{"id":37973,"date":"2017-04-24T08:16:02","date_gmt":"2017-04-24T06:16:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973"},"modified":"2017-04-24T08:16:02","modified_gmt":"2017-04-24T06:16:02","slug":"hinweise-des-tages-2860","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h01\">Die Faktenfinder der Tagesschau und die Russen: Fake News im Kreis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h02\">Frankreich-Wahl: Chapeau! Frankreichs Asterix hei&szlig;t M&eacute;lenchon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h03\">AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h04\">Das Erbe der Thatcher-&Auml;ra<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h05\">M&auml;chtig und undurchschaubar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h06\">Sch&auml;uble in Bedr&auml;ngnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h07\">&ldquo;Alternative Fakten&rdquo; der Bundesregierung zur sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung im Armuts- und Reichtumsbericht 2017<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h08\">Arbeitgeber beklagen Fachkr&auml;ftemangel durch fr&uuml;he Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h09\">Die Zukunft der Betriebsrente steht auf der Kippe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h10\">Bienensterben: So hat Syngenta Forscher eingeseift<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h11\">Sahra Wagenknecht &uuml;ber Gabriels T&uuml;rkei-Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h12\">Schlachtfeld Nahost &ndash; Krieg gegen den &laquo;Islamischen Staat&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h13\">Nato fliegt so viele Alarmstarts wie zuletzt im Kalten Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h14\">Immer mehr Suizidversuche von Fl&uuml;chtlingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h15\">T&uuml;rkei: So wurde das Referendum manipuliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h16\">Nordkorea: Pence h&auml;lt friedliche L&ouml;sung noch f&uuml;r m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h17\">Treue Gefolgschaft &ndash; so twittert die AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37973#h18\">zu guter Letzt: Peer Steinbr&uuml;ck startet Comedy-Karriere<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Faktenfinder der Tagesschau und die Russen: Fake News im Kreis<\/strong><br>\nAngetreten ist das Projekt &bdquo;Faktenfinder&ldquo; der Tagesschau als eine Gruppe von Rechercheuren, die den Falschinformationen im Netz bekannte Tatsachen entgegensetzen und sie so neutralisieren wollen. Konfrontiert mit der Notwendigkeit das Ausbleiben von russischen Fake-News-Kampagnen zu erkl&auml;ren und zu Falschinformationen eines etablierten Mediums Stellung zu beziehen, zeigt die Gruppe jedoch sehr bald ihr wahres Gesicht.<br>\nEin besonderes Highlight der Faktenfindung war am 21.4. der Beitrag &uuml;ber die vermeintliche Beeinflussung der franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlen durch Moskau mi dem Titel: &bdquo;Keine Kampagne aber eine Strategie&ldquo;. Ausgangspunkt war, dass diese vielstimmig bef&uuml;rchtete Fake-News- und &ndash;Beeinflussungskampagne ausgeblieben sei. Und dann geht es wild hin und her zwischen beeinflusst und doch nicht beeinflusst. Es wird alles was sich finden l&auml;sst zusammengetragen, um den sich aufdr&auml;ngenden Eindruck zu zerstreuen, dass das ganze Getue um die russische Wahlbeeinflussung  Fake News oder Propaganda war. Die Fakten die man findet sind &uuml;berwiegend von der eher l&auml;cherlichen Sorte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/814-faktenfinder\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Frankreich-Wahl: Chapeau! Frankreichs Asterix hei&szlig;t M&eacute;lenchon<\/strong><br>\nZu den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlen erkl&auml;rt der deutsche Europaabgeordnete und Weggef&auml;hrte des Pr&auml;sidentschaftsbewerbers Jean-Luc M&eacute;lenchon, Fabio De Masi (DIE LINKE):<br>\n&bdquo;Millionen Franz&ouml;sinnen und Franzosen und insbesondere die junge Generation haben f&uuml;r den franz&ouml;sischen Bernie Sanders M&eacute;lenchon und daher f&uuml;r Br&uuml;derlichkeit und Schwesterlichkeit gestimmt. Ihnen und La France Insoumise geh&ouml;rt die Zukunft. Die Bewegung wird Frankreich und Europa ver&auml;ndern &ndash; jenseits des Investmentbankers und franz&ouml;sischen Gerhard Schr&ouml;ders Emmanuel Macron und der Demagogin Marine Le Pen.&rdquo;<br>\nDe Masi weiter: &ldquo;Die franz&ouml;sische Sozialdemokratie liegt in Scherben. Die aussichtslose Kandidatur von Beno&icirc;t Hamon hat leider einen Ausweg aus der K&uuml;rzungspolitik blockiert. Ich stimme Didier Eribon zu, dass der Gar&ccedil;on von Angela Merkel und Wolfgang Sch&auml;uble, Emmanuel Macron, mit seinem Programm die Le Pens weiter st&auml;rken wird. Der deutsche Sozialdemokrat und Kanzlerkandidat Martin Schulz k&uuml;ndigte in der Financial Times k&uuml;rzlich an, dass die SPD &ndash; im Falle einer erneuten Regierungsbeteiligung &ndash; die K&uuml;rzungspolitik in Europa fortf&uuml;hren werde. Das heutige Ergebnis muss Anlass zur Umkehr sein.<br>\nDas Wahlergebnis von Macron kann nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass eine gef&uuml;hlte Mehrheit der Franzosen Non zur K&uuml;rzungspolitik, zu Konzernschutzabkommen wie CETA sowie zu Aufr&uuml;stung und der Destabilisierung im Nahen und Mittleren Osten sagen. Sie sagen Oui zu Investitionen, sozialer Gerechtigkeit und &ouml;kologischer Zukunft.&rdquo;<br>\nDe Masi abschlie&szlig;end: &ldquo;Jean-Luc M&eacute;lenchon hat einen inspirierenden und fulminanten Wahlkampf abgeliefert. Die Linke in Europa kann gewinnen, wenn sie es richtig anpackt, klare Kante zeigt und Hoffnung stiftet. Die etablierten Volksparteien sind nunmehr Splitterparteien, die auch die Mittelschicht der Gesellschaft nicht mehr erreichen. Wir werden La France Insoumise auch rechts des Rheins weiter unterst&uuml;tzen.&rdquo;<br>\nQuelle: Fabio De Masi\/MdEP Die Linke (Newsletter)\n<p><em>Die NachDenkSeiten werden im Laufe des Tages noch einen eigenen Kommentar zu den Wahlen nachreichen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>AfD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Camouflage einer rechtsradikalen Partei<\/strong><br>\nWer die &bdquo;deutschen St&auml;mme&ldquo; nicht w&uuml;rdige, betreibe eine nationale &bdquo;Selbstaufgabe im Kollektiv&ldquo;. Das politische System in Deutschland sei eine &bdquo;entartete Oligarchie&ldquo;. Keine Parolen aus dem tiefbraunen Sumpf der NPD. Sondern Beschlusslage einer Partei, die im September in den Bundestag einziehen will. So gesprochen und abgestimmt in K&ouml;ln an diesem Wochenende. Der frisch gew&auml;hlte Spitzenmann Gauland bezeichnet das ernsthaft als &bdquo;politische Mitte&ldquo;.<br>\nGanz klar, die AfD ist nach diesem Parteitag mehr denn je eine Partei am rechtesten Rand der Republik &ndash; ob mit oder ohne den v&ouml;lkischen Rechtsausleger H&ouml;cke aus Th&uuml;ringen. Und in Sachen Demokratie wandelt die AfD mittlerweile strikt auf den Spuren des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Erdogan, der die Demokratie nur als &Uuml;bergangsphase f&uuml;r Alleinherrschaft begreift. Dies wurde mehr als deutlich bei der Debatte &uuml;ber die Amtszeitbegrenzung des Bundeskanzlers. Das gelte wohl f&uuml;r Merkel, aber keinesfalls f&uuml;r einen m&ouml;glichen AfD-Kanzler, der dann doch bitte unbegrenzt regieren m&ouml;ge. Auch das war ernst gemeint.<br>\nWas lehrt uns dieser Parteitag? Die AfD bem&uuml;ht sich nach au&szlig;en um ein Bild der Geschlossenheit. Nach innen aber ist sie nach wie vor eine zutiefst zerstrittene Partei, die ihre eigene Bundesvorsitzende in beispielloser Manier vorgef&uuml;hrt und gedem&uuml;tigt hat &ndash; und das nur, um die radikale Rechte nicht zu vergr&auml;tzen. Der demonstrierte Schulterschluss ist damit nichts anderes als die selbstinszenierte Camouflage einer gespaltenen Partei am &auml;u&szlig;ersten rechten Rand.<br>\nEine Abgrenzung nach Rechtsau&szlig;en? Fand nicht statt. Das Parteiausschlussverfahren gegen Bj&ouml;rn H&ouml;cke wird wohl auf die lange Bank geschoben. Eine Unterst&uuml;tzung des Bundesvorstands, der diesen Ausschluss beantragt hatte, blieb aus. Damit gilt weiterhin: Ein Mann, der die Besch&auml;ftigung mit dem Holocaust in Deutschland als l&auml;stig und l&auml;cherlich empfindet, wird bei der AfD nicht nur geduldet, sondern als (un)heimlicher Star der Partei weiter gefeiert.<br>\nUnd damit gilt weiterhin auch: Eine solche Partei darf in diesem Land keinen Erfolg haben!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/1377353508970252?pnref=story\">Georg Restle via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Neues Team, alte Parolen &ndash; Die AfD putscht sich noch weiter nach rechts.<\/strong><br>\nAm Ende klatschen sie wieder, skandieren &bdquo;Frauke, Frauke&ldquo;, jubeln der Frau zu, die sie zuvor ins Leere haben laufen lassen. Am Ende des zweit&auml;gigen Parteitags der AfD in K&ouml;ln bleibt es Alexander Gauland vorbehalten, auf Frauke Petry zuzugehen; um sie zu werben. &bdquo;Ich wei&szlig;, dass Sie gestern einen schweren Tag hatten. Aber wir brauchen Sie in der Partei.&ldquo; Es ist das erste Mal, das er &uuml;berhaupt spricht in diesen zwei Tagen. Der Saal mit rund 600 Delegierten im von der Polizei abgeriegelten Maritim Hotel tobt, gerade haben sie Gauland, den rechtsnationalen 76-J&auml;hrigen aus Potsdam und die junge badenw&uuml;rttembergische &Ouml;konomin Alice Weidel zum Spitzenduo f&uuml;r die Bundestagswahl gek&uuml;rt. Und pl&ouml;tzlich sind sich alle ganz einig. [&hellip;]<br>\nDer Antrag hat im Vorfeld f&uuml;r riesigen Wirbel gesorgt, hatte sie doch Gauland namentlich scharf angegriffen &ndash; und mit ihm den gesamten rechten Fl&uuml;gel der Partei. Die Diskussion zu vermeiden, sei zwar emotional verst&auml;ndlich, aber nicht hilfreich, beschw&ouml;rt sie jetzt die Delegierten. &bdquo;Vor allem ist es nicht mutig.&ldquo; Erneut wirbt Petry daf&uuml;r, b&uuml;rgerliche Schichten anzusprechen und die Partei regierungsf&auml;hig zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/afd-neues-team-alte-parolen-a-1265431\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Merkw&uuml;rdig muss einem auch der Schwenk der gesamten Medienlandschaft vorkommen. Bis letzte Woche galt Frauke Petry in nahezu allen Meiden &ndash; nicht zu Unrecht &ndash; als &bdquo;rechtspopulistisch&ldquo; und &bdquo;nationalistisch&ldquo; &ndash; ihr Plan, Bernd H&ouml;cke aus der Partei auszuschlie&szlig;en wurde vor allem als &bdquo;taktisches&ldquo; Man&ouml;ver gewertet. Kaum ist Petry de facto weggeputscht, wird sie von eben diesen Medien als Art schwangerer Stauffenberg in Szene gesetzt, die tapfer gegen den rechten Fl&uuml;gel der AfD k&auml;mpfte und nun f&uuml;r das &bdquo;geheiligte Deutschland&ldquo; ihren Platz r&auml;umen muss.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Erbe der Thatcher-&Auml;ra<\/strong><br>\nNach dem Neuwahlbeschluss in Gro&szlig;britannien scheint fast allen Kommentatoren klar, dass die Konservativen als Partei, die den Brexit umsetzt, und die Liberaldemokraten als Stimme der Brexitgegner das Ergebnis unter sich ausmachen. Die Labourpartei wird als ernst zu nehmender Konkurrent in der anlaufenden Wahlkampagne gar nicht erst in Erw&auml;gung gezogen.<br>\nDer Grund liegt darin, dass die Basis der Labourpartei etwas gewagt hat, was f&uuml;r die marktkonformen Medien undenkbar ist. Sie haben mit Jeremy Corbyn einen Parteivorsitzenden gek&uuml;rt, der einen sozialdemokratischen Diskurs pflegt und einen Teil des Wirtschaftsliberalismus infrage stellt. Corbyn kn&uuml;pfte an Forderungen und Diskussionen an, wie sie in der britischen Arbeiterbewegung noch in den 1970er Jahren zum Mainstream geh&ouml;rte.<br>\nEs waren damals nicht Gruppierungen am linken Rande, sondern Gewerkschaftstage und Basisversammlungen der Labourpartei, die ganz klar von einem Klassenkampf in der britischen Gesellschaft ausgingen und davon, dass es ihre Aufgabe ist, diesen f&uuml;r die Seite der Lohnabh&auml;ngigen m&ouml;glichst erfolgreich zu f&uuml;hren. Gerade in den 1970er Jahren begann in Gro&szlig;britannien die kurze Zeit, in der eine linke Subkultur sich mit Teilen dieser Arbeiterbewegung verb&uuml;ndete.<br>\nSo unterst&uuml;tzten Gewerkschafter und junge Autonome in London 1977 streikende Frauen &uuml;berwiegend aus Indien. Diese Kooperation w&auml;hrend des Grunwick-Streiks legte die Grundlage f&uuml;r die Kooperation zwischen Londoner Schwulen und Lesben mit der Minergewerkschaft w&auml;hrend des britischen Bergarbeiterstreiks. (&hellip;)<br>\nThatcher sah in den faschistischen chilenischen Milit&auml;rherrscher Pinochet einen Gleichgesinnten und Freund. Doch die schlimmste Sp&auml;tfolge der Thatcher-Konterrevolution ist der Blairismus. Damit gemeint ist die ma&szlig;geblich von Tony Blair und seinen Gesinnungsfreunden vorangetriebene Zurichtung der Labourpartei zu einer Partei, die sich auf den Boden des Wirtschaftsliberalismus stellt. Blair setzte im Grund Thatchers Werk fort, nur dass er es nun als Premierminister einer Labourregierung machte.<br>\nErst damit hatte die Thatcher-Konterrevolution vollst&auml;ndig gesiegt. Es sollte keine Alternative zum Markt geben &ndash; Gesellschaft ist nur ein Traum von Linken, hatte Thatcher verk&uuml;ndet. Doch erst wenn diese Thesen von der Labourpartei ganz selbstverst&auml;ndlich &uuml;bernommen werden, hat sie sich durchgesetzt. Das war die Rolle von Blair und Co. Wer sich noch auf Themen und Diskurse der britischen Arbeiterbewegung der 1970er Jahre bezog, galt nun als extremer Linker, Kommunist und Traumt&auml;nzer. (&hellip;)<br>\nGenau das ist der Grund f&uuml;r die mediale Hetzkampagne gegen Corbyn und seine Verortung als radikaler Linker. In der Realit&auml;t ist er ein Mitte-Links-Sozialdemokrat, der keinesfalls einen Bruch mit der kapitalistischen Verwertungslogik plant. Doch er bezieht sich auf die Sozialdemokratie der Vor-Thatcher-&Auml;ra und erkennt an, dass es Klassenk&auml;mpfe gibt und dass sich die Lohnabh&auml;ngigen organisieren m&uuml;ssen, wenn sie nicht leer ausgehen wollen. Das allein reicht schon f&uuml;r einen Gro&szlig;teil der Medien, um ihn zum Linksau&szlig;en zu stempeln.<br>\nDass er &uuml;berhaupt den Parteivorsitz bekam, liegt an der gro&szlig;en Mobilisierung der Labour-Basis. Menschen, die sich l&auml;ngst nicht mehr f&uuml;r Politik und schon gar nicht f&uuml;r Parteien interessiert haben, sind in die Labourpartei eingetreten, als sich die M&ouml;glichkeit abzeichnete, dass ein Mann erfolgreich sein k&ouml;nnte, der eine Alternative zum Wirtschaftsliberalismus sah.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-Erbe-der-Thatcher-Aera-3689823.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erinnert das nicht fatalerweise an das Erbe der Schr&ouml;der-&Auml;ra, der am 8. Juni 1999 mit Blair <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27937\">ein gemeinsames Papier<\/a> entworfen hatte?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>M&auml;chtig und undurchschaubar<\/strong><br>\nDie Machtf&uuml;lle der EZB ist in den vergangenen Jahren gewaltig gewachsen. Aber wer kontrolliert eigentlich die Bankenkontrolleure im Frankfurter Tower?<br>\nWenn Intransparenz aller Laster Anfang ist, wandelt die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) dann auf absch&uuml;ssigen Pfaden? Die Kritik an ihr scheint zumindest in dem Ma&szlig;e zu wachsen, wie ihre Machtf&uuml;lle zunimmt. Die Vorw&uuml;rfe kommen dabei aus ganz unterschiedlichen Richtungen: Der Europ&auml;ische Rechnungshof (ERH) bem&auml;ngelt, die EZB gebe f&uuml;r eine Pr&uuml;fung notwendige Dokumente nicht heraus. Die Nichtregierungsorganisation Transparency International (TI) fordert eine striktere Aufsicht f&uuml;r die EZB. Und die Linken machen sie mitverantwortlich f&uuml;r die Zuspitzung der griechischen Staatsschuldenkrise.<br>\nEs war im Sommer 2015, als ein ganzes Volk von der Geldzufuhr abgeschnitten wurde. Abertausende Griechen standen Schlange vor den Banken und wollten an ihr Erspartes. Damals wurden nicht nur Limits f&uuml;r Abhebungen eingef&uuml;hrt, sondern auch Bankfeiertage verh&auml;ngt, um des Kundenansturms Herr zu werden. Akuter Ausl&ouml;ser war die Entscheidung des EZB-Rats am 28. Juni 2015: Die griechische Zentralbank durfte ihre Notfall-Liquidit&auml;tshilfe (Emergency Liquidity Assistance, ELA) nicht mehr erh&ouml;hen. Damit sa&szlig;en die Griechen de facto auf dem Trockenen. Denn im Februar 2015 hatte das oberste EZB-Beschlussorgan eine Ausnahmeregelung (Waiver) f&uuml;r griechische Staatsanleihen aufgehoben, wodurch griechische Banken sie nicht mehr als Sicherheiten bei der EZB verwenden konnten. Stattdessen durfte die griechische Notenbank nur auf die Notkredite, eine teurere Form der Liquidit&auml;t, zur&uuml;ckgreifen &ndash; deren Volumen nun aber auch nicht mehr ausgeweitet werden konnte. Zuvor hatte der EZB-Rat bereits beschlossen, dass durch Staatsgarantie abgedeckte griechische Bankanleihen nicht mehr als Pfand anerkannt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/europaeische-zentralbank-maechtig-und-undurchschaubar-a-1264498\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sch&auml;uble in Bedr&auml;ngnis<\/strong><br>\nDie US-Regierung bringt im Streit &uuml;ber Export&uuml;bersch&uuml;sse die internationale Organisation gegen Berlin in Stellung. Alle Beschwichtigungsversuche Sch&auml;ubles sind vorerst gescheitert.<br>\nDie US-Regierung will im Streit &uuml;ber Handelsungleichgewichte den Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) einsetzen, um den Druck auf Deutschland zu erh&ouml;hen. W&auml;hrend sich Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) bei der Fr&uuml;hjahrstagung des Fonds in Washington um Schadensbegrenzung bem&uuml;hte, ging sein US-Kollege Steven Mnuchin in die Offensive. Ausdr&uuml;cklich forderte er den Fonds auf, sein &Uuml;berwachungsmandat gegen&uuml;ber L&auml;ndern mit hohen Export&uuml;bersch&uuml;ssen h&auml;rter auszu&uuml;ben.<br>\nMan erwarte Vorschl&auml;ge vom IWF, wie diese Staaten st&auml;rker zu einer Korrektur beitragen k&ouml;nnten, sagte Mnuchin in seiner Rede vor dem IMFC, dem Lenkungsgremium des Fonds mit Vertretern der wichtigsten Mitgliedsl&auml;nder. &bdquo;Nach unserer Ansicht sind exzessiv hohe Export&uuml;bersch&uuml;sse, genauso wie Exportdefizite, nicht dienlich, um ein freies und faires Handelssystem zu unterst&uuml;tzen&ldquo;, betonte der amerikanische Finanzminister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/g20-schaeuble-in-bedraengnis-a-1265332%20\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die Sturheit der Amerikaner offenbart Sch&auml;ubles Naivit&auml;t<\/strong><br>\nRuhe nach dem Sturm? Von wegen. Die harsche amerikanische Kritik am deutschen Export&uuml;berschuss hat Wolfgang Sch&auml;uble kalt erwischt. Der Finanzminister hatte die Lage offenbar ganz anders eingesch&auml;tzt.<br>\nMit Steven Mnuchin verbindet Wolfgang Sch&auml;uble bislang ohnehin keine gro&szlig;e Freundschaft. Anders als mit anderen redet man wohl kaum privat. Wie der amerikanische Finanzminister Deutschland zum Ende des Fr&uuml;hjahrstreffens beim Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) in Washington anging, d&uuml;rfte das Verh&auml;ltnis der beiden auf einen neuen Tiefpunkt katapultiert haben.<br>\nIn der Pressemitteilung, die Mnuchin verschickte, kritisierte er in deutlichen Worten Staaten mit einem &uuml;berm&auml;&szlig;ig hohen Export&uuml;berschuss. Deutschland &ndash; so viel ist klar &ndash; geh&ouml;rt da ganz vorn mit dazu. Wolfgang Sch&auml;uble dagegen hatte w&auml;hrend eines Treffens mit der Presse noch erz&auml;hlt, bei den IWF-Gespr&auml;chen habe das Thema eine eher untergeordnete Rolle gespielt.<br>\nOffenbar eine deutliche Fehleinsch&auml;tzung. F&uuml;r Mnuchin scheint das Thema Priorit&auml;t zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article163929367\/Die-Sturheit-der-Amerikaner-offenbart-Schaeubles-Naivitaet.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Erstaundlich klarsichtiger Artikel in der WELT: die deutschen Investitionen in Infrastruktur und, man h&ouml;re und staune, die &ldquo;aus Sicht der anderen zu niedrigen deutschen L&ouml;hne&rdquo; werden als Probleme angef&uuml;hrt. Der IWF, die USA, &ldquo;andere europ&auml;ische L&auml;nder&rdquo; beklagen die hohen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse. Ist nicht, statt der Amerikaner, Sch&auml;uble der Sturkopf? Womit begr&uuml;ndet er eigentlich das Festhalten an der unhaltbaren Position, au&szlig;er mit der pauschalen und falschen Behauptung, &ldquo;&Auml;nderungen sind unm&ouml;glich&rdquo;? Als Deutscher kann man leider nur hoffen, da&szlig; das Ausland die deutsche Regierung zu h&ouml;heren Ausgaben in die Infrastruktur und h&ouml;heren L&ouml;hnen zwingt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Alternative Fakten&rdquo; der Bundesregierung zur sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung im Armuts- und Reichtumsbericht 2017<\/strong><br>\nDie Quelle der &ldquo;alternativen Fakten&rdquo; in der &ldquo;erg&auml;nzenden Erw&auml;hnung&rdquo; der Bundesregierung zur Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung in ihrem F&uuml;nften Armuts- und Reichtumsbericht (siehe BIAJ-Abbildung) ist bisher (20. April 2017) unbekannt. Die Frage des &ldquo;B&uuml;ro f&uuml;r absurde Statistik&rdquo; (BaSta) vom 12. April 2017 nach der &ldquo;besonderen Besch&auml;ftigungsstatistik&rdquo; blieb bisher unbeantwortet. (siehe hier) In der Regel gut unterrichtete b&ouml;se Zungen behaupten: Die &ldquo;erg&auml;nzende Erw&auml;hnung&rdquo; im 5. ARB sei ein vom Bundeskanzleramt gelieferter Textbaustein &ndash; ohne Quellenangabe.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170424-2017-04-20_biaj-abbildung-svb-in-armuts-reichtumsbericht-2017.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170424-2017-04-20_biaj-abbildung-svb-in-armuts-reichtumsbericht-2017-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/916-alternative-fakten-der-bundesregierung-zur-sozialversicherungspflichtigen-beschaeftigung-im-armuts-und-reichtumsbericht-2017.html\">BIAJ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitgeber beklagen Fachkr&auml;ftemangel durch fr&uuml;he Rente<\/strong><br>\nJe mehr Menschen mit 63 Jahren in Rente gehen, desto gr&ouml;&szlig;er wird der Fachkr&auml;ftemangel. So sieht es die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA). &ldquo;Fast 700.000 Versicherte haben inzwischen die neue abschlagsfreie Rente mit 63 in Anspruch genommen. Das hat f&uuml;r Betriebe und Beitragszahler schmerzhafte Folgen&rdquo;, sagte BDA-Pr&auml;sident Ingo Kramer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.<br>\n&ldquo;Die Rente ab 63 entzieht den Betrieben wichtige, dringend ben&ouml;tigte Fachkr&auml;fte&rdquo;, sagte der Arbeitgeberpr&auml;sident. Arbeitnehmer und Arbeitgeber m&uuml;ssten Milliarden aufbringen, um die abschlagsfreie Rente zu finanzieren.<br>\nLaut einer Umfrage des M&uuml;nchner Ifo-Instituts unter Managern mit Personalverantwortung f&auml;llt es den Firmen schwer, die frei gewordenen Stellen wieder zu besetzen. Das sagten 65 Prozent der Befragten. Gerade im verarbeitenden Gewerbe klagen die Personalverantwortlichen &uuml;ber die M&uuml;hen, neue Facharbeiter zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/rente-mit-63-arbeitgeber-beklagen-fachkraeftemangel-a-1144208.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein Lobbyverband und ein (wissenschaftliches?) Institut &bdquo;Hand in Hand&ldquo; gegen die Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren. Auch das k&ouml;nnte ein Indiz f&uuml;r den sub-optimalen Zustand der deutschen Wissenschaft sein. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37873\">&Uuml;ber den Verlust des kritischen Verstandes bei Wissenschaftlern. Anmerkungen zu den f&uuml;r den 22. April geplanten M&auml;rschen f&uuml;r Wissenschaft<\/a>. <\/em><br>\n<em>Ein anderes Mittel, das gegen den beklagten Fachkr&auml;ftemangel helfen k&ouml;nnte: Ausbildung von jungen Menschen. Leider bilden zu viele Betriebe in Deutschland nicht mehr selber aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Zukunft der Betriebsrente steht auf der Kippe<\/strong><br>\nMagerzinsen und die unsichere Zukunft der gesetzliche Rente sch&uuml;ren die Angst um die Altersvorsorge. Eine neue Betriebsrente sollte sie auf eine breitere Basis stellen. Doch das Projekt ist bedroht. (&hellip;)<br>\nDie Unternehmen, insbesondere mittlere und kleine Betriebe, scheuen derweil nicht nur wegen des b&uuml;rokratischen Aufwands davor zur&uuml;ck, Betriebsrenten anzubieten. Sie f&uuml;rchten vor allem das damit verbundene finanzielle Risiko, weil betriebliche Vorsorgemodelle mit Leistungszusagen verbunden sind. In den Zeiten von Magerzinsen f&uuml;rchten viele Unternehmer, auf den einmal gegebenen Garantien sitzenzubleiben und Geld nachschie&szlig;en zu m&uuml;ssen. (&hellip;)<br>\nAn diesem Punkt setzt das Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetz (BRSG) an, das Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) in enger Abstimmung mit Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) auf den Weg gebracht hat. Der Gesetzesentwurf, der seit November in Berlin seine Kreise zieht, will ein v&ouml;llig neues Modell der betrieblichen Altersvorsorge schaffen, bei dem die Arbeitgeber von den inzwischen gef&uuml;rchteten Garantien entbunden werden.<br>\nDas sogenannte &bdquo;Sozialpartnermodell&ldquo; sieht vor, dass sich Arbeitnehmer und Gewerkschaften k&uuml;nftig in Tarifvertr&auml;gen auf die Ausgestaltung der Betriebsrenten einigen. Im Gegenzug gibt es f&uuml;r die Arbeitnehmer keine garantierte Mindestrente mehr und die damit verbundene Haftung des Arbeitgebers entf&auml;llt. Zugesichert wird den Angestellten nur, dass auf jeden Fall die eingezahlten Beitr&auml;ge ausgezahlt werden.<br>\nDie Bundesregierung hofft, dass die Anbieter der Vorsorgeprodukte dadurch flexibler werden und einen gr&ouml;&szlig;eren Teil des Geldes in riskantere Anlagen wie Aktien stecken k&ouml;nnen. Dadurch soll mehr Rendite m&ouml;glich sein als bisher &ndash; und die w&auml;re in Zeiten von Magerzinsen auch dringend n&ouml;tig. Der Gesetzgeber hofft derweil, dass die sogenannte Enthaftung der Arbeitgeber daf&uuml;r sorgen wird, dass k&uuml;nftig mehr kleine und mittelgro&szlig;e Unternehmen ihren Mitarbeitern Betriebsrenten anbieten werden. Das k&ouml;nnte aufgehen, auch wenn der Gesetzesentwurf den Arbeitnehmern kaum mehr Flexibilit&auml;t bringt und auch den B&uuml;rokratiedschungel rund um die betriebliche Altersvorsorge nicht nennenswert lichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article163909797\/Die-Zukunft-der-Betriebsrente-steht-auf-der-Kippe.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> W&auml;re ein Scheitern dieses Regierungsvorhabens wirklich so tragisch? F&uuml;r die Arbeitnehmerschaft vermutlich eher nicht. Problematisch d&uuml;rfte viel mehr sein, dass die gesetzliche Rente hierzulande jahrzehntelang verschlechtert wurde. In &Ouml;sterreich, wo auf (private) &bdquo;S&auml;ulenmodelle&ldquo; verzichtet wurde, profitiert insbesondere die Arbeitnehmerschaft von der gesetzlichen Rente.<\/em><br>\n<em>Bitte lesen Sie dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37864\">Das Betriebsrentenst&auml;rkungsgesetz ist in Wahrheit ein Versicherungswirtschaftsst&auml;rkungsgesetz. Au&szlig;erdem nutzt es den Arbeitgebern. Und schadet den Versicherten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bienensterben: So hat Syngenta Forscher eingeseift<\/strong><br>\nEin Forscher spricht dar&uuml;ber, wie Konzerne Forscher und Universit&auml;ten gef&uuml;gig machen. Die Tabakindustrie hatte es vorgemacht. 2012 lernte James Cresswell die unsch&ouml;nen Seiten der Forschungsfinanzierung kennen. Seit mehr als zwanzig Jahren hatte der Experte f&uuml;r florale Fortpflanzung bis dahin an der britischen Universit&auml;t von Exeter geforscht. Schlagzeilen hatten seine Bl&uuml;mchen- und Bienchenthemen noch nie gemacht.<br>\nAls Cresswell anfing, sich f&uuml;r die Ursachen des Bienensterbens zu interessieren, &auml;nderte sich das. Er war auf einen Bereich gestossen, in dem es um hohe Gewinne, Marktanteile und nicht zuletzt um die richtige Definition der Wahrheit geht.<br>\nDie New York Times (NYT), der Cresswell ungew&ouml;hnlich offen &uuml;ber seine Beziehung zu Syngenta Auskunft gegeben hat, dokumentiert, wie Forscher von den Konzernen manipuliert werden, damit sie passgenaue Forschungsergebnisse liefern. Ein unr&uuml;hmliches Vorbild ist dabei die Tabakindustrie, deren Einfluss auf Wissenschaft und Politik ihresgleichen sucht (Infosperber: &laquo;Die Manipulation der Tabakindustrie ist legend&auml;r&raquo;). (&hellip;)<br>\n&laquo;Zusammenfassend kann man sagen: Syngenta hatte Einfluss auf mich&raquo;, sagte Cresswell der NYT. &laquo;Ich habe nicht bewusst get&auml;uscht, aber sie haben auf jeden Fall beeinflusst, was ich schlussendlich in diesem Projekt gemacht habe&raquo;.<br>\nDas Projekt, eine Arbeit &uuml;ber die Ursachen des Bienensterbens, h&auml;tte aktueller nicht sein k&ouml;nnen. Bereits vor f&uuml;nf Jahren hielten viele Wissenschaflter die Pestizidklasse der Neonicotinoide f&uuml;r verantwortlich oder mindestens mitverantwortlich f&uuml;r den r&auml;tselhaften Bienentod. Einige andere und auch die agrochemische Industrie f&uuml;hrten das Bienensterben auf die Krankheit Varrose zur&uuml;ck, die von einer Milbe &uuml;bertragen wird. Manche vertraten eine gemischte Hypothese.<br>\nNachdem sich &ndash; oder weil sich &ndash; Cresswell nach ersten Untersuchungen 2011 skeptisch &uuml;ber die Neonicotinoid-These ge&auml;ussert hatte, bot ihm Syngenta 2012 die Finanzierung seiner weiteren Forschung an. Das Angebot abzulehnen, kam nicht in Frage. Zu gross war der Druck seines Arbeitgebers, der Universit&auml;t Exeter, die diesen Umstand gegen&uuml;ber der &laquo;New York Times&raquo; nicht kommentieren wollte. Zustande kam ein &laquo;Faust &rsquo;scher Pakt&raquo;, wie Cresswell heute sagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Wirtschaft\/Bienensterben-So-hat-Syngenta-Forscher-eingeseift\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht &uuml;ber Gabriels T&uuml;rkei-Politik<\/strong><br>\nDas darf doch nicht wahr sein! Erst setzte sich SPD-Au&szlig;enminister Gabriel daf&uuml;r ein, dass die Bundeswehr trotz des Erdogan-Referendums vom letzten Sonntag in Incirlik stationiert bleibt. Jetzt macht er sich daf&uuml;r stark, dass der EU-Beitrittsprozess fortgesetzt wird. Stattdessen m&uuml;sste die deutsche Bundesregierung unmissverst&auml;ndlich klar machen, dass sie nicht an der Seite des Terroristen Erdogan, sondern an der Seite all derjenigen steht, die in der T&uuml;rkei f&uuml;r Demokratie k&auml;mpfen. Das gelingt nicht, wenn der bisherige Kuschel- und Hofierungskurs fortgesetzt wird. Zu diesem Kurs geh&ouml;rt auch die Zahlung von j&auml;hrlich rund 630 Millionen an EU-Vorbeitrittshilfen. Ich finde: Diese Gelder m&uuml;ssen sofort eingefroren werden und die Beitrittsgespr&auml;che geh&ouml;ren gestoppt!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/?ref=py_c\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schlachtfeld Nahost &ndash; Krieg gegen den &laquo;Islamischen Staat&raquo;<\/strong><br>\nAnmerkungen aus milit&auml;rtheoretischer und geostrategischer Perspektive<br>\nIm Hinblick auf die nicht nur in pazifistischen, sondern auch in politikwissenschaftlichen Kreisen oftmals mantragleich vorgetragene These, die da lautet: &laquo;Krieg ist keine L&ouml;sung&raquo;, muss die Frage nach dem &laquo;Sinn&raquo; oder &laquo;Unsinn&raquo; eines Vorgehens gegen das sich seit einigen Jahren unter dem Rubrum &laquo;Islamischer Staat&raquo; (IS) vollziehende &laquo;dschihadistische Staatsbildungsprojekt&raquo;2 mit milit&auml;rischen Gewaltmitteln nachgerade h&auml;retisch wirken. Denn wenn Krieg niemals eine L&ouml;sung darzustellen vermag, dann ist ja nicht allein jegliches milit&auml;rische Agieren a priori Unsinn, sondern schon die Frage selbst ist sinnlos, da n&auml;mlich die Antwort auf ebendiese ebenfalls schon a priori feststeht. Andererseits impliziert bereits die schiere Frage nach der Sinnhaftigkeit milit&auml;rischer Gewaltanwendung jedenfalls die abstrakte M&ouml;glichkeit, dass ein kriegerisches Vorgehen gegen den IS eben doch eine L&ouml;sung darstellen k&ouml;nnte. Inwiefern und unter welchen Voraussetzungen dies zutreffen k&ouml;nnte, soll Gegenstand der nachfolgenden &Uuml;berlegungen sein.<br>\nDeren Ausgangspunkt bildet die These, dass sich eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn oder Unsinn eines milit&auml;rischen Vorgehens gegen den IS nicht aus theoretischen Pr&auml;missen ableiten l&auml;sst, sondern allein auf den konkret gegebenen empirischen Konfliktbedingungen gr&uuml;nden kann. Im Hinblick auf letztere ist zun&auml;chst das Ph&auml;nomen des &laquo;Islamischen Staates&raquo; n&auml;her zu analysieren (Kapitel II dieses Artikels) und im Anschluss daran dessen Rolle und Funktion im Rahmen der Gesamtstrategie des nach wie vor wichtigsten Akteurs in der Region &laquo;Greater Middle East&raquo;, n&auml;mlich den Vereinigten Staaten von Amerika, zu beleuchten (Kapitel III). Abschliessend sollen im Lichte der &uuml;berw&ouml;lbenden Fragestellung nach dem Sinn und Unsinn milit&auml;rischer Bek&auml;mpfung des IS einige Implikationen aus geostrategischer und geo&ouml;konomischer Perspektive er&ouml;rtert werden (Kapitel IV). Zuvor gilt es jedoch, die grunds&auml;tzliche Problematik des Sinns oder Unsinns des Handelns mit milit&auml;rischen Gewaltmitteln n&auml;her zu beleuchten (Kapitel I).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit-fragen.ch\/de\/ausgaben\/2017\/nr-9-11-april-2017\/schlachtfeld-nahost-krieg-gegen-den-islamischen-staat.html\">J&uuml;rgen Rose in Zeit-Fragen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nato fliegt so viele Alarmstarts wie zuletzt im Kalten Krieg<\/strong><br>\nDie deutschen Eurofighter waren gerade erst an ihrem neuen Einsatzort im estnischen &Auml;mari angekommen, als sie schon zu ihrem ersten Alarmstart in die Luft mussten. Eine russische Maschine war ohne eingeschalteten Transponder in den internationalen Luftraum geflogen. Die deutschen Abfangj&auml;ger stiegen zum Himmel auf, um es zu identifizieren. Es handelte sich blo&szlig; um ein Zivilflugzeug, den deutschen Eurofightern kamen allerdings auch zwei russische Kampfjets vom Typ Su-27 entgegen. Die deutschen Jets identifizierten die drei Flugzeuge und begleiteten sie durch den internationalen Luftraum, bis die Kollegen aus Schweden &uuml;bernahmen.<br>\nDer Vorfall ging glimpflich aus. Doch die Nato ist durch das angespannte Verh&auml;ltnis zu Russland in erh&ouml;hter Alarmbereitschaft. Die Kampfflugzeuge des transatlantischen B&uuml;ndnisses haben 2016 so viele Alarmstarts geflogen wie zuletzt im Kalten Krieg. Rund 780 Eins&auml;tze zur Identifizierung und &Uuml;berwachung russischer Flugzeuge gab es im vergangenen Jahr von europ&auml;ischen Milit&auml;rbasen aus, sagte ein Sprecher des zust&auml;ndigen B&uuml;ndnisst&uuml;tzpunktes in Ramstein der Deutschen Presse-Agentur. Das sind doppelt so viele im Vergleich zum Vorjahr, als Nato-Jets zu 410 Alarmstarts in die Luft stiegen.<br>\nBei den Alarmstarts m&uuml;ssen die Piloten mit ihren Jagdflugzeugen innerhalb weniger Minuten in der Luft sein. Sie stellen dann fest, ob von einem verd&auml;chtigen Flugzeug eine Gefahr ausgeht, etwa mithilfe von Sichtkontakt. Notfalls k&ouml;nnen sie die Flugzeuge mit Gewalt aufhalten. In der Regel gehen diese Vorf&auml;lle allerdings glimpflich aus. Oft handelt es sich um zivile Flugzeuge, die aber zun&auml;chst als solche identifiziert werden m&uuml;ssen. Russische Jets sind nach Angaben der Bundeswehr h&auml;ufig ohne aktive Transponder im internationalen Luftraum unterwegs. Laut Flugsicherungsexperten sind viele der russischen Man&ouml;ver aber legal und versto&szlig;en nicht gegen internationale Regeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/alarmstarts-der-nato-nato-fliegt-so-viele-alarmstarts-wie-zuletzt-im-kalten-krieg-1.3474025\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.H.:<\/strong> Jedem aufgekl&auml;rten Menschen wird klar sein, wenn die NATO die geograpfische Ann&auml;herung an Russland weiter forciert, sind Vorf&auml;lle, wie der beschriebene wahrscheinlicher.<\/em><br>\n<em>Es sei dahingestellt, warum ein ziviles russisches Flugzeug ohne transpondersignal fliegt (ist es wirklich so gewesen?). Milit&auml;risch logisch ist es jedoch, dass die russische Seite  ebenfalls Milit&auml;rjets aufsteigen l&auml;&szlig;t, wenn sich einem zivilen russischen Flugzeug 2 Natojets ann&auml;hern.<\/em><br>\n<em>Gegen ein &Uuml;berfliegen des internationalen Luftraums durch russische oder andere Flugzeuge ist v&ouml;lkerrechtlich &uuml;berhaupt nichts einzuwenden.<\/em><br>\n<em>Seri&ouml;se Recherche w&uuml;rde f&uuml;r mein Verst&auml;ndnis aber auch bedeuten, zu ermitteln und zu berichten, wie oft im Vergleichszeitraum russische Alarmstarts durch Flugzeuge aus NATO-Staaten bedingt wurden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Immer mehr Suizidversuche von Fl&uuml;chtlingen<\/strong><br>\nDie brutale Abschiebepolitik des Bundes und der L&auml;nder treibt immer mehr Fl&uuml;chtlinge in den Selbstmord. Mitte M&auml;rz dieses Jahres berichtete der WDR, dass nach offiziellen Zahlen 433 Fl&uuml;chtlinge in den Jahren 2014 bis 2016 versuchten, sich das Leben zu nehmen. Neunzehn Menschen kamen zu Tode. In Wahrheit sind die Zahlen um ein Vielfaches h&ouml;her. Zum einen erheben nur wenige Bundesl&auml;nder &uuml;berhaupt eine Statistik &uuml;ber Suizide und Suizidversuche. Zum anderen beruhen die vorliegenden Daten meist nur auf Einzelfallerkenntnissen oder einer Auswertung der Polizeistatistik.<br>\nAllein in Bayern haben im letzten Jahr 162 Fl&uuml;chtlinge einen Suizidversuch unternommen, so die S&uuml;ddeutsche Zeitung Anfang April. Laut der asylpolitischen Sprecherin der Gr&uuml;nen, Christine Kamm (link is external), ist dies mehr als eine Verdreifachung gegen&uuml;ber den Vorjahren. Darunter befanden sich 43 Menschen aus Afghanistan.<br>\nSeit vergangenem Dezember hat Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (link is external) Sammelabschiebungen in das kriegsverw&uuml;stete Afghanistan durchgesetzt. Seitdem machen sich Verzweiflung und Angst unter den Zehntausenden in Deutschland lebenden Afghanen breit, die in der Vergangenheit wegen der anhaltenden Kriegssituation in ihrer Heimat zumindest Schutzstatus bekamen.<br>\nDie Asylbeh&ouml;rde (Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge, BAMF (link is external)) verschickt inzwischen wie am Flie&szlig;band und unterschiedslos Ablehnungsbescheide, die auch Afghanen treffen, die schon l&auml;nger in Deutschland leben. (&hellip;)<br>\nDer K&ouml;lner Rechtsanwalt Gunter Christ (link is external), Mitglied im K&ouml;lner Fl&uuml;chtlingsrat e.V (link is external)., best&auml;tigte, dass die Suizid-Gefahr &bdquo;dramatisch zugenommen&ldquo; habe, und verurteilte ebenfalls die Fl&uuml;chtlingspolitik der Bundesregierung. Es gebe immer mehr Menschen, die in Kliniken eingewiesen w&uuml;rden, sagte er dem Deutschlandfunk Ende Februar. &bdquo;Insofern ist es auch eine Art Suizidprogramm. Andere bringen sich nicht um, aber drehen v&ouml;llig durch. Und landen in der Psychiatrie.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kritisches-netzwerk.de\/forum\/folgen-der-abschiebepolitik-immer-mehr-suizidversuche-von-fluechtlingen\">Kritisches-Netzwerk.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>T&uuml;rkei: So wurde das Referendum manipuliert<\/strong><br>\nCHP, HDP und Hayir ve &Ouml;tesi legen ihre Berichte vor und fordern weiterhin, die Wahl f&uuml;r ung&uuml;ltig zu erkl&auml;ren<br>\nEine Woche ist das umstrittene Referendum in der T&uuml;rkei nun her. Staatschef Recep Tayyip Erdogan steht weltweit in der Kritik. Wahlbeobachter werfen der Regierung Manipulation vor.<br>\nDie zivile Initiative Hayir ve &Ouml;tesi hat zum Wochenende ihren Bericht ver&ouml;ffentlicht, in dem sie minuti&ouml;s darlegt, welche Unregelm&auml;&szlig;igkeiten es gab. Doch die Beeinflussung begann nicht erst am Wahltag, sondern schon mit Beginn des Wahlkampfes. (&hellip;)<br>\nIm Zuge des Kampfes gegen die Opposition, den die Staatsf&uuml;hrung unmittelbar nach dem gescheiterten Putschversuch vom Sommer 2015 massiv ausweitete, wurden rund 150 Medienh&auml;user geschlossen, darunter Tageszeitungen, Magazine, Buchverlage, Fernseh- und Radiostationen. Rund 170 Journalisten wurden verhaftet, mehr als 2000 Pressevertreter wurden entlassen. Zu Beginn des Wahlkampfes gab es nahezu keine unabh&auml;ngigen Medien mehr. Die wenigen, die noch existierten, arbeiteten mit der Schere im Kopf, da auch ihnen jederzeit die Schlie&szlig;ung drohen konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Tuerkei-So-wurde-das-Referendum-manipuliert-3691169.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ohne den Blick auf die T&uuml;rkei verlieren zu wollen: Und wie sieht die Berichterstattung &ndash; z.B. die Medienpr&auml;senz von Vertretern der Linkspartei &ndash; hierzulande aus? Ist sie nicht auch recht eindimensional?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nordkorea: Pence h&auml;lt friedliche L&ouml;sung noch f&uuml;r m&ouml;glich<\/strong><br>\nUS-Verb&uuml;ndete und China sollen Druck auf Pj&ouml;ngjang aus&uuml;ben &ndash; Flottenverband kommt in wenigen Tagen vor Nordkorea an Seoul &ndash; US-Vizepr&auml;sident Mike Pence hat sich zuversichtlich gezeigt, dass im Konflikt mit Nordkorea noch eine friedliche L&ouml;sung erreichbar sei. Wenn die amerikanischen Verb&uuml;ndeten in der Region und China entsprechenden Druck auf die F&uuml;hrung in Pj&ouml;ngjang aus&uuml;bten, sei dies m&ouml;glich, sagte er am Samstag nach einem Treffen mit dem australischen Ministerpr&auml;sidenten Malcolm Turnbull in Sydney. &ldquo;Die bisherigen Schritte Chinas ermutigen uns&rdquo;, betonte Pence. &Auml;hnlich hatte sich j&uuml;ngst US-Pr&auml;sident Donald Trump ge&auml;u&szlig;ert. In US-Regierungskreisen war von einer ungew&ouml;hnlich hohen Aktivit&auml;t der chinesischen Luftwaffe die Rede. (&hellip;)<br>\nVerteidigungsminister James Mattis sagte dann zwei Tage sp&auml;ter, der Flugzeugtr&auml;gerverband sei &ldquo;auf seinem Weg hoch&rdquo; zu der Halbinsel. Und US-Pr&auml;sident Donald Trump erkl&auml;rte am Tag darauf: &ldquo;Wir schicken eine Armada. Sehr m&auml;chtig.&rdquo; Diese Ank&uuml;ndigungen n&auml;hrten weltweit die Sorgen, dass der Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm in eine milit&auml;rische Konfrontation m&uuml;nden k&ouml;nnte. Die Regierung in Pj&ouml;ngjang reagierte auf die US-Drohungen bisher unnachgiebig. Der nordkoreanische Vizebotschafter bei der UNO sagte zu Wochenbeginn, sein Land sei bereit, auf &ldquo;jegliche Art von Krieg&rdquo; seitens der USA zu reagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000056353639\/US-Vizepraesident-haelt-friedliche-Loesung-im-Streit-mit-Nordkorea-noch\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> &hellip; &bdquo;Frieden  n o c h  m&ouml;glich&ldquo;, so die augenblickliche Botschaft der USA in die koreanisch\/chinesische Region; demnach befindet sich die Trump-Administration bereits auf dem Kriegspfad, und keiner aus der westlichen Wertegemeinschaft h&auml;lt sie auf!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Treue Gefolgschaft &ndash; so twittert die AfD<\/strong><br>\nDie AfD schafft sich auf Twitter eine eigene &Ouml;ffentlichkeit. Eine umfangreiche Datenanalyse von netzpolitik.org und Tagesspiegel ergibt: Die Partei spielt dabei nicht immer mit offenen Karten. (&hellip;)<br>\nWer erfahren will, wie genau die Strategie der AfD in den sozialen Netzwerken funktioniert, der nimmt sich am besten den Kurznachrichtendienst Twitter vor. Alles, was hier gepostet wird, ist &ouml;ffentlich. Die wichtigste W&auml;hrung: der &bdquo;Retweet&ldquo;. Wenn also Nutzer die Botschaft eines anderen an ihre eigenen Anh&auml;nger, die &bdquo;Follower&ldquo;, weiterverbreiten. (&hellip;)<br>\nJournalisten und Datenanalysten von Tagesspiegel und netzpolitik.org haben in den vergangenen Monaten gemeinsam das Twitterverhalten der Partei und parteinaher Nutzer analysiert. Die insgesamt 800 Accounts, die daf&uuml;r seit Dezember 2016 beobachtet wurden, erlauben einen detaillierten Einblick in die Vorgehensweise und das Netzwerk der Partei.<br>\nSchaut man sich die Entwicklung der AfD auf Twitter an, f&auml;llt zuallererst eines ins Auge: Der offizielle Twitter-Account der Bundespartei wurde am 24. September 2012 gegr&uuml;ndet &ndash; mehr als f&uuml;nf Monate, bevor sich die AfD im Februar 2013 offiziell gr&uuml;ndete. Parteichefin Frauke Petry und ihr heutiger Mann Marcus Pretzell traten kurz nach der Gr&uuml;ndung der AfD Twitter bei. Und m&ouml;glicherweise waren sie schon lange, bevor sie &ouml;ffentlich ein Paar waren, n&auml;her miteinander bekannt: Sie er&ouml;ffneten ihre beiden Accounts innerhalb von 24 Stunden am 16. und 17. M&auml;rz 2013. Inzwischen f&uuml;hrt Petry das Twitter-Ranking der AfD-Politiker mit Abstand an, wie die Grafik zeigt. &Uuml;ber 38 500 Nutzer folgen ihr, weit mehr als dem durchschnittlichen Bundestagsabgeordneten auf Twitter. Aber auch mehr als der Gr&uuml;nen-Vorsitzenden Simone Peter oder dem Linken-Chef Bernd Riexinger. (&hellip;)<br>\nDie AfD profitiert auf Twitter von ihrem gro&szlig;en Unterst&uuml;tzernetzwerk. Der vermeintlich reichweitenst&auml;rkste Kanal aus ihrem Umfeld ist ein Account namens &bdquo;Balleryna&ldquo; mit fast 300 000 Followern. Lange Zeit zierte eine blonde Frau mit Pferdeschwanz und gro&szlig;en Ohrringen den Account, die sich als die Deutsch-Russin Irina ausgab. Seit ein paar Wochen ist die blonde Irina aber verschwunden: Ein anonymes &bdquo;Team Balleryna&ldquo; zeichnet sich nun mit einem Profilbildchen in AfD-Blau verantwortlich. Ein Link f&uuml;hrt auf eine AfD-Werbeseite.<br>\nalleryna ist aber nur ein anonymer Unterst&uuml;tzungsaccount unter fast einem Dutzend, die nach sehr &auml;hnlichem Muster twittern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/treue-gefolgschaft-so-twittert-die-afd\/%20\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gr&ouml;&szlig;ter AfD-Twitter-Account ist ein Scheinriese<\/strong><br>\nDer reichweitenst&auml;rkste AfD-nahe Account auf Twitter hei&szlig;t &ldquo;Balleryna&rdquo;. Wir haben das Netzwerk dieses Accounts ausgewertet. Das Ergebnis: Balleryna ist weitgehend simuliert und operierte lange als Fake-Account. (&hellip;)<br>\nDoch die Recherche gibt zahlreiche weitere Einblicke in die in Teilen undurchsichtige, aber effektive Social-Media-Strategie der AfD. Denn bei der Analyse von Balleryna sto&szlig;en wir noch auf etwas anderes. Balleryna wird bei @afdkompakt, einem Account der Bundes-AfD als &bdquo;Unterst&uuml;tzer&ldquo; gef&uuml;hrt und ist Teil eines Netzwerks aus anonymen Unterst&uuml;tzeraccounts. Es handelt sich nicht um ein Netzwerk aus Social Bots, sondern einen Zusammenschluss von inoffiziellen Accounts, die untereinander und allem Anschein nach auch mit der Parteizentrale in Kontakt stehen. Dieses inoffizielle Netzwerk soll die Schw&auml;che der Partei auf Twitter kompensieren und erzeugt ein Grundrauschen im Sinne der Partei. Es f&ouml;rdert dabei den Hauptaccount @afdkompakt, die Netzwerkmitglieder selbst, einzelne Politiker der AfD, Orts-, Kreis- und Landesverb&auml;nde sowie Accounts aus dem islamfeindlichen Spektrum. Doch dazu mehr in der Fortsetzung, die in den n&auml;chsten Tagen erscheint.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/datenjournalismus\/twitter-datenanalyse-groesster-afd-twitter-account-ist-ein-scheinriese\/19691492.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Peer Steinbr&uuml;ck startet Comedy-Karriere<\/strong><br>\nW&auml;hrend Kanzlerkandidat Schulz &uuml;ber die Marktpl&auml;tze tingelt, wird der fr&uuml;here Finanzminister Steinbr&uuml;ck mit einer Satire-Show auf Tournee gehen. Und ein ziemlich bekannter Kabarettist begleitet ihn dabei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/f-a-s-exklusiv-peer-steinbrueck-startet-comedy-karriere-14982991.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-37973","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37973","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37973"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37973\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37976,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37973\/revisions\/37976"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37973"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37973"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37973"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}