{"id":38358,"date":"2017-05-19T08:30:50","date_gmt":"2017-05-19T06:30:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358"},"modified":"2017-05-19T09:29:38","modified_gmt":"2017-05-19T07:29:38","slug":"hinweise-des-tages-2878","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358#h01\">Angeblich will keiner die Privatisierung, aber trotzdem soll sie ins Grundgesetz?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358#h02\">Die Kampfansage: Mercedes-Arbeiter fordern ein neues Streikrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358#h03\">Atypische Besch&auml;ftigung: Weitere Zunahme bei Teilzeit und Leiharbeit, Zahl der Mini-Jobs geht leicht zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358#h04\">&ldquo;Mir bleibt nur eins &ndash; weniger zu essen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358#h05\">Crash mit Ansage: Bundesregierung blockiert Bankenregulierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358#h06\">Deutsche Bank: Steuerhinterziehung, Geldw&auml;sche und Steuervermeidung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358#h07\">Heiko Maas&rsquo; Zensurgesetz: Wenn Anzeige und Verurteilung eins werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358#h08\">&raquo;Gemeinsam kampagnenf&auml;hig werden&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358#h09\">Die Ukraine benennt sich um in Nordkorea<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358#h10\">Asien r&uuml;stet kr&auml;ftig auf &ndash; mit deutscher Hilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358#h11\">Korea: Milit&auml;rische Konfrontation wahrscheinlich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358#h12\">Ehemaliger Geheimdienstchef aus Frankreich: Die russische Bedrohung ist eine Erfindung der Nato<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358#h13\">Sch&auml;uble-Ministerium behindert Gemeinn&uuml;tzigkeit von Attac<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38358#h14\">Nachbeben in der Kampfzone<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Angeblich will keiner die Privatisierung, aber trotzdem soll sie ins Grundgesetz?<\/strong><br>\nDie Koalitionsspitzen haben gestern bekannt gegeben, dass sie sich auf eine weitere &Auml;nderung an der &Auml;nderung des Grundgesetzes geeinigt haben. Es soll demnach folgende zus&auml;tzliche Privatisierungsschranke ins Grundgesetz eingef&uuml;gt werden: &bdquo;Eine Beteiligung Privater im Rahmen von &Ouml;ffentlich-Privaten Partnerschaften ist ausgeschlossen f&uuml;r Streckennetze, die das gesamte Bundesautobahnnetz oder das gesamte Netz sonstiger Bundesfernstra&szlig;en in einem Land oder wesentliche Teile davon umfassen.&ldquo;<br>\nDer Kern der Grundgesetz&auml;nderung bleibt unangetastet, dort soll weiterhin stehen: \n<blockquote><p>\n&bdquo;Die Verwaltung der Bundesautobahnen wird in Bundesverwaltung gef&uuml;hrt. Der Bund kann sich zur Erledigung seiner Aufgaben einer Gesellschaft privaten Rechts bedienen. &ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Dazu Carl Wa&szlig;muth, Infrastrukturexperte von GiB: &bdquo;Eingef&uuml;hrt wird also das Prinzip &sbquo;Gewinnmaximierung vor Gemeinnutzen&lsquo;. Der neue Vorschlag der Koalitionsspitzen &auml;ndert daran gar nichts. Aus der zentralen und weiterhin aktuellen Grundgesetz&auml;nderung folgen alle anderen Privatisierungsm&ouml;glichkeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/angeblich-will-keiner-die-privatisierung-aber-trotzdem-soll-sie-ins-grundgesetz\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Einigung der Koalition macht Abzocke der Autofahrer m&ouml;glich<\/strong><br>\n&bdquo;Union und SPD haben sich darauf geeinigt, der Privatisierung der deutschen Autobahnen die T&uuml;r zu &ouml;ffnen. Die Gro&szlig;e Koalition befindet sich damit auf einer Geisterfahrt gegen die weit &uuml;berwiegende Bev&ouml;lkerungsmehrheit, die eine Autobahnprivatisierung nicht will. Die Steuerzahler haben die Autobahn bezahlt und sollen trotzdem zuk&uuml;nftig auf der Autobahn f&uuml;r die Rendite der Finanzbranche zur Kasse gebeten werden&ldquo;, erkl&auml;ren Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch zur Einigung der Koalition zu den Grundgesetz- und Gesetzes&auml;nderungen im Zusammenhang mit der Bundesautobahngesellschaft. Die Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung t&auml;uscht die &Ouml;ffentlichkeit, wenn sie behauptet, dass mit den vorliegenden Grundgesetz&auml;nderungen die Privatisierung der Autobahnen verhindert wird. Genau das soll die Grundgesetz&auml;nderung erm&ouml;glichen. Wenn die Gro&szlig;e Koalition das nicht wollte, m&uuml;sste sie auf die entsprechende Grundgesetz&auml;nderung verzichten. Und sie d&uuml;rfte die Autobahnen nicht in eine privatrechtliche Gesellschaft &uuml;bertragen, wodurch sie der parlamentarischen Kontrolle weitgehend entzogen sind. Auf der Grundlage der Einigung zwischen Union und SPD wird die Privatisierung von Autobahnteilstrecken einfacher und Privatisierungshintert&uuml;ren beispielsweise &uuml;ber Genussscheine bleiben ge&ouml;ffnet. Es ist ein Skandal, dass die Bundesregierung die letzten Sitzungswochen vor den Bundestagswahlen daf&uuml;r benutzt, um im Eilverfahren einem gigantischen und umstrittenen Privatisierungsprojekt T&uuml;r und Tor zu &ouml;ffnen.<br>\nDIE LINKE wird im Bundestag gegen jede Form der Autobahnprivatisierung stimmen, auch wenn die Gro&szlig;e Koalition diese &Auml;nderungen weiter in erpresserischer Art und Weise im Gesamtpaket zur Reform der Bund-L&auml;nder-Finanzen zur Abstimmung stellt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/einigung-der-koalition-macht-abzocke-der-autofahrer-moeglich\/\">Die Linke im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: PPP oder Von der Salonf&auml;higkeit der Unterwelt<\/strong><br>\nMauscheleien sind kein Betriebsunfall &ndash; sie haben neoliberale Methode [&hellip;]<br>\nKaum zwei Monate ist es her, da hat sich diese Bundesregierung abermals zur Privatisierung entschlossen. Diesmal sind die Autobahnen dran. Sie sollen modernen Wegelagerern in die Hand gegeben werden. Wie das dann l&auml;uft, kann man im vergleichbar kleinen Stil an jener Einrichtung am Rande der Autobahnen sehen, die sich Sanifair nennt. Auch diese Tochter von Tank &amp; Rast trat mal mit dem Anspruch an, sich etwaige Geb&uuml;hren offenzuhalten bzw. sie wenn &uuml;berhaupt kostenneutral zu erheben. So hat man das jedenfalls 1998 bei der Privatisierung vereinbart. Die Kostenneutralit&auml;t ist aber schon seit Jahren vom Tisch.<br>\nBei den Autobahnen wird es leider nicht um Kleckerbetr&auml;ge wie bei Sanifair gehen. Die Steuerzahler werden die bereits von ihnen finanzierte Infrastruktur auch weiterhin finanzieren. Die Instandhaltung bezahlt ein Konsortium privater Unternehmen &ndash; auf dem Papier. Auf der Stra&szlig;e holen es sich seine Ausgaben freilich zur&uuml;ck. Und noch ein bisschen obendrauf.<br>\nAm Ende kostet es den Steuerzahler noch mehr als jetzt. Denn der &ouml;ffentlich-rechtliche Auftrag versteht sich kostendeckend. &Ouml;ffentlich-private Partnerschaften unterliegen jedoch der systemischen Profitmaximierung. T&ouml;pfe mit &ouml;ffentlichen Geldern sind da verf&uuml;hrerisch. Man kann auch sagen, dass die Bundesregierung mit ihren Privatisierungspl&auml;nen dabei ist, der wirtschaftskriminellen Unterwelt Salonf&auml;higkeit zu attestieren. Jetzt muss man nur ordentlich entb&uuml;rokratisieren und Fahnder entlassen, dann merkt vielleicht keiner, wie Trickbetr&uuml;ger das Gemeinwohl rupfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1051433.ppp-oder-von-der-salonfaehigkeit-der-unterwelt.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Kampfansage: Mercedes-Arbeiter fordern ein neues Streikrecht<\/strong><br>\nW&auml;hrend einer Nachtschicht im Dezember 2014 legten 1.300 Mercedes-Besch&auml;ftigte im Bremer Werk spontan die Arbeit nieder. Sie protestierten gegen Leiharbeit und eine weitere Auslagerung von Arbeitspl&auml;tzen. Es war ein wilder Streik, die IG Metall wollte die Aktion nicht unterst&uuml;tzen.<br>\nDaimler reagierte prompt, sprach Abmahnungen aus und drohte im Wiederholungsfall mit K&uuml;ndigung. Doch die k&auml;mpferischen Metallarbeiter klagen nun gegen den Konzern. Sie wollen eine Reform des deutschen Streikrechts bewirken, das Arbeitsniederlegungen ohne Gewerkschaftsbeschluss verbietet.<br>\nNach Ansicht der Kl&auml;ger und ihrer vier Anw&auml;lte steht das geltende Streikrecht im Widerspruch zum Grundgesetz und zur Europ&auml;ischen Sozialcharta. Von ihrer Gewerkschaft f&uuml;hlen sich die Arbeiter im Stich gelassen. Im Kampf um die Reform des Streikrechts sind die Bremer entschlossen, durch alle Instanzen zu ziehen, notfalls bis vor den Europ&auml;ischen Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte in Stra&szlig;burg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/die-kampfansage-mercedes-arbeiter-fordern-ein-neues.1247.de.html?dram:article_id=384864\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.Z.:<\/strong> Die Sendung hat mir gefallen, weil zahlreiche Unzul&auml;nglichkeiten im deutschen Streikrecht deutlich wurden.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Gewerkschafts-Streik<\/strong><br>\nIm Vergleich zu den Rekordgewinnen deutscher Unternehmen stagnieren die L&ouml;hne in den letzten Jahren nahezu. Ein klarer Fall f&uuml;r die Gewerkschaften, oder doch lieber nicht?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/die-anstalt\/die-anstalt-gewerkschaftsstreik-100.html\">ZDF Anstalt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Atypische Besch&auml;ftigung: Weitere Zunahme bei Teilzeit und Leiharbeit, Zahl der Mini-Jobs geht leicht zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDer Arbeitsmarkt hat sich im Jahr 2016 positiv entwickelt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten in Vollzeit ist deutlich gewachsen. Noch st&auml;rker hat allerdings die atypische Besch&auml;ftigung zugenommen. Daher ist der Anteil von Teilzeitstellen, Leiharbeit und Minijobs an der Gesamtbesch&auml;ftigung erneut ein wenig gestiegen und befindet sich auf dem h&ouml;chsten Stand seit 13 Jahren. Unterm Strich waren 2016 rund 39,6 Prozent aller abh&auml;ngigen Hauptbesch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse (ohne Beamte und Selbst&auml;ndige) solche atypischen Jobs, 2015 lag die Quote bei 39,3 Prozent. &bdquo;Insbesondere die Zahl der Teilzeit- und Leiharbeiter hat 2016 weiter zugenommen&ldquo;, beschreibt Dr. Toralf Pusch, Arbeitsmarktexperte des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, den aktuellen Trend. Die Zahl der oft besonders schlecht bezahlten und abgesicherten Minijobber im Haupterwerb habe hingegen um etwa 46.000 Besch&auml;ftigte abgenommen &ndash; auf 5,14 Millionen.<br>\nAm st&auml;rksten verbreitet ist atypische Besch&auml;ftigung in den westdeutschen Fl&auml;chenl&auml;ndern. Schleswig-Holstein hat mit 43,3 Prozent den h&ouml;chsten Anteil, gefolgt von Rheinland-Pfalz (42,6 Prozent) und Niedersachsen (42,1 Prozent). In manchen westdeutschen St&auml;dten und Landkreisen liegt die Quote sogar bei mehr als 50 Prozent. Die h&ouml;chsten Anteile weisen Delmenhorst mit 55,9 Prozent sowie die Kreise Kusel (51,6 Prozent) und Pl&ouml;n (50,9 Prozent) auf. Insgesamt betr&auml;gt die Quote der atypischen Besch&auml;ftigung im Westen 39,9 Prozent, im Osten f&auml;llt sie um etwa einen Prozentpunkt geringer aus. Das ergeben die soeben aktualisierten Zahlen der WSI-Datenbank &bdquo;Atypische Besch&auml;ftigung&ldquo;. &Uuml;ber die Datenbank sind die neuesten Zahlen f&uuml;r die gesamte Bundesrepublik, die einzelnen Bundesl&auml;nder, alle Landkreise und kreisfreien St&auml;dte online abrufbar. Die Datenbank beruht auf Statistiken der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), die als einzige Quelle alle abh&auml;ngigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse regional differenziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/106575_108744.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es gibt immer eine Anzahl Menschen, die gerne nur Teilzeit arbeiten. F&uuml;r alle anderen, f&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit, sind die Zust&auml;nde unter aller Sau. Das wird dann als &ldquo;deutsches Jobwunder&rdquo; oder, vollkommen l&auml;cherlich, &ldquo;Wirtschaftsboom&rdquo; angepriesen. Man k&ouml;nnte sich eigentlich inzwischen fragen, inwiefern Jobs, die &uuml;ber 40 Prozent der Arbeitnehmer ausf&uuml;hren (Minijobs, Teilzeit-, Zeit- und Leiharbeit), eigentlich &ldquo;atypisch&rdquo; sind und nicht inzwischen &ldquo;typisch&rdquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Mir bleibt nur eins &ndash; weniger zu essen&rdquo;<\/strong><br>\nGriechenlands Regierung spricht vom &ldquo;letzten Opfer&rdquo;: In der Nacht soll ein weiteres Sparpaket das Parlament passieren &ndash; als Gegenleistung f&uuml;r einen Schuldenschnitt. Rentner und Steuerzahler sind verzweifelt.<br>\n42 Jahre stand Vasileia Vasilaki im Berufsleben, dann ging sie 2009 in Rente. Damals glaubte sie, lange genug f&uuml;r einen angemessenen Lebensstandard im Alter gearbeitet und vorgesorgt zu haben. Schlie&szlig;lich hatte sie einen gut bezahlten Job, zudem viel f&uuml;r eine Zusatzrente eingezahlt. Obendrauf noch die Witwenrente &ndash; auch ihr Mann hatte f&uuml;r griechische Verh&auml;ltnisse gut verdient.<br>\nAber seit Griechenland 2010 zum ersten Mal die Europartner um Hilfe bitten musste, sind die Bez&uuml;ge der 64-j&auml;hrigen Witwe um mehr als die H&auml;lfte gek&uuml;rzt worden. Derzeit lebt sie von rund 900 Euro im Monat. Und nun macht sie sich auf die neue Runde an Rentenk&uuml;rzungen gefasst, die das griechische Parlament voraussichtlich in der Nacht vom heutigen Donnerstag auf Freitag beschlie&szlig;en wird. W&auml;hrend die Abgeordneten &uuml;ber die neuen Sparma&szlig;nahmen debattieren, sitzt Vasilaki in ihrem bescheidenen Wohnzimmer und bringt ihre monatlichen Ausgaben zu Papier.<br>\nDie Rechnung geht f&uuml;r die Rentnerin nicht auf: &ldquo;Ich kaufe sowieso schon keine Kleidung mehr, gehe nie aus, verreise nicht oder unternehme &uuml;berhaupt irgendetwas. Das einzige, was mir nach den neuen K&uuml;rzungen &uuml;brigbleiben wird, ist, weniger zu essen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-rentner-und-arbeitnehmer-verzweifeln-am-neuen-sparpaket-a-1148304.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Plagt den SPIEGEL doch ein bisschen schlechtes Gewissen? Bisher wurde die angebliche Spar- und Reformpolitik doch im Wesentlichen bef&uuml;rwortet und waren Tsipras und Syriza &ldquo;Populisten&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: &ldquo;Griechenland kann Schuldenberg in keiner Weise zur&uuml;ckzahlen&rdquo;<\/strong><br>\nIn Griechenland sei die Belastungsgrenze f&uuml;r die Menschen weit &uuml;berschritten, sagte der &Ouml;konom Jens Bastian im DLF. Keine griechische Regierung sei in der Lage, den Schuldenberg auch nur im Ansatz abzutragen &ndash; die diskutierten L&ouml;sungen seien reine Heftpflaster, um der deutschen &Ouml;ffentlichkeit sagen zu k&ouml;nnen, man bekomme das schon irgendwie hin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/oekonom-jens-bastian-griechenland-kann-schuldenberg-in.694.de.html?dram:article_id=386464\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Ein Land auf dem Weg in die soziale Katastrophe<\/strong><br>\nDie SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekret&auml;rin im Bundesministerium f&uuml;r Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Elke Ferner, kennt Griechenland besser als viele andere deutsche Politiker &ndash; sie verbringt seit &uuml;ber 30 Jahren einen Teil des Jahres auf der griechischen Insel Syros. Die Griechen erlebten eine Sparrunde nach der n&auml;chsten, ohne dass etwas besser werde, sagte Ferner im Deutschlandfunk Kultur. Die Situation der Menschen sei inzwischen dramatisch: Immer mehr Familien h&auml;tten niemanden mehr in ihren Reihen, der ein Einkommen habe &ndash; und nach einem Jahr Arbeitslosigkeit gebe es auch keine staatliche Unterst&uuml;tzung mehr. [&hellip;]<br>\nSchuld an der Situation sind laut Ferner die den Griechen vorgegebenen, zu ehrgeizigen Sparziele und zu wenig Zeit, um diese zu erreichen. Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Sch&auml;uble st&auml;nden in Griechenland nach wie vor nicht hoch im Kurs, und sie k&ouml;nne das auch nachvollziehen, sagte Ferner:<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Mit der unerbittlichen Forderung, immer mehr zu sparen, hat man die Menschen in die Verzweiflung getrieben.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/sparpolitik-in-griechenland-ein-land-auf-dem-weg-in-die.1008.de.html?dram:article_id=386456\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Beschreibung der Staatssekret&auml;rin ist zutreffend und die Schuldzuweisung auch, allerdings fragt man sich dann doch, welche Verzweiflung Elke Ferner dazu getrieben hat, im Bundestag dem letzten von Merkel und Sch&auml;uble ausgehandelten K&uuml;rzungsdiktat (euphemistisch als Stabilit&auml;tshilfe f&uuml;r Griechenland bezeichnet) <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/blob\/385632\/186917d4375a0468e669c65c9eea8368\/20150819_1-data.pdf\">zuzustimmen<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Crash mit Ansage: Bundesregierung blockiert Bankenregulierung<\/strong><br>\nFaule Kredite, fehlendes Eigenkapital: Die europ&auml;ischen Banken wanken. Der Internationale W&auml;hrungsfonds h&auml;lt ein Drittel f&uuml;r nicht &uuml;berlebensf&auml;hig. Zehn Jahre nach der Finanzkrise droht der n&auml;chste Crash, f&uuml;r den wieder einmal die Steuerzahler aufkommen d&uuml;rften. Experten fordern deshalb dringend sch&auml;rfere Regulierungen. Doch ausgerechnet die Bundesregierung blockiert eine zentrale Reform &ndash; mit den gleichen Argumenten wie die Banken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/videos\/video-crash-mit-ansage-bundesregierung-blockiert-bankenregulierung-100.html\">Monitor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Bank: Steuerhinterziehung, Geldw&auml;sche und Steuervermeidung<\/strong><br>\nHeute findet in Frankfurt die Jahreshauptversammlung der Deutschen Bank statt. Zu diesem Anlass haben WEED und Attac eine &Uuml;bersicht erstellt, in welchen F&auml;llen die Deutsche Bank im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung, Geldw&auml;sche und Steuervermeidung auff&auml;llig geworden ist. Wie die &Uuml;bersicht zeigt, hat die Bank inzwischen eine lange Liste an Strafen. Alleine dieses Jahr zahlte sie schon 95 Millionen US-Dollar wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung in den USA und (teils umgerechnet) 630 Millionen US-Dollar an US- und britische Beh&ouml;rden wegen Geldw&auml;sche in Russland. Oder: In einem kenianischen Korruptionsfall, in den die Deutsche Bank Mauritius involviert ist, wurde im M&auml;rz diesen Jahres ein Betrag von umgerechnet 3,4 Millionen Euro von Jersey an Kenia zur&uuml;ckgef&uuml;hrt. Und das sind nur drei Beispiele von vielen. Vollst&auml;ndig d&uuml;rfte die Liste nicht sein, unter anderem weil nicht alle Beh&ouml;rden und Gerichte &ndash; darunter die deutschen &ndash; ihre Entscheidungen ver&ouml;ffentlichen. Hinweise und Korrekturen nehmen die Verfasser gerne entgegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2017\/05\/deutsche-bank-steuerhinterziehung.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<p><strong>dazu: Kulturwandel geht anders: Deutsche Bank raus aus Steueroasen!<\/strong><br>\nMit einer Aktion bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank am heutigen Donnerstag in Frankfurt haben Aktivistinnen und Aktivisten von Attac die Aktion&auml;r_innen aufgefordert, die Gesch&auml;fte der Deutschen Bank in Steueroasen zu stoppen.<br>\n&ldquo;Kulturwandel geht anders: Das Gesch&auml;ftsmodell der Deutschen Bank ist nach wie vor gepr&auml;gt von Aktivit&auml;ten in Steueroasen und offenen T&uuml;ren f&uuml;r kriminelle Kunden&rdquo;, sagte Attac-Campaigner Tim B&uuml;ttner. &ldquo;Es ist ein Skandal: Das gr&ouml;&szlig;te deutsche Finanzinstitut bildet weiterhin einen Knotenpunkt f&uuml;r illegitime Finanzstr&ouml;me und nutzt seine Niederlassungen in Schattenfinanzpl&auml;tzen, um eigene Steuerzahlungen zu dr&uuml;cken oder seinen Kunden bei Steuerhinterziehung und Geldw&auml;sche zu helfen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/kulturwandel-geht-anders-deutsche-bank-raus-aus-steueroasen-1\/\">attac<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Heiko Maas&rsquo; Zensurgesetz: Wenn Anzeige und Verurteilung eins werden<\/strong><br>\nIn einer ganzseitigen Verteidigung seines Internet-Zensurgesetzes in der Zeit geht Heiko Maas mit keinem Wort auf den wichtigsten Punkt seiner Kritiker ein: dass letztlich nur Richter entscheiden k&ouml;nnen, was rechtswidrig ist. Durchg&auml;ngig tut er so, als sei die Rechtswidrigkeit eines Inhalts dadurch bewiesen, dass jemand sich dar&uuml;ber beschwert. Ausgerechnet der Justizminister missachtet den elementaren Rechtsrundsatz: Bis bewiesen ist, dass eine Straftat vorliegt, und dass die Beschuldigte sie begangen hat, gilt sie als unschuldig.<br>\nEs kann dem Volljuristen Heiko Maas unm&ouml;glich entgangen sein, dass es der Hauptkritikpunkt der Gegner seines Zensurgesetzes ist, dass er einem Konzern in Silicon Valley die Aufgabe zuweisen will, zu entscheiden, was nach deutschem Recht unter Meinungsfreiheit f&auml;llt, und was eine Verleumdung oder andere strafbare &Auml;u&szlig;erung ist.<br>\nObwohl ihm die Kritik bewusst sein muss, erw&auml;hnt Heiko Maas mit keinem Satz die M&ouml;glichkeit, dass Anschuldigungen falsch sein k&ouml;nnten oder die sich darauf ergebende Gefahr dass vom Grundrecht auf Meinungsfreiheit gedeckte &Auml;u&szlig;erungen zu Unrecht zensiert werden k&ouml;nnten. Trotz dieses vermeintlichen Wissens schreibt er ohne weitere Erl&auml;uterungen S&auml;tze wie &bdquo;Weil Apelle nicht ausreichen, will ich Unternehmen wie Facebook dazu zwingen, rechtswidrige Inhalte schneller zu l&ouml;schen.&ldquo; Dass das n&ouml;tig ist, schlie&szlig;t er daraus, dass die Unternehmen bisher nicht genug &bdquo;strafbare&ldquo; Inhalte gel&ouml;scht haben. Das mag stimmen, aber S&auml;tze, wie er sie formuliert, darf ein Jurist, der das Recht achtet, einfach nicht schreiben und schon gar nicht in ein Gesetz gie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/831-maas\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Norbert H&auml;ring trifft hier ins Schwarze: Es hinterl&auml;sst einen schlicht sprachlos, wie ein Justizminister (!) ernsthaft fordern kann, dass ein privater Konzern &uuml;ber die Rechtswidrigkeit von &ouml;ffentlichen &Auml;u&szlig;erungen urteilt &ndash; und das selbst gef&auml;llte Urteil dann auch gleich per L&ouml;schung vollstreckt. Wo leben wir eigentlich?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&raquo;Gemeinsam kampagnenf&auml;hig werden&laquo;<\/strong><br>\nWissenschaftliche Angestellte &shy;vernetzen sich, um sich gegen befristete Besch&auml;ftigung zu wehren. Ein Gespr&auml;ch mit Mathias Kuhnt<br>\nSeit gut einem Jahr ist das novellierte Wissenschaftszeitvertragsgesetz in Kraft. Mit ihm sollte erkl&auml;rterma&szlig;en dem Befristungsunwesen an deutschen Hochschulen Einhalt geboten werden. Was hat die neue Rechtslage bewirkt?<br>\nNichts. Oder vielmehr: Die Personalabteilungen der Hochschulen m&uuml;ssen nun etwas mehr Aufwand betreiben, um kreative Begr&uuml;ndungen f&uuml;r Befristungen zu finden. Mit der Novellierung ist eine Qualifizierung Voraussetzung, damit eine Anstellung befristet werden kann. Nach unserer Vorstellung w&auml;re ein Qualifizierungsziel eine Promotion oder Habilitation, Vertr&auml;ge lie&szlig;en sich auf die entsprechende Laufzeit begrenzen. In der Realit&auml;t bekommt aber beispielsweise eine Mitarbeiterin, die schon drei Jahre besch&auml;ftigt war und dabei Lehre gemacht hat, einen neuen Vertrag mit dem Qualifizierungsziel &raquo;Lehre&laquo; und einer entsprechend k&uuml;rzeren Laufzeit.<br>\nDie Hochschulleitungen biegen sich das Gesetz also so zurecht, wie sie es brauchen?<br>\nDer Gesetzgeber hat es bewusst unterlassen, zu kl&auml;ren, was Qualifizierungsziele sein k&ouml;nnen. Damit haben wir es f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre mit einer drastischen Rechtsunsicherheit zu tun. &Uuml;brigens ist es ein Ziel unseres Netzwerks, Personen miteinander in Kontakt zu bringen, die auf dem Weg einer Klage eine Kl&auml;rung erwirken wollen. Eventuell w&auml;re eine derartige Befristung der Anstellung wegen des unwirksamen Qualifizierungsziels hinf&auml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/310882.gemeinsam-kampagnenf%C3%A4hig-werden.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Ukraine benennt sich um in Nordkorea<\/strong><br>\nDer ukrainische Pr&auml;sident Petro Poroschenko hat mit dem &bdquo;Ukas &#8470;133\/2017&ldquo; verf&uuml;gt, dass die meisten russischen Medien in der Ukraine ab sofort verboten sind. Dies betrifft jedoch nicht nur die wichtigsten russischen Fernsehkan&auml;le, die ab sofort in der Ukraine nicht mehr empfangen werden d&uuml;rfen, sondern auch die wichtigsten Internetportale.<br>\nStellen Sie sich einmal Ihr Leben ohne Facebook, Stayfriends, GMX oder Google vor. So geht es seit gestern den Menschen in der Ukraine. Mit Vkontakte, dem russischen Facebook, Odnoklasniki, der russische Variante von Stayfriends, Yandex, der gr&ouml;&szlig;ten Suchmaschine im slawischen Raum und mail.ru, der Nummer Eins unter den E-Mail-Anbietern in der Ukraine, wurden vier Seiten verboten, die sich in der Top 10 der beliebtesten Websites in der Ukraine befinden.<br>\nAu&szlig;erdem wurden den russischen Fluglinien Aeroflot und Transaero und den Banken Rossiya und Gazprombank die Arbeit verboten. Auf der neuen Sanktionsliste, auf der sich 468 russische Firmen und 1.228 Personen befinden, stehen nun auch der gr&ouml;&szlig;te Virenbek&auml;mpfer Kaspersky Lab, mit dem viele ukrainische private und kommerzielle Nutzer Vertr&auml;ge haben, und Russlands gr&ouml;&szlig;ter Softwarehersteller 1C, dessen B&uuml;rosoftware in der Ukraine 80 Prozent aller Firmen nutzen. Rossiya Segodnya, das Mutterhaus von Sputniknews, und die Nachrichtenagentur Ria Novosti stehen nat&uuml;rlich auch auf der Liste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/kommentare\/20170517315789845-ukraine-aehnelt-sich-nordkorea\/\">Sputnik News<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ehemaliger Geheimdienstchef aus Frankreich: Die russische Bedrohung ist eine Erfindung der Nato<\/strong><br>\nDem ehemaligen Chef der franz&ouml;sischen Spionageabwehr (DST), Yves Bonnet, zufolge wurde die NATO mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion obsolet. Doch um die eigene Existenz zu rechtfertigen, pflege das B&uuml;ndnis die Legende von Russland als Sicherheitsbedrohung.<br>\nBonnet erg&auml;nzte in einem Gespr&auml;ch mit RT, dass die Russen \n<blockquote><p>\nnicht mehr &lsquo;Schurken&rsquo; sind, die sowjetische Bedrohung ist verschwunden &ndash; vor allem weil die UdSSR nicht mehr existiert.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Behauptungen von Vertretern des von den USA angef&uuml;hrten B&uuml;ndnisses, wonach Moskau ein aggressives Verhalten an den Tag lege, seien &ldquo;&uuml;bertrieben.&rdquo; Bonnet f&uuml;gte gegen&uuml;ber RT hinzu:<\/p>\n<blockquote><p>\nIch glaube, dass die NATO absichtlich die Wahrnehmung von Russland als Bedrohung f&ouml;rdert. [&hellip;] Wie jede Organisation will die Nordatlantische Allianz bestehen bleiben und der einzige Grund, ihre Existenz zu verl&auml;ngern, sind Sie, die Russen.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/50764-ehemaliger-geheimdienstchef-aus-frankreich-die-russische-bedrohung-ist-eine-erfindung-der-nato\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Asien r&uuml;stet kr&auml;ftig auf &ndash; mit deutscher Hilfe<\/strong><br>\nChina und Indien bauen ihre Seestreitkr&auml;fte erheblich aus, kaufen zahlreiche Kriegsschiffe und U-Boote. Amerika sorgt sich um seine milit&auml;rische Dominanz vor Ort, doch zun&auml;chst einmal profitiert die deutsche R&uuml;stungsindustrie.<br>\nAsiens L&auml;nder pumpen Milliarden Dollar in die Aufr&uuml;stung ihrer jeweiligen Marine. Die Tendenz geht dabei zu teuren Schiffen, die mit Tarnkappentechnologie ausger&uuml;stet sind, zu Flugzeugtr&auml;gern und zu U-Booten. Der Singapurer Verteidigungsminister Ng Eng Hen erkl&auml;rt, bis 2030 w&uuml;rden in Asien-Pazifik rund 800 weitere Kriegsschiffe und Unterseeboote operieren.<br>\nDas Ganze h&auml;ngt auch mit den Handelsstr&ouml;men zusammen. &bdquo;Mehr als 90 Prozent aller gehandelten G&uuml;ter werden &uuml;ber See transportiert&ldquo;, sagte Mohamad Maliki Bin Osman, Singapurer Staatsminister f&uuml;r Verteidigung, bei der Er&ouml;ffnung der Waffenmesse Imdex in Singapur. &bdquo;Bis 2020 werden die R&uuml;stungsausgaben Asiens um 23 Prozent steigen.&ldquo;<br>\nEs geht um viel: Vereinfacht gesagt, will China seine Handelswege von den Golfstaaten bis vor seine K&uuml;ste offen halten und kontrollieren. Dabei ber&uuml;hrt es die Interessen seines Widersachers Indien, aber auch Japans und der s&uuml;dostasiatischen Staaten. &bdquo;Um das Wachstum des Handels und ihre Interessen zu sch&uuml;tzen, haben S&uuml;dostasien, Australien, China und Indien ihre Seestreitkr&auml;fte ausgebaut. Die Marinebudgets in Asien-Pazifik d&uuml;rften bis 2020 um 60 Prozent steigen&ldquo;, erkl&auml;rt Ng.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/china-und-indien-ruesten-mit-deutscher-hilfe-kraeftig-auf-15018810.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Korea: Milit&auml;rische Konfrontation wahrscheinlich?<\/strong><br>\nDie Spannungen auf der koreanischen Halbinsel sind nach wie vor hoch. Am Sonntag hatte Nordkorea einen neuen Raketentest durchgef&uuml;hrt. Dabei handelte es sich offensichtlich um eine Mittelstreckenrakete, die nach von der Korea Times zitierten Angaben Pj&ouml;ngjangs 787 Kilometer flog. Damit k&ouml;nnte sie lediglich S&uuml;dkorea sowie Teile Chinas, Japans und Russlands erreichen. Die gro&szlig;en US-St&uuml;tzpunkte auf Okinawa l&auml;gen au&szlig;erhalb ihrer Reichweite.<br>\nAllerdings stellte der erneute Test eine Missachtung der Beschl&uuml;sse des UN-Sicherheitsrates dar und wurde entsprechend von allen Seiten kritisiert. S&uuml;dkoreas neuer Pr&auml;sident Moon Jae-in, der im Wahlkampf f&uuml;r Dialog mit dem Norden geworben, aber von diesem zugleich Zur&uuml;ckhaltung gefordert hatte, forderte einerseits eine Wiederinbetriebnahme des hei&szlig;en Drahts zwischen den beiden Regierungen, sprach aber andererseits auch von einer hohen Wahrscheinlichkeit einer milit&auml;rischen Konfrontation.<br>\nMindestens zw&ouml;lf aus &ouml;ffentlichen Quellen bekannte Standorte f&uuml;r Atomwaffen, Reaktoren sowie Raketenfabriken und -testeinrichtungen gibt es in Nordkorea, schreibt das Internetmagazin Asia Times Online. Auch einen ersten Test mit einer Interkontinentalrakete, der Unha-3, die eine Reichweite von 10.000 bis 12.000 Kilometern erreichen soll, gab es im Februar.<br>\nDamit w&uuml;rde erstmals der Westen der USA durch nordkoreanische Waffen bedroht. Unklar ist allerdings, wie weit diese Waffen tats&auml;chlich einsatzf&auml;hig sind, wie viele atomare Sprengk&ouml;pfe Nordkorea besitzt und ob diese tats&auml;chlich ans Ziel getragen werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Korea-Militaerische-Konfrontation-wahrscheinlich-3717064.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sch&auml;uble-Ministerium behindert Gemeinn&uuml;tzigkeit von Attac<\/strong><br>\nWeisung an Frankfurter Finanzamt, Rechtsstreit weiterzuf&uuml;hren<br>\nDas Bundesfinanzministerium hat das Frankfurter Finanzamt angewiesen, den Rechtsstreit um die Gemeinn&uuml;tzigkeit von Attac weiterzuf&uuml;hren &ndash; trotz des Urteils des Hessischen Finanzgerichts vom Herbst, demzufolge unser Engagement klar gemeinn&uuml;tzig ist. Entsprechende Medienberichte hat die Oberfinanzdirektion Frankfurt heute best&auml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/index.php?id=394&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=9192\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nachbeben in der Kampfzone<\/strong><br>\nNach der krachenden Niederlage in NRW ver&ouml;ffentlicht die SPD einen Entwurf f&uuml;r ihr Wahlprogramm. Sie will Akzente in der Bildungspolitik setzen &ndash; und sich st&auml;rker f&uuml;r innere Sicherheit engagieren. (&hellip;)<br>\nNun fordert die SPD auf dem Feld, auf dem die Unionsparteien traditionell &uuml;ber die h&ouml;chsten Kompetenzwerte verf&uuml;gt, 15000 neue Polizisten in Bund und L&auml;ndern. Und es hei&szlig;t auch in dem Entwurf, der auf dem Dortmunder Programmparteitag Ende Juni beschlossen werden soll: &bdquo;Wo Videotechnik hilft, Gefahren vorzubeugen und Beweise zu sichern, soll sie eingesetzt werden.&ldquo; Schlie&szlig;lich: &bdquo;Ausl&auml;nder, die schwere Straftaten begehen, sollen nach Verb&uuml;&szlig;ung ihrer Strafe unverz&uuml;glich abgeschoben werden.&ldquo; Auch gegen&uuml;ber islamistischen Hasspredigern solle eine Null-Toleranz-Politik gelten.<br>\nIn der Bildungspolitik will Schulz ebenfalls Akzente setzen: Mit einem neuen Grundgesetzartikel werde er &bdquo;in einem ersten Schritt&ldquo; das Kooperationsverbot aufbrechen. Der Bund soll in finanzschwachen Kommunen direkt in Kitas, Schulen, Horte und Berufsschulen investieren d&uuml;rfen. An diesem Donnerstag will Schulz auf einer Diskussionsveranstaltung im Berliner Brennpunkt Neuk&ouml;lln ein wenig mehr verraten. &bdquo;Ich habe die Nase voll von Kompetenzdebatten in der Bildungspolitik&ldquo;, hatte er vor der Fraktion gesagt. Schulz wird aber nicht dem Rat einiger Sozialdemokraten folgen und f&uuml;r die g&auml;nzliche Abschaffung des Kooperationsverbotes pl&auml;dieren.<br>\nDer Programmentwurf umfasst 67 Seiten und soll alle Gliederungen der Partei zufriedenstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/bundestagswahl\/spd-veroeffentlicht-entwurf-ihres-wahlprogramms-15020671.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der 67-seitige Entwurf des Leitantrags der Programmkommission f&uuml;r das <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/fileadmin\/Dokumente\/Beschluesse\/Bundesparteitag\/170515_Entwurf_WP_nach_PV.pdf\">Regierungsprogramm 2017<\/a> ist seit wenigen Tagen online. M&ouml;glicherweise stellt der Entwurf tats&auml;chlich alle &ndash; oder zumindest viele &ndash; Parteigliederungen zufrieden. Ob er aber auch alle Mitglieder und viele Menschen der W&auml;hlerschaft begeistern wird, kann bezweifelt werden.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: SPD-Regierungsprogramm: AfD rechts &uuml;berholen, um Merkel zu schlagen<\/strong><br>\nDie Niederlagen bei den vergangenen Landtagswahlen haben der SPD den Wind aus den Segeln genommen. Nun sucht die Partei nach einem Ausweg. Offenbar setzt sie auf einen Rechtsruck. Die AfD reagiert mit H&auml;me auf die j&uuml;ngsten Ank&uuml;ndigungen der Sozialdemokraten.<br>\nMehr Polizisten, mehr Videotechnik, mehr Abschiebungen, harter Kurs gegen Islamisten: Nein, das sind keine Parolen von einem AfD-Stammtisch, sondern es handelt sich um den Entwurf des SPD-Regierungsprogramms. Das Dokument umfasst 67 Seiten. Am Montag soll der Parteivorstand der Sozialdemokraten den Leitantrag f&uuml;r das Regierungsprogramm verabschieden. Die endg&uuml;ltige Entscheidung liegt beim SPD-Parteitag, der am 25. Juni in Dortmund stattfinden wird.<br>\nBem&uuml;hte sich der mittlerweile in der W&auml;hlergunst abgeschlagene Hoffnungstr&auml;ger der Sozialdemokratien, Martin Schulz, zu Anfang noch um eine soziale Rhetorik, scheint die SPD jetzt eine andere Taktik einzuschlagen. Die Sozialdemokraten werden offenbar mit einer harten Linie auf dem Gebiet der Sicherheitspolitik in den Bundestagswahlkampf gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/50765-spd-regierungsprogramm-afd-rechts-uberholen\/\">RT Deutsch<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Oppermann hat Probleme, SPD-Ziele zu konkretisieren<\/strong><br>\nOppermann, der selbst der zust&auml;ndigen Programmkommission vorsitzt, hatte offenkundig Probleme, die Vorhaben seiner Partei zu konkretisieren, auch weil sich ein Gro&szlig;teil davon noch im Prozess der Ausarbeitung befindet.<br>\nImmerhin lie&szlig; er sich entlocken, man wolle &bdquo;in diesem Wahlkampf die Vertiefung der Europ&auml;ischen Union in den Mittelpunkt stellen&ldquo;, &bdquo;Zukunftsinvestitionen in Bildung, Ausbildung, Forschung und Entwicklung&ldquo; vornehmen, &bdquo;die Gesellschaft sicherer und gerechter machen&ldquo; und &bdquo;die Ausweitung der Geltung von Tarifvertr&auml;gen in Deutschland voranbringen&ldquo;.<br>\nDen Verdacht der Moderatorin, es k&ouml;nne sich bei diesen Themen um Ladenh&uuml;ter handeln, wies Oppermann weit von sich. Angesichts der Bedeutung der angesprochenen Punkte war das sogar verst&auml;ndlich. Und doch fragte man sich als Zuschauer, wo in dieser Aufz&auml;hlung, und sei es in der Kombination, ein Alleinstellungsmerkmal der SPD zu erkennen sein sollte. Noch dazu eines, das sie zum Wahlsieg tragen k&ouml;nnte.<br>\nStattdessen wirkte der von Oppermann vorgetragene Katalog wie eine Bewerbung der Sozialdemokraten um die erneute Rolle als Juniorpartner in einer Gro&szlig;en Koalition &ndash; zum Mitregieren genug, zum Machtwechsel zu wenig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article164725756\/Oppermann-hat-Probleme-SPD-Ziele-zu-konkretisieren.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Zu hei&szlig; gewaschen: Der Hosenanzug von Martin<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/170519-Bild_Stuttmann.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6384\">Stuttmann Karikaturen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-38358","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38358","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38358"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38358\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38360,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38358\/revisions\/38360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38358"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38358"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38358"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}