{"id":3839,"date":"2009-03-23T08:10:53","date_gmt":"2009-03-23T07:10:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3839"},"modified":"2009-03-23T08:10:55","modified_gmt":"2009-03-23T07:10:55","slug":"hinweise-des-tages-856","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3839","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Heiner Flassbeck: &ldquo;Wir sind in einer dramatischen Lage&rdquo;<\/li>\n<li>Fondsmanager: &ldquo;Die Geldschwemme be&auml;ngstigt mich&rdquo;<\/li>\n<li>Riester-Fondsparen: Angst vor der Nullrendite<\/li>\n<li>Die Rentenversicherung hat keinen Cent verloren<\/li>\n<li>UNCTAD-Report: The Global Economic Crisis. Systemic Failures and Multilateral Remedies<\/li>\n<li>Joseph Stiglitz: Wir brauchen eine Reservew&auml;hrung<\/li>\n<li>Amartya Sen &ndash; Adam Smith w&auml;re schockiert<\/li>\n<li>Die Gr&uuml;nen-Spitze will ein B&uuml;ndnis mit SPD&nbsp;und FDP herbeireden<\/li>\n<li>Lebensmittelspenden hemmen Eigeninitiative? <\/li>\n<li>Typisch K&ouml;ln?<\/li>\n<li>Heribert Prantl: Enteignung &ndash; Aus Liebe zum System<\/li>\n<li>Belastung Berger<\/li>\n<li>Kurzarbeitergeld soll reduziert werden<\/li>\n<li>Ungewissheit macht krank<\/li>\n<li>Die CDU will die Partei der Arbeiter werden<\/li>\n<li>Zumwinkels 20-Millionen-Pension verbl&uuml;fft Rentenexperten<\/li>\n<li>Verfassungsh&uuml;ter &ouml;ffnen ein Auge<\/li>\n<li>Gewinne garantiert<\/li>\n<li>Honeckers Erben<\/li>\n<li>Bei der Privatisierung der Bildung ist kein Ende in Sicht<\/li>\n<li>Ingenieur-Mangel in Deutschland eskaliert trotz Wirtschaftskrise<\/li>\n<li>Die Schw&auml;chsten im Blick<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3839&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Heiner Flassbeck: &ldquo;Wir sind in einer dramatischen Lage&rdquo;<\/strong><br>\nAuch die Europ&auml;ische Zentralbank muss die Geldpresse anwerfen, sagt Heiner Flassbeck, Chef&ouml;konom der UN-Welthandels- und Entwicklungskonferenz. Eine Inflation drohe aber nicht.<br>\nWir sind in einer extrem dramatischen Lage &ndash; und das hat die Fed begriffen. Der Staat muss Geld ins System pumpen, weil alle anderen Akteure &uuml;berschuldet sind. Sonst droht die gef&auml;hrlichste Spirale nach unten, die die &Ouml;konomie kennt: die Schuldendeflation.<br>\nDie Industrie ist nur noch zu 70 Prozent ausgelastet. Da f&auml;llt doch keine Inflation vom Himmel! Stattdessen ist das Gegenteil zu beobachten. &Uuml;berall werden Rabatte gegeben, die L&ouml;hne geraten unter Druck und die Preissteigerung n&auml;hert sich der Null.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/wir-sind-in-einer-dramatischen-lage\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die Geldschwemme be&auml;ngstigt mich&rdquo;<\/strong><br>\nEin Interview mit Klaus Kaldemorgen von DWS<br>\nDie Welt der Geldanlage &auml;ndert sich im Zuge der Finanzkrise radikal. Deutschlands renommiertester Fondsmanager, Klaus Kaldemorgen, erkl&auml;rt im Gespr&auml;ch mit manager-magazin.de, gegen welche Gefahren Investoren sich wappnen m&uuml;ssen &ndash; und welche Anlagen sich noch lohnen.<br>\nAnleger m&uuml;ssen sich auf eine neue &Auml;ra einstellen. Ein Zeitalter, das langfristige B&ouml;rsenverluste genauso wenig ausschlie&szlig;t wie den Ausfall vermeintlich sicherer Staatsanleihen. In seiner aktuellen Ausgabe&hellip;analysiert manager magazin diese neue Epoche der Geldanlage. Erg&auml;nzend dazu spricht Klaus Kaldemorgen (55), Sprecher der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Fondsgesellschaft DWS, mit manager-magazin.de &uuml;ber Risiken und Renditechancen in der Rezession. &hellip;<br>\nmm.de: Ist der IWF &uuml;berhaupt noch in der Lage, s&auml;mtlichen pleitegef&auml;hrdeten Staaten zu helfen?<br>\nKaldemorgen: Davon gehe ich aus. Der IWF kann sich &uuml;ber sogenannte Sonderziehungsrechte finanzieren &ndash; eine Geldsch&ouml;pfung, die die Zentralbanken zur Verf&uuml;gung stellen. Es wird darauf hinauslaufen, dass die Verschuldungskrise einzelner Staaten monet&auml;r gel&ouml;st wird, indem die Zentralbanken die Staatsschulden aufkaufen und damit die Zinsen k&uuml;nstlich niedrig halten. Damit werden sie eine enorme Geldmenge kreieren. Und was aus dieser Geldmenge irgendwann mal werden soll, ist noch nicht wirklich ausgetestet worden. Das ist wirklich neu, das hat man selbst in den 30er Jahren in diesem Ausma&szlig; so nicht erlebt.<br>\nmm.de: Was werden die Folgen dieser Geldschwemme sein?<br>\nKaldemorgen: Noch vor einem halben Jahr lag das Kreditvolumen der US-Notenbank Fed bei 6 oder 7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, inzwischen macht es bereits 15 Prozent aus. Man sch&auml;tzt sogar, dass diese Quote noch auf 25 Prozent steigen wird. Das be&auml;ngstigt mich. Denn die Geldschwemme k&ouml;nnte irgendwann zu starken inflation&auml;ren Tendenzen f&uuml;hren. Die Zentralbanken betreten damit v&ouml;lliges Neuland. Einen konkreten Plan, wie man die Geldmenge wieder reduzieren will, habe ich noch nicht gesehen. Das ist, als w&uuml;rde man einen Flaschengeist rauslassen und ihn um die Erf&uuml;llung dreier W&uuml;nsche bitten: neue Arbeitspl&auml;tze, Wirtschaftswachstum, steigende B&ouml;rsenkurse. Und hinterher sagt man dem Geist, er soll wieder zur&uuml;ck in die Flasche.<br>\nmm.de: Inflation w&auml;re schlecht f&uuml;r die Besitzer von Staatsanleihen. Was halten Sie von diesen Papieren?<br>\nKaldemorgen: Staatsanleihen w&uuml;rde ich meiden. Denn bei einer so geringen Rendite von 3 Prozent auf zehn Jahre wird man f&uuml;r das eingegangene Risiko ja schon fast bestraft. Da braucht die Rendite von Staatsanleihen nur von 3 auf 4 Prozent zu steigen, und schon kommt es zu starken Kursverlusten. Das m&ouml;chte ich nicht. Bevor ich dem Staat zehn Jahre lang Geld f&uuml;r 3 Prozent leihe, lege ich es lieber in den Tresor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/geld\/geldanlage\/0,2828,613489,00.html\">Manager Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Dieses Interview ist nicht als solches interessant. Es ist interessant zu beobachten, auf welch schwachen Beinen &ouml;konomischen Wissens der Chef der gro&szlig;en Fondsgesellschaft DWS steht: Er macht Angst vor der Geldschwemme und bedient sich auch der g&auml;ngigen Denkweise, dass das hohe Kreditvolumen zur Inflation f&uuml;hrt. &ndash; Er unterstellt als selbstverst&auml;ndlich allgemein akzeptabel und w&uuml;nschenswert, dass die Aktienkurse steigen. Wieso sollten wir als normale B&uuml;rger ein Interesse an steigenden Aktienkursen haben? Diese Vorstellung vom Sinn und Nutzen spekulative Gewinne war und ist eine der gro&szlig;en Fehler im Vorfeld der Finanzkrise. &ndash; Dann r&auml;t dieser Verm&ouml;gensberater noch von Staatsanleihen ab, weil diese nur mit 3 % verzinst werden. &bdquo;Good luck&ldquo; bei sonstigen Anlagen kann man dem Herrn nur w&uuml;nschen. <\/em><\/p>\n<p><em>Irgendwie m&uuml;sste er doch zum Beispiel von folgendem etwas mitbekommen haben:<\/em><\/p>\n<p><strong>Riester-Fondsparen: Angst vor der Nullrendite<\/strong><br>\nMillionen Riester-Sparer sind desillusioniert: Die Finanzkrise verhagelt ihnen im Alter den Gewinn. Die Verbraucherzentralen warnen bereits vor pers&ouml;nlichen Fonds-Vertr&auml;gen. Nun stellt sich f&uuml;r viele die Frage: Dabei bleiben oder umsatteln?<br>\nDas Aktiendebakel im Sog der Finanzkrise hat Millionen Riester-Sparer desillusioniert. Wer mit einem Aktienfondssparplan oder einer fondsgebundenen Rentenversicherung f&uuml;rs Alter vorsorgen wollte, sitzt gr&ouml;&szlig;tenteils im Minus. Wegen der Kursst&uuml;rze, oft radikaler Umschichtungen sowie teurer Geb&uuml;hren hat sich das Riestern &uuml;ber die B&ouml;rse bislang alles andere als rentiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/geldanlage\/:Riester-Fondsparen-Angst-vor-der-Nullrendite\/490615.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> &ldquo;Nullrendite&rdquo; ist nat&uuml;rlich Quatsch. Wenn man das eingesparte Geld nominal zur&uuml;ckbekommt, ist doch real eine negative Rendite in H&ouml;he der Inflationsrate weg, das bedeutet eine negative Rendite von ca. 2% pro Jahr. Daf&uuml;r zahlt der Staat doch gerne Subventionen aus dem Steuertopf&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Rentenversicherung hat keinen Cent verloren<\/strong><br>\nRentenpr&auml;sident Herbert Rische im Tagesspiegel-Interview &uuml;ber die Folgen der Finanzkrise und die weitere Entwicklung der Renten. Er sagt: &ldquo;Die &auml;ltere Generation ist so gut versorgt wie keine zuvor&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/art271,2757340?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagespiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &Auml;rgerlich ist das auch hier zu h&ouml;rende Argument, das Drehen an der Rentenformel und die daraus resultierende Rentenerh&ouml;hung sei kein Taschenspielertrick vor der Wahl, da die Regierung dies bereits im letzten Jahr so entschieden habe. Mein Gott, als ob im letzten Jahr keine Partei an die Wahl gedacht h&auml;tte. Nat&uuml;rlich ist das ein Trick, denn Rente wird ja im Gegenzug wieder gek&uuml;rzt. Das wird auch von Herbert Rische nicht in Frage gestellt, er macht sich sogar den Kopf der Regierung, was wohl besser w&auml;re, ob in einem Ruck oder sch&ouml;n verteilt. F&uuml;r wie dumm halten uns diese Leute. Widerspr&uuml;chlich&nbsp; auch sein Loblied auf die umlagefinanzierte Rentenversicherung und sein Festhalten an der privaten Altersvorsorge. Da w&auml;re ein Nachfragen des Tagesspiegels angebracht gewesen. Typisch auch das Ausweichen auf die Frage nach der Altersarmut. Altersarmut sei kein Problem, das von der gesetzlichen Rentenversicherung verursacht wird. Rische deutet zwar einiges an, aber sitzt doch an der Datenquelle und k&ouml;nnte ganz locker wiedergeben, was seine Mathematiker&nbsp; f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre ausgerechnet haben. &ndash; z. B. bei &lsquo;Status quo&rsquo; am Arbeitsmarkt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>UNCTAD-Report: The Global Economic Crisis. Systemic Failures and Multilateral Remedies<\/strong><br>\nDie schon lange erhobene Forderung der UNCTAD nach strengen monet&auml;ren und finanziellen Regeln erweist sich als berechtigt in der gegenw&auml;rtigen Krise. Die Krise zeigt das Scheitern der nationalen und internationalen Deregulierung, der fortw&auml;hrend bestehenden weltweiten Ungleichheiten und der Abwesenheit eines internationalen W&auml;hrungssystems.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090322_Global_Ec_Crisis_UNCTAD.pdf\">UNCTAD Report  The Global Economic Crisis [PDF &ndash; 1.3 MB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Wir brauchen eine Reservew&auml;hrung<\/strong><br>\nWirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz spricht im Interview mit dem Tagesspiegel &uuml;ber Reformen des globalen Finanzsystems.<br>\nGlauben Sie, dass die neue US-Regierung wirklichen Wandel bringen kann?<br>\nDie Hoffnungen in Barack Obama sind gro&szlig;, aber seine Berater sind viel zu eng mit den Finanzm&auml;rkten verbunden. Bisher l&auml;uft die Reform des Finanzsektors sehr schlecht. Allerdings sind die Amerikaner sehr w&uuml;tend auf die Wallstreet, und der Druck w&auml;chst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/Joseph-Stiglitz;art771,2757436?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Amartya Sen &ndash; Adam Smith w&auml;re schockiert<\/strong><br>\nDie Anh&auml;nger des unregulierten Kapitalismus haben uns in die Krise gest&uuml;rzt, weil sie ihren Stichwortgeber v&ouml;llig falsch verstanden haben. Smiths Schriften betonen nicht einen blinden Glauben an den nackten Marktmechanismus &ndash; sondern auch die Bedeutung von Werten und Institutionen.<br>\nNach meiner Ansicht rufen die heutigen Wirtschaftsprobleme nicht nach einem &ldquo;neuen Kapitalismus&rdquo;. Vielmehr erfordern sie eine vorurteilslose Auseinandersetzung mit bisherigen Ansichten zu Reichweite und Grenzen der Marktwirtschaft. Vor allem ist eine n&uuml;chterne Einsch&auml;tzung vonn&ouml;ten, wie unterschiedliche Institutionen funktionieren. Ebenso notwendig ist das Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, wie verschiedene Organisationen, vom Markt bis zu staatlichen Institutionen, gemeinsam zu einer anst&auml;ndigeren Wirtschaftswelt beitragen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Die-Systemfrage-Gastkommentar-Amartya-Sen-Adam-Smith-w%E4re-schockiert\/489687.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Gr&uuml;nen-Spitze will ein B&uuml;ndnis mit SPD&nbsp;und FDP herbeireden. Der Basis missf&auml;llt das.<\/strong><br>\nRenate K&uuml;nast fuhr mit gemischten Gef&uuml;hlen nach Hagen. Schon vor dem Landesparteitag in Nordrhein-Westfalen hatte die Chefin der Bundestagsfraktion in einem gemeinsamen Brief mit J&uuml;rgen Trittin zugegeben, dass die innergr&uuml;ne Debatte zum Wahljahr 2009 &bdquo;in eine Schieflage geraten&ldquo; sei&hellip;<br>\nIn Hagen aber zeigte sich am Freitagabend, dass der &Auml;rger &uuml;ber das Vorgehen der Chefs in Berlin lange nicht verraucht ist. In Nordrhein-Westfalen, wo die Gr&uuml;nen in Opposition zu einer schwarz-gelben Regierung Politik machen, haben sich die sch&auml;rfsten Kritiker an der Strategie der Berliner Parteif&uuml;hrung zusammengefunden. Und die lie&szlig;en K&uuml;nast, Gastrednerin in Hagen, die Abbitte nicht durchgehen. Zumal die F&uuml;hrung nach wie vor daf&uuml;r wirbt, dass die Gr&uuml;nen auf ihrem Bundesparteitag Anfang Mai in Berlin eine Wahlaussage treffen &ndash; mit dem Argument, 80 Prozent der Gr&uuml;nen-W&auml;hler wollten, dass es die Partei mit einer Regierungsbeteiligung versucht, und die Ampel sei daf&uuml;r das wohl einzig funktionierende Modell. Eine Wahlaussage sei &bdquo;kein politisches Bekenntnis&ldquo;. Sie bilde nur &bdquo;eine Br&uuml;cke zwischen dem W&uuml;nschenswerten und dem Machbaren&ldquo;. K&uuml;nast versichert: &bdquo;Wenn unser Inhalt nicht zu einem ger&uuml;ttelt Ma&szlig; drin ist, dann gibt es auch keine Regierungsbeteiligung.&ldquo;<br>\nAm Sinn dieser Strategie zweifeln offenbar viele an der Basis. In Nordrhein-Westfalen versammelten sich Vertreter der Landesspitze und vieler Kreisverb&auml;nde hinter einem Antrag, der Vorfestlegungen zur Koalitionsfrage ablehnt. Insbesondere d&uuml;rften die Gr&uuml;nen nicht der FDP eine Schl&uuml;sselrolle verschaffen, die Westerwelles und Br&uuml;derles starkreden, anstatt ihre Rolle als &bdquo;ideologische V&auml;ter der heutigen Finanz- und Wirtschaftskrise&ldquo; klarzumachen. Auch der generelle Ausschluss einer rot-rot-gr&uuml;nen Zusammenarbeit wird abgelehnt. Die 230 Delegierten stimmten der Vorlage nach fast zweist&uuml;ndiger Diskussion mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit zu. K&uuml;nast selbst hatte kaum &uuml;berzeugen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/art771,2756737\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Siehe dazu unsere Einsch&auml;tzungen im Vorfeld des Gr&uuml;nen-Landesparteitages NRW. <a href=\"?p=3814\">Hier<\/a> und <a href=\"?p=3817\">hier<\/a> und <a href=\"?p=3822\">hier<\/a>.<\/em> <\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>K&uuml;nast kracht auf gr&uuml;ne Basis<\/strong><br>\nAmpel? Auf keinen Fall! Der nordrhein-westf&auml;lische Landesverband will von einer rot-gelb-gr&uuml;nen Koalitionsaussage nichts wissen &ndash; und droht mit Meuterei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2009%2F03%2F23%2Fa0055&amp;cHash=46e7b10af0&amp;type=98\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es wurde aber auch Zeit. Nachdem sich die Gr&uuml;nen schon unter Schr&ouml;ders Agendapolitik blamiert haben, w&auml;re die Ampel der letzte Schritt zur &Ouml;ko-FDP.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fragw&uuml;rdige Hilfe &ndash; Lebensmittelspenden hemmen Eigeninitiative<\/strong><br>\nLebensmittel-Tafeln und Suppenk&uuml;chen verzeichnen einen enormen Zulauf in ganz Deutschland. Hilft das Spenden von Essen, um den Weg aus der Armut zu finden? Die Praxis zeigt, viele Menschen richten sich ein im System einer &bdquo; mildt&auml;tigen Rundumversorgung&ldquo;. Vom sozialen Prinzip &bdquo;Hilfe zur Selbsthilfe&ldquo; sind viele Tafeln und Suppenk&uuml;chen weit entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste_vom_19_03\/beitrag_2.html\">rbb Kontraste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Einlassungen des Vertreters des Instituts der deutschen Wirtschaft, Herr Dr. Dominik Enste, sind Sozialdarwinismus in Reinform:<br>\n&bdquo;Kernproblem kann bei den Tafeln dadurch entstehen, dass Menschen l&auml;ngerfristig die F&auml;higkeit verlieren, f&uuml;r sich selber zu sorgen. Das hei&szlig;t, dass sie fast wie bei einer F&uuml;tterung in der freien Wildbahn, man falsch erzogen wird, man selber nicht mehr in der Lage ist, einer Erwerbst&auml;tigkeit nachzugehen, also bildlich gesprochen jagen zu gehen und f&uuml;r sich selber zu sorgen, sondern immer st&auml;rker angewiesen wird auf diese Hilfe.&ldquo;<br>\nMan kann die Tafeln kritisieren, siehe z.B. <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2008\/11\/es-mu-sowieso-raus.html\">&bdquo;Es mu&szlig; sowieso raus!&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu Stefan Selke:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die neue Armenspeisung<\/strong><br>\nMehr als ein Drittel hingegen sind ALG-II- bzw. Sozialhilfeempf&auml;nger, ein knappes Viertel Sp&auml;taussiedler und Migranten. Vereinfacht gesprochen k&ouml;nnte man sagen, dass die &ldquo;Kunden&rdquo; der Tafeln prim&auml;r einer noch im Entstehen begriffenen neuen Klasse angeh&ouml;ren, die sozial angesiedelt ist zwischen den &ldquo;&Uuml;berfl&uuml;ssigen&rdquo; und dem &ldquo;Prekariat&rdquo;. Den gesellschaftlichen Ort, den die hundertausenden Angeh&ouml;rigen dieser neuen Klasse bev&ouml;lkern, k&ouml;nnte man also mit &ldquo;fast ganz unten&rdquo; bezeichnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2992\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Armut als Beleg f&uuml;r gescheiterte Politik<\/strong><br>\n&ldquo;Wir sind gezwungen, zu l&auml;ngst &uuml;berwunden geglaubten Formen der sozialen Betreuung zur&uuml;ckzukehren &ndash; Suppenk&uuml;chen, Obdachlosenhilfe, Spendenaktionen&rdquo;, stellte Silvia Steinbach, stellvertretende Landesvorsitzende des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarit&auml;t in Mecklenburg-Vorpommern, am Donnerstag in Berlin fest. Das erinnere an die Gr&uuml;ndungszeit des Verbandes nach dem 2. Weltkrieg. Ursache der heutigen Entwicklung sei die aktuelle Sozial- und Wirtschaftspolitik der Bundesregierung, so Steinbach. Sie sprach auf einer Fachtagung der Volkssolidarit&auml;t zu Fragen der Armen- und Obdachlosenhilfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/Presse+_+Medien-p-4363\/Presse+aktuell-p-1951\/Armut+als+Beleg+f%C3%BCr+gescheiterte+Politik-p-13824.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Typisch K&ouml;ln?<\/strong><br>\nDann beschloss der Rat, diese Aufgaben an die K&ouml;lner Verkehrsbetriebe (KVB), eine Tochter des Stadtwerkekonzerns, zu &uuml;bertragen. Das Amt sollte verschlankt und kosteng&uuml;nstiger werden. Immer mehr Leistungen wurden nach au&szlig;en gegeben und bei privaten Ingenieurb&uuml;ros eingekauft. Dienstleistungsrichtlinien traten in Kraft, nach denen auch Ingenieurleistungen f&uuml;r Gro&szlig;projekte europaweit auszuschreiben sind und nicht das beste, sondern das &bdquo;wirtschaftlichste&ldquo; Angebot angenommen werden muss.<br>\nWo vordem Ingenieure die Richtung angaben, haben inzwischen Kaufleute, Juristen und Betriebswirtschaftler das Sagen. Arbeitsabl&auml;ufe wurden zerlegt, verschachtelt, verrechtlicht und privatisiert, Verantwortungen delegiert und tendenziell anonymisiert. W&uuml;rde dieses System in der Seefahrt eingef&uuml;hrt, k&ouml;nnte kein Schiff mehr auslaufen. Dort sind Kapit&auml;ne gefragt.<br>\nDas Kompetenzgewirr bildet sich noch in dem hilflosen Gerangel ab, mit dem nun die Zust&auml;ndigkeiten und die Verantwortlichen f&uuml;r die Ungl&uuml;cksbaustelle ermittelt werden: ein Schwarzer-Peter-Spiel mit wechselseitigen Schuldzuweisungen, das als &bdquo;organisierte Unverantwortlichkeit&ldquo; treffend charakterisiert ist.<br>\nMit seinem Kl&uuml;ngel mag K&ouml;ln f&uuml;r solche Verschiebungen, die auch finanziell lukrativ sind, besonders anf&auml;llig sein. Doch dieser Strukturwandel findet auch in anderen St&auml;dten und Verwaltungen statt. Grunds&auml;tzliche Fragen, die die K&ouml;lner Katastrophe aufwirft, stellen sich &uuml;ber K&ouml;ln hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE\/Doc~E16FFC5FE36D24C79AB59B8FF4D773DA7~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So etwas in der FAZ auf der Seite 1.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl: Enteignung &ndash; Aus Liebe zum System<\/strong><br>\nDas neue Enteignungsgesetz versucht, die bisherigen Strukturen des Finanzsystems zu erhalten. Das Lamento der FDP, der Staat vergreife sich an den Grundfesten der Wirtschaft ist Unfug.<br>\nDer Staat handelt nicht systemwidrig, sondern systemkonform. Das Enteignungsgesetz ist im Kern kein Enteignungs-, sondern ein Erhaltungsgesetz. Es versucht, die Strukturen des Finanzmarkts zu bewahren.<br>\nEs ist also mitnichten so, dass am Freitag die letzte Stunde des Finanzkapitalismus geschlagen hat. Schade w&auml;re es zwar nicht; aber es ist nicht so. Es ist vielmehr so, dass der Staat dort ungeheuer viel Geld investiert in der Hoffnung, dass der Laden dann wieder l&auml;uft.<br>\nDer Staat rettet also das alte, gescheiterte Finanzsystem. Eigentlich m&uuml;ssten die Enteignungsgesetz-Kritiker aus der FDP und CDU\/CSU jubeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/885\/462503\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Belastung Berger <\/strong><br>\nDie Idee von Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, einen Opel-Koordinator einzusetzen, war sicher gut&hellip; Doch als Koordinator ausgerechnet Roland Berger auszuw&auml;hlen, war sicher ein schlechter Plan von Guttenberg.<br>\nZudem steckt Koordinator Berger in einem Interessenkonflikt. Die Unternehmensberatung, die der 71-J&auml;hrige einst gegr&uuml;ndet hat, zum Erfolg f&uuml;hrte und deren Aush&auml;ngeschild er nach wie vor ist, arbeitet gleichzeitig f&uuml;r General Motors in Europa. Berger wiederum, &uuml;brigens auch Verwaltungsrat beim Opel-Konkurrenten Fiat, soll nun f&uuml;r Berlin vermitteln. Er sitzt auf zu vielen Seiten des Tisches, auch wenn er mit der Bundesregierung keinen Vertrag gemacht hat, f&uuml;r den er Geld bekommt. Das k&ouml;nnte zu einem Problem f&uuml;r Guttenberg werden &ndash; auch wenn Berger m&ouml;glicherweise Erfahrung mit Interessenkonflikten hat: So war er als Wirtschaftsberater sowohl von Unions- als auch von SPD-Politikern t&auml;tig. Eins ist klar: Den Fall Opel muss Guttenberg schon selbst l&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/352387\/009\/2809400\/Belastung-Berger.html\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nochmals: Dipl.-Kfm. Roland Berger, geboren 1937, gr&uuml;ndete 1967 die Roland Berger &amp; Partner GmbH International Management Consultants. Unter anderem war er Pr&auml;sident des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater, ist seit 1992 Deputy Chairman International der Association of Management Consulting Firms, arbeitet in der &ldquo;Kommission f&uuml;r Zukunftsfragen der Freistaaten Bayern und Sachsen&rdquo; mit und ist Mitglied des &ldquo;Innovationsbeirates&rdquo; beim Bundespr&auml;sidenten. Roland Berger war einer der wichtigen Berater von Gerhard Schr&ouml;der und als besonders aktiver Netzwerker an der so genannten Reformpolitik beteiligt. Der nieders&auml;chsische Ministerpr&auml;sident warf ihm &ouml;ffentlich die Bildung von Seilschaften vor. Seine Beratungsfirma arbeitete in der Hartz-Kommission mit. Er verdiente Millionen mit der Umgestaltung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Pers&ouml;nlich aktiv war Berger in der R&uuml;rup-Kommission. Der &bdquo;Konvent f&uuml;r Deutschland&ldquo; wurde von ihm initiiert, er war Botschafter der &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; (INSM). Als &bdquo;Kostenkiller&ldquo; hat seine Beratungsfirma tausende von Arbeitspl&auml;tzen und Arbeitslosenschicksale auf dem Konto. Er war mit seinen Expertisen ein besonders aktiver Propagandist des &bdquo;schlanken Staates&ldquo;. Vor kurzer Zeit wollte er &bdquo;f&uuml;r zwei Jahre alle Regeln aussetzen&ldquo; und den Markt einfach freigeben (SZ vom 8.\/9.1.2005). Dies alles hat unendlich viele Menschen in Deutschland ihrer sozialen Sicherheit und damit zugleich h&auml;ufig auch ihrer menschlichen W&uuml;rde beraubt.<br>\nJ&uuml;ngst gr&uuml;ndete er zusammen mit dem ehemaligen Chef des Handels- und Tourismuskonzerns Middelhoff den Finanzinvestor BLM Partners.<br>\nRoland Berger war in den 90er Jahren wesentlich beteiligt an der Gestaltung und der Arbeit der &bdquo;Treuhand&ldquo;. Er hat dabei nicht nur selbst Millionen abgesahnt, sondern auch Erfahrungen mit dem &bdquo;Plattmachen&ldquo; von Unternehmen gesammelt. Das ist alles andere als ein gutes Omen f&uuml;r Opel und die Opelianer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kurzarbeitergeld soll reduziert werden<\/strong><br>\nDie Metallindustrie im S&uuml;dwesten will weniger Kurzarbeitergeld zahlen. Eine Aufstockung auf &uuml;ber 90 Prozent des Nettoentgelts wie in Baden-W&uuml;rttemberg &uuml;blich sei viel zu viel. Die Konditionen m&uuml;ssten wieder &ldquo;attraktiver&rdquo; f&uuml;r die Unternehmen werden.<br>\nKurzarbeit wird dadurch zu teuer, monieren jetzt die Arbeitgeber und streiten mit der IG Metall um eine &Auml;nderung dieser Regel. &ldquo;Die Konditionen m&uuml;ssen f&uuml;r die Unternehmen attraktiv und damit verkraftbar sein&rdquo;, sagte Hubertus Engemann, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Verbandes S&uuml;dwestmetall der Sonntagszeitung. Ziel sei es, die Br&uuml;cke der Kurzarbeit so lange wie m&ouml;glich begehbar zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Forderung-der-S%FCdwestmetall-Kurzarbeitergeld-soll-reduziert-werden\/490583.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Ungewissheit macht krank<\/strong><br>\nDie Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes beeintr&auml;chtigt das Wohlbefinden auf lange Sicht st&auml;rker als eine Entlassung. Das ergab eine Studie des britischen Soziologen Brendan Burchell von der Universit&auml;t Cambridge. Der Wissenschaftler hat untersucht, wie sich das psychische Befinden von 200 Briten ver&auml;nderte, deren Arbeitsplatz &uuml;ber mehrere Jahre hinweg bedroht war. Dabei zeigten sich bei den Betroffenen mit der Zeit immer st&auml;rkere Anzeichen f&uuml;r psychische St&ouml;rungen wie etwa Depressionen. Wenn Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, stabilisiert sich hingegen ihr Zustand nach einigen Monaten wieder, wie fr&uuml;here Untersuchungen ergeben haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/058388\/813\/2798728\/Ungewissheit-macht-krank.html\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es bleibt zu hoffen, dass die Vielen, die in diesen Tagen und in den n&auml;chsten Wochen und Monaten um ihren Arbeitsplatz f&uuml;rchten, sich nicht einreden lassen, dass diese Krise wie ein Naturereignis &uuml;ber uns gekommen sei. Deutschland, Europa h&auml;tte dem modernen Finanzkapitalismus angels&auml;chsischer Pr&auml;gung eine Alternative bieten k&ouml;nnen, wie sie beispielsweise vom fr&uuml;heren Finanzminister Lafontaine und seinem Staatssekret&auml;r Flassbeck angedacht worden war. Bei den anstehenden Wahlen sollte sich alle daran erinnern, wer nicht in der Lage war, die riesigen Gewinne in der Privatwirtschaft &uuml;ber eine entsprechende Steuerpolitik der Allgemeinheit wenigstens teilweise wieder zukommen zu lassen, einen einem so reichen Land angemessenen Mindestlohn ins Werk zu setzen, wer im Privatisierungsgesch&auml;ft&nbsp; den Banken, den Aktion&auml;ren, den Politikern&nbsp; extraordin&auml;re Gewinne und den Arbeitnehmern Arbeitsplatzverluste und unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Preissteigerungen bescherte usw. Der Zusammenbruch der angels&auml;chsischen Zockerwirtschaft h&auml;tte gewiss auch uns erreicht, uns aber nicht in diesem Ausma&szlig; getroffen. Nicht nur die skandal&ouml;se Ausweitung des Niedriglohnsektors w&auml;re zu verhindern gewesen, auch w&auml;ren viele jetzt bedrohte Jobs sicherer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die CDU will die Partei der Arbeiter werden<\/strong><br>\nHerrschte noch in den 90er-Jahren beim Arbeiteranteil von SPD und CDU oft ein Gef&auml;lle von bis zu 20 Prozentpunkten (SPD 40 Prozent, CDU um die 20 Prozent), liegen heute beide fast gleichauf. &bdquo;Tats&auml;chlich hat der Anteil der Arbeiter unter den W&auml;hlern der CDU inzwischen fast das Niveau des Arbeiteranteils in der SPD erreicht &ndash; beide Volksparteien finden auf Bundesebene bei jeweils etwa 30 Prozent der Arbeiter R&uuml;ckhalt&ldquo;, sagt Viola Neu. Sie hat in einer Umfrage f&uuml;r die Konrad-Adenauer-Stiftung das Mitgliederprofil der CDU erforscht. Wer von den Arbeitern gewerkschaftlich organisiert ist, sei aber fast immer SPD-nah.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article3418784\/Die-CDU-will-die-Partei-der-Arbeiter-werden.html;jsessionid=8562A6C5D3426AD158A0DFA20AEA0402#vote_3418830\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die CDU st&ouml;&szlig;t eben in die L&uuml;cke, die die SPD l&auml;sst. Solange die SPD nur eine Kopie des Originals CDU ist, braucht man sich nicht zu wundern, wenn viele Arbeitnehmer auf das Original hereinfallen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zumwinkels 20-Millionen-Pension verbl&uuml;fft Rentenexperten<\/strong><br>\nSelbst Rentenexperten ist die Pensionsregelung von Ex-Postchef Klaus Zumwinkel nach SPIEGEL-Informationen ein R&auml;tsel: Mit der Abgeltung seiner j&auml;hrlichen Altersbez&uuml;ge in H&ouml;he von 970.000 Euro l&auml;sst sich die Einmalzahlung von 20 Millionen Euro, die Zumwinkel bekam, jedenfalls nicht erkl&auml;ren &ndash; es sei denn, es gibt zus&auml;tzliche vertragliche Vereinbarungen, die &ouml;ffentlich bislang nicht bekannt sind.<br>\nDer Barwert einer Pension h&auml;ngt sowohl von der verwendeten Sterbetafel, aus der die Lebenserwartung berechnet wird, wie auch von dem Diskontsatz ab, der sich meist nach den durchschnittlichen Renditen einer Lebensversicherung richtet. Nimmt man den f&uuml;r Zumwinkel g&uuml;nstigsten branchen&uuml;blichen Diskontsatz von 2,25 Prozent an, ergibt sich nach der Sterbetafel des Statistischen Bundesamtes ein Barwert von rund 13 Millionen Euro. Legt man die f&uuml;r den Ex-Manager sehr viel g&uuml;nstigere Sterbetafel der Deutschen Actuar Vereinigung (DAV) zu Grunde, ergibt sich ein Barwert von etwa 14,5 Millionen Euro.<br>\nUm auf 20 Millionen Euro zu kommen, muss es Zusatzvereinbarungen geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,614695,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Verfassungsh&uuml;ter &ouml;ffnen ein Auge<\/strong><br>\nRund 100.000 Jugendliche sind Mitglied in rechtsextremen Organisationen oder Kameradschaften. Die bisherigen Annahmen der K&ouml;lner Beh&ouml;rde sind obsolet. Zur Erinnerung: Bislang ging das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz von rund 31.000 organisierten Rechtsextremisten in Deutschland aus: Parteimitgliedern von NPD, DVU und sonstigen rechtsextremen Organisationen und nicht organisierten Subkulturen. &ldquo;Rechtsextremismuspotenzial&rdquo; nennt die Beh&ouml;rde das. Mit der Offenlegung der Malaise auf dem Feld der rechten (Jugend-)Kultur ist nun klar: Die Investitionen zur Bek&auml;mpfung des Rechtsextremismus m&uuml;ssen neu vermessen und der Lage angepasst werden. Denn zur Bek&auml;mpfung hunderttausender organisierter Rechtsextremisten kann an Anstrengung nicht reichen, was f&uuml;r den Kampf gegen 31.000 genug sein sollte. Zumal Ideologien der Ungleichwertigkeit in Zeiten der &ouml;konomischen und sozialen Krisen an Attraktivit&auml;t gewinnen werden und rechtsextreme Organisationen mit weiterem Zulauf rechnen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F03%2F23%2Fa0115&amp;cHash=36a5326dba&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Gewinne garantiert<\/strong><br>\nGaunerst&uuml;ck um Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe j&auml;hrt sich zum zehnten Mal. Die Preise gingen nach oben, nachdem CDU und SPD 49,9 Prozent der Landesanteile der BWB an eine Beteiligungsgesellschaft (&raquo;BB-AG&laquo;) der transnationalen Konzerne RWE und Veolia verkauften. Treibende Kraft war dabei die SPD in Gestalt ihrer damaligen Finanzsenatorin Annette Fugmann-Heesing. Damit die Konzerne kein unternehmerisches Risiko eingehen mu&szlig;ten, garantierte ihnen das Land eine Mindestrendite: &raquo;Als angemessene kalkulatorische Verzinsung des betriebsnotwendigen Kapitals gilt die durchschnittliche Rendite zehnj&auml;hriger deutscher Bundesanleihen in einem Zeitraum von 20 Jahren, die der jeweiligen Kalkulationsperiode vorausgehen, zuz&uuml;glich zwei Prozentpunkte&laquo;, wurde ins Teilprivatisierungsgesetz (TprG) geschrieben. Egal wie die Gesch&auml;fte laufen w&uuml;rden &ndash; ein Gewinn zwischen sechs und neun Prozent war f&uuml;r drei Jahrzehnte garantiert. Notfalls, so verpflichtete sich der Senat, w&uuml;rde Berlin ihn eben aus dem Landeshaushalt zahlen. Nach Berechnungen des ATTAC-Experten David Hachfeld haben sich die Wasserpreise in der Hauptstadt von 2000 bis 2005 um 20,7 Prozent erh&ouml;ht, im Bundesdurchschnitt dagegen nur um acht Prozent. Zugleich wurden die Gewinne immer &raquo;disproportionaler&laquo; verteilt: W&auml;hrend Berlin zwischen 1999 und 2007 423,5 Millionen Euro einnahm, h&auml;tten die Investoren 949,9 Millionen kassiert, so Hachmann. 69,1 Prozent f&uuml;r die Privaten, 30,8 Prozent f&uuml;r die Kommune.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/03-21\/044.php?print=1\">junge Welt <\/a><\/li>\n<li><strong>Nochmals Hubertus Knabe &ldquo;Honeckers Erben &ndash; Die Wahrheit &uuml;ber die LINKE&rdquo;<\/strong><br>\nIn den Hinweisen vom 20. M&auml;rz 2009 Ziffer 22 haben wir auf einen Beitrag im Blog Oeffinger Freidenker &uuml;ber das <a href=\"http:\/\/oeffingerfreidenker.blogspot.com\/2009\/03\/lufthoheit-uber-die-meinungsdeutung.html\">Buch des &bdquo;Historikers&ldquo; Hubertus Knabe<\/a> verlinkt. Dort wird behauptet, dass die &bdquo;Blockfl&ouml;ten&ldquo;-Parteien anders als die PDS mit der SED nichts zu tun gehabt h&auml;tten, sondern Opfer der SED gewesen seien.<br>\nDazu hat uns ein Leser einen interessanten Link auf &bdquo;Die Welt&ldquo; vom 25. Oktober 2008 geschickt:\n<p><strong>Dieter Althaus&rsquo; Forderung nach mehr Marxismus<\/strong><br>\nEin 19 Jahre alter Brief von Th&uuml;ringens Ministerpr&auml;sident Dieter Althaus k&ouml;nnte dem CDU-Politiker in Bedr&auml;ngnis bringen. Ausgerechnet am Tag des Mauerfalls in Berlin forderte er vom Bezirksausschuss f&uuml;r Jugendweihe, dass die Zeremonie eine verst&auml;rkte marxistisch-leninistischen Weltanschauung br&auml;uchte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article2625925\/Dieter-Althaus-Forderung-nach-mehr-Marxismus.html\">Die Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bei der Privatisierung der Bildung ist kein Ende in Sicht<\/strong><br>\nDie Erziehungswissenschaftlerin Professor Ingrid Lohmann an der Universit&auml;t Hamburg &uuml;ber die Kommerzialisierung der Schulen &ndash; Warum herrscht solche Aufregung, Kurzatmigkeit und Widerspr&uuml;chlichkeit im deutschen Bildungssystem und in der Berichterstattung dar&uuml;ber?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.teachersnews.net\/artikel\/nachrichten\/schulleitung\/010835.php\">Teachers News<\/a><\/li>\n<li><strong>Ingenieur-Mangel in Deutschland eskaliert trotz Wirtschaftskrise<\/strong><br>\nDeutschland gehen die Ingenieure aus: Nach SPIEGEL-Informationen bekommen Unternehmen trotz Rezession vermehrt Probleme, frei werdende Stellen zu f&uuml;llen &ndash; schon jetzt sind 50.000 Jobs unbesetzt. Experten fordern mehr Investitionen in die Fachkr&auml;fteausbildung.<br>\nDerzeit k&ouml;nnen 50.000 Stellen f&uuml;r Ingenieure nicht besetzt werden. Bis 2015 steige die Zahl der j&auml;hrlich in den Ruhestand gehenden Ingenieure zudem von heute 37.000 auf dann 43.000. Dem st&uuml;nden derzeit etwa 44.000 Absolventen der Ingenieurwissenschaften gegen&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,614717,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieser Beitrag ist in sich widerspr&uuml;chlich. Anfangs klagen &bdquo;Experten&ldquo; &uuml;ber Fachkr&auml;ftemangel insbesondere im Maschinenbau, danach wird &uuml;ber den massiven Einbruch in der Metallindustrie berichtet und dar&uuml;ber, dass es zunehmend schwieriger werde, die Besch&auml;ftigung zu halten.<br>\nKaum zu bestreiten ist allerdings, dass der Ersatzbedarf an altersbedingt ausscheidenden Ingenieuren kaum durch den Nachwuchs aus den Hochschulen gedeckt werden kann.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu: <\/em> <a href=\"?p=3834\">&bdquo;Noch nie gab es so viele Studienanf&auml;nger&ldquo; &ndash; Eine zweifelhafte Erfolgsmeldung des Statistischen Bundesamtes<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><strong>Die Schw&auml;chsten im Blick<\/strong><br>\nMehr als 20 Prozent aller Sch&uuml;ler verlassen in Deutschland die Schule, ohne an einer Schlagzeile unterscheiden zu k&ouml;nnen, was Werbung, was Meinung und was Bericht ist. Grundlegende Rechenoperationen wie die Planung eines Budgets kriegen sie kaum hin. Sie sind bildungsarm in dem Sinne, dass sie zu einer selbstst&auml;ndigen Teilhabe an der Gesellschaft nicht in der Lage sind. Vielleicht wird das nicht als offensichtlicher Skandal empfunden, weil die Existenz einer solchen Gruppe kein ganz neues Ph&auml;nomen ist. Es hat im Gegenteil schon immer einen etwa konstant gro&szlig;en Anteil von Jugendlichen gegeben, der die Schulen mit fehlenden Basisf&auml;higkeiten verl&auml;sst. Neu sind aber die Konsequenzen, die eine solche Bildungsarmut hat. War es in vergangenen Jahrzehnten noch m&ouml;glich, mit einem unterdurchschnittlichen oder gar ganz ohne Abschluss den Einstieg ins Berufsleben zu schaffen, so hat sich das ge&auml;ndert. Jobs der alten industriellen Gesellschaft, die solche &Uuml;berg&auml;nge erm&ouml;glicht haben, gibt es immer weniger. Die Schule hat mit diesem Wandel nicht Schritt gehalten.<br>\nEs klafft eine eklatante L&uuml;cke zwischen bildungspolitischen Sonntagsreden und tatkr&auml;ftigen Initiativen. Vor allem werden bei all den Ma&szlig;nahmen zur Qualit&auml;tsverbesserung der Schulen, die zum Anschluss an die Spitze und zur St&auml;rkung unserer Innovationsf&auml;higkeit f&uuml;hren sollen, die Lern- und Lebenschancen von bildungsarmen Kindern und Jugendlichen viel zu wenig beachtet. Das wird nicht ohne verbesserte Ressourcen gehen &ndash; mehr Zeit und auch mehr Geld. Es handelt sich bei der Empfehlung aber um kein Nischenprogramm. Denn es geht um die Verbesserung der F&ouml;rderf&auml;higkeit der Schulen insgesamt. F&ouml;rderung bedeutet nicht Nachsicht, sondern motivierende und anspruchsvolle Unterrichtsgestaltung, hohe und konsistente Leistungsanforderungen, &uuml;ber die Kinder und Jugendliche die Erfahrung machen k&ouml;nnen, was in ihnen steckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1695893&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_topnews\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Heiner Flassbeck: &ldquo;Wir sind in einer dramatischen Lage&rdquo;<\/li>\n<li>Fondsmanager: &ldquo;Die Geldschwemme be&auml;ngstigt mich&rdquo;<\/li>\n<li>Riester-Fondsparen: Angst vor der Nullrendite<\/li>\n<li>Die Rentenversicherung hat keinen Cent verloren<\/li>\n<li>UNCTAD-Report: The Global Economic Crisis. Systemic Failures and Multilateral Remedies<\/li>\n<li>Joseph Stiglitz: Wir brauchen eine Reservew&auml;hrung<\/li>\n<li>Amartya Sen &ndash; Adam Smith w&auml;re schockiert<\/li>\n<li>Die<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3839\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3839","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3839","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3839"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3839\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3839"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3839"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3839"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}