{"id":38342,"date":"2017-05-18T08:46:52","date_gmt":"2017-05-18T06:46:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342"},"modified":"2017-05-18T08:46:52","modified_gmt":"2017-05-18T06:46:52","slug":"hinweise-des-tages-2877","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h01\">Die Anstalt: Faktencheck zum Thema &bdquo;L&ouml;hne&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h02\">Verkauf der Autobahnen wird vertagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h03\">Belastung der Mittelschicht: Durchschnittsverdiener zahlen h&ouml;chstens 19 Prozent Steuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h04\">Forscher: Keine Renten-Automatik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h05\">Revolution von oben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h06\">Kommission gestattet Geldw&auml;sche &amp; Steuertricks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h07\">EU-Parlament fordert Verfahren gegen Ungarn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h08\">EU &uuml;ber mangelhafte Arbeit der griechischen Statistik-Beh&ouml;rde entsetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h09\">Bahn versus Grundgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h10\">Neues Drohnen-Aufkl&auml;rungssystem: PEGASUS als historisch unbelasteter Name<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h11\">Gabriel in den USA: Werden US-Drohnenangriffe thematisiert? Was ist mit Ramstein?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h12\">NSU-Aufkl&auml;rung und Zensurversuche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h13\">Immer noch ein Problem: die Unterbringung von Fl&uuml;chtlingen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h14\">Nein, Frauen in Saudi-Arabien haben jetzt nicht mehr Rechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h15\">Warum Menschen sowas mitmachen &ndash; Neoliberales Denken und Handeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h16\">Weniger Nichtw&auml;hler dank der AfD?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38342#h17\">Das Letzte: SPD-Vize Lauterbach: &ldquo;Wahlkampf aus den H&auml;nden geglitten&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Anstalt: Faktencheck zum Thema &bdquo;L&ouml;hne&ldquo;<\/strong><br>\nDie Satiresendung &bdquo;Die Anstalt&ldquo; verweist in ihrem neuen Faktencheck zur Sendung vom 16. Mai auf die von uns zur Verf&uuml;gung gestellten Daten zum deutschen Lohnr&uuml;ckstand.<br>\nIn ihrer neuen Sendung (hier) zeigt die Anstalt eine langfristige Darstellung der deutschen Lohnentwicklung.<br>\nDa der Vergleich des Reallohnindex und der Produktivit&auml;t pro Stunde schwierig ist &ndash; es lie&szlig;en sich auch die Reall&ouml;hne pro Stunde mit der Produktivit&auml;t pro Stunde vergleichen -, hat Makroskop f&uuml;r das Redaktionsteam der Anstalt eine exakte Berechnung vorgelegt. (&hellip;)<br>\nWelche Aussagekraft hat die Lohnentwicklung? Wenn man ber&uuml;cksichtigt, was sich seitdem getan hat, also den kulminierten &bdquo;Lohnr&uuml;ckstand&ldquo; der letzten 17 Jahre beziffert, dann wird deutlich, um wieviel die L&ouml;hne erh&ouml;ht werden m&uuml;ssten, um die Verluste &ndash; etwa den nicht ausgesch&ouml;pften Produktivit&auml;tsfortschritt &ndash; wieder auszugleichen.<br>\nDie L&ouml;hne m&uuml;ssten um nahezu 20 Prozent steigen, w&uuml;rde man die Verluste nach 2000 aufholen wollen. Das ist auch die L&uuml;cke, die in Europa zu schlie&szlig;en ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/05\/die-anstalt-faktencheck-zum-thema-loehne\/\">Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu: Die &ldquo;Export-Wippe&rdquo;<\/strong><br>\nDie Anstaltsprotagonisten veranschaulichen die Problematik des Welthandels auf einer Kinderwippe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-die-export-wippe-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Verkauf der Autobahnen wird vertagt<\/strong><br>\nDie von der Bundesregierung geplante Privatisierung der Autobahnen kostet die Steuerzahler bereits jetzt Millionen. F&uuml;r &bdquo;Externe Beratung und Kosten zur Vorbereitung der Reform der Auftragsverwaltung&ldquo; gibt die Regierung rund 2,2 Millionen Euro aus. Das geht aus einer noch nicht ver&ouml;ffentlichten Berichtsanforderung des gr&uuml;nen Haushaltsexperten Sven-Christian Kinder an das Bundesfinanzministerium hervor, die vom Parlamentarischen Staatssekret&auml;r Jens Spahn (CDU) beantwortet wurde.<br>\nLaut Aufstellung verschlang die &bdquo;rechtliche Beratung bei Grundsatzfragen&ldquo; 126 448 Euro und die &bdquo;Beratung bei der Planung und Vorbereitung&ldquo; exakt 2 041 775 Euro. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte die Wirtschaftskanzlei Graf von Westphalen beauftragt, ein Gutachten zu erstellen, das als juristischer Konstruktionsplan dieser Gesellschaft verstanden werden kann. Eine Art Betriebssystem zur Privatisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/privatisierung-verkauf-der-autobahnen-wird-vertagt-26916186\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Neuigkeiten zum Thema Autobahnprivatisierung:<\/strong><br>\nSPD und Union haben den Tagesordnungspunkt &sbquo;Reform der Bund-L&auml;nder-Finanzbeziehungen&lsquo;, In dem auch die Autobahnprivatisierung versteckt war, von der Tagesordnung des Bundestags am Freitag genommen. Das ist erst einmal ein gutes Zeichen, denn es macht deutlich, wie nerv&ouml;s die Regierung inzwischen bei diesem Thema ist. Offensichtlich ist unser Druck und unser Widerstand wirkungsvoll! Die schlechte Nachricht ist allerdings, dass das Thema damit leider nicht erledigt, sondern nur verschoben ist. Und obwohl die SPD erneut beteuert, dass sie jede Art von Privatisierung ausschlie&szlig;en will, muss man abwarten, ob die Scheunentore an Privatisierungs-M&ouml;glichkeiten, die im aktuellen Gesetzentwurf enthalten sind, wirklich geschlossen werden. Zweifel sind angebracht. Skeptisch stimmt insbesondere, dass die Gro&szlig;e Koalition dabei bleibt, die Abstimmung als Gesamtpaket durchf&uuml;hren zu wollen. Die Bund-L&auml;nder-Finanzreform soll somit weiterhin als Erpressungsmittel genutzt werden, um eine Zustimmung zu erreichen. Ohne Privatisierung br&auml;uchte es eine solche Erpressung nicht. Ich sage: Nein zu diesen R&auml;nkespielen. Die Autobahnprivatisierung geh&ouml;rt nicht nur verschoben, sondern vollst&auml;ndig von der Tagesordnung abgesetzt! Au&szlig;er den Renditej&auml;gern bei Banken und Versicherungen braucht kein Mensch dieses unsinnige Projekt!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/posts\/1707344699282920\">Sahra Wagenknecht via Facebook<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Gestern Abend hat die SPD Bundestagsfraktion <a href=\"https:\/\/twitter.com\/spdbt\/status\/864888937243922436\">nun verk&uuml;ndet<\/a>: &bdquo;Haben uns durchgesetzt! Eine #Autobahnprivatisierung ist unmittelbar und mittelbar ausgeschlossen.&ldquo; Das soll durch mehrere eingebaute Privatisierungsbremsen erreicht worden sein. Das hat man schon oft geh&ouml;rt, gerade vom Fraktionschef Thomas Oppermann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Belastung der Mittelschicht: Durchschnittsverdiener zahlen h&ouml;chstens 19 Prozent Steuern<\/strong><br>\nIm Wahlkampf sorgen sich Deutschlands Politiker um die belastete Mittelschicht. Doch eine aktuelle Berechnung zeigt: Am Steuersatz liegt&rsquo;s nicht. Durchschnittsverdiener zahlen nur zwischen 1,7 und 19,2 Prozent.<br>\nOb SPD, Union, oder FDP: Wenn es um die Belastung der deutschen Mittelschicht geht, rufen die Parteien gerne nach Steuersenkungen. Schlie&szlig;lich, so das Mantra, &auml;chzten hierzulande schon Normalverdiener unter dem Spitzensteuersatz von 42 Prozent.<br>\nDoch das ist zumindest irref&uuml;hrend, wie aktuelle Berechnungen des gewerkschaftsnahen Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) zeigen. Demnach zahlen Durchschnittverdiener in Deutschland &ndash; je nach Familienkonstellation &ndash; auf ihr Bruttojahreseinkommen gerade mal 1,4 bis 19,2 Prozent Einkommensteuern.<br>\nDemnach liegt der deutsche Durchschnittsverdienst eines Vollzeitbesch&auml;ftigten bei 49.915 Euro pro Jahr. Alleinstehende ohne Kinder m&uuml;ssen davon 9589 Euro an den Fiskus abtreten &ndash; was 19,2 Prozent entspricht. Bei einem Ehepaar ohne Kinder liegt die Steuerbelastung bei gleichem Einkommen dagegen nur bei 11,1 Prozent. Kommen Freibetr&auml;ge f&uuml;r zwei Kinder dazu sinkt der durchschnittliche Steuersatz sogar auf 1,4 Prozent &ndash; und da ist der viel gescholtene Solidarit&auml;tszuschlag schon eingerechnet. [&hellip;]<br>\nGerade diese Abgaben f&uuml;r Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung treffen die unteren und mittleren Einkommen besonders stark, weil sie prozentual vom Einkommen erhoben werden und nicht &ndash; wie bei den Steuern &ndash; progressiv mit steigendem Einkommen zunehmen. Im Gegenteil: Besserverdiener zahlen im Verh&auml;ltnis zu ihrem Einkommen sogar weniger Sozialbeitr&auml;ge als Gering- oder Normalverdiener. [&hellip;]<br>\nInsgesamt wird die Mittelschicht in Deutschland also schon vergleichsweise stark belastet. Allerdings liegt das nicht in erster Linie an den hohen Steuern, sondern am System der Sozialabgaben, das untere und mittlere Einkommen besonders schr&ouml;pft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/steuern-durchschnittsverdiener-zahlen-hoechstens-19-prozent-a-1147997.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eigentlich ein verdienstvoller Artikel, der den Mythos vom Spitzensteuersatz zahlenden Facharbeiter dekonstruiert, dann aber gleich in ein Bashing der Sozialabgaben abdriftet, mit denen die Arbeitnehmer angeblich &ldquo;geschr&ouml;pft&rdquo; werden. Richtig ist, dass durch die Beitragsbemessungsgrenzen Sehr-Gut-Verdiener bevorteilt werden &ndash; falsch ist aber, dass Arbeitnehmer f&uuml;r ihre Sozialbeitr&auml;ge nichts bek&auml;men, wie hier angedeutet wird. Und was das Steuerthema angeht, sollte man noch die Umsatzsteuern thematisieren, die die normalen Arbeitnehmer genauso &ldquo;schr&ouml;pfen&rdquo; wie die Lohnsteuer bzw. bei Geringverdienern einen viel h&ouml;heren Teil der Steuerlast ausmachen. Wenn &uuml;berhaupt Steuern senken, dann diese.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.M.:<\/strong> Ein &auml;u&szlig;erst billiger Versuch dem Leser glaubhaft zu machen, dass Steuern gar nicht so schlimm, Sozialabgaben jedoch f&uuml;r seine finanzielle Misere verantwortlich sind. Gleichzeitig wird mit solchen Artikeln der Boden bereitet, um weitere K&uuml;rzungen im ohnehin schon beschnittenen Sozialsystem salonf&auml;hig zu machen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Erheblich unter dem Spitzensatz<\/strong><br>\nIMK-Berechnungen: Einkommensteuerbelastung von Durchschnittsverdienern zwischen 0 und 19 Prozent<br>\nKommen Durchschnittsverdiener mit dem Spitzensatz der Einkommensteuer von 42 Prozent in Ber&uuml;hrung? Manche Medienberichte und Ver&ouml;ffentlichungen von Interessengruppen legen das nahe. Tats&auml;chlich aber bleiben Alleinstehende und erst recht Paare und Familien mit durchschnittlichen Einkommen stets deutlich darunter. Das zeigt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung anhand von konkreten Berechnungen f&uuml;r unterschiedliche Steuerf&auml;lle. Die durchschnittliche Einkommensteuerbelastung von Durchschnittsverdienern liegt je nach Familienkonstellation zwischen 1,4 und maximal 19,2 Prozent des Bruttoeinkommens &ndash; Solidarit&auml;tszuschlag inklusive. Schaut man auf Besch&auml;ftigte mit Medianeinkommen, ist die Belastung noch sp&uuml;rbar niedriger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/106575_108693.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Forscher: Keine Renten-Automatik<\/strong><br>\nIAQ-Studie warnt vor Koppelung der Altersgrenze an die allgemeine Lebenserwartung.<br>\nEine automatische Anbindung der Renten-Altersgrenze an die allgemeine Lebenserwartung w&uuml;rde nach Ansicht eines Forscher-Teams der Universit&auml;t Duisburg-Essen die soziale Schere zwischen gut und gering verdienenden Arbeitnehmern im Alter weiter vergr&ouml;&szlig;ern. Grund sei, dass nur eine Minderheit der &Auml;lteren &ldquo;tats&auml;chlich bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze einer sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung nachgeht&rdquo;, hei&szlig;t es in einer am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) f&uuml;r den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) &ndash; siehe auch Link unten.<br>\nNur rund 40 Prozent der in den Ruhestand tretenden Arbeitnehmer gehe direkt aus einer sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung in die Rente, schreiben die Sozialforscher Gerhard B&auml;cker (im Bild), Andreas Jansen und Jutta Schmitz in der 130 Seiten starken Analyse. Ein gro&szlig;er Teil der neuen Rentnerinnen und Rentner sei dagegen vor Rentenbeginn arbeitslos oder nicht berufst&auml;tig gewesen. Angesichts der unterschiedlichen Voraussetzungen bei &auml;lteren Arbeitnehmern zwischen gesunden und gut Qualifizierten einerseits sowie gesundheitlich beeintr&auml;chtigten und gering Qualifizierten auf der anderen Seite sei die Diskussion um eine Anhebung der Altersgrenze &uuml;ber das 67. Lebensjahr hinaus &ldquo;wie der zweite Schritt vor dem ersten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/index.php?id=55&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=17638&amp;cHash=d5502c395d4f77813527404388df051a\">Ihre-Vorsorge.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die ausf&uuml;hrliche Studie kann <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-forschung\/2017\/fo2017-02.pdf\">hier<\/a> nachgelesen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Revolution von oben<\/strong><br>\nMacrons Besuch in Berlin zeigt: Euro-Zug f&auml;hrt Richtung Superstaat. Kanzlerin Merkel und Vize Gabriel wollen das als Ref&ouml;rmchen verkaufen<br>\nGrinsen Richtung Galerie, Geschwurbel f&uuml;r die Mikrofone und die harten Fakten unter vier Augen: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der neue franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron schienen am Montag in Berlin ganz darauf aus, die R&uuml;ckschl&auml;ge der vergangenen Jahre vergessen zu machen. Mediengerecht klingt das so: Beide Spitzenpolitiker wollen die Modernisierung der Europ&auml;ischen Union vorantreiben und sind dabei auch &raquo;offen&laquo; f&uuml;r die &Auml;nderung bestehender Vertr&auml;ge.<br>\nMarcron hatte gute Gr&uuml;nde, unmittelbar nach seiner Amts&uuml;bernahme am Sonntag nach Berlin zu reisen. Die neoliberale Agenda des Exbankers l&auml;uft nach bisheriger Analyse auf eine Art Flucht nach vorn hinaus: Frankreichs Gro&szlig;kapital dr&auml;ngt auf bessere Profitbedingungen und mehr Assistenz aus Richtung Br&uuml;ssel, also eine Modifizierung der Produktionsverh&auml;ltnisse, um wieder Anschluss im globalen Konkurrenzkampf zu finden &ndash; mit der Losung &raquo;mehr Europa&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/310850.revolution-von-oben.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kommission gestattet Geldw&auml;sche &amp; Steuertricks<\/strong><br>\nDie von der Europ&auml;ischen Kommission &uuml;berarbeitete schwarze Liste der Hochrisiko-Staaten f&uuml;r Geldw&auml;sche wurde am 3. Mai in einer gemeinsamen Sitzung des Wirtschafts- und W&auml;hrungsausschusses (ECON) und des Innenausschusses (LIBE) des Europaparlaments zum wiederholten Mal abgelehnt. Nach der heutigen Best&auml;tigung des Ausschussvotums durch das EP-Plenum muss die EU-Kommission nun wieder eine neue Liste vorlegen. F&uuml;r die Staaten auf der Liste gelten erh&ouml;hte Pr&uuml;f- und Informationspflichten bei Transaktionen innerhalb der EU. Fabio De Masi (DIE LINKE.), stellvertretender Vorsitzender des Panama Papers Untersuchungsausschusses im Europ&auml;ischen Parlament (PANA) und Schattenberichterstatter (Unterh&auml;ndler) der Linksfraktion GUE\/NGL f&uuml;r die anti-Geldw&auml;sche-Richtlinie kommentiert:<br>\n&bdquo;Die EU-Kommission sch&uuml;tzt auch ein Jahr nach den Panama Papers die Schattenfinanzpl&auml;tze und Kriminellen. Die einzige &Auml;nderung auf der Liste ist der Austausch von Guyana durch &Auml;thiopien. Das ist l&auml;cherlich! Die g&auml;ngigen Schattenfinanzpl&auml;tze und kriminellen Akteure haben somit nichts zu bef&uuml;rchten.&ldquo;<br>\n&bdquo;Die Kommission muss endlich eine eigenst&auml;ndige Analyse durchf&uuml;hren und nicht blo&szlig; die l&uuml;ckenhafte Liste der internationalen Financial Action Task Force (FATF) kopieren. Wenn der zust&auml;ndigen Kommissarin V&#283;ra Jourov&aacute; daf&uuml;r die Mittel fehlen, dann muss sie diese eben bei Herrn Juncker einfordern. Das rechnet sich, weil Geldw&auml;sche und Steuerhinterziehung j&auml;hrlich hunderte Milliarden Euro verschlingen.&ldquo;<br>\nDe Masi abschlie&szlig;end: &bdquo;Die Kommission muss jetzt liefern und mit unangebrachter diplomatischer R&uuml;cksicht aufh&ouml;ren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dielinke-europa.eu\/article\/11250.kommission-gestattet-geldwaesche-steuertricks.html\">Die Linke. im Europaparlament<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU-Parlament fordert Verfahren gegen Ungarn<\/strong><br>\nDas Europ&auml;ische Parlament geht gegen Viktor Orbans Demokratieabbau in Ungarn vor. Es beschlie&szlig;t den ersten Schritt zu einem Verfahren, das noch nie zum Zuge kam.<br>\nIm Konflikt um die fortschreitende Aush&ouml;hlung der Demokratie in Ungarn f&auml;hrt das Europ&auml;ische Parlament schweres Gesch&uuml;tz auf: Die Abgeordneten fordern die Ausl&ouml;sung eines Strafverfahrens der Europ&auml;ischen Union gegen ihr eigenes Mitgliedsland, an dessen Ende der Entzug von Stimmrechten im EU-Ministerrat oder der Stopp von Transferzahlungen stehen k&ouml;nnte. Das vorgesehene Strafverfahren gilt in Br&uuml;ssel als &bdquo;nukleare Option&ldquo; bei schwerwiegenden Rechtsverst&ouml;&szlig;en eines EU-Mitglieds. Bisher ist es noch nie angewendet worden.<br>\nDas Parlament verabschiedete am Mittwoch in Stra&szlig;burg mit breiter Mehrheit eine entsprechende Resolution, die Sozialdemokraten, Liberale, Linke und Gr&uuml;ne gemeinsam eingebracht hatten. Darin hei&szlig;t es, dass der Fall Ungarn eine Bew&auml;hrungsprobe f&uuml;r die Union sei. Die EU m&uuml;sse unter Beweis stellen, &bdquo;dass sie willens und in der Lage ist, darauf zu reagieren, dass ein Mitgliedstaat ihre Grundwerte gef&auml;hrdet und verletzt&ldquo;.<br>\nDie deutliche Mehrheit f&uuml;r den Text kam zustande, weil auch zahlreiche Abgeordnete der b&uuml;rgerlich-konservativen Europ&auml;ischen Volkspartei (EVP) f&uuml;r ihn stimmten. Das ist pikant, denn die Fidesz-Partei des rechtsnationalistischen ungarischen Premiers Viktor Orban ist selbst Teil dieser Parteienfamilie, welcher auch CDU und CSU angeh&ouml;ren. EVP-Fraktionschef Manfred Weber (CSU) hatte noch versucht, mit einem weniger scharfen Entwurf eine Abstimmungsniederlage zu verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/wegen-viktor-orban-eu-parlament-fordert-verfahren-gegen-ungarn-a-1280754\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU &uuml;ber mangelhafte Arbeit der griechischen Statistik-Beh&ouml;rde entsetzt <\/strong><br>\nDie griechische Statistikbeh&ouml;rde Elstat ist f&uuml;r ihre gef&auml;lschten Defizitzahlen in der Vergangenheit ber&uuml;hmt. In einem EU-Gutachten wird der Beh&ouml;rde weiterhin mangelhaftes Arbeiten bescheinigt. [&hellip;]<br>\nEine Problem ist demnach der geringe, und nicht qualifizierte Personalzustand. Die Personalausstattung von Elstat bewege sich derzeit um 20 Prozent unter jenem Niveau, mit dem die EU-Mindestanforderungen f&uuml;r die Erhebung statistischer Daten erf&uuml;llt w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/news.guidants.com\/#!Artikel?id=5318035\">Guidants News<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.M.:<\/strong> Auf der einen Seite wird Griechenland gezwungen am laufenden Band sog. &ldquo;Reformen&rdquo; durchzuziehen, den Staat zu verschlanken und effizienter zu gestalten; auf der anderen Seite beschwert sich nun die EU-Kommission, dass Griechenland nicht gen&uuml;gend Futter f&uuml;r die Beamtenherde nach Br&uuml;ssel liefert. Der reale EU-Irrsinn XXL.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bahn versus Grundgesetz<\/strong><br>\nStaatsbetrieb oder Privatfirma? Dass die Deutsche Bahn eine h&ouml;chst problematische Konstruktion ist, wurde auch vor dem Bundesverfassungsgericht offenbar. Das befindet &uuml;ber eine Klage der Gr&uuml;nen zur Auskunftspflicht der Bundesregierung. Bedeutung hat das Urteil auch im Falle einer Autobahnprivatisierung.<br>\nNun hei&szlig;t es also erst einmal warten. Mehrere Monate soll es dauern, bis das Bundesverfassungsgericht &uuml;ber die Klage der Gr&uuml;nen zur Auskunftspflicht der Bundesregierung entschieden haben will, die vergangene Woche, am 9. und 10. Mai, &ouml;ffentlich in Karlsruhe verhandelt wurde. Kurz gesagt geht es bei dem Verfahren um parlamentarische Kontrollrechte. Darum, dass zwar ein verfassungsrechtlicher Anspruch darauf bestehe, dass die Bundesregierung auf die Anfragen von Abgeordneten und Fraktionen im Bundestag antwortet, dass dies aber in der Vergangenheit in vielen F&auml;llen nicht oder nur unzureichend erfolgt sei.<br>\nAls Belege daf&uuml;r haben die Gr&uuml;nen in ihrer Antragsschrift mehrere ihrer kleinen Anfragen im Bundestag aus dem Jahr 2010 angef&uuml;hrt, zum einen zur T&auml;tigkeit der staatlichen Beh&ouml;rden w&auml;hrend der Finanzkrise, zum anderen gleich drei Anfragen zur Deutschen Bahn, davon eine zur Wirtschaftlichkeitsberechnung von Stuttgart 21. &Uuml;ber seine Erwartungen will der Gr&uuml;nen-Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz einstweilen nichts verlauten lassen. Aber immerhin findet von Notz, der als Klagevertreter in Karlsruhe war, &ldquo;dass wir im Laufe der Verhandlung deutlich machen konnten, weshalb wir das Antwortverhalten der Bundesregierung zum Beispiel beim Thema Deutsche Bahn AG f&uuml;r verfassungswidrig halten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/320\/bahn-versus-grundgesetz-4368.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Neues Drohnen-Aufkl&auml;rungssystem: PEGASUS als historisch unbelasteter Name<\/strong><br>\nBundeswehr und Verteidigungsministerium haben bei der Namensgebung f&uuml;r ein geplantes neues Aufkl&auml;rungssystem der Truppe den Strudel zwischen Scylla und Charibdis, &auml;h, zwischen martialischer Benennung und technisch-kryptischer Bezeichnung, erfolreich umschifft. F&uuml;r die hoch fliegende Aufkl&auml;rungsdrohne Triton aus US-Produktion (Foto oben) mit der deutschen Aufkl&auml;rungstechnik namens ISIS im System SLW&Uuml;A (Signalerfassende Luftgest&uuml;tzte Weitr&auml;umige<br>\n&Uuml;berwachung und Aufkl&auml;rung) wurde mit Entscheidung von R&uuml;stungs-Staatssekret&auml;rin Katrin Suder der Name Pegasus festgelegt.<br>\nNat&uuml;rlich ist, wie beim Milit&auml;r &uuml;blich, Pegasus ein Akronym (oder wurde zumindest nachtr&auml;glich als solches deklariert): PErsistent German Airborne SUrveillance System &ndash; Dauerhaftes deutsches luftgest&uuml;tztes &Uuml;berwachungssystem. Entscheidender sind aber andere Erkenntnisse, zu denen das Kommando Luftwaffe nach seinen Recherchen gelangte:\n<ol type=\"a\">\n<li>Die US Navy hat den Namen &bdquo;TRITON&ldquo; bewusst als Ableitung aus der von ihr komplement&auml;r zur Seefernaufkl&auml;rung genutzten &bdquo;Boeing P-8 POSEIDON&ldquo; gew&auml;hlt. Triton ist in der griechischen Mythologie der Sohn des Meeresgottes Poseidon und wird h&auml;ufig als &bdquo;Mensch-Fischwesen&ldquo; dargestellt.<\/li>\n<li>Pegasus ist ebenfalls ein Sohn Poseidons, kann aber in seiner Darstellung als gefl&uuml;geltes Pferd eher mit der Erbringungsdimension Luft assoziiert werden.<\/li>\n<li>Der Name Pegasus ist historisch unbelastet.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Vor allem Punkt c. ist in diesen Zeiten nicht zu untersch&auml;tzen &ndash; und auch vom Markenrecht her gab&rsquo;s keine Bedenken. Auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen selbst hatte den Namensvorschlag grds. positiv aufgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/augengeradeaus.net\/2017\/05\/neues-drohnen-aufklaerungssystem-pegasus-als-historisch-unbelasteter-name\/\">Augen geradeaus!<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pegasos_(Mythologie)\">griechischen Mythologie<\/a> nach soll Pegasos u.a. Blitz und Donner gebracht haben. &Auml;hnliches oder gar den Tod soll die Drohne wohl auch leisten &ndash; gegen menschliche Ziele.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gabriel in den USA: Werden US-Drohnenangriffe thematisiert? Was ist mit Ramstein?<\/strong><br>\nZu US-Drohnenangriffen &amp; Ramstein: Au&szlig;enminister Gabriel ist auf dem Weg in die USA zur Trumps Regierung. Wir wollten heute wissen, ob Gabriel auch die NSA-&Uuml;berwachung sowie die zunehmenden US-Drohnenangriffe via Ramstein) thematisieren wird. Ob die Bundesregierung beunruhigt ist von der steigenden Zahl an weltweiten Drohnenangriffen unter Trump m&ouml;chte man nicht verraten. Dass man jeden US-Drohnenangriff &ldquo;am Einzellfall&rdquo; bzgl. V&ouml;lkerrecht pr&uuml;fen will, hat das Ausw&auml;rtiges Amt sogar schon wieder vergessen&hellip; Sehenswert!<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 17. Mai 2017<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=YQZc3_1ggrg\">Jung und naiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>NSU-Aufkl&auml;rung und Zensurversuche<\/strong><br>\nStreit um TV-Dokumentation &uuml;ber den ungekl&auml;rten Kiesewetter-Mord<br>\nEr wolle erreichen, dass der Film nicht noch einmal ausgestrahlt wird. Das erkl&auml;rte der SPD-Landtagsabgeordnete von Baden-W&uuml;rttemberg Wolfgang Drexler gegen&uuml;ber der Presse. Der Film: Das ist die TV-Dokumentation &uuml;ber den ungekl&auml;rten Polizistenmord von Heilbronn von Clemens und Katja Riha, Titel: &ldquo;Tod einer Polizistin. Das kurze Leben der Mich&egrave;le Kiesewetter&rdquo;, ausgestrahlt in der ARD am 24.April. Drexler ist zugleich Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses von Baden-W&uuml;rttemberg. Er taucht in dem Film genauso auf wie der Autor dieser Zeilen.<br>\nDrexler hat seine Aussage vor Ver&ouml;ffentlichung etwas abgeschw&auml;cht und will den Film &ldquo;in dieser Form&rdquo; nicht noch einmal ausgestrahlt haben. In welcher Form l&auml;sst er offen. Wie auch immer: Man muss seine Worte als klare Aufforderung zur Zensur verstehen. Zumal er sie so verstanden haben will. Denn der Politiker ist in der Vergangenheit schon einmal so vorgegangen. Aufforderung zur Zensur &ndash; schon das m&uuml;sste ausreichen, seine Eignung f&uuml;r den Vorsitz dieses wichtigen Untersuchungsausschusses grundlegend in Frage zu stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/NSU-Aufklaerung-und-Zensurversuche-3714986.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Immer noch ein Problem: die Unterbringung von Fl&uuml;chtlingen<\/strong><br>\nDie Migrantenzahlen in Italien steigen: Dieses Jahr sind schon mehr gekommen als im letzten. Die Fl&uuml;chtlingssituation sei wirklich eine Schande, erkl&auml;rt der italienische Politiker Ignazio Corrao im EU-Parlament. Die schleppende Umverteilung der Gefl&uuml;chteten von Italien auf andere EU-L&auml;nder sei kritikw&uuml;rdig. Zudem &auml;hneln die Aufnahmezentren Gef&auml;ngnissen.<br>\nZu sagen, Italien habe ein Migrantenproblem, ist stark untertrieben. &Uuml;ber 45.000 Migranten sind allein in diesem Jahr schon mit dem Boot von der K&uuml;ste Libyens &uuml;ber das Mittelmeer gekommen. Die Aufnahmezentren, in denen 175.000 leben, platzen aus allen N&auml;hten. Auch deshalb f&auml;hrt der neue Innenminister Marco Minniti einen h&auml;rteren Kurs &ndash; insgesamt 18 Abschiebezentren richtet er gerade ein. Mit in der Theorie jeweils 1.000 Pl&auml;tzen. Dort sollen die Migranten identifiziert werden und im Regelfall abgeschoben. Doch bei n&auml;herem Hinsehen ist das nicht so einfach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/italien-immer-noch-ein-problem-die-unterbringung-von.795.de.html?dram:article_id=386383\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Das Prinzip Abschreckung<\/strong><br>\nTrotz der vollkommen unzul&auml;nglichen Umverteilung von Fl&uuml;chtlingen aus Griechenland in wohlhabendere EU-Staaten reduziert Berlin seine &Uuml;bernahmen weiter und erm&ouml;glicht nach l&auml;ngerer Pause sogenannte Dublin III-Abschiebungen nach Athen. Bis Ende vergangener Woche sind genau 18.418 Fl&uuml;chtlinge aus Griechenland und Italien in andere EU-Staaten ausgeflogen worden; Br&uuml;ssel hatte zun&auml;chst angek&uuml;ndigt, bis September dieses Jahres rund 160.000 Fl&uuml;chtlinge in der EU umzuverteilen. Die Bundesrepublik, die bislang nur 4.478 von den 27.536 Fl&uuml;chtlingen einreisen lassen hat, die sie gem&auml;&szlig; EU-Schl&uuml;ssel aus Griechenland und Italien willkommen hei&szlig;en soll, reduziert Berichten zufolge gegenw&auml;rtig ihre &Uuml;bernahmen. Dabei sind die Lebensverh&auml;ltnisse f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in Griechenland nach wie vor katastrophal. Amnesty International etwa hat k&uuml;rzlich in einer &ldquo;Urgent Action&rdquo; auf die &ldquo;f&uuml;rchterlichen Bedingungen&rdquo; hingewiesen, unter denen mehr als 1.000 Fl&uuml;chtlinge in drei Lagern im Athener Stadtteil Ellinik&oacute; dahinvegetieren m&uuml;ssen. Auch die Versorgung von Fl&uuml;chtlingen au&szlig;erhalb der Lager sei &ldquo;mehr als notd&uuml;rftig&rdquo;, best&auml;tigt Dorothee Vakalis von der Hilfsorganisation NAOMI in Thessaloniki im Gespr&auml;ch mit german-foreign-policy.com. Trotzdem hat das Bundesinnenministerium im M&auml;rz die Dublin III-Abschiebungen nach Griechenland, die 2011 nach einer Intervention des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschenrechte untersagt worden waren, wieder zugelassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59600\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nein, Frauen in Saudi-Arabien haben jetzt nicht mehr Rechte<\/strong><br>\nDas K&ouml;nigreich betreibt PR und die Medien sind zu Diensten. Sie melden, dass Vormundschaftsregeln f&uuml;r Frauen gelockert w&uuml;rden<br>\nDie Meldung von der Lockerung des Vormundschaftssystems zog k&uuml;rzlich ihre Galerierunden, erst erschien sie auf einer saudischen Regierungswebsite und dann in Medien weltweit &ndash; nicht der einzige Fall, in dem Medien kritiklos die PR-Mitteilungen des saudischen K&ouml;nigshauses abschreiben.<br>\nAls Angela Merkel Ende April dem saudischen K&ouml;nig Salman bin Abdulaziz einen Besuch abstattete, h&auml;tten Medien viel Anlass zu Kritik gehabt: die neusten Waffendeals mit dem K&ouml;nigreich, die tausenden Toten im Jemen, die Unterst&uuml;tzung von Islamisten weltweit, die Verfolgung von Regimekritikern im Land. Doch gr&ouml;&szlig;ere mediale Aufregung l&ouml;ste nur eine Sache aus, die Haare der Kanzlerin. Oder besser: die nicht zu sehenden Haare. Eine arabische Satire-Zeitung hatte in Anspielung an den Schleier-Zwang im wahhabitischen Gottesstaat die Haare Angela Merkels verpixelt. Erst verbreitete sich das Foto tausendfach in sozialen Netzen, dann beeilten sich Medien weltweit richtigzustellen, dass es sich dabei um eine F&auml;lschung handelte.<br>\nEine andere Nachricht &uuml;ber die Rolle von Frauen in Saudi-Arabien wurde dagegen nicht klargestellt oder korrigiert. Und das, obwohl ihr Ursprung nicht weniger fragw&uuml;rdig ist als die verpixelten Haare der Kanzlerin: &ldquo;Saudi-Arabiens K&ouml;nig lockert Vormundschaftsregeln f&uuml;r Frauen&rdquo;, meldete die Washington Post. Der britische Independent schrieb: &ldquo;Saudi-Arabien l&auml;sst Frauen ohne m&auml;nnliche Zustimmung arbeiten und studieren.&rdquo; Newsweek-Leser erfuhren, dass der saudische K&ouml;nig Salman &ldquo;einen Schritt in Richtung Frauenemanzipation im K&ouml;nigreich gegangen&rdquo; sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nein-Frauen-in-Saudi-Arabien-haben-jetzt-nicht-mehr-Rechte-3714069.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Warum Menschen sowas mitmachen &ndash; Neoliberales Denken und Handeln<\/strong><br>\nDer Neoliberalismus macht auch vor dem Banalen und scheinbar Nebens&auml;chlichen, dem &raquo;Kleinen&laquo; und scheinbar Unpolitischen nicht halt. Der nachfolgende Text fragt nach den Formen, die der Neoliberalismus im Denken und Handeln der Menschen angenommen hat. Dabei stehen lebensweltliche und allt&auml;gliche Aspekte im Mittelpunkt. Der Text ist dem j&uuml;ngst erschienenen Buch &bdquo;Warum Menschen sowas mitmachen &ndash; Achtzehn Sichtweisen auf das Leben im Neoliberalismus&ldquo; entnommen. [&hellip;]<br>\nNeoliberalismus, das ist mehr als &raquo;nur&laquo; Politik, mehr als &raquo;nur&laquo; Wirtschaftstheorie und mehr als &raquo;nur&laquo; Ideologie. Er ver&auml;ndert Menschen, und Menschen ver&auml;ndern sich selbst, wenn sie im Neoliberalismus leben. Sie verinnerlichen und verk&ouml;rpern dessen Regeln und dessen Anforderungen. Sie machen sich neoliberale Hoffnungen sowie Vorstellungen von &raquo;Gut&laquo; und &raquo;Schlecht&laquo; zu eigen. Ihr Weltbild, ihr Bild von sich selbst, ihre Auffassung von der eigenen Rolle in Wirtschaft und Gesellschaft wird neoliberal &ndash; oftmals, ohne dass sie sich dessen bewusst sind. Wenngleich das jeweilige Ausma&szlig; unterschiedlich sein mag: Der Neoliberalismus pr&auml;gt jeden einzelnen Menschen &ndash; seine &Uuml;berzeugungen, sein Denken, sein Wollen, sein Handeln. So etwa auch in der eingangs beschriebenen TV-Sendung &raquo;The Biggest Loser&laquo; und &auml;hnlichen Formaten.<br>\nNeoliberalismus ist l&auml;ngst zur unhinterfragten Normalit&auml;t geworden, ja sogar zur Grundlage von Lebensstilen. Der einzelne Mensch r&uuml;ckt dabei in einer sehr eigenartigen Weise in den Mittelpunkt: Er soll an M&auml;rkten und in der Gesellschaft eigenst&auml;ndig zurechtkommen &ndash; anstatt sich auf den Staat oder auf Mechanismen solidarischer Absicherung zu verlassen. Hier treffen eine marktextremistische Politik und marktextremistisches Denken und Handeln aufeinander.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1985\">annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Weniger Nichtw&auml;hler dank der AfD?<\/strong><br>\nAuch in NRW sind mehr Menschen zur Wahl gegangen als f&uuml;nf Jahre zuvor. Hat das wirklich etwas mit der AfD zu tun &ndash; und verringert das die politische Ungleichheit? [&hellip;]<br>\nF&uuml;r die Demokratie ist weniger die H&ouml;he der Wahlbeteiligung entscheidend, als die Verteilung von Nicht-W&auml;hlern und W&auml;hlern. Wenn sich Nichtw&auml;hler relativ gleichm&auml;&szlig;ig in allen Bev&ouml;lkerungsschichten finden, ist das weniger gravierend, als wenn es gro&szlig;e Beteiligungsunterschiede gibt. Doch seit drei Jahrzehnten nimmt die Ungleichheit bei der Wahlbeteiligung zu: Wie aus Umfragen hervorgeht, bleiben &Auml;rmere und Geringgebildete den Wahlen viel h&auml;ufiger fern als die sozial Bessergestellten.<br>\nAufschluss geben aber nicht nur Umfragen, sondern auch regionale Auswertungen. So eignet sich der Blick auf Gro&szlig;st&auml;dte: Auf engem Raum unterscheiden sich hier die Lebensverh&auml;ltnisse sehr stark. Und je &auml;rmer ein Stadtteil ist, desto geringer f&auml;llt dort die Wahlbeteiligung aus. Hat der Anstieg der Wahlbeteiligung daran etwas ge&auml;ndert? Das Beispiel K&ouml;ln zeigt: In fast allen Stadtteilen haben 2017 mehr Wahlberechtigte als 2012 gew&auml;hlt. Im Villenviertel Hahnwald stieg die Wahlbeteiligung von 76 Prozent im Jahr 2012 auf 82 Prozent. Ein &auml;hnliches Plus verzeichnete auch Chorweiler, einer der &auml;rmsten K&ouml;lner Stadtteile &ndash; allerdings von einem deutlich niedrigeren Ausgangsniveau aus: Die Wahlbeteiligung stieg von 29 Prozent auf 32 Prozent. Damit lagen bei den Wahlen von 2012 noch 48 Prozentpunkte zwischen dem K&ouml;lner Stadtteil mit der h&ouml;chsten und dem mit der niedrigsten Wahlbeteiligung; 2017 war der Unterschied mit 50 Punkten sogar noch gr&ouml;&szlig;er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-05\/landtagswahl-nrw-wahlbeteiligung-afd\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: SPD-Vize Lauterbach: &ldquo;Wahlkampf aus den H&auml;nden geglitten&ldquo;<\/strong><br>\nErfolgsbilanz konnte nicht dargestellt werden<br>\nDer stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Karl Lauterbach bedauerte, dass es der SPD in Nordrhein-Westfalen nicht gelungen sei, die Erfolgsbilanz der Regierung darzustellen. Der NRW-SPD sei der &bdquo;Wahlkampf aus den H&auml;nden geglitten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/politik-weltgeschehen\/morgenmagazin\/politik\/lauterbach-nrw-landtagswahl-100.html\">Moma<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sagt der Mann doch tats&auml;chlich, der Eindruck, die abgew&auml;hlte Regierung in NRW habe nichts oder zu wenig bewegt sei &bdquo;eine Fehleinsch&auml;tzung des B&uuml;rgers&ldquo; (min 00:45). Der W&auml;hler ist also zu bl&ouml;d die SPD zu w&auml;hlen. Bravo, weiter so mit dem Projekt 18.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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