{"id":38004,"date":"2017-04-25T08:34:55","date_gmt":"2017-04-25T06:34:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004"},"modified":"2017-04-25T08:34:55","modified_gmt":"2017-04-25T06:34:55","slug":"hinweise-des-tages-2861","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h01\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h02\">Meister der Verdr&auml;ngung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h03\">Eine Frage der Glaubw&uuml;rdigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h04\">Warum Populisten derzeit so erfolgreich sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h05\">Europa und USA &ndash; Die Rechten bieten sich heute als Schutzmacht der kleinen Leute an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h06\">Gemeinsam f&uuml;r die Freiheit des Kapitals?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h07\">Deutschland: einsam &ndash; aber mit &Uuml;berschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h08\">Warnung der Bundesbank &ndash; &Uuml;beralterte Gesellschaft bremst Deutschlands Wirtschaftswachstum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h09\">Am Tropf der Weltkonzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h10\">Rechnungshof prangert Autobahn-Pl&auml;ne der Bundesregierung an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h11\">R&uuml;stungsoffensive und Totalumbau der Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h12\">Im Gesetz zum elektronischen Personalausweis versteckt sich ein automatisierter Abruf f&uuml;r Geheimdienste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h13\">Ist die Wissenschaft wirklich in Gefahr?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h14\">Die K&ouml;nigin wird mit Handkuss abserviert &ndash; ein Drama in f&uuml;nf Akten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h15\">Das Erbe der Thatcher-&Auml;ra<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38004#h16\">Gr&uuml;ne: Inbegriff des Uncoolen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Frankreichs Wahl<\/strong><br>\nMit Emmanuel Macron hat der Favorit Berlins die erste Runde der franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentenwahl gewonnen. Macron konnte sich am gestrigen Sonntag mit &ndash; laut j&uuml;ngsten Hochrechnungen &ndash; rund 23,4 Prozent der Stimmen durchsetzen; Marine Le Pen vom Front National kam demnach mit 22,6 Prozent auf Platz zwei. Macron gilt als wahrscheinlicher Sieger in der zweiten Wahlrunde am 7. Mai. Die deutsche Regierung hatte zun&auml;chst auf den konservativen Kandidaten Fran&ccedil;ois Fillon gesetzt und offen f&uuml;r ihn geworben, sah sich nach seinen Umfrageeinbr&uuml;chen wegen des Skandals um hohe Mitarbeitergeh&auml;lter f&uuml;r seine Ehefrau aber gezwungen, auf Macron umzuschwenken, den ein Berliner Think-Tank als ebenso &ldquo;Deutschland-kompatibel&rdquo; einstuft wie Fillon. S&auml;mtliche sonstigen Kandidaten seien demnach wegen ihrer Kritik an EU und\/oder NATO f&uuml;r eine &ldquo;konstruktive Zusammenarbeit&rdquo; ungeeignet. Berlins Einmischung zugunsten Macrons, f&uuml;r den k&uuml;rzlich noch Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble eine offene Wahlempfehlung abgegeben hat, zeigt einmal mehr, dass die deutsche EU-Dominanz an nationalen Grenzen kein Halten mehr kennt. Zudem stellt sie, wie ein bekannter Br&uuml;sseler EU-Beobachter konstatiert, die d&uuml;nne russische Einmischung in Frankreich bei weitem in den Schatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59579\">german foreign policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Gratulation an Macron: Warum &ldquo;hilft&rdquo; die Bundesregierung Marine Le Pen?<\/strong><br>\nRealsatire nach der Frankreich-Wahl: Seibert gratuliert Emmanuel Macron und w&uuml;nscht alles Gute. Auch Au&szlig;enminister Gabriel ist stolz auf Macron. Nur warum macht die Bundesregierung das? Warum ist man so d&auml;mlich mit diesen Statements Marine Le Pen in die H&auml;nde zu spielen? Deutsche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Macron ist Wasser auf die M&uuml;hlen der Le-Pen-W&auml;hler. Die freudige Bundesregierung wei&szlig; gar nicht, was das Problem ist und meint sogar: Man mischt sich gar nicht in die Frankreichwahl ein!<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 24. April 2017<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=UwZl0NMfwC0\">jung und naiv<\/a><\/li>\n<li><strong>Bravo Jean-Luc!<\/strong><br>\nMit 19,6 Prozent hat der Kandidat der franz&ouml;sischen Linken Jean-Luc M&eacute;lenchon ein grandioses Wahlergebnis erreicht. Er landete nur knapp hinter Marine Le Pen. H&auml;tten die verbliebenen Linken in der Parti Socialiste ihn in den letzten Tagen unterst&uuml;tzt, dann w&auml;re Marine Le Pen ausgeschieden und Frankreich h&auml;tte eine echte Alternative. Der smarte Rothschild-Banker steht f&uuml;r ein &bdquo;Weiter so&ldquo;, steht f&uuml;r Sozialabbau und f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung von Banken und Konzernen. Wenn er im zweiten Wahlgang zum Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt wird &ndash; und vieles spricht daf&uuml;r &ndash; dann wird, wie der Soziologe Didier Eribon voraussagt, der Front National weiter Zulauf haben.<br>\nF&uuml;r alle diejenige in der europ&auml;ischen Linken, die eine soziale und demokratische Erneuerung Europas wollen, Ist das unerwartet gute Wahlergebnis, das Jean-Luc M&eacute;lenchon erreicht hat &ndash; bei der letzten Wahl kam er auf 11,1 Prozent &ndash; eine gro&szlig;e Ermutigung. Als einziger Kandidat hat er dem neoliberalen Europa seit Jahren den Kampf angesagt, den r&uuml;cksichtslosen deutschen Exportnationalismus kritisiert und f&uuml;r eine neue Wirtschafts- und W&auml;hrungsordnung geworben, die allen europ&auml;ischen L&auml;ndern eine faire Chance l&auml;sst.<br>\nDie Werte der franz&ouml;sischen Revolution &ndash; Egalit&eacute;, Libert&eacute;, Fraternit&eacute; &ndash; zeigen uns den Weg, der notwendigen europ&auml;ischen Erneuerung:\n<ul>\n<li>Egalit&eacute; verpflichtet dazu, in allen europ&auml;ischen L&auml;ndern gleichwertige Partner zu sehen und auf Bevormundung und Troika-Diktate zu verzichten,<\/li>\n<li>Libert&eacute; verpflichtet dazu, die Vormundschaft der Banken und Konzerne zu beenden und die Freiheit des Einzelnen durch Arbeitnehmer-Rechte und demokratische Mitbestimmung wieder herzustellen und<\/li>\n<li>Fraternit&eacute; verpflichtet uns, den Nationalismus zu &uuml;berwinden und das Europa der guten Nachbarschaft im Geist der Europa-Hymne wieder aufzubauen: &bdquo;Alle Menschen werden Br&uuml;der, wo dein sanfter Fl&uuml;gel weilt.&ldquo;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: Oskar Lafontaine via Facebook<\/p><\/li>\n<li><strong>Die Bande des Monsieur Macron<\/strong><br>\nMacron realisierte den &uuml;blichen Traum, eine Elitehochschule zu besuchen, mit dem Studium an der Science Po. 1999 f&uuml;hrte ihn der Historiker Fran&ccedil;ois Dosse bei dem Philosophen Paul Ri&shy;c&oelig;ur ein, der einen Assistenten suchte. Als Mitarbeiter Ric&oelig;urs fand Ma&shy;cron Zugang zur Zeitschrift Esprit, die der &bdquo;deuxi&egrave;me gauche&ldquo; (zweite Linke) nahesteht und damals die Sozialversicherungsreform von Ministerpr&auml;sident Alain Jupp&eacute; unterst&uuml;tzte.<br>\nIm Esprit pr&auml;sentierte Macron sein theoretisches Konzept f&uuml;r die Aus&uuml;bung von Macht: &bdquo;Der Diskurs und die politische Aktion k&ouml;nnen sich nicht mehr einem Programm unterwerfen, das man bei der Wahl pr&auml;sentiert und dann f&uuml;nf Jahre lang durchzieht.&ldquo;1 In der Politik brauche man eher einen Horizont als einen Ma&szlig;nahmenkatalog. Bei der deuxi&egrave;me gauche fand er die Ideologie, aus der er sein politisches Handeln begr&uuml;nden konnte.<br>\nW&auml;hrend des Studiums an der ENA freundete er sich mit Henri Hermand an. Der 2016 verstorbene Hermand, der viel Geld mit Gewerbeimmobilien gemacht hatte, geh&ouml;rte zu den Ziehv&auml;tern einer christlichen Linken, die sich explizit &uuml;ber drei &bdquo;antis&ldquo; definierte, n&auml;mlich als antikommunistisch, antikolonialistisch und antijakobinisch. 2007 stellte der Direktor der Finanzaufsicht, Jean-Pierre Jouyet, den vielversprechenden jungen Mann Jacques Attali vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5388627\">Le monde diplomatique<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Diese Milliard&auml;re jubeln &uuml;ber Macrons Erfolg<\/strong><br>\n[&hellip;] Bernard Arnault, 43 Milliarden Euro Verm&ouml;gen<br>\nDer zehntreichste Mann der Welt, wie Pinault aus mittelst&auml;ndischen Verh&auml;ltnissen zum Luxuszar mit LVMH (Louis Vuitton, Dior, Bulgari) aufgestiegen, gilt laut Presseberichten als Finanzier von Emmanuel Macron. Verb&uuml;rgt ist eine famili&auml;re Verbundenheit: Macrons Frau Brigitte war Franz&ouml;sischlehrerin seiner S&ouml;hne Fr&eacute;d&eacute;ric und Jean, sie l&auml;sst sich auf Rat seiner Tochter Delphine (die mit Macron-Fan Xavier Niel liiert ist) mit Louis Vuitton einkleiden. LVMH-Chef Renaud Dutreil begleitete Macron auch zum Start von &ldquo;En Marche&rdquo;. F&uuml;r die Konservativen bedeutet Arnaults Abwendung einen herben Verlust.<br>\nEinst geh&ouml;rte Bernard Arnault, der sich auch als Kunstm&auml;zen mit eigenen Museen bet&auml;tigt und das Wirtschaftsblatt &ldquo;Les Echos&rdquo; verlegt, zu ihren Kreisen. Er war sogar Trauzeuge f&uuml;r Nicolas Sarkozys erste Ehe und Gast auf dessen Party zum Wahlsieg 2007. Sp&auml;ter wurde Arnault zum Ausl&ouml;ser einer Debatte &uuml;ber Steuerflucht, als er 2012 die belgische Staatsb&uuml;rgerschaft beantragte. Im Jahr darauf zog er das als &ldquo;Geste meiner Verbundenheit zu Frankreich und meines Vertrauens in seine Zukunft&rdquo; zur&uuml;ck. Macron verspricht, auch Arnaults Steuern drastisch zu senken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/fotostrecke\/wahl-in-frankreich-die-kandidaten-der-milliardaere-fotostrecke-146737-12.html\">Manager Magazin<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Meister der Verdr&auml;ngung<\/strong><br>\nWenn an der B&ouml;rse die Sektkorken knallen, muss die Fortsetzung der bisherigen Politik gesichert sein. Das ist eigentlich ganz einfach zu verstehen. Dennoch glauben viele, mit Emmanuel Macron beginne nun so etwas wie eine andere, mutma&szlig;lich sozialere Politik. Vor allem die deutschen Sozialdemokraten blamieren sich mit ihrer Lobhudelei auf einen Kandidaten, der im Grunde f&uuml;r einen strammen Neoliberalismus und damit f&uuml;r die Fortsetzung der bisherigen Politik steht.<br>\nDer Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, wird wie folgt zitiert:<br>\nSollte Macron siegen, &raquo;dann k&ouml;nnten wir, er als Pr&auml;sident in Frankreich und ich als Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, auf der Grundlage einer nachhaltig gest&auml;rkten deutsch-franz&ouml;sischen Kooperation, die Reform der Europ&auml;ischen Union in Angriff nehmen&laquo;.<br>\nEs darf nicht nur laut gelacht werden, angesichts der sinkenden Umfragewerte f&uuml;r den Buchh&auml;ndler der SPD. Man darf auch entsetzt dar&uuml;ber sein, wie gleichg&uuml;ltig und ignorant sich die Sozialdemokraten erneut gegen&uuml;ber dem Abschneiden ihrer Br&uuml;der und Schwestern in einem europ&auml;ischen Nachbarland geben. (&hellip;)<br>\nDass es f&uuml;r die Sozialdemokraten noch tiefer gehen kann wenn sie sich vor dem Neoliberalismus verneigen, zeigt aber nicht nur die Pr&auml;sidentschaftswahl in Frankreich, sondern auch die Parlamentswahl in den Niederlanden vor ein paar Wochen. Dort b&uuml;&szlig;te das SPD-Pendant, die PvdA satte 19 Prozentpunkte ein und st&uuml;rzte auf nahezu unbedeutende 5,7 Prozent ab. Die deutsche Sozialdemokratie jubelte aber auch damals, weil es ja gelang, einen zu gro&szlig;en Erfolg des Rechtsextremisten Geert Wilders zu verhindern. Die Sozialdemokraten bleiben damit Meister der Verdr&auml;ngung und taub gegen&uuml;ber dem Unbehagen der Menschen, die die Ergebnisse sozialdemokratischer Politik zunehmend skeptischer sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/170424meister-der-verdraengung\">TauBlog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eine Frage der Glaubw&uuml;rdigkeit<\/strong><br>\nZDF-Moderator Claus Kleber und Korrespondent Theo Koll nennen Macron schon den k&uuml;nftigen Pr&auml;sidenten. Haben die nichts gelernt?<br>\nDer &ouml;ffentlich-rechtliche Journalismus ist wie ein Krebspatient, dem man ein St&uuml;ck Lunge entfernt hat. Als h&auml;tte das, was ihn zerfrisst, nichts mit ihm zu tun, sitzt er im Rollstuhl vor der Klinikt&uuml;r und raucht. Seine Vertreter sind getrieben. Vernunft ist es nicht.<br>\nEmmanuel Macron, einer von elf Kandidaten, die zur Wahl um das Amt des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten angetreten sind, hat mit 23,75 Prozent die meisten Stimmen bekommen. Es folgt Marine Le Pen mit 2,22 Prozentpunkten weniger. Weil eine absolute Mehrheit ausblieb, wird es am 7. Mai eine Stichwahl geben. [&hellip;]<br>\nDas Geschrei und die Selbstgei&szlig;elung unter den Medienvertretern waren gro&szlig;: Wieso haben wir diese Ergebnisse nicht vorhergesehen? Wo liegen die Vers&auml;umnisse unserer Analysen und Betrachtungen? Haben wir uns von Wunschdenken statt von Fakten leiten lassen? [&hellip;]<br>\nDoch die Einsicht ist vielerorts so fern, wie es bei Nicolae Ceau&#351;escu im Moment seiner Hinrichtung die Erkenntnis war. Sie w&uuml;rde lauten: Wir verk&uuml;nden nur das, was Fakt ist. Das ZDF &bdquo;heute journal&ldquo; aber hat &ndash; als j&uuml;ngstes Beispiel &ouml;ffentlich-rechtlicher Ausdenkerei &ndash; am Wahlabend kein Problem damit, seine profiliertesten Nachrichtenm&auml;nner jenseits aller Fakten Macron als zuk&uuml;nftigen Pr&auml;sidenten zu handeln, etwa, wenn Claus Kleber sagt: &bdquo;Es ist ein Pr&auml;sident, der als Au&szlig;enseiter beginnt &hellip;&ldquo;<br>\nF&uuml;r das ZDF gibt es keine Wahl am 7. Mai. F&uuml;r Kleber und den Leiter des Pariser Studios, Theo Koll, reicht eine in Aussicht gestellte Unterst&uuml;tzung Macrons durch die unterlegenen Parteien, um von ebendiesem als k&uuml;nftigen Pr&auml;sidenten Frankreichs zu sprechen. Sie missachten damit nicht nur die Realit&auml;t, sondern zeigen &bdquo;dem Volk&ldquo; und der Diskussion um journalistische Glaubw&uuml;rdigkeit auch ganz klar, was sie von ihnen halten: Sie sind ihnen egal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Medien-und-die-Wahl-in-Frankreich\/!5399561\/\">Silke Burmester in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum Populisten derzeit so erfolgreich sind<\/strong><br>\nWarum haben Populisten in den letzten drei Jahren so viel Erfolg? Das analysieren in dem Band &ldquo;Die gro&szlig;e Regression&rdquo; 15 bekannte Intellektuelle. Prim&auml;r machen sie daf&uuml;r den Neoliberalismus verantwortlich, der viele Menschen wirtschaftlich abh&auml;ngte. Sie fordern linke und liberale Parteien dazu auf, sich wieder st&auml;rker um die Benachteiligten zu k&uuml;mmern.<br>\nWeitgehende Einigkeit der Beitr&auml;ge von &ldquo;Die gro&szlig;e Regression&rdquo; besteht denn vor allem darin, dass in den letzten Jahrzehnten im Zuge der neoliberal gestalteten Globalisierung &auml;rmere Teile der Bev&ouml;lkerung weltweit &ndash; wie in Israel &ndash; &ouml;konomisch und sozial abgeh&auml;ngt wurden. So konstatiert die New Yorker Philosophin Nancy Fraser:<br>\n&ldquo;Der Clintonismus ist in hohem Ma&szlig;e mitverantwortlich f&uuml;r die Schw&auml;chung der Gewerkschaften, den Niedergang der Reall&ouml;hne, die Prekarisierung von Arbeit und den R&uuml;ckgang ausreichender Alleinverdiener-Einkommen (. . .) zugunsten der &sbquo;Zwei-Verdiener-Familie&lsquo;.&rdquo;<br>\nDer Neoliberalismus ist nicht nur der gro&szlig;e Feind der rechten Populisten. Die Kritik am Neoliberalismus vereint ironischerweise auch alle Autoren des Bandes. Der Darmst&auml;dter Soziologe Oliver Nachtwey behauptet:<br>\n&ldquo;Der zutiefst autorit&auml;re Marktglaube ist ein &sbquo;anonymer Gott, der die Menschen versklavt&lsquo;, weil er sich selbst als alternativlos darstellt.&rdquo;<br>\nEine &auml;hnliche Kritik formuliert der englische Fernsehjournalist Paul Mason in Bezug auf die Volksabstimmung &uuml;ber die britische EU-Mitgliedschaft. Doch er erweitert die Motivlage der W&auml;hler, die f&uuml;r den Austritt aus der EU gestimmt haben, um eine Dimension, die sich wie der Neoliberalismus in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, n&auml;mlich die Liberalisierung der Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/suhrkamp-band-die-grosse-regression-warum-populisten.700.de.html?dram:article_id=384416\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In diesem Zusammenhang muss noch einmal an das eigentlich Groteske der Wahl in Frankreich erinnert werden. Nun wird ganz Frankreich aufgerufen sein Macron zu w&auml;hlen und dem Neoliberalismus damit ein Plebiszit ohne gleichen verschaffen. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h01\">Der franz&ouml;sische Soziologe Didier Eribon<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37955\">aktuell der amerikanische Linguist Noam Chomsky<\/a> haben in ihren Analysen ebenfalls dezidiert dargelegt, dass der FN und Le Pen, die AfD, UKIP und Trump die Ausgeburten des Neoliberalismus und einer Politik sind, die seit &uuml;ber zwanzig Jahren die Lebensumst&auml;nde einer Vielzahl von B&uuml;rgern permanent verschlechtert hat. &Uuml;ber die Kunstfigur Macron benutzt der Neoliberalismus nun den Rechtspopulismus, den er selbst hervorgebracht hat, als Legitimation f&uuml;r seine angebliche Alternativlosigkeit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Europa und USA &ndash; Die Rechten bieten sich heute als Schutzmacht der kleinen Leute an<\/strong><br>\nDie politische Rechte in Europa und den USA habe vor allem in den unteren gesellschaftlichen Schichten Anh&auml;nger gefunden, sagte der Soziologe Sighard Neckel im DLF. Das liege unter anderem daran, dass sich die Rechten als Schutzmacht der kleinen Leute anbieten w&uuml;rden und die linken Parteien aus dieser Rolle ausgetreten seien.<br>\nAuch US-Pr&auml;sident Donald Trump habe kein anderes politisches Programm als die autorit&auml;re Rechte in Europa, sagte Neckel. Dass Trump Milliard&auml;r ist, spiele f&uuml;r die amerikanischen Arbeiter keine Rolle.<br>\nSowohl Trump als auch den europ&auml;ischen Rechten sei es gelungen, die Frage der sozialen Sicherheit in eine Frage der &ouml;ffentlichen Sicherheit zu &uuml;bersetzen, so Neckel. Sie h&auml;tten sich als Schutzmacht gegen&uuml;ber potenziellen Gef&auml;hrdungen von au&szlig;en angeboten &ndash; wof&uuml;r insgesamt die Globalisierung, Zuwanderung, die Fl&uuml;chtlinge und der Islam st&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/europa-und-usa-die-rechten-bieten-sich-heute-als.694.de.html?dram:article_id=384402\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gemeinsam f&uuml;r die Freiheit des Kapitals?<\/strong><br>\nDie Eliten proben den Aufstand der Anst&auml;ndigen. Wer gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung ist, muss auch gegen Handelsschranken und f&uuml;r freie M&auml;rkte sein, so die Botschaft. Das liberale B&uuml;rgertum will jetzt die Anti-Trump-Stimmung nutzen, um einer gescheiterten marktradikalen Politik eine zweite Chance zu geben. Gewerkschaften sollten aber auf einen eigenen Standpunkt beharren. Nur eine sozial gerecht gestaltete Globalisierung ist auch im Interesse der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten. (&hellip;)<br>\nDie Neue Rechte ist aus den Ruinen des Neoliberalismus auferstanden: Eine neoliberal gestaltete Globalisierung trug dazu bei, dass die Ungleichheit weltweit zunahm. Niedrigl&ouml;hne, prek&auml;re Besch&auml;ftigung, Deregulierung, Liberalisierung und Privatisierung trieben die soziale Spaltung voran. Trump, Farage, Le Pen, Wilders, Petry &amp; Co gelang es anschlie&szlig;end, den sozialen Protest der Unter- und Mittelschichten auf ihre M&uuml;hlen zu lenken. Nicht zuletzt aufgrund des langj&auml;hrigen Flirts der US-Demokraten und der europ&auml;ischen Sozialdemokratie mit dem Neoliberalismus. H&auml;ufig ist die Stimme f&uuml;r die Rechtspopulisten auch eine Stimme gegen marktradikale Politik.<br>\nIm Mittelpunkt der &ouml;ffentlichen Auseinandersetzung stehen heute Trumps nationalistische Wirtschaftspolitik und der Wunsch vieler Briten der EU den R&uuml;cken zu kehren. Der angels&auml;chsische Versuch das Rad der Globalisierung zur&uuml;ckzudrehen, f&uuml;hrt aus wirtschaftsliberaler Sicht direkt in den Untergang. Doch Vorsicht! Der Absturz der vermeintlichen Bruchpiloten May und Trump ist keineswegs so sicher, wie von liberalen &Ouml;konomen vorhergesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/gemeinsam-fuer-globalisierung-und-die-freiheit-des-kapitals\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutschland: einsam &ndash; aber mit &Uuml;berschuss<\/strong><br>\nAuch im Jahr 2017 taucht eine absurde Diskussion, abseits von zwingenden volkswirtschaftlichen Zusammenh&auml;ngen auf. Sind die deutschen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse gut oder schlecht und kann der Staat lenkend eingreifen oder nicht. F&uuml;r Bundesfinanzminister Sch&auml;uble ist alles klar, so wie immer: &ldquo;Es gibt weder vern&uuml;nftige Ma&szlig;nahmen, die Deutschlands Leistungsbilanz&uuml;berschuss senken, noch brauchen wir aktive wirtschaftspolitische Ma&szlig;nahmen, um dies zu erreichen&rdquo;. Mit dieser Meinung stehen die deutschen &Uuml;berschuss-Interessenvertreter ziemlich alleine auf dem internationalen Parkett. Denn die Realit&auml;t, volkswirtschaftliche Logiken und Wirtschaftsdaten zeigen offensichtlich anderes!<br>\nDie Leistungsbilanz ist neben der Kapitalbilanz Bestandteil der Zahlungsbilanz. Die Leistungsbilanz spiegelt die Handelsbilanz, die Dienstleistungsbilanz, die Erwerbs- und Verm&ouml;genseinkommen und die laufende &Uuml;bertragungen mit dem Ausland wider.<br>\nDer erzielte akkumulierte Leistungsbilanz&uuml;berschuss ist 1:1 der Finanzierungssaldo des Auslands, um diese akkumulierte Summe verschuldet sich das Ausland um deutsche Nettoexporte zu absorbieren. Im anhaltenden Strom verschuldet die deutsche &Uuml;berschusswut das Ausland bzw. Schulden sind die Genese des Auslandes um deutsche Waren Netto zu importieren. Dies feuert ganz eindeutig au&szlig;enwirtschaftliche Ungleichgewichte an und diese Ungleichgewichte sind Quelle von Verschuldungen, von immer st&auml;rkeren Gl&auml;ubiger\/ Schuldner Verh&auml;ltnissen, Abh&auml;ngigkeiten und die damit in der chronischen Version schon fast zwingend in Finanzkrisen m&uuml;nden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.querschuesse.de\/deutschland-einsam-aber-mit-ueberschuss\/\">Quersch&uuml;sse<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Warnung der Bundesbank &ndash; &Uuml;beralterte Gesellschaft bremst Deutschlands Wirtschaftswachstum<\/strong><br>\nNoch floriert Deutschlands Wirtschaft. Doch mittelfristig muss sich Europas gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft auf weniger Wachstum einstellen. Der Grund: Die Zahl der erwerbsf&auml;higen Personen sinkt deutlich.<br>\nDie &Uuml;beralterung der Gesellschaft d&uuml;rfte ein schw&auml;cheres Wirtschaftswachstum in Deutschland nach sich ziehen. Davor warnt die Bundesbank in ihrem aktuellen Bericht f&uuml;r den Monat April. Der Notenbank zufolge wird in den Jahren 2021 bis 2025 das Wachstum voraussichtlich auf durchschnittlich 0,75 Prozent zur&uuml;ckgehen. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Wachstum in den Jahren 2011 bis 2016 betrug 1,25 Prozent.<br>\nGegenl&auml;ufig wirke zwar eine weiterhin hohe Zuwanderung, da der deutsche Arbeitsmarkt f&uuml;r Ausl&auml;nder voraussichtlich attraktiv bleibe, so die Bundesbank. Die Notenbank-Experten gehen aber davon aus, dass die Zuwanderung nach der zuletzt sehr starken Immigration mittelfristig schw&auml;cher ausfallen wird.<br>\nGrundlage f&uuml;r die Prognose ist die Zahl der erwerbsf&auml;higen Personen, die nach Berechnungen der Bundesbank in Deutschland bis zum Jahr 2025 um fast 2,5 Millionen zur&uuml;ckgeht. Zudem werde der Altersschnitt der Erwerbsf&auml;higen steigen. Der Anteil der &auml;lteren Erwerbsf&auml;higen von 55 bis 74 Jahren wird demnach bis 2025 um sieben Prozentpunkte auf fast 40 Prozent zunehmen.<br>\n&ldquo;W&auml;hrend sich die aktuelle Lage und die kurzfristigen Perspektiven der deutschen Wirtschaft momentan g&uuml;nstig darstellen, belastet die demografische Entwicklung die mittel- bis langfristigen Wachstumsaussichten&rdquo;, teilte die Bundesbank mit. &ldquo;Der Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang sowie die Alterung der Erwerbspersonen in Deutschland wird das trendm&auml;&szlig;ige Wirtschaftswachstum mittelfristig deutlich senken.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/wirtschaftswachstum-bundesbank-warnt-wegen-ueberalterung-vor-schwaechung-a-1144567.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wieder eine der &uuml;blichen, einseitigen und intellektuell extrem schwachen, weil ideologiegetriebenen, &ldquo;Analysen&rdquo; der Bundesbank. &ldquo;Nat&uuml;rlich&rdquo; werden nur die Angebotsbedingungen f&uuml;r das Wirtschaftswachstum betrachtet, in diesem Fall das Arbeitskr&auml;fteangebot, als w&auml;ren die Nachfragebedingungen nicht viel wichtiger f&uuml;r das Wirtschaftswachstum. Dann ist zu fragen, warum die Zahl der *Erwerbsf&auml;higen* betrachtet wird, nicht die der *Erwerbst&auml;tigen*, denn per definitionem kurbeln doch nur letztere die Wirtschaft an. Griechenland z. B. hat ganz viele Erwerbsf&auml;hige, die aber leider keine Arbeit haben, und die Wirtschaft schrumpft seit Jahren. Weiter haben wir doch angeblich die beste aller Arbeitsmarktwelten seit Jahrzehnten und die meisten Erwerbst&auml;tigen in Deutschland, die es je gab, und das Wirtschaftswachstum betr&auml;gt im Durchschnitt der Jahre 2011 bis 2016 l&auml;cherliche 1,25 Prozent pro Jahr (im Vergleich z. B. zu 1,8 Prozent pro Jahr in den 1990er Jahren). Selbst f&uuml;r das Jahr 2025 wird noch Massenarbeitslosigkeit vorhergesagt, die Anzahl der Erwerbsf&auml;higen (hier wird immer nur auf die Anzahl abgestellt) also gro&szlig; genug sein. Daten, Pr&auml;misse, Herangehensweise und Schlu&szlig;folgerungen stehen s&auml;mtlich auf sehr t&ouml;nernen F&uuml;&szlig;en. Der Knaller ist aber die extrem weite Definition von Erwerbsf&auml;higkeit: &ldquo;Der Anteil der &auml;lteren Erwerbsf&auml;higen von 55 bis 74 Jahren wird demnach [&hellip;] zunehmen.&rdquo; Ach so ist das also: mit 74 sollen wir noch erwerbsf&auml;hig sein.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Mit diesem &bdquo;Unsinn&ldquo; kommt die Bundesbank nun mindestens schon seit der Zeit meines Studiums in unregelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden an die &Ouml;ffentlichkeit. Schon damals hat mich als Student interessiert, warum es gesamtwirtschaftlich besser sein soll, wenn ein 20j&auml;hriger 100 Euro f&uuml;r ein Open Air ausgibt als wenn ein 60j&auml;hriger 100 Euro f&uuml;r einen Opernbesuch ausgibt. Mein damaliger Professor stand zwar nat&uuml;rlich voll und ganz hinter der Aussage der Bundesbank, konnte diese und andere Fragen jedoch auch nicht beantworten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Am Tropf der Weltkonzerne<\/strong><br>\nInternationale Investoren sind nach Polen gekommen, um in abgegrenzten Gewerbeparks von Sonderkonditionen durch den polnischen Staat zu profitieren. Die entstandenen Arbeitspl&auml;tze bringen den Menschen in der Region jedoch nicht nur Vorteile, vor allem heimische Unternehmen haben das Nachsehen.<br>\nToyota produziert in Wa&#321;brzych Motoren und Getriebe. Die Arbeit ist sehr eng getaktet, berichtet der Solidarno&#347;&#263;-Gewerkschafter S&#322;awomir Bielakiewicz. Wie eng die Zeitvorgaben sind, macht er an einem Beispiel deutlich:<br>\n&ldquo;Eine Schraube nehmen, sie reindrehen und es &uuml;berpr&uuml;fen &ndash; daf&uuml;r haben Sie eine bestimmte Zeit: Um die Schraube aus der Schachtel zu nehmen: 0,6 Sekunden. Um sie einzudrehen: 0,9 Sekunden. F&uuml;r die Kontrolle: 1,4 Sekunden. F&uuml;r diese drei Dinge haben Sie also 2,9 Sekunden. Wenn Sie aber Schnupfen haben oder irgendwas im Auge, dann f&uuml;hrt das schon zu einer Verz&ouml;gerung. Das m&uuml;ssen Sie hinterher irgendwie wieder aufholen.&rdquo;<br>\nTomek hat bei Toyota den Mindestlohn verdient. Das waren damals 1750 Z&#321;oty, umgerechnet etwa 430 Euro im Monat, pro Stunde sind das 2,70 Euro. Festangestellte verdienen in der Produktion rund 3000 Z&#322;oty, etwa 750 Euro.<br>\nAuch in Polen ist das sehr wenig, die Preise f&uuml;r viele Produkte des t&auml;glichen Gebrauchs sind schon auf westlichem Niveau. Viele Angestellte bei Toyota kommen mit nur einem Einkommen kaum mehr &uuml;ber die Runden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/sonderwirtschaftszonen-in-polen-am-tropf-der-weltkonzerne.724.de.html?dram:article_id=384417\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rechnungshof prangert Autobahn-Pl&auml;ne der Bundesregierung an<\/strong><br>\nDer Bundesrechnungshof schl&auml;gt Alarm: Die geplante private Autobahngesellschaft k&ouml;nnte der erste Schritt zu einer streckenabh&auml;ngigen Maut sein &ndash; und die w&uuml;rde Autofahrer st&auml;rker belasten als versprochen.<br>\nDie obersten Rechnungspr&uuml;fer der Republik sind alarmiert. Der Bundesrechnungshof (BRH) kritisiert die Pl&auml;ne der Bundesregierung f&uuml;r eine private Autobahn-Gesellschaft. Verschwendung beim Autobahnbau sei dadurch T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet, bem&auml;keln die Pr&uuml;fer.<br>\nUnd das Gesetz ziele darauf, langfristig eine streckenabh&auml;ngige Pkw-Maut zu etablieren &ndash; also genau das, was es laut Bundesregierung nicht geben sollte. Die Gesellschaft soll, das sei der Geist der Gesetze, &bdquo;perspektivisch ein sich selbst tragendes Gesch&auml;ftsmodell aufbauen&ldquo;, warnt BRH-Pr&auml;sident Kay Scheller.<br>\nWas der Gesetzgeber damit plane, sei &bdquo;ein Paradigmenwechsel f&uuml;r autobahnnutzende B&uuml;rger.&ldquo; Das Konzept nutzerfinanzierter Autobahnen tauche &bdquo;durchg&auml;ngig&ldquo; in dem Gesetzentwurf der Bundesregierung auf, warnt Matthias M&auml;ring, der Leiter der Grundsatzabteilung des BRH.<br>\nK&auml;me es dazu, w&auml;re das der Bruch eines Versprechens an die B&uuml;rger. Hatten doch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) zugesichert, dass kein Autofahrer durch die Einf&uuml;hrung der Pkw-Mautschlechter gestellt werde. Die Pkw-Maut soll nach den bisher kommunizierten Pl&auml;nen als j&auml;hrliche Abgabe mit der Kfz-Steuer verrechnet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article163964020\/Rechnungshof-prangert-Autobahn-Plaene-der-Bundesregierung-an.html\">WELT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>R&uuml;stungsoffensive und Totalumbau der Bundeswehr<\/strong><br>\nIm Juni 2010 erging ein Kabinettsbeschluss, demzufolge s&auml;mtliche Ressorts bis 2014 zusammen 81,6 Mrd. Euro einsparen sollten &ndash; 8,3 Mrd. sollten aus dem Etat der Bundeswehr stammen. Der daran angelegte Bundeswehrplan sah deshalb eine empfindliche Senkung der deutschen R&uuml;stungsausgaben vor und ein &ndash; offizielles &ndash; Ziel der am 18. Mai 2011 vorgelegten &bdquo;Eckpunkte f&uuml;r die Neuausrichtung der Bundeswehr&ldquo; war es dann auch, unter anderem &uuml;ber eine Verkleinerung der Truppe Gelder einzusparen.[1]<br>\nAuch wenn der Sparbeschluss dann ohnehin schnell gekippt wurde und wir seit einiger Zeit einen rasanten Anstieg der deutschen R&uuml;stungsausgaben erleben &ndash; was sich nun mit den &bdquo;Vorl&auml;ufigen konzeptionellen Vorgaben f&uuml;r das k&uuml;nftige F&auml;higkeitsprofil der Bundeswehr&ldquo; anbahnt, ist R&uuml;stung in einer ganz neuen Dimension: Mehr Personal, mehr schwere Divisionen, mehr Panzer, mehr Kampfflugzeuge, mehr Schiffe und nicht zuletzt nat&uuml;rlich mehr Geld.<br>\nBegr&uuml;ndet wird das Militarisierungspaket mit der &bdquo;Notwendigkeit&ldquo;, sich gegen Russland hochzur&uuml;sten &ndash; allerdings ohne gleichzeitig die F&auml;higkeiten f&uuml;r Auslandsinterventionen zu verlieren, wohlgemerkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/04\/22\/buehler-papier\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Bundeswehr soll also fit gemacht werden f&uuml;r einen milit&auml;rischen Konflikt mit Russland. Nicht wundern d&uuml;rfte, wenn demn&auml;chst auch &uuml;ber die Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht diskutiert wird.<\/em><br>\n<em>Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37983\">Wider das Gew&ouml;hnen an weltweite Hochr&uuml;stung<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Im Gesetz zum elektronischen Personalausweis versteckt sich ein automatisierter Abruf f&uuml;r Geheimdienste<\/strong><br>\nInnenminister Thomas de Maizi&egrave;re will Ausweise nur noch mit aktivierter Funktion zur elektronischen Identifizierung ausgeben. Au&szlig;erdem m&ouml;chte er die biometrischen Merkmale von Ausweis und Pass in einem automatisierten Verfahren den Geheimdiensten freigeben.<br>\nDie Bundesregierung plant die zwangsweise Ausweitung der Nutzung des elektronischen Identit&auml;tsnachweises, der mit dem Chip im deutschen Personalausweis und im elektronischen Aufenthaltstitel eingef&uuml;hrt wurde. Au&szlig;erdem soll laut dem Gesetzentwurf durch &Auml;nderungen des Passgesetzes und des Ausweisgesetzes k&uuml;nftig die automatisierte elektronische &Uuml;bermittlung der digitalisierten Passbilder an s&auml;mtliche Geheimdienste erlaubt werden.<br>\nIn dem Gesetzentwurf verstecken sich dar&uuml;ber hinaus noch einige nicht unmittelbar mit der eID in Zusammenhang stehende &Auml;nderungen: So sollen s&auml;mtliche Geheimdienste ab dem Jahr 2021 im automatisierten Verfahren auf die Daten in den Melde&auml;mtern zugreifen k&ouml;nnen. Dazu geh&ouml;ren auch die biometrischen Passbilder.<br>\nAuch heute k&ouml;nnen Polizeien und andere Beh&ouml;rden Informationen aus den Melderegistern abrufen. Neu ist jedoch die M&ouml;glichkeit, dass die Geheimdienste das nach eigenem Gutd&uuml;nken automatisiert d&uuml;rfen sollen. Denn der jetzt geplante automatisierte Abruf wird ohne eine Protokollierung bei den Melde&auml;mtern erfolgen. Die Kontrolle dar&uuml;ber, welche Geheimdienste in welcher Anzahl davon Gebrauch machen, wird dadurch erschwert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/im-gesetz-zum-elektronischen-personalausweis-versteckt-sich-ein-automatisierter-abruf-fuer-geheimdienste\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ist die Wissenschaft wirklich in Gefahr?<\/strong><br>\nDas pl&ouml;tzliche Aufbl&uuml;hen einer Pro-Wissenschaftsbewegung: Geht es um eine Ersatzreligion oder um kritisches Denken?<br>\nZehntausende Menschen haben sich am Samstag weltweit an M&auml;rschen f&uuml;r die Freiheit der Wissenschaft beteiligt (siehe Science March: Sp&auml;t, aber wichtig). Auch in Deutschland gab es eine eigene Homepage f&uuml;r diese Aktivit&auml;ten. Dort wird allgemein kritisches Denken propagiert. (&hellip;)<br>\nHistorisch gesehen, waren sowohl die marxistischen als auch die anarchistischen Formationen der Arbeiterbewegung sehr wissenschaftsfreundlich. So geh&ouml;rte in der Sozialdemokratie vor ca. 110 Jahren eine F&uuml;lle von wissenschaftlichen Traktaten, Brosch&uuml;ren und B&uuml;chern zum Sortiment des Verlags- und Literaturwesens. F&uuml;hrende Sozialdemokraten bem&uuml;hten sich, den Arbeitern wissenschaftliche Grundkenntnisse nahezubringen. Da waren die Schriften von Darwin ebenso gefragt wie die von Ernst Haeckel.<br>\nDer anarchistische Teil der Arbeiterbewegung lie&szlig; sich bei der Wissenschaftsfreundlichkeit von den Sozialdemokraten nicht &uuml;bertreffen. Anarchisten wie Proudhon oder Kropotkin waren besonders bem&uuml;ht, Erkenntnisse der Wissenschaft in ihren Kreisen popul&auml;r zu machen. Tats&auml;chlich stand ein emanzipatorisches Grundanliegen dahinter. Die Arbeitermassen sollten sich nicht mehr von Esoterik und Religion einfangen lassen. (&hellip;)<br>\nEs gibt eine lange und fruchtbare Tradition einer linken Wissenschaftskritik, die man bei Theoretikern der Kritischen Theorie ebenso findet, wie im Strukturalismus. Der Name des franz&ouml;sischen Soziologen Michel Foucault steht f&uuml;r eine besondere Spielart der Wissenschaftskritik. Vor allem der nun wieder propagierte Wahrheitsanspruch der Wissenschaft wurde damals massiv in Frage gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ist-die-Wissenschaft-wirklich-in-Gefahr-3691797.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die K&ouml;nigin wird mit Handkuss abserviert &ndash; ein Drama in f&uuml;nf Akten<\/strong><br>\nWie man eine Parteivorsitzende kaltstellt &ndash; und ein Abwesender triumphiert. Ein absurd tragisches Theaterst&uuml;ck in f&uuml;nf Akten, aufgef&uuml;hrt durch die Alternative f&uuml;r Deutschland im K&ouml;lner &bdquo;Maritim&ldquo;-Hotel. [&hellip;]<br>\nDann ruft Gauland in den Saal: &bdquo;Wir wollen das Land behalten, das wir von unseren M&uuml;ttern und V&auml;tern ererbt haben. Unsere Identit&auml;t! Wir sind stolz darauf, Deutsche zu sein und gegen den Ausverkauf an fremde Interessen!&ldquo; Womit vermutlich jene &bdquo;Globalisten&ldquo; und &bdquo;entartete Oligarchen&ldquo; gemeint sind, von denen Kubitschek, Glaser und H&ouml;cke reden. Letzterer war nie da. Aber sein Gespenst ging im &bdquo;Maritim&ldquo; um, und sein Geist durchzieht das Wahlprogramm. &bdquo;Ab jetzt!&ldquo;, so ruft Gauland, &bdquo;ab jetzt gibt es keine Auseinandersetzungen mehr!&ldquo;<br>\nNun w&uuml;nscht man Frauke Petry, sie w&uuml;rde Erich K&auml;stners Vers beherzigen: &bdquo;So tief du immer auch f&auml;llst\/ So tief darfst du nicht sinken\/ Von dem Kakao, durch den man dich zieht\/ Auch noch zu trinken.&ldquo; Aber sie trinkt. Gauland k&uuml;sst ihr die Hand. Der Vorhang f&auml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article163934830\/Die-Koenigin-wird-mit-Handkuss-abserviert-ein-Drama-in-fuenf-Akten.html\">WELT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Erbe der Thatcher-&Auml;ra<\/strong><br>\nZiel der Thatcher-Herrschaft war die vollst&auml;ndige Durchsetzung der Kapitalinteressen durch das Ausschalten von Gewerkschaften und renitenten Arbeitern. Sp&auml;ter gerieten auch andere selbstorganisierte Gruppen ins Visier.<br>\nThatcher sah in den faschistischen chilenischen Milit&auml;rherrscher Pinochet einen Gleichgesinnten und Freund. Doch die schlimmste Sp&auml;tfolge der Thatcher-Konterrevolution ist der Blairismus. Damit gemeint ist die ma&szlig;geblich von Tony Blair und seinen Gesinnungsfreunden vorangetriebene Zurichtung der Labourpartei zu einer Partei, die sich auf den Boden des Wirtschaftsliberalismus stellt. Blair setzte im Grund Thatchers Werk fort, nur dass er es nun als Premierminister einer Labourregierung machte.<br>\nErst damit hatte die Thatcher-Konterrevolution vollst&auml;ndig gesiegt. Es sollte keine Alternative zum Markt geben &ndash; Gesellschaft ist nur ein Traum von Linken, hatte Thatcher verk&uuml;ndet. Doch erst wenn diese Thesen von der Labourpartei ganz selbstverst&auml;ndlich &uuml;bernommen werden, hat sie sich durchgesetzt. Das war die Rolle von Blair und Co. Wer sich noch auf Themen und Diskurse der britischen Arbeiterbewegung der 1970er Jahre bezog, galt nun als extremer Linker, Kommunist und Traumt&auml;nzer.<br>\nGenau das ist der Grund f&uuml;r die mediale Hetzkampagne gegen Corbyn und seine Verortung als radikaler Linker. In der Realit&auml;t ist er ein Mitte-Links-Sozialdemokrat, der keinesfalls einen Bruch mit der kapitalistischen Verwertungslogik plant. Doch er bezieht sich auf die Sozialdemokratie der Vor-Thatcher-&Auml;ra und erkennt an, dass es Klassenk&auml;mpfe gibt und dass sich die Lohnabh&auml;ngigen organisieren m&uuml;ssen, wenn sie nicht leer ausgehen wollen. Das allein reicht schon f&uuml;r einen Gro&szlig;teil der Medien, um ihn zum Linksau&szlig;en zu stempeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-Erbe-der-Thatcher-Aera-3689823.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man muss hier schon fast verzweifelt fragen, warum gelingt in Deutschland nicht, was Jeremy Corbyn in England, Bernie Sanders in den USA, der Podemos in Spanien und Jean-Luc M&eacute;lechon in Frankreich gelungen ist &ndash; Menschen zum Widerstand gegen den Neoliberalismus zu mobilisieren. Eine popul&auml;re F&uuml;hrungsperson g&auml;be es mit Sahra Wagenknecht, sofern diese sich in dieser Rolle wiederfindet oder diese &uuml;bernehmen m&ouml;chte. Es fehlt aber an einer schlagkr&auml;ftigen und modernen Organisation. Das gr&ouml;&szlig;te Hindernis f&uuml;r eine breite, linke und popul&auml;re Bewegung ist inzwischen kurioserweise die &ldquo;DIE LINKE&rdquo; selbst. Nicht unerhebliche Teile der LINKEN besch&auml;ftigen sich lieber damit ihre eigenen Fraktionsvorsitzende zu demontieren, als gemeinsam Widerstand gegen den Neoliberalismus zu leisten.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Mit Parteiapparaten, die sich lieber selbst demontieren, als sich hinter einen progressiven Kandidaten zu stellen, haben die anderen genannten Politiker &ndash; allen voran Sanders und Corbyn &ndash; aber auch einige Erfahrung. Dies ist beileibe kein Alleinstellungsmerkmal der deutschen Linken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne: Inbegriff des Uncoolen<\/strong><br>\n[&hellip;] Sieht man sich die politischen Entwicklungen der letzten Jahre an, &ouml;ffnen sich Erkl&auml;rungen daf&uuml;r, warum die Gr&uuml;nen von vielen W&auml;hlern als &uuml;berfl&uuml;ssig angesehen werden: Die regierende Union &uuml;bernahm 2011 eines ihrer beiden Hauptziele aus der Entstehungszeit der Partei, den Atomausstieg. Das andere Hauptziel, den Frieden, r&auml;umten die Gr&uuml;nen unter Joseph Fischer 1999 selbst ab. 2015 &uuml;bererf&uuml;llten Angela Merkel und Sigmar Gabriel auch noch die migrationspolitischen Forderungen der Gr&uuml;nen, die sp&auml;testens seitdem auch in den Medien der &ldquo;Mainstream&rdquo; sind.<br>\nDas scheint vielen Gr&uuml;ne in eine Identit&auml;tskrise gef&uuml;hrt zu haben: Fr&uuml;her begriffen sie sich als &ldquo;Gegenkultur&rdquo;. Aber der Mainstream kann aus Gr&uuml;nden der Logik nicht gleichzeitig die Gegenkultur sein, auch wenn er das noch so sehr glaubt und w&uuml;nscht. Der Mainstream ist das Gegenteil der Gegenkultur, er ist sein Angriffsziel. Daf&uuml;r kann er die Repression nutzen, w&auml;hrend der Gegenkultur nur der Humor bleibt, auf den der Mainstream oft erz&uuml;rnt reagiert. Das macht ihn jedoch &ldquo;uncool&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gruene-Inbegriff-des-Uncoolen-3692994.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-38004","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38004","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38004"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38004\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38007,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38004\/revisions\/38007"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38004"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38004"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38004"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}