{"id":38153,"date":"2017-05-07T09:00:30","date_gmt":"2017-05-07T07:00:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38153"},"modified":"2017-05-05T13:17:19","modified_gmt":"2017-05-05T11:17:19","slug":"hinweise-der-woche-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38153","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38153#h01\">Der &bdquo;Pro-Europ&auml;er&ldquo; ist die Worth&uuml;lse der Stunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38153#h02\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38153#h03\">Europe&rsquo;s youth don&rsquo;t care to vote &ndash; but they&rsquo;re ready to join a mass revolt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38153#h04\">Griechenland einigt sich mit Geldgebern: Bis zu 18 Prozent weniger Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38153#h05\">Memorandum 2017<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38153#h06\">Der Schein am Arbeitsmarkt tr&uuml;gt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38153#h07\">So will die Koalition die Autohersteller reinwaschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38153#h08\">Wie die syrische Zivilbev&ouml;lkerung unter den EU-Sanktionen leidet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38153#h09\">Tiefer Staat? Gedanken zum Fall Franco A<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38153#h10\">Die Tagesschau und ihre &bdquo;Faktenfinder&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der &bdquo;Pro-Europ&auml;er&ldquo; ist die Worth&uuml;lse der Stunde<\/strong><br>\nSp&uuml;ren Sie auch dieses erhebende Gef&uuml;hl? Der &bdquo;Pro-Europ&auml;er&ldquo; Macron hat in Frankreich den ersten Wahlgang gewonnen, t&ouml;nt es auf allen Sendern, und jetzt m&uuml;ssen sich &bdquo;die Pro-Europ&auml;er zusammenschlie&szlig;en&ldquo;, damit er Pr&auml;sident wird. Nat&uuml;rlich auch in Deutschland, wo &bdquo;Pulse of Europe&ldquo; unverdrossen auf die Stra&szlig;e geht: &bdquo;Die Pro-Europ&auml;er machen weiter.&ldquo;<br>\nDer &bdquo;Pro-Europ&auml;er&ldquo; ist die Worth&uuml;lse der Stunde. Und er erf&uuml;llt die Kriterien f&uuml;r das Phrasenschwein perfekt: ein Begriff, der irgendwie positive Stimmung macht (Pro!), ohne dass irgendjemand wei&szlig;, was damit gemeint ist.<br>\nIm Moment ist jeder ein &bdquo;Pro-Europ&auml;er&ldquo;, der nicht sofort &bdquo;Hier!&ldquo; schreit, wenn jemand Brexit sagt oder Frexit oder &bdquo;Raus aus dem Euro&ldquo;. Das kann einer sein, der zwar die EU retten will, aber nicht die herrschende &ouml;konomische Wettbewerbspolitik, die das B&uuml;ndnis gef&auml;hrdet. Es kann aber auch einer sein, der mit der EU genau dieses Modell erhalten will. Oder einer, bei dem man das nicht so genau wei&szlig;, zum Beispiel Emmanuel Macron.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/phrasenschwein-pro-europaeer-a-1268958\">FR<\/a>\n<p><strong>Dazu noch einmal auf den NachDenkSeiten: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38043\">&bdquo;Europagegner&ldquo; &ndash; ein neues Totschlagargument macht Karriere<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das &Uuml;bel des kleineren &Uuml;bels<\/strong><br>\nDank Emmanuel Macron hat die Rechtspopulistin Marine Le Pen einen R&uuml;ckschlag erlitten. Doch Frankreichs Linke muss sich nun zusammenraufen: Der Exbanker will ein neoliberales Regierungsprogramm umsetzen.<br>\nAuf den Finanzm&auml;rkten war sofort Bewegung: Schon als vorl&auml;ufige Zahlen kursierten, denen zufolge der unabh&auml;ngige Kandidat Emmanuel Macron in der ersten Runde der franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlen vor der Rechtspopulistin Marine Le Pen liegen w&uuml;rde, zog der Kurs des Euro kr&auml;ftig an &ndash; ein Beleg f&uuml;r die Erleichterung der bis dahin nerv&ouml;sen AnlegerInnen. Die Prognosen sollten sich best&auml;tigen; die Gefahr, dass die Eurozone in dramatische Turbulenzen geraten w&uuml;rde, war damit erst einmal gebannt.<br>\nEs waren aber auch ganz andere Szenarien denkbar gewesen. Nie zuvor in der Geschichte der F&uuml;nften Republik war das Rennen um den Einzug in die Stichwahl so offen wie in diesem Jahr; das lange die franz&ouml;sische Politik bestimmende Kr&auml;ftegleichgewicht zwischen den Konservativen und der Sozialdemokratie ist inzwischen Geschichte. Neben Macron und Le Pen hatten auch der konservative Kandidat Fran&ccedil;ois Fillon und der Linkspolitiker Jean-Luc M&eacute;lenchon gute Chancen, auf den beiden vorderen Pl&auml;tzen zu landen. Vor allem die Aussicht auf eine m&ouml;gliche Entscheidung zwischen Le Pen und M&eacute;lenchon bereitete den wirtschaftlichen und politischen Eliten in Frankreich und dar&uuml;ber hinaus Bauchschmerzen: Beide KandidatInnen waren mit Programmen in den Wahlkampf gezogen, die der Europ&auml;ischen Union (EU) den Kampf angesagt hatten. Ihr Erfolg h&auml;tte &auml;hnliche Schockwellen &uuml;ber den Kontinent gejagt wie das Brexit-Votum der BritInnen im vergangenen Jahr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.woz.ch\/1717\/frankreich-vor-der-stichwahl\/das-uebel-des-kleineren-uebels\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Keine Stimme f&uuml;r den Ex-Banker<\/strong><br>\nFabi&eacute;n L&eacute;ondre verlegt seit Jahrzehnten Rohre in meiner s&uuml;dfranz&ouml;sischen Heimat. Er ist einer jener Arbeiter, um den nun die Finalisten der franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlen k&auml;mpfen: Emmanuel Macron f&auml;hrt bislang die Stimmen von gut ausgebildeten und gut verdienenden B&uuml;rgern ein, Le Pen ist bei Menschen wie L&eacute;ondre beliebt, Menschen, die hart arbeiten und daf&uuml;r wenig bekommen.<br>\nL&eacute;ondre aber hat links gew&auml;hlt, Jean-Luc M&eacute;lenchon, den &uuml;berraschenden Aufsteiger im Wahlkampf der nur zwei Punkte weniger als Le Pen erhielt. &bdquo;Ich bin tieftraurig, dass seine humanen Ideen nicht gewonnen haben&ldquo;, sagt L&eacute;ondre. Diesmal h&auml;tte es klappen k&ouml;nnen, eine ganz neue Vision zu entwerfen von einer Gesellschaft der Gleichen. Der Kanalarbeiter m&ouml;chte ein Europa der V&ouml;lker, ein gerechtes Europa ohne Wirtschaftslobby. &bdquo;Stattdessen soll ich nun einen ehemaligen Banker &ndash; Macron &ndash; w&auml;hlen, dessen einzige Leistung es bislang war, die Fernbusse zu privatisieren. Dabei brauchen wir das Gegenteil: auto- und busfreie St&auml;dte.&ldquo;<br>\nFr&uuml;her hat L&eacute;ondre die Gr&uuml;nen gew&auml;hlt, er ist oft drau&szlig;en in der Natur. Er ist f&uuml;r einen freien Austausch von Ideen und Menschen, aber nicht von G&uuml;tern. &bdquo;Heute ist es andersrum: Menschen werden an der Grenze inhaftiert und wir importieren &Auml;pfel aus Neuseeland. Absurd.&ldquo; An Europa h&auml;ngt der 50-J&auml;hrige, allein schon aus famili&auml;ren Gr&uuml;nden: &bdquo;Mein Opa hat noch im Krieg gedient. Aber es ist wie auf der Arbeit: Zusammen sind wir st&auml;rker als alleine.&ldquo; Einige Kollegen auf dem Bau wollen beim entscheidenden Duell Le Pen w&auml;hlen, um zu gucken, was passiert. Oder auch, weil sie glauben, die Rechtsextreme w&auml;re nach dem n&auml;chsten Terroranschlag ohnehin erledigt.<br>\nL&eacute;ondre will sich enthalten. Er hofft, dass Macron weiterkommen wird, aber nicht mit einer hohen Quote. &bdquo;2002 habe ich wie alle Linken Chirac gew&auml;hlt, um Le Pen zu verhindern. Und anschlie&szlig;end hat er sich einen Dreck um uns geschert.&ldquo; Warum Macron in so kurzer Zeit so viel Erfolg hat, kann sich L&eacute;ondre nicht erkl&auml;ren. &bdquo;Keine Ahnung. Die Menschen sind verwirrt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-04\/praesidentschaftswahl-frankreich-emmanuel-macron-marine-le-pen-slowblog\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Macron ist noch schlimmer als Le Pen<\/strong><br>\nJean-Luc M&eacute;lenchon wurde bei den jungen Franzosen die st&auml;rkste Kraft. Ihnen bleiben jetzt zwei Kandidaten, die sie ablehnen. Und die Enthaltung. Was werden sie tun?<br>\nUnter den j&uuml;ngsten Franzosen war er der Sieger: 30 Prozent der W&auml;hler unter 35 stimmten f&uuml;r den linken Kandidaten Jean-Luc M&eacute;lenchon, er wurde in dieser Altersgruppe st&auml;rkste Kraft. Aber sie wurden &uuml;berstimmt: M&eacute;lenchon schaffte es nicht in die Stichwahl. Im Mai treten stattdessen der parteilose Mitte-Links-Kandidat Emmanuel Macron und die rechtsextreme Marine Le Pen gegeneinander an.<br>\nDie Anh&auml;nger von M&eacute;lenchons France-Insoumise-Bewegung m&uuml;ssen sich nun entscheiden, wen sie w&auml;hlen wollen oder ob sie ihre Stimme gar nicht abgeben werden. Anders als die anderen Verlierer des ersten Wahlgangs rief M&eacute;lenchon seine W&auml;hler nicht dazu auf, f&uuml;r Macron zu stimmen. Drei seiner jungen Anh&auml;nger erz&auml;hlen, wie sie sich bei der Stichwahl entscheiden werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/campus\/2017-04\/junge-franzosen-waehler-jean-luc-melenchon-stichwahl-frankreich\/komplettansicht\">Zeit<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Pr&auml;sidentschaftswahl in Frankreich: Eine Muslimin, die vielleicht Le Pen w&auml;hlt<\/strong><br>\nMarine Le Pen ist aus Sicht von Soumia Montcoudial zwar rechtsextrem, aber das Programm von Macron f&uuml;rchtet die geb&uuml;rtige Marokkanerin noch mehr.<br>\n&bdquo;Ich habe mehr Angst vor Macron als vor Le Pen&ldquo;<br>\nSoumia Montcoudial kann in diesem Jahr zum ersten Mal ihr Staatsoberhaupt w&auml;hlen: Die geb&uuml;rtige Marokkanerin hat erst k&uuml;rzlich die franz&ouml;sische Staatsb&uuml;rgerschaft erlangt. &bdquo;Und nun bin ich ausgerechnet in das schwierigste Wahlduell aller Zeiten gerutscht&ldquo;, sagt die 30-J&auml;hrige. Als Einwanderin verabscheut sie die ausl&auml;nderfeindliche Hetze der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen. Als Krankenpflegerin kann sie nichts mit dem Programm des liberalen Emmanuel Macron anfangen: Er will, dass sie sp&auml;ter als mit 62 Jahren in Rente gehen kann, und Macron will, so f&uuml;rchtet Montcoudial, ihre &Uuml;berstunden nicht mehr bezahlen. &bdquo;Wir machen im Krankenhaus einen harten Job f&uuml;r wenig Geld, wir k&ouml;nnen keine Stunde verschenken.&ldquo; So wird die Mutter zweier Kinder wahrscheinlich ung&uuml;ltig w&auml;hlen. Oder doch f&uuml;r Marine Le Pen. [&hellip;] Macrons Arbeitsreformen machen Montcoudial mehr Angst als ein Sieg des rechtsextremen Front National.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-04\/praesidentschaftswahl-frankreich-emmanuel-macron-marine-le-pen-slowblog\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Dar&uuml;ber sollte das angeblich linksliberale (offenbar eher neoliberale) Milieu einmal nachdenken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Einmal Banker, immer Banker?<\/strong><br>\nEmmanuel Macron will franz&ouml;sischer Pr&auml;sident werden. Seinen Kritikern gilt er als Handlanger der Bankenbranche &ndash; ein Image, das schon Hillary Clinton zum Verh&auml;ngnis wurde. Kann er trotzdem gewinnen? [&hellip;]<br>\nAls Macron 2008 bei der Rothschild-Bank anheuerte, soll ihn ein damaliger Freund gewarnt haben, welche Konsequenzen das f&uuml;r eine von Macron eigentlich angestrebte politische Karriere haben k&ouml;nnte: &bdquo;Bist du dir bewusst, dass Banker nicht irgendein Job ist? Und Rothschild nicht irgendeine Bank?&ldquo;, so zitiert die britische &bdquo;Financial Times&ldquo; (&bdquo;FT&ldquo;) den Freund von damals. Doch Macron schien das ebenso wenig zu st&ouml;ren wie seine mangelnden Kenntnisse der Finanzwelt. Schlie&szlig;lich hatte er nicht Wirtschaft, sondern Philosophie studiert. Dennoch stieg der damals 30-J&auml;hrige in der Bank atemberaubend schnell auf. &bdquo;Er wusste nichts, aber er verstand alles&ldquo;, zitiert die &bdquo;FT&ldquo; einen ehemaligen Kollegen. Und er hatte offenbar einen m&auml;chtigen F&ouml;rderer: Fran&ccedil;ois Henrot, wichtigster Vertrauter von Bankchef David de Rothschild, soll ihn pers&ouml;nlich empfohlen haben.<br>\n2010 wurde Macron mit 32 Jahren zum Partner bei Rothschild, so jung wie er hatte noch niemand zuvor diese h&ouml;chste Hierarchiestufe erreicht. Zwei Jahre sp&auml;ter machte er den Deal seines Lebens, als er den Schweizer Lebensmittelriesen Nestl&eacute; davon &uuml;berzeugte, f&uuml;r knapp zw&ouml;lf Milliarden Dollar die Babynahrungssparte des US-Rivalen Pfizer zu kaufen. Macron selbst soll dabei Millionen verdient haben. Entscheidend bei dem Deal waren offenbar Macrons exzellente Kontakte zum damaligen Nestl&eacute;-Chef Peter Brabeck-Letmathe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/emmanuel-macron-schadet-ihm-seine-bankerkarriere-bei-der-wahl-a-1146089.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Macron ist nicht nur (Ex-)Banker, sondern es w&auml;re doch tats&auml;chlich mal interessant herauszufinden, wie er als studierter Philosoph v&ouml;llig fachfremd nicht nur in der Rothschild-Bank erfolgreich war, sondern innerhalb von l&auml;cherlichen zwei Jahren Partner werden konnte. &bdquo;Er wusste nichts, aber er verstand alles&ldquo;, zitiert die &bdquo;FT&ldquo; einen ehemaligen Kollegen. Kann man mit diesen Voraussetzungen, aber ohne entsprechende Vorbildung, Ingenieur werden oder eben, in diesem Fall, &bdquo;Finanzingenieur&ldquo;? Wie geht das?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Europe&rsquo;s youth don&rsquo;t care to vote &ndash; but they&rsquo;re ready to join a mass revolt<\/strong><br>\nYoung Europeans are sick of the status quo in Europe. And they&rsquo;re ready to take to the streets to bring about change, according to a recent survey.Around 580,000 respondents in 35 countries were asked the question: Would you actively participate in large-scale uprising against the generation in power if it happened in the next days or months? More than half of 18- to 34-year-olds said yes.The question was part of a European Union-sponsored survey, titled &ldquo;Generation What?&rdquo; The report went on to focus on respondents from 13 countries to better understand what young people are optimistic and frustrated about in Europe. Among these spotlighted countries, young people in Greece were particularly interested in joining a large-scale uprising against their government, with 67% answering yes to the question. Respondents in Greece were also more likely to believe politicians were corrupt and to have negative perceptions of the country&rsquo;s financial sector. Young people in Italy and Spain rounded out the top three, with 65% and 63% willing to join a large-scale uprising, respectively. In comparison, young people in Netherlands were least interested in expressing their frustration in the streets, with only 33% agreeing with the statement. Germany (37%) and Austria (39%) were also less eager for revolt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/qz.com\/971374\/europes-youth-dont-care-to-vote-but-theyre-ready-to-join-a-mass-revolt\/\">qz.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.O.:<\/strong> Das Ergebnis wirft k\/ein gutes Licht auf das politische Bewusstsein der 18 bis 34-j&auml;hrigen in einigen L&auml;ndern. In welchen? &ndash; Na, Deutschland geht es dank Mutti &ndash; zumindest nach regierungsamtlicher Lesart &ndash; doch gut. Interessant w&auml;re auch zu wissen, warum sich die Br&uuml;sseler EU, die bekanntlich nicht die EU der 99% ist, &uuml;berhaupt f&uuml;r solche Fragestellungen interessiert. Kalte F&uuml;&szlig;e?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland einigt sich mit Geldgebern: Bis zu 18 Prozent weniger Rente<\/strong><br>\nGriechenland hat nach eigenen Angaben den Reformstreit mit den internationalen Gl&auml;ubigern beendet. Denn das Land braucht frisches Geld. (&hellip;) Insgesamt handelt es sich um ein Sparpaket in H&ouml;he von gut 3,6 Milliarden Euro, wie aus dem Finanzministerium in Athen h&ouml;ren war. Wichtigste Einschnitte: Rentenk&uuml;rzungen von bis zu 18 Prozent vom 1. Januar 2019 an und eine Senkung des j&auml;hrlichen Steuerfreibetrages von 8636 Euro auf etwa 5681 Euro. Die Experten der EU-Kommission, der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), des Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus (ESM) und des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) sollen nun ihren Bericht &ndash; das sogenannte Staff Level Agreement &ndash; der Eurogruppe vorlegen.Erst dann kann weiteres Geld aus dem bis zu 86 Milliarden Euro schweren Hilfspaket ausgezahlt werden. Zudem muss noch der IWF seine Beteiligung zusagen. Dringend ben&ouml;tigt wird das frische Geld im Juli, denn dann muss Griechenland Kredite von mehr als sieben Milliarden Euro zur&uuml;ckzahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Griechenland-einigt-sich-mit-Geldgebern\/!5405579\/\">taz.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Es ist wirklich unglaublich. Die griechischen B&uuml;rger werden systematisch ins Elend gest&uuml;rzt, ohne dass dieses Programm zu irgendeinem Erfolg f&uuml;hrt. Die Konten der Reichen in den Steueroasen, die in Investitionen angelegten entzogenen Steuern, bleiben unangetastet. Bei den Russen kann man Konten einfrieren, hier, bei den griechischen Gesch&auml;ftskumpels bleibt man gro&szlig;z&uuml;gig. Nur die Kleinen sollen den G&uuml;rtel enger schnallen bis aufs Skelett.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Syriza &raquo;f&uuml;hrt das Land aus den Sparprogrammen&laquo; (A. Tsipras)<\/strong><br>\nDer Gro&szlig;teil der linken KritikerInnen des Euro-Regimes hat in den letzten zwei Jahren immer wieder den bevorstehenden Untergang Griechenlands prognostiziert. Die unnachgiebige Haltung der Gl&auml;ubiger-Staaten zeige, &raquo;dass es ohne eine Wiederherstellung der Souver&auml;nit&auml;t Griechenlands keine Aussichten auf eine wirtschaftliche Erholung geben wird&laquo;.[1] Daher &ndash; so die Schlussfolgerung &ndash; lieb&auml;ugeln immer mehr GriechInnen mit einem Austritt aus der W&auml;hrungsunion.<br>\nAuf der Seite des politischen Mainstreams h&auml;lt sich dagegen die andere Seite der Argumentation: Nicht die harte Austerit&auml;tspolitik der EU-Gremien mache Griechenland kaputt, sondern in Griechenland &raquo;besteht keine grunds&auml;tzliche Bereitschaft, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, klientelistische Strukturen abzubauen, Staat und Gesellschaft zu modernisieren und effektiver zu gestalten. Entweder wird auf dringend notwendige umfassende Reformen ganz verzichtet oder diese werden nach der Verabschiedung einfach nicht umgesetzt oder nach Regierungswechseln wieder r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht.&laquo;[2]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/syriza-fuehrt-das-land-aus-den-sparprogrammen-a-tsipras\/%20\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Memorandum 2017<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union steht am Scheideweg. Die Ursache liegt an der langj&auml;hrigen, durch und durch neoliberalen Umverteilungspolitik zugunsten der Kapitaleink&uuml;nfte. &ldquo;Die Massenarbeitslosigkeit wurde in Europa nicht beseitigt, sondern versch&auml;rft und die die Arbeit haben, sind in Europa millionenfach nur in prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen&rdquo;, stellt Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup fest. Die Armutsquoten steigen und die Rentensysteme sind nicht mehr sicher. Daf&uuml;r zocken die Reichen an den Kapitalm&auml;rkten weiter, als h&auml;tte es nie eine Finanz- und Bankenkrise gegeben. Jetzt zeigt sich die regierende Politikklasse in Europa &uuml;ber den Zuwachs der rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien erstaunt, die die Existenz der EU in Frage stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/veroeffentlichungen_der_arbeitsgruppe\/memorandum_2017\/index.html\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Kurzfassung (auf 20 Seiten) des Memorandum 2017 k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www2.alternative-wirtschaftspolitik.de\/uploads\/memo2017_kurzfassung.pdf\">hier<\/a> nachlesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Schein am Arbeitsmarkt tr&uuml;gt<\/strong><br>\nDie hohe Besch&auml;ftigtenzahl verbirgt den Mangel an guter, ausk&ouml;mmlicher Arbeit. Die Jobs, die in den vergangenen Jahren geschaffen wurden, waren zum Gro&szlig;teil Teilzeitstellen, von denen man nicht leben kann. Leiharbeit boomt, und auch der Mindestlohn hat kaum zu einer Reduzierung der Zahl der Minijobs beigetragen. Ein F&uuml;nftel aller Besch&auml;ftigten arbeitet mittlerweile zu Niedrigl&ouml;hnen, 2,6 Millionen Besch&auml;ftigte brauchen neben ihrer Hauptbesch&auml;ftigung noch einen Nebenjob &ndash; und die Bundesregierung schaut tatenlos zu&ldquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Zimmermann weiter:<br>\n&bdquo;Die offizielle Arbeitslosenzahl von 2,6 Millionen ist zudem nur die Spitze des Eisbergs. Hinzu kommen eine Million Menschen, die zwar erwerbslos sind, in der Statistik aber nicht mehr vorkommen, weil sie an Weiterbildungsma&szlig;nahmen teilnehmen, &auml;lter als 58 Jahre sind oder aufgrund anderer Tricksereien aus der Statistik fallen. Rechnet man diese Personen mit ein, liegt die Arbeitslosigkeit bei fast 3,6 Millionen Menschen, darunter &uuml;ber 900.000 Langzeiterwerbslose. Das sind die Fakten, an denen sich die Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung messen lassen muss.<br>\nDie Besch&auml;ftigungsentwicklung taugt nicht als Entschuldigung f&uuml;r den weitgehenden R&uuml;ckzug der gro&szlig;en Koalition aus der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Gerade f&uuml;r Langzeiterwerbslose muss deutlich mehr getan werden. Wir brauchen einen &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigungssektor. Leiharbeit &ouml;ffnet Niedrigl&ouml;hnen T&uuml;r und Tor und verhindert, dass die Betroffenen ihre Interessen &uuml;ber Gewerkschaften oder Betriebsr&auml;te vertreten k&ouml;nnen. Damit muss endlich Schluss sein. Grund zum Feiern gibt es erst, wenn Armut trotz Arbeit endlich der Vergangenheit angeh&ouml;rt und alle Besch&auml;ftigten von ihrer H&auml;nde Arbeit leben k&ouml;nnen.&ldquo;<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170504-hwt_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170504-hwt_01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/der-schein-am-arbeitsmarkt-truegt\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Arbeitsuchende, Arbeitslose, erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte: L&auml;ndervergleich April 2017<\/strong><br>\nApril 2017: 175.000 weniger registrierte Arbeitslose, 95.000 mehr erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte (Arbeitslosengeld II) als im April 2016. 4,743 Millionen Arbeitsuchende im April 2017: davon 2,569 Millionen als Arbeitslose registrierte Arbeitsuchende und 2,174 Millionen gem&auml;&szlig; amtlicher Statistik nichtarbeitslose Arbeitsuchende.<br>\n4,422 Millionen erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte (ELB: Arbeitslosengeld II) im April 2017. (Zum ELB-L&auml;ndervergleich siehe im Download Seite 8)<br>\nZum L&auml;nder- und Rechtskreisvergleich im April 2017 siehe die BIAJ-Kurzmitteilung vom 03. Mai 2017:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/920-arbeitsuchende-arbeitslose-erwerbsfaehige-leistungsberechtigte-laendervergleich-april-2017.html\">BIAJ<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: 7,24 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen<\/strong><br>\n2,76 Millionen Arbeitslose gab es im Februar 2017. Doch mit &uuml;ber 7,24 Millionen lebten mehr als zweieinhalbmal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter rund zwei Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterst&uuml;tzung ben&ouml;tigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/724-millionen-menschen-leben-von-arbeitslosengeld-oder-hartz-iv-leistungen\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a><\/p>\n<p><strong>und: 5,8 % Arbeitslose &ndash; eine &ldquo;Zahl f&uuml;r Dumme&rdquo;<\/strong><br>\nAuf den ersten Blick erscheinen die neuen Arbeitslosenzahlen &uuml;beraus positiv. Wirtschaftsprofessor Heinz-Josef Bontrup pl&auml;diert jedoch f&uuml;r einen ehrlicheren Umgang mit den Statistiken. [&hellip;]<br>\nAngesichts von fast 44 Millionen Erwerbst&auml;tigen muss man trotzdem fragen: Sind diese Zahlen nicht doch so niedrig, dass man schon nicht mehr von Massenarbeitslosigkeit sprechen kann? Weit gefehlt: Zieht man die Selbst&auml;ndigen (und Scheinselbst&auml;ndigen) ab, bleiben noch gut 39 Millionen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigte. Und das Besondere: gut ein Drittel dieser 39 Millionen arbeitet nur Teilzeit! Im Durchschnitt nicht mehr als 15 Stunden die Woche! &Uuml;brigens weit &uuml;berwiegend Frauen. Wird diejenige, die so wenig arbeitet, zu Recht noch statistisch als Arbeitende erfasst? Die Antwort ist differenziert, und doch einfach: Manche wollen nicht mehr als Teilzeit arbeiten; andere k&ouml;nnen nicht Vollzeit arbeiten, weil sie keinen entsprechenden Job finden. Geh&ouml;rten die letztgenannten nicht auch in die Arbeitslosenstatistik? Aber auch ohne sie: insgesamt muss man schon sehr deutlich von &uuml;ber vier Millionen Arbeitslosen in Deutschland ausgehen. Zeit, die Statistik auf neue Beine zu stellen und sich ehrlicher zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blog.ard-hauptstadtstudio.de\/58-arbeitslose-eine-zahl-fuer-dumme\/\">ARD Hauptstadtstudio<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>So will die Koalition die Autohersteller reinwaschen<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;e Koalition will nach SPIEGEL-Informationen im Abschlussbericht zum Abgasskandal alle entlasten: Hersteller, Aufsichtsbeh&ouml;rden und vor allem sich selbst. Sogar die Gesundheitsgefahr durch Stickoxide wird relativiert. [&hellip;]<br>\nIn den Zeilen findet sich kein Funken Selbstkritik, nirgends. Ganz im Gegenteil: Deutsche Beh&ouml;rden und Ministerien seien in Sachen Abgasemissionen gar treibende Kraft auf europ&auml;ischer Ebene gewesen. Die deutsche Autolobby h&auml;tte sich kaum einen gr&uuml;ndlicheren Persilschein zusammenschreiben k&ouml;nnen.<br>\nDass die zahlreichen vorliegenden Hinweise auf Manipulationen und teils grotesk &uuml;berh&ouml;hte Emissionen im realen Fahrbetrieb f&uuml;r US-Beh&ouml;rden ausreichten, um VW zum Gest&auml;ndnis zu zwingen, taucht sicherheitshalber in dem vorliegenden Berichtsentwurf deshalb gar nicht auf. Die US-Umweltbeh&ouml;rde EPA wird mit keinem Wort erw&auml;hnt.<br>\nAus Sicht der Gro&szlig;en Koalition gibt es neben VW eigentlich nur einen Hauptschuldigen &ndash; n&auml;mlich die EU. Deren bisheriger Abgas-Pr&uuml;fzyklus (NEFZ) sei zu lasch gewesen &ndash; ein Befund, den niemand bestreiten wird, der aber auch sehr bequem ist &ndash; denn die Nachfolger sind l&auml;ngst beschlossene Sache. [&hellip;]<br>\nGeradezu verwegen ist auch jene Passage des Berichts, in dem die Autoren &uuml;ber die Gesundheitsgef&auml;hrdung durch Stickoxide f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung urteilen. Da findet sich der bemerkenswerte Satz, es g&auml;be keine gesicherte &bdquo;Wirkbeziehung&ldquo; zwischen Stickoxidemissionen und Erkrankungen oder Erh&ouml;hung der Sterblichkeit&ldquo; &ndash; ein Widerspruch zu den Aussagen der Europ&auml;ischen Umweltbeh&ouml;rde, die genau diesen Zusammenhang herstellt.<br>\nDie Regierungskoalition befindet: &bdquo;In Deutschland bestehen keine toxikologisch bedenklichen NO2-Werte in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Bereichen.&ldquo; W&auml;re das tats&auml;chlich so, g&auml;be es sicher keine Debatte um Einfahrverbote in Innenst&auml;dte bei Stickoxid-Grenzwert&uuml;berschreitungen, so wie sie Gerichte und selbst das SPD-gef&uuml;hrte Bundesumweltministerium fordern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/volkswagen-diesel-affaere-abschlussbericht-des-untersuchungsausschusses-a-1146083.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Dieses Dokument der Koalition ist eine Lachnummer&ldquo;<\/strong><br>\nDie Opposition ist emp&ouml;rt: Der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses zum Diesel-Skandal entlastet Hersteller, Aufsichtsbeh&ouml;rden und die Gro&szlig;e Koalition. Dem Verkehrsministerium sei kein Vorwurf zu machen, hei&szlig;t es in dem Papier, von dem knapp hundert Seiten vorab in Umlauf gekommen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/berichtsentwurf-im-vw-skandal-geleakt-dieses-dokument-der.1783.de.html?dram:article_id=385411\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu noch einmal Die Anstalt<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Dieselgate I: Worin liegen eigentlich die Hauptgr&uuml;nde der Feinstaubbelastung und war der Abgasskandal von VW ein Ausnahmefall?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-dieselgate-I-100.html\">ZDF Mediathek<\/a><\/li>\n<li><strong>Dieselgate II: &bdquo;Was nicht passt, wird &hellip;&ldquo;<\/strong><br>\nNach dem Abgasskandal werden Politik und Automobilbranche in Zukunft einiges &auml;ndern und anpassen. Ob die Luft durch diese &Auml;nderungen besser wird, kl&auml;ren die Protagonisten der &bdquo;Anstalt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-dieselgate-II-100.html\">ZDF Mediathek<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie die syrische Zivilbev&ouml;lkerung unter den EU-Sanktionen leidet<\/strong><br>\nNur sechs Jahre ist das Interview alt und dennoch wirkt es wie aus einer anderen Zeit. Nicht nur weil der Interviewpartner damals noch Bundesau&szlig;enminister Guido Westerwelle hie&szlig;. Von &bdquo;Gewalttaten gegen friedliche Demonstrationen&ldquo;, sprach Westerwelle damals. Davon, dass die &bdquo;syrische F&uuml;hrung vor einer Wegscheide&ldquo; st&uuml;nde. Und zum ersten Mal drohte ein Mitglied der Bundesregierung damals mit etwas, was heute selbstverst&auml;ndlicher Teil der EU-Politik gegen&uuml;ber Syrien ist: Sanktionen.<br>\nSechs Jahre nachdem Guido Westerwelle am 29. April 2011 im Tagesspiegel-Interview erstmals Verm&ouml;genseinfrierungen und Reisebeschr&auml;nkungen gegen&uuml;ber den M&auml;chtigen in Damaskus ins Gespr&auml;ch brachte, ist die Hoffnung auf ein schnelles Ende der Gewalt im Land l&auml;ngst vergangen. Mindestens 310.000 Menschen haben seit Beginn des Krieges ihr Leben verloren, sch&auml;tzen die Vereinten Nationen.<br>\nMehr als die H&auml;lfte der 20 Millionen Bewohner des Landes musste ihr Zuhause verlassen. Die durchschnittliche Lebenserwartung sank seit den ersten Unruhen im M&auml;rz 2011 von 75,9 Jahren auf 55,7 Jahre. Syrien ist zum Synonym f&uuml;r unvorstellbare Verbrechen und Not geworden. Und nach wie vor debattieren Politiker, Journalisten und die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber die Antwort auf die Frage, wer Schuld tr&auml;gt an der Zerst&ouml;rung eines ganzes Landes: Die Bomben des Regimes? Der Terror der Islamisten? Die Machtpolitik regionaler Staaten? Die Tatenlosigkeit des Westens?<br>\nVielleicht ist ein Teil des syrischen Niedergangs aber auch mit Entscheidungen wie denen von Guido Westerwelle zu erkl&auml;ren. Vielleicht spielt sich in Syrien heute die gr&ouml;&szlig;te humanit&auml;re Katastrophe unserer Zeit ab, nicht weil die EU wegschaute, sondern weil sie eingriff. Jahre nachdem die EU-Strafma&szlig;nahmen gegen Syriens Machthaber in einem Tagesspiegel-Interview ihren Anfang nahmen, treffen mehr und mehr Experten ein vernichtendes Urteil &uuml;ber die Folgen der Sanktionen f&uuml;r die Zivilbev&ouml;lkerung des Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wie-die-syrische-Zivilbevoelkerung-unter-den-EU-Sanktionen-leidet-3695626.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Tiefer Staat? Gedanken zum Fall Franco A<\/strong><br>\nGibt der Fall des Bundeswehrsoldaten Franco A., der sich als Asylbewerber ausgegeben hat, Einblick in eine tiefenstaatliche Struktur, die mit Todeslisten operiert? Wer die Geschichte von Gladio, den Stay-behind-Strukturen der Nato, kennt, kommt zumindest auf diesen Gedanken. (&hellip;) Ist es zu weit gedacht, wenn man grunds&auml;tzlich bei Terroranschl&auml;gen oder Anschlagsplanungen, die bekannt werden, auch die Dimension einer tiefenstaatlichen Steuerung &ndash; &auml;hnlich der zu Zeiten Gladios &ndash; bei der Analyse ber&uuml;cksichtigt? Im Fall Franco A. dr&auml;ngt sich der Gedanke auf. Aus welchem Grund sollte sich ein immerhin hochrangiger Soldat, der &uuml;ber ein passables Einkommen und eine gesicherte Existenz verf&uuml;gt, zu einer Unternehmung hinrei&szlig;en lassen, die jederzeit an vielen Stellen h&auml;tte auffallen k&ouml;nnen und sowohl das Karriereende als auch schwere strafrechtliche Konsequenzen nach sich gezogen h&auml;tte? (&hellip;) Viel n&auml;her liegt der Verdacht, dass hier eine Aktion in Planung war, die weitreichend sein w&uuml;rde und die ohne Unterst&uuml;tzung, ohne ein Netzwerk, kaum h&auml;tte in Angriff genommen werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Tiefer-Staat-Gedanken-zum-Fall-Franco-A-3700860.html\">Marcus Kl&ouml;ckner bei Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: Hinweise auf Neonazi-Netzwerk in der Bundeswehr<\/strong><br>\nDer Skandal um den rechtsradikalen Offizier Franco A. zieht immer weitere Kreise. Nach Informationen des &raquo;Redaktionsnetzwerks Deutschland&laquo; hat das Verteidigungsministerium Hinweise auf ein kleines, rechtsextremistisches Netzwerk in der Bundeswehr mit bis zu f&uuml;nf Mitgliedern gefunden. Entsprechende Informationen sollen die Obleute des Verteidigungsausschusses im Bundestag vom Ministerium im Rahmen einer umfangreichen Informationssammlung erhalten haben. Am Donnerstag trifft sich deswegen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in Berlin mit 100 hohen milit&auml;rischen F&uuml;hrungskr&auml;ften. Das Treffen diene der Aufkl&auml;rung und dem Ausloten von Konsequenzen aus den angeh&auml;uften F&auml;llen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Dienstag in Berlin. An diesem Mittwoch wolle von der Leyen zudem mit Generalinspekteur Volker Wieker das franz&ouml;sische Illkirch besuchen, wo der terrorverd&auml;chtige Bundeswehroffizier Franco A. stationiert war. Deswegen habe die Ministerin eine f&uuml;r diesen Mittwoch geplante Reise in die USA kurzfristig abgesagt. &raquo;F&uuml;r die Ministerin steht die Aufkl&auml;rung der aktuellen Vorg&auml;nge um den Oberleutnant A. aus Illkirch im Vordergrund&laquo;, teilte das Verteidigungsministerium mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1049685.hinweise-auf-neonazi-netzwerk-in-der-bundeswehr.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: Kritik an der Bundeswehr: &ldquo;Die Ursache liegt im Verteidigungsministerium&rdquo;<\/strong><br>\nRechtsextreme Tendenzen, Mobbing, Misshandlungen: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wirft der Bundeswehr F&uuml;hrungsversagen vor. Florian Kling von der kritischen Soldatenvereinigung &ldquo;Darmst&auml;dter Signal&rdquo; sieht die Ursache der Probleme bei der Ministerin selbst: In der Truppe traue sich niemand, die Probleme anzugehen &ndash; aus Angst, von ihr &ldquo;geschasst&rdquo; zu werden, sagte er im DLF.<br>\nKling: &bdquo;Wir haben insgesamt in der F&uuml;hrungsetage der Bundeswehr ein Absicherungsproblem, eine Absicherungsmentalit&auml;t, weil sich niemand mehr traut, &uuml;berhaupt noch verantwortlich zu agieren, Entscheidungen zu treffen und auch mal einfach R&uuml;ckgrat zu haben. Weil genau dann passiert das, was sonst auch passiert f&uuml;r Beamte: Sie werden vielleicht rausgeworfen. Genau das ist das Problem. Ein Beamter, der nichts tut, der wird nach oben bef&ouml;rdert und der steigt auf.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kritik-an-der-bundeswehr-die-ursache-liegt-im.694.de.html?dram:article_id=385123\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Tagesschau und ihre &bdquo;Faktenfinder&ldquo;<\/strong><br>\nKai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell, hat sich zum ersten Mal in diesem Jahr auf dem Redaktionsblog der Tagesschau zu Wort gemeldet. Der Anlass: &bdquo;Ein Monat Faktenfinder bei der Tagesschau&ldquo;. (&hellip;) Das Problem dabei: Offenbar sind vom Russen und anderen finsteren M&auml;chten lancierte &bdquo;Fake News&ldquo; doch weitaus seltener als gedacht. Womit nun also die neue Seite f&uuml;llen? Ganz einfach: Mit allem, was aktuell im Netz kursiert und von der Mainstreamlinie abweicht. Nat&uuml;rlich lassen sich Abweichungen oder andere Perspektiven nicht automatisch als &bdquo;Fake&ldquo; einstufen. Und genau da ger&auml;t der Faktenfinder denn auch ins Stolpern und wird eher zu einer grotesken Konformismusmaschine: &bdquo;St&ouml;rende&ldquo; Abweichler werden benannt und ausgesondert. W&auml;hrend die Kritik an den Leitmedien nicht abrei&szlig;t, schlie&szlig;t der Mainstream seine Reihen nur noch enger und feuert aus der eigenen Wagenburg auf alles, was sich n&auml;hert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/paulschreyer.wordpress.com\/2017\/05\/04\/die-tagesschau-und-ihre-faktenfinder\/\">Paul Schreyer<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38153\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-38153","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38153","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38153"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38153\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38155,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38153\/revisions\/38155"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38153"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38153"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38153"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}