{"id":38368,"date":"2017-05-20T11:00:49","date_gmt":"2017-05-20T09:00:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38368"},"modified":"2017-05-20T13:57:05","modified_gmt":"2017-05-20T11:57:05","slug":"einige-von-vielen-interessanten-leserinnen-mails-zur-frage-nach-dem-ende-des-deutschen-solarzeitalters","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38368","title":{"rendered":"Einige von vielen interessanten LeserInnen-Mails zur Frage nach dem \u201eEnde des deutschen Solarzeitalters?\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Am 12. Mai kam Reinhard Lange mit diesem Beitrag &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38254\">Das Ende des deutschen Solarzeitalters?<\/a>&ldquo; zu Wort. Dass er heftige Reaktionen ausl&ouml;sen w&uuml;rde, war absehbar. Die Mehrheit der NDS-LeserInnen, die eine Lesermail geschickt haben, beantwortet die Frage nach dem Ende des Solarzeitalters mit einem entschiedenen Nein. Eine Auswahl der Lesermails geben wir Ihnen hiermit zur Kenntnis. Wir wollten die Zusammenstellung der Leser-Mails nicht &uuml;berfrachten und haben deshalb nach bestem Wissen und Gewissen ausgew&auml;hlt. Ausdr&uuml;cklich m&ouml;chten wir uns bei allen EinsenderInnen bedanken. <strong>Marco Patriarca<\/strong> und <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nAus den nicht ver&ouml;ffentlichen Zusendungen stellen wir zwei Anmerkungen voran, die uns sinngem&auml;&szlig; mehrfach erreichten, die aber keine Erw&auml;hnung in der Auswahl finden:<\/p><p>Zum einen der Hinweis, dass die Umschreibung &bdquo;sozial schwache Familien&ldquo; die eigentliche Bedeutung verschiebt, w&auml;hrend beispielsweise &bdquo;sozial benachteiligte Familien&ldquo; eine treffendere Beschreibung sei. <\/p><p>Zum anderen wurde h&auml;ufig auf die Publikation &bdquo;Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland&ldquo; des Fraunhofer-Instituts f&uuml;r Solare Energiesysteme ISE <a href=\"https:\/\/www.ise.fraunhofer.de\/content\/dam\/ise\/de\/documents\/publications\/studies\/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.pdf\">aufmerksam gemacht<\/a>. <\/p><p>Reinhard Lange hat mit Sicherheit zu den verschiedenen Kritiken selbst noch etwas nachzutragen. Wir haben jetzt auf die Kritik der Kritik verzichtet und bitten daf&uuml;r um Verst&auml;ndnis. Es muss m&ouml;glich sein, verschiedene Position nebeneinander stehen zu lassen.<\/p><p><strong>Lesermails zu &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38254\">Das Ende des deutschen Solarzeitalters?<\/a>&ldquo;<\/strong><\/p><ol>\n<li><strong>Dipl.-Ing. Matthias Diehl, <a href=\"https:\/\/www.photovoltaikbuero.de\/\">photovoltaikbuero Ternus und Diehl GbR<\/a><\/strong>\n<p><strong>Reaktion auf den Kommentar von Reinhard Lange zum m&ouml;glichen &bdquo;Ende des Solarzeitalters&ldquo;. (13.05.2017)<\/strong><\/p>\n<p>Ich m&ouml;chte meiner Antwort auf Reinhard Langes Kommentar zun&auml;chst vorausschicken, dass ich seit Jahren regelm&auml;&szlig;iger Leser der Nachdenkseiten bin. Ich komme aus der Anti-Atom- und Energiewendebewegung der 80er Jahre und besch&auml;ftige mich beruflich seit 1993 mit der Photovoltaik und habe alle H&ouml;hen und Tiefen dieser Branche in den letzten 20 Jahren mit erlitten. Der Antrieb f&uuml;r die Besch&auml;ftigung mit diesem Thema ist eine Begeisterung f&uuml;r Technik aber auch ein politisches Motiv.&nbsp; Sehr fr&uuml;h schon wurde mir bewusst, dass die meisten der Konflikte, die wir weltweit erleben, etwas mit Energie und Rohstoffbeschaffung f&uuml;r die energiehungrigen Industriel&auml;nder zu tun haben. Das j&uuml;ngste Beispiel daf&uuml;r ist der Krieg in Syrien. Auch mehr Verteilungsgerechtigkeit, die mir ein gro&szlig;es Anliegen ist, kann nur erreicht werden, wenn mehr Menschen einfachen Zugang zu billiger Energie haben.&nbsp; Ganz abgesehen davon, dass es ein gewagtes Experiment ist, jeden Tag 90.000.000 Fass Erd&ouml;l zu verbrennen und darauf zu hoffen, dass die damit einhergehende Ver&auml;nderung unserer Atmosph&auml;re keinen Einfluss auf unser Klima haben m&ouml;ge, bin ich davon &uuml;berzeugt, dass das Zeitalter der fossil atomaren Energie bald zu Ende gehen wird. Das wird schon alleine deshalb passieren, weil die Sonnenenergie f&uuml;r jedermann so preiswert verf&uuml;gbar sein wird, dass sich alle anderen Wege der Energiegewinnung er&uuml;brigen werden.<\/p>\n<p><strong>Doch nun zu dem Text von Herrn Lange:<\/strong><\/p>\n<p>Er beklagt &ndash; wie viele andere Kritiker der Energiewende &ndash; Deutschland habe Unsummen an &bdquo;Subventionen&ldquo; in einen Markt gegeben und damit nur eine kleine Wirkung erreicht. Gro&szlig;e Wind- und Photovoltaikleistungen tragen nur zu einem geringen Teil zur Stromversorgung bei.<\/p>\n<p>In der Tat ist die Leistung einer Solarstromanlage eine v&ouml;llig irrelevante Gr&ouml;&szlig;e da &ndash; wie Herr Lange richtig erkennt &ndash; eine Solar- oder Windkraftanlage nur eine geringe Zahl an Volllaststunden aufweist. Der Wind weht nun mal nicht das ganze Jahr gleichm&auml;&szlig;ig und auch die Sonne scheint nur tags&uuml;ber und im Sommer mehr als im Winter. Eine Versorgung aus &bdquo;Erneuerbaren&ldquo; Quellen macht also nur Sinn im Zusammenspiel mit Energiespeichern.&nbsp; Eine Energiewende macht auch nur Sinn, wenn man alle Sektoren des Energieverbrauchs miteinander koppelt und neben der Stromerzeugung auch die W&auml;rmeversorgung und den Verkehr mit einbezieht. (Professor Volker Quaschning zeigt in <a href=\"https:\/\/www.volker-quaschning.de\/publis\/studien\/sektorkopplung\/index.php\">seiner Studie zu diesem Thema wie es geht<\/a>). Bei all diesen wichtigen Gesichtspunkten hat die Politik aus meiner Sicht vollst&auml;ndig versagt. Ich stelle mir mehr und mehr die Frage, ob Politik in einer von Lobbyismus gepr&auml;gten Demokratie &nbsp;&uuml;berhaupt dazu in der Lage sein kann, ein so komplexes Problem wie die Energiewende sachgerecht zu managen. Es wurde weder eine Verkehrswende eingeleitet, noch wurde im W&auml;rmebereich signifikant umgesteuert. Der Fokus wurde politisch ausschlie&szlig;lich auf die Stromversorgung gelegt und auch hier wurde die F&ouml;rderung von Speichern str&auml;flich vernachl&auml;ssigt.<\/p>\n<p><strong>Durch die Kraftanstrengung des deutschen EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) wurde letztendlich nur ein einziges Ziel wirklich erreicht: Die Kosten f&uuml;r Solarstrom sind durch die gro&szlig;e &bdquo;k&uuml;nstlich&ldquo; in Deutschland angeregte Nachfrage von Jahr zu Jahr niedriger geworden.<\/strong><\/p>\n<p>Man mag diesen Preisr&uuml;ckgang auf chinesische Subventionen schieben, doch im Wesentlichen haben die Chinesen lediglich auf allen Wertsch&ouml;pfungsebenen der chinesischen Solarindustrie die Kapitalkosten durch billige staatlich abgesicherte Kredite entfernt. Das hat gereicht. Nebenbei bemerkt: Deutschland hat stattdessen Pleitebanken wie der Hyporeal Estate Staatsgeld hinterher geworfen. Es mag jeder selbst entscheiden, welche Investition sich da in der Zukunft wohl mehr rentiert haben wird.<\/p>\n<p>Es setzte trotz aller Schwankungen im Photovoltaik- Markt &ndash; die &uuml;berwiegend den st&auml;ndig wechselnden politischen Eingriffen geschuldet waren &ndash; eine Kostensenkung ein, wie wir sie sonst nur von digitaler Elektronik gewohnt waren, bei der die Preise f&uuml;r PCs, Smartphones etc. &auml;hnlichen Kostenkurven folgen.&nbsp; Diese Kostensenkung beim Solarstrom hat dazu gef&uuml;hrt, dass es inzwischen &uuml;berall auf der Welt <a href=\"http:\/\/analysis.newenergyupdate.com\/pv-insider\/photovoltaics\/competitive-without-subsidies-navigating-booming-solar-market-chile\">selbsttragende M&auml;rkte f&uuml;r Photovoltaik<\/a> gibt, die keinerlei Subventionen mehr bed&uuml;rfen.<\/p>\n<p>In Deutschland werden neue Solarstromanlagen nur deshalb nicht &bdquo;von selbst&ldquo; gebaut, weil der deutsche Strommarkt einen riesigen Strom&uuml;berschuss aufweist und demzufolge die Preise im Keller sind. Man k&ouml;nnte in einem solchen Markt ohne staatlichen Eingriff weder neue Solar-, Wind noch Kohlekraftwerke bauen. Man hat in Deutschland also riesige Mengen an Solar- und Windstromkapazit&auml;ten k&uuml;nstlich in den &bdquo;Markt&ldquo; gebracht, ohne gleichzeitig daf&uuml;r zu sorgen, alte Erzeugungskapazit&auml;ten aus dem Markt herauszunehmen. Weil man auf die gleichzeitige Markeinf&uuml;hrung von Stromspeichern verzichtet hat, war dies auch technisch nicht ohne Weiteres m&ouml;glich. Die Folge sind sinkende Preise an den Stromb&ouml;rsen. <a href=\"https:\/\/www.photovoltaikbuero.de\/?s=hoffnungstr%C3%A4ger\">Diese sinkenden Preise sind der eigentliche Hauptgrund f&uuml;r die st&auml;ndig steigende EEGUmlage<\/a>. Dieser Umstand, der den &nbsp;&ndash; von der EEG-Umlage befreiten- industriellen Gro&szlig;verbrauchern konkurrenzlos billige Strompreise bietet, &nbsp;wird gut verschleiert als F&ouml;rderung f&uuml;r erneuerbare Energien getarnt auf die Stromrechnungen der Endverbraucher geschrieben, nach dem gut erprobten Motto &bdquo;Tarnen und T&auml;uschen&ldquo;.<\/p>\n<p>Es gibt also in der Tat sehr gute Gr&uuml;nde, die deutsche Energiepolitik zu kritisieren. Da l&auml;uft sehr viel auch aus meiner Sicht in die v&ouml;llig falsche Richtung. Dies nun aber zum Anlass zu nehmen &bdquo;Das Ende des Solarzeitalters&ldquo; zu proklamieren, verkennt aus meiner Sicht vollst&auml;ndig die Realit&auml;t. Das, was die Energiewirtschaft noch vor 10 Jahren kollektiv f&uuml;r vollkommen unm&ouml;glich gehalten hat, dass man auch im vergleichsweise dunklen Deutschland Solarstrom <a href=\"https:\/\/www.pv-magazine.de\/2016\/12\/08\/6-pv-ausschreibungsrunde-zuschlagswert-sinkt-unter-7-0-cent-pro-kilowattstunde\/\">f&uuml;r unter 7Cent\/kWh<\/a> w&uuml;rde produzieren k&ouml;nnen, ist heute Realit&auml;t und das technische Ende dieser Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. <a href=\"https:\/\/www.pv-magazine.de\/2016\/08\/29\/weltrekord-solarstrom-fr-2-91-cent-pro-kilowattstunde\/\">Im Sonneng&uuml;rtel der Erde liegen die Preise unter 4 Cent\/kWh<\/a>.<\/p>\n<p>Jetzt beobachten wir den gleichen Trend bei den Stromspeichern und auch hier sehen wir wieder die gleichen Abwehrreaktionen. Kritiker schreiben von &bdquo;volkswirtschaftlich&ldquo; unrentablen Systemen und von riesigen Kosten und finden tausend Gr&uuml;nde, warum dass alles nicht funktionieren sollte. Es gibt keinen technischen Grund daf&uuml;r, warum es nicht funktionieren sollte. Es wird mit Sicherheit nicht mehr in den Strukturen funktionieren, in denen damals noch RWE und E.ON die Lizenz zum Gelddrucken hatten. Die Zeit dieser Unternehmen ist &ndash; trotz aller Bem&uuml;hungen noch auf den fahrenden Zug aufzuspringen &ndash; abgelaufen. Das Ende des Solarzeitalters ist noch lange nicht gekommen, im Gegenteil. Das Solarzeitalter beginnt gerade jetzt.<\/p>\n<p>Das Einzige, was mich sehr nachdenklich stimmt im Zusammenhang mit der deutschen Energiepolitik: Ich war am Anfang ein gl&uuml;hender Anh&auml;nger des EEG, der davon &uuml;berzeugt war, dass man in einer Demokratie den Wandel durch politische Entscheidungen herbeif&uuml;hren kann. Inzwischen glaube ich, dass Unternehmer wie z. B. Elon Musk die Welt mehr ver&auml;ndern, als politische Eingriffe in einen Markt, die immer nur St&uuml;ckwerk sein k&ouml;nnen. Schaut man sich das EEG heute an, so ist es ein echtes Energiewende Verhinderungsgesetz geworden.<\/p>\n<p><strong>Das EEG hat der Welt den billigen Zugang zu Solarstrom geschaffen, der Energiewende in Deutschland hat es auf lange Sicht gesehen wahrscheinlich eher geschadet.<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38254\">Der Artikel von Reinhard Lange<\/a> ist ein Beleg f&uuml;r diesen angerichteten Schaden.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDipl.-Ing. Matthias Diehl<br>\nSachverst&auml;ndiger f&uuml;r Photovoltaik und photovoltaische Anlagentechnik<br>\n<em>(&ouml;ffentlich bestellt und vereidigt)<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dr. Ralph Feltens<\/strong>\n<p><strong>Betr: Reinhard Lange&rsquo;s Artikel zur angeblich verfehlten Energiewende (15.05.2017)<\/strong><\/p>\n<p>So etwas wie der auf den Nachdenkseiten am 12. Mai 2017 ver&ouml;ffentlichter Artikel kommt eben dabei heraus, wenn man nicht nur einen bekennenden &ldquo;Gegner der Energiewende&rdquo;, sondern einem waschechten Leugner des menschengemachten Klimawandels ein entsprechendes Forum bietet. Zumindest kann ich zu keinem anderen Schluss kommen, wenn ich von ihm den Satz lese &ldquo;Im &uuml;brigen bin ich tats&auml;chlich der &Uuml;berzeugung, dass Menschen sich eher an den Klimawandel anpassen m&uuml;ssen, als dass sie versuchen sollten, die Globaltemperatur zu steuern &ldquo;da hier unterstellt wird, der Mensch k&ouml;nne keinen Einfluss auf Globaltemperatur aus&uuml;ben (z. B. durch Reduktion der CO2-Emissionen), und der derzeit zu beobachtende Temperaturanstieg demnach auch nicht anthropogen bedingt sein.<\/p>\n<p>Herr Lange und seine Positionen sind mir schon seit L&auml;ngerem bekannt, da er mit vollem Namen immer wieder auch Kommentare auf den Webseiten von klimaretter.info ver&ouml;ffentlicht; der oben von mir zitierte Satz stammt aus einer meiner mittlerweile zahlreichen verbalen Auseinandersetzungen mit ihm <a href=\"http:\/\/www.klimaretter.info\/meinungen\/kolumnen\/kolumne-wille\/22867-komplett-verschaltet#comment-3287587695\">&uuml;ber die Frage nach dem Sinn einer Energiewende<\/a>.<\/p>\n<p>So liefert Herr Lange auch in seinem Beitrag f&uuml;r die Nachdenkseiten wieder einmal die bekannten &ldquo;Fakten&rdquo;, dass die Energiewende nicht funktionieren k&ouml;nne bzw. nicht bezahlbar sei. Dabei kann der Autor aber &ndash; wie immer, muss ich anmerken &ndash; keine Alternative aufzeigen, wie denn die prinzipiell unumg&auml;ngliche Umstellung der Energieversorgung auf eine nachhaltige Erzeugungsform seiner Ansicht nach verbessert oder zumindest erm&ouml;glicht werden k&ouml;nnte.<\/p>\n<p>Neben diesen grunds&auml;tzlichen Erw&auml;gungen m&ouml;chte ich noch einige Anmerkungen und Richtigstellungen zu den von Herrn Lange aufgestellten Behauptungen machen:<\/p>\n<ol>\n<li>Dass bei Erneuerbaren Energien (Photovoltaik und Windkraft) die installierte Leistung eine Nennleistung darstellt und die angegebenen Zahlen, z. B. f&uuml;r PV von 41 GW nicht bedeuten, dass diese Anlagen jederzeit diese Leistung liefern, ist eine Binsenweisheit. Die Zahlen sagen weder etwas &uuml;ber die tats&auml;chliche Erzeugung noch etwas &uuml;ber die Erzeugungskosten aus; sie werden daher hier ganz offensichtlich dazu benutzt, um beim Leser den Eindruck zu erwecken, die Anlagen seien ineffizient.<\/li>\n<li>Es werden die Kosten der F&ouml;rderung von Erneuerbaren mit dem Gesamtvolumen der EEG-Umlage gleichgesetzt und hierf&uuml;r ein Betrag von 25 Mrd. &euro; genannt. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Die &uuml;ber die Umlage eingenommene Summe dient seit der &Auml;nderung des sog. W&auml;lzungsmechanismus im Jahre 2009 durch den damaligen Umweltminister Sigmar Gabriel n&auml;mlich in immer geringer werdendem Ma&szlig; zur Zahlung der gesetzlich garantierten Verg&uuml;tung der Anlagenbetreiber und verschwindet stattdessen in zunehmendem Ma&szlig;e in den Taschen der Akteure auf den Energiem&auml;rkten (detaillierte Hintergr&uuml;nde sowie eine Grafik, die darstellt, wie sich die Schere zwischen tats&auml;chlicher Verg&uuml;tung und EEG-Umlage ge&ouml;ffnet hat, <a href=\"http:\/\/www.iwr-institut.de\/de\/presse\/presseinfos-energiewende\/erneuerbare-energien-werden-subventioniert-staat-zahlt-keinen-cent\">k&ouml;nnen hier eingesehen werden<\/a>).<\/li>\n<li>Auch erw&auml;hnt der Autor mit keiner Silbe das sog. Energiewende-Paradoxon, nachdem die EEG-Umlage auch dann steigt, wenn keine einzige Windkraft- oder PV-Anlage mehr errichtet wird, sondern stattdessen der B&ouml;rsenstrompreis sinkt. Denn was &uuml;ber die Umlage finanziert wird, ist die <strong>*Differenz*<\/strong> zwischen dem Betrag, den Gr&uuml;nstrom an der B&ouml;rse erzielt, und der staatlich garantierten Einspeiseverg&uuml;tung (bei Inbetrieb der Anlage festgelegt). Das Paradoxon entsteht dadurch, dass die Erneuerbaren das Stromangebot an den B&ouml;rsen vergr&ouml;&szlig;ert, den B&ouml;rsenstrompreis somit gedr&uuml;ckt und dadurch die Umlage in die H&ouml;he getrieben haben. Die steigende EEG-Umlage w&auml;re auch kein so gro&szlig;es &ldquo;Problem&rdquo;, wenn gleichzeitig auch die sinkenden B&ouml;rsenstrompreise an die (privaten) Verbraucher weitergegeben w&uuml;rden.<\/li>\n<li>Worauf Herr Lange ebenfalls mit keiner Silbe eingeht, ist die Tatsache, dass ein gro&szlig;er Teil der derzeit zu entrichtenden EEG-Umlage noch f&uuml;r Anlagen gezahlt wird, die vor etlichen Jahren und zu deutlich h&ouml;heren F&ouml;rders&auml;tzen errichtet wurden. Man kann in der Tat davon ausgehen, dass die Politik die F&ouml;rders&auml;tze lange Zeit nicht hinreichend gesenkt hat und somit &uuml;ber mehrere Jahre hinweg eine &Uuml;berf&ouml;rderung vorlag. Dies ist aber derzeit nicht der Fall; da die F&ouml;rderung f&uuml;r PV massiv gek&uuml;rzt und die Ausbaumengen gedeckelt wurden. Dennoch suggeriert Herr Lange, dass die derzeitige Umlage die aktuellen F&ouml;rderkosten f&uuml;r Erneuerbare widerspiegeln (&ldquo;Hohe F&ouml;rderung kontrastiert offensichtlich mit geringer Erzeugung.&rdquo;)<\/li>\n<li>Die Notwendigkeit von Backup-Kraftwerken bestreitet niemand. Herr Lange erw&auml;hnt aber mit keiner Silbe, dass diese in recht gro&szlig;er Menge bereits vorhanden sind. Es handelt sich um zumeist stillgelegte Gaskraftwerke, die sich wegen des billigen Stein- und Braunkohlestroms, der in mittlerweile gro&szlig;en Mengen &uuml;berproduziert wird (siehe j&auml;hrlich steigende Auslandsexporte), nicht rechnen. Vorhanden sind diese Gaskraftwerke &uuml;brigens deshalb schon, da mit ihnen fr&uuml;her die mitt&auml;glichen Nachfragespitzen abgedeckt werden mussten, die die Grundlast-Kraftwerke (Atom und Kohle) nicht decken konnten.<\/li>\n<li>Damit kommen wir schon fast zwangsl&auml;ufig zum n&auml;chsten Punkt: Warum laufen denn die Kohle- und Atomkraftwerke durch (wobei die zunehmenden &Uuml;bersch&uuml;sse in die ausl&auml;ndischen Stromm&auml;rkte gedr&uuml;ckt werden), w&auml;hrend doch die sehr flexiblen Gaskraftwerke die schwankende Erzeugung der Erneuebaren bedarfsgerecht ausgleichen k&ouml;nnten? Ein vordergr&uuml;ndiges Argument ist, das Gaskraft eben teurer als Kohlekraft sei. Dieses Argument stimmt aber nur teilweise; letztlich w&auml;ren neue Gaskraftwerke bei einer halbwegs realistischen CO2-Bepreisung (also einem funktionierenden Emissionshandel) <a href=\"http:\/\/phasenpruefer.info\/schmutzige-irrtum-energiewende-paradox-und-klimaschutz-einordnung-aktuellen-debatte\/\">durchaus konkurrenzf&auml;hig<\/a>.<\/li>\n<li>Der Autor bezeichnet die Erneuerbaren als teuer und staatlich gef&ouml;rdert, unterschl&auml;gt aber die ebenfalls gewaltigen direkten und indirekten Subventionen der fossilen Stromerzeugung. Teuer sind die Erneuerbaren letztlich nur dann, wenn man zudem die gewaltigen externen Kosten der fossilen Erzeugung f&uuml;r Klima, Umwelt und Gesundheit ignoriert, die, w&uuml;rde man sie in die Stromrechnung mit einpreisen, etwa bei 10 ct\/kWh liegen w&uuml;rden. Laut Studien vom IWF oder dem Umweltbundesamt liegen in Deutschland die derzeitigen, nicht auf der Stromrechnung auftauchenden Kosten bzw. Subventionstatbest&auml;nde bei etwa 50 Mrd. Euro pro Jahr (<a href=\"http:\/\/www.klimaretter.info\/energie\/nachricht\/19352-53-billionen-dollar-fossile-subventionen\">letzter Abschnitt hier<\/a>).<\/li>\n<li>Das vom Autor verlinkte &ldquo;Protokoll der solaren Stromerzeugung auf einem Hausdach&rdquo;, in dem eine Winterwoche ohne Erzeugung aufgelistet ist, f&uuml;hrt zu einem Artikel, aus dem eindeutig hervorgeht, dass der Besitzer sich bewusst dagegen entschieden hat, den Schnee von der Anlage zu r&auml;umen. Wie aus dem Artikel ebenfalls hervorgeht, liefert eine PV-Anlage auch im Winter pro Tag noch durchschnittlich 1 kWh pro installierter kW. Eine Ausbeute von Null bek&auml;me man aber definitiv nur dann, wenn die Sonne einen Tag lang nicht &uuml;berhaupt nicht aufgehen w&uuml;rde.<\/li>\n<li>Und zu guter Letzt l&auml;sst es sich Herr Lange nat&uuml;rlich nicht nehmen, auf die sog. Energiearmut hinzuweisen. Dass es in der Tat in einem der reichsten L&auml;nder der Welt gr&ouml;&szlig;ere Bev&ouml;lkerungsgruppen gibt, die Schwierigkeiten haben, ihre Stromrechnung (oder ihre Ern&auml;hrung) zu bezahlen, ist aber wohl kaum der Energiewende und den Strompreisen anzulasten (ebenso wenig wie den Lebensmittelpreisen), sondern der auch auf den Nachdenkseiten immer wieder thematisierten Tatsache, dass die Steuer- und Sozialpolitik diese gesellschaftliche Schieflage ignoriert und bewusst in Kauf nimmt. Z. B. m&uuml;ssten die Strompreise ja ebenfalls korrekt in den Hartz-IV-S&auml;tzen abgebildet sein. Fazit: so etwas wie Energiearmut gibt es nicht, sehr wohl aber Armut.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nDr. Ralph Feltens<\/p><\/li>\n<li><strong>H.- J&uuml;rgen Keller, Dipl.- Ing. (FH) Elektrotechnik <\/strong>\n<p>Anm. zu: Das Ende des deutschen Solarzeitalters? (13.05.2017) <\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;&hellip; Tats&auml;chlich stieg die installierte Kapazit&auml;t der Solaranlagen in Deutschland von nahe Null bei Verabschiedung des ersten EEG auf 40,86 GW im Jahre 2016. Das entspricht etwa der H&auml;lfte der deutschen Spitzenlast. Trotzdem lieferte in 2016 die Photovoltaik keine 6&nbsp;% der deutschen Bruttostromerzeugung, &hellip;&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Wie sich die Spitzenlast mit der Bruttostromerzeugung vergleichen l&auml;sst und daraus dann sogar was Negatives f&uuml;r die PV herauszulesen sein soll, wird wohl f&uuml;r immer das Geheimnis des Autors bleiben. Hier werden &Auml;pfel mit Birnen verglichen, das zeigen schon die beiden v&ouml;llig unterschiedlichen Begriffe. Aber zum Vergleich die Einheiten: Die Spitzenlast wird in kW (bzw. TW) angegeben, ist also ein Momentanwert, der &uuml;ber die gelieferte Energie absolut nicht sagt. Die Bruttostromerzeugung in kW\/h (TW\/Jahr) beschreibt dagegen eine Energiemenge.<\/p>\n<p>Dass die PV im Verh&auml;ltnis zur installierten Leistung weniger liefert als fossile Kraftwerke -geschenkt, installieren wir einfach mehr davon. Die geeigneten Dachfl&auml;chen hierzulande w&uuml;rden ausreichen, mehr als den Gesamtbedarf an el. Energie zu liefern und Sand (Silizium ist nichts anderes) gibt es mehr als genug auf dieser Erde. Dass von konventionellen Kraftwerken mehr ben&ouml;tigt werden, weil deren Wirkungsgrad schlicht bescheiden ist, wird nicht thematisiert. Dabei bedingt dies einen Bedarf an Prim&auml;renergie, der weit &uuml;ber das Doppelte der erzeugten el. Energie hinausgeht.<\/p>\n<p>Tats&auml;chlich liefert die PV haupts&auml;chlich um die Mittagszeit, wodurch inzwischen die wesentliche Lastspitze des Tages gedeckt wird. So wurden die besonders ineffektiven Spitzenlastkraftwerke und sogar Pumpspeicherkraftwerke zun&auml;chst mal teilweise &uuml;berfl&uuml;ssig. Einige der Spitzenlastkraftwerke wurden inzwischen abgeschaltet, man ben&ouml;tigt sie nicht mehr. Dies (auch) zur Behauptung, ohne Speicher funktioniere die PV nicht. Dies ist zwar letztlich richtig, wird aber erst dann akut, wenn die Stromerzeugung durch EE ann&auml;hernd 50&nbsp;% betr&auml;gt. Genau deshalb haben wir noch keine Speicher &ndash; weil wir sie derzeit noch nicht brauchen.<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;&hellip; Der Grund f&uuml;r das schlechte Abschneiden der Solaranlagen bei der Stromerzeugung ist schlicht die geographische Lage Deutschlands. Solaranlagen bringen es hierzulande auf keine 1.000 Volllaststunden im Jahr. Ein Jahr hat aber 8.760 Stunden. Windkraftanlagen an Land schaffen dagegen immerhin rund 1.500 Volllaststunden. &hellip;&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Dies kann nur jemanden &uuml;berraschen, der auch von der Tatsache &uuml;berrascht wird, dass es nachts dunkel wird &ndash; und das jeden Tag erneut. So gesehen m&uuml;sste die Windenergie eigentlich etwa die doppelte Anzahl von Volllaststunden liefern. Die geographische Lage Deutschlands ist also nicht schlecht f&uuml;r Solaranlagen, sondern schlecht f&uuml;r die Windkraft. Und nun? Dieses &ldquo;Argument&rdquo; ist v&ouml;lliger Unsinn.<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;&hellip; Was jedoch f&uuml;r den einzelnen Haushalt hierzulande wirtschaftlich vern&uuml;nftig sein kann (kleine, bezahlbare Speicher), hilft im volkswirtschaftlichen Rahmen aber kaum, wie dieses Protokoll der Solarstromerzeugung auf einem Hausdach beweist. Sieben Tage lang wurde praktisch gar kein Strom erzeugt. &hellip;&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Wieder so eine &Uuml;berraschung, im Winter ist die Ausbeute von PV gering. Ob man zu dieser Feststellung auch gelangen kann, ohne das Lambertsche Cosinusgesetz zu kennen? Nur keine Panik, uns Ingenieuren ist dieses Gesetz wohlvertraut. Eine ganz einfache L&ouml;sung sind BHKW. Die gibt es heute schon als Gasthermen mit einer Leistung von 5 KW thermisch und einer el. Leistung von 1 kW, also selbst f&uuml;r das gut isolierte Einfamilienhaus geeignet. So kommt man auf einen Gesamtwirkungsgrad von fast 100&nbsp;% bei einem fossilen Energietr&auml;ger, im Gegensatz von konventionellen Kraftwerken, die insgesamt immer unter 40&nbsp;% liegen. Damit ist man zwar noch nicht weg von den fossilen Energietr&auml;gern, aber mittels PowerToGas l&auml;sst sich die Abh&auml;ngigkeit weiter reduzieren und man gewinnt das riesige Gasnetz als Speicher. Da gibt es also weder f&uuml;r den einzelnen Haushalt noch im volkswirtschaftlichen Rahmen ein Problem.<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;&hellip; Und es gibt noch einen unerw&uuml;nschten Nebeneffekt der Energiewende: den Anstieg der Strompreise k&ouml;nnen sozial schwache Familien kaum kompensieren. Das ist kein allein deutsches Ph&auml;nomen, wo von Energiearmut gesprochen wird. &hellip;&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Als Ingenieur will ich mich hier eigentlich auf die technischen Aspekte beschr&auml;nken, aber hierzu muss ich mich &auml;u&szlig;ern. Das ist f&uuml;r mich das perfideste &ldquo;Argument&rdquo; in der Sache &uuml;berhaupt. Wie w&auml;re es, den Armen in diesem Land wieder soviel zukommen zu lassen, dass sie ein Leben in W&uuml;rde f&uuml;hren k&ouml;nnen, so wie es das GG vorschreibt, statt die Armut auf die Energiewende zu schieben?<\/p>\n<p>Technisch ist die Energiewende kein Problem, man lasse uns da einfach machen, wir lieben solche Herausforderungen. Es ist ja nicht so, wie so viele Schwarzseher glauben, dass alle L&ouml;sungen schon feststehen m&uuml;ssen, wenn man mit der Realisierung anf&auml;ngt. Vielmehr ist es so wie in der Schule: Der Lehrer muss seinen Sch&uuml;lern nur eine Stunde voraus sein, scherzhaft dargestellt.<\/p>\n<p>Tats&auml;chlich kennen wir die Wege. Dass sie sinnvoll, auch aus wirtschaftlicher Sicht, beschritten werden, ist kein ingenieurwissenschaftliches Problem, sondern ein rein politisches. Wir k&ouml;nnen diese Wege nun energisch beschreiten oder wir werden kaum noch eine Chance haben festzustellen, ob sie funktioniert h&auml;tten. Der Klimawandel ist bereits so weit fortgeschritten, dass z. B. der westantarktische Eisschild gekippt ist und abschmelzen wird. Dies bedeutet einen Meeresspiegelanstieg von 3m in den n&auml;chsten Jahrhunderten, unausweichlich. Das perfide am Klimawandel ist, dass die Probleme einen exponentiellen Verlauf nehmen, den wir Menschen gedanklich so schwer fassen k&ouml;nnen. Derzeit merken wir noch nicht viel von den Auswirkungen, um die n&auml;chste Jahrhundertwende k&ouml;nnte aber z. B. der Meeresspiegelanstieg f&uuml;r ein paar Jahrzehnte auf 25cm bis 50cm steigen &ndash; pro Jahrzehnt. Was dies f&uuml;r ein Chaos auf dieser Welt anrichten w&uuml;rde, wage ich mir nicht auszumalen.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/scilogs.spektrum.de\/klimalounge\/westantarktis-ueberschreitet-den-kipppunkt\/\">spektrum.de &ndash; Westantarktis &uuml;berschreitet den Kipppunkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/scilogs.spektrum.de\/klimalounge\/meeresspiegel-ueber-die-jahrtausende\/\">spektrum.de &ndash; Meeresspiegel &uuml;ber die Jahrtausende<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>H.- J&uuml;rgen Keller, Dipl.- Ing. (FH) Elektrotechnik<\/p><\/li>\n<li><strong>Erik Schaber<\/strong>\n<p><strong>Zum Beitrag &ldquo;Ende Solarzeitalter&rdquo; (12.05.2017)<\/strong><\/p>\n<p>Grunds&auml;tzlich ist es wohl richtig und nachvollziehbar, dass Strom aus Photovoltaik im Prinzip das ineffizienteste ist, was es gibt. Das legt schon die Berechnung der Sonnenstunden nahe.<\/p>\n<p>Wo man aber sicher nicht zustimmen kann, ist die Aussage: &ldquo;Und da es keine bezahlbaren Speicher im volkswirtschaftlichen Rahmen gibt, ben&ouml;tigt man weiterhin konventionelle Kraftwerke f&uuml;r die Stromerzeugung.&rdquo;<\/p>\n<p>Bezahlbarer Stromspeicher ist vorhanden &ndash; er wird jedoch weder gef&ouml;rdert noch zum Speichern von Strom genutzt!<\/p>\n<p>siehe: <a href=\"http:\/\/www.ingenieur.de\/Themen\/Energiespeicher\/Power-to-Gas-Gasnetz-Stromspeicher-fuer-erneuerbare-Energien%20\">ingenieur.de &ndash; Power-to-Gas: Gasnetz als Stromspeicher f&uuml;r erneuerbare Energien<\/a><\/p>\n<p>Ich meine sogar, durch die Nachdenkseiten auf diesen hochinteressanten Artikel aufmerksam geworden zu sein &hellip;<\/p>\n<p>Das Problem in Deutschland mit der Energiewende ist meines Erachtens urs&auml;chlich neoliberal.<\/p>\n<p>Um die Stromversorgung auch und gerade mit erneuerbaren Energien sicherzustellen, m&uuml;ssen mehrere Technologien (Erzeugung, Speicherung und Verteilung) zentral geplant und verwaltet werden. Dies geht nur staatlich. Gibt man diese Planungs- und Steuerungshoheit durch Privatisierung ab, ist es als ob verschiedene Schleppk&auml;hne einen riesigen Tanker durch unkoordiniertes Schieben, Ziehen und Bremsen in eine Richtung bugsieren wollten. Dabei sprechen sie sich nicht ab, sondern im Gegenteil. Jeder will f&uuml;r sich alleine die Krone der Erf&uuml;llung (oder auch Profit) erlangen &hellip; am Ende kracht der Tanker gegen eine Kanalwand.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<\/p>\n<p>Erik Schaber<\/p>\n<p><strong>[Erg&auml;nzung] (12.05.2017)<\/strong><\/p>\n<p>Ich hatte den urspr&uuml;nglichen Artikel zu Power to Gas auf die Schnelle nicht mehr gefunden. <a href=\"https:\/\/www.dialog-energie-zukunft.de\/sektorenkopplung\/\/#inhalt\">In diesem verlinkten Artikel<\/a> steht jedoch der entscheidende Abschnitt.<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Beispielsweise verf&uuml;gt das Gasnetz mit 130 Terrawattstunden im Vergleich zum Stromnetz heute schon &uuml;ber eine riesige Transport- und Speicherkapazit&auml;t. Damit k&ouml;nnte das deutsche Gasnetz die komplette Energiemenge aller deutschen Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen speichern. Addiert man die Kapazit&auml;ten der deutschen Gasspeicher von 230 Terrawattstunden hinzu, wird die Gr&ouml;&szlig;e des tats&auml;chlichen Speicherpotenzials f&uuml;r erneuerbare Energien sichtbar.<\/p>\n<p>Auch der Bedarf an umfangreichen Back-up-Kraftwerken wird &uuml;ber die Nutzung der Speicherpotenziale der vorhandenen Gasinfrastruktur deutlich reduziert. Damit k&ouml;nnen die volkswirtschaftlichen Kosten der Dekarbonisierung erheblich gesenkt werden.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Gru&szlig;, Erik Schaber<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 12. Mai kam Reinhard Lange mit diesem Beitrag &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38254\">Das Ende des deutschen Solarzeitalters?<\/a>&ldquo; zu Wort. Dass er heftige Reaktionen ausl&ouml;sen w&uuml;rde, war absehbar. Die Mehrheit der NDS-LeserInnen, die eine Lesermail geschickt haben, beantwortet die Frage nach dem Ende des Solarzeitalters mit einem entschiedenen Nein. Eine Auswahl der Lesermails geben wir Ihnen hiermit zur<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38368\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[164,177,103],"tags":[700,492,2099,1754,1710,1390,394],"class_list":["post-38368","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-energiewende","category-klimawandel","category-leserbriefe","tag-atomausstieg","tag-eeg","tag-energiespeicher","tag-energieversorgung","tag-fossile-energie","tag-strompreise","tag-subventionen"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38368","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38368"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38368\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38370,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38368\/revisions\/38370"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38368"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38368"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38368"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}