{"id":38084,"date":"2017-04-29T09:59:41","date_gmt":"2017-04-29T07:59:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38084"},"modified":"2017-07-11T10:46:47","modified_gmt":"2017-07-11T08:46:47","slug":"die-uebersetzung-eines-videos-mit-ray-mcgovern-zu-den-hintergruenden-des-gezerres-um-die-giftgaseinsaetze-in-syrien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38084","title":{"rendered":"Die \u00dcbersetzung eines Videos mit Ray McGovern zu den Hintergr\u00fcnden des Gezerres um die Giftgaseins\u00e4tze in Syrien"},"content":{"rendered":"<p>Gegen den Nahostexperten Michael L&uuml;ders ist in der zu Ende gehenden Woche eine massive Kampagne gef&uuml;hrt worden. Seine Glaubw&uuml;rdigkeit soll besch&auml;digt werden, weil er am Wahrheitsgehalt der Giftgas-Geschichte r&uuml;ttelt &ndash; so <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37845\">hier im Interview mit den NachDenkSeiten<\/a>. Die Geschichte wird uns falsch erz&auml;hlt, um in Syrien weiterhin Krieg f&uuml;hren zu k&ouml;nnen &ndash; mit dem Ziel der Zerschlagung dieses Landes. Was Ray McGovern in einem Video vom Mai 2016 &uuml;ber die Planspielchen von Neocons in den USA, &uuml;ber eine vom US-Au&szlig;enminister verbreitete Unwahrheit und &uuml;ber die Interessen Israels sagt, tr&auml;gt zur Aufkl&auml;rung bei und st&uuml;tzt Michael L&uuml;ders. Eine Leserin der NachDenkSeiten, Angelika Eberl, hat dieses Video &uuml;bersetzt. Siehe unten. Ray McGovern war 27 Jahre lang Mitarbeiter der CIA. Er war am Ende seiner Karriere verantwortlich f&uuml;r die morgendliche Berichterstattung der Geheimdienste beim US-amerikanischen Pr&auml;sidenten. Albrecht M&uuml;ller<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4144\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-38084-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170501_Ray_McGovern_zu_den_Giftgaseinsaetzen_in_Syrien_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170501_Ray_McGovern_zu_den_Giftgaseinsaetzen_in_Syrien_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170501_Ray_McGovern_zu_den_Giftgaseinsaetzen_in_Syrien_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170501_Ray_McGovern_zu_den_Giftgaseinsaetzen_in_Syrien_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=38084-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170501_Ray_McGovern_zu_den_Giftgaseinsaetzen_in_Syrien_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170501_Ray_McGovern_zu_den_Giftgaseinsaetzen_in_Syrien_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><em>Zun&auml;chst ein herzliches Dankesch&ouml;n an Angelika Eberl. Ein 30-min&uuml;tiges Video zu &uuml;bersetzen, ist harte Arbeit. Hier ist das Ergebnis:<\/em><\/p><p><strong>Ray McGovern, im Mai 2016, &uuml;ber Israel und den Nahen Osten<\/strong><\/p><p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wnITcUQiK1Y\">YouTube<\/a>  <\/p><p>Es ist unm&ouml;glich, eine offene Diskussion &uuml;ber die US-Politik im Nahen Osten zu f&uuml;hren, ohne &uuml;ber die Beziehung der USA zu Israel zu sprechen. Die Leute sind ganz verwirrt, wenn sie unsere Politik gegen&uuml;ber Syrien zu erkl&auml;ren versuchen. Sie macht keinen Sinn. Syrien &ndash; eine Bedrohung f&uuml;r uns? Nein. Warum soll Bashar al-Assad dann weg? Weil Obama es so sagt? Weil Hillary Clinton es sagt? Warum sagen sie so etwas? Falls Sie nicht verstehen, wo diese Politik urspr&uuml;nglich herkommt, werde ich versuchen, es zu erkl&auml;ren.  <\/p><p>Im Jahr 1996 wurde eine Studie erstellt f&uuml;r einen Mann, der zum ersten Mal Premierminister in Israel werden sollte. Sein Name war Netanjahu. Diese Studie ist haupts&auml;chlich von Amerikanern, Neocons (Neokonservativen) erstellt worden. [Es erscheinen die Fotos von sieben Personen].  <\/p><p>Einige von ihnen waren sehr prominent, z. B. Douglas Feith, Nummer Drei im Pentagon unter George W. Bush und andere und die meisten von ihnen waren US-Amerikaner: Richard Perle war die andere Person, an die ich denke &ndash; er war der Kopf von Rumsfeld in dessen Verteidigungsministerium, der seiner Forschungstruppe helfen sollte. Sie fabrizierten dieses Papier und nannten es &bdquo;A clean break &ndash; a new strategy for securing the realm&ldquo;, also &bdquo;einen glatten Bruch, eine neue Sicherheitsstrategie f&uuml;r das Gebiet&ldquo;. Welches Gebiet? Nun das Gebiet war Israel &ndash; ein gr&ouml;&szlig;eres Israel. Ein Israel, das w&auml;hrend des Krieges von 1967 Gebiete besetzte.  <\/p><p>Das ist ziemlich eindeutig. Es ist darin die Rede davon, dass es n&ouml;tig sei, sicherzustellen, dass Syrien auseinander gerissen wird. Irak, nun &uuml;ber Irak sagen sie: Der Irak ist eine Beute f&uuml;r sich &ndash; man solle Saddam Hussein loswerden und dann werde man sich mit Iran und anderen Orten besch&auml;ftigen. Es war geschrieben worden von Douglas Feith, Richard Perle und anderen.<br>\nDas steht da schwarz auf wei&szlig;.<br>\nDas war 1996.  <\/p><p>Einige Jahre sp&auml;ter gab es das Projekt f&uuml;r ein neues amerikanisches Jahrhundert, das &bdquo;Project for a New American Century&ldquo; &ndash; fabriziert von denselben Leuten, die beschlossen hatten, dass Israels Interessen zuallererst vorangetrieben werden sollten. Wenn man Saddam Hussein im Irak loswerde, sei er kein Problem mehr f&uuml;r die Israelis.    <\/p><p>Nun, kurioserweise h&auml;tten es die Israelis lieber gehabt, dass zuerst der Iran drangekommen w&auml;re. Manche der Neocons stolzierten umher und sagten: Irak? Die haben kein Milit&auml;r, das der Rede wert w&auml;re. Ein richtiger Mann w&uuml;rde nach Teheran gehen. Der Irak w&auml;re ein Kinderspiel. Okay? Das war der Plan. Nun, spulen wir ein wenig nach vorne und schauen, was gerade in Syrien los ist, nachdem wir den Irak total zerst&ouml;rt haben. Wissen Sie, ich spreche hier &uuml;ber Strategien, aber in Wirklichkeit geht es um Menschen, nicht nur die 5.000 US-Soldaten, die get&ouml;tet wurden, sondern mindestens Hunderttausende von Irakern, die wegen des Krieges ihr Leben verloren haben und alle Arten von Verst&uuml;mmelungen und Verletzungen und Fl&uuml;chtlingen. Millionen von Fl&uuml;chtlingen innerhalb des Irak, au&szlig;erhalb des Irak, in den umliegenden L&auml;ndern. Dasselbe in Syrien.  <\/p><p>Was geschah nun in Syrien? Nun, 2011 gab es den Versuch, eine Art arabischen Fr&uuml;hling in Syrien zu entfachen. Es gab wirtschaftliche Schwierigkeiten, es gab D&uuml;rreperioden, und es gab Leute, die sagten: &bdquo;Nun, lasst uns aus der Situation in Tunesien und Kairo Vorteile ziehen und schauen, ob wir hier etwas mehr &bdquo;Demokratie&ldquo; installieren k&ouml;nnen&ldquo;. Sofort. Diese Gelegenheit wurde von Leuten ergriffen, die Bashar al-Assad loswerden wollten. Darunter war auch Hillary Clinton &ndash; und, im Weiteren, auch Pr&auml;sident Obama. Was geschah? Wir begannen, nach &bdquo;moderaten&ldquo; Rebellen zu suchen, um sie zu unterst&uuml;tzen. Sogar Obama sagte vor zwei Jahren (Anm.: also in 2014), dass es reine Fantasie sei, von &bdquo;moderaten&ldquo; Rebellen zu sprechen. Er benutzte das Wort &bdquo;Fantasie&ldquo;. Es erhoben sich also &bdquo;moderate&ldquo; Rebellen, wie Lazarus aus dem Grabe. Und wir unterst&uuml;tzen sie wieder, wie schon zuvor, mit einigen qualitativen Unterschieden, die aufgrund des russischen Eingreifens zustande gekommen waren.  <\/p><p>Nun, der Hintergrund ist, dass wir, meiner Ansicht nach, die US-Politik im Nahen Osten und vor allem in Syrien nicht verstehen k&ouml;nnen, ohne zu erkennen, wie unsere Strategen geradezu damit prahlen, ja,  wirklich damit prahlen, dass es keinen Unterschied gibt zwischen der US-Politik und der Politik Israels. Das tut uns nicht gut, zwischen all den arabischen Staaten dort.  <\/p><p>Doch wenn das so ist: Warum hat sich unser Pr&auml;sident, Barack Obama, am 20. August 2012 entschlossen, eine rote Linie zu ziehen? Wir alle wissen, dass Syrien chemische Waffen hat, die &uuml;brigblieben, als es von allen und jedem unterst&uuml;tzt wurde, aber es war niemals ratsam, sie zu nutzen, denn das w&auml;re gleichbedeutend mit sofortigem Selbstmord. Die Israelis h&auml;tten sofort mit Atombomben oder &Auml;hnlichem geantwortet.  <\/p><p>Ganz am Ende einer Pressekonferenz wurde Obama gefragt &ndash; eine ungew&ouml;hnliche Sache: &bdquo;Oh, Mr. Obama, Sie sagten, sie w&uuml;rden in Syrien milit&auml;risch nicht eingreifen &ndash; w&uuml;rden Sie tats&auml;chlich niemals milit&auml;risch eingreifen?&ldquo; Darauf sagte Obama, als ob er ein Skript lesen w&uuml;rde: &bdquo;Also, wenn die Syrer ihre chemischen Waffen einsetzen oder sie auch nur bewegen w&uuml;rden, dann w&auml;re eine rote Linie &uuml;berschritten.&ldquo; Die Rote Linie &ndash; seine Worte. (Pr&auml;sident Obama wird eingeblendet und sagt:) &bdquo;Dann w&uuml;rde ich meinen Ansatz bez&uuml;glich Syrien &auml;ndern. F&uuml;r uns w&auml;re das gegeben, wenn wir sehen, dass chemische Waffen bewegt werden oder sogar angewendet werden. Das w&uuml;rde meine Analyse &auml;ndern.&ldquo; <\/p><p>Dann g&auml;be es also eine milit&auml;rische Intervention. Nun, wer hat Obama diese Frage gestellt? Ich wei&szlig; es nicht, aber eine sichere Vermutung sagt mir, dass es Hillary Clinton war. Also, das war am 20. August 2012. <\/p><p>Am 21. August 2013, also ein Jahr sp&auml;ter, gab es einen Chemiewaffen-Angriff au&szlig;erhalb von Damaskus, an einem Ort, der Gutha hie&szlig;. Mehrere Hundert Personen starben. Sofort stand John Kerry da &ndash; nein, nicht sofort, er kam am 30. August und sagte: Bashar al-Assads Regierung hat das getan, Bashar al-Assads Regierung hat das getan, Bashar al-Assads Regime ist dieses Chemiewaffen-Angriffs schuldig. Deshalb m&uuml;ssten wir jetzt handeln, denn die rote Linie sei &uuml;berschritten worden. &hellip; Wie oft hat er die Beschuldigung gegen&uuml;ber Assad ausgesprochen? 35 Mal. 35 Mal. Man muss kein Shakespeare-Anh&auml;nger sein, um zu denken, dass er zu oft protestiert hat.  <\/p><p>Das war am 30. August. Das waren die merkw&uuml;rdigsten Umst&auml;nde, die ich jemals gesehen habe in 53 Jahren. Was geschah dann? Es war sehr klar. Der Pr&auml;sident selbst sagte: Unsere Streitkr&auml;fte sind bereits im &ouml;stlichen Mittelmeer, die Franzosen haben ihre Kampfbomber auf der Rollbahn &hellip; und er hielt eine Rede im Rosengarten am Mittag des n&auml;chsten Tages. Ich war dort am Wei&szlig;en Haus mit einigen anderen Leuten, die protestierten gegen den Krieg gegen Syrien: H&auml;nde weg von Syrien, keine Bomben, kein Krieg gegen Syrien, kein Vergeltungsschlag &hellip; und ich erfuhr von drinnen: Er w&uuml;rde es nicht tun. Er hatte seine Meinung ge&auml;ndert. .. Ich war der n&auml;chste Redner und ich nutzte diese M&ouml;glichkeit, zu sagen: &bdquo;Wenn das wahr ist, wenn es denn wahr w&auml;re&hellip;&ldquo; ich konnte es nicht glauben, aber er &auml;nderte tats&auml;chlich seine Meinung. Warum &auml;nderte er seine Meinung? Aus mehreren Gr&uuml;nden.  <\/p><p>Die Kollegen vom Geheimdienst &ndash; unsere Kollegen von fr&uuml;her &ndash; w&uuml;rden nicht mit John Kerry gleichziehen. Die Beweise stanken.<br>\nWir wussten, dass die T&uuml;rken den Transport von Vorstufen chemischer Waffen erm&ouml;glicht hatten und zwar genau in das Gebiet in Syrien, an dem der chemische Angriff erfolgte. Wir erfuhren von unseren Kollegen, dass es viel eher die Rebellen gewesen waren, die das in einer klassischen False Flag Attack getan hatten, um Obama zu einem offenen Krieg gegen Syrien zu verleiten. Er sollte in eine Falle gelockt werden.<br>\nDoch die Geheimdienste wollten dabei nicht mitmachen. <\/p><p>Was geschah noch? General Dempsey, der Vorsitzende der Stabschefs (Chairman of the Joint Chiefs of Staff), ging diese Nacht, am 30. August 2013 [Anmerk. d. &Uuml;bers.: Das muss der 30. August gewesen sein], zum Pr&auml;sidenten und sagte: &ldquo;Herr Pr&auml;sident, ich habe von meinen Kollegen in London geh&ouml;rt, dass das Sarin-Gas, das au&szlig;erhalb von Damaskus eingesetzt worden ist, nicht das ist, das von der syrischen Regierung gelagert wird. Sie sollten Vorsicht walten lassen, einen Krieg zu beginnen, aufgrund von Vorkommnissen, die sehr nach einer Mausefalle aussehen.&ldquo; Und so &auml;nderte der Pr&auml;sident seine Meinung. Das war gro&szlig;artig.  <\/p><p>Und das zeigt, was f&uuml;r einen Einfluss Israel auf unsere Politik hat, denn es endete da noch nicht.  Also, wir waren au&szlig;erhalb des Wei&szlig;en Hauses und sorgten uns, wor&uuml;ber der Pr&auml;sident gesprochen hatte. Seine Rede kam versp&auml;tet, denn wir hatten einen solchen Rabatz gemacht und er wartete, bis es ruhig war. Was er ank&uuml;ndigte, war folgendes: &bdquo;Der Vorsitzende der vereinten Stabschefs sagte mir, dass unsere Streitkr&auml;fte vorbereitet sind, wir haben Kriegsschiffe im &ouml;stlichen Mittelmeer und die Franzosen sind auch startbereit. Wir k&ouml;nnen gegen Syrien jederzeit losschlagen. Aber er sagte mir auch, dass das nicht heute sein muss, auch nicht morgen und auch nicht diese Woche oder diesen Monat. Wir k&ouml;nnen es jederzeit machen. Und deshalb habe ich beschlossen, vor den Kongress zu gehen, um die entsprechende Zustimmung f&uuml;r diesen Milit&auml;rschlag zu bekommen.&ldquo; Whow. (Man sieht eine Aufnahme von Obama w&auml;hrend dieser Rede).  <\/p><p>Obama: &bdquo;Nach sorgf&auml;ltiger &Uuml;berlegung habe ich entschieden, dass die Vereinigten Staaten einen Milit&auml;rschlag gegen Ziele des Syrischen Regimes durchf&uuml;hren sollten. Aber, als Oberster Befehlshaber der Streitkr&auml;fte und angesichts des Nationalen Sicherheitsinteresses, werde ich die Genehmigung f&uuml;r diesen Einsatz von den Volksvertretern des amerikanischen Volkes im Kongress einholen.&ldquo; (Ende Einblendung von Pr&auml;sident Obama). <\/p><p>Ray McGovern: Nun, es waren nicht nur meine fr&uuml;heren Kollegen aus dem Geheimdienst, die dieses Mal ehrlich waren, es war nicht nur Dempsey, sondern sogar die Briten stimmten, zum ersten Mal in 855 Jahren, im Britischen Parlament gegen den Krieg und &ndash; Wunder &uuml;ber Wunder &ndash; es war August und deshalb waren die Kongress-Abgeordneten und Senatoren an ihren Heimatorten. Dort lernten sie sehr schnell, dass die Amerikaner diesen Krieg nicht wollten. Es gab also viele Faktoren, die alle zusammen kamen. Obama entschied sich f&uuml;r das Richtige. Doch von wem wurde er unterst&uuml;tzt? Von niemandem. Er gibt es zu. Er sagte &ouml;ffentlich, dass er gegen den Rat von Biden und Kerry und jedem anderen agierte und er tat das Richtige und ist sehr stolz darauf.  <\/p><p>Nun, was hat er k&uuml;rzlich noch aufgedeckt? Er deckte auf, dass der Chef der nationalen Sicherheitsbeh&ouml;rden, ein Mann namens James Clapper, ihn eines Morgens unangemeldet aufsuchte und sagte: &bdquo;Mr. Pr&auml;sident, diese Sache da, dass Baschar Al Assad verantwortlich ist f&uuml;r den Chemiewaffen-Angriff bei Gutha &ndash; ich m&ouml;chte nur darauf hinweisen, dass das keine todsichere Sache ist. Verstehen Sie, Mr. Pr&auml;sident? Es ist keine todsichere Sache.&ldquo; Nun, das war eine Anspielung auf George Tenet, den Mann, der George W. Bushs Anweisungen hinsichtlich Beschaffung gef&auml;lschter Geheimdienstberichte &uuml;ber den Irak befolgte. Er hatte damals gesagt, dass die Beweise daf&uuml;r, dass der Irak Massenvernichtungswaffen hatte, eine todsichere Sache seien. Das war um die Weihnachtszeit im Jahre 2002. Obama war also gewarnt worden. Er war gewarnt worden von James Clapper und Dempsey. Ich bin sicher, dass Dempsey zum Pr&auml;sidenten Folgendes gesagt hat: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Mr. Pr&auml;sident, John Kerry ist ein wunderbarer Mann. Ein wunderbarer Mann, aber kein strategischer Denker. Mit allem n&ouml;tigen Respekt, aber Boote den Mekong hinaufzuschippern macht einen noch lange nicht zu einem strategischen Denker. Er wei&szlig; nicht, was am Tag danach in Syrien passiert. Also, bei allem Respekt &ndash; Sie sehen, was er tun will und er ist vom Pfad abgekommen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Obama folgte diesem Rat und ist nun sehr stolz darauf, dass er das getan hat, und nun gibt er zu, dass der Chef der nationalen Sicherheitsbeh&ouml;rden ihm gesagt hat, dass es keine todsichere Sache war. Warum hat Clapper ihm das gesagt? Weil er sich einem partiellen Aufstand seiner Geheimdienst-Analysten gegen&uuml;bersah, die sich weigerten &ndash; und das ist wichtig &ndash; die sich weigerten, eine Bewertung der Geheimdienstinformationen anzufertigen. <\/p><p>Nun &ndash; bei solchen schwerwiegenden Ereignissen bekommt man immer eine Bewertung von den Geheimdiensten, daf&uuml;r gibt es ja Geheimdienste. Was war also am 31. August 2013 au&szlig;erhalb von Damaskus passiert? Wir brauchen eine Bewertung. Wer war verantwortlich? Unsere Jungs w&uuml;rden das nicht tun, wissen Sie, denn sie w&uuml;rden nicht mit der Antwort kommen k&ouml;nnen, die Kerry entwickelt hatte und die er am 30. August 35 Mal formuliert hatte.  <\/p><p>Es gab also keinen Geheimdienstbericht. Nachdem Kerry also all diese Propaganda von sich gegeben hatte, fragte sogar der Stenograph unserer Medien: Welche Beweise haben Sie? Und da kamen sie mit einem sogenannten &bdquo;Government Assessment&ldquo; daher. Eine neue Gattung. In 50 Jahren habe ich niemals ein &bdquo;Government Assessment&ldquo; gesehen. Aber, zu ihren Gunsten muss ich sagen, dass die Geheimdienstleute ja nun keinen Geheimdienstbericht herausgeben konnten. Dieses &bdquo;Government Assessment&ldquo; soll wohl hei&szlig;en, dass der Bericht durch politische Einflussnahme im Wei&szlig;en Haus zustande kam <\/p><p>Was passierte dann? Nun, Kerry trat am 3. September vor den Kongress, drei Tage nachdem der Pr&auml;sident entschieden hatte, dass man das nicht machen w&uuml;rde, und Kerry sagte: &bdquo;Wir m&uuml;ssen Vergeltungsma&szlig;nahmen ergreifen, wir haben diese rote Linie gesetzt und wir m&uuml;ssen es machen und au&szlig;erdem sind die &bdquo;moderaten Rebellen&ldquo; dabei, zu gewinnen, sie beginnen zu gewinnen. Heben Sie Ihre H&auml;nde.&ldquo; Nun, er war vor dem Ausschuss f&uuml;r ausw&auml;rtige Beziehungen des Senats, der wirklich &uuml;bereifrig war, anzugreifen. <\/p><p>Was passierte dann? Nun, am 4. September begab sich der Pr&auml;sident nach St. Petersburg zu einem dieser Gipfeltreffen und am Ankunftstag stand Wladimir Wladimirowitsch Putin, der Pr&auml;sident der Russischen F&ouml;deration, vor ihm und sagte: &bdquo;John Kerry hat gesagt, dass die Moderaten dabei seien, zu gewinnen und dass Bashar al-Assad f&uuml;r den Giftgas-Anschlag au&szlig;erhalb von Damaskus verantwortlich sei. [Nun spricht McGovern auf russisch das aus, was Putin gesagt hat:], das hei&szlig;t: &bdquo;Er l&uuml;gt. Und er wei&szlig;, dass er l&uuml;gt. Das ist traurig.&ldquo;  <\/p><p>Nun, ich habe ein halbes Jahrhundert lang russische Au&szlig;enpolitik und die Aussagen russischer politischer F&uuml;hrungskr&auml;fte beobachtet und ich habe noch nie, noch niemals &ndash; nicht einmal zu Stalins Zeiten &ndash; erlebt, dass ein russischer Staatschef den US-Au&szlig;enminister einen L&uuml;gner nannte. Aber er hatte Recht, und Obama, der in St. Petersburg ankam, wusste, dass er Recht hatte, denn Clapper hatte ja mit ihm schon gesprochen, und Clapper war der Koordinator der Geheimdienste. Was tat er? Putin sagte: &bdquo;Barack, wir besprachen vor einigen Monaten, im Juni, in Nordirland dieses Problem bez&uuml;glich eines m&ouml;glichen Giftgas-Einsatzes in Syrien. Sie wissen, es ist eine Tatsache, dass da Gruppen zusammenarbeiten, um einen Kriegsgrund zu schaffen. Also, lass mich mit Assad verhandeln. Ich denke, wir werden es schaffen, ihn davon zu  &uuml;berzeugen, diese Chemiewaffen unter Aufsicht zu vernichten. Lassen Sie mich das machen.&ldquo; Obama stimmte zu und kehrte nach Washington zur&uuml;ck.  <\/p><p>Unterdessen war Kerry &uuml;berall in der Welt herumgekommen, um Unterst&uuml;tzung f&uuml;r einen Angriff auf Syrien zu bekommen. Was dann passierte, war, dass Kerry in London war und sagte: &bdquo;Sehen Sie, die rote Linie ist &uuml;berschritten worden. Wenn wir nicht gegen diese schreckliche Bedrohung gegen uns alle angehen, wird es zu sp&auml;t sein&ldquo; und schlie&szlig;lich fragte ihn jemand aus der Zuh&ouml;rerschaft in London &ndash; ich denke, das war so um den 7. September 2013 herum: &bdquo;Mr. Kerry, gibt es nichts, was Bashar al-Assad tun k&ouml;nnte, um einen Vergeltungsschlag zu verhindern?&ldquo; Und Kerry sagte, ziemlich herablassend: &bdquo;Er k&ouml;nnte auf seine Chemiewaffen verzichten, aber das w&uuml;rde er nicht tun.&ldquo; &hellip; Also, er stieg ins Flugzeug und bekam einen Anruf von Pr&auml;sident Obama: &bdquo;John, sorry, dass ich mich nicht fr&uuml;her gemeldet habe, aber wir haben jetzt diesen Deal mit den Russen. Wir haben vereinbart, dass Syrien morgen ank&uuml;ndigt, dass es alle seine Chemiewaffen abgibt, damit sie vernichtet werden k&ouml;nnen. [&hellip;..] Deshalb m&ouml;chte ich, dass wenn du morgen nach Genf kommst, sich die Arbeitsgruppen darum k&uuml;mmern, diese Vereinbarung abzuschlie&szlig;en. Wir k&ouml;nnen das in einer Woche erledigt bekommen.&ldquo;<br>\nKerry sagte: &bdquo;Oh&ldquo;. Und er flog nach Genf und setzte das um. <\/p><p> Die meisten Amerikaner wissen nicht, dass alle Chemiewaffen von Assads Armee auf einem US-Schiff vernichtet worden sind, das extra daf&uuml;r ausger&uuml;stet ist, solche Chemiewaffen zu vernichten und das Problem war gel&ouml;st.  [&hellip;] Nun, diese Vorkommnisse zeigen jedenfalls den Einfluss israelischer Politik auf Kerry, Clinton und die US-Politik im Allgemeinen.<br>\nAls all das geschah, &uuml;bernahm bei der New York Times eine relativ neue B&uuml;rochefin ihr Jerusalem B&uuml;ro und ihr Name war Jodi Rudoren. Sie hatte noch nicht viel Erfahrung in Angelegenheiten des Nahen Ostens, aber sie war gut eingewiesen worden und sie wollte gute Arbeit leisten und w&auml;hrend der Zeit, als all das passierte, sagte sie sich &ndash; und das spricht f&uuml;r sie: &bdquo; Ich gehe zu einem hochgestellten israelischen Regierungsbeamten und frage ihn mal, welches Ergebnis ihnen am liebsten w&auml;re.&ldquo; Und das machte sie. Sie fragte israelische Regierungsbeamte, einige im Ruhestand, einige noch nicht &hellip; und was hat sie herausgefunden? Nun, der fr&uuml;here israelische Generalkonsul in New York sagte ihr: &bdquo;Nun, Miss Rudoren, es ist ein wenig peinlich, das zu sagen, aber unser bevorzugtes Ergebnis ist: kein Ergebnis.&ldquo;  <\/p><p>Sie fragte, wie er das meine. &bdquo;Nun ja, ich sagte schon, das klingt nicht sehr human, aber es ist so, wie wenn Sie bei einem Ausscheidungskampf nicht wollen, dass ein Team gewinnt. Sie wollen auch nicht, dass einer verliert. Sie w&uuml;rden eigentlich ein Remis, ein Unentschieden bevorzugen.&ldquo; Und sie fragte: &bdquo;Wie meinen sie das?&ldquo; &bdquo;Solange Sunniten und Schiiten sich gegenseitig umbringen &ndash; nicht nur in Syrien, sondern auch in der gesamten Gegend, hat Israel von Syrien nichts zu f&uuml;rchten.&ldquo; Das war am Labour Day Weekend . Jodi Rudoren, das muss man anerkennend feststellen, schrieb das alles auf, und &ndash; Wunder &uuml;ber Wunder &ndash; das erschien in der New York Times. Ich kann da nur spekulieren, dass da einige wohl schon f&uuml;rs Wochenende am Strand waren. Und da ist es: Unser bevorzugtes Ergebnis ist kein Ergebnis.  <\/p><p>Was sind die Hintergr&uuml;nde? Nun, 2013 war Bashar al-Assad gerade dabei, zu gewinnen. Er hatte viele dieser &bdquo;moderaten Rebellen&ldquo; &ndash; b&ouml;se &bdquo;moderate&ldquo; Rebellen und moderate &bdquo;moderate Rebellen,  also viele Rebellen, sollte ich sagen &ndash; aus ihren schon vor einigen Jahren eroberten Gebieten zur&uuml;ckgedr&auml;ngt; und Assad begann, Gebiete zur&uuml;ckzugewinnen. Wenn Sie also nicht wollen, dass eine Seite gewinnt, vor allem nicht Bashar al-Assad, was machen Sie dann? Dann locken Sie die USA in die Falle, offen milit&auml;risch einzugreifen. Auch wenn dann die USA nicht unbedingt gewinnen &ndash; Bashar al-Assad gewinnt auch nicht.  <\/p><p>Es hat fast geklappt, und es ist wirklich erstaunlich, wie der Pr&auml;sident sehr ank&uuml;ndigt, dass dies ein Schl&uuml;ssel-Erfolg w&auml;hrend seiner Pr&auml;sidentschaft war, als jeder Andere sagte: Los, geh gegen Bashar al-Assad! Und die Frage ist nat&uuml;rlich: Warum? War er eine Bedrohung f&uuml;r die Vereinigten Staaten? Nein. War er eine Bedrohung f&uuml;r Israel? Das w&auml;re weit hergeholt.  Aber wenn Sie an die Hisbollah denken, und wie sie bewaffnet wird durch Syrien, wenn Sie an Israels Bedenken &uuml;ber die sehr naheliegenden Bedrohungen von Hisbollah, von Hamas und anderen denken, dann wollen Sie Durcheinander und Chaos in Syrien, dann wollen Sie Syrien zerst&uuml;ckelt sehen, und das bekam man dann auch.   <\/p><p>Das Letzte, was ich dazu noch sagen m&ouml;chte, ist recht interessant, denn es war eine pers&ouml;nliche Erfahrung. Ich glaube, es war um den 8. September herum. Ich wurde zu CNN International gebeten, um &uuml;ber Syrien zu sprechen und ich kam in diesen mittelgo&szlig;en Raum, und als ich gerade die T&uuml;re ge&ouml;ffnet hatte, h&auml;tte ich diesen kleinen Typen beinahe umgerannt, wissen Sie, und ich blickte ihn an und es war Paul Wolfowitz. [bei ca. Minute: 26:32] Nun, ich habe den Gewaltverzicht verinnerlicht und ich danke Gott daf&uuml;r, denn so konnte ich mich beherrschen und tat nicht das, was ich, als Ire, wohl mit Paul Wolfowitz gemacht h&auml;tte, der, Scherz beiseite, verantwortlich ist f&uuml;r alle Arten von Mord und Totschlag und Zerst&ouml;rung im Nahen Osten. So sagte ich: &bdquo;Sorry&ldquo; und er sah mich an, als ob ich wirklich vorsichtig sein sollte.  Ich schloss die T&uuml;re und wer war da noch am Ende des Raums&hellip; Joe Lieberman. Zwei Erz-Neokons im selben Raum. Sie blickten auf diesen gro&szlig;en Fernsehbildschirm , auf dem einer von diesen CNN-&bdquo;Experten&ldquo; versuchte, einen Sinn darin zu finden, warum Obama sich vor dem Milit&auml;rschlag gedr&uuml;ckt habe, wie er diese rote Linie gesetzt habe und nun, oh, niemand w&uuml;rde uns mehr achten und nicht mehr an uns glauben. Er war wirklich eifrig, und ich dachte, hier bleib ich noch ein Weilchen und kuck mir das an. <\/p><p>Lieberman und Wolfowitz gingen zu einem separaten Studio, einem gr&ouml;&szlig;eren, um dort ihr Interview zu geben, und ich beobachtete es an diesem Bildschirm. Das Erste, was Lieberman sagte, war: &bdquo;Ich verstehe den Pr&auml;sidenten nicht. Er braucht keine Zustimmung des Kongresses, um einen Krieg in Syrien zu beginnen&ldquo;. Und Lieberman und Wolfowitz machten in dieser Art weiter. Die Atmosph&auml;re war wie bei einer Beerdigung. Es hatte den Anschein, als ob Liebermans und Wolfowitz&lsquo; Mutter von einem Lastwagen &uuml;berrollt worden w&auml;re. Sie hatten ihren Krieg nicht bekommen und sie waren w&uuml;tend.  <\/p><p>Da Lieberman gesagt hatte, dass der Pr&auml;sident die Zustimmung des Kongresses nicht brauche, zog McGovern seine kleine Verfassung heraus, die er immer bei sich tr&auml;gt und er las Artikel 1, Abschnitt 8, in dem geschrieben steht, dass Kriege der Zustimmung durch den Kongress bed&uuml;rfen und er unterstrich es und er riss das Blatt heraus, den ganzen ersten Artikel und ging zum Aufzug. Nun, das ist nicht nur ein Aufzug, sondern etwas, das &uuml;ber und &uuml;ber geschm&uuml;ckt ist, wie in Saudi Arabien, echter Marmor und so weiter, und er wartete, bis Wolfowitz und Lieberman aus ihrem Studio herausk&auml;men.  <\/p><p>Nun: Man muss die Gepflogenheiten von Washington kennen. N&auml;mlich, dass es unm&ouml;glich und nicht entschuldbar ist, jemanden zu vergessen, der wichtig sein k&ouml;nnte &hellip;<br>\nIch kam also und sagte: Joe, Paul, ich bin Ray McGovern und sie sagten: Ach ja, und so sch&uuml;ttelte ich die Hand von Lieberman und Wolfowitz. Ich sagte: Joe, eine Sekunde, Paul, ich konnte es gerade nicht glauben. Waren Sie nicht 24 Jahre lang im Kongress, und Sie wissen nicht, dass der Pr&auml;sident die Zustimmung des Kongresses ben&ouml;tigt, um einen neuen Krieg zu beginnen? Das wissen Sie nicht? Hier, ich habe Artikel 1, 8 herausgerissen, lesen Sie es und denken Sie dar&uuml;ber nach, okay? Und vielleicht korrigieren sie es dann mal bei CNN, okay?&ldquo; Und dann eilte Paul davon und dann tauchte auf einmal die 1,80 Meter gro&szlig;e, wunder-, wundersch&ouml;ne Begleitung von Paul und Lieberman auf.  Und sie sah, was hier gerade geschah, und sagte: &bdquo;Oh, Gentlemen, ich bin untr&ouml;stlich.&ldquo; &bdquo;Ich bin auch untr&ouml;stlich&ldquo;, sagte ich. &bdquo;Was suchen diese Clowns in Ihrer Show? Die nicht einmal wissen, was in der Verfassung steht.&ldquo; <\/p><p>Warum erz&auml;hle ich das? Weil diese archetypischen Neocons den Mund sehr voll nehmen und falsche Dinge auf CNN verk&uuml;nden, n&auml;mlich dass der Pr&auml;sident keine Autorisation zur F&uuml;hrung eines Krieges brauche. Und es war offensichtlich, dass die Neocons wirklich ver&auml;rgert waren, weil sie ihren Krieg nicht bekommen hatten &ndash; aber fast, mit Kerrys Hilfe und mit der Hilfe von anderen, h&auml;tte die Falle f&uuml;r Obama zugeschnappt. Und man konnte ja sehen, dass der Pr&auml;sident stolz darauf war, nicht hineingetappt zu sein. Er hatte ja schon in Bezug auf Libyen gesagt, dass das ein Fehler war und man keinen Plan f&uuml;r den Tag danach gehabt h&auml;tte. Wer h&auml;tte f&uuml;r Libyen den Tag danach planen sollen? Au&szlig;enministerin Hillary Clinton.  <\/p><p>So, diese Dinge sind wirklich wichtig, denn sie zeigen, dass diese Leute sich mehr darum k&uuml;mmern, was die Israelis wollen, als dass sie sich um die Sicherheitsbelange der Vereinigten Staaten k&uuml;mmern.<br>\nSie sind bereit, unsere Politik in diese Richtung zu drehen. Was ist der Unterschied? Was ist die Definition von einen Neokonservativen? Meiner Ansicht nach ist das jemand, der gro&szlig;e Schwierigkeiten hat, zwischen den strategischen Interessen der Vereinigten Staaten auf der einen Seite und denen von Israel auf der anderen Seite zu unterscheiden. Nun, jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung. Ich jedenfalls finde nicht, dass solche Leute die US-Au&szlig;enpolitik gestalten sollten und wenn Sie sich die Ank&uuml;ndigung von Hillary Clinton anh&ouml;ren, die Netanjahu gleich am ersten Tag ins Wei&szlig;e Haus einladen m&ouml;chte, dann kann man annehmen, dass dieses Problem in h&ouml;chstem Ma&szlig;e bleibt, wenn sie so etwas wirklich beabsichtigt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegen den Nahostexperten Michael L&uuml;ders ist in der zu Ende gehenden Woche eine massive Kampagne gef&uuml;hrt worden. Seine Glaubw&uuml;rdigkeit soll besch&auml;digt werden, weil er am Wahrheitsgehalt der Giftgas-Geschichte r&uuml;ttelt &ndash; so <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37845\">hier im Interview mit den NachDenkSeiten<\/a>. Die Geschichte wird uns falsch erz&auml;hlt, um in Syrien weiterhin Krieg f&uuml;hren zu k&ouml;nnen &ndash; mit dem<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38084\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,123,171],"tags":[1516,947,1090,1055,901,1409,641,1557,1605,2115,1878,1926,366,915,1418,1553,950,1556,2085],"class_list":["post-38084","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-kampagnentarnworteneusprech","category-militaereinsaetzekriege","tag-al-assad-baschar","tag-arabellion","tag-clinton-hillary","tag-fluechtlinge","tag-geheimdienste","tag-gifteinsatz","tag-irak","tag-israel","tag-kerry-john","tag-mcgovern-ray","tag-naher-osten","tag-netanjahu-benjamin","tag-obama-barack","tag-putin-wladimir","tag-regime-change","tag-syrien","tag-tuerkei","tag-usa","tag-wolfowitz-paul"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38084"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38084\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38092,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38084\/revisions\/38092"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38084"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}