{"id":3833,"date":"2009-03-19T09:25:41","date_gmt":"2009-03-19T08:25:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3833"},"modified":"2009-03-19T10:16:15","modified_gmt":"2009-03-19T09:16:15","slug":"hinweise-des-tages-854","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3833","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ul>\n<li>Fed pumpt eine Billion Dollar in US-Wirtschaft<\/li>\n<li>Alle Hemmungen verloren<\/li>\n<li>Wolfgang Streeck: Eine Last f&uuml;r Generationen<\/li>\n<li>Die gegenw&auml;rtige Wirtschaftskrise ist eine Krise des Rechts<\/li>\n<li>Eine B&ouml;rsenh&auml;ndlerin rechnet ab: Halbwissen ist Macht<\/li>\n<li>&ldquo;Kultur der Komplizenschaft&rdquo;<\/li>\n<li>Steueroasen: Finanzminister mit Bei&szlig;hemmung<\/li>\n<li>&ldquo;Deutsche Bank hat enormen Kapitalbedarf&rdquo;&nbsp;<\/li>\n<li>Debatte um Wettbewerbsverzerrung: Sparkassen fordern Staatszins<\/li>\n<li>Enteignung von Finanzinstituten als ultima ratio gebilligt<\/li>\n<li>Thomas Straubhaar: Deutschland braucht schnellen Konsum-Schub<\/li>\n<li>Regierung setzt bei Opel-Rettung auf Roland Berger<\/li>\n<li>Es sind die L&ouml;hne<\/li>\n<li>Europa ist in gr&ouml;&szlig;ter Gefahr<\/li>\n<li>Oskar Lafontaine: &ldquo;Wir sind die einzigen Realisten&rdquo;<\/li>\n<li>RWE muss Ferngasnetz verkaufen<\/li>\n<li>Der Ausbau des Frankfurter Flughafens &ndash; eine Serie von Wort- und Rechtsbr&uuml;chen <\/li>\n<li>Lebensversicherungen &ndash; Welche Einbu&szlig;en gibt es in der Krise?<\/li>\n<li>Dicke Abschieds-Pr&auml;mie f&uuml;r Middelhoff<\/li>\n<li>Generalstreik: Frankreich wird lahm gelegt<\/li>\n<li>Lehrstellenmarkt bricht ein<\/li>\n<li>Studentischer Dachverband kritisiert einseitige Analyse der bisherigen Bologna-Umsetzung <\/li>\n<li>Australischer B&ouml;rsen-Kindergarten ist pleite<\/li>\n<li>Die Amerikaner halten zunehmend auch den Afghanistan-Krieg f&uuml;r einen Fehler <\/li>\n<li>Wahlkampf im Netz<\/li>\n<li>Rosa Luxemburg: Dr. Rosa Rot<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3833&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Fed pumpt eine Billion Dollar in US-Wirtschaft<\/strong><br>\nDie US-Notenbank pumpt im Kampf gegen die schwerste Rezession seit Jahrzehnten rund eine Billion Dollar in die Wirtschaft. Wie die Federal Reserve am Mittwoch in Washington mitteilte, will sie ab Ende kommender Woche langlaufende Staatsanleihen im Volumen von bis zu 300 Milliarden Dollar ankaufen. Dar&uuml;ber hinaus sollen bereits laufende Programme zum Ankauf hypothekenbesicherter Anleihen um bis zu 750 Milliarden Dollar nahezu verdoppelt &ndash; dabei handelt es sich zum gr&ouml;&szlig;ten Teil durch die Finanz- und Immobilienkrise in den USA praktisch wertlos gewordene Schrottpapiere.\n<p>Finanziert werden die Ank&auml;ufe, durch die weitere Milliarden Dollar zur St&uuml;tzung der Kreditm&auml;rkte aufgebracht werden, durch die Notenpresse. Das Handelsteam der New Yorker Fed teilte mit, dass Anleihen mit zwei bis zehn Jahren Laufzeit gekauft werden sollen. Die Ratingagentur Moody&rsquo;s erkl&auml;rte, die neuen Schritte der Fed h&auml;tten keinen Einfluss auf die Kreditw&uuml;rdigkeit der Vereinigten Staaten am internationalen Kapitalmarkt.<\/p>\n<p>Fed-Chef Ben Bernanke begr&uuml;ndete den Beschluss damit, dass sich die wirtschaftliche Lage in den USA seit dem letzten Treffen der Notenbanker im Januar weiter verschlechtert habe. Die Fed werde in dieser Situation alle zur Verf&uuml;gung stehenden Mittel nutzen, &ldquo;um die wirtschaftliche Erholung voranzutreiben und Preisstabilit&auml;t zu gew&auml;hrleisten&rdquo;. Die eingeleiteten Schritte w&uuml;rden einer &ldquo;schrittweisen Wideraufnahme des Wachstums&rdquo; nach sich ziehen, erkl&auml;rte Bernanke. Den nach aggressiven Zinssenkungen im vergangenen Jahr praktisch bedeutungslos gewordenen Leitzins belie&szlig; der f&uuml;r die Geldpolitik der Federal Reserve zust&auml;ndige Offenmarktausschuss wie an den Finanzm&auml;rkten erwartet beim bisherigen Zielband zwischen null und 0,25 Prozent. Dort werde er auch eine l&auml;ngere Zeit bleiben, erkl&auml;rte Bernanke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/deEuroRpt\/idDELI26060520090318\">reuters<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die amerikanischen B&ouml;rsianer jubilieren, doch was werden die gr&ouml;&szlig;ten Gl&auml;ubiger der USA, wie etwa die Chinesen dazu sagen, dass die Fed Geld druckt, dem kein realer Wert gegen&uuml;bersteht? Folgt durch die Dollarschwemme nach der Finanz- und Wirtschafts- nun eine W&auml;hrungskrise? Wie wirkt sich die Dollar-Inflationierung auf die ohnehin steigende Inflation in den USA aus? Sind das angesichts eines drastischen Einbruchs des Wirtschaftswachstums in den USA nicht Anzeichen einer Stagflation?<\/em><\/p>\n<p>Eines kann man jedenfalls sagen: Mit Zinsen um Null und dem Anwerfen der Gelddruckmaschinen hat die Fed ihr letztes Pulver zur Bek&auml;mpfung der Krise verschossen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Alle Hemmungen verloren<\/strong><br>\nUm &Auml;u&szlig;erlichkeiten braucht sich die Fed nicht mehr zu scheren, wenn sie immer mehr private Ramschpapiere als Sicherheit gegen Zentralbankgeld akzeptiert und damit die unverbl&uuml;mte Botschaft sendet, ein neues Subprime-Fass zu &ouml;ffnen.\n<p>Die Fed muss h&ouml;llisch aufpassen. Nicht nur, dass der Aufkauf von Staatsanleihen schon f&uuml;r sich genommen ein h&ouml;chst peinliches Signal ist. Das Dilemma besteht vor allem darin, dass die US-Notenbank schnell die Kontrolle verlieren kann. Denn um einen sp&uuml;rbaren Effekt zu erzielen, muss sie ja betr&auml;chtliche Summen aufwenden, zun&auml;chst 300 Mrd. $ &uuml;ber sechs Monate. Je weiter die Zinsen aber fallen, desto unattraktiver werden die ohnehin erb&auml;rmlichen Renditen von US-Staatsanleihen f&uuml;r den Privatsektor &ndash; und desto reizvoller wird es f&uuml;r diesen, die erzielten Kursgewinne mitzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/marktberichte\/:Das-Kapital-Alle-Hemmungen-verloren\/489272.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wolfgang Streeck: Eine Last f&uuml;r Generationen <\/strong><br>\nDie Finanzkrise macht den Staat zur Geisel des Kapitalismus. Er versinkt noch weiter in Schulden und verliert jeden politischen Spielraum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/meinung\/_b=2196653,_p=28,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Es gibt fast nichts Schlimmeres als Professoren der Soziologie, die von &Ouml;konomie wenig Ahnung, aber eine umso festere Meinung haben. Wenn sie dann noch herausragende &Auml;mter wie das Amt eines Direktors am Max-Planck-Institut f&uuml;r Gesellschaftsforschung und obendrein politischen Einfluss haben oder jedenfalls hatten, dann wird es f&uuml;r uns wirklich schlimm. Wolfgang Streeck wirkte an Schr&ouml;ders B&uuml;ndnis f&uuml;r Arbeit mit und bestimmte geistig als Vorl&auml;ufer die Agenda 2010; Streeck diente dem Spiegel in den neunziger Jahren als links angehauchter Zeuge f&uuml;r die angebliche Notwendigkeit, Sozialstaatlichkeit abzubauen. Jetzt schreibt Streeck einen Essay im Handelsblatt, den wegen der vielen Zumutungen nicht zu Ende zu lesen vermochte. Ein paar Beispiele: <\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Lohnnebenkosten nennt er so und er glaubt sicher auch, dies seien Nebenkosten. Sie mussten bei 40 % festgehalten werden, damit der Arbeitsmarkt nicht noch weiter zum Absturz gebracht wird, meint Streeck. Nicht ein bisschen von Zweifeln an diesem <a href=\"?p=3172\">Irrglauben<\/a> angehaucht ist dieser Professor. Die absurden Einlassungen des heutigen Kanzlerkandidaten Steinmeier zu den Lohnnebenkosten im Kanzleramtspapier von Ende Dezember 2002 k&ouml;nnten aus der gleichen Feder stammen.\n<\/li>\n<li>Bei seinen dramatischen Einlassungen zum Zuschuss zur Rentenversicherung kommen die deutsche Vereinigung und andere versicherungsfremde Belastungen nicht vor.<\/li>\n<li>Streeck dramatisiert die Handlungsunf&auml;higkeit des Staates, aber er unterschl&auml;gt, dass der Staat durch die Regierung Schr&ouml;der wie vorher auch durch Kohl systematisch verarmt und damit geschw&auml;cht worden ist.\n<\/li>\n<li>Die Finanzenge der Regierung Schr&ouml;der leitet Streeck aus der Staatsverschuldung und der daraus folgenden Zinsbelastung ab. Es sei deshalb kein Wunder, das Schr&ouml;der 2005 den Bettel hinwarf. Der arme Gerhard Schr&ouml;der! Kein Wort zur von Schr&ouml;der betriebenen systematischen Verarmung des Staates durch die massiven Unternehmenssteuersenkungen in der Nachkriegsgeschichte.\n<\/li>\n<li>Makro&ouml;konomie kommt bei Streeck nicht vor, obwohl viele der von ihm beschriebenen Probleme mit der Unf&auml;higkeit zu tun haben, eine vern&uuml;nftige Makropolitik f&uuml;r mehr Besch&auml;ftigung und f&uuml;r gesicherte Arbeitsverh&auml;ltnisse zu machen.\n<\/li>\n<li>Streecks Behauptung, in den meisten westlichen Demokratien sei die Staatsverschuldung stets gestiegen, ist falsch. Er unterschl&auml;gt, dass in mehreren L&auml;ndern der Staatsschuldenstand gesenkt werden konnte, so zum Beispiel in den neunziger Jahren sogar in den USA, in Gro&szlig;britannien, in den Niederlanden, in Finnland usw..\n<\/li>\n<li>Er behauptet, in den siebziger Jahren habe es eine L&uuml;cke zwischen Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage gegeben. Ist das so? Tats&auml;chlich hatten die Arbeitnehmer zeitweise von einer staatlichen Volksbesch&auml;ftigungspolitik profitiert. Auch die Behauptung, eine hohe Inflationsrate f&uuml;hre zur schleichenden Enteignung von Geldkapitalbesitzern, ist nicht zwangsl&auml;ufig richtig.<\/li>\n<li>Wenn die Zinsen gleichzeitig hoch sind, dann ist das wie ein Geldschleier.<\/li>\n<li>Das Ende der Handlungsf&auml;higkeit des Staates sei absehbar. Das ist def&auml;tistischer Stuss!<\/li>\n<\/ul>\n<p><\/p><\/li>\n<li><strong>Die gegenw&auml;rtige Wirtschaftskrise ist eine Krise des Rechts<\/strong><br>\nAlles mit einem &ouml;konomischen Wert, was man besitzen kann &ndash; ob Haus, Auto, Hypothek, Bankkonto, Aktien, Vertr&auml;ge, Patente, Schuldverschreibungen &ndash;, ist auf Papier dokumentiert. Man kann diese Verm&ouml;genswerte nur besitzen, &uuml;bertragen, bewerten und geltend machen mit Hilfe von Dokumenten, die rechtlich anerkannt sind &ndash; wobei diese Anerkennung auf einem ausgekl&uuml;gelten System von Regeln, Prozeduren und Standards beruht. Die globale Wirtschaft wird von solchen Papieren zusammengehalten. Ohne verl&auml;ssliche Dokumente ist eine Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit nur schon auf nationaler Ebene &ndash; erst recht auf der globalen &ndash; v&ouml;llig undenkbar.\n<p>In den vergangenen Jahren haben die Regierungen zugelassen, dass die Qualit&auml;t dieser Papiere untergraben wird, indem sie sorglos eine wahre Flut von neuen Finanzprodukten auf die M&auml;rkte kommen lie&szlig;en &ndash; viele von ihnen mit Bezug zu schlechten Krediten im US-Hypothekenmarkt. Diese Papiere repr&auml;sentierten einen Nominalwert von rund 600 Bio. $ &ndash; mehr als zweimal so viel wie der ganze Rest der weltweit rechtlich dokumentierten Verm&ouml;genswerte, sei es Bargeld, seien es traditionelle Finanzanlagen oder anderes Eigentum. Die erstaunliche Menge dieser Papiere und die Tatsache, dass sie so verworren und schlecht dokumentiert sind, macht es schwierig, zu bestimmen, wie viele davon vorhanden sind, welchen Wert sie haben und wer sie besitzt. Weil das schiere Volumen dieser Finanzderivate alle anderen Papiere in den Schatten stellt, untergr&auml;bt der gegenw&auml;rtige Schlamassel auch eine der gr&ouml;&szlig;ten Errungenschaften des Eigentumsrechts: n&auml;mlich die F&auml;higkeit, jeden Verm&ouml;genswert (und den darauf bezahlten Zins) pr&auml;zise isolieren und bestimmen zu k&ouml;nnen. Deshalb kann auch eine Ausfallquote von &laquo;lediglich&raquo; 7% auf amerikanischen Subprime-Hypotheken, die &uuml;ber Verbriefungen und Derivate einige hundert Milliarden Dollar an Papieren hat &laquo;toxisch&raquo; werden lassen, den ganzen Rest der Papiere in der Wirtschaft verseuchen.<\/p>\n<p>Wir m&uuml;ssen das Vertrauen in rechtliche Dokumente wieder herstellen. Das bedingt, dass die &laquo;toxischen&raquo; Papiere gefunden und beseitigt werden. Die Beh&ouml;rden m&uuml;ssen dabei f&uuml;nf H&uuml;rden &uuml;berwinden, um einen &uuml;berzeugenden Plan vorlegen und beherzt voranschreiten zu k&ouml;nnen: (&hellip;)<\/p>\n<p>von Hernando de Soto<\/p>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/die_gegenwaertige_wirtschaftskrise_ist_eine_krise_des_rechts_1.2216435.html?printview=true\">NZZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/die_regierungen_muessen_fuenf_huerden_ueberwinden_1.2216611.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein lesenswerter Aufsatz, der konzentriert vor Augen f&uuml;hrt, was die von der Finanzindustrie gedopten Regierungen leichtfertig aufgegeben haben und wie schwierig es wird, diese Deregulierungen nicht nur zur&uuml;ckzudrehen, sondern neue Standards zu setzen. Wobei de Soto die letztendliche Schwierigkeit in ihrer Dimension verkennt. Die Deinstallation eines Systems von Regeln, Prozeduren und Standards ist nicht vom Himmel gefallen. Die eigentliche Untergrabung des Rechtssystems beginnt eine Ebene dar&uuml;ber, indem die Volksvertreter die Politik selbst zum Markt erkl&auml;rt haben, in dem sie als profitorientierte Nutzenmaximierer agieren. <\/em><\/p>\n<p>Die M&uuml;nze auf diesem Markt ist nicht nur Geld, sondern auch Macht, Privilegien, Prominenz und andere Eitelkeiten. Ein Beispiel hierf&uuml;r ist die Versicherung des fr&uuml;heren Bundeskanzlers Kohl in der Spendenaff&auml;re, er habe sich nicht pers&ouml;nlich bereichert. Nur dass Parteispenden selten unmittelbar verwertet werden, aber &uuml;ber den Sieg der Partei in Wahlen die pers&ouml;nliche Macht der Funktionstr&auml;ger weiterhin gesichert wird, welche die den Spendern genehme Politik fortf&uuml;hren k&ouml;nnen. In der auf den NDS einsehbare Dokumentation &ldquo;Wie Wallstreet und Washington die USA verraten haben&rdquo; l&auml;sst sich ohne weiteres eine Korrelation zwischen Spenden der Finanzindustrie und der Deregulierung dieser Branche herstellen. Wobei sich in Deutschland die Beispiele h&auml;ufen, in denen Politiker ganz unverhohlen nach Ausscheiden aus der aktiven Politik mit Positionen in der von ihnen unterst&uuml;tzten Branche belohnt werden.<br>\nWie soll man jetzt von der Politik, die eigentlich in letzter Verantwortung das g&uuml;ltige Rechtsystem auf den Finanzm&auml;rkten untergraben hat, erwarten, ihre eigene Politik hinterfragen und gar zu verwerfen. Schon die schlichte Forderung de Sotos, auf die bisherigen Finanzspezialisten zu verzichten, da die &bdquo;Finanzgemeinde weder die Absicht noch die Anreize oder ein wirtschaftliches Interesse daran&ldquo; die von ihm geforderte Rechtssicherheit herzustellen, ist sowohl in den USA als auch bei uns als gescheitert. Selbst der im Protest gegen die bisherige Politik gew&auml;hlte amerikanische Pr&auml;sident muss erkennen, dass die Wall Street angesichts der bisher beschlossenen Ma&szlig;nahmen wie auch des von Obama installierten Personals den Eindruck hat, es gelte &bdquo;business as usual&ldquo;.<\/p>\n<p>Sehr sch&ouml;n der von de Soto gezogene Vergleich zwischen dem nur mangelhaft dokumentierten und kaum durch ein Rechtssystem gesch&uuml;tzten Eigentum in den Entwicklungsl&auml;ndern, wie seinem Heimatland Peru, und der Rolle der toxischen Papiere in der gegenw&auml;rtigen Krise. Ohne Peru nahetreten zu wollen, das Wort &bdquo;Bananenrepublik&ldquo; erh&auml;lt f&uuml;r Deutschland eine weitere Dimension. In seinen &Auml;u&szlig;erungen zur Realwirtschaft, &uuml;berbetont m.E. de Soto, sein Lebensthema als Forscher, die Rolle der &bdquo;Papier-&Ouml;konomie&ldquo;. Lateinamerika krankt vor allem neben seiner schiefen Einkommens- und Machtverteilung an seiner rohstoffbasierten &Ouml;konomie. Ostasien steht vor allem aufgrund des Aufbaus von industrieller Kompetenz besser da als das schon l&auml;nger in die Weltwirtschaft integrierte Lateinamerika. <\/p><\/li>\n<li><strong>Eine B&ouml;rsenh&auml;ndlerin rechnet ab: Halbwissen ist Macht<\/strong><br>\nVon Abscheu &uuml;ber ihren Gelderwerb als Brokerin geplagt, wirft Anne T. ihren hochbezahlten Job hin und schreibt ein Buch dar&uuml;ber, wie sich die Finanzwelt verdummen lie&szlig;. Sehr aufschlussreich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/479\/462099\/text\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Kultur der Komplizenschaft&rdquo;<\/strong><br>\nBraucht die Hypo Real Estate mehr Staatshilfe? Soll sie enteignet werden? Im Gespr&auml;ch mit manager-magazin.de fordert der US-&Ouml;konom James Galbraith die Insolvenz von Krisenbanken &ndash; und mehr Kontrolle durch den Staat. Denn von den Verantwortlichen der Finanzkrise ist keine Hilfe bei der Rettung des Wirtschaftssystems zu erwarten.\n<p>mm.de: Professor Galbraith, Sie kritisieren die Praxis, angeschlagene Banken mit Steuergeldern zu st&uuml;tzen und fordern, sie stattdessen f&uuml;r insolvent zu erkl&auml;ren. Warum?<\/p>\n<p>Galbraith: Banken, die mit Hunderten von Milliarden Dollar gest&uuml;tzt werden m&uuml;ssen, sind faktisch insolvent. Was wir ben&ouml;tigen, ist ein realistisches Bild von den Verlusten, die diese Geldh&auml;user tats&auml;chlich gemacht haben. Aber solange das alte Management weiter an der Spitze einer solchen Bank steht, hat es keinerlei Anreiz, bei der Wahrheitsfindung mitzuhelfen. Das ist das eine Problem, vor dem wir stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,614033,00.html\">manager-magazin<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Finanzminister mit Bei&szlig;hemmung<\/strong><br>\nDer Jubel der Finanzpolitiker war gro&szlig;, als vergangene Woche eine Steueroase nach der anderen &ndash; Liechtenstein, Andorra, die Schweiz, Luxemburg &ndash; einknickte, ein paar Abstriche beim Bankgeheimnis machte sowie bessere Zusammenarbeit mit Steuerfahndern gelobte. Doch die Freude ist fehl am Platz.\n<p>Die Steuerhinterziehung &agrave; la Klaus Zumwinkel wird k&uuml;nftig kaum leichter zu bek&auml;mpfen sein als bisher. Der Ex-Postchef, der eine steuersparende Privatstiftung in Liechtenstein unterhielt, konnte bekanntlich nur &uuml;berf&uuml;hrt werden, weil dem Bundesnachrichtendienst eine DVD mit den Liechtensteiner Kundendaten zum Kauf angeboten wurde. Auch k&uuml;nftig br&auml;uchten die deutschen Beh&ouml;rden einen konkreten Tipp, dass Herr oder Frau Sparfuchs in einer bestimmten Steueroase Geld angelegt hat, um eine entsprechende Anfrage zu erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/finanzminister-mit-beisshemmung\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Deutsche Bank hat enormen Kapitalbedarf&rdquo;&nbsp;<\/strong><br>\nKommt die Deutsche Bank tats&auml;chlich so gut durch die Krise wie immer behauptet? Die Analysten von JP Morgan sind au&szlig;erordentlich skeptisch.<br>\nDie Deutsche Bank hat nach Einsch&auml;tzung der Analysten von JP Morgan den st&auml;rksten Kapitalbedarf aller gro&szlig;en Investmentbanken weltweit. \n<p>Das f&uuml;hrende deutsche Geldhaus habe im Vergleich zur internationalen Konkurrenz einen zu hohen Verschuldungsgrad, hei&szlig;t es in der am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten Studie der US-Gro&szlig;bank. <\/p>\n<p>Die in Bezug auf die Deutsche Bank traditionell skeptischen JP-Morgan-Experten Kian Abouhossein und Jacob Kruse sehen einen zus&auml;tzlichen Bedarf an frischem Kapital in diesem Jahr von 7,8 Milliarden Euro. Dies f&uuml;hre auf Basis des aktuellen Kurses zu einer Verw&auml;sserung des Ergebnisses je Aktie von 29 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/finanzen\/530\/462149\/text\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Darin hei&szlig;t es: &bdquo;Die Analysten von JP Morgan sehen bei dem Frankfurter Geldhaus eine starke Abh&auml;ngigkeit vom Investmentbanking, was sie als Risikofaktor bezeichnen.&ldquo; Auch das hat die Bank Ackermann zu verdanken, der &uuml;brigens bar jeglicher Zweifel am Ziel einer Eigenkapitalrendite von 25% festh&auml;lt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Debatte um Wettbewerbsverzerrung: Sparkassen fordern Staatszins<\/strong><br>\nWenn die Regierung schon in den Bankensektor eingreift, dann richtig, fordert Sparkassenpr&auml;sident Haasis. Gesetzlich vorgeschriebene Zinsen sollen verhindern, dass vom Bund gest&uuml;tzte Institute mit Kampfkonditionen Kunden anlocken.\n<p>Die Sparkassen fordern gesetzliche Zinsvorgaben, um Wettbewerbsverzerrungen im Bankenmarkt zu verhindern. &ldquo;Wenn der Staat schon mit &ouml;ffentlichen Geldern in den Wettbewerb eingreift, ist auch eine Preisregulierung f&uuml;r die beg&uuml;nstigten Unternehmen gerechtfertigt.&rdquo; Das sagte der Pr&auml;sident des Deutschen Sparkasssen- und Giroverbands (DSGV), Heinrich Haasis, am Mittwoch auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt. So k&ouml;nne etwa in einem entsprechenden Gesetz eine Preisspanne verankert werden f&uuml;r Institute, die Mittel aus dem staatlichen Banken-Rettungsfonds Soffin nutzten. <\/p>\n<p>Die Sparkassen klagen seit l&auml;ngerem dar&uuml;ber, dass H&auml;user wie die Commerzbank, die von der Bundesregierung 18,2 Mrd. Euro an Kapital bekommen hat, mit au&szlig;ergew&ouml;hnlich hohen Zinsen auf Kundenfang gingen. &ldquo;Einige der so beg&uuml;nstigen Unternehmen begreifen diese Staatshilfe offensichtlich als Grundlage, um nicht marktgerechte Einlagenkonditionen zu bieten und damit sogar zu werben&rdquo;, kritisierte Haasis. Auch die Volks- und Raiffeisenbanken beschweren sich dar&uuml;ber. Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) hat bereits angek&uuml;ndigt, solche Beschwerden &ldquo;sehr ernst&rdquo; zu nehmen und ihnen nachzugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:Debatte-um-Wettbewerbsverzerrung-Sparkassen-fordern-Staatszins\/489087.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Enteignung von Finanzinstituten als ultima ratio gebilligt<\/strong><br>\nDer Finanzausschuss hat am Mittwoch den Entwurf des Finanzmarktstabilisierungserg&auml;nzungsgesetzes (16\/12100) mit den Stimmen von Unions- und SPD-Fraktion gebilligt. FDP- und Linksfraktion waren gegen den Entwurf, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen enthielten sich. Das Gesetz sieht als ultima ratio die Enteignung von Finanzinstituten gegen eine angemessene Entsch&auml;digung vor.\n<p>Die Bundesregierung erkl&auml;rte in der Sitzung, eine Bank, die insolvent werde, enteigne ihre Aktion&auml;re. Ein quantitativer Unterschied zur letzten Option Enteignung sei somit nicht erkennbar. Die Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik werde durch den Gesetzentwurf nicht ausgehebelt. Es sei daher wichtig, dass keine Ideologiedebatte gef&uuml;hrt werde. Nachdr&uuml;cklich verteidigte die Regierung die M&ouml;glichkeit der Enteignung. Die Anh&ouml;rung des Finanzausschusses am 16. M&auml;rz habe ergeben, dass eine Kapitalbeteiligung in H&ouml;he von 75 Prozent plus eine Aktie an einer systemrelevanten Bank, die in Schwierigkeiten sei, nicht ausreiche. <\/p>\n<p>Die CDU\/CSU-Fraktion widersprach dieser Darstellung der Regierung entschieden. In der Anh&ouml;rung seinen F&auml;lle geschildert worden, die verdeutlicht h&auml;tten, dass auch eine Beteiligung des Staates in H&ouml;he von 100 Prozent nicht funktioniert habe. Die Unionsfraktion stellte fest, dass die Enteignung ein legales Instrument sei. Die Anwendung dieses Instrumentes d&uuml;rfte aber erheblichen Einfluss auf die Aktienkultur haben. Die Unionsfraktion wies au&szlig;erdem darauf hin, dass f&uuml;nf Gutachter die Einf&uuml;hrung eines beschr&auml;nkten Insolvenzrechts gefordert h&auml;tten und fragte, warum diese M&ouml;glichkeit nicht vorgesehen sei. Die SPD-Fraktion betonte hingegen, die Anh&ouml;rung habe ergeben, dass bei einer Beteiligung des Staates an einem Finanzinstitut wie der Hypo Real Estate (HRE) in H&ouml;he von 100 Prozent der Zinsvorteil f&uuml;r Refinanzierungen bei 1 bis 1,5 Prozent liegen werde. Au&szlig;erdem seien 4 bis 6 Milliarden Euro weniger Kernkapital erforderlich. <\/p>\n<p>Die FDP-Fraktion stimmte der Ansicht der Regierung zu, dass ein systemrelevantes Institut wie die HRE erhalten werden m&uuml;sse. Sie verlangte jedoch, dass alle Alternativen vor einer Enteignung Vorrang haben m&uuml;ssten. Man habe den Eindruck, dass eine Kapitalerh&ouml;hung bei der HRE m&ouml;glich sei, die Regierung jedoch eine Enteignung betreibe. Die FDP-Fraktion forderte, die Frist vor Vorlage von Bilanzen, die normalerweise am 31. M&auml;rz des Folgejahres endet, im Fall von systemrelevanten Banken um ein Vierteljahr zu verl&auml;ngern, um nach Alternativen zur Enteignung suchen zu k&ouml;nnen. <\/p>\n<p>Die Linksfraktion erkl&auml;rte, eine Beteiligung von 100 Prozent sei die &uuml;berzeugendere Position in der Anh&ouml;rung gewesen. Wenn den Banken Geld gegeben werde, m&uuml;sse dies mit Stimmrechten verbunden sein, verlangte sie. B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen warfen der Regierung vor, nur mit B&uuml;rgschaften und Garantien gearbeitet und keinen Einfluss auf die Gesch&auml;ftspolitik genommen zu haben. <\/p>\n<p>Die Koalitionsfraktionen setzten mit ihrer Mehrheit eine Reihe von &Auml;nderungen an dem Gesetzentwurf durch. So k&ouml;nnen staatliche Garantien bis zu 5 Jahren nur in begr&uuml;ndeten Ausnahmef&auml;llen und nur f&uuml;r ein Drittel der einem Unternehmen gew&auml;hrten Garantien gew&auml;hrt werden. Klargestellt wurde, dass sich die Entsch&auml;digung der Aktion&auml;re bei einer Enteignung allein nach dem B&ouml;rsenkurs bestimmt. Eine Enteignung soll allerdings nur dann m&ouml;glich sein, wenn zuvor eine Hauptversammlung stattgefunden hat und dort die f&uuml;r eine entsprechende Kapitalma&szlig;nahme erforderliche Mehrheit nicht erreicht wurde. Au&szlig;erdem wird die Regierung verpflichtet, Unternehmen unverz&uuml;glich wieder zu privatisieren, sobald sie nachhaltig stabilisiert worden sind. Die Regierung muss den Haushalts- und den Finanzausschuss des Bundestages &uuml;ber Enteignungsma&szlig;nahmen informieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2009\/2009_079\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Thomas Straubhaar: Deutschland braucht schnellen Konsum-Schub <\/strong><br>\nDie USA dr&auml;ngen die Bundesregierung, ein neues Konjunkturpaket zu verabschieden, die Kanzlerin sperrt sich &ndash; mit Recht. Denn neue staatliche Ausgabenprogramme wirken zu langsam, viel effektiver w&auml;ren Ma&szlig;nahmen f&uuml;r mehr Kaufkraft: rasche Steuersenkungen oder Konsumgutscheine.\n<p>Auch wenn jeder kreditfinanzierte Konjunkturimpuls die Staatsschulden weiter nach oben treibt, w&auml;re es den Versuch wert, &uuml;ber kurzfristig wirksam werdende Steuer- und Abgabenerleichterungen oder Einmaltransfers an sozial schw&auml;chere Bev&ouml;lkerungsgruppen nachzudenken &ndash; die vielgeschm&auml;hten Konsumgutscheine. Denn wenn heute nicht genug getan wird, droht das Abgleiten der Rezession in eine Depression. Und die k&uuml;nftigen Schuldenberge werden noch h&ouml;her und schr&auml;nken die Spielr&auml;ume f&uuml;r kommende Generationen zus&auml;tzlich ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-613719,00.html\">SPon<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung G.G.:<\/strong> Wie war das noch mit der kognitiven <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kognitive_Dissonanz\">Dissonanz<\/a>? Bei Straubhaar ist sie exemplarisch zu bewundern. Ein Berater der INSM, der &ldquo;kreditfinanzierte Steuersenkungen&rdquo; anmahnt &ndash; das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Regierung setzt bei Opel-Rettung auf Roland Berger<\/strong><br>\nDer bekannte Unternehmensberater Roland Berger soll f&uuml;r die Bundesregierung die Verhandlungen f&uuml;r die Opel-Rettung koordinieren. General Motors und die Bundesregierung sollen sich auf den 71-J&auml;hrigen geeinigt haben. Eine direkte Beteiligung an dem Autobauer schlie&szlig;t der Bund inzwischen aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article3401194\/Regierung-setzt-bei-Opel-Rettung-auf-Roland-Berger.html\">Die Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dipl.-Kfm. Roland Berger, geboren 1937, gr&uuml;ndete 1967 die Roland Berger &amp; Partner GmbH International Management Consultants. Unter anderem war er Pr&auml;sident des Bundesverbandes Deutscher Unternehmenberater, ist seit 1992 Deputy Chairman International der Association of Management Consulting Firms, arbeitet in der &ldquo;Kommission f&uuml;r Zukunftsfragen der Freistaaten Bayern und Sachsen&rdquo; mit und ist Mitglied des &ldquo;Innovationsbeirates&rdquo; beim Bundespr&auml;sidenten. Roland Berger war einer der wichtigen Berater von Gerhard Schr&ouml;der und als besonders aktiver Netzwerker an der so genannten Reformpolitik beteiligt. Der nieders&auml;chsische Ministerpr&auml;sident warf ihm &ouml;ffentlich die Bildung von Seilschaften vor. Seine Beratungsfirma arbeitete in der Hartz-Kommission mit. Er verdiente Millionen mit der Umgestaltung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Pers&ouml;nlich aktiv war Berger in der R&uuml;rup-Kommission. Der &bdquo;Konvent f&uuml;r Deutschland&ldquo; wurde von ihm initiiert, er war Botschafter der &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; (INSM). Als &bdquo;Kostenkiller&ldquo; hat seine Beratungsfirma tausende von Arbeitspl&auml;tzen und Arbeitslosenschicksale auf dem Konto. Er war mit seinen Expertisen ein besonders aktiver Propagandist des &bdquo;schlanken Staates&ldquo;. Vor kurzer Zeit wollte er &bdquo;f&uuml;r zwei Jahre alle Regeln aussetzen&ldquo; und den Markt einfach freigeben (SZ vom 8.\/9.1.2005). Dies alles hat unendlich viele Menschen in Deutschland ihrer sozialen Sicherheit und damit zugleich h&auml;ufig auch ihrer menschlichen W&uuml;rde beraubt. <\/em><\/p>\n<p>J&uuml;ngst gr&uuml;ndete er zusammen mit dem ehemaligen Chef des Handels- und Tourismuskonzerns Middelhoff den Finanzinvestor BLM Partners.<\/p>\n<p>Roland Berger war in den 90er Jahren wesentlich beteiligt an der Gestaltung und der Arbeit der &bdquo;Treuhand&ldquo;. Er hat dabei nicht nur selbst Millionen abgesahnt, sondern auch Erfahrungen mit dem &bdquo;Plattmachen&ldquo; von Unternehmen gesammelt. Das ist alles andere als ein gutes Omen f&uuml;r Opel und die Opelianer.<\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Autoexperte greift Guttenberg scharf an<\/strong><br>\nDer Automobilexperte Ferdinand Dudenh&ouml;ffer kritisiert die USA-Reise Guttenbergs als &ldquo;reines Polit-Marketing&rdquo;. CDU und CSU wollten den Autobauer Opel gar nicht retten, sagte er der Leipziger Volkszeitung. Stattdessen setzten die Unions-Parteien auf eine Hinhaltetaktik. <\/p>\n<p>&ldquo;Man will nichts machen, aber sucht einen Ausstieg, der einen vor der Wahl nicht blamiert. Deshalb soll der Eindruck erweckt werden, man tue alles f&uuml;r die Rettung&rdquo;, sagte Dudenh&ouml;ffer. In Wahrheit aber &ldquo;l&auml;sst man Opel totlaufen&rdquo;. Seiner Einsch&auml;tzung nach h&auml;tten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Guttenberg das Unternehmen bereits abgeschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1691748_Opel-Rettung-Autoexperte-greift-Guttenberg-scharf-an.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu noch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Deutschland sucht den Super-Opel-Retter<\/strong><br>\nEine &bdquo;sch&ouml;ne neue Welt&rdquo; hat die ansonsten eher br&auml;sig provinzielle deutsche Politik erobert. Der talentierte Baron von und zu Guttenberg bringt dem deutschen Publikum in Zeiten der Krise einen Hauch Glamour in die heimische Stube. Ein mond&auml;ner Dandy mit z&auml;hnebleckendem Siegerl&auml;cheln auf dem Times Square &ndash; k&ouml;nnten sie sich ein solches Photo mit M&uuml;llermeister Glos oder der uckerm&auml;rkischen Landfrau im Hosenanzug vorstellen? Eigentlich sollte der schicke Baron im Lande der unbegrenzten Unm&ouml;glichkeiten ja den Autobauer Opel retten, aber wer mit drei Dutzend kamerabewaffneten Journalisten anreist, hat wohl eher etwas anderes im Sinn. Politik ist Show-Business und die Wahlen stehen vor der T&uuml;r. Weder Merkel noch von und zu Guttenberg planen ernsthaft eine Rettung Opels, aber das kann man dem W&auml;hler nat&uuml;rlich so nicht sagen. Die m&auml;chtigen Provinzf&uuml;rsten Koch und R&uuml;ttgers haben ihren Untertanen schlie&szlig;lich versprochen, alles M&ouml;gliche f&uuml;r eine Rettung der Opelaner zu tun. Um den Burgfrieden innerhalb der CDU, die sich laut aktueller Umfragen im 33%-Loch suhlt, zu wahren, muss die Union nun die gro&szlig;e Opel-Retter-Show inszenieren &ndash; und wer k&ouml;nnte das besser als der telegene Baron?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/503\/deutschland-sucht-den-super-opel-retter\">Spiegelfechter<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Es sind die L&ouml;hne<\/strong><br>\nDie dramatischen Probleme in den EWU-L&auml;ndern resultieren nicht aus der Geld- und Fiskalpolitik, sondern aus der Entwicklung der Geldl&ouml;hne, genauer: der nominellen Lohnst&uuml;ckkosten, die mit wachsender Produktivit&auml;t sinken und mit wachsenden L&ouml;hnen steigen. Diese Lohnst&uuml;ckkosten bestimmen letztlich, wie sich das Kosten- und auch Preisniveau in einem Land und einer Region entwickelt.\n<p>Gerade bei den Lohnkosten zeigen sich innerhalb der EWU extreme Divergenzen. Von 1999 bis 2007 stiegen die Lohnst&uuml;ckkosten in Deutschland um 16,5 Prozent, in Italien um 23,3 Prozent, in Frankreich um 26,2 Prozent, in Portugal um 35,0 Prozent, in Spanien um 36,1 Prozent und in Irland um 58,5 Prozent.(1) Die starke Erh&ouml;hung der Lohnst&uuml;ckkosten hat die Wettbewerbsf&auml;higkeit der s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder und Irlands insbesondere gegen&uuml;ber Deutschland quasi kaputt gemacht.<br>\n(&hellip;)<\/p>\n<p>Spiegelbildlich zu den deutschen &Uuml;bersch&uuml;ssen weisen L&auml;nder wie Spanien, Italien, Griechenland oder Irland hohe Leistungsbilanzdefizite auf, die ihre inl&auml;ndische Wachstumsdynamik stark drosseln.<br>\n(&hellip;)<\/p>\n<p>In Deutschland sind die Lohnerh&ouml;hungen schon seit Mitte der 1990er-Jahre deutlich zu niedrig ausgefallen. Das hat offensichtlich mehrere Ursachen: die Erosion des Fl&auml;chentarifsystems, die Deregulierung des Arbeitsmarkts, das Fehlen eines Mindestlohns und die Arbeitslosenquote, die f&uuml;r deutsche Verh&auml;ltnisse lange Zeit sehr hoch lag. Zudem nehmen Gewerkschaften und Arbeitgeberverb&auml;nde in Deutschland auch in den Bereichen, die noch (gelockerte) Fl&auml;chentarifvertr&auml;ge kennen, bei Tarifabschl&uuml;ssen stets besondere R&uuml;cksicht auf die Wettbewerbsf&auml;higkeit ihrer Branchen.<br>\n(&hellip;)<\/p>\n<p>Zum Zweiten muss die EWU, will sie langfristig &uuml;berleben, einen koh&auml;renten Lohnbildungsmechanismus schaffen. Das erfordert insbesondere Schritte zu einem l&auml;nder&uuml;bergreifenden Mindestlohn, die F&ouml;rderung von l&auml;nder&uuml;bergreifenden Tarifvertr&auml;gen und die Schaffung von Mindeststandards bei staatlichen Sozialtransfers. Von Prof. Hansj&ouml;rg Herr, Fachhochschule f&uuml;r Wirtschaft Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2009\/02\/13.mondeText.artikel,a0034.idx,7\">Le Monde diplomatique<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Europa ist in gr&ouml;&szlig;ter Gefahr<\/strong><br>\nKrugman bietet eine historische Analogie: In den zwanziger Jahren versank Europa zun&auml;chst im Protektionismus und kurz darauf im W&auml;hrungschaos &ndash; allen Warnungen zum Trotz, wie sie etwa von John Maynard Keynes vehement vorgetragen wurden, der seine Bef&uuml;rchtungen in einer giftigen Polemik mit dem trotzigen Titel &bdquo;The Economic Consequences of the Peace&ldquo; gipfeln lie&szlig;.\n<p>Wie Keynes im Schicksalsjahr 1919 vermisst er ein Verst&auml;ndnis der europ&auml;ischen Regierungen f&uuml;r das gro&szlig;e Ganze, ermahnt sie zu Koordination und gemeinsamer Vorgehensweise und warnt vor dem Wiedererstarken nationaler Egoismen.<\/p>\n<p>Die bisherigen Interventionen der europ&auml;ischen Staaten &uuml;berzeugten Krugman jedenfalls nicht. Viel zu klein w&auml;ren sie, einzeln f&uuml;r sich und zusammengenommen sowieso; zu zaghaft, nichts im Vergleich mit den Pl&auml;nen von Obama, und schon die h&auml;lt er f&uuml;r unzureichend.<br>\nAber wo der europ&auml;ische Wohlfahrtsstaat Linderung der Krise verspricht, wird er allein zu ihrer &Uuml;berwindung nichts beitragen k&ouml;nnen. Dazu bedarf es mehr, viel mehr: Die Regierungen m&uuml;ssen mutig eingreifen, untereinander und aufeinander abgestimmt, und vor allem rasch.<\/p>\n<p>Wo nationale Egoismen bl&uuml;hen<br>\nDie Krise legt den gro&szlig;en Konstruktionsfehler der europ&auml;ischen Integration schonungslos offen: Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion haben die politische Einigung l&auml;ngst &uuml;berholt, und jetzt, wo schnelles und beherztes Eingreifen an zentraler Stelle gefordert w&auml;re, fehlen uns daf&uuml;r die zust&auml;ndigen Institutionen. Trotz aller wirtschaftlichen und finanziellen Verbundenheit befinden sich die politischen Schaltzentralen Europas nach wie vor auf der Ebene der Nationalstaaten &ndash; dort, wo auch W&auml;hlerstimmen und Parlamentssitze vergeben werden und wo demzufolge die nationalen Egoismen bl&uuml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266\/Doc~E6EB0A62D419F4943909872B4C2CC1262~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Lieber keine Details<\/strong><br>\nDie EU-Kommission beschr&auml;nkt sich auf Leitlinien f&uuml;r den Umgang mit angeschlagenen Banken. Praktisch kann jedes Land machen, was es will. <\/p>\n<p>Zwei Botschaften versuchen Europas Politiker derzeit in den K&ouml;pfen ihrer W&auml;hler zu verankern. Erstens: Wir haben die Krise im Griff. Zweitens: Wir sind uns v&ouml;llig einig, was getan werden muss. Obwohl also angeblich nichts mehr zu besprechen ist, schieben die Chefs und ihre Au&szlig;enminister ein Sondertreffen nach dem anderen ein. Danach geht jeder nach Hause und tut, was er angesichts der dramatischen Lage f&uuml;r das Beste h&auml;lt &ndash; gemeinsame Beschl&uuml;sse hin oder her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/lieber-keine-details\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wir sind die einzigen Realisten&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Ich war als Idiot verschrien&rdquo;, sagt Linksparteichef Oskar Lafontaine. W&auml;hrend alle anderen Parteien Heuschrecken einen roten Teppich ausgerollt h&auml;tten, erweise die Krise, wie richtig er gelegen habe.\n<blockquote><p><strong>taz:<\/strong> Herr Lafontaine, warum profitiert die Linkspartei nicht von der Krise?<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Oskar Lafontaine:<\/strong> In Zeiten der Unsicherheit r&auml;umen die B&uuml;rger den Regierenden oft mehr Kredit ein. Zudem hat unsere Konkurrenz in atemberaubendem Tempo unsere Vorschl&auml;ge &uuml;bernommen. Was gab es f&uuml;r ein Gezeter bei SPD und Gr&uuml;nen, als wir die B&ouml;rsenumsatzsteuer forderten. Oder die Begrenzung der Managergeh&auml;lter. Heute wollen das auch die anderen Parteien.\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>taz:<\/strong> Also scheitert die Linkspartei an ihrem Erfolg?<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Oskar Lafontaine:<\/strong> Wir wollen Politik ver&auml;ndern. Darin rechnen wir Erfolg &ndash; nicht in Prozenten bei Umfragen. Allerdings tut unsere Konkurrenz nur so, als h&auml;tte sie die Krise begriffen. Im Kern denken viele noch neoliberal. Union, SPD, Gr&uuml;ne und FDP haben ja den Heuschrecken in Deutschland den roten Teppich ausgerollt.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/%5Cwir-sind-die-einzigen-realisten%5C\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>RWE muss Ferngasnetz verkaufen<\/strong><br>\nUnter dem Druck einer drohenden EU-Kartellstrafe wird Deutschlands zweitgr&ouml;&szlig;ter Energieversorger RWE sein Gasnetz verkaufen. Die EU-Kommission erkl&auml;rte am Mittwoch die von RWE im Sommer 2008 angebotene Trennung f&uuml;r verbindlich. Das seit Mai 2007 laufende Kartellverfahren wird damit eingestellt. Neben RWE trennt sich auch der Energiekonzern E.on auf Druck der EU-Kommission von Teilen seiner Netze. Die Kommission nahm im November das Angebot des Energieriesen an, sein H&ouml;chstspannungsnetz sowie ein F&uuml;nftel seiner Kraftwerkskapazit&auml;ten in Deutschland abzusto&szlig;en, um einem Kartellverfahren zu entgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/03-19\/055.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist bezeichnend f&uuml;r erfolgreiche Lobbyarbeit, dass in der Bundesrepublik &uuml;ber Jahrzehnte der Privatisierungsdruck aufrecht erhalten wurde, aber in dem Moment, in dem staatliche Monopole durch private Monopole (Oligopole) ersetzt waren, die Diskussion um effizienten Wettbewerb eingeschlafen ist. Besonders peinlich ist der Vorgang RWE f&uuml;r die unsere Bundeskanzlerin, da sie sich in vorauseilender Solidarit&auml;t mit unseren europaweit agierenden Energieversorgern f&uuml;r den Verbleib des Netzes bei den Produzenten ausgesprochen hatte, der Konzern aber viel Federlesens dem Druck der Kommission nachgab.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Ausbau des Frankfurter Flughafens &ndash; eine Serie von Wort- und Rechtsbr&uuml;chen<\/strong><br>\nWie in den 80er Jahren widersetzten sich alle umliegenden Gemeinden gegen eine neue Landebahn, gegen die Rodung von &uuml;ber 280 Hektar Wald. Sie legten Widerspruch gegen den Planfeststellungsbeschluss ein, sie lehnten einen Verkauf ihres Waldes ab. Daraufhin verf&uuml;gte die hessische Landesregierung den &rsaquo;Sofortvollzug&lsaquo; und die Einleitung eines Enteignungsverfahrens. Was f&uuml;r gew&ouml;hnlich f&uuml;r sozialistische Enteignungsfantasien gehalten wird, wird in einem Land, dessen h&ouml;chstes Gut das Privateigentum ist, mit geradezu absolutistischer Rechtsabwesenheit praktiziert: Stolz verk&uuml;ndete die FRAPORT Mitte Februar, dass sie &raquo;&uuml;ber Plan&laquo; liege. Was Mitte des Jahres vor Gericht &rsaquo;ergebnisoffen&lsaquo; gepr&uuml;ft werden soll, existiert nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090319_public_private_state_flughafen.pdf\">Wolf Wetzel [PDF &ndash; 52 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Lebensversicherungen &ndash; Welche Einbu&szlig;en gibt es in der Krise?<\/strong><br>\nDrohen Banken zu kippen, k&ouml;nnten auch Versicherungsunternehmen mitgerissen werden, denn traditionell sind beide sehr stark miteinander verflochten&hellip;.Viele von ihnen, darunter auch der Branchenprimus Allianz, leiden massiv unter der Krise. Er zum Beispiel musste f&uuml;r das vergangene Jahr einen Verlust von 2,4 Milliarden Euro einr&auml;umen. Die Lebensversicherungssparte macht Probleme, die Kapitalanlagen sind eingebrochen. Prognose gibt es keine.\n<p>Das Neugesch&auml;ft geht zur&uuml;ck und die Kapitalanlagen verlieren drastisch an Wert oder bringen kaum Zinsen &ndash; eine gef&auml;hrliche Falle.<\/p>\n<p>Dr. Carsten Zielke, Versicherungsanalyst bei der Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale: &ldquo;Die deutschen Versicherer investieren den Gro&szlig;teil ihrer Gelder direkt oder indirekt in deutsche Banktitel. Sie sind ca. zu 50-60 Prozent dort investiert.&rdquo; &hellip;Bislang waren das sicher geglaubte Geldanlagen. Dr. Zielke h&auml;lt dieses einseitige Engagement aber f&uuml;r sehr riskant und bezweifelt die absolute Sicherheit der deutschen Bankwerte. So st&uuml;nden diese in der Regel mit 100 % in den Bilanzen, h&auml;tten aber tats&auml;chlich nur einen Marktwert von etwa 70-80 %.<\/p>\n<p>&bdquo;Die Kapitalm&auml;rkte in 2008 haben sich extrem schlecht entwickelt, von daher ist auszugehen, dass rund 20 bis 25 Lebensversicherer auf der Kippe stehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,9aah5grlimvsm6h8~cm.asp\">Das Erste Plusminus <\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Dicke Abschieds-Pr&auml;mie f&uuml;r Middelhoff<\/strong><br>\nDer Konzern ist ein Tr&uuml;mmerhaufen, trotzdem nimmt der Ex-Chef noch einen 2,3-Millionen-Bonus mit nach Hause. Seinem Nachfolger Eick bleibt f&uuml;r die Aufr&auml;umarbeiten nur wenig Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/handel_dienstleister\/:Chefwechsel-bei-Arcandor-Dicke-Abschieds-Pr%E4mie-f%FCr-Middelhoff\/488426.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers H.L.:<\/strong> Hat irgendwer was anderes erwartet?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Geld kann Middelhoff gut gebrauchen: Gemeinsam mit Unternehmensberater Roland Berger und Ex-Investmentbanker Florian Lahnstein gr&uuml;ndet Middelhof den Finanzinvestor BLM Partners. Das Unternehmen suche ab sofort unterbewertete Firmen, um dort einzusteigen. &ldquo;Wir haben Zug&auml;nge in Deutschland wie kaum ein anderer&rdquo;, sagte Lahnstein der FTD. Dabei soll auch ihr Beirat helfen. Mitglieder sind der ehemalige Bertelsmann-Chef Mark W&ouml;ssner, 70, Lahnsteins Vater Manfred Lahnstein, 71, Ex-Wirtschafts- und Finanzminister, sowie Wolfgang Clement, 68, ehemaliger Wirtschafts- und Arbeitsminister. <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/koepfe\/:Nach-Abgang-bei-Arcandor-Middelhoff-gr%FCndet-Finanzinvestor\/480865.html\">So berichtete die FTD<\/a>. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Generalstreik: Frankreich wird lahm gelegt<\/strong><br>\nIn Frankreich beginnt am Abend ein 24-Stundenausstand von Arbeitern, Angestellten und Beamten. Ein breites B&uuml;ndnis von Gewerkschaften und Opposition fordert wirksamere Ma&szlig;nahmen gegen Kurzarbeit und Entlassungen &ndash; und die Stimmung wird radikaler.\n<p>Ein breites B&uuml;ndnis aus acht Gewerkschaften ruft f&uuml;r den 19. M&auml;rz zu einem Aktionstag gegen Entlassungen und Stellenabbau im Staatsdienst auf, angeschlossen hat sich, Oppositionsparteien und au&szlig;erparlamentarischen Aktionsgruppen, dazu Hochschullehrer und Studenten. &ldquo;Angesichts der Vernichtung von Arbeitspl&auml;tzen&rdquo;, so im Interview mit &ldquo;Le Monde&rdquo; der Chef der kommunistischen Gewerkschaft CGT, Bernard Thibault, &ldquo;muss die Regierung handeln, statt zu lamentieren.&rdquo;<\/p>\n<p>Die Stimmung d&uuml;rfte sich noch versch&auml;rfen, denn die Angst vor der Arbeitslosigkeit treibt auch die Angestellten der Privatwirtschaft auf die Stra&szlig;e. Und erstmals seit 30 Jahren, so meldeten die Fachleute des Statistischen Amtes INSEE, ist das Verm&ouml;gen der Franzosen 2008 um rund drei Prozent im Wert gesunken &ndash; der Verfall der Immobilienpreise bedroht die Alterssicherung von Rentnern und Mittelstand. Dennoch will der Pr&auml;sident bislang nicht von seinem Kurs abweichen, der vor allem auf bessere Rahmenbedingungen f&uuml;r Unternehmen und Investoren zielt. Und v&ouml;llig tabu bleibt eine Revirement bei seiner umstrittenen Steuerpolitik, die mittlerweile zu einer hartn&auml;ckigen Polemik gef&uuml;hrt hat &ndash; auch innerhalb der Regierungspartei UMP: der Streit um Sarkozys &ldquo;Steuerschild&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,druck-614031,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Generalstreik in Frankreich<\/strong><br>\nDas Meinungsforschungsinstitut Ifop hat Ende letzter Woche ermittelt, dass 78 Prozent der Bev&ouml;lkerung den Streik f&uuml;r richtig halten: mehr als drei von vier Franz&ouml;sInnen. Am schwierigsten f&uuml;r Staatspr&auml;sident Nicolas Sarkozy ist, dass auch eine Mehrheit von UMP-SympathisantInnen (53 Prozent) den Streik bef&uuml;rwortet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/generalstreik-in-frankreich\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mal sehen, was die deutschen Nachbarn am 28. M&auml;rz 2009 bei den Demonstrationen in Frankfurt und Berlin <a href=\"http:\/\/www.28maerz.de\/\">&bdquo;Wir zahlen nicht f&uuml;r Eure Krise&ldquo;<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/termine\/termindb\/termin_single?termid=2664\">Gewerkschaften beim Aktionstag f&uuml;r ein soziales Europa am 16. Mai 2009 in Berlin<\/a> zustandekriegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lehrstellenmarkt bricht ein<\/strong><br>\nDie Wirtschaftskrise ist auf dem Lehrstellenmarkt angekommen. Die Zahl neuer Ausbildungsvertr&auml;ge bei Industrie und Handel werde um bis zu 36.000 sinken, ergab eine am Mittwoch vorgestellte Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelkammertages (DIHK).\n<p>Demnach k&uuml;ndigte jedes dritte Unternehmen an, im laufenden Jahr weniger Ausbildungspl&auml;tze anzubieten als 2008. Damit w&auml;re ein gro&szlig;er Teil des Zuwachses seit Start des Ausbildungspakts 2003 zunichte gemacht. Seither stieg die Zahl der Vertr&auml;ge um 56.000. 2008 hatte es 365.000 neue Ausbildungsvertr&auml;ge gegeben.<\/p>\n<p>V&ouml;llig unvorhersehbar sei die weitere Entwicklung nach dem konjunkturellen Einbruch im ersten Quartal. Bei weiterem Schrumpfen &ldquo;haben wir nicht nur auf dem Ausbildungsmarkt ein wirkliches Problem&rdquo;, sagte DIHK-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Martin Wansleben.An der DIHK- Umfrage beteiligten sich fast 13.800 Unternehmen. Den Ergebnissen nach planen 27 Prozent der Unternehmen Einschnitte beim Ausbildungsangebot. Schwerpunktm&auml;&szlig;ig seien der exportorientierte Maschinenbau und die Autozulieferer in Bayern, Baden-W&uuml;rttemberg und dem Ruhrgebiet betroffen. DIHK-Pr&auml;sident Ludwig Georg Braun warnte im RBB-Inforadio, diese Entwicklung k&ouml;nne den Fachkr&auml;ftemangel vergr&ouml;&szlig;ern. Trotz der Krise sei es richtig, die Zahl der angebotenen Ausbildungspl&auml;tze zu halten, sagte Braun und wandte sich zugleich gegen die staatliche Subventionierung weiterer Lehrstellen. &ldquo;Hier geht es darum, Einsicht durchzusetzen bei den Unternehmen, dass es trotz Krise richtig ist, die Zahl der angebotenen Ausbildungspl&auml;tze (&hellip;) zu halten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/12\/lehrstellen-lehrlinge-ausbildungsmarkt-dihk\">Zeit<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Studentischer Dachverband kritisiert einseitige Analyse der bisherigen Bologna-Umsetzung<\/strong><br>\nDer freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften &auml;u&szlig;ert sich kritisch zu Art und Stand der Umsetzung des Bologna-Prozesses in der Bundesrepublik Deutschland. Am heutigen Tage hatte das Bundekabinett den nationalen Bericht zum Stand der Umsetzung des Bologna-Prozesses beschlossen.\n<p>Hierzu erkl&auml;rt Sarina Sch&auml;fer, Mitglied des fzs-Vorstands: &ldquo;Es kann nicht darum gehen, die auf Bachelor und Master umgestellten Studieng&auml;nge zu z&auml;hlen und diese gro&szlig;en Zahl anschliessend als Erfolg zu verkaufen. Es muss vielmehr auf die qualitativen Merkmale und Inhalte der neuen Studieng&auml;nge eingegangen werden. Auch m&uuml;ssen kritische und selbst&auml;ndige Lernprozesse im Verlauf des Studiums f&uuml;r alle Lernenden m&ouml;glich sein.&rdquo;<\/p>\n<p>Viel zu oft wurde versucht, alte Diplom-Studieng&auml;nge vollst&auml;ndig in einen sechs Semester umfassenden Bachelor-Studiengang zu &uuml;berf&uuml;hren. Die daraus resultierende Arbeitsbelastung (Workload) sprengt oftmals jede Skala und kann kaum noch bew&auml;ltigt werden. Auch die Bewertung der Lissabon-Konvention kann zum aktuellen Zeitpunkt keinesfalls positiv ausfallen: &ldquo;Die Konvention erleichtert seit ihrer Ratifizierung durch die BRD Anrechnungen von Studienleistungen aus dem Ausland &ndash; leider ist sie aber in der Praxis vieler Pr&uuml;fungs&auml;mter noch lange nicht angekommen. Somit ist ein positives Fazit aus studentischer Sicht v&ouml;llig verfehlt.&rdquo; so Florian Keller, ebenfalls Mitglied des fzs-Vorstands.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/aktuelles\/presse\/213423.html\">fzs<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/press\/2494.php\">Presseerkl&auml;rung BMBF<\/a><\/p>\n<p>Zur Kritik des Bologna-Prozesses konnte man am 18.03.09 in einem Beitrag des Leipziger Soziologen Georg Vobruba lesen:<\/p>\n<blockquote><p>Die Struktur der Verantwortungsfreiheit der Hochschulpolitik wurde im Zuge des Bologna-Prozesses manifest. Im akademischen System gibt es mittlerweile einen ebenso weitreichenden wie folgenlosen Konsens, dass die Bologna-Reformen mit Blick auf alle ihre wesentlichen Ziele kontraproduktiv waren: Die Einschreibeverfahren sind komplizierter als vorher, die Studienm&ouml;glichkeiten gehen an den Studienw&uuml;nschen nun weiter vorbei, die Curricula sind &uuml;berladen, die Chancen der Mobilit&auml;t zwischen den Universit&auml;ten, national und transnational, haben zumindest im B.A.-Studium abgenommen, die B.A.-Studierenden haben zwar die gesteigerte Sicherheit, einen Studienabschluss zu schaffen, sie haben aber mit diesem Abschluss mehr Akzeptanzprobleme auf dem Arbeitsmarkt. Daraus ergibt sich, dass sich die Studiendauer bis zum ersten verl&auml;sslich anerkannten akademischen Grad, dem M.A., durch die Reform verl&auml;ngert. Insgesamt konterkariert dies das prominente Ziel, das Studium zu verk&uuml;rzen. Gleichwohl zeichnet sich nur z&ouml;gernd eine Reform der Reform ab. Genau das ist der Ausdruck der Struktur der Verantwortungsfreiheit der Hochschulpolitik: Sie muss sich um die Ergebnisse ihrer politischen Steuerungsversuche der Universit&auml;ten nicht k&uuml;mmern, weil sie deren Folgen nicht zu f&uuml;rchten hat.<\/p><\/blockquote>\n<p>(Der Beitrag ist leider nicht Online verf&uuml;gbar)<\/p><\/li>\n<li><strong>Australischer B&ouml;rsen-Kindergarten ist pleite<\/strong><br>\nEddy Groves, genannt der &ldquo;schnelle Eddy&rdquo;, wurde mit ABC Learning zum Million&auml;r. Doch die Qualit&auml;t seiner Kindergarten-Kette nahm mit der Zeit rapide ab. Nach dem Zusammenbruch des einst weltgr&ouml;&szlig;ten b&ouml;rsennotierten Kindergarten-Imperiums diskutiert Australien &uuml;ber die fatalen Folgen, wenn Betreuung zur Industrie wird.\n<p>Noch st&uuml;tzt eine millionenschwere Notsubvention der Regierung den einst weltgr&ouml;&szlig;ten b&ouml;rsennotierten Hortbetreiber, von dessen Untergang im vergangenen November in Australien mehr als 100.000 Kinder in 1020 Tagesst&auml;tten betroffen waren. Doch Ende M&auml;rz laufen die staatlichen Finanzhilfen aus, und dann droht 241 ABC-Kitas das Aus: Sie gelten als &ldquo;unprofitabel&rdquo; und stehen zum Verkauf. <\/p>\n<p>Australien hat die Kinderbetreuung st&auml;rker dem Markt &uuml;berlassen als andere L&auml;nder. Doch nach dem Kollaps von ABC Learning wankt das Modell. Blind h&auml;tten die Verantwortlichen an die Kraft der freien M&auml;rkte geglaubt, kritisiert Deborah Brennan, Professorin f&uuml;r Familienpolitik an der University of New South Wales in Sydney: &ldquo;Kinderbetreuung ist eben mehr als eine blo&szlig;e Ware.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article3390167\/Australischer-Boersen-Kindergarten-ist-pleite.html\">Die Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Amerikaner halten zunehmend auch den Afghanistan-Krieg f&uuml;r einen Fehler<\/strong><br>\nDer &ldquo;Krieg&rdquo; gegen die Krise l&auml;sst den Krieg gegen den Terrorismus in den Hintergrund treten\n<p>Nach einer von USA Today in Auftrag gegebenen aktuellen Gallup-Umfrage sackt die Zustimmung der Amerikaner zur Afghanistan-Mission weiter in sich zusammen. Im November 2001 war die Zustimmung zum Krieg am Hindukusch nat&uuml;rlich am h&ouml;chsten. Nur 9 Prozent nannten ihn einen Fehler. 2002 war die Zahl der Skeptiker sogar noch auf 6 Prozent gesunken. <\/p>\n<p>Seit 2004 kletterte die Zahl der Gegner auf 25 Prozent. Im August betrachteten 34 Prozent den Afghanistan-Krieg als Fehler. Der Amtsantritt hat diese Zahl Ende Januar 2009 erst einmal auf 30 Prozent zur&uuml;ckgehen lassen. Die Umfrage am letzten Wochenende hat die Zahl der Kriegsgegner auf jetzt 42 Prozent hochschnellen lassen. Die Lage im Irak beurteilen die Amerikaner umgekehrt. Mit dem Abzug vor Augen und der nachlassenden Gewalt sagen jetzt 51 Prozent, dass der Kriegseinsatz erfolgreich sei, w&auml;hrend die Gegner weniger werden. Im Januar 2007 sahen 71 Prozent die Lage d&uuml;ster, im September 2008 47 Prozent und jetzt sind es nur noch 43 Prozent. <\/p>\n<p>Nach einer anderen Gallup-Umfrage ist zwar die Popularit&auml;t vom Obama nach drei Monaten der Pr&auml;sidentschaft mit einer Zustimmung von 61 Prozent etwas h&ouml;her als die von Bush im M&auml;rz 2001 (58%) oder vor allem die von Clinton im M&auml;rz 1993 (53%), fast ebenso viele lehnen aber Obama auch ab, wie dies bei Bush der Fall war. Und nachdem Ende Februar Obamas Popularit&auml;t kurz wieder nach oben gegangen ist, weist der Trend der Zustimmung zu Obama nun nach unten. Mag sein, dass in der Finanz- und Wirtschaftskrise das Versprechen auf Wandel, das vermutlich f&uuml;r allseitige Verbesserung gestanden ist, sich schnell verbraucht. Allerdings scheint der Hauptgrund darin zu liegen, dass bei den republikanischen W&auml;hlern die Ablehnung seit Anfang Februar erheblich gewachsen ist, w&auml;hrend die Zustimmung zum neuen Pr&auml;sidenten bei den demokratischen und unabh&auml;ngigen W&auml;hlern konstant geblieben ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29943\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wahlkampf im Netz<\/strong><br>\nDas Superwahljahr 2009 ist vollgepackt mit politischen Gro&szlig;entscheidungen, die im Herbst mit der Bundestagswahl gipfeln<br>\nNach der Wahl in den USA d&auml;mmert auch den deutschen Kandidaten das Potential von Videoblogging, Twitter, YouTube, Facebook und Co.. Doch wie sie das nutzen ist eine ganz andere Frage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/29\/29888\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Rosa Luxemburg: Dr. Rosa Rot<\/strong><br>\nWas heute aus ihr geworden w&auml;re? Man kann sie sich gut denken als Professorin auf einem der gro&szlig;en Lehrst&uuml;hle f&uuml;r &Ouml;konomie, denn w&auml;hrend ihrer Lehrt&auml;tigkeit an der Berliner Parteischule der SPD seit 1907 hatte sie bewiesen, dass sie nicht nur eine hervorragende Theoretikerin war, sondern auch eine begeisternde P&auml;dagogin. Ihrem analytischen Verstand w&auml;re nicht verborgen geblieben, was es mit den gegenw&auml;rtigen Turbulenzen auf den internationalen Finanzm&auml;rkten auf sich hat, und gewiss h&auml;tte man von ihr auch eine Antwort erwarten k&ouml;nnen auf eine &Uuml;berlebensfrage der Menschheit: wie der Kapitalismus nicht nur gez&auml;hmt, sondern abgeschafft werden kann. Politisch w&uuml;rde sie sich vermutlich wiederfinden in der Linkspartei als scharfe Kritikerin einer SPD, die mit den Hartz-IV-Gesetzen ihre Identit&auml;t preisgegeben hat &ndash; wie die SPD im August 1914 mit ihrer Zustimmung zur Kriegspolitik der kaiserlichen Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/campus\/2009\/02\/ehemalige?page=all\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine Hommage an Rosa Luxemburg, und das in der &bdquo;b&uuml;rgerlichen&ldquo; ZEIT.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Eine Hommage an eine Politikerin aus einem anderen Zeitalter muss f&uuml;r sich allein nicht viel bedeuten. Bemerkenswerter finde ich, dass in diesem ZEIT-Kommentar &uuml;ber die SPD auf einen Konjunktiv verzichtet wird. Dem Historiker Volker Ullrich ist es gelungen, die Ursache f&uuml;r das Elend der SPD in einem Nebensatz klar zu benennen.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><strong>Nachtrag des NDS-Lesers S.K. zu Hinweis 11 vom 10.2.2009 (<a href=\"?p=3757\">&bdquo;Experten: Hilfen f&uuml;r Familien begr&uuml;&szlig;enswert, aber nicht ausreichend&ldquo;<\/a>):<\/strong><br>\n<blockquote><p>Moin,<br>\n&nbsp;<br>\nnur mal so aus dem Leben gegriffen, aus meiner Familie. Bin Vater zweier Kinder, 5 und 8 Jahre alt. Darf ich rechnen? Bitte:<br>\n&nbsp;<br>\nKinderboni 2009: 2 x 100 Euro = 200 Euro<br>\nKindergeld ab 2009 +10&euro;\/Kind: (2&times;10) x 12 = 240 Euro<br>\n&nbsp;<br>\n200 + 240 Euro = 440 Euro mehr.<br>\n&nbsp;<br>\nKein Jubel? Kein Jubel. Denn:<br>\nSeit 1.1.2009 haben sich die Preise erh&ouml;ht:<br>\nKindergarten + Essen f&uuml;r den 5j&auml;hrigen: + 20 &euro; monatlich<br>\nHort (Schule):+ 20 &euro; monatlich &ndash;&gt; 40 &euro; im Monat<br>\nStrom: +5 &euro; im Monat<br>\nGesamt: +45 &euro;\/Monat = 540 &euro;\/Jahr Mehrausgaben f&uuml;r die Familienkasse.<br>\n&nbsp;<br>\n440&euro; mehr vom Staat stehen 540 &euro; Mehrausgaben gegen&uuml;ber. Macht: 100 &euro; weniger in der Familienkasse als 2008, was einzig und allein der Politik zuzuschreiben ist &ndash; die gesunkenen Preise f&uuml;r Benzin sind kein Verdienst der Regierung, gleichen es aber ohnehin nicht aus.<br>\n&nbsp;<br>\nSoviel zum Thema familienfreundliches Deutschland. Irgendwann werden sich die Familien nicht mehr so viel Essen leisten k&ouml;nnen, wie sie kotzen k&ouml;nnten, angesichts dessen, was man von den Herrschaften da oben tagt&auml;glich h&ouml;rt und was kritiklos von der Masse der Medien weitergeplappert wird. Wer keine Kinder hat muss wirklich denken, die Familien haben jetzt mehr&hellip;haben sie aber nicht, sie sind ohnehin von der Mehrwertsteuer am meisten betroffen, weil sie konsumieren m&uuml;ssen, f&uuml;r Kinder, die selbst kein Einkommen haben&hellip; Schon wird wieder vom &ldquo;Licht am Ende des Tunnels gefaselt&rdquo;&hellip;. wen interessiert das? Wir haben schon vom letzten Aufschwung schlichtweg nichts gehabt, es ist alles nur immer teurer geworden. Statt &ldquo;B&ouml;rse im Ersten&rdquo; sollte es &ldquo;Kinder im Ersten&rdquo; geben, wo dem Volk tagt&auml;glich um die Ohren gehauen wird, wo es an allen Ecken kracht und knirscht&hellip;die Sorgen der B&ouml;rsianer sind den meisten Menschen sowas von egal&hellip; aber das Casino hat weiter offen, w&auml;hrend die Schulen schlie&szlig;en, so wie 2009 unsere Dorfschule&hellip;<\/p>\n<p>Ach, man regt sich nur auf in diesen Tagen, man wei&szlig; nur nicht wor&uuml;ber zuerst, &uuml;ber das Versagen der F&uuml;hrungselite in der Vergangenheit oder &uuml;ber die Unf&auml;higkeit die Folgen des Versagens zu handeln oder das Beifallklatschen des Medienmainstreams &uuml;ber die Arbeit der nun feuerl&ouml;schenden Brandstifter oder der weiter im TV\/Radio befragten Wendeh&auml;lse und die Bezeichnung derer als Experten trotz j&uuml;ngst hoffnungslosen Versagens oder oder oder&hellip;..<\/p>\n<p>Z&uuml;rnende Gr&uuml;&szlig;e<br>\nS.K.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Fed pumpt eine Billion Dollar in US-Wirtschaft<\/li>\n<li>Alle Hemmungen verloren<\/li>\n<li>Wolfgang Streeck: Eine Last f&uuml;r Generationen<\/li>\n<li>Die gegenw&auml;rtige Wirtschaftskrise ist eine Krise des Rechts<\/li>\n<li>Eine B&ouml;rsenh&auml;ndlerin rechnet ab: Halbwissen ist Macht<\/li>\n<li>&ldquo;Kultur der Komplizenschaft&rdquo;<\/li>\n<li>Steueroasen: Finanzminister mit Bei&szlig;hemmung<\/li>\n<li>&ldquo;Deutsche Bank hat enormen Kapitalbedarf&rdquo;&nbsp;<\/li>\n<li>Debatte um Wettbewerbsverzerrung: Sparkassen fordern Staatszins<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3833\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3833","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3833","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3833"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3833\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3833"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3833"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3833"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}