{"id":38056,"date":"2017-04-30T09:00:09","date_gmt":"2017-04-30T07:00:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38056"},"modified":"2017-04-28T10:26:54","modified_gmt":"2017-04-28T08:26:54","slug":"hinweise-der-woche-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38056","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38056#h01\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38056#h02\">Warum Populisten derzeit so erfolgreich sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38056#h03\">Urteil vollstreckt: Michael L&uuml;ders ist &ldquo;umstritten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38056#h04\">&bdquo;Alternative Fakten&ldquo; der Bundesregierung zur sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung im Armuts- und Reichtumsbericht 2017<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38056#h05\">Armuts- und Reichtumsbericht: Die Originaldokumente zu Reichtum und Einfluss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38056#h06\">AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38056#h07\">Eine Mogelpackung &ndash; Die EU kann beim Thema Soziales nicht liefern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38056#h08\">Autobahnprivatisierung: Der Schlingerkurs der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38056#h09\">Schlachtfeld Nahost &ndash; Krieg gegen den &laquo;Islamischen Staat&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38056#h10\">Die Faktenfinder der Tagesschau und die Russen: Fake News im Kreis<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Macron st&auml;rkt Le Pen<\/strong><br>\nBei der Pr&auml;sidentschaftswahl in Frankreich stehen mit Marine Le Pen und Emmanuel Macron, der unter Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande Wirtschaftsminister war, nun eine Rechtsextremistin und ein Vertreter des Systems, das das Aufkommen der Rechten in ganz Europa verursacht hat, im zweiten Wahlgang. Denn der Aufstieg des Front National in Frankreich hat seine Ursache im Versagen des Parti Socialiste (PS). &raquo;Wenn die Linke die Arbeiterklasse verneint, dann sucht diese sich einen neuen Repr&auml;sentanten&laquo;, hat der franz&ouml;sische Soziologe Didier Eribon gesagt. &raquo;Politiker wie Macron haben Le Pen stark gemacht&laquo;, meint nicht nur Eribon, sondern auch der franz&ouml;sische Schriftsteller &Eacute;douard Louis. &raquo;Sie gaben sich als Linke und haben lupenrein rechte Politik gemacht, die Banken unterst&uuml;tzt, das Parlament geschw&auml;cht.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/309552.macron-st%C3%A4rkt-le-pen.html\">Oskar Lafontaine in junge Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Jung, smart, loyal<\/strong><br>\n&ldquo;Ich mag es, den Dingen auf den Grund zu gehen und etwas zu bewegen. Und komplizierte Situationen&rdquo;, sagte Macron im Sommer 2012. Da hatte er seinen hochdotierten Job beim Bankhaus Rothschild gerade gegen den als Wirtschaftsberater des Pr&auml;sidenten eingetauscht. Sein Sal&auml;r schmolz auf ein Zehntel dessen, was er bisher verdient hatte. Was Macron nicht gro&szlig; k&uuml;mmern musste. Bei Rothschild hatte er kurz zuvor eine der gr&ouml;&szlig;ten &Uuml;bernahmen des Jahres begleitet, den Kauf einer Filiale des US-Pharmaunternehmens Pfizer durch den Schweizer Nahrungsmittelhersteller Nestl&eacute; f&uuml;r neun Milliarden Euro. F&uuml;r Macron sprang eine siebenstellige Provision heraus. (&hellip;) &ldquo;Diese Ernennung ist ein positives Signal f&uuml;r die Unternehmerschaft&rdquo;, urteilt Guillaume Cairou, Vorsitzender des Netzwerks Club des Entrepreneurs. Macron habe wertvolle Erfahrungen in der Privatwirtschaft gesammelt und einen &ldquo;Unternehmer-Spirit&rdquo;. &ldquo;Wir halten es f&uuml;r interessant, dass ein Mann mit solchen Qualifikationen und solchem Talent &uuml;ber die Relevanz und die Effizienz von Strukturreformen wachen wird, die Hindernisse f&uuml;r unsere Wettbewerbsf&auml;higkeit aus dem Weg r&auml;umen sollen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-08\/frankreich-macron-neuer-wirtschaftsminister\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Dieser Artikel stammt aus dem Jahr 2014, als Macron gerade franz&ouml;sischer Wirtschaftsminister geworden war. Dass ein Bankier, der noch vor kurzem beim Einf&auml;deln einer Firmen&uuml;bernahme Millionen verdiente, nun pl&ouml;tzlich als &bdquo;unabh&auml;ngiger&ldquo;, &bdquo;unparteiischer&ldquo; Anwalt der kleinen Leute gehandelt wird, erscheint ziemlich grotesk. Laut <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/news-frankreich-emmanuel-macron-horst-seehofer-ivanka-trump-a-1144486.html\">Spiegel<\/a> wurde Macron &bdquo;von der Demokratie hervorgebracht&ldquo; und verk&ouml;rpert &bdquo;den Bruch mit dem Establishment&ldquo;. Ach so.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Le Pen punktete bei Geringverdienern<\/strong><br>\nDie demographische Aufbereitung der Wahl in Frankreich zeigt, dass das Land gespalten ist<br>\nZwei Tage nach der ersten Runde der Pr&auml;sidentschaftswahlen in Frankreich gibt es ausf&uuml;hrliche demographische Aufbereitungen der Wahlergebnisse vom Sonntag. Da die Ergebnisse aus Befragungen stammen, sind die Zahlen nicht immer identisch &ndash; das Bild, das sie vermitteln, &auml;hnelt sich jedoch durchaus.<br>\nDie Zahlen des Ipsos-Instituts zeigen unter anderem, dass Marine Le Pen in den Altersgruppen zwischen 35 und 49 und zwischen 50 und 59 Jahren mit 29 und 27 Prozent eine Mehrheit bekam. In der Altersgruppe zwischen 25 und 34 Jahren unterlag sie mit 24 zu 28 Prozent dem Ex-Banker Emanuel Macron, bei den Jungw&auml;hlern zwischen 18 und 24 Jahren mit 21 zu 30 Prozent dem Linksnationalisten Jean-Luc M&eacute;lenchon. [&hellip;]<br>\nDie Erkenntnisse zu den Berufsgruppen gehen Hand in Hand mit denen zum Einkommen: In der Einkommensgruppe unter 1.250 Euro stimmten 32 Prozent f&uuml;r Le Pen und in der zwischen 1.250 und 2.000 Euro 29 Prozent. In der Einkommensgruppe zwischen 2.000 bis 3.000 Euro liegt dagegen der Soros-Sch&uuml;tzling Macron mit 25 Prozent vorne, unter den Besserverdienern mit &uuml;ber 3.000 Euro w&auml;hlte ihn sogar ein Drittel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Le-Pen-punktete-bei-Geringverdienern-3694377.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Bei den Jungw&auml;hlern lag Jean-Luc Mel&eacute;nchon an erster Stelle. Wir erinnern uns an das Brexit-Votum &ndash; damals wurde die Altersverteilung bei den Brexit-Stimmen dazu instrumentalisiert, die Geschichte zu erz&auml;hlen, nach der die &bdquo;Alten&ldquo; den &bdquo;Jungen&ldquo; die Zukunft rauben. F&uuml;r Frankreich werden wir diese Geschichte sicher nicht zu h&ouml;ren bekommen, ansonsten m&uuml;sste man dem Leser ja erkl&auml;ren, warum Le Pen und Macron den jungen Franzosen, die links regiert werden wollen, die Zukunft rauben. Das w&auml;re eine am&uuml;sante Vorstellung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Bande des Monsieur Macron<\/strong><br>\nMacron realisierte den &uuml;blichen Traum, eine Elitehochschule zu besuchen, mit dem Studium an der Science Po. 1999 f&uuml;hrte ihn der Historiker Fran&ccedil;ois Dosse bei dem Philosophen Paul Ri&shy;c&oelig;ur ein, der einen Assistenten suchte. Als Mitarbeiter Ric&oelig;urs fand Ma&shy;cron Zugang zur Zeitschrift Esprit, die der &bdquo;deuxi&egrave;me gauche&ldquo; (zweite Linke) nahesteht und damals die Sozialversicherungsreform von Ministerpr&auml;sident Alain Jupp&eacute; unterst&uuml;tzte.<br>\nIm Esprit pr&auml;sentierte Macron sein theoretisches Konzept f&uuml;r die Aus&uuml;bung von Macht: &bdquo;Der Diskurs und die politische Aktion k&ouml;nnen sich nicht mehr einem Programm unterwerfen, das man bei der Wahl pr&auml;sentiert und dann f&uuml;nf Jahre lang durchzieht.&ldquo;1 In der Politik brauche man eher einen Horizont als einen Ma&szlig;nahmenkatalog. Bei der deuxi&egrave;me gauche fand er die Ideologie, aus der er sein politisches Handeln begr&uuml;nden konnte.<br>\nW&auml;hrend des Studiums an der ENA freundete er sich mit Henri Hermand an. Der 2016 verstorbene Hermand, der viel Geld mit Gewerbeimmobilien gemacht hatte, geh&ouml;rte zu den Ziehv&auml;tern einer christlichen Linken, die sich explizit &uuml;ber drei &bdquo;antis&ldquo; definierte, n&auml;mlich als antikommunistisch, antikolonialistisch und antijakobinisch. 2007 stellte der Direktor der Finanzaufsicht, Jean-Pierre Jouyet, den vielversprechenden jungen Mann Jacques Attali vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5388627\">Le monde diplomatique<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Warum Populisten derzeit so erfolgreich sind<\/strong><br>\nWarum haben Populisten in den letzten drei Jahren so viel Erfolg? Das analysieren in dem Band &bdquo;Die gro&szlig;e Regression&ldquo; 15 bekannte Intellektuelle. Prim&auml;r machen sie daf&uuml;r den Neoliberalismus verantwortlich, der viele Menschen wirtschaftlich abh&auml;ngte. Sie fordern linke und liberale Parteien dazu auf, sich wieder st&auml;rker um die Benachteiligten zu k&uuml;mmern.<br>\nWeitgehende Einigkeit der Beitr&auml;ge von &bdquo;Die gro&szlig;e Regression&ldquo; besteht denn vor allem darin, dass in den letzten Jahrzehnten im Zuge der neoliberal gestalteten Globalisierung &auml;rmere Teile der Bev&ouml;lkerung weltweit &ndash; wie in Israel &ndash; &ouml;konomisch und sozial abgeh&auml;ngt wurden. So konstatiert die New Yorker Philosophin Nancy Fraser:<br>\n&bdquo;Der Clintonismus ist in hohem Ma&szlig;e mitverantwortlich f&uuml;r die Schw&auml;chung der Gewerkschaften, den Niedergang der Reall&ouml;hne, die Prekarisierung von Arbeit und den R&uuml;ckgang ausreichender Alleinverdiener-Einkommen (. . .) zugunsten der &sbquo;Zwei-Verdiener-Familie&lsquo;.&ldquo;<br>\nDer Neoliberalismus ist nicht nur der gro&szlig;e Feind der rechten Populisten. Die Kritik am Neoliberalismus vereint ironischerweise auch alle Autoren des Bandes. Der Darmst&auml;dter Soziologe Oliver Nachtwey behauptet:<br>\n&bdquo;Der zutiefst autorit&auml;re Marktglaube ist ein &sbquo;anonymer Gott, der die Menschen versklavt&lsquo;, weil er sich selbst als alternativlos darstellt.&ldquo;<br>\nEine &auml;hnliche Kritik formuliert der englische Fernsehjournalist Paul Mason in Bezug auf die Volksabstimmung &uuml;ber die britische EU-Mitgliedschaft. Doch er erweitert die Motivlage der W&auml;hler, die f&uuml;r den Austritt aus der EU gestimmt haben, um eine Dimension, die sich wie der Neoliberalismus in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, n&auml;mlich die Liberalisierung der Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/suhrkamp-band-die-grosse-regression-warum-populisten.700.de.html?dram:article_id=384416\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In diesem Zusammenhang muss noch einmal an das eigentlich Groteske der Wahl in Frankreich erinnert werden. Nun wird ganz Frankreich aufgerufen sein Macron zu w&auml;hlen und dem Neoliberalismus damit ein Plebiszit ohne gleichen verschaffen. Der franz&ouml;sische Soziologe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37969#h01\">Didier Eribon<\/a> und aktuell der amerikanische Linguist <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37955\">Noam Chomsky<\/a> haben in ihren Analysen ebenfalls dezidiert dargelegt, dass der FN und Le Pen, die AfD, UKIP und Trump die Ausgeburten des Neoliberalismus und einer Politik sind, die seit &uuml;ber zwanzig Jahren die Lebensumst&auml;nde einer Vielzahl von B&uuml;rgern permanent verschlechtert hat. &Uuml;ber die Kunstfigur Macron benutzt der Neoliberalismus nun den Rechtspopulismus, den er selbst hervorgebracht hat, als Legitimation f&uuml;r seine angebliche Alternativlosigkeit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Urteil vollstreckt: Michael L&uuml;ders ist &ldquo;umstritten&rdquo;<\/strong><br>\nUm was f&uuml;r einen Journalismus handelt es sich, der einen sprachlichen Fehlgriff eines Autors h&ouml;her bewertet als die Falschaussage einer Bundesministerin vor einem Millionenpublikum? Was sind das f&uuml;r Medien, die sich aufgeregt mit dem Auftritt von L&uuml;ders auseinandersetzen, aber dabei den Auftritt von der Leyens ignorieren? (&hellip;) Wer jeden Satz von L&uuml;ders auf die Goldwaage legt und dabei zugleich die Falschaussage der Verteidigungsministerin mit gro&szlig;em Wohlwollen &uuml;bersieht, liefert einen Journalismus ab, der genau das offenbart, was seit geraumer Zeit viele Kritiker ihm vorwerfen, n&auml;mlich: Herrschaftsn&auml;he und einen gravierenden Mangel an Objektivit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Urteil-vollstreckt-Michael-Lueders-ist-umstritten-3693138.html\">Marcus Kl&ouml;ckner bei Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Alternative Fakten&ldquo; der Bundesregierung zur sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung im Armuts- und Reichtumsbericht 2017<\/strong><br>\nDie Quelle der &bdquo;alternativen Fakten&ldquo; in der &bdquo;erg&auml;nzenden Erw&auml;hnung&ldquo; der Bundesregierung zur Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung in ihrem F&uuml;nften Armuts- und Reichtumsbericht (siehe BIAJ-Abbildung) ist bisher (20. April 2017) unbekannt. Die Frage des &bdquo;B&uuml;ro f&uuml;r absurde Statistik&ldquo; (BaSta) vom 12. April 2017 nach der &bdquo;besonderen Besch&auml;ftigungsstatistik&ldquo; blieb bisher unbeantwortet. (siehe hier) In der Regel gut unterrichtete b&ouml;se Zungen behaupten: Die &bdquo;erg&auml;nzende Erw&auml;hnung&ldquo; im 5. ARB sei ein vom Bundeskanzleramt gelieferter Textbaustein &ndash; ohne Quellenangabe.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170424-2017-04-20_biaj-abbildung-svb-in-armuts-reichtumsbericht-2017.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170424-2017-04-20_biaj-abbildung-svb-in-armuts-reichtumsbericht-2017-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/916-alternative-fakten-der-bundesregierung-zur-sozialversicherungspflichtigen-beschaeftigung-im-armuts-und-reichtumsbericht-2017.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Armuts- und Reichtumsbericht: Die Originaldokumente zu Reichtum und Einfluss<\/strong><br>\nReiche dominieren die Politik in Deutschland, der Rest hat das Nachsehen. Auf diese brisante Aussage l&auml;sst sich eine f&uuml;r den f&uuml;nften Armuts- und Reichtumsbericht erstellte Studie zu ungleichem Einfluss zusammenfassen. In welcher Form die Erkenntnisse dieser Studie im Bericht auftauchen, dar&uuml;ber hat es in den vergangenen Wochen viel Streit gegeben. Nun, da der Bericht ver&ouml;ffentlicht ist, dokumentieren wir erstmals detailliert, wie sich der Bericht im Laufe der politischen Diskussionen ge&auml;ndert hat.<br>\nWas wurde gestrichen, was wurde erg&auml;nzt? Unsere Bilanz ist gemischt: Positiv ist, dass der Bericht erstmals ein Kapitel zu &bdquo;Armut und Reichtum und Demokratie&ldquo; enth&auml;lt. Umso bedauerlicher, dass ausgerechnet dieser Abschnitt in der Abstimmung zwischen den Ministerien zusammengek&uuml;rzt wurde. Immerhin: Am Ende formuliert der Bericht sogar Bedarf f&uuml;r transparente Lobbyregeln &ndash; eine erfreuliche Einsicht, die wir so offiziell zumindest von den Unions-Parteien noch nie h&ouml;ren durften. Lesen Sie unsere Dokumentation der &Auml;nderungen. (&hellip;)<br>\nWir haben an dieser Stelle die erste Version des f&uuml;nften Armuts- und Reichtumsberichts mit der Endfassung im Detail miteinander verglichen und die &Auml;nderungen kommentiert. Die gestrichenen und ver&auml;nderten Passagen haben wir so aufbereitet, dass f&uuml;r alle sichtbar ist, was im Laufe der Abstimmung zwischen den Ministerien ver&auml;ndert wurde. Dadurch wird deutlich, dass der Armuts- und Reichtumsbericht nicht nur zu heftigen Auseinandersetzungen in der &Ouml;ffentlichkeit gef&uuml;hrt, sondern auch innerhalb der Bundesregierung &ndash; vor allem zwischen Arbeitsministerium und Kanzleramt &ndash; f&uuml;r Zoff gesorgt hat. Damit haben wir ein erstes Ziel unserer Arbeit schon erreicht: Ungleicher Einfluss war Diskussionsstoff in der Bundesregierung! Hier ist unser kommentierter Vergleich der urspr&uuml;nglichen mit der ver&ouml;ffentlichten Version vom Armuts- und Reichtumsbericht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2017\/04\/armuts-und-reichtumsbericht-die-originaldokumente-zu-reichtum-und-einfluss\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>AfD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Camouflage einer rechtsradikalen Partei<\/strong><br>\nWer die &bdquo;deutschen St&auml;mme&ldquo; nicht w&uuml;rdige, betreibe eine nationale &bdquo;Selbstaufgabe im Kollektiv&ldquo;. Das politische System in Deutschland sei eine &bdquo;entartete Oligarchie&ldquo;. Keine Parolen aus dem tiefbraunen Sumpf der NPD. Sondern Beschlusslage einer Partei, die im September in den Bundestag einziehen will. So gesprochen und abgestimmt in K&ouml;ln an diesem Wochenende. Der frisch gew&auml;hlte Spitzenmann Gauland bezeichnet das ernsthaft als &bdquo;politische Mitte&ldquo;.<br>\nGanz klar, die AfD ist nach diesem Parteitag mehr denn je eine Partei am rechtesten Rand der Republik &ndash; ob mit oder ohne den v&ouml;lkischen Rechtsausleger H&ouml;cke aus Th&uuml;ringen. Und in Sachen Demokratie wandelt die AfD mittlerweile strikt auf den Spuren des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Erdogan, der die Demokratie nur als &Uuml;bergangsphase f&uuml;r Alleinherrschaft begreift. Dies wurde mehr als deutlich bei der Debatte &uuml;ber die Amtszeitbegrenzung des Bundeskanzlers. Das gelte wohl f&uuml;r Merkel, aber keinesfalls f&uuml;r einen m&ouml;glichen AfD-Kanzler, der dann doch bitte unbegrenzt regieren m&ouml;ge. Auch das war ernst gemeint.<br>\nWas lehrt uns dieser Parteitag? Die AfD bem&uuml;ht sich nach au&szlig;en um ein Bild der Geschlossenheit. Nach innen aber ist sie nach wie vor eine zutiefst zerstrittene Partei, die ihre eigene Bundesvorsitzende in beispielloser Manier vorgef&uuml;hrt und gedem&uuml;tigt hat &ndash; und das nur, um die radikale Rechte nicht zu vergr&auml;tzen. Der demonstrierte Schulterschluss ist damit nichts anderes als die selbstinszenierte Camouflage einer gespaltenen Partei am &auml;u&szlig;ersten rechten Rand.<br>\nEine Abgrenzung nach Rechtsau&szlig;en? Fand nicht statt. Das Parteiausschlussverfahren gegen Bj&ouml;rn H&ouml;cke wird wohl auf die lange Bank geschoben. Eine Unterst&uuml;tzung des Bundesvorstands, der diesen Ausschluss beantragt hatte, blieb aus. Damit gilt weiterhin: Ein Mann, der die Besch&auml;ftigung mit dem Holocaust in Deutschland als l&auml;stig und l&auml;cherlich empfindet, wird bei der AfD nicht nur geduldet, sondern als (un)heimlicher Star der Partei weiter gefeiert.<br>\nUnd damit gilt weiterhin auch: Eine solche Partei darf in diesem Land keinen Erfolg haben!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/1377353508970252?pnref=story\">Georg Restle via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Von Goldman Sachs zur AfD-Spitze: Was AfD-Frontfrau Alice Weidel mit wirtschaftsliberal meint<\/strong><br>\n&ldquo;Wirtschaftlicher Sachverstand ist bei der AfD zu Hause&rdquo;, reklamiert die Volks- und Betriebswirtin vom Bodensee, die &uuml;ber Chinas Rentensystem promovierte, sechs Jahre in China lebte, nach dem Studium bei der Investmentbank Goldman Sachs begann, ins Vorstandsb&uuml;ro von Allianz Global Investors weiterzog und heute Start-ups beim Wachstum ber&auml;t. (&hellip;) Laut &ldquo;Zeit&rdquo; w&auml;hlte Weidel fr&uuml;her die Gr&uuml;nen und die FDP, wandte sich aber nach dem Ausbleiben der gro&szlig;en Steuerreform von Schwarz-Gelb ab und fand ihre politische Heimat erst in der AfD, die damals als Anti-Euro-Partei unter Volkswirten wie Bernd Lucke und Ex-BDI-Chef Hans Olaf Henkel antrat. (&hellip;) Koalitionsf&auml;hig werde ihre Partei &ldquo;fr&uuml;hestens 2021&rdquo;, r&auml;umt Weidel ein. F&uuml;r sie ist das politische Projekt aber langfristig, zur Rettung Deutschlands als schlanker Staat, der nur f&uuml;r sich selbst verantwortlichen Individuen einen klaren Rechtsrahmen vorgibt und jeden Versto&szlig; ahndet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/koepfe\/alice-weidel-afd-frontfrau-a-1144588-2.html\">Manager Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die AfD-Kandidatin erinnert an den Franzosen Macron: jung, vermeintlich &bdquo;modern&ldquo;, neoliberal und mit enger pers&ouml;nlicher Anbindung an den Finanzsektor.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Da sollte die AfD aber aufpassen, dass es sich nicht bis zu ihren W&auml;hlern herumspricht, dass ihre Spitzenkandidatin eine &bdquo;von denen da oben ist&ldquo; und exakt die wirtschaftsliberale Politik verk&ouml;rpert, die von gro&szlig;en Teilen der rechten W&auml;hlerschaft abgelehnt wird.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel lebt in Biel<\/strong><br>\nNicht mal die Nachbarn wussten, dass die &laquo;nette Dame&raquo; aus der Wohnung nebenan den&nbsp;Bundestagswahlkampf der rechtsnationalen Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) anf&uuml;hrt. [&hellip;]<br>\nDoch wie &laquo;Bund&raquo;-Recherchen zeigen, steht Weidel der Schweiz noch n&auml;her. Die deutsche Spitzenpolitikerin ist n&auml;mlich offiziell&nbsp;auch in Biel angemeldet. In einem Mehrfamilienhaus in der Innenstadt zeugt ein entsprechend angeschriebener Briefkasten von&nbsp;ihrer Anwesenheit. Auch ihre Schweizer Lebenspartnerin ist auf dem T&uuml;rschild vermerkt. Bei einer Nachbarin ist zudem zu&nbsp;erfahren, dass einer ihrer zwei Buben die nahe staatliche Kindertagesst&auml;tte besucht &ndash; und dort manchmal von Weidel selber&nbsp;abgeholt wird. Sie habe im &uuml;brigen bisher gar nicht gewusst, dass &laquo;die nette Dame&raquo; eine in Deutschland bekannte Politikerin sei.<br>\nSteuerfrage ist ungekl&auml;rt<br>\nWie oft Weidel in Biel ist, wo sie Steuern bezahlt und wo sie letztlich ihren Lebensmittelpunkt sieht, ist nicht bekannt. Die AfD-Politikerin wollte sich auf Anfrage des &laquo;Bund&raquo; nicht zu ihrer Bieler Wohnung &auml;ussern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derbund.ch\/bern\/kanton\/afdspitzenkandidatin-alice-weidel-lebt-in-biel\/story\/17278284%20\">Der Bund<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das hat schon Satirewert &ndash; eine Deutsche, die im Ausland lebt und in Deutschland sehr aktiv politisch t&auml;tig ist, punktete politisch vor allem mit Aussagen, die es T&uuml;rken, die im Ausland leben, verbieten will, ihr Wahlrecht in der T&uuml;rkei wahrzunehmen. Zweierlei Ma&szlig;?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Eine Mogelpackung &ndash; Die EU kann beim Thema Soziales nicht liefern<\/strong><br>\nSo ganz scheint die EU-Kommission die Botschaft des in Teilen sehr zornigen europ&auml;ischen Wahlvolkes doch noch nicht verstanden zu haben. Das Paket f&uuml;r ein sozialeres Europa jedenfalls, das die Br&uuml;sseler F&uuml;hrung da gestern pr&auml;sentiert hat, ist mehr Mogelpackung als eine echte Verhei&szlig;ung. Dem Publikum wird da etwas vorgegaukelt, was die EU-Kommission gar nicht einl&ouml;sen kann. All die wunderbaren Segnungen, die in dieser junkerschen Sozialcharta aufgef&uuml;hrt werden, sind nur Vorschl&auml;ge. Ob daraus Wirklichkeit wird, das m&uuml;ssen die Mitgliedstaaten entscheiden. Und das k&ouml;nnte eine z&auml;he Angelegenheit werden. Dass die EU eine soziale Schlagseite entwickelte, hat nat&uuml;rlich eine Vorgeschichte. Bereits Mitte der 1990er Jahre, kurz vor Ende seiner Amtszeit, hatte der damalige EU-Kommissionschef Jacques Delors angemahnt, der gemeinsame Binnenmarkt m&uuml;sse auch die soziale Dimension ber&uuml;cksichtigen. Das war zu einer Zeit, als der Neoliberalismus l&auml;ngst Urst&auml;nde feierte. Der Bankenbereich wurde dereguliert &ndash; mit all den verh&auml;ngnisvollen Folgen, die das sp&auml;ter haben sollte. Doch Delors war der letzte Vision&auml;r an der Spitze der EU. Der Letzte auch, der eine Vorstellung davon hatte, dass die Union ihr Markenzeichen, ein sozialeres Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell zu leben als die Weltmacht USA, neu w&uuml;rde unterf&uuml;ttern m&uuml;ssen. Auf den machtbewussten Franzosen folgte dann aber der &uuml;beraus schwache fr&uuml;here luxemburgische Ministerpr&auml;sident Jaques Santer. Fortan tat die EU, auch unter Santers Nachfolgern Romani Prodi und Jos&eacute; Manuel Barroso, viel f&uuml;r den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Personen. Doch die soziale Dimension Europas geriet irgendwie in Vergessenheit. Virulent wurde das Thema erst wieder nach dem gro&szlig;en B&ouml;rsencrash von 2008. Doch auch heute, fast ein Jahrzehnt sp&auml;ter, hat die europ&auml;ische Politik nicht wirklich umgesteuert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/eine-mogelpackung-1.6053539\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<p><strong>dazu: Das M&auml;rchen vom sozialen Europa<\/strong><br>\nEine &bdquo;soziale S&auml;ule&ldquo; in Europa ist l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig. Doch die Vorschl&auml;ge der EU-Kommission sind allenfalls ein Feigenblatt. [&hellip;]<br>\nJuncker betreibt Symbolpolitik, mit der er un&uuml;bersehbar auf die Wahlen in Frankreich und Deutschland zielt. Vor allem der Vorschlag zur Elternzeit kommt Berlin gerade recht &ndash; Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles d&uuml;rfte sich &uuml;ber die kostenlose Sch&uuml;tzenhilfe aus Br&uuml;ssel freuen. Dabei geht dieser Vorschlag kaum &uuml;ber schon geltende Regeln in Deutschland hinaus. Noch d&uuml;nner sind die anderen Vorschl&auml;ge der Juncker-Kommission. Sie bilden keinen &bdquo;europ&auml;ischen Pfeiler sozialer Rechte&ldquo;, sondern allenfalls ein Feigenblatt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Europaeische-Sozialcharta\/!5402013\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Autobahnprivatisierung: Der Schlingerkurs der SPD<\/strong><br>\nEine Privatisierung der Autobahnen? Soll es nicht geben &ndash; so lassen es Union und SPD gebetsm&uuml;hlenartig verlauten. Tats&auml;chlich aber haben sie ein Gesetzespaket auf den Weg gebracht, das eine Privatisierung durch die Hintert&uuml;r erst m&ouml;glich macht, zulasten der Steuerzahler und Autofahrer &ndash; und zum Nutzen von Banken und Versicherungen. Nun warnt der Bundesrechnungshof eindringlich und fordert Nachbesserungen. Und langsam w&auml;chst der Widerstand in der SPD. Werden die Abgeordneten die eigene Parteispitze zu einem handfesten Koalitionsstreit bewegen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/videos\/video-autobahnprivatisierung-der-schlingerkurs-der-spd-100.html\">Monitor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schlachtfeld Nahost &ndash; Krieg gegen den &laquo;Islamischen Staat&raquo;<\/strong><br>\nAnmerkungen aus milit&auml;rtheoretischer und geostrategischer Perspektive<br>\nIm Hinblick auf die nicht nur in pazifistischen, sondern auch in politikwissenschaftlichen Kreisen oftmals mantragleich vorgetragene These, die da lautet: &laquo;Krieg ist keine L&ouml;sung&raquo;, muss die Frage nach dem &laquo;Sinn&raquo; oder &laquo;Unsinn&raquo; eines Vorgehens gegen das sich seit einigen Jahren unter dem Rubrum &laquo;Islamischer Staat&raquo; (IS) vollziehende &laquo;dschihadistische Staatsbildungsprojekt&raquo;2 mit milit&auml;rischen Gewaltmitteln nachgerade h&auml;retisch wirken. Denn wenn Krieg niemals eine L&ouml;sung darzustellen vermag, dann ist ja nicht allein jegliches milit&auml;rische Agieren a priori Unsinn, sondern schon die Frage selbst ist sinnlos, da n&auml;mlich die Antwort auf ebendiese ebenfalls schon a priori feststeht. Andererseits impliziert bereits die schiere Frage nach der Sinnhaftigkeit milit&auml;rischer Gewaltanwendung jedenfalls die abstrakte M&ouml;glichkeit, dass ein kriegerisches Vorgehen gegen den IS eben doch eine L&ouml;sung darstellen k&ouml;nnte. Inwiefern und unter welchen Voraussetzungen dies zutreffen k&ouml;nnte, soll Gegenstand der nachfolgenden &Uuml;berlegungen sein.<br>\nDeren Ausgangspunkt bildet die These, dass sich eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn oder Unsinn eines milit&auml;rischen Vorgehens gegen den IS nicht aus theoretischen Pr&auml;missen ableiten l&auml;sst, sondern allein auf den konkret gegebenen empirischen Konfliktbedingungen gr&uuml;nden kann. Im Hinblick auf letztere ist zun&auml;chst das Ph&auml;nomen des &laquo;Islamischen Staates&raquo; n&auml;her zu analysieren (Kapitel II dieses Artikels) und im Anschluss daran dessen Rolle und Funktion im Rahmen der Gesamtstrategie des nach wie vor wichtigsten Akteurs in der Region &laquo;Greater Middle East&raquo;, n&auml;mlich den Vereinigten Staaten von Amerika, zu beleuchten (Kapitel III). Abschliessend sollen im Lichte der &uuml;berw&ouml;lbenden Fragestellung nach dem Sinn und Unsinn milit&auml;rischer Bek&auml;mpfung des IS einige Implikationen aus geostrategischer und geo&ouml;konomischer Perspektive er&ouml;rtert werden (Kapitel IV). Zuvor gilt es jedoch, die grunds&auml;tzliche Problematik des Sinns oder Unsinns des Handelns mit milit&auml;rischen Gewaltmitteln n&auml;her zu beleuchten (Kapitel I).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit-fragen.ch\/de\/ausgaben\/2017\/nr-9-11-april-2017\/schlachtfeld-nahost-krieg-gegen-den-islamischen-staat.html\">J&uuml;rgen Rose in Zeit-Fragen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Faktenfinder der Tagesschau und die Russen: Fake News im Kreis<\/strong><br>\nAngetreten ist das Projekt &bdquo;Faktenfinder&ldquo; der Tagesschau als eine Gruppe von Rechercheuren, die den Falschinformationen im Netz bekannte Tatsachen entgegensetzen und sie so neutralisieren wollen. Konfrontiert mit der Notwendigkeit das Ausbleiben von russischen Fake-News-Kampagnen zu erkl&auml;ren und zu Falschinformationen eines etablierten Mediums Stellung zu beziehen, zeigt die Gruppe jedoch sehr bald ihr wahres Gesicht.<br>\nEin besonderes Highlight der Faktenfindung war am 21.4. der Beitrag &uuml;ber die vermeintliche Beeinflussung der franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlen durch Moskau mi dem Titel: &bdquo;Keine Kampagne aber eine Strategie&ldquo;. Ausgangspunkt war, dass diese vielstimmig bef&uuml;rchtete Fake-News- und &ndash;Beeinflussungskampagne ausgeblieben sei. Und dann geht es wild hin und her zwischen beeinflusst und doch nicht beeinflusst. Es wird alles was sich finden l&auml;sst zusammengetragen, um den sich aufdr&auml;ngenden Eindruck zu zerstreuen, dass das ganze Getue um die russische Wahlbeeinflussung Fake News oder Propaganda war. Die Fakten die man findet sind &uuml;berwiegend von der eher l&auml;cherlichen Sorte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/814-faktenfinder\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38056\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-38056","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38056","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38056"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38056\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38062,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38056\/revisions\/38062"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38056"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38056"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38056"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}