{"id":38409,"date":"2017-05-23T08:46:10","date_gmt":"2017-05-23T06:46:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409"},"modified":"2017-05-23T08:46:11","modified_gmt":"2017-05-23T06:46:11","slug":"hinweise-des-tages-2880","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h01\">Sch&auml;ubles Farce<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h02\">Hartz IV &ndash; Immer mehr Kinder auf staatliche Leistungen angewiesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h03\">Tu felix Austria: &Ouml;sterreich &ndash; ein Rentnerparadies?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h04\">Bitte nicht gro&szlig;deutsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h05\">Fl&uuml;chtlinge, Arbeitslose, Reiche: Die Zahlentricks der Statistiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h06\">Wie deutsche Konzerne Malta als Geldparkhaus nutzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h07\">Panama bleibt jetzt doch ein Steuerparadies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h08\">Im Echoraum mit Gleichgesinnten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h09\">F&uuml;r eine &raquo;Neue Klassenpolitik&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h10\">Spanische Sozialisten w&auml;hlen Linkskurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h11\">#NOmasAFP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h12\">NetzDG: N&auml;chster Halt Netzsperren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h13\">Facebooks intransparente L&ouml;schregeln auf einen Blick<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h14\">Wikileaks enttarnt CIA-Programm: &ldquo;Athena&rdquo; spioniert jedes Windows aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h15\">Werft die Terroristen raus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38409#h16\">Das Letzte: &ldquo;Vielleicht das beste Wahlprogramm seit Willy Brandt&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sch&auml;ubles Farce<\/strong><br>\nDie Eurogruppe sucht mal wieder eine L&ouml;sung im Schuldenstreit um Griechenland &ndash; und verstrickt sich dabei in immer neue Widerspr&uuml;che. Der Hauptwiderspruch sitzt in Berlin [&hellip;]<br>\nDie Schuld daran tr&auml;gt Sch&auml;uble, der die Eurogruppe seit Monaten an der Nase herumf&uuml;hrt. Allerdings hat er dabei noch immer hilfswillige Komplizen. Neben Eurogruppenchef Dijsselbloem, der sein Vorgehen bis ins kleinste Detail mit Sch&auml;uble abspricht, z&auml;hlt dazu auch der slowakische Finanzminister Peter Kazimir. Auch er will Schuldenerleichterungen auf die lange Bank schieben. Nimmt man noch all die Unentschlossenen hinzu, die sich hinter Sch&auml;uble verstecken, so wird deutlich, dass die Eurogruppe ein dysfunktionales Gremium ist, das Hilfe nicht organisiert, sondern verschleppt. Auch der IWF muss sich vorwerfen lassen, dass er keine Konsequenzen aus seinen Analysen zieht. Dabei zeigen sie eindeutig, dass die Austerit&auml;tspolitik in Griechenland gescheitert ist.<br>\nDoch statt den Crash-Kurs endlich zu korrigieren, will die Eurogruppe immer mehr davon. Die Verhandlungen am Montag kreisten vor allem um die Frage, wie lange Athen noch ein versch&auml;rfter Austerit&auml;tskurs aufgezwungen werden kann. Je l&auml;nger man einen Prim&auml;r&uuml;berschuss (Budgetplus vor Schuldendienst) von 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung fordert, umso weniger Schulden m&uuml;ssen die Gl&auml;ubiger den Griechen erlassen &ndash; so die krude Logik. Und je optimistischer man das Wachstum beurteilt, desto leichter kann man den IWF von der &ldquo;Tragf&auml;higkeit&rdquo; des untragbaren griechischen Schuldenbergs &uuml;berzeugen.<br>\nOb sich IWF-Chefin Christine Lagarde von derlei Rechentricks &uuml;berzeugen l&auml;sst, bleibt abzuwarten. Klar ist nur, dass Sch&auml;ubles Hinhalte-Taktik die wirtschaftliche Erholung in Griechenland nachhaltig erschwert, die Wahlchancen f&uuml;r CDU und CSU hingegen deutlich erh&ouml;ht. Und deshalb d&uuml;rfte diese Farce wohl auch noch eine Weile weitergehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Schaeubles-Farce-3721763.html\">Eric Bonse auf Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Kleine Erinnerung an das Londoner Schuldenabkommen f&uuml;r Wolfgang Sch&auml;uble<\/strong><br>\nAu&szlig;enminister Gabriel erinnert daran, dass man Griechenland als Gegenleistung f&uuml;rs Kaputtsparen der Wirtschaft teilweisen Schuldenerlass versprochen hat. Finanzminister Sch&auml;uble will davon weiter nichts wissen und sagt zynisch: &bdquo;Die sollen erst mal wachsen.&ldquo; Eine kleine Erinnerung an das Londoner Schuldenabkommen scheint angebracht.<br>\nWas f&uuml;r Wolfgang Sch&auml;uble z&auml;hlt, ist nicht, was man der griechischen Regierung und dem IWF versprochen hat &ndash; Schuldenerleichterungen, um die Schulden auf ein langfristig tragbares Niveau zu senken -, sondern &bdquo;Absprachen der Euro-Gruppe&ldquo; &ndash; die er selbst herbeigef&uuml;hrt hat &ndash; wonach man erst 2018, also nach der Bundestagswahl, &ldquo;wenn notwendig&rdquo; &ndash; Zusatzma&szlig;nahmen bei den Schulden in Kraft setzen w&uuml;rde.<br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) h&auml;lt die Schuldenlast Griechenlands f&uuml;r nicht tragf&auml;hig und pocht auf Schuldenerleichterungen. Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble h&auml;lt dagegen. &ldquo;Wenn wir Athen einfach nur die Schulden erlassen, &auml;ndern wir nichts an den Problemen des Landes&rdquo;, so Sch&auml;uble aus Anlass einer fr&uuml;heren Auseinandersetzung mit dem IWF. Aktuell beklagt Sch&auml;uble der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, noch sei Griechenland nicht wettbewerbsf&auml;hig. Zudem reichten die Wachstumsraten noch nicht aus. Schauen wir uns also an, was die Forschung &uuml;ber das Londoner Schuldenabkommen zugunsten Deutschlands f&uuml;r die Frage zu sagen, hat, ob Schuldenerleichterungen oder die Verweigerung derselben das Wachstum f&ouml;rdern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/835-londoner-abkommen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Griechenland-Hilfen: Sch&auml;uble: Nicht der Zeitpunkt f&uuml;r Schuldenschnitt<\/strong><br>\nWolfgang Sch&auml;uble weist Sigmar Gabriels Forderungen nach Schuldenerleichterungen f&uuml;r Griechenland zur&uuml;ck. Er sieht die Euro-Finanzminister kurz vor einer Einigung. [&hellip;]<br>\nSch&auml;uble beklagte, noch sei Griechenland nicht wettbewerbsf&auml;hig. Zudem reichten die Wachstumsraten noch nicht aus. Um weiter voranzukommen, seien Strukturreformen notwendig, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland\/griechenland-wolfgang-schaeuble-lehnt-schuldenschnitt-ab-15028080.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was soll das hei&szlig;en, &ldquo;jetzt ist nicht der Zeitpunkt f&uuml;r einen Schuldenschnitt&rdquo;? Wenn, wie es den Anschein hat, Sch&auml;uble mit immer neuer Hinhaltetaktik die Griechen am ausgestreckten Arm von &ldquo;Strukturreformen&rdquo; und &ldquo;mehr Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; verhungern l&auml;sst (in dem Fall w&ouml;rtlich), bricht er die Vereinbarung mit dem IWF und Griechenland. Wenn der Schuldenschnitt nicht &ldquo;jetzt&rdquo;, sondern sp&auml;ter erfolgt, dann bricht er sein Versprechen an die Bundestagsfraktion der Union und die deutschen B&uuml;rger. Mindestens eine Seite wird permanent angelogen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hartz IV &ndash; Immer mehr Kinder auf staatliche Leistungen angewiesen<\/strong><br>\nDie Zahl der Minderj&auml;hrigen, die auf Hartz IV angewiesen sind, ist zuletzt gestiegen. Die Linke kritisiert, dass die Bundesregierung die Kinderarmut nicht ernst nehme. In Deutschland waren zuletzt mehr Kinder auf Hartz IV angewiesen. Das geht aus Berechnungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit f&uuml;r die Linksfraktion im Bundestag hervor. Demnach stieg die Zahl von 1,54 Millionen im Dezember 2015 auf 1,6 Millionen im Dezember 2016. Auch die Zahl der Kinder unter 15 Jahren, die l&auml;nger als vier Jahre von Hartz IV abh&auml;ngig sind, stieg: Im Dezember 2013 lag sie bei 490.000 Kindern, im Dezember 2016 waren es 522.000.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-05\/hartz-iv-kinderarmut-deutschland-bundesagentur-fuer-arbeit\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine Schande in einem reichen Land. Von der Partei, die sich seit 153 Jahren &ldquo;soziale Gerechtigkeit&rdquo; auf die Fahnen geschrieben hat, h&ouml;rt man erstaunlich wenig, wie sie das Leben der betroffenen Kinder verbessern will. Anscheinend will sie es auch gar nicht.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Wie viele Kinder leben von Hartz IV &ndash; 1,6 oder doch 2 Millionen?<\/strong><br>\n1,6 Millionen Kinder unter 15 Jahren in Deutschland erhalten laut Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Hartz-IV-Leistungen. Das eigentliche Ausma&szlig; Hartz-IV-abh&auml;ngiger Kinder ist aber noch gr&ouml;&szlig;er: Weitere knapp 250.000 Kinder zwischen 15 und 18 Jahren sowie rund 115.000 Kinder ohne eigenen Leistungsanspruch leben in Hartz-IV-Haushalten.<br>\nObwohl in der Presse derzeit von rund 1,6 Millionen Kindern im Hartz-IV-Bezug gesprochen wird, ist diese Zahl gleich doppelt irref&uuml;hrend. Denn sie bezieht sich erstens nur auf unter 15-j&auml;hrige Kinder, die zweitens einen eigenen Hartz-IV-Anspruch besitzen. Somit erfasst sie l&auml;ngst nicht alle Kinder, die von Hartz-IV-Leistungen abh&auml;ngig sind. Aufschlussreicher w&auml;re, &uuml;ber die knapp 2 Millionen Kinder unter 18 Jahren zu sprechen, die in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften leben. Hierbei w&uuml;rden nicht nur alle minderj&auml;hrigen Leistungsempf&auml;nger ber&uuml;cksichtigt. Dazu k&auml;men au&szlig;erdem auch die Kinder, die laut Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) &bdquo;ihren individuellen Bedarf durch eigenes Einkommen decken&ldquo; k&ouml;nnen sowie die &bdquo;vom Leistungsanspruch ausgeschlossenen Personen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/wie-viele-kinder-leben-von-hartz-iv-16-oder-doch-2-millionen\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Immer mehr Arbeitslose brauchen Kredite vom Jobcenter<\/strong><br>\nViele Hartz-IV-Bezieher m&uuml;ssen zus&auml;tzlich zu den ausgezahlten regul&auml;ren Leistungen ein Darlehen von den Jobcentern aufnehmen, um dringende Anschaffungen wie K&uuml;hlschrank, Waschmaschine oder Kleidung finanzieren zu k&ouml;nnen.<br>\nIm vergangenen Jahr 2016 gew&auml;hrte die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit jeden Monat im Schnitt 15.289 Hartz-IV-Beziehern einen Kredit f&uuml;r so genannten &bdquo;unabweisbaren Bedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts&ldquo;. 2007 hatten noch 11.521 Personen im Monatsdurchschnitt ein solches zinsloses Darlehen erhalten, f&uuml;r dessen Tilgung monatlich zehn Prozent von der Hartz-IV-Regelleistung abgezogen werden. (&hellip;)<br>\nDie Zahlen hatte die Arbeitsmarktexpertin der Linken-Bundestagsfraktion, Sabine Zimmermann, von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit angefordert. Zimmermann sagte dieser Redaktion: &bdquo;Die Gew&auml;hrung der Darlehen im Hartz-IV-System beweist, dass die Regelleistung prinzipiell viel zu niedrig angesetzt ist.&ldquo;<br>\nBei den Anschaffungen gehe es nicht um Luxusg&uuml;ter, sondern um die wichtigsten Dinge zum &Uuml;berleben. Die monatliche Tilgung versch&auml;rfe die prek&auml;re Situation der Betroffenen zus&auml;tzlich, erkl&auml;rte Zimmermann. (&hellip;)<br>\nZimmermann, die auch Vizechefin der Linke-Bundestagsfraktion ist, forderte, die Hartz-IV-Leistungen k&uuml;nftig so auszugestalten, dass unabdingbare Anschaffungen von den Bed&uuml;rftigen auch bezahlt werden k&ouml;nnten, ohne sich daf&uuml;r verschulden zu m&uuml;ssen. &bdquo;Dies ist auch eine Frage der W&uuml;rde und des Anstands&ldquo;, sagte die Abgeordnete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derwesten.de\/politik\/immer-mehr-arbeitslose-brauchen-kredite-vom-jobcenter-id210641439.html\">Der Westen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Tu felix Austria: &Ouml;sterreich &ndash; ein Rentnerparadies?<\/strong><br>\nDie Autoren von &bdquo;Die Anstalt&ldquo; haben solide recherchiert. Sie k&ouml;nnen sich u. a. auf eine Studie der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung (HBS) und Analysen der OECD beziehen. Demnach erhielt im Jahr 2013 ein Neurentner, der mindestens 35 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hatte, in Deutschland pro Monat eine Durchschnittsrente von 1.050 Euro, in &Ouml;sterreich hingegen 1.560 Euro bei 14 Auszahlungen im Jahr, also unterm Strich fast 75 Prozent mehr.<br>\nEin wesentlicher Grund liegt in der mit der Agenda 2010 verf&uuml;gten K&uuml;rzung des zuk&uuml;nftigen Auszahlungsbetrags der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV). Bereits heute liegt das deutsche Rentenniveau im OECD-Ranking weit hinten, w&auml;hrend &Ouml;sterreich einen der vorderen Pl&auml;tze einnimmt. Die zu erwartende Rente eines &bdquo;Standardrentners&ldquo; liegt im Verh&auml;ltnis zum mittleren Arbeitseinkommen (netto) nach Berechnungen der OECD in Deutschland bei 50,0 Prozent, in &Ouml;sterreich bei 91,6 Prozent.<br>\nDie Alpenrepublik ist zwar kein Rentnerparadies, aber der Grundsatz der den Lebensstandard sichernden Rente wird realisiert. Auch Geringverdiener sind durch eine steuerfinanzierte &bdquo;Ausgleichszulage&ldquo; in &Ouml;sterreich bessergestellt, die z.B. Alleinstehenden eine Mindestrente von 12.000 Euro pro Jahr garantiert. Wenn Martin Schulz und Andrea Nahles &uuml;ber wachsende soziale Ungleichheit klagen, sollten sie sich an die eigene Nase fassen und fragen, was die SPD falsch gemacht hat und ihre &ouml;sterreichischen Genossen offenbar besser hinbekommen haben. Denn das von Andrea Nahles angestrebte durchschnittliche Rentenniveau von 50 Prozent des Nettolohns, wird an der zunehmenden Altersarmut nichts &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/04\/tu-felix-austria-oesterreich-ein-rentnerparadies\/\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das Fazit dieses Beitrages sei hier noch einmal explizit wiederholt: Was hindert die SPD eigentlich daran, sich dieser Erkenntnis zu bedienen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bitte nicht gro&szlig;deutsch<\/strong><br>\nIn Europa geht die Sorge um, der Exportweltmeister Deutschland wolle aus der Eurozone eine Art &bdquo;Greater Germany&ldquo; machen. Das sollten wir ernst nehmen.<br>\nAu&szlig;erhalb von Deutschland stelle ich immer wieder mit Erschrecken fest, wie sehr die Diskurse sich auseinanderentwickelt haben und wie wenig Verst&auml;ndnis f&uuml;reinander &uuml;brig geblieben ist. Das gilt nicht nur f&uuml;r die antieurop&auml;ischen Populisten des Front National in Frankreich oder des Movimento Cinque Stelle in Italien, sondern auch f&uuml;r Proeurop&auml;er. So h&auml;lt der fr&uuml;here italienische Premierminister Enrico Letta in seinem k&uuml;rzlich erschienenen Buch &bdquo;Contro venti e maree&ldquo; (&bdquo;Gegen den Wind und gegen die Gezeiten&ldquo;) ein leidenschaftliches Pl&auml;doyer f&uuml;r Europa &ndash; und gegen eine Hegemonie Deutschlands.<br>\nAls Beispiel f&uuml;r deutsches Hegemonialverhalten nennt er die Fl&uuml;chtlingspolitik: Was im Jahr 2013, als die Fl&uuml;chtlinge nur in Lampedusa ankamen, wenn sie denn nicht im Mittelmeer umkamen, f&uuml;r Deutschland kein europ&auml;isches Thema war, musste 2015, als auch Deutschland betroffen war, ganz pl&ouml;tzlich auf die europ&auml;ische Agenda. Auch der &uuml;berraschende, mit den Europ&auml;ischen Vertr&auml;gen nicht vereinbare Vorsto&szlig; des deutschen Finanzministers zum Ausschluss Griechenlands aus der W&auml;hrungsunion im Juli 2015 wird genannt. Beide Episoden haben &uuml;brigens auch in Frankreich Narben hinterlassen. Die aktuelle Diskussion um die deutschen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse f&uuml;gt sich hier nahtlos ein.<br>\nChristine Lagarde, die Exekutiv-Direktorin des Internationalen W&auml;hrungsfonds, und Emmanuel Macron, der neu gew&auml;hlte franz&ouml;sische Pr&auml;sident, &auml;u&szlig;ern sich kritisch, Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble weist die Kritik br&uuml;sk zur&uuml;ck. Liest man dazu Sch&auml;ubles Stellungnahme in der &bdquo;Wirtschaftswoche&ldquo; oder die gemeinsame Brosch&uuml;re der Bundesministerien f&uuml;r Wirtschaft und Energie und f&uuml;r Finanzen (Kapitel drei: &bdquo;Der deutsche Leistungsbilanz&uuml;berschuss im Lichte der deutsch-amerikanischen Handelsbeziehungen&ldquo;), so stellt man fest, dass zentrale Aspekte der Diskussion gar nicht angesprochen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/sorge-um-umwandlung-der-eurozone-15014236.html\">FAZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;So deutschfreundlich wie nie zuvor&rdquo;<\/strong><br>\nMit R&uuml;ckendeckung der Bundesregierung startet Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron am heutigen Dienstag Verhandlungen &uuml;ber drastische Einschnitte im Arbeitsrecht. Macron plant Ma&szlig;nahmen im Geiste der deutschen &ldquo;Agenda 2010&rdquo;, unter anderem Arbeitszeitverl&auml;ngerungen, aber auch die strukturelle Schw&auml;chung der Gewerkschaften. W&auml;hrend in Frankreich mit massiven Protesten gerechnet wird, erh&auml;lt Macrons neu gebildete Regierung in Deutschland viele Vorschusslorbeeren. Sie sei &ldquo;so deutschfreundlich wie keine zuvor&rdquo;, schw&auml;rmen Korrespondenten. So spr&auml;chen f&uuml;hrende Mitarbeiter des Pr&auml;sidenten im Elys&eacute;e-Palast &ldquo;flie&szlig;end Deutsch&rdquo; und unterhielten gute Kontakte in die Bundesrepublik. &Uuml;ber Premierminister Edouard Philippe hei&szlig;t es, er habe sein Abitur in Bonn abgelegt und bringe neben Sprachkenntnissen auch &ldquo;ein landeskundliches Verst&auml;ndnis&rdquo; mit. Dem neuen Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire, der sich bereits bei der Erstellung von Nicolas Sarkozys Programm f&uuml;r die Pr&auml;sidentenwahl 2012 von CDU-Experten hatte beraten lassen, attestieren deutsche Medien gro&szlig;e &ldquo;Leidenschaft f&uuml;r die deutsche Sprache und Kultur&rdquo;. Macrons Regierung sei, so hei&szlig;t es w&ouml;rtlich, &ldquo;germanophil&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59603\">German Foreign Policy<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge, Arbeitslose, Reiche: Die Zahlentricks der Statistiker<\/strong><br>\nEs ist ein Wunder, dass sich seit Jahren vor unseren Augen vollzieht: das deutsche Job-Wunder. Die Vollbesch&auml;ftigung sei fast erreicht, hei&szlig;t es. Die Zahl der Erwerbst&auml;tigen erklimmt laufend neue Rekorde. Das Problem: Ein gro&szlig;er Teil dieses ist blo&szlig; herbeigerechnet: Trotz Rekordbesch&auml;ftigung wird heute weniger gearbeitet als vor 25 Jahren. Und etwa eine Million Arbeitslose tauchen in der Statistik gar nicht erst auf. &bdquo;Wie man Arbeitslose wegdefiniert, ist eine fast unendliche Geschichte&ldquo;, sagt der Statistiker Gerd Bosbach.<br>\nZahlen wirken neutral. Sie sind Fakten pur, eindeutig. Damit sind Statistiken Material, Waffen im Kampf um Geld und Macht. Politiker, Unternehmen, Verb&auml;nde benutzen sie, um ihre Interessen zu bef&ouml;rdern &ndash; und zu diesem Zweck werden die Statistiken bearbeitet, verdreht, gesch&ouml;nt. (&hellip;)<br>\nDie &Ouml;ffentlichkeit wird zunehmend misstrauisch: &bdquo;Postfaktisch&ldquo; war das Wort des vergangenen Jahres. Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gef&auml;lscht hast, ist ein allseits bekannter Spruch. Das Problem: &bdquo;Wer keiner Statistik mehr traut, der wird erst recht an der Nase herumgef&uuml;hrt&ldquo;, sagt Bosbach.<br>\nDer Statistiker hat gerade ein Buch ver&ouml;ffentlicht, in dem er die Methoden der &bdquo;Zahlentrickser&ldquo; auflistet. Eine Methode ist die geeignete Definition. Zum Beispiel von Arbeitslosen. Offiziell betr&auml;gt ihre Zahl derzeit 2,6 Millionen &ndash; was laut &Ouml;konomen schon fast Vollbesch&auml;ftigung bedeutet. Nicht mitgez&auml;hlt wird allerdings, wer krank ist, von einem externen Arbeitsvermittler betreut wird oder sich weiterbildet. Auch die Kurzarbeiter und die meisten &Uuml;ber-58-J&auml;hrigen fallen aus der Statistik. Zwischen 1986 und 2009 gab es laut Bosbach 16 &Auml;nderungen bei der Messung von Arbeitslosigkeit. 14 davon reduzierten die offizielle Arbeitslosenzahl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/fluechtlinge--arbeitslose--reiche-die-zahlentricks-der-statistiker-26942672\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie deutsche Konzerne Malta als Geldparkhaus nutzen<\/strong><br>\nMalta, ein Fels im Mittelmeer mit 300 Sonnentagen im Jahr. Vor mehr als 500 Jahren brachen Piraten von hier zu ihren Kaperfahrten gen Osten auf. Die fette Beute, die sie beim &Uuml;berfall auf Handelsschiffe machten, brachte der Insel damals einen gewissen Wohlstand. Heute gehen die Malteser immer noch auf Beutezug. Mit traumhaft niedrigen Steuers&auml;tzen k&ouml;dern sie Unternehmen aus ganz Europa. Den anderen EU-Mitgliedstaaten gehen so Steuereinnahmen in Milliardenh&ouml;he verloren. Auch deutsche Konzerne nutzen in gro&szlig;em Stil Tochterfirmen auf Malta, um ihre Steuern hierzulande zu dr&uuml;cken. Das geht aus Tausenden Dokumenten hervor, die der SPIEGEL gemeinsam mit seinen Partnern vom Recherchenetzwerk European Investigativ Collaborations (EIC) ausgewertet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/malta-wie-deutsche-konzerne-die-insel-als-steueroase-nutzen-a-1148469.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was soll man noch sagen? Man kann sich nur wiederholen, die aggressiven Steuervermeidungspraktiken der Gro&szlig;konzerne werden trotz Lippenbekenntnissen der Politik weiter geduldet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Panama bleibt jetzt doch ein Steuerparadies<\/strong><br>\nNach Ansicht des Bundesfinanzministeriums bleibt Panama absehbar ein Paradies f&uuml;r Steuerfl&uuml;chtlinge. &ldquo;Nach derzeitigem Kenntnisstand ist nicht davon auszugehen, dass Panama die mehrseitige Vereinbarungen der OECD (&hellip;) &uuml;ber den automatischen Austausch von Informationen &uuml;ber Finanzkonten zeichnen wird&rdquo;, hei&szlig;t es in einem Gesetzentwurf des Ministeriums, der dem Finanzausschuss des Bundestages am 8. Mai &uuml;bermittelt wurde.<br>\nDamit gibt die Bundesregierung erstmals ein Scheitern ihrer Bem&uuml;hungen zu, Panama zu mehr Steuerehrlichkeit zu bewegen. Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble, aber auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) hatten Panama mehrmals aufgefordert, dem internationalen automatischen Datenaustausch &uuml;ber Finanzkonten beizutreten, eigentlich hatte Panama das auch versprochen. Die entsprechende Vereinbarung der OECD-Industriestaaten sieht diesen Austausch mit etwa einhundert L&auml;ndern vor. Sie soll weltweit Steuerhinterziehung erschweren.<br>\nAuch die bilateralen Verhandlungen mit der Bundesregierung sind ins Stocken geraten. Es gibt weiter keine Rechtsgrundlage f&uuml;r einen steuerlichen Informationsaustausch mit Panama, schreiben die Beamten des Bundesfinanzministeriums im Kleingedruckten des Gesetzesentwurfes. Seit 2009 stehe die Bundesregierung mit Panama &ldquo;in engem Kontakt mit dem Ziel der Vereinbarung des gegenseitigen Informationsaustausches&rdquo;. Bisher ohne Erfolg. Die n&auml;chsten Gespr&auml;che seien f&uuml;r Mitte Juni 2017 vorgesehen.<br>\nEigentlich hatte die Bundesregierung geplant, das Abkommen zum Informationsaustausch bereits beim Besuch des Pr&auml;sidenten im Bundeskanzleramt unterzeichnen zu lassen. Das klappte wegen Widerstands aus Panama nicht. Auch der n&auml;chste Termin, Ende 2016, verstrich.<br>\nPanama bremse selbst beim multilateralen Abkommen &uuml;ber gegenseitige Amtshilfe in Steuersachen, das Ende Oktober 2016 unterzeichnet wurde, schreiben die Beamten weiter. Es habe nur einem Datenaustausch &ldquo;in Bezug auf Einkommensteuer und K&ouml;rperschaftsteuer zugestimmt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/panama-papers-panama-bleibt-jetzt-doch-ein-steuerparadies-1.3512992\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Im Echoraum mit Gleichgesinnten<\/strong><br>\nDer Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann schlie&szlig;t sich dem Lob der Elite nicht an, das im Bildungsbereich schon lange en vogue ist. Das aktuelle Verst&auml;ndnis von Elite sei &ldquo;aus dem neoliberalen Geist des Wettbewerbs&rdquo; geboren und habe der Elite, obwohl sie vielfach versagt habe, eine falsche Aura verliehen.<br>\nHeutige Eliten g&auml;ben sich zwar liberal und fortschrittlich, st&uuml;nden dem Volk, f&uuml;r das sie einzutreten versprechen, aber misstrauisch gegen&uuml;ber und praktizierten eine Art aufgekl&auml;rten Absolutismus. Abgeschottet in einem Echoraum mit Gleichgesinnten h&auml;tten sie vergessen, wie es drau&szlig;en zugeht.<br>\nWer aber die Demokratie und eine aufgekl&auml;rte Gesellschaft verteidigen will, muss nach Liessmanns Ansicht den artikulierten W&auml;hlerwillen auch der sogenannten Populisten ernst nehmen. &ldquo;Manchmal ist das Volk kl&uuml;ger, als die Gebildeten unter seinen Ver&auml;chtern glauben.&rdquo;<br>\nKonrad Paul Liessmann ist Philosoph mit Lehrstuhl an der Universit&auml;t Wien f&uuml;r Methoden der Vermittlung von Philosophie und Ethik und ver&ouml;ffentlicht Essays und B&uuml;cher, zuletzt 2016 bei Hanser zusammen mit Michael K&ouml;hlmeier &lsquo;Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist, Adam? Mythologisch-philosophische Verf&uuml;hrungen&rsquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ueber-eliten-3-4-im-echoraum-mit-gleichgesinnten.1184.de.html?dram:article_id=385159\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>F&uuml;r eine &raquo;Neue Klassenpolitik&laquo;<\/strong><br>\nOb Donald Trump in den USA, Hans-Christian Strache in &Ouml;sterreich, Marine Le Pen in Frankreich oder Alexander Gauland in Deutschland: Die Rechten pr&auml;sentieren sich zunehmend als K&uuml;mmerer, stellen die soziale Frage &ndash; und beantworten sie nationalistisch und rassistisch. Sie machen aus einem Konflikt zwischen Klassen mit unterschiedlichen Interessen einen zwischen innen und au&szlig;en. (&hellip;)<br>\nAls Gegenst&uuml;ck zu den Erzkonservativen, Rechten und Fundamentalist_innen erscheinen Wirtschaftsliberale, modernisierte Konservative, Sozialdemokrat_innen und linksliberale Kosmopolit_innen. (&hellip;)<br>\nDass linke Alternativen zum Kapitalismus keinen Eingang in das Bewusstsein vieler Menschen finden und im Alltag kein Platz ist f&uuml;r umfassende Solidarit&auml;t, h&auml;ngt nicht zuletzt mit der zuletzt vielfach gestellten Diagnose zusammen: Die europ&auml;ische und nordamerikanische Linke hat in den vergangenen Jahrzehnten der Klassenpolitik den R&uuml;cken gekehrt. Viele &auml;ltere Linke verabschiedeten sich generell von linker<br>\nPolitik, die j&uuml;ngere linke Generation hat kaum Klassenpolitik gemacht. Zwar gibt es in Deutschland mit der Partei Die Linke eine parlamentarische Kraft, deren Markenkern eine linke Sozialpolitik ist,<br>\naber auch hierzulande fehlt es weitgehend an einer klassenpolitischen Praxis.<br>\nBegriffe wie Klassenkampf, Ausbeutung oder Klasse sind selbst innerhalb linker Kreise in Vergessenheit oder gar in Verruf geraten, das blo&szlig;e Aussprechen dieser W&ouml;rter hat h&auml;ufig ver&auml;chtliches Augenrollen zur Folge. Sicher spielt die soziale Zusammensetzung der Linken in Deutschland hier eine Rolle: Gerade seit den 1970er Jahren rekrutieren Linke ihren Nachwuchs vermehrt aus der Mittelklasse. Arbeiterkinder<br>\nberichten immer wieder, wie fehl am Platze sie sich in linken Zusammenh&auml;ngen f&uuml;hlen. (&hellip;)<br>\nSicher ist es falsch, der gesamten Linken in Deutschland eine Abkehr von der Klassenfrage zu unterstellen. Allerdings hat insbesondere die &raquo;Kulturlinke&laquo; die Klassenfrage lange zugunsten ihres notwendigen, aber meist isolierten Kampfes gegen Rassismus, Sexismus und Nationalismus<br>\nvernachl&auml;ssigt.<br>\nLetztlich ist ein Teil der Linken ein gewolltes oder ungewolltes B&uuml;ndnis mit dem &raquo;weltoffenen Neoliberalismus&laquo; eingegangen &ndash; auch und gerade im Sinne des eigenen sozialen Aufstiegs. Die gesellschaftlichen Strukturen gerieten aus dem Blick, im Fokus steht seitdem das Individuum. (&hellip;)<br>\nDas Ziel einer Neuen Klassenpolitik besteht darin, Erfahrungen zu b&uuml;ndeln, und aufzuzeigen, dass trotz geschlechtlicher, ethnischer oder nationalstaatlicher Grenzziehungen &uuml;berschneidende Interessen bestehen, gemeinsame K&auml;mpfe m&ouml;glich sind und erfolgreich sein k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.akweb.de\/ak_s\/ak627\/18.htm\">analyse &amp; kritik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Spanische Sozialisten w&auml;hlen Linkskurs<\/strong><br>\nDie &Uuml;berraschung ist Pedro S&aacute;nchez gegl&uuml;ckt, der am Sonntag bei der Urwahl unter den Mitgliedern der spanischen Sozialisten (PSOE) erneut zum Generalsekret&auml;r gew&auml;hlt wurde. Er kam auf mehr als 50% der Stimmen und deklassierte die Chefin und Regionalpr&auml;sidentin Andalusiens, Susana Di&aacute;z. Sie kam nicht einmal auf 40%. Abgeschlagen blieb der Baske Patxi L&oacute;pez, der nur auf knapp 10% kam. Der Schlag f&uuml;r D&iacute;az war hart, was ihr deutlich ins Gesicht geschrieben war, denn sie wurde stets als Favoritin gehandelt und glaubte fest an ihren Sieg.<br>\nHinter ihr standen fast alle Regionalf&uuml;rsten der Partei, der Parteiapparat, die Altpr&auml;sidenten &ndash; allen voran Felipe Gonz&aacute;lez &ndash; und auch der parteinahe Medienkonzern Prisa mit dem Aush&auml;ngeschild El Pa&iacute;s, der gr&ouml;&szlig;ten Tageszeitung Spaniens. El Pa&iacute;s &auml;tzt auch heute weiter gegen S&aacute;nchez und vergleicht seinen Erfolg mit dem &ldquo;Brexit&rdquo; oder mit dem &ldquo;Sieg von Trump&rdquo; in den USA. Die Zeitung meint, nun stehe der PSOE ein Debakel wie dem franz&ouml;sischen Sozialisten Hamon bevor. Dabei wurde der daf&uuml;r abgestraft, dass sein Vorg&auml;nger Hollande an der Regierung seine Versprechen gebrochen hatte und einen Kurs nach rechts eingeschlagen hatte.<br>\nDie &Uuml;berraschung ist nicht, dass S&aacute;nchez sich durchgesetzt hat, sondern wie deutlich er gegen die geballten internen M&auml;chte gewonnen hat. Denn er lag bei den Unterst&uuml;tzungsunterschriften noch deutlich hinter D&iacute;az. Eigentlich hatte kaum jemand damit gerechnet, dass er die absolute Mehrheit erhalten k&ouml;nnte. Ein erster Alarm f&uuml;r D&iacute;az und den Parteiapparat war aber, dass der Unterschied bei den St&uuml;tzunterschriften deutlich geringer ausfiel, als in dem Lager erwartet worden war. D&iacute;az erhielt sogar in neun Regionen weniger Stimmen als zuvor Unterschriften.<br>\nDas macht klar, dass aus dem Apparat massiv Druck auf Mitglieder ausge&uuml;bt wurde, die Andalusierin mit Namen und Ausweisnummer zu unterst&uuml;tzen. Als diese Mitglieder nun am Sonntag geheim abstimmen konnten, ohne Angst vor Repressalien, w&auml;hlten viele S&aacute;nchez. Der bekam mit gut 74.000 Stimmen fast 22.000 mehr Stimmen als k&uuml;rzlich Unterschriften.<br>\nDie Parteibasis hat nun klargemacht, und in der Nacht in Madrid in der Parteizentrale ausgiebig gefeiert, dass das r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht wurde, was viele vor sieben Monaten als &ldquo;Putsch&rdquo; bezeichnet hatten. S&aacute;nchez war damals zum R&uuml;cktritt gedr&auml;ngt worden. Die Parteirechte hatte, angef&uuml;hrt vom Altpr&auml;sident Gonz&aacute;lez und von D&iacute;az, einen Krieg gegen ihn losgetreten, weil er eine Alternative mit der linken Podemos (Wir k&ouml;nnen es) bilden wollte. Zudem wollte er am Wahlversprechen und am Beschluss der Parteif&uuml;hrung festhalten, unter keinen Umst&auml;nden erneut den konservativen Mariano Rajoy an die Macht zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Spanische-Sozialisten-waehlen-Linkskurs-3719918.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man sieht, es geht auch anders.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>#NOmasAFP<\/strong><br>\n&Uuml;ber zwei Millionen ChilenInnen gingen in den letzten Wochen landesweit auf die Stra&szlig;e. Aus Angst vor Altersarmut demonstrieren sie seit vergangenem Sommer gegen das privatisierte Rentensystem AFP, das noch aus den Zeiten des Diktators Augusto Pinochet stammt. Den Widerstand gegen die Pl&uuml;nderung im Alter treibt das B&uuml;ndnis #NOmasAFP &ndash; &raquo;Kein privates Rentensystem mehr&laquo; voran, getragen von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen.<br>\nDie Protestbewegung fordert die Verstaatlichung der privaten Pensionskassen und eine Erh&ouml;hung der Altersbez&uuml;ge. Nach 36 Jahren ist das System der privaten Pensionsfonds, die durch den Verband &raquo;Administradoras de Fondos de Pensiones&laquo; (AFP) repr&auml;sentiert werden, endg&uuml;ltig gescheitert. &raquo;Es ist an der Zeit, die AFP abzuschaffen und eine soziale Absicherung zu fordern, die unsere &Auml;ltesten nicht dazu zwingt, sich in Superm&auml;rkten oder als Pf&ouml;rtner verdingen zu m&uuml;ssen&laquo;, sagt Luis Mesina vom B&uuml;ndnis #NOmasAFP (TAZ 27.3.2017).<br>\nDas chilenische Rentensystem wurde 1980 w&auml;hrend der faschistischen Milit&auml;rdiktatur des Putschisten Augusto Pinochet infolge der Einf&uuml;hrung eines radikal neoliberalen Wirtschaftsmodells von einem umlagefinanzierten in ein kapitalgedecktes System umgewandelt. Arbeitsminister Jos&eacute; Pi&ntilde;era, der in Chicago bei Milton Friedman seine universit&auml;re Ausbildung absolvierte, zerschlug nicht nur die chilenischen Arbeitsschutzrechte, sondern auch das &uuml;ber sechs Jahrzehnte staatlich organisierte und parit&auml;tisch finanzierte Rentensystem. Per Dekret wurde mit privaten Rentenfonds ein kapitalgedecktes Verfahren eingef&uuml;hrt. Das Versprechen lautete: Konkurrenz der Pensionsfonds um EinzahlerInnen, Effizienz, wachsende Renditen und damit einhergehend eine h&ouml;here Kapitalbildung, die zu h&ouml;heren Renten f&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/nomasafp\/\">Sozialismus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn drei Viertel der Rentenzahlungen bei den Fondsbetreibern h&auml;ngenbleiben, dann haben die die Auspl&uuml;nderungsvorrichtung von Riester systematisiert. Typisch nat&uuml;rlich, da&szlig; der angeblich sozialdemokratischen Pr&auml;sidentin Bachelet au&szlig;er einem staatlichen Pendant zus&auml;tzlich zu diesem Ausbeutungssystem nichts einf&auml;llt, schon gar nicht die R&uuml;ckkehr zur Umlagefinanzierung.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &Uuml;berall formiert sich Widerstand gegen den Neoliberalismus, nur in Deutschland will das nicht gelingen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>NetzDG: N&auml;chster Halt Netzsperren?<\/strong><br>\nDie Sperre des &ldquo;russischen Facebooks&rdquo; VKontakte in der Ukraine zeigt, wohin der Weg mit Heiko Maas&rsquo; Gesetz gegen &ldquo;Hate Speech&rdquo; und &ldquo;Fake News&rdquo; f&uuml;hren k&ouml;nnte<br>\nAm Freitag verwies der Bundestag das von Justizminister Heiko Maas (SPD) eingebrachte &ldquo;NetzDG&rdquo; gegen &ldquo;Hate Speech&rdquo; und &ldquo;Fake News&rdquo; an den federf&uuml;hrenden Ausschuss f&uuml;r Recht- und Verbraucherschutz, dem die Gr&uuml;ne Renate K&uuml;nast vorsitzt. Rechtswissenschaftler twitterten nach der Rede, mit der Maas im Bundestag sein Gesetz verteidigte: &ldquo;In der Debatte konnte man sehen, dass der Justizminister die Probleme offenbar intellektuell gar nicht erfasst.&rdquo;<br>\nNachdem auch die CDU\/CSU-Fraktion trotz einer am Vortag versandten kritischen Pressemeldung f&uuml;r die Weiterleitung an den K&uuml;nast-Ausschuss stimmte, liegen die Hoffnungen der NetzDG-Kritiker (zu denen unter anderem Maas&rsquo; Vorg&auml;ngerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger geh&ouml;rt) auf der EU-Kommission, deren Vizepr&auml;sident Andrus Ansip sich bis Ende Juni zwar noch nicht offiziell dazu &auml;u&szlig;ern darf, aber bereits allgemein verlautbarte: &ldquo;Fake News sind schlimm, aber ein &lsquo;Wahrheitsministerium&rsquo; ist schlimmer.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/NetzDG-Naechster-Halt-Netzsperren-3719101.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Facebooks intransparente L&ouml;schregeln auf einen Blick<\/strong><br>\nDas unternehmenseigene Regelwerk, welche Inhalte warum gel&ouml;scht werden und welche nicht, ist auf mehr als 1000 Seiten angewachsen. Das geht aus einem Leak hervor, den der Guardian in Teilen ver&ouml;ffentlicht hat.<br>\n&bdquo;Lasst uns dicke Kinder schlagen&ldquo; ist in Ordnung, &bdquo;Jemand sollte Trump erschie&szlig;en&ldquo; wird gel&ouml;scht. Bilder von Tieren, die gequ&auml;lt werden, sind erlaubt. Kommt ein Satz wie &bdquo;Ich liebe zu sehen, wenn Tiere leiden&ldquo; hinzu, dann wird gel&ouml;scht. Dies sind nur ein paar Beispiele aus dem L&ouml;schkatalog von Facebook. Dem Guardian sind mehr als 1000 Seiten aus Handb&uuml;chern und Pr&auml;sentationen zugespielt worden, aus denen die L&ouml;schpraxis des sozialen Netzwerks hervorgeht. Die Berichterstattung dar&uuml;ber ist in einem Dossier mit dem Namen &bdquo;Facebook Files&ldquo; verf&uuml;gbar.<br>\nWir haben alle verf&uuml;gbaren Folien beim Guardian aus den einzelnen Galerien gesammelt und in diesem PDF zusammengefasst. So f&auml;llt es etwas einfacher, den &Uuml;berblick &uuml;ber den Leak zu behalten. Schon im vergangenen Dezember hatte das S&uuml;ddeutsche Magazin einschl&auml;gige Leitf&auml;den eingesehen, aus denen die Grundprinzipien der Moderation hervorgehen. Wir haben diese Richtlinien damals in einem Artikel ver&ouml;ffentlicht und die Prinzipien erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/facebooks-intransparente-loeschregeln-auf-einen-blick\/\">netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wikileaks enttarnt CIA-Programm: &ldquo;Athena&rdquo; spioniert jedes Windows aus<\/strong><br>\nWikileaks enttarnt eine Software, mit der sich die CIA Zugriff auf jeden Windows-Rechner verschaffen kann, egal wie neu das Betriebssystem ist. Die Computer sind &ldquo;Athena&rdquo; v&ouml;llig ausgeliefert.<br>\nDie massenhafte &Uuml;bernahme von Windows-Computern durch den Erpresser-Trojaner &ldquo;WannaCry&rdquo; hat in den vergangenen Tagen gro&szlig;e Wellen geschlagen. Doch die Ransomware befiel fast ausschlie&szlig;lich Windows-7-Rechner, deren Besitzer oder Administratoren das Betriebssystem nicht aktuell gehalten hatten. Wikileaks hat jetzt ein viel gef&auml;hrlicheres Programm im Rahmen seiner &ldquo;Vault 7&rdquo;-Ver&ouml;ffentlichungen enttarnt, das sich im Arsenal der CIA befindet. &ldquo;Athena&rdquo; soll in der Lage sein, jede Windows-Version zu knacken und dem US-Geheimdienst erm&ouml;glichen, &uuml;bernommene Computer auszuspionieren und auf dem befallenen System weitere Software zu installieren oder Daten zu l&ouml;schen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/technik\/Athena-spioniert-jedes-Windows-aus-article19853436.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Werft die Terroristen raus<\/strong><br>\nStolz meldet Bild, dass Donald Trump bei seinem Besuch in Saudi-Arabien mehrfach an die F&uuml;hrer der islamischen Welt appellierte: &bdquo;Werft die Terroristen raus.&ldquo; Da die Saudis mit ihm weiter Gesch&auml;fte machen wollen, haben sie ihn nicht sofort rausgeschmissen. Denn nach deutschem Recht ist derjenige ein Terrorist, der &bdquo;rechtswidrig Gewalt als Mittel zur Durchsetzung international ausgerichteter politischer oder religi&ouml;ser Belange&ldquo; anwendet. Und Trump &ndash; man denke nur an den v&ouml;lkerrechtswidrigen Milit&auml;rschlag gegen Syrien &ndash; ist ohne Zweifel ein Terrorist wie seine Vorg&auml;nger.<br>\nAber auch die Saudis h&auml;tten sich selbst rausschmei&szlig;en m&uuml;ssen, da sie weltweit den islamistischen Terror finanzieren, Waffen an den IS liefern und im Jemen einen blutigen Krieg f&uuml;hren.<br>\nDa auch wir uns an dem v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg in Syrien beteiligen, fallen alle deutschen Politiker, die diese Milit&auml;rmission unterst&uuml;tzen ebenfalls unter das Verdikt des deutschen Antiterrordateigesetzes, da sie &bdquo;eine solche Gewaltanwendung unterst&uuml;tzen, vorbereiten oder durch ihre T&auml;tigkeiten, insbesondere durch Bef&uuml;rworten solcher Gewaltanwendungen, vors&auml;tzlich hervorrufen&rdquo;. Demnach h&auml;tte man die Bundeskanzlerin und ihre Entourage auch rausschmei&szlig;en m&uuml;ssen.<br>\nEs zeigt sich wieder einmal, wie verlogen in der &bdquo;westlichen Wertegemeinschaft&ldquo; &uuml;ber Terrorismus diskutiert wird und wie sich auch die deutsche &Ouml;ffentlichkeit beharrlich weigert, das Antiterrordateigesetz ernst zu nehmen.<br>\nErst wenn wir begreifen, dass man mit Terror (Krieg, Waffenlieferungen) den Terrorismus nicht bek&auml;mpfen kann, werden wir eine Chance haben, das Morden in der Welt zu verringern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1423916101003186\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: &ldquo;Vielleicht das beste Wahlprogramm seit Willy Brandt&rdquo;<\/strong><br>\nNach einigem Hin und Her, aber umso selbstbewusster hat der SPD-Vorstand den Leitantrag f&uuml;r das Wahlprogramm beschlossen. Details zu Rente und Steuern fehlen aber noch. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Ich finde, wir haben ein starkes Programm vorgelegt, vielleicht das beste seit Willy Brandt&rdquo;, sagte Fraktionschef Thomas Oppermann. Die Vorschl&auml;ge seien ein &ldquo;klares Kontrastprogramm&rdquo; zu den Ideen von CDU und CSU. Oppermann pr&auml;sentierte als Co-Chef der Programmkommission die Ergebnisse zweij&auml;hriger Beratungen. Endg&uuml;ltig beschlossen werden soll das Wahlprogramm am 25. Juni bei einem Sonderparteitag in Dortmund.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-05\/spd-wahlprogramm-bundestwagswahl-vorstellung\">Zeit Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Jetzt erst rechts<\/strong><br>\nDass man Juniorpartner bleiben m&ouml;chte, wird zur Erkenntnis der letzten Wochen und damit zur Ultima Ratio der Partei. Als solcher muss man sich anbiedern, muss die FDP ausstechen, die zum Thema werden k&ouml;nnte, wenn es die AfD wider Erwarten nicht ins Parlament schafft. Insofern ist f&uuml;r die Sozialdemokraten eine AfD im Bundestag eine gute Sache. Was f&uuml;r eine traurige Nachricht f&uuml;r eben jenen Herrn Schulz, der noch vor einigen Monaten einen moralischen Feldzug gegen die neuen Rechten in Aussicht stellte, ohne freilich eine Nachfragepolitik zur Entspannung der Lage anzubieten. Nun muss er fast froh sein, wenn es die AfD schafft. Eigentlich steht die Schulz-SPD schon hier vor den Scherben ihrer &raquo;Mobilisierung durch Inhaltslosigkeit&laquo;.<br>\nEin Linksruck ist nat&uuml;rlich jetzt keine Alternative mehr. Schlie&szlig;lich will man ja dem Senior auch gefallen. Die ohnehin mehr als z&ouml;gerlichen Angebote an ein dezent linkes Publikum sind damit endg&uuml;ltig Makulatur. Wer nun glaubt, die SPD w&uuml;rde aufgrund der prognostizierten Arithmetik doch noch Facetten einer Nachfrage&ouml;konomie ins Gespr&auml;ch bringen, der t&auml;uscht gewaltig. Die Genossen wissen sehr genau, dass der Zauber der letzten Wochen vorbei ist. Jetzt sondieren sie. Und so muss man sich benehmen. Jetzt erst rechts!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neulandrebellen.de\/2017\/05\/jetzt-erst-rechts\/\">neulandrebellen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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