{"id":3808,"date":"2009-03-05T19:32:43","date_gmt":"2009-03-05T18:32:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3808"},"modified":"2014-01-29T11:49:09","modified_gmt":"2014-01-29T10:49:09","slug":"sind-die-spiegeljournalisten-aufgewacht-das-waere-in-jedem-fall-gut-teil-xi-finanzkrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3808","title":{"rendered":"Sind die Spiegeljournalisten aufgewacht? Das w\u00e4re in jedem Fall gut. (Teil XI Finanzkrise)"},"content":{"rendered":"<p>SpiegelOnline &uuml;berraschte am 4.3. mit einem erstaunlichen St&uuml;ck. Unter der &Uuml;berschrift <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,611329,00.html\">&bdquo;Die verdr&auml;ngten S&uuml;nden der Heuschrecken-B&auml;ndiger&ldquo;<\/a> kritisieren drei Spiegelredakteure den Umgang von SPD und CDU mit den Akteuren auf dem Kapitalmarkt, namentlich mit Schr&ouml;der, Eichel, Steinbr&uuml;ck, M&uuml;ntefering und Koch. W&ouml;rtlich: &bdquo;SPD und CDU wollen Manager und Aktienm&auml;rkte z&uuml;geln. Dabei m&ouml;chten sie am liebsten vergessen machen, dass sie manchem seltsamen Finanzprodukt selbst den Weg gebahnt haben &ndash; und sogar noch mehr Freiheit f&uuml;r Heuschrecken verlangten.&ldquo; Wer den Spiegel bisher verfolgt hat, reibt sich verwundert die Augen. Albrecht M&uuml;ller<br>\n<!--more--><br>\nEs lohnt sich, diesen Beitrag zu lesen, auch wenn Sie als aufmerksame\/r Beobachter\/in und NachDenkSeiten-Leser\/in vieles schon kennen. Aber es ist einfach wohltuend, endlich auch bei einem so wirksamen Medium lesen zu k&ouml;nnen, welche gro&szlig;e Rolle die Regierungen Schr&ouml;der und Merkel beim Entstehen und Versch&auml;rfen der Finanzkrise gespielt haben, dass die Politik sich von der Lobby die Gesetze schreiben l&auml;sst und was sie sonst bei ihrer Pflege der Finanzindustrie an Schaden angerichtet haben. Au&szlig;erdem bereitet es ein gewisses Vergn&uuml;gen, beobachten zu k&ouml;nnen, wie sich Spiegel Online neu erfindet und windet.<\/p><p>Wenn aus Saulus Paulus wird, wenn aus dem neoliberal angepassten Spiegel wieder ein einigerma&szlig;en kritisches Medium w&uuml;rde, dann ist das ein Grund zur Freude. Wendeh&auml;lse sind in jedem Fall n&uuml;tzlicher als Dogmatiker. Etwas stutzig macht eine gewisse Einseitigkeit und die Abwesenheit jeglichen Anflugs von Selbstkritik. Zur Einstimmung zitiere ich einen NachDenkSeiten-Leser mit einigen Anmerkungen:<\/p><blockquote><p>Die SPIEGEL-Autoren haben scheinbar &ldquo;vergessen&rdquo;, da&szlig; auch und gerade der SPIEGEL seit den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts zu den neoliberalen Propagandisten der Finanzmarkt-&ldquo;Deregulierung \/ Liberalisierung&rdquo; z&auml;hlt.<\/p>\n<p>Wieso wird jene Partei vom SPIEGEL von der Kritik ausgespart, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten den parteipolitischen Hauptpropagandisten der neoliberalen Ideologie abgab? Die Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik der FDP l&auml;&szlig;t sich auf die neoliberale &ldquo;Dreifaltigkeit&rdquo; reduzieren: &ldquo;Deregulierung&rdquo;, &ldquo;Liberalisierung&rdquo;, &ldquo;Privatisierung&rdquo;.<\/p>\n<p>Wieso wird die Union in diesem SPIEGEL-Beitrag beinahe mit Samthandschuhen angefa&szlig;t? Der rot-gr&uuml;ne Neoliberalismus der Schr&ouml;der-Jahre wurde von den damaligen schwarz-gelben Oppositionsparteien wohlwollend begleitet (opponiert wurde lediglich gegen die wenigen rot-gr&uuml;nen Reformprojekte, wie z.B. den Atomausstieg).<\/p>\n<p>Wieso wird der Name der Bundeskanzlerin im SPIEGEL-Artikel an keiner Stelle erw&auml;hnt? Die NachDenkSeiten hatten in den vergangenen Jahren mehrmals die geh&ouml;rige Mitverantwortung Merkels f&uuml;r die &ldquo;&acute;Kollateralsch&auml;den&rdquo; der neoliberalen Ideologie dokumentiert. Hier nochmals vier Ver&ouml;ffentlichungen aus den vergangenen Monaten:<\/p>\n<p>a. Beitrag vom 23. September 2008:<br>\n<a href=\"?p=3471\">&ldquo;Das Casino kracht zusammen. Croupi&egrave;re Merkel fl&uuml;chtet durch den Hinterausgang&rdquo;<\/a><\/p>\n<p>b. Beitrag vom 10. Oktober 2008:<br>\n<a href=\"?p=3504\">&ldquo;Mit dieser Bundesregierung wird der Bock zum G&auml;rtner &ndash; Fortsetzung Steinbr&uuml;ck und Co.&rdquo;<\/a><\/p>\n<p>c. Beitrag vom 20. Oktober 2008:<br>\n<a href=\"?p=3521\">&ldquo;Ein neuer &bdquo;Bock als G&auml;rtner&ldquo; &ndash; der GoldmanSachs-Berater Issing als Kommissionsvorsitzender. Mein Fazit: Dieser Bundesregierung ist nicht zu trauen.&rdquo;<\/a><\/p>\n<p>d. Beitrag vom 2. Januar 2009:<br>\n<a href=\"?p=3678\">&ldquo;Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin &ndash; Eine atemberaubende Flucht aus der Wahrheit&rdquo;<\/a><\/p>\n<p>Das Aussparen von FDP und Merkel und die im Vergleich zur SPIEGEL-Kritik an der SPD sehr ged&auml;mpften kritischen Anmerkungen zu den Unionsparteien lassen die Absicht des SPIEGEL erkennen: Das von der &uuml;bergro&szlig;en Mehrheit unserer &ldquo;unabh&auml;ngigen&rdquo; und &ldquo;&uuml;berparteilichen&rdquo; Medien gew&uuml;nschte schwarz-gelbe B&uuml;ndnis soll geschont werden. <\/p>\n<p>Dies kann man nur als verlogen bezeichnen: Das Interessenkartell aus neoliberalen Medien, Politikern und Wirtschaftslobbys bastelt in den Hinterzimmern der Macht an Strategien, die es erlauben, die neoliberale Ideologie m&ouml;glichst unbeschadet in die Zukunft zu retten. Ein schwarz-gelbes B&uuml;ndnis auch auf Bundesebene w&auml;re f&uuml;r dieses Interessenkartell der Garant f&uuml;r ein m&ouml;glichst unver&auml;ndertes &ldquo;Weiter so&rdquo; mit der neoliberalen Ideologie.<\/p>\n<p>Diesen Aspekt verschweigt der SPIEGEL-Beitrag. Man sp&uuml;rt die Absicht und ist verstimmt!<\/p><\/blockquote><p>So weit das Zitat. Man kann den Text etwas milder beurteilen, weil die Spiegelredakteure zum Beispiel auch zu Roland Kochs Rolle Kritisches anzumerken wissen. Aber es ist insgesamt richtig beobachtet. Dass die FDP und Angela Merkel in diesem kritischen Beitrag ausgespart werden, ist schon bemerkenswert.  <\/p><p><strong>Ich erg&auml;nze um einige kritische Anmerkungen: <\/strong><\/p><ol>\n<li><strong>Im Artikel von Spiegel Online sind auch einige andere wichtige Personen, Gruppen und Unternehmen von der Kritik ausgespart.<\/strong>\n<p>Er enth&auml;lt keine Kritik an wichtigen in der Finanzindustrie beziehungsweise in der Politik f&uuml;r die Finanzindustrie t&auml;tigen Personen &ndash; nicht an Friedrich Merz zum Beispiel, der immerhin &uuml;ber seine Anwaltst&auml;tigkeit Hedgefonds ber&auml;t, nicht an J&ouml;rg Asmussen, dem fr&uuml;heren Abteilungsleiter und heutigen Staatssekret&auml;r im Bundesfinanzministerium, der bei Eichel und Steinbr&uuml;ck mit vielen Schachz&uuml;gen zu Gunsten der Finanzindustrie verbunden ist, nicht zu all den Managern und Politikern, die heute Hedgefonds und Private Equity- Gruppen beraten und auf die wir in der NachDenkSeiten schon h&auml;ufig hingewiesen haben, nicht an Issing und nicht an Tietmeyer. Auch Ackermann und die Deutsche Bank kommen viel zu gut weg, obwohl sie mit ihrer Propaganda f&uuml;r abenteuerliche Kapitalrenditen und f&uuml;r das Investmentbanking und mit ihrer Politikberatung eine beachtliche Rolle beim Ankurbeln der Krise gespielt haben. <\/p>\n<p>Zu der aus der Sicht des zitierten NachDenkSeiten-Lesers zu einseitigen Kritik an Sozialdemokraten bleibt aus meiner Sicht noch etwas nachzutragen: der Spiegel Online-Artikel hat immerhin deutlich sichtbar gemacht, wie unf&auml;hig die Personen waren und sind, die f&uuml;r die SPD an der Spitze t&auml;tig sind. Man musste den Eindruck gewinnen, dass sie (Eichel, Schr&ouml;der, Steinbr&uuml;ck, M&uuml;ntefering usw.) kein gesichertes Sachurteil &uuml;ber die Vorg&auml;nge auf den Finanzm&auml;rkten haben. Sie haben die Vorg&auml;nge und auch die dortigen Scheinrenditen offenbar mit gl&auml;nzenden Augen verfolgt. Die im Spiegel Online Artikel skizzierten Einlassungen von Ludwig Poullain treffen einen wahren Kern. Ich habe in meiner T&auml;tigkeit f&uuml;r die SPD und die Bundesregierung jedenfalls &Auml;hnliches beobachtet: Haltlose Bewunderung und Komplexe im Umgang mit einflussreichen und reichen Leuten. Ausnahmen fallen mir nur wenige ein: Klaus Dieter Arndt, Willy Brandt, Carlo Schmid, Herbert Ehrenberg, Hans Jochen Vogel, Johannes Rau  &hellip; . Ansonsten viel Strammstehen vor Pfeffers&auml;cken.<\/p><\/li>\n<li><strong>Es ist schlicht falsch zu behaupten, man h&auml;tte die Gef&auml;hrlichkeit der Entwicklung auf den Finanzm&auml;rkten nicht fr&uuml;her bemerken k&ouml;nnen.<\/strong>\n<p>Vorweg weise ich auf unserer eigenen vielen Beitr&auml;ge in den NachDenkSeiten und in den kritischen Jahrb&uuml;chern hin. Schon im <a href=\"?page_id=2867\">Jahrbuch 2007<\/a> gab es in Kapitel 12 (&bdquo;Neues aus dem Casino &ndash; der Wirkungsst&auml;tte von Kriminellen&ldquo;) einschl&auml;gige Beitr&auml;ge: am 12. April 2007 (&bdquo;Wie lange l&auml;sst sich die deutsche Wirtschaft noch f&uuml;r Hasardeure einspannen&ldquo;), am 9. Juli 2007 (&bdquo;Die Politik ist &uuml;ber weite Strecken in den H&auml;nden der Finanzindustrie&ldquo;), am 2. August 2007 und am 17. August 2007 (&bdquo;Die Blase &ndash; das Werk von kriminellen, kriminellen Vereinigungen und Hehlern&ldquo;), und am 28. August 2007 (&bdquo;Spekulation &ndash; eine wichtige Quelle des Wohlstands?&ldquo;) Und am 26. September 2007 (&bdquo;Bundesfinanzminister f&ouml;rderte den unanst&auml;ndigen Kreditverkauf zulasten der Darlehensnehmer&ldquo;). Im <a href=\"?page_id=3577\">Jahrbuch 2008\/2009<\/a> ging es dann &auml;hnlich weiter.<\/p>\n<p>Dass die Entstehung und das Anheizen einer Spekulationsblase gef&auml;hrlich sind, wei&szlig; man &ndash; seit der Weltwirtschaftskrise, seit der Krise in der zweiten H&auml;lfte der 90 er in Asien, seit den Krisen in S&uuml;damerika und dem Aufblasen und dem Sturz der Aktienb&ouml;rsen zwischen 1995, 2000 und 2003 hier bei uns. Ich selbst habe dazu &ndash; damals im sozialdemokratischen vorw&auml;rts &ndash; zwischen 1999 und 2001 Kolumnen geschrieben. Von nix kommt nix, mit Spekulationen werden keine Werte geschaffen, konnte man auch damals wissen.<\/p>\n<p>Dass es in Deutschland den Vorschlag und damit aus Sicht der Finanzindustrie die Notwendigkeit f&uuml;r eine Bad Bank gibt, wei&szlig; man sp&auml;testens seit 24. Februar 2003, als das Handelsblatt &uuml;ber das Spitzengespr&auml;ch zwischen den Spitzen der Banken und Versicherungen und den Spitzen der Regierung Schr&ouml;der berichtet hatte. Warum machte das elektronische Leitmedium Spiegel Online damals nicht mobil?<\/p>\n<p>Dass die Aufl&ouml;sung der Deutschland AG ein Unsinns-Projekt ist, konnte man von Anfang an wissen. Der Spiegel selbst wurde vom damaligen und heutigen Porsche-Chef Wiedeking in einem Spiegel-Gespr&auml;ch darauf aufmerksam gemacht, dass die zum 1.1.2002, also von Schr&ouml;der und Eichel eingef&uuml;hrte Befreiung der beim Verkauf von Unternehmen und Unternehmensteilen realisierten Gewinne sinnlos ist, weil nicht einzusehen w&auml;re, weshalb es ein gesellschaftspolitischer Vorteil sein soll, wenn ein so genannter Investor an einen anderen ein Unternehmen verkauft. <\/p>\n<p>Die damals interviewenden Spiegelredakteure h&auml;tten den Fingerzeig nur begreifen und ihm nachgehen m&uuml;ssen. Dann w&auml;ren ihnen die schon fast unn&ouml;tigen Verrenkungen erspart geblieben, mit denen sie jetzt im Artikel vom 4. M&auml;rz zu erkl&auml;ren versuchen, warum sie die Zeichen der Zeit nicht verstanden haben. Sie zitieren dazu Gustav Horn mit den Bemerkungen, wir h&auml;tten alle Fehler gemacht und h&auml;tten den Finanzm&auml;rkten zu wenig Beachtung geschenkt. <\/p>\n<p>So also versteckt sich das Spiegelpersonal hinter Gustav Horns Fehleinsch&auml;tzung und sie zitieren weiterhin einen omin&ouml;sen Zeitzeugen, der alles miterlebt habe, &bdquo;den man aber nicht nennen kann&ldquo;, mit der Einsch&auml;tzung, bis auf ein paar Fachleute habe damals niemand gemerkt, was vor sich ging, als sich Deutschland unter der &Auml;gide von Eichel und Schr&ouml;der und dann unter Steinbr&uuml;ck und Merkel f&uuml;r Hedgefonds und andere Finanzinstrumente &ouml;ffnete.<\/p>\n<p>Diese Einlassung l&auml;sst tief blicken, wenn sie stimmen w&uuml;rde. Das w&auml;re n&auml;mlich ein hartes Urteil &uuml;ber die schlechte Qualit&auml;t der Ministerialb&uuml;rokratie im Bundesfinanzministerium und dem Kanzleramt. <\/p>\n<p>Aber es kann eben auch anders sein: dass die Politik eng mit der Finanzwirtschaft verflochten ist. Diese These haben wir schon an vielen Beispielen in den NachDenkSeiten belegt. Die Steuerbefreiung der Heuschrecken, die Privatisierung der Altersvorsorge, die sonstige Privatisierung vieler &ouml;ffentlichen Unternehmen und Einrichtungen, der Stolz des jetzigen Bundesfinanzministers, die Beteiligungen des Bundes immer mehr abgebaut zu haben und damit die B&ouml;rsen gef&uuml;ttert zu haben, das kann doch nicht alles nur auf Dummheit beruhen. Dahinter stecken dicke Interessen. Immer noch und immer wieder sichtbar in der schon erw&auml;hnten Verfilzung zwischen hochm&ouml;genden Pers&ouml;nlichkeiten des wirtschaftlichen und politischen Lebens und ausl&auml;ndischen und inl&auml;ndischen Fonds. Zuletzt sichtbar an der Investment-Firmengr&uuml;ndung von Middelhoff, W&ouml;ssner, Lahnstein und Co.<\/p><\/li>\n<li><strong>Die kritische Analyse m&uuml;sste Folgen in der praktischen Politik haben. Bisher bleibt die Therapie an der Oberfl&auml;che.<\/strong>\n<p>Wenn die Journalistenkollegen vom Spiegel und Spiegel Online konsequent sein wollen und ihren eigenen erstaunlichen Beitrag ernst n&auml;hmen, dann m&uuml;sste das Konsequenzen haben f&uuml;r die weitere Begleitung der politischen Entscheidungen.<\/p>\n<p>Dann m&uuml;sste zum Beispiel beschrieben werden, dass die bisherigen Vorschl&auml;ge der Bundesregierung ausnahmslos an der Oberfl&auml;che bleiben.<br>\nEs geht nicht um Managergeh&auml;lter, sie zu begrenzen ist richtig aber zugleich ein Placebo.<\/p>\n<p>Es geht nicht nur um ein bisschen mehr Regulierung und um mehr Transparenz. Es geht um notwendige handfeste Entscheidungen:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Verbot von Hedgefonds.<\/li>\n<li>Das Brechen der Spekulationsmentalit&auml;t und die Schlie&szlig;ung des Casinobetriebs.<\/li>\n<li>Die Untersagung der Pl&uuml;nderung von Unternehmen durch Einstieg mit einer minimalen Beteiligung von zum Beispiel 20 % und der Verschuldung des Unternehmens.<\/li>\n<li>Die Streichung der Steuervorteile beim Verkauf von Unternehmen und Unternehmensteilen.<\/li>\n<li>Die Korrektur der anderen von Spiegel Online genannten Ma&szlig;nahmen, mit denen die Regierungen Schr&ouml;der und Merkel die Spekulation auf den Finanzm&auml;rkten erleichtert haben.<\/li>\n<li>Ein Stop f&uuml;r weitere Privatisierungen und die &Uuml;bernahme von ehemals &ouml;ffentlichen Unternehmen durch den Staat. Dass der Hauptaktion&auml;r der Post AG, der Bund, den Verkauf der Postbank-Anteile an die deutsche Bank zum jetzigen Zeitpunkt zugelassen hat, ist skandal&ouml;s und ein Zeichen daf&uuml;r, das sich in der praktischen Politik nichts ge&auml;ndert hat. Wenn der Spiegel glaubw&uuml;rdig sein will mit seiner Kritik vom 3. M&auml;rz, dann muss er bei jedem dieser Punkte nachhaken.<\/li>\n<li>Die &Uuml;bernahme von Banken in staatliche Obhut und die Neuordnung des gesamten Bankenwesens und damit die Beschr&auml;nkung der Finanzm&auml;rkte auf die notwendigen Dienstleistungen &ndash; nahezu ohne Spekulationsbetrieb.<\/li>\n<li>Staatliche Begleitung der notwendigen Konversion des Finanzsektors. Siehe dazu auch den einschl&auml;gigen <a href=\"?p=3689\">NDS-Eintrag vom 7. Januar 2009<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol><p>Wir sind gespannt, ob Spiegel und Spiegel Online am Ball bleiben. Wenn sie das t&auml;ten, dann w&auml;re unsere Arbeit schon fast unn&ouml;tig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SpiegelOnline &uuml;berraschte am 4.3. mit einem erstaunlichen St&uuml;ck. Unter der &Uuml;berschrift <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,611329,00.html\">&bdquo;Die verdr&auml;ngten S&uuml;nden der Heuschrecken-B&auml;ndiger&ldquo;<\/a> kritisieren drei Spiegelredakteure den Umgang von SPD und CDU mit den Akteuren auf dem Kapitalmarkt, namentlich mit Schr&ouml;der, Eichel, Steinbr&uuml;ck, M&uuml;ntefering und Koch. W&ouml;rtlich: &bdquo;SPD und CDU wollen Manager und Aktienm&auml;rkte z&uuml;geln. 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