{"id":38313,"date":"2017-05-16T08:56:44","date_gmt":"2017-05-16T06:56:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38313"},"modified":"2017-05-16T08:56:44","modified_gmt":"2017-05-16T06:56:44","slug":"hinweise-des-tages-2875","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38313","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38313#h01\">NRW-Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38313#h02\">Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38313#h03\">Einschnitte f&uuml;r Rentner und Mittelschicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38313#h04\">Tritt der IWF nun den Kampf gegen soziale Ungleichheit an?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38313#h05\">Gesetz ausgebremst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38313#h06\">Rente erst ab 70 h&auml;tte erhebliche negative Effekte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38313#h07\">Hohe Erfolgsquoten bei Widerspr&uuml;chen gegen Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38313#h08\">Mama w&auml;hlt nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38313#h09\">Gr&uuml;ne schieben sich die Schuld zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38313#h10\">Wahlprogramm: SPD will Erben st&auml;rker besteuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38313#h11\">TV-Tipp: &bdquo;Die Anstalt&ldquo; heute wieder im ZDF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38313#h12\">Zu guter Letzt: Freundliches Gesicht reicht offenbar doch nicht, um 17 Jahre unsoziale Politik vergessen zu machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38313#h13\">Das Letzte: Wie sich das Jobcenter Pinneberg &uuml;ber Hartz-IV-Empf&auml;nger lustig macht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>NRW-Wahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>SPD-Desaster mit Ansage<\/strong><br>\nDas NRW-Desaster zeigt: Ohne eigenes Profil und ohne eigenes Konzept wird die Sozialdemokratie zum blo&szlig;en Mehrheitsbeschaffer f&uuml;r die Konservativen und ist auf Dauer existenziell bedroht.<br>\nWas nach der Wahl im Saarland schon klar war, fand gestern in NRW eine eindrucksvolle Best&auml;tigung: Die SPD wird nur noch daf&uuml;r gebraucht, der CDU eine stabile Regierungsmehrheit zu sichern, wenn die FDP zu schwach ist. Ist, wie jetzt in NRW, die FDP stark genug, wird die SPD zum politischen Fu&szlig;abstreifer.<br>\nIch frage mich immer, ob die professionellen Jubler, die sich bei jeder Parteiveranstaltung der SPD die H&auml;nde wund klatschen und die Martin Schulz mit 100 Prozent zum Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten gew&auml;hlt haben, auch nur einmal in ihrem Leben ganz kurz dar&uuml;ber nachdenken, was aus dieser Partei geworden ist.<br>\nDa tritt der Vorsitzende, der wohl ahnt, welch ein schreckliches Jahr auf ihn zukommt, so rechtzeitig zur&uuml;ck, dass er f&uuml;r nichts verantwortlich gemacht werden kann. Ein sch&ouml;nes P&ouml;stchen, auf dem er in Ruhe auf die Bundestagwahl warten kann, findet er gl&uuml;cklicherweise auch, weil er seinen Kumpel Frank-Walter noch schnell zum Bundespr&auml;sidenten hochtrickst. Ein Nachfolger, der nicht ahnt, was auf ihn zukommt und nur vom Kanzleramt tr&auml;umt, f&auml;llt ihm aus Richtung Br&uuml;ssel vor die F&uuml;&szlig;e und schon wird die Operation &bdquo;Erneuerung der SPD&ldquo; auf die B&uuml;hne gebracht und das Parteivolk ist begeistert.<br>\nDie SPD ist in den vergangenen f&uuml;nfzehn Jahren von einer Handvoll Nordlichtern programmatisch entleert und moralisch enthauptet worden. Das begann in der ersten Generation mit Schr&ouml;der, setzt sich &uuml;ber Clement (das ist der Mann, der schon immer in die CDU geh&ouml;rte, aber &uuml;ber Jahrzehnte in der SPD f&uuml;r jeden Posten genommen wurde) bis zu M&uuml;ntefering fort (der vermutlich nie verstanden hat, was mit ihm passiert). In der zweiten Generation spielten Gabriel, Steinmeier und Steinbr&uuml;ck das gleiche Spiel genau so lange bis sie in den richtigen Positionen waren (oder genug Geld verdient hatten) und mit Schulz den &bdquo;Kandidaten&ldquo; fanden, der in v&ouml;lliger Selbst&uuml;bersch&auml;tzung den Karren unbedingt aus dem Dreck ziehen wollte.<br>\nDie Masse der Noch-SPD-Anh&auml;nger begreift offenbar nicht, dass man die linke Seite nicht vollkommen aufgeben kann und immer dann, wenn man es gerade f&uuml;r einen Wahlkampf braucht, eine scheinbar linke Karte zieht. So dumm ist das Volk, NRW hat es bewiesen, dann doch nicht. Wer sich heute noch mit der Agenda 2010 und mit Hartz IV br&uuml;stet, rennt genau damit in die von der CDU aufgestellte Falle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/05\/nrw-spd-desaster-mit-ansage\/\">Heiner Flassbeck auf Makroskop<\/a><\/li>\n<li><strong>Schulz wirkt<\/strong><br>\nDie SPD war 39 Jahre ununterbrochen an Landesregierungen in Nordrhein-Westfalen (NRW) beteiligt, als sie dort am 22. Mai 2005 erstmals eine in dieser H&ouml;he unterwartete Niederlage erlitt. CDU und FDP bildeten eine Koalition. Die Politik der SPD, die zusammen mit den Gr&uuml;nen seit 1998 die Bundesregierung stellte, war damit auch auf dieser Ebene gescheitert. Eine halbe Stunde nach Schlie&szlig;ung der Wahllokale trat der damalige SPD-Chef Franz M&uuml;ntefering zur&uuml;ck, noch am selben Abend teilte Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) mit, er strebe vorgezogene Neuwahlen f&uuml;r den Herbst an. Seitdem ist Angela Merkel (CDU) in Koalitionen mit SPD, FDP und wiederum SPD Bundeskanzlerin.<br>\nDie SPD hatte sich unter Schr&ouml;der zur ersten Erf&uuml;llungsgehilfin des deutschen Kapitals, das nach 1990 rasch an &ouml;konomischem und politischem Gewicht in der EU gewann, machen wollen, um CDU, CSU und FDP aus dieser Rolle zu verdr&auml;ngen. Das Resultat war: Die SPD hat sich selbst &uuml;berfl&uuml;ssig gemacht. F&uuml;r sozialdemokratische Politik steht sie weder im Bund noch in den L&auml;ndern. Die in der BRD Herrschenden erwiesen sich allerdings als undankbar und hielten sich wieder an das politische Original. Die SPD genie&szlig;t auf Bundesebene seitdem eine Art Gnadenbrot. Merkel musste das Erbe der Schr&ouml;derschen &raquo;Enttabuisierung des Milit&auml;rischen&laquo; und der &raquo;Agenda 2010&laquo; nur verwalten. Die Drecksarbeit im Inland war weitgehend erledigt, das Modell von Lohndumping und Massenarmut wurde auf schw&auml;chere EU-Partner &uuml;bertragen &ndash; gest&uuml;tzt auf nationalistische Ressentiments. Deutsche direkte oder indirekte Teilnahme an den Kriegen des Westens wurde Gewohnheit &ndash; fast ger&auml;uschlos. [&hellip;]<br>\nDas Desaster der Sozialdemokraten an diesem Sonntag in NRW ist die Wiederholung desjenigen von 2005 &ndash; mit dem Unterschied: Sie sind zwar wie damals in der Bundesregierung, allerdings als Juniorpartner, als blo&szlig;er Mehrheitsbeschaffer, der problemlos gegen einen anderen ausgetauscht werden kann. [&hellip;]<br>\nEin Lernprozess ist deswegen bei den Sozialdemokraten weder im Bund noch in NRW zu erwarten. Das Land ist schon lange nicht mehr &raquo;Herzkammer&laquo; der SPD, sondern Betonbasis f&uuml;r jene Politik, die zu Schr&ouml;der und den Desastern von 2005 und 2014 gef&uuml;hrt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/311160.schulz-wirkt.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>CDU-Marschrichtung in NRW &ndash;  &ldquo;Weg vom Verhindern, hin zum Erm&ouml;glichen&rdquo;<\/strong><br>\nNach Ansicht von CDU-Pr&auml;sidiumsmitglied Jens Spahn hat &ldquo;die G&auml;ngelung und Regulierung von Rot-Gr&uuml;n&rdquo; viele Menschen genervt. Die neue NRW-Landesregierung unter Armin Laschet werde wieder Dynamik ins Land bringen, sagte Spahn im DLF. Daf&uuml;r brauche es keineswegs nur Geld, sondern Deregulierung &ndash; und einen neuen Geist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/cdu-marschrichtung-in-nrw-weg-vom-verhindern-hin-zum.694.de.html?dram:article_id=386182\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Spahn gibt vor, wohin die Reise mit der wohl kommenden schwarz-gelben Koalition in Nordrhein-Westfalen gehen soll. Eigentlich eine Steilvorlage f&uuml;r den Wahlkampf der SPD, wenn sie es schaffen w&uuml;rde, sich von der neoliberalen Ideologie loszusagen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Steilvorlage werden die Sozialdemokraten auch nutzen, allerdings nicht, um sich von den neoliberalen &Uuml;berzeugungen zu verabschieden. Die SPD wird jetzt vermutlich vor einem schwarz-gelben Schreckgespenst warnen und f&uuml;r sich als besseren Koalitionspartner der Union werben.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Die Unkaputtbare<\/strong><br>\nIhre Gegner hatten die Kanzlerin schon abgeschrieben, nun ist sie wieder auf der Gewinnerstra&szlig;e. Daf&uuml;r gibt es einen einfachen Grund.<br>\nDie Bundestagswahl wird nach Lage der Dinge &ouml;de, ihr Ausgang ist erwartbar. Rechtzeitig zum Endspurt ist die SPD da, wo Angela Merkel sie am liebsten sieht: am Boden. Sie selbst ist dagegen obenauf, mit drei CDU-Siegen in Folge und guten Umfragewerten. Merkel kann sich berechtigte Hoffnungen darauf machen, Kanzlerin zu bleiben, entweder wieder zusammen mit den treuen Knappen von der SPD oder gemeinsam mit einer Windmaschine namens FDP. Der Erfolg in Nordrhein-Westfalen ist ein Geschenk f&uuml;r sie. Merkel hat es wieder allen gezeigt. All den N&ouml;rglern und Zweiflern, all den nerv&ouml;sen Jungspunden aus den eigenen Reihen, die die Union nach dem Fl&uuml;chtlingschaos und den Wahlniederlagen im vergangenen Jahr bereits im Niedergang w&auml;hnten. Auch sie d&uuml;rften nach dem CDU-Triumph in Nordrhein-Westfalen verstanden haben: Diese Merkel ist unkaputtbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/nrw-wahl-angela-merkel-kann-auf-sieg-setzen-a-1147635.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein typischer und erwartbarer Kommentar von Nelles. Ein Emmanuel Macron wird in Deutschland nicht ben&ouml;tigt. Merkel erledigt ihren Job im Interesse der herrschenden Eliten nach wie vor perfekt. Was muss allerdings in den SPD-Mitgliedern vorgehen, die Schulz als ihren Messias gefeiert haben und der nun tiefer fallen wird, wie kein SPD-Kanzlerkandidat je zuvor?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Franz&ouml;sische Reformideen sind eine Chance<\/strong><br>\nEuropa atmet auf: Die Nationalistin Marine Le Pen hat die Stichwahl in Frankreich verloren, Emmanuel Macron ist neuer Pr&auml;sident. Er will die EU reformieren und gerechter machen. Doch seine Vorschl&auml;ge f&uuml;r mehr Solidarit&auml;t sto&szlig;en in Deutschland auf erbitterten Widerstand, vor allem in der CDU. Das kann zu einer Gefahr f&uuml;r Europa werden, warnt der DGB-klartext.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/-\/BR2\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ist der DGB inzwischen voll auf neoliberalem Kurs oder hat man nicht mitbekommen, f&uuml;r welche Politik Macron schon unter Hollande stand? Das k&ouml;nnen die Verantwortlichen im DGB <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/nach-wahl-sieg-so-will-emmanuel-macron-frankreich-reformieren-15005236.html\">hier<\/a> z.B. nachlesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Macron bei Merkel<\/strong><br>\nFrankreich gilt &ouml;konomisch als &ldquo;kranker Mann Europas&rdquo;. Doch bei allen Problemen wird oft &uuml;bersehen, welche St&auml;rken in den Unternehmen des Landes schlummern. Der neue Pr&auml;sident Macron hat gute Chancen, sie zu wecken.<br>\nAuf den ersten Blick sieht Frankreichs wirtschaftliche Lage deprimierend aus. Die Arbeitslosenzahl hat sich in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt: auf knapp drei Millionen. Unter den erwerbsf&auml;higen Jugendlichen hat fast jeder vierte keinen Job. Die Staatsverschuldung n&auml;hert sich den 100 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Und die Staatsquote, also der Anteil der &ouml;ffentlichen Ausgaben an der Wirtschaftsleistung, z&auml;hlt mit 57 Prozent zu den h&ouml;chsten in der westlichen Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/emmanuel-macron-bei-angela-merkel-die-drei-staerken-der-franzoesischen-wirtschaft-a-1147613.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Frankreich ist also irgendwie schon gut, hat aber einen verkrusteten Arbeitsmarkt, zu hohe Staatsverschuldung, eine zu hohe Staatsquote, zu hohe L&ouml;hne, zu rigiden K&uuml;ndigungsschutz, zu niedriges Rentenalter, zu viele Widerst&auml;nde gegen &ldquo;Reformen&rdquo;. Nachdem es uns der SPIEGEL jetzt zum gef&uuml;hlt dreihundertsten Mal eingeh&auml;mmert hat, diesmal durch Clemens Fuest, muss es ja stimmen. Kein Wort von dem radikalen Lohn-, Sozial- und Steuerdumping in Deutschland oder auch nur davon, dass Wettbewerbsf&auml;higkeit ein relatives Konzept ist; dass nicht Frankreich, sondern Deutschland &ldquo;seine Hausaufgaben erledigen&rdquo; muss: deutlich h&ouml;here L&ouml;hne, viel mehr &ouml;ffentliche und private Investitionen. Am besten gef&auml;llt mir der vorletzte Satz: &ldquo;Die Franzosen haben alle Voraussetzungen, es Deutschland gleich zu tun und sich [durch Reformen] neuen Wohlstand zu schaffen.&rdquo; Gemeint ist &ldquo;Wohlstand&rdquo; durch Verzicht, Lohnk&uuml;rzungen, Sozialabbau, steigende Arbeitslosigkeit, kurz: weniger Wohlstand und mehr Armut f&uuml;r die Massen. Die Form von &ldquo;Wohlstand&rdquo;, mit der sich die Deutschen seit 20 Jahren terrorisieren lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Edouard Philippe ist neuer Premierminister<\/strong><br>\nDie Entscheidung ist gefallen: Frankreichs neuer Pr&auml;sident Emmanuel Macron hat den konservativen Politiker Edouard Philippe zum Premierminister ernannt. Das gab der Generalsekret&auml;r des &Eacute;lys&eacute;epalastes am Montag in Paris bekannt.<br>\nDer 46-j&auml;hrige B&uuml;rgermeister der Hafenstadt Le Havre wird als Regierungschef unter anderem f&uuml;r die Steuerung der von Macron versprochenen Reformen zust&auml;ndig sein, die die Arbeitslosigkeit abbauen und die Konjunktur in der f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der Welt ankurbeln sollen. (&hellip;)<br>\nMit seiner Entscheidung sandte der Mitte-Links-Staatschef am Montag ein starkes Signal an das b&uuml;rgerliche Lager, das ihn bisher nicht unterst&uuml;tzt und aus dem Philippe stammt. Es ist in Frankreich h&ouml;chst ungew&ouml;hnlich, dass ein Pr&auml;sident aus freien St&uuml;cken einen Politiker aus einer anderen Partei zum Regierungschef macht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/frankreich-emmanuel-macron-hat-edouard-philippe-zum-neuen-premier-ernannt-a-1147781.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es ist v&ouml;llig unerkl&auml;rlich, weshalb Herr Macron von Medien &ndash; wie hier von Spiegel Online &ndash; als &ldquo;Mitte-Links&rdquo; eingeordneter Politiker bezeichnet wird. Ist vergessen worden, dass er in seiner kurzen Zeit als Wirtschaftsminister neoliberale Entscheidungen getroffen hat? Offenbar wird der ehemalige Investmentbanker von sehr reichen, vermutlich konservativ-denkenden Franzosen gef&ouml;rdert. Ist es da nicht konsequent, wenn er nun einen Konservativen zum Premierminister ernennt? Und: Ist die Bezeichnung &ldquo;Mitte-Rechts-Staatschef&rdquo; nicht viel treffender?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist kein Geheimnis, dass Macon gute Kontakte zum reichsten Mann Frankreichs, Bernard Arnault, unterh&auml;lt, dessen Verm&ouml;gen auf 43 Milliarden Euro gesch&auml;tzt wird und der auch Macrons Claqueure, die sogenannte Bewegung &bdquo;En marche&ldquo; mitfinanziert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Aus dem Pool der Eliten<\/strong><br>\nFrankreich: Der neue Premier Edouard Philippe ist ein Abziehbild von Pr&auml;sident Macron &ndash; und ein politisches Cham&auml;leon<br>\nEdouard Philippe ist, wie es von der Wahlkampfmannschaft des Staatschefs hie&szlig;, der &raquo;ideale Kandidat, der allen von Macron gewollten Anforderungen an dieses Amt entspricht&laquo;. Ein Abziehbild des Pr&auml;sidenten also, wie dieser ein Cham&auml;leon im politischen Dschungel: Absolvent der Eliteschule ENA (&Eacute;cole nationale d&rsquo;administration) und Wanderer zwischen den politischen Lagern &ndash; ein Mann aus dem Niemandsland. In jungen Jahren war er Anh&auml;nger des Sozialisten Michel Rocard (1930&ndash;2016), danach des sp&auml;teren rechten Au&szlig;enministers Alain Jupp&eacute;. Zwischenzeitlich war er im Wahlkampfteam des unterlegenen katholischen und rechtskonservativen Kandidaten Fran&ccedil;ois Fillon, zuletzt verstand er sich offenbar gut mit dem Pr&auml;sidentschaftskandidaten Macron.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/310774.aus-dem-pool-der-eliten.html\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Einschnitte f&uuml;r Rentner und Mittelschicht<\/strong><br>\nEs trifft vor allem Rentner und die Mittelschicht: Der griechische Finanzminister Tsakalotos hat ein neues Sparpaket in H&ouml;he von 4,9 Milliarden Euro vorgelegt. Die Gewerkschaften k&uuml;ndigten scharfe Proteste an.<br>\nDer griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos hat dem Parlament ein neues hartes Sparprogramm vorgelegt. Das Spar- und Reformpaket habe ein Volumen von bis zu 4,9 Milliarden Euro, berichtete die griechische Finanzpresse nach einer ersten Lesung.<br>\nDie Billigung der neuen Sparma&szlig;nahmen ist Voraussetzung f&uuml;r weitere Hilfen seitens der Gl&auml;ubiger des Landes. Griechenland braucht im Juli mehr als sieben Milliarden Euro, um nicht pleite zu gehen. Die Sparma&szlig;nahmen sollen stufenweise von 2019 an in Kraft treten.<br>\nBetroffen von den neuen Einsparungen sind haupts&auml;chlich die Rentner und die Mittelschicht. Ab 2019 sollen die Renten um bis zu 18 Prozent gek&uuml;rzt werden. Ab 2020 soll der j&auml;hrliche Steuerfreibetrag von 8636 Euro auf 5700 Euro gesenkt werden.<br>\nDie Gewerkschaften k&uuml;ndigten umfangreiche Streiks an. Das Parlament soll das Sparprogramm kommenden Donnerstag billigen. F&uuml;r Regierungschef Alexis Tsipras gilt die Billigung als weitere Kraftprobe. Er hat mit 153 von 300 Abgeordneten nur eine knappe Mehrheit im Parlament.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/griechen-sparpaket-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Man fragt sich, wo die selbsternannten &bdquo;Pro-Europ&auml;er&ldquo; jetzt sind? Sie schweigen lieber, weil sie den Irrsinn, der in Griechenland seit Jahren exekutiert wird, offenbar f&uuml;r notwendig oder alternativlos halten. Dann sollten sie sich aber auch nicht &bdquo;Pro-Europ&auml;er&ldquo; nennen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Tritt der IWF nun den Kampf gegen soziale Ungleichheit an?<\/strong><br>\nDer Bericht im Handelsblatt l&auml;sst aufhorchen, denn die Zeitung bezieht sich auf die ausstehende Ver&ouml;ffentlichung des Deutschland-L&auml;nderberichts des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF). Und man glaubt es kaum, wenn das Handelsblatt darauf referierend schreibt, dass die Washingtoner Finanzorganisation nun Ma&szlig;nahmen gegen die wachsende Ungleichheit im Land fordere. So fordere der IWF eine st&auml;rkere Belastung der Verm&ouml;genden und eine Verbesserung f&uuml;r untere Einkommensschichten. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Der IWF h&auml;lt h&ouml;here Steuern auf Eigentum f&uuml;r notwendig&rdquo;, schreibt die Zeitung mit Bezug auf den L&auml;nderbericht. So trete der IWF nun auch f&uuml;r st&auml;rkere Lohnsteigerungen in Deutschland ein, womit er vor allem auf ein st&auml;rkeres Wachstum setzt, was der IWF nun &ldquo;inklusives Wachstum&rdquo; nennt. Ein Anheizen der Inflation sei dar&uuml;ber nicht zu erwarten. Die Kerninflationsrate, rechnet man Lebensmittel und Energiepreise heraus, l&auml;ge immer noch bei nur einem Prozent. [&hellip;]<br>\nFast k&ouml;nnte man meinen, dass der IWF von seinen Rezepten Abstand nimmt, mit denen er L&auml;nder wie Griechenland tief in die Misere versenkt hat. Orientiert man sich in Washington nun eher an Portugal, wo die Linksregierung erfolgreich die IWF-Rezepte &uuml;ber Bord geworfen hat? Seit eineinhalb Jahren wird dort eben auf Lohnsteigerungen im unteren Einkommenssegment gesetzt. Die von der Troika (unter IWF-F&uuml;hrung) diktierten Renten- und Lohnk&uuml;rzungen und eingef&uuml;hrten Sondersteuern werden zur&uuml;ckgenommen und der Mindestlohn erh&ouml;ht, um Binnennachfrage und Wachstum zu st&auml;rken. Dar&uuml;ber wurde die Arbeitslosigkeit deutlich abgebaut und beides hat dazu gef&uuml;hrt, dass &ndash; anders als im IWF-Musterland Spanien &ndash; auch die &ouml;ffentlichen Kassen entlastet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Tritt-der-IWF-nun-den-Kampf-gegen-soziale-Ungleichheit-an-3712458.html?wt_mc=nl.tp-aktuell.taeglich\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Investitionsoffensive starten, Normalverdiener entlasten, Million&auml;re besteuern<\/strong><br>\n&bdquo;Die ungerechte Politik der Gro&szlig;en Koalition gegen&uuml;ber Menschen mit niedrigen Einkommen wird nun selbst vom Internationalen W&auml;hrungsfonds kritisiert. Aber der IWF h&auml;tte sich seinen Bericht auch sparen k&ouml;nnen. Eine Investitionsoffensive, eine Entlastung von Arbeitseinkommen und h&ouml;here Abgaben auf Verm&ouml;gen wird es mit dieser Bundesregierung nicht geben. Selbst der SPD-Kanzlerkandidat Schulz traut sich nicht einmal im Wahlkampf, mit der Forderung nach einer Verm&ouml;genssteuer zu punkten&ldquo;, erkl&auml;rt Sahra Wagenknecht zum IWF-L&auml;nderbericht zu Deutschland, der heute ver&ouml;ffentlicht wurde. Die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&bdquo;Es ist eine Katastrophe, dass die Gro&szlig;e Koalition nicht den Mut hat, sich mit den Superreichen und Konzernen anzulegen, um endlich eine gerechtere Verteilung des Wohlstands in Deutschland sicherzustellen. In kaum einem anderen Industrieland ist der Reichtum ungleicher verteilt als in Deutschland, ist die Kluft zwischen den Beziehern von Arbeitseinkommen und Verm&ouml;genseinkommen in den letzten 25 Jahren st&auml;rker gewachsen. Das ist auch eine Folge der Agenda 2010, die Niedrigl&ouml;hne etabliert, Steuern und Sozialabgaben f&uuml;r Konzerne gesenkt und daf&uuml;r Besch&auml;ftigte und Verbraucher &ndash; etwa bei der Mehrwertsteuer &ndash; geschr&ouml;pft hat. DIE LINKE will diese unsoziale Agenda r&uuml;ckg&auml;ngig machen. Die SPD kann sich leider nicht entscheiden, was sie will.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/investitionsoffensive-starten-normalverdiener-entlasten-millionaere-besteuern\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gesetz ausgebremst<\/strong><br>\nWeil sich Union und SPD nicht einigen k&ouml;nnen, wird die f&uuml;r Freitag geplante Verabschiedung des umstrittenen Autobahn-Gesetzes verschoben.<br>\nWenige Tage vor der geplanten Verabschiedung des Gesetzespakets, mit dem die deutschen Autobahnen an eine neue, privatwirtschaftlich organisierte Infrastrukturgesellschaft &uuml;bertragen werden sollen, haben Union und SPD noch keine Einigung &uuml;ber zentrale Streitfragen erzielt. Die f&uuml;r Freitag vorgesehene Abstimmung wird darum voraussichtlich in die n&auml;chste Sitzungswoche verschoben, hie&szlig; es am Montagabend aus der SPD-Fraktion. Kritiker der geplanten Regelungen hatten die SPD zuvor erneut aufgefordert, der notwendigen Grundgesetz&auml;nderung nicht zuzustimmen. Entgegen allen Beteuerungen w&uuml;rde diese zu einer faktischen Privatisierung von Autobahnen mit erheblichen Mehrkosten f&uuml;hren, hie&szlig; es.<br>\nNach den bisherigen Pl&auml;nen sollte der Bundestag die Gr&uuml;ndung der neuen Infrastrukturgesellschaft an diesem Freitag beschlie&szlig;en &ndash; zusammen mit der Neuregelung der Bund-L&auml;nder-Finanzen. Doch ein beschlussf&auml;higer Gesetzestext lag nach Auskunft der SPD-Verhandlungsf&uuml;hrerin B&auml;rbel Hagedorn am Montag noch immer nicht vor.<br>\nDie Haushaltspolitikerin hatte daher gefordert, die Abstimmung zu verschieben. &bdquo;Der Zeitplan, der eine Verabschiedung im Bundestag noch in dieser Woche vorsieht, ist den Abgeordneten gegen&uuml;ber eine Zumutung&ldquo;, sagte Hagedorn der taz. &bdquo;Wir Haush&auml;lter brauchen Zeit, um unsere guten Verhandlungsergebnisse an alle Kollegen zu vermitteln.&ldquo; Auch CDU-Verhandlungsf&uuml;hrer Norbert Brackmann beschwerte sich &uuml;ber den Zeitdruck &bdquo;Ich h&auml;tte mir mehr Zeit gew&uuml;nscht, das Paket in den Gremien angemessen diskutieren zu k&ouml;nnen&ldquo;, sagte er der taz.<br>\nIn zwei wichtigen Fragen gab es am Montag noch keine Einigung. So st&ouml;&szlig;t die Forderung, die &bdquo;mittelbare und unmittelbare Beteiligung Dritter an der Gesellschaft und m&ouml;glichen Tochtergesellschaften&ldquo; im Grundgesetz auszuschlie&szlig;en, auf die sich die Haush&auml;lter von Union und SPD nach taz-Informationen geeinigt haben, bei der CSU auf erbitterten Widerspruch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Privatisierung-von-Autobahnen\/!5406518\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Abstimmung &uuml;ber die Grundgesetz&auml;nderung zur Privatisierung der Autobahnen und &ouml;ffentlicher Infrastruktur w&auml;re eine gro&szlig;artige Gelegenheit f&uuml;r die SPD wenigstens einen Funken Glaubw&uuml;rdigkeit und Vertrauen zur&uuml;ckzugewinnen. Mit einer Ablehnung k&ouml;nnte die SPD zeigen, dass sie es mit einer Alternative zur neoliberalen Politik Merkels und Sch&auml;ubles ernst meint.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu nochmals: Mittelweg gibt&rsquo;s nicht<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/310699.mittelweg-gibt-s-nicht.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rente erst ab 70 h&auml;tte erhebliche negative Effekte<\/strong><br>\nF&uuml;r Teile der Politik und viele Arbeitgeber gilt ein h&ouml;heres Renten-Eintrittsalter immer noch als &ldquo;Zauberformel&rdquo; f&uuml;r die Herausforderungen des Rentensystems. Doch Prof. Gerhard B&auml;cker zeigt in einer Studie f&uuml;r den DGB: Das h&auml;tte deutliche negative Effekte f&uuml;r Arbeitnehmer und Rentner.<br>\nDie Studie des IAQ der Universit&auml;t Duisburg-Essen zeigt, dass die meisten Menschen schon heute ein Renteneintrittsalter von 65 Jahren nicht in Arbeit und nicht aus einer Vollzeitstelle heraus erreichen. Es g&auml;be zwar Spareffekten f&uuml;r die Rentenversicherung. Ihr aber st&uuml;nden negative Effekte f&uuml;r Arbeitnehmer und Rentner gegen&uuml;ber, die generell sozialpolitisch nicht vertretbar seien, beschreibt das Handelsblatt die Studienergebnisse. &ldquo;Erschwerend kommt hinzu&rdquo;, so Gerhard B&auml;cker im Handelsblatt, &ldquo;dass vor allem gut qualifizierte Besch&auml;ftigte mit guten Einkommen Chancen haben, bis zum Schluss im Job zu bleiben. Besch&auml;ftigte mit geringerer Qualifikation seien dazu wegen ihres &ldquo;Gesundheitszustandes und belastenden Arbeitsbedingungen&rdquo; h&auml;ufig nicht in der Lage. &ldquo;Im Ergebnis kann es zu einer weiteren sozialen Polarisierung des Alters kommen&rdquo;, zitiert das Handelsblatt B&auml;cker. Heute schon bei der Altersversorgung benachteiligte Personengruppen w&uuml;rden im Alter zus&auml;tzlich abgeh&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++bcf5e780-3963-11e7-8c1a-525400e5a74a\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Soll das hei&szlig;en, die Rente mit 67 w&auml;re somit in Ordnung? Der Widerstand des DGB und der Industriegewerkschaften gegen die Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Rentenversicherung im Zuge der Agenda 2010 ist mit verhalten noch freundliche umschrieben. Hier h&auml;tte man mit einer klaren Forderung an die SPD und Martin Schulz herantreten m&uuml;ssen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hohe Erfolgsquoten bei Widerspr&uuml;chen gegen Sanktionen<\/strong><br>\nWiderspr&uuml;che von sanktionierten Hartz-IV-Beziehern haben hohe Erfolgsaussichten. Wie aus einer Bundestagsanfrage der Fraktion Die Linke hervorgeht, wurden 37 Prozent aller Widerspr&uuml;che gegen Sanktionen im Jahr 2016 (teilweise) stattgegeben. Klagen gegen Sanktionen sind zwar oft erfolglos, im Vergleich zu anderen Klagetatbest&auml;nden halten Sanktionen einer &Uuml;berpr&uuml;fung aber seltener stand.<br>\nGrunds&auml;tzlich haben Hartz-IV-Bezieher die M&ouml;glichkeit, gegen Entscheidungen ihres zust&auml;ndigen Jobcenters Widerspruch einzulegen oder zu klagen. Dies gilt auch f&uuml;r Sanktionen, mit denen Hartz IV-Empf&auml;ngern Zahlungen aus der Grundsicherung gek&uuml;rzt oder (zeitweise) komplett gestrichen werden. Zu den Sanktionstatbest&auml;nden geh&ouml;ren Meldevers&auml;umnisse, die Weigerung, ein Arbeitsangebot anzunehmen oder der Abbruch einer arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahme.<br>\nIm Jahr 2016 wurden insgesamt &uuml;ber 650.000 Widerspr&uuml;che und rund 120.000 Klagen im Bereich der Hartz-IV-Grundsicherung von den Jobcentern beziehungsweise Sozialgerichten abschlie&szlig;end bearbeitet. Bei &uuml;ber 35 Prozent der Widerspr&uuml;che wurde zugunsten des Widersprechenden entschieden. Im Gegensatz dazu wurden nur rund acht Prozent der Klagen zugunsten des Kl&auml;gers entschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/hohe-erfolgsquoten-bei-widerspruechen-gegen-sanktionen\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mama w&auml;hlt nicht<\/strong><br>\nMama w&auml;hlt nicht. Und ich bin fast sicher, dass sie es auch an diesem Sonntag zur Landtagswahl in NRW nicht tun wird. Sie lebt von Hartz IV, daf&uuml;r gibt es viele Gr&uuml;nde, die meisten bedingen sich gegenseitig, und keiner ist besser oder wichtiger als ein anderer. Sie hat kein Geld, das sie verteidigen oder vermehren m&ouml;chte, keinen Job, den sie behalten will. Sie hat keine Angst vor Fl&uuml;chtlingen, weil sie nichts an sie zu verlieren hat. In den Sozialwohnungsplattenbauten, zwischen rauchvergilbten Vorh&auml;ngen und Kindern, die einmal im Jahr in Armutsberichten bemitleidet werden, ist genug Platz.<br>\nMit sieben Jahren bin ich mit Mama auf dem Rad zum Einkaufen gefahren. In einer Unterf&uuml;hrung stand eine Gruppe Skinheads mit Spr&uuml;hdosen. &ldquo;Schei&szlig;nazis&rdquo; hat Mama gesagt, und ich habe laut nachgefragt: &ldquo;Was sind Nazis?!&rdquo; Sie hat &ldquo;Pssst&rdquo; gesagt und erst erkl&auml;rt, als wir au&szlig;er H&ouml;rweite waren: &ldquo;Arschl&ouml;cher.&rdquo; Mama w&uuml;rde niemals auf die AfD reinfallen, niemals Nazis w&auml;hlen. Aber ich lese Nachrichten und Parteiprogramme und Hannelore-Reden und Schulz-Pamphlete und frage mich: Was soll sie denn w&auml;hlen?<br>\nMit 16 habe ich an Sozialdemokratie geglaubt. Daran, dass nur alle einsehen m&uuml;ssten, was richtig ist. SPD w&auml;hlen oder gr&uuml;n, und dann wird alles gut. Gr&uuml;n w&auml;hlen hie&szlig; Gerechtigkeit, konservativ hie&szlig; gemeine, alte, reiche Menschen. Damals konnte ich noch nicht selber w&auml;hlen und fand das schrecklich ungerecht. Deshalb habe ich auf Mama eingeredet, bis sie mir zuliebe eine Stimme abgegeben hat. Dieser kindlich-naive Glaube an Demokratie. Ich verstehe bis heute nicht, woher er kam.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/landtagswahl-in-nrw-2017-mama-waehlt-nicht-a-1147555.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch wenn es zynisch klingt, aber war und ist es nicht das Ziel des Hartz-IV-Systems die Betroffenen faktisch zu Nicht-Existenten zu machen? Ganz im Sinne der neoliberalen Ideologie aus deren Perspektive jemand, der nicht &ouml;konomisch verwertbar ist, keine Existenzberechtigung hat. Hier stellt sich dann zwingend die Frage, was ist das f&uuml;r eine Gesellschaft, die einen Teil ihrer B&uuml;rger einfach aufgibt und stigmatisiert, und sollte einem, sofern man noch &uuml;ber einen Funken Mitgef&uuml;hl verf&uuml;gt, dabei nicht die Wut packen? Nat&uuml;rlich betr&uuml;bt es niemanden wirklich, dass diese Menschen auf die Aus&uuml;bung ihres Wahlrechts verzichten, m&uuml;ssten diese rational betrachtet doch die LINKE w&auml;hlen. Das kann die Polit- und Geldelite nicht wollen. <\/em><br>\n<em>Und ja, auch wenn man es nicht mehr h&ouml;ren mag, die Hauptverantwortung daf&uuml;r tr&auml;gt die SPD, deren F&uuml;hrungspersonal weiterhin nicht m&uuml;de wird zu betonen, dass diese B&uuml;rger sie nicht interessieren, denn die SPD will ja nur f&uuml;r die &ldquo;hart arbeitende Mitte&rdquo; eintreten. Deswegen ist alles Gerede von sozialer Gerechtigkeit eines Martin Schulz, der die Agenda 2010 nie grunds&auml;tzlich in Frage gestellt hat, nichts als hei&szlig;e Luft. Die nun katastrophale Schlappe bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zeigt, dass die B&uuml;rger dieses Landes Herrn Schulz durchschaut haben. Nicht unerw&auml;hnt soll dabei bleiben, dass Hannelore Kraft ein Ziehkind des einstigen Oberneoliberalen der SPD, Wolfgang Clement, ist. Auch sie stand nicht f&uuml;r die Abkehr der SPD von der neoliberalen Politik, wie ihre Ablehnung einer Koalition mit der Linken verdeutlichte.<\/em><br>\n<em>Leider ist die im Artikel ge&auml;u&szlig;erte Kritik an dem Teil der Linken berechtigt, der sich lieber auf der intellektuellen Spielwiese des linksliberalen, akademisch gebildeten Juste Milieus, der Identit&auml;ts- und Genderpolitik, herumtreibt und dessen Verachtung der Unterschicht und unteren Mittelschicht teilt, als den Kampf gegen den Neoliberalismus zu forcieren. Abgesehen davon muss die Linke gerade auch vor dem Hintergrund ihres &auml;u&szlig;erst knappen Scheiterns, angeblich fehlten nur 8561 Stimmen zum Einzug in das Landesparlament, endlich die Medienbarriere gegen sie offensiv thematisieren. Allerdings sollte man nicht unbeachtet lassen, dass die LINKE ihren Stimmenanteil faktisch verdoppelt hat.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Armut im Ruhrgebiet<\/strong><br>\nIm &uuml;brigen Deutschland k&ouml;nnten sich viele das Ausma&szlig; von Armut und Verfall im Norden des Ruhrgebiets nicht vorstellen, sagt der Chefdramaturg des Schauspiels Bochum. In der NRW-Wahl sieht er ein Signal, diese Probleme mehr in den Blick zu nehmen.<br>\nDer Chefdramaturg und Interimsintendant des Bochumer Schauspiels, Olaf Kr&ouml;ck, sieht in der NRW-Wahl einen Anlass, sich mehr mit sozialen Problemen, mit Armut und Ausgrenzung zu besch&auml;ftigen.<br>\n&ldquo;Diese Wahl hat sicher auch das Signal, noch mal lauter zu formulieren: Leute, ihr m&uuml;sst in diese Regionen dieses Bundeslandes gucken, in denen es nicht gut l&auml;uft&rdquo;, sagte Kr&ouml;ck im Deutschlandfunk Kultur.<br>\nGerade im Norden des Ruhrgebiets gebe es St&auml;dte, &ldquo;in denen es wirklich auch Verfall gibt und in denen Armut und fehlender Wohlstand wirklich auch im Stadtbild deutlich sichtbar wird&rdquo;. Im &uuml;brigen Deutschland gebe es viele, die sich diese Drastik gar nicht vorstellen k&ouml;nnten.<br>\nDie Gr&uuml;nde f&uuml;r die Wahlniederlage von Rot-Gr&uuml;n sieht Kr&ouml;ck auch darin, dass einige Projekte der Landesregierung einfach nicht funktioniert h&auml;tten, vor allem in der Bildung. Zum Beispiel das Projekt &ldquo;Kein Kind bleibt zur&uuml;ck&rdquo;: &ldquo;Obwohl da sehr viel Geld zur Verf&uuml;gung gestellt worden ist. Vielleicht waren die Hebel, die benutzt worden sind, nicht direkt genug oder nicht leicht genug in den Zug&auml;ngen, und da muss auf jeden Fall etwas passieren, egal, welche Farbe diese Landesregierung hat.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/armut-im-ruhrgebiet-da-muss-auf-jeden-fall-etwas-passieren.1008.de.html?dram:article_id=386192\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne schieben sich die Schuld zu<\/strong><br>\nDer Parteichef monierte, die Gr&uuml;nen h&auml;tten das Klischee, eine wirtschaftsfeindliche Partei zu sein, offenbar nicht abstreifen k&ouml;nnen. Das hei&szlig;t im Umkehrschluss, das Profil als wirtschaftsfreundliche Partei zu st&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/nrw-wahl-gruene-schieben-sich-die-schuld-zu-a-1278842\">FR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Das ist Satire real life: Der Gr&uuml;nen-Chef &Ouml;zdemir sagt zur Wahlschlappe &ldquo;Wir haben die W&auml;hler nicht &uuml;berzeugt, dass wir nicht wirtschaftsfeindlich sind.&rdquo; Wozu dann noch die Gr&uuml;ne in NRW und anderswo? Die Gr&uuml;nen stehen ja in der Kritik gerade weil sie so wirtschaftsfreundlich geworden sind. Die Kabarettisten Tobias Mann und Christoph Sieber haben dazu <a href=\"https:\/\/youtu.be\/b49DJ9MCCMI\">ein sch&ouml;nes Requiem<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wahlprogramm: SPD will Erben st&auml;rker besteuern<\/strong><br>\nErste Details aus dem Wahlkampfprogramm von Martin Schulz sind bekannt geworden: Besonders reiche Erben sollen mehr abgeben, Familien hingegen entlastet werden.<br>\nDie SPD will Erbschaften mit h&ouml;heren Abgaben belasten. &ldquo;Gro&szlig;e Erbschaften werden wir st&auml;rker besteuern&rdquo;, hei&szlig;t es im Entwurf des Regierungsprogramms zur Bundestagswahl, aus dem mehrere Nachrichtenagenturen zitieren. Vor allem bei gro&szlig;en Firmenverm&ouml;gen wolle die SPD h&ouml;here Steuern ansetzen, dagegen soll die Weitergabe von Eigentum in der Familie wie gehabt durch gro&szlig;z&uuml;gige Freibetr&auml;ge erm&ouml;glicht werden &ndash; &ldquo;damit nicht das normale Haus der Eltern oder Gro&szlig;eltern betroffen ist&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Programm.<br>\nEinkommen aus Arbeit und Kapital solle durch eine Abschaffung der Abgeltungsteuer auf Kapitalertr&auml;ge gleich besteuert werden. Die von Teilen der Parteilinken geforderte Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;gensteuer findet sich nicht in dem 67-seitigen Papier. [&hellip;]<br>\nSchulz distanzierte sich erneut von einer m&ouml;glichen Koalition mit der Linkspartei. Mit Blick auf das au&szlig;enpolitische Programm der Linken sagte er: Wer die &ldquo;multilateralen Verpflichtungen&rdquo; Deutschlands bei den Vereinten Nationen, Nato, Euro und Europ&auml;ischer Union in Frage stelle, &ldquo;der kann reden mit wem er will, aber sicher nicht mit mir&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-05\/wahlprogramm-spd-berlin-erbschaftssteuer-reform\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenig Konkretes erst einmal, und diese Vorschl&auml;ge widersprechen in ihrer Richtung allem, was die SPD in den letzten 10 Jahren angestrebt und ausgef&uuml;hrt hat (man denke an die Abschaffung der Erbschaftsteuer f&uuml;r hunderte Millionen teure Unternehmen), aber immerhin. Und dann schlie&szlig;t Schulz gleich ganz konsequent eine Koalition mit der Linkspartei aus. Wenn die SPD nicht 50 Prozent der Bundestagsabgeordneten bekommt, was extrem unwahrscheinlich ist, dann braucht sie einen oder zwei Koalitionspartner. Mit wem will sie die Abgeltungsteuer abschaffen oder die Erbschaftsteuer wiederbeleben? Mit CDU\/CSU oder der FDP? Mit den Gr&uuml;nen, die nicht nur h&ouml;chst wenige Prozente mitbringen, sondern auch z. B. in Baden-W&uuml;rttemberg f&uuml;r die Erbschaftsteuer sogar *h&ouml;here* Verschonungsgrenzen (300 Millionen Euro) als die CDU durchsetzen wollte? Drei Monate nur vage und zaghafte Visionen, Rohrkrepierer, und jetzt noch einmal vier Monate Rohrkrepierer. Der beste, naja, &ldquo;Kanzlerkandidat&rdquo; der SPD, den sich Merkel w&uuml;nschen konnte.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Eine GroKo unter SPD-F&uuml;hrung<\/strong><br>\nNeustart ohne Hype und mit Inhalt &ndash; in der ARD wird SPD-Chef Schulz konkreter. Ein Kanzler Schulz will: mittlere und untere Einkommen entlasten, Reichtum besser verteilen und Investitionen. Und mit wem? &ldquo;Gegen eine GroKo unter SPD-F&uuml;hrung habe ich nichts.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/schulz-farbe-bekennen-103.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Weiter mit der gro&szlig;en Koalition, also weiter mit der neoliberalen Politik? Weshalb sollte man eigentlich die SPD dann w&auml;hlen? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>TV-Tipp: &bdquo;Die Anstalt&ldquo; heute wieder im ZDF<\/strong><br>\nDienstag, 16. Mai 2017, 22:15 Uhr &ndash; im ZDF.<br>\nAls Besetzer eines ZDF-Fernsehstudios r&uuml;tteln die Vollblutkabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner an den bestehenden politischen und gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen des Landes. Gemeinsam mit ihren G&auml;sten wollen sie hier &ldquo;Stimme sein f&uuml;r Ungeh&ouml;rtes und Unerh&ouml;rtes&rdquo;. Tatkr&auml;ftig unterst&uuml;tzt werden sie von Anny Hartmann, Arnulf Rating und Philipp Weber<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/diese-kabarettisten-sind-in-der-anstalt-zu-gast-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Freundliches Gesicht reicht offenbar doch nicht, um 17 Jahre unsoziale Politik vergessen zu machen<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Entgegen kurzzeitig von SPD-Spitzenpolitikern gehegter Hoffnungen wiegt ein freundliches Gesicht offenbar doch nicht knapp zwei Jahrzehnte unsoziale Politik auf. Das geht aus den letzten drei Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen sowie aktuellen Umfrageergebnissen hervor. [&hellip;]<br>\nImmerhin, es ist nicht von der Hand zu weisen, dass das freundliche Gesicht von Martin Schulz zumindest einige W&auml;hler davon &uuml;berzeugen konnte, ihr Kreuz wieder bei den Sozialdemokraten zu machen. Wahlforscher rechneten jetzt aus, wie freundlich Martin Schulz mindestens aussehen m&uuml;sste, um fast zwei Jahrzehnte unsoziale SPD-Politik so gut zu kaschieren, dass es am Ende f&uuml;r die Kanzlerschaft reicht:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2017\/05\/schulz-spd.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Letzte: Wie sich das Jobcenter Pinneberg &uuml;ber Hartz-IV-Empf&auml;nger lustig macht<\/strong><br>\nEs wird ja nicht besser, wenn man die Realit&auml;t mit Buntstiften anmalt und meint, dass alle Spa&szlig; haben. Nur weil ein vermeintlich genialer Kopf aus der Wirklichkeit des Hartz-IV-Alltages ein Comic zeichnet, sind die Probleme pl&ouml;tzlich ertr&auml;glicher? Das Jobcenter Pinneberg griff 2013 ganz sch&ouml;n tief ins Klo, wie wir finden.<br>\nWas war los?<br>\nIn Pinneberg kam man auf die glorreiche Idee, einen Ratgeber zum Arbeitslosengeld II (ALG II) zu ver&ouml;ffentlichen. Und damit es auch jeder kapiert, der solche Leistungen empf&auml;ngt, m&uuml;ssen bunte Bildchen her &ndash; andernfalls versteht man das doch nicht, korrekt liebes Jobcenter? So zeigt die Geschichte der erfundenen Familie Fischer auf insgesamt 112 Seiten, wie man sich so richtig f&uuml;r das Jobcenter dem&uuml;tigen kann.<br>\nDie Vorschl&auml;ge:<br>\n&raquo;Legen Sie Steine in die WC-Sp&uuml;lung, um Wasser zu sparen.&laquo;<br>\n&raquo;Trinkt Leitungswasser, statt Getr&auml;nke zu kaufen&laquo;<br>\n&raquo;Verzichtet doch alle mal eine Woche auf Fleisch&laquo;<br>\n&raquo;Baut euer eigenes Gem&uuml;se an&laquo;<br>\n&raquo;Verkauft alte M&ouml;bel, damit ihr davon leben k&ouml;nnt&laquo;<br>\nUnd was f&uuml;r aufmunternde Worte gibt es dazu von einer fiktiven Freundin, dieser erfundenen Familie? Sicher die richtige Herangehensweise:<br>\n&raquo;Vielleicht m&uuml;sst ihr euch nur dran gew&ouml;hnen&laquo;.<br>\nWir m&ouml;chten ja nicht abstreiten, dass der ein oder andere Vorschlag umsetzbar ist. Deutschland hat bundesweit wirklich gutes Leitungswasser. Und wenn man schon das Gl&uuml;ck eines Gartens hat, sollte man diesen auch richtig nutzen.<br>\nAber ganz n&uuml;chtern betrachtet: Was ma&szlig;t sich das Jobcenter Pinneberg da an?<br>\nWie ging es weiter?<br>\nSelbst der Umzug in eine kleinere Wohnung l&auml;sst die Heiterkeit der immer zufriedenen Familie nicht verfliegen. Dort darf n&auml;mlich noch eigenst&auml;ndig renoviert werden. Und weil die Mutter der Familie gro&szlig;en Gefallen am Streichen findet, kann nur Hartz IV so viel Spa&szlig; machen. Seht ihr das genauso?<br>\nUnsere Empfehlung:<br>\nDie Brosch&uuml;ren gern kostenfrei als Brennstoff f&uuml;r &Ouml;fen zur Verf&uuml;gung stellen. Hier haben sie die beste Wirkung.<br>\nUnd wenn ein Jobcenter schon so &uuml;ber euer Leben denkt und versucht den Alltag zu bestimmen &ndash; wie realistisch ist dann die Richtigkeit eure Bescheides? Zieh gern in Betracht, dass auch hier einiges verzerrt ist und lasse zur Sicherheit deinen Bescheid pr&uuml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hartz4widerspruch.de\/jobcenter-pinneberg\/\">Hartz4Widerspruch<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-38313","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38313","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38313"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38313\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38315,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38313\/revisions\/38315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38313"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38313"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38313"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}