{"id":38130,"date":"2017-05-03T14:49:15","date_gmt":"2017-05-03T12:49:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38130"},"modified":"2017-05-12T13:08:14","modified_gmt":"2017-05-12T11:08:14","slug":"unser-linksliberales-establishment-verbloedet-zusehends","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38130","title":{"rendered":"Unser linksliberales Establishment verbl\u00f6det zusehends"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170503_micobe.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Wenn Frankreich am Sonntag seinen neuen Pr&auml;sidenten w&auml;hlt, so haben die W&auml;hler die Wahl zwischen Pest und &hellip; stopp! H&auml;tte ich diesen Satz ausgeschrieben, <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Archiv-Suche\/!5401542&amp;s=&amp;SuchRahmen=Print\/\">w&auml;re ich<\/a> f&uuml;r den linksliberalen Publizisten Robert Misik bereits ein &bdquo;unterschlauer&ldquo; Teil der &bdquo;dummen Linken&ldquo;. Misik wei&szlig; zwar nicht, was an Macron nun l&ouml;blich sein soll &ndash; aber keine Wahlempfehlung f&uuml;r den Kandidaten der extremen Mitte zu geben, sei f&uuml;r ihn eine &bdquo;kriminelle Dummheit&ldquo;. Ganz &auml;hnlich argumentiert &ndash; ebenfalls <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Daniel-Cohn-Bendit-ueber-Frankreich-Wahl\/!5403334\/\">via taz<\/a> &ndash; sein Bruder im salonlinken Geiste: Neoliberalismus hin, Austerit&auml;tswahnsinn her &ndash;  f&uuml;r Daniel Cohn-Bendit liegt der &bdquo;eigentliche Skandal&ldquo; der Wahlen in Frankreich darin, dass die politische Linke sich weigert, eine klare Wahlempfehlung f&uuml;r Macron auszugeben. Man mag da nur noch mit dem Kopf sch&uuml;tteln. Deutschland, wo sind nur Deine Intellektuellen geblieben? Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7435\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-38130-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170504_Unser_linksliberales_Establishment_verbloedet_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170504_Unser_linksliberales_Establishment_verbloedet_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170504_Unser_linksliberales_Establishment_verbloedet_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170504_Unser_linksliberales_Establishment_verbloedet_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=38130-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170504_Unser_linksliberales_Establishment_verbloedet_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170504_Unser_linksliberales_Establishment_verbloedet_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Misiks Alternativlosigkeit<\/strong><\/p><p>Robert Misiks Motto f&uuml;r Frankreich ist klar: Le Pen soll mit allen Mitteln verhindert werden. Dass ein Wahlsieg Le Pens eine Katastrophe w&auml;re, ist ja auch unstrittig. Die interessantere Frage ist da schon, warum ein Sieg Macrons kein gro&szlig;es Problem sein sollte. Und auf diese Frage hat ein Robert Misik auch keine Antworten. Selbst nach m&uuml;hevoller journalistischer Schwei&szlig;arbeit findet der &ouml;sterreichische Publizist als Pluspunkte f&uuml;r Macron nur den lauwarmen Satz. &bdquo;Innenpolitisch ist sein Weltbild eher gem&auml;&szlig;igt blairistisch, europapolitisch aber eher keynesianisch. Das sollte man schon auseinanderhalten k&ouml;nnen&ldquo;. Bitte? Vielleicht kann mir Robert Misik ja mal bei einem Gr&uuml;nen Veltliner erkl&auml;ren, was am innenpolitischen Weltbild Tony Blairs l&ouml;blich gewesen sein soll &ndash; Stichwort: &Uuml;berwachungsstaat &ndash; und welche Europapolitik der 1946 verstorbene Lord Keynes &uuml;berhaupt verfolgt hat. Es ist ja bekannt, dass vor allem linksliberale Intellektuelle gerne mit Formulierungen um sich schmei&szlig;en, die sie selbst nicht verstehen. Aber wenn ein Robert Misik in einem Meinungsartikel, in dem er der europ&auml;ischen Linken &bdquo;Dummheit&ldquo; vorwirft, an der zentralen Stelle nur mit zwei inhaltslosen Nulls&auml;tzen daherkommt, kann man schon sagen, dass der Vorwurf der &bdquo;Unterschl&auml;ue&ldquo; hier auf den Verfasser zur&uuml;ckf&auml;llt. <\/p><p>Was will Misik eigentlich von uns? Dass wir nun alle Macron f&uuml;r einen Retter des Abendlandes halten, der zwar kleinere Sch&ouml;nheitsfehler hat, aber &bdquo;leider&ldquo; alternativlos ist? Nein! Wir Linksliberalen m&uuml;ssen endlich aufh&ouml;ren, den Neoliberalismus zu verharmlosen. Macron ist kein netter Kerl mit kleinen Fehlerchen. Er ist ein &Uuml;berzeugungst&auml;ter aus der extremen Mitte, dessen Politik sehr vielen Menschen Leid zuf&uuml;hren und die europ&auml;ische Idee ad absurdum f&uuml;hren wird. Das ist keine Petitesse, Herr Misik!<\/p><p><strong>Cohn-Bendit und die Lifestyle-Linken<\/strong><\/p><p>Robert Misik und Daniel Cohn-Bendit seien daran erinnert, dass es vor allem die Gr&uuml;nen und Lifestyle-Linken waren, die durch die Wahl des hoffnungslos abgeschlagenen Benoit Hamon erst den Einzug von Marine Le Pen in die zweite Runde der Pr&auml;sidentschaftswahlen erm&ouml;glich haben. Madame Le Pen lag in der ersten Runde gerade einmal 1,6 Prozentpunkte vor dem linken Kandidaten M&eacute;lenchon. In meiner ersten Analyse zur Wahl machte ich <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37989\">daher auch<\/a> die Sozialisten mitverantwortlich f&uuml;r den Sieg Le Pens &uuml;ber M&eacute;lenchon. Doch das war wohl voreilig. Zahlreiche Freunde und Leser aus Frankreich erkl&auml;rten mir, dass die 6,4% der W&auml;hler, die f&uuml;r Hamon gestimmt haben, eher zu den liberalen Lifestyle-Linken und &ndash;Gr&uuml;nen geh&ouml;ren, die ohnehin nie einen wirklich linken Kandidaten gew&auml;hlt h&auml;tten und daher eigentlich eher dem Macron-Lager zuzuordnen w&auml;ren. <a href=\"http:\/\/cdn1-new-parismatch.ladmedia.fr\/var\/ifop\/02-05-2017.pdf\">Aktuelle Wahlanalysen<\/a>, nach denen 75% der Hamon-W&auml;hler nun Macron ihre Stimme geben, best&auml;tigen dieses Urteil. <\/p><p>Misik, Cohn-Bendit und die anderen linksliberalen Verharmloser des Neokapitalismus sind nicht die L&ouml;sung, sondern Teil des Problems. Der Eine echauffiert sich vor allem &uuml;ber &bdquo;kriminell dumme Linke&ldquo; und nicht &uuml;ber die eiskalte Menschenverachtung des Neoliberalismus. Der Andere ist vor allem dar&uuml;ber entsetzt, dass &bdquo;zahlreiche Linke, die [er] gut [kennt], leichtfertig Macron denunzieren&ldquo;. Die Verbrechen des Neoliberalismus und die Folgen eines fehlgeleiteten Finanzkapitalismus scheinen f&uuml;r den ehemals &bdquo;roten Daniel&ldquo; dagegen l&auml;ssliche S&uuml;nden zu sein. Derartige linksliberale Intellektuelle sind Steigb&uuml;gelhalter des Neoliberalismus, profane Schw&auml;tzer ohne Anspruch und ohne R&uuml;ckgrat, die es sich im linksliberalen Establishment bequem gemacht haben und meilenweit von der Lebenswirklichkeit ihrer Mitmenschen entfernt haben. Wer echte Intellektuelle sucht, muss da schon &uuml;ber den deutschen Tellerrand[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>] hinausblicken.<\/p><p><strong>Todd und Eribon &ndash; was f&uuml;r ein Kontrast zu den deutschen Denkabstinenzlern<\/strong><\/p><p>Schade, dass die WELT ihr Interview mit dem linken franz&ouml;sischen Historiker <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article164170323\/Emmanuel-Macron-wird-Frankreich-verraten.html\">Emmanuel Todd<\/a> hinter einer Paywall versteckt hat. Wenn Sie heute noch am Kiosk vorbeikommen, kaufen Sie sich ruhig ausnahmsweise mal die WELT. Was Sie auf Seite 6 zu lesen bekommen, ist &auml;u&szlig;erst interessant. F&uuml;r Todd sind sowohl der Macronismus als auch der Lepenismus &bdquo;das Schlimmste, was Frankreich in den letzten zwei Jahrzehnten hervorgebracht hat.&ldquo; Beide seien jedoch zwei Seiten ein und derselben Medaille. Lepenismus hei&szlig;t &ndash; so Todd &ndash; &bdquo;sich f&uuml;r den Rassismus zu entscheiden&ldquo;. Und Macronismus bedeutet f&uuml;r ihn, &bdquo;die freiwillige Knechtschaft zu akzeptieren, zu resignieren&ldquo;, sich &bdquo;unter die Banken, unter Deutschland [und] unter Europa&ldquo; zu unterwerfen. &bdquo;Wir haben&ldquo;, so Todd, &bdquo;nur die Wahl zwischen Knechtschaft und Rassismus. Aber man kann sich nicht freiwillig f&uuml;r die Knechtschaft entscheiden&ldquo;. Macron w&uuml;rde als Pr&auml;sident daf&uuml;r sorgen, dass Frankreich &bdquo;durch die eigene Elite zerst&ouml;rt&ldquo; wird.<\/p><p>Wann haben sie das letzte Mal von einem Intellektuellen derart scharfe Kritik am allgegenw&auml;rtigen Neoliberalismus deutsch-br&uuml;sseler Spielart gelesen? Vielleicht dann, wenn Sie ein regelm&auml;&szlig;iger Leser der Texte und Interviews von <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2016-07\/didier-eribon-linke-angela-merkel-brexit-frankreich-front-national-afd-interview\">Didier Eribon<\/a> sind. Eribon weigert sich ebenfalls, vorschnell der Deutungshoheit der Eliten nachzugeben. Der momentan zu beobachtende Siegeszug der sogenannten Rechtspopulisten sei vor allem die Schuld der Sozialisten. Die h&auml;tten &bdquo;mit ihrer Verbeugung vor dem Neoliberalismus die Grunds&auml;tze von Sozialismus und Sozialdemokratie verraten&ldquo;, &bdquo;damit das Band zwischen der Arbeiterklasse und den linken Parteien zerschnitten [und] den Raum freigemacht, der dann von den Rechtsradikalen besetzt werden k&ouml;nnte&ldquo;. Der Wechsel so vieler abgeh&auml;ngter W&auml;hler vom linken ins rechtsextreme Lager sei eine Art &bdquo;politische Notwehr der unteren Schichten&ldquo;. Wenn Sie nach einer Erkl&auml;rung f&uuml;r den H&ouml;henflug des Front National suchen &ndash; hier haben Sie sie.<\/p><p><em>Lesen Sie dazu bitte auch: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=34796\">Warum sind rechte Parteien und Ideologien so einflussreich geworden? Der franz&ouml;sische Soziologe Eribon hat eine plausible Antwort<\/a><\/em><\/p><p>Es ist schon fast peinlich, mit welch intellektueller Kleing&auml;rtnerei Deutschlands Linksliberale auf die Situation reagieren, die Todd und Eribon messerscharf analysiert haben. Weil es ja nun gegen die Rechten ginge, sei es die moralische Pflicht des W&auml;hlers, &uuml;ber das vorgehaltene St&ouml;ckchen zu springen und den neoliberalen Dandy Macron zu w&auml;hlen; also die Knechtschaft freiwillig zu begr&uuml;&szlig;en. Diese Argumentation geht in ihrer gesamten Groteske nat&uuml;rlich erst auf, wenn man sich einmal das ganze Bild betrachtet. <\/p><p>Zun&auml;chst haben die alten politischen Kr&auml;fte den Neoliberalismus an Bord gebracht und dessen Opfer haben sich mehr und mehr von diesen Kr&auml;ften ab- und dem Rechtspopulismus hinzugewandt. Und nun soll eine &Uuml;berdosis Neoliberalismus Europa vor dem Rechtspopulismus bewahren? Das ist doch absurd. <\/p><p>Sogar noch absurder ist, dass nun eine alternativlose Situation konstruiert wird, in der der W&auml;hler aufgefordert wird, dem Neoliberalismus ein sagenhaftes Plebiszit zu verschaffen; nur um den Rechtspopulismus zu verhindern. Und dann? Dann erzeugt die &Uuml;berdosis Neoliberalismus eine &Uuml;berdosis Rechtspopulismus und wir sitzen in genau der Patsche, in die uns unsere linksliberalen Eliten zielsicher man&ouml;vriert haben. Zuerst unterwerfen wir uns freiwillig der Knechtschaft und laufen dann den Faschisten hinterher, die uns &bdquo;befreien&ldquo; wollen. <\/p><p><strong>Macron w&auml;hlen?<\/strong><\/p><p>Im Guardian <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2017\/may\/01\/emmanuel-macron-french-voters-marine-le-pen\">stellt Olivier Tonneau<\/a> unter Berufung auf Pariser Journalisten fest, dass die Konstellation der zweiten Runde der Pr&auml;sidentschaftswahlen wahrscheinlich das Ergebnis einer umfassenden Kampagne sei; auch um zu verhindern, dass ein linker Kandidat in den &Eacute;lys&eacute;e-Palast einzieht. Auch wenn sich Tonneaus Anschuldigungen kaum beweisen lassen, so d&uuml;rfte da schon etwas dran sein. Es ist nat&uuml;rlich kein Zufall, dass ausgerechnet die beiden linksliberalen Bl&auml;tter Liberation und Le Monde ungew&ouml;hnlich deutlich gegen M&eacute;lenchon und f&uuml;r Macron Position bezogen haben. <\/p><p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170503_umfragen.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170503_umfragen-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p><p>In den aktuellen Umfragen liegt Macron mit stolzen 19 Punkten vor Le Pen. Das Argument, man m&uuml;sse nun auf jeden Fall Macron seine Stimme geben und den vor der T&uuml;r stehenden Faschismus in letzter Sekunde verhindern, ist also ohnehin unsinnig. Im Gegenteil. Ein 60:40 Sieg w&uuml;rde von Macron und den Medien als klarer W&auml;hlerauftrag interpretiert, das Land nach seinen neoliberalen Vorstellungen umzubauen. Jedoch w&uuml;rde auch ein knapper Sieg Macrons als Signal f&uuml;r mehr Neoliberalismus gewertet &ndash; denn dann gelang es ihm ja nur knapp, den Faschismus zu verhindern, und nun m&uuml;sse die gesamte Gesellschaft sich hinter Macron stellen, um Europa zu retten. Misik und Cohn-Bendit w&uuml;rden applaudieren. Aber das will nichts hei&szlig;en.<\/p><p>Auf die Idee, dass man dem Faschismus durch eine Bek&auml;mpfung des Neoliberalismus den Sauerstoff entziehen kann, kommt seltsamerweise niemand. Sp&auml;testens wenn Angela Merkel im Bundestag &bdquo;den Neoliberalismus in seinem Lauf, h&auml;lt weder Ochs&acute; noch Esel auf&ldquo; singsangt, sollte auch unsere linksliberalen Eliten der Verdacht kommen, dass sie auf der falschen Seite stehen. Doch dann k&ouml;nnte es bereits zu sp&auml;t sein.<\/p><p>Wenn ich die Wahl zwischen Pest und Cholera &ndash; nun habe ich es doch geschrieben und bin f&uuml;r Robert Misik ein &bdquo;unterschlauer Linker&ldquo; &ndash; habe, w&auml;hle ich &hellip; gar nicht. Und genau dies haben auch rund zwei Drittel der W&auml;hler vor, die in der ersten Runde Jean-Luc M&eacute;lenchon ihre Stimme gegeben haben.  Aber diese Entscheidung muss nat&uuml;rlich jeder selbst treffen. Auch Didier Eribon und Emmanuel Todd haben bereits angek&uuml;ndigt, eine ung&uuml;ltige Stimme abzugeben. Jean-Luc M&eacute;lenchon wird w&auml;hlen &ndash; wen, das sagt er nicht; nur, dass es nicht Marine Le Pen sein wird.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] Misik und Cohn-Bendit sind zwar &Ouml;sterreicher und Deutsch-Franzosen, besch&auml;ftigen sich in ihrem j&uuml;ngeren publizistischen Schaffen aber vornehmlich mit Deutschland und sind deutsche Muttersprachler, weshalb ich sie  &ndash; vollkommen ohne v&ouml;lkische Hintergedanken &ndash; zu den deutschen Intellektuellen z&auml;hle. <\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170503_micobe.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Wenn Frankreich am Sonntag seinen neuen Pr&auml;sidenten w&auml;hlt, so haben die W&auml;hler die Wahl zwischen Pest und &hellip; stopp! H&auml;tte ich diesen Satz ausgeschrieben, <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Archiv-Suche\/!5401542&amp;s=&amp;SuchRahmen=Print\/\">w&auml;re ich<\/a> f&uuml;r den linksliberalen Publizisten Robert Misik bereits ein &bdquo;unterschlauer&ldquo; Teil der &bdquo;dummen Linken&ldquo;. Misik wei&szlig; zwar nicht,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38130\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,107,125,190],"tags":[1129,2082,1043,1994,2066,2040,784,708,633],"class_list":["post-38130","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-audio-podcast","category-rechte-gefahr","category-wahlen","tag-cohn-bendit-daniel","tag-eribon-didier","tag-frankreich","tag-le-pen-marine","tag-macron-emmanuel","tag-melenchon-jean-luc","tag-misik-robert","tag-nichtwaehler","tag-politikerverdrossenheit"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38130","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38130"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38130\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38144,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38130\/revisions\/38144"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38130"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38130"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38130"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}