{"id":38135,"date":"2017-05-04T08:34:41","date_gmt":"2017-05-04T06:34:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135"},"modified":"2017-05-04T08:34:41","modified_gmt":"2017-05-04T06:34:41","slug":"hinweise-des-tages-2867","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h01\">Der Schein am Arbeitsmarkt tr&uuml;gt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h02\">Zur&uuml;ck zur Tarifbindung &ldquo;ein sinnvoller Schritt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h03\">Warum Arbeitgeber Minijobber noch immer prellen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h04\">Griechenland: Die n&auml;chste Runde Austerit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h05\">Geschmeckt hat&rsquo;s keinem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h06\">Warum vertritt ein rotgr&uuml;nes &bdquo;Progressives&ldquo; Zentrum reaktion&auml;re Thesen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h07\">Globale Anomie oder Menschlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h08\">Chinesen k&ouml;nnen vieles besser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h09\">Das sind die Tricks der Krankenversicherer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h10\">Konventionelle Schweinehaltung laut Gutachten gesetzeswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h11\">Kampfgemeinschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h12\">Bundeswehr-Werbung zielt auf die Duckm&auml;user<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h13\">Der deutsche Nahostkonflikt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h14\">NSU: Totalversagen in Th&uuml;ringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h15\">Warum die Aufregung &uuml;ber Xavier Naidoo v&ouml;llig &uuml;bertrieben ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h16\">EXKLUSIV: Spitzenfrau der AfD in Nordrhein-Westfalen arbeitete als Prostituierte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Schein am Arbeitsmarkt tr&uuml;gt<\/strong><br>\n&bdquo;Die hohe Besch&auml;ftigtenzahl verbirgt den Mangel an guter, ausk&ouml;mmlicher Arbeit. Die Jobs, die in den vergangenen Jahren geschaffen wurden, waren zum Gro&szlig;teil Teilzeitstellen, von denen man nicht leben kann. Leiharbeit boomt, und auch der Mindestlohn hat kaum zu einer Reduzierung der Zahl der Minijobs beigetragen. Ein F&uuml;nftel aller Besch&auml;ftigten arbeitet mittlerweile zu Niedrigl&ouml;hnen, 2,6 Millionen Besch&auml;ftigte brauchen neben ihrer Hauptbesch&auml;ftigung noch einen Nebenjob &ndash; und die Bundesregierung schaut tatenlos zu&ldquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Die offizielle Arbeitslosenzahl von 2,6 Millionen ist zudem nur die Spitze des Eisbergs. Hinzu kommen eine Million Menschen, die zwar erwerbslos sind, in der Statistik aber nicht mehr vorkommen, weil sie an Weiterbildungsma&szlig;nahmen teilnehmen, &auml;lter als 58 Jahre sind oder aufgrund anderer Tricksereien aus der Statistik fallen. Rechnet man diese Personen mit ein, liegt die Arbeitslosigkeit bei fast 3,6 Millionen Menschen, darunter &uuml;ber 900.000 Langzeiterwerbslose. Das sind die Fakten, an denen sich die Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung messen lassen muss.<br>\nDie Besch&auml;ftigungsentwicklung taugt nicht als Entschuldigung f&uuml;r den weitgehenden R&uuml;ckzug der gro&szlig;en Koalition aus der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Gerade f&uuml;r Langzeiterwerbslose muss deutlich mehr getan werden. Wir brauchen einen &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigungssektor. Leiharbeit &ouml;ffnet Niedrigl&ouml;hnen T&uuml;r und Tor und verhindert, dass die Betroffenen ihre Interessen &uuml;ber Gewerkschaften oder Betriebsr&auml;te vertreten k&ouml;nnen. Damit muss endlich Schluss sein. Grund zum Feiern gibt es erst, wenn Armut trotz Arbeit endlich der Vergangenheit angeh&ouml;rt und alle Besch&auml;ftigten von ihrer H&auml;nde Arbeit leben k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170504-hwt_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170504-hwt_01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/der-schein-am-arbeitsmarkt-truegt\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Arbeitsuchende, Arbeitslose, erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte: L&auml;ndervergleich April 2017<\/strong><br>\nApril 2017: 175.000 weniger registrierte Arbeitslose, 95.000 mehr erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte (Arbeitslosengeld II) als im April 2016. 4,743 Millionen Arbeitsuchende im April 2017: davon 2,569 Millionen als Arbeitslose registrierte Arbeitsuchende und 2,174 Millionen gem&auml;&szlig; amtlicher Statistik nichtarbeitslose Arbeitsuchende.<br>\n4,422 Millionen erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte (ELB: Arbeitslosengeld II) im April 2017. (Zum ELB-L&auml;ndervergleich siehe im Download Seite 8)<br>\nZum L&auml;nder- und Rechtskreisvergleich im April 2017 siehe die BIAJ-Kurzmitteilung vom 03. Mai 2017:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/920-arbeitsuchende-arbeitslose-erwerbsfaehige-leistungsberechtigte-laendervergleich-april-2017.html\">BIAJ<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: 7,24 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen<\/strong><br>\n2,76 Millionen Arbeitslose gab es im Februar 2017. Doch mit &uuml;ber 7,24 Millionen lebten mehr als zweieinhalbmal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter rund zwei Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterst&uuml;tzung ben&ouml;tigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/724-millionen-menschen-leben-von-arbeitslosengeld-oder-hartz-iv-leistungen\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a><\/p>\n<p><strong>und: 5,8 % Arbeitslose &ndash; eine &ldquo;Zahl f&uuml;r Dumme&rdquo;<\/strong><br>\nAuf den ersten Blick erscheinen die neuen Arbeitslosenzahlen &uuml;beraus positiv. Wirtschaftsprofessor Heinz-Josef Bontrup pl&auml;diert jedoch f&uuml;r einen ehrlicheren Umgang mit den Statistiken. [&hellip;]<br>\nAngesichts von fast 44 Millionen Erwerbst&auml;tigen muss man trotzdem fragen: Sind diese Zahlen nicht doch so niedrig, dass man schon nicht mehr von Massenarbeitslosigkeit sprechen kann? Weit gefehlt: Zieht man die Selbst&auml;ndigen (und Scheinselbst&auml;ndigen) ab, bleiben noch gut 39 Millionen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte. Und das Besondere: gut ein Drittel dieser 39 Millionen arbeitet nur Teilzeit! Im Durchschnitt nicht mehr als 15 Stunden die Woche! &Uuml;brigens weit &uuml;berwiegend Frauen. Wird diejenige, die so wenig arbeitet, zu Recht noch statistisch als Arbeitende erfasst? Die Antwort ist differenziert, und doch einfach: Manche wollen nicht mehr als Teilzeit arbeiten; andere k&ouml;nnen nicht Vollzeit arbeiten, weil sie keinen entsprechenden Job finden. Geh&ouml;rten die letztgenannten nicht auch in die Arbeitslosenstatistik? Aber auch ohne sie: insgesamt muss man schon sehr deutlich von &uuml;ber vier Millionen Arbeitslosen in Deutschland ausgehen. Zeit, die Statistik auf neue Beine zu stellen und sich ehrlicher zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blog.ard-hauptstadtstudio.de\/58-arbeitslose-eine-zahl-fuer-dumme\/\">ARD Hauptstadtstudio<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zur&uuml;ck zur Tarifbindung &ldquo;ein sinnvoller Schritt&rdquo;<\/strong><br>\nOb Esprit, Edeka oder Amazon: Viele Unternehmen sind nicht mehr in der Tarifbindung und k&ouml;nnen sich so durch niedrigere L&ouml;hne Wettbewerbsvorteile verschaffen. &ldquo;Nur noch 14 Prozent der Unternehmen sind an den Tarifvertrag gebunden&rdquo;, kritisierte Sozialwissenschaftler Stefan Sell im DLF. Einer Wiedereinf&uuml;hrung der Allgemeinverbindlichkeit f&uuml;r alle r&auml;umt er aber nur wenige Chancen ein. [&hellip;]<br>\nDennoch haben die einzelnen Arbeitgeber ja Gr&uuml;nde f&uuml;r ihr Ausscheiden aus der Tarifbindung. Sind die nachvollziehbar?<br>\nSell: Die sind betriebswirtschaftlich absolut nachvollziehbar. Dazu muss man wissen, in den vergangenen Jahren wurde ja gerade auch in vielen Medien immer wieder &uuml;ber Lohndumping im Einzelhandel berichtet, &uuml;ber teilweise wirklich auch katastrophale Arbeitsbedingungen des Personals (es sind ja &uuml;berwiegend Frauen, die dort arbeiten in dieser Branche).<br>\nUnd man kann das eigentlich relativ genau taxieren, wann das begonnen hat. Das hat nach dem Jahr 2000 begonnen, denn bis zum Jahr 2000 war der Tarifvertrag im Einzelhandel allgemeinverbindlich erkl&auml;rt. Das hei&szlig;t, alle Arbeitgeber, auch die, die nicht im Arbeitgeberverband waren, mussten sich an dieses Regelwerk halten.<br>\nDamals hat man von der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung auf Druck diese Allgemeinverbindlichkeit aufgehoben und seit diesem Moment macht es wohl gemerkt betriebswirtschaftlich f&uuml;r den einzelnen Einzelh&auml;ndler Sinn, sich Vorteile zu verschaffen im harten Kostenwettbewerb mit den Konkurrenten, indem man beispielsweise sein Personal etwas oder deutlich schlechter bezahlt, und das steht nat&uuml;rlich auch im Zusammenhang mit der Expansion, die wir in den vergangenen Jahren zumindest im Einzelhandel gesehen haben.<br>\nWir haben eine deutliche Zunahme der Verkaufsfl&auml;chen und wir haben eine gewaltige Expansion der &Ouml;ffnungszeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/tarifrunde-im-einzelhandel-zurueck-zur-tarifbindung-ein.766.de.html?dram:article_id=385162\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Warum Arbeitgeber Minijobber noch immer prellen<\/strong><br>\nMehr Arbeit f&uuml;r denselben Lohn oder dubiose Abz&uuml;ge: Das sind Erfahrungen in einem Minijob. Eine Studie best&auml;tigt unlautere Methoden gegen&uuml;ber einem Gro&szlig;teil der sieben Millionen Minijobber. Vor einer Reform habe die Politik aber zu viel Angst, beklagen Gewerkschaften. [&hellip;]<br>\nViele Minijobber wissen nicht, dass ihnen Urlaubsgeld und Krankengeld zusteht, auch Nachtzuschl&auml;ge und ein Ausgleich f&uuml;r Fahrtzeiten. Statt &Uuml;berstunden zu bezahlen, notieren manche Arbeitgeber sogar Minusstunden. [&hellip;]<br>\nIm M&auml;rz ver&ouml;ffentlichte das Leibniz-Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung in Essen eine Studie: Mehr als die H&auml;lfte der sieben Millionen Minijobber hatte noch nie Urlaubsgeld bekommen, hie&szlig; es dort; und nur 29 Prozent erhielten Krankengeld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/verhinderte-reform-warum-arbeitgeber-minijobber-noch-immer.976.de.html?dram:article_id=385179\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland: Die n&auml;chste Runde Austerit&auml;t<\/strong><br>\nNeues Gesetzespaket mit Einsparungen &ndash; Der IWF dr&uuml;ckt, Tsipras gibt erneut nach<br>\nAlle, die noch hofften, dass der griechische Premierminister Alexis Tsipras den Forderungen der Kreditgeber nach einer noch sch&auml;rferen Austerit&auml;tspolitik den Riegel vorschieben w&uuml;rde, wurden erneut entt&auml;uscht. Ausgerechnet am Arbeitertag, dem ersten Mai vereinbarte die griechische Regierungsdelegation mit den Kreditgebern ein Preliminary-Agreement zum Abschluss der zweiten Inspektion des dritten griechischen Rettungsprogramms.<br>\nDie griechische Regierungsseite spricht von einem Staff Level Agreement. Die Tatsache, dass der Sonntag fortan als Arbeitstag gilt, geh&ouml;rt zu den milderen Ma&szlig;nahmen, welche die Vereinbarung enth&auml;lt. Es gibt zwei Memoranden, die in Folge einerseits mit dem Internationalen W&auml;hrungsfonds und andererseits mit den europ&auml;ischen Kreditgebern unterschrieben werden m&uuml;ssen.<br>\nRegierungssprecher Dimitris Tzanakopoulos bezeichnete die Einigung als ausgeglichen. Bevor es mit dem IWF zu einer endg&uuml;ltigen Einigung kommt, gilt es die Tragf&auml;higkeit der Schulden zu garantieren. F&uuml;r den IWF und f&uuml;r Tsipras bedeutet dies, dass Ma&szlig;nahmen erforderlich sind, welche einem Schuldenschnitt gleichkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Griechenland-Die-naechste-Runde-Austeritaet-3701846.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Geschmeckt hat&rsquo;s keinem<\/strong><br>\nEU-Kommissionspr&auml;sident Juncker dinierte mit der britischen Premierministerin May &ndash; das ging schief. Schuld daran sind andere, auch Merkel.<br>\nSie hat nicht lange vorgehalten, die gute Stimmung nach dem Brexit-Gipfel in Br&uuml;ssel. Schaut her, wir sind einig wie nie, lautete die Botschaft der verbliebenen 27 EU-Staaten. Wir geben die Richtung vor, die Briten m&uuml;ssen folgen, hie&szlig; es nach gerade mal f&uuml;nfzehn Minuten Gipfel-Gespr&auml;ch. Doch das war nur sch&ouml;ne Fassade f&uuml;r das heimische, zunehmend EU-skeptische Publikum. Wie es wirklich um die Brexit-Verhandlungen steht, konnte man am Wochenende in einer Frankfurter Zeitung lesen. Die Briten leben in einer anderen Galaxie, ein Scheitern droht, so der Tenor. [&hellip;]<br>\nJuncker hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel von seinem Treffen informiert und vor dem drohenden Clash gewarnt. Merkel und die anderen Chefs haben jedoch nichts unternommen, um die Lage zu entsch&auml;rfen. Sie sind nicht auf May zugegangen, sondern haben versucht, sie in die Enge zu treiben. Sie haben keinen Plan B f&uuml;r ein Scheitern der Verhandlungen vorgelegt, sondern geschwiegen. Offenbar war es ihnen wichtiger, Einheit vorzugaukeln. Doch auch die ist eine Illusion. Sp&auml;testens wenn es ans Eingemachte geht &ndash; ums Geld und um die begehrten EU-Einrichtungen &ndash;, droht ein b&ouml;ses Erwachen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Missgluecktes-Brexit-Dinner\/!5402154\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum vertritt ein rotgr&uuml;nes &bdquo;Progressives&ldquo; Zentrum reaktion&auml;re Thesen?<\/strong><br>\nMit seiner Kampagne &bdquo;TruLies Europe&ldquo; ist Das Progressive Zentrum angetreten, populistische Kritik an der EU zu &bdquo;dekonstruieren&ldquo; und zu entlarven. Wie das Projekt griechische Kritik an der desastr&ouml;sen Wirtschaftspolitik f&uuml;r das Land und italienische Kritik an einer nachweislich korrupten Elite zu diffamieren versucht, zeugt jedoch von einem reaktion&auml;ren Geist, der die herrschenden Verh&auml;ltnisse f&uuml;r sakrosankt erkl&auml;rt. Dabei wird das &bdquo;progressive&ldquo; Zentrum vom Who is Who der Gr&uuml;nen und SPD gest&uuml;tzt. Im Freundeskreis (Circle of Friends) von Das Progressive Zentrum finden sich prominente Namen wie die Gr&uuml;nen Katrin G&ouml;ring-Eckardt, Omid Nouripour und Cem &Ouml;zdemir, von der SPD Thomas Oppermann, Hubertus Heil und Brigitte Zypries und linke Publizisten wie Robert Misik, allesamt Leute, die man nicht auf Anhieb mit reaktion&auml;rem Gedankengut verbinden w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/820-progressives-zentrum-trulies\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Globale Anomie oder Menschlichkeit<\/strong><br>\nEin Computerspiel? Die Welt gleicht einer Megacity, in der skrupellose Gesch&auml;ftemacher und Oligarchen aus Wirtschaft und Politik herrschen und ein brutaler Kampf ums &Uuml;berleben tobt; mit einigen reichen gated communities, die von Mauern und derben Security-Kr&auml;ften vor den Habenichtsen gesch&uuml;tzt werden; mit un&uuml;berschaubaren Slums der Elenden und einem gnadenlosen Krieg von Gangs, die um Ausdehnung illegaler M&auml;rkte und Symbole von St&auml;rke und Identit&auml;t k&auml;mpfen. Nein, das ist kein Spiel. In der Welt, wie wir sie kennen, dominieren Korruption und Gewalt, Anspr&uuml;che auf Weltherrschaft und Wirtschaftshegemonie, Ausbeutung, gest&uuml;tzt auf Gewalt und Kontrolle sowie Putsche gegen die Demokratie. (&hellip;) Dieses wildgewordene System der Verwertung und r&uuml;cksichtslosen Ausbeutung hat den Grundsatz der Menschlichkeit erfolgreich ausgemerzt, wonach Menschen &ndash; ob Kinder oder Erwachsene &ndash; nicht aufgrund von Leistung, als Konsument oder Arbeitskraft, sondern einfach so, weil sie Menschen sind, geachtet und geliebt, gef&ouml;rdert, respektiert werden wollen und m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/8-2017&amp;textfile=3913\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Chinesen k&ouml;nnen vieles besser<\/strong><br>\nBosch verkauft Traditionsgesch&auml;ft mit Anlassern an Investoren aus Reich der Mitte (&hellip;)<br>\n&Uuml;bernahmen deutscher Firmen durch chinesische Investoren sorgen regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r Diskussionen. Doch die Chinesen agieren offenbar anders als Heuschreckenfonds. Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung haben viele heimische Unternehmen gute Erfahrungen mit dem Eigent&uuml;merwechsel gemacht. So gebe es langfristige Zusagen zu Standorten und Besch&auml;ftigung. Auch der Zugang zu dem Riesenmarkt werde verbessert. Kritik gibt es am Staatseinfluss mit dessen strategischen Interessen.<br>\nBedenken hatte die Bundesregierung im vergangenen Jahr gegen die &Uuml;bernahme des Roboterbauers Kuka durch eine chinesische Gesellschaft. Nicht zuletzt auf Dr&auml;ngen Berlins arbeitet die EU-Kommission an einem Vorschlag zu Schutzinstrumenten gegen unerw&uuml;nschte &raquo;politisch motivierte&laquo; Firmenk&auml;ufe aus dem Ausland in sensiblen Branchen wie Verteidigung, Infrastruktur und Hochtechnologie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/309979.chinesen-k%C3%B6nnen-vieles-besser.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Das sind die Tricks der Krankenversicherer<\/strong><br>\nSeit Jahren erh&ouml;hen private Versicherer kr&auml;ftig und regelm&auml;&szlig;ig ihre Beitr&auml;ge. Manch einer bezweifelt, ob dabei alles mit rechten Dingen zugeht. Ein Gericht hat diese Vorbehalte nun erstmals best&auml;tigt.<br>\nBeitragsschock in der privaten Krankenversicherung! 1000 Euro Beitrag im Monat, Hunderttausende Versicherte betroffen! So oder &auml;hnlich lautet regelm&auml;&szlig;ig rund um den Jahreswechsel die &ouml;ffentliche Entr&uuml;stung im Namen von Kunden der privaten Krankenversicherungen, wenn irgendwo wieder die Beitr&auml;ge angehoben werden &ndash; auch im vergangenen Dezember wieder. Irgendwelche der neun Millionen Versicherten trifft es immer, und es sind auch immer genug dabei, die gleich 20, 30 oder 40 Prozent mehr bezahlen m&uuml;ssen. Der Aufschrei in der &Ouml;ffentlichkeit ist jedes Mal entsprechend gro&szlig;. Manch einer bezweifelt dann gar, ob das alles so mit rechten Dingen zugeht.<br>\nJetzt hat diese Zweifel erstmals auch ein Gericht best&auml;tigt: Eine Beitragserh&ouml;hung der Axa-Versicherung sei nicht korrekt zustande gekommen, entschied das Amtsgericht Potsdam, dessen Begr&uuml;ndung gerade ver&ouml;ffentlicht wurde (Az: 29 C 122\/16). Die zu viel gezahlten Beitr&auml;ge m&uuml;ssen demnach zur&uuml;ckgezahlt werden, inklusive f&uuml;nf Prozent Zinsen. Das Urteil ist noch nicht rechtskr&auml;ftig. Die Axa, drittgr&ouml;&szlig;te Krankenversicherung in Deutschland, hat schon angek&uuml;ndigt, in Berufung zu gehen. Bemerkenswert ist das Urteil trotzdem, denn es wirft ein Schlaglicht darauf, wie private Versicherungskonzerne Beitragserh&ouml;hungen durchsetzen, denen die Kunden relativ machtlos ausgesetzt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/versichern-und-schuetzen\/private-krankenversicherung-sind-erhoehungen-zulaessig-14993750.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dass SPD und Gr&uuml;ne tats&auml;chlich auf eine Abschaffung der privaten Krankenkassen spekulieren, kann bezweifelt werden. Wenn sie das ernsthaft wollten, h&auml;tten sie in dieser noch laufenden Legislaturperiode l&auml;ngst daf&uuml;r sorgen k&ouml;nnen: U.a. mit der Linksfraktion und ggf. einigen Vertretern des sozialen Fl&uuml;gels innerhalb der Unionsparteien w&auml;re eine Mehrheit wohl vorhanden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Konventionelle Schweinehaltung laut Gutachten gesetzeswidrig<\/strong><br>\nKritik an der konventionellen Schweinehaltung in Deutschland gibt es immer wieder. Dabei halten sich viele Bauern nur an die Vorgaben der Beh&ouml;rden. Ein Rechtsgutachten im Auftrag von Greenpeace kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass diese Vorgaben gesetzeswidrig sind. Das Problem k&ouml;nnte nur sein, jemanden zu finden, der deshalb klagt.<br>\nBlutig gebissene Schw&auml;nze, verkratzte K&ouml;rper, vom Ammoniak entz&uuml;ndete Augen, Tiere stecken zentimeterhoch im eigenen Kot &ndash; das zeigen Videoaufnahmen von konventionellen Schweinemastbetrieben, die Greenpeace vorliegen. Alles keine Skandal-St&auml;lle, so Stephanie T&ouml;we von Greenpeace, sondern Alltag.<br>\n&ldquo;Wir haben uns verschiedene Haltungsformen angeguckt &ndash; vom Gefl&uuml;gel bis zum Schwein und dann festgestellt, dass die allt&auml;gliche Praxis wirklich grausam ist und es eigentlich nicht angehen kann, dass es solche Haltungsformen gibt.&rdquo;<br>\nGreenpeace hat sich daraufhin mit Juristen zusammengesetzt und &uuml;berlegt, inwieweit die Schweinehaltung mit dem Tierschutzgesetz vereinbar ist. So sei die Idee f&uuml;r das Rechtsgutachten entstanden, das BR Recherche und der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; vorliegt. Das 60-seitige Gutachten untersucht, ob Schweine gem&auml;&szlig; ihren Bed&uuml;rfnissen ern&auml;hrt oder untergebracht werden. So sieht es Paragraph 2 des Tierschutzgesetzes vor. Und genau diese Punkte w&uuml;rden in der Nutztierhaltungsverordnung nicht ber&uuml;cksichtigt, sogar unterlaufen. Vor allem aufgrund des geringen Platzangebotes, so die Rechtsanw&auml;ltin Davina Bruhn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/tierschutz-konventionelle-schweinehaltung-laut-gutachten.1773.de.html?dram:article_id=385191\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kampfgemeinschaften<\/strong><br>\nIn der Bundeswehr ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein extrem rechtes Netzwerk aktiv. Dies wird unter Berufung auf Unterlagen des Ministeriums berichtet. Demnach h&auml;tte Oberleutnant Franco A., der vergangene Woche unter Terrorverdacht festgenommen wurde, mehrere Mitt&auml;ter. A. soll Mordattentate auf eine Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, auf eine antirassistische Organisation sowie wom&ouml;glich auch auf Ex-Bundespr&auml;sident Joachim Gauck und auf Bundesjustizminister Heiko Maas erwogen haben. Eine der zentralen Fragen im Fall Franco A. ist nach wie vor, wieso der Mann nach der Erstellung einer Masterarbeit, die laut Experten an NS-Propaganda erinnerte, von den zust&auml;ndigen Stellen der Bundeswehr von jedem &ldquo;Zweifel an der erforderlichen Einstellung zur Werteordnung&rdquo; freigesprochen wurde. Die Frage stellt sich umso dringlicher, als rechtsgerichtete Kr&auml;fte in den Streitkr&auml;ften aktiv sind &ndash; auch an einflussreicher Stelle, etwa an der M&uuml;nchner Universit&auml;t der Bundeswehr. In &ldquo;Denkzirkeln&rdquo; junger Offiziere und Offiziersanw&auml;rter wird beispielsweise eine &ldquo;umfassende mentale Revolution&rdquo; gefordert, die eine &ldquo;Reinigung des Offiziersstandes&rdquo; von &ldquo;falsch verstandene(r) Toleranz und liberale(n) Auffassunge(n)&rdquo; bewirken soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59586\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundeswehr-Werbung zielt auf die Duckm&auml;user<\/strong><br>\nBundesverteidigungsministerin von der Leyen kritisiert: Die Bundeswehr leide mitunter unter einem falsch verstandenen Korpsgeist. Die Bundeswehr suggeriert jedoch: Wir suchen die devoten Ja-Sager. (&hellip;)<br>\nDa lernen wir von Kindheit an: Wir leben in einer freien, aufgekl&auml;rten, demokratischen Gesellschaft, in der jeder seine Meinung &auml;u&szlig;ern darf. Aber beim Morgen-Appell in der Kaserne darf man nicht mal l&auml;cheln. Da lernen wir in der Schule, eigene Standpunkte abzuw&auml;gen. Auch mal gegen den Strom zu schwimmen, wenn man mit seiner Haltung alleine steht. Beim Bund lautet der lieb gemeinte Rat: Am einfachsten ist es, Sie machen immer genau das, was Ihr Vorgesetzter Ihnen sagt. Unternehmen buhlen unter den Mitarbeitern mit hohen Pr&auml;mien um gute Ideen, wie die Produktions-Prozesse noch effektiver gestaltet werden k&ouml;nnen. Konstruktive Kritik ist dort bares Geld wert. Dort w&uuml;rde wohl keiner einfach mal so Kleiderb&uuml;gel z&auml;hlen. (&hellip;)<br>\nMag ja sein, dass es so, wie die Bundeswehr angelegt ist, gar nicht anders geht. Wer sich nicht gerne frech anschnauzen l&auml;sst, ist dort dann halt falsch. Und das ist wom&ouml;glich das Problem. Solange die Bundeswehr nach au&szlig;en auftritt, als brauche sie genau die, die sich an der Waffe und in Uniformen gr&ouml;&szlig;er f&uuml;hlen und davon tr&auml;umen, selber mal morgens um f&uuml;nf so durch den Flur br&uuml;llen zu d&uuml;rfen, kann ich mir nicht vorstellen, dass sich kurzfristig gen&uuml;gend Leute finden, die unserem Milit&auml;r dabei helfen, ihre Haltung ans 21. Jahrhundert anzupassen, wie es sich die Ministerin w&uuml;nscht. Und den neuen Korpsgeist zu leben. Lauter in sich ruhende selbstbewusste M&auml;nner und Frauen, die erkennen, wenn was schief l&auml;uft, und die sich trauen, ihrer Bundeswehr gegen&uuml;ber den Mund aufzumachen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/werner-knallhart-bundeswehr-werbung-zielt-auf-die-duckmaeuser\/19741974-all.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Nicht alle Unternehmen verstehen Kritik immer als konstruktiv &ndash; auch wenn sie so gemeint gewesen sein k&ouml;nnte. An &ldquo;hohe Pr&auml;mien&rdquo; ist also nicht immer zu denken: Nicht selten werden konstruktive Kritiker als &ldquo;N&ouml;rgler&rdquo; bezeichnet und verlieren zu oft ihren Job.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der deutsche Nahostkonflikt<\/strong><br>\nOft gibt es Streit, wenn Veranstaltungen &uuml;ber Israel und die Pal&auml;stinenser anstehen. Jetzt wurde eine Tagung abgesagt. Die einen sprechen von Zensur, die anderen von Antisemitismus. [&hellip;]<br>\nDie gegenseitigen Vorw&uuml;rfe sind hart. Die einen sprechen von Zensur: Veranstaltungen, die sich kritisch mit der israelischen Besatzungspolitik auseinandersetzen, w&uuml;rden auf Druck der j&uuml;dischen Gemeinden verhindert. Die anderen sprechen von Antisemitismus: Werde einseitig nur die israelische Seite als Aggressor dargestellt, setzte das alte Stereotype fort. Und manches erinnert an den aktuellen Streit zwischen dem deutschen Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel und dem israelischen Ministerpr&auml;sidenten Benjamin Netanjahu: F&uuml;r Gabriel sind die kritischen Soldaten der Gruppe &ldquo;Breaking the Silence&rdquo; ein wichtiger Teil der Zivilgesellschaft. F&uuml;r Netanjahu untergraben sie die Sicherheit Israels, und wer sie trifft, gr&auml;bt mit. Zwei Sichtweisen; es nimmt die Neigung ab, sie zusammenbringen zu wollen. Und an ihre Stelle tritt der Kampf um Deutungshoheiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/antisemitismusvorwurf-der-deutsche-nahostkonflikt-1.3485581\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Die &bdquo;S&uuml;ddeutsche&ldquo; gibt in diesem Artikel nur vor, die verschiedenen Seiten des Konflikts um die brisante Tagungsabsage objektiv darzustellen. In Wirklichkeit macht sie etwas, was sehr viele liberal eingestellte Leser von der SZ keinesfalls erwartet h&auml;tten: Sie rechtfertigt die Absage dieser f&uuml;r Friedensbem&uuml;hungen wichtigen Tagung, sie hei&szlig;t das Einknicken des &auml;ngstlichen Akademiedirektors Hahn letztlich gut. Es ist nichts weniger als infam, die Netanyahu-kritische J&uuml;din Judith Bernstein, Sprecherin der J&uuml;disch-pal&auml;stinensischen Dialoggruppe M&uuml;nchen &bdquo;verbaler Antisemitismen&ldquo; zu beschuldigen. Wer Vortr&auml;ge von Judith Bernstein geh&ouml;rt oder Beitr&auml;ge in <a href=\"http:\/\/www.jrbernstein.de\">ihrem Blog<\/a> gelesen hat, wei&szlig;, dass sie in gro&szlig;er Sorge ist, dass Israel mit Netanyahus Politik das Land an die Wand f&auml;hrt. Ebenso sorgt sie sich jedoch um das Unrecht, das Israel seit Jahrzehnten den Pal&auml;stinensern antut. Die &bdquo;S&uuml;ddeutsche&ldquo; zitiert den <a href=\"http:\/\/www.jourfixe-muenchen-ev.de\/Bilder2017\/2017_04_19_Prof-Dr_Moshe-Zimmermann-Richard_Koeber_Minerva_Centre_Hebrew-University-Jerusalem.pdf\">substanziellen Brief<\/a> des ausgeladenen israelischen Geschichtsprofessors Moshe Zimmermann nur ganz knapp, zitiert daf&uuml;r aber den extremen j&uuml;dischen Blog Schlamassel, der ein historisches Foto nazih&ouml;riger &bdquo;Deutscher Christen&ldquo; zeigt und dann eine haarstr&auml;ubende Parallele zu den Veranstaltern der Tutzinger Tagung zieht. Das ist alles andere als liberaler Journalismus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>NSU: Totalversagen in Th&uuml;ringen<\/strong><br>\nTh&uuml;ringen entwickelte Symptome eines failed state, lange bevor sich dieser Begriff auch im deutschen Sprachgebrauch einb&uuml;rgerte. Als es Mitte der Neunzigerjahre darum ging, die immer gef&auml;hrlicher werdenden rechtsextremen Strukturen zu bek&auml;mpfen, wurde die zust&auml;ndige SoKo aufgel&ouml;st. 80 Verfahren verliefen im Sande. Mit verheerenden Konsequenzen. [&hellip;]<br>\nDie ersten Jahre in den neuen L&auml;ndern waren gepr&auml;gt von einer st&auml;ndig anwachsenden Welle rechter Straftaten. Vor einem der diversen NSU-Aussch&uuml;sse erinnerte sich Th&uuml;ringens SPD-Innenminister Dewes, dass die CDU aber ihren Schwerpunkt in der Extremismusbek&auml;mpfung auf die linke Szene legen wollte. Von dem Sozialdemokraten sind wenigstens &Auml;u&szlig;erungen dokumentiert, er wolle endlich Erfolge im Kampf gegen die Rechten sehen. Sein CDU-Nachfolger, der fr&uuml;here Pfarrer Christian K&ouml;ckert, bewertete seine eigene Arbeit erst &ldquo;r&uuml;ckwirkend an dieser Stelle als nicht gl&uuml;cklich&rdquo;. Im Februar 2012 r&auml;umte er ein &ldquo;Riesenproblem&rdquo; ein, den &ldquo;st&auml;ndigen Zwist mit der PDS, die immer schrie: Ihr tut zu wenig&rdquo;. Und er bot, ebenfalls vor einem der viele Aussch&uuml;sse, tiefste Einblicke, die nur einen Schluss zulassen: Viele Entscheidungstr&auml;ger stellten sich schon deshalb blind auf dem rechten Auge, weil sie der PDS kein Erfolgserlebnis g&ouml;nnen wollten.<br>\nK&ouml;ckert, der sp&auml;ter in eine dubiose Aff&auml;re um Verfassungschutz-Protokolle verwickelt und noch sp&auml;ter wegen Abgeordnetenbestechung und Vorteilsnahme verurteilt wurde, war Th&uuml;ringens Innenminister von 1999 bis 2002. Viele Experten meinen, dass in dieser Zeitspanne das den Beh&ouml;rden l&auml;ngst bekannte und seit 1998 untergetauchte Trio Beate Zsch&auml;pe, Uwe Mundlos und Uwe B&ouml;hnhardt h&auml;tte verhaftet werden k&ouml;nnen. Respektive m&uuml;ssen. Aktennotizen belegen, dass Kl&ouml;ckerts Haus mindestens sechs Mal einen Fahndungserfolg verhinderte. &Uuml;ber Tino Brandt wollten Verfassungssch&uuml;tzer dem Trio sogar Geld f&uuml;r gef&auml;lschte P&auml;sse zukommen lassen. Angeblich wurde das als M&ouml;glichkeit erachtet, an weitere Informationen zu kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/318\/nsu-totalversagen-in-thueringen-4343.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: NSU-Kontext: Rechte Szene in Heilbronn unter Kontrolle des Staatsschutzes?<\/strong><br>\nDer Untersuchungsausschuss von Baden-W&uuml;rttemberg sucht nach Neonazis und st&ouml;&szlig;t auf die Polizei<br>\nAuch ein schlechter Untersuchungsausschuss ist besser als keiner. Dies trifft &ndash; wieder einmal &ndash; auf das Gremium in Baden-W&uuml;rttemberg zu, das den Mord an der Polizistin Mich&egrave;le Kiesewetter untersuchen soll bzw. seine Hintergr&uuml;nde. Bei der Suche nach rechtsextremen Verbindungen des NSU nach BaW&uuml; ergab sich in der letzten Sitzung, dass ein zentraler Treffpunkt von Skinheads in Heilbronn vom polizeilichen Staatsschutz kontrolliert wurde. Mindestens kontrolliert, denn es gab auch Hinweise auf eine Zusammenarbeit.<br>\nWer an dem Anschlag auf die beiden Polizisten in Heilbronn am 25. April 2007 beteiligt war und was das Motiv war &ndash; das ist auch nach zehn Jahren nicht aufgekl&auml;rt. Von mindestens vier bis sechs T&auml;tern gingen die Ermittler des Landeskriminalamtes aus. Seit November 2011 behauptet die Bundesanwaltschaft (BAW), ausschlie&szlig;lich Uwe B&ouml;hnhardt und Uwe Mundlos seien die T&auml;ter. Sie h&auml;tten Repr&auml;sentanten des Staates treffen wollen. Tats&auml;chlich gibt es mehrere offene Spuren. N&ouml;tig w&auml;re, die Ermittlungserkenntnisse der Sonderkommission Parkplatz von vor November 2011 mit denen nach November 2011 zusammenzubringen. Doch das geschieht bisher nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/NSU-Kontext-Rechte-Szene-in-Heilbronn-unter-Kontrolle-des-Staatsschutzes-3701175.html?wt_mc=nl.tp-aktuell.taeglich\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Warum die Aufregung &uuml;ber Xavier Naidoo v&ouml;llig &uuml;bertrieben ist<\/strong><br>\nRechtspopulist mit Pegida-Vokabular sei Xavier Naidoo, hei&szlig;t es nicht erst nach seinem neuesten Song. Doch das ist Quatsch. Naidoo ist nicht rechts, h&ouml;chstens ein bisschen verwirrt. Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r mehr Toleranz f&uuml;r Spinner.<br>\n&ldquo;Xavier Naidoo mit neuem Wutb&uuml;rger-Song&rdquo;, titelt die &ldquo;Frankfurter Rundschau&rdquo;. &ldquo;Pegida-Vokabular: Xavier Naidoos neuer Song zeigt, dass er vollkommen durchgedreht ist&rdquo;, legt die &ldquo;Huffington Post&rdquo; noch einen drauf und auch mein Kollege Tim Sohr hat an dieser Stelle beschrieben, &ldquo;Warum Xavier Naidoos Lyrik so gef&auml;hrlich ist&rdquo;. Doch die Aufregung um Naidoo als Person, aber vor allem um sein neues Lied &ldquo;Marionetten&rdquo; ist v&ouml;llig &uuml;bertrieben. Weder erkenne ich darin rechtes Gedankengut, noch ist es ein offener Aufruf zu Gewalt. Der Text ist zwar nicht sonderlich geistreich und auch musikalisch spricht mich das Lied  &ndash; wie oft beim Herrn Naidoo &ndash; nicht an. Aber es taugt sicher nicht, um seine vermeintlich rechte Gesinnung zu entlarven. Schauen wir uns doch Teile des Textes einmal genauer an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/neon\/magazin\/freizeit\/xavier-naidoo--ueber-die-voellig-uebertriebene-aufregung-7437058.html\">Neon<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>EXKLUSIV: Spitzenfrau der AfD in Nordrhein-Westfalen arbeitete als Prostituierte<\/strong><br>\nDie AfD in NRW hat nicht viele Frauen auf ihrer Landesliste f&uuml;r die Landtagswahl am 14. Mai. Erst auf Platz zehn findet sich mit Iris Dworeck-Danielowski eine Frau, die in den Landtag von D&uuml;sseldorf einziehen will. Doch ausgerechnet diese Spitzenfrau der AfD d&uuml;rfte nun zu einem Problem f&uuml;r die Partei werden. Denn nach CORRECTIV-Recherchen hat sie sich auf Sexportalen im Internet f&uuml;r ein &bdquo;Taschengeld&rdquo; angeboten, wie es aus ihrem Umfeld hei&szlig;t. Weder Dworeck-Danielowski noch ihr Anwalt wollten sich dazu offiziell &auml;u&szlig;ern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/blog\/ruhr\/artikel\/2017\/05\/02\/der-sexskandal-der-afd-nrw\/\">Correctiv.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das ist also der vielger&uuml;hmte Investigativjournalismus, f&uuml;r den sich das von Stiftungen finanzierte Portal Correctiv r&uuml;hmt? Ganz ehrlich, ich h&auml;tte eine solche Story eher bei der BILD erwartet. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Correctiv macht Privatleben von AfD-Frau zum &bdquo;Sexskandal&ldquo;<\/strong><br>\n[&hellip;] Verfasst wurde der Text von Correctiv-Gr&uuml;nder David Schraven und jemandem, der sich Georg Kontekakis nennt. Schraven bestritt auf Nachfrage, dass es sich dabei um Stefan Laurin handele, einen der Gr&uuml;nder des Bochumer Blogs &bdquo;Ruhrbarone&ldquo;. Daf&uuml;r, dass der Autor sich hinter einem Pseudonym verberge, gebe es einen &bdquo;sehr triftigen Grund&ldquo;, den er nicht &ouml;ffentlich nennen k&ouml;nne.<br>\nWorin genau der &bdquo;Sexskandal&ldquo; besteht, l&auml;sst sich dem Artikel nicht entnehmen. Correctiv wirft der AfD-Kandidatin vor, dass sie ihren fr&uuml;heren Nebenerwerb in ihrer Kandidatenvorstellung bei der AfD nicht angegeben habe. Der Text verweist darauf, dass ihrer Partei &bdquo;Minderheitenschutz weitgehend fremd&ldquo; sei und die Kandidatin intern &bdquo;f&uuml;r ein traditionelles Familienbild&ldquo; stehe. Sie habe gesagt, die AfD sei &bdquo;endlich eine Partei, die sich gegen die Gleichstellungspolitik und f&uuml;r echte Gleichberechtigung einsetzt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/uebermedien.de\/15068\/correctiv-macht-privatleben-von-afd-frau-zum-sexskandal\/\">Stefan Niggemeier auf &Uuml;ber Medien<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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