{"id":38167,"date":"2017-05-05T15:31:01","date_gmt":"2017-05-05T13:31:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167"},"modified":"2017-05-05T15:31:01","modified_gmt":"2017-05-05T13:31:01","slug":"hinweise-des-tages-ii-293","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h01\">Deutschlands Lieblingsfranzose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h02\">Zahlen belegen eindeutig: Wirtschaftswachstum und Alterung &ndash; das geht problemlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h03\">Autobahnprivatisierung &ndash; Enteignung im Auftrag der Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h04\">Funkzellenabfrage: Innenminister will Handydaten aller Einwohner an die Polizei geben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h05\">Griechischer Fr&uuml;hling oder doch zu viel griechischer Wein?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h06\">Sahra Wagenknecht &uuml;ber EU-Konzerninteressen und kritische Jugend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h07\">D&eacute;j&agrave;-Vu Geldw&auml;sche-Liste: Ping-Pong in Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h08\">Der Musterpartner driftet ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h09\">Butterwegge: Bundeswehr lockt Nazis an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h10\">Rassismus t&ouml;tet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h11\">Desinformation als Waffe: Probleme mit der Logik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h12\">Mazedonien: Regime Change oder Regierungswechselblockade?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h13\">Republik Moldau: Spielball zwischen Ost und West<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h14\">Etappensieg der Luftverkehrslobby beim Kampf gegen die Flugticketsteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h15\">Deutschland sterben die V&ouml;gel weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38167#h16\">Wahlen in Schleswig-Holstein und NRW: Wird FDP wieder Mehrheitsbeschaffer?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutschlands Lieblingsfranzose<\/strong><br>\nEin Sieg des deutschen Favoriten Emmanuel Macron bei der Pr&auml;sidentenwahl in Frankreich wird laut Einsch&auml;tzung von Experten die Spaltung im Land weiter vertiefen und der extremen Rechten noch mehr Unterst&uuml;tzer zutreiben. Davor warnen bekannte Sozial- und Politikwissenschaftler wie der Soziologe Didier Eribon und der Politologe Hans Stark. Stark zufolge f&uuml;hrt der Unmut &uuml;ber die deutschen Austerit&auml;tsdiktate in Frankreich mittlerweile zu einer &ldquo;Deutschland-Kritik&rdquo;, die &ldquo;von mindestens zwei Dritteln der Franzosen&rdquo; geteilt wird. Eribon rechnet damit, dass eine Pr&auml;sidentschaft des gegen&uuml;ber Berlin f&uuml;gsamen Bankers Macron die jetzt in Frankreich noch vorhandenen Hemmungen, die extreme Rechte zu w&auml;hlen, weiter verringern wird &ndash; wenn er das Land auch in Zukunft der deutschen Sparpolitik anpasst und damit die sozialen Gr&auml;ben noch mehr vertieft. Dessen ungeachtet wirbt Berlin ganz offen f&uuml;r Macron, der bereits im Januar erkl&auml;rt hat: &ldquo;Ich vertraue Deutschland.&rdquo; &ldquo;Sein Erfolg w&auml;re ein positives Signal f&uuml;r die politische Mitte&rdquo;, &auml;u&szlig;ert Bundeskanzlerin Angela Merkel. In deutschen Medien wird der Kandidat als &ldquo;Berliner Lieblingsfranzose&rdquo; gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59588\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: F&uuml;r Macron<\/strong><br>\nMan sollte an dieser Stelle nicht gro&szlig;e Umschweife machen: Vor die Wahl zwischen Emmanuel Macron und Marine Le Pen gestellt, kann es f&uuml;r Linke meines Erachtens nur eine Entscheidung geben &ndash; f&uuml;r den Liberalen, gegen die Rechtsradikale. [&hellip;]<br>\nDrittens: Eine Stimme f&uuml;r Macron ist zugleich eine Stimme gegen die Radikalisierung des rassistischen Ressentiments, gegen eine noch st&auml;rkere institutionalisierte Ausgrenzung von Minderheiten, gegen die Normalisierung rechter Gewalt. Auch hier sei an die Abstimmungen in den USA und Gro&szlig;britannien erinnert &ndash; den &raquo;&uuml;berraschenden&laquo; rechten Siegen folgte eine gravierende Zunahme der Angriffe auf Muslime, Juden, Andersdenkende.<br>\nWer das verhindern will, kann sich nicht darauf verlassen, dass Macron schon gewinnen wird. Le Pen wirksam verhindern, hei&szlig;t Macron w&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1049944.fuer-macron.html\">Tom Strohschneider im Neuen Deutschland<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Auch Tom Strohschneider reiht sich in den Kreis linksliberaler Intellektueller ein, der &uuml;ber das neoliberale St&ouml;ckchen springen will. Allerdings argumentiert er wesentlich defensiver als der gro&szlig;spurige Misik oder der entr&uuml;ckte Cohn-Bendit. Bei Strohschneider geht es zudem nicht um &bdquo;Wahlempfehlungen&ldquo;, sondern um die pers&ouml;nliche Wahlentscheidung &ndash; ein v&ouml;llig anderes Thema. Aber leider macht auch Strohschneider einen entscheidenden Fehler, wenn er aus einer Stimme f&uuml;r Macron eine Stimme gegen Le Pen und alles Negative, was man zu Recht mit ihr verbindet, macht. Eine Stimme f&uuml;r Macron ist erst einmal eine Stimme f&uuml;r Macron. Punkt. In &Ouml;sterreich, wo es wirklich Spitz auf Knopf stand, hatte ich noch volles Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, Von der Bellen zu w&auml;hlen, um Hofer zu verhindern. In Frankreich liegt Macron aber meilenweit vorn und hier z&auml;hlt das Argument, man verhindere durch die Wahl des kleineren das gr&ouml;&szlig;ere &Uuml;bel, nun mal nicht. Mir scheint es eher so, als w&uuml;rde Le Pen die Funktion des &bdquo;schwarzen Mannes&ldquo; &uuml;bernommen haben, der kommt und einen holt, wenn man sich nicht brav benimmt.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Frankreich und Deutschland: Europa gemeinsam voranbringen!<\/strong><br>\nDieser Aufruf wird organisiert von Sven Giegold, Sprecher der Europaabgeordneten von B&uuml;ndnis90\/Die Gr&uuml;nen und von Franziska Brantner, MdB, stv. Mitglied des Europaausschusses.<br>\nEuropa ist das zentrale Thema des franz&ouml;sischen Wahlkampfes zwischen erstem und zweitem Wahlgang. Im ersten Wahlgang hat sich Macron mit einer klaren pro-europ&auml;ischen Haltung durchsetzen k&ouml;nnen &ndash; aber mehr als 45 Prozent haben auch anti-europ&auml;isch abgestimmt. Der Wahrheit halber m&uuml;ssen wir dazusagen: auch gegen eine deutsche Hegemonie in Europa. All jene, die gegen die EU polemisierten und skandierten, wandten sich auch gegen das behauptete deutsche Diktat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/you.wemove.eu\/campaigns\/bewegung-fuer-europa\">WeMove.EU<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Auch wenn in diesem Aufruf sicher einige schlaue Sachen drinstehen, ist die gesamte Ausrichtung unertr&auml;glich. Man f&auml;ngt bereits damit an, dass laut Aufruf mehr als 45 Prozent der Franzosen &bdquo;anti-europ&auml;isch&ldquo; gestimmt h&auml;tten. Dazu z&auml;hlen f&uuml;r die Initiatoren dann offenbar auch die W&auml;hler von Jean-Luc M&eacute;lenchon. Und wer geh&ouml;rt zu den Erstunterzeichnern? Sie werden stauen &hellip; oder auch nicht. Man findet dort einen illustren Kreis von J&ouml;rg Asmussen (oberster Bankenretter), Frank Bsriske, Sven Giegold, Gustav Horn, Robert Misik bis hin zu Gesine Schwan. Es ist wirklich zum Verzweifeln. Man k&ouml;nnte glatt denken, dass hier die Wahlen in Frankreich instrumentalisiert werden, um einen tiefen Riss durch die progressive W&auml;hlerschaft zu ziehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zahlen belegen eindeutig: Wirtschaftswachstum und Alterung &ndash; das geht problemlos<\/strong><br>\nDie Deutsche Bundesbank warnt wegen des demographischen Wandels vor einer deutlichen Abschw&auml;chung des Wirtschaftswachstums auf mittlere Sicht. In den Jahren 2021 bis 2025 werde das trendm&auml;&szlig;ige Wachstum voraussichtlich auf 0,75 Prozent zur&uuml;ckgehen (zum Vergleich: 1,25 Prozent in den Jahren 2011 bis 2016), teilte die Bundesbank in ihrem Monatsbericht April 2017 mit. Die Meldung reiht sich ein in viele Prognosen, nach denen die Alterung der Gesellschaft aufs Wirtschaftswachstum schlagen werde. Doch ist das &uuml;berhaupt plausibel? Wir schauen uns das mal n&auml;her an!<br>\nSchon der fl&uuml;chtige Blick auf die j&auml;hrlichen Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes (BIP) l&auml;sst Zweifel aufkommen &ndash; denn wir sehen dort: Das BIP w&auml;chst im Schnitt st&auml;rker, obwohl die Gesellschaft altert, also der Anteil der &Auml;lteren an der Gesamtbev&ouml;lkerung zunimmt. Wenn wir uns die Entwicklung von 1991 bis 2015 genauer anschauen, finden wir keinerlei Beleg f&uuml;r die These, dass Alterung sch&auml;dlich f&uuml;rs Wirtschaftswachstum sei: So ist der Anteil der 65-J&auml;hrigen und &Auml;lteren von 15 auf 21,1 % gestiegen. Gleichzeitig ist das BIP um 36,9 % gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/170505-wirtschaftswachstum-und-alterung.pdf\">Gerd Bosbach [PDF]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Autobahnprivatisierung &ndash; Enteignung im Auftrag der Banken<\/strong><br>\nDie bewusst herbeigef&uuml;hrte Verarmung &ouml;ffentlicher Haushalte bei gleichzeitiger Einf&uuml;hrung der Begrenzung der Neuverschuldung f&uuml;r die Haushalte von Bund und L&auml;ndern f&uuml;hrte dazu, dass klamme Kommunen entweder nicht investieren konnten (Investitionsstau) oder &Ouml;PP-Projekte verst&auml;rkt als alternative Finanzierungsmodelle f&uuml;r n&ouml;tige Investitionen eingesetzt wurden. Insbesondere dann, wenn eine kreditfinanzierte konventionelle Umsetzung der gleichen geplanten Ma&szlig;nahme eine gegen das Grundgesetz bzw. entsprechendes Landesrecht versto&szlig;ene Neuverschuldung zur Folge gehabt h&auml;tte. K&uuml;nftige Haushalte werden jedoch bei diesen &Ouml;PP-Projekten durch die vertraglich eingegangene Verpflichtung der &ouml;ffentlichen Hand zur Zahlung von Nutzungsentgelten in gleicher oder &auml;hnlicher Art wie durch Zins- und Tilgungszahlungsverpflichtungen gebunden bzw. belastet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/autobahnprivatisierung-enteignung-im-auftrag-der-banken\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a>\n<p><strong>dazu: STOP &ndash; Autobahnprivatisierung aufhalten!<\/strong><br>\nAufruf zu bundesweiten Aktionstagen 2017<br>\nDas B&uuml;ndnis gegen eine Bundesfernstra&szlig;engesellschaft ruft zu Aktionstagen gegen die von der Bundesregierung geplante Grundgesetz&auml;nderung und Autobahnprivatisierung auf. Entgegen der Behauptung aus den Koalitionsparteien: die Autobahnprivatisierung ist nicht vom Tisch! Der offizielle Gesetzesentwurf ist nach wie vor der Gleiche und erm&ouml;glicht nach wie vor diverse Privatisierungsm&ouml;glichkeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.keine-autobahnprivatisierung.de\/\">Keine Autobahnprivatisierung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Funkzellenabfrage: Innenminister will Handydaten aller Einwohner an die Polizei geben<\/strong><br>\nDas Innenministerium will den Einsatz der umstrittenen Funkzellenabfrage massiv ausweiten. Damit k&ouml;nnten Aufenthaltsort und Handydaten aller Einwohner schon bald jede Woche bei der Polizei landen. Hintergrund ist ein Gesetz zum Wohnungseinbruch, das die Bundesregierung schon n&auml;chste Woche beschlie&szlig;en k&ouml;nnte. [&hellip;]<br>\nDie Gro&szlig;e Koalition begr&uuml;ndet die Handy-Rasterfahndung oft mit Terror oder &bdquo;Straftaten gegen Leib, Leben und die sexuelle Selbstbestimmung&ldquo;. Tats&auml;chlich wird die Methode vor allem bei Drogen, Diebstahl und Betrug eingesetzt. Designbedingt sind fast ausschlie&szlig;lich Unbeteiligte und Unschuldige in diesen Datens&auml;tzen und damit im Visier der Beh&ouml;rden. Wenn es nach den Unionsparteien geht, werden diese Handydaten bald noch viel &ouml;fters abgefragt &ndash; so oft, dass jeder in Deutschland jeden Tag betroffen sein k&ouml;nnte.<br>\nHintergrund ist ein neues Gesetz zum Wohnungseinbruchdiebstahl. Die Gro&szlig;e Koalition hat im Koalitionsvertrag vereinbart, den Schutz vor Wohnungseinbr&uuml;chen zu verbessern. Obwohl es letztes Jahr fast zehn Prozent weniger Wohnungseinbr&uuml;che gab als im Jahr davor, hat Justizminister Maas jetzt einen Gesetzentwurf zur Strafversch&auml;rfung erarbeitet. Nach Informationen von netzpolitik.org wollen die Spitzen von CDU und CSU diese Vorlage nutzen, um die Handy-Rasterfahndung noch viel &ouml;fters einzusetzen.<br>\nBisher d&uuml;rfen Ermittlungsbeh&ouml;rden diese Handydaten laut Gesetz nur sammeln und rastern, wenn eine schwere Straftat vorliegt, die von &bdquo;erheblicher Bedeutung&ldquo; ist, die Datenabfrage verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig ist und die Aufkl&auml;rung &bdquo;auf andere Weise aussichtslos oder wesentlich erschwert w&auml;re&ldquo;. Alle vier Voraussetzungen k&ouml;nnten jetzt aufgeweicht werden.<br>\nDas Justizministerium will die Mindeststrafe f&uuml;r Einbr&uuml;che in Privatwohnungen auf ein Jahr verdoppeln und die Zahl der &bdquo;minder schweren F&auml;lle&ldquo; beschr&auml;nken. Das Innenministerium fordert dar&uuml;ber hinaus, die Strafnorm in den Katalog schwerer Straftaten der Strafprozessordnung aufzunehmen. Schon bisher d&uuml;rfen Ermittlungsbeh&ouml;rden die Handys von Verd&auml;chtigen &uuml;berwachen und deren Vorratsdaten auswerten. Mit der neuen &Auml;nderung soll die Abfrage s&auml;mtlicher Handys im Stadtteil oder Landstrich aller Wohnungseinbr&uuml;che erlaubt werden &ndash; nicht nur unter den oben beschriebenen Voraussetzungen, sondern immer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/funkzellenabfrage-innenminister-will-handydaten-aller-einwohner-an-die-polizei-geben\/\">netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechischer Fr&uuml;hling oder doch zu viel griechischer Wein?<\/strong><br>\nIn Griechenland f&uuml;hrte der Wahnsinn der K&uuml;rzungspolitik zu einem Einbruch der Wirtschaft wie in Deutschland zwischen 1938 und 1948. Doch das h&auml;lt seit neuestem selbst ganz &bdquo;linke&ldquo; Autoren nicht davon ab, von einem &bdquo;Erfolgskurs&ldquo; zu reden.<br>\nIch muss zugeben, dass ich zu den Menschen geh&ouml;re, die bislang glaubten, dass der griechische Regierungschef Alexis Tsipras mit linker Rhetorik eine von der Troika aufgezwungene Politik exekutiert, deren offensichtlich zerst&ouml;rerischen Wirkungen ihn erst an die Macht gesp&uuml;lt haben. Ich war auch der Meinung, dass eine Partei, die ihren Wahlsieg dem Versprechen verdankt hat, die aufgezwungene Austerit&auml;tspolitik und die damit einhergehende Knechtschaft der Griechen zu beenden, unter keinen Umst&auml;nden diese Politik h&auml;tte fortsetzen d&uuml;rfen.<br>\nZudem habe ich bereits 2015, nachdem abzusehen war, dass es der neuen griechischen Regierung um Tsipras und Varoufakis nicht gelingen w&uuml;rde, die Troika von ihren Austerit&auml;t&auml;tskurs gegen&uuml;ber Griechenland abzubringen, f&uuml;r einen Grexit pl&auml;diert (hier). Und noch immer bin ich &uuml;berzeugt, dass ein einvernehmlicher Ausstieg Griechenlands aus dem Euro m&ouml;glich gewesen w&auml;re, da Sch&auml;uble sich das Problem ein f&uuml;r alle Mal vom Halse schaffen wollte. Man h&auml;tte also Sch&auml;uble nach meiner Meinung beim Wort nehmen sollen und sollte ihn auch noch heute an sein Angebot einer &bdquo;Neustrukturierung der Schulden&ldquo; und weiterer &bdquo;Unterst&uuml;tzung Griechenlands als EU-Mitglied&ldquo; (hier) im Falle eines Euroaustritts erinnern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/05\/griechischer-fruehling-oder-doch-zu-viel-griechischer-wein\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht &uuml;ber EU-Konzerninteressen und kritische Jugend<\/strong><br>\nJeder f&uuml;nfte junge Europ&auml;er will raus aus der EU. Das ermittelte aktuell die Studie YouGov in einer Befragung unter Jugendlichen in mehreren europ&auml;ischen L&auml;ndern. Erstaunlich finde ich das nicht. Denn wer beispielsweise einmal erlebt hat, wie der Br&uuml;sseler Lobbykratenverein ein demokratisches Referendum kassierte und das eigene Land zum Ausverkauf freigab, wer mit ansieht, dass &ndash; ungeachtet massiver Proteste &ndash; der CETA-Ratifizierungsprozess fortgesetzt wird oder wer mitverfolgt, dass so gut wie nichts getan wird gegen Lohndumping und Jugendarbeitslosigkeit, der erwartet sich nat&uuml;rlich nichts mehr von dieser EU. Um Europa zu retten, braucht es deshalb dringend einen sozialen und demokratischen Neubeginn anstelle der bisherigen Vertr&auml;ge. Wer dagegen zul&auml;sst, dass in Br&uuml;ssel weiter Konzerninteressen Vorrang vor den Interessen der europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerungen haben, muss sich nicht wundern, dass sich die Jugend von diesem Europa abwendet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/?hc_ref=PAGES_TIMELINE&amp;fref=nf\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>D&eacute;j&agrave;-Vu Geldw&auml;sche-Liste: Ping-Pong in Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nDie von der Europ&auml;ischen Kommission &uuml;berarbeitete Liste der Hochrisiko-Drittstaaten f&uuml;r Geldw&auml;sche wurde am heutigen Mittwoch in einer gemeinsamen Sitzung des Wirtschafts- und W&auml;hrungsausschusses (ECON) und des Innenausschusses (LIBE) des Europaparlaments erneut abgewiesen.<br>\nSollte das Ergebnis im Plenum des Parlaments im Mai best&auml;tigt werden, muss die Europ&auml;ische Kommission die Liste erneut &uuml;berarbeiten. F&uuml;r die L&auml;nder auf der Liste gelten erh&ouml;hte Anforderungen bei Aufsicht und Berichtspflichten (due diligence, know your customer).*<br>\nFabio De Masi (DIE LINKE.), stellvertretender Vorsitzender des Panama Papers Untersuchungsausschusses im Europ&auml;ischen Parlament (PANA) und Schattenberichterstatter (Unterh&auml;ndler) der Linksfraktion GUE\/NGL f&uuml;r die anti-Geldw&auml;sche-Richtlinie kommentiert:<br>\n&ldquo;Das war wieder nix. Die ber&uuml;chtigten Schattenfinanzpl&auml;tze fehlen weiter auf der Liste der Kommission. Die zust&auml;ndige EU-Kommissarin, V&#283;ra Jourov&aacute;, entzog sich gar einer Debatte mit den zust&auml;ndigen Fachaussch&uuml;ssen. Die vom Europ&auml;ischen Parlament seit Monaten eingeforderten Verbesserungen werden auch ein Jahr nach den Panama Papers nicht umgesetzt. Wenn der EU-Kommissarin die Ressourcen f&uuml;r eine Risikoanalyse fehlen, muss sie diese bei Herrn Juncker einfordern. Das rechnet sich, weil Geldw&auml;sche und Steuerhinterziehung j&auml;hrlich hunderte Milliarden Euro verschlingen.&rdquo;<br>\nDe Masi abschlie&szlig;end: &ldquo;Die Sache stinkt. Die Kommission will offenbar keinen diplomatischen Stress. Dies ist ein Kotau vor Steuerhinterziehung, organisierter Kriminalit&auml;t und Terrorfinanzierung. Das Parlament wird dies nicht hinnehmen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dielinke-europa.eu\/article\/11229.deja-vu-geldwaesche-liste-ping-pong-in-bruessel.html\">Die Linke. im Europaparlament<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Musterpartner driftet ab<\/strong><br>\nIm Machtkampf gegen Russland stehen Berlin und die EU vor einem R&uuml;ckschlag in S&uuml;dosteuropa. Das einstige &ldquo;Musterland&rdquo; der &ldquo;&Ouml;stlichen Partnerschaft&rdquo; der EU, die seit dem 1. Juli 2016 formal mit der Union assoziierte Republik Moldau, entgleitet dem Einfluss Berlins und Br&uuml;ssels immer mehr. Nach dem Amtsantritt des prorussischen Pr&auml;sidenten Igor Dodon im Dezember 2016 hat die von Russland angef&uuml;hrte Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU) im April dem kleinen s&uuml;dosteurop&auml;ischen Land den Beobachterstatus in ihren Reihen zugebilligt. Aktuellen Umfragen zufolge k&ouml;nnte Dodons prorussische Partei bei den n&auml;chstes Jahr anstehenden Parlamentswahlen mit einer klaren Mehrheit rechnen. Eine umfassende Abkehr von der EU und ein Beitritt zur EAWU w&auml;re dann nicht mehr auszuschlie&szlig;en. Die Entwicklung ist auch eine Folge der Tatsache, dass Berlin und Br&uuml;ssel zur Einflusssicherung in der Republik Moldau auf im Land verhasste Oligarchen gesetzt haben. Einer von ihnen, der die gegenw&auml;rtige Regierung kontrolliert, sucht mit einer Wahlrechts&auml;nderung seine Macht zu sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59587\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Butterwegge: Bundeswehr lockt Nazis an<\/strong><br>\nDer K&ouml;lner Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge sieht im Bundeswehrskandal um den mutma&szlig;lichen Rechtsterroristen Franco A. ein strukturelles Problem. Es gebe &raquo;geistige Verbindungslinien&laquo; zwischen milit&auml;rischen und extrem rechten Werten wie Kameradschaft, Korpsgeist, Ehre, Treue und Gehorsam, erkl&auml;rte er in der &raquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&laquo;. &raquo;Alles was die Bundeswehr jungen M&auml;nnern bietet, wird im rechtsextremen Spektrum gesch&auml;tzt.&laquo; Die Truppe locke Menschen an, &raquo;die sich in hierarchischen und autorit&auml;ren Strukturen wohlf&uuml;hlen&laquo;, so der Armutsforscher.<br>\nFranco A. war vergangene Woche unter dem Verdacht verhaftet worden, einen Anschlag geplant zu haben. Danach stellte sich heraus, dass der Bundeswehr schon seit 2014 eindeutige Hinweise auf A.s rassistische Gesinnung vorlagen, ohne dass eingeschritten wurde. Der Offizier hatte zudem monatelang ein Doppelleben gef&uuml;hrt und sich als syrischer Fl&uuml;chtling ausgegeben. Ihm war vom Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlings sogar der Status des sogenannten subsidi&auml;ren Schutzes gew&auml;hrt worden. Au&szlig;erdem hat der 28-J&auml;hrige eine Liste m&ouml;glicher Anschlagsziele verfasst &ndash; darauf standen unter anderem die Namen die Linkspolitiker Bodo Ramelow und Anne Helm.<br>\nF&uuml;r Butterwegge hat der Wegfall der Wehrpflicht die extrem rechten Strukturen in der Armee beg&uuml;nstigt. &raquo;Eigentlich sollte die Bundeswehr ein repr&auml;sentativer Querschnitt der Bev&ouml;lkerung sein. Seit sie zur Berufsarmee geworden ist, gelingt ihr das immer weniger.&laquo; Als Armee eines demokratischen Staates m&uuml;sse die Truppe &raquo;zusehen, dass sie nicht von Rechtsextremen und Militaristen unterwandert wird&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1050047.butterwegge-bundeswehr-lockt-nazis-an.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rassismus t&ouml;tet<\/strong><br>\nStrafverfahren gegen Polizisten eingestellt, die Schwarzen in Baton Rouge erschossen hatten. Anwalt der Angeh&ouml;rigen fordert Freigabe von Akten<br>\nIn den USA d&uuml;rfen rassistische Polizisten weiterhin darauf hoffen, dass US-Pr&auml;sident Donald Trump und sein Justizminister Jefferson Sessions &raquo;Recht und Ordnung&laquo; zu ihren Gunsten durchsetzen. Im Fall des im US-Bundesstaat Louisiana im vergangenen Sommer von wei&szlig;en Polizisten erschossenen Schwarzen Alton Sterling hat das US-Justizministerium die Einstellung des Strafverfahrens gegen beide Beamte angeordnet. Wie Bundesstaatsanwalt Corey Amundson am Mittwoch auf einer Pressekonferenz bekanntgab, h&auml;tten die Ermittler &raquo;keine ausreichenden Beweise&laquo; gefunden, die eine strafrechtliche Verfolgung rechtfertigten. Eine Verletzung der B&uuml;rgerrechte Sterlings, wie sie eine Anklage nach Bundesrecht voraussetze, liege nicht vor, zitierte das Onlinemagazin Daily Beast Amundson. Auch wenn Sterlings Tod &raquo;tragisch&laquo; sei, &raquo;erf&uuml;llen die vorhandenen Beweise nicht die erheblichen Beweisanforderungen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/310077.rassismus-t%C3%B6tet.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Desinformation als Waffe: Probleme mit der Logik<\/strong><br>\nIm Streit um den Giftgaseinsatz in Syrien folgen f&uuml;hrende CHer Zeitungen den Behauptungen westlicher Regierungen. Wider jede Logik. Die Beweisf&uuml;hrung treibt immer seltsamere Bl&uuml;ten. Das elementarste logische Denken scheint mehr und mehr abhanden zu kommen. Andreas R&uuml;esch macht am Donnerstag, 4. Mai 2017, in der Neuen Z&uuml;rcher Zeitung erneut das syrische Regime f&uuml;r den Anschlag in Khan Sheikhun am 4. April verantwortlich. Das schliesst er aus &laquo;einer Reihe von Indizien&raquo;:<br>\nAugenzeugen h&auml;tten einen Milit&auml;rjet &uuml;ber dem Ort gesichtet; Laboruntersuchungen h&auml;tten bei den Opfern den Einsatz von &laquo;Sarin oder einer verwandten Substanz&raquo;(!) ergeben; das Regime in Damaskus sei &laquo;die einzige Kriegspartei in Syrien, die bekanntermassen &uuml;ber die Technologie zur Herstellung des Gifts Sarin verf&uuml;gt&raquo;; ein Giftgasangriff auf den Ort mache milit&auml;risch Sinn, da der Ort in Rebellenhand sei; und schliesslich bestehe &laquo;kein Zweifel an der Skrupellosigkeit As[s]ads, Gas einzusetzen&raquo;.<br>\nDie Behauptung, von den Konfliktparteien im Syrien-Krieg sei nur die Regierung Assad in der Lage, Sarin herzustellen, ist so verbl&uuml;ffend kaltschn&auml;uzig wie falsch. Sarin kann in jedem Keller und jeder Garage eines Einfamilienhauses hergestellt werden. 1995 ver&uuml;bten Mitglieder der Aum-Shinrikyo-Sekte einen Sarin-Anschlag in der U-Bahn von Tokio. Sie trugen das fl&uuml;ssige Sarin, das sie selbst hergestellt hatten, in Plastikbeuteln bei sich, die sie in Zeitungspapier eingewickelt hatten. [&hellip;]<br>\nBislang ist die gesamte &laquo;Beweisf&uuml;hrung&raquo; der westlichen Kriegspartei &ndash; denn der Westen ist nicht unabh&auml;ngige Instanz sondern Kriegspartei &ndash; im Fall Khan Sheikhun ein Potpourri von viel akrobatischer Rhetorik und wenig Logik. Der oben genannte Artikel in der Neuen Z&uuml;rcher Zeitung steht unter der &Uuml;berschrift &laquo;Desinformation als Waffe in Syrien&raquo;. Das trifft die Sachlage exakt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Syrien-Giftgas\/\">Infosperber<\/a>\n<p><strong>dazu: Geschacher um Syrien und Sicherheitszonen im Westen<\/strong><br>\nDas in Astana erzielte russisch-t&uuml;rkisch-iranische Abkommen ist mit hei&szlig;er Nadel gestrickt, T&uuml;rkei droht USA mit zuf&auml;lliger Bombardierung von US-Bodentruppen in Syrien<br>\nIn der kasachischen Hauptstadt Astana haben Russland, die T&uuml;rkei und Iran beschlossen, vier Sicherheitszonen in Syrien einzurichten. Da noch nicht erkl&auml;rt wurde, wie diese Zonen gesch&uuml;tzt werden sollen, und da Teile der syrischen Opposition den Iran ablehnen, bleibt zu erwarten, dass die Sicherheit dieser Zonen ebenso br&uuml;chig bleibt wie der Waffenstillstand. Das wird auch in Russland so gesehen. Bis 22. Mai sollen die Karten f&uuml;r die Schutzzonen fertiggestellt werden.<br>\nAn den Verhandlungen nahmen die USA nur als Beobachter teil. Am Dienstag hatten allerdings Wladimir Putin und Donald Trump telefoniert und neben Nordkorea &uuml;ber die Sicherheitszonen gesprochen. Es sei ein gutes Gespr&auml;ch gewesen, versicherte das Wei&szlig;e Haus im Anschluss. Allerdings ist Trump wohl derzeit anderweitig besch&auml;ftigt, innenpolitisch mit der Abschaffung von Obamacare, au&szlig;enpolitisch st&auml;rker mit Nordkorea und Afghanistan.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Geschacher-um-Syrien-und-Sicherheitszonen-im-Westen-3703597.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mazedonien: Regime Change oder Regierungswechselblockade?<\/strong><br>\nEx-Ministerpr&auml;sident Nikola Gruevski glaubt, dass ein gewaltt&auml;tiger Sturm auf das Parlament von der verfassungswidrigen Wahl eines Parlamentspr&auml;sidenten ablenken sollte<br>\nDer Zeitung Blic zufolge beschlagnahmte die serbische Milit&auml;rsicherheitsagentur VBA im S&uuml;den des Landes bei zwei serbischen Albanern und einem ausl&auml;ndischen Staatsb&uuml;rger tausende Gewehre, Maschinengewehre und Handgranaten. Die Waffen sollten der Zeitung zufolge nicht in Serbien, sondern im benachbarten Mazedonien zum Einsatz kommen.<br>\nMazedonien ist eine Art Belgien des Balkan: Ein Land, ohne echte Identit&auml;t, das zu zwei Dritteln von Quasi-Bulgarischsprechern (deren Dialekt man 1944 in Jugoslawien aus politischen Gr&uuml;nden zu einer eigenen Sprache erkl&auml;rte) und zu einem Viertel von Albanern bewohnt wird. Nach dem Jugoslawienkrieg von 1999 versuchte eine albanische U&Ccedil;K in Mazedonien den Norden und Westen des Landes mit Terror und Gewalt an den Kosovo anzuschlie&szlig;en. Diese Versuche endeten 2001 mit dem Abkommen von Ohrid, durch das albanische Parteien im Parlament ein Vetorecht zugesprochen bekamen. Nach 14 Jahren relativer Ruhe brachen 2015 wieder K&auml;mpfe aus (vgl. Mindestens 22 Tote bei Polizeieinsatz in Mazedonien).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Mazedonien-Regime-Change-oder-Regierungswechselblockade-3703199.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Putsch&rdquo; in Mazedonien &ndash; unter der &Auml;gide von USA und EU?<\/strong><br>\nDer neue mazedonische Parlamentspr&auml;sident, der albanisch-st&auml;mmige Abgeordnete Talat Xhaferi, hat am Mittwoch sein Amt angetreten und als erste Amtshandlung den EU-Botschafter zum Kotau empfangen. Doch es gibt zwei Sch&ouml;nheitsfehler: Erstens war Xhaferi hochrangiger Offizier in der mazedonischen Armee, ehe er Anfang 2001 desertierte und unter dem Tarnnamen &ldquo;Kommandant Forina&rdquo; f&uuml;hrender U&Ccedil;K-Terrorist wurde &ndash; ihm wird die Verantwortung f&uuml;r ein aus dem Hinterhalt ausgef&uuml;hrtes Massaker der U&Ccedil;K an acht Polizisten und Armeeangeh&ouml;rigen zugeschrieben. Schon seine Bestellung zum Kurzzeit-Verteidigungsminister im Jahr 2013 l&ouml;ste gewaltt&auml;tige Proteste aus.<br>\nZweitens war die Art und Weise, wie Xhaferi neuer Parlamentspr&auml;sident wurde, klar rechtswidrig: Der Wahlvorgang am 27. April durch Abgeordnete der Sozialisten und albanischer Parteien erfolgte n&auml;mlich nach Schluss der regul&auml;ren Parlamentssitzung au&szlig;erhalb des Plenarsaales und auch nur mit 59 der erforderlichen 61 Stimmen. Von den USA und der EU wurde Xhaferi dennoch als neuer Parlamentspr&auml;sident akklamiert, ein (albanischst&auml;mmiger) Mitarbeiter des Pr&auml;sidiumssekretariates stellte &ndash; ebenfalls rechtswidrig &ndash; die f&uuml;r das Amtsblatt erforderliche Urkunde &uuml;ber die &ldquo;gesetzesm&auml;&szlig;ige Wahl&rdquo; mit Siegel und Unterschrift aus. Soviel zu den &ldquo;rechtlichen Werten&rdquo;, die USA und EU zu vertreten vorgeben &ndash; und ein Vorgeschmack auf die weitere Rechtsstaatlichkeit des Landes unter verst&auml;rktem albanischen Einfluss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wienerzeitung.at\/meinungen\/gastkommentare\/889796_Putsch-in-Mazedonien-unter-der-Aegide-von-USA-und-EU.html\">Wiener Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Republik Moldau: Spielball zwischen Ost und West<\/strong><br>\nEurop&auml;ische Union als Friedensmacht? Diese Zeiten sind definitiv vorbei &ndash; wenn dieses Konzept &uuml;berhaupt jemals Realit&auml;t war. Die Europ&auml;ische Union (EU) hat mit den Nachbarschaftsr&auml;umen, die sie definiert hat, de facto keine R&auml;ume der Sicherheit geschaffen, sondern &ndash; wie es zwischenzeitlich wiederholt formuliert wurde &ndash; einen &bdquo;Ring of fire&rdquo; (Feuerring). Sie hat einen Ring der Unsicherheiten, der Destabilisierung, aber auch einen Ring der Verarmung, des B&uuml;rgerkriegs und der Flucht durch ihre Politik ma&szlig;geblich mitverursacht. Betrachtet man die relevanten Strategiepapiere der Europ&auml;ischen Union, dann f&auml;llt auf, dass jede Form der Selbstkritik ausbleibt. All das was in der Nachbarschaft der EU geschieht, wird von den schreibenden Strategen so behandelt, als w&auml;re es eine Art Naturkatastrophe, die nichts mit dem Handeln der EU, nichts mit der Interessenpolitik der EU zu tun hat. Das gilt auch f&uuml;r die EU-Globalstrategie, die im Juni 2016 ver&ouml;ffentlicht wurde. Die EU formuliert darin lediglich ihre Absicht, die Politik der Vergangenheit noch intensiver und umfassender fortzusetzen.<br>\nDie EU k&uuml;ndigt in ihrer Globalstrategie an, ihre Bem&uuml;hungen auf Regionen s&uuml;dlich und &ouml;stlich der EU zu konzentrieren. Im Folgenden sollen die destabilisierenden Auswirkungen dieser EU-Nachbarschaftspolitik auf die Republik Moldau beschrieben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/05\/04\/republik-moldau-spielball-zwischen-ost-und-west\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Etappensieg der Luftverkehrslobby beim Kampf gegen die Flugticketsteuer<\/strong><br>\nSeit Jahren l&auml;uft die Luftfahrtlobby Sturm gegen die Flugticketsteuer. Beim Cheflobbyisten der Verkehrsbranche und Anti-Umwelt- und Gesundheitsschutzminister Alexander Dobrindt, findet sie nun endlich ein offenes Ohr. Er will sie abschaffen, oder mindestens senken. Der Ballermann soll wieder billiger erreichbar sein, damit Deutschland wettbewerbsf&auml;hig bleibt.<br>\nDie Luftverkehrsabgabe, die der Bund seit Anfang 2011 auf Fl&uuml;ge von deutschen Flugh&auml;fen erhebt, ist in der Tat kein Geniestreich. Urspr&uuml;nglich als Lenkungsabgabe konzipiert, sollte sie dazu beitragen, dass Anbieter und Nutzer im Luftverkehr die Allgemeinheit wenigstens teilweise f&uuml;r die Kosten entsch&auml;digen m&uuml;ssen, die sie ihr in Form von L&auml;rm und Umweltverschmutzung aufb&uuml;rden. So sollten Fl&uuml;ge unterbunden werden, die den Nutzern weniger wert sind als sie insgesamt an Kosten verursachen. Doch das Lenkungsziel wurde aufgegeben und die Steuer von 7,50 Euro bis 42 Euro je nach Flugl&auml;nge als eine weitere Spezialsteuer zur Einnahmeerzielung eingef&uuml;hrt. Die Luftfahrtbranche beschwert sich &uuml;ber die Belastung, weil der Flugverkehr dadurch in Deutschland weniger stark steigt, als er es sonst t&auml;te. Zu Recht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/821-flugticketsteuer\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Deutschland sterben die V&ouml;gel weg<\/strong><br>\nIn den Agrargebieten geht die Zahl der V&ouml;gel drastisch zur&uuml;ck. Der Bestand mancher Arten ist in den vergangenen Jahren um 80 Prozent geschrumpft.<br>\n&ldquo;Es war die Nachtigall und nicht die Lerche, die eben noch dein banges Ohr durchdrang.&rdquo; Diesen Satz, mit dem Julia ihren Romeo in den Morgenstunden zum Bleiben &uuml;berreden will, k&ouml;nnte ein europ&auml;ischer Dichter heute nicht mehr ohne Weiteres aus eigener Erfahrung schreiben. Denn sowohl die Zahl der Nachtigallen als auch die der fr&uuml;her &uuml;berall im Fr&uuml;hling &uuml;ber den &Auml;ckern aufsteigenden Feldlerchen nimmt drastisch ab. Und ihnen geht es nicht mal am schlechtesten, wie eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen zur Zahl der V&ouml;gel in unserer Agrarlandschaft zeigt.<br>\nDemnach ist in der EU die Zahl der Brutpaare in landwirtschaftlichen Gebieten zwischen 1980 und 2010 um 300 Millionen Tiere zur&uuml;ckgegangen, das ist ein Minus von 57 Prozent. In Deutschland nahm der Bestand der Feldlerche zwischen 1990 und 2013 um 35 Prozent ab, das ist noch wenig im Vergleich zum Kiebitz, dessen Zahl um 80 Prozent einbrach, oder zu den Rebh&uuml;hnern, die um 84 Prozent zur&uuml;ckgingen. &ldquo;Die Situation der V&ouml;gel ist dramatisch&rdquo;, warnte die Gr&uuml;nen-Politikerin Steffi Lemke und warf der Regierung Vers&auml;umnisse in der Agrarpolitik vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/artenvielfalt-deutschland-sterben-die-voegel-weg-1.3490817\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wahlen in Schleswig-Holstein und NRW: Wird FDP wieder Mehrheitsbeschaffer?<\/strong><br>\nDie SPD konnte in den letzten Wochen mit einem l&auml;chelnden Schulz gl&auml;nzen. Das scheint vorbei. Es geht abw&auml;rts. Bundesweit ist die Partei laut Forsa wieder unter 30 Prozent, bei der Kanzlerpr&auml;ferenz baut Merkel ihren Vorsprung aus und beim &ldquo;Kompetenzwert&rdquo; ist die SPD wieder &ldquo;auf dem Niveau vor Nominierung von Schulz zum Kanzlerkandidaten&rdquo;. Die CDU erreicht hier beim &ldquo;Stern-RTL-Wahltrend&rdquo; 32 Prozentpunkte, die SPD 11.<br>\nDer Kanzlerkandidat Schulz sch&uuml;ttelt solche Umfrageergebnisse ab. F&uuml;r ihn entscheidend sei, dass die SPD wieder an Selbstbewusstsein gewonnen habe, sagte er Journalisten bei einer Zugfahrt von Kiel nach L&uuml;beck. Wenn sich die W&auml;hler in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfallen so verhalten, wie es das ZDF-&ldquo;Politbarometer Extra&rdquo; und die ARD-Vorwahlumfrage andeuten, so k&ouml;nnte das &ldquo;knappe Rennen&rdquo; in beiden L&auml;ndern die SPD als Verlierer sehen und der Satz vom Selbstbewusstsein der SPD m&uuml;sste wahrscheinlich revidiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wahlen-in-Schleswig-Holstein-und-NRW-Wird-FDP-wieder-Mehrheitsbeschaffer-3703842.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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