{"id":3813,"date":"2009-03-09T09:08:12","date_gmt":"2009-03-09T08:08:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3813"},"modified":"2019-02-04T11:17:33","modified_gmt":"2019-02-04T10:17:33","slug":"die-rente-ist-noch-immer-sicher-von-norbert-bluem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3813","title":{"rendered":"\u201eDie Rente ist noch immer sicher!\u201c von Norbert Bl\u00fcm"},"content":{"rendered":"<p>Die kapitalgedeckte Privatvorsorge ist erwartungsgem&auml;&szlig; in der Krise. Norbert Bl&uuml;m bietet eine gut verwertbare Zusammenfassung der Auseinandersetzung. Albrecht M&uuml;ller<br>\n<!--more--><br>\n&bdquo;Die Zeit heilt Wunden&ldquo; wei&szlig; der kluge Volksmund. Aber die Zeit bringt auch verdr&auml;ngte Wahrheiten ans Licht, wie viele schon erfahren haben.<\/p><p>&bdquo;Die Rente ist sicher&ldquo;. &Uuml;ber diesen Satz wurde k&uuml;belweise der Spott ausgegossen, und wer immer das Wort &bdquo;Rente&ldquo; buchstabieren konnte, meinte, es geh&ouml;re sich, Bl&uuml;m ans Bein pinkeln zu m&uuml;ssen.<\/p><p>Als vermeintlicher Retter in h&ouml;chster Not wurde rund um die Welt und die Uhr die kapitalgedeckte Privatvorsorge angepriesen. Die Versicherungskonzerne rieben sich die H&auml;nde. Das Geld klingelte in der Kasse.<\/p><p><strong>Die Kirmes der Privatisierung<\/strong><\/p><p>So ging es einige Jahre &ndash; aber eine k&uuml;rzere Zeit, als ich selbst erwartet hatte. Auf der Kirmes der Privatisierung ist pl&ouml;tzlich der globale Kater ausgebrochen. Die kapitalgedeckte Privatversicherung ist an allen Ecken der Welt ins Schleudern geraten. Massenweise haben Pensionsfonds ihr Leben ausgehaucht. (Das sind jene Kapitalsammelstellen, die das Geld der Arbeitnehmer einsammelten haben, mit denen sie die Hedgefonds f&uuml;tterten, um anschlie&szlig;end die Arbeitspl&auml;tze der Arbeitnehmer zu zertrampeln. Ein Perpetuum mobile der Destruktion.)<\/p><p>Aber auch an anderer Stelle war die Kapitaldeckung kein Hit. Das chilenische, von der Weltbank initiierte Alterssicherungssystem, das auf Kapitaldeckung basiert, steht vor der Zahlungsunf&auml;higkeit. In den Niederlanden sieht es nicht viel besser aus. Der gr&ouml;&szlig;te amerikanische Versicherungskonzern AIG konnte nur mit staatlicher Hilfe gerettet werden, nachdem diese Firma einen Rekordverlust von &uuml;ber 100 Milliarden Dollar zustande gebracht hatte. Hierzulande konnte sich Allianz nur durch Flucht dem Desaster entziehen. In einem Allmachtsanfall kaufte Allianz vor ein paar Jahren f&uuml;r 24 Milliarden Euro die Dresdner Bank, drehte diese, als das Gesch&auml;ft der &Uuml;bernahme sich als Flop erwies, der Commerzbank an und machte sich dann &ndash; nachdem sie noch 6,4 Milliarden Euro verloren hatte &ndash; fluchtartig aus dem Staub. Den Letzten bei&szlig;en die Hunde. <\/p><p>Der Staat rettet jetzt mit 18 Milliarden Euro Steuergeldern die Commerzbank. Die 30 Milliarden Euro, welche Allianz bei dem &bdquo;Coup Dresdner Bank&ldquo; aus dem Fenster geworfen hatte, waren auch Geld, das aus den Beitr&auml;gen der staatlich gef&ouml;rderten Riester-Rente stammten. So ist das, wenn man bei der Alterssicherung auf das Spekulationspferd gesetzt hat.<\/p><p>Die einzige Alterssicherungsform, die von den Turbulenzen des Weltfinanzmarktes nicht ber&uuml;hrt wird, ist das umlagefinanzierte, von der Arbeit gespeiste, gute, alte, viel gescholtene  Rentenversicherungssystem.<\/p><p><strong>Die Rache der Realit&auml;t<\/strong><\/p><p>Die Krise der Weltwirtschaft ist bei Licht betrachtet die Rache der &ouml;konomischen Realit&auml;t am virtuellen finanzwirtschaftlichen Wolkenkuckucksheim, in dem die Finanzkapitalisten ihre hochstaplerischen Gesch&auml;fte betrieben. Alles pass&eacute;. Es wird nicht mehr so werden, wie es war. Der Wohlstand der V&ouml;lker, das wusste schon Adam Smith, h&auml;ngt von der Arbeit ab. Die neue Wahrheit ist die alte: Geld arbeitet nicht &ndash; entgegen den Legenden, welche die Finanzwissenschaft unters Volk brachte.<\/p><p>Die Feinde der Rentenversicherung haben sich wechselseitig &uuml;berboten, um die Rente madig zu machen. Die Cr&egrave;me de la Cr&egrave;me der deutschen Volks- und Betriebswirtschaftslehre war sich nicht zu schade, sich an der Kampagne gegen die Rentenversicherung zu beteiligen. Einer ihrer Leuchten, Herr Professor Oberender, rechnete f&uuml;r BILD sogar aus, wie viel Euro ein heute Geborener in 70 Jahren in die Rentenversicherung eingezahlt hat und wie viel er im Gegenzug aus dieser im Alter erh&auml;lt. Der Mann muss entweder einen Draht zum lieben Gott gehabt haben oder ein begnadeter Hellseher sein, dass er offenbar alle Fakten des n&auml;chsten Jahrhunderts im Kopf hat. An der B&ouml;rse wissen sie nicht den Aktienkurs der n&auml;chsten 14 Tage vorauszusagen, aber die Gurus der Kapitaldeckung rechnen die Renditen der Alterssicherungssysteme f&uuml;r die n&auml;chsten Generationen aus. BILD verglich zudem noch den realen Wert der gesetzlichen Rente mit den Zusagen der Privatversicherung, unterschlug bei Berechnung der realen Wertentwicklung bei der Privatrente allerdings kurzerhand die Wirkung der Preissteigerung. Diese aber trifft die Privatrente h&auml;rter als die gesetzliche Rente, weil die Privatrenten in der Regel nicht dynamisiert sind.<\/p><p><strong>Die Blamage der &ouml;konomischen Gelehrten<\/strong><\/p><p>Mehr T&auml;uschung durch Hochstapelei war nie unterwegs. Kr&auml;ftiger hat sich die &ouml;konomische Wissenschaft nie blamiert als im letzten Jahr. Die Hof-Astrologen an den mittelalterlichen F&uuml;rstenh&ouml;fen, die noch behauptet hatten, die Sonne drehe sich um die Erde, haben die Bewegungen der Sterne genauer vorausgesagt als die modernen Koryph&auml;en der Volkswirtschaftslehre die Bewegungen am Finanzmarkt. Von deren Urteil soll das Vertrauen zur privaten Alterssicherung abh&auml;ngen? Noch im Herbst vergangenen Jahres hatten diese Professoren der Volkswirtschaft nicht kapiert, was die Stunde geschlagen hatte. Sie s&auml;uselten &uuml;ber die Probleme der Wirtschaft, als handele es sich um die Reparatur eines tropfenden Wasserhahns, w&auml;hrend das Haus schon brannte. <\/p><p><strong>Das weiche Brot der Lobbyisten<\/strong><\/p><p>Der Lobbyismus verdirbt das Denken. Die Professoren sind zu sehr abgelenkt von ihren wissenschaftlichen Pflichten, und zu viele waren auch mit Gutachten f&uuml;r ihre privaten Auftraggeber besch&auml;ftigt.<\/p><p>&bdquo;Wes&rsquo; Brot ich ess&rsquo;, des&rsquo; Lied ich sing&ldquo;. Man braucht sich nur anzusehen, in wessen Sold viele der Gegner der Rentenversicherung stehen. Selbst der Vorsitzende des Sachverst&auml;ndigenrates Professor R&uuml;rup, die Krone des Sachverstandes, hat sich inzwischen bei einem der gr&ouml;&szlig;ten Finanzdienstleister f&uuml;r sein Alterszubrot verdingt. Raffelh&uuml;schen, der wissenschaftliche Tausendsassa, der auf allen Versicherungssymposien tanzt und der mit seinem Spott &uuml;ber Bl&uuml;m ganze Vertreterversammlungen von der Privatversicherung zum Lachen brachte, hat damit gutes Geld gemacht. Miegel, der sich als Leichenbeschauer der Rentenversicherung geriert und daf&uuml;r bewundert wird, hatte sich l&auml;ngst bei einem Institut verdingt, das der Deutschen Bank nahe steht und der Privatversicherung verpflichtet ist. So ist das mit dem Sachverstand, der scheinbar unabh&auml;ngig ist. Sein Verh&auml;ltnis zur Unabh&auml;ngigkeit entspricht dem zwischen Scheinheiligen und Heiligen.<\/p><p><strong>BILD war dabei und Allianz nicht weit weg<\/strong><\/p><p>Alle Schamgrenzen des Lobbyismus&rsquo;, der sich als Wissenschaft getarnt hatte, sind gefallen. BILD, das Spitzenorgan der Anti-Renten-Kampagne, hatte diese mit Allianz abgestimmt. &bdquo;Klar, wer mit Bild.T-Online.de kooperiert, der ist auch in der Bild-Zeitung vertreten. Und zwar nicht nur als Anzeige, sondern so, wie es sich f&uuml;r eine Kooperation geh&ouml;rt: rundum&ldquo;. Mit dieser Ermunterung schickte Allianz seine Vertreter auf Kundenfang. Mit anderen Worten: Die BILD-Redaktion flankierte journalistisch die Allianz-Anzeigen-Kampagne in BILD. Eine Hand w&auml;scht die andere. Konsequenter Weise war vorher schon der Pressesprecher von Allianz, Santen, in die BILD-Zeitungs-Redaktion &uuml;bergewechselt. Die Verlotterung des Journalismus&rsquo; kennt offenbar keine Grenzen.<\/p><p><strong>Nicht das System ist falsch, sondern die Rentenpolitik war es.<\/strong><\/p><p>&bdquo;Die Rente ist sicher&ldquo;. Freilich, &uuml;ber die H&ouml;he der Rente entscheidet die Beitragsh&ouml;he. Die Regierung Schr&ouml;der hat in der Rentenpolitik eine kopernikianische Wandlung vollzogen. W&auml;hrend &uuml;ber 100 Jahre das angestrebte Rentenniveau die unabh&auml;ngige Konstante der Rentenpolitik war, hat Schr&ouml;der mit Unterst&uuml;tzung der Opposition die Beitragsh&ouml;he zum unverr&uuml;ckbaren Kriterium erkl&auml;rt und 22 % Rentenbeitrag als die H&ouml;chstgrenze festgezurrt. F&uuml;rsorglich wurde dies mit der Belastungsgrenze der Versicherten begr&uuml;ndet. Doch die Entlarvung der L&uuml;ge folgte auf dem Fu&szlig;, denn den angeblich vor weiteren Belastungen durch Rentenversicherungsbeitr&auml;ge zu sch&uuml;tzenden Arbeitnehmer mutet man 4 % zus&auml;tzlichen Beitrag zur Riester-Rente zu (22 + 4 = 26 %!). Wenn diese 4 % einschlie&szlig;lich der staatlichen Zusch&uuml;sse in die Rentenversicherung geflossen w&auml;ren, h&auml;tten alle etwas davon gehabt, auch die, welche sich keine Riester-Rente leisten k&ouml;nnen. Das Rentenniveau h&auml;tte nicht so massiv abgesenkt werden m&uuml;ssen, wie es abgesenkt worden ist. Damit ger&auml;t die Rente in vielen F&auml;llen in die N&auml;he der Sozialhilfe. Wenn allerdings eine Alterssicherung, die mit Beitr&auml;gen finanziert wurde, nicht oder nicht viel h&ouml;her als eine F&uuml;rsorgeleistung ist, die man vom Staat ohne Beitragszahlungen erh&auml;lt, dann hat sich die beitragsfinanzierte Rente &uuml;berlebt, weil es in der Logik eines solchen Systems liegt, gleich zur Sozialhilfe zu gehen und nicht den Umweg &uuml;ber Arbeit und Beitrag zu nehmen.<\/p><p>Die Renten-Schwierigkeiten sind keine Systemverlegenheiten, sondern Folge der Umleitung der Rentenbeitr&auml;ge in die Kassen der Privatversicherung. Wer in den Tank seines Autos nicht gen&uuml;gend Benzin f&uuml;llt, muss sich nicht wundern, wenn der Motor stottert und sp&auml;ter auch stehen bleibt. Das liegt allerdings dann nicht am Motor, sondern am Benzinmangel. So &auml;hnlich ist es mit der Rente.<\/p><p><strong>Der Zusammenbruch eines Kartenhauses<\/strong><\/p><p>Der ganze Aufwand, mit dem die private Altersversicherung als rettende Alternative zu einem angeblich maroden Umlagesystem ausstaffiert wurde, ist jetzt zusammen gebrochen. F&uuml;r die geheuchelte Sorge, mit der Rentenexperte Diekmann, im Nebenberuf Chefredakteur von BILD, gegen eine vermeintliche Rentenl&uuml;ge von Bl&uuml;m vor Gericht ziehen wollte, fand sich kein Richter, der die mit Pressewirbel angek&uuml;ndigte Klage annehmen wollte. Welch eine Blamage. Jetzt entpuppt sich die ganze BILD-Kampagne als BILD-Klamauk.  <\/p><p>Es geschehen noch Zeichen und Wunder: BILD erkl&auml;rte am 17. September 2008 f&uuml;r die gesetzliche Rente: &bdquo;Keine Gefahr&ldquo;. Also doch: &bdquo;Die Rente ist sicher!&ldquo; (BILD l&uuml;gt nicht). Doch die Verwirrung ist damit noch nicht am Ende. Die Rentenversicherung macht mit dem Geld ihrer Beitragszahler Werbung f&uuml;r die Riester-Rente, mit der ihr die Luft abgedreht wird. So viel Uneigenn&uuml;tzigkeit schadet. Die Privatversicherung h&auml;lt diese Liebesdienste der Rentenversicherung wom&ouml;glich f&uuml;r ein Zeichen der Kapitulation der gesetzlichen Rentenversicherung. Aber wie kann sich eine Rentenversicherung verteidigen, wenn die H&auml;lfte ihrer Selbstverwaltung, n&auml;mlich die Arbeitgebervertreter, bei dem Gegner der Rentenversicherung mental hospitieren?<\/p><p>Alle Ab- und Ausreden, die f&uuml;r die Vorz&uuml;ge der kapitalgedeckten Alterssicherung ins Feld gef&uuml;hrt wurden sind inzwischen im Lobbyisten-Schlamm stecken geblieben. Auch die demographische Entwicklung liefert kein Alibi f&uuml;r einen Systemumstieg von der Umlage zur Kapitaldeckung. Kapitaldeckung ist n&auml;mlich entgegen der gebetsm&uuml;hlenhaften Wiederholung ihrer Propagandisten keineswegs gegen die Bev&ouml;lkerungsentwicklung so immun, wie immer behauptet wird. Wenn der Privatversicherung die Beitragszahler ausgehen, aus welchen Gr&uuml;nden auch immer, also auch aus demographischen, kommt die Privatversicherung ins Schleudern. Da hilft auch kein Ausweichen mit der Kapitalanlage ins Ausland. Dass die armen V&ouml;lker mit unserem Kapital auf Dauer die Zinsen erwirtschaften, mit denen wir unsere Alten bezahlen, ist ein verwegener Gedanke, der sich schnell als Illusion erweisen k&ouml;nnte. Und wie es mit der Sicherheit der weltweiten Anlage von Kapital bestellt ist, daf&uuml;r liefern die gegenw&auml;rtigen weltweiten Turbulenzen anschauliches Beweismaterial. <\/p><p>Die Kopfzahl der Geburten sagt im &uuml;brigen noch nichts &uuml;ber die wirtschaftliche Zukunftssicherung, sonst m&uuml;ssten ja alle bev&ouml;lkerungsreichen V&ouml;lker auch wirtschaftlich reich sein. Entscheidend sind die K&ouml;pfe und H&auml;nde derjenigen, die Arbeit finden. Arbeitslose liefern keinen finanziellen Nachschub f&uuml;r die Rente und unterbesch&auml;ftigte Arbeitnehmer weniger als produktive. Die demographischen Wirkungen sind also verwickelter, als sie sich ein kluger Feuilletonchef der FAZ offenbar vorstellen kann. &bdquo;Methusalem&ldquo; wusste eben noch nichts von der Arbeitskraft sparenden Produktivit&auml;t. In weiten Teilen der Erde ist nicht Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang, sondern Bev&ouml;lkerungsexplosion das wirtschaftliche und soziale Problem.<\/p><p>Wie dem auch sei: Die kapitalgedeckte Alterssicherung ist keine Rettungsinsel in den elementaren St&uuml;rmen der Weltwirtschaft.<\/p><p>Bill Gro&szlig;, der bei der Allianz-Tochter Dimcode den gr&ouml;&szlig;ten Rentenfonds der Welt managte, erkl&auml;rte j&uuml;ngst (WELT, 28.02.2009) den &bdquo;Tod der Aktie&ldquo;. F&uuml;r die meisten Menschen werfe sie &bdquo;f&uuml;r den Rest des Lebens&ldquo; keine Rendite mehr ab. Da hilft nur noch: Der Letzte macht die T&uuml;r zu.<\/p><p><strong>Wo war der Reformstau?<\/strong><\/p><p>Jahrelang hat sich das Wort &bdquo;Reform&ldquo; an die Sozialpolitik geklammert. Und es stimmt ja auch. Dort muss manches ver&auml;ndert werden. Die Bundespr&auml;sidenten Herzog und K&ouml;hler, die Bundeskanzler Schr&ouml;der und Merkel reservierten jedoch das Wort &bdquo;Reform&ldquo; exklusiv f&uuml;r den Sozialstaat. Jetzt zeigt sich, dass ein erheblich h&ouml;herer Reformbedarf in der Finanzwirtschaft vorliegt. So viele Billionen kann die Sozialpolitik gar nicht verschleudern, wie das internationale Bankensystem verbrannt hat. Wenn sich aber der Eifer der Arbeitgeberverb&auml;nde, der National&ouml;konomie und der BILD-Zeitung  fortan den vorrangigen Reformnotwendigkeiten auf den Finanzm&auml;rkten widmet, und den Gro&szlig;en bei der Opferbereitschaft den Vortritt vor den Kleinen l&auml;sst, dann hat die Krise doch noch ihren Sinn gehabt.<\/p><p>Und dann sage ich: &bdquo;Schwamm dr&uuml;ber&ldquo; &uuml;ber den Spott, den die Rentenpolitik ertragen m&uuml;sste, die ich vertreten habe.<\/p><p>Wie dem auch sei. Die Rache ist nicht s&uuml;&szlig;, denn die Fehler, f&uuml;r die man sich r&auml;chen musste, werden von Millionen von Rentnern bezahlt. Aber vielleicht k&ouml;nnte man aus Erfahrung kl&uuml;ger werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die kapitalgedeckte Privatvorsorge ist erwartungsgem&auml;&szlig; in der Krise. Norbert Bl&uuml;m bietet eine gut verwertbare Zusammenfassung der Auseinandersetzung. 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