{"id":38063,"date":"2017-05-01T09:00:59","date_gmt":"2017-05-01T07:00:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38063"},"modified":"2018-12-27T10:45:46","modified_gmt":"2018-12-27T09:45:46","slug":"stay-behind-eine-staatlich-organisierte-terrorstruktur-mit-unbelasteten-paten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38063","title":{"rendered":"Stay-Behind \u2013 eine staatlich organisierte Terrorstruktur mit \u201cunbelasteten\u201d Paten"},"content":{"rendered":"<p>Im sechsten Teil unserer Serie zum NSU-VS-Komplex nimmt <strong>Wolf Wetzel<\/strong>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38063#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>] den 50. Todestag von Konrad Adenauer zum Anlass, auf die ersten Jahre des Nachkriegsdeutschlands zur&uuml;ckzublicken. Wof&uuml;r steht die 14 Jahre w&auml;hrende Adenauer-&Auml;ra (1949-1963)? Und was hat diese mit dem Nationalsozialistischen Untergrund zu tun?<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5745\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-38063-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170502_Stay-Behind_eine_staatlich_organisierte_Terrorstruktur_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170502_Stay-Behind_eine_staatlich_organisierte_Terrorstruktur_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170502_Stay-Behind_eine_staatlich_organisierte_Terrorstruktur_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170502_Stay-Behind_eine_staatlich_organisierte_Terrorstruktur_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=38063-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170502_Stay-Behind_eine_staatlich_organisierte_Terrorstruktur_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170502_Stay-Behind_eine_staatlich_organisierte_Terrorstruktur_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die vorangegangenen Beitr&auml;ge finden Sie hier:<\/p><ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36493\">Der 11. Tatort im NSU-VS-Komplex: Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz\/BfV in K&ouml;ln<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36047\">Der Mordanschlag auf Polizisten in Heilbronn 2007<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=35857\">Das unwahrscheinliche Ende des NSU |Eisenach 2011<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36957\">Der NSU-VS-Komplex aus Sicht polizeilicher Ermittlungsmethoden<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37786\">Kassel 2006 &ndash; Der Mord an Halit Yozgat und der Zufallsgenerator<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul><p>Das Bundeskanzleramt und der Auslandsgeheimdienst BND haben bisher geheimgehaltene Dokumente &uuml;ber die Adenauer-&Auml;ra zug&auml;nglich gemacht. Zum innersten Kreis des &bdquo;beliebtesten Bundeskanzler Deutschlands&ldquo; z&auml;hlten ehemalige Mitglieder der NSDAP und der Wehrmacht, die alles boten: von Spitzeldiensten, &uuml;ber den Aufbau eines parteieigenen Geheimdienstes, bis hin zu einem inneren Staatsstreich.<\/p><p>Besteht ein Zusammenhang zwischen dem &sbquo;nationalsozialistischen Untergrund&rsquo; der Stunde Null und dem NSU, den wir seit 2011 kennen?<\/p><p>Stellen Sie sich folgende Kurzfassung eines Drehbuches vor: <\/p><p><em>Nazis, die das Dritte Reich &uuml;berlebt haben, werden ab Mitte der 50er Jahre als irregul&auml;re Truppen wiederbewaffnet, um hinter den Linien gegen die &bdquo;kommunistische Gefahr&ldquo; zu k&auml;mpfen. Ausgebildet und gef&uuml;hrt werden sie von der NATO, dem nordatlantischen Verteidigungsb&uuml;ndnis. Der Chef dieser irregul&auml;ren Truppen wird in Deutschland der (Ex-)Nazi und Wehrmachtsoffizier Reinhard Gehlen, der nach der milit&auml;rischen Niederlage des Dritten Reiches damit betraut wird, einen Auslandsgeheimdienst aufzubauen. Aus dieser &sbquo;Organisation Gehlen&rsquo; wird sp&auml;ter der Bundesnachrichtendienst (BND). Dieser bekommt als BND-Chef u.a. den Auftrag, das Privatleben des Staatsanwaltes Fritz Bauer auszuspionieren. Dieser will sich nicht abhalten lassen, einen Prozess gegen ehemalige KZ-W&auml;rter zu f&uuml;hren. Au&szlig;erdem verfolgt er eine wichtige Spur zu Adolf Eichmann, der &bdquo;abgetaucht&ldquo; war. StA Bauer soll daran gehindert werden, mit lancierten Indiskretionen &uuml;ber sein Schwulsein und mit dem Versuch, ihm Landesverrat vorzuwerfen. Diese Vorhaben genie&szlig;en hochkar&auml;tige Zustimmung und Protektion. Im Bundeskanzleramt hat man daf&uuml;r den passenden Mann: Hans Globke. Dort hatte man ihn zum Kanzleramtschef gemacht. Davor geh&ouml;rte Hans Globke zur F&uuml;hrungselite im Dritten Reich und schaffte es dort bis zum Ministerialrat im Reichsinnenministerium. Nun wird dieser Ex-Nazi damit beauftragt, das aus dem Weg zu r&auml;umen, was Bundeskanzler Konrad Adenauer f&uuml;r &bdquo;Erbsenz&auml;hlerei&ldquo; h&auml;lt, tats&auml;chlich Verfassungsrang hat: die notwendige Entnazifizierung Deutschlands.<\/em><\/p><p><em>Das Zusammenspiel von ehemaligen Nazifunktion&auml;ren und &bdquo;nicht belasteten&ldquo; Regierungsmitgliedern funktioniert hervorragend: Man hat &bdquo;unbelastete&ldquo; Demokraten, wenn man sie vorzeigen muss und man hat erfahrene Nazis, wenn man sie braucht. Und falls doch etwas nicht ganz rund l&auml;uft, hat man einen parteieigenen Geheimdienst, der potenzielle Gegner ausfindig machen und ggf. neutralisieren soll.<\/em><\/p><p>Es w&auml;re nicht verwunderlich, wenn Sie beim Lesen dieses Skriptes zu folgenden Schlussfolgerungen kommen: Es ist zu holzschnittartig, viel zu karikaturenhaft und v&ouml;llig &uuml;berzeichnet. Oder Sie werfen gleich das Lasso mit dem Namen &bdquo;Verschw&ouml;rungstheorie&ldquo; &uuml;ber die Angelegenheit und das Skript in den Papierkorb.<\/p><p>Ich verrate nicht zu viel: Im ersten Fall ist die Wirklichkeit (manchmal) bl&uuml;henden Fantasien und dem antizipatorischen Vorstellungsverm&ouml;gen weit voraus. Im zweiten Fall wird sich das ausgeworfene Lasso um den eigenen Hals legen.<\/p><p><strong>Ex-Nazis und Jungnazis als geheime Armee im &bdquo;neuen&ldquo; Deutschland<\/strong><\/p><p>Ende der 50er Jahre wurde auf NATO-Ebene beschlossen, Faschisten in einem geheimen Programm zu bewaffnen und auszubilden, um sie als irregul&auml;re Einheiten einzusetzen. Das Szenario, das die Wiederbewaffnung von Faschisten in Europa rechtfertigen sollte, ging von einem milit&auml;rischen &Uuml;berfall der Sowjetunion auf den friedliebenden Westen aus. Die Faschisten sollten darin die Aufgabe &uuml;bernehmen, sich &rsaquo;&uuml;berrollen&lsaquo; zu lassen, um dann hinter den Linien den kommunistischen Feind zu bek&auml;mpfen. Aus dieser Zeit stammt auch der Name dieses Programms: <em>stay behind<\/em>. Dazu legte man &uuml;ber die ganze Bundesrepublik verteilt geheime Waffendepots an und unterrichtete Ex-Nazis und Neofaschisten in Techniken des Nachrichtenwesens und der Sabotage. Zu deren Aufgaben z&auml;hlte man das Ausschalten von &rsaquo;Kollaborateuren&lsaquo;, die man in Deutschland bis in linken SPD-Kreisen hinein und in der aufkommenden Friedensbewegung vermutete.<\/p><p>Die von der CIA aufgebauten S&ouml;ldner-Netzwerke wurden 1956 vom BND &uuml;bernommen, wodurch der Auslandsgeheimdienst rechtswidrig im Inland t&auml;tig wurde.<\/p><blockquote><p>\n&raquo;Reinhard Gehlen teilte noch 1956 als Chef der US-gef&uuml;hrten &rsaquo;Org&lsaquo; und wenige Tage, bevor er BND-Pr&auml;sident wurde, den Amerikanern mit, dass er Stay-Behind-Truppen im Innern gegen deutsche Politiker einsetzen w&uuml;rde, falls diese Westdeutschland auf Neutralit&auml;tskurs bringen w&uuml;rden.&laquo; (Ulrich Stoll, Filmemacher, Journalist und Mitautor des Buches: &rsaquo;<a href=\"http:\/\/www.christoph-links-verlag.de\/index.cfm?view=3&amp;titel_nr=840\">Die Partisanen der NATO<\/a>&lsaquo;)\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Zur Gr&ouml;&szlig;e dieses staatlich-organisierten Terrornetzwerkes f&uuml;hrt Ulrich Stoll aus:<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&raquo;Die gr&ouml;&szlig;te fr&uuml;he Stay-Behind-Organisation, der BDJ-TD, hatte 2.800 K&auml;mpfer ausgebildet und plante, bis zu 7.000 Antikommunisten als Partisanen zu rekrutieren. Die vom BND gef&uuml;hrte Stay-Behind-Organisation hatte anfangs rund 500 &rsaquo;Schl&auml;fer&lsaquo;, die als Partisanen im Kriegsfall aktiv werden sollten. Deren Zahl sank bis in die 1980er Jahre auf rund 100 Personen. Es gab aber eine unbekannte Zahl von Helfern und ein paar Dutzend hauptamtliche Offiziere. Der milit&auml;rische Arm der Stay-Behind-Organisation, die als Bundeswehreinheit getarnte Lehr- und Ausbildungsgruppe f&uuml;r das Fernsp&auml;hwesen der Bundeswehr, sollte auf bis zu 375 aktive Fallschirmspringer ausgebaut werden.&laquo; (Ulrich Stoll, Filmemacher, Journalist und Mitautor des Buches: &rsaquo;Die Partisanen der NATO&lsaquo;, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29105\">Interview auf NDS vom 27.11.2015<\/a>)\n<\/p><\/blockquote><p>In den 70er Jahren passte man das Bedrohungsszenarium den ver&auml;nderten Bedingungen an. Die &rsaquo;Russen&lsaquo; kamen nicht &ndash; aber der Feind, der die &rsaquo;rote Gefahr&lsaquo; ersetzen sollte, war schon da. Durch die zahlreichen Proteste und Bewegungen in Europa in Anschluss an die 68er-Revolten sah man Regierungen oder gar die kapitalistische Ordnung in Gefahr. Was mit legalen Mitteln nicht mehr unterdr&uuml;ckt werden konnte, sollte mit Hilfe dieser faschistischen Reserve bek&auml;mpft werden. In Italien bekam diese Form des Staatsterrorismus den Namen &rsaquo;Gladio&lsaquo;. Faschisten sollten durch gezielte Angriffe auf AntifaschistInnen die Linke schw&auml;chen, und durch Anschl&auml;ge auf linke Parlamentarier ein Klima schaffen, das der Regierung freie Hand dabei geben sollte, Schutzrechte au&szlig;er Kraft zu setzen oder gar einen Milit&auml;rputsch zu legitimieren (wie dies als <em>Worst Case<\/em> geplant war). Hunderte von Toten und Dutzende von Bombenanschl&auml;gen gehen auf das Konto dieser &rsaquo;stay-behind-Operationen&lsaquo;.<\/p><p>Gleichzeitig entschied man sich, dieses terroristische Potenzial f&uuml;r eine &rsaquo;<em>Strategie der Spannung<\/em>&lsaquo; einzusetzen: Mit furchtbaren Terroranschl&auml;gen, die auf den ersten Blick wahllos und sinnlos erschienen (wie der Bombenanschlag in Bologna am 2. August 1982 oder der m&ouml;rderische Anschlag auf das Oktoberfest in M&uuml;nchen am 26. September 1980), sollte ein Klima der Angst herbeigef&uuml;hrt werden, in dem die Bev&ouml;lkerung bereit ist, weitere Einschr&auml;nkungen von Freiheits- und Schutzrechten hinzunehmen &ndash; bis hin zur Ausrufung des Staatsnotstandes. Gleichzeitig nutzte man diese verheerenden Terroranschl&auml;ge, indem man linke Gruppierungen (in Italien die Roten Brigaden, in Deutschland die RAF) daf&uuml;r verantwortlich machte, um so weitere repressive Ma&szlig;nahmen gegen Linke zu legitimieren. Im Prinzip ging es darum, militante Gruppen der Linken, die man nicht mehr parlamentarisch einhegen konnte, mit extra-legalem Terror zu bek&auml;mpfen, auszuschalten. Diese Symbiose aus neofaschistischen Kadern, milit&auml;rischen F&uuml;hrungsst&auml;ben und Geheimdiensten bekam in Italien den Namen &rsaquo;<em>Gladio<\/em>&lsaquo;. Eine Anspielung auf das r&ouml;mische Kurzschwert, das man bevorzugt im Nahkampf eingesetzt hatte.<\/p><p>Die daran beteiligten Regierungen legten sich auf diese Weise, neben dem existierenden Gewaltapparat, eine Terrorstruktur zu, die hinter den legalen Linien bzw. Grenzziehungen operierte. <\/p><p>In einigen L&auml;ndern wurde die Geschichte dieses Staatsterrorismus politisch aufgearbeitet, zumindest in Angriff genommen, wie in Italien, der Schweiz und zuletzt in Luxemburg. In Deutschland herrscht bis zum heutigen Tag partei&uuml;bergreifendes Schweigen.<\/p><p><strong>Konrad Adenauer &ndash; der beliebteste Bundeskanzler und der Pate von Gladio<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Man sch&uuml;ttet kein schmutziges Wasser weg, solange man kein sauberes hat.&ldquo; (Konrad Adenauer, 1953)\n<\/p><\/blockquote><p>Das Magazin DER SPIEGEL &uuml;berrascht in seiner April-Ausgabe 2017 mit einer Titelstory: <em>Die Geheimakte Konrad Adenauer<\/em>.<\/p><p>In dem siebenseitigen Beitrag sind viele Ostereier dabei. Zum einen fragt man sich, warum es eine Geheimakte deutscher Geheimdienste &uuml;ber Konrad Adenauer gibt. Er war kein Untergrundchef, sondern der erste Bundeskanzler nach dem Dritten Reich. Er wurde zum &bdquo;beliebtesten&ldquo; Bundeskanzler erkoren. Er galt &ndash; mit Blick auf das Dritte Reich &ndash; als &bdquo;unbelastet&ldquo; und in seinem ganzen Auftritt besonnen und altersweise.<\/p><p>Was gibt es also bei einem solchen Mann zu verheimlichen? Warum wurden diese Akten zum &bdquo;Staatsgeheimnis&ldquo; erkl&auml;rt? Und warum werden sie (wahrscheinlich in Ausz&uuml;gen) jetzt &ouml;ffentlich gemacht? Und: Was will man mit den selektiv ver&ouml;ffentlichten Dokumenten sagen bzw. erreichen?<\/p><p>Auch wenn man ganz sicher von einem sehr kontrollierten, also gesteuerten Aufkl&auml;rungswillen ausgehen darf, ist das jetzt ver&ouml;ffentlichte Material durchaus bedeutsam, wenn man es mit anderen Puzzlest&uuml;cken zusammenbringt, die die &bdquo;dunkle&ldquo; Seite der 50er und 60er Jahre beleuchten.<\/p><p>Dass die Geheimakten, also all das, was geheimgehalten werden soll, nur in hom&ouml;opathischen Dosen in die &Ouml;ffentlichkeit gespielt werden, kann man eindeutig belegen: <em>Gladio<\/em>, wovon eingangs gesprochen wurde, wurde in den 50er Jahren aufgebaut &ndash; auch in Deutschland. Gehen wir von der unfreundlichsten Variante aus, dann wurde <em>Gladio<\/em> bzw. <em>stay behind<\/em>&ldquo; ohne Zustimmung und Einbindung durch US-Beh&ouml;rden in die Welt gesetzt.<\/p><p>Ganz sicher l&auml;sst sich jedoch sagen, dass sp&auml;testens 1956 die F&uuml;hrung und Anleitung dieser &bdquo;faschistischen Reserve&ldquo; in die H&auml;nde des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND gelegt wurde. Da auch der BND nicht f&uuml;hrerlos agierte, sondern dem Bundeskanzleramt unterstellt war und ist, darf man ab diesem Zeitpunkt von einer direkten Verantwortung der Bundesregierung ausgehen, also auch im Wissen des Bundeskanzlers Konrad Adenauer.<\/p><p>In diesem Kontext ist ein Verweis ganz besonders interessant, den das Magazin in seinen Beitrag eingebaut hat, obwohl dieser vom US-amerikanischen Geheimdienst CIA bereits vor Jahren freigegeben wurde:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Im M&auml;rz 1956 schl&auml;gt Gehlen (&hellip;) den Amerikanern vor, gemeinsam einen Plan f&uuml;r den Fall auszuarbeiten, dass in Bonn eine Regierung aus Sozialdemokraten und &bdquo;Anti-Adenauer Elementen der Rechten&ldquo; zustande kommt. (&hellip;) Eine solche Regierung sei laut Gehlen &bdquo;anf&auml;llig f&uuml;r politische Zersetzung und schlie&szlig;lich Kontrolle durch den Osten&ldquo;. Der Geheimdienstler sieht sich laut CIA &bdquo;dann moralisch berechtigt, alle m&ouml;glichen Schritte zu unternehmen, einschlie&szlig;lich der Etablierung eines illegalen Apparats in der Bundesrepublik, um alle Elemente zu bek&auml;mpfen, die eine pro-sowjetische Politik verfolgen&ldquo;. Im Klartext: Gehlen will eine Untergrundoperation etablieren, um gegen eine Bundesregierung vorzugehen, die ihm nicht genehm ist.&ldquo; (s.o. S.13\/14)\n<\/p><\/blockquote><p>Wie bereits erw&auml;hnt, hatte der BND unter F&uuml;hrung des Ex-Nazis Gehlen im gleichen Jahr die stay-behind-Geheimarmee &uuml;bernommen. All das wei&szlig; auch das Magazin DER SPIEGEL. Warum bringt es den &bdquo;illegalen Apparat&ldquo;, den Staatsstreichgedanken nicht mit der bereits existierenden Untergrund-Reserve zusammen?<\/p><p>Wieso fragt es nicht nach, warum sich dazu nichts in den jetzt freigegebenen Unterlagen findet? Warum deckt sie diesen Zusammenhang mit Schweigen? Warum f&auml;llt in diesem Zusammenhang nicht einmal das Wort &bdquo;stay-behind&ldquo;?<\/p><p>Davor und danach kommt alles, was man ansonsten ins Reich der Verschw&ouml;rungstheorien ausweisen w&uuml;rde.<\/p><p>Ein Ex-Nazi, der sich in der FDP versteckt, dort als Lothar Weirauch Karriere macht, f&uuml;r die CDU Spitzeldienste unternimmt und vom BND &bdquo;ein monatliches Fixum von mindestens 2000 Mark&ldquo; erh&auml;lt. <\/p><p>Ein von der CDU eingerichteter &bdquo;Parteigeheimdienst&ldquo;, der u.a. &bdquo;belastendes Material&ldquo; gegen den SPD-Kanzlerkandidaten Willy Brandt sammeln soll. <\/p><p>Die Streuung von Falschmeldungen, um ungeliebte politische Gegner auszuschalten. <\/p><p>Die Einrichtung eines &bdquo;geheimen Dispositionsfonds&ldquo;, &bdquo;um das Wohlwollen von Politikern oder Diplomaten zu erlangen.&ldquo; (s.o.). <\/p><p>Der Kanzlerauftrag an den Geheimdienst, &bdquo;die Medien zu manipulieren und auszuforschen&ldquo;.<\/p><p>Selbst das, was heute als &bdquo;<em>false flag<\/em>&ldquo;, also Operationen unter falscher Flagge, bezeichnet wird, hatte die Adenauer-Regierung im Repertoire: Als ihr zugetragen wurde, dass &bdquo;DER SPIEGEL&ldquo; in Geldnot sei, hat man &uuml;berlegt, diesen einfach zu kaufen: &bdquo;Die SPIEGEL-Leute sollen dann so tun, als w&auml;ren sie unabh&auml;ngig. Man k&ouml;nne das Blatt &sbquo;ruhig weiter als Oppositionsblatt laufen lassen, jedoch gewisse Dinge verhindern&rsquo;, hofft Adenauers Adlatus Globke.&ldquo; (s.o.)<\/p><p>Wenn man an diese filetierten Erkenntnisse die inbr&uuml;nstige Emp&ouml;rung Bonner Politiker &uuml;ber die Spitzelt&auml;tigkeiten der Staatssicherheit (Stasi) in der DDR h&auml;lt, ist es sicherlich nicht &uuml;bertrieben, diese mit einem vorget&auml;uschten H&ouml;hepunkt zu vergleichen.<\/p><p>Zu der Frage, warum gerade jetzt und genau diese Dokumente nicht mehr als geheim eingestuft werden, hat sich Der SPIEGEL auch so seine Gedanken gemacht und sieht gerade im sichtbar gewordenen Dunkel das Helle. Und dieser Lichteffekt geht so: Gerade weil die Adenauer-Zeit so autorit&auml;r war und bis nahe an eine Kanzler-Diktatur heranreichte, beweise dies doch vor allem, dass die demokratischen Institutionen dem standgehalten h&auml;tten, anderenfalls w&uuml;rden wir ja heute im Vierten Reich leben.<\/p><p>Man k&ouml;nnte auch den gegenw&auml;rtigen Kanzleramtschef Peter Altmaier zitieren und die dort verpackte Parabel weiterdenken:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Konrad Adenauer gab uns Kompass und legte die Gleise &hellip;&rdquo; (Der SPIEGEL, Nr. 15\/2017, S.11)\n<\/p><\/blockquote><p><strong>&bdquo;Wenn ich mein Dienstzimmer verlasse, betrete ich Feindesland.&ldquo; (StA Fritz Bauer)<\/strong><\/p><p>Als klar war, dass der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer Anfang der 60er Jahre nicht nur Prozesse gegen SS-Mitglieder im KZ Auschwitz f&uuml;hren wollte, sondern auch beim Auffinden von Adolf Eichmann beteiligt war, tauchte der nationalsozialistische Untergrund der &bdquo;Stunde Null&ldquo; auf seine Weise wieder auf: Der deutsche Auslandsgeheimdienst BND, ein Sammelbecken von ehemaligen Nazis und Gestapo-Mitgliedern, platzierte in der Umgebung von Fritz Bauer einen Spitzel mit dem Auftrag, sowohl kompromittierendes Material &uuml;ber Fritz Bauer zu sammeln (auch, was seine Homosexualit&auml;t anbelangte), als auch den Stand der Fahndung nach Adolf Eichmann in Erfahrung zu bringen, um so gegebenenfalls den &bdquo;Kameraden&ldquo; Adolf Eichmann zu warnen. Zu den m&auml;chtigsten Feinden von Fritz Bauer z&auml;hlte der Chef des Bundeskanzleramtes, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hans_Globke\">Hans Globke<\/a>. Auch und gerade er hatte massives Interesse daran, dass die &bdquo;Entnazifizierung&ldquo; ein systemischer Reinfall wurde. Hans Globke geh&ouml;rte zur F&uuml;hrungselite im Dritten Reich, arbeitete an den &bdquo;N&uuml;rnberger Rassengesetzen&ldquo; mit, war also ein lupenreiner Faschist und Antisemit.<\/p><p>Die Absicht von Fritz Bauer, Globke wegen seiner NS-Vergangenheit anzuklagen, gab er auf. Seine Hilfe beim Auffinden von Eichmann war hingegen erfolgreich.<\/p><p>Fritz Bauer hat das Recht und die Pflicht zum Widerstand, &bdquo;<em>zum pers&ouml;nlichen Nein gegen&uuml;ber staatlichen Verbrechen<\/em>&ldquo; betont und gelebt.<\/p><p><strong>Wenn eine Nicht-Existenz vollst&auml;ndig aufgel&ouml;st wird<\/strong><\/p><p>Wer in den 70er oder 80er Jahren eine organisatorische Zusammenarbeit von Geheimdienst und (Ex-)Nazis behauptet h&auml;tte, h&auml;tte bestenfalls Schulterzucken geerntet, im schlechtesten Fall Stirnrunzeln.<\/p><p>Sp&auml;testens seit 2013 verf&uuml;gt genau dieses Horrorszenario &uuml;ber ein staatliches Hoheitssiegel:<\/p><p>Man f&uuml;hlt sich an die &rsaquo;Banalit&auml;t des B&ouml;sen&lsaquo; (Hannah Arendt) erinnert, wenn man die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Partei DIE LINKE liest, die im Plenarprotokoll <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btp\/17\/17236.pdf\">17\/236<\/a> dokumentiert ist. Auf die parlamentarische Anfrage des Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko (DIE LINKE), <em>&raquo;welche eigenen Anstrengungen (&hellip;) die Bundesregierung in den letzten 20 Jahren unternommen (hat), um die Beteiligung ihrer Beh&ouml;rden an weiteren T&auml;tigkeiten der besagten &rsaquo;Gladio\/Stay behind&lsaquo;-Truppe der NATO auszuschlie&szlig;en oder zu best&auml;tigen&laquo;<\/em>, erkl&auml;rte der Staatsminister Eckart von Klaeden:<\/p><blockquote><p>\n&raquo;Infolge der weltpolitischen Ver&auml;nderungen hat der Bundesnachrichtendienst in Abstimmung mit seinen alliierten Partnern zum Ende des 3. Quartals 1991 die Stay-behind-Organisation vollst&auml;ndig aufgel&ouml;st.&laquo; (Plenarprotokoll <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btp\/17\/17236.pdf\">17\/236<\/a>, Anlage Nr.15, S. 64 vom 24.4.2013)\n<\/p><\/blockquote><p>Was hier in einem Satz ad acta gelegt wird, ist keine Verordnung f&uuml;r alte Gl&uuml;hbirnen, sondern die jahrzehntelange Zusammenarbeit von (Ex-)Nazis und Geheimdienst, mit einer Blutspur, die sich durch ganz Europa zieht.<\/p><p>40 Jahre lang wurde mit viel Aufwand und noch mehr Rechtsbr&uuml;chen etwas betrieben, was selbst einer stasi-gesteuerten Horrorgeschichte zu plump vorgekommen w&auml;re. Dass dies gegen alle bestehenden Gesetze, gegen die noch junge Verfassung und an allen parlamentarischen Kontrollinstanzen vorbei aufgebaut wurde, ist bis heute wohl die stillste und folgenloseste Schlussfolgerung. Dass keine der im Bundestag vertretenen Parteien Strafanzeige erstattet oder einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss beantragt hat, spricht f&uuml;r den Gleichschritt aller regierungswilligen Parteien bzw. ihre Bereitschaft, in Fragen des &ldquo;Staatswohles&rdquo; auch Rechts- und Verfassungsbr&uuml;che zu begehen und zu decken.<\/p><p>Warum selbst die Partei DIE LINKE, die als einzige Partei in diese Form des Staatsterrorismus nicht eingebunden war, politisch keine Schritte unternimmt, um dieses bis heute geltende Gesetz des Schweigens zu durchbrechen, muss sie selbst beantworten.<\/p><p>Denn es geht in der Aufarbeitung dieses staatsterroristischen Untergrundes nicht nur um die Straftaten und Verbrechen, die im Kontext von stay-behind begangen wurden. Die Art und Weise, wie stay-behind bis heute nicht aufgekl&auml;rt wird, wirkt bis in die Gegenwart hinein &ndash; auch mit Blick auf den Nationalsozialistischen Untergrund\/NSU.<\/p><p>Dass man kurz nach Ende des Faschismus in vielen europ&auml;ischen Staaten auf Faschisten zur&uuml;ckgriff, sie brauchte und in wichtige politische und staatliche Funktionen brachte, hat mit einer bis heute virulenten &Uuml;bereinstimmung zu tun. Faschisten und &ldquo;Demokraten&rdquo; teilen sich sowohl einen Antisemitismus, als auch einen Antikommunismus. Das kann in manch politisch brisanten Situationen genug sein, um sie an die Macht zu bringen\/an die Macht kommen zu lassen. In anderen, eher stabileren Zeiten bleiben Faschisten dann &ldquo;nur&rdquo; eine Option.<\/p><p>Wenn also ab den 50er Jahren Faschisten Teil einer geheimen terroristischen Armee wurden, um den Kommunismus zu bek&auml;mpfen, dann ist es zwingend, dass man faschistische Organisationen und Parteien eher behutsam behandelt, anstatt sie mit allen Mitteln zu bek&auml;mpfen. Schlie&szlig;lich hat man &ndash; neben den ideologischen &Uuml;bereinstimmungen &ndash; vor allem ein Geheimnis zu h&uuml;ten, das beide Seiten auf gewisse Weise bindet.<\/p><p>Dass es z.B. die neonazistische &ldquo;<em>Wehrsportgruppe Hoffman<\/em>&rdquo; (WGH) geben konnte, die &uuml;ber Jahrzehnte hinweg weitgehend unbehelligt agieren konnte, hat also nicht nur etwas mit m&ouml;glichen und wahrscheinlichen Sympathien f&uuml;r diese &ldquo;nationale Kameradschaft&rdquo; und paramilit&auml;rischen Gruppen zu tun. Die Wahrscheinlichkeit, dass genau diese WGH personell bzw. organisatorisch ein Bindeglied zwischen staatseigenem Untergrund und &ldquo;nationalsozialistischem Untergrund&rdquo; war, liegt auf der Hand:<\/p><p>Gundolf K&ouml;hler, der allein f&uuml;r den m&ouml;rderischen Anschlag auf das Oktoberfest in M&uuml;nchen 1980 verantwortlich gemacht wird, war Sympathisant der WGH und war dabei, einen Ableger der WGH zu gr&uuml;nden. Von damals bis heute tat man alles, um den politischen, also neonazistischen Hintergrund dieser Tat zu verschleiern. Mit noch gr&ouml;&szlig;erem Flei&szlig; pr&auml;sentierte man einen verwirrten und unpolitischen Einzelt&auml;ter, obwohl das allermeiste auf eine Tat einer Gruppe hinweist. <\/p><p>Die Bereitschaft, mit Ex-Nazis und Faschisten einen Untergrund zu bilden, bedeutet zwangsl&auml;ufig, in anderen F&auml;llen &ldquo;den Ball flach zu halten&rdquo; &ndash; bevor er genau dorthin rollt, wo sich &ldquo;stay&ndash;behind&rdquo; befindet.<\/p><p>Die Pogrome Anfang der 90er Jahre, die aus dem Boden schie&szlig;enden neonazistischen Kameradschaften, die wenig sp&auml;ter ausgerufene Strategie, &ldquo;Zellen&rdquo; zu bilden, in den &ldquo;Untergrund&rdquo; zu gehen, ist ohne diese staatliche Unterst&uuml;tzungs- und Deckungsarbeit nicht zu verstehen.<\/p><p><em>Ein ausf&uuml;hrlicher Beitrag &uuml;ber den hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer findet sich <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.wordpress.com\/2016\/11\/22\/die-akte-general\/\">hier<\/a>.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] Der Rechtsstaat im Untergrund |Big Brother, der NSU-Komplex und notwendige Illoyalit&auml;t, PapyRossa Verlag, K&ouml;ln 2015<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im sechsten Teil unserer Serie zum NSU-VS-Komplex nimmt <strong>Wolf Wetzel<\/strong>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38063#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>] den 50. Todestag von Konrad Adenauer zum Anlass, auf die ersten Jahre des Nachkriegsdeutschlands zur&uuml;ckzublicken. Wof&uuml;r steht die 14 Jahre w&auml;hrende Adenauer-&Auml;ra (1949-1963)? Und was hat diese mit dem Nationalsozialistischen Untergrund zu tun?<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,60,125,166],"tags":[1114,1276,2086,901,2087,416,466,955,1266,1669,1314],"class_list":["post-38063","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-innere-sicherheit","category-rechte-gefahr","category-terrorismus","tag-adenauer-konrad","tag-attentat","tag-bauer-fritz","tag-geheimdienste","tag-globke-hans","tag-nationalsozialismus","tag-nato","tag-neonazismus","tag-nsu","tag-stay-behind","tag-tiefer-staat"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38063","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38063"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38063\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48015,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38063\/revisions\/48015"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38063"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38063"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38063"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}