{"id":3821,"date":"2009-03-13T09:25:56","date_gmt":"2009-03-13T08:25:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3821"},"modified":"2009-03-15T12:13:45","modified_gmt":"2009-03-15T11:13:45","slug":"hinweise-des-tages-850","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3821","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p><p>Heute zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Horror-Jahresbeginn f&uuml;r deutsche Wirtschaft<\/li>\n<li>MEMORANDUM-Kurzfassung: &ldquo;Von der Krise in den Absturz?&rdquo;<\/li>\n<li>&bdquo;klartext&ldquo;: &bdquo;Heuschrecke saugt M&auml;rklin aus&ldquo;<\/li>\n<li>&Ouml;konom Sinn erwartet Tiefpunkt der Krise erst 2010<\/li>\n<li>BHF verklagt Hypo Real Estate auf Schadensersatz<\/li>\n<li>Europas Steueroasen trocknen aus<\/li>\n<li>Senators Ask Who Got Money From A.I.G.<\/li>\n<li>J&auml;hrlich gehen 44.000 junge M&auml;nner auf dem Bildungsweg verloren<\/li>\n<li>&bdquo;Die Zugangsregeln sind ineffizient und ungerecht&ldquo;<\/li>\n<li>&Auml;rztin Monika Hauser: &ldquo;Ich akzeptiere nicht&rdquo;<\/li>\n<li>&ldquo;M&auml;nner haben Angst vor Frauen&rdquo;<\/li>\n<li>Nachtrag zum gestrigen Hinweis Nr. 9 (&bdquo;Kampf um die W&uuml;rde trotz Hartz IV: Hunger versus Leben&ldquo;):<\/li>\n<li>Weitere Kommentare von NachDenkSeiten-Lesern zu dem Amoklauf in Winnenden<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3821&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Horror-Jahresbeginn f&uuml;r deutsche Wirtschaft<\/strong><br>\nDie seit Monaten anhaltende Auftragsflaute hat im Januar zum st&auml;rksten Produktionseinbruch seit der Wiedervereinigung gef&uuml;hrt. Industrie-, Bau- und Energieunternehmen stellten zusammen 7,5 Prozent weniger her als im Dezember, wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte. Das ist der st&auml;rkste R&uuml;ckgang seit Einf&uuml;hrung der Statistik 1991.<br>\nVon Reuters befragte Analysten hatten nur ein preis- und saisonbereinigtes Minus von drei Prozent erwartet. Das Ministerium bef&uuml;rchtet wegen der schlechten Auftragslage auch in den kommenden Monaten eine &bdquo;stark ged&auml;mpfte&ldquo; Produktion.\n<p>Besonders stark trat die exportorientierte Industrie auf die Bremse. Sie fuhr ihre Leistung um 8,4 Prozent zur&uuml;ck, nachdem die Neuauftr&auml;ge in 13 der vergangenen 14 Monate gesunken waren. Viele Unternehmen hatten deshalb verl&auml;ngerte Werksferien und Kurzarbeit angeordnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur-nachrichten\/horror-jahresbeginn-fuer-deutsche-wirtschaft;2199899\">Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>MEMORANDUM-Kurzfassung: &ldquo;Von der Krise in den Absturz?&rdquo;<\/strong><br>\nDie Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik hat in der vergangenen Woche die Kurzfassung des MEMORANDUM 2009 an Unterst&uuml;tzerinnen und Unterst&uuml;tzer versandt. Wer sich f&uuml;r die MEMORANDUM-Kurzfassung interessiert, kann sie &ndash; unter Angabe der Briefanschrift &ndash; &uuml;ber <a href=\"mailto:memorandum@t-online.de\">memorandum@t-online.de<\/a> anfordern. Kostenlos.<\/li>\n<li><strong>Heuschrecke saugt M&auml;rklin aus<\/strong><br>\nDer Traum einer langfristigen Sanierung von Unternehmen durch Private-Equity-Firmen entpuppt sich als Albtraum. Der Fall M&auml;rklin zeigt den Raubzug einer Heuschrecke.<br>\nDie Beteiligungsgesellschaft Kingsbridge stieg im Jahr 2006 beim Modellbahnbauer M&auml;rklin ein. Statt des Wiederverkaufs musste die G&ouml;ppinger Traditionsfirma Anfang Februar 2008 aber Insolvenz anmelden. Soweit h&auml;tte es gar nicht erst kommen d&uuml;rfen. Die Heuschrecke Kingsbridge bereicherte sich schamlos an M&auml;rklin und sog systematisch Kapital aus dem Unternehmen heraus. Es wurden &uuml;berh&ouml;hte Managementgeb&uuml;hren auch f&uuml;r Aufsichtsr&auml;te abgerechnet und hohe Zinszahlungen eingefordert, obwohl M&auml;rklin Verluste machte. Damit wurde das Eigenkapital des Unternehmens nahezu aufgezehrt. Allein im Jahr 2008 erhielten drei Beiratsmitglieder Honorare &uuml;ber 400.000 Euro.<br>\nDas ist die Kragenweite von DAX-Aufsichtsr&auml;ten.\n<p>Doch damit nicht genug: Seit dem Jahr 2006 landeten fast 30 Mio. Euro in den Taschen sogenannter Unternehmensberater. Diesen &bdquo;Beratern&ldquo; gelang es aber nicht einmal, eine funktionierende Kostenrechnung zu erstellen. Laut Insolvenzverwalter w&auml;re M&auml;rklin ohne die horrenden Beratungskosten nicht pleite. Skandal&ouml;s hierbei ist insbesondere, dass viele Honorare an Berater gezahlt wurden, die im Aufsichtsrat des Unternehmens oder bei Kingsbridge besch&auml;ftigt waren. Sie sahen in M&auml;rklin offenbar einen Selbstbedienungsladen.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090313_klartext_10_2009_maerklin.pdf\">DGB-&bdquo;klartext&ldquo; Nr. 10\/2009 vom 12. M&auml;rz 2009 [PDF &ndash; 44 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Wir erinnern in diesem Zusammenhang an einen Beitrag in den NachDenkSeiten vom 2. Mai 2005:<a href=\"?p=545\"> &bdquo;Regierung Schr&ouml;der hat die &ldquo;Heuschrecken&rdquo; eingeladen und steuerfrei gestellt&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&Ouml;konom Sinn erwartet Tiefpunkt der Krise erst 2010<\/strong><br>\nKein Ende des Abschwungs in Sicht: Ifo-Pr&auml;sident Sinn sieht den Tiefpunkt der deutschen Wirtschaftskrise noch kommen. &ldquo;Wir werden fr&uuml;hestens im Winter 2010 da sein, wo die USA im letzten Herbst waren&rdquo;, sagt er &ndash; und verlangt ein drittes Konjunkturpaket im Herbst.\n<p>M&uuml;nchen\/Hamburg &ndash; Der Tiefpunkt ist noch lange nicht erreicht: Der deutschen Wirtschaft steht nach Einsch&auml;tzung von ifo-Pr&auml;sident Hans-Werner Sinn erst im kommenden Jahr das Schlimmste bevor. Deutschland folge der US-Konjunktur mit einer Verz&ouml;gerung von etwa eineinhalb Jahren, sagte Sinn der &ldquo;Financial Times Deutschland&rdquo;. &ldquo;Wir werden fr&uuml;hestens im Winter 2010 da sein, wo die USA im letzten Herbst waren &ndash; die Arbeitslosigkeit wird dramatisch steigen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,613008,00.html\">SPIEGEL-online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Darauf weisen wir nur hin, um Ihnen einen weiteren Beweis daf&uuml;r zu liefern, wie nun nach und nach die Wendeh&auml;lse auf Deck erscheinen. Das sind jene Leute, die von Konjunkturprogrammen nichts wissen wollten, die wie im Falle des Prof. Sinn ma&szlig;geblichen Anteil am Lohndumping haben. Die gro&szlig;e Mehrheit der deutschen Professoren der &Ouml;konomie sah das Hauptproblem in der angeblichen Notwendigkeit von Strukturreformen. Konjunkturpolitik gab es f&uuml;r sie fast schon nicht mehr.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>BHF verklagt Hypo Real Estate auf Schadensersatz<\/strong><br>\nDie Gesch&auml;ftspolitik der Hypo Real Estate versetzt nicht nur Privatanleger in Rage. Auch Banken f&uuml;hlen sich von dem angeschlagenen Hypothekenfinanzierer hinters Licht gef&uuml;hrt. Jetzt ziehen zwei Kreditinstitute vor Gericht &ndash; ein Novum in der j&uuml;ngsten Geschichte.\n<p>Sie f&uuml;hlen sich bewusst falsch informiert: Die Tochtergesellschaft FSK der BHF-Bank sowie die &ouml;sterreichische Fondsgesellschaft 3Banken Generali Investment wollen den M&uuml;nchner Hypothekenfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) verklagen. Die Finanzinstitute begr&uuml;nden ihren Schadensersatzanspruch damit, dass die ehemalige HRE-F&uuml;hrung im vergangenen Jahr die schlechte Gesch&auml;ftslage wiederholt verschleiert habe. Das berichtet die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,612901,00.html\">SPIEGEL-online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Wenn schon die Mehrheit der Parlamentarier ihre Aufkl&auml;rungspflicht vernachl&auml;ssigt, so kommt vielleicht doch noch auf diese Weise Licht ins Dunkel.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> Es kann aber auch noch viel Schlimmes auf uns zukommen, wenn es beim Rettungsschirm in seiner bisherigen Form bleibt: Dann d&uuml;rfen wir als Steuerzahler auch noch die Schadensersatzanspr&uuml;che einschlie&szlig;lich Klagekosten bezahlen, die Sal. Oppenheim &uuml;ber die Tochter BHF und die Enkelin FSK bei der HRE herausholt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europas Steueroasen trocknen aus<\/strong><br>\nJetzt geht es pl&ouml;tzlich sehr schnell: Am selben Tag haben sowohl Liechtenstein als auch Andorra eine Lockerung ihrer Bankgeheimnisse angek&uuml;ndigt. Als letzter Ausweg bleibt Anlegern fast nur noch Fernost &ndash; vorerst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:Einlenken-bei-Kleinstaaten-Europas-Steueroasen-trocknen-aus\/486229.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es geht doch. Man sollte aber betonen, dass dieser Schwenk nicht freiwillig kommt. Nicolas Sarkozy &ndash; er ist zusammen mit dem Bischof von Urgell in Spanien Staatschef von Andorra &ndash; hatte angedroht, er wolle die Beziehungen seines Landes zu Andorra und zum F&uuml;rstentum Monaco &ldquo;&uuml;berdenken&rdquo;. Vor allem Deutschland und Frankreich wollen beim Gipfel der f&uuml;hrenden Industrie- und Schwellenl&auml;nder (G-20) Anfang April in London &uuml;ber eine erweiterte schwarze Liste von Steuerparadiesen beraten. Es bleibt abzuwarten, ob die USA und Gro&szlig;britannien mitmachen. Von Gordon Brown ist hinsichtlich britischer Steuerschlupfl&ouml;cher bzw. Kronkolonien, wie den Cayman Islands, nichts zu h&ouml;ren. Die USA werden auf dem Gipfel vor allem &uuml;ber einen &ldquo;globalen Stimulus&rdquo; (Larry Summers) reden wollen, f&uuml;r sie ist Verhinderung einer weiteren Krise durch st&auml;rkere Regulierung nachrangig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Senators Ask Who Got Money From A.I.G.<\/strong><br>\nTrying to draw a line in the sand, a Senate panel told the vice chairman of the Federal Reserve to identify all the parties made whole by the bailout of the American International Group or forget about coming back to ask Congress for more rescue money. \n<p>&ldquo;You will get the biggest no you ever got,&rdquo; Senator Jim Bunning, Republican of Kentucky, warned Donald L. Kohn, vice chairman of the Fed board of governors, in a hearing on Thursday. <\/p>\n<p>&ldquo;I will hold up the bill.&rdquo;&hellip;<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2009\/03\/06\/business\/economy\/06insure.html?_r=1\">New York Times<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Die Senatoren stellen die richtigen Fragen. &bdquo;Wir m&uuml;ssen wissen, wer profitierte, und wir werden das herausfinden&ldquo;, sagte Senator Shelby.  Wo bleiben unsere Abgeordneten, die fragen, an wen die 112 Milliarden f&uuml;r die HRE, die 18,2 Milliarden f&uuml;r die Commerzbank, die fast 10 Milliarden f&uuml;r die Industriekreditbank und vermutlich eine F&uuml;lle anderer Milliarden an andere Institute gegangen sind? Wer sind die Gl&auml;ubiger der quasi bankrotten Institute? Wer wird hier mit Steuergeld abgesichert? Wer hat profitiert? Die deutschen Abgeordneten m&uuml;ssten sich nur die Protokolle des amerikanischen Senats anschauen, wenn ihnen selbst die n&ouml;tigen Fragen nicht einfallen. Man muss aber leider davon ausgehen, dass viele Mitglieder des Finanzausschusses sehr eng mit der Finanzwirtschaft verbunden sind, so wie das &uuml;brigens auch f&uuml;r den Verteidigungsausschuss zutrifft; dort sitzt die Lobby beziehungsweise die kommende Lobby der R&uuml;stungswirtschaft. Das funktioniert nach dem ber&uuml;hmten Dreht&uuml;reffekt: Sp&auml;testens nach dem Ausscheiden wird man Berater der R&uuml;stungswirtschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>J&auml;hrlich gehen 44.000 junge M&auml;nner auf dem Bildungsweg verloren<\/strong><br>\nDer Aktionsrat Bildung hat heute sein drittes Jahresgutachten vorgestellt. Demnach verschlechtert das deutsche Bildungssystem Geschlechterdifferenzen zu Lasten der Jungen. Prof. Dr. Dieter Lenzen, Vorsitzender des Aktionsrats Bildung: &ldquo;Die Bildungsbenachteiligung des &lsquo;katholischen Arbeiterm&auml;dchens vom Lande&rsquo; wurde durch neue Bildungsverlierer abgel&ouml;st: die Jungen. Die teilweise eklatanten Unterschiede zwischen M&auml;dchen und Jungen in der Bildungsbeteiligung und in den Leistungen sind keineswegs angeboren. Vielmehr entwickeln sie sich im Laufe der Kindheit durch soziale Pr&auml;gungen und werden vom Bildungssystem zu Lasten der Jungen verst&auml;rkt.&rdquo;\n<p>Der Aktionsrat Bildung fordert daher, dass das p&auml;dagogische Personal in seiner Gender-Kompetenz obligatorisch geschult wird. Insbesondere das fr&uuml;hp&auml;dagogische Personal m&uuml;sse besser entlohnt werden. Der Unterricht solle geschlechtsspezifische Interessen ber&uuml;cksichtigen und Stereotypenbildung entgegenwirken. Bei der Berufswahl sollten Eltern ihre Kinder entsprechend begleiten.<\/p>\n<p>Randolf Rodenstock, Pr&auml;sident der vbw &ndash; Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und Initiator des Aktionsrats Bildung, betont: &ldquo;Wir m&uuml;ssen die unausgewogene Bildungsbeteiligung zwischen Jungen und M&auml;dchen auffangen. Es darf keine Bildungsverlierer geben. Denn uns l&auml;uft die Zeit davon. Langfristig steuern wir auf einen Arbeitskr&auml;ftemangel zu, der durch die aktuelle wirtschaftliche Lage nur verz&ouml;gert wird.&rdquo; <\/p>\n<p>Nur knapp 25 Prozent erlangten die Hochschulreife, davon 43 Prozent Jungen. Ein knappes Viertel der Jugendlichen und davon 62 Prozent Jungen k&ouml;nne aufgrund mangelnder Abschl&uuml;sse keine Ausbildung beginnen. &ldquo;Wir k&ouml;nnen es uns nicht leisten, j&auml;hrlich rund 44.000 junge M&auml;nner auf dem Bildungsweg zu verlieren&rdquo;, so Rodenstock.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/170832\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Interessante Daten; Rodenstock und Lenzen traue ich allerdings nicht. Au&szlig;erdem st&ouml;rt die instrumentelle Sicht von Kindern und Jugendlichen. Es ist wie bei den Renten: Kinder werden vor allem als potentielle Beitragszahler gesehen. Deshalb sollen mehr Kinder her.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Die Zugangsregeln sind ineffizient und ungerecht&ldquo;<\/strong><br>\nNicht jeder hat in Potsdam das Zeug zum Master. Die Studenten der F&auml;cher Biochemie oder BWL m&uuml;ssen mindestens die Note 2,5 erreichen, wenn sie nach dem Bachelor-Abschluss weiter studieren und einen Master-Titel erwerben wollen. Noch enger ist das Nadel&ouml;hr f&uuml;r die Kommilitonen aus F&auml;chern wie Informatik und Geoinformatik. Hier schreiben die Zulassungsordnungen der Universit&auml;t Potsdam vor, dass nur die besten zwei Drittel eines Jahrgangs Zugang zum Master-Abschluss haben.\n<p>Diese H&uuml;rden h&auml;lt die Potsdamer Studierendenschaft f&uuml;r verfassungswidrig, und der Asta hat beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg einen Normenkontrollantrag eingereicht. Das Gericht wird pr&uuml;fen, ob die Zulassungsordnungen der Universit&auml;t mit Artikel 12 des Grundgesetzes vereinbar sind, der den Studenten die freie Wahl von Ausbildung und Beruf garantiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A\/Doc%7EE8F10A38782774EA89C4B794E956C0001%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&Auml;rztin Monika Hauser: &ldquo;Ich akzeptiere nicht&rdquo;<\/strong><br>\nMonika Hauser, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin von medica mondiale, &uuml;ber Gerechtigkeit f&uuml;r Frauen und M&ouml;glichkeiten, die Verh&auml;ltnisse zu &auml;ndern: &bdquo;Wenn ich mitbekomme, dass das Thema in die Ferne abgeschoben wird, dann verneine ich und sage: Dass Vergewaltigungen in Kriegszeiten zunehmend m&ouml;glich sind, hat direkt damit zu tun, dass es auch in einer Friedensgesellschaft wie etwa Deutschland extrem viel Gewalt gegen Frauen gibt. Auf struktureller genauso wie auf unmittelbarer psychischer und k&ouml;rperlicher Ebene.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/koepfe\/artikel\/1\/ich-akzeptiere-nicht\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;M&auml;nner haben Angst vor Frauen&rdquo;<\/strong><br>\nWir erleben eine &ldquo;rhetorische Modernisierung&rdquo;, sagt der Sozialpsychologe Rolf Pohl. Frauen werden kaum noch offen diskriminiert. Doch M&auml;nner brauchen weiterhin das Gef&uuml;hl, die M&auml;chtigeren zu sein: &bdquo;Nach einer Umfrage haben 84 Prozent der deutschen M&auml;nner Angst vor Potenzversagen und 88 Prozent Angst vor Frauen. Und diese Angst wird h&auml;ufig durch eine Kontrollfantasie kaschiert: Ich kann immer, sie will immer. Je abh&auml;ngiger er sich f&uuml;hlt, desto eher neigt er zur Kontrolle bis hin zur Gewalt. Und da geht es nicht um Bagatellen, solange die UNO z&auml;hlt, dass weltweit jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von M&auml;nnern k&ouml;rperlich oder sexuell misshandelt wird.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/theorie\/artikel\/1\/maenner-haben-angst-vor-frauen\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Nachtrag zum gestrigen Hinweis Nr. 9 (&bdquo;Kampf um die W&uuml;rde trotz Hartz IV: Hunger versus Leben&ldquo;):<\/strong>\n<p>NDS-Leserin K.W. schrieb uns dazu:<\/p>\n<p>&bdquo;Bis Anfang dieses Jahres erhielten kranke Hartz-IV-Empf&auml;ngerInnen einen Mehraufwand f&uuml;r kostenaufw&auml;ndige Ern&auml;hrung in H&ouml;he von 25,56 &euro;\/ Monat. Es gab einen Katalog f&uuml;r ca. 16 Krankheiten, die nach &auml;rztlicher Bescheinigung anerkannt wurden. Dieser Katalog ist nunmehr auf 9 Krankheiten heruntergestuft worden.&nbsp;Alle gestrichenen&nbsp;Erkrankungen&nbsp;bed&uuml;rften &ndash; so die scheinbar wissenschaftliche Argumentation &ndash;&nbsp;nicht eines gr&ouml;&szlig;eren Ern&auml;hrungsaufwandes.&nbsp; <\/p>\n<p>Dies ist insofern nicht richtig, als solche Kranke h&auml;ufig K&auml;ufe f&uuml;r Erg&auml;nzungs- und Ersatzlebensmittel t&auml;tigen m&uuml;ssen, die&nbsp;meist teurer sind. JedeR Hausfrau\/ -mann, die z. B. ein allergisches oder hautkrankes&nbsp;Kind haben, wei&szlig; um diese meist nicht unerheblichen&nbsp;Zusatzkosten bei der Ern&auml;hrung, aber nicht nur dort:<\/p>\n<p>Warmwasserkosten wurden\/&nbsp;werden bis dato auch f&uuml;r diesen Personenkreis generell nicht &uuml;bernommen, obwohl z. B. bei manchen dieser Krankheiten zur Behandlung bzw. Linderung des Krankheitsbildes und zur Prophylaxe der Warmwasserverbrauch steigt&nbsp;(z. B. durch h&auml;ufiger notwendiges&nbsp;Baden). Hinzu kommt&nbsp;ggf. der immense Aufwand f&uuml;r wirksame und vertr&auml;gliche Pflegemittel, von der Krankenkasse nicht &uuml;bernommene Heilmittel, usw. (&hellip;)<\/p>\n<p>Die Erstellung einer solchen Liste 1997 und ihre jetzige Zusammenstreichung&nbsp;sind einem sog. Gutachten des Vereins f&uuml;r &ouml;ffentliche und private F&uuml;rsorge e.V.&nbsp;zu verdanken (dem u.a. die eine oder andere Hilfsorganisation angeh&ouml;rt). Ferner ist besagter Verein sogar&nbsp;Mitglied im Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverband. Ob es rechtlich zul&auml;ssig ist, dass ein Verein die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit bzw. die ARGEN handlungsanleitend ber&auml;t bzw. die Agentur selbst&auml;ndig entscheiden darf, welche Krankheitsbilder einen Mehrbedarf bewirken?!<br>\nMehr &uuml;ber diesen Verein z.B. <a href=\"http:\/\/www.deutscher-verein.de\/01-verein\/ueberuns\/mitglieder\">Mitglieder des Vereins<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.deutscher-verein.de\/04-gutachten%20\">Gutachten des deutschen Vereins f&uuml;r &ouml;ffentliche und private F&uuml;rsorge e.V. (Der Verfasser ist ein Jurist.)<\/a><\/p>\n<p>Manchmal fragt man sich, ob da organisations&uuml;bergreifend nicht Hand in Hand gearbeitet bzw. einander zugearbeitet wird &ndash; von Organisationen, denen man\/ frau das so gar nicht zugetraut h&auml;tte (nach dem Motto: Die Menschen noch &auml;rmer (und ggf. kr&auml;nker) machen, damit sie medienwirksam die Hilfe der einen oder anderen Hilfsorganisation noch mehr in Anspruch nehmen m&uuml;ssen (Stichwort: Tafeln! &ndash; oft in Tr&auml;gerschaft der einen oder anderen Hilfs- bzw. Wohlfahrtsorganisation).<\/p>\n<p>Zudem f&auml;llt in der &ouml;ffentlichen Berichterstattung auf, dass Gutachten im Kontext von ALG in der Regel von, mit Verlaub, eher m&auml;nnlichen Personen erstellt werden, die <\/p>\n<ul>\n<li>privat vermutlich selber gar nicht regelm&auml;&szlig;ig und h&auml;ufig einkaufen gehen bzw. das Wirtschaften an ihre Frauen delegieren,<\/li>\n<li>vermutlich stets mit Kreditkarte bezahlen,<\/li>\n<li>keine eigene Langzeiterprobung unter ausschlie&szlig;lichem ALG-II-Bezug und in H&ouml;he des Regelsatzes unternommen haben,<\/li>\n<li>nicht wissen, dass Menschen, die regelm&auml;&szlig;ig unter ihrem Mindestkalorienbedarf ihres Alters&nbsp;bleiben, an Gewicht zunehmen!, weil der &ldquo;eine Gefahr witternde&rdquo; und quasi auf &ldquo;Notstrom&rdquo; gehende K&ouml;rper jede&nbsp;einzelne ergatterte Kalorie doppelt&nbsp;und&nbsp;dreifach verwertet und als K&ouml;rperfett speichert und&nbsp;selbst bei regelm&auml;&szlig;iger sportlicher Bet&auml;tigung durch den hierdurch noch weiter erh&ouml;hten Kalorienbedarf die Gewichtszunahme gr&ouml;&szlig;er&nbsp;wird&nbsp;(&auml;rztlich best&auml;tigte Tatsache!) auch mit Folgen f&uuml;r die Kleiderkosten bei Vorstellungsgespr&auml;chen\n<\/li>\n<li>und\/oder bei ihren sog. wissenschaftlichen Vorgehensweisen die Pr&auml;missen ver&auml;ndern, z. B. wider aller Realit&auml;t die Anzahl der Tage eines jeden Monats auf 28 Tage festlegen und damit zu Ergebnissen und geistigen Erkenntnissen kommen, die&nbsp;der Realit&auml;t und Erfahrung eben nicht standhalten (siehe die Sendung Stern-TV, in der vor einigen Wochen ein von einem anderen Gutachten hergeleiteter Speiseplan f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;ngerInnen vorgestellt wurde, der jeder&nbsp;gesundheitsbewussten und wirtschaftlichen, also kostenbewussten, Langzeit-Erfahrung im Rahmen des Regelsatzes spottet).\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da bereits seit langem Gutachten aus der &ldquo;Schubladenperspektive&rdquo; (themenisolierte Auftragsgutachten) erstellt werden, ohne Wechselwirkungen und den Gesamtzusammenhang, also ohne &ldquo;Schrank und Wohnumgebung&rdquo; zu ber&uuml;cksichtigen, l&auml;sst sich ahnen, wie k&uuml;nftige Gutachten ausfallen werden, wenn erst einmal die verschulten AbsolventInnen von Master-Studieng&auml;ngen an der Reihe sind, Gutachten zu erstellen. Leider werden die meisten Medien, die ebenfalls h&auml;ufig Ursache mit Wirkung verwechseln, in ihrem Herdendenken weiterhin ihr &Uuml;briges dazutun.&ldquo;<\/p><\/li>\n<li><strong>Weitere Kommentare von NachDenkSeiten-Lesern zu dem Amoklauf in Winnenden bzw. unserem Hinweis von gestern:<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li>Ihr Kommentar, bzw. die Ver&ouml;ffentlichung des Leserbriefes zu diesem heiklen Thema, war neben einem Artikel in der Sueddeutschen das einzig wirklich Lesbare in der gesamten Presselandschaft. Vielen Dank daf&uuml;r.\n<p>Nur falls Sie es selbst noch nicht gelesen haben, ein Hinweis auf den <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/meldung40.html\">Tagesschau-Chat<\/a> mit Th&uuml;ringens Innenminister Gasser, der beispielhaft zeigt, wie diese Autisten mit Symbolpolitik um sich werfen, nicht anerkannte &ldquo;Wissenschaftler&rdquo; als Argumentationsst&uuml;tze heranziehen und treffende Kritik einiger Chatteilnehmer vollst&auml;ndig ignorieren.\n<\/p><\/li>\n<li>Zum Leserbrief von Leser A.R. m&ouml;chte ich anf&uuml;gen:<br>\nIch war 35 Jahre Lehrer, habe in dieser Zeit mit tausenden von Kindern zu tun gehabt und muss sagen: Es ist tats&auml;chlich schlimmer, als A.R. es beschreibt. Ich m&ouml;chte es einmal so ausdr&uuml;cken: Wer die ganze(!) Gesellschaft in einen Markt verwandelt, braucht sich &uuml;ber die Folgen nicht zu wundern. Markt kennt zwar Preise, aber keine Moral. Im Markt z&auml;hlt der Gewinn. Ausschlie&szlig;lich. Und man vergisst, dass dort, wo nur noch der Gewinner z&auml;hlt, der Verlierer eben nicht mehr z&auml;hlt. Was die weitaus meisten sind. Wie sagten mir meine Abgangssch&uuml;ler 2005?\n<p><em>&ldquo;Herr B., wir sind die Looser!&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Ich darf anf&uuml;gen: Sie z&auml;hlten zu den besten, die wir an der Schule hatten&hellip;<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nP. B.\n<\/p><\/li>\n<li>Es zeichnet sich im Verlauf des Vormittags nach der Tat&nbsp;schon ab, dass die Polizei &ldquo;einen ersten Anhaltspunkt&rdquo; f&uuml;r ein Motiv des 17-J&auml;hrigen habe. Der Amokl&auml;ufer habe sich in letzter Zeit viel mit Killerspielen besch&auml;ftigt.\n<p>So sehr ich &ndash; selbst Jugendlicher &ndash; glaube, dass die gef&auml;hrlichen Abstumpfungen durch &lsquo;Killerspiele&rsquo; untersucht (nicht: ungepr&uuml;ft behauptet) werden sollten und sicherlich auch z.T. best&auml;tigt werden k&ouml;nnten, ebenso wie die Auswirkungen sonstiger Gewaltdarstellungen in den Medien, so sehr finde ich das Vorgehen im Fall von Winnenden perfide.<\/p>\n<p>Einen wichtigen Aspekt haben&nbsp;Sie in Ihren Hinweisen des Tages vom 12.03.2009 unter Punkt 18 bereits angesprochen. Viel seltsamer finde ich aber, wie hier mit Ursache und Motiv verfahren werden soll: Der Junge wird &gt;&gt;zudem als Waffennarr beschrieben&lt;&lt; (s.o.), der Vater war begeisterter Sch&uuml;tze und besa&szlig; 15 (!) Schusswaffen; mindestens eine davon sowie massenweise Munition war dem Jungen offenbar zug&auml;nglich. Man k&ouml;nnte also doch vermuten, dass der 'Waffennarr' schon in der fr&uuml;heren Kindheit gepr&auml;gt von einem Schusswaffenfetischismus des Vaters, diese Begeisterung (dem Vater nacheifernd;&nbsp;vielleicht&nbsp;Anerkennung suchend?)&nbsp;in 'Killerspielen' auslebt. Denkt man dies weiter, so kann man kaum die 'Killerspiele' als 'Motiv' bezeichnen (an sich schon eine grausame Formulierung); ob durch sie eine Entfremdung stattgefunden hat, die dem Jungen den Zugang zur Wirklichkeit seiner Taten verwehrte, bleibt zu untersuchen; ich pers&ouml;nlich halte es jedoch f&uuml;r unwahrscheinlich, dass er keine der tats&auml;chlichen Konsequenzen seines Tuns einsch&auml;tzen konnte.\n\nOffensichtlich aber m&ouml;chten die Medien keine ernsthafte Debatte f&uuml;hren. Die 'Killerspiele' als Schuldigen zu bezeichnen, bietet Ihnen selbst Absolution und erspart tiefergehende Fragen nach dem gesellschaftlichem Klima und dem Umgang mit 'Au&szlig;enseitern'. Wenn sich das nicht &auml;ndert, sehe ich wenig Chancen, derartigen Trag&ouml;dien in Zukunft vorzubeugen.\n\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,\nF. E.\n<\/p><\/li>\n<li>Zum Amoklauf von Winnenden habe ich noch folgenden Hinweis: nach dem Amoklauf von Erfurt im Jahr 2002 hatte der Philosoph Robert Kurz im ND unter &ldquo;Die K&auml;lte gegen sich selbst&rdquo; einen interessanten Artikel zu den Hintergr&uuml;nden dieser Tat ver&ouml;ffentlicht. Die Schlussaussage darin lautet: Die Marktwirtschaftsdemokratie weint Krokodiltr&auml;nen &uuml;ber ihre verlorenen Kinder, die sie systematisch zu (&hellip;)&nbsp;Monstern kapitalistischer Subjektivit&auml;t erzieht. Garantiert in der wunderbaren &ldquo;Risikogesellschaft&rdquo; ist nur eines: Der n&auml;chste Amokl&auml;ufer kommt bestimmt.\n<p>Wie sich diese Aussage doch bewahrheitet hat.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nR. Ph.\n<\/p><\/li>\n<li>Zu diesem Thema (18. Punkt vom 12.03.) und zur Meinung von Herrn A. R. noch zwei Bemerkungen:\n<ol>\n<li>Alles Geschriebene ist soweit verst&auml;ndlich. Nur eines kann man damit nicht verhindern: Amokl&auml;ufe.\n<p>Amokl&auml;ufe mit Schusswaffen k&ouml;nnen nur eingeschr&auml;nkt werden, wenn man Schusswaffen strikt verbietet. &ndash; Wenn daraufhin die Sch&uuml;tzenvereine zicken, kann man vorschreiben, dass solche Waffen in Tresoren oder Stahlschr&auml;nken bei &ldquo;Nichtgebrauch&rdquo; verschlossen werden m&uuml;ssen.\n<\/p><\/li>\n<li>Zitat: &rdquo; Mir kann niemand erz&auml;hlen, dass ein 17 j&auml;hriger Junge ohne jahrelange Fremdeinwirkung zum Killer wird.&rdquo;\n<p>Leider kann ich Herrn A. R. dies erz&auml;hlen. Jedes Lebewesen kommt &ldquo;moralfrei&rdquo; auf die Welt (die Evolutionstheorie will das so). Erst die Erziehung macht aus potenziellen Killermaschinen, deren Triebe nur zum &Uuml;berlebenskampf (auch Morden, Totschlagen ohne ein &ldquo;schlechtes Gewissen&rdquo; zu haben) geeignet sind, zu sozial-vertr&auml;glichen &ldquo;Wesen&rdquo;. <\/p>\n<p>Allerdings klappt das nicht immer (siehe Tim K. in Winnenden, Georg W. B., Tony B. etc. &ndash; alles Amokl&auml;ufer) <\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nE. H.\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li>Ich teile das Entsetzen des NDS-Lesers &uuml;ber den Umgang der Medien mit den traurigen Ereignissen in Winnenden. Symptomatisch erscheint mir au&szlig;erdem, dass ich schon vor sieben Jahren den angef&uuml;gten &ndash; Erfurt betreffenden &ndash; Beitrag weder in der SZ noch irgendwo anders unterbringen und &auml;hnliche Beitr&auml;ge auch nirgends entdecken konnte. Offensichtlich soll der Blick auf die Tatsache verstellt werden, dass ein Amoklauf der H&ouml;hepunkt einer Entwicklung ist, die stets in Interaktion mit dem umgebenden System verl&auml;uft und dass keine psychiatrische Behandlung ein selbstbestimmtes und erf&uuml;lltes Leben erm&ouml;glichen oder gar ersetzen kann. In diesem Zusammenhang stellt sich au&szlig;erdem die Frage, weshalb Menschen, die mit Wut und Abscheu auf das Unrecht in dieser Welt reagieren, als krank, und diejenigen, die in ihrer Lebensf&uuml;hrung Hunger, Unterdr&uuml;ckung, Folter und Mord einfach ausblenden und niemals die Fassung verlieren, als gesund gelten.\n<p>Mit besorgten Gr&uuml;&szlig;en<\/p>\n<p>Reinhard Sieber <\/p>\n<p>Anhang:<\/p>\n<p><strong>Erfurt ist erst der Anfang  &ndash; zu verschiedenen Artikeln und Leserbriefen in der SZ vom 04. Mai 2002<\/strong><\/p>\n<p>Weshalb gibt sich alle Welt so verd&auml;chtig viel M&uuml;he, Robert Steinh&auml;user zu diffamieren (kaltbl&uuml;tiger Killer, durchgeknallt etc.), anstatt erst einmal zu untersuchen, ob er nicht selbst ein Gewaltopfer gewesen ist? Musste man wirklich wegen Schuleschw&auml;nzens und F&auml;lschens eines Attests die Lebensplanung eines jungen Menschen zerst&ouml;ren? Was bleibt einem von einer herz- und phantasielosen Administration vergewaltigten Menschen, wenn er mit seinem Bed&uuml;rfnis nach Gerechtigkeit, nach einer fairen Chance und der Unversehrtheit seiner W&uuml;rde an den entscheidenden Stellen auf Gleichg&uuml;ltigkeit, auf Korruption, auf Machtgier und auf Menschenverachtung st&ouml;&szlig;t? Weshalb sind es haupts&auml;chlich Sch&uuml;ler, die &uuml;ber den Gem&uuml;tszustand des T&auml;ters nachdenken und dar&uuml;ber, wie er hinein geraten ist, und warum nehmen ausgerechnet ihre Gedanken so wenig Raum in den Medien ein?<\/p>\n<p>Dass so viele junge Menschen das Bed&uuml;rfnis haben, sich mit Hilfe gewaltt&auml;tiger Videospiele abzureagieren, liegt an der Gewalt, die sie Tag f&uuml;r Tag erleben: Gnadenlose Konkurrenzk&auml;mpfe auf dem R&uuml;cken der Arbeitnehmer bei gleichzeitig ma&szlig;losen Einkommen deutscher Unternehmensvorst&auml;nde, eine Justiz, deren Angeh&ouml;rige wegen Prozessbetrugs, Rechtsbeugung, Parteiverrats, Strafvereitelung und wissentlicher Strafverfolgung Unschuldiger ausnahmslos hinter Gitter geh&ouml;ren, bestechliche und vor Scheinheiligkeit triefende Politiker, ein Kanzler und eine Justizministerin, die sich gegen&uuml;ber den von Richtern t&auml;glich begangenen Menschenrechtsverletzungen als Weltmeister im Wegschauen erweisen, Bankmanager und Immobilienvertriebe, die mit dem betr&uuml;gerischen Verkauf &uuml;berteuerter Objekte Tausende von Existenzen ruinieren, ohne Schadenersatz oder gar strafrechtliche Folgen bef&uuml;rchten zu m&uuml;ssen, ein Mafioso als italienisches Staatsoberhaupt, ein nicht demokratisch legitimierter US-Pr&auml;sident, dessen Familie von Erd&ouml;l- und von Waffengesch&auml;ften lebt und der &uuml;ber afghanischen Kindern Streubomben abwerfen l&auml;sst, eine chinesische Regierung, die Hingerichtete schlachten l&auml;sst und mit ihren Organen Handel treibt, Lehrer, die ihre Sch&uuml;ler nicht zum Widerstand, sondern zum Kuschen erziehen, und jeden, der nicht funktionieren will, der Schule verweisen, und Psychologen, die mit ihren Kommentaren die Wirklichkeit verschleiern helfen.<\/p>\n<p>H&ouml;ren wir damit auf, uns etwas vorzumachen! Es ist v&ouml;llig normal und dient der Selbsterhaltung, dass Opfer Wut und Hass empfinden, wenn sich alles redliche Bem&uuml;hen als sinnlos erweist und der Rechtsweg in einer Sackgasse endet. Was gern als Amoklauf diffamiert wird, ist oft der letzte Versuch, die Selbstachtung und die mit einer Abrissbirne zertr&uuml;mmerte W&uuml;rde wiederherzustellen. Solche Menschen brauchen Gerechtigkeit und keine Therapie; krank sind die anderen. Ich f&uuml;rchte, Erfurt ist erst der Anfang.<\/p>\n<p>Weshalb trauern wir nur um die Toten von Erfurt oder die des 11. Septembers und nicht auch um die vielen Tausend Menschen, die Tag f&uuml;r Tag einen sinnlosen Tod sterben, weil die kranken Ratten, die in unserer globalisierten Wirtschaft die F&auml;den ziehen, den Hals nicht voll kriegen? Die Milliarden, die der US-Kongress dem Pr&auml;sidenten nach dem 11. September zur Wahrung seiner Gesch&auml;ftsinteressen im Mittleren Osten zur Verf&uuml;gung gestellt hat, w&uuml;rden ausreichen, um die gesamte Erdbev&ouml;lkerung mit sauberem Wasser zu versorgen. Wir alle h&ouml;ren t&auml;glich von Menschenrechtsverletzungen, von Kinderarbeit, von Folter, von Staatsterror und von Genoziden, und immer wieder das uns&auml;gliche Geschwafel eines Bundeskanzlers, der z. B. vor laufenden Kameras einen Putin umarmt und fordert, die Ermordung tschetschenischer Zivilisten m&uuml;sse einer neuen Bewertung unterzogen werden. M&uuml;sste nicht jeder von uns so lange schreiend umher laufen und Widerstand leisten, bis die Menschenrechte auf der ganzen Erde verwirklicht sind? Und ist, wer zu all dem Unrecht schweigt, nicht ebenso schuldig wie die T&auml;ter?<\/p>\n<p>Die Lehre aus Erfurt sollte lauten: Wir brauchen Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Solidarit&auml;t statt verlogener Wahlversprechen und systemerhaltender Repressalien.<\/p>\n<p>Statt dessen ziehen die M&auml;chtigen und ihre Fingerpuppen, an deren seelenloser Gewaltt&auml;tigkeit gemessen jeder Amokl&auml;ufer ein Albert Schweitzer ist, die Lehre: Gib den Menschen, denen du t&auml;glich gnadenlos in die Eier trittst, auf keinen Fall eine Schusswaffe, sondern sorge f&uuml;r ihre l&uuml;ckenlose &Uuml;berwachung durch Erfassung ihrer biometrischen Daten und durch fl&auml;chendeckende Installation von Kameras, und umgib dich stets mit genug Body Guards. Erfurt ist &uuml;berall.<\/p>\n<p>Wer sich bei der n&auml;chsten Bundestagswahl erneut von den verantwortungslosen Lumpen k&ouml;dern l&auml;sst, die &ndash; wie in Berlin besonders deutlich zu erkennen ist &ndash; die &ouml;ffentlichen Kassen schamlos ausgepl&uuml;ndert und die Bundesrepublik zum Schlusslicht Europas heruntergewirtschaftet haben, die mit Hilfe einer planm&auml;&szlig;ig herbeigef&uuml;hrten Massenarbeitslosigkeit die L&ouml;hne hart arbeitender Menschen unter das leistungsgerechte Niveau dr&uuml;cken wollen und uns jetzt in den Krieg f&uuml;hren, indem sie einem Geisteskranken bedingungslose Solidarit&auml;t zu schulden behaupten, kann sich ebenso gut die Kugel geben.<\/p>\n<p>Wann wacht die Menschheit endlich auf? Ihre Feinde sind nicht Menschen anderer Religionen, Nationen, Kulturen oder Rassen, sondern national und global agierende Parasiten und die von ihnen gekauften Regierungen.<\/p>\n<p>Reinhard Sieber<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM\/KR:<\/strong> Bei allem Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Wut der Ohnm&auml;chtigen: Ein Amokl&auml;ufer braucht keine Therapie?! Wir glauben schon.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p>\n<p>Heute zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Horror-Jahresbeginn f&uuml;r deutsche Wirtschaft<\/li>\n<li>MEMORANDUM-Kurzfassung: &ldquo;Von der Krise in den Absturz?&rdquo;<\/li>\n<li>&bdquo;klartext&ldquo;: &bdquo;Heuschrecke saugt M&auml;rklin aus&ldquo;<\/li>\n<li>&Ouml;konom Sinn erwartet Tiefpunkt der Krise erst 2010<\/li>\n<li>BHF verklagt Hypo Real Estate auf Schadensersatz<\/li>\n<li>Europas Steueroasen trocknen aus<\/li>\n<li>Senators Ask Who Got Money From A.I.G.<\/li>\n<li>J&auml;hrlich gehen 44.000 junge M&auml;nner auf dem Bildungsweg verloren<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3821\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3821","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3821","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3821"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3821\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3821"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3821"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3821"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}