auml;ftigten besonders hohe Arbeitsmarkt-Risiken: Sie bekommen weniger Geld, werden schneller arbeitslos und sind bei der Weiterbildung benachteiligt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Dr. Hartmut Seifert und Wolfram Brehmer, Arbeitsmarktforscher am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Ohne bessere Regulierung wird sich vor allem die Situation der Leiharbeiter in der Krise noch drastisch versch&auml;rfen, warnt Arbeitsmarktexperte Seifert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_94339.html?suche=1\">B&ouml;ckler<\/a><\/li>\n<li><strong>Einen Euro f&uuml;r Hamburgs Kultur!<\/strong><br>\nMuseen, Theater und kleine Ausstellungsr&auml;ume in Hamburg besch&auml;ftigen 1-Euro-Jobber. Hintergrund der Ma&szlig;nahme, die seit 2005 besteht, ist folgender: Hartz IV-Empf&auml;nger werden durch einen Tr&auml;ger als Arbeitskr&auml;fte an Institutionen vermittelt. Diese Institutionen m&uuml;ssen nachweisen, dass die Arbeit, die der 1-Euro-Jobber &uuml;bernimmt, die Kriterien der Zus&auml;tzlichkeit und des &ouml;ffentlichen Interesses erf&uuml;llen. Was das genau bedeutet, ist kaum festgelegt, so dass dem missbr&auml;uchlichen Einsatz von 1-Euro-Jobbern nicht leicht auf die Spur zu kommen ist.<br>\nDer Beitrag kommt zu dem Schluss, &bdquo;dass die Ma&szlig;nahme bestenfalls die betroffenen Hartz IV-Empf&auml;nger davor bewahrt, in den eigenen vier W&auml;nden depressiv zu werden. Schlimmstenfalls und im Regelfall stellen 1-Euro-Jobs eine Belastung f&uuml;r die Betroffenen, die Institution und die gesellschaftliche Gesamtsituation dar &ndash; bei verschwindend geringer Integrationsquote.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thing-hamburg.de\/index.php?id=976\">The Thing<\/a><\/li>\n<li><strong>Nochmals: Fristlose K&uuml;ndigung wegen 1,30 Euro<\/strong><br>\nInteressant ist dabei der Kommentar von Bundestagsvizepr&auml;sident Wolfgang Thierse (SPD), das Urteil sei &ldquo;barbarisch&rdquo; und &ldquo;asozial&rdquo; &ndash; aber nicht wegen des Inhaltes, denn dergleichen &auml;u&szlig;ern auch andere, sondern wegen der Reaktion seitens der Justiz auf den Thierse-Kommentar: Karin Aust-Dodenhoff, Pr&auml;sidentin des Landesarbeitsgerichts, erwiderte: &ldquo;Diffamierungen der Gerichte, zumal von einem der h&ouml;chsten Repr&auml;sentanten unseres Landes, sind demgegen&uuml;ber in keiner Weise hinnehmbar.&rdquo; Vielmehr seien sie geeignet, das Vertrauen der Bev&ouml;lkerung in die Rechtsprechung zu beeintr&auml;chtigen. Au&szlig;erdem griffen sie in die Unabh&auml;ngigkeit der Gerichte ein.<br>\nAlso: Dass eine blo&szlig;e Meinungs&auml;u&szlig;erung in die Unabh&auml;ngigkeit der Gerichte eingreift, ist absurder Unfug und allenfalls Ausdruck von panischer Angst der Justiz, dass die Bev&ouml;lkerung sich irgendwann nicht mehr alles bieten lassen und dann die Gerechtigkeit sich doch einmal durchsetzen k&ouml;nnte.<br>\nUnd zum &ldquo;Vertrauen der Bev&ouml;lkerung in die Rechtsprechung&rdquo; s. Ex-BGH-Richter Wolfgang Neskovic (Der Mythos von der hohen Moral der Richter: Zeitschrift f&uuml;r anwaltliche Praxis (ZAP), 25.7.1990, S. 625):<br>\n&ldquo;Die Kritik von Anw&auml;lten und Prozessparteien wird regelm&auml;&szlig;ig als einseitig zur&uuml;ckgewiesen, die von Journalisten mangels Fachkompetenz nicht ernst genommen und die von Politikern als Angriff auf die richterliche Unabh&auml;ngigkeit denunziert. Es ist ein Ph&auml;nomen unserer Mediendemokratie, dass ein Berufsstand, der &uuml;ber eine so zentrale politische, soziale und wirtschaftliche Macht verf&uuml;gt wie die Richterschaft, sich so erfolgreich dem Pr&uuml;fstand &ouml;ffentlicher Kritik entzogen hat. [&hellip;] Die Rechtsprechung ist schon seit langem konkursreif. Sie ist teuer, nicht kalkulierbar und zeitraubend. Nur noch 30 Prozent der Bev&ouml;lkerung haben volles Vertrauen zur Justiz&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/pressemitteilung.ws\/node\/149011\">Pressemitteilung WebService<\/a>\n<p><em><strong>Dazu noch der Hinweis:<\/strong> Die Supermarktkette Kaiser&rsquo;s bietet der fristlos entlassenen Kassiererin Barbara E. eine fristgerechte K&uuml;ndigung an. Dann w&uuml;rde sie noch bis September Geld erhalten. Kaiser`s meint wohl, sich mit diesem &bdquo;Billigangebot&ldquo; bei seinen Kunden moralisch freikaufen zu k&ouml;nnen. <\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ex-Vorst&auml;nde verklagen Hypo Real Estate<\/strong><br>\nJuristisches Hickhack bei der angeschlagenen Hypo Real Estate: Ex-Chef Georg Funke und zwei seiner ehemaligen Vorstandskollegen ziehen nach ihrem Rausschmiss vor Gericht. Ihre Forderungen: R&uuml;cknahme der K&uuml;ndigungen und Zahlungen in bis zu sechsstelliger H&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-610059,00.html\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Schon Bert Brecht sagte: &bdquo;Unsichtbar macht sich das Verbrechen, indem es gro&szlig;e Ausma&szlig;e annimmt.&ldquo; Da haben die Herren den Karren so in den Dreck gefahren, das bisher schon &uuml;ber 100 Milliarden eingesetzt wurden, um in wieder rauszuziehen, und jetzt erwarten sie auch noch, dass sie aus Steuermitteln einen goldenen Handschlag bekommen. Es steht zu bef&uuml;rchten, dass anders als bei der Kassiererin die Klagen erfolg haben und die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen eingestellt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>London im Auge des Sturms<\/strong><br>\nVon London aus nahm das globale Finanzdesaster seinen Lauf. Milliardenwerte wurden pulverisiert, das Image der City ist am Boden. Doch w&auml;hrend im Rest der Welt noch die Krise tobt, arbeiten Londons Banker bereits an ihrem Comeback. Ein Frontbericht.<br>\nWenn sich eine Lehre aus der Krise ziehen l&auml;sst, dann die, dass sie grunds&auml;tzlich ungerecht ist. Je n&auml;her man dem Auge des Sturms kommt, der derzeit um den Globus fegt, desto deutlicher wird: Das Leid der Banker ist weder proportional zu dem Schaden, den sie angerichtet haben, noch zu dem Reingewinn, den sie in guten Zeiten eingestrichen haben&hellip; Selbst wer nur die vergangenen zwei oder drei Rekordjahre als Investmentbanker dabei war und nicht v&ouml;llig &uuml;ber seine Verh&auml;ltnisse lebte, hat jetzt ein bequemes, vielstelliges Polster&hellip;<br>\nDie Banker, die diese Krise &uuml;berstehen, werden danach noch mehr mit sich und der Welt im Reinen sein als vorher.<br>\nIm Auge des Sturms l&auml;sst es sich immer noch gut leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:Agenda-London-im-Auge-des-Sturms\/479547.html?p=1\">FTD<\/a>\n<p><em>Nochmals auf deutsch: <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Paul de Grauwe: Lob der Unbeweglichkeit<\/strong><br>\nFlexible M&auml;rkte galten bislang als wirtschaftliches Erfolgsrezept. In der aktuellen Schuldendeflation versch&auml;rfen sie die Krise. L&auml;nder mit starren L&ouml;hnen sind im Vorteil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Gastkommentar-Paul-de-Grauwe-Lob-der-Unbeweglichkeit\/479799.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong>&nbsp; Paul De Grauwe ist nicht irgendein abseits des Mainstreams ignorierter Heterodoxer, er arbeitete unter anderem&nbsp; f&uuml;r den Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) und im Board of Governors der US-Notenbank, war von 1999 bis 2003 Senator des Belgischen Parlamentes und Vorsitzender dessen Wirtschafts- und Finanzausschusses. Er hat derzeit eine Professur an der Universit&auml;t Leuven inne, arbeitet als Forscher am Centre for Economic Policy Research in London und als Wirtschaftsberater von EU-Kommissionschef Jos&eacute; Manuel Barroso.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>AOK-Studie &ndash; Fehlzeiten wegen psychischer Beschwerden seit 1995 drastisch gestiegen<\/strong><br>\nArbeitnehmer fehlen immer h&auml;ufiger wegen psychischer Probleme. Die damit begr&uuml;ndeten Krankheitszeiten haben seit 1995 um 80 Prozent zugenommen, wie das Wissenschaftliche Institut der AOK (Wido) am Mittwoch in Berlin mitteilte. Auch der Krankenstand insgesamt steigt nach historischen Tiefst&auml;nden seit zwei Jahren wieder &ndash; aber nur leicht. Nach der Auswertung der AOK-Versichertendaten kletterte er 2008 von 4,5 auf 4,6 Prozent&hellip;<br>\nFast ein Viertel der Ausfalltage (24,2 Prozent) gehen weiter auf das Konto von Muskel- und Skeletterkrankungen. Auch Verletzungen (12,6 Prozent) und Atemwegserkrankungen (12,5 Prozent) spielen eine erhebliche Rolle. Psychische Erkrankungen kommen zwar mit 8,3 Prozent erst an vierter Stelle. Besorgt sind Experten aber wegen des Trends. &bdquo;W&auml;hrend andere Erkrankungsarten in den letzten zehn Jahren stetig abgenommen haben, sind Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen seit 1995 um 80 Prozent gestiegen&ldquo;, erkl&auml;rten die Wido-Wissenschaftler. Auch seien psychische Erkrankungen besonders langwierig. W&auml;hrend etwa eine Erkrankung der Atemwege im Durchschnitt zu 6,4 Fehltagen f&uuml;hrt, sind es bei psychischen Krankheiten 22,5 Tage, wie es weiter hie&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/gesundheits-news\/gesundheit-aok-studie-fehlzeiten-wegen-psychischer-beschwerden-seit-1995-drastisch-gestiegen_aid_374689.html?drucken=1\">Focus<\/a><\/li>\n<li><strong>Bildungszentrum Ostend kostet mehr <\/strong><br>\nIn der Untersuchung mit dem Thema &ldquo;Energetische Schulsanierung &mdash; Was ist heute m&ouml;glich?&rdquo; hat die Abteilung Energiemanagement des Hochbauamts die Betriebskosten des 2005 er&ouml;ffneten Bildungszentrums Ostend unter die Lupe genommen. Ergebnis: Im Vergleich zu einem nach st&auml;dtischem Standard gebauten Geb&auml;ude verursacht das Bildungszentrum Mehrkosten in H&ouml;he von etwa 200.000 Euro im Jahr.<br>\nDas ist nicht nur teuer, sondern auch klimapolitisch fatal: Denn wegen der minderwertigen W&auml;rmed&auml;mmung des Geb&auml;udes steigt die Emmission von Kohlendioxid laut Hochbauamt um 215 Tonnen auf 948 Tonnen im Jahr &mdash; also 29 Prozent.<br>\nWobei sich die Vergleichsrechnung des Hochbauamts auf den bis 2004 g&uuml;ltigen Standard bezieht. Damals unterschritten Geb&auml;ude, die in kommunaler Regie errichtet wurden, die bundesweite Energieeinsparverordnung (Enev) um 30 Prozent. F&uuml;r das von einem privaten Konsortium gebaute Bildungszentrum galt diese Vorgabe jedoch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/frankfurt\/1681825_Bildungszentrum-Ostend-kostet-mehr.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Diese Nachricht beleuchtet wieder einmal den Irrweg PPP\/&Ouml;PP. Wir haben schon viel dazu berichtet, zum Beispiel <a href=\"?p=2673\">hier<\/a> und <a href=\"?p=2103\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hohe Wasserpreise: Geb&uuml;hrenzahler finanzieren Gewinne<\/strong><br>\nWasser ist ein kostbares Gut &ndash; vor allem in Berlin. Denn hier steigen die Preise f&uuml;r Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Jahr f&uuml;r Jahr. Doch nicht allein, weil anfallende Kosten gedeckt werden m&uuml;ssen. Die Berliner Wasserbetriebe erzielen Millionengewinne aus Geb&uuml;hrengeldern.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/download\/0,6753,7009053,00.pdf\">ZDF-Frontal21 (Text, PDF &ndash; 50 KB)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/700758?inPopup=true\">ZDF-Frontal21 (Video)<\/a><\/li>\n<li><strong>In den Regionalz&uuml;gen wird es enger &ndash;  DB: Ausschreibung l&auml;sst Abstriche beim Komfort zu<\/strong><br>\nBahnexperten nennen sie &bdquo;Fl&auml;chenschweine&ldquo;. Gemeint sind Regionalz&uuml;ge, in denen m&ouml;glichst viele Fahrg&auml;ste auf m&ouml;glichst wenig Raum untergebracht werden k&ouml;nnen. Solche Z&uuml;ge k&ouml;nnten von Ende 2011 an auch durch Berlin und Brandenburg fahren, warnt Ulrich Homburg von der Deutschen Bahn (DB) Regio. Die jetzige Ausschreibung des Regionalverkehrs lasse es zu, dass Fahrg&auml;ste mit weniger Platz und Komfort auskommen m&uuml;ssen als heute. Homburg: &bdquo;Wenn es bei den jetzigen Ausschreibungsbedingungen bleibt, ist die &Auml;ra der modernen und komfortablen Doppelstockwagen, wie sie unsere Kunden in dieser Region kennen- und sch&auml;tzen gelernt haben, bald vorbei.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/berlin\/121288\/index.php\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Alle, die wie zum Beispiel die Gr&uuml;nen die Vorstellung vertreten, eine Trennung von Netz und Betrieb und dann der Wettbewerb um Strecken bringe einen Vorteil f&uuml;r die Kunden, weil Wettbewerb eben immer Vorteil bringe, sollten sich dies angesichts dieser Nachricht neu &uuml;berlegen. Der Schienenverkehr muss langfristig wieder in eine Hand, in die Hand einer &ouml;ffentlichen Eisenbahn. Das ist keine Nostalgie sondern volkswirtschaftlich die einzig vern&uuml;nftige L&ouml;sung. Alles andere geht auf Kosten der Qualit&auml;t, und auf Kosten der gegeneinander ausgespielten Arbeitnehmerschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schr&ouml;der inspiriert CDU-Politiker: R&ouml;ttgen weist Union Dritten Weg<\/strong><br>\nEs gibt eine Stelle in der Standardrede, die Angela Merkel derzeit fast t&auml;glich h&auml;lt, da ist das Unverst&auml;ndnis des Publikums stets besonders gro&szlig;. &ldquo;Wir werden st&auml;rker aus der Krise herauskommen, als wir hineingegangen sind&rdquo;, sagt sie. Manchmal schweigen die Zuh&ouml;rer, manchmal geht ein Raunen durch die Reihen. Offenkundig ist stets: Keiner im Saal glaubt an Merkels Parole, jeder denkt, dass es in zehn Jahren schlechter geht &ndash; die Frage ist nur, wie viel. Da wirkt es wie aus der Zeit gefallen, wenn der CDU-Politiker Norbert R&ouml;ttgen im Titel seines am Donnerstag vorgestellten Buchs behauptet: &ldquo;Deutschlands beste Jahre kommen noch.&rdquo; Der 43-j&auml;hrige parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Unionsfraktion, einer der wenigen Intellektuellen im Bundestag und zugleich f&uuml;r die Zeit nach der Bundestagswahl Anw&auml;rter auf h&ouml;here &Auml;mter, entwirft darin das Gesamtprogramm einer modernisierten Christdemokratie &ndash; sozusagen den ideologischen &Uuml;berbau f&uuml;r eine Partei, die sich &uuml;ber die l&auml;ngsten Strecken ihrer Geschichte mit dem Erhalt ihrer materiellen Basis zufrieden gab.<br>\nDer christdemokratische Weg zwischen Turbokapitalismus und Versorgungsstaat, den R&ouml;ttgen beschreibt, erinnert bis in die Formulierungen hinein an jenen Dritten Weg, den die europ&auml;ische Sozialdemokratie vor wenigen Jahren zu entwerfen suchte. Chancengerechtigkeit und Teilhabe, Bildung und Integration sind bei dem CDU-Politiker die Schl&uuml;sselbegriffe. Sie waren es schon bei Gerhard Schr&ouml;der und Tony Blair, bei &ldquo;New Labour&rdquo; und &ldquo;Neuer Mitte&rdquo;. Identisch sind auch die Stichwortgeber. Auf den Blair-Inspirator Anthony Giddens beruft sich R&ouml;ttgen ebenso wie auf den Deutschen Ulrich Beck. Eher links von der Schr&ouml;derschen Sozialdemokratie bewegt er sich mit wiederholten Anleihen bei dem amerikanischen Soziologen-Ehepaar Saskia Sassen und Richard Sennett. Wirklich konservative Intellektuelle, falls es so etwas gibt, sucht man im Literaturverzeichnis vergeblich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/roettgen-weist-der-union-dritten-weg\/?type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Manche werden in R&ouml;ttgens Buch wieder einmal einen Linksruck der CDU sehen, dabei ist der Abklatsch der Schr&ouml;der-Parolen nur ein Zeichen daf&uuml;r, dass die Schr&ouml;der-Regierung die CDU rechts &uuml;berholt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Angst, Wut, Entt&auml;uschung:&nbsp; Aufruhr im Osten<\/strong><br>\nIm Audi-Werk in Gy&ouml;r stehen die B&auml;nder still. Zum zweiten Mal seit Dezember hat der deutsche Autobauer seine 5800 ungarischen Mitarbeiter nach Hause geschickt &ndash; wegen der weltweit einbrechenden Absatzlage. Der Elektronikkonzern Elcoteq im estnischen Tallinn muss 20 Prozent der Belegschaft entlassen, weil die Nachfrage nach Mobiltelefonen weltweit sinkt. Und im polnischen Breslau stoppt der Wirtschaftstycoon Leszek Czarnecki den Bau des h&ouml;chsten Wohnhauses in Europa &ndash; niemand will die teuren Wohnungen mehr haben. Die globale Wirtschaftskrise hat mit voller Wucht Osteuropa getroffen. Nach Jahren kr&auml;ftigen Wachstums bricht das Bruttoinlandsprodukt (BIP) vom Baltikum bis Bulgarien ein. Der schrumpfende Konsum im Westen zwingt die exportorientierten Wirtschaften in die Knie &ndash; sie m&uuml;ssen ihre Produktion drosseln. Die Arbeitslosigkeit nimmt t&auml;glich zu, die nationalen W&auml;hrungen verlieren an Wert, mehreren L&auml;ndern droht der Staatsbankrott. Mit einem Kredit &uuml;ber 25,1 Mrd. $ rettete der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) Ungarn vor der Pleite; Lettland erhielt einen IWF-Kredit in H&ouml;he von 9,5 Mrd. $. Wird das reichen? Wohl kaum.<br>\nAngst, Wut und Entt&auml;uschung machen sich in der Bev&ouml;lkerung breit. In Litauen, Bulgarien und Lettland kam es schon zu Stra&szlig;enschlachten zwischen Polizei und Demonstranten, die den R&uuml;cktritt ihrer Regierungen forderten. Vorige Woche brach die lettische Regierungskoalition auseinander. &ldquo;Das war nur der Anfang&rdquo;, sagt Anders Aslund, Osteuropaexperte des Peterson Institute for International Economy in Washington. &ldquo;Wir m&uuml;ssen auch in anderen L&auml;ndern mit Massenunruhen rechnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:Angst-Wut-Entt%E4uschung-Aufruhr-im-Osten\/480087.html?mode=print\">FTD <\/a><\/li>\n<li><strong>Wie schlimm steht es um das Vereinigte K&ouml;nigreich?<\/strong><br>\nHistorischer Verlust bei der Royal Bank of Scotland, Milliardenschulden bei Staat und B&uuml;rgern. Ein Hauptgrund daf&uuml;r, warum die Briten so hart von der Krise getroffen werden, ist die gro&szlig;e Abh&auml;ngigkeit der britischen Wirtschaft vom Finanzmarkt. William Buiter, Professor an der London School of Economics und ehemaliges Mitglied des Zentralbankrats, rechnet vor, dass britische Banken Ende 2007 sechs Billionen Pfund in ihren Bilanzen hatten &ndash; 450 Prozent der j&auml;hrlichen britischen Wirtschaftsleistung. Die Finanzindustrie war der Motor der britischen Wirtschaft. Bis zu sechs Millionen Menschen arbeiteten landesweit in dem Sektor. Mit den Steuereinnahmen finanzierte die Labourregierung Krankenh&auml;user, Schulen und Jobs vor allem im strukturschwachen Norden. Doch die Finanzmanager in der Londoner City, dem wichtigsten europ&auml;ischen Finanzplatz, haben die Risiken schlecht eingesch&auml;tzt. Nun muss der Staat durch Bankgarantien und Sonderb&uuml;rgschaften die Verantwortung &uuml;bernehmen. &bdquo;Solange wir die Banken nicht reparieren, werden wir auch den Rest der Wirtschaft nicht reparieren&ldquo;, sagte Schatzkanzler Alistair Darling gestern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages;art693,2739747?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Forderung des Schatzkanzlers nach einer Reparatur der Banken zeigt, dass dieser wenig begriffen hat. Die Konzentration auf&nbsp; Dienstleistungen im&nbsp; unproduktiven Finanzsektor war und ist eine der gr&ouml;&szlig;ten Fehlleistungen britischer Politik. Unproduktiv&nbsp; deshalb, weil der Finanzsektor ein ein vom produktiven Sektor abgeleiteter Sektor ist. Die verarbeitende Industrie wurde in Gro&szlig;britannien extrem vernachl&auml;ssigt, so dass von einer Deindustrialisierung der britische Volkswirtschaft gesprochen werden. mu&szlig;. Was jetzt ansteht, ist keine Reparatur, sondern eine &uuml;berf&auml;llige Schrumpfung &ndash; nicht nur in London oder in New York, sondern weltweit. Der Traum von einer Kompensation der Arbeitsplatzverluste in der Industrie durch den Dienstleistungsbereich, ist zumindest im Finanzsektor ausgetr&auml;umt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hinweis auf die unerm&uuml;dliche Aufkl&auml;rungsarbeit des Erlanger Instituts f&uuml;r Medienverantwortung.<\/strong><br>\nHier ein aktuelles Interview vom 25.2.2009 mit der Leiterin des Erlanger Instituts Dr. Sabine Schiffer.<br>\nFrage: Was sind die Gr&uuml;nde f&uuml;r das Angebot verzerrter Informationen meistens?<br>\nDr. Schiffer: Ich will es mal in drei Schritten versuchen:<br>\n1. Gewohnheit: Wir alle erkennen leichter die Dinge, von denen wir schon wissen, als Unbekanntes und Ungewohntes. Dies bef&ouml;rdert Wiederholungen von wenigen Themen und Aspekten und eine Stereotypisierung bis hin zur Unkenntlichkeit f&uuml;r die so beschriebenen.<br>\n2. Gutgl&auml;ubigkeit: Wer glaubt, eine Pressemitteilung aus dem Bundeskanzleramt, dem Innenministerium oder dem BKA, w&auml;re eine neutrale, nicht interessengeleitete Ver&ouml;ffentlichung zur Information der Mitb&uuml;rger, untergr&auml;bt aktiv die Aufgabe der Medien als 4. Gewalt, als Kontrollinstanz.<br>\n3. Gezielte Manipulationsversuche durch Interessengruppen &ndash; nimmt zu. Hier g&auml;be es viel aufzuz&auml;hlen: vom Kaffeeklatsch zwischen Liz Mohn, Friede Springer und Angela Merkel, &uuml;ber das K&ouml;dern bzw. Abstrafen von Journalisten, dem Embedding bis hin zur finanzstarken Lobby- und PR-Arbeit, wie etwa der Bertelsmann-Stiftung auch im politischen Bereich oder auch der public diplomacy von Regierungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/uni.mainpost.de\/beitraege\/wissenschaft\/art37,4130?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">uni mainpost<\/a><\/li>\n<li><strong>hr2-Kultur &ndash; Der Tag: Alles Schmarotzer! &ndash; Vom Leben auf Kosten anderer <\/strong><br>\nDie Erh&ouml;hung des Hartz-IV-Regelsatzes f&uuml;r Kinder unter 14 Jahren hat einen &ldquo;Anschub f&uuml;r die Tabak- und Spirituosenindustrie&rdquo; bewirkt. Mit dieser Behauptung n&auml;hrt Philipp Mi&szlig;felder, Mitglied des CDU-Pr&auml;sidiums, ein verbreitetes Vorurteil: Wer Unterst&uuml;tzung aus Sozialsystemen bekommt, ist tendenziell ein Sozialschmarotzer. Wir wollen diesem Hinweis folgen und mal schauen, wer hierzulande so schmarotzt: Maria-Elisabeth Schaeffler etwa, die sich mit der Conti-&Uuml;bernahme &uuml;bernimmt und nun den Steuerzahler anpumpt. Kapitaleigner, die Geld ins Ausland schaffen, wenn der Fiskus in Deutschland zugreifen will, aber in Deutschland fr&ouml;hlich &ouml;ffentliche Einrichtungen benutzen. Vom Nutzen der Arbeit und vom Sinn des Schmarotzens.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/radio\/hr2\/index.jsp?rubrik=14224&amp;key=standard_podcasting_derTag&amp;mediakey=podcast\/derTag\/derTag_20090224&amp;type=a\">Hessischer Rundfunk (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.hr.gl-systemhaus.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20090224.mp3?tl=html\">Hessischer Rundfunk (Audio-Podcast, mp3, ca. 50 min, ca. 17,7 MB)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Sehr interessant. In einem Beitrag werden verschiedene Wortbeitr&auml;ge von Mi&szlig;felder zusammengetragen, die tief blicken lassen. Demnach sei sein <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-260230,00.html\">Spruch &uuml;ber den Sinn oder Unsinn von H&uuml;ftgelenken f&uuml;r 85j&auml;hrige<\/a> durchaus vorteilhaft f&uuml;r ihn gewesen. Die Sache habe ihn (Originalton!) bekannter gemacht und er sei in Talkshows eingeladen worden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Vier von f&uuml;nf wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Hochschulen haben heute einen Zeitvertrag <\/strong><br>\nH&auml;ufig handelt es sich um Kettenarbeitsvertr&auml;ge: Alle ein, zwei Jahre l&auml;uft der Vertrag aus und wird dann verl&auml;ngert oder auch nicht. Wenn es nicht klappt, gibt es mit Gl&uuml;ck zur &Uuml;berbr&uuml;ckung f&uuml;r ein Semester einen mies bezahlten Lehrauftrag. Das neue Wissenschaftszeitvertragsgesetz beinhaltet au&szlig;erdem auch die M&ouml;glichkeit, technische und Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter befristet zu besch&auml;ftigen. Den 500.000 Hochschulbesch&auml;ftigten vorzuhalten, ihre Arbeitspl&auml;tze seien sicher, ist daher nicht nur weltfremd, sondern zynisch! Andreas Keller (GEW) zur Tarifrunde im &Ouml;ffentlichen Dienst<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/GEW-Newsletter.html\">GEW-Newsletter<\/a> (mit Anmeldung abrufbar)<\/li>\n<li><strong>Hessen: Schul-Kosten explodieren<\/strong><br>\nHessen gibt viel zu viel Geld f&uuml;r die Verwaltung der Schulen und zu wenig f&uuml;r den Unterricht und die Entwicklung der Schulqualit&auml;t aus. Das ist das Ergebnis einer Studie der Deutschen Bank zu den Kosten der Schulverwaltung in den Bundesl&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/hessen\/1679102_Schul-Kosten-explodieren.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.W.:<\/strong> So etwas melden hessische Zeitungen. Die &ldquo;Deutsche Bank&rdquo; stellt fest: staatliche Verwaltung sei zu teuer. Dieses Geld fehle an den Schulen. Nat&uuml;rlich sind die &bdquo;hohen Personalkosten&ldquo; der Buhmann f&uuml;r die Banker-Studie.<br>\nInteressant ist, dass trotz der allseits propagierten &bdquo;selbst&auml;ndigen Schule&ldquo; die Schulverwaltungskosten steigen. Das ist leicht zu erkl&auml;ren: Dezentralisierung ging einher mit einer Zunahme von Tests, Lernstandards und deren &Uuml;berpr&uuml;fung. Statt sich um die Verbesserung der Lehre und der Ausstattung mit Lehrern zu k&uuml;mmern, hat man einen gigantischen Testapparat aufgebaut.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wahnsinn mit Methode<\/strong><br>\nHamburg jagt Berlin die Lehrer ab, Hessen buhlt um die aus Rheinland-Pfalz, und Baden-W&uuml;rttemberg lockt P&auml;dagogen aus der ganzen Republik ins L&auml;ndle. Das Wetteifern der Bundesl&auml;nder um die Gunst einer bis vor kurzem noch systematisch mi&szlig;achteten Berufsgruppe ist so bizarr, wie es absehbar war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/02-27\/032.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><em>Zu guter Letzt die Glosse eines Lehrers<\/em>\n<p><strong>Als beamteter Lehrer muss ich folgendes loswerden:<\/strong><br>\nEs mutet geradezu unheimlich an, wenn man merkt, wie generalstabsm&auml;&szlig;ig auch im Bildungssektor die Sabotage des &ouml;ffentlichen Schulwesens zugunsten der Privatwirtschaft vollzogen wird &ndash; ganz analog zur Demontage des staatlichen Rentensystems zugunsten der privaten Versicherungswirtschaft.<br>\nSo dient sich eine <a href=\"http:\/\/www.inphorms.de\">Inphorms GmbH<\/a> als <a href=\"http:\/\/www.schulengel.de\">&ldquo;Schulengel&rdquo;<\/a> an, um privaten Konsum gewisserma&szlig;en mit der Rettung des Regenwaldes &ndash; &auml;h sorry, der Schulen nat&uuml;rlich zu verquicken, nebenbei eine sog. Community zu installieren, bei der sich &ndash; in bester Absicht nat&uuml;rlich &ndash; trefflich das &ouml;ffentliche Schulwesen mitsamt aller unf&auml;higen Lehrer usw. untergraben l&auml;sst. Quasi als Abfallprodukt fallen Unmengen pers&ouml;nlicher Daten von Konsumvorlieben bis zu (bildungs)politischen Meinungen f&uuml;r zielgruppengenaues &ldquo;Marketing and More&rdquo; an. Datenschutz ist nat&uuml;rlich garantiert&hellip;<br>\nErschreckend ist auch, mit welcher Naivit&auml;t viele Lehrer\/innen den K&ouml;der schlucken, als ginge es wirklich nur um die Sch&uuml;ler\/innen bzw. Verbesserung der materiellen Unterrichtsbedingungen durch &ldquo;Fundraising&rdquo;. Wer glaubt denn den Quatsch, dass z.B. die Rabatte der beteiligten Firmen nicht von vornherein in die Preise einkalkuliert, also vorher draufgeschlagen werden? Dann doch lieber direkte Spenden an die F&ouml;rdervereine der einzelnen Schulen! Da gibt&rsquo;s immerhin eine Spendenquittung f&uuml;r das Finanzamt.<br>\n&ldquo;Diese Deutschstunde wird euch pr&auml;sentiert von Menschenfreund &amp; Co!&rdquo; &ndash; &ldquo;Chemielehrer Salzmann wurde ausgestattet von SURVIVA, Ihrem Spezialisten f&uuml;r s&auml;urefeste Berufskleidung!&rdquo; &ndash; &ldquo;Reicht die Pension nicht? Werden Sie Nachhilfelehrer bei Privatschule Schlauberg!&rdquo; Sieht so die Zukunft der deutschen Bildungslandschaft aus? Ich f&uuml;rchte: Ja! Oder sollte ich besser sagen: Ich hoffe: Ja! Schlie&szlig;lich muss die seit Jahren stagnierende bzw. r&uuml;ckl&auml;ufige Einkommensentwicklung bei gleichzeitiger Arbeitsverdichtung und Arbeitszeitverl&auml;ngerung irgendwie kompensiert werden.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(MB\/WL\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Zur Lage auf dem Arbeitsmarkt<\/li>\n<li>108.000 Selbstst&auml;ndige nahmen im September 2008 ALG II in Anspruch<\/li>\n<li>Die Allianz saniert sich, der Staat zahlt<\/li>\n<li>Im Commerzbank-Aufsichtsrat keine Vertreter des Bundes<\/li>\n<li>Opel braucht wohl neun Milliarden Euro<\/li>\n<li>Arbeitsagentur pr&uuml;ft VW-Vorgehen bei Kurzarbeit<\/li>\n<li>Mediale Offensive &ndash; Politiker inszenieren sich als Firmenretter<\/li>\n<li>Leiharbeiter<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3797\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3797","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3797","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3797"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3797\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3797"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3797"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3797"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}