{"id":3810,"date":"2009-03-06T16:13:36","date_gmt":"2009-03-06T15:13:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3810"},"modified":"2014-01-29T11:48:37","modified_gmt":"2014-01-29T10:48:37","slug":"hornberger-schiessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3810","title":{"rendered":"Hornberger Schie\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p>Da werden von M&uuml;ntefering, Steinbr&uuml;ck &uuml;ber Merkel bis hinauf zum Bundespr&auml;sidenten die &bdquo;&uuml;bertriebenen Managergeh&auml;lter&ldquo; gegei&szlig;elt. Der EZB-Chef Trichet, Politiker, Kirchenleute, ja selbst Unternehmer warfen sich in Pose und beklagen die sich &ouml;ffnende Schere zwischen Manager- und Durchschnittsgeh&auml;ltern und da wird vor dem Koalitionsausschuss ein gro&szlig;es Get&ouml;se gemacht. Herausgekommen ist fast nichts. Vor allem CDU\/CSU m&uuml;ssen wohl ihre Geldspender und Unterst&uuml;tzer in den Chefetagen gerade in Wahlkampfzeiten bei Laune halten und blockierten jede Regelung, die die Obsz&ouml;nit&auml;ten bei der Selbstbedienung der Manager einschr&auml;nken k&ouml;nnten. Wolfgang Lieb<br>\n<!--more--><\/p><p>Die Debatte um die Managergeh&auml;lter wird von vielen Managern und ihren Lautsprechern oft als eine f&uuml;r Deutschland typische &bdquo;Neiddebatte&ldquo; abgetan. Dabei d&uuml;rften Neid und Missgunst im Wesentlichen nur unter den Einkommensmillion&auml;ren selbst herrschen. F&uuml;r die Managerkaste ist die H&ouml;he ihrer Verg&uuml;tung schon l&auml;ngst keine Frage ihres &bdquo;Verdienstes&ldquo; mehr, sondern allenfalls ein Prestigewert zur eigenen Selbstbeweihr&auml;ucherung.  Ein Normalverdiener kann sich gar nicht vorstellen, was ein Millionengehalt &uuml;berhaupt bedeutet. Er kann gar nicht ausrechnen, wie viele Jahrzehnte er arbeiten muss, um auch nur ein einziges Jahreseinkommen eines Top-Managers zu verdienen. Nein, wenn wir &uuml;berhaupt die Unterschiede zwischen Manager- und Durchschnittsgeh&auml;ltern an moralischen Kategorien messen, so an der Frage der Gerechtigkeit &ndash; oder &ouml;konomisch gesprochen an der Leistungsgerechtigkeit.<\/p><p>Sind die Leistungen der Manager tats&auml;chlich um so viel mehr gestiegen, dass sie im Vergleich zum Durchschnittsgehalt der Besch&auml;ftigten im Jahr 1987 noch das 14-fache, im Jahre 2006 aber das 44-fache betrugen. Einschlie&szlig;lich Aktienoptionen betr&auml;gt das <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/tid-11062\/managergehaelter-gerechte-luecke_aid_261329.html\">Verh&auml;ltnis bei der Telekom 47, bei Siemens 59, bei Volkswagen 61, bei Lufthansa 94<\/a>. <\/p><p>Sind Manager japanischer Automobilkonzerne etwa schlechter als ihre deutschen Pendants? &bdquo;Dort verdient der Chef nur ungef&auml;hr das Zwanzigfache eines Arbeiters&ldquo;, darauf wies sogar die Kanzlerin hin.<\/p><p>Die konservative Tageszeitung &bdquo;Die Welt&ldquo;, der man gewiss nicht nachsagen kann, sie h&auml;tte ein Interesse daran, eine Neiddebatte zu sch&uuml;ren, hat dankenswerterweise einmal das Einkommen von 27 sog. Topmanagern aufgelistet.<\/p><p>Das Top-Gehalt bezieht danach Porsche-Chef Wendelin Wiedeking mit einem in Branchenkreisen gesch&auml;tzten Jahreseinkommen von 60 Millionen Euro. Bei den Dax-Managern f&uuml;hrt Josef Ackermann, der Chef der Deutschen Bank, mit knapp 14 Millionen Euro im Jahr 2007 die Liste an. Der Siemens-Boss Peter L&ouml;scher habe laut Unternehmensberatung Towers Perrin ein Jahreseinkommen von 11,5 Millionen Euro. Daimler-Chef Dieter Zetsche soll im vergangenen Jahr 10 Millionen Euro in bar oder in Form von virtuellen Aktien erhalten haben.<\/p><p>Es folgen Karl-Ludwig Kley vom Pharmariesen Merck mit 8,6 Millionen, Linde-Chef Wolfgang Reitzle mit rund 8 Millionen Euro. E.on-Chef Wulf Bernotat mit 5,3 Millionen Euro, der Chef von BASF, J&uuml;rgen Hambrecht bekam 2007 5,2 Millionen Euro, er steigerte damit sein Gehalt im Vergleich zum Vorjahr um 25,8 (!) Prozent. Der Vorstandsvorsitzende des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer, Werner Wenning, verdiente 2007 mit 4,4 Millionen Euro rund 28 (!) Prozent mehr als im Vorjahr. Der Chef von TUI, Michael Frenzel, steigerte sein Einkommen 2007 im Vergleich zum Vorjahr gar um 124,2 (!) Prozent und kam auf 4,5 Millionen Euro.<\/p><p>Besonders delikat: 6,1 Millionen Euro bekam Klaus Kleinfeld von Siemens daf&uuml;r zugeschoben, dass er seinen Job im Verlauf der Schmiergeldaff&auml;re beim Elektrokonzern verlor.<br>\nUsw. usf., <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article1999541\/Deutsche_Manager.html\">es ist ganz interessant die &uuml;brigen Zahlen einmal nachzulesen<\/a>.<\/p><p>Was oftmals noch nicht einmal einberechnet ist, das sind die Boni und vor allem noch die in zuk&uuml;nftig erfolgenden Abfindungszahlungen oder Ruhestandsbez&uuml;ge nebst kleinen Verg&uuml;nstigungen, wie B&uuml;ro, Sekretariat, Dienstwagen und Fahrer etc.<\/p><p>Beschwichtigend wird immer wieder angef&uuml;hrt, dass die Top-Manager ja gar nicht nach Leistung, sondern im Wettbewerb unter ihresgleichen bepreist werden. Zum Vergleich werden dann meist Manager- oder Investmentbankergeh&auml;lter in den USA oder England herangezogen. Einmal abgesehen davon, dass es eine Internationalisierung des Spitzenmanagements real gar nicht gibt (Michael Hartmann, Elitesoziologie), meiden deutsche Manager tats&auml;chlich eher das Ausland. &bdquo;Nur 17 Prozent der deutschen F&uuml;hrungskr&auml;fte setzen sich mit dem Gedanken auseinander, eines Tages im Ausland zu arbeiten. Das ergab eine Befragung von 1000 Managern durch die Freiburger Unternehmensberatung Saaman. Gleichzeitig weisen 82 Prozent der deutschen F&uuml;hrungskr&auml;fte den Gedanken an einen Wechsel &uuml;ber die Grenze von sich&ldquo;, schreibt etwa die <a href=\"http:\/\/berufundchance.fazjob.net\/s\/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A\/Doc~EB87CB4B336E14BC080400299CB5916C5~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>.<\/p><p>In Wirklichkeit findet eine solche Abwanderung auch gar nicht statt, &bdquo;denn sehr begehrt sind deutsche Vorst&auml;nde im hochbezahlten Ausland &uuml;berhaupt nicht &ndash; das Land verlassen hingegen ganz andere, die eher der Mittelschicht angeh&ouml;ren: junge und hochtalentierte Wissenschaftler, <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C\/Doc~E9DE5374B1DE24FD3B32645E53F107FF8~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">Informatiker und Ingenieure<\/a>.&ldquo;<br>\nJedenfalls ist bis auf wenige Einzelf&auml;lle (etwa der gechasste Siemens-Chef Kleinfeld) kaum ein deutscher Topmanager in die USA oder nach Gro&szlig;britannien abgeworben worden.<\/p><p>Es untergrabe das Vertrauen in das soziale Gleichgewicht des Landes, wenn ein Abschied vergoldet werde, sagte die Kanzlerin noch im Dezember 2008 auf dem CDU-Parteitag in Hannover. &bdquo;Liebe Aufsichtsr&auml;te, glauben Sie, Ihre Mitarbeiter lesen keine Zeitungen oder beherrschen die Grundrechenarten nicht?&ldquo;, <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/hannover_aid_228139.html\">fragte die CDU-Vorsitzende Angela Merkel rhetorisch<\/a>. Solche &laquo;Exzesse, &Uuml;bertreibungen und Unwuchten&raquo; w&uuml;rden die Grundlage des Wirtschaftssystems bedrohen, meinte Finanzminister <a href=\"http:\/\/www.die-topnews.de\/managergehaelter-peer-steinbrueck-will-exzesse-eindaemmen-37821\">Peer Steinbr&uuml;ck<\/a>. &ldquo;Die Tatsache, dass es in Deutschland sittenwidrig niedrige und sittenwidrige hohe Geh&auml;lter gibt, kann so nicht bleiben&rdquo;, <a href=\"http:\/\/www.premiumpresse.de\/muentefering-will-managergehaelter-im-koalitionsausschuss-bereden-PR389904.html\">polterte M&uuml;ntefering<\/a>.<\/p><p>Die explodierenden Managergeh&auml;lter waren ein beliebtes Thema f&uuml;r Politiker aller Couleur, um sich publikumswirksam in die Robin-Hood-Pose zu werfen und sich als Vork&auml;mpfer f&uuml;r soziale Gerechtigkeit zu profilieren, die angeblich den Reichen nehmen und den Armen geben wollen. Mehr als Populismus war das jedoch offenbar nicht. Das Get&ouml;se um die Begrenzung der Managergeh&auml;lter ging aus wie das sprichw&ouml;rtliche Hornberger Schie&szlig;en.<\/p><p>Schon das Ergebnis der Arbeitsgruppe von Fachpolitikern von SPD und CDU vom Januar 2009 und der abgestimmte Gesetzentwurf aus dem Hause der Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) lie&szlig;en den Mut vor den Managerthronen vermissen. Wenige Tage vor dem Koalitionsausschuss bliesen zwar Steinbr&uuml;ck und Steinmeier mit einem &uuml;berraschend <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/de\/pdf\/aktuell\/20090227_fima_grundsaetze.pdf\">vorgelegten, gemeinsamen Papier [PDF &ndash; 149 KB]<\/a> die Backen noch einmal ein wenig auf, und wetterten gegen &bdquo;nicht leistungsgerechte Verg&uuml;tungen&ldquo;,  doch im Koalitionsausschuss selbst ging ihnen offenbar die Luft aus. Statt selbst zu pfeifen, wurden sie von CDU und besonders von CSU zur&uuml;ckgepfiffen.<\/p><p>Nach dem im Koalitionsausschuss verabredeten Konzept f&uuml;r Spitzenverdiener sollen Manager ihre Aktienoptionen k&uuml;nftig fr&uuml;hestens nach vier statt bisher nach zwei Jahren einl&ouml;sen k&ouml;nnen. Zudem soll der gesamte Aufsichtsrat und nicht nur ein kleiner Ausschuss &uuml;ber die Gehaltsh&ouml;he entscheiden, teilten die Fraktionschefs von Union und SPD, Volker Kauder und Peter Struck, am fr&uuml;hen Donnerstagmorgen nach siebenst&uuml;ndigen Beratungen des Koalitionsausschusses in Berlin mit.<\/p><p>Die Aufsichtsr&auml;te sollen verpflichtet werden, je nach wirtschaftlicher Lage des Unternehmens Vorstandsverg&uuml;tungen zu k&uuml;rzen. Geschieht dies nicht, sollen sie daf&uuml;r haftbar gemacht werden. Auch die Vorschriften f&uuml;r den Wechsel vom Vorstand in den Aufsichtsrat will die Koalition versch&auml;rfen. Ansonsten hat man eine weitere gemeinsame Arbeitsgruppe aus Union und SPD beauftragt, weitere Vorschl&auml;ge wie die Begrenzung der steuerlichen Absetzbarkeit von Verg&uuml;tungen zu pr&uuml;fen. Dazu geh&ouml;re auch die von der SPD geforderte Einf&uuml;hrung einer B&ouml;rsenumsatzsteuer, die die Union bislang ablehnt.<\/p><ul>\n<li>Dass Aktienoptionen nun zwei Jahre sp&auml;ter eingel&ouml;st werden d&uuml;rfen, &auml;ndert nichts daran, dass auch k&uuml;nftig das undurchschaubare Gesch&auml;ft mit dieser Zusatzhonorierung weiter betrieben werden kann. Mit den umfangreichen Aktienoptionspaketen, mit denen die Vorst&auml;nde etwa bei Daimler-Chrysler &uuml;ber knapp 10 Prozent der Aktien des Unternehmens verf&uuml;gten (Michael Hartmann) machen sich die Manager selbst zu wichtigen Aktion&auml;ren. Die Bonusverg&uuml;tungen als solche blieben unangetastet, so dass sich auch k&uuml;nftig das an den B&ouml;rsenwerten ausgerichtete &bdquo;Anreizsystem&ldquo; f&uuml;r die Manager nicht &auml;ndern wird. (Siehe zur Bedeutung der B&ouml;rsennotierung f&uuml;r den Unternehmenserfolg <a href=\"?p=3689\">Albrecht M&uuml;ller<\/a>) Noch nicht einmal zu einer Begrenzung der Aktienoptionen oder zur Einf&uuml;hrung eines mehrj&auml;hrigen Bonus-Malus Pools hat man sich durchgerungen. Geschweige denn dass auf solch Forderungen, wie sie etwa im Steinmeier\/Steinbr&uuml;ck-Papier und vom <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/pressemeldungen\/pmdb\/pressemeldung_single?pmid=3390&amp;portal_skin=Printable\">DGB<\/a> erhoben werden, eingegangen wurde, n&auml;mlich den &sect; 76 des Aktiengesetzes so zu &auml;ndern sind, dass nicht nur die Interessen der Shareholder sonder auch die Interessen des Gemeinwohls und der Arbeitnehmer bei der F&uuml;hrung eines Unternehmens zu ber&uuml;cksichtigen sind. &bdquo;Dass ausgerechnet die CDU das Gemeinwohl als Kernbegriff der sozialen Marktwirtschaft nicht in das Aktiengesetz schreiben will beweise, dass sie aus der Krise nichts gelernt habe und an der bisherigen verfehlten Art des Wirtschaftens nichts &auml;ndern wolle&ldquo;, kritisiert das DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel.\n<\/li>\n<li>Dass nunmehr der gesamte Aufsichtsrat und nicht l&auml;nger kleine Mauschelgremien &uuml;ber die Gehaltsh&ouml;he der Vorst&auml;nde beschlie&szlig;en soll, nimmt zwar in Unternehmen mit Mitbestimmung auch die Arbeitnehmerbank in die Verantwortung, doch an der Mehrheit der Unternehmerseite &auml;ndert das nichts. Zwar ist damit ein St&uuml;ck Transparenz gewonnen, doch die Erfahrungen der Vergangenheit (etwa bei Mannesmann) zeigte, dass auch die Gewerkschaftsseite kaum ernsthafte Widerst&auml;nde gegen die von den Vorst&auml;nden meist selbst vorgeschlagenen Verg&uuml;tungen entgegensetzen konnte. Wie eine Haftung der Aufsichtsr&auml;te f&uuml;r zu gro&szlig;z&uuml;gige Verg&uuml;tungen aussehen sollte, steht in den Sternen\n<\/li>\n<li>Von einer Begrenzung der Managergeh&auml;lter oder von einer Kappung der Boni, wie das etwa Barack Obama zumindest f&uuml;r <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2009\/02\/04\/business\/04pay.html?_r=2&amp;hp\">staatlich gest&uuml;tzte Unternehmen<\/a> vorsieht ist im Koalitions-&bdquo;Kompromiss&ldquo; keine Rede mehr. Noch nicht einmal die von Angela Merkel ins Gespr&auml;ch gebrachte Orientierung am japanischen Vorbild, wonach sich die Verg&uuml;tung der Manager am zwanzigfachen des Durchschnittslohns der Mitarbeiter des Unternehmens ausrichten sollte, wurde in Erw&auml;gung gezogen.\n<\/li>\n<p>Auch die Bindung der Einkommenssteigerung der Manager an die prozentualen Lohnerh&ouml;hungen der Arbeitnehmer kommt nicht vor. Damit h&auml;tte sich das &bdquo;Anreizsystem&ldquo; der Manager wenigstens ein St&uuml;ck weit  auch an den Einkommensinteressen der Mitarbeiter ausgerichtet. <\/p>\n<li>Nicht einmal versch&auml;rfte Regeln zur nachtr&auml;glichen K&uuml;rzung der Vorstandsbez&uuml;ge, wenn sich die wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse des Unternehmens wesentlich verschlechtert haben (&sect;87 II AktG), sind vorgesehen.\n<\/li>\n<li>Auch von einer &Auml;nderung des geltende K&ouml;rperschaftsteuerrechts, das f&uuml;r Aufsichtsratsverg&uuml;tungen derzeit bereits ein h&auml;lftiges Abzugsverbot vorsieht, auf Vorstandsgeh&auml;lter und &ndash; abfindungen auszudehnen, soweit diese den Betrag von 1 Mio. &euro; &uuml;bersteigen &ndash; wie kurz zuvor noch von der SPD gefordert &ndash;  ist nicht mehr die Rede. Dass es keinerlei Begrenzung der Abzugsf&auml;higkeit der Managergeh&auml;lter am Betriebsergebnis geben soll, ist f&uuml;r die Gemeinschaft der Steuerzahler besonders &auml;rgerlich, mindern doch die Vorstandsgeh&auml;lter die Steuerpflicht der Unternehmen und entziehen damit dem Fiskus Millionenbetr&auml;ge.\n<\/li>\n<li>Weder ist der Verlust von Abfindungen bei schlechter Unternehmensf&uuml;hrung oder wenigstens bei Entlassung von Managern wegen sonstiger Verfehlungen vorgesehen noch eine allgemeine Obergrenze f&uuml;r die &bdquo;goldenen Fallschirme&ldquo;.\n<\/li>\n<li>An eine h&ouml;here Besteuerung (&uuml;ber den Satz der sog. &bdquo;Reichensteuer&ldquo; von 45 % hinaus) der Managergeh&auml;lter (viele Top-Manager geh&ouml;ren zu den obersten 0,1 Prozent der Einkommensbezieher) mag man schon gar nicht mehr denken.\n<\/li>\n<\/ul><p>Obwohl die SPD-Seite in der Koalitionsrunde ein weiteres Mal klein bei geben musste, zeigte sich Finanzminister Steinbr&uuml;ck mit der Einigung bei den Managergeh&auml;ltern <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/11\/grosse-koalition-ausschuss-analyse?page=2\">&bdquo;zufrieden&ldquo;<\/a>. Auch das Bedauern des SPD-Fraktionschefs Peter Struck hielt sich in Grenzen. <\/p><p>Im Gegensatz dazu sieht der CSU-Landesgruppenchef nach dem Koalitionsgespr&auml;ch, obwohl sich die Union weitgehend durchgesetzt hat, <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/weitere-meldungen\/peter-ramsauer-kompromissfaehigkeit-der-grossen-koalition-erschoepft_aid_377358.html\">&bdquo;lange Schatten&ldquo;<\/a> &uuml;ber der Gro&szlig;en Koalition. <\/p><p>Daran mag man ablesen, dass die Union nach der Bundestagswahl mit Macht auf eine schwarz-gelbe Koalition zustrebt. Die Lobeshymnen der SPD-Seite &uuml;ber ihre &ndash; selbst gemessen am eigenen Positionspapier &ndash; Niederlage im Koalitionsausschuss lassen sich nur so erkl&auml;ren, dass die SPD-F&uuml;hrung kein anderes Ziel mehr hat, als sich als (kleiner) Juniorpartner in eine erneute Gro&szlig;e Koalition zu fl&uuml;chten. So meinte denn auch der Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Thomas Oppermann: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/11\/grosse-koalition-ausschuss-analyse?page=2\">&ldquo;Wer jetzt das Ende der Gro&szlig;en Koalition beschw&ouml;rt, der irrt.&rdquo;<\/a><\/p><p>Dass die SPD nun auch noch das Thema Managergeh&auml;lter als Abgrenzung zu Union und FDP aus der Hand gegeben hat, belegt nur ein weiteres Mal, dass der angek&uuml;ndigte &bdquo;Richtungswahlkampf&ldquo; von der SPD-F&uuml;hrung offenbar unter Preisgabe der eigenen Richtung gef&uuml;hrt werden soll. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da werden von M&uuml;ntefering, Steinbr&uuml;ck &uuml;ber Merkel bis hinauf zum Bundespr&auml;sidenten die &bdquo;&uuml;bertriebenen Managergeh&auml;lter&ldquo; gegei&szlig;elt. Der EZB-Chef Trichet, Politiker, Kirchenleute, ja selbst Unternehmer warfen sich in Pose und beklagen die sich &ouml;ffnende Schere zwischen Manager- und Durchschnittsgeh&auml;ltern und da wird vor dem Koalitionsausschuss ein gro&szlig;es Get&ouml;se gemacht. Herausgekommen ist fast nichts. Vor allem CDU\/CSU m&uuml;ssen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3810\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[1,146,132,161],"tags":[227,228,251,253,291,629],"class_list":["post-3810","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-das-kritische-tagebuch","category-soziale-gerechtigkeit","category-ungleichheit-armut-reichtum","category-wertedebatte","tag-ackermann-josef","tag-manager-boni","tag-muentefering-franz","tag-steinbrueck-peer","tag-verteilungsgerechtigkeit","tag-wiedeking-wendelin"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3810","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3810"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3810\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20480,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3810\/revisions\/20480"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3810"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3810"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3810"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}