{"id":3829,"date":"2009-03-18T09:28:24","date_gmt":"2009-03-18T08:28:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3829"},"modified":"2009-03-18T09:28:24","modified_gmt":"2009-03-18T08:28:24","slug":"hinweise-des-tages-853","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3829","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Krugman nennt Europas Kampf gegen Krise entt&auml;uschend<\/li>\n<li>Konsumentenschulden als neuer Krisenherd<\/li>\n<li>Wolfgang M&uuml;nchau: Die Zeitbombe tickt<\/li>\n<li>Notausgang f&uuml;r Steuerfl&uuml;chtlinge<\/li>\n<li>Jeder siebte Jugendliche &bdquo;in hohem Ma&szlig;e ausl&auml;nderfeindlich&ldquo;<\/li>\n<li>Flaute erzwingt Klinikverk&auml;ufe<\/li>\n<li>Der lange Kampf ums Honorar<\/li>\n<li>Krankenversicherungsbeitr&auml;ge steuerlich besser absetzbar<\/li>\n<li>Nochmals: Sozialverband VdK fordert R&uuml;ckkehr zur dynamischen Rente<\/li>\n<li>Alleinerziehende kriegen nur halben Kinderbonus<\/li>\n<li>Muss Zumwinkel doch noch ins Gef&auml;ngnis?<\/li>\n<li>AWD: Maschmeyer gibt offenbar auf<\/li>\n<li>Spenden unter dem Rettungsschirm<\/li>\n<li>Gesetz zur CO2-Abscheidung: Undemokratische Eile<\/li>\n<li>Kurzarbeit: Wer arbeiten l&auml;sst, ist ein Idiot<\/li>\n<li>Karlsruhe gibt Sch&auml;uble Contra<\/li>\n<li>Steinmeier ver&ouml;ffentlicht seine &bdquo;Mutmachprosa&ldquo; bei Bertelsmann<\/li>\n<li>Der Einfluss der Herkunft ist offenbar so gro&szlig;, dass die Schulform ihn nicht brechen kann<\/li>\n<li>KMK verabschiedet Kriterienkatalog zur Einstellung von Lehrern und erntet Kritik von der GEW<\/li>\n<li>Die Benutzung von Kondomen verschlimmert das Aids-Problem?!<\/li>\n<li>Obama als Sozialist<\/li>\n<li>Mediale Kreuzz&uuml;ge &ndash; Lateinamerikas Medienkonzerne<\/li>\n<li>Barcleys Bank zwingt den Guardian, Dokumente &uuml;ber deren &bdquo;Steuervermeidung&ldquo; aus dem Netz zu nehmen<\/li>\n<li>Kaffeesatzlesen bei der Konjunkturentwicklung<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<\/p><p>Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3829&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Krugman nennt Europas Kampf gegen Krise entt&auml;uschend<\/strong><br>\nSchlagabtausch zwischen Krugman und Verheugen: Der amerikanische Nobelpreistr&auml;ger hat den europ&auml;ischen Kampf gegen die Krise heftig kritisiert. Die Konjunkturprogramme in der EU seien &ldquo;wirklich entt&auml;uschend&rdquo;. EU-Kommissar Verheugen weist die Angriffe zur&uuml;ck.\n<p>Br&uuml;ssel &ndash; Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Paul Krugman hat seine Kritik an den europ&auml;ischen Konjunkturprogrammen versch&auml;rft. Die Antwort Europas auf die Wirtschaftskrise sei &ldquo;wirklich entt&auml;uschend&rdquo;, sagte Krugman bei einem Treffen mit EU-Industriekommissar G&uuml;nter Verheugen in Br&uuml;ssel. Die USA tun nicht genug, um die Krise zu bek&auml;mpfen, erg&auml;nzte Krugman, und Europa tue &ldquo;weniger als die H&auml;lfte dessen, was die USA tun. Das ist unzureichend&rdquo;.<\/p>\n<p>Verheugen wies die Kritik zur&uuml;ck. &ldquo;Es ist noch ein bisschen zu fr&uuml;h, um zu beurteilen, ob die Konjunkturpakete wirken oder nicht&rdquo;, sagte der EU-Industriekommissar. &ldquo;Wir sind nicht sicher, ob es helfen w&uuml;rde, einfach mehr Geld in die Realwirtschaft zu pumpen &ndash; besonders, solange wir keine Gewissheit haben, dass der Bankensektor wieder richtig funktioniert.&rdquo; Er erwarte deshalb &ldquo;f&uuml;rs erste&rdquo; kein weiteres Konjunkturpaket, sagte Verheugen. (&hellip;)<\/p>\n<p>Krugman sagte hingegen, n&ouml;tig w&auml;ren staatliche Ausgaben im Umfang von vier Prozent des BIP pro Jahr, und zwar &ldquo;auf beiden Seiten des Atlantiks&rdquo;. &ldquo;In den USA sollten aufs Jahr betrachtet 600 Milliarden Dollar ausgegeben werden, in der EU rund 500 Milliarden Euro&rdquo;, sagte der Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger. Die EU-Staaten m&uuml;ssten demnach ihre Ausgaben, die sich selbst nach den Berechnungen der Kommission nur auf gut 400 Milliarden Euro pro Jahr belaufen, mehr als verdoppeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,613832,00.html\">SpiegelOnline<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> An diesem kleinen Beispiel kann man sehen, welches Mittelma&szlig; in Europa entscheidende Stellen besetzt. Angesichts einer dramatischen Entwicklung der realen Wirtschaft und angesichts der bedr&uuml;ckenden Folgen f&uuml;r alle, die Arbeit suchen, insbesondere auch f&uuml;r junge Leute, die von unserer verschlafenen Wirtschaftspolitik um ihre Berufschancen gebracht werden, erkl&auml;rt der EU-Industriekommissar, er und die EU seien sich nicht sicher, ob es helfen w&uuml;rde, mehr Geld in die Realwirtschaft zu pumpen. Und dann behauptet er auch noch, er wolle warten, bis der Bankensektor wieder richtig funktioniert. Also erst muss das Casino wieder richtig eingerichtet sein, dann kann mehr f&uuml;r die Sicherung von Arbeitspl&auml;tzen getan werden. <\/em><\/p>\n<p>Der Mann hat keine Ahnung davon, dass konjunkturpolitische Ma&szlig;nahmen Zeit brauchen, bis sie wirken. Das war bisher schon der Fehler der herrschenden Gruppe in Br&uuml;ssel und in Berlin. Steinbr&uuml;ck und Merkel haben auch gewartet, bis das Kind in den Brunnen gefallen war. Entsprechend ist das Konjunkturprogramm I und vor allem II angelegt. Es tritt zum Teil erst im Sommer und sp&auml;ter in Kraft. <\/p><\/li>\n<li><strong>Konsumentenschulden als neuer Krisenherd<\/strong><br>\nDie Zahlungsausf&auml;lle bei den US-Kreditkartenanbietern sind im Februar auf den h&ouml;chsten Stand seit 20 Jahren gestiegen. Experten erwarten einen weiteren Anstieg noch mindestens f&uuml;r einige Monate. Damit zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Zahlungsf&auml;higkeit der B&uuml;rger erst noch voll durchschlagen wird. Der ohnehin angeschlagenen US-Finanzbranche droht ein neuer Krisenherd. Weil immer mehr Verbraucher ihre Kreditkartenrechnung nicht mehr bezahlen k&ouml;nnen, stieg die Ausfallrate bei diesen Darlehen im Februar auf den h&ouml;chsten Stand seit mehr als 20 Jahren. Im vergangenen Monaten erh&ouml;hten sich die Nettoausf&auml;lle der Branche Berechnungen der Investmentbank Jefferies zufolge auf 8,14 Prozent nach 4,65 Prozent im Januar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/konsumentenschulden-als-neuer-krisenherd;2205285\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Wolfgang M&uuml;nchau: Die Zeitbombe tickt<\/strong><br>\nJosef Ackermann, der Chef der Deutschen Bank, w&uuml;rde sich bekannterweise sch&auml;men, wenn er Geld von der deutschen Regierung erhielte. Jetzt scheint es so, dass es sich f&uuml;r Ackermann mit amerikanischen Steuergeldern ganz ungeniert leben l&auml;sst: Nichts anderes als der Kollaps europ&auml;ischer Institute w&auml;re die Folge gewesen, h&auml;tte Washington AIG im September 2008 nicht mit amerikanischem Steuergeld gerettet. \n<p>Bei dem geflossenen Geld an die Deutsche Bank und andere Institute handelt es sich unter anderem um Zahlungsstr&ouml;me von Kreditderivaten, einschlie&szlig;lich Credit Default Swaps (CDS). Technisch sind dies Swaps, &ouml;konomisch sind es nichts anderes als Versicherungsleistungen. Die Deutsche Bank hat, wie andere Banken auch, ihr Anlageverm&ouml;gen zum Teil mit diesen Produkten abgesichert. Durch Kreditderivate versichertes Verm&ouml;gen galt als bombensicher. Bilanztechnisch wurde es anders behandelt als nicht abgesichertes Verm&ouml;gen. Das Problem ist nur, dass die Versicherung selbst nichts wert ist, wenn die Versicherungsgesellschaft pleite ist. Der amerikanische Autor Nassim Taleb beschrieb die Logik dieser Produkte wie folgt: &ldquo;Es ist so, als w&uuml;rde man eine Versicherung f&uuml;r die ,Titanic&lsquo; kaufen von jemandem auf der ,Titanic&lsquo;.&rdquo; Dass solche Produkte gekauft wurden, lag nicht nur daran, dass der K&auml;ufer die Absurdit&auml;t dieser Produkte nicht verstand. Noch wichtiger war, dass sie die M&ouml;glichkeit boten, das risikogewichtete Kapital in der Bankbilanz zu frisieren. In dem Moment, wo die Versicherung f&auml;llig wird, kann sie nicht geleistet werden. Wir verstehen mittlerweile, warum sie doch geleistet wurde: Der amerikanische Steuerzahler hat die Zeche bezahlt.<\/p>\n<p>Was passiert jetzt? Der US-Kongress wird alle Hebel in Bewegung setzen, um Kompensationen f&uuml;r Zahlungsleistungen an ausl&auml;ndische Banken zu erreichen. Vielleicht wird der Kongress darauf bei k&uuml;nftigen Zahlungsstr&ouml;men dringen oder das Geld von den Heimatstaaten der Banken direkt zur&uuml;ckfordern. Denn die CDS sind noch l&auml;ngst nicht abgelaufen, und die gr&ouml;&szlig;ten Pleiten k&ouml;nnten noch bevorstehen. Die 12 Mrd. $, die an die Deutsche Bank und die Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale bezahlt wurden, sind daher auch kein Grund aufzuatmen. Sie zeigen, wie stark diese Institute von den Rettungsdienstleistungen des amerikanischen Staats auch jetzt noch abh&auml;ngen. Wenn es dem US-Kongress gelingen sollte, diese Zahlungen auszusetzen oder gar Geld zur&uuml;ckzufordern, dann wird es sehr unangenehm f&uuml;r die betroffenen Institute beziehungsweise deren Regierungen. &ndash; Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Zockerei mit diesen gef&auml;hrlichen Finanzprodukten immer noch weitergehen darf. Man muss diese Instrumente m&ouml;glichst schnell aus dem Markt herausregulieren, indem man eine B&ouml;rsenpflicht einf&uuml;hrt beziehungsweise den gesamten Markt der Versicherungsaufsicht unterstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/:Kolumne-Wolfgang-M%FCnchau-Die-Zeitbombe-tickt\/488621.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Notausgang f&uuml;r Steuerfl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nWie gro&szlig; war der Jubel mancher Regierungschefs, als viele Steueroasen in den vergangenen Tagen ank&uuml;ndigten, ihr Bankgeheimnis zu lockern. Dabei gibt es zur Freude bislang wenig Anlass: Die Zusagen von Liechtenstein und anderen Staaten sind eher symbolisch. Zwar wollen diese L&auml;nder k&uuml;nftig die einschl&auml;gigen OECD-Standards zum Informationsaustausch in Steuerfragen einhalten. Damit erhielten die Beh&ouml;rden anderer Staaten auf eine begr&uuml;ndete Anfrage hin auch Daten bei Steuerhinterziehung. Das Gesch&auml;ft mit der Steuerflucht wird dadurch aber kaum besch&auml;digt: Die Beh&ouml;rden wissen nur selten, in welcher Steueroase sie &uuml;berhaupt nach welchem Fl&uuml;chtigen suchen sollen. Deshalb ist ein automatischer Informationsaustausch &uuml;ber Kapitaleink&uuml;nfte und Unternehmensbeteiligungen der einzige Weg, grenz&uuml;berschreitende Steuerflucht zu unterbinden. Damit werden Beh&ouml;rden in die Lage versetzt, relevante Informationen ohne Anfangsverdacht und m&uuml;hsame Anfragen zu erhalten. So hat es die EU f&uuml;r Zinseink&uuml;nfte bereits eingef&uuml;hrt. Ebenso verfahren die Bundesstaaten in den USA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Gastkommentar-Notausgang-f%FCr-Steuerfl%FCchtlinge\/488407.html?mode=print\">FTD <\/a><\/li>\n<li><strong>Jeder siebte Jugendliche &bdquo;in hohem Ma&szlig;e ausl&auml;nderfeindlich&ldquo;<\/strong><br>\nAntisemitismus und Rechtsextremismus sind nur bei einer Minderheit der F&uuml;nfzehnj&auml;hrigen verbreitet, wie die Wissenschaftler herausfanden. Fast jeder dritte stimmte der Aussage &bdquo;In Deutschland gibt es zu viele Ausl&auml;nder&ldquo; zu; als &bdquo;in hohem Ma&szlig;e ausl&auml;nderfeindlich&ldquo; klassifizierten die Autoren etwa jeden siebten befragten F&uuml;nfzehnj&auml;hrigen (14 Prozent). &bdquo;Stark antisemitisch&ldquo; h&auml;tten sich 4,3 Prozent ge&auml;u&szlig;ert.\n<p>Die deutschen Jugendlichen wurden auch nach ihrer Mitgliedschaft in einer rechtsextremen Gruppierung oder Kameradschaft befragt. Dabei trat ein alarmierendes Ergebnis zutage: Der Anteil der Jungen, die Mitglied einer rechtsextremen Gruppe oder Kameradschaft sind (4,9 Prozent) ist genauso hoch wie der Anteil, die sich in einer sozialen Organisation (etwa Rotes Kreuz oder Technisches Hilfswerk) oder in einer politischen Partei engagieren. M&auml;dchen sind seltener Mitglieder rechtsextremer Organisationen; der Durchschnitt der rechtsextrem vernetzten Neuntkl&auml;ssler liegt bei 3,8 Prozent. In manchen Gebieten Ost- und S&uuml;ddeutschlands liegt diese Quote jedoch deutlich h&ouml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~E9361216077EE4E158F59B0F70B8D18F9~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p>Siehe dazu den Forschungsbericht: Jugendliche in Deutschland als Opfer und T&auml;ter von Gewalt<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.kfn.de\/versions\/kfn\/assets\/fb107.pdf\">Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen, Langfassung [PDF &ndash; 2,0 MB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>F&uuml;r mehr als drei Viertel aller Jugendlichen geh&ouml;rte Gewalt in den zw&ouml;lf Monaten vor der Befragung nicht zu ihrem pers&ouml;nlichen Erfahrungsbereich.<\/li>\n<li>Die Befunde seit 1998 zeigen eine gleichbleibende bis r&uuml;ckl&auml;ufige Tendenz der Jugendgewalt.<\/li>\n<li>Die positiven Trends von Jugendgewalt innerhalb und au&szlig;erhalb von Schulen finden ihre Entsprechung im Anstieg pr&auml;ventiv wirkender Faktoren und im Sinken gewaltf&ouml;rdernder Lebensbedingungen der Jugendlichen.<\/li>\n<li>Die Anzeigebereitschaft der jugendlichen Opfer von Gewalttaten (bei der Polizei) h&auml;ngt erheblich von der ethnischen Zugeh&ouml;rigkeit ab. Bei der sich in Westdeutschland zu 36,2% aller F&auml;lle ergebenden Konstellation &bdquo;deutsches Opfer, deutscher T&auml;ter&ldquo; werden nur 19,5% der Gewalttaten der Polizei gemeldet. Wird ein deutsches Opfer aber von einem jungen Migranten angegriffen (und dies sind ebenfalls 36,2% aller F&auml;lle), dann liegt die Anzeigebereitschaft mit 29,3% um die H&auml;lfte h&ouml;her&hellip; Deutsche T&auml;ter, die einen Migranten attackieren, werden demgegen&uuml;ber nur zu 18,9% und damit am seltensten angezeigt (10,4% der F&auml;lle).\n<\/li>\n<li>Sowohl aus Opfer- wie aus T&auml;tersicht zeigen die Daten zur selbstberichteten Jugendgewalt, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund h&auml;ufiger Gewalttaten begehen als deutsche Jugendliche.\n<\/li>\n<li>Der st&auml;rkste Einfluss auf Jugendgewalt geht von der Zahl der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Delinquent\">delinquenten<\/a> Freunde aus, mit denen die Jugendlichen in ihrem sozialen Netzwerk verbunden sind.\n<\/li>\n<li>Die Verbesserung von Bildungschancen wirkt sich pr&auml;ventiv aus.<\/li>\n<li>Der Konsum von Alkohol und illegalen Drogen, der einen eigenst&auml;ndigen Risikofaktor f&uuml;r gewaltt&auml;tiges Verhalten darstellt, ist unter Jugendlichen weit verbreitet. <\/li>\n<li>Die Quote der deutschen Jugendlichen, die der Aussage &bdquo;In Deutschland gibt es zu viele Ausl&auml;nder&ldquo; uneingeschr&auml;nkt zustimmen, betr&auml;gt 29,7%. In hohem Ma&szlig;e ausl&auml;nderfeindliche Einstellungen haben 14,4% offenbart; als eindeutig rechtsextrem sind 5,2% einzustufen, stark antisemitisch haben sich zudem 4,3% der deutschen Jugendlichen ge&auml;u&szlig;ert. Zu diesen Quoten kommt jeweils ein deutlich h&ouml;herer Prozentsatz von deutschen Jugendlichen hinzu, die ausgepr&auml;gte Sympathien zu solchen Einstellungen und Verhalten aufweisen (&bdquo;zu viele Ausl&auml;nder&ldquo; 34,8%, Ausl&auml;nderfeindlichkeit 26,2%, Rechtsextremismus 11,5%, Antisemitismus 8,4%).\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.kfn.de\/versions\/kfn\/assets\/fb107zusammenfassung.pdf\">Zusammenfassung des Forschungsberichts [PDF &ndash; 124 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Flaute erzwingt Klinikverk&auml;ufe<\/strong><br>\n&ldquo;Die Finanz- und Wirtschaftskrise sorgt daf&uuml;r, dass wieder mehr Krankenh&auml;user unter Druck kommen und privatisieren m&uuml;ssen&rdquo;, sagt Asklepios-Gr&uuml;nder Bernhard Broermann im Gespr&auml;ch mit dem Handelsblatt. Richtig in Fahrt kommen d&uuml;rfte die neue Privatisierungswelle aber erst nach Ablauf des Superwahljahrs 2009.\n<p>Der 65 Mrd. Euro schwere deutsche Krankenhausmarkt ist bisher noch stark zersplittert. Die vier gr&ouml;&szlig;ten privaten Betreiber, die in den vergangenen Jahren massiv durch Zuk&auml;ufe gewachsen sind, haben immer noch deutlich weniger als zehn Prozent Marktanteil. Asklepios geh&ouml;rt mit einem Umsatz von zuletzt 2,3 Mrd. Euro neben Helios, Rh&ouml;n-Klinikum und Sana zu den gro&szlig;en privaten Klinikkonzernen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-dienstleister\/flaute-erzwingt-klinikverkaeufe;2204426;0\">Handelsblatt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/handel-dienstleister\/der-druck-auf-die-krankenhaeuser-nimmt-zu;2204298;0\">Handelsblatt Interview mit Bernard Broermann, Gr&uuml;nder des privaten Klinikbetreibers Asklepios<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zu dem von Broermann im Interview so gelobten Zukauf der Landesbetriebskrankenh&auml;user in Hamburg ist folgendes zu erg&auml;nzen:<br>\nIm Oktober 2007 wollten 2000 Mitarbeiter wieder zu ihrem alten Arbeitgeber, der Stadt, zur&uuml;ck. Viele Mitarbeiter wollten die Zust&auml;nde in den privatisierten Krankenh&auml;usern, wo unter Rentabilit&auml;tsdruck immer weniger Zeit f&uuml;r die Patienten bleibt, nicht weiter hinnehmen.<\/em><\/p>\n<p>Der CDU-Senat hatte den Landesbetrieb Krankenh&auml;user privatisiert, obwohl sich in einem Volksentscheid 77 Prozent aller Hamburger Wahlb&uuml;rger gegen die Privatisierung ausgesprochen hatten.<\/p>\n<p>2006 zahlte Hamburg einen Zuschuss von 18,3 Millionen Euro und 2005 zahlte die Stadt 19,5 Millionen Euro an Asklepios weil der Senat dem privaten Klinikbetreiber ein bestimmtes Nettoumlaufverm&ouml;gen zusicherte.<\/p>\n<p>Nicht zu bestreiten ist, dass die &ouml;ffentlichen Kliniken nach jahrelanger Unterfinanzierung und fehlenden Investitionen finanziell in schwieriger Lage sind, obwohl mehr als 100.000 Arbeitspl&auml;tze schon abgebaut wurden. Die Budgets der Kliniken sind bei stark steigenden Kosten gedeckelt worden. Seit Jahren setzt die Politik die Krankenh&auml;user auf Di&auml;t, so dass inzwischen eine Finanzierungsl&uuml;cke von angeblich 6,7 Milliarden Euro entstanden ist, um dann als L&ouml;sung die privaten Investoren wie rettende Engel einfliegen zu lassen.<br>\nIn keinem vergleichbaren Land werden so viele und so gro&szlig;e Krankenh&auml;user an private Investoren verkauft wie in Deutschland.<\/p>\n<p>Die weitere Privatisierung von Krankenh&auml;usern bedeutet eine weitere &bdquo;Industrialisierung&ldquo; des Arztberufes. Fresenius\/Helios wiesen bis zu 15 Prozent Gewinn aus. 2007 erzielten die gro&szlig;en privaten Klinikketten 7 Milliarden Euro Gewinn.<\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch nochmals:<\/em> <a href=\"?p=2977\">Bertelsmann: &bdquo;Unser Gesundheitswesen braucht Qualit&auml;tstransparenz&ldquo;<\/a> <\/p>\n<p>Nach langem Streit sollen die 2100 Kliniken in diesem Jahr rund drei Milliarden zus&auml;tzlich erhalten. Nach Auffassung der Krankenhausverb&auml;nde, der &Auml;rzte und Schwestern wird diese Erh&ouml;hung als viel zu niedrig erachtet, weil sie die Kostensteigerungen (selbst der Tarifsteigerungen) bei weitem nicht ausgleiche. Hinzu kommt, dass die L&auml;nder ihren Verpflichtungen zur F&ouml;rderung der Krankenhausinvestitionen nicht nachkommen.<\/p>\n<p>Der Weg vieler Kliniken in die roten Zahlen oder in die Privatisierung ist also vorprogrammiert.<\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung AM:<\/strong> Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass die hier avisierte neue Privatisierungswelle im Krankenhausbereich wie viel anderes Unheil die Folge der systematischen Verarmung der &ouml;ffentlichen H&auml;nde darstellt und dass diese Tendenz mit Einrichtungen wie der Schuldenbremse f&uuml;r die Zukunft noch verst&auml;rkt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der lange Kampf ums Honorar<\/strong><br>\nDie Reform der &Auml;rztehonorare ist ins Gerede gekommen, weil &Auml;rzte &uuml;ber Einkommenseinbu&szlig;en klagen, obwohl Regierung, Standesvertreter und Krankenkassen versprochen hatten, von diesem Jahr an erheblich mehr Geld f&uuml;r die ambulante Versorgung auszugeben &ndash; 2,7 bis 3 Milliarden Euro, rund zehn Prozent. Der Streit hat viele Facetten: Er dreht sich um die Frage der &bdquo;gerechten&ldquo; Verteilung der Mittel. Es geht um alte Konflikte innerhalb der &Auml;rzteschaft zwischen Haus- und Fach&auml;rzten, um die Rolle der Selbstverwaltung und um parteipolitische Bruchlinien. Das macht die Debatte so vertrackt &ndash; als w&auml;ren die technischen Finessen der &Auml;rztehonorierung nicht schon komplex genug.\n<p>Dass der Honorarstreit im Wahljahr 2009 kulminiert, ist einerseits folgerichtig, andererseits eine Ironie. Ironie deshalb, weil gerade &Auml;rzte vor der Wahl mit dem Geldgeschenk befriedet werden sollten. Folgerichtig sind die Proteste deshalb, weil es durch die von der gro&szlig;en Koalition betriebene Zentralisierung der Gesundheitsreform einen Adressaten f&uuml;r Geldw&uuml;nsche gibt: die Gesundheitsministerin. Ulla Schmidt (SPD) hat sich schon von den Protesten der Krankenhausbesch&auml;ftigten weichkochen lassen und Zusatzmilliarden f&uuml;r die Krankenh&auml;user besorgt. Deshalb versuchen die Kassen&auml;rzte das auch. In der bayerischen Regierung haben sie nun im Protest einen Verb&uuml;ndeten gefunden. Ministerpr&auml;sident Seehofer, dessen Partei die Gesundheitsreform mitverhandelt und -beschlossen hat, so wie die Staatsregierung sie im Bundesrat mitgetragen hat, hatte zwar noch im Herbst erkl&auml;rt, die Zusatzgelder f&uuml;r die &Auml;rzte w&uuml;rden &bdquo;Wunder wirken&ldquo;.<\/p>\n<p>Inzwischen will er die Reform mit seinem Gesundheitsminister S&ouml;der (CSU) wieder r&uuml;ckabwickeln. Ein entsprechender Antrag in Bundesrat fand aber selbst bei den CDU-gef&uuml;hrten L&auml;ndern keine Unterst&uuml;tzung. Auch bei den &Auml;rzten nicht, die auf keinen Fall zu den alten Zeiten von Seehofer\/Lahnstein zur&uuml;ckwollen.<\/p>\n<p>S&ouml;der hat inzwischen, bei der FDP um Unterst&uuml;tzung werbend und deren W&auml;hlerklientel umgarnend, ein neues Modell auf den Tisch gelegt: Abschaffung der Kassen&auml;rztlichen Vereinigungen, Umstellung der &auml;rztlichen Bezahlung auf eine Geb&uuml;hrenordnung. Mancher Arzt jubelt &ndash; in der Erwartung, er k&ouml;nne k&uuml;nftig jeden Kassenpatienten abrechnen wie einen Privatpatienten. Und auch das geh&ouml;rt letztlich zu den unerwarteten Ergebnissen &ndash; Risiken und Nebenwirkungen &ndash; dieser Gesundheitsreform: dass die CSU gegen CDU und SPD einen Gesundheitswahlkampf betreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3\/Doc~E0FDEC1F6EF05453D8970253DD9088EE1~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht haben Sie es ja selbst schon erlebt, nahezu jeder, der in letzter Zeit mit einem Arzt &uuml;ber die Honorare gesprochen hat, h&ouml;rt Klagen &uuml;ber kr&auml;ftige Einbu&szlig;en und &uuml;ber die Kassen&auml;rztlichen Vereinigungen als Verhandlungspartner gegen&uuml;ber den Kassen. Als Beitragszahler fragt man sich, wo denn die Honoraranhebung von ann&auml;hernd 3 Milliarden Euro eigentlich geblieben ist. Die Sachlage ist kompliziert und verwirrend. Auch die &Auml;rzte selbst k&ouml;nnen offenbar die Situation nicht mehr &uuml;berblicken &ndash; jedenfalls sind die Ausk&uuml;nfte widerspr&uuml;chlich. <\/em><\/p>\n<p>Der Beitrag in der FAZ scheint mir recht faktenreich und informativ zu sein.<\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wie die Kassen&auml;rztlichen Vereinigungen die Situation der &Auml;rzte schlecht rechnen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/-\/id=233454\/vv=print\/pv=print\/nid=233454\/did=4584512\/mtl05t\/index.html\">SWR Report<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Krankenversicherungsbeitr&auml;ge steuerlich besser absetzbar<\/strong><br>\nBeitr&auml;ge zur Kranken- und Pflegeversicherung sollen vom kommenden Jahr an erheblich besser steuerlich abziehbar sein als bisher. In einem von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf zur verbesserten steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung von Vorsorgeaufwendungen (16\/12254) hei&szlig;t es, in Zukunft w&uuml;rden alle Aufwendungen steuerlich ber&uuml;cksichtigt, die dazu dienen, ein &ldquo;sozialhilferechtlich gew&auml;hrleistetes Leistungsniveau&rdquo; zu erreichen. Das entspreche im Wesentlichen dem Leistungsniveau der gesetzlichen Kranken- und der sozialen Pflegeversicherung. Gesetzlich und privat Versicherte sollten nach dem gleichen Grundsatz steuerlich entlastet werden. Damit werde auch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts umgesetzt. Die B&uuml;rger w&uuml;rden ab 2010 um j&auml;hrlich 8,7 Milliarden Euro steuerlich entlastet, teilt die Regierung weiter mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/16\/122\/1612254.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 411 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Nochmals: Sozialverband VdK fordert R&uuml;ckkehr zur dynamischen Rente<\/strong><br>\nIn den Hinweisen vom 17.03.09 berichteten wir unter Ziffer 1 &uuml;ber die Forderung der VdK-Pr&auml;sidentin Ulrike Mascher nach Abschaffung des Riesterfaktors, des Nachhaltigkeitsfaktors und des Ausgleichsfaktors in der Rentenformel.\n<p>Der historischen Wahrheit zuliebe erinnert uns ein Leser daran, &bdquo;dass die VdK-Pr&auml;sidentin zwischen 1998 und 2002 als Parlamentarische Staatssekret&auml;rin beim Bundesminister f&uuml;r Arbeit und Sozialordnung und ma&szlig;geblich an der Aush&ouml;hlung der Gesetzlichen Rentenversicherung durch die Einf&uuml;hrung einer kapitalgedeckten privaten Altersvorsorge &ndash; besser bekannt als Riesterrente &ndash; beteiligt war. Mit dem als &ldquo;Rentenreform 2001&rdquo; bezeichneten Altersverm&ouml;gensgesetz (man beachte die Semantik) feierte Walter Riester im Bundesarbeitsblatt (Nr. 11\/2001) die &ldquo;durchgreifende Modernisierung der Alterssicherung&rdquo;, das von den &ldquo;F&uuml;nf Weisen&rdquo; als ein &ldquo;wichtiger und richtiger Schritt&rdquo; in Richtung auf ein zukunftsf&auml;higes Rentensystem gewertet worden sei. Einer der &ldquo;F&uuml;nf&rdquo; war damals &uuml;brigens bereits der sattsam bekannte &ldquo;B. R&uuml;rup&rdquo;. <\/p>\n<p>Wenn Frau Mascher heute die Abschaffung der &ldquo;mit dem gr&ouml;&szlig;ten Programm zum Aufbau von Altersverm&ouml;gen in der Geschichte der Bundesrepublik&rdquo; (W. Riester) eingef&uuml;hrten K&uuml;rzungsfaktoren fordert, sollte man ihr die Frage stellen, warum sie nicht bereits im Jahre 2001, als das Gesetz gegen alle Vernunft durch den Bundestag gepeitscht wurde, ihre Stimme erhob und auf die verheerenden Auswirkungen dieses politischen Handelns aufmerksam gemacht hat.&ldquo; <\/p><\/li>\n<li><strong>Alleinerziehende kriegen nur halben Kinderbonus<\/strong><br>\nIm April winkt allen Eltern eine Extrazahlung. Dann zahlt ihnen die Familienkasse den Kinderbonus von 100 Euro pro Spr&ouml;&szlig;ling aus dem Konjunkturpaket aus. Nicht alle minderj&auml;hrigen Kinder werden den vollen Kinderbonus aus dem Konjunkturpaket erhalten. F&uuml;r die Familien von Alleinerziehenden reduziert sich die f&uuml;r April angek&uuml;ndigte 100-Euro-Einmalleistung auf 50 Euro. Grund ist, dass &ndash; wie beim Kindergeld &ndash; eine H&auml;lfte der Leistung dem anderen, Unterhalt zahlenden Elternteil zusteht.\n<p>Zwar zahlen die Familienkassen die 100 Euro gemeinsam mit dem Kindergeld an die erziehenden M&uuml;tter oder V&auml;ter aus. Aber der fr&uuml;here Partner hat das Recht, in dem einem Monat seine Unterhaltszahlung um 50 Euro zu mindern. Anders als der Name suggeriert, ist die Sonderzahlung somit wohl eher ein Eltern- als ein Kinderbonus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/politik\/article1056618\/Alleinerziehende_kriegen_nur_halben_Kinderbonus.html\">Berliner Morgenpost<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn man sich wie Familienministerin von der Leyen vor allem um die Kinder und Familien bem&uuml;ht, die bereits auf der Sonnenseite stehen, dann passiert es halt, dass gerade diejenigen, die es am n&ouml;tigsten h&auml;tten, im Schatten zur&uuml;ckbleiben.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Kritik am Stil der Familienministerin w&auml;chst<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Familienpolitik-Ursula-von-der-Leyen;art122,2753747\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Muss Zumwinkel doch noch ins Gef&auml;ngnis?<\/strong><br>\nSollte der Ex-Post und Ex-Telekom-Chef noch wegen Datenschutz- und Fernemeldegeheimnisverst&ouml;&szlig;en angeklagt werden, dann k&ouml;nnte unter Einbeziehung seiner Steuervergehen eine Gesamtfreiheitsstrafe ohne Bew&auml;hrung gegen ihn verh&auml;ngt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29937\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>AWD: Maschmeyer gibt offenbar auf<\/strong><br>\nDer Firmengr&uuml;nder des Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer, soll das Unternehmen angeblich in K&uuml;rze verlassen, ein Nachfolger f&uuml;r den Selfmade-Million&auml;r bereits gefunden sein. Maschmeyer solle Anfang Mai in den Verwaltungsrat des AWD-Eigners und gr&ouml;&szlig;ten Schweizer Lebensversicherers Swiss Life gew&auml;hlt werden, berichtete die &ldquo;Financial Times Deutschland&rdquo; am Dienstag unter Berufung auf Informationen aus Finanzkreisen. Beide Unternehmen wollten sich dem Bericht zufolge nicht dazu &auml;u&szlig;ern. Gegen&uuml;ber Handelsblatt.com sagte ein AWD-Sprecher: &bdquo;Wir kommentieren Ger&uuml;chte grunds&auml;tzlich nicht.&ldquo; Ein Dementi klingt anders<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/koepfe\/awd-maschmeyer-gibt-offenbar-auf;2204872\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Jetzt beten wir daf&uuml;r, dass Bert R&uuml;rup nicht seinen Ansprechpartner verliert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Spenden unter dem Rettungsschirm<\/strong><br>\nSchon das Szenario versetzt manchen Steuerzahler in Rage: Eine Bank hat mit faulen Wertpapieren einen Milliardenverlust angeh&auml;uft und sich so an den Rand des Ruins gebracht. Der Staat nimmt das Institut daraufhin unter seinen &ldquo;Rettungsschirm&rdquo; und garantiert mit Steuergeldern in Milliardenh&ouml;he des Stabilisierungsfonds Soffin die Liquidit&auml;t des Unternehmens. Aber anstatt jeden Euro mit gr&ouml;&szlig;ter Sorgfalt zu h&uuml;ten und zum Beispiel f&uuml;r Kredite an den Mittelstand zu verwenden, spendet die Bank gro&szlig;z&uuml;gig an eine politische Partei. Als kleines Dankesch&ouml;n sozusagen, weil die Politiker sich so vorbildlich um die Finanzinstitute k&uuml;mmern. Bisher ist das Ganze reine Theorie. Doch der Bund der Steuerzahler h&auml;lt solche Zahlungen nicht f&uuml;r abwegig und hat die sechs im Bundestag vertretenen Parteien k&uuml;rzlich gewarnt: Solche Zuwendungen seien Spenden, &ldquo;die mittelbar der Steuerzahler finanziert&rdquo;, schrieb der Pr&auml;sident des Steuerzahlerbundes, Karl Heinz D&auml;ke, an die Schatzmeister von CDU, SPD, FDP, CSU, Gr&uuml;nen und Linkspartei.\n<p>Indirekt w&uuml;rden solche Zahlungen an Parteien die gesetzlich gedeckelte Summe von 133 Millionen Euro ausweiten, die f&uuml;r staatliche Zuwendung vorgesehen ist. D&auml;ke ruft die Politiker deshalb dazu auf, solche Spenden nicht anzunehmen. Doch viele Politiker halten sie f&uuml;r legal: Nach dem Parteiengesetz sind Parteispenden nur den Unternehmen verboten, die zu mehr als 25 Prozent dem Bund, den L&auml;ndern oder den Kommunen geh&ouml;ren. Unter den Banken, die bislang vom Rettungsfonds profitieren, trifft dies nur auf die Commerzbank zu, an welcher der Bund nun mit etwas mehr als einem Viertel der Aktien beteiligt ist. Die anderen Banken d&uuml;rften also spenden. Allerdings dachte wohl im Jahr 2002, als dies im Gesetz verankert wurde, noch niemand daran, dass ein Wirtschaftszweig einmal so umfangreich unterst&uuml;tzt werden m&uuml;sste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3\/Doc~ECC092A2532394B2EB984DB14A32AB6BB~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gesetz zur CO2-Abscheidung: Undemokratische Eile<\/strong><br>\nBundesregierung bereitet ein Gesetz vor, das die Abscheidung und Einlagerung von CO2 regeln soll.\n<p>Glaubt man den Lobbyisten der Energiekonzerne, dann ist der Stein der Weisen gefunden. Man braucht das Klimagas CO2 nur in den Kraftwerken abtrennen und dann im Untergrund oder am Boden der Ozeane einlagern, und schon sind alle Energie- und Klimaprobleme gel&ouml;st.<\/p>\n<p>Bei den Umweltverb&auml;nden wird der Referentenentwurf &auml;u&szlig;erst kritisch gesehen. Mit hei&szlig;er Nadel sei er gestrickt und keine Regeln f&uuml;r die finanzielle Belastung der &ouml;ffentlichen Haushalte vorgesehen, kritisiert die Deutsche Umwelthilfe. &ldquo;Ein &uuml;berst&uuml;rzt erarbeitetes CCS-Gesetz n&uuml;tzt allein denjenigen, die weiterhin auf &uuml;berkommene Energieversorgungsstrukturen mit unflexiblen Gro&szlig;kraftwerken setzen&rdquo;, hei&szlig;t es in ihrer Stellungnahme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29907\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wer arbeiten l&auml;sst, ist ein Idiot<\/strong><br>\nNachdem vermehrt gemeldet wird, dass es Unternehmen viel zu leicht gemacht wird, sich Kurzarbeit zu erschleichen, wird sich Wirtschaftsminister Guttenberg in leicht angetrunkener Pose zu Anne Will setzen und seine Zahlen pr&auml;sentieren. Gesichert seien sie und abbringen lasse er sich auch nicht davon: 20 bis 25 Prozent der Unternehmen w&uuml;rden die M&ouml;glichkeit kurzarbeiten zu lassen missbrauchen, sich mit falschen Angaben diese Leistung erschleichen. Nachfragen wird Will nicht, sie wird diese Zahlen erstmal so stehenlassen, Guttenberg wird aber auch nicht offenlegen, wie er sich diese vergleichsweise hohen Prozentzahlen errechnet hat. Studien g&auml;be es jedenfalls keine dazu, r&auml;umt er gegen Ende der Sendung entnervt ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/03\/wer-arbeiten-lat-ist-ein-idiot.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><strong>Karlsruhe gibt Sch&auml;uble Contra<\/strong><br>\nVerfassungsgerichts-Pr&auml;sident Papier wirft dem Innenminister vor, er r&uuml;ttle am Fundament des Rechtsstaates.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2009%2F03%2F17%2Fa0055&amp;cHash=373f530748&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Steinmeier ver&ouml;ffentlicht seine &bdquo;Mutmachprosa&ldquo; bei Bertelsmann<\/strong>\n<p>Stefan Reinecke rezensiert in der TAZ:<br>\nSteinmeier, der Mann aus dem Hintergrund, soll eine Geschichte, einen Geruch, ein Antlitz bekommen. Dazu taugt &ldquo;Mein Deutschland&rdquo; allerdings nur bedingt. Es ist ein amphibisches Buch: ein Viertel lesenswerte Biografie, drei Viertel schwerg&auml;ngige Politprosa. Steinmeier verteidigt die Agenda 2010 energisch, ohne der Debatte Neues hinzuzuf&uuml;gen. F&uuml;r die Zukunft schwebt ihm eine Art renovierte Deutschland AG vor, mit enger Kooperation von Unternehmen und Gewerkschaften und &ldquo;geduldigem&rdquo;, langfristig orientiertem Kapital (&hellip;)<\/p>\n<p>Was fehlt, ist jeder Anflug von Selbstkritik. Man erf&auml;hrt zwar allerlei Details aus der nieders&auml;chsischen Landespolitik der 90er-Jahre &ndash; aber nichts &uuml;ber Murat Kurnaz. Auch der von der Krise befl&uuml;gelte sanfte Linksschwenk w&uuml;rde eher einleuchten, wenn sich auf 244 Seiten wenigstens ein kritischer Halbsatz &uuml;ber die Zulassung von Hedgefonds unter Rot-Gr&uuml;n oder die beschleunigte Spaltung in Arm und Reich in der rot-gr&uuml;nen &Auml;ra f&auml;nde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/buch\/artikel\/1\/der-frank-von-nebenan\/\">TAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ist es nun eine Unterst&uuml;tzung des rechten SPD-Fl&uuml;gels, dass gerade Bertelsmann diesen &bdquo;Ladenh&uuml;ter&ldquo; verlegt? Oder hat die SPD so viele Geschenkb&uuml;cher f&uuml;r Reklamezwecke vorbestellt, dass daraus noch ein lohnendes Gesch&auml;ft wird?<\/em><\/p>\n<p>Jedenfalls ist es ziemlich bezeichnend, dass Steinmeier offenbar keinerlei Ber&uuml;hrungs&auml;ngste gegen&uuml;ber Bertelsmann hat. Vermutlich stimmt er mit der politischen Linie der Bertelsmann Stiftung v&ouml;llig &uuml;berein.<\/p><\/li>\n<li><strong>Der Einfluss der Herkunft ist offenbar so gro&szlig;, dass die Schulform ihn nicht brechen kann<\/strong><br>\nWir haben die Lebensl&auml;ufe von 2000 hessischen Gesamtsch&uuml;lern &uuml;ber fast ein Vierteljahrhundert unter die Lupe genommen, von 1979, als sie zw&ouml;lf waren, bis zu ihrem 35. Lebensjahr 2002. Dabei hat sich gezeigt: In der Frage, ob sie eine Lehre gemacht oder einen akademischen Abschluss erworben haben, unterscheiden sich die ehemaligen Gesamtsch&uuml;ler nicht von ihren Altersgenossen. Ihre Berufswahl ist ebenso eng gekoppelt an den Status ihres Elternhauses wie die anderer Menschen. Insofern schaffen Gesamtschulen es nicht, Kinder aus unterprivilegierten Schichten zu einer h&ouml;heren Ausbildung zu verhelfen. Allerdings: W&auml;hrend der Schulzeit fielen die famili&auml;ren Unterschiede an Gesamtschulen durchaus weniger ins Gewicht (&hellip;)\n<p>In der von uns beobachteten Zeit bis zur neunten Klasse konnte die Gesamtschule soziale Unterschiede durchaus reduzieren. Es hatte nur keinen dauerhaften Einfluss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wissen_und_bildung\/aktuell\/?em_cnt=1691031&amp;\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>KMK verabschiedet Kriterienkatalog zur Einstellung von Lehrern und erntet Kritik von der GEW<\/strong><br>\nMit der &bdquo;Stralsunder Erkl&auml;rung&ldquo; hat die Kultusministerkonferenz (KMK) am 5. und 6. M&auml;rz 2009 Kriterien f&uuml;r die Einstellung und die Ausbildung von Lehrern in den L&auml;ndern verabschiedet. Keinen L&ouml;sungsansatz f&uuml;r die hausgemachten Probleme sieht die GEW in dem Papier. Das Problem sei hausgemacht und resultiere aus der Missachtung der eigenen Lehrerbedarfs-Studie. &bdquo;Von 2003 bis 2007 haben die L&auml;nder weit &uuml;ber 17.000 Lehrkr&auml;fte weniger eingestellt als von der KMK f&uuml;r notwendig erachtet, um allein der Status quo der Unterrichtsversorgung zu halten&ldquo;, kritisiert der GEW-Vorsitzende Ulrich Th&ouml;ne.\n<p>Statt &bdquo;Provinzialismus und Wettbewerbsf&ouml;deralismus&ldquo;, die auf dem R&uuml;cken von Sch&uuml;lern, Eltern und Lehrkr&auml;ften ausgetragen w&uuml;rden, sei gesamtstaatliches Handeln bei der Bedarfs- und Angebotsplanung n&ouml;tig. Au&szlig;erdem m&uuml;ssten alleL&auml;nder junge Menschen f&uuml;r den Lehrerberuf werben. Damit der Beruf attraktiver werde, seien bessere Rahmenbedingungen wie kleinere Klassen und eine deutlich bessere Bezahlung erforderlich.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/KMK_verabschiedet_Kriterienkatalog_zur_Einstellung_von_Lehrern_und_erntet_Kritik.html\">GEW<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary32165\/Arbeitmarktbericht_2007_GEW.pdf\">GEW-Jahresbericht 2007 zum Lehrerarbeitsmarkt [PDF &ndash; 131 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Benutzung von Kondomen verschlimmert das Aids-Problem?! <\/strong><br>\nAuf dem Weg nach Afrika hat sich Papst Benedikt XVI. erstmals direkt zum Thema Kondome ge&auml;u&szlig;ert &ndash; und erkl&auml;rt, ihre Verwendung verschlimmere das HIV-Problem, statt es zu l&ouml;sen. Helfen k&ouml;nnen aus Sicht des Kirchenoberhauptes dagegen ein &ldquo;spirituelles Erwachen&rdquo; und &ldquo;Freundschaft f&uuml;r die Leidenden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/0,1518,613810,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Margarethe Gorges: <\/strong>Dann halten sich die p&auml;dophilen Priester und die Priester, die Kinder mit ihrer &bdquo;Haush&auml;lterin&ldquo; haben, wenigstens an&nbsp;ein Gebot &ndash; keine Kondome zu nutzen; ganz im Sinne des Heiligen Vaters.<\/em><\/p>\n<p>Sorry, es ist unertr&auml;glich! <\/p>\n<p>Meine Kusine&nbsp;Sr. Edgitha Gorges&nbsp;ist Dominikanerin und &Auml;rztin in Ghana und <a href=\"http:\/\/www.readers-edition.de\/2008\/05\/18\/als-aerztin-in-afrika-pionierarbeit-geleistet\/\">k&auml;mpft dort Tag f&uuml;r Tag gegen AIDS<\/a>, woran hunderttausende Kinder sterben. W&uuml;tend und hilflos machen diese Worte des Papstes. Ein &ldquo;spirituelles Erwachen&rdquo; und &ldquo;Freundschaft f&uuml;r die Leidenden&rdquo;&hellip;, wenn Sie im Sterben liegen ja, das leisten die &Auml;rztinnen und Schwestern dort, ABER sie m&uuml;ssten nicht sterben, wenn die Kirche VORHER helfen w&uuml;rde &ndash; und dazu geh&ouml;ren KONDOME! <\/p>\n<p>Mir wird einfach nur schlecht, wenn ich von solch&lsquo; unfassbarem Realit&auml;tsverlust lesen muss!<\/p><\/li>\n<li><strong>Munter den Kreis quadriert<\/strong><br>\nBei allem Erfolg: Obamas Gegner werden von den amerikanischen Medien massiv unterst&uuml;tzt. Tats&auml;chlich tritt der Pr&auml;sident in die Fu&szlig;stapfen der beiden Roosevelts ebenso wie in die von Truman, Kennedy und Johnson. Und bekanntlich hing keiner dieser Staatsm&auml;nner der sozialistischen Idee an. Doch trotz dieser systematischen Geschichtsklitterung setzten die ohnehin nur in ihrer Mittelm&auml;&szlig;igkeit &uuml;berzeugenden Medien alles daran, die ideologische Gegeninitiative der Republikaner zu legitimieren. Die Vulgarisierung unseres &ouml;ffentlichen Diskurses ist enorm: Selbst die New York Times fragte Obama zu dessen offensichtlichen Erstaunen, ob sein Programm &ldquo;sozialistisch&rdquo; sei. Alles, was das gegenw&auml;rtige Verh&auml;ltnis zwischen Staat und Markt antastet, wird von ihnen als gef&auml;hrlich deklariert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F03%2F17%2Fa0123&amp;cHash=73f37fc001&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Mediale Kreuzz&uuml;ge &ndash; Lateinamerikas Medienkonzerne<\/strong><br>\nNach der neoliberalen Auspl&uuml;nderung am Ende des letzten Jahrhunderts versuchen linke Reformregierungen in Lateinamerika, soziale und wirtschaftliche Alternativen durchzusetzen. Der Widerstand dagegen wird von m&auml;chtigen Medienkonzernen intoniert. Selbst Unterhaltungs- und Kochsendungen werden zur Agitation gegen Reformpolitik genutzt. Beim Putschversuch gegen Venezuelas Pr&auml;sidenten Hugo Chavez st&auml;rkten die Kommerzkan&auml;le den Putschisten den R&uuml;cken.\n<p>Auf dem Subkontinent sind die Medien zu 80 bis 90 Prozent in H&auml;nden m&auml;chtiger Familien und Wirtschaftsgruppen. Einige Medienkonzerne konnten ihre marktbeherrschende Stellung im Schutze von Milit&auml;rdiktaturen auf- und ausbauen. Die einstigen Propagandisten autorit&auml;rer Macht erteilen nun Lektionen in Demokratie. Jeder Versuch, die Medien zu demokratisieren, st&ouml;&szlig;t auf ihren Widerstand. <\/p>\n<p>&Ouml;ffentliche Lizenzen werden von medialen Gro&szlig;grundbesitzern wie ewiges feudales Erbrecht verstanden, Lizenzentzug als Attentat gegen die Pressefreiheit denunziert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/dasfeature\/878690\/\">DLF<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/aod\/html\/?station=1&amp;broadcast=641012&amp;\">mp3-Datei zum Nachh&ouml;ren<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Hochinteressant.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Barcleys Bank zwingt den Guardian Dokumente &uuml;ber &bdquo;Steuervermeidung&ldquo; aus dem Netz zu nehmen<\/strong><br>\nEin Whistleblower l&auml;sst Geheimdokumente, die belegten, wie die &ldquo;notleidende&rdquo; und mit Steuermitteln unterst&uuml;tzten Barclays Bank hunderte von Millionen Pfund an Steuern &bdquo;vermied&ldquo; dem Guardian zukommen. Barclays l&auml;sst diese Dokumente per n&auml;chtlichem Richterbeschluss von der Guardian-Seite nehmen. Wieder einmal waren die Freshfields-Anw&auml;lte am Werke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/business\/2009\/mar\/17\/barclays-guardian-injunction-tax\">Guardian<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nWas drau&szlig;en ist, ist drau&szlig;en. hier sind die entfernten Geheimdokumente zum Runterladen:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wikileaks.com\/wiki\/The_Guardian:_Censored_Barclays_tax_avoidance_leaked_memos%2C_16_Mar_2009\">WikiLeaks<\/a><\/li>\n<li><strong>Spieglein, Spieglein an der Wand&hellip;<\/strong><br>\nWie entwickelt sich die Konjunktur in Krisenzeiten? Auch die namhaften Wirtschaftsinstitute kennen auf diese Frage keine einheitliche Antwort. W&auml;hrend das IWH in Halle die deutsche Wirtschaft dramatisch um 4,8 Prozent schrumpfen sieht, macht das ZEW ein Ende des Absturzes aus. Nur in einem sind sich die Experten einig: Der Konsum ist &ldquo;relativ stabil&rdquo;. Nach der aktuellen Prognose des Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle (IWH) wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 4,8 Prozent schrumpfen. Damit korrigierten die Experten ihre bisherige Vorhersage drastisch nach unten. Im Dezember waren sie noch davon ausgegangen, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2009 um 1,9 Prozent sinkt. Hoffnungslos scheint die Lage aber dennoch nicht zu sein. Denn laut dem Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim hellt sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft auf. Die Experten sehen angeblich sogar ein Ende des Absturzes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/unternehmen\/maerkte\/:Konjunkturerwartungen-Spieglein%2C-Spieglein-Wand-...\/658102.html\">Stern-online<\/a>\n<p><em>Passend dazu:<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Zu guter letzt:<\/strong>\n<p><strong>Stuttmann &ndash; Konjunkturforscher bei der Arbeit<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/stuttmann.de\/karikaturen\/kari_20090317_Konjunktur.gif\" alt=\"Karikatur\"><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Krugman nennt Europas Kampf gegen Krise entt&auml;uschend<\/li>\n<li>Konsumentenschulden als neuer Krisenherd<\/li>\n<li>Wolfgang M&uuml;nchau: Die Zeitbombe tickt<\/li>\n<li>Notausgang f&uuml;r Steuerfl&uuml;chtlinge<\/li>\n<li>Jeder siebte Jugendliche &bdquo;in hohem Ma&szlig;e ausl&auml;nderfeindlich&ldquo;<\/li>\n<li>Flaute erzwingt Klinikverk&auml;ufe<\/li>\n<li>Der lange Kampf ums Honorar<\/li>\n<li>Krankenversicherungsbeitr&auml;ge steuerlich besser absetzbar<\/li>\n<li>Nochmals: Sozialverband VdK fordert R&uuml;ckkehr zur dynamischen Rente<\/li>\n<li>Alleinerziehende kriegen nur<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3829\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3829","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3829","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3829"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3829\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3829"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3829"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3829"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}