{"id":38051,"date":"2017-04-28T08:40:05","date_gmt":"2017-04-28T06:40:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051"},"modified":"2017-04-28T08:40:05","modified_gmt":"2017-04-28T06:40:05","slug":"hinweise-des-tages-2864","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h01\">Autobahnprivatisierung: Der Schlingerkurs der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h02\">Die Dummheit klopft sich auf die Schulter: Export-Nationalisten im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h03\">Mindestlohn: Und wo bleiben die Langzeitarbeitslosen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h04\">Vermittler in der Arbeitsagentur: Egal, Hauptsache irgendein Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h05\">Leiharbeit f&uuml;r Lieken: Darum wechselt kein Mitarbeiter von Wei&szlig;enfels nach Wittenberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h06\">Arbeitsmarkt: Droht auch Ingenieuren ein Schweinezyklus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h07\">Meinungsmache mit Hilfe der Polizeilichen Kriminalstatistik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h08\">Bei Schubsen Knast<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h09\">Eine Mogelpackung &ndash; Die EU kann beim Thema Soziales nicht liefern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h10\">Mehr B&uuml;rgerbeteiligung statt &bdquo;postdemokratischer Gesellschaft&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h11\">Neuer Wohlstandsindex: Schweden will zur&uuml;ck zu mehr Gerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h12\">Trump will Steuertricks von US-Konzernen legalisieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h13\">Schmutziger Krieg: Warum Putins Strategie in Syrien gute Chancen auf Erfolg hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h14\">Paraguay: Im Sojarausch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h15\">Christian Baron: &bdquo;Auch viele akademische Linke verschleiern ihre Privilegien&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38051#h16\">Zu guter Letzt: Wenn die Anstalt im Bundestag zitiert wird<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Autobahnprivatisierung: Der Schlingerkurs der SPD<\/strong><br>\nEine Privatisierung der Autobahnen? Soll es nicht geben &ndash; so lassen es Union und SPD gebetsm&uuml;hlenartig verlauten. Tats&auml;chlich aber haben sie ein Gesetzespaket auf den Weg gebracht, das eine Privatisierung durch die Hintert&uuml;r erst m&ouml;glich macht, zulasten der Steuerzahler und Autofahrer &ndash; und zum Nutzen von Banken und Versicherungen. Nun warnt der Bundesrechnungshof eindringlich und fordert Nachbesserungen. Und langsam w&auml;chst der Widerstand in der SPD. Werden die Abgeordneten die eigene Parteispitze zu einem handfesten Koalitionsstreit bewegen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/videos\/video-autobahnprivatisierung-der-schlingerkurs-der-spd-100.html\">Monitor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Dummheit klopft sich auf die Schulter: Export-Nationalisten im Bundestag<\/strong><br>\nDummheit tut manchmal weh. Besonders wenn sie feixt und grinst. Ein Lehrbeispiel war die heutige Debatte im Bundestag. Ob Merkel, Gabriel, Oppermann, Kauder oder G&ouml;ring-Eckardt &ndash; sie verstehen nicht, dass der deutsche Export-Nationalismus Europa zerst&ouml;rt. Sie kennen nicht den Unterschied zwischen fairem und unfairem Wettbewerb. Vom fairen Wettbewerb lebt die Marktwirtschaft. Es geht um h&ouml;here Produktivit&auml;t, um effizientere Verfahren, um bessere Produkte, um h&ouml;here Umweltvertr&auml;glichkeit und um bahnbrechende Erfindungen. Dieser Wettbewerb ist das Lebenselixier unseres Wohlstandes. Der unfaire Wettbewerb setzt auf Lohn-, Steuer-, Sozial- und W&auml;hrungsdumping. Und mit einer solch verfehlten Wirtschaftspolitik zerst&ouml;rt die Regierung Merkel Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1398895176838612\/?type=3&amp;permPage=1\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mindestlohn: Und wo bleiben die Langzeitarbeitslosen?<\/strong><br>\nDie Fraktion die Linke ist mit ihrem Antrag auf Ver&auml;nderungen beim Mindestlohn gescheitert &ndash; die Begr&uuml;ndung ist vielsagend<br>\nAm 21.03.2017 stellte die Fraktion Die Linke den Antrag, einen armutsfesten Mindestlohn zu beschlie&szlig;en. Sie gab nicht nur an, dass der bisherige Mindestlohn zu gering angesetzt sei, sie monierte auch insbesondere die zahlreichen Ausnahmen. Im Antrag wurde ein Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde angeregt, weiterhin sollte auf Ausnahmen verzichtet werden. Mit diesem Antrag ist die Fraktion gescheitert. [&hellip;]<br>\nLetztendlich sei der Mindestlohn auch keine sozialpolitische Angelegenheit, sondern eine ordnungspolitische. Dieser Ansicht schlossen sich die SPD und die Gr&uuml;nen an. Die SPD verteidigte zudem noch die Ausnahmeregelungen, schlie&szlig;lich seien Praktikumsverh&auml;ltnisse keine Arbeitsverh&auml;ltnisse. Eine kurzsichtige Ansicht. Entweder ist den Politikern hier nicht bekannt, wie Praktika mittlerweile dazu genutzt werden, Festanstellungen zu vermeiden, oder sie ignorieren dies lieber. Die Langzeitarbeitslosen, die in den ersten sechs Monaten ihrer Besch&auml;ftigung vom Mindestlohn ausgeschlossen sind, waren offensichtlich nicht einmal einer Antwort wert. Dabei wurde erst k&uuml;rzlich festgestellt, dass diese von den Mindestlohnausnahmen nicht profitieren. Wie aber gerade die teilweise fragw&uuml;rdigen F&ouml;rderma&szlig;nahmen der Arbeitsagentur sowie Praktika eine fatale Situation f&uuml;r Arbeitssuchende ergeben k&ouml;nnen, zeigte sich im u.a. Jahr 2014.<br>\nEine Frau hatte sich beim Lebensmittelh&auml;ndler REWE beworben und war mit einem Berufspraktikum einverstanden. Doch ein entsprechender Vertrag wurde nicht zwischen ihr und REWE geschlossen, sondern die Arbeitsagentur deklarierte dies als Arbeitsf&ouml;rderungsma&szlig;nahme, die noch dazu unter Zuhilfenahme eines externen Tr&auml;gers zustande kam. Das zun&auml;chst auf einen Monat anberaumte Praktikum wurde etliche Male verl&auml;ngert, bis die Frau schlie&szlig;lich 8 Monate lang unentgeltlich f&uuml;r REWE gearbeitet hatte, unter anderem hatte sie auch Reinungsdienste, das Einr&auml;umen von Regalen sowie Kassierarbeiten &uuml;bernommen. Eine entsprechende Verg&uuml;tung stand ihr jedoch nicht zu, urteilte das Landesarbeitsgericht Hamm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Mindestlohn-Und-wo-bleiben-die-Langzeitarbeitslosen-3698201.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vermittler in der Arbeitsagentur: Egal, Hauptsache irgendein Job<\/strong><br>\nWie es ist, als Erwerbslose zur Arbeitsagentur zu gehen &ndash; das wusste die Reporterin Anke Gehrmann. Aber wie sieht der Alltag dort aus der Sicht einer Sachbearbeiterin aus? Das schildert sie hier. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Arbeitslose in Arbeit zu bringen. Das ist unser Job, daf&uuml;r werde ich bezahlt und den mache ich gern&rdquo;, sagt mir eine Teilnehmerin der Schulung. Bei Jessica, der stellvertretenden Teamleiterin der Arbeitsvermittler, darf ich bei Vermittlungsgespr&auml;chen dabei sein und sogar selbst f&uuml;hren. Jessica ist stolz auf ihre Funktion. Sie macht ihre Arbeit vorschriftsm&auml;&szlig;ig. Sie setzt den gesetzlichen Auftrag um.<br>\nUnd genau da ist es wieder &ndash; das miese Gef&uuml;hl von damals, aber nun wei&szlig; ich, woher es kommt. Denn Arbeitslose m&ouml;glichst schnell in Arbeit zu bringen, bedeutet in der Konsequenz: Der n&auml;chstm&ouml;gliche Job soll her &ndash; nicht der bestm&ouml;gliche. Eine Weiterbildung? Nicht wenn sie nicht notwendig f&uuml;r die Vermittlung ist. Mein mieses Gef&uuml;hl gr&uuml;ndete auf einer falschen Erwartung: Anspruch auf Arbeitslosengeld bedeutet nicht Anspruch auf Wahlfreiheit oder Mitbestimmung.<br>\nDie Arbeitsagentur ist keine Traumfabrik. Sie ist eine auf Effizienz getrimmte Maschine, gef&uuml;ttert mit Arbeitslosen als unendlicher Rohstoff. Sie unterwirft ihre Mitarbeiter engen Vorgaben. Die Angestellten haben einen sehr begrenzten Spielraum, auf die W&uuml;nsche ihrer Kunden einzugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/job\/arbeitsagentur-7-tage-als-sachbearbeiterin-a-1144744.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Leiharbeit f&uuml;r Lieken: Darum wechselt kein Mitarbeiter von Wei&szlig;enfels nach Wittenberg<\/strong><br>\nEtwa zeitglich mit der Er&ouml;ffnung der neuen Back-Fabrik in Wittenberg wird die Agrofert-Tochter Lieken in Wei&szlig;enfels eine &auml;ltere Backfabrik mit 200 Mitarbeitern schlie&szlig;en. Lieken-Vorstand Markus Biermann betonte zwar in der Vergangenheit, dass man &ldquo;ein gro&szlig;es Interesse habe, eingespielte Teams mitzunehmen&rdquo;. Doch auf MZ-Anfrage teilte der Wei&szlig;enfelser Lieken-Betriebsrat nun mit: &ldquo;Nach unserer Kenntnis wechselt kein einziger Produktionsmitarbeiter nach Wittenberg.&rdquo; Laut Betriebsrat sind die Konditionen unattraktiv, die Stimmung in Wei&szlig;enfels sei &ldquo;auf dem Nullpunkt&rdquo;. [&hellip;]<br>\nWenig sp&auml;ter ergaben MZ-Recherchen, dass es der Mutterkonzern Agrofert ist, der die Fabrik baut und betreibt. Lediglich die Produkte werden an Lieken geliefert. Hintergrund ist laut Gewerkschaft NGG: Lieken zahlt den Tarifvertrag f&uuml;r die Ost-Brotindustrie. Agrofert ist daran nicht gebunden. Die L&ouml;hne in Wittenberg sollen bis zu einem F&uuml;nftel niedriger liegen als in Wei&szlig;enfels. Mitarbeiter, die wechseln wollen, sollten in Wei&szlig;enfels k&uuml;ndigen. In Wittenberg h&auml;tten sie dann eine mehrmonatige Probezeit gehabt. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r den Bau des neuen Backwerkes, in dem Tiefk&uuml;hlbackwaren wie Br&ouml;tchen und Brote hergestellt werden, stellt das Land elf Millionen Euro zur Verf&uuml;gung. Das Wirtschaftsministerium begr&uuml;ndete die F&ouml;rdermittel-Entscheidung, die noch in der &Auml;ra von Minister Hartmut M&ouml;llring (CDU) gefallen ist, aus zwei Gr&uuml;nden: Zum einen habe es die Gefahr gegeben, dass gro&szlig;e Teile der Lieken-Produktion aus Sachsen-Anhalt in westliche Bundesl&auml;nder verlagert werden. Zum anderen bestehe die Chance, dass der Standort Wittenberg ausgebaut wird. F&uuml;r den Bau des neuen Backwerkes, in dem Tiefk&uuml;hlbackwaren wie Br&ouml;tchen und Brote hergestellt werden, stellt das Land elf Millionen Euro zur Verf&uuml;gung. [&hellip;]<br>\nNach Einsch&auml;tzung des Lieken-Betriebsrats allerdings sieht Agrofert die neuen Besch&auml;ftigten nur als &ldquo;billige Arbeiter ohne viel Rechte&rdquo;. Mindestens zwei Mitarbeiter aus Wei&szlig;enfels haben sich aber in Wittenberg beworben. Sie erhielten Absagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/wirtschaft\/leiharbeit-fuer-lieken-darum-wechselt-kein-mitarbeiter-von-weissenfels-nach-wittenberg-26772462\">MZ Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Gleich ein ganzes Arsenal aus dem neoliberalen Giftschrank. F&ouml;rdergelder f&uuml;r ein Privatunternehmen in Millionenh&ouml;he f&uuml;r den Bau eines neuen Standorts mit neuen Arbeitspl&auml;tzen. Dumm nur, dass an anderer Stelle daf&uuml;r ein Standort geschlossen wird und diese Mitarbeiter dort entlassen werden. Doch damit nicht genug! Am neuen Standort wird eine Leiharbeitsfirma mit der Personalakquise beauftragt, die die neuen Mitarbeiter erst einmal auf 3 Monate befristet &ndash; und zu deutlich schlechteren L&ouml;hnen &ndash; als Leiharbeiter einstellt. <\/em><br>\n<em>Das ist so dreist, dass man daf&uuml;r kaum Worte findet. Und die Politik steht tatenlos daneben. Mehr sogar noch. Sie subventioniert es noch mit dem Geld, das sie stets und st&auml;ndig in ihren &ouml;ffentlichen Erkl&auml;rungen zu bewahren vorgibt: dem Geld der Steuerzahler, unser aller Geld.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt: Droht auch Ingenieuren ein Schweinezyklus?<\/strong><br>\nErst war von einer &bdquo;Ingenieursl&uuml;cke&ldquo; die Rede, dann begannen immer mehr junge Menschen ein Ingenieursstudium. Droht jetzt der Schweinezyklus und haben wir bald zu viele Absolventen dieser Fachrichtung?<br>\nEs ist noch gar nicht so lange her, da machte das Wort von der &bdquo;Ingenieurl&uuml;cke&ldquo; die Runde. Jahrelang berechneten Arbeitgeber und Berufsverb&auml;nde die volkswirtschaftlichen Einbu&szlig;en, die durch den drohenden Engpass an Technikspezialisten in Deutschland entst&uuml;nden, und warben unter Schulabg&auml;ngern f&uuml;r ein Ingenieursstudium. Dieses war n&auml;mlich ausgerechnet im Maschinenhaus Deutschland aus der Mode gekommen, w&auml;hrend Marketing oder Jura dem Zeitgeist entsprachen. Die Werbekampagne zeigte Erfolg, die Zahl der Studienanf&auml;nger stieg deutlich.<br>\nAus Sicht von &Ouml;konomen waren damit eigentlich alle Zutaten f&uuml;r einen &bdquo;Schweinezyklus&ldquo; am Arbeitsmarkt gegeben: Eine hohe Nachfrage und gute Verdienstaussichten locken viele junge Menschen innerhalb kurzer Zeit in dieselben Studieng&auml;nge, was wiederum zeitversetzt zu einem &Uuml;berangebot am Arbeitsmarkt f&uuml;hren kann und das Berufsbild dann wieder entsprechend unattraktiv erscheinen l&auml;sst. Die &bdquo;Lehrerschwemme&ldquo; des 20. Jahrhunderts l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/arbeitswelt\/ingenieure\/arbeitsmarkt-droht-auch-ingenieuren-ein-schweinezyklus-14980453.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Zudem kommen auf 100 gemeldete Stellen rechnerisch weniger als 200 arbeitslose Ingenieure, eigentlich gilt ein Verh&auml;ltnis von 1:3 als optimal.&rdquo; &ndash; Auf der Zunge zergehen lassen: es gibt doppelt so viele arbeitslose Ingenieure wie gemeldete Stellen, das hei&szlig;t &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo;. Noch komfortabler &ndash; &ldquo;optimal&rdquo; f&uuml;r die Firmen, f&uuml;r die Arbeitskr&auml;fte eher nicht so &ndash; w&auml;ren aber drei arbeitslose Ingenieure pro gemeldete Stelle. Die Propagierung des seit vielen Jahren immer nur prognostizierten, nie real festgestellten Fachkr&auml;ftemangels hat genau zu den gew&uuml;nschten Ergebnissen gef&uuml;hrt: &Uuml;berangebot an Arbeitskr&auml;ften, bestenfalls stagnierende L&ouml;hne und als Sahneh&auml;ubchen von der Regierungspolitik Greencard-Programme f&uuml;r Arbeitnehmer von au&szlig;erhalb der EU mit immer niedrigeren Lohngrenzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Meinungsmache mit Hilfe der Polizeilichen Kriminalstatistik<\/strong><br>\nDer Bundesinnenminister und der derzeitige Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Sachsens Innenminister Ulbig, haben am Montag die Polizeiliche Kriminalstatistik f&uuml;r das Jahr 2016 in der Bundespressekonferenz vorgestellt. Die M&uuml;he h&auml;tten sie sich eigentlich sparen k&ouml;nnen, denn das Thema war bereits durch in der Presse. Wieder einmal dank der besonderen Kontakte des Welt-Journalisten Martin Lutz, der bereits am Wochenende zuvor das aus seiner Sicht Wesentliche zusammengefasst hatte in der &Uuml;berschrift &bdquo;Zahl der tatverd&auml;chtigen Zuwanderer steigt um 52,7 Prozent&ldquo;. Das wusste er deshalb, weil die PKS &bdquo;der Welt am Sonntag schon vorliegt&ldquo; [1]. Die &Uuml;berschrift lockte jeden Leser auf eine falsche F&auml;hrte. Der glaubt n&auml;mlich, dass &bdquo;Zuwanderer&ldquo; die Menschen sind, die als &bdquo;Migranten&ldquo;, &bdquo;Fl&uuml;chtlinge&ldquo;, &bdquo;Asylbewerber&ldquo; oder &bdquo;Einwanderer&ldquo; &ndash; um nur die wichtigsten gebr&auml;uchlichen Bezeichnungen zu zitieren &ndash; vor allem seit 2015 ins Land gekommen sind. Und so wurde ein durchgestochenes Dokument, das exklusiv nur der&lsquo; Welt am Sonntag&lsquo; vorlag, und ein au&szlig;erordentlich ungl&uuml;cklich gew&auml;hlter (sic!) Begriff zur Grundlage f&uuml;r die gr&ouml;&szlig;te Fake News Blase der letzten Wochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/meinungsmache-mit-hilfe-der-polizeilichen-kriminalstatistik-4826\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bei Schubsen Knast<\/strong><br>\nPolizisten sollen per Gesetz besser gesch&uuml;tzt werden. Doch nicht nur die Zahlen, auf denen der Vorsto&szlig; beruht, sind mit Vorsicht zu genie&szlig;en.<br>\nMal angenommen, 100 Menschen demonstrieren friedlich gegen Atomkraft. Sie sitzen mit Transparenten vor einem AKW, die Polizei soll r&auml;umen. Eine Demonstrantin wird unsanft angefasst, im Eifer des Gefechts schubst sie einen Polizisten. Der erleidet weder Schmerzen noch wird er verletzt, beides wollte die Demonstrantin auch nicht. Trotzdem soll sie f&uuml;r drei Monate in Gef&auml;ngnis &ndash; mindestens.<br>\nSo sieht es die Versch&auml;rfung eines Gesetzes vor, das am Donnerstag im Bundestag beschlossen werden soll. Nicht nur unsere Demonstrantin, auch SchwarzfahrerInnen, Fu&szlig;ballfans oder Ruhest&ouml;rerInnen drohen Gef&auml;ngnisstrafen, wenn sie sich etwa dazu hinrei&szlig;en lassen, einen Beamten oder eine BeamtIn auch nur anzurempeln. KritikerInnen werten den Gesetzentwurf deshalb als Angriff auf das Versammlungs- und Demonstrationsrecht. B&uuml;rgerrechts-NGOs wie der Republikanische Anw&auml;ltinnen- und Anw&auml;lteverein und die Humanistische Union kritisieren ihn als ungeeignet und verfassungswidrig. Auch die Berufsverb&auml;nde Deutscher Richterbund, Neue Richtervereinigung und der Deutsche Anwaltsverein sehen das Vorhaben kritisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Gesetzentwurf-zum-Schutz-von-Polizisten\/!5401997\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Eine Mogelpackung &ndash; Die EU kann beim Thema Soziales nicht liefern<\/strong><br>\nSo ganz scheint die EU-Kommission die Botschaft des in Teilen sehr zornigen europ&auml;ischen Wahlvolkes doch noch nicht verstanden zu haben. Das Paket f&uuml;r ein sozialeres Europa jedenfalls, das die Br&uuml;sseler F&uuml;hrung da gestern pr&auml;sentiert hat, ist mehr Mogelpackung als eine echte Verhei&szlig;ung. Dem Publikum wird da etwas vorgegaukelt, was die EU-Kommission gar nicht einl&ouml;sen kann. All die wunderbaren Segnungen, die in dieser junkerschen Sozialcharta aufgef&uuml;hrt werden, sind nur Vorschl&auml;ge. Ob daraus Wirklichkeit wird, das m&uuml;ssen die Mitgliedstaaten entscheiden. Und das k&ouml;nnte eine z&auml;he Angelegenheit werden. Dass die EU eine soziale Schlagseite entwickelte, hat nat&uuml;rlich eine Vorgeschichte. Bereits Mitte der 1990er Jahre, kurz vor Ende seiner Amtszeit, hatte der damalige EU-Kommissionschef Jacques Delors angemahnt, der gemeinsame Binnenmarkt m&uuml;sse auch die soziale Dimension ber&uuml;cksichtigen. Das war zu einer Zeit, als der Neoliberalismus l&auml;ngst Urst&auml;nde feierte. Der Bankenbereich wurde dereguliert &ndash; mit all den verh&auml;ngnisvollen Folgen, die das sp&auml;ter haben sollte. Doch Delors war der letzte Vision&auml;r an der Spitze der EU. Der Letzte auch, der eine Vorstellung davon hatte, dass die Union ihr Markenzeichen, ein sozialeres Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell zu leben als die Weltmacht USA, neu w&uuml;rde unterf&uuml;ttern m&uuml;ssen. Auf den machtbewussten Franzosen folgte dann aber der &uuml;beraus schwache fr&uuml;here luxemburgische Ministerpr&auml;sident Jaques Santer. Fortan tat die EU, auch unter Santers Nachfolgern Romani Prodi und Jos&eacute; Manuel Barroso, viel f&uuml;r den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Personen. Doch die soziale Dimension Europas geriet irgendwie in Vergessenheit. Virulent wurde das Thema erst wieder nach dem gro&szlig;en B&ouml;rsencrash von 2008. Doch auch heute, fast ein Jahrzehnt sp&auml;ter, hat die europ&auml;ische Politik nicht wirklich umgesteuert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/eine-mogelpackung-1.6053539\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<p><strong>dazu: Das M&auml;rchen vom sozialen Europa<\/strong><br>\nEine &bdquo;soziale S&auml;ule&ldquo; in Europa ist l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig. Doch die Vorschl&auml;ge der EU-Kommission sind allenfalls ein Feigenblatt. [&hellip;]<br>\nJuncker betreibt Symbolpolitik, mit der er un&uuml;bersehbar auf die Wahlen in Frankreich und Deutschland zielt. Vor allem der Vorschlag zur Elternzeit kommt Berlin gerade recht &ndash; Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles d&uuml;rfte sich &uuml;ber die kostenlose Sch&uuml;tzenhilfe aus Br&uuml;ssel freuen. Dabei geht dieser Vorschlag kaum &uuml;ber schon geltende Regeln in Deutschland hinaus. Noch d&uuml;nner sind die anderen Vorschl&auml;ge der Juncker-Kommission. Sie bilden keinen &bdquo;europ&auml;ischen Pfeiler sozialer Rechte&ldquo;, sondern allenfalls ein Feigenblatt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Europaeische-Sozialcharta\/!5402013\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mehr B&uuml;rgerbeteiligung statt &bdquo;postdemokratischer Gesellschaft&ldquo;<\/strong><br>\nUnsere repr&auml;sentative Demokratie ist gescheitert, wenn die Repr&auml;sentanten das &bdquo;demos&ldquo; (Volk) nicht mehr repr&auml;sentieren, sondern es zur Unterwerfung unter die Interessen einer dritten Kraft aus dem Wirtschafts- und Finanzsektor zwingen. Nat&uuml;rlich verk&uuml;ndet kein Politiker offen, er werde jetzt die Demokratie abschaffen. Die Menschen d&uuml;rfen noch immer w&auml;hlen, was sie wollen, solange sie nur das denken k&ouml;nnen, was sie sollen. Die Hauptaufgabe &bdquo;demokratisch gew&auml;hlter&ldquo; Politikern besteht in einem solchen System paradoxerweise im Demokratieabbau, also in der Begrenzung demokratischer B&uuml;rgermacht auf das f&uuml;r die Finanzoligarchie Unsch&auml;dliche. Dem muss durch einen konsequenten Ausbau der Direkten Demokratie sowie durch neue kreative L&ouml;sungsans&auml;tze begegnet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hds3.f4studio.de\/die-demokratie-der-zukunft\/\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neuer Wohlstandsindex: Schweden will zur&uuml;ck zu mehr Gerechtigkeit<\/strong><br>\nDer Brexit und die US-Pr&auml;sidentenwahl waren ein Weckruf, sagt Schwedens Finanzministerin. Die Regierung in Stockholm will Populisten im Land nicht die Deutungshoheit &uuml;berlassen &ndash; und f&uuml;hrt einen Wohlstandsindex ein. [&hellip;]<br>\nAuf Schwedisch sind die Begriffe Wohlstand und Wohlfahrt so gut wie synonym. Das ist im Mutterland der Sozialdemokratie nat&uuml;rlich kein Zufall. Und dennoch hat Schweden in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung weg von der Wohlfahrt f&uuml;r alle hin zum Wohlstand f&uuml;r wenige vollzogen. Das jedenfalls legt ein Bericht der Industriel&auml;nderorganisation OECD nahe, demzufolge in keinem anderen westlichen Industriestaat die Einkommensunterschiede so schnell gestiegen sind wie in Schweden. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/schweden-fuehrt-neuen-wohlstandsindex-ein-a-1144991.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Schweden gilt in Deutschland noch immer als wohlfahrtsstaatlich orientiert, egalit&auml;r und quasi-sozialistisch &ndash; nichts davon ist wahr. &ldquo;&Uuml;ber Jahre hinweg h&auml;tten sowohl sozialdemokratische als auch b&uuml;rgerliche Regierungen systematisch alle Formen von Kapital sowie h&ouml;here Einkommen steuerlich entlastet und manche Steuern sogar g&auml;nzlich abgeschafft, darunter die Kapital- und die Erbschaftsteuer. Das alles sei auf Kosten mittlerer und niedriger Einkommen gegangen.&rdquo; &ndash; Das kennen wir auch alles aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, den USA und Gro&szlig;britannien sowieso &ndash; &uuml;berall dasselbe Bild. Die &ldquo;Populisten&rdquo;, die Schwedendemokraten, waren in Umfragen schon mal mit 25 Prozent die st&auml;rkste Partei. Es ist zu hoffen, dass sich die etablierte Politik wenigstens unter diesem Druck wieder in Richtung Wiederaufbau des Sozialstaats und Verringerung der Ungleichheit bewegt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Trump will Steuertricks von US-Konzernen legalisieren <\/strong><br>\nDie Steuer-Initiative von Donald Trump w&uuml;rde auch die deutsche Wirtschaftspolitik ver&auml;ndern. Zumindest, wenn sie jemals Realit&auml;t wird. US-Konzerne verdienen hierzulande viel Geld und verstecken die Gewinne in Steueroasen. Trump m&ouml;chte diese Tricks praktisch legalisieren: Ausl&auml;ndische Gewinne sollen nur mit einer Mini-Steuer in die USA geholt werden k&ouml;nnen, steht in seinem Papier, das nur eine Seite und wenige Stichworte umfasst. Der Pr&auml;sident kann diese Ideen nicht allein umsetzen, sondern muss mit dem Kongress zusammenarbeiten. [&hellip;]<br>\nDeutschland h&auml;lt derzeit die G20-Pr&auml;sidentschaft, im Juli findet der entsprechende Gipfel in Hamburg statt. Je nachdem, wie weit Trumps Steuerpl&auml;ne sind, werden sie dort mutma&szlig;lich die Debatte pr&auml;gen. Wichtig ist dabei auch, wie hoch die Steuerrate ist, die Konzerne tats&auml;chlich zahlen. Bisher werden in den USA auf Bundesebene 35 Prozent f&auml;llig. Geht es nach Trump, sollen es nur 15 Prozent sein. Tats&auml;chlich zahlen Konzerne oft viel weniger als die offizielle Rate, weil sie diverse Dinge von der Steuer absetzen k&ouml;nnen. Je mehr Ausnahmen es f&uuml;r Unternehmen gibt, desto geringer ist der Wert, der effektiv gezahlt werden muss. In Deutschland betr&auml;gt die offizielle Rate rund 30 Prozent, tats&auml;chlich zahlen viele Dax-Konzerne einen Wert zwischen 20 und 30 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/donald-trump-und-die-steuerplaene-trump-will-steuertricks-von-us-konzernen-legalisieren-1.3480960\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schmutziger Krieg: Warum Putins Strategie in Syrien gute Chancen auf Erfolg hat<\/strong><br>\nZu Beginn des Arabischen Fr&uuml;hlings verstiegen sich europ&auml;ische Analysten kollektiv zu der Ansicht, der Revolution habe im Kern die Sehnsucht nach westlicher Demokratie zugrunde gelegen.<br>\nMittlerweile wei&szlig; man, dass dieses Fazit nicht nur erratisch war, sondern eine krasse Fehleinsch&auml;tzung darstellt. Warum aber haben die Lehren daraus die europ&auml;ischen Staaten nicht davor bewahrt, derselben Illusion sp&auml;ter erneut anheim zu fallen?<br>\nEin Blick auf die geopolitische Landkarte bietet aus Sicht der EU gegenw&auml;rtig kaum Anlass zu Optimismus. Nicht nur hat sich der bewaffnete Konflikt in der Ukraine im Februar zum dritten Mal gej&auml;hrt, sondern kann auch im Falle Syriens, wo unl&auml;ngst erneut der Einsatz von Giftgas erfolgte, keine Rede von einem Ende des Krieges sein.<br>\nObwohl beide Krisenherde auf den ersten Blick nur wenig miteinander zu verbinden scheint, weisen sie in Hinblick auf die Strategien, die Russland und die EU hier jeweils verfolgen, doch eine Reihe elementarer Gemeinsamkeiten auf. Ihre Analyse zeigt, dass westliche Regierungen nicht aus den eigenen Fehlern gelernt haben und dass Moskau die besseren L&ouml;sungen anzubieten hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/experten\/osthold\/welche-lehren-die-eu-daraus-ziehen-muss-schmutziger-krieg-warum-moskaus-strategie-in-syrien-gute-chancen-auf-erfolg-hat_id_6998900.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.G.:<\/strong> Lesenswerter Artikel, den man auf focus so nicht erwarten w&uuml;rde.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Diese kardinale Fehler begeht EU in Ukraine und Syrien<\/strong><br>\nDie EU will die arabische und die postsowjetische Welt supranational demokratisieren, hat dabei aber eine ganze Reihe von folgenschweren Fehlern begangen, wie der Historiker und Russland-Experte Christian Osthold gegen&uuml;ber Sputniknews &auml;u&szlig;erte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20170426315530944-moskau-eu-syrien-ukraine\/\">Sputnik News<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Willy Wimmer besucht Krim: &ldquo;EU-Politik ist geschichtsvergessen und dumm&rdquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige Staatssekret&auml;r im Bundesverteidigungsministerium, Willy Wimmer, besucht gegenw&auml;rtig die Halbinsel Krim. Im Exklusiv-Interview berichtet er von seinen Eindr&uuml;cken. Die j&uuml;ngste Aussage der EU-Au&szlig;enbeauftragten Federica Mogherini, Europa wolle eine russische Krim nicht anerkennen, bewertet er als &ldquo;dumme Politik&rdquo;. [&hellip;]<br>\nLassen Sie uns auf die politische Situation schauen. Die EU-Au&szlig;enbeauftragte Mogherini hat j&uuml;ngst in Moskau noch einmal klargemacht, dass die Europ&auml;ische Union eine russische Krim &bdquo;nicht anerkennen will&ldquo;. Wie bewerten Sie diese Aussage?<br>\nDas ist jenseits jeder historischen Erkenntnis. Man muss das doch ganz n&uuml;chtern sehen: Wenn es in Kiew keinen Putsch gegeben h&auml;tte, dann w&auml;re es auch nicht zu dieser Entwicklung gekommen. Die Ursache liegt also beim Putsch in Kiew &ndash; und das war in keinem Fall die Russische F&ouml;deration. Vor diesem Hintergrund ist das, was Frau Mogherini sagt, geschichtsfremd. Es ist politisch dumm. Anders kann man es nicht nennen. Weil die Kr&auml;fte, die den Putsch losgetreten haben, die gleichen Kr&auml;fte sind, mit denen Frau Mogherini und Br&uuml;ssel in besonderer Weise verbunden sind.<br>\nDie Menschen auf der Krim haben von ihrem Selbstbestimmungsrecht Gebrauch gemacht. Sie haben den Weg gew&auml;hlt, der ihnen bei bisherigen Referenden, die nach 1992 auf der Krim durchgef&uuml;hrt wurden, nicht einger&auml;umt wurde. Also vor diesem Hintergrund sollte die EU, aber auch die Bundeskanzlerin, wenn sie in wenigen Tagen nach Russland reist, zu ihrer eigenen Verantwortung f&uuml;r die Entwicklungen in der Region Krim stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20170426315514186-wimmer-krim-eu-politik-geschichtsvergessen-dumm\/\">Sputnik News<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Paraguay: Im Sojarausch<\/strong><br>\nRiesige landwirtschaftliche Monokulturen gelten in Paraguay als wirtschaftliches Erfolgsmodell. Doch W&auml;lder, Tiere und Kleinbauern bleiben auf der Strecke.<br>\nDreimal haben sie ihn vertrieben, zusammengeschlagen und sogar ins Gef&auml;ngnis gesteckt, dreimal kam Jos&eacute;-Luis Centurion wieder. Jetzt haust der 29-J&auml;hrige in einem Zelt und bestellt zehn Hektar Land in der Kleinbauerngemeinde San Juan im Osten Paraguays. Bohnen, Yucca, Mais und Bananen sind sein ganzer Stolz und die Lebensgrundlage f&uuml;r seine Familie. Doch es sieht nicht gut aus f&uuml;r ihn &ndash; und schuld daran sind die Sojabohnen.<br>\nZwischen der Kleinstadt Puente Kyj&aacute; und San Juan erstrecken sich die Soja-Monokulturen bis zum Horizont. 40 Grad im Schatten, fast kein Baum, kein Vogel, kein Zirpen der Zikaden, nur eine einf&ouml;rmig gr&uuml;ne W&uuml;ste. Ein unangenehm stechender Geruch reizt die Schleimh&auml;ute. Ein Traktor mit kran&auml;hnlichem Aufsatz verspr&uuml;ht Glyphosat von Monsanto, der US-Firma, deren geplante &Uuml;bernahme durch den Chemieriesen Bayer auf dessen Hauptversammlung am Freitag f&uuml;r Aufregung sorgen d&uuml;rfte.<br>\nDie Pflanzungen beginnen direkt neben der Lehmpiste, kein Zentimeter darf verschenkt werden &ndash; obwohl laut Gesetzgebung eigentlich Baumbarrieren die Stra&szlig;en und Siedlungen sch&uuml;tzen sollten. Das Gesetz wurde erlassen, als 2003 der elfj&auml;hrige Silvino Talavera starb, einen Tag nachdem er radelnd auf dem Heimweg mit Glyphosat bespr&uuml;ht wurde. Die verantwortlichen Sojabauern wurden zu zwei Jahren Haft verurteilt &ndash; auf Bew&auml;hrung. Ein Kinderleben z&auml;hlt nicht viel im Sojarausch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/paraguay-im-sojarausch\/19729138.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Baysanto&ldquo; &ndash; eine staatlich gef&ouml;rderte Gefahr f&uuml;r die Weltern&auml;hrung<\/strong><br>\n&bdquo;Es gibt f&uuml;r Menschen nichts Grundlegenderes als den sicheren Zugang zu Nahrung. Dieser Zugang wird durch eine Fusion von Bayer und Monsanto massiv bedroht. Dennoch unterst&uuml;tzt die Bundesregierung, die sich gerne als Vorreiterin im Kampf gegen Hunger inszeniert, diesen lebensgef&auml;hrlichen Deal&ldquo;, sagt Niema Movassat, Obmann f&uuml;r DIE LINKE im Ausschuss f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, anl&auml;sslich der Aktion&auml;rsversammlung von Bayer am morgigen Freitag in Bonn, bei der die geplante &Uuml;bernahme von Monsanto durch Bayer im Fokus steht. Movassat weiter:<br>\n&bdquo;Schon jetzt bietet die Bundesregierung Bayer im Rahmen der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit die M&ouml;glichkeit, sich neue Absatzm&auml;rkte im Globalen S&uuml;den zu erschlie&szlig;en. In Indien pr&auml;sentiert sie Bayer beispielsweise als Partner f&uuml;r die F&ouml;rderung einer nachhaltigen Landwirtschaft, obwohl der Konzern gleichzeitig in dieses Land hochgiftige Pestizide ohne entsprechende Warnhinweise exportiert&ndash; mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen f&uuml;r die Bauern.<br>\nMit der &Uuml;bernahme des Gentechriesen Monsanto, der weltweit f&uuml;r seine skrupellosen Gesch&auml;ftspraktiken bekannt ist, hat der globale Beutezug von Bayer nun eine neue Dimension erreicht. Noch vor wenigen Monaten hat Landwirtschaftsminister Schmidt den geplanten Deal begr&uuml;&szlig;t. Nachdem die Kritik weltweit zugenommen hat, schweigt sich die Bundesregierung nun aus &ndash; mit dem Hinweis auf laufende Kartellverfahren, die in Wahrheit jedoch noch gar nicht begonnen haben. Wieder einmal zeigt sich: Ob Agrar- Auto- oder Waffenindustrie, die Bundesregierung steht auf der Seite der Konzerne, die eine Bedrohung f&uuml;r Mensch, Umwelt darstellen &ndash; ja sogar f&uuml;r die Zukunft unseres Planeten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/baysanto-eine-staatlich-gefoerderte-gefahr-fuer-die-welternaehrung\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Christian Baron: &bdquo;Auch viele akademische Linke verschleiern ihre Privilegien&ldquo;<\/strong><br>\nEin Interview mit Christian Baron &uuml;ber die Verachtung der Linken gegen&uuml;ber der Arbeiterklasse. Baron ist linker Kulturjournalist und Autor des Buches &bdquo;Proleten, P&ouml;bel, Parasiten. Wie die Linken die Arbeiter verachten&ldquo;.<br>\nDie Grundthese Ihres Buches ist, dass es in der Linken arbeiterfeindliches Denken und eine Kultur der Arbeiterfeindlichkeit gibt. Sie verkn&uuml;pfen das mit Ihrer pers&ouml;nlichen Biografie und pers&ouml;nlichen Erlebnissen: Sie berichten offen von selbst erfahrener Gewalt, vom Verfall ihrer einst von Industrie gepr&auml;gten Herkunftsstadt Kaiserslautern, von ihren Minderwertigkeitsempfindungen an der Universit&auml;t, vom teilweise und zeitweise schwierigen Verh&auml;ltnis zu ihrer Familie, von kaum verhohlener Verachtung vieler Linker gegen&uuml;ber Ihrer Herkunft aus der Arbeiterklasse. Wie kamen Sie auf diese Idee?<br>\nChristian Baron: Ich habe mir Gedanken dar&uuml;ber gemacht, ob ich meine Beobachtungen wissenschaftlich aufarbeiten kann oder nicht. Relativ schnell habe ich gemerkt, dass das ohne einen universit&auml;ren Hintergrund mit den entsprechenden finanziellen M&ouml;glichkeiten und Ausstattungen nicht machbar ist. Zugleich habe ich meine &Uuml;berlegungen zur Verachtung der Linken gegen&uuml;ber den Arbeitern  in zahlreichen Gespr&auml;chen mit anderen Linken weiterentwickelt. Dabei sind mir auch immer wieder Beispiele aus meiner eigenen Biografie eingefallen. Ich habe bemerkt, dass diese Verbindung aus Erz&auml;hlung und Analyse anhand konkreter Lebensbeispiele funktionieren kann. Weil ich ja selbst auch studiert habe, war mein erster Impuls, dass man das doch wissenschaftlich aufarbeiten k&ouml;nnen m&uuml;sste. Aber der andere Weghat sich schnell als sehr fruchtbar erwiesen. Beispiele sind gesprudelt, Zusammenh&auml;nge haben sich mir beim Schreiben auf diese eher journalistische Weise erschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/2016\">annotazioni<\/a>\n<p><strong>dazu: Phoenix aus der Asche oder die R&uuml;ckkehr der Klassenfrage<\/strong><br>\nDer Frage, warum Teile der ArbeiterInnenklasse sich nicht mehr durch klassisch linke Parteien vertreten f&uuml;hlen, hat in der BRD Hochkonjunktur. Eine zugespitzte Antwort darauf liefert Christian Barons Buch &bdquo;Proleten P&ouml;bel Parasiten &ndash; Warum die Linken Arbeiter verachten&ldquo;, das in einfacher, salopper Sprache die facettenreiche gesellschaftliche Linke beleuchtet. Baron schafft es den Unterschied aufzuzeigen zwischen einer verakademisierten, linksliberalen oder auch linksalternativen Linken, die zwar stets entweder moralisierend oder aus ihrem akademischen Elfenbeinturm heraus die Zust&auml;nde kritisiert, und einer system&uuml;berwindenden Linken, die ebenfalls eine radikale Kritik hat, aber diese mit einer ver&auml;ndernden Praxis verbindet. Linke ersterer Couleur sind es vor allem, die voller Verachtung auf die vermeintlich rassistischen, asozialen und dummen Proleten blicken und sich l&auml;ngst in ihrer linken Blase gut eingerichtet haben. Sie haben keinerlei Zugang zur ArbeiterInnenklasse, verstehen ihre Probleme nicht und sprechen im wahrsten Sinne eine andere Sprache. Politik verkommt dort zur reinen Identit&auml;tspolitik und Selbstbest&auml;tigung, dass man zu den besseren Menschen geh&ouml;rt. Mit Gesellschaftsver&auml;nderung oder gar Emanzipation hat dies herzlich wenig zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/kultur\/phoenix-aus-der-asche-oder-die-rueckkehr-der-klassenfrage\/\">die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wenn die Anstalt im Bundestag zitiert wird<\/strong><br>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\" data-lang=\"de\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">Wenn <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/dieanstalt?src=hash\">#dieanstalt<\/a> im Bundestag zitiert wird: Umweltministerin lacht. Verkehrsminister nicht. <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Allesrichtiggemacht?src=hash\">#Allesrichtiggemacht<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/iU7dj13PHg\">pic.twitter.com\/iU7dj13PHg<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Claus von Wagner (@clausvonwagner) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/clausvonwagner\/status\/857646125037256705\">27. April 2017<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p><script async src=\"\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p><strong>dazu: Sabine Leidig zitiert die Anstalt und erh&auml;lt einen Ordnungsruf<\/strong><br>\nIm Video ab Minute 4:30 min.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/mediathek?videoid=7102759#url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk=&amp;mod=mediathek\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-38051","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38051","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38051"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38051\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38053,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38051\/revisions\/38053"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38051"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38051"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38051"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}