{"id":38274,"date":"2017-05-12T16:28:19","date_gmt":"2017-05-12T14:28:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274"},"modified":"2017-05-12T19:57:48","modified_gmt":"2017-05-12T17:57:48","slug":"hinweise-des-tages-ii-294","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h01\">G7-Finanzministertreffen: Attac kritisiert deutsche Export&uuml;berschuss-Strategie <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h02\">K&ouml;rzell: Lohnsteuerzahler und ihre Familien zielgenau entlasten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h03\">In den Abgrund gek&uuml;rzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h04\">Kanada will durchsetzbare Arbeitnehmerrechte in Ceta<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h05\">Fabian Fritzsche: Frankreich, der kranke Mann Europas?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h06\">Pleite von DB-Konkurrent Locomore: Die L&uuml;ge vom Wettbewerb auf der Schiene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h07\">Regierungskrise in &Ouml;sterreich: Europa muss damit rechnen, dass die FP&Ouml; bald mitregiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h08\">Bundestags-Hack: Merkel und der schicke B&auml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h09\">Konzerne als Retter? &ndash; Das Gesch&auml;ft mit der Entwicklungshilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h10\">Erdogans Schnitt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h11\">America has become so anti-innovation &ndash; it&rsquo;s economic suicide<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h12\">Review: Michael Hudson&rsquo;s &ldquo;&lsquo;J&rsquo; is for Junk Economics&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h13\">R&uuml;ckkehrer sind willkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h14\">Das &ldquo;Twitter-M&auml;dchen&rdquo; im Syrienkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h15\">Ohne Schwarzwei&szlig;-Malerei geht gar nichts mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h16\">Medienkrieg im Wei&szlig;en Haus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38274#h17\">Das Letzte: &ldquo;Putin wird jede Gelegenheit nutzen, um Deutschland zu destabilisieren&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>G7-Finanzministertreffen: Attac kritisiert deutsche Export&uuml;berschuss-Strategie<\/strong><br>\nH&ouml;here L&ouml;hne, Investitionen in soziale und &ouml;kologische Infrastruktur und geringere Abgabenbelastung statt Freihandel!<br>\nAnl&auml;sslich des heute beginnenden G7-Finanzministertreffens im italienischen Bari kritisiert Attac die Weigerung der Bundesregierung, eine Abkehr von der Export&uuml;berschuss-Strategie einzuleiten, scharf. Notwendig ist eine Politik f&uuml;r gerechten Welthandel jenseits von aggressiver Exportorientierung und neoliberalem Freihandel.<br>\n&ldquo;Die Kritik des Internationalen W&auml;hrungsfonds, des neuen franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten und der US-Regierung an der deutschen Export&uuml;berschussstrategie ist &ndash; trotz unterschiedlicher Motive &ndash; v&ouml;llig berechtigt. Die alleinigen Gewinner sind die Shareholder der deutschen Exportindustrie &ndash; alle anderen verlieren&rdquo;, sagt Alexis Passadakis von Attac. &ldquo;Die aggressive Orientierung auf Export&uuml;bersch&uuml;sse f&uuml;hrt zur sozialen Spaltung der Gesellschaft: Die Reall&ouml;hne hierzulande stagnieren, die &ouml;ffentlichen Ausgaben sind zu niedrig. Au&szlig;erdem wird Arbeitslosigkeit &lsquo;exportiert&rsquo;. Die Ungleichgewichte der Handelsbilanzen verst&auml;rken die generelle weltwirtschaftliche Instabilit&auml;t.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/g7-finanzministertreffen-attac-kritisiert-deutsche-exportueberschuss-strategie\/\">attac<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Auffallend ist, dass Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble in den letzten Tagen die Tonlage ge&auml;ndert hat, in der Sache aber genauso stur bleibt. Hier eine kleine Auswahl an Schlagzeilen, mit denen offensichtlich positive Stimmung f&uuml;r den Finanzminister gemacht werden soll. Interessant dabei ist, dass Sch&auml;uble beispielsweise die Kritik am zu hohen Export&uuml;berschuss inzwischen f&uuml;r berechtigt h&auml;lt, aber nach wie vor behauptet, das Ganze h&auml;tte keine politischen Ursachen, sei also durch die Bundesregierung nicht beeinflussbar (siehe dazu weitere Anmerkung unseres Lesers J.A. unten). Bei den Investitionen greift er auf eine &auml;hnliche Taktik zur&uuml;ck. Er r&auml;umt ein, dass mehr investiert werden m&uuml;sse, die bereitgestellten Mittel aber gar nicht abfl&ouml;ssen und die B&uuml;rokratie die Umsetzung verhindere, also wieder andere Schuld an einem Zustand seien, den aber die neoliberale Politik &agrave; la Sch&auml;uble erst verursacht hat.<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Sch&auml;uble: Ja, wir brauchen h&ouml;here Investitionen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/staatsfinanzen-schaeuble-ja-wir-brauchen-hoehere-investitionen-15008513.html?GEPC=s30\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;uble offen f&uuml;r Macrons radikale Euro-Zonen-Pl&auml;ne<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article164457086\/Schaeuble-offen-fuer-Macrons-radikale-Euro-Zonen-Plaene.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;uble h&auml;lt Export&uuml;berschuss f&uuml;r zu hoch<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-05\/handel-exportueberschuss-wolfgang-schaeuble-finanzen-hoch-steuern\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die deutsche Politik hat 25 Jahre lang und l&auml;nger darauf hingearbeitet, die angeblich zu niedrige preisliche deutsche Wettbewerbsf&auml;higkeit zu steigern: durch Senkung von Renten und Teilprivatisierung der Gesundheitsleistungen, durch die K&uuml;rzung des Arbeitslosengeldes und die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe, durch K&uuml;rzungen (&ldquo;Lohnzur&uuml;ckhaltung&rdquo;) bei den &Ouml;ffentlich Besch&auml;ftigten, Deregulierung des Arbeitsmarktes und die Forcierung eines Niedriglohnsektors usw. etc. pp. Nachdem die Politik ihre Ziele erreicht hat, behauptet einer der Hauptschuldigen, &ldquo;Allerdings habe der &Uuml;berschuss keine politischen Ursachen.&rdquo; Warum wird diese unversch&auml;mte L&uuml;ge kommentarlos abgedruckt? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>K&ouml;rzell: Lohnsteuerzahler und ihre Familien zielgenau entlasten<\/strong><br>\nBund, L&auml;nder, Gemeinden erwarten Steuermehreinnamen in Milliardenh&ouml;he<br>\nLaut der aktuellen Steuersch&auml;tzung k&ouml;nnen Bund, L&auml;nder und Gemeinden bis 2020 mit zus&auml;tzlichen Einnahmen in zweistelliger Milliardenh&ouml;he rechnen. Doch ein &ldquo;&uuml;bergro&szlig;er Teil des Steueraufkommens&rdquo; stamme aus Lohn- und Umsatzsteuer, kritisiert DGB-Vorstand Stefan K&ouml;rzell. Er forderte deshalb &ldquo;eine zielgenaue Entlastung der breiten Masse der Lohnsteuerzahler und ihrer Familien&rdquo;, Reiche m&uuml;ssten st&auml;rker besteuert werden.<br>\n&bdquo;Die Steuermehreinnahmen sind nur die eine Seite der Medaille. Die andere Seite sind die Ausgabenbedarfe der &ouml;ffentlichen Hand: Der Investitionsstau in St&auml;dten und Gemeinden betr&auml;gt laut kfw-Kommunalpanel 2017 (wurde am Dienstag vorgestellt) inzwischen 126 Milliarden Euro. Der prozentuale Anstieg einzelner Steuerarten darf nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass ein &uuml;bergro&szlig;er Teil des Steueraufkommens nach wie vor aus der Lohnsteuer und der Umsatzsteuer herr&uuml;hrt. Steuern mit starkem Bezug zu Gewinnen und Verm&ouml;gen tragen immer noch zu wenig zur Finanzierung des Gemeinwesens bei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++d1c50158-3627-11e7-b36f-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>In den Abgrund gek&uuml;rzt<\/strong><br>\nGriechische Gewerkschaften k&uuml;ndigen neue Proteste gegen die j&uuml;ngsten von Berlin und Br&uuml;ssel erzwungenen K&uuml;rzungsprogramme an. Nach harten Verhandlungen hat die griechische Regierung in der vergangenen Woche, um die notwendigen Gelder f&uuml;r die im Juli f&auml;llige R&uuml;ckzahlung von Krediten zu erhalten, drakonischen Ma&szlig;nahmen zustimmen m&uuml;ssen. So sollen Massenentlassungen erleichtert, das ohnehin auf nur zw&ouml;lf Monate beschr&auml;nkte Arbeitslosengeld gekappt und die Renten weiter reduziert werden &ndash; um bis zu 18 Prozent. Griechische Rentner h&auml;tten dann seit 2010 in etwa die H&auml;lfte ihrer Einkommen verloren. Dies wiegt umso schwerer, als Langzeitarbeitslose in Griechenland keinerlei staatliche Beihilfen erhalten und komplett von der Unterst&uuml;tzung durch Angeh&ouml;rige abh&auml;ngig sind; traditionell waren die Renten deshalb eine Art Sozialhilfeersatz. Auch wegen der Rentenk&uuml;rzungen ist die extreme Armut in Griechenland massiv gestiegen: von 2,2 Prozent der Bev&ouml;lkerung im Jahr 2009 auf 13,6 Prozent der Bev&ouml;lkerung im Jahr 2016.Wird das aktuelle Streichungsprogramm durchgesetzt, ist eine weitere Verarmung absehbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59595\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.E.:<\/strong> Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Herr Sch&auml;uble ganz Griechenland auf einen sozialen und wirtschaftlichen Todesmarsch schickt. Wenn da bei den Griechen mal keine alten Erinnerungen hochkommen. Er sollte sich sch&auml;men. Aber das w&auml;re eine Eigenschaft, die in den Verhaltensmustern der heutigen Politiker nicht mehr vorkommt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kanada will durchsetzbare Arbeitnehmerrechte in Ceta<\/strong><br>\nIn Freihandelsverhandlungen stellt sich die EU gerne als der Partner dar, der soziale Rechte in den Vertr&auml;gen verankert. Bei Ceta scheint es aber umgekehrt zu sein: Kanada will etwas f&uuml;r Arbeitnehmer tun, Br&uuml;ssel bremst.<br>\nKanada dr&auml;ngt darauf, die im Handelsvertrag Ceta mit der EU proklamierten Arbeitnehmerrechte durchsetzbar zu machen. Das betonte Handelsminister Francois-Philippe Champagne in einem Antwortbrief an einen EU-Abgeordneten. In der EU ist man offenbar von der Idee nicht begeistert. Linke und Gewerkschaften sp&uuml;ren Oberwasser.<br>\nDer Minister schreibt, &bdquo;Kanada h&auml;tte zugestimmt, durchsetzbare Arbeitsvorschriften in das Handels- und Arbeitskapitel von Ceta aufzunehmen&ldquo;, aber das Ergebnis der Verhandlungen sei gewesen, dass man die Frage der Durchsetzbarkeit nochmals &uuml;berpr&uuml;fen und besprechen wolle, wenn Ceta in Kraft getreten ist. &bdquo;Die kanadische Regierung ist bestrebt, so schnell wie m&ouml;glich mit der EU und deren Mitgliedstaaten hier&uuml;ber Gespr&auml;che aufzunehmen&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Schreiben an Fabio De Masi (Die Linke).<br>\nDe Masi hatte Champagnes Vorg&auml;ngerin Chrystia Freeland brieflich gefragt, ob die Behauptung des deutschen DGB-Vorstandsmitglieds Stefan K&ouml;rzell stimme, dass es die EU-Kommission sei, und nicht die Kanadier, die beim Thema Arbeitnehmerrechte bremse. W&auml;hrend Freelands Nachfolger Champagne in dieser Frage eine sehr deutliche Antwort gab, wich er einer zweiten Frage De Masis aus: Ob Kanada bereit gewesen sei, auf spezielle Gerichte f&uuml;r Investorenklagen gegen Staaten zu verzichten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/handel-kanada-will-durchsetzbare-arbeitnehmerrechte-in-ceta\/19793400.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fabian Fritzsche: Frankreich, der kranke Mann Europas?<\/strong><br>\nNachdem Griechenland offenbar nicht mehr als Schreckgespenst f&uuml;r den Zusammenbruch des Euros taugt, Portugal auch nicht so recht in den Fokus r&uuml;cken will und die spanische Wirtschaft kr&auml;ftig expandiert, verteilt sich die mediale Aufmerksamkeit auf Italien und Frankreich. [&hellip;]<br>\nNach Angaben der OECD arbeitet ein durchschnittlicher deutscher Erwerbst&auml;tiger allerdings lediglich 1371 Stunden im Jahr (2015; letzter Platz in der OECD), ein franz&ouml;sischer Erwerbst&auml;tiger hingegen 1482 Stunden pro Jahr- das war der deutsche Durchschnitt im Jahr 1999. Angesichts der gesetzlich vorgeschriebenen 35-Stunden-Woche in Frankreich mag es &uuml;berraschen, dass in Frankreich je Erwerbst&auml;tigem mehr gearbeitet wird, allerdings arbeiten in Deutschland weit mehr Menschen Teilzeit als in Frankreich. W&uuml;rde es Frankreich schaffen, &uuml;ber eine andere Verteilung der Arbeit &ndash; ob das w&uuml;nschenswert ist, sei hier dahingestellt &ndash; die Arbeitszeit je Erwerbst&auml;tigen auf deutsches Niveau zu senken, w&auml;re die Arbeitslosenquote in Frankreich genauso niedrig wie derzeit in Deutschland.<br>\nUnd auch bei den BIP-Wachstumszahlen gibt es wenig Anhaltspunkte f&uuml;r systematische Unterschiede. Zwischen 1999 (also der Euro-Buchgeld-Einf&uuml;hrung) und 2016 lag das durchschnittliche, reale Wirtschaftswachstum in Frankreich bei 1,5%, in Deutschland bei 1,3%. In den letzten Jahren liegt Deutschland etwas vor Frankreich, aber eine tempor&auml;re Wachstumsdifferenz von 0,4 Prozentpunkten sollte auch nicht &uuml;berbewertet werden. [&hellip;]<br>\nDas alles soll nicht hei&szlig;en, dass Frankreich keine Reformen ben&ouml;tigt. Ein durchschnittliches Wachstum zwischen 1% und 1,5% und eine Arbeitslosenquote von &uuml;ber 10% sind kaum befriedigend. Die deutschen Zahlen sind allerdings kaum oder nur scheinbar besser. Wenn in der Debatte also das eine Land als nahezu hoffnungsloser Fall, der die Eurozone zu Fall bringen kann und das andere Land als leuchtendes Vorbild dargestellt wird, wirkt das angesichts der Fakten einigerma&szlig;en bizarr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2017\/05\/10\/fabian-fritzsche-frankreich-der-kranke-mann-europas\/\">WirtschaftsWunder<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Pleite von DB-Konkurrent Locomore: Die L&uuml;ge vom Wettbewerb auf der Schiene<\/strong><br>\nDie Pleite des Bahn-Startups Locomore zeigt: Konkurrenten der Deutschen Bahn haben keine Chance. Das liegt nicht an der tollen Leistung des Staatskonzerns, sondern an den zu hohen Kosten f&uuml;r die anderen. [&hellip;]<br>\nDie Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind vielf&auml;ltig: Es f&auml;ngt damit an, dass ein privater Konkurrent Z&uuml;ge braucht. Ausgemusterte Loks und Waggons sind allerdings gar nicht so leicht zu bekommen, dann m&uuml;ssen sie f&uuml;r viel Geld in Schuss gebracht und auch noch zugelassen werden. All das bindet viel Zeit und noch mehr Kapital.<br>\nAuch die Betriebskosten sind hoch: Locomore hat es sch&auml;tzungsweise rund 25.000 Euro gekostet, morgens einen Zug von Stuttgart nach Berlin zu schicken und nachmittags wieder zur&uuml;ck. Um die Ausgaben f&uuml;r Lok und Waggons, Personal und Strom sowie f&uuml;r die Benutzung der Trassen stemmen zu k&ouml;nnen, braucht es eine Menge Fahrg&auml;ste, die deutlich mehr zu zahlen bereit sind als f&uuml;r ein durchschnittliches Fernbusticket. [&hellip;]<br>\nBleibt die Frage, ob es tats&auml;chlich noch gelingen kann, f&uuml;r mehr Wettbewerb auf der Schiene zu sorgen. Die Antwort lautet: Ja, aber. Es kann gelingen, daf&uuml;r muss die Politik sich aber von ihrer Verschleierungstaktik aus Sonntagsreden und Profitabilit&auml;tsfassade verabschieden und f&uuml;r echte strukturelle Ver&auml;nderungen sorgen. Am Anfang des Prozesses muss die schmerzhafte Erkenntnis stehen, dass es Zeit ist, sich endlich ehrlich zu machen: Der Verkehr auf der Schiene ist nur dann wirtschaftlich darstellbar und somit f&uuml;r einen Markteinstieg privater Anbieter attraktiv, wenn die Kosten niedriger sind. Und das hei&szlig;t aus Sicht des Bundes vor allem: Er muss die Infrastruktur kostenlos zur Verf&uuml;gung stellen. Die sogenannten Trassengeb&uuml;hren, die Z&uuml;ge f&uuml;r die Benutzung zahlen m&uuml;ssen, summieren sich auf rund f&uuml;nf Milliarden Euro pro Jahr. Angesichts eines Umsatzes aller Anbieter im Fern-, Regional- und G&uuml;terverkehr von rund 20 Milliarden Euro ist das eine betr&auml;chtliche Summe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/locomore-und-die-deutsche-bahn-die-luege-vom-wettbewerb-auf-der-schiene-a-1147363.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wieder f&auml;llt einem nur die Kinnlade runter. &ldquo;[Der Bund] muss die Infrastruktur (die Trassen) kostenlos zur Verf&uuml;gung stellen.&rdquo; Muss die Infrastruktur nicht von jemandem gepflegt und bezahlt werden? Wie refinanziert sie sich? Ach, der Steuerzahler soll die Milliarden f&uuml;r die Trassen bezahlen und private Unternehmen sich &lsquo;ne goldene Nase verdienen? Dabei noch die Gewinnmargen der Deutschen Bahn weiter unter Druck setzen, bis die Bahn in Deutschland auf dem verlotterten Niveau von, sagen wir, Gro&szlig;britannien angekommen ist? Sicher kein Wunder, dass in dem Artikel die geplante &ldquo;&Uuml;berf&uuml;hrung&rdquo; von Netz und Betrieb und Infrastruktur der Autobahnen, also die extrem teure Privatisierung, angepriesen wird. Und genauso eine Knalleridee wie die jahrzehntelange mantraartige &ldquo;Senkung der Lohnnebenkosten&rdquo;, ohne zu erkl&auml;ren, wer denn dann f&uuml;r Renten, Krankenversicherung und Arbeitslosengeld aufkommen soll. Der SPIEGEL ist und bleibt das Zentralorgan der Neoliberalen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Regierungskrise in &Ouml;sterreich: Europa muss damit rechnen, dass die FP&Ouml; bald mitregiert<\/strong><br>\nDie Regierungskrise in &Ouml;sterreich verd&uuml;stert die Aussicht auf ein reformbereites, solidarisches Europa. Au&szlig;enminister Kurz gilt als Hoffnungstr&auml;ger, aber bisher ist er nicht viel mehr als eine Projektionsfl&auml;che. [&hellip;]<br>\nDiese Personalie bedeutet weit mehr als nur den Austausch von K&ouml;pfen in einer besch&auml;digten, geschw&auml;chten Volkspartei in einem kleinen europ&auml;ischen Land. Sie bedeutet in letzter Konsequenz, dass nach den n&auml;chsten Wahlen das bevorsteht, wovor sich viele in der EU f&uuml;rchten: eine weitere rechtspopulistische Partei an der Macht in Europa.<br>\nWas bei der Bundespr&auml;sidentenwahl in &Ouml;sterreich im Dezember, der Parlamentswahl in den Niederlanden im M&auml;rz und der Pr&auml;sidentschaftswahl in Frankreich im Mai nicht eingetreten ist, ist nun einigerma&szlig;en realistisch. [&hellip;]<br>\nDer ehemalige Wirtschaftsminister Emmanuel Macron ist in Frankreich mit einem Programm angetreten, in dem er sozialliberale, wirtschaftsliberale und proeurop&auml;ische Positionen verkn&uuml;pfte, er hat eine eigene Bewegung gegr&uuml;ndet &ndash; und als Kandidat der Mitte gewonnen. Sebastian Kurz hat, wenn er antritt, keine Zeit mehr f&uuml;r eine Wahlplattform oder den Umbau der &Ouml;VP. Er ist, aufgrund seiner harten Linie in der Grenzsicherungs- und Fl&uuml;chtlingspolitik, erst einmal Kandidat der Hardliner, nicht der Mitte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/regierungskrise-in-oesterreich-europa-muss-damit-rechnen-dass-die-fpoe-bald-mitregiert-1.3501146\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was meint die SZ eigentlich mit der &ldquo;Aussicht auf ein reformbereites, solidarisches Europa&rdquo;? &ldquo;Reformen&rdquo; f&uuml;r noch mehr &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; und Kampf der Nationen untereinander? Wer von den Regierungen und der EU-Kommission tritt denn f&uuml;r eine &ldquo;solidarische&rdquo; oder gar eine soziale EU ein &ndash; ist die irgendwo angek&uuml;ndigt? Was f&uuml;r ein fragiles und hochnerv&ouml;ses Gebilde ist dieses &ldquo;Europa&rdquo; (die EU) &uuml;berhaupt, das bei jeder demokratischen Wahl, und Wahlen kommen in einer Demokratie alle paar Jahre vor, kurz vor dem Zerfall steht? Und wie verschoben ist die Wahrnehmung der SZ, die Macron, einen harten Neoliberalen als &ldquo;Kandidat der Mitte&rdquo; verkl&auml;rt? Warum hat die SZ im Vergleich Angst vor der FP&Ouml;, die zwar in Migrationsfragen viel weiter rechts, <a href=\"https:\/\/kontrast-blog.at\/wie-sozial-ist-die-fpoe-wirklich\/\">in ihren wirtschaftspolitischen Ansichten<\/a> &ldquo;nur&rdquo; in etwa so neoliberal ist wie Macron?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundestags-Hack: Merkel und der schicke B&auml;r<\/strong><br>\nGut m&ouml;glich, dass im Wahlkampf demn&auml;chst E-Mails der Kanzlerin auftauchen. Oder vertrauliche Dokumente aus dem Bundestag. Denn vor zwei Jahren spionierten Hacker wochenlang das Computernetzwerk des Parlaments aus. Wie sind sie vorgegangen? Rekonstruktion einer spektakul&auml;ren Geheimdienstaktion<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/20\/cyberangriff-bundestag-fancy-bear-angela-merkel-hacker-russland\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.S.:<\/strong> Die Zeit widmete dem Bundestagshack vorgestern 6-Seiten. Der Russe wars. Aber schauen wir mal auf die Beweise. Es wurde also das Tool XTunnel\/X-Agent benutzt, das auch beim DNC zum Einsatz kam. Dieses wurde dort von CrowdStrike (und nur dieser privaten Firma) APT28 &ldquo;FancyBear&rdquo; zugeordnet. Jrnes wiederum soll Verbindungen zum russischen GRU haben. Wie kommt man darauf? Hacks geschehen in &ldquo;typischen Arbeitszeiten in Moskaus Zeitzone&rdquo;. Ich muss wohl nicht sagen, wie viele St&auml;dte dieser Definition ebenfalls entsprechen. <\/em><br>\n<em>Den viel verheerenderen Fehler haben Jeffrey Carr &amp; insbesondere der Telekom Router Hack gezeigt. Carr ist IT-Experte und listet in seinen Artikeln die Fehler in Argumentationsketten zum &ldquo;attribution game&rdquo; bei Hacks auf. Lesenswert insbesondere die Artikel zu <a href=\"https:\/\/medium.com\/@jeffreycarr\">CrowdStrike<\/a> . Wichtigster Punkt zu X-Agent? Der Source Code ist seit langem publik und kann somit nicht lapidar FancyBear zugeordnet werden. Als w&auml;re das nicht genug, gab es daf&uuml;r ein reales Szenario bei Routerhack der Telekom. Wir erinnern uns an die Hysterie. Hier war jedoch ein britischer B&uuml;rger der Einzelt&auml;ter dahinter. Erstaunlich, wie wenig Anklang das in den Medien fand.<\/em><br>\n<em>Last but not least haben alle diese Hacks gemein, dass die grenzenlose Inkompetenz der Regierungseinrichtungen offenbart wurde. Das BSI res&uuml;mierte: &ldquo;Bei der Ausbreitung im internen Netz setzten die Angreifer auf g&auml;ngige Methoden und &ouml;ffentlich verf&uuml;gbare Tools, wie sie auch von weniger professionellen T&auml;tern verwendet werden.&rdquo; Die Bundestags IT schaffte es also nicht mal, das Netz gegen bekannte Bedrohungen (inkl Quellcode) abzusichern. Verst&auml;ndlich, dass man da mit dem Finger lieber auf Russland zeigt. Ich f&uuml;r meinen Teil freue ich mich auf den Inhalt der Mails vor Bundestagswahl. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Konzerne als Retter? &ndash; Das Gesch&auml;ft mit der Entwicklungshilfe<\/strong><br>\nDie staatliche Entwicklungshilfe setzt zunehmend auf die Privatwirtschaft. Nur sie k&ouml;nne effizient Armut und Hunger in der Welt bek&auml;mpfen. &ldquo;Konzerne als Retter?&rdquo; nimmt den Zuschauer mit nach Kenia, Sambia und Tansania, fragt, wie &ouml;ffentlich-private Partnerschaften funktionieren und ob die &Auml;rmsten der Armen von ihnen profitieren.<br>\nDie Vereinten Nationen haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis zum Jahr 2030 sollen Armut und Hunger weltweit beendet werden. Um das zu erreichen, setzt die staatliche Entwicklungshilfe zunehmend auf die Privatwirtschaft. Die &ouml;ffentlichen Gelder seien knapp, zus&auml;tzliche Investitionen aus der Wirtschaft n&ouml;tig, um sogenannte Hebeleffekte zu erzielen. Der Einsatz unternehmerischen Know-hows kreiere eine Win-win-Situation f&uuml;r alle Beteiligten, so die Bef&uuml;rworter des Trends aus Politik und Wirtschaft. Kritiker halten dagegen, dass das Einbeziehen von Konzernen in die Entwicklungshilfe eine Au&szlig;enwirtschaftsf&ouml;rderung sei und nicht den Hungernden zugutekomme. Die Dokumentation analysiert die politischen Hintergr&uuml;nde &ouml;ffentlich-privater Partnerschaften in der Entwicklungshilfe. Sie beleuchtet sieben unterschiedliche Modelle der Zusammenarbeit im Ern&auml;hrungs- und Landwirtschaftssektor in Kenia, Sambia und Tansania: vom Versuch deutscher Unternehmen, die Produktivit&auml;t kenianischer Kartoffelbauern zu steigern, bis hin zum Investmentfonds, der Entwicklungsgelder nutzt, um mit gigantischen Soja- und Maisplantagen Rendite f&uuml;r Anleger in Deutschland zu erzielen. Der aufwendig recherchierte Film zeigt den Missbrauch staatlicher Entwicklungsgelder durch die Industrie auf und macht den Grundkonflikt zwischen industrieller und kleinb&auml;uerlicher Landwirtschaft deutlich. Ist die Zusammenarbeit von privat und Staat in der Entwicklungszusammenarbeit m&ouml;glich, so dass die lokale Bev&ouml;lkerung auch wirklich von ihr profitiert?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/059525-000-A\/konzerne-als-retter?autoplay=1\">arte.tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Erdogans Schnitt<\/strong><br>\nDie Bundesregierung befindet sich in Verhandlungen &uuml;ber neue deutsch-t&uuml;rkische R&uuml;stungsdeals. Dies best&auml;tigt das Bundeswirtschaftsministerium. Demnach hat Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) mit dem Vorstandschef der Waffenschmiede Rheinmetall &uuml;ber die Nachr&uuml;stung t&uuml;rkischer Leopard-Kampfpanzer gesprochen. Solche Gesch&auml;fte mit NATO-Partnern seien &ldquo;grunds&auml;tzlich nicht zu beschr&auml;nken&rdquo;, hei&szlig;t es in Berlin. Parallel bem&uuml;ht sich die Bundesregierung, die deutsch-t&uuml;rkische Wirtschaftskooperation wieder zu intensivieren. Ziel ist es, die bilateralen Beziehungen zu st&auml;rken, um die &ldquo;Br&uuml;ckenfunktion&rdquo; nach Nah- und Mittelost, die die T&uuml;rkei f&uuml;r Deutschland und die EU aus&uuml;bt, nicht zu verlieren. Ankara ist unter Staatspr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan dabei, das Land nicht nur &ouml;konomisch zu st&auml;rken und es auf lange Sicht zu einer der zehn gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaften der Welt zu machen (&ldquo;Vision 2023). Erdogan sucht die T&uuml;rkei zudem in eine eigenst&auml;ndige Regionalmacht zu transformieren, die B&uuml;ndnisse ganz nach ihrem Bedarf schlie&szlig;t und nicht mehr von den westlichen Staaten abh&auml;ngig ist. Die au&szlig;enpolitische Neupositionierung des Landes geht mit seinem Umbau in eine Pr&auml;sidialdiktatur einher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59593\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>America has become so anti-innovation &ndash; it&rsquo;s economic suicide<\/strong><br>\nIf you&rsquo;ve used the internet at any point in the past few weeks, you&rsquo;ve probably heard of Juicero. Juicero is a San Francisco-based company that sells a $400 juicer. Here&rsquo;s how it works: you plug in a pre-sold packet of diced fruits and vegetables, and the machine transforms it into juice. But it turns out you don&rsquo;t actually need the machine to make the juice. On 19 April, Bloomberg News reported that you can squeeze the packets by hand and get the same result. It&rsquo;s even faster. [&hellip;]<br>\nThese phenomena might seem worlds apart, but they&rsquo;re intimately connected. Innovation drives economic growth. It boosts productivity, making it possible to create more wealth with less labor. When economies don&rsquo;t innovate, the result is stagnation, inequality, and the whole horizon of hopelessness that has come to define the lives of most working people today. Juicero isn&rsquo;t just an entertaining bit of Silicon Valley stupidity. It&rsquo;s the sign of a country committing economic suicide.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/technology\/2017\/may\/11\/tech-innovation-silicon-valley-juicero\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Review: Michael Hudson&rsquo;s &ldquo;&lsquo;J&rsquo; is for Junk Economics&rdquo;<\/strong><br>\nMichael&rsquo;s book, J is for Junk Economics, reads like an economic thriller. It also provides all the answers to: &ldquo;What I always wanted to know about Economics, but was afraid to ask&rdquo;. It is a fascinating read, written for &lsquo;experts&rsquo; as well as for economic novices. It is a factual account of what so called &lsquo;Propaganda Experts&rsquo; want you to believe about economics, and it dismantles the myths. It explains &lsquo;jargons&rsquo; that are on purpose coined, so that the average reader has no clue of their real meaning, but they create an illusion that supposedly serves him. When in reality, the invented and fake expressions make the believers into serfs &ndash; serfs to the very system they adore and believe it&rsquo;s freedom. Michael&rsquo;s book explains, what those economic manipulator &lsquo;experts&rsquo; do not want you to understand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.counterpunch.org\/2017\/05\/12\/review-michael-hudsons-j-is-for-junk-economics\/\">Couterpunch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>R&uuml;ckkehrer sind willkommen<\/strong><br>\nSeit dem Wochenende ziehen K&auml;mpfer aus dem Damaszener Vorort Barzeh ab, die ihre Waffen nicht niederlegen wollen. Ihr Ziel ist ein Gebiet im Norden Syriens, das unter der Kontrolle bewaffneter Gruppen steht. Einige Familienangeh&ouml;rige begleiten sie, der Transport wird mit Bussen organisiert. Doch andere K&auml;mpfer geben ihre Waffen ab und werden in ein staatliches Amnestieprogramm aufgenommen. So konnte auch in anderen Vororten von Damaskus, wie in Daraya oder Moadamiya ein Ende der Gewalt erreicht werden. Die Amnestierten und ihre Familien hoffen, ihr fr&uuml;heres Leben wieder aufnehmen zu k&ouml;nnen. Einige von ihnen werden vor&uuml;bergehend in dem Ort Herjalla (Damaskus) untergebracht, wo 1500 Wohneinheiten in Form von Bungalows gebaut wurden. Hier leben die Familien, bis die Unterlagen der M&auml;nner gekl&auml;rt sind, um dann ihr eigenes Leben wieder zu organisieren.<br>\nEine seit Ende 2015 verhandelte und immer wieder blockierte Vereinbarung wird seit Mitte M&auml;rz auch in der Satellitenstadt Al Waer (Homs) umgesetzt. Etwa einmal pro Woche bringen Busse die K&auml;mpfer, die ihre Waffen nicht abgeben wollen, in die nordsyrische Stadt Jarabulus an der Grenze zur T&uuml;rkei. Der Ort wird von t&uuml;rkischen Truppen und mit der T&uuml;rkei verb&uuml;ndeten Rebellengruppen kontrolliert, wo die K&auml;mpfer sich offenbar sicher f&uuml;hlen. Mit ihnen reisen ihre Familien ab, Frauen, Kinder und alte Leute, die mit Sorge und Skepsis in die Zukunft sehen. Gesichert wird der Abzug von syrischer und russischer Milit&auml;rpolizei. Der Syrisch Arabische Rote Halbmond (SARC) betreut und hilft den Abreisenden. Die Mitglieder des Homser Vers&ouml;hnungskomitees sorgen daf&uuml;r, dass alle Punkte der Vereinbarung eingehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1050553.rueckkehrer-sind-willkommen.html\">Karin Leukefeld auf Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das &ldquo;Twitter-M&auml;dchen&rdquo; im Syrienkrieg<\/strong><br>\nFata Morganas aus 1000 und einer Nachtschicht<br>\nBei der Rollenverteilung in Gut und B&ouml;se greifen erfahrene Spindoctors gerne auf kleine M&auml;dchen zur&uuml;ck, die zuverl&auml;ssig Sympathien f&uuml;r die leidende Partei und Hass auf die denunzierte Partei liefern (vgl. Geleaktes CIA-Dokument belegt Kriegspropaganda &ndash; Junge M&auml;dchen in der politischen Propaganda). [&hellip;]<br>\nAuch im Syrien-Konflikt, wo die Einteilung in Gut und B&ouml;se mangels Guten eigentlich gar nicht m&ouml;glich ist, tauchen schon mal kleine M&auml;dchen auf, um dem Publikum das Feindbild zu weisen. So machte im Dezember 2016 ein tapferes kleines M&auml;dchen in Social Media die Runde, das in Aleppo zwischen dort liegenden Leichen irrte. Das scheinbar aktuelle Foto entstand jedoch bereits 2014 im Libanon &ndash; und stammt aus einem inszenierten Videoclip der libanesischen S&auml;ngerin Hiba Tawaji &uuml;ber den Arabischen Fr&uuml;hling. Die &ldquo;Leichen&rdquo; waren so tot wie Nayiras &ldquo;Babys&rdquo; echt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Das-Twitter-Maedchen-im-Syrienkrieg-3703634.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ohne Schwarzwei&szlig;-Malerei geht gar nichts mehr<\/strong><br>\nWer Gutes &uuml;ber Russland berichtet, gilt als &ldquo;Putinversteher&rdquo;. Wer Probleme der Europ&auml;ischen Union anspricht, wird zum &ldquo;Europafeind&rdquo;. Und zum &ldquo;Globalisierungsgegner&rdquo;, wer globale Missst&auml;nde anprangert. Schriftsteller Bodo Morsh&auml;user &uuml;ber Kampfbegriffe des Mainstream.<br>\nNach dem Ende des Kalten Krieges wurde ein paar Jahre lang der Traum getr&auml;umt, das Zeitalter der Ideologien, Demagogie und Propaganda sei vor&uuml;ber. Heute geh&ouml;rt diese Hoffnung der Vergangenheit an. Wir leben l&auml;ngst im n&auml;chsten ideologischen Zeitalter. Ohne Schwarzwei&szlig;-Malerei geht gar nichts mehr.<br>\nWenn gegen globale Missst&auml;nde demonstriert wird, f&uuml;r die die neoliberale Auslegung der Globalisierung verantwortlich gemacht wird, h&ouml;ren solche Demonstranten oft, sie seien &ldquo;Globalisierungsgegner&rdquo;. Obwohl die Mehrheit nur eine andere Art von Globalisierung als die bestehende will, und nicht vorhat, ihre in China gefertigten iPhones wegzuwerfen. Mit der Titulierung &ldquo;Globalisierungsgegner&rdquo; soll genau dieser Ver&auml;nderungswille bestritten werden.<br>\nOder wenn gesagt wird, die EU, so, wie sie besteht, bringe zu viele Probleme und m&uuml;sse ver&auml;ndert werden, kommt es h&auml;ufig vor, dass selbsternannte &ldquo;Pro-Europ&auml;er&rdquo; rufen, diese Kritiker seien &ldquo;Europagegner&rdquo; oder &ldquo;Europafeinde&rdquo;. Obwohl Ver&auml;nderungen der EU aus Sorge um ihren Weiterbestand gefordert werden. Aber genau das soll mit solchen Kampfbegriffen in Zweifel gezogen werden. &Uuml;brigens abgesehen davon, dass die EU nicht Europa ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/ein-neues-ideologisches-zeitalter-ohne-schwarzweiss-malerei.1005.de.html?dram:article_id=385875\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Medienkrieg im Wei&szlig;en Haus<\/strong><br>\nDer russische Tass-Fotograf Alexandr Scherbak hat sich mittlerweile auch in die Debatte eingeschaltet. Er schreibt, die US-Medien sollten sich beruhigen, es sei nichts Ungew&ouml;hnliches geschehen. Er sei von einem US-Vertreter ins Wei&szlig;e Haus begleitet und genau kontrolliert worden. Er habe sein Smartphone nicht in das Oval Office mitgenommen und sei dort ztusammen mit einer Fotografin des Wei&szlig;en Hauses gewesen:\n<blockquote><p>\nThere was nothing unusual about the photoshoot with Trump and Lavrov. Everything was typical. After the meeting with Tillerson I was taken by a US representative to the White House. I was scanned, patted down, and then sniffed by canines. Then I was waiting for the arrival of our delegation in a room in the White House. I was introduced to a female photographer who works there and was told to stay by her side as she knows all the protocol details. I took only two cameras to the photoshoot, I left all my stuff, including my cellphone, in another room as I was told to do.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Das klingt dann doch schon symmetrischer und w&uuml;rde bedeuten, dass das Wei&szlig;e Haus schlicht keine Bilder vom Treffen ver&ouml;ffentlichen wollte. Lawrow betonte nach dem Treffen, dass sich die Beziehungen zwischen Russland und den USA w&auml;hrend der Obama-Regierung verschlechtert h&auml;tten, w&auml;hrend Trump nun gesagt habe, sie zu verbessern und nach L&ouml;sungen von Konflikten zu suchen. In Syrien sei es zu &Uuml;bereinstimmungen im Konzept der Sicherheitszonen gekommen. Das aber interessiert die Trump-kritischen US-Medien kaum, die den Bilderkrieg sch&uuml;ren oder wom&ouml;glich verhindern wollen, dass es zu einer Ann&auml;herung der amerikanischen Regierung mit dem ausgemachten B&ouml;sen kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Medienkrieg-im-Weissen-Haus-3712222.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: &ldquo;Putin wird jede Gelegenheit nutzen, um Deutschland zu destabilisieren&rdquo;<\/strong><br>\nGarri Kasparow ist einer der wichtigsten russischen Oppositionellen, der nicht im Gef&auml;ngnis sitzt oder ermordet wurde. Im Interview mit t-online.de warnt der Ex-Schachweltmeister vor einer Einflussnahme Putins auf die Wahl im September. Angela Merkel sei der &ldquo;Kern der europ&auml;ischen Einheit gegen Russland&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/id_81139862\/exklusiv-interview-garri-kasparow-putin-will-merkel-loswerden.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Das ist der erste Absatz eines &ldquo;journalistischen Interviews&rdquo;, das komplett faktenfrei ist, keinerlei Belege f&uuml;r Kasparows krude Thesen enth&auml;lt und ihm im Prinzip nur eine B&uuml;hne f&uuml;r seine Russlandhetze im Allgemeinen und Putin-Hetze im Besonderen bietet. Man gewinnt den Eindruck, dass die Agitation, um Putin und Russland in den Dreck zu ziehen, angesichts der gegenteiligen Meinung des Gro&szlig;teils der deutschen Bev&ouml;lkerung immer hysterischer und schizophrener wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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