{"id":38146,"date":"2017-05-05T08:31:31","date_gmt":"2017-05-05T06:31:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146"},"modified":"2017-05-05T08:31:31","modified_gmt":"2017-05-05T06:31:31","slug":"hinweise-des-tages-2868","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146#h01\">So will die Koalition die Autohersteller reinwaschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146#h02\">Sie w&auml;chst und w&auml;chst, &ldquo;die&rdquo; Besch&auml;ftigung. Aber welche eigentlich? Eine Dekomposition der Erwerbst&auml;tigenzahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146#h03\">Mall of Shame: Ausbeutung bleibt legal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146#h04\">Gerechtigkeit: Schulz und Nahles wollen R&uuml;ckkehr zur Parit&auml;t im Gesundheitssystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146#h05\">Fairness und Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146#h06\">Wie m&uuml;sste eine gerechte und nachhaltige Globalisierung aussehen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146#h07\">Integration als Spie&szlig;rutenlauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146#h08\">Einmal Banker, immer Banker?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146#h09\">Nach Brexit &amp; Trump: EUropas Neuer Weltmachtanlauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146#h10\">S&uuml;dkorea w&uuml;rde schrecklich leiden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146#h11\">Wer sind die Kriegstreiber? Die US-Wahl und deutsche Begehrlichkeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146#h12\">Russland: Aktuelle innenpolitische Entwicklungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146#h13\">Die Tagesschau und ihre &bdquo;Faktenfinder&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38146#h14\">Zu guter Letzt: Also doch: Martin Schulz hat einen progressiven Hintergrund &ndash; zumindest am 1.Mai in Aachen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>So will die Koalition die Autohersteller reinwaschen<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;e Koalition will nach SPIEGEL-Informationen im Abschlussbericht zum Abgasskandal alle entlasten: Hersteller, Aufsichtsbeh&ouml;rden und vor allem sich selbst. Sogar die Gesundheitsgefahr durch Stickoxide wird relativiert. [&hellip;]<br>\nIn den Zeilen findet sich kein Funken Selbstkritik, nirgends. Ganz im Gegenteil: Deutsche Beh&ouml;rden und Ministerien seien in Sachen Abgasemissionen gar treibende Kraft auf europ&auml;ischer Ebene gewesen. Die deutsche Autolobby h&auml;tte sich kaum einen gr&uuml;ndlicheren Persilschein zusammenschreiben k&ouml;nnen.<br>\nDass die zahlreichen vorliegenden Hinweise auf Manipulationen und teils grotesk &uuml;berh&ouml;hte Emissionen im realen Fahrbetrieb f&uuml;r US-Beh&ouml;rden ausreichten, um VW zum Gest&auml;ndnis zu zwingen, taucht sicherheitshalber in dem vorliegenden Berichtsentwurf deshalb gar nicht auf. Die US-Umweltbeh&ouml;rde EPA wird mit keinem Wort erw&auml;hnt.<br>\nAus Sicht der Gro&szlig;en Koalition gibt es neben VW eigentlich nur einen Hauptschuldigen &ndash; n&auml;mlich die EU. Deren bisheriger Abgas-Pr&uuml;fzyklus (NEFZ) sei zu lasch gewesen &ndash; ein Befund, den niemand bestreiten wird, der aber auch sehr bequem ist &ndash; denn die Nachfolger sind l&auml;ngst beschlossene Sache. [&hellip;]<br>\nGeradezu verwegen ist auch jene Passage des Berichts, in dem die Autoren &uuml;ber die Gesundheitsgef&auml;hrdung durch Stickoxide f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung urteilen. Da findet sich der bemerkenswerte Satz, es g&auml;be keine gesicherte &ldquo;Wirkbeziehung&rdquo; zwischen Stickoxidemissionen und Erkrankungen oder Erh&ouml;hung der Sterblichkeit&rdquo; &ndash; ein Widerspruch zu den Aussagen der Europ&auml;ischen Umweltbeh&ouml;rde, die genau diesen Zusammenhang herstellt.<br>\nDie Regierungskoalition befindet: &ldquo;In Deutschland bestehen keine toxikologisch bedenklichen NO2-Werte in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Bereichen.&rdquo; W&auml;re das tats&auml;chlich so, g&auml;be es sicher keine Debatte um Einfahrverbote in Innenst&auml;dte bei Stickoxid-Grenzwert&uuml;berschreitungen, so wie sie Gerichte und selbst das SPD-gef&uuml;hrte Bundesumweltministerium fordern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/volkswagen-diesel-affaere-abschlussbericht-des-untersuchungsausschusses-a-1146083.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Dieses Dokument der Koalition ist eine Lachnummer&rdquo;<\/strong><br>\nDie Opposition ist emp&ouml;rt: Der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses zum Diesel-Skandal entlastet Hersteller, Aufsichtsbeh&ouml;rden und die Gro&szlig;e Koalition. Dem Verkehrsministerium sei kein Vorwurf zu machen, hei&szlig;t es in dem Papier, von dem knapp hundert Seiten vorab in Umlauf gekommen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/berichtsentwurf-im-vw-skandal-geleakt-dieses-dokument-der.1783.de.html?dram:article_id=385411\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu noch einmal Die Anstalt<\/strong><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Dieselgate I: Worin liegen eigentlich die Hauptgr&uuml;nde der Feinstaubbelastung und war der Abgasskandal von VW ein Ausnahmefall?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-dieselgate-I-100.html\">ZDF Mediathek<\/a><\/li>\n<li><strong>Dieselgate II: &ldquo;Was nicht passt, wird &hellip;&rdquo;<\/strong><br>\nNach dem Abgasskandal werden Politik und Automobilbranche in Zukunft einiges &auml;ndern und anpassen. Ob die Luft durch diese &Auml;nderungen besser wird, kl&auml;ren die Protagonisten der &ldquo;Anstalt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-dieselgate-II-100.html\">ZDF Mediathek<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sie w&auml;chst und w&auml;chst, &ldquo;die&rdquo; Besch&auml;ftigung. Aber welche eigentlich? Eine Dekomposition der Erwerbst&auml;tigenzahlen<\/strong><br>\nKurz und knapp ist die &Uuml;berschrift der Pressemitteilung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) anl&auml;sslich der Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen f&uuml;r den April 2017: &ldquo;Gute Entwicklung setzt sich fort&rdquo;. Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von M&auml;rz auf April um 93.000 auf 2.569.000 abgenommen. Es soll an dieser Stelle gar nicht auf die Zahl 2,6 Mio. Arbeitslose genauer eingegangen werden, liegt die &ldquo;wahre&rdquo; Zahl der Arbeitslosen &ndash; wie schon in vielen fr&uuml;heren Beitr&auml;gen immer wieder hervorgehoben &ndash; doch tats&auml;chlich mindestens um eine Million h&ouml;her, also bei 3,6 Mio., ausweislich der Angaben der BA zur &ldquo;Unterbesch&auml;ftigung&rdquo;: &raquo;Insgesamt belief sich die Unterbesch&auml;ftigung im April 2017 auf 3.603.000 Personen.&laquo;<br>\nHier soll es um einen anderen Aspekt gehen: &raquo;Erwerbst&auml;tigkeit und sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung haben im Vergleich zum Vorjahr weiter kr&auml;ftig zugenommen.&laquo; Und das Statistische Bundesamt hat die frohe Botschaft aus N&uuml;rnberg schon einen Tag zuvor mit dieser Ansage unterstrichen: M&auml;rz 2017: Erwerbst&auml;tigkeit mit stabilem Aufw&auml;rtstrend: &raquo; Im M&auml;rz 2017 waren nach vorl&auml;ufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 43,8 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbst&auml;tig. Gegen&uuml;ber M&auml;rz 2016 nahm die Zahl der Erwerbst&auml;tigen um 641.000 Personen oder 1,5 % zu.&laquo; Die Abbildung am Anfang der Beitrags visualisiert die positive Entwicklung der Besch&auml;ftigtenzahlen des Statistischen Bundesamt &ndash; offensichtlich schreitet das deutsche &ldquo;Jobwunder&rdquo; voran.<br>\nNun haben solche Zahlen die Folge, dass sie zumeist unvollst&auml;ndig interpretiert und unters Volks gebracht werden. Dann kommen solche Meldungen dabei raus: Immer mehr Menschen haben Arbeit: &raquo;Im M&auml;rz sind 43,8 Millionen Menschen in Deutschland einer bezahlten Arbeit nachgegangen. Das hat das Statistische Bundesamt ausgerechnet.&laquo; Das ist nun nicht falsch, das kann man der erw&auml;hnten Pressemitteilung der Bundesstatistiker durchaus entnehmen, aber es kann problematisch werden, wenn man bedenkt, wie diese formal richtige Botschaft bei vielen Menschen ankommt, also wie die die Zahlen interpretieren. Denn zahlreiche B&uuml;rger haben &ndash; zumeist unbewusst &ndash; eine ganz bestimmte Vorstellung davon, was es hei&szlig;t, einen Job zu haben oder wenn sie h&ouml;ren\/lesen, von Januar 2014 bis zum M&auml;rz 2016 wurden (saisonbereinigt) 1,5 Mio. neue Arbeitspl&auml;tze geschaffen, was auch einige aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes abgeleitet haben.<br>\nDa denken viele Menschen irgendwie an &ldquo;normale Jobs&rdquo;, also eine Vollzeitbesch&auml;ftigung als Arbeitnehmer in einem Unternehmen. Die gibt es nat&uuml;rlich auch, aber sie sind nur eine Teilmenge dessen, was unter dem Oberbegriff &ldquo;Erwerbst&auml;tige&rdquo; gez&auml;hlt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2017\/05\/dekomposition-erwerbstaetigenzahlen.html#more\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38135#h01\">Der Schein am Arbeitsmarkt tr&uuml;gt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mall of Shame: Ausbeutung bleibt legal<\/strong><br>\nDie Klage eines um seinen Lohn betrogenen Bauarbeiters wird vom Berliner Arbeitsgericht abgewiesen.<br>\n&bdquo;Ich hatte gro&szlig;e Hoffnungen in die deutsche Justiz. Doch mittlerweile bin ich sehr entt&auml;uscht&ldquo;, sagt Ovidiu Mindrila. Gerade hat der rum&auml;nische Bauarbeiter erfahren, dass seine Klage auf eine Lohnnachzahlung von 4.134 Euro abgewiesen wurde. Mindrila war extra aus Rum&auml;nien zum Prozess am Berliner Arbeitsgericht angereist. Er geh&ouml;rt zu jener Gruppe rum&auml;nischer Bauarbeiter, die auf der Baustelle des Einkaufszentrums Mall of Berlin gearbeitet haben und um gro&szlig;e Teile ihres Lohns geprellt wurden. Das ausstehende Geld wollte sich Mindrila nun von der Bauherrin HGHI Leipziger Platz GmbH &amp; Co. KG holen.<br>\nMandrila hatte von August bis Oktober 2014 vertragslos fast 500 Stunden f&uuml;r ein Subunternehmen auf der Baustelle gearbeitet. Statt der versprochenen 6 Euro pro Stunde erhielt er am Ende nur etwa 200 Euro. Daraufhin wandte er sich mit einigen anderen Geprellten an die Basisgewerkschaft FAU (Freie ArbeiterInnenunion). Die Arbeiter protestierten medienwirksam und reichten Klagen gegen die Subunternehmen ein, bei denen sie besch&auml;ftigt waren. Obwohl sie in mehreren Prozessen gewannen, hat keiner der Betroffenen bisher seinen Lohn erhalten, weil die Subunternehmen Konkurs anmeldeten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Mall-of-Shame\/!5403437\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nat&uuml;rlich ist das Ausbeutung und Lohnbetrug. Das w&auml;re es aber auch dann gewesen, wenn die Arbeiter den vereinbarten Lohn bekommen h&auml;tten, denn hier ging es zum einen um Schwarzarbeit und zum anderen um einen viel zu geringen Lohn von 6 Euro pro Stunde. Damit ist dann im &Uuml;brigen auch der legale Mindestlohn am Bau massiv unterlaufen und sind sozialversicherungspflichtige Stellen vernichtet worden oder zumindest nicht entstanden. Das kann die FAU eigentlich auch nicht guthei&szlig;en.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gerechtigkeit: Schulz und Nahles wollen R&uuml;ckkehr zur Parit&auml;t im Gesundheitssystem<\/strong><br>\nSPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und Bundesministerin Andrea Nahles wollen die R&uuml;ckkehr zur Parit&auml;t im Gesundheitssystem. Ein Gebot der Gerechtigkeit, sagen sie. Tats&auml;chlich w&uuml;rde es die gesetzlich Versicherten in Deutschland aber auch entlasten.<br>\nDie Debatte ist nicht neu, sorgt aber immer wieder f&uuml;r Schlagzeilen. Zu Recht! Wer &uuml;ber eine zu hohe Steuerbelastung oder zu hohe Sozialabgaben redet, sollte zun&auml;chst einen Blick darauf werfen, wer welchen Anteil zur Finanzierung des Sozialsystems in Deutschland beitr&auml;gt. (&hellip;)<br>\nTats&auml;chlich wurden die Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Krankenversicherung bis 2005 parit&auml;tisch zur H&auml;lfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert. Daran scheint sich auf den ersten Blick heute nicht viel ge&auml;ndert zu haben. Denn seit Januar 2015 zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent zu gleichen Anteilen. Mit einem Unterschied: Da der Beitragssatz der Arbeitgeber auf 7,3 Prozent festgeschrieben wurde, wird der von den Krankenkassen erhobene Zusatzbeitrag alleine von Arbeitnehmern getragen. Im Jahr 2015 betrug dieser Zusatzbeitrag 0,9 Prozent, 2016 lag er bereits bei rund 1,1 Prozent. (&hellip;)<br>\nW&uuml;rden die derzeit von den Arbeitnehmern gezahlten zehn Milliarden Euro wieder zu gleichen Anteilen auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer verteilt, w&uuml;rde das Arbeitnehmer um f&uuml;nf Milliarden Euro entlasten, erkl&auml;rte Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles auf der zentralen DGB-Maikundgebung in Gelsenkirchen. F&uuml;r Nahles ist Parit&auml;t gleichbedeutend mit Solidarit&auml;t. F&uuml;r Parit&auml;t im Gesundheitssystem einzutreten, sei eine Politik von morgen, sagte Nahles. Bereits einen Tag zuvor hatte die SPD-Politikerin in einem Interview der Bild am Sonntag erkl&auml;rt, dass die Belastung in f&uuml;nf Jahren auf 18 Milliarden steigen k&ouml;nnte. Nahles: &bdquo;Die Arbeitgeber sind fein raus &ndash; das ist doch keine soziale Marktwirtschaft!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/gerechtigkeit-schulz-nahles-wollen-rueckkehr-paritaet-gesundheitssystem\">Vorw&auml;rts<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn nun Bundesministerin Nahles und Kanzlerkandidat Schulz die R&uuml;ckkehr zur Parit&auml;t im Gesundheitswesen fordern, ist das einerseits zu begr&uuml;&szlig;en, andererseits jedoch wenig glaubw&uuml;rdig. Haben sie etwa vergessen &ndash; anders als vermutlich nicht wenige W&auml;hlerinnen und W&auml;hler -, dass seit 2015 der Arbeitgeberanteil ausdr&uuml;cklich langfristig bei 7,3 Prozent festgeschrieben wurde? War die SPD und insbesondere Frau Nahles nicht an der Entscheidung beteiligt? H&auml;tte die SPD &ndash; und vor allem ihre Regierungsvertreterschaft &ndash; nicht schon damals &ldquo;Nein&rdquo; sagen k&ouml;nnen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fairness und Ungleichheit<\/strong><br>\nIst es eine &Uuml;berraschung, wie Christina Starman, Mark Sheskin und Paul Bloom argumentieren, dass Fairness nicht dasselbe wie Gleichheit ist?\n<blockquote><p>\nSowohl in der Wissenschaft als auch in der allgemeinen &Ouml;ffentlichkeit gibt es immense Sorgen &uuml;ber die &ouml;konomische Ungleichheit, und viele Menschen betonen, dass Gleichheit ein wichtiges soziales Ziel sei. Wenn Menschen aber gefragt werden, wie die ideale Verteilung des Reichtums in ihrem Land aussehen w&uuml;rde, dann ziehen sie tats&auml;chlich ungleiche Gesellschaften vor. Diese beiden Ph&auml;nomene lassen sich miteinander in Einklang bringen, wenn man &ndash; trotz entgegenstehendem Anschein &ndash; zur Kenntnis nimmt, dass es keinen Beweis daf&uuml;r gibt, dass die Menschen sich wegen der &ouml;konomischen Ungleichheit selbst Sorgen machen. Sehr viel mehr machen sie sich Sorgen wegen etwas, das oft mit Ungleichheit verwechselt wird: &ouml;konomische Unfairness.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich hingegen denke immer noch, dass viele Menschen sich heute wegen beidem Sorgen machen &ndash; wegen mangelnder &ouml;konomischer Fairness und zugleich wegen der grotesken Ausma&szlig;e &ouml;konomischer Ungleichheit. Lassen Sie es mich erkl&auml;ren. Wie ich schon fr&uuml;her geschrieben habe, bin ich nicht sonderlich &uuml;berzeugt von der Idee, die Starman\/Sheskin\/Bloom sowie andere Evolutionspsychologen vertreten, dass Fairness ein Teil des menschlichen biologischen Erbes sei. Stattdessen neige ich st&auml;rker dazu, Geschichte und Gesellschaft in den Blick zu nehmen.<br>\nFairness, so denke ich, ist als Konzept ein Teil der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft. Es wird in einer gro&szlig;en Vielzahl an Diskursen und an vielen Orten geschaffen und verbreitet, einschlie&szlig;lich der Wirtschaftswissenschaften. (Um nicht missverstanden zu werden: Es mag in der menschlichen Geschichte andere Vorstellungen von Fairness geben, au&szlig;erhalb und jenseits der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft. Mein Punkt ist lediglich, dass der Kapitalismus seine eigenen besonderen Begriffe von Fairness hat, und sie sind es, die unseren derzeitigen &bdquo;Fairness-Instinkt&ldquo; pr&auml;gen.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/2046\">annotazioni<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie m&uuml;sste eine gerechte und nachhaltige Globalisierung aussehen?<\/strong><br>\nDie &ouml;konomische Globalisierung erlebt ihre G&ouml;tterd&auml;mmerung. Angesichts der Risiken dieses sozial und &ouml;kologisch nicht nachhaltigen und demokratiegef&auml;hrdenden Wirtschaftsmusters gilt es daher umfassend umzudenken.<br>\nDie Globalisierung wurde bislang vom neoliberalen Konzept fortschreitender Deregulierung und Liberalisierung gepr&auml;gt. Das Ziel: Profite maximieren und &ouml;komische Risiken minimieren. Transnationale Konzerne aus der westlichen Welt lagern die sozialen und &ouml;kologischen Kosten und Risiken der Produktion in den S&uuml;den aus. In immer mehr Freihandelsvertr&auml;gen werden die Unternehmen und Investoren vor rechtlichen oder politischen Einschr&auml;nkungen stark abgesichert. Demgegen&uuml;ber sind sie kaum dazu verpflichtet, die Arbeitnehmer, das Gemeinwohl und die nat&uuml;rlichen Lebensgrundlagen zu sch&uuml;tzen &ndash;von sozialer Marktwirtschaft ist ohnehin keine Rede mehr.<br>\nDoch der Glaube an die Selbstregulierung des Marktes ist l&auml;ngst entzaubert. Es braucht einen Paradigmenwechsel: Politiker und politische Institutionen m&uuml;ssen das Primat der Politik &uuml;ber die &Ouml;konomie wieder zur&uuml;ckgewinnen. Die Rechte der Unternehmen m&uuml;ssen weltweit in eine Balance gebracht werden mit den Rechten von Arbeitnehmern, der betroffenen B&uuml;rger und dem Schutz der nat&uuml;rlichen Lebensgrundlagen. Nationalstaaten allein sind dazu nicht mehr in der Lage. Demokratisch kontrollierte multilaterale Kooperation ist unverzichtbarer denn je.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++31476f94-30a6-11e7-a66e-525400e5a74a\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Integration als Spie&szlig;rutenlauf<\/strong><br>\nMenschen mit t&uuml;rkischem Migrationshintergrund haben es schwer, in Deutschland akzeptiert zu werden<br>\nMein Kollege Serkan ist T&uuml;rke und lebt seit Jahrzehnten in Deutschland. Nun, eigentlich m&uuml;sste ich an dieser Stelle den heutigen Hiob abw&uuml;rgen, denn er f&auml;ngt schon mit demselben Missverst&auml;ndnis an, mit dem auch Serkan hin und wieder in seinem Alltag zu tun hat. Er ist n&auml;mlich gar kein T&uuml;rke. Serkan hat den deutschen Pass, seinen t&uuml;rkischen hat er irgendwann nicht mehr verl&auml;ngert &ndash; der b&uuml;rokratische Aufriss hat ihn genervt. In den Wochen des Referendums fragte ihn jemand am Arbeitsplatz: &raquo;Du, sag mal, was ist denn da in deinem Land los?&laquo; Bevor er antwortete, fiel ich ihnen unfreundlicherweise ins Wort: &raquo;Was in seinem Land los ist? Im September wird die Kanzlerin wiedergew&auml;hlt, das ist in seinem Land los!&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1049937.integration-als-spiessrutenlauf.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Einmal Banker, immer Banker?<\/strong><br>\nEmmanuel Macron will franz&ouml;sischer Pr&auml;sident werden. Seinen Kritikern gilt er als Handlanger der Bankenbranche &ndash; ein Image, das schon Hillary Clinton zum Verh&auml;ngnis wurde. Kann er trotzdem gewinnen? [&hellip;]<br>\nAls Macron 2008 bei der Rothschild-Bank anheuerte, soll ihn ein damaliger Freund gewarnt haben, welche Konsequenzen das f&uuml;r eine von Macron eigentlich angestrebte politische Karriere haben k&ouml;nnte: &ldquo;Bist du dir bewusst, dass Banker nicht irgendein Job ist? Und Rothschild nicht irgendeine Bank?&rdquo;, so zitiert die britische &ldquo;Financial Times&rdquo; (&ldquo;FT&rdquo;) den Freund von damals. Doch Macron schien das ebenso wenig zu st&ouml;ren wie seine mangelnden Kenntnisse der Finanzwelt. Schlie&szlig;lich hatte er nicht Wirtschaft, sondern Philosophie studiert. Dennoch stieg der damals 30-J&auml;hrige in der Bank atemberaubend schnell auf. &ldquo;Er wusste nichts, aber er verstand alles&rdquo;, zitiert die &ldquo;FT&rdquo; einen ehemaligen Kollegen. Und er hatte offenbar einen m&auml;chtigen F&ouml;rderer: Fran&ccedil;ois Henrot, wichtigster Vertrauter von Bankchef David de Rothschild, soll ihn pers&ouml;nlich empfohlen haben.<br>\n2010 wurde Macron mit 32 Jahren zum Partner bei Rothschild, so jung wie er hatte noch niemand zuvor diese h&ouml;chste Hierarchiestufe erreicht. Zwei Jahre sp&auml;ter machte er den Deal seines Lebens, als er den Schweizer Lebensmittelriesen Nestl&eacute; davon &uuml;berzeugte, f&uuml;r knapp zw&ouml;lf Milliarden Dollar die Babynahrungssparte des US-Rivalen Pfizer zu kaufen. Macron selbst soll dabei Millionen verdient haben. Entscheidend bei dem Deal waren offenbar Macrons exzellente Kontakte zum damaligen Nestl&eacute;-Chef Peter Brabeck-Letmathe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/emmanuel-macron-schadet-ihm-seine-bankerkarriere-bei-der-wahl-a-1146089.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Macron ist nicht nur (Ex-)Banker, sondern es w&auml;re doch tats&auml;chlich mal interessant herauszufinden, wie er als studierter Philosoph v&ouml;llig fachfremd nicht nur in der Rothschild-Bank erfolgreich war, sondern innerhalb von l&auml;cherlichen zwei Jahren Partner werden konnte. &ldquo;Er wusste nichts, aber er verstand alles&rdquo;, zitiert die &ldquo;FT&rdquo; einen ehemaligen Kollegen. Kann man mit diesen Voraussetzungen, aber ohne entsprechende Vorbildung, Ingenieur werden oder eben, in diesem Fall, &ldquo;Finanzingenieur&rdquo;? Wie geht das?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Pr&auml;sidentschaftswahl in Frankreich: Eine Muslimin, die vielleicht Le Pen w&auml;hlt<\/strong><br>\nMarine Le Pen ist aus Sicht von Soumia Montcoudial zwar rechtsextrem, aber das Programm von Macron f&uuml;rchtet die geb&uuml;rtige Marokkanerin noch mehr.<br>\n&ldquo;Ich habe mehr Angst vor Macron als vor Le Pen&rdquo;<br>\nSoumia Montcoudial kann in diesem Jahr zum ersten Mal ihr Staatsoberhaupt w&auml;hlen: Die geb&uuml;rtige Marokkanerin hat erst k&uuml;rzlich die franz&ouml;sische Staatsb&uuml;rgerschaft erlangt. &ldquo;Und nun bin ich ausgerechnet in das schwierigste Wahlduell aller Zeiten gerutscht&rdquo;, sagt die 30-J&auml;hrige. Als Einwanderin verabscheut sie die ausl&auml;nderfeindliche Hetze der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen. Als Krankenpflegerin kann sie nichts mit dem Programm des liberalen Emmanuel Macron anfangen: Er will, dass sie sp&auml;ter als mit 62 Jahren in Rente gehen kann, und Macron will, so f&uuml;rchtet Montcoudial, ihre &Uuml;berstunden nicht mehr bezahlen. &ldquo;Wir machen im Krankenhaus einen harten Job f&uuml;r wenig Geld, wir k&ouml;nnen keine Stunde verschenken.&rdquo; So wird die Mutter zweier Kinder wahrscheinlich ung&uuml;ltig w&auml;hlen. Oder doch f&uuml;r Marine Le Pen. [&hellip;] Macrons Arbeitsreformen machen Montcoudial mehr Angst als ein Sieg des rechtsextremen Front National.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-04\/praesidentschaftswahl-frankreich-emmanuel-macron-marine-le-pen-slowblog\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dar&uuml;ber sollte das angeblich linksliberale (offenbar eher neoliberale) Milieu einmal nachdenken. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nach Brexit &amp; Trump: EUropas Neuer Weltmachtanlauf<\/strong><br>\nForderungen nach einer &bdquo;Weltmacht EUropa&ldquo;, die global auf gleicher Augenh&ouml;he mit anderen Akteuren in der vordersten Reihe agieren soll, sind beileibe nicht neu. Dennoch f&auml;llt auf, dass sie nun &ndash; vermeintlich als notwendige Lehre aus den beiden Gro&szlig;ereignissen Brexit (23.6.2016) und US-Wahl (8.11.2016) &ndash; besonders laut hinausposaunt werden. Als die beiden wesentlichen Mittel hierf&uuml;r gelten seit Jahren die Expansion der EU-Einflusszone in den Nachbarschaftsraum (nebst Schaffung einer Gro&szlig;europ&auml;ischen Wirtschafts- und Einflusszone) und der Aufbau eines m&ouml;glichst schlagkr&auml;ftigen Milit&auml;rapparates, um diese Weltmachtambitionen zu unterf&uuml;ttern. Letzteres kam allerdings &ndash; nicht zuletzt, weil sich Gro&szlig;britannien als &bdquo;Bremser&ldquo; erwies &ndash; lange trotz aller Bem&uuml;hungen eher schleppend voran.<br>\nInsofern war fr&uuml;h abzusehen, dass sich viele EU-Politiker vom bevorstehenden Austritt Gro&szlig;britannien gro&szlig;e &bdquo;Fortschritte&ldquo; in der EU-Milit&auml;rpolitik in Form einer &bdquo;Brexit-Dividende&ldquo; versprachen.[1] Dennoch war es &uuml;berraschend, wie zielstrebig und mit welchem Tempo daran gegangen wurde, N&auml;gel mit K&ouml;pfen zu machen: Unmittelbar nach dem britischen Referendum ver&ouml;ffentlichte die EU eine Globalstrategie, die den neuen Referenzrahmen f&uuml;r die k&uuml;nftige Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitik der Union absteckt. Ungef&auml;hr zum selben Zeitpunkt gingen die Au&szlig;enminister Deutschlands und Frankreichs, Frank-Walter Steinmeier und Jean-Marc Ayrault, mit ihrem Ruf nach einer massiven Militarisierung der Europ&auml;ischen Union buchst&auml;blich in die Offensive. Es folgten ein zweites deutsch-franz&ouml;sisches Papier, diesmal der Verteidigungsminister Ursula von der Leyen und Jean-Yves Le Drian (12.9.2016), die Rede von Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker zur Lage der Europ&auml;ischen Union (14.9.2016), der Verteidigungs-Aktionsplan der Kommission (30.11.2016) und schlie&szlig;lich die &bdquo;Erkl&auml;rung von Rom&ldquo; (25.3.2017). Zusammengenommen wurden dabei eine Reihe von Strategien und Ma&szlig;nahmen auf den Weg gebracht, mit denen dem bislang eher stockend verlaufenen EU-Militarisierungsprozess massiv auf die Spr&uuml;nge geholfen werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/05\/04\/nach-brexit-trump-europas-neuer-weltmachtanlauf\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>S&uuml;dkorea w&uuml;rde schrecklich leiden<\/strong><br>\nIm Atomkonflikt mit Nordkorea darf Donald Trump nicht ohne die Regierung in Seoul handeln. Ein Krieg tr&auml;fe die Menschen im Norden und S&uuml;den der Halbinsel, nicht die USA. [&hellip;]<br>\nDabei sind sich alle einig, dass es ein Korea passing nicht geben darf &ndash; China und die USA sollen nicht &uuml;ber die K&ouml;pfe der S&uuml;dkoreaner hinweg entscheiden d&uuml;rfen, wie sie auf die Bedrohung aus Nordkorea reagieren.<br>\nDiese Forderung richtet sich vor allem an Donald Trump. Der US-Pr&auml;sident hat immer wieder betont, im Konflikt mit Pj&ouml;ngjang l&auml;gen &ldquo;alle Optionen auf dem Tisch&rdquo;, dazu geh&ouml;rt f&uuml;r ihn ausdr&uuml;cklich auch die M&ouml;glichkeit eines milit&auml;rischen Angriffs. Der h&auml;tte nicht nur furchtbare Folgen f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung Nordkoreas, er w&uuml;rde &ndash; wegen des unabwendbaren Gegenschlags &ndash; auch schreckliches Leid &uuml;ber die Menschen im S&uuml;den bringen. Als die s&uuml;dkoreanischen Pr&auml;sidentschaftsanw&auml;rter nun bei einer Fernsehdebatte gefragt wurden, wer von ihnen einen Pr&auml;ventivschlag der USA gegen Nordkorea unterst&uuml;tze, sprachen sich deshalb s&auml;mtliche Kandidaten strikt dagegen aus. [&hellip;]<br>\nZumal vom Thaad-System keine Wunder zu erwarten sind. Die nur 60 Kilometer s&uuml;dlich der demilitarisierten Zone gelegene Hauptstadt kann es nicht sch&uuml;tzen. Der Gro&szlig;raum Seoul mit seinen 25 Millionen Menschen liegt in Reichweite der &ldquo;konventionellen&rdquo; nordkoreanischen Artilleriegesch&uuml;tze; eine Abwehr gegen ballistische Raketen hilft da nicht. Es gibt Sch&auml;tzungen, nach denen schon in den ersten beiden Stunden eines Krieges mit dem Norden 130.000 Einwohner Seouls sterben k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-05\/nordkorea-konflikt-suedkorea-atomwaffen-washington-krieg-folgen-5vor8\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wer sind die Kriegstreiber? Die US-Wahl und deutsche Begehrlichkeiten<\/strong><br>\nNoch im Herbst 2016 schien die Antwort auf die Frage im Titel relativ einfach. Vom 7. bis 17. Juni 2016 fand das gr&ouml;&szlig;te Milit&auml;rman&ouml;ver in Polen seit 1989 statt. Wenn es noch eines Beweises bedurft h&auml;tte, dass die NATO eine &bdquo;Friedensdividende&ldquo; des Endes des Kalten Krieges ausgeschlagen hat, hier war er! Es nahmen etwa 31.000 Soldaten teil, die aus 24 Staaten &ndash; nicht nur der NATO, sondern auch aus Georgien und der Ukraine &ndash; stammten. Es sollte den NATO-Gipfel in Warschau (08.-09.07.2016) begleiten, der eine weitere Aufr&uuml;stung und Stationierung von NATO-Truppen an Russlands Grenzen beschlie&szlig;en sollte, darunter auch Panzertruppen der USA. Schl&uuml;sselworte der NATO f&uuml;r dieses Man&ouml;ver &bdquo;Anakonda 2016&ldquo; hie&szlig;en &bdquo;Abschreckung&ldquo; und &bdquo;massive Kampfkraft&ldquo;.<br>\nDas Man&ouml;ver war ein H&ouml;hepunkt der Au&szlig;enpolitik des US-Pr&auml;sidenten Barack Obama. Die hat nicht nur das von den USA angerichtete Chaos im Nahen Osten weiter vergr&ouml;&szlig;ert, sondern vor allem die antirussische Ausrichtung der Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitik der USA weiter verst&auml;rkt. Geopolitisch hatten die USA und die EU bzw. Deutschland es ab 2013 unternommen, die Ukraine aus dem Einflussbereich Russlands herauszul&ouml;sen. Nachdem der Westen die Ukraine-Krise ausgel&ouml;st hatte, war nicht klar, ob dieses Hin&uuml;berziehen der Ukraine aus dem Einflussgebiet Russlands in den Orbit von EU und NATO eine USA-Politik (von Pr&auml;sident Barack Obama und seiner damaligen Au&szlig;enministerin Hillary Clinton) ist, die von der EU bezahlt werden soll, oder eine deutsche bzw. &bdquo;europ&auml;ische&ldquo;, f&uuml;r die die USA das milit&auml;rische Drohpotential im Hintergrund zur Verf&uuml;gung stellen. Sollte sich jedoch jemand in Berlin darauf kapriziert haben, neue deutsche Weltpolitik gest&uuml;tzt auf US-amerikanisches Milit&auml;r machen zu wollen, d&uuml;rfte sich dies als Schim&auml;re erweisen.<br>\nNach dem Beginn der kriegerischen Konflikte in der Ostukraine und der Angliederung der Krim an Russland verh&auml;ngten die westlichen L&auml;nder wirtschaftliche und andere Sanktionen. Die Beziehungen zwischen dem Westen und Russland wurden auf einen Tiefpunkt hinuntergefroren, der den Zeiten des Kalten Krieges vergleichbar ist. Alle Aktionen in dieser Richtung gingen von Washington, Berlin und anderen westeurop&auml;ischen Hauptst&auml;dten aus. Moskau war es, das reagierte.<br>\nInsofern ist es nachvollziehbar, dass die Wahl Donald Trumps, der diesen Kurs recht offen kritisierte, zum Pr&auml;sidenten der USA f&uuml;r die deutsche &bdquo;politische Klasse&ldquo; traumatische Folgen hatte. Die anschlie&szlig;end einsetzenden Debatten und Reaktionen sind &uuml;beraus Besorgnis erregend und legen nahe, dass zur Beantwortung der Ausgangsfrage k&uuml;nftig verst&auml;rkt nach Br&uuml;ssel, vor allem aber nach Berlin geblickt werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/05\/04\/wer-sind-die-kriegstreiber\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Russland: Aktuelle innenpolitische Entwicklungen<\/strong><br>\nDiese Publikation bietet eine umfassende Bestandsaufnahme der aktuellen innenpolitischen Entwicklungen Russlands. Unter anderem befasst sich der Autor mit 1) der Modernisierung der milit&auml;rischen Ausr&uuml;stung trotz der K&uuml;rzung des Verteidigungshaushalts infolge der schlechten Wirtschafts- und Finanzlage; 2) die Parameter einer m&ouml;glichen Justizreform; 3) die Resultate einer Moskauer Umfrage zur Korruption; und 4) die Ergebnisse der mehrj&auml;hrigen OCCRP Untersuchung &uuml;ber den Kapitalabflusses aus Russland zwecks Geldw&auml;sche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.css.ethz.ch\/content\/specialinterest\/gess\/cis\/center-for-securities-studies\/en\/services\/digital-library\/publications\/publication.html\/d18763f3-73df-4336-9273-a7b38a710233\">Center for Security Studies<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die f&uuml;nf-seitige Studie des Institut f&uuml;r Strategie- Politik- Sicherheits- und Wirtschaftsberatung (ISPSW) k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www.css.ethz.ch\/content\/dam\/ethz\/special-interest\/gess\/cis\/center-for-securities-studies\/resources\/docs\/ISPSW-Russland,%20Aktuelle%20innepolitische%20Entwicklungen.pdf\">hier<\/a> nachlesen.<\/em><br>\n<em>Ergo: Westliche Milit&auml;rausgaben steigen w&auml;hrend die Russlands sinken &ndash; und zwar durch die seit den 1990er Jahren gr&ouml;&szlig;ten K&uuml;rzung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Tagesschau und ihre &bdquo;Faktenfinder&ldquo;<\/strong><br>\nKai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell, hat sich zum ersten Mal in diesem Jahr auf dem Redaktionsblog der Tagesschau zu Wort gemeldet. Der Anlass: &bdquo;Ein Monat Faktenfinder bei der Tagesschau&ldquo;. (&hellip;) Das Problem dabei: Offenbar sind vom Russen und anderen finsteren M&auml;chten lancierte &bdquo;Fake News&ldquo; doch weitaus seltener als gedacht. Womit nun also die neue Seite f&uuml;llen? Ganz einfach: Mit allem, was aktuell im Netz kursiert und von der Mainstreamlinie abweicht. Nat&uuml;rlich lassen sich Abweichungen oder andere Perspektiven nicht automatisch als &bdquo;Fake&ldquo; einstufen. Und genau da ger&auml;t der Faktenfinder denn auch ins Stolpern und wird eher zu einer grotesken Konformismusmaschine: &bdquo;St&ouml;rende&ldquo; Abweichler werden benannt und ausgesondert. W&auml;hrend die Kritik an den Leitmedien nicht abrei&szlig;t, schlie&szlig;t der Mainstream seine Reihen nur noch enger und feuert aus der eigenen Wagenburg auf alles, was sich n&auml;hert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/paulschreyer.wordpress.com\/2017\/05\/04\/die-tagesschau-und-ihre-faktenfinder\/\">Paul Schreyer<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Also doch: Martin Schulz hat einen progressiven Hintergrund &ndash; zumindest am 1.Mai in Aachen<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170505-hdt_1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/photo.php?fbid=10154603910097333&amp;set=a.10152174824487333.1073741828.616067332&amp;type=3&amp;theater\">Gottfried Rudl via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-38146","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38146","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38146"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38146\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38149,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38146\/revisions\/38149"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38146"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38146"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38146"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}