{"id":38271,"date":"2017-05-12T15:50:52","date_gmt":"2017-05-12T13:50:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38271"},"modified":"2017-05-16T08:02:38","modified_gmt":"2017-05-16T06:02:38","slug":"diese-sogenannten-nachdenkseiten-verbreiten-radikales-und-demokratiefeindliches-gedankengut-meint-das-buero-schulz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38271","title":{"rendered":"\u201aDiese sogenannten &#8220;Nachdenkseiten&#8221; verbreiten radikales und demokratiefeindliches Gedankengut\u2018 meint das B\u00fcro Schulz"},"content":{"rendered":"<p>Ein Leser der NachDenkSeiten hat an den SPD-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten Schulz geschrieben und geraten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38187#more-38187\">den NachDenkSeiten Beitrag vom 8. Mai<\/a> zu lesen. Darauf bekam er von einem Schulz-Mitarbeiter eine Mail (siehe Anlage), die ihn schockierte und die er an uns weiterleitete. Der Kernsatz ist der in der &Uuml;berschrift zitierte. Mich macht diese b&ouml;sartige und verlogene Unterstellung auch betroffen. Aber ich kann verstehen, warum Martin Schulz auf die NachDenkSeiten sauer ist. Wir haben <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=36756\">schon am 25. Januar<\/a>, also unmittelbar nach seiner Nominierung, vorhergesagt, was mit ihm passieren wird und dass die Medien nach einer Schulz-Hype-Phase wieder zur &uuml;blichen Unterst&uuml;tzung von Frau Merkel zur&uuml;ckkehren werden. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6873\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-38271-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170515_Diese_sogenannten_Nachdenkseiten_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170515_Diese_sogenannten_Nachdenkseiten_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170515_Diese_sogenannten_Nachdenkseiten_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170515_Diese_sogenannten_Nachdenkseiten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=38271-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/170515_Diese_sogenannten_Nachdenkseiten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"170515_Diese_sogenannten_Nachdenkseiten_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Wir Macher der NachDenkSeiten haben nicht nur kritisiert, ich habe zum Beispiel in dem oben verlinkten Beitrag wie auch bei anderer Gelegenheit immer wieder geschrieben, was Schulz und die SPD tun k&ouml;nnten, um das Desaster zu vermeiden. Die Kritik war immer konstruktiv. Dieser Glaube an die F&auml;higkeit der SPD zur R&uuml;ckbesinnung hat manche NachDenkSeiten-LeserInnen irritiert. Viele, gerade auch viele fr&uuml;here W&auml;hlerInnen und Multiplikatoren der SPD haben ihre alte Partei schon lange aufgegeben. Von ihnen musste ich den Vorwurf einstecken, einer Illusion zu erliegen. <\/p><p><strong>Jetzt ist der Schulz-Hype zu Ende. Statt konstruktiv nachzudenken und umzuschalten, drischt die Truppe um Martin Schulz auf die Kritiker ein.<\/strong><\/p><p>Der Adressat des Schreibens aus dem B&uuml;ro Schulz hat sich &uuml;berlegt, so berichtet er, &bdquo;was an den NDS demokratiefeindlich ist?&ldquo; Das fragen wir uns auch.<\/p><p><strong>Vermutlich gibt es kein Medium in Deutschland, das in den letzten Jahren so viel zur Aufkl&auml;rung und damit zur demokratischen Willensbildung beigetragen hat wie die NachDenkSeiten. Konkret:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Wir haben gezeigt, wie wir mit der Debatte um den demographischen Wandel manipuliert und dazu verleitet werden, in der Privatvorsorge die L&ouml;sung des Alterungsproblems zu suchen. Von Anfang an, von 2003 an, haben wir unsere Leserinnen und Leser darauf hingewiesen, dass die Riester-Rente und auch die anderen Formen der Privatvorsorge scheitern werden. Wir haben Recht behalten. Das &auml;rgert die SPD F&uuml;hrung. Denn sie hat auf das lahme Pferd Privatvorsorge gesetzt und tut es trotz aller Warnungen weiterhin.<\/li>\n<li>Wir haben dar&uuml;ber aufgekl&auml;rt, wie versucht wird, ein neues Feindbild Russland aufzubauen und wie die weitgehend von Sozialdemokraten gepr&auml;gte Entspannungspolitik mit all ihren gro&szlig;artigen Erfolgen verraten wird.<\/li>\n<li>Wir haben immer wieder darauf gepocht, die skandal&ouml;se Auseinanderentwicklung der Einkommen und Verm&ouml;gen nicht hinzunehmen.<\/li>\n<li>Wir haben die Rettung aller Banken und Spekulanten kritisiert. Wir haben gezeigt, wie mit dem Begriff &bdquo;systemrelevant&ldquo; eine von Sachlichkeit gepr&auml;gte demokratische Debatte ausgehebelt wurde.<\/li>\n<li>Wir haben von Anfang an die fatal falsche Wirtschafts-, Finanz- und W&auml;hrungspolitik analysiert. Wir haben davor gewarnt, die S&uuml;dl&auml;nder Europas an den Pranger zu stellen. <\/li>\n<li>Die NachDenkSeiten haben f&uuml;r den Zusammenhalt Europas geworben, als es bei anderen, bei Politikern und Medien, &uuml;blich war, &uuml;ber andere V&ouml;lker Europas mit b&ouml;sen Spr&uuml;chen wie &bdquo;Ihr Pleitegriechen&ldquo; herzufallen.<\/li>\n<li>Wir haben dar&uuml;ber aufgekl&auml;rt, wie aus einer Krise der Spekulanten, wie aus einer Finanzkrise, eine &bdquo;Staatsschuldenkrise&ldquo; gemacht worden ist &ndash; ein hochmanipulativer Vorgang mit Unterst&uuml;tzung der F&uuml;hrungen der etablierten Parteien in Berlin.<\/li>\n<li>Wir haben vor der weiteren Militarisierung der Politik gewarnt.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Anders als Martin Schulz haben wichtige Pers&ouml;nlichkeiten den Wert und die Bedeutung des Mediums NachDenkSeiten erkannt. Frank Schirrmacher und Peter Bofinger zum Beispiel, und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19432\">die Gratulanten zum zehnten Geburtstag der NachDenkSeiten<\/a>.<\/strong><\/p><p><strong>Der fr&uuml;here FAZ-Herausgeber und viel zu fr&uuml;h gestorbene Frank Schirrmacher<\/strong> hat sich im August 2011 damit besch&auml;ftigt, wie die Parteien und die Medien mit der Finanzkrise umgegangen sind. Die Konservativen der Angela Merkel sprachen von einem Monster. Dazu Frank Schirrmacher in einem Artikel mit der &Uuml;berschrift &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/buergerliche-werte-ich-beginne-zu-glauben-dass-die-linke-recht-hat-11106162.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat<\/a>&ldquo;:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Angela Merkel war bisher nicht in der Lage, die moralischen Folgen der Krise in der Eurozone zu thematisieren. Das ist schlimm genug. Undenkbar, dass zu Zeiten Erhards nicht ein Selbstverst&auml;ndigungsprozess eingesetzt h&auml;tte. Daf&uuml;r fehlt der Partei augenscheinlich das Personal. Denn die Macht dazu fehlt ihr keinesfalls. &Uuml;ber das Wort &bdquo;Monster&ldquo; ist die politische Positionierung der Konservativen bis heute nicht hinausgekommen &ndash; <strong>und das las man fr&uuml;her und besser auf den &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo;<\/strong> des unverzichtbaren Albrecht M&uuml;ller, einst Vordenker von Willy Brandt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Professor Peter Bofinger<\/strong>, Mitglied des Sachverst&auml;ndigenrats zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung, hat das Vorwort f&uuml;r das Jahrbuch 2011 der NachDenkSeiten geschrieben. Dort hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Leser der Jahrb&uuml;cher und der NachDenkSeiten wissen, dass sie sich darauf verlassen k&ouml;nnen, mit ihrer Hilfe immer wieder einen neugierigen, kritischen Blick hinter die g&auml;ngigen Denkmuster werfen zu k&ouml;nnen. Die Leser dieses nun zum f&uuml;nften Mal erscheinenden Jahrbuches werden wieder einmal erstaunt sein, bei wie vielen Problemen ihnen die Lekt&uuml;re die Augen &ouml;ffnet &hellip;&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Trotz der Anerkennung und Unterst&uuml;tzung vieler Leserinnen und Leser und trotz der freundlichen Unterst&uuml;tzung durch Personen wie Schirrmacher und Bofinger und dem gr&ouml;&szlig;eren Teil der deutschen Kabarettisten zum Beispiel m&uuml;ssen wir uns offensichtlich daran gew&ouml;hnen, dass b&ouml;sartige Diffamierungen erfunden werden, um den Einfluss der NachDenkSeiten auf die Meinungsbildung zu torpedieren.<\/strong><\/p><p>Das k&ouml;nnte auch das Motiv aus dem Hause Schulz gewesen sein.<\/p><p><strong>Wir k&ouml;nnen uns dagegen nur dadurch wehren, dass wir solche Angriffe &ouml;ffentlich machen und unsere Leserinnen und Leser bitten, in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis dar&uuml;ber zu informieren.<\/strong><\/p><p><strong>Anlage<\/strong><br>\n<strong>Mail SPD Parteivorstand an Herrn Lang<\/strong><\/p><p>Gesendet:&nbsp;Mittwoch, 10. Mai 2017 um 17:52 Uhr<\/p><p>Betreff:&nbsp;Nachricht via Kontaktformular von Helmut Lang (Ticket: SPD-162218)<\/p><p>Sehr geehrter Herr&nbsp;Lang,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihre E-Mail, die uns am 09. Mai 2017 erreicht hat.&nbsp;Sicherlich haben Sie Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, dass der SPD-Parteivorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz nicht alle an ihn gerichteten Zuschriften pers&ouml;nlich beantworten kann. Ich antworte Ihnen in seinem Auftrag.<\/p><p><strong>Diese sogenannten &ldquo;Nachdenkseiten&rdquo; verbreiten radikales und demokratiefeindliches Gedankengut<\/strong>, von daher werde ich dieser Seite keinen Click geben und den Artikel nicht &ouml;ffnen.&nbsp;<\/p><p>Allerdings antworte ich Ihnen sehr gerne auf Ihre Vermutung.<\/p><p>Einer der S&auml;tze, den Martin Schulz am &ouml;ftesten w&auml;hrend des bisherigen Wahlkampfes wiederholt hat, ist, dass er Kanzler der Bundesrepublik Deutschland werden will. Lautstark,&nbsp;deutlich und unmissverst&auml;ndlich wiederholt er den Satz aus voller &Uuml;berzeugung und mit ganzem Herzem.&nbsp;<\/p><p>Wir wollen das Land voranbringen, nicht als Juniorpartner der CDU, sondern als st&auml;rkste Kraft im Parlament. Daf&uuml;r brauchen wir jede einzelne Stimme!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en aus dem Willy-Brandt-Haus<br>\nDimitrios Papoulias<\/p><p>SPD-Parteivorstand<br>\nDirektkommunikation<br>\nWilly-Brandt-Haus<br>\nWilhelmstra&szlig;e 141<br>\n10963 Berlin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Leser der NachDenkSeiten hat an den SPD-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten Schulz geschrieben und geraten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38187#more-38187\">den NachDenkSeiten Beitrag vom 8. Mai<\/a> zu lesen. Darauf bekam er von einem Schulz-Mitarbeiter eine Mail (siehe Anlage), die ihn schockierte und die er an uns weiterleitete. Der Kernsatz ist der in der &Uuml;berschrift zitierte. 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