{"id":38238,"date":"2017-05-11T08:49:33","date_gmt":"2017-05-11T06:49:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38238"},"modified":"2017-05-11T08:49:33","modified_gmt":"2017-05-11T06:49:33","slug":"hinweise-des-tages-2872","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38238","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38238#h01\">Macron und das deutsche Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38238#h02\">Der halbe Sieg des Emmanuel Macron<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38238#h03\">Rechtsextreme in Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38238#h04\">Das deutsche Jobwunder ist schlechter als sein Ruf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38238#h05\">Rekord-L&uuml;cke: 237.500 MINT-Arbeitskr&auml;fte fehlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38238#h06\">Tarifbindung mit Schwindsucht und die Allgemeinverbindlichkeit als m&ouml;glicher Rettungsanker, der aber in der Luft h&auml;ngt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38238#h07\">Nach Wohnungseinbruch zuk&uuml;nftig Funkzellenabfrage &uuml;ber jedermann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38238#h08\">Betrugsverdacht: Razzia bei Mautbetreiber Toll Collect<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38238#h09\">EuG-Urteil: Ablehnung der B&uuml;rgerinitiative gegen TTIP und CETA war rechtswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38238#h10\">T&uuml;rkei als Profitparadies deutscher Waffenexporteure<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38238#h11\">Lokf&uuml;hrergewerkschaft GDL: Weselsky als Chef wiedergew&auml;hlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38238#h12\">Hannelore Kraft: Nicht mit der LINKEN!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38238#h13\">Das Letzte: Bayern-Boss Uli Hoeness offen wie nie: &laquo;Habe zwei Fan-Clubs im Knast&raquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Macron und das deutsche Europa<\/strong><br>\nDer neu gew&auml;hlte neoliberale franz&ouml;sische Pr&auml;sident wirft die alte Frage nach der deutschen Rolle in Europa neu auf [&hellip;]<br>\nMan sollte die Vorbehalte aus Berlin daher nicht f&uuml;r bare M&uuml;nze nehmen. Letztlich geht es Merkel und Sch&auml;uble darum, den f&uuml;r Deutschland g&uuml;nstigen Status quo in der EU und das seit der Eurokrise angefeindete &ldquo;deutsche Europa&rdquo; (Ulrich Beck) zu verteidigen.<br>\nDass man sich dabei nicht nur gegen die EU-Politiker in Br&uuml;ssel, sondern auch gegen den (letzten) deutschen Freund Macron in Paris stellt, scheint die Vordenker und Nachbeter Merkels nicht zu st&ouml;ren. Mit einer geh&ouml;rigen Portion &ldquo;Merkiavellismus&rdquo; (Beck) versuchen sie, Macron und Juncker, Frankreich und die EU gegeneinander auszuspielen.<br>\nDoch wenn Frankreich scheitert, scheitert Europa. Das sollte nach dieser Pr&auml;sidentschaftswahl allen klar sein, auch in Berlin. Die Dauerkrise, in die Deutschland die EU gef&uuml;hrt hat, ist mit der Wahl Macrons nicht beendet. Im Gegenteil: Sie hat nun auch die deutsch-franz&ouml;sischen Beziehungen erfasst und droht, die Fundamente der europ&auml;ischen Einigung zu ersch&uuml;ttern. Hinter der franz&ouml;sischen Krise verbirgt sich die deutsche Frage &ndash; wieder einmal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Macron-und-das-deutsche-Europa-3708476.html\">Eric Bonse auf Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Gegen Macrons Europa-Pl&auml;ne<\/strong><br>\nAbsage an EU-weite Sozialstandards und gemeinsame Schulden: Vertreter aus Unionsparteien und Wirtschaft kritisieren die Reformpl&auml;ne des k&uuml;nftigen franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten. Wie sehen es die Linken? Im Morgenecho-Interview Fabio de Masi (Die Linke).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/audio\/wdr5\/wdr5-morgenecho-interview\/audio-gegen-macrons-europa-plaene-100.html\">WDR<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Im deutschen Europa<\/strong><br>\nBereits am Tag nach dem Wahlsieg des k&uuml;nftigen Pr&auml;sidenten Frankreichs, Emmanuel Macron, &auml;u&szlig;ern sich erste Beobachter skeptisch zu seinen Erfolgschancen. W&auml;hrend die Bundesregierung und zahlreiche Medienkommentatoren die Zweidrittelmehrheit f&uuml;r den ehemaligen Investmentbanker feiern, weisen kritischere Stimmen darauf hin, dass viele Franzosen aus Protest gegen sein Programm gar nicht oder ung&uuml;ltig gew&auml;hlt oder ihm nur taktisch zur Verhinderung einer Pr&auml;sidentin Marine Le Pen ihre Stimme gegeben haben; &uuml;ber eine breite Unterst&uuml;tzung verf&uuml;gt er nicht. Schon jetzt werden heftige Massenproteste erwartet, sollte Macron seine an der deutschen &ldquo;Agenda 2010&rdquo; orientierten Reformpl&auml;ne umsetzen, f&uuml;r die er in Deutschland viel Lob erhalten hat. Zugleich werden Zweifel daran laut, dass die Bundesregierung sich darauf einlassen k&ouml;nnte, auf die von Macron geforderte Senkung der exzessiven deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse hinzuarbeiten. Der k&uuml;nftige franz&ouml;sische Pr&auml;sident dringt darauf, um der franz&ouml;sischen Wirtschaft ein wenig Konkurrenzdruck zu nehmen und seine Reformpl&auml;ne nicht von vorneherein zum Scheitern verurteilt zu sehen. Denselben Wunsch hat Berlin jedoch bereits seinen beiden Amtsvorg&auml;ngern verweigert &ndash; und damit ma&szlig;geblich zu ihren Niederlagen beigetragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59590\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der halbe Sieg des Emmanuel Macron<\/strong><br>\nDer spektakul&auml;re Zuwachs bei Nichtw&auml;hlern und ung&uuml;ltigen Stimmen ist zu einem gro&szlig;en Teil das Resultat einer bewussten Strategie. Jean-Luc M&eacute;lenchon hatte nach seinem starken Abschneiden in der ersten Runde eine Befragung der ca. 400.000 eingeschriebenen Mitglieder seiner Plattform angek&uuml;ndigt. Als Empfehlung f&uuml;r die Stichwahl waren drei Optionen vorgesehen: a. nicht w&auml;hlen gehen, b. ung&uuml;ltig w&auml;hlen, c. Macron w&auml;hlen. Gleichzeitig hatte er deutlich gemacht, dass Le Pen keine linke Stimme von links bekommen d&uuml;rfe.<br>\nDas Ziel des Man&ouml;vers war, die Ablehnung Macrons zu signalisieren ohne damit Le Pen zu st&auml;rken. Zudem war klar, dass die Linke in dieser Frage zu keiner einheitlichen Haltung kommen w&uuml;rde. So war die selektive Freigabe der Abstimmung auch Vorbeugung gegen eine Spaltung.<br>\nAls strategische &Uuml;berlegung liegt dem zugrunde, sich der bin&auml;ren Logik des Mehrheitswahlsystems zu entziehen, das Millionen von W&auml;hlern immer wieder dazu dr&auml;ngt, ihre Stimme gegen ihre &Uuml;berzeugungen und Interessen abzugeben. Das Wahlsystem unterst&uuml;tzt auf diese Weise die Definition der politischen Hauptkonfliktlinie als die zwischen Demokratie und ihren Feinden. Das ist nat&uuml;rlich ideal f&uuml;r den herrschenden Block und dessen neoliberale Wirtschafts- und Sozialpolitik, kann er doch so den Widerspruch zwischen Kapitalinteressen und Gesellschaft aus der Wahlentscheidung eskamotieren und zugleich seine Mitverantwortung f&uuml;r den Aufstieg Le Pens verschleiern.<br>\nDiese Deformation der Demokratie hatte M&eacute;lenchon schon in seinem Programm aufgegriffen und die Einf&uuml;hrung des Verh&auml;ltniswahlrechts auf allen Ebenen gefordert. Voraussetzung f&uuml;r den Versuch war freilich, dass in den Umfragen der Abstand zwischen Macron und Le Pen gro&szlig; genug war, um nicht einen Sieg des FN zu riskieren. Insofern war auch eine gewisse Kaltbl&uuml;tigkeit und Klarsichtigkeit gegen&uuml;ber dem medial aufgeheizten Hype notwendig, der den Untergang des Abendlandes f&uuml;r den Fall eines Sieges des FN an die Wand malte.<br>\nDabei sagten die Umfrageergebnisse seit Monaten stabil eine Niederlage Le Pens in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von 10% und mehr voraus. Ein Abstand, der weit au&szlig;erhalb der Fehlermarge der Umfragen liegt. Intern glaubte selbst niemand im Spitzenpersonal des FN an einen Sieg. Marion Mar&eacute;chal Le Pen, die Nichte von Marine Le Pen und eine der beiden Abgeordneten in der Nationalversammlung, hatte die 40%-Marke als Erfolgskriterium angesetzt. Aber selbst das wurde jetzt weit verfehlt.<br>\nEine, wenn auch nicht die einzige Ursache daf&uuml;r ist der Erfolg M&eacute;lenchons in der ersten Runde. So ist die Tatsache, dass Le Pen in den Wochen vor dem ersten Wahlgang an Zustimmung verlor, auf den Aufstieg M&eacute;lenchons zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Es gab f&uuml;r Protestw&auml;hler pl&ouml;tzlich eine realistische Chance f&uuml;r eine soziale Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/05\/der-halbe-sieg-des-emmanuel-macron\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Rechtsextreme in Bundeswehr <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Das gibt&rsquo;s schon lange&rdquo;<\/strong><br>\nChristian Wei&szlig;gerber war als junger Mann ein aktiver Neonazi. Bei der Bundeswehr konnte er seine Ansichten lange ungehindert verbreiten. Wie anfangs mit dem Fall Franco A. umgegangen wurde, habe ihn sehr gewundert. &Uuml;ber den Fall Franco A. kann sich Christian Wei&szlig;gerber nur wundern. Aber nicht dar&uuml;ber, dass die Bundeswehr dessen rechtes Gedankengut offenbar lange &uuml;bersah. Sondern dar&uuml;ber, dass Franco A. zun&auml;chst als Einzelfall deklariert wurde: &ldquo;F&uuml;r mich ist die Bundeswehr so stark von national-konservativen, rassistischen Personen durchzogen, dass es ein bisschen l&auml;cherlich scheint, wenn man jetzt auf einmal so tut, als w&auml;re das etwas Neues.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/neonazi-bundeswehr-101.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Alle Fakten liegen eigentlich offen&rdquo;<\/strong><br>\nJ&auml;hrlich gebe es Hunderte rechtsextreme Vorf&auml;lle in der Bundeswehr, analysiert Milit&auml;rhistoriker Detlef Bald. Und schlussfolgert im DLF: &ldquo;F&uuml;r mich ist das ein Sympathie-Milieu, das solche terroristischen, rechten, v&ouml;lkisch-rechtsradikalen Ereignisse erst erm&ouml;glicht.&rdquo; Der eigentliche Skandal sei, dass viel zu viele weggeschaut h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/rechtsextreme-in-der-bundeswehr-alle-fakten-liegen.694.de.html?dram:article_id=385797\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Es gibt einfach zu viele Einzelf&auml;lle&rdquo;<\/strong><br>\nBei der Sondersitzung des Verteidigungsausschusses zum Skandal um rechtsextreme Soldaten wurden nach Angaben von Linken-Politiker Alexander Neu nur bereits bekannte Fakten reproduziert. &ldquo;Die innere F&uuml;hrung muss wieder mehr gelebt werden&rdquo;, sagte Neu &uuml;ber notwendige Reformen im DLF.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bundeswehr-skandal-es-gibt-einfach-zu-viele-einzelfaelle.694.de.html?dram:article_id=385851\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Im Geiste mitmarschiert<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngst bekannt gewordenen positiven Bez&uuml;ge auf NS-Traditionen bei Bundeswehrsoldaten und -einheiten finden sich auch in aktuellen Publikationen deutscher Milit&auml;rs. Das von dem designierten Generalstabsoffizier Marcel Bohnert herausgegebene Buch &ldquo;Die unsichtbaren Veteranen&rdquo; kann hierf&uuml;r als Beleg dienen. In dem Band hei&szlig;t es unter anderem, der &ldquo;Blitzkrieg&rdquo; der Naziwehrmacht und die damit verbundenen &ldquo;milit&auml;rischen Triumphe&rdquo; h&auml;tten aus der &ldquo;Entschlusskraft&rdquo; der beteiligten Offiziere resultiert, w&auml;hrend heute &ldquo;nicht mehr der entscheidungsfreudige F&uuml;hrer gefragt&rdquo; sei, &ldquo;sondern der funktionierende B&uuml;rokrat&rdquo;. Die Erl&ouml;se aus dem Verkauf der Publikation kommen vollst&auml;ndig dem &ldquo;Bund Deutscher Einsatzveteranen&rdquo; (BDV) zugute, der seinerseits an NS-Traditionen ankn&uuml;pft. Das Motto der Organisation ehemaliger Kriegsteilnehmer der Bundeswehr lautet &ldquo;Treu gedient &ndash; Treue verdient&rdquo;; die Fallschirmj&auml;ger der Naziwehrmacht und die Waffen-SS gebrauchten den Wahlspruch &ldquo;Treue um Treue&rdquo;. Dessen ungeachtet wird der BDV in Deutschland sowohl von der Armee als auch von Politik und Medien unterst&uuml;tzt. Im Fokus steht dabei zur Zeit ein von der Vereinigung f&uuml;r Ende dieses Monats anberaumter &ldquo;Veteranentag&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59591\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundeswehrskandale: SPD geht auf Konfrontationskurs mit von der Leyen<\/strong><br>\nDie Verteidigungsministerin k&uuml;ndigt Reformen beim Traditionserlass, den Meldewegen und den Disziplinarverfahren an<br>\nDer Traditionserlass der Bundeswehr von 1982 wird &uuml;berarbeitet, teilt Thomas Wiegold als eine neue Erkenntnis von der heutigen Sondersitzung des Verteidigungsausschusses des Bundestags mit. Als zweite Erkenntnis erw&auml;hnt der Journalist mit Spezialgebiet Verteidigungs- und Sicherheitspolitik den &ldquo;offenen Konfrontationskurs&rdquo; von Rainer Arnold von der SPD gegen&uuml;ber der Ministerin, die der gemeinsamen gro&szlig;en Koalition angeh&ouml;rt.<br>\nEs ist Wahlkampf, die SPD steht nach der Wahl in Schleswig-Holstein nicht gut da, sie muss sich vom Koalitionspartner absetzen, so gut es geht. Dass Arnold in seinem Presse-Statement nach der Sitzung die Beliebtheit des SPD-Verteidigungsministers Struck gegen&uuml;ber von der Leyen, welche die Truppe nur verunsichern w&uuml;rde, herausstellt, geh&ouml;rt zu dieser Ebene.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Bundeswehrskandale-SPD-geht-auf-Konfrontationskurs-mit-von-der-Leyen-3710126.html?wt_mc=nl.tp-aktuell.taeglich\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das deutsche Jobwunder ist schlechter als sein Ruf<\/strong><br>\nKeine Frage: In Deutschland sind in den letzten Jahren jede Menge neue Arbeitspl&auml;tze geschaffen worden. Ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt jedoch, dass deren Qualit&auml;t alles andere als hoch ist &ndash; und die Folgen des deutschen &bdquo;Jobwunders&ldquo; noch jede Menge sozial- und verteilungspolitische Brisanz bergen d&uuml;rften. Eine Analyse von Stefan Sell. [&hellip;]<br>\nIn diesem Beitrag soll es aber um einen anderen Aspekt gehen: n&auml;mlich um die Qualit&auml;t, die sich hinter den rein quantitativen Zahlen verbirgt. Beginnen wir mit der Zahl der Erwerbst&auml;tigen. Diese wird medial in der Regel unkritisch und unreflektiert widergegeben. Eine g&auml;ngige Formulierung lautet: &bdquo;Im M&auml;rz sind 43,8 Millionen Menschen in Deutschland einer bezahlten Arbeit nachgegangen.&ldquo; Meldungen wie diese sind keinesfalls falsch &ndash; die Zahlen stimmen. Problematisch ist allerdings, wie diese Zahlen interpretiert werden k&ouml;nnten und oftmals leider auch werden.<br>\nDenn bei diesen Zahlen d&uuml;rften viele Menschen an &bdquo;normale Jobs&ldquo; denken, also an eine Vollzeitbesch&auml;ftigung als Arbeitnehmer in einem Unternehmen. Auch das ist durchaus korrekt &ndash; aber bei weitem nicht die ganze Wahrheit, sondern nur eine Teilmenge dessen, was unter dem Oberbegriff &bdquo;Erwerbst&auml;tige&ldquo; gez&auml;hlt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/das-deutsche-jobwunder-ist-schlechter-als-sein-ruf-21001\">Makronom<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rekord-L&uuml;cke: 237.500 MINT-Arbeitskr&auml;fte fehlen<\/strong><br>\nMehr Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, bitte! Das sagen nur wenige Sch&uuml;ler und Studenten, aber viele Arbeitgeber. Denn die Fachkr&auml;fte-L&uuml;cke ist so gro&szlig; wie nie.<br>\nDer Fachkr&auml;ftemangel in mathematisch-naturwissenschaftlichen Berufen ist auf einem Rekordhoch. Den Unternehmen fehlten im April 237.500 Arbeitskr&auml;fte im sogenannten MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) &ndash; 38,6 Prozent mehr als im Vorjahr.<br>\nDas geht aus dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten MINT-Report hervor, der zweimal j&auml;hrlich vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) K&ouml;ln erstellt wird. Es sei der h&ouml;chste Stand, seit Beginn der Erhebung 2011, hie&szlig; es.<br>\n&bdquo;Die Engp&auml;sse w&uuml;rden deutlich h&ouml;her ausfallen, wenn nicht ausl&auml;ndische Arbeitnehmer &uuml;berproportional in diesem Feld arbeiten w&uuml;rden&ldquo;, sagte der Vorstandschef der Initiative &bdquo;MINT Zukunft schaffen&ldquo;, Thomas Sattelberger. Seit 2013 sei die Besch&auml;ftigung von Ausl&auml;ndern in akademischen MINT-Berufen um 43 Prozent gestiegen. Damit der Fachkr&auml;ftemangel insgesamt nicht weiter ansteige, m&uuml;sse die Zuwanderung gest&auml;rkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/arbeitswelt\/rekord-luecke-237-500-mint-arbeitskraefte-fehlen-15008939.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Gefordert: Zuwanderung von noch mehr Fachkr&auml;ften aus dem Ausland zu Billigl&ouml;hnen, die den Unternehmen &ldquo;helfen&rdquo;, die L&ouml;hne noch weiter zu dr&uuml;cken. Dazu weitere Deregulierung und die weitere Absenkung der Einkommensgrenzen. Auf der Basis welcher aus den Fingern gesogener Zahlen? Im <a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/_storage\/asset\/339812\/storage\/master\/file\/12690550\/download\/Gutachten_MINT_Fruehjahrsreport_%202017.pdf\">Original<\/a> hei&szlig;t es (auf Seite 58): &ldquo;MINT-Arbeitskr&auml;ftel&uuml;cke: Im April 2017 lagen in den MINT-Berufen insgesamt rund 430.400 zu besetzende Stellen vor. Gleichzeitig waren bundesweit 199.128 Personen arbeitslos gemeldet, die gerne einem MINT-Erwerbsberuf nachgehen w&uuml;rden. Daraus l&auml;sst sich in einem ersten Schritt im Rahmen einer unbereinigten Betrachtung ableiten, dass &uuml;ber s&auml;mtliche Anforderungsniveaus bundesweit mindestens 231.200 offene Stellen in MINT-Berufen nicht besetzt werden konnten.&rdquo; Mit anderen Worten, die Situation ist absolut dramatisch, denn von ca. 1 Millionen offenen Stellen, die gestern <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitsmarkt-zahl-der-offenen-stellen-in-deutschland-so-hoch-wie-nie-a-1146810.html\">gemeldet wurden<\/a>, sind nicht nur die Mehrzahl im Bereich Logistik und Lagerwesen, Gesundheits- und Pflegeberufe und Gastronomie, sondern, und das ist verbl&uuml;ffend, gleichzeitig fast die H&auml;lfte (430.400 von 1 Million) Stellen im MINT-Bereich. Oder werden hier gar Stellen, auch wenn nur vor&uuml;bergehend offen doppelt, dreifach und zehnfach gez&auml;hlt? Kann mir im &Uuml;brigen jemand den entsprechenden Passus im Grundgesetz zeigen: &ldquo;Die Unternehmen haben jederzeit Anspruch auf passgenaue Arbeitskr&auml;fte zum niedrigstm&ouml;glichen Lohn. Aus- und Weiterbildungsanspr&uuml;che der Mitarbeiter k&ouml;nnen sich aus dieser Forderung nicht ableiten.&rdquo;?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier verf&auml;hrt man treu dem Grundsatz, dass man eine L&uuml;ge nur oft genug wiederholen muss, damit sie irgendwann geglaubt wird. Wenn der &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; wirklich so dramatisch sein soll, weshalb hat man dann mit 50+ keinerlei Chance mehr auf dem deutschen Arbeitsmarkt, selbst als sogenannte MINT-Fachkraft? Vielleicht weil ein Ingenieur mit 20 oder mehr Jahren Berufserfahrung nicht mehr f&uuml;r ein Butterbrot arbeitet? Da gerade in diesem Bereich in den zur&uuml;ckliegenden Jahren keinerlei signifikante Lohnsteigerung festzustellen war, kann es mit dem Fachkr&auml;ftemangel nicht so weit her sein. Denn im Kapitalismus ist (fast) alles nur eine Frage des Preises.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tarifbindung mit Schwindsucht und die Allgemeinverbindlichkeit als m&ouml;glicher Rettungsanker, der aber in der Luft h&auml;ngt<\/strong><br>\nAusgerechnet am Tag der Arbeit wurde man mit solchen Meldungen konfrontiert: Verdi besorgt: Tarifvertrag gilt f&uuml;r immer weniger Einzelh&auml;ndler. Die Gewerkschaft Verdi warnt vor den Folgen der abnehmenden Tarifbindung im Einzelhandel. Nur noch etwa 14 Prozent der Unternehmen und 30 Prozent der 490.000 Besch&auml;ftigten im Einzelhandel in Baden-W&uuml;rttemberg unterliegen der Tarifbindung. Noch 2010 seien es 35 Prozent der Firmen und 41 Prozent der Branchen-Mitarbeiter gewesen. Bernhard Franke, Verhandlungsf&uuml;hrer der Gewerkschaft in den Tarifgespr&auml;chen, die gerade in Baden-W&uuml;rttemberg laufen, wird dann mit den Worten zitiert: &raquo;Es w&auml;re &hellip; sinnvoll, die bis 2000 g&uuml;ltige Allgemeinverbindlichkeit wieder einzuf&uuml;hren &ndash; damals galten die Vorgaben f&uuml;r alle Firmen der Branche.&laquo; Er legt damit den Finger auf eine klaffende Wunde. Gerade am Beispiel des Einzelhandels kann man studieren, was in Branchen passiert, in denen die Personalkosten oftmals der einzige relevante Kostenfaktor sind, an dem man noch schrauben kann in einem Umfeld stark ausgepr&auml;gten Wettbewerbs und keine allgemeine Tarifbindung (mehr) existiert. Die betriebswirtschaftlichen Vorteile, die man sich verschaffen kann, wenn man aus der Tarifbindung ausschert bzw. dieser gar nicht erst beitritt im Vergleich zu den weiterhin tarifgebundenen Unternehmen k&ouml;nnen erheblich sein und stellen einen enormen Anreiz dar, diesen Weg auch einzuschlagen. Vor allem, wenn die Gewerkschaft gleichzeitig auf der Ebene des Organisationsgrades nicht &uuml;ber eine entsprechende St&auml;rke verf&uuml;gt, die beispielsweise eine Streikdrohung f&uuml;r die Arbeitgeberseite realistisch erscheinen l&auml;sst.<br>\nUnd gerade der als Beispiel aufgerufene Einzelhandel erm&ouml;glicht zugleich einen Einblick in das, was man als Tarifflucht eines Teils der Arbeitgeber bezeichnen muss. Dazu exemplarisch ein Blick zur&uuml;ck:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2017\/05\/allgemeinverbindlichkeit-als-rettungsanker.html#more\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Interessant dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2411\">Tarifbindung nimmt weiter ab<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nach Wohnungseinbruch zuk&uuml;nftig Funkzellenabfrage &uuml;ber jedermann<\/strong><br>\nDas Bundeskabinett hat heute eine weitere Versch&auml;rfung der Strafgesetze beschlossen. Angeblich soll damit die Ermittlung und Aufkl&auml;rung von Wohnungseinbr&uuml;chen verbessert werden. Wie das wirksam funktionieren soll, bleibt jedoch offen. Der eigentliche Zweck dieser &Auml;nderung besteht darin, dass nun nach jedem Wohnungseinbruch eine fl&auml;chendeckende Funkzellenabfrage durchgef&uuml;hrt werden kann &ndash; Mobilger&auml;te-Rasterfahndung, die jedermann betrifft. [&hellip;]<br>\nEine logisch nachvollziehbare Begr&uuml;ndung, inwiefern die Funkzellenabfrage zu mehr Aufkl&auml;rung bei den Wohnungseinbruchdiebst&auml;hlen f&uuml;hren soll, findet man leider nicht &ndash; weder im Gesetzentwurf der Regierung, noch in der heutigen Pressemitteilung der CDU\/CSU. [&hellip;]<br>\nGegen das Funktionieren dieser Ermittlungsma&szlig;nahme spricht, dass die meisten Einbrecher ein Minimum an Grips zwischen den Ohren haben. Wenn sie der Gefahr ausweichen wollen, durch eine Funkzellenabfrage entdeckt zu werden, brauchen sie also nichts weiter tun, als ihr Telefon zu Hause zu lassen. Oder nicht einzuschalten. [&hellip;]<br>\nDer Einsatz der schwarzen Sheriffs von der Union dient also mitnichten dem armen Einbruchopfer. Sondern setzt lediglich die &ndash; billig zu habende &ndash; Serie von h&auml;rteren Strafen, sch&auml;rferen Gesetzen und mehr &Uuml;berwachung fort, mit denen CDU und CSU in Wahlkampfzeiten ihr Profil als Hardliner und K&auml;mpfer f&uuml;r Innere Sicherheit zu sch&auml;rfen suchen. Die SPD, wie immer in dieser Legislatur macht mit, schlie&szlig;lich will man auch nach dem Wahltag noch mit dem Koalitionspartner zusammenarbeiten. Und das, was wirklich n&uuml;tzen w&uuml;rde, spielt auch weiterhin keine Rolle: Mehr Personal, bessere Ausstattung, leistungsf&auml;hige IT und qualifiziertere kriminalistische Ausbildung bei der Polizei. Denn das w&uuml;rde ja echtes Geld kosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/nach-wohnungseinbruch-funkzellenabfrage-ueber-jedermann-4999\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Betrugsverdacht: Razzia bei Mautbetreiber Toll Collect<\/strong><br>\nDie LKW-Maut wird zum Fall f&uuml;r die Justiz: Seit Mittwochmorgen durchsuchen etwa ein Dutzend Zivilpolizisten und zwei Staatsanw&auml;lte die Zentrale der Betreiberfirma Toll Collect am Potsdamer Platz in Berlin. Nach SPIEGEL-Informationen steht die Razzia in Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren gegen zwei Toll-Collect-Manager und einen ehemaligen Mitarbeiter. Die Berliner Staatsanwaltschaft wirft ihnen gemeinschaftlich begangenen schweren Betrug bei der Ausweitung der LKW-Maut auf 1100 Kilometer Bundesstra&szlig;en vor. Durch bewusst &uuml;berh&ouml;hte Kalkulationen sollen die Verd&auml;chtigen den Bund um mindestens drei Millionen Euro geprellt haben. [&hellip;]<br>\nNun wird die Abrechnungspraxis auch von Staatsanw&auml;lten und Experten des Landeskriminalamts durchleuchtet. Nach SPIEGEL-Informationen wurde das Ermittlungsverfahren Ende 2016 eingeleitet, nachdem bei der Staatsanwaltschaft Berlin eine anonyme Strafanzeige mit detaillierten Angaben und Firmendokumenten eingegangen war. Die Vorw&uuml;rfe beziehen sich auf den Zeitraum seit dem Jahr 2012. Damals weitete die Bundesregierung die LKW-Maut auf 1100 Kilometer Bundesstra&szlig;en aus. Daf&uuml;r musste sie einen neuen Vertrag mit Toll Collect schlie&szlig;en. Laut Anzeige soll Toll Collect dem Bund seitdem Betriebskosten in Rechnung gestellt haben, die bei der Erhebung auf Bundesstra&szlig;en gar nicht angefallen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/lkw-maut-razzia-bei-betreiber-toll-collect-a-1146931.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein echter Gewinn f&uuml;r die Allgemeinheit, so ein &Ouml;PP-Projekt. F&uuml;r die Allgemeinheit der T-Systems- und Daimler-Aktion&auml;re&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EuG-Urteil: Ablehnung der B&uuml;rgerinitiative gegen TTIP und CETA war rechtswidrig<\/strong><br>\nOhrfeige f&uuml;r EU-Kommission \/ Attac fordert grunds&auml;tzliche Demokratisierung der Handels- und Investitionspolitik<br>\nDas Gericht der Europ&auml;ischen Union (EuG) hat soeben der Klage hunderter europ&auml;ischer Organisationen gegen die Nicht-Zulassung der Europ&auml;ischen B&uuml;rgerinitiative (EBI) gegen die Handelsabkommen TTIP und CETA stattgegeben. &ldquo;Wir begr&uuml;&szlig;en das Urteil. Damit wird deutlich, dass die Ablehnung der EBI willk&uuml;rlich und politisch motiviert war. Die EU-Kommission hat im Bereich der Handelspolitik kein Interesse, einen demokratischen Prozess zu organisieren. Sie h&ouml;rt lieber ausschlie&szlig;lich auf die Interessen von Konzernen&rdquo;, sagt Attac-Handelsexperte Roland S&uuml;&szlig;. &ldquo;Mit dem Urteil wird die Kommission zumindest gezwungen, ihre Politik im Hinblick auf k&uuml;nftige Europ&auml;ische B&uuml;rgerinitiativen zu &uuml;berdenken.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/eug-urteil-ablehnung-der-buergerinitiative-gegen-ttip-und-ceta-war-rechtswidrig\/\">attac<\/a>\n<p><strong>dazu: Pressemitteiling des EuGH<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/curia.europa.eu\/jcms\/upload\/docs\/application\/pdf\/2017-05\/cp170049de.pdf\">EuGH [PDF]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>T&uuml;rkei als Profitparadies deutscher Waffenexporteure<\/strong><br>\nDass Kriege gut f&uuml;r das Gesch&auml;ft sind, beweist einmal mehr die Nord LB. Die Landesbank empfahl ihren Kunden, in Aktien des Autozuliefer- und R&uuml;stungskonzerns Rheinmetall zu investieren &ndash; wegen der Gewinnerwartung. Nicht zuletzt die von den USA den NATO-Mitgliedern abverlangten j&auml;hrlichen R&uuml;stungsausgaben von zwei Prozent des Staatshaushalts lassen die Investoren von der gro&szlig;en Rendite tr&auml;umen. Dazu passen die Zahlen, die am Dienstag bei der Aktion&auml;rsversammlung von Rheinmetall in Berlin ver&ouml;ffentlicht wurden: Der Konzern steigerte 2016 seinen Umsatz um acht Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Wobei mit 14 Prozent der Gro&szlig;teil des Wachstums auf die R&uuml;stungssparte entfiel; die Autozuliefersparte wuchs um 2,5 Prozent. Vorstandschef Armin Papperger verk&uuml;ndete, im Jahr 2017 werde die R&uuml;stungssparte die Marke von drei Milliarden Euro Umsatz &raquo;ziemlich sicher &uuml;bertreffen&laquo;.<br>\nDer stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei, Tobias Pfl&uuml;ger, kritisierte die Aktion&auml;rsversammlung scharf. Die Aktion&auml;re profitierten von &raquo;Tod und T&ouml;tung&laquo;, sagte der Friedensaktivist zu rund 150 Protestierenden, die am Versammlungsort demonstrierten. Der ehemalige Abgeordnete des Europaparlamentes kritisierte auch die zunehmende Militarisierung der Polizei, die von Rheinmetall ausger&uuml;stet wird und fast schon milit&auml;risch auftrete.<br>\nDie Protestierenden lie&szlig;en es sich nicht nehmen, jedem Aktion&auml;r und jedem Passanten klarzumachen, welche G&uuml;ter Rheinmetall produziert und fuhren einen ausgemusterten Panzer vor das Hotel, in dem das Aktion&auml;rstreffen stattfand. &raquo;Wir wollen Rheinmetall entr&uuml;sten&laquo;, sagte L&uuml;hr Henken, einer der Organisatoren der Demonstration. Er forderte von Rheinmetall, die Produktion milit&auml;rischer G&uuml;ter einzustellen und sich rein auf zivile Produkte zu konzentrieren.<br>\nUm der in Deutschland zunehmenden Kritik an R&uuml;stungsexporten zu entgehen, k&ouml;nnten R&uuml;stungskonzerne die Produktion in Drittstaaten verlegen. Das zumindest k&ouml;nnte eine der Erkl&auml;rungen f&uuml;r die Pl&auml;ne des Rheinmetallkonzerns sein, der den Bau einer Panzerfabrik in der T&uuml;rkei vorantreibt. Von dort ist der weitere Export nicht der deutschen R&uuml;stungsexportregulierung unterworfen.<br>\nSeit Wochen kritisieren Politiker und Menschenrechtler die Pl&auml;ne von Rheinmetall. Sevim Dagdelen, Sprecherin der Fraktion Die LINKE f&uuml;r Internationale Beziehungen, kritisierte in einer Stellungsname die deutsche Bundesregierung scharf: &raquo;Das Asyl f&uuml;r Erdogan-kritische Offiziere dient offenbar auch als Camouflage f&uuml;r die potenziell m&ouml;rderischen Folgen der Au&szlig;enwirtschaftspolitik der Bundesregierung.&laquo; Um sich die T&uuml;rkei als Profitparadies f&uuml;r deutsche Waffenschmieden wie Rheinmetall zu sichern, gehe die Bundesregierung sprichw&ouml;rtlich &uuml;ber Leichen. Die &raquo;Rheinische Post&laquo; ver&ouml;ffentlichte am Dienstag Gespr&auml;che zwischen Rheinmetall und der Bundesregierung. Der Konzern will Leopard-Panzer des t&uuml;rkischen Milit&auml;rs nachr&uuml;sten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/m\/artikel\/1050475.tuerkei-als-profitparadies-deutscher-waffenexporteure.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Lokf&uuml;hrergewerkschaft GDL: Weselsky als Chef wiedergew&auml;hlt<\/strong><br>\nClaus Weselsky steht auch in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren an der Spitze der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL). Mit einer Zustimmung von 95 Prozent best&auml;tigten die rund 200 Delegierten der Generalversammlung in Ludwigshafen den Bundesvorsitzenden in seinem Amt. Auch seine beiden Stellvertreter Norbert Quitter und Lutz Schreiber wurden &ldquo;mit gro&szlig;er Mehrheit&rdquo; wiedergew&auml;hlt.<br>\nWeselsky steht seit neun Jahren an der Spitze der GDL. Der 58-J&auml;hrige polarisiert und sorgt in Tarifverhandlungen regelm&auml;&szlig;ig mit scharfen Worten f&uuml;r Schlagzeilen. Die GDL vertritt nach eigenen Angaben rund 34.000 Mitglieder, darunter nicht nur Lokf&uuml;hrer, sondern auch andere Berufsgruppen des Zugpersonals. [&hellip;]<br>\nSeine kr&auml;ftigen Poltereien brachten Weselsky in der Vergangenheit aber auch R&uuml;cktrittsforderungen ein. Selbst in Gewerkschaftskreisen ist sein Verhandlungsstil umstritten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/weselsky-als-gdl-chef-wiedergewaehlt-a-1147040.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein Gewerkschaftsf&uuml;hrer, der konsequent die Interessen seiner Mitglieder vertritt, sich nicht korrumpieren l&auml;sst, zur Belohnung von Medien und Politik brutal pers&ouml;nlich angefeindet wird, und dann mit 90 Prozent der Stimmen wiedergew&auml;hlt wird &ndash; das geht ja gar nicht, da muss der SPIEGEL ein &ldquo;umstritten&rdquo; einflechten. &ldquo;&Auml;rgerlich&rdquo; w&auml;re treffender: einer, der sich mit ganzer Kraft der immer weiteren Neoliberalisierung und dem &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo;-Irrsinn zulasten der Arbeitnehmer entgegenstellt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hannelore Kraft: Nicht mit der LINKEN!<\/strong><br>\nDer Spitzenkandidatin der SPD in Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, steht das Wasser bis zum Hals. Jetzt hat die beinharte Neoliberale ihren letzten Trumpf ausgespielt. Sie hat wiederholt, was sie schon oft gesagt hat: Sie will nicht mit der Partei DIE LINKE regieren. Welchen Hund soll das noch hinter dem Ofen hervorlocken?<br>\nHannelore Kraft wurde von dem mittlerweile die FDP unterst&uuml;tzenden ehemaligen Ministerpr&auml;sidenten Wolfgang Clement entdeckt und gef&ouml;rdert. Diesen politischen Ziehvater kann sie nicht verleugnen. Als ebenso gl&uuml;hende Anh&auml;ngerin der Agenda 2010 ist sie daher mitverantwortlich daf&uuml;r, dass viele Besch&auml;ftigte in Nordrhein-Westfalen zu niedrige L&ouml;hne und viele &Auml;ltere zu niedrige Renten haben. Und im Vergleich zu anderen Bundesl&auml;ndern wachsen zwischen Rhein und Ruhr deutlich mehr Kinder in Armut auf. Trotzdem besitzt sie die Dreistigkeit, ihre Wahlkampf-L&uuml;ge von 2012 zu wiederholen: Kein Kind in Armut zur&uuml;cklassen.<br>\nDie &bdquo;Glaubw&uuml;rdigkeit&ldquo; der stellvertretenden SPD-Vorsitzenden und ihrer Genossen, wenn es darum geht, kein Kind zur&uuml;ckzulassen, kann man auch daran erkennen, dass die Bundesregierung aus Christ- und Sozialdemokraten vor einigen Monaten das Kindergeld um sage und schreibe zwei Euro erh&ouml;ht hat.<br>\nWenn jetzt der Internationale W&auml;hrungsfonds mit der franz&ouml;sischen Konservativen Christine Lagarde an der Spitze &bdquo;h&ouml;here L&ouml;hne&ldquo; und &bdquo;h&ouml;here Steuern auf Eigentum&ldquo; in Deutschland fordert, dann ist das auch eine Ohrfeige f&uuml;r neoliberale Sozialdemokraten wie Hannelore Kraft. Da von den anderen neoliberalen Parteien CDU, FDP, Gr&uuml;ne und AfD (keine Verm&ouml;genssteuer, keine Erbschaftssteuer) auch nichts anderes zu erwarten ist, muss DIE LINKE in den nordrhein-westf&auml;lischen Landtag. Damit neben Arbeitnehmern und Rentnern auch die vielen Kinder, die in Nordrhein-Westfalen in Armut aufwachsen, wenigstens eine Fraktion im Landtag haben, die ihre Interessen vertritt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1412485928812870\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Letzte: Bayern-Boss Uli Hoeness offen wie nie: &laquo;Habe zwei Fan-Clubs im Knast&raquo;<\/strong><br>\nHofkellerei des F&uuml;rsten von Liechtenstein. 108 G&auml;ste haben bei &laquo;meet the president&raquo; je 375 Fr. bezahlt, um sich ein Vier-Gang-Men&uuml; servieren zu lassen. &laquo;Meet the president&raquo; heisst der Anlass im L&auml;ndle. Gekommen ist das meist m&auml;nnliche Publikum wegen Bayerns Pr&auml;sident Uli Hoeness (65). Der Weltmeister von 1974, der seine Gage (20&rsquo;000 Franken) wie &uuml;blich Bayern-Hilfe e.V. spendet, spricht &uuml;ber Robben, Rib&eacute;ry &amp; Co. Den Champions-League Final ohne Bayern. Den gr&ouml;ssten Applaus erntet der Bayern-Boss aber, als er offen &uuml;ber seine 21-&shy;monatige Haftzeit zu reden beginnt.<br>\nHoeness &uuml;ber das Gerichtsurteil:\n<blockquote><p>\n&laquo;Ich bin der einzige Deutsche, der Selbstanzeige gemacht hat und trotzdem im Gef&auml;ngnis war. Ein Freispruch w&auml;re v&ouml;llig normal gewesen. Aber in diesem Spiel habe ich klar gegen die Medien verloren. T&auml;glich waren 10 bis 12 Journalisten vor unserem Haus. Tag und Nacht. Sie haben in VW-Bussen &uuml;bernachtet. Das wollte ich meiner Familie nicht mehr zumuten. Wir h&auml;tten ja Revision am Bundesgerichtshof machen k&ouml;nnen. Das w&auml;re vielleicht ein Jahr gegangen. Dann w&auml;re es vielleicht wieder zur&uuml;ck ans Landesgericht gegangen. Dann w&auml;re vielleicht wieder ein Jahr vergangen. So w&auml;re ich vielleicht jetzt noch im Gef&auml;ngnis.&raquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Hoeness &uuml;ber sein Delikt:<\/p>\n<blockquote><p>\n&laquo;Mein wirtschaftliches Ergebnis bei der Bank Vontobel von 2001 bis 2010 war minus drei Millionen Euro. Ich habe &uuml;ber 40 Millionen Strafe gezahlt, inklusive 18 Millionen Zinsen und 2 Millionen Kirchensteuer. Trotzdem entschied ich mich, ins Gef&auml;ngnis zu gehen. [&hellip;]\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Hoeness &uuml;ber die Zeit nach dem Gef&auml;ngnis:<\/p>\n<blockquote><p>\n&laquo;Ich dachte, es h&auml;ngt mir ein Makel an, ich werde vielleicht ge&auml;chtet. Doch das Gegenteil war der Fall. Wenn ich fr&uuml;her nach Bremen kam, haben die Leute 30 Minuten lang &lsaquo;Hoeness, du Arschloch!&rsaquo; geschrien. Das hat schon wehgetan. Jetzt war ich k&uuml;rzlich wieder dort, da wollten 500 Leute ein Selfie mit mir machen. Da wusste ich, es war total richtig, das Urteil anzunehmen.&raquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.blick.ch\/sport\/fussball\/international\/bundesliga\/bayern-boss-uli-hoeness-offen-wie-nie-unser-team-ist-kein-altersheim-id6650661.html\">Blick<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Hoene&szlig; hat vor Gericht nach und nach zugeben m&uuml;ssen, Steuern in H&ouml;he von &uuml;ber 27 Millionen Euro hinterzogen zu haben und meint dennoch, daf&uuml;r eigentlich einen Freispruch zu verdienen. Man mag das skandal&ouml;s finden, sollte aber lieber den Blick auf eine Gesetzeslage richten, die es Steuerhinterziehern wie Hoene&szlig; nach wie vor erlaubt, per korrekt gestellter Selbstanzeige straffmildernd oder gar straffrei davonzukommen. Deshalb ist sich Hoene&szlig; auch keiner Schuld bewusst und kann wieder gro&szlig;e Reden schwingen. Damals habe halt ein wenig Bayern-Dusel am Tegernsee geherrscht und ihn, den Wohlt&auml;ter, nur deshalb in eine missliche Lage gebracht, weil eine in Aussicht gestellte noch vorteilhaftere Gesetzes&auml;nderung (Steuerabkommen mit der Schweiz) dann doch nicht zustande kam. Das Verhalten von Hoene&szlig; sollte daher zum Anlass genommen werden, die lasche Gesetzgebung zu thematisieren, wenn es um Steuerhinterziehung, Korruption und Geldw&auml;sche geht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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