{"id":38036,"date":"2017-04-27T08:23:47","date_gmt":"2017-04-27T06:23:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036"},"modified":"2017-04-27T08:23:47","modified_gmt":"2017-04-27T06:23:47","slug":"hinweise-des-tages-2863","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h01\">Running Gag: SPD sagt schon wieder die Autobahnprivatisierung ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h02\">Macrons Fehlstart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h03\">Die Preise und die Marktwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h04\">Apropos soziale Gerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h05\">Atypische Besch&auml;ftigung sinkt leicht &ndash; dominiert aber die gemeldeten Stellenangebote der BA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h06\">Armuts- und Reichtumsbericht: Die Originaldokumente zu Reichtum und Einfluss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h07\">Bei Oettinger gehen Wirtschaftslobbyisten ein und aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h08\">Die Europ&auml;ische S&auml;ule sozialer Rechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h09\">USA: Voodoo-Economics-Zombie?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h10\">Krieg rechnet sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h11\">Giftgaszwischenfall in Chan Scheichun: Frankreich pr&auml;sentiert l&uuml;ckenhafte Anschuldigungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h12\">Trump l&auml;dt zum Briefing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h13\">4 Leading Newspapers Laying the Groundwork for Another Disastrous Regime Change War<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h14\">Testlauf f&uuml;r den Weltkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h15\">Obama kassiert 400.000 Dollar f&uuml;r Besuch bei den &ldquo;fat cats&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h16\">Der Bundesschwadroneur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38036#h17\">SPD-&Auml;rger wegen Linken-Treffen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Running Gag: SPD sagt schon wieder die Autobahnprivatisierung ab<\/strong><br>\nNach einer Meldung der ARD-Sendung Monitor will die SPD die Autobahnprivatisierung wieder ausschlie&szlig;en. Das kommentiert Laura Valentukeviciute, Sprecherin von GiB: &bdquo;Es ist ein Unding, wie mit dem Grundgesetz umgesprungen werden soll. Die SPD stellt nebul&ouml;se &Auml;nderungsvorschl&auml;ge in den Raum und behauptet zum x-ten Mal: &bdquo;Jetzt sind aber alle Privatisierungen ausgeschlossen&ldquo;. Wenn das ein Running-Gag sein soll, so finden wir es nicht lustig. Wir haben den Eindruck, dass die SPD von dem skandal&ouml;sen Verfahren ablenken will, mit dem die Privatisierung doch noch durchgebracht werden soll: In drei Wochen, am 17. Mai sollen die &Auml;nderungen am Gesetzentwurf zum ersten Mal in nicht&ouml;ffentlicher Sitzung vorgestellt und beraten werden. Nur einen Tag sp&auml;ter, am 18. Mai soll der Bundestag das dann durchwinken! So verkauft man die B&uuml;rgerInnen f&uuml;r dumm.&ldquo;<br>\nCarl Wa&szlig;muth, Infrastrukturexperte von GiB, kommentiert das Verfahren zur Grundgesetz&auml;nderung wie folgt: &bdquo;Die ganze Autobahnreform ist von A bis Z auf Privatisierung ausgelegt. Jetzt noch ein paar L&ouml;cher zu schlie&szlig;en hilft nicht. Und schon gar nicht mit dieser unheiligen Hast. Die Abstimmung muss verschoben werden, alle neuen &Auml;nderungsvorschl&auml;ge m&uuml;ssen &ouml;ffentlich und gr&uuml;ndlich diskutiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/running-gag-spd-sagt-schon-wieder-die-autobahnprivatisierung-ab\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a>\n<p><strong>dazu: SPD will Grundgesetz umfassend &auml;ndern<\/strong><br>\nPrivate Autobahnen in Deutschland? Die SPD ist dagegen und fordert laut Informationen des ARD-Magazins Monitor eine Grundgesetz&auml;nderung, um eine Privatisierung auch langfristig zu verhindern. Damit l&auml;sst sie eine mit der Union getroffene Vereinbarung platzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/autobahn-privatisierung-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Aktiv gegen Privatisierung<\/strong><br>\nEs ist der bisher gr&ouml;&szlig;te Privatisierungscoup. Aber nur wenige Wochen vor den entscheidenden Abstimmungen in Bundestag und Bundesrat &uuml;ber den von der Bundesregierung geplanten Einstieg in die Privatisierung der Bundesfernstra&szlig;en regt sich bislang in der Republik erstaunlich wenig Widerstand. [&hellip;]<br>\nSPD-Spitzenpolitiker versuchen weiterhin den Eindruck zu vermitteln, dass sie in den anstehenden Detailverhandlungen &uuml;ber Grundgesetz&auml;nderungen zur Bildung der Bundesfernstra&szlig;engesellschaft Privatisierungen ausschlie&szlig;en werden. Der neue Parteichef und Kanzlerkandidat Martin Schulz schweigt zur Sache beharrlich. Bislang haben immerhin rund 30.000 Parteimitglieder einen Aufruf gegen jegliche Form der Privatisierung unterzeichnet. Doch angesichts bevorstehender Wahlen in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und im Bund halten offenbar nach wie vor viele SPD-Funktion&auml;re &ouml;ffentliche Kritik an ihrer F&uuml;hrung f&uuml;r einen Akt der Illoyalit&auml;t. &raquo;Das l&auml;uft wieder nach dem altbekannten Muster des SPD-Bashings&laquo;, kommentierte ein s&uuml;ddeutscher SPD-Kommunalpolitiker auf Facebook einen am Montag erschienenen Gastbeitrag des namhaften Privatisierungskritikers Carl Wa&szlig;muth in der Frankfurter Rundschau. &raquo;Allm&auml;hlich sickert durch, dass die &rsaquo;Privatisierungsbremsen&lsaquo; der SPD T&auml;uschungen sind, dass die SPD-Spitze selbst die B&uuml;chse &ouml;ffnen will&laquo;, so das SPD-Mitglied Wa&szlig;muth im O-Ton. &raquo;In der SPD-Parteibasis rumort es. Wenn diese Grundgesetz&auml;nderung mit Hilfe der SPD verabschiedet wird, wird keiner Schulz mehr abnehmen, dass er f&uuml;r einen Politikwechsel eintritt&laquo; warnt der Privatisierungskritiker eindringlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/309668.aktiv-gegen-privatisierung.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Macrons Fehlstart<\/strong><br>\nBr&uuml;ssel und Berlin tun alles, um ihren &ldquo;Darling&rdquo; Macron durch die franz&ouml;sische Pr&auml;sidentschaftswahl zu bringen. Doch im Rennen um die Stichwahl legte er einen Fehlstart hin. Der Flop begann schon am Abend seines ersten Wahlerfolgs: Macrons Dankesrede war saft- und kraftlos, Inhalte lie&szlig; er (wie &uuml;blich) vermissen. Danach lie&szlig; er sich filmen, wie er in einer schweren schwarzen Karosse durch Paris brauste &ndash; ganz so, als sei er schon der gew&auml;hlte Pr&auml;sident. Doch die Fahrt &uuml;ber rote Ampeln f&uuml;hrte nicht in den Elys&eacute;e-Palast, sondern in eine schicke Brasserie am Montparnasse. Der n&auml;chste Fauxpas. Nun ist der Liebling der EU in der Defensive. Am Dienstag Abend musste er sich schon im franz&ouml;sischen Fernsehen f&uuml;r sein Verhalten rechtfertigen. &ldquo;Warum ist er ins Schwimmen geraten?&rdquo;, fragt die Tageszeitung &ldquo;Lib&eacute;ration&rdquo; in einer kritischen Analyse. Ein Journalist wirft ihm sogar &ldquo;mond&auml;nen Populismus&rdquo; vor. Ein b&ouml;ser Verdacht &ndash; die Populisten sind schlie&szlig;lich immer die anderen, die EU-Gegner. Vor allem Macrons Gegnerin Le Pen wird so abgestempelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/macrons-fehlstart\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Preise und die Marktwirtschaft<\/strong><br>\nFast alle &Ouml;konomen lieben den Markt. Preise sind ihnen aber irgendwie unheimlich. H&ouml;here deutsche L&ouml;hne werden von &Ouml;konomen, die den Gewerkschaften nahestehen, immer wieder als wenig hilfreich charakterisiert. Wozu braucht man dann Gewerkschaften?<br>\nWenn die &Ouml;konomen etwas lieben, dann ist es der Markt. Wenn &Ouml;konomen aber etwas nicht lieben, dann sind es Preise. Wie das zusammengeht, wie man einerseits den Markt anhimmeln, andererseits aber Preise als kaum von Bedeutung abtun kann, das bleibt ein R&auml;tsel. Ob es um Wechselkurs&auml;nderungen oder um Lohnerh&ouml;hungen und ihre Auswirkungen auf Preise geht, der Standard&ouml;konom neigt dazu, ein ungeheures Buhei um die Frage zu machen, ob Preisver&auml;nderungen &uuml;berhaupt auftreten und ob das Auswirkungen auf die Mengen in einer Marktwirtschaft hat. Nach Fabian Lindner (hier von mir behandelt) hat nun auch Gustav Horn vom gewerkschaftsnahen IMK in D&uuml;sseldorf versucht, die Bedeutung der L&ouml;hne f&uuml;r die deutschen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse klein zu reden bzw. klein zu rechnen (hier). Was beide nicht bedenken: Logische Defizite kann man mit dubioser Empirie oder auch mit anspruchsvollen &ouml;konometrischen Berechnungen &uuml;bert&uuml;nchen, man kann sie aber nicht beseitigen. Gustav Horn will uns mit &ouml;konometrischen Berechnungen zeigen, dass die Wirkungen von st&auml;rkeren Lohnerh&ouml;hungen in Deutschland auf die deutschen &Uuml;bersch&uuml;sse im Au&szlig;enhandel gering sind und man den Staat mit expansiver Fiskalpolitik braucht, um die Wirkungen deutlich zu vergr&ouml;&szlig;ern.<br>\nH&auml;ufig ist es allerdings so, dass ein Blick auf eine einfache Statistik tausendmal mehr zeigt, als eine &ouml;konometrische Berechnung, wenn man vorurteilslos an die Analyse herangeht. Nehmen wir das Beispiel Deutschland-Frankreich. Friederike Spiecker hat (hier) im Jahre 2015 klar gezeigt, dass die dominierende Anpassungsreaktion der franz&ouml;sischen Unternehmen auf das deutsche Lohndumping die Preisanpassung war, was hei&szlig;t, dass die franz&ouml;sischen Unternehmen trotz viel h&ouml;herer Gestehungskosten ihre Exportpreise nicht viel mehr erh&ouml;hten als die deutschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/04\/die-preise-und-die-marktwirtschaft\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Apropos soziale Gerechtigkeit<\/strong><br>\nWieviel Ungerechtigkeiten wollen wir uns eigentlich noch bieten lassen?<br>\nZorniger Einwurf von Werner R&uuml;gemer<br>\nSehr gut: Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will f&uuml;r Arbeitnehmer mehr Gerechtigkeit. Das trifft einen Nerv. Da ist Nachholbedarf, erheblich! Aber was macht gleichzeitig die SPD-Arbeitsministerin? Andrea Nahles mauschelt mit dem Pr&auml;sidenten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Rudolf Seiters. Bisher werden 25.000 Schwestern des DRK als barmherzige, billige Arbeitskr&auml;fte an Kliniken verliehen. Europ&auml;ischer Gerichtshof und Bundesarbeits-Gericht haben ihnen nun den regul&auml;ren Arbeitnehmer-Status als Leiharbeiterinnen zuerkannt. Aber Nahles will mit einer Ausnahmeregelung den alten Zustand festschreiben (taz, 1.3.2017).<br>\nWie weit sind wir eigentlich gekommen? Die Bundesregierung will h&ouml;chstrichterliche Urteile aushebeln, und die SPD-Arbeitsministerin zieht das durch?<br>\nUnd der Gerechtigkeitsvertreter Schulz l&auml;sst das stillschweigend links liegen? Er will die Zahlung des Arbeitslosengelds I verl&auml;ngern und befristete Arbeitsvertr&auml;ge einschr&auml;nken. Gut so. Aber da hat er sich nur wenige Ungerechtigkeiten herausgepickt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/apropos-soziale-gerechtigkeit\/\">Arbeitsunrecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Atypische Besch&auml;ftigung sinkt leicht &ndash; dominiert aber die gemeldeten Stellenangebote der BA<\/strong><br>\nSeit 2011 sinkt die Zahl atypischer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse. Aber: Mehr als jedes zweite bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit registrierte Stellenangebot ist ein atypisches Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis. Und noch immer ist jedes f&uuml;nfte Arbeitsverh&auml;ltnis in Deutschland atypisch. Der Weg in &bdquo;gute Arbeit&ldquo; steht also trotz einer Rekordzahl offener Stellen l&auml;ngst nicht allen offen.<br>\nIm M&auml;rz 2017 erf&uuml;llte mehr als jede zweite bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit gemeldete Stelle mindestens ein Merkmal des Statistischen Bundesamts f&uuml;r eine atypische Besch&auml;ftigung. Zwar ist der Anteil in den letzten Jahren leicht gesunken, bewegt sich aber immer noch auf sehr hohem Niveau. Das wirft auch ein schlechtes Licht auf die von der Arbeitsagentur gemeldete Rekordzahl offener Stellen. Denn atypische Besch&auml;ftigung macht nicht nur einen erheblichen Teil der offenen Stellen aus, sondern ist im Stellenangebot auch in Hinblick auf die tats&auml;chliche Bedeutung am Arbeitsmarkt &uuml;berproportional vertreten. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit tr&auml;gt damit in hohem Ma&szlig;e zur Ausbreitung atypischer Besch&auml;ftigung auf dem Arbeitsmarkt bei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/atypische-beschaeftigung-sinkt-leicht-dominiert-aber-die-gemeldeten-stellenangebote-der-ba\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Armuts- und Reichtumsbericht: Die Originaldokumente zu Reichtum und Einfluss<\/strong><br>\nReiche dominieren die Politik in Deutschland, der Rest hat das Nachsehen. Auf diese brisante Aussage l&auml;sst sich eine f&uuml;r den f&uuml;nften Armuts- und Reichtumsbericht erstellte Studie zu ungleichem Einfluss zusammenfassen. In welcher Form die Erkenntnisse dieser Studie im Bericht auftauchen, dar&uuml;ber hat es in den vergangenen Wochen viel Streit gegeben. Nun, da der Bericht ver&ouml;ffentlicht ist, dokumentieren wir erstmals detailliert, wie sich der Bericht im Laufe der politischen Diskussionen ge&auml;ndert hat.<br>\nWas wurde gestrichen, was wurde erg&auml;nzt? Unsere Bilanz ist gemischt: Positiv ist, dass der Bericht erstmals ein Kapitel zu &bdquo;Armut und Reichtum und Demokratie&ldquo; enth&auml;lt. Umso bedauerlicher, dass ausgerechnet dieser Abschnitt in der Abstimmung zwischen den Ministerien zusammengek&uuml;rzt wurde. Immerhin: Am Ende formuliert der Bericht sogar Bedarf f&uuml;r transparente Lobbyregeln &ndash; eine erfreuliche Einsicht, die wir so offiziell zumindest von den Unions-Parteien noch nie h&ouml;ren durften. Lesen Sie unsere Dokumentation der &Auml;nderungen. (&hellip;)<br>\nWir haben an dieser Stelle die erste Version des f&uuml;nften Armuts- und Reichtumsberichts mit der Endfassung im Detail miteinander verglichen und die &Auml;nderungen kommentiert. Die gestrichenen und ver&auml;nderten Passagen haben wir so aufbereitet, dass f&uuml;r alle sichtbar ist, was im Laufe der Abstimmung zwischen den Ministerien ver&auml;ndert wurde. Dadurch wird deutlich, dass der Armuts- und Reichtumsbericht nicht nur zu heftigen Auseinandersetzungen in der &Ouml;ffentlichkeit gef&uuml;hrt, sondern auch innerhalb der Bundesregierung &ndash; vor allem zwischen Arbeitsministerium und Kanzleramt &ndash; f&uuml;r Zoff gesorgt hat. Damit haben wir ein erstes Ziel unserer Arbeit schon erreicht: Ungleicher Einfluss war Diskussionsstoff in der Bundesregierung! Hier ist unser kommentierter Vergleich der urspr&uuml;nglichen mit der ver&ouml;ffentlichten Version vom Armuts- und Reichtumsbericht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2017\/04\/armuts-und-reichtumsbericht-die-originaldokumente-zu-reichtum-und-einfluss\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bei Oettinger gehen Wirtschaftslobbyisten ein und aus<\/strong><br>\nVertreter der Wirtschaft erhalten bei der EU-Kommission weit &ouml;fter Termine als andere Interessenverb&auml;nde. Besonders oft bekommt Haushaltskommissar Oettinger Besuch, wie eine &ouml;ffentliche Liste zeigt.<br>\nJean-Claude Juncker wollte vieles anders machen, als er den Chefposten der EU-Kommission &uuml;bernahm &ndash; auch was den Umgang mit Lobbyisten betrifft. Zwar seien solche Kontakte &ldquo;ein nat&uuml;rlicher und wichtiger Teil&rdquo; der Arbeit der Kommissionsmitglieder, die jedoch &ldquo;f&uuml;r eine gewisse Ausgewogenheit und Repr&auml;sentativit&auml;t der Interessengruppen&rdquo; sorgen sollen. So zumindest steht es in den Arbeitsmethoden, die Juncker seinen Mitarbeitern im November 2014 verordnet hat.<br>\nUnd eines muss man Juncker lassen: Die Transparenz gibt es. Kommissare und deren Kabinette m&uuml;ssen ihre Treffen mit Lobbyisten ver&ouml;ffentlichen.<br>\nMit der Ausgeglichenheit hingegen ist es weniger weit her, wie Untersuchungen von Lobbycontrol und IntegrityWatch zeigen, die dem SPIEGEL vorliegen. Die weitaus gr&ouml;&szlig;te Aufmerksamkeit der EU-Kommission erhalten demnach weiterhin Vertreter von Firmen und Konzernen, Kanzleien und Handelsverb&auml;nden. Kontakte zu Organisationen der Zivilgesellschaft &ndash; etwa NGOs, Gewerkschaften oder Thinktanks &ndash; sind insgesamt deutlich seltener.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/eu-kommission-empfaengt-regelmaessig-lobbyisten-aus-wirtschaft-a-1144911.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Europ&auml;ische S&auml;ule sozialer Rechte<\/strong><br>\nAm vergangenen Mittwoch hat die Europ&auml;ische Kommission ihre Vorstellungen zur Errichtung einer europ&auml;ischen S&auml;ule sozialer Rechte ver&ouml;ffentlicht. Gemessen an Vorlauf und gesch&uuml;rten Erwartungen sind die nun ver&ouml;ffentlichten Dokumente eine herbe Entt&auml;uschung. [&hellip;]<br>\nNein das Problem ist ein anderes: Dass es das gesuchte soziale Harmonisierungsprojekt&hellip;, das in all diesen L&auml;ndern Nutzen stiften w&uuml;rde und zudem auch noch mehrheits-, wenn nicht gar konsensf&auml;hig w&auml;re, derzeit einfach nicht gibt. Dieser Umstand resultiert aus der Heterogenit&auml;t der in der EU vertretenen Wirtschafts- und Sozialsysteme und aus der tiefen Nord-S&uuml;d-Spaltung, unter der die EU seit dem Eintritt in die Eurokrise leidet. [&hellip;]<br>\nWas aber folgt daraus? Aus meiner Sicht dreierlei. Erstens, wenn es denn so ist, dass die Aussichten auf soziale Harmonisierung auf europ&auml;ischer Ebene bis auf weiteres sehr gering sind, muss das Soziale auf Ebene der Mitgliedstaaten besser vor destruktiven &Uuml;bergriffen von Grundfreiheiten, Wettbewerbsrecht und den neuen &Uuml;berwachungs- und Korrekturverfahren in der Eurozone gesch&uuml;tzt werden. Namentlich m&uuml;ssen die sozialen Sicherungssysteme, die Tarifautonomie und die Mitbestimmung au&szlig;erhalb der Anwendungsbereiche von Grundfreiheiten und europ&auml;ischem Wettbewerbsrecht sowie der sanktionsbewehrten Korrekturverfahren stehen. Zweitens, um Blockaden bei sozialen Projekten aufzul&ouml;sen, sollten M&ouml;glichkeiten der differenziellen Zusammenarbeit verst&auml;rkt ausgelotet werden. [&hellip;] Und drittens, die Debatte &uuml;ber die soziale Dimension der europ&auml;ischen Integration muss, insbesondere im deutschen Mitte-Links-Spektrum, endlich entideologisiert werden. Es bringt nichts, jede ernsthafte Debatte &uuml;ber den sozialen Stand und die soziale Zukunft der EU mit einer meterdicken Schicht der wei&szlig;en Salbe der Erz&auml;hlung eines angeblich im Entstehen begriffenen &bdquo;sozialen Europas&ldquo; zu &uuml;berdecken. Denn die Diskrepanz zwischen Erz&auml;hlung und Realit&auml;t wird ihrerseits zum Einfallstor f&uuml;r genau jene Entt&auml;uschung, von der der neue Rechtspopulismus zehrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/04\/die-europaeische-saeule-sozialer-rechte\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>USA: Voodoo-Economics-Zombie?<\/strong><br>\nHeute will US-Pr&auml;sident Trump Eckpunkte einer Steuerreform vorstellen, die B&uuml;rger finanziell entlasten, B&uuml;rokratie verringern und Arbeitspl&auml;tze schaffen soll. Dieses Konzept soll sp&auml;ter im Repr&auml;sentantenhaus und im Senat zu einem fertigen Gesetzentwurf geschmiedet werden.<br>\nAls zentralen Punkt der Steuerreform erwarten US-Medien &uuml;bereinstimmend eine so genannte Border Adjusted Tax &ndash; eine &ldquo;Grenzausgleichssteuer&rdquo;, die Importe bei der Steuerberechnungsgrundlage gegen&uuml;ber in den USA gef&ouml;rderten oder hergestellten Rohstoffen oder Produkten benachteiligt (vgl. USA: Streit um Steuerreform). Sie soll ein Arbeitsplatzanreiz sein, weil Unternehmen beg&uuml;nstigt werden, wenn sie nicht importieren, sondern im Inland produzieren. Der Freihandel hatte in den letzten Jahrzehnten daf&uuml;r gesorgt, dass zahlreiche amerikanische Industriearbeitspl&auml;tze abgebaut wurden, weil Firmen Teile ihrer Produktion in L&auml;nder verlagerten, in denen die L&ouml;hne niedriger waren. Dieses Problem trug ma&szlig;geblich dazu bei, dass Donald Trump (der hier Abhilfe versprach) gerade in den davon besonders betroffenen Rust-Belt-Bundesstaaten gew&auml;hlt wurde.<br>\nDie Republikaner im Repr&auml;sentantenhaus sind f&uuml;r diese Grenzausgleichssteuer. Im Senat, der anderen Parlamentskammer, ist eine Mehrheit daf&uuml;r jedoch unsicher, was damit zusammenh&auml;ngt, dass es sich um eine Steuerreform handelt, bei der es nicht nur Gewinner, sondern auch Verlierer gibt:<br>\nDie Gewinner w&auml;ren Pharmaunternehmen wie Eli Lilly und Pfizer, aber auch der Flugzeug- und R&uuml;stungsg&uuml;terhersteller Boeing, der Baumaschienhersteller Caterpillar, der Chemiekonzern Dow, der Softwareanbieter Oracle und die Mischkonzerne General Electric (GE) und Honeywell. Sie haben sich mit anderen Unternehmen, die vorwiegend in den USA produzieren und einkaufen, bereits zur American Made Coalition zusammengeschlossen, die f&uuml;r die Grenzausgleichssteuer eintritt und sie als Ma&szlig;nahme lobt, die den Wettbewerb fairer macht.<br>\nDie Verlierer bei der Einf&uuml;hrung einer Grenzausgleichssteuer w&auml;ren vor allem Einzelhandelskonzerne wie Wal-Mart und Target, deren Angebote h&auml;ufig aus den Fabriken Asiens stammen. Ihr Zusammenschluss Americans for Affordable Products argumentiert, die Grenzausgleichssteuer werde zu Preissteigerungen f&uuml;hren und dadurch im Endeffekt vor allem Verbraucher belasten. Bef&uuml;rworter versuchen dieses Argument mit der Erwartung zu entkr&auml;ften, dass der Dollar steigt und Importe dadurch billiger macht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/USA-Voodoo-Economics-Zombie-3696909.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Krieg rechnet sich<\/strong><br>\nSchnelle, unb&uuml;rokratische Hilfe? Die ist im Jemen zur Zeit leider kaum zu leisten. Erst k&uuml;rzlich hat sich Idriss Jazairy, ein UN-Sonderberichterstatter, der sich mit den negativen Folgen einseitiger Zwangsma&szlig;nahmen befasst, ungewohnt heftig &uuml;ber die Seeblockade beschwert, die Saudi-Arabien vor zwei Jahren eigenm&auml;chtig und unter Bruch v&ouml;lkerrechtlicher Normen gegen die jemenitischen H&auml;fen verh&auml;ngte. Die Bev&ouml;lkerung des Landes ist in puncto Versorgung mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und Treibstoff zu 80 bis 90 Prozent von Einfuhren abh&auml;ngig, die vorwiegend per Schiff abgewickelt wurden, bis Riad die Blockade einrichtete und damit zugleich die Lieferung auch der lebensnotwendigsten G&uuml;ter drastisch einschr&auml;nkte. Diese sei eine Hauptursache &raquo;der von Menschen gemachten Hungersnot&laquo; im Jemen, urteilt Jazairy &ndash; und weist darauf hin, dass sie sogar Hilfslieferungen der Vereinten Nationen verhindert.<br>\nNicht grundlos hat das EU-Parlament, das sich &ndash; machtlos, wie es ist &ndash; zuweilen zur moralischen Instanz aufschwingt, schon im Februar 2016 zu einem Waffenembargo gegen Saudi-Arabien aufgerufen. Die Bundesregierung hat sich souver&auml;n dar&uuml;ber hinweggesetzt und Riad im Laufe des vergangenen Jahres die Lieferung von Kriegsger&auml;t im Wert von mehr als einer halben Milliarde Euro genehmigt. Die saudischen Streitkr&auml;fte nutzen deutsche Kampfflieger und deutsche Munition, um den Jemen in Schutt und Asche zu legen. Inzwischen liefert die Bremer L&uuml;rssen-Werft auch noch Patrouillenboote an Saudi-Arabien, die nach offiziellen Angaben eingesetzt werden k&ouml;nnen, um Schmuggel zu verhindern &ndash; das hei&szlig;t im konkreten Fall, um die Seeblockade zu erzwingen. Auf gut 1,5 Milliarden Euro wird der Verkaufspreis beziffert. F&uuml;r das profitbewusste Deutschland rechnet sich Riads Krieg: Die Gewinne, die deutsche R&uuml;stungsfirmen eiskalt aus ihren Deals mit Saudi-Arabien ziehen, d&uuml;rften das humanit&auml;re Trostpfl&auml;sterchen, das Berlin der gequ&auml;lten, verhungernden jemenitischen Bev&ouml;lkerung mit gener&ouml;sem Gestus gew&auml;hrt, weit &uuml;bersteigen. Aus der Perspektive der Waffenschmieden sind die 50 Millionen Euro aus Steuergeldern gut investiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/309621.krieg-rechnet-sich.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Giftgaszwischenfall in Chan Scheichun: Frankreich pr&auml;sentiert l&uuml;ckenhafte Anschuldigungen<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Au&szlig;enminister Jean-Marc Ayrault pr&auml;sentierte am Mittwoch einen Bericht, der Syrien die Verantwortung f&uuml;r den Zwischenfall in Chan Scheichun zuschiebt. Die Beweisf&uuml;hrung bezieht sich auf einen lange zur&uuml;ckliegenden Vorfall. Doch die Argumentation ist wie &uuml;blich l&uuml;ckenhaft. [&hellip;]<br>\nZudem werden die Quellen in dem Bericht des franz&ouml;sischen Au&szlig;enministeriums von heute nicht benannt. Unklar bleibt auch, wie die Franzosen an die Proben des Vorfalls in Chan Scheichun gekommen sein wollen. Auch London hatte vor wenigen Tagen erkl&auml;rt, dass es sich bei dem Vorfall in Chan Scheichun um einen Giftgas-Angriff mit Sarin gehandelt haben soll. Britische Wissenschaftler h&auml;tten Proben von vor Ort analysiert und seien zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich um Sarin oder eine &auml;hnliche Substanz gehandelt habe, sagte der britische UN-Botschafter Matthew Rycroft am 11. April in New York.<br>\nGro&szlig;britannien teile daher die Annahme der USA, dass die syrische F&uuml;hrung f&uuml;r den Angriff verantwortlich sei. Eine Anfrage des russischen Au&szlig;enministers Sergei Lawrow an seine Kollegen in London und Paris ihre Quellen offenzulegen blieb unbeantwortet. Mehr noch, eine unabh&auml;ngige Untersuchung die von Russland und dem Iran vorgeschlagen wurde, und die vor Ort in Chan Scheichun und an dem Luftwaffenst&uuml;tzpunkt asch-Scha&rsquo;irat, von dem aus der angebliche Giftgasangriff erfolgt sein soll, stattfinden sollte, wurde unter anderem auch von Gro&szlig;britannien und Frankreich abgelehnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/49758-giftgaszwischenfall-in-chan-scheichun-frankreich-macht-syrische-regierung-verantwortlich\/\">RT deutsch<\/a>\n<p><strong>dazu: Giftgas-Angriff Chan Scheichun: Das franz&ouml;sische Gutachten kl&auml;rt wenig<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Au&szlig;enminister halt die syrische Regierung &ldquo;ohne Zweifel&rdquo; f&uuml;r verantwortlich. Die Beweisf&uuml;hrung des &ldquo;nationalen Gutachtens&rdquo; enth&auml;lt diesem Anspruch gegen&uuml;ber gro&szlig;e L&uuml;cken<br>\nDer franz&ouml;sische Au&szlig;enminister Jean-Marc Ayrault hatte vergangene Woche Beweise f&uuml;r die Urheberschaft des Giftgas-Angriffs vom 4.April in Chan Scheichun angek&uuml;ndigt. Er versprach Aufkl&auml;rung &uuml;ber einen Giftgasengriff, der nach vielen Berichten &uuml;ber 80 Menschen das Leben gekostet hat.<br>\nAm heutigen Mittwoch trat Ayrault vor die Kameras und verk&uuml;ndete, dass die Verantwortung bei der syrischen Regierung liege. Daran gebe es &ldquo;keinen Zweifel&rdquo;, wird er vom Sender BFMTV zitiert. Auf der Webseite des Au&szlig;enministeriums (deutsch) wird ein &ldquo;nationales Gutachten&rdquo; ver&ouml;ffentlicht (in englischer Sprache), welches zum Schluss kommt, dass &ldquo;die syrischen Streitkr&auml;fte und die Sicherheitsdienste einen Chemiewaffenangriff mit Sarin gegen die Zivilbev&ouml;lkerung durchf&uuml;hrten&rdquo;.<br>\nDaf&uuml;r zu verantwortlich machen sei &ldquo;Baschar al-Assad und einige der einflussreichsten Mitglieder seines inneren Zirkels, die dazu bem&auml;chtigt sind, einen Befehl zum Gebrauch chemischer Waffen zu geben&rdquo;, so die Einsch&auml;tzung des franz&ouml;sischen Geheimdienstes (S. 4 des PDF).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Giftgas-Angriff-Chan-Scheichun-Das-franzoesische-Gutachten-klaert-wenig-3697541.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Trump l&auml;dt zum Briefing<\/strong><br>\nUS-Regierung heizt Korea-Krise weiter an. U-Boot und Flugzeugtr&auml;ger vor die K&uuml;ste der DVRK entsandt. China ruft alle Seiten zur M&auml;&szlig;igung auf<br>\nIst es nur ein Bluff oder eine echte Drohung? Die US-Regierung scheint kurz vor einer Versch&auml;rfung ihrer Aktivit&auml;ten gegen die Demokratische Volksrepublik Korea (DVRK) zu stehen. Am Montag abend (Ortszeit) wurde bekannt, dass alle 100 Mitglieder des Senats eingeladen wurden, am heutigen Mittwoch an einem &raquo;Briefing&laquo; im Wei&szlig;en Haus &uuml;ber die Lage auf der Koreanischen Halbinsel teilzunehmen. Hochkar&auml;tige Pr&auml;senz verst&auml;rkt den offenbar gewollten Eindruck, dass die Senatoren mit wichtigen Neuigkeiten konfrontiert werden sollen. Laut Ank&uuml;ndigung von Pressesprecher Sean Spicer sollen Verteidigungsminister James Mattis, Au&szlig;enminister Rex Tillerson, Generalstabschef Joseph Dunford und der Koordinator aller US-Geheimdienste, Daniel Coats, zugegen sein.<br>\nDas anscheinend kurzfristig angesetzte &raquo;Briefing&laquo; ist vor allem aus zwei Gr&uuml;nden eine auff&auml;llige Ausnahmeerscheinung: Erstens werden normalerweise zwar ausgew&auml;hlte Kongressmitglieder &uuml;ber aktuelle Einsch&auml;tzungen und Entscheidungen des Pr&auml;sidenten und seines politisch-milit&auml;rischen F&uuml;hrungsteams informiert, aber nicht der gesamte Senat. Zweitens finden solche Treffen in der Regel in besonders gesicherten R&auml;umen des Kongresses im Kapitol statt, aber nicht im Wei&szlig;en Haus. R&auml;tselhaft ist au&szlig;erdem, warum nur die Senatoren eingeladen wurden, nicht aber die &uuml;ber 400 Mitglieder des Abgeordnetenhauses. Aus dessen Reihen kam sofort das Verlangen, in der gleichen Weise informiert zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/309613.trump-l%C3%A4dt-zum-briefing.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>4 Leading Newspapers Laying the Groundwork for Another Disastrous Regime Change War<\/strong><br>\nThe same media that cheered the disastrous intervention in Libya want to overthrow Assad in Syria.<br>\nThe drums of war are beating anew. Republicans and Democrats, neoconservatives and liberal interventionists alike are calling on the Trump administration to pursue regime change in Syria. And as is so often the case, the U.S. corporate media is playing a pivotal role in amplifying the demands for more military intervention.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/grayzone-project\/top-us-newspapers-libya-syria-regime-change\">Alternet<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Testlauf f&uuml;r den Weltkrieg<\/strong><br>\nNoch am heutigen 80. Jahrestag der Zerst&ouml;rung der spanischen Stadt Guernica durch den Bombenterror der deutschen Legion Condor h&auml;lt die Beihilfe der Bundeswehr f&uuml;r das ehrende Gedenken an Condor-Kampfpiloten an. Condor-Flieger hatten Guernica am 26. April 1937 vollst&auml;ndig in Schutt und Asche gelegt, um dem Faschisten Francisco Franco im Spanischen B&uuml;rgerkrieg zum Sieg zu verhelfen. Das Massaker, das mindestens 300, laut manchen Sch&auml;tzungen sogar mehr als 1.000 Menschen das Leben kostete, diente zugleich als Testlauf und gelungenes Vorbild f&uuml;r sp&auml;tere deutsche Luftangriffe auf Polen, die Niederlande, Jugoslawien und die Sowjetunion. Zur Erinnerung an den im NS-Reich popul&auml;ren Condor-Kampfpiloten Werner M&ouml;lders kann eine &ldquo;M&ouml;lders-Vereinigung&rdquo; bis heute Gedenkveranstaltungen auf der Luftwaffenbasis Neuburg an der Donau durchf&uuml;hren. Auch erlaubt es ihr die Bundeswehr, in ihrer Neuburger Kaserne die Zeitschrift &ldquo;Der M&ouml;lderianer&rdquo; zu erstellen, die &ndash; unter Mitwirkung aktiver Soldaten &ndash; M&ouml;lders&rsquo; Angedenken ehrt. Deutsche Stellen k&uuml;mmern sich dar&uuml;ber hinaus immer noch um spanische NS-Kollaborateure: Angeh&ouml;rige der Divisi&oacute;n Azul, die in der Wehrmacht gegen die Sowjetunion k&auml;mpften, beziehen Versorgungsleistungen des deutschen Staates; sie beliefen sich in den vergangenen Jahren auf Millionensummen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59582\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Obama kassiert 400.000 Dollar f&uuml;r Besuch bei den &ldquo;fat cats&rdquo;<\/strong><br>\nRund hundert Tage nach dem Ende seiner Amtszeit steigt Ex-Pr&auml;sident Barack Obama wieder ins Gesch&auml;ft ein. Als gut bezahlter Redner &ndash; ausgerechnet vor Wall-Street-Bankern, die er einst als &ldquo;fat cats&rdquo; kritisiert hatte. Knapp hundert Tage nach dem Ende seiner Amtszeit als US-Pr&auml;sident sucht der 55-J&auml;hrige wieder das Licht der &Ouml;ffentlichkeit. Sein Auftritt am vergangenen Montag an der Universit&auml;t in Chicago war nur der Anfang. Der n&auml;chste Termin f&uuml;r eine Rede steht schon fest. Im September bei einer Konferenz, die von der Investmentbank Cantor Fitzgerald veranstaltet wird. Der Termin d&uuml;rfte erhebliche Kontroversen ausl&ouml;sen. Denn Obama verpflichtete sich, eine Rede vor Wall-Street-Bankern zu halten, die er wegen ihrer exorbitanten Geh&auml;lter einst als &ldquo;fat cats&rdquo; kritisiert hatte. Ein Vorwurf, der im R&uuml;ckblick ein wenig hohl klingt, wenn man die Entlohnung betrachtet, die Obama sich hat zusichern lassen: 400.000 Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/barack-obama-kassiert-400-000-dollar-fuer-rede-vor-wall-street-bankern-a-1144856.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Bundesschwadroneur<\/strong><br>\nSeine Rhetorik war m&auml;&szlig;ig, und seine neoliberalen Thesen waren nicht zu Ende gedacht. Dennoch hat Roman Herzog mit seiner Ruck-Rede auf den Tag genau vor 20 Jahren Geschichte geschrieben. Dabei h&auml;tte sie schon damals entlarvt werden k&ouml;nnen.<br>\nEs ging keine Nummer kleiner. Es musste das erste Haus am Platze sein, das &ldquo;Hotel Adlon&rdquo; mit seinem Luxus, seinen Butlern, den dicken Teppichen, den geschliffenen Spiegeln, den kristallenen L&uuml;stern und den opulenten Blumenbuketts mit den schwindelerregenden Preisen. Schon allein dass der siebente Bundespr&auml;sident der Bundesrepublik Deutschland dieses Ambiente w&auml;hlte, um seine Landsleute als leistungsunwillig, technikfeindlich, bequem, tr&auml;ge geworden, denkfaul und befallen von einer &ldquo;unglaublichen mentalen Depression&rdquo; abzukanzeln, zeigt, wes Geistes Kind der Niederbayer war. Und dass die Mehrheit der Meinungsmacher zwischen Nord- und Bodensee dem 62-J&auml;hrigen eifrig applaudierte, statt sich an Gottfried Kellers &ldquo;Des Kaisers neue Kleider&rdquo; zu erinnern, zeigt nur, wer die Gardinenpredigt eigentlich wirklich verdient h&auml;tte. Aber selbst als Herzog im vergangenen Januar verstarb, wurden ihm noch einmal Kr&auml;nze geflochten &ndash; f&uuml;r eine Diagnose des erst sieben Jahre zuvor wiedervereinigten Deutschland, die ein groteskes Horrorgem&auml;lde entwarf. [&hellip;]<br>\nMit Elan schl&uuml;pfte das Staatsoberhaupt in die Rolle des konservativen und manchmal ziemlich reaktion&auml;ren Ideologen, in dessen Geh&ouml;rgang sich neoliberale Ideologen der Bertelsmann-Stiftung eingenistet hatten. Er propagierte einen Freiheitsbegriff, dem es vorrangig um die Entfesselung &ouml;konomischer Kr&auml;fte, um Leistung als Selbstzweck und Wettbewerb als globale Konkurrenzveranstaltung ging. Alles, was damals zum Einmaleins einer verk&uuml;rzten Modernisierungsfixierung z&auml;hlte, fand sich hier in kompakter Form und ungefiltert wieder. Um nur einige Schl&uuml;sselbegriffe zu nennen: Aufholjagd, Mobilit&auml;t, Flexibilit&auml;t, Eigenverantwortung, Deregulierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/zeitgeschehen\/317\/der-bundesschwadroneur-4328.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>SPD-&Auml;rger wegen Linken-Treffen<\/strong><br>\nSPD-Politiker treffen sich am Abend mit Linken und Gr&uuml;nen &ndash; das sorgt in der Partei f&uuml;r &Auml;rger. F&uuml;hrende Sozialdemokraten verfolgen eine ganz andere Strategie: Sie wollen k&uuml;nftig die Cheflinke Wagenknecht attackieren. [&hellip;]<br>\nSchulz und die engere Parteif&uuml;hrung haben sich nach SPIEGEL-Informationen n&auml;mlich auf eine neue Strategie gegen&uuml;ber der Linkspartei verst&auml;ndigt: Nach der NRW-Wahl am 14. Mai will man vor allem den Druck auf Linken-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht erh&ouml;hen. Wagenknecht gilt als Anf&uuml;hrerin des dogmatischen Parteifl&uuml;gels.<br>\nDie SPD will sie zu klaren Bekenntnissen zur EU und der Nato zwingen, die Wagenknecht und ihre Anh&auml;nger bisher verweigern. Zuletzt hatte es in der Linken Bewegung hin zu einer m&ouml;glichen Koalition mit der SPD gegeben.<br>\nEinen Vorgeschmack gab Schulz schon am Montag. Aus den Parteigremien wird er mit folgendem Satz zur Linkspartei zitiert: &ldquo;Wer Teil der Bundesregierung sein will, muss auch internationale Verpflichtungen einhalten, dazu geh&ouml;ren auch Bekenntnisse zu Nato und EU.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/rot-rot-gruen-aerger-in-spd-wegen-linken-treffen-a-1144780.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Das ist ja mal eine tolle neue Strategie der engeren SPD-F&uuml;hrung um Martin Schulz<\/strong><br>\nAuf keinen Fall auf eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition nach der Bundestagswahl orientieren, sondern statt dessen mich pers&ouml;nlich attackieren aufgrund meiner Kritik an der NATO und der Europ&auml;ischen Union. Martin Schulz sagte dazu gestern: &ldquo;Wer Teil der Bundesregierung sein will, muss auch internationale Verpflichtungen einhalten, dazu geh&ouml;ren auch Bekenntnisse zu Nato und EU.&rdquo; Werter Kollege Schulz: Sie sind doch das beste Beispiel daf&uuml;r, was Bekenntnisse in der Politik wert sind. Ihre &ldquo;Bekenntnisse&rdquo; zu sozialer Gerechtigkeit machen dieses Land kein bisschen gerechter, denn dazu bedarf es konkreter Ver&auml;nderungen statt hohler Worte. Und gerade wer sich zu Frieden und Europa bekennt, muss ein Interventionsb&uuml;ndnis wie die US-gef&uuml;hrte NATO und eine EU, die den Mitgliedstaaten vertraglich zu einem immer ungeb&auml;ndigteren Raubtierkapitalismus zwingt, hart kritisieren. V&ouml;llig klar: Alternativen in den internationalen Beziehungen lassen sich nicht von heute auf morgen durchsetzen. Aber die Bundesregierung k&ouml;nnte einen wichtigen Ansto&szlig; f&uuml;r den Ersatz der NATO durch ein auf Diplomatie und Abr&uuml;stung orientierendes Verteidigungsb&uuml;ndnis unter Einschluss von Russland geben, indem sie in einem ersten Schritt aus den milit&auml;rischen Strukturen der NATO austritt. Und in Bezug auf die EU: Wird der bisherige unsoziale und undemokratische EU-Kurs fortgesetzt, dann hat Europa keine Zukunft. Pro-europ&auml;isch ist deshalb nur, wer &ndash; statt f&uuml;r ein &sbquo;Weiter so&lsquo; des Br&uuml;sseler Lobbykratenvereins &ndash; f&uuml;r einen sozialen, demokratischen und friedlichen Neubeginn hin zu einem Europa der Menschen eintritt. &Uuml;ber Ihre Unterst&uuml;tzung bei diesen Forderungen, Herr Schulz, w&uuml;rde ich mich sehr freuen. Auf diese Weise k&ouml;nnten wir unser Land gemeinsam sicherer machen und die europ&auml;ische Idee retten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/photos\/a.220243721326366.71218.206307219386683\/1680682318615825\/?type=3&amp;theater\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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