{"id":3805,"date":"2009-03-04T09:25:00","date_gmt":"2009-03-04T08:25:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3805"},"modified":"2009-03-04T09:25:00","modified_gmt":"2009-03-04T08:25:00","slug":"hinweise-des-tages-844","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3805","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Regierung bringt Hilfsfonds f&uuml;r Unternehmen auf den Weg<\/li>\n<li>OECD: Steuern runter &ndash; und blo&szlig; keine Staatshilfen<\/li>\n<li>EU-Parlament schw&auml;cht Kartell-Klagerecht ab<\/li>\n<li>Ger&uuml;stet f&uuml;r den Bankrott<\/li>\n<li>Konjunkturpaket au&szlig;er Kontrolle<\/li>\n<li>Konzerne verw&ouml;hnen Aktion&auml;re<\/li>\n<li>&ldquo;H&ouml;chstpers&ouml;nlich haftbar&rdquo;<\/li>\n<li>Erwerbslosenquote in Deutschland nach 16 Jahren erstmals niedriger als in den USA<\/li>\n<li>&ldquo;Banken nutzten Kom&shy;munen schamlos aus&rdquo;<\/li>\n<li>Frauen nicht nur beim Gehalt im Nachteil <\/li>\n<li>Abfindung mindert Hartz-IV-Leistungen <\/li>\n<li>Reiche fahren viermal so viel Auto<\/li>\n<li>M&uuml;llparadies BRD<\/li>\n<li>Verfassungsgericht stoppt Wahlcomputer<\/li>\n<li>Washington zieht Schrauben gegen Steueroasen weiter an<\/li>\n<li>Die Herren dieser Gesellschaft liegen zu Tisch<\/li>\n<li>Der Einfluss der Finanzdienstleistungsbranche auf die Teil-Privatisierung der Alterssicherung<\/li>\n<li>Wertloser Abschluss f&uuml;r Sondersch&uuml;ler<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3805&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Regierung bringt Hilfsfonds f&uuml;r Unternehmen auf den Weg<\/strong><br>\nNicht nur Opel hofft auf Staatshilfe, auch andere Firmen wollen mit Steuergeldern die Krise &uuml;berbr&uuml;cken: Die Bundesregierung konkretisiert jetzt den milliardenschweren Rettungsfonds f&uuml;r die Wirtschaft. Vor allem Gro&szlig;konzerne sollen davon profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,610957,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie beim Stamokap-Streit in den siebziger Jahren geht es offenbar nur noch darum, ob die Konzerne den Staat lenken oder ob der Staat &uuml;berhaupt noch eine autonome politische Gestaltungsmacht hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>OECD: Steuern runter &ndash; und blo&szlig; keine Staatshilfen<\/strong><br>\nMehr Wettbewerb, weniger Steuern und schnelle Investitionen in Bildung und Infrastruktur: Um die Wirtschaftskrise zu &uuml;berstehen, muss Deutschland sich weiter reformieren, empfiehlt die OECD in einer Studie. Die Aussichten in diesem Quartal seien &auml;u&szlig;erst d&uuml;ster.\n<p>Staatshilfen f&uuml;r krisengebeutelte Branchen wie der Autoindustrie k&ouml;nnten nach Einsch&auml;tzung der OECD die Wirtschaft auf Dauer schw&auml;chen. Trotz der schwersten Krise seit Jahrzehnten sollte Deutschland nach Ansicht der OECD die Wirtschaft eher weiter liberalisieren. Die Beitr&auml;ge zu den Sozialversicherungen und die Steuern auf Niedrigl&ouml;hne sollten gesenkt werden, schreibt die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in ihrem am Dienstag vorgelegten Bericht &bdquo;Going for Growth&ldquo;. Das k&ouml;nne &uuml;ber den Abbau von Mehrwertsteuer-Erm&auml;&szlig;igungen und mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen finanziert werden. Der K&uuml;ndigungsschutz m&uuml;sse gelockert werden, um den Arbeitsmarkt zu f&ouml;rdern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/steuern-runter-und-bloss-keine-staatshilfen;2183880\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bei der wirtschaftsliberalen OECD hat man offenbar von der Finanz- und Wirtschaftskrise noch nie etwas geh&ouml;rt oder es ist der tolldreiste Versuch einer Offensive f&uuml;r das Weiter-so. Jetzt wo Arbeitnehmer wegen der der Rezession ohnehin entlassen werden, soll also auch noch der K&uuml;ndigungsschutz gelockert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>EU-Parlament schw&auml;cht Kartell-Klagerecht ab<\/strong><br>\nMillionenschwere Sammelklagen gegen Kartells&uuml;nder soll es in der EU nicht geben. Das hat der Wirtschaftsausschuss des Europ&auml;ischen Parlaments gestern beschlossen und damit die EU-Kommission auf halbem Wege ausgebremst. Trotzdem bef&uuml;rchtet die Wirtschaft Ausw&uuml;chse wie in den USA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/eu-parlament-schwaecht-kartell-klagerecht-ab;2183851\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Einerseits steht die EU f&uuml;r liberale Wirtschaftsrechte, aber zu viel Wettbewerb will das Parlament, wenn es um die Marktmacht von Konzernen geht, offenbar doch nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ger&uuml;stet f&uuml;r den Bankrott<\/strong><br>\nL&auml;nder vor der Pleite: Der ungarische Forint, der polnische Zloty, die tschechische Krone und der rum&auml;nische Lei stehen massiv unter Druck. EU-W&auml;hrungskommissar Almunia warnt bereits vor dem Schlimmsten.\n<p>Die Europ&auml;ische Union wappnet sich gegen m&ouml;gliche Staatsbankrotte in einzelnen Mitgliedsl&auml;ndern. &ldquo;Wir sind politisch und wirtschaftlich darauf eingerichtet, uns diesem Krisenszenario zu stellen&rdquo;, sagte EU-W&auml;hrungskommissar Joaquin Almunia am Dienstag in Br&uuml;ssel. Die Kommission plant kein generelles Hilfspaket, sondern will von Fall zu Fall entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/742\/460376\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Pl&ouml;tzlich spielt also Maastricht, das gegenseitige W&auml;hrungshilfen mit der Staatsverschuldungsgrenze von 3% gerade ausschlie&szlig;en wollte, keine Rolle mehr.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Konjunkturpaket au&szlig;er Kontrolle<\/strong><br>\nDie Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland (TI) hat mehr Transparenz bei der Verwendung und Vergabe der Gelder aus den Konjunkturpaketen gefordert. Gr&uuml;ne und Liberale unterst&uuml;tzen den Vorsto&szlig;.\n<p>F&uuml;r Aufregung bei der Mittelvergabe sorgt der Bund gerade selbst. So wird das Verteidigungsministerium rund 226 Mio. Euro aus dem 50-Mrd.-Euro-Konjunkturpaket f&uuml;r die Beschaffung von Waffen und Kriegsger&auml;t ausgeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:Mangelnde-Transparenz-Konjunkturpaket-au%DFer-Kontrolle\/481646.html?p=1\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Konzerne verw&ouml;hnen Aktion&auml;re<\/strong><br>\nDie Dax-Konzerne verteilen Trostpflaster an die Anleger. F&uuml;r fallende Aktienkurse werden die Eigent&uuml;mer der gro&szlig;en deutschen Unternehmen nun mit steigenden Dividenden f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr 2008 entsch&auml;digt. Die dringende Aufforderung von Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD), Geld f&uuml;r das unkalkulierbare Krisenjahr 2009 auf die hohe Kante zu legen und die Arbeitspl&auml;tze zu sichern, schlagen die Unternehmen in den Wind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1684436_Dividenden-Konzerne-verwoehnen-Aktionaere.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht bauen die Konzerne bei einem weiteren Einbruch ja auch nur auf den Hilfsfonds des Staates.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Ma&szlig; halten<\/strong><br>\nDie Aktion&auml;re scheinen eine besonders sch&uuml;tzenswerte Spezies zu sein. Die Anteilseigner der Dax-Konzerne kassieren dieser Tage trotz der Krise Milliarden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1684479&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;H&ouml;chstpers&ouml;nlich haftbar&rdquo;<\/strong><br>\nDie Finanzkrise kam nicht wie eine biblische Plage &uuml;ber deutsche Banken. Vielmehr haben die Vorst&auml;nde mit riskanten Milliardenspekulationen ihre Sorgfaltspflichten verletzt, stellt der Wirtschaftsrechtler Marcus Lutter im Interview mit manager-magazin.de fest. Klagen w&auml;ren erfolgversprechend.\n<p>mm.de: Herr Professor Lutter, unvorstellbare Summen nimmt die Bundesregierung in die Hand, um deutsche Banken vor dem Zusammenbruch zu sch&uuml;tzen, allein rund 125 Milliarden Euro f&uuml;r die Hypo Real Estate, wenn auch zu einem gro&szlig;en Teil als B&uuml;rgschaften. Sie fordern, deutsche Bankenmanager f&uuml;r Ihre Verfehlungen in der Finanzkrise vor Gericht zu stellen. F&uuml;r alle, die die Folgen der Wirtschaftskrise zu sp&uuml;ren bekommen, klingt das zu sch&ouml;n, um wahr zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,610977,00.html\">manager-magazin<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Erwerbslosenquote in Deutschland nach 16 Jahren erstmals niedriger als in den USA<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war die deutsche Erwerbslosenquote im Januar 2009 saisonbereinigt mit 7,3% erstmals seit 16 Jahren niedriger als die Quote der USA, die bei 7,6% lag und zuvor deutlich angestiegen war. Bereits im Dezember 2008 befanden sich die Quoten beider L&auml;nder mit 7,2% auf gleicher H&ouml;he. Die Erwerbslosenquote gibt den Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen insgesamt an. Die hier zugrunde gelegte Abgrenzung folgt dabei dem Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und ist daher &ndash; anders als die Arbeitslosenquote der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit &ndash; international vergleichbar.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2009\/03\/PD09__074__13321,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Navigation\/Publikationen\/STATmagazin\/2009\/Arbeitsmarkt2009__03,templateId=renderPrint.psml__nnn=true\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Peinlich, peinlich, da soll eine viel zu hohe Erwerbslosenquote durch den Vergleich mit den USA als positive Meldung durchgehen. Dabei pfeifen es die Spatzen von den D&auml;chern, dass der amerikanische Arbeitsmarkt nur den Vorlauf f&uuml;r unseren abgibt. Hinzukommt, dass diese Daten auf der Basis des Erwerbslosenkonzepts der ILO beruhen. Die Zahlen m&ouml;gen zwar besser international vergleichbar sein, aber die Koalition hat dieses Messkonzept eher deswegen beschlossen, weil die Erwerbslosenquote geringer ausf&auml;llt&nbsp; als die von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ermittelte Arbeitslosenquote. Lassen wir die USA beiseite, so steht Deutschland in Europa auf dem recht bescheidenen 14. Rang. Immerhin hat das Statistische Bundesamt in einem selten&nbsp; kritischen Moment darauf hingewiesen, dass in Deutschland sich die Erwerbslosenquote nach 1992 mit jedem konjunkturellen Abschwung deutlich erh&ouml;ht habe, ohne in den anschlie&szlig;enden Aufschwungphasen auf das jeweilige Ausgangniveau zur&uuml;ckzugehen. Dieses Muster zu durchbrechen, d&uuml;rfte das Ma&szlig; f&uuml;r einen Erfolg am Arbeitsmarkt sein, und nicht irgendwelche Vergleiche mit den USA oder anderen L&auml;ndern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Banken nutzten Kom&shy;munen schamlos aus&rdquo; <\/strong><br>\nWirtschaftsanwalt Julian Roberts studierte geheime Cross-Border-Leasing-Vertr&auml;ge und ermuntert zum Ausstieg aus diesen Deals.\n<p>Der Punkt ist, dass das in Deutschland und &Ouml;sterreich keine richtigen Sale-and-Lease-Back-Gesch&auml;fte sind. Die sind so getarnt, aber eigentlich handelt es sich um Kreditgesch&auml;fte (&hellip;)<\/p>\n<p>Inhalt der so genannten Cross-Border-Leases ist nicht eine Absicherung vor einem potenziellen Schaden im Wasserspeicher oder bei Eisenbahnwaggons, die sind als Staatseigentum ohnehin abgesichert. Es handelt sich vielmehr um typische Kreditspekulationen, also Credit Default Swaps, diese CDS, die so viel Schaden angerichtet haben&hellip;<br>\nEs liegt meiner Meinung nach eine grobe T&auml;uschung vor, weil es nicht um Sale-and-Lease-back geht, sondern um hochriskante Kreditspekulationen. Das ist eine Mogelpackung und ein Anfechtungsgrund. Sofern es daf&uuml;r nicht zu sp&auml;t ist, weil der Abschluss zu lang zur&uuml;ckliegt. Im &Uuml;brigen sind Kreditwetten f&uuml;r Kommunen verboten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/?url=\/?id=1234507699981\">Standard<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Frauen nicht nur beim Gehalt im Nachteil <\/strong><br>\nDer durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen liegt rund 20 Prozent unter dem der M&auml;nner. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Online-Umfrage der Internetseite <a href=\"http:\/\/www.frauenlohnspiegel.de\/\">http:\/\/www.frauenlohnspiegel.de\/<\/a>.\n<p>Nicht nur beim monatlichen Gehalt, sondern auch bei den Sonderzahlungen haben die Frauen das Nachsehen: 53,8 Prozent der M&auml;nner haben nach eigenen Angaben eine Sonderzahlung in Form eines Weihnachtsgeldes erhalten, Frauen dagegen nur zu 44,4 Prozent. M&auml;nner bekamen zu 59,8 Prozent ein Urlaubsgeld, Frauen dagegen nur zu 54,9 Prozent. M&auml;nner erhielten zu 17,7 Prozent eine Gewinnbeteiligung, Frauen dagegen zu 9,8 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/547_94389.html\">WSI-Tarifarchiv<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Abfindung mindert Hartz-IV-Leistungen<\/strong><br>\nSchlechte Nachricht f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger: Wer beim Verlust seines Arbeitsplatzes eine Abfindung erh&auml;lt, kann diese nicht dem Schonverm&ouml;gen zurechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/682\/460316\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen WL:<\/strong> Bei Managern scheinen bei Abfindungen nach einem Rauswurf ganz selbstverst&auml;ndlich. Sie haben ja auch schon gen&uuml;gend Verm&ouml;gen angesammelt.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt: <\/em><\/p>\n<p><strong>Opfer und Profiteure der Krise<\/strong><br>\nSteuerzahler m&uuml;ssen f&uuml;r Milliarden-Verluste von Bankern aufkommen, gesunde Unternehmen gehen Pleite. Finanzversager kassieren riesige Boni und Abfindungen &ndash; oder machen sich mit einer dicken Pension ein sch&ouml;nes Leben im Ausland. report M&Uuml;NCHEN sp&uuml;rt Banker unter Palmen auf und zeigt die Wut der Opfer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/das-erste\/report-muenchen\/report-finanzkrise-profiteure-ID1235740875062.xml\">Report M&uuml;nchen<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Reiche fahren viermal so viel Auto <\/strong><br>\nJe &auml;rmer desto umweltfreundlicher: Im Schnitt legt ein Haushalt des unteren Einkommensviertels 44 Prozent mit Bahn und Bus zur&uuml;ck.\n<p>Wer weniger verdient, legt einen h&ouml;heren Anteil der Wege mit &ouml;ffentlichen Verkehrsmitteln, dem Rad oder zu Fu&szlig; zur&uuml;ck. 60 Prozent der Haushalte, die dem unteren Einkommenviertel angeh&ouml;ren, besitzen gar kein Auto. Dagegen haben nur vier Prozent der reicheren Haushalte kein Auto. Jedoch leiden Finanzschwache um ein Vielfaches st&auml;rker an L&auml;rm und Abgasen. &ldquo;Wohlhabende k&ouml;nnen es sich leisten abseits des Stra&szlig;enverkehrs im Gr&uuml;nen zu wohnen&rdquo;, sagt VC&Ouml;-Experte Martin Blum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/?url=\/?id=1234508450305\">Der Standard<\/a><\/p>\n<\/li><li><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das h&auml;tte man sich auch ohne Untersuchung denken k&ouml;nnen, aber gut dass es mal jemand feststellt. Wichtig ist dieses Argument jedoch, wenn es um die Streichung von Subventionen f&uuml;r &ouml;ffentliche Verkehrsmittel geht. Dann sollte man darauf hinweisen, dass die &Auml;rmeren mit ihren Steuern die Stra&szlig;en f&uuml;r die Reicheren subventionieren.<\/li>\n\n<li><strong>M&uuml;llparadies BRD<\/strong><br>\nEine im Auftrag des Naturschutzbund Deutschland (NABU) vom Wirtschaftsforschungsinstitut prognos erstellte Studie kommt zu dem Ergebnis, da&szlig; in absehbarer Zeit gro&szlig;e &Uuml;berkapazit&auml;ten bei der M&uuml;llverbrennung entstehen k&ouml;nnten. Falls alle im Bau befindlichen oder geplanten Anlagen ihren Betrieb aufn&auml;hmen, k&ouml;nnten diese im Jahr 2020 bis zu 33 Millionen Tonnen Abfall verbrennen. Die im Inland anfallende Menge werde aber maximal 27 Millionen Tonnen betragen. Bereits jetzt sei Deutschland zum gr&ouml;&szlig;ten M&uuml;llimporteur in der EU avanciert, so der NABU-Pr&auml;sident Olaf Tschimpke. Da mittlerweile fast zwei Drittel aller Anlagen entweder von Privatunternehmen oder in Public Private Partnership &ndash; Tr&auml;gerschaft (PPP) betrieben werden, ist abzusehen, da&szlig; diese Firmen, aber auch kommunale Betriebe, alles versuchen werden, so viel M&uuml;ll wie m&ouml;glich als &raquo;Futter&laquo; f&uuml;r ihre Anlagen zu bekommen. L&auml;ngst hat sich das lukrative Gesch&auml;ft mit dem Abfall zu einem der korruptesten Bereiche im Zusammenspiel von kommunalen Verwaltungen und privaten Investoren entwickelt. Die Organisation wies auch auf die &ouml;kologische Problematik hin. Zum einen sei die M&uuml;llverbrennung, besonders bei den EBS-Kraftwerken, alles andere als eine saubere Technologie. Au&szlig;erdem w&uuml;rden die meist mit LKW durchgef&uuml;hrten M&uuml;llimporte f&uuml;r erhebliche CO2-Emissionen sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/03-04\/021.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu <a href=\"?p=2379\">&bdquo;Vom blauen Himmel &uuml;ber der Ruhr zur vergifteten Luft &uuml;ber NRW&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Verfassungsgericht stoppt Wahlcomputer<\/strong><br>\nDie Stimmabgabe an den 1800 Ger&auml;ten, an denen bei der Bundestagswahl 2005 rund zwei Millionen B&uuml;rger gew&auml;hlt haben, widerspreche dem Grundsatz der &Ouml;ffentlichkeit der Wahl, hei&szlig;t es in einem Urteil vom Dienstag. Die elektronische Ausz&auml;hlung der Stimmen sei vom W&auml;hler nicht kontrollierbar. &bdquo;Jeder B&uuml;rger muss die zentralen Schritte der Wahl ohne besondere technische Vorkenntnisse zuverl&auml;ssig nachvollziehen und verstehen k&ouml;nnen&ldquo;, entschied das Gericht<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2743353?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Schade, dass an diesem Punkt f&uuml;r den B&uuml;rger die Nachvollziehbarkeit politischer Entscheidungen dann auch schon aufh&ouml;rt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Washington zieht Schrauben weiter an<\/strong><br>\nIm amerikanischen Kongress ist ein neuer Entwurf f&uuml;r ein Gesetz zur Bek&auml;mpfung von Steueroasen eingebracht worden. Dabei handelt es sich um die &uuml;berarbeitete Version des Vorsto&szlig;es, der vor zwei Jahren u. a. von Barack Obama lanciert worden war. Der Entwurf wurde offensichtlich aufgrund von Erkenntnissen rund um den UBS-Skandal erweitert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/usa_zieht_die_schrauben_enger_1.2133883.html\">nzz.ch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Schweiz scheint nicht lernen zu wollen, dass ihre Rechtsauffassung von Steuerhinterziehung sich wesentlich vom Rest der Welt unterscheidet. Die sch&ouml;nen patriotischen Leserkommentare lassen die Schweizer Banken wie Opfer aussehen:<\/em><\/p>\n<p>&ldquo;Haben wir vergessen wie die EU mit &Ouml;sterreich umgegangen ist und die USA mit mittel- und s&uuml;damerikanischen L&auml;ndern. Aber jetzt sind wir dran, und zwar wie noch nie seit dem Einfall der Franzosen.&rdquo; (&hellip;) Wenn die Exzesse des Sozialismus Furcht einfl&ouml;ssen, so erregen die Exzesse des amerikanischen Turbo-Kapitalismus Ekel und Verzweiflung. Und jetzt kommt zum Dessert noch die Erpressung nachgeliefert.&rdquo; (&hellip;)&nbsp; &ldquo;Die Haltung der Amerikaner ist eine Unversch&auml;mtheit. Sie haben mit ihrer kriminellen Kreditvergabepraxis nahezu den kompletten Erdball ins Verderben gest&uuml;rzt. Schweizer Banken sollten sich vielleicht besser vom maroden amerikanischen Markt zur&uuml;ckziehen.&rdquo; &hellip;&nbsp; &ldquo;Die USA und EU darf keinesfalls glauben, dass man uns mit diesen Methoden zum Freund macht.&rdquo;<\/p><\/li>\n<li><strong>Die Herren dieser Gesellschaft liegen zu Tisch <\/strong><br>\nDa verk&uuml;nden diese Eliten doch tats&auml;chlich, gener&ouml;s wie sie sind, dass auch jetzt, da alles erstmal den Bach hinuntergeht, Demokratie und Freiheit bewahrt bleiben soll, w&auml;hrend sich der B&uuml;rger seit Jahrzehnten fragt, wohin die Demokratie, wohin die Freiheit verschwunden sind. Die Dekadenz der Machthabenden aus Politik und Wirtschaft zeigt sich darin, dass sie den status quo ante, den Zustand vor der Krise also, wiederherstellen wollen. Merkels Rede am Aschermittwoch hat in dieser Weise vielleicht einen freudschen Versprecher zu bieten, als sie sinngem&auml;&szlig; meinte, dass die Banken noch nicht handlungsf&auml;hig seien, daher alles zu tun sei, um die Banken wieder so handlungsf&auml;hig zu machen, wie sie es vor der Krise waren &ndash; das darf als Drohung verstanden werden! Diese selbstherrlichen, von eigenen Gnaden ernannten Eliten, haben kein Interesse daran, den derzeitigen Niedergang derart zu nutzen, um daraus eine gerechtere, sichere Gesellschaft zu verwirklichen &ndash; sie wollen zur&uuml;ck, wollen wieder verfestigen, was nun ins Wanken geraten ist. Das ist nicht nur unvern&uuml;nftig, es ist schier dekadent, und darf man den historischen Parallelen glauben, so ist dies als Anzeichen des vollkommenen Niedergangs zu bewerten &ndash; wenn er nicht bald stattfindet, so ist es doch sicher ein Anfang vom Ende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/03\/die-herren-dieser-gesellschaft-liegen.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Einfluss der Finanzdienstleistungsbranche auf die Teil-Privatisierung der Alterssicherung <\/strong><br>\nMit der Teil-Privatisierung der Alterssicherung markiert die Rentenreform 2001 einen Systembruch in der deutschen Rentenpolitik. Zweifelsohne profitieren insbesondere Banken, Versicherungen und Investmentfonds von diesem rentenpolitischen Paradigmenwechsel. Deren Gewinnaussichten haben sich infolge der Leistungsk&uuml;rzungen bei der gesetzlichen Rente und der F&ouml;rderung der privaten &bdquo;Riester-Rente&ldquo; massiv verbessert, so dass sich unweigerlich die Frage nach dem Einfluss der Finanzdienstleistungsbranche im Politikfeld Alterssicherung stellt. Im Zentrum der vorliegenden Arbeit stehen der Zugang der zentralen Akteure der Finanzbranche zum rentenpolitischen Policy-Netzwerk sowie deren lobbyistischen Aktivit&auml;ten und Beziehungsstrukturen. Die empirischen Befunde zeigen den Einfluss privatwirtschaftlicher Verb&auml;nde und Gro&szlig;unternehmen auf und erkl&auml;ren, warum die Teil-Privatisierung der Alterssicherung in Deutschland &uuml;berhaupt politisch durch- und umgesetzt werden konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vs-verlag.de\/index.php;do=show\/sid=168811410049addc50d7d3c798311363\/site=w\/book_id=17196\">Lobbyismus und Rentenreform, Der Einfluss der Finanzdienstleistungsbranche auf die Teil-Privatisierung der Alterssicherung von Diana Wehlau<\/a><\/li>\n<li><strong>Wertloser Abschluss f&uuml;r Sondersch&uuml;ler<\/strong><br>\nDer Bund hat versprochen, die Schulabbrecherzahl zu halbieren. Die KMK wei&szlig;, wie: Sie will Sondersch&uuml;lern einen wertlosen Abschluss zuweisen, um die Statistik zu sch&ouml;nen.<br>\nAuf ihrer 325. Plenarsitzung ab dem morgigen Donnerstag wollen die Schulverantwortlichen den derzeit 408.000 deutschen Sondersch&uuml;lern helfen &ndash; allerdings nicht durch besseren Unterricht, ausgekl&uuml;gelte F&ouml;rderma&szlig;nahmen oder gar die Aufl&ouml;sung der F&ouml;rderschulen, wie die Vereinten Nationen es verlangen. Die Kultusminister werden kurzerhand an der Statistik t&uuml;fteln und den L-Abschluss f&uuml;r Lernbehinderte aufwerten.<br>\nSie werden, so steht in dem der taz vorliegenden Beschlusspapier, &ldquo;nicht mehr mit dem Etikett &lsquo;Abbrecher&rsquo; versehen.&rdquo; Das bringt den Sondersch&uuml;lern real gar nichts &ndash; bereinigt aber schlagartig die Schulabbrecherstatistik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/wertloser-abschluss-fuer-sonderschueler\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Regierung bringt Hilfsfonds f&uuml;r Unternehmen auf den Weg<\/li>\n<li>OECD: Steuern runter &ndash; und blo&szlig; keine Staatshilfen<\/li>\n<li>EU-Parlament schw&auml;cht Kartell-Klagerecht ab<\/li>\n<li>Ger&uuml;stet f&uuml;r den Bankrott<\/li>\n<li>Konjunkturpaket au&szlig;er Kontrolle<\/li>\n<li>Konzerne verw&ouml;hnen Aktion&auml;re<\/li>\n<li>&ldquo;H&ouml;chstpers&ouml;nlich haftbar&rdquo;<\/li>\n<li>Erwerbslosenquote in Deutschland nach 16 Jahren erstmals niedriger als in den USA<\/li>\n<li>&ldquo;Banken nutzten Kom&shy;munen schamlos aus&rdquo;<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3805\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3805","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3805","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3805"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3805\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3805"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3805"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3805"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}