{"id":38224,"date":"2017-05-10T08:24:47","date_gmt":"2017-05-10T06:24:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224"},"modified":"2017-05-10T08:24:47","modified_gmt":"2017-05-10T06:24:47","slug":"hinweise-des-tages-2871","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h01\">Sechs Thesen zu Macrons Pr&auml;sidentschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h02\">Macron bekommt deutsche EU-Sicht zu sp&uuml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h03\">Autobahnen: SPD verhindert die Privatisierung schon wieder &ndash; nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h04\">Macht der Gewohnheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h05\">Exporte: Deutschlands Ausfuhren auf Rekordhoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h06\">Zahl der offenen Stellen in Deutschland so hoch wie nie zuvor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h07\">IWF fordert h&ouml;here Verm&ouml;gensabgaben in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h08\">USA: Landkreise mit einer Lebenserwartung wie im Sudan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h09\">Geheimsache Schulprivatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h10\">Vom Bundestag in den R&uuml;stungskonzern: &ldquo;Eine Frage der pers&ouml;nlichen Integrit&auml;t&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h11\">MAD-Offizier steht unter Neonazi-Verdacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h12\">Trag&ouml;die auf dem Mittelmeer: Mehr als 200 Menschen ertrunken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h13\">Syrien: OPCW best&auml;tigt Giftgasangriff durch Dschihadisten &ndash; ein halbes Jahr nachdem die Beweise vorliegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h14\">S&uuml;dkorea: Moon Jae In gewinnt Pr&auml;sidentschaftswahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h15\">Is the Gig Economy Working?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h16\">Fragw&uuml;rdige Wahlkampfhilfe f&uuml;r die FDP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h17\">Xavier Naidoo: Medienhetze gegen Systemkritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38224#h18\">Das Letzte: Die sp&auml;te Karriere des Peter Hartz<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sechs Thesen zu Macrons Pr&auml;sidentschaft<\/strong><br>\nMacron steht f&uuml;r neoliberale Reformen &ndash; notfalls auch mit autorit&auml;ren Mitteln. W&auml;hrend Tony Blair die K&ouml;pfe erreichte, lie&szlig; Macron zum Kn&uuml;ppel greifen. Als ehemaliger Mitarbeiter des Institut Montaigne, eines neoliberalen Thinktanks, war er entscheidend an der genannten &bdquo;Arbeitsmarktreform&ldquo; beteiligt. Gegen&uuml;ber den Protesten geh&ouml;rte der Wirtschaftsminister zu den Hardlinern in der Regierung. Angesprochen auf die massive Polizeigewalt, hie&szlig; es von Seiten der Regierung: &bdquo;Die Polizei habe keine Anweisung zur Zur&uuml;ckhaltung.&ldquo; Schlie&szlig;lich setzte die Regierung sogar den nach den Attentaten vom Herbst 2015 verh&auml;ngten Ausnahmezustand f&uuml;r Hausdurchsuchungen bei Gewerkschaftsaktivist_innen und zur Untersagung von Gro&szlig;demonstrationen ein. Es ist daher zu erwarten, dass Macron als Pr&auml;sident gewillt sein wird, eine weitere Neoliberalisierung notfalls mit Zwang durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mosaik-blog.at\/macron-praesident-neoliberal-blair-polizei-gewerkschaft\/\">Mosaik Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Macron bekommt deutsche EU-Sicht zu sp&uuml;ren<\/strong><br>\nEben noch war Emmanuel Macron von deutschen Regierungspolitikern zur Hoffnung Europas ausgerufen worden, doch nun bekommt der gew&auml;hlte franz&ouml;sische Pr&auml;sident bereits die ersten politischen Ermahnungen aus Berlin und Br&uuml;ssel zu h&ouml;ren. Es geht um die Pl&auml;ne des Liberalen f&uuml;r Korrekturen an der inneren Architektur der EU &ndash; Macron pl&auml;diert f&uuml;r einen Eurozonen-Finanzminister, einen Haushalt der Euro-Zone, soziale Mindeststandards in der EU und f&uuml;r gemeinsame Anleihen der Eurol&auml;nder. Umgehend meldeten sich Anh&auml;nger eines Austerit&auml;tseuropas und der deutschen Standortinteressen zu Wort. (&hellip;) In der Debatte werden aber auch die Differenzen innerhalb der Gro&szlig;en Koalition sichtbar. Ganz anders hatte sich n&auml;mlich nach der Wahl in Frankreich SPD-Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel eingelassen. &raquo;Es muss aufh&ouml;ren, dass wir den Franzosen st&auml;ndig mit dem erhobenen Zeigefinger gegen&uuml;bertreten, nichts mitmachen und sie sozusagen um jeden Millimeter Flexibilit&auml;t in der Politik betteln lassen.&laquo; Auch Berlin m&uuml;sse &raquo;alles daf&uuml;r tun, dass Emmanuel Macron auch Erfolg hat. Das ist auch eine Verantwortung f&uuml;r uns Deutsche.&laquo; Er hoffe, dass sich die Politik von Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) um 180 Grad drehe. &raquo;Vielleicht merken jetzt auch die Konservativen in Deutschland, dass 0,5 Prozent mehr Defizit in Frankreich bei weitem nicht so teuer wird, als w&auml;re Frau Le Pen Pr&auml;sidentin.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1050423.macron-bekommt-deutsche-eu-sicht-zu-spueren.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Solche oder zumindest &auml;hnliche Worte h&auml;tte Herr Gabriel auch im Umgang mit der neuen Regierung in Griechenland &auml;u&szlig;ern k&ouml;nnen. Oder gibt es eine Liste, gegen&uuml;ber welchen EU-L&auml;ndern Deutschland &ldquo;mit dem erhobenen Zeigefinger&rdquo; agieren darf?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Autobahnen: SPD verhindert die Privatisierung schon wieder &ndash; nicht<\/strong><br>\nDie Berliner Zeitung hat einen &Auml;nderungsentwurf zur Grundgesetz&auml;nderung zur Autobahnreform ver&ouml;ffentlicht. Klingt kompliziert und ist es auch. Aber mit etwas Geduld l&auml;sst sich das vereinfachen. Und das geht so: Die Autobahnverwaltung soll privatisiert werden, Bau und Betrieb werden ge&ouml;ffnet f&uuml;r private Investoren. Privatisierung also? Nicht mit der SPD! &ndash; sagte Fraktionschef Thomas Oppermann gegen&uuml;ber der ARD-Sendung Monitor. &bdquo;Auch grundgesetzlich?&ldquo; &ndash; fragte das Team noch. Doch Oppermann entschwand und sagte nur noch &uuml;ber die Schulter: &bdquo;Das kl&auml;ren wir in der Beratung.&ldquo; Gut gebr&uuml;llt, L&ouml;we. Die Beratung war jetzt, und herausgekommen ist: Murks. Noch schlimmer: Murks am Grundgesetz. Am schlimmsten ist: Mit diesem Murks kann k&uuml;nftig fr&ouml;hlich privatisiert werden. (&hellip;) Sie wollen das alles nicht? Dann schreiben Sie Ihren Abgeordneten im Wahlkreis! Die k&ouml;nnen das tats&auml;chlich verhindern. 17 Prozent der Abgeordneten aus den Regierungsfraktionen reichen aus! Wenn so viele &bdquo;Hinterb&auml;nkler&ldquo; mit Nein stimmen, kommt die zwei-Drittel-Mehrheit am 19. Mai im Bundestag nicht zustande.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/spd-verhindert-die-privatisierung-schon-wieder-nicht-ein-kommentar-von-carl-wassmuth\/\">GiB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Macht der Gewohnheit<\/strong><br>\nNoch ein Sparpaket in Griechenland? Das emp&ouml;rt kaum noch jemanden. Dabei w&auml;re ein Aufschrei jetzt wichtiger denn je. (&hellip;) Denn Griechenland leidet. Seit Beginn der Haushaltskrise 2009 bis Ende 2015 ist die Selbstmordrate laut einer aktuellen Studie des Imperial College in London jedes Jahr um 7,8 Prozent gestiegen. Im selben Zeitraum ist die Geburtenrate j&auml;hrlich um 3,9 Prozent gesunken. Die Kindersterblichkeit nahm im Gesamtzeitraum um 26 Prozent zu. Grund f&uuml;r diese Entwicklungen d&uuml;rften mittelbar und unmittelbar die Finanzkrise und die darauf folgenden Sparma&szlig;nahmen sein. &bdquo;Wir verhungern hier&ldquo;, h&ouml;rt man die Menschen auf den Stra&szlig;en von Thessaloniki klagen. Auch davon liest man in Deutschland selten. W&auml;hrend griechische Rentner und Geringverdiener nun abermals K&uuml;rzungen hinnehmen m&uuml;ssen, werden unter der Aufsicht der Gl&auml;ubiger profitable Staatsunternehmen zum Schleuderpreis an Investoren verpachtet. Ein Ende der Misere ist nicht in Sicht. Griechenland ist auf Jahrzehnte verschuldet, selbst der Internationale W&auml;hrungsfonds zweifelt an der Schuldentragf&auml;higkeit des Landes. Mit jeder neuen Sparma&szlig;nahme wird Griechenland weiter auf den Stand eines Entwicklungslands zur&uuml;ckgeworfen. Das sollte eigentlich Schlagzeilen wert sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Griechische-Austeritaetspolitik\/!5404375\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Exporte: Deutschlands Ausfuhren auf Rekordhoch<\/strong><br>\nIm M&auml;rz haben deutsche Unternehmen so viele Waren wie noch nie innerhalb eines Monats ins Ausland verkauft. Auch bei den Einfuhren wurde ein Rekord erzielt. Die deutschen Exporte und Importe sind im M&auml;rz auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes f&uuml;hrten deutsche Unternehmen Waren im Wert von 118,2 Milliarden Euro aus. Das waren 10,8 Prozent mehr als im M&auml;rz 2016. Die Importe stiegen im Vorjahresvergleich bei 92,9 Milliarden Euro um 14,7 Prozent. Auch f&uuml;r das gesamte erste Quartal 2017 fiel die Bilanz h&ouml;her aus als vor Jahresfrist. Dabei profitierte die deutsche Exportwirtschaft von der anziehenden Weltkonjunktur und vom vergleichsweise schwachen Euro. Der Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss lag im M&auml;rz bei 25,4 Milliarden Euro, wie die Statistiker weiter mitteilten. Im M&auml;rz 2016 hatte er mit 25,8 Milliarden Euro noch knapp dar&uuml;ber gelegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-05\/exporte-deutschland-rekordhoch-aussenhandel\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nun wei&szlig; ich, dass das eine Agenturmeldung ist, die wortgleich oder sehr &auml;hnlich in allen Online-Portalen erscheint. Dennoch wundere ich mich, ob die Journalisten wirklich so dumm sind oder nur so tun. Zun&auml;chst einmal ist die absolute H&ouml;he der Exporte sicher statistisch interessant, aber wirklich entscheidend nur der (viel zu hohe) Export-\/Au&szlig;enhandels*&uuml;berschuss*. Weiterhin keinerlei Problembewusstsein, keine Problematisierung: der &ldquo;Export&uuml;berschuss [wird] in vielen L&auml;ndern stark kritisiert[&hellip;]&rdquo;. Aha. Zu Recht oder zu Unrecht? Nutzt oder schadet der Export&uuml;berschuss Deutschland und den Deutschen, der Eurozone, der EU? Bedeutet ein Export&uuml;berschuss den Export von Arbeitslosigkeit und das Auft&uuml;rmen von nicht werthaltigen Forderungen? Kann jedes Land Export&uuml;bersch&uuml;sse haben? Wie kann es &uuml;berhaupt zu diesen extremen Export&uuml;bersch&uuml;ssen kommen, wenn Deutschland angeblich ein Hochlohnland ist? Haben die Journalisten keine Lust, solche absolut naheliegenden Fragen zu stellen und zu beantworten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zahl der offenen Stellen in Deutschland so hoch wie nie zuvor<\/strong><br>\n1.064.000 Stellen &ndash; so viele Arbeitspl&auml;tze sind in Unternehmen bundesweit laut dem Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt und Berufsforschung derzeit zu besetzen. Ein Rekord. (&hellip;) Mit dem aktuellen H&ouml;chststand wurde der erst Ende 2016 erreichte Rekord um 9000 &uuml;bertroffen. &ldquo;Es gibt derzeit besonders viele freie Stellen in der Logistik und im Lagerwesen&rdquo;, sagte IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis. Einen hohen Bestand meldeten auch die Baubranche und viele Dienstleister, etwa f&uuml;r Gesundheits- und Pflegeberufe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitsmarkt-zahl-der-offenen-stellen-in-deutschland-so-hoch-wie-nie-a-1146810.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &Uuml;ber 1 Milion offene Stellen &ndash; angeblich, denn die Zahl beruht auf den subjektiven Meldungen von Arbeitgebern. Und was f&uuml;r Stellen? &ldquo;in der Logistik und im Lagerwesen&rdquo;, au&szlig;erdem suchen auch &ldquo;die Baubranche und viele Dienstleister, etwa f&uuml;r Gesundheits- und Pflegeberufe&rdquo;, also genau die Branchen, die besonders schlecht zahlen, kaum &uuml;ber dem gesetzlichen Mindestlohn und manchmal sogar darunter.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>IWF fordert h&ouml;here Verm&ouml;gensabgaben in Deutschland<\/strong><br>\n&Uuml;berraschende Wahlkampfhilfe f&uuml;r SPD-Kanzlerkandidat Schulz: Der IWF will von Deutschland laut einem Zeitungsbericht h&ouml;here Steuern auf Eigentum fordern. Untere Einkommen w&uuml;rden dagegen zu stark belastet.<br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) will von Deutschland einen st&auml;rkeren Kampf gegen Ungleichheit fordern. Die Bundesregierung m&uuml;sse mehr zur St&auml;rkung des &ldquo;inklusiven Wachstums&rdquo; tun, schreibt der IWF in dem Entwurf seines diesj&auml;hrigen Deutschland-Berichts. Das berichtet das &ldquo;Handelsblatt&rdquo; unter Berufung auf mehrere Personen, die mit den laufenden Gespr&auml;chen zwischen IWF und der Bundesregierung sowie dem Berichtsentwurf vertraut seien.<br>\nDer IWF f&uuml;hrt mit allen Mitgliedsl&auml;ndern j&auml;hrliche Konsultationen zur Lage der Wirtschaft, so genannte &ldquo;Artikel-IV-Konsultationen&rdquo;, durch. Am 15. Mai will der Fonds seine vorl&auml;ufige Bilanz, das so genannte &ldquo;Concluding Statement&rdquo;, f&uuml;r Deutschland vorlegen. Im Juni wird der IWF dann offiziell die Artikel-IV Konsultation mit Deutschland beschlie&szlig;en. [&hellip;]<br>\nMit diesen Forderungen leistet der IWF auch der SPD und ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz Argumentationshilfe. Schulz will im Wahlkampf vor allem mit dem Thema Gerechtigkeit punkten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/iwf-fordert-hoehere-vermoegensabgaben-in-deutschland-a-1146929.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Forderung des IWF ist folgerichtig und &uuml;berf&auml;llig. Die Interpretation von SPON, der IWF w&uuml;rde der SPD damit eine Wahlkampfhilfe geben, ist jedoch ziemlich seltsam. Dass die SPD ernsthaft h&ouml;here Verm&ouml;gensabgaben fordert, ist zumindest mir vollkommen unbekannt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>USA: Landkreise mit einer Lebenserwartung wie im Sudan<\/strong><br>\nNach einer Studie nimmt in den USA nicht nur die Einkommensungleichheit zu, sondern auch der Unterschied in der Lebenswartung<br>\nWenn es gr&ouml;&szlig;ere Einkommensunterschiede innerhalb einer Gesellschaft gibt, kann dies verkraftet werden, solange die Schere zwischen den Superreichen und den Armen nicht zu weit auseinander geht und die Menschen am unteren Ende der Einkommensverteilung nicht abgeh&auml;ngt werden und in Armut versinken. Kaum ertr&auml;glich scheint es aber, wenn dazu noch die Lebenserwartung nicht nur um Jahre, sondern sogar um Jahrzehnte auseinanderdriftet. Das ist so zwischen L&auml;ndern, aber auch innerhalb von L&auml;ndern. Wer Pech hat und in die falsche Schicht am falschen Ort geboren wurde, kann auch in den reichen Industriestaaten damit rechnen, mitunter 20 Jahre k&uuml;rzer zu leben als jemand, der in einem reichen Haushalt aufw&auml;chst (Die reichsten Engl&auml;nder k&ouml;nnen 19 Jahre l&auml;nger gesund leben als die &auml;rmsten). In Deutschland kann der Unterschied bis zu 10 Jahren betragen, die jemand k&uuml;rzer bzw. l&auml;nger lebt (Selber schuld: Arm, kr&auml;nker und fr&uuml;her Tod ).<br>\nIn den USA, wo durch die neue Regierung die Gesundheitsversorgung f&uuml;r Millionen Menschen wahrscheinlich wieder schlechter wird, zeichnet sich wom&ouml;glich ab, dass der seit Jahrzehnten beobachtete kontinuierliche Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung an sein Ende kommt. So hatte letztes Jahr das National Center for Health Statistics (NCHS) berichtet, dass die Lebenserwartung 2015 erstmals seit 1993 gesunken sei. Dabei handelt es sich nur um einen geringen R&uuml;ckgang, der aber offenbar vor allem Menschen unter 65 Jahre betrifft (Ende beim Fortschritt der Lebvenserwartung?). Was hingegen weiter zunimmt, ist die Schere zwischen denjenigen, die Aussicht auf ein l&auml;ngeres Leben haben, und denen, die mit einem k&uuml;rzeren rechnen m&uuml;ssen. Da spielt die ethnische Herkunft eine Rolle, das Einkommen und die Bildung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/USA-Landkreise-mit-einer-Lebenserwartung-wie-im-Sudan-3708609.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Geheimsache Schulprivatisierung<\/strong><br>\nManfred Kannenberg vom Freiburger Institut f&uuml;r soziale Gegenwartsfragen im Gespr&auml;ch mit Ulrike von Wiesenau von &bdquo;Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2017\/04\/geheimsache-schulprivatisierung\/\">pressenza<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die Verabschiedung dieser Grundgesetz&auml;nderungen vor Ende einer Legislaturperiode erinnert an einen Vorgang zum gleichen Thema im Jahre 2005. Kurz vor dem vorschnellen Ende der rot-gr&uuml;nen Regierung Schr&ouml;der\/Fischer wurde noch schnell das &Ouml;PP- Beschleunigungsgesetz in Angriff genommen. Erleuchtend, sich das nachtr&auml;glich noch einmal anzuschauen. Siehe hier beispielsweise eine Quelle: <a href=\"http:\/\/www.rechtliches.de\/info_Gesetz_zur_Beschleunigung_der_Umsetzung_von_Oeffentlich_Privaten_Partnerschaften_und_zur_Verbesserung_gesetzlicher_Rahmenbedingungen_fur_Oeffentlich_Private_Partnerschaften.html\">Gesetz zur Beschleunigung der Umsetzung von &Ouml;ffentlich Privaten Partnerschaften und zur Verbesserung gesetzlicher Rahmenbedingungen fur &Ouml;ffentlich Private Partnerschaften<\/a>.<\/em><br>\n<em>Die NachDenkSeiten haben sich mit diesen Vorg&auml;ngen h&auml;ufig besch&auml;ftigt. Mehrere Hinweise darauf finden sich <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6786\">in diesem Text<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Vom Bundestag in den R&uuml;stungskonzern: &ldquo;Eine Frage der pers&ouml;nlichen Integrit&auml;t&rdquo;<\/strong><br>\nEs sei &ldquo;ein St&uuml;ck weit instinktlos&rdquo;, sagte Timo Lange von der Anti-Korruptions-Organisation Lobbycontrol im DLF, dass Ex-Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung sich in den Aufsichtsrat des R&uuml;stungskonzerns Rheinmetall w&auml;hlen lie&szlig;e. Auch wenn Jung die Vorgaben des Transparenzgesetzes einhalte, bestehe die Gefahr eines Interessenkonflikts. (&hellip;) Timo Lange: &bdquo;Mit Herrn Jung geht ja nun dann ein weiterer ehemaliger Minister zum R&uuml;stungskonzern Rheinmetall, nachdem der ehemalige Entwicklungshilfeminister Herr Niebel ja auch bereits dorthin gewechselt ist. Beide F&auml;lle sind sicherlich anders zu bewerten, da bei Herrn Jung ja nun doch einige Jahre seit seiner Ministerzeit vergangen sind. Zugleich ist er ab 2015 stellvertretender Vorsitzender seiner Fraktion f&uuml;r Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik und insofern auch politisch mit Dingen besch&auml;ftigt, die Rheinmetall ganz konkret interessieren d&uuml;rften, und wie Rheinmetall gesagt hat, wurde Herr Jung durchaus auch aufgrund seiner besonderen Expertise im R&uuml;stungsbereich dort in den Aufsichtsrat berufen beziehungsweise vor der Berufung vorgeschlagen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/vom-bundestag-in-den-ruestungskonzern-eine-frage-der.766.de.html?dram:article_id=385741\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>MAD-Offizier steht unter Neonazi-Verdacht<\/strong><br>\nBei der Bundeswehr gibt es m&ouml;glicherweise einen neuen Fall von Rechtsextremismus. Ein Offizier der Bundeswehr und K&ouml;lner AfD-Politiker soll bei Twitter eine NS-Parole verbreitet haben. Der &ldquo;K&ouml;lner Stadt-Anzeiger&rdquo; schreibt, Hendrik Rottmann sei wegen Volksverhetzung angezeigt worden. Rottmann sitzt f&uuml;r die AfD im K&ouml;lner Stadtrat. Au&szlig;erdem ist er Hauptmann beim Milit&auml;rischen Abschirmdienst, dem Geheimdienst der Bundeswehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/MAD-Offizier-steht-unter-Neonazi-Verdacht-article19829718.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Trag&ouml;die auf dem Mittelmeer: Mehr als 200 Menschen ertrunken<\/strong><br>\nTausende Migranten wagen in diesen Tagen wieder die Flucht &uuml;ber das Mittelmeer. H&auml;ufig in seeuntauglichen Booten: Allein am Wochenende sollen mehr als 200 Menschen vor der K&uuml;ste Libyens ertrunken sein. (&hellip;) Seit Beginn des Jahres sind bereits fast 45.000 Migranten auf Booten &uuml;ber das Mittelmeer nach Europa gekommen, der weitaus gr&ouml;&szlig;te Teil von ihnen &uuml;ber die zentrale Route von der libyschen K&uuml;ste aus. Fast alle kommen aus S&uuml;dsahara-Staaten wie Nigeria, Eritrea oder Gambia. Laut der Internationalen Organisation f&uuml;r Migration sind seit Jahresbeginn bereits weit &uuml;ber 1000 Menschen auf der Flucht &uuml;ber das Mittelmeer ums Leben gekommen. Im gesamten Jahr 2016 waren es &uuml;ber 5000 Tote.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/fluechtlinge-1805.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Syrien: OPCW best&auml;tigt Giftgasangriff durch Dschihadisten &ndash; ein halbes Jahr nachdem die Beweise vorliegen<\/strong><br>\nDie Organisation f&uuml;r das Verbot chemischer Waffen (OPCW) hat in ihrem neusten Bericht best&auml;tigt, dass im September 2016 Senfgas gegen Zivilisten im Nordwesten Syriens eingesetzt wurde. Kritiker hinterfragen den langen Untersuchungszeitraum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/50348-opcw-bestatigt-senfgasangriff-in-syrien-nach-beweisen-russland-syrien\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>S&uuml;dkorea: Moon Jae In gewinnt Pr&auml;sidentschaftswahl<\/strong><br>\nDer linksgerichtete fr&uuml;here Menschenrechtsanwalt Moon Jae In ist voraussichtlich zum neuen Pr&auml;sidenten S&uuml;dkoreas gew&auml;hlt worden. Nach Ausz&auml;hlung von knapp 80 Prozent der abgegebenen Stimmen sei Moon der Sieg sicher, berichteten s&uuml;dkoreanische Sender. (&hellip;) Die Neuwahlen in S&uuml;dkorea waren notwendig geworden, nachdem die bisherige Pr&auml;sidentin Park wegen eines Korruptionsskandals ihres Amtes enthoben worden war. Die Abstimmung hat gro&szlig;e strategische Bedeutung f&uuml;r Asiens viertgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft. Im Pr&auml;sidialsystem des Landes trifft das Staatsoberhaupt fast alle wichtigen Entscheidungen. Moons Wahlsieg k&ouml;nnte nun eine Kurs&auml;nderung Seouls gegen&uuml;ber Nordkorea und den USA zur Folge haben. Moon bef&uuml;rwortet einen Dialog mit dem Nachbarn im Norden. (&hellip;) Zudem pl&auml;diert Moon f&uuml;r eine gr&ouml;&szlig;ere Unabh&auml;ngigkeit von den USA, die mit Zehntausenden in S&uuml;dkorea stationierten Soldaten zu den engsten Verb&uuml;ndeten des Landes z&auml;hlen. (&hellip;) Der neue Pr&auml;sident ist der Sohn nordkoreanischer Fl&uuml;chtlinge und ein ehemaliger Menschenrechtsanwalt, der einst wegen Protests gegen die Diktatur von Parks Vater Park Chung Hee in Haft sa&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/suedkorea-moon-jae-in-gewinnt-praesidentschaftswahl-a-1146870.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Konservative ohne Chancen<\/strong><br>\nInnenpolitisch konnte Moon damit punkten, sich f&uuml;r eine Entflechtung von Politik und Wirtschaft einzusetzen, was vor allem die gro&szlig;en Finanz- und Wirtschaftskonglomerate betr&auml;fe. Vermehrt soll Wohnraum f&uuml;r junge Ehepaare und Haushalte mit niedrigem Einkommen geschaffen und darauf hingearbeitet werden, die Kluft zwischen Arm und Reich zu verringern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/310305.konservative-ohne-chancen.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Is the Gig Economy Working?<\/strong><br>\nMany liberals have embraced the sharing economy. But can they survive it?<br>\nNot long ago, I moved apartments, and beneath the weight of work and lethargy a number of small, nagging tasks remained undone. Some art work had to be hung from wall moldings, using wire. In the bedroom, a round mirror needed mounting beside the door. Just about anything that called for careful measuring or stud-hammering I had failed to get around to&mdash;which was why my office walls were bare, no pots yet dangled from the dangly-pot thing in the kitchen, and my bedside shelf was still a doorstop. There are surely reasons that some of us resist being wholly settled, but when the ballast of incompletion grew too much for me I logged on to TaskRabbit to finish what I had failed to start.<br>\nOn its Web site, I described the tasks I needed done, and clicked ahead. A list of fourteen TaskRabbits appeared, each with a description of skills and a photograph. Many of them wore ties. I examined one called Seth F., who had done almost a thousand tasks. He wore no tie, but he had a ninety-nine-per-cent approval rating. &ldquo;I&rsquo;m a smart guy with tools. What more can you want?&rdquo; he&rsquo;d written in his profile. He was listed as an Elite Tasker, and charged fifty-five dollars an hour. I booked him for a Wednesday afternoon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.newyorker.com\/magazine\/2017\/05\/15\/is-the-gig-economy-working\">Nathan Heller im New Yorker<\/a>\n<p><em>Der Perlentaucher schreibt dazu: &bdquo;Nathan Heller fragt in einem Beitrag, ob das von vielen Liberalen begr&uuml;&szlig;te, auf Freiberuflern basierende Wirtschaftsmodell funktioniert: &ldquo;Normalerweise hat jede Wirschaftsleistung Gewinner und Verlierer. Eine Dienstleistung wie Uber bringt dem Kunden einen g&uuml;nstigeren Tarif, dem Anbieter jedoch ein instabileres Einkommen. Airbnb hat Reisen f&uuml;r viele erschwinglicher gemacht, zugleich aber die Einnahmen von Vollzeitkr&auml;ften wie Hotelarbeitern reduziert &hellip; Anstatt den Wohlstand einfach zu verringern, leitet das Freiberufler-Modell das Einkommen des traditionellen Arbeiters in die Taschen von Privilegierteren um. Es verdr&auml;ngt die Menschen, die davon abh&auml;ngig sind. Dieser Destillationsspiralen-Effekt, der Reichtum langsam nach oben zieht, ist weitgehend unsichtbar &hellip; Die Absage an den New Deal und den Slogan &lsquo;Frag nicht, was dein Land f&uuml;r dich tun kann&rsquo; f&uuml;hrte zu individuellen Lebenswegen, heroischem Unternehmertum und wahrscheinlich auch Instagram. Willkommen in der Politik des Einzelnen.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Fragw&uuml;rdige Wahlkampfhilfe f&uuml;r die FDP<\/strong><br>\nDie FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung hat mit einer Zeitungsbeilage und mit &ouml;ffentlichen Veranstaltungen wenige Tage vor der Landtagswahl in fragw&uuml;rdiger Weise Wahlkampf f&uuml;r die FDP in Nordrhein-Westfalen gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/recherchen-von-report-mainz-fragwuerdige-wahlkampfhilfe-fuer-die-fdp\/-\/id=396\/did=19510462\/nid=396\/cl00o5\/\">SWR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Xavier Naidoo: Medienhetze gegen Systemkritik<\/strong><br>\nXavier Naidoo ist einer der erfolgreichsten S&auml;nger Deutschland. Allerdings hat er einen Makel: Seine politischen &Auml;u&szlig;erungen missfallen einer Medienlandschaft, die sich Pluralismus auf die Fahnen schreibt, aber politische Meinungsvielfalt nur dann guthei&szlig;t, solange sie sich in jenem engen Korridor bewegt, in dem die vorherrschende Sicht auf die Dinge als unantastbar gilt. Gedanken zu einem Musterbeispiel bedenklicher journalistischer Einstimmigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Medienhetze-gegen-Systemkritik-3708737.html\">Marcus Kl&ouml;ckner bei Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Die sp&auml;te Karriere des Peter Hartz<\/strong><br>\nPeter Hartz ist eine Reizfigur wider Willen. Sein Name steht f&uuml;r eine von vielen verhasste Arbeitsmarktreform. Doch der streitbare Ex-Manager f&uuml;hlt sich missverstanden &ndash; und will auf seine alten Tage seinen Namen reinwaschen. (&hellip;) Hartz hat in seiner saarl&auml;ndischen Heimat eine Stiftung gegr&uuml;ndet. Sie verfolgt unter anderem den Zweck, neue Arbeitsmarktkonzepte zu entwickeln. (&hellip;) So &auml;hnlich sollen auch Jugendliche in Arbeit gebracht werden. Auch sie sollen betreut und ermutigt werden, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen. Die meisten brauchen Qualifikation. Damit Unternehmen sie &uuml;ber den eigenen Bedarf hinaus einstellen, sollen sie finanziell unterst&uuml;tzt werden. Dazu soll ein Fonds &ldquo;Zeitwertpapiere&rdquo; ausgeben, die frei handelbar und f&uuml;r Anleger attraktiv sein sollen. Der Erl&ouml;s dient dazu, Ausbildungspl&auml;tze zu bezahlen. Firmen und private Anleger k&ouml;nnen also konkret in die Zukunft der Jugendlichen &ldquo;investieren&rdquo;. (&hellip;) Hartz hofft, &uuml;ber einen Umweg ans Ziel zu kommen. Vor ein paar Jahren gelang es ihm, einen Termin bei Frankreichs Pr&auml;sidenten Fran&ccedil;ois Hollande zu bekommen und seine Ideen zu pr&auml;sentieren. Sein T&uuml;r&ouml;ffner war damals der Wirtschaftsberater des Sozialisten &ndash; ein gewisser Emmanuel Macron. Mit dessen Wahl zum franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten habe sich ein &ldquo;sch&ouml;nes Zeitfenster&rdquo; f&uuml;r ein deutsch-franz&ouml;sisches Projekt er&ouml;ffnet. Hartz tr&auml;umt davon, dass der ganze Kontinent seine Ideen umsetzt, mit Berlin und Paris als Motoren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Die-spaete-Karriere-des-Peter-Hartz-article19830002.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.L.:<\/strong> Um Gottes Willen &hellip; Der Mann hat die Fehler seiner Ideen immer noch nicht verstanden. Nun soll die Jugenarbeitslosigkeit auch noch f&uuml;r Anleger verbrieft und zur Rendite gebracht werden? Wie krank ist das denn? Und was n&uuml;tzt einem ein Netzwerk aus  Arbeitslosen, wenn entweder schlichtweg keine Jobs da sind oder die Geh&auml;lter zu gering zum Leben sind? Ach so, der Staat soll ja dann aufstocken. Sehr perfide. Wehe den anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern, wenn das sein &ldquo;Exporttraum&rdquo; ist. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Dieser Mann hat offenbar &uuml;berhaupt nichts verstanden, er lebt weiter in seiner neoliberalen Wahnwelt. Man beachte das idiotische neoliberale Neusprech dabei &ndash; Minipreneure. Was dieser Mann angerichtet hat l&auml;sst sich am Tenor und der menschenverachtenden Semantik des Beitrages ablesen in dem Hartz-IV-Bezieher als die &ldquo;Abgeh&auml;ngten, Unf&auml;higen und Ausgeschlossenen&rdquo; diffamiert werden. Der Gipfel des Zynismus: Arbeitslosigkeit als Renditeobjekt f&uuml;r Investoren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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