{"id":3819,"date":"2009-03-12T08:57:53","date_gmt":"2009-03-12T07:57:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3819"},"modified":"2009-03-12T09:26:35","modified_gmt":"2009-03-12T08:26:35","slug":"hinweise-des-tages-849","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3819","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Heiner Flassbeck: &bdquo;Deutschland spaltet die W&auml;hrungsunion&ldquo;<\/li>\n<li>Reichlich Parteispenden aus der Finanzbranche<\/li>\n<li>Lobbyismus beim Emissionshandel: Wie aus Klimaschutz eine Gelddruckmaschine f&uuml;r Luftverschmutzer wurde<\/li>\n<li>Abwrackpr&auml;mie: Der Topf ist Ende M&auml;rz leer<\/li>\n<li>Aldi, Lidl und Co. &ndash; Warum Lebensmittel so billig sind<\/li>\n<li>Finanz-T&Uuml;V gebraucht: Wie Riester-Berater reihenweise durchfallen<\/li>\n<li>Ruland wird neuer Vorsitzender des Sozialbeirats<\/li>\n<li>Finanzkrise: Private Altersvorsorge am Ende?<\/li>\n<li>Kampf um die W&uuml;rde trotz Hartz IV: Hunger versus Leben<\/li>\n<li>Vorsicht, Zeitbetr&uuml;ger!<\/li>\n<li>Wie Opel von General Motors leergesaugt wird<\/li>\n<li>Der dreiste Postbank-Raub<\/li>\n<li>&ldquo;Verj&auml;hrt&rdquo;<\/li>\n<li>Stern: CDU in der Krise &ndash; Wenn Merkel die Worte fehlen<\/li>\n<li>USA: Financial Fraud Is Focus of Attack by Prosecutors <\/li>\n<li>Servus-Strategie f&uuml;r Afghanistan<\/li>\n<li>Und wieder ein Hinweis auf die unterst&uuml;tzenswerten Demonstrationen am 28. M&auml;rz <\/li>\n<li>Zum Amoklauf an der Schule in Winnenden schrieb uns Leser A.R.<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3819&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Heiner Flassbeck: &bdquo;Deutschland spaltet die W&auml;hrungsunion&ldquo;<\/strong><br>\nGinge es Deutschland besser, wenn Lafontaine noch Minister w&auml;re? Es spricht seine fr&uuml;here rechte Hand, &Ouml;konom Flassbeck: Warum die deutsche Politik die Krise anheizt &ndash; und h&ouml;here L&ouml;hne ein Allheilmittel sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/heiner-flassbeck-deutschland-spaltet-die-waehrungsunion_aid_379179.html\">FOCUS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Lesenswert. Flassbeck schafft es, trotz der ideologischen Voreingenommenheit des Interviewers erstaunlich viele Erkl&auml;rungen von Zusammenh&auml;ngen zu platzieren. Die FOCUS-typisch d&auml;mliche Zusammenfassung im Untertitel muss man halt ignorieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Reichlich Parteispenden aus der Finanzbranche<\/strong><br>\nEine aktuelle Studie der US-amerikanischen Organisation Wall Street Watch legt detailliert dar, wie sich die amerikanische Finanzindustrie in den letzten zehn Jahren systematisch politischen Einfluss in Washington gekauft und so auf Deregulierung gepocht und Regulierung verhindert hat. Von 1998 bis 2008 flossen 1,725 Mrd. Dollar an beide politischen Parteien, meist in Form der oft den Wahlkampf entscheidenden &bdquo;campaign contributions&ldquo;. Weitere 3,4 Mrd. Dollar wurden f&uuml;r direkte Lobbyingma&szlig;nahmen aufgewendet. Im Jahr 2007 allein schwirrten laut Wall Street Watch an die 3000 Lobbyisten im Auftrag der Finanzindustrie um die 540 Kongressabgeordneten und 100 Senatoren. Besonders in der Krise gibt die Finanzbranche viel Geld aus, um die Reaktionen der Politik in ihrem Sinne zu beeinflussen. In unserem Blogeintrag vom 4. Februar zeigten wir bereits, dass die Lobbyingausgaben von Hedgefonds 2008 rasant gestiegen sind. Dass es aus den USA so umfangreiche (wenn auch zweifellos erschreckende) Daten gibt, verdanken wir dem verpflichtenden Lobbyistenregister dort. Wie viel sich die hiesige Finanzindustrie ihre Lobbying-Bem&uuml;hungen kosten l&auml;sst, liegt hingegen im Dunkeln. Auch das freiwillige Lobbyregister der EU-Kommission bringt keine Klarheit, wie unsere Partner vom Corporate Europe Observatory (CEO) in einer Auswertung der Eintr&auml;ge der Finanzbranche zeigen: Nur ein kleiner Teil der Banken und Finanzdienstleister hat sich &uuml;berhaupt registriert (pdf). Viele gro&szlig;e Player wie Barclays, Citibank, Deutsche Bank, Dresdener Bank, Fortis, Mastercard oder Visa fehlen, obwohl sie sicherlich auf Lobbyarbeit in Br&uuml;ssel nicht verzichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/03\/reichlich-parteispenden-aus-der-finanzbranche\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><strong>Lobbyismus beim Emissionshandel: Wie aus Klimaschutz eine Gelddruckmaschine f&uuml;r Luftverschmutzer wurde<\/strong><br>\nSelten lesen sich politikwissenschaftliche Studien wie ein Krimi. Dem Berliner Nachwuchswissenschaftler Matthias Corbach ist das Kunstst&uuml;ck gelungen. Er zeigt, wie von 2005 bis 2007 die deutsche Energieindustrie Milliarden Euro als Gewinn einstrich, die eigentlich f&uuml;r den Schutz des Klimas bestimmt waren. Der Trick lief &uuml;ber den Emissionshandel, der als Instrument f&uuml;r den Klimaschutz gedacht war. Jede Tonne CO2 soll &uuml;ber ihn einen Preis erhalten, so lohnen sich Einsparungen. Doch die Energieversorger (EVUs) schafften es, nicht nur CO2-Zertifikate kostenlos zu erhalten sondern diese auch noch an ihre Kunden weiterzuverkaufen und den Gewinn zu behalten. Wie Ihnen das gelang, erkl&auml;rt Matthias Corbach im Interview.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zitty.de\/magazin\/37206\/\">Zitty<\/a><\/li>\n<li><strong>Abwrackpr&auml;mie: Der Topf ist Ende M&auml;rz leer<\/strong><br>\nDer durch die Abwrackpr&auml;mie ausgel&ouml;ste Autoboom sprengt alle Erwartungen. &ldquo;Wir k&ouml;nnen rund 420.000 mit einer Umweltpr&auml;mie hinterlegte Kaufvertr&auml;ge vorlegen&rdquo;, erkl&auml;rte Robert Rademacher, der Pr&auml;sident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeug-Gewerbe (ZDK), im Vorfeld der Internationalen Handwerksmesse in M&uuml;nchen. Angesichts dieser Zahlen wird der F&ouml;rdertopf weit vor dem gesetzten Termin Ende 2009 leer sein. Die Autoh&auml;ndler sch&auml;tzen, dass es bereits Ende M&auml;rz so weit ist. Sie fordern wie auch Autohersteller und ADAC, die Deckelung der Pr&auml;mie auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro aufzuheben und die Subventionen bis Ende des Jahres zu zahlen. Der Bund lehnt das bislang kategorisch ab und will maximal 600.000 Autok&auml;ufe f&ouml;rdern. Nun ist klar, dass gut zwei Drittel des Volumens faktisch ausgesch&ouml;pft sind. Damit droht ein fr&uuml;hes Ende des Pr&auml;mienbooms, der besonders den Herstellern und Autoh&auml;ndlern der gefragten Kleinwagen derzeit eine Sonderkonjunktur beschert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1687751&amp;em_loc=3554&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/spezial_finanzkrise\/nachrichten\/&amp;em_ivw=fr_kreditkrise\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Aldi, Lidl und Co. &ndash; Warum Lebensmittel so billig sind<\/strong><br>\nDie Discounter unterbieten sich: Noch nie waren Lebensmittel so billig. Plusminus verfolgt die Kette bis zu den Erzeugern zur&uuml;ck: Heringsfischer auf R&uuml;gen, Winzer in Italien und Milchbauern im Bergischen Land produzieren f&uuml;r ein paar Cent und die Discounter dr&uuml;cken die Preise. In der Lebensmittelbranche z&auml;hlt vor allem eines: Masse.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,kgus6ex203e7dy4c~cm.asp\">ARD PlusMinus (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/daserste\/servlet\/content\/1789836?pageId=487872&amp;moduleId=432744&amp;categoryId=&amp;goto=1&amp;show=\">ARD PlusMinus (Video)<\/a><\/li>\n<li><strong>Finanz-T&Uuml;V gebraucht: Wie Riester-Berater reihenweise durchfallen<\/strong><br>\nAusgerechnet bei der staatlich gef&ouml;rderten Altersvorsorge ist die Beratung der Kunden katastrophal. Kaum ein Berater weist auf die Kosten hin. Die Folge: Eine Million frustrierter Riester-Sparer haben vorzeitig ihren Vertrag gek&uuml;ndigt und &auml;rgern sich jetzt &uuml;ber ein dickes Minus.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,fnt2vt1pccrslcto~cm.asp\">ARD Plusminus (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/daserste\/servlet\/content\/1789908?pageId=487872&amp;moduleId=432744&amp;catego\">ARD Plusminus (Video)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Insgesamt ein guter und kritischer Bericht. Abz&uuml;ge gibt es f&uuml;r Finanztest-Tenhagen und seine Jetzt-erst-recht-Kommentare. Der gr&ouml;&szlig;te Fehler ist nicht, einen Riester-Vertrag zu k&uuml;ndigen; der gr&ouml;&szlig;te Fehler ist, einen Riester-Vertrag &uuml;berhaupt abzuschlie&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ruland wird neuer Vorsitzender des Sozialbeirats<\/strong><br>\nDer langj&auml;hrige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Verbandes Deutscher Rentenversicherungstr&auml;ger folgt dem Darmst&auml;dter Wissenschaftler Bert R&uuml;rup.<br>\nRuland ist ein entschiedener Verfechter der umlagefinanzierten Rentenversicherung. Deshalb tat er sich zun&auml;chst auch schwer damit, dass im Jahr 2000 mit Bert R&uuml;rup ein Wissenschaftler Sozialbeirats-Vorsitzender wurde, der die von Walter Riester (SPD) propagierte Neuausrichtung der Alterssicherung (Absenkung des gesetzlichen Rentenniveaus und Ersatz durch betriebliche und private Altersvorsorge) ausdr&uuml;cklich unterst&uuml;tzte. Umso mehr d&uuml;rfte den Staatsrechtler, der noch k&uuml;rzlich im Bundestags-Sozialausschuss als Sachverst&auml;ndiger zur Rentenangleichung in West- und Ostdeutschland angeh&ouml;rt wurde, jetzt freuen, dass das Umlageverfahren in der Rentenversicherung seit Beginn der weltweiten Finanzkrise in der &Ouml;ffentlichkeit wieder an Ansehen gewonnen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Ruland-wird-neuer-Vorsitzender-des-Sozialbeirats.html?nwsl=y\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em>Siehe dazu ferner:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Finanzkrise: Private Altersvorsorge am Ende?<\/strong><br>\n12.03.2009, 21:45 &ndash; 22:15 Uhr im Ersten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/#top\">Monitor\/ARD<\/a><\/li>\n<li><strong>Kampf um die W&uuml;rde trotz Hartz IV: Hunger versus Leben<\/strong><br>\nKerstin Koepke und Michael Lange sind chronisch krank, chronisch arbeitslos und chronisch unterfinanziert. Ihren Mehrbedarf an Medikamenten bestreiten sie von Hartz-IV. Dabei m&uuml;ssen sie sich zwischen Essen und Pillen entscheiden.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/-02d92b6059\/?type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Eine lesenswerte und ergreifende Darstellung, welche drastischen Auswirkungen die Agendapolitik auf das Leben von immer mehr Menschen hat. Zugleich wird auch f&uuml;r die ver&ouml;ffentlichte Meinung immer offensichtlicher, dass es sich dabei um reine Willk&uuml;r handelt. Denn sp&auml;testens seit die Regierung von heute auf morgen Milliarden f&uuml;r Zockerbanken bereitstellte, ist auch eine Schein-Legitimation dieses Unrechts mit angeblichen Sparzw&auml;ngen nicht mehr m&ouml;glich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Vorsicht, Zeitbetr&uuml;ger!<\/strong><br>\nDeutsche Unternehmen eignen sich allj&auml;hrlich unbezahlte Mehrarbeit in Milliardenh&ouml;he an. Umfassende Gegenstrategien sind nicht in Sicht. Einer Publikation des DIW zufolge hat sich die Ausweitung unbezahlter Mehrarbeit seit der Umsetzung der Hartz-Reformen unter der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung signifikant beschleunigt.<br>\nEin besonders interessantes, weil weit verbreitetes und offenbar planm&auml;&szlig;ig organisiertes Vorgehen bei derart widerrechtlicher Aneignung geleisteter Arbeit wurde im Sommer 2008 bekannt: Das massenhafte Unterlaufen des gesetzlichen Mindestlohnes f&uuml;r Bauarbeiter in der Bundeshauptstadt Berlin. Hier wurden in gro&szlig;em Ma&szlig;stab Arbeitszeiten durch die Unternehmer falsch abgerechnet, um den f&uuml;r allgemeinverbindlich erkl&auml;rten Tarifvertrag zu umgehen. Das Prinzip ist denkbar einfach: Ein Besch&auml;ftigter arbeitet tats&auml;chlich um die 40 Stunden in der Woche, ist aber offiziell teilzeitbesch&auml;ftigt und bekommt nur 30 Stunden bezahlt &ndash; die allerdings korrekt entsprechend dem g&uuml;ltigen Mindestlohn. Derzeit sind das in Berlin, das zum Tarifgebiet West geh&ouml;rt, 12,50 Euro f&uuml;r Facharbeiter und 10,40 Euro f&uuml;r Bauhelfer. Ein Arbeiter, der sich &ndash; unter dem Druck drohender Erwerbslosigkeit &ndash; auf derartige Deals einl&auml;sst, wird auf diese Weise schnell um 500 Euro im Monat geprellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/24259\">linksnet <\/a><\/li>\n<li><strong>Wie Opel von General Motors leergesaugt wird<\/strong><br>\nDer Konzern-Tausendf&uuml;&szlig;ler aus Detroit hat nur noch ein einziges gesundes Bein &ndash; und das ist Opel. Trotzdem steht der deutsche Autobauer mit dem R&uuml;cken zur Wand. Exklusiv f&uuml;r WELT ONLINE erkl&auml;rt ein anonymer Insider, wie der US-Konzern seine Tochter systematisch aussaugt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/motor\/article3357373\/Wie-Opel-von-General-Motors-leergesaugt-wird.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Der dreiste Postbank-Raub<\/strong><br>\nDie Manager der Postbank kassieren trotz Rekordverlust fast zw&ouml;lf Millionen Euro Bonus &mdash; und verstecken diese &ldquo;Bleibepr&auml;mie&rdquo; im Gesch&auml;ftsbericht. Gute Nerven haben sie, das muss man ihnen lassen &mdash; den zehn Vorstandsmitgliedern der Deutschen Postbank. Noch Mitte Februar lie&szlig;en sich Postbank-Chef Wolfgang Klein und seine Kollegen f&uuml;r ihre Bescheidenheit feiern. Daf&uuml;r, dass sie wegen der Finanzkrise auf einen Bonus f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr 2008 verzichteten. Und sich stattdessen mit ihren Grundgeh&auml;ltern begn&uuml;gten &mdash; selbst Gro&szlig;banker Klein strich somit angeblich nur 875 000 Euro ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/doenchkolumne\/boni-der-dreiste-postbank-raub_aid_378996.html\">Focus-online <\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Verj&auml;hrt&rdquo;<\/strong><br>\nDer Betreiber von T-Blog.de hat aus Anlass der Finanzkrise beim Deutschen Bundestag eine Online-Petition eingereicht, die den Eintritt der Verj&auml;hrung f&uuml;r einschl&auml;gige Straftaten verhindern soll (darunter Verm&ouml;genstraftaten, wenn der Gesamtschaden aller Opfer mindestens 50.000 Euro betr&auml;gt). Auszug aus der Begr&uuml;ndung: &bdquo;Die Finanzkrise, soweit in Deutschland hausgemacht, hat Milliardenwerte durch pflichtwidrige Spekulationsgesch&auml;fte von Vorst&auml;nden und Verletzung von Garantenpflichten der Aufseher vernichtet. Prof. Dr. iur. Dr. h.c. mult. Marcus Lutter hat begr&uuml;ndet, dass dies den Tatbestand der Untreue in ungeheuerlichem Ausma&szlig;e erf&uuml;llt. In Anbetracht der Verflechtung von Teilen der Politik und Finanzindustrie und der f&uuml;r die Staatsanwaltschaften ungewohnten Materie ist zu bef&uuml;rchten, dass die Strafverfolgung nicht rechtzeitig durchgef&uuml;hrt wird und Verj&auml;hrung eintritt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-blog.de\/41902\/verjahrt\">Blog von Dr. Martin Weigele<\/a><\/li>\n<li><strong>Stern: CDU in der Krise &ndash; Wenn Merkel die Worte fehlen<\/strong><br>\nSie redet viel. Und sagt doch wenig. In der gr&ouml;&szlig;ten Krise ihrer Amtszeit weht Angela Merkel von allen Seiten der Wind ins Gesicht. Und pl&ouml;tzlich wird deutlich, was sie bislang vers&auml;umt hat: Die Antwort auf die Frage, warum sie eigentlich Kanzlerin ist. Es fehlt an Visionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:CDU-Krise-Wenn-Merkel-Worte\/657454.html\">STERN<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> 2006 dachte der <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Sieger-Verlierer-2006-Union-Union\/579378.html\">STERN &uuml;ber Merkel<\/a> noch ganz anders: &bdquo;Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gilt unbestritten als die politische Gewinnerin 2006. Im ersten Jahr ihrer Kanzlerschaft meisterte sie trotz ihres schwachen Ergebnisses bei der Bundestagswahl 2005 jede politische Krise und steuerte nahezu unbeirrt den Kurs der gro&szlig;en Koalition &ndash; auch wenn ihr die eigenen Unions-Ministerpr&auml;sidenten das Regieren nicht immer leicht machten.&ldquo;<br>\nDabei wussten kritische Beobachter damals l&auml;ngst, wes Geistes Kind Merkel ist (bzw. nicht ist), siehe z.B. diese Beitr&auml;ge in den NachDenkSeiten:<br>\n<a href=\"?p=745\">&bdquo;Hinweis: Der &bdquo;Stern&ldquo; springt Angela Merkel bei&ldquo;<\/a><br>\n<a href=\"?p=847\">&bdquo;Anmerkungen zu Angela Merkel bei Sabine Christiansen, und zu Miegels Auftritten&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>USA: Financial Fraud Is Focus of Attack by Prosecutors <\/strong><br>\nSpurred by rising public anger, federal and state investigators are preparing for a surge of prosecutions of financial fraud.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2009\/03\/12\/business\/12crime.html?hp=&amp;pagewanted=print\">The New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Roger Strassburg:<\/strong> W&auml;hrend es in Deutschland partout vermieden wird, wegen Betrug gegen Banker zu ermitteln, laufen bei uns in den USA schon die Prozesse (an dieser Stelle sei es mir doch erlaubt, ein bisschen dar&uuml;ber zu l&auml;stern, wie in Deutschland &ndash; im Gegensatz zu uns Gesetzlosen &ndash; die ach so strenge Regulierung gegen solche Betr&uuml;gereien durchgreift). Leider ist es auch bei uns so, dass man zwar gute Chancen hat, die unteren Angestellten zur Strecke zu bringen, aber diejenigen in der oberen Hierarchie schwer zu belangen sind. Es wird aber wenigstens versucht. Wann ist es in Deutschland so weit? Nie &ndash; das wissen wir schon.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Servus-Strategie f&uuml;r Afghanistan<\/strong><br>\nDer Westen gibt zu, dass er in Afghanistan ohne Hilfe der Taliban nicht weiterkommt. Damit wird das Publikum zu Hause auf den R&uuml;ckzug aus dem r&uuml;ckst&auml;ndigen Land vorbereitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Kommentar-Servus-Strategie-f%FCr-Afghanistan\/485867.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Und wieder ein Hinweis auf die unterst&uuml;tzenswerten Demonstrationen am 28. M&auml;rz <\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.28maerz.de\/startseite\/\">B&uuml;ndnis 28maerz.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Zum Amoklauf an der Schule in Winnenden schrieb uns NDS-Leser A.R.:<\/strong><br>\n<blockquote><p>Wenn ich mir die ersten Reaktionen auf den Amoklauf in den Medien betrachte, so ist mein Fazit niederschmetternd.<br>\nEs wird von schnellerem Eingriffen der Polizei, neuen Waffengesetzen, Schizophrenie, Gewaltcomputerspielen, Drogen, mehr Schulpsychologen, Pr&auml;vention usw. gesprochen.<br>\nNiemand spricht die allgemeine Abstumpfung der Gesellschaft, den stetig wachsenden Druck auf die Jugendlichen, das fehlende Verst&auml;ndnis f&uuml;r Mittelm&auml;&szlig;igkeit, Mobbing durch Mitsch&uuml;ler, die fehlende Zuneigung bei Versagen, die Angst der Jugend vor der Zukunft, mangelndes Verst&auml;ndnis von Lehrern f&uuml;r ihre Sch&uuml;ler usw. an.<br>\nBei mir macht sich eine gewisse Hoffnungslosigkeit breit. Die L&ouml;sung w&auml;re doch einfach. Man gibt auch den vermeintlichen jugendlichen Versagern Menschlichkeit, W&auml;rme, Geborgenheit, Verst&auml;ndnis und eine berufliche Zukunft.<br>\nIch erwische mich selbst oft genug dabei, &uuml;ber meine jugendlichen Kinder zu denken, sie haben nur eine Chance in der Gesellschaft zu bestehen, wenn sie zu den Besseren oder den Besten geh&ouml;ren.<br>\nStattdessen diskutiert man 10 Stunden nach der Tat einen Fragebogen, um die &ldquo;Risikotr&auml;ger&rdquo; leichter zu identifizieren.<br>\nIn welcher Gesellschaft leben wir eigentlich, wenn die Medien 10 Stunden nach der Tat mit solchen perfiden Weisheiten auftreten?<br>\nWo bleibt die wirkliche Auseinandersetzung mit der Thematik?<br>\nWie bei allen ungel&ouml;sten Problemen (siehe Berichterstattung Finanzkrise) werden hier emotionslose Patentl&ouml;sungen eingefordert, die mit den urs&auml;chlichen Problemen solcher &ldquo;vermeintlichen Killer&rdquo; nicht das geringste zu tun haben.<br>\n&ldquo;Der Junge kommt aus einem guten Elternhaus&rdquo; &ndash; ja und was hat das mit den wirklichen Problemen der betroffenen Jugendlichen zu tun?<br>\nJetzt hat man Angst vor den Nachahmern, aber auch die Nachahmer haben tiefe menschliche Zerw&uuml;rfnisse in sich, oder will man mir weismachen, das man auf Grund einer Inspiration zum Killer wird. Nein, die menschlichen jugendlichen Zeitbomben, die auf Grund so einer Tat zum Nachahmen angeregt werden, haben auch aus Ihrer Sicht Unmenschliches erlebt.<br>\nMir kann niemand erz&auml;hlen, dass ein 17 j&auml;hriger Junge ohne jahrelange Fremdeinwirkung zum Killer wird.<br>\nWeder der Schulpsychologe, Risikofragebogen oder Wachdienst vor der Schule werden dieses Problem l&ouml;sen, sondern nur Menschen, die den Jugendlichen mit Liebe, Menschlichkeit vielleicht auch ein wenig mehr Disziplin, Verst&auml;ndnis und Respekt&nbsp;gegen&uuml;bertreten.<br>\nWir, die Lehrer und Eltern m&uuml;ssen zu den Kindern und Jugendlichen ein Bund des Vertrauens aufbauen, bei dem auch das Versagen als menschliche Normalit&auml;t verstanden wird.<br>\nDazu geh&ouml;rt auch, dass Lehrer und Eltern den Kindern und Jugendlichen beibringen, das anders Denkende, anders F&uuml;hlende und anders Aussehende Jugendliche nicht zu Mobbingopfern degradiert werden.<br>\nWenn wir diesen Weg nicht beschreiten, wird sich die Situation weiter versch&auml;rfen und alle Jugendlichen werden Opfer eines Fragebogens der Schulpsychologen&hellip;..Und das sinnlose Morden geht weiter&hellip;.<\/p><\/blockquote>\n<p><em><strong>Anmerkung AM\/KR:<\/strong> Dem stimmen wir im wesentlichen zu. Eine bessere Betreuung und Hilfen durch Schulpsychologen und Lehrer halten wir gleichwohl f&uuml;r wichtig. Ebenso wie mehr gesellschaftliche Anerkennung f&uuml;r den Lehrerberuf, auch um ihn f&uuml;r gute Kr&auml;fte attraktiver zu machen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Heiner Flassbeck: &bdquo;Deutschland spaltet die W&auml;hrungsunion&ldquo;<\/li>\n<li>Reichlich Parteispenden aus der Finanzbranche<\/li>\n<li>Lobbyismus beim Emissionshandel: Wie aus Klimaschutz eine Gelddruckmaschine f&uuml;r Luftverschmutzer wurde<\/li>\n<li>Abwrackpr&auml;mie: Der Topf ist Ende M&auml;rz leer<\/li>\n<li>Aldi, Lidl und Co. &ndash; Warum Lebensmittel so billig sind<\/li>\n<li>Finanz-T&Uuml;V gebraucht: Wie Riester-Berater reihenweise durchfallen<\/li>\n<li>Ruland wird neuer<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3819\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3819","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3819","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3819"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3819\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3819"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3819"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3819"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}